Detail zu Death Parade (Animeserie/TV):

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Original Titel Death Parade
Englischer Titel Death Parade
Deutscher Titel Death Parade
Japanischer Titel デス・パレード
Genre
Action, Drama, Fantasy, Krimi, Mystery, Psychological, Violence
Tags
Adaption Original
PSK
SeasonStart: Winter 2015
Ende: Winter 2015
Status Abgeschlossen
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Beschreibung:
"Willkommen in der Bar Quindecim!" Ein besonderer Ort, wie die ahnungslosen Besucher schnell feststellen müssen. Denn hier treffen jeweils zwei frisch aus dem Leben Geschiedene auf den mysteriösen Barkeeper Decim, um sich im weiteren Verlauf ihrem postmortalen Schicksal bei einer Partie Billiard, Darts oder Bowling zu stellen. Und so entwickelt sich ein grausames, schicksalsentscheidendes Do-or-Die Spiel, in dem die wahre Natur der Gäste ans Tageslicht tritt …

(Quelle: Universum Anime)

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Layna
Dies ist eine offizielle Proxer-Rezension und wurde von der Proxer-Redaktion verfasst! Klicke auf weiterlesen, und erhalte diese Rezension auch als Hörbuch.
Die Frage über das Leben nach dem Tod mag so alt sein wie das Bewusstsein über das Leben selbst. Das Leben kann doch nicht einfach so enden ... Als wäre es so unbedeutsam, dass es von einem auf den anderen Moment zum Nichts wird. Unmöglich! Gibt es nicht irgendwo einen Ort zum weiterexistieren? Kann es sein, dass Reinkarnation die Lösung ist? Eine Antwort auf diese uralte Frage kann ich euch leider nicht geben. In meiner Macht steht jedoch, euch einen Anime zu präsentieren, der uns einen Vorschlag darbietet, was zwischen Leben und Tod steht. Eine Zwischenwelt mit menschenähnlicher Spezies, die über unser Verbleiben nach dem Tod richtet. Lasst uns einen Blick auf Death Parade werfen, ein Werk, das uns hinter die Kulissen dieser Zwischenwelt führt …

Zwei Menschen steigen simultan aus einem Aufzug und betreten eine seriös anmutende Bar namens Quindecim. Was passierte, wieso befinden sie sich an diesem sonderbaren Ort? Sie können sich nicht erinnern. Der weißhaarige Barkeeper names Decim nimmt sie mit gleichgültiger, aber doch sympathischer Miene in Empfang und erteilt Instruktionen. Er könne ihnen erstens nicht sagen, wo sie seien. Zweitens müssen die beiden ein Spiel bestreiten. Dieses muss beendet, die Bar darf vorher nicht verlassen werden. Was die beiden Beteiligten zunächst nicht erfahren: Hinter den Spielen steckt die Intention herauszufinden, wer es verdient in die Hölle abzusteigen und wer zur Reinkarnation wieder in die Welt der Menschen aufsteigen darf. Die Kontrahenten mussten zeitgleich eines unnatürlichen Todes sterben, um überhaupt diese Chance zu erhalten. Oft sind sie sich fremd und vielleicht auch sehr unterschiedlich, selten handelt es sich etwa um ein gemeinsam verstorbenes Paar.

Eben dieses Konzept bekamen wir bereits bei Death Billiards präsentiert, einem Kurzfilm, auf dem Death Parade basiert. Er entstand im Zuge des Projektes Anime Mirai und feierte März 2013 Premiere. Über Anime Mirai werden jährlich vier Kurzfilme finanziert, um junge Animatoren zu fördern. Yuzuru Tachikawa und Shinichi Kurita waren unter dem Hause Madhouse maßgeblich an diesem Projekt beteiligt und offensichtlich erfolgreich. Beide haben natürlich auch bei der Serienadaption Death Parade wichtige Posten inne, Tachikawa etwa Regie und Drehbuch, Kurita zeichnet unter anderem für Charakterdesign und Animation verantwortlich. Das Endprodukt durften wir nun in der Wintersaison 2015 bestaunen.

Dem Titel entsprechend bekamen wir bei Death Billiards ein Billardspiel um Leben und Hölle zu sehen. Durch die Ankündigung einer Serie nach diesem Konzept flammte natürlich Hoffnung nach deutlich mehr Hintergrundinformationen auf: Erhalten wir nun lediglich 12 Folgen über Entscheidungsspiele von 12 verschiedenen Menschenpaaren oder entführt uns die Serie in eine sehr viel umfangreichere Betrachtung dieser Zwischenwelt? Wenngleich durchaus hie und da eine Prise Hintergrundinformationen gestreut wird, so bleibt die Serie doch vorerst ziemlich episodisch. Glücklicherweise nimmt sie nach einigen Folgen doch an Fahrt auf und nimmt weitere Themen ins Visier. Was passiert etwa mit einem Menschen, der zu lange in dieser Zwischenwelt verweilt? Ein so ganz klares Konzept um die 12 Folgen kristallisiert sich nicht heraus. So bleibt am Ende das Gefühl, viel über diese Zwischenwelt in Erfahrung gebracht zu haben, aber doch noch längst nicht genug.

