Blurred Lines – gezeichnete Zwangspenetration auf dem Vormarsch von hYperCubeHD
Der Autor: hYperCubeHD

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Die letzten 10 Kommentare zu dieser Rezension:


HealingPotion
Letztendlich ist es die Entscheidung der Redaktion, ob ein "voll- und hochwertiges Onlinemagazin" entstehen soll oder Videos wie viele AniTuber.
Da ich auch zunächst nur das Titelbild gesehen hatte ohne das Video abzuspielen, dachte ich auch zuerst, es handelt sich um den Versuch der Redaktion, mit reißerischer Clickbait-Überschrift und Hentai-Bildern die Aufmerksamkeit der Besucher auf ihr neues Format zu lenken.

Zum eigentlichen Thema:
Ich bin eine sehr emotionale Person, die aber dazu in der Lage ist, Realität und Fiktion auseinanderzuhalten.
Die Szene in SAO habe ich noch nicht gesehen, aber zumindest bei Goblin Slayer kann ich sagen, dass ich überhaupt nicht schockiert gewesen bin.
Soll natürlich nicht heißen, dass mir die Szene auf irgendeine Art und Weise gefallen hat, trotzdem war es viel mehr die völlige Abwesenheit sonstiger Inhalte, die ich an Goblin Slayer schockierend fand.
Zu SAO kann ich leider nichts sagen, aber war die dritte Staffel nicht freigegeben für 12-Jährige? ^^


TheAwesomePigeon
@Tazzels:
Vielen Dank für die Klarstellung. Damit hat sich meine Fehlinterpretation des Touzai Magazins aufgeklärt und mein Anspruch an mehr sachlich orientierten Beiträgen anstelle von stark subjektiven Wahrnehmungen und Äußerungen ist verpufft. An der Stelle kann ich also nur wiederholen:
"Ich habe nichs gegen das Video oder Format als solches einzuwenden."
Für den angedachten Zweck passt es hier rein.

Also bleibt mir nur ein wenig die Entscheidung von Cube zu betrauern sich nicht an der Diskussion zum Video zu beteiligen, was ich schade finde. Aber das soll mein persönliches Bier bleiben :P. Jetzt da ich den Umstand kenne, fällt inhaltliche Kritik eigentlich komplett aus dem Bilde, da es einfach ein Meinungsbeitrag ist, zu welchem man keine weitere Stellung mehr beziehen möchte.

Mit freundlichen Grüßen
TheAwesomePigeon


RHR1987
Selten ein Video gesehen, bei dem ich so lange nachdenken musste, wie man am besten darauf reagieren sollte.

Zunächst einmal gut gemacht und die Argumente, egal ob subjektiv oder objektiv, sind klar kommuniziert.
Zustimmen tue ich an einigen Punkten allerdings nicht, da wenn man dieses Thema schon angeht, es theoretisch noch viel viel weiter gehen muss.
Einige der Vorredner haben hier bereits begonnen mit Andeutungen auf Filme des zweiten Weltkrieges oder Büchern, aber auch das ist nicht weit genug, wenn man es genau betrachten möchte. Zumindest meine persönliche Meinung.

Denn die eigentliche Frage ist, was interessiert den Menschen als Wesen?
Was bringt ihn dazu zu einer Veranstaltung zu gehen, sich einem Buch/Film/Anime/Manga/Spiel anzunehmen?

Geht man von dieser Frage aus finde ich nur 3 Antworten.
1. Unterhaltung
2. Wissenserweiterung
3. Erfahrung, was eigentlich Unterkomponente von 2 ist.

Was diese Dinge gemeinsam haben, ist, dass sie sich mit Dingen beschäftigen, welche nicht Teil des Alltags der Person ist, welcher sich damit beschäftigt.
Es handelt sich also um Dinge, welche nicht oder noch nicht ausreichend sättigend bekannt sind.

Dementsprechend wird der Mensch im Gebiet der Unterhaltung besonders von den Dingen angezogen, welche aus dem Alltag herausreißen.
Alle historischen Berichte, die ich gelesen und gesehen habe, belegen, dass nichts den Menschen so sehr fasziniert und anzieht wie die Gewalt die anderen zugefügt wird. So waren Hinrichtungen schon fast Feiertage, damit auch jeder hingehen kann.