Neben dem eingangs erwähnten, weißhaarigen Barkeeper Decim rückt seine namenlose schwarzhaarige Assistentin zusehends in den Mittelpunkt des Geschehens. Ihre emotionale Hintergrundgeschichte steht jedoch stets im Schatten der Neugierde des Zuschauers, der doch viel mehr über die anderen Persönlichkeiten der Zwischenwelt erfahren möchte. So ist die Charaktervielfalt sehr bunt gestreut. Hie und da werden sie auch mal etwas näher betrachtet, füttern den Zuschauer mit mehr Wissen, sorgen aber auch für mehr unbefriedigte Neugierde. Vielleicht ist es ganz gut, dass der Anime viele Fragen offen lässt und somit den Zauber des Mysteriösen um diese Zwischenwelt erhält, aber irgendwie besteht doch Hoffnung auf eine Fortsetzung. Es sind schließlich nicht nur Konzept und Charaktere, die einen nach mehr verlangen lassen, auch musikalisch und optisch weiß er zu überzeugen ...

… Wie von selbst erhebt sich mein Körper. Die Beine fangen an sich zu bewegen, Arme und Hüfte stimmen in den Takt mit ein. Beim Flow des Refrains ist es vollkommen um mich geschehen: Ich bin diesem Song verfallen. Man kann kaum anders als sich zu jenem Opening zu bewegen, das so positiv und stimmungsvoll anmutet, dass es kaum zum rätselhaften und nachdenklichen Anime passen dürfte. Doch das tut es überraschenderweise und zwar ausgezeichnet! Nicht nur der Song „Flyers“ von Bradio weiß zu begeistern, auch das Video überzeugt. Die Charaktere bieten uns eine jeweils zu ihnen passende Tanzeinlage. Sie wirken dabei nicht wie ...
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emmy*16
Genre
Story
Animation/Bilder
Charaktere
Musik
So, ich schreib mal meinen ersten Kommentar \(°-°)/

Die Story war allgemein ziemlich spannend und nie langweilig. Jedoch hab ich es etwas Schade gefunden, dass die Hintergrundgeschichte der Richter nicht vorhanden waren. Ich habe viel zu viele offene Fragen, die mich nicht loslassen -_-

Habe mir den Anime bereits 4 Mal angesehen und ich finde ihn immer noch toll.

Die Charaktere sind einzigartig, aber man weiß nicht viel über ihren Hintergrund, was ich irgendwie Schade finde.

Ich empfehle den Anime nur zu gerne \(^-^)/

Viel Spaß beim schauen!

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Blacktiger97
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Story
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Charaktere
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Ein storytechnisches Unikat

Da es hier schon von umfassenden Bewertungen und Einschätzungen wimmelt, eine kurze Einschätzung meinerseits.

Mit seinem angenehmen Design und flüssigen Animationen schafft Death Parade es den Flair des Quindecums vom ersten Moment an herüberzubringen. Den Leitfaden der Geschichte kennt man wohl aus keinem Anime, schließlich ist es kein Shounen. "Vielversprechend" würde es vermutlich am ehesten treffen - und rein storytechnisch kommt man hier wirklich auf seine Kosten.
Die Charaktere sind alle sehr interessant gestaltet, wobei der visuelle Faktor hier fast blendet.

Alles in Allem kann ich hier "nur" 7 Sterne geben. Die Stärken sind der interessante Umgang mit dem Thema, die potentielle Tiefe der Charaktere und die gelungene Atmosphäre. Als Schwäche sehe ich das "große Netz", das über dem Quindecum gespannt ist und von dem wir nur einen Teil gezeigt bekommen. Die Charaktere kommen aufgrund der 12 Folgen etwas kurz. Sie sind zwar alle auf ihre Art interessant, da man aber weder sie noch die näheren Umstände weiter kennenlernen kann, sehe ich das nicht nur als Pluspunkt.

Stand: Geschaut

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Cey-Rock
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Story
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Charaktere
Musik
Der Anime "Death Parade" geht um den Schiedsrichter Decim, der über die Seelen der Toten richtet.

Decim sieht aus wie ein gewöhnlicher Barkeeper, doch der Schein trügt, denn in Wirklichkeit richtet er über die Seelen der Toten. Immer wenn zwei Menschen, die verstorben sind, zu ihm kommen, können diese sich an nichts erinnern, auch nicht, dass sie verstorben sind. Dies gehört zum Spiel, denn Decim bekommt die Erinnerung der Toten zu sehen und soll anhand eines Spiels, das die Verstorbenen spielen müssen, über die Toten richten. Während eines sogenannten Spiels werden Situationen hervorgerufen, die die Spieler zur Verzweiflung bringen sollen und die dunkle Seite der Menschen aufzeigen soll. Decim darf als Schiedsrichter nur zusehen, um richten zu können, greift aber manchmal zu kleinen Tricks, um die verzweifelten Situationen zu bekommen. Jedoch ändert sich eines Tages alles, denn ein Mädchen taucht bei ihm auf, kann sich an nichts erinnern, außer, dass sie tot ist. Aus diesem Grund kann er auch nicht über ihre Seele richten. Stattdessen wird sie seine Assistentin.

Die Story bietet keine Action oder eine mitreißende Story, sie bietet eine Teifgründigkeit, die anderen Anime manchmal fehlt. Es geht hier um viel mehr als um das Richten der Seelen. Es wird der menschlichen Psyche, sowie ihren Emotionen und der Frage nach dem Tod auf den Grund gegangen. Das macht den Anime aber auf eine andere Art und Weise sehr interessant. Denn diese Themen kommen uns als Zuschauer sehr nah, weil wir sie selbst gut nachvollziehen und darüber nachdenken können.
Die Musik spiegelte von den Tönen her die Emotionen der Menschen wider. Desto düsterer diese wurden, desto düsterer wurden auch die Klänge. Als Beispiel kann man auch gut die unbeschwerten Szenen nehmen, die von einer Barmusik angehaucht wurden. Das Opening hingegen fiel durch seine fröhliche Partymusik eher komplett aus dem Muster und passte atmospährisch einfach nicht ganz.Während das Ending den Anime atmosphärisch gut untermauern konnte.
Die Animationen waren recht einfach gehalten, dafür wurden die Mimiken der Charaktere gut animiert. Diese standen auch eher im Vordergrund, denn die Gefühle dieser sind ein wichtiger Bestandteil der Story. So erkennt man gut, wenn ein Charakter verzweifelt ist, hasst, liebt usw.
Tiefgründig werden uns die Charaktere vorgestellt. Jeder von ihnen macht sich auf seine Art und Weise Gedanken über das Leben, seinen Wert und den Tod. Decim wirkt wie eine Marionette, leblos und emotionslos, der nur seine Aufgabe als Schiedsrichter erfüllt. Doch hat er großen Respekt vor dem erfüllten Leben der Menschen. Hingegen denkt der andere Schiedsrichter namens Ginti ganz anders. Für ihn hat das menschliche Leben keinen Wert, wenn man am Ende nur dem Tod entgegenstrebt. Das mysteriöse Mädchen ohne Erinnerung zerrüttelt jedoch die Gedankenwelt von Decim, denn sie zeigt ihm, dass Menschen mehr zu bieten haben als nur ihre dunkle Seite. Wie schon vorher erwähnt stehen die Gefühle der Menschen stark im Vordergrund und dadurch sind die Charaktere auch gut ausgearbeitet, selbst wenn sie nur Nebencharaktere sind.

Im Allgemeinen kann der Anime vor allem durch seine Tiefgründigkeit mit außergewöhnlicher Themenwahl und die gut ausgearbeiteten Charaktere punkten, die mit guter Musik untermalt werden und deren Mimik recht gut animiert wurde. Dafür schwächelt der Anime etwas beim unpassenden Opening, den Animationen und jetzt nicht so die spannende oder mitreißende Story. Wer gerne mal einen Anime mit erwachsenem Thema und philosophischem und psychologischem Ansatz sucht, der ist genau richtig bei "Death Parade".

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MrSalomon
Genre
Story
Animation/Bilder
Charaktere
Musik
Death Parade habe ich mit dem Gedanken begonnen, das hier könnte einfach mal völlig anderes sein. Und dieser Gedanke hat sich auch bestätigt. Den zu Grunde liegenden Film der Serie (Death Billards) habe ich nicht gesehen, kann also keinen Bezug darauf nehmen.

In Death Parade kommen die Toten in eine Art Zwischenwelt, wo Decim (einer der zwei Protagonisten) darüber entscheidet, ob ihre Seelen in den "Void" (so lautet es im englischen) kommen, oder als Reincarnation neu geboren werden. Der Void ist dabei eine Art endloser Raum, in dem die Seelen für alle Ewigkeit bleiben. Die Toten kommen immer zu zweit und werden in eine Extremsituation gebracht, um es Decim zu ermöglichen, anhand dieser Extremsituation ihren wahren Charakter zu bestimmen.
Wichtig hierbei ist zu wissen, dass die Reinkarnation hier quasi die Belohnung für die Guten ist, während die ewige Verbannung in den Void als Bestrafung anzusehen ist. Ironisch, wenn man bedenkt, dass der buddhistische Glaube genau anders herum funktioniert. Im Buddhismus (und Japan ist ein stark vom Buddhismus geprägtes Land) ist die endlose Reinkarnation die Versinnbildlichung der Hölle und eine Seele wird erlöst, wenn sie diesen Kreislauf durchbricht und endlich ins Nirwana eintreten kann. Also genau anders herum wie im Anime, was mich sehr verwundert hat. Dachte deshalb auch die ersten Folgen lang, ich hätte das im Anime einfach falsch verstanden...


Die angegebenen Genres sind soweit alle vertreten, kann ich nichts zu kritisieren finden. Violence ist hier mehr als Werkzeug benutzt worden und steht nicht im Zentrum der Handlung. Trotzdem ist es definitiv da und sollte nicht unterschlagen werden.

Die Animationen sehen gut aus und auch die Lokations machen optisch was her. Der Großteil der Serie spielt sich allerdings in einem Raum ab, weshalb nicht viel Abwechslung in dieser Hinsicht zu erwarten ist.
Die Musik ist stimmig, meistens sehr ruhig gehalten und wird stark von Piano dominiert. Hat mir gut gefallen.