Das erlebte/gesehene wird in den eigenen Erfahrungsschatz aufgenommen und mit den eigenen Wertvorstellungen verglichen.
In den meisten Fällen, führt dies zu der Erkenntnis: "Ich möchte nicht, dass mir das passiert."
In Folge werden Handlungen vermieden, welche zu einem negativen Ereignis gemäß dem Erfahrungsschatz führen.

Zum Glück hat sich die menschliche Gesellschaft (in den meisten Teilen der Welt) von der öffentlichen realen Darstellung von Gewalt als Lehr- und Unterhaltungsmittel weg entwickelt.
Dafür entdeckte die Menschheit die Möglichkeit der Fantasie in Form von Schrift und Bild. Andere Formen der Kunst sind natürlich ebenfalls möglich wie die Bildhauerei oder Formen die mir völlig unbekannt sind.

An dieser Stelle zurück zu dem eingeschränkten Sichtfeld der Darstellung von Vergewaltigungen, allerdings unabhängig von Medium.
Grundsätzlich stimme ich Cube zu, dass dies ein sehr sensibles Thema ist, welches mit Respekt behandelt werden sollte. (Genau wie jede andere Form der physischen und psychischen Gewalt)

Fügt man aber den Gesichtspunkt der Wissens/Erfahrungserweiterung hinzu, ist es ein sehr wichtiges Thema, von dem ich persönlich hoffe, dass es niemals vollständig aus den uns zur Verfügung stehenden Medien verschwindet.
Denn leider lernt der Mensch nur wenn er etwas in irgendeiner Form konsumiert und da die wenigsten Menschen tatsächlich das Gesetz lesen, um zu lernen was richtig oder falsch ist, müssen eingängigere Medien genutzt werden.

Womit ich gerne auf die von Cube genannten Punkte der Darstellung, des Kontext und der Intention eingehen würde und noch einen Punkt hinzufügen möchte: Zielgruppe.

Im Bereich der Darstellung ist eine Vergewaltigung definitiv nur sehr schwer in der Balance zu halten zwischen un/gewollt erotisch und verharmlost.
Auf die 3 im Essay verwendeten Animes angewandt, weicht meine Meinung von Cubes ab, da alle 3 unter dem Bezug der Punkte Kontext und Intention, soweit mir zu dem jeweiligen Anime bekannt, der Sache gerecht werden.
Alle 3 schaffen es glaubhaft die Hilflosigkeit des Opfers rüber zu bringen.
Alle 3 schaffen es glaubhaft die Tat als etwas schlechtes darzustellen, dass man weder selbst erleben möchte, noch jemand anderem antun will.
Keine der Szenen war im Ansatz erotisch.
Das der Hauptunterschied darin besteht, wie lang die Szene ist und wie viel Haut gezeigt wird, stimmt allerdings.