Charaktere und Story sind hier unglaublich schwer für mich zu bewerten. Letztendlich geht es um den Sinn des Lebens und die Bedeutung des Todes. Aber auch darum, welches Recht jemand hat, über das Schicksal der Seelen nach dem Tod zu entscheiden, bzw. welche Qualifikationen dafür benötigt werden. Während der Anime diese philosophischen Fragen langsam und bedächtig angeht, sehen wir in den meisten Folgen verschiedenste Menschen in extremen Situationen, die alle für sich den Wert ihres eigenen Lebens beurteilen und verteidigen. Dabei bleibt für den Zuschauer aber vieles hinter den Kulissen sehr undurchsichtig und auch wenn gegen Ende manches ein wenig aufgelöst wird, hinterlässt der Anime doch mehr Fragen als Antworten. Zweifellos absichtlich, denn hier ist der Zuschauer zum Mitdenken aufgefordert und soll seine eigenen Schlüsse ziehen. Da so ein Konzept bei jedem unterschiedlich ankommt, fällt es mir ebenso schwer, das objektiv bewerten zu wollen.

Fazit:
Am Ende ein durchaus unterhaltsamer Anime den ich gerne gesehen habe. Ich kann euch nicht guten Gewissens sagen, dass dieser Anime euch gefallen wird. Aber ich kann euch definitiv sagen, dass er es wert ist, einmal ausprobiert zu werden. Und er hat durchaus das Potenzial, bei bestimmten Leuten Begeisterung auszulösen. Ist im Grunde wie ein Bild von abstrakter Kunst. Die einen lieben es, die anderen sehen nur blöde Striche auf der Leinwand. Verstehen kann ich beide Seiten.

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ComBlogger
Genre
Story
Animation/Bilder
Charaktere
Musik
Death Parade ist einer der Animes, der eher zum Denken anregt als einen nur mit Unterhaltung zu brießeln.

Zu den Genres:


Alle Genres sind vorhanden, auch wenn sich Violence in Grenzen hielt.

Über die Story:


Die ersten zwei Folgen lassen anderweitig vermuten, und die Story entfaltet sich erst wirklich zur zweiten Hälfte, ist aber dennoch meiner Meinung nach sehr gelungen. Kaum vorhersehbar und recht bewegend.

Die Animationen/Bilder:


sind nicht schlecht, aber auch nicht herausragend gegenüber anderen Werken.

Charaktere:


Death Parade ist es gelungen, einen Haufen selbstständiger Charaktere zu managen, wobei man nur begrenzt die Intentionen und Rollen der einzelnen Personen erkennen kann, was ihnen eine gewisse Individualität gibt. Ob man die Charaktere nun mag oder nicht, man bildet sich wohl oder übel eine Meinung zu ihnen.

Musik:


ist nicht negativ aufgefallen, und hat die Stimmung unterstützt, aber hielt sich doch recht im Hintergrund.

Für alle die Death Parade bereits beendet haben:
Spoiler!
Was haltet ihr von den Entscheidungen der Macher? Ich hätte Shimada ja trotzdem in die Reincarnation gelassen, aber dafür Takashi ins Void geworfen. Bin aber offen für Diskussionen per PN:D

Stand: Geschaut

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Konuha
Genre
Story
Animation/Bilder
Charaktere
Musik
Dieser Anime war mein aller erster den ich geschaut habe( abgesehen von Pokemon & Co.) und er hat mich umgehauen und tut es heute noch. Die Idee alleine hinter dem Anime ist fantastisch und die Umsetzung noch besser. Der Anime ist fast perfekt, durch Bilder und Musik wird eine einzigartige Atmosphäre geschaffen. Jedoch kommt die Story nur sehr langsam ins Rollen, was ich damit meine ist das man erst ab der hälfte der Serie von einer Story reden kann, der Teil zuvor war mehr eine lange , wenn auch sehr gute, Einleitung. Da dies jedoch der einzige größere Kritikpunkt ist den ich habe kann ich guten Gewissens behaupten das dieser Anime ein Meisterwerk für mich ist und nicht nur weil er meine Liebe für Anime ins Leben gerufen hat. Ich würde ihn jederzeit weiterempfehlen, besonders wenn man auf der Suche nach einem düsteren und auf einer psychischen Ebene auch kranken Anime ist,
true Grüße,
Konuha.

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ZoeZoldyck
Genre
Story
Animation/Bilder
Charaktere
Musik
Oh mein Gott, Death Parade... Was soll ich sagen? Ich liebe diesen Anime einfach!

Genre: Die Genre passen alle gut auf den Anime, hab nichts zu meckern.

Story: Die Storyidee hat mich direkt angesprochen. Generell mag ich Anime, in denen interessante Spiele vorkommen sehr gerne. Die Umsetzung hat mich auch einfach umgehauen. Die Story hat sich immer mehr entwickelt, war fesselnd und blieb spannend. Das Ende war etwas plötzlich, dennoch in Ordnung. Ich mochte die Welt, beziehungsweise die Bar, in der der Anime spielt so gerne und die Spiele waren toll.

Animation/Bilder: Wow, was soll ich sagen. Diese Hintergründe! Die Animationen waren einfach nur wunderschön, man kann wirklich nichts daran aussetzen. Der Zeichenstil war ausgefallen, jedoch ebenfalls sehr gut.

Charaktere: In Death Parade wird uns eine Fülle an Charakteren geliefert und hier habe ich einen weiteren riesigen Pluspunkt des Animes. Die Nebencharaktere, die meist nach ein bis zwei Episoden wieder verschwinden, waren alle so liebevoll gestaltet. Jeder hatte eine andere Geschichte und Persönlichkeit, mit denen ich wirklich mitfiebern konnte! Auch Chiyuki mochte ich sehr gerne. Mein Problem lag bei Decim. Er war... speziell, aber ich bin irgendwie auch nach seiner Entwicklung nicht mit ihm warm geworden. Ich weiß nicht, woran es lag, aber ihn fand ich irgendwie nicht so herausragend. Dennoch, insgesamt tolle und interessante Charaktere, die wir von Death Parade geliefert bekommen.

Musik: Was soll ich zur Musik nur sagen? Das Opening ist legendär, die Hintergrundmusik fesselnd. Auch das Ending mochte ich gerne. Die Musik war einfach klasse.

Fazit: Death Parade gehört auf jeden Fall zu einem meiner Lieblingsanimes. Ich mag ihn wirklich, wirklich gerne und würde jedem empfehlen, ihm eine Chance zu geben.

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CheckTheLine
Genre
Story
Animation/Bilder
Charaktere
Musik
Lohnenswerter Anime zum Anschauen oder lieber doch die Finger davon lassen?




Genre


Alle Genre sind gut vertreten und auch ziemlich gut gewichtet.


Story


Ich liebe Animes mit einem Sinn hinter ihren Geschichten. Und genau das hat auch Death Parade.
Wenn zwei Menschen, die erst im Laufe der Episode merken, dass sie tot sind, gleichzeitig sterben, müssen diese in einer Bar (das Jenseits) gegeneinander um den Verbleib ihrer Seele antreten.
Der Anime besteht aus mehreren "Einzelschicksale"- in jeder Episode tauchen neue Personen auf und haben keinen großen Einfluss auf die anderen Episoden.
Dennoch waren diese sehr interessant zum Anschauen und machte mich immer neugieriger welche Hintergrundgeschichten wohl als nächstes auftauchen und wie die jeweiligen Personen reagieren werden.
Zudem wird die Hauptstory auch nicht komplett ignoriert.
Dennoch hat mir das Ende nicht so ganz gefallen, denn ich hatte den Wunsch einer 2.Staffel. Doch man konnte damit klar kommen.
Auch wenn nicht alle Fragen beantwortet werden konnten, war die Story endlich mal etwas Neues.


Animation


Mega gut! Was soll man da bemängeln? Death Parade hat ein wirklich verdammt guten Zeichenstil. Gerade die "Schiedsrichter" und die Personen die im Jenseits leben stachen sehr raus. Entweder mit buntem Haar oder ihren wunderschönen Augen. Sie gaben deshalb auch eine sehr mystische und etwas geheimnisvolle Aura von sich. Aber auch die "realen" Personen waren fantastisch animiert. Sie wurden sehr realistisch mit Schattierungen und Farbgebungen dargestellt. Zudem wurden ihre Gefühle sehr gut in ihren Gesichtsausdrücken wiedergespiegelt und man wusste sofort wie diese Person fühlt.

Charaktere


Wie schon erwähnt stachen nur die Hauptpersonen heraus und die "realen" Personen dagegen eher weniger. Die Hauptpersonen bekamen auch im Laufe des Animes eine gewisse Tiefe und eine Story. Mich hat aber da etwas gestört; und zwar dass die anderen Barkeeper keine Hintergrundstorys hatten.
Doch hatte jeder seine eigene Persönlichkeit und hat so den Anime auch einen gewissen Schwung verleiht.

Musik


Sehr passende Musik. Das Opening hatte eher eine freundlichere Melodie, welche aber sehr zum Anime passte(außerdem war im Opening kein Spoiler enthalten, was ich sehr gut fand). Dennoch hatte das Ending dann eher etwas mystisches an sich, was meiner Meinung perfekt zum Anime gepasst hat und das "Unbekannte" nochmal betont hat.
Dennoch bleibt Musik Geschmackssache.

Fazit


Trotz der vielen Kriterien ist der Anime wundervoll anzusehen und auch seiner Zeit wert!
Dieser Anime hebt sich eindeutig von anderen ab und wirft viele Fragen auf. Z.B. jedes mal wenn Decim seine Entscheidung getroffen hat und die Personen in den Aufzug schickte, musste ich immer darüber nachdenken ob dieser Entschluss auch wirklich gerecht war oder eher nicht. Dennoch that's not how it works, is it? Denn im nächsten Leben werden ihre Erfahrungen wieder vergessen und fangen wieder bei 0 an. Und da stellt ich mir halt die Frage wozu das ganze? Und so musste ich auch zusätzlich feststellen, dass die Menschen nicht in ihr Schicksal geboren werden, sondern die Welt macht sie zu dem, was sie sind... Und so geht die Fragenschlange immer und immer weiter.

Ein Meisterwerk, welches jeder sehen sollte!


LG CheckTheLine

Stand: Geschaut

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MoritzFury
Genre
Story
Animation/Bilder
Charaktere
Musik
Ich war anfangs etwas skeptisch aber je weiter ich guckte desto mehr fand ich gefallen an dem was ich sah.

Ich finde es ist eine wunderschöne Message über das Leben und alles was zum Leben gehört. Eine Message, die man auf jeden Fall in Erinnerung behält.