Zum Kontext, also der glaubhaften, wenigstens halbwegs sinnvollen Einbettung in die Geschichte.
Hier würde ich gerne mit Rainbow anfangen, welcher als gutes Beispiel gewählt wurde.
Ich stimme zu, dass hier der beste Kontext vorhanden ist, welcher dem Hauptcharakter überhaupt erst eine Motivation gibt, die seine Handlungen erklären und beeinflussen, auch wenn diese Handlungen selbst, inklusive der Selbstjustiz, ihre eigenen moralischen Fragen aufwerfen.
Bei Goblin Slayer wird ein ähnlicher Kontext verwendet, aber ob dieser nötig ist, um die Motivation des Charakters darzustellen kann in Zweifel gezogen werden.
Jedoch ist hier auf einen vorhergehenden Beitrag zu verweisen, welcher sehr gut beschreibt, warum Extreme besser geeignet sind.
Eine Motivation, welche aus einem allgemein anerkannten, in nahezu allen Werken verwendeten Basis heraus entsteht (wie das Nicht-Menschliche Wesen den Menschen töten und ausplündern), ist gerade in einer Welt wie Goblin Slayer unglaubwürdig.
Kommen wir nun zu SAO, zu welchem ich als Leser der Light Novel und Zuschauer des Animes am meisten sagen kann.
Ich möchte Cube nicht abstreiten, dass Reiki Kawahara kein Talent für tiefe Charaktere hat. Sein Talent liegt in der Erschaffung einer Idee und dem Betrachten dieser aus allen Gesichtspunkten, was beim Lesen der Light Novels verstärkt hervortritt.
In Alicization ist die Vergewaltigung glaubhaft und logisch eingebettet, wenn man sich die gesamten Informationen der Welt vor Augen führt, inklusive jener, welche es nicht in den Anime geschafft haben.
Die Macher der Underworld haben den ersten Menschen ihre eigene Version der 10 Gebote und andere Dinge beigebracht, wie dass eine Teetasse immer auf eine Untertasse gehört. Durch einen Programmierfehler wurden diese Lehren unumstößlich.
Cardinal erklärt Kirito jedoch, dass durch Änderung der Betrachtung die Lehren umgangen werden können. So ist die reine namentliche Definition der Teetasse als Suppentasse ausreichend, damit sie auf den Tisch abgestellt werden darf/kann.
Sämtliche anderen Lehren des Tabuindexes sind von Administrator aufgestellt, und beinhalten Elemente, welche zu Kontroversen führen können.
An dieser Stelle frei Kirito zitierend: "Nur weil etwas verboten ist, heißt es nicht, dass es unbedingt falsch ist, genauso wie etwas erlaubtes nicht immer richtig ist."
Unter diesen Aspekten war die Vergewaltigung als gewähltes Mittel das einzig Mögliche (Außer es hat jemand eine andere Idee, welche zu einer ähnlichen emotionalen Extremsituation führt), um für Eugeo einen Moment zu erzeugen, in welchem er aus seinen Emotionen heraus die Programmierung überwindet.
Mord stand außer Frage, da es sich hierbei um einer der Grundlehren handelte, welche unumstößlich sind.
Ebenso Diebstahl, welches nebenbei nicht ausreichend emotionale Reaktionen hervorrufen kann.
Die Verwendung der "Monster" stand sowohl Story technisch (Sie sind im Zentrum der menschlichen Welt), als auch von der Lore außer Frage, den die Regeln gelten nicht für Nicht-Menschen, was die Perspektive ausreichend verschiebt.

Womit Intention an der Reihe ist.
Alle 3 Werke haben letztendlich die gleiche Intention. Eine emotionale Extremsituation zu erschaffen, welche als Erklärung für das Handeln der Charaktere dienen kann und wird.
Die von Cube angesprochene Intention des Kommerz ist auch zu betrachten, aber nicht so einseitig. Den letztendlich ist es die Aufgabe eines jeden professionellen Animes Geld zu verdienen und Zuschauer zu binden.
Den gerade in diesem Gesichtspunkt sehe ich bei keinem der Werke einen kommerziellen Hintergrund für die Einführung der Vergewaltigung.
In allen 3 Animes wie oben dargestellt, ist die Vergewaltigung eine für mich glaubhafte Grundlage für die Handlungen und der Austausch selbiger durch andere Ereignisse hätte nicht den gleichen Effekt erzielt.
Wenn man die Sexualisierung von Animes zum besseren Verkauf betrachten möchte, wäre die Verwendung von Loli oder Oppai Charakteren ohne Grund eher interessant.

Bleibt der Aspekt der Zielgruppe.
Alle 3 Animes haben völlig unterschiedliche Zielgruppen.
Rainbow zielt auf Junge Erwachsene und Erwachsene mittleren Alters ab, welche sich an einer tiefen emotionalen dramatischen Story erfreuen.
Goblin Slayer zielt auf Teenager und junge Erwachsene ab, welche eine Schwäche für überzogene Gewaltdarstellungen mit brauchbarer Story haben.
SAO zielt rein auf Teenager ab, welche Interesse daran haben eine Geschichte zu erleben, welche Charaktere in ungewöhnliche emotionale Situationen bringt.
Keiner dieser Animes hat die hoffentlich sehr kleine Gruppen von Menschen im Auge, welche Vergnügen an Vergewaltigung finden, da keiner dieser Animes eine ausreichende Menge an Vergewaltigungen hat, um bei der Masse and Hentai/Porn/Doujins mit Vergewaltigungsthema auch nur aufzufallen.
Selbst, wenn man bei SAO die Existenz einer zweiten Szene in der ersten Staffel mit hinzuzieht.

Zuletzt sei mir noch erlaubt auf den Einwurf des schlechten Schreibstils von Kawahara einzugehen.
SAO ist nicht als professionelles Werk entstanden, sondern als Web-Novel. Kawahara selbst hat zugegeben, dass sein Schreibstil und die gewählten Mittel eher schlecht waren, weswegen er mit Alicization (wohlgemerkt auch nocht zur Web-Novel Zeit) bewusst einen Cut gemacht hat.
Und vergleicht man SAOs Stil mit dem von Accel World (seiner eigentlichen ersten kommerziell vermarkteten Reihe) ist die Veränderung auffällig.

Vielen Dank an jeden der bisher gelesen hat.


Tazzels
TheAwesomePigeon schrieb:
Ich denke einfach, dass das Video in dieser Form lediglich nicht unter Touzai hätte veröffentlicht werden sollen. Es ist allerdings auch möglich, dass ich das Touzai Projekt an sich falsch verstanden habe und das Video doch gut reinpasst.
Das Projekt Touzai beinhaltet grundsätzlich erst einmal jede Art von Artikel zur japanischen Popkultur, ob nun ein stark persönlicher Essay, informativer Sachtext oder alles, was man dazwischen so antreffen könnte. Wie es im Startpost zu Touzai (proxer.me/forum/18/384895#top) steht, dient das Projekt vor allem der Selbstverwirklichung von uns Redakteuren. Über das extrem subjektive Video meinerseits im vergangenen Oktober scheint sich ja nicht aufgeregt worden zu sein; wahrscheinlich auch, weil das Thema weniger kontrovers war. Vielleicht ist mit den ersten paar Artikel, die sich vorwiegend informativ mit der Geschichte der Animes und des Simulcast beschäftigten, ein verzerrter Eindruck entstanden. Falls dem so ist, wollte ich das hier nur noch einmal klar stellen.


TheAwesomePigeon
An und für sich müsste ich kein Wort zu diesem Video äußern. Gerade da ich doch in letzter Zeit scheinbar bei der Redaktion sicher einen Ruf weg habe, bei dem man meinen Namen in der Form von "Dinkelberg" ausspricht. Allerdings gibt es 2 Faktoren, welche ich als enttäuschend wahrgenommen habe und diese würde ich gerne noch einmal in kurzer Form verbalisieren.

1. Es ist ein Touzai Beitrag
Gegen das Video und sein Format als solches habe ich nichts. Schließlich erinnert es an viele AniTuber Videos, in welchem man sich ein Thema herauspickt, sein kleines Textchen für vorbereitet und es unter die Masse bringt. Hier kann ich nun mit der Meinung einhergehen, sie generell ablehnen oder zumindest in Teilaspekten zustimmen. So gesehen also alles gut.

Was mich allerdings stört ist, dass dieses Video als Teil des "Touzai Magazins" oder Projektes publiziert wurde. Da ich Touzai als solches wie ein informatives Magazin aus Proxer Quelle betrachte, welches in eigener Regie versucht wissenswertes zu vermitteln, so fließt mir in diesem Beitrag leider zu sehr die eigene Meinung zu gewissen Titeln mit ein (Meinungen sich wichtig - aber manchmal ist weniger mehr).
Erwartet hätte ich mehr eine generelle Erörterung zur Thematik der sexuellen Gewalt, welche manche Titel nur kurz anspricht - so wie man beispielsweise Goblin Slayer und SAO als Zündstoff verwendet, da es das Thema recht medial aktiv werden ließ und zur Diskussion einlädt. Darüber wäre man dann einen rückwärtsgewandten Weg gegangen, um die Geschichte der sexuellen Gewalt in Anime, Manga und ggf. auch Hentai zu beleuchten und zu analysieren, ob die aktuelle Reaktion darauf moralisch von der Gesellschaft gerechtfertigt ist, oder ob es lediglich an einer weit offeneren Präsenz von Animes in der westlichen Welt liegt.