Die Charaktere fand ich alle super, jeder hatte seinen knacks und in sich einen Sinn und eine Entwicklung welcher der Allgemeinen Story und der Message weiter geholfen hat.

Ich kann euch nur empfehlen diesen Anime zu schauen und zu verinnerlichen welche Message versucht wird den Gästen (euch) zu vermitteln.

"Eine schöne Story, mit einer gewichtigen Message." -Fury

Stand: Geschaut

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Black-Harmonics
Death Parade (und Death Billards)

Normalerweise schreibe ich Kommentare nach dem Schema, welches hier gängig ist. Das möchte ich allerdings dieses Mal auslassen. Ich habe Death Parade nun das zweite Mal gesehen (dazwischen lagen sicherlich 3 Jahre). Beim ersten Mal verzichtete ich noch auf einen Kommentar meinerseits, da ich bei meinen Vorrednern eigentlich alles Relevante gefunden habe. Nun, nachdem ich ihn das zweite Mal gesehen habe, möchte ich allerdings doch einige Worte los werden. Betrachtet dies also bitte nicht als Bewertung, sondern lediglich als meine eigenen, persönlichen Gedanken. Dies dient in erster Linie auch nur den angestauten Gedanken und Gefühlen, die dieser Anime in mir ausgelöst hat.
Da ich wohl auf einige spezielle Inhalte eingehen werde, werde ich den kompletten Kommentar als Spoiler verpacken. Zuletzt sei noch gesagt, dass ich den Manga nicht kenne. Ich habe nur den Anime (und die OVA) gesehen.

Spoiler!

Vorwort

Death Parade ist ein großartiger Anime. Meine ursprüngliche Bewertung (in meiner externen Liste) habe ich nun von 8/10 auf 10/10 erhöht. Das hat auch so seine Gründe.
Einerseits habe ich beim ersten Mal nicht gleich alles auf Anhieb verstanden. Der Anime bietet sehr viel Raum für eigene Gedanken und Interpretationen, was es in meinen Augen sehr schwierig macht, alles gleich beim ersten Mal zu verdauen. Da auch recht viel Zeit zwischen den beiden "Watches" liegt, ist es offensichtlich, dass einige Aspekte mehr oder minder in Vergessenheit geraten sind. Bei diesem Durchlauf habe ich wesentlich mehr Zeit gebraucht, um mich in die einzelnen Fälle zu versetzen.
Andererseits denke ich jetzt über diverse Aspekte völlig anders, als dies noch vor 3 Jahren der Fall war. Ich habe mich selbst in dieser Zeit stark verändert und habe nun eine andere Sicht auf gewisse Dinge. Gerade die Thematik Tod und was danach folgt, war für mich schon immer präsent. Es war (und ist) ein Interessenfeld, dem ich gerne näher auf den Grund gehen möchte. Keiner weiß, was nach dem Tod folgt. Ich habe zum Beispiel keine Angst vor dem Tod selbst. Allerdings möchte ich möglichst nicht qualvoll sterben. Ich glaube, dass sich jeder im Laufe seines Lebens einmal fragt, was der eigentliche Sinn dahinter ist. Wir leben und wir sterben. Aber wofür leben wir eigentlich? Warum arbeiten wir und müssen Geld verdienen? Warum versuchen wir, auf der Karriereleiter möglichst hoch zu klettern? Warum gründen wir Familien, bauen Freundeskreise auf? Ich glaube, dass jeder Mensch am Ende seines Lebens etwas von sich hinterlassen möchte, dass er möchte, dass sich jemand an ihn erinnert, damit sein Leben nicht bedeutungslos war. Wir haben Religionen, diverse Glaubensrichtungen und erforschen die Vergangenheit. Aber wofür tun wir das alles? Klar, einerseits suchen wir den Fortschritt und möchten aus den Fehlern der Vergangenheit lernen, aber andererseits... Nun. Wir suchen alle nach einem gewissen Sinn. Nicht umsonst glauben wir daran, dass wir nicht alleine im Universum sind oder dass es irgendeine Form von Schicksal, göttlicher Fügung oder anderen vorbestimmten Dingen gibt.

Kritik am Afterlife

Gewisse Dinge waren mir von vornherein klar, wie zum Beispiel, warum Schiedsrichter im besten Fall keine Gefühle haben sollten, bzw. warum Menschen nicht über Menschen richten können.
Ich habe da für mich die Parallele zu Therapeuten und Pflegern in der Psychiatrie gezogen. Sie werden jeden Tag mit so viel Leid, Trauer und Schmerz konfrontiert, dass sie selbst ein Ventil brauchen, um Abstand gewinnen zu können. Andernfalls würden sie irgendwann selbst an der Last zerbrechen, egal wie abgrenzungsfähig und distanziert sie sind. Jeder Mensch, der zu menschlichen Gefühlen und Empathie fähig ist, wird unweigerlich an den Grausamkeiten und Ungerechtigkeiten anderer Menschen zugrunde gehen, lässt er sich nicht selbst helfen.
Einer der Pfleger in der Psychiatrie hat mir erzählt, dass viele seiner Kollegen nicht länger als ein paar wenige Jahre dort auf der Station arbeiten. Entweder lassen sie sich nach einiger Zeit auf eine andere Station versetzen oder wechseln in einen ganz anderen Bereich. Die Belastung, jeden Tag mit so vielen verschiedenen Menschen und Persönlichkeiten zu tun zu haben, welche unterschiedlichsten, mehr oder minder heftigen Schicksalsschlägen erlegen waren, setzt jedem Pfleger zu.
Auch ein Richter muss schwere Entscheidungen treffen. Mord mag moralisch immer Mord sein, aber seine Gründe sind nicht immer gleichzusetzen. Es ist sehr schwierig, dabei unparteiisch und distanziert zu bleiben. Die Frage, ob ein Urteil gerecht ist oder nicht, kommt ja schließlich auch auf den Verurteilten selbst an.