Ich persönlich habe Rainbow noch nicht abgeschlossen und erst vor kurzem angefangen zu sehen. Daher konnte ich das positiv Beispiel leider nicht mitverfolgen und leider hat mir auch ein kleiner Sprungpunkt gefehlt, über welchen ich zum Teil des Videos gelange, welcher nach dem besagten Spoiler liegt. Mir blieb es nur abzuwarten, wann die Mitschauenden mir sagen konnten, wann der Spoiler Teil vorrüber war. Das ist natürlich schade.

2. Die Stellungnahme von Cube im Thread
Der zweite Faktor, welcher mich zur Äußerung bewegt hat war die Stellungnahme von Cube in diesem Thread zu den geäußerten Ansichten der Zuschauer. Wenn ich der Autor des Videos wäre und solch eine Meinung beziehe, so hätte ich wohl erst garnicht im Thread darauf geantwortet, bevor ich solche Zeilen hinterlasse. Denn ehrlich gesagt hat mich die Antwort ein wenig schockiert.
Gerade wenn ich daran denke, dass Plinfa-Fan unteranderem von Dank gesprochen hat, dass man solche Videos erhält, um das Proxer Forum mit neuem Leben zu bereichern, so stellt die Anwort von Cube für mich stellvertretend den Grundbaustein des Verfalls von Foren im Generellen dar. Ein Forum ist in meinen Augen ein fachspezifischer Diskussionsraum für die Teilnehmer an diesem Diskurs.

Auch wenn ich das Video als solches weder informativ noch besonders gut betrachte, so hat es seinen Beitrag geleistet, indem es eine Diskussion ins Leben gerufen hat, zu welcher sich sogar - die für mich legendäre - Deviltoon in aller Ausführlichkeit äußert. Eine Seltenheit und somit für mich ein Zeichen für ein sehr diskussionswürdiges Thema, zu welchem sich sogar nahezu jedes Communitymitglied äußern kann.
Allerdings möchte ich nicht, dass solche wertvollen Beiträge die gleiche Handhabung erleben, wie die Threads der Woche, welche man im mataphorischen Sinne auf ein Podest hievt, welches jeder sehen kann und jeder Nutzer seinen einen Kothaufen von Meinung dranklatscht ohne sich in irgendeiner Form mit den zuvor dargelegten Beiträgen außeinanderzusetzen bzw. Stellung zu diesen zu beziehen.

Nun zur Kiritk: Aber genau dieses Verhalten wird mir nun von einem Proxer Teammitglied leider in diesem Thread vorgelebt. Und das auch in einer Form, bei welcher ich leider zu einem recht unhöflichen Vorurteil über einen Menschen gelange, den ich nicht kenne. Das erwähne ich zuvor, um zu unterstreichen, dass ich dies nicht als Angriff, Vorwurf oder Tatsache präsentiere, sondern lediglich als das, was mir als erstes in den Sinn kam - auch wenn es mit einer zu 100% angrenzenden Sicherhheit nicht der Realität entsprechen mag:
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Ich entschuldige mich an dieser Stelle nochmals für das zuvor genannte bei Cube, falls ich damit auch entgegen aller vorausgehenden Aussagen eine Zeile von mir gelassen habe, welche dich persönlich angreift. Das ist nicht die Intension - sondern die Information, welche Gefühle bei Lesern ausgelöst werden.

Aus diesem Grund stimme ich Ireon in seinen Beiträgen zu. Es ist schade, dass der Autor nicht das Feedback der zuschauer würdigt oder sich damit thematisch erneut auseinandersetzt. Wenn wir aufhören zuzuhören - so hören wir auch auf zu lernen. Das gilt für beide Richtungen. Wenn die Zuschauer absoluten Unfug vom Zaun brechen, dann kann man weiterhin seine vorherige Meinung mit weiteren Argumenten untermauern, stärken und ggf. Klarheit schaffen. So wirkt es auf mich leider nur wie ein: "Frisst oder stirb" oder "gib dich mit dem zufrieden, was ich dir biete". Das ist einfach schade.

Zum Inhalt des Videos möchte ich mich zunächst enthalten.
Ich denke einfach, dass das Video in dieser Form lediglich nicht unter Touzai hätte veröffentlicht werden sollen. Es ist allerdings auch möglich, dass ich das Touzai Projekt an sich falsch verstanden habe und das Video doch gut reinpasst. Vielleicht wäre das Thema aufgrund seiner hohen Diskussionswürdigkeit aber auch besser in einem ProxCast aufgehoben gewesen. But that's just me.


Hellton
Ohje was hab ich da losgetreten.
Plinfa-Fan schrieb:
Hellton schrieb:
Ein klein wenig zum schmunzeln brachte mich die Tatsache, dass der Beitrag sich selber dem Kontroversen Thema bedient um "Einschaltquoten" zu generieren.
Um mal Bezug auf den Titel zu nehmen: Ich finde, du überschreitest hier gerade eine Grenze. Es steht dir frei eine andere Meinung als die im Video geäußerte zu haben, aber nun auch noch zu behaupten, mit dem Thema an sich wolle man nur "Einschaltquoten" zu generieren, ist einfach auf so vielen Ebenen falsch... .
...Also etwas mehr Respekt bitte, auch wenn du eine andere Meinung hast. Man sollte schon beim Thema bleiben.
Ich will mich dazu weder rechtfertigen noch korrigieren. Aber eines will ich klarstellen, es war nicht meine Absicht irgendwen damit anzugreifen.
Im Gegenteil, wie ich gescheiben habe fand ich es lustig und wenn es sogar beabsichtigt war finde ich den Metawitz echt gelungen.

Der hier allgmein etwas hitzige Ton hier ist bei dem Thema nicht ganz unerwartet. Ich persöhlich vertrete zwar auch provozierend meine Meinung zu dem thema versuche aber dabei Beleidigungen anderer zu vermeiden. Ich schätze Cube so ein, dass er sehr wohl kritik und ironie wegstecken kann, wer öffentlich Artikel postet muss ein dickes Fell haben.

Noch ein Paradox das mir hier aufgefallen ist, alle dürfen ihre Meinung über das Thema äußern, nur Cube wird dafür verurteilt wenn er das in seinem Beitrag tut. Oder wollen alle nur den Metawitz fortführen? ;)
Im Ernst, ja eine objektive Berichterstattunng wünschen sich viele. Aber dann könne man sich sämtliche Diskussion sparen, wie Langweilig. Außerdem sind manche Themen nicht objektiv berichtbar, wie könnte ein Thema das von Sex, Tod, Vergewaltigung... handelt auch sinnvoll rein objektiv sein?

Grüße
Hell

Ps: Danke Plinfa-Fan für deine Meinung, und natürlich auch allen anderen.


Einherier
Interessant wie ein Podcast es schafft einem auf immer die Lust auf andere Podcasts zu nehmen. Ich war eigentlich ziemlich interessiert an einem Podcast welcher sich damit beschäftigt ob und ab wann etwas in der Kunst noch Teil des Storytelling und Worldbuildings ist, und ab wann es einfach nur noch der Provokation dient, stattdessen bekam ich das hochnäsige Geseiere einer Person, welche es schafft in 5 Minuten mit mehr Kommentaren nicht nur die gesamte Diskussion in den Dreck zu ziehen sondern auch noch alle an der Diskussion beteiligten Seiten (und nein, falls dies wirklich der Versuch einer Auflockerung sein sollte, so war dies extrem deplaziert). In dieser Diskussion haben weder ''lustige'' Stereotypen über die an der Diskussion teilnehmenden Seiten Platz (Zitat: ''andere findens geil, im wahrsten SInne''') noch deine persönliche Meinung, ob die Anime gut oder schlecht waren, einen Platz im Podcast und wirken deplaziert und unsachlich.