Death Parade setzt sich in den (leider nur) 12 Folgen mit den unterschiedlichsten Persönlichkeiten und Abgründen von Menschen auseinander. Zudem gibt es auch deutliche Kritik an dem bisherigen Afterlife-System. Ist es wirklich richtig, gefühllose Marionetten zu haben, welche über das Schicksal toter Menschen bestimmen? Wird das Urteil der geprüften Seele wirklich gerecht? Die Methoden, die zur Urteilsfindung genutzt werden, werden von Decim (durch Chiyuki) im Laufe der Serie auch in Frage gestellt. Das beste Beispiel bieten dafür die Folgen mit den beiden Mördern. Beide haben aus dem selben Motiv gemordet: Rache. Einer wollte seine vergewaltigte Schwester rächen, der andere seine ermordete Frau. Der Polizist tötete den Mörder seiner Frau, wurde danach aber zum selbsterklärten Schiedsrichter über die Verbrecher. Er verlor seine ursprüngliche Motivation und sah sich zu höherem Berufen. Der Mord veränderte ihn grundlegend. Konnte ich anfangs noch Verständnis für ihn aufbringen, erschien er mir am Ende der Folge wie ein gewissenloses Monster, welches Unrecht geschehen lässt, nur um das Unrecht zu beweisen.
Der junge Mann, welcher seine Schwester rächen wollte, wurde auch zum Opfer dieser gewissenlosen Tat, denn durch den Polizisten wurde die Schwester erst vergewaltigt. Schließlich hätte dieser das Unglück noch vereiteln können.
Hier ist allerdings nun eine Interpretation meinerseits. Durch die Aufklärung am Ende der Folge, war der junge Mann so von Hass und Verzweiflung zerfressen, dass er dem Polizisten unsäglichen Schmerz zufügen wollte. Chiyuki versuchte, den jungen Mann davon abzuhalten, schaffte es allerdings nicht, da der Polizist ihn immer weiter provozierte. Am Ende sieht man, nachdem er dem Polizisten alle seine Organe zerstörte, dass er dasselbe schreckliche Grinsen zeigt, was der Polizist nach seinem ersten Mord zeigte. In diesem Moment, so glaube ich, wurde er selbst zu so einer Person. Da leider nicht gezeigt wurde, wo beide am Ende gelandet sind, gehe ich davon aus, dass beide im Void gelandet sind. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, dass nur der Polizist dorthin verbannt wurde und dem jungen Mann noch eine Chance gegeben wurde.
Decim, welcher zwar über Emotionen verfügt, diese jedoch nicht versteht, zweifelt fortan an dem System.

Ginti, Harada und Mayu

Auch die Geschichte um Ginti, Mayu und Harada lässt sehr viel Interpretationsspielraum. Wirkt der Fall anfangs noch recht klar, wird er in der 11. Episode dann doch sehr tiefgründig und außerordentlich schwierig. Mayu ist nach dem Todesspiel eigentlich eine Kandidatin für die Wiedergeburt, während Ginti Harada ins Nichts verbannt. Da Mayu allerdings Gintis Einstellung über die Menschen auf den Haufen wirft, behält er sie zunächst bei sich. In der elften Episode schließlich muss er das Urteil doch fällen.
Ich nehme an, dass Ginti Decim verachtet, da dieser eine völlig andere Einstellung hat, als er selbst. Zudem ist Ginti ein Schiedsrichter ohne richtige Emotionen (obwohl er ja dauernd wütend, jähzornig, genervt und frustriert ist). Er versteht Decims Denkweise nicht, bis er schließlich mit Mayu konfrontiert wird. Da scheint auch er das erste Mal an dem System, oder zumindest an seinem eigenen System, zu zweifeln.
Da er Mayus Entscheidung, sich für Harada zu opfern, nicht nachvollziehen kann, stellt er sie in der 11. Episode auf eine letzte Probe. Im Austausch für eine andere Seele, würde er Harada wieder zurückholen und beide in die Wiedergeburt schicken. Mayu muss sich entscheiden, ob sie eine ihr unbekannte Person verdammt und Harada somit rettet, oder ihn aufgibt.
Es ist nicht ersichtlich, welche Entscheidung sie am Ende getroffen hat. Am Ende der Episode, stehen beide im selben Aufzugsschacht (was auch bis dahin im Anime sonst nie geschehen ist). Der Einfachheit halber stelle ich den Dialog einmal wortgetreu nach:

Mayu: Wohin komme ich jetzt?
Ginti: Dorthin, wo Haradas Seele ist.
Mayu: Und er wird wirklich wieder aufwachen?
Ginti: Ja. Ich habe noch eine Frage. Was bedeutet dir Harada?
Mayu: Mein Leben.
Ginti: Und was wäre dein Leben dann ohne ihn gewesen?
Mayu: Was? Willst du mich jetzt verarschen?
Ginti: Antworte mir. Was wäre es gewesen?
Mayu: Woher soll ich das wissen? Braucht man unbedingt einen Sinn im Leben?
Ginti: Du hast es immer noch nicht kapiert.
Mayu: Und du? Was ist mit dir? Aus welchem Grund tust du das alles hier?
Ginti: Es gibt keinen tieferen Sinn. Ich bin einfach Schiedsrichter.
Mayu: Ihr könnt einem einfach nur Leid tun.
Ginti: Wie bitte?
Mayu: Ich habe mir das alles wenigstens selbst ausgesucht. Mag sein, dass mein Leben nicht von großer Bedeutung war, aber ich habe selbst entschieden, es Harada zu widmen. Allein das ist doch etwas wert.
Ginti: Dann ist es ja gut. (Laut einem englischen Artikel, wäre die genaue Übersetzung eigentlich: "Es wäre schön, wenn das so wäre")

Danach schaltet die Maske über dem Fahrstuhl von "Wiedergeburt" zu "Void" und beide fahren ins Nichts. Man sieht, wie sich die Haut ablöst und Harada kurz vor dem Auflösen seine Augen öffnet. Im Nichts angekommen, vereinigen sich ihre Seelen und beide verschwinden im Nichts.

Eine Möglichkeit wäre, dass Mayu den Unbekannten, welcher unglaubliche Ähnlichkeit mit Light Yagami (Death Note) hat, tatsächlich geopfert hat. Das würde Gintis Einstellung, dass alle Menschen egoistisch sind und sich ans Leben klammern, bestätigen, weshalb er beide ins Nichts schickt. Dass die Maske zunächst auf "Wiedergeburt" steht, könnte ein Täuschungsversuch sein, um Mayu weiszumachen, dass sie tatsächlich wiedergeboren werden.

Eine andere Möglichkeit wäre, dass Mayu den Unbekannten nicht geopfert hat und sich freiwillig dazu entschied, mit Harada ins Nichts zu fahren. Allerdings würde das nicht erklären, wieso die Maske dann zunächst "Wiedergeburt" zeigte und wieso Harada tatsächlich erwachte. Hätte sie diesen Handel abgelehnt, wäre Haradas Seele im Void verloren geblieben, weshalb er die Augen gar nicht öffnen hätte können.

Eine dritte Möglichkeit wäre, dass Mayu den Unbekannten nicht geopfert hat. Da Harada allerdings aufgrund seiner vergangenen Taten und seinem Versuch, Mayu hinab zu stoßen, zu 100% ins Void verbannt werden muss, entschied Mayu sich, auf jeden Fall bei Harada zu bleiben. Als eine Art Belohnung gibt Ginti ihr die Hoffnung auf eine gemeinsame Wiedergeburt und ermöglicht ihr, Harada noch ein letztes Mal erwachen zu sehen. Als sich der Fahrstuhl schließt, springt die Maske auf "Void" um, da Ginti Haradas Urteil nicht widerrufen kann/will, weshalb beide ins Void verbannt werden.

Egal, wie es nun tatsächlich aussah: Mayu hat definitiv einen tiefen Eindruck bei Ginti hinterlassen. Am Ende der 12. Episode sieht man sogar, dass er eine Puppe nach ihr fertigt.

"Blumenkopf" und Nona

Das System des in Death Parade gezeigten Jenseits baut darauf, dass 2 Menschen, die im selben Augenblick sterben, von den Schiedsrichtern beurteilt und anschließend entweder ins Void oder zur Wiedergeburt geschickt werden. Alle Schiedsrichter (ausgenommen Decim) sind emotionslos. Den Schiedsrichtern scheinen die Betreuer (also Nona) übergeordnet zu sein. Neben den Schiedsrichtern gibt es auch noch die Informationsabteilung, welche sowohl die Verstorbenen verwaltet als auch die Erinnerungen zusammensetzt und zusammenfasst, damit die Schiedsrichter eine Grundlage für ihr Urteil bekommen.

Die Rolle des "Blumenkopfs" (ich habe seinen Namen vergessen) erschließt mir nicht vollkommen. Er scheint über Nona zu stehen und bezeichnet sich in eine der ersten Folgen als Wesen "was am nächsten zu Gott steht". Allerdings scheint auch er eine Marionette zu sein.
Der "richtige" Gott dieser Welt scheint jedoch verschwunden zu sein.
Es scheint generell, dass über die Welt nicht wirklich viel bekannt ist. Da ich den Manga nicht gelesen habe, kann ich das nicht belegen oder widerlegen.
"Blumenkopf" gibt in einer der späteren Episoden die Information, dass die Schiedsrichter aus modifizierten Seelen der ins Void verbannten bestehen, deren Erinnerungen und Emotionen gelöscht wurden. Ihre Grundpuppen scheinen sich auch von denen der zu Beurteilenden zu unterscheiden. Bei Chiyuki sieht man, dass sie sich nach 3 Monaten aufzulösen scheint, während Decim bereits seit fünf Jahren Schiedsrichter ist und sich nicht auflöst.

Nona hat Decim quasi "erschaffen". Sie nahm ihm zwar