So, nun kommt mal mein sachlicher Beitrag zum Thema: Ich halte es mit solchen Sachen bei Anime/Manga wie mit meinen Büchern. Es kommt auf den Kontext an. Ich bin generell solchen Szenen extrem abgeneigt, habe selber diverse Bücher sowie z.b. den Berserk Manga abgebrochen eben wegen diesen Szenen, dies jedoch meistens weil sie unnötig lang gezogen wurden, was, und da kann ich die Leute verstehen welche sagen das soetwas nicht in unser Medium gehört, eine starke Triggerstärke für Opfer sexueller Gewalt haben kann, welche ansteigt, je länger und detaillierter es dargestellt/beschrieben wird. Jedoch denke ich, dass es in der richtigen, kurzen Dosis wie es z.b. in Goblin Slayer der Fall ist, ein extrem starkes Mittel zum Aufbau der Welt dienen kann, gerade wenn man dazu in Kontext setzt das Goblins im Manga öfters nackte Frauen nutzen um Fallen zu legen oder sie als lebende Schilde zu missbrauchen und damit extrem unmissverständlich klar gestellt wird, wie diese Welt für jeden ''Normalo'' ist, der sich nicht mit dem Schwert sein Essen verdient.
Man kann also meiner Meinung nach sagen, dass soetwas extrem vom Kontext und der Art und Weise wie man es schlussendlich darstellt abhängt. Muss man es so quälend langsam wie in SAO oder z.b. im Berserk Manga machen, wo man es heraustropfen sieht das es um das Allmachtsgefühl für den Vergewaltiger geht? Nein, und ich finde ehrlich gesagt war es bei SAO komplett deplaziert und bei Berserk z.b. extrem zulang, und nicht mehr wirklich als Werkzeug zum Aufbau einer Welt anzusehen, da es schon ziemlich weit in die Storyline hereingereicht hat, und dort der Grundton für eine Erzählwelt schon längst gesetzt sein sollte. Goblinslayer hingegen nutzt es kurz, und sehr brutal direkt am Anfang, und nutzt es daher exzellent als Werkzeug um früh einen dunklen, brutalen Ton zu setzen und einen gewissen Hass auf die Goblins zu erzeugen, was auch zum Rest der Serie passt.

Nun, das waren meine zwei Cent, sorry aber irgendwie hätte ich gerne meine Lebenszeit zurück die ich an dem Video vergeudet habe....

btw, falls jemand mit englischkentnissen interesse hat an einer differenzierteren Behandlung des Themas im Fantasy Genre und als Werkzeug zum Aufbau einer Welt, der sollte hier mal reinschauen:

Warnung - Spoiler! [Klicken zum Anzeigen]



Edit by Deviltoon
Video eingespoilert


Froschinski
*Parlamentärsflagge schwenk

*o-öhm*
... nur noch einmal kurz zum allgemeinem Verständnis: Essay war doch das wo des Autors Meinung, bzw. Sichtweise zum Thema ein Teil des (Pflicht)Inhaltes ist.
Hach Schule ist so lange her.... da ist es langsam schwierig aber wenn ich mich recht erinnere, dann war glaub das so ...oder?
(falls ich falsch liege korrigiert mich bitte! bin grad zu faul zum selber Tante Wiki zu fragen) .
Demnach kann ich im Video so erstmal keinen "redaktionellen" Fehler finden.

Zum Video selber, bei dem ich ja schon teilweise anderer Meinungen, aber auch nicht in allen Punkten mir selber klar bin wie ich dazu stehe.
Trotzdem respektiere ich die Arbeit und Gedanken, die hinter so einem Video stecken. Und der etwas provokantere Ansatz ist in meinen Augen sehr passend und gelungen - funktioniert ja auch wie beabsichtigt (Disput anregend).
Ebenso empfinde ich das eben durch die Ironie, mit der man eben jene Muster verwendet, die man gleichzeitig als Kritik-würdig "verurteilt", wird auch ein Großteil von dem subjektiven Aussagen in gewisser Weise wieder "objektiviert" und als stilistisches Mittel ersichtlich (unabhängig vom subjektivem Gehalt).


Und noch generell zum was darf Kunst, was ist ethisch akzeptabel....
Kunst ist eben auch dazu da sich mit den dunklen Seiten des Menschen auseinanderzusetzen. Und Fiktion bietet einen Raum, in dem auch die dunkelsten Abgründe "erforscht" werden können. Und auch wenn dabei gewisse Risiken für entsprechend vorbelastete Personen entstehen, so gibt es doch auch einem Großteil überhaupt erst die Möglichkeit eine Vorstellung derartiger "Belastungen" zu bekommen und die Reichweite der eigenen Moralvorstellung zu ermessen, bzw diese zu bilden.
Also wo will man da genau eine, oder gar die Grenze ziehen?

Killing and Stalking wird dafür gefeiert, in was für moralische Zwiespälte es den Leser wirft....
Im Vergleich dazu kratzen SAO und GS gerade mal an der Oberfläche!


StanL.A.
So, ich bin zwar kein Experte aber weil mich das Thema interessiert hat, möchte ich nun auch meine 2 Cents dazu geben. Ich habe beide Anime gesehen und fange mit Goblin Slayer an. In den paar Vergewaltigungsszenen die es in der Serie gab wirkte es auf mich so als ob die Absicht dahinter wäre weitere Abscheu und Hass gegen die Goblins zu generieren und die dahingehenden Gefühle des Protagonisten somit besser nachvollziehen zu können. Dabei würd ich nicht unbedingt von Entmenschlichung sprechen, denn wie cube ja bereits so schön erwähnt hat sie sind ja von Beginn an nicht ansatzweise menschlich. Vielmehr halte ich die Vergewaltigungsszenen für ein Stilmittel um erwähnte Gefühle im Zuschauer zu wecken, da die Idee allein dass Goblins Monster sind und Menschen töten einfach zu generisch ist, das bewegt mich nicht mehr wirklich, aber wenn dann der Fokus darauf gelegt wird dass sie auch Dörfer brandschatzen und Frauen und Kinder vergewaltigen sowie töten dann geht das bei mir tiefer, dieses extreme Leid trifft dann bei mir halt auf Empathie weil es so unmittelbar und anhaltend ist während ich mit dem Tod eines Charakters der kaum bekannt ist und recht unspektakulär abläuft einfach nichts anfangen kann.
Das wäre mein Zugang zu dem ganzen, für mich sind diese Szenen ein Mittel um die Goblins so barbarisch und grausam wie möglich darzustelln, die Szenen selbst hab ich jetzt nicht wirklich als sexualisierend wahrgenommen aber gut vl. bin ich in der Hinsicht auch zu abgestumpft um das sinnerfassend beurteilen zu können.

Was SAO angeht so geht es mir da ähnlich, der Rape war da um die beiden Bösewichte als so schrecklich wie nur irgendwie möglich zu inszenieren und aus der Szene mehr Spannung und Emotionen herauszukitzeln. Auch mir ist aufgefallen dass die SAO Macher sowas gerne bringen und es könnte wsl. auch kommerziell motiviert sein. Mehr fällt mir zu dem ganzen in SAO gerade auch nicht ein muss ich zugeben.

Mein Fazit zu dem Ganzen ist:
Die Szenen sind nicht unbedingt notwendig, aber manchmal passen sie halt doch recht gut ins Gesamtbild und solang man sich bei der feinen Gradwanderung was ok ist und wo man über die Stränge schlägt, nicht verirrt hab ich persönlich kein Problem damit wenn dieses Mittel in Maßen eingesetzt wird.
Ich habe die Szenen in genannten Animes jetzt nicht als sonderlich störend empfunden im Sinne von dass sie nicht ins Bild passen oder eine Falsche Botschaft übermitteln, in SAO muss ich jedoch zustimmen dass es schon anständig gewesen wäre etwas Screentime für die Traumabewältigung der beiden Mädchen zu verwenden und damit etwas mehr Authentizität und Menschlichkeit in das Ganze zu bringen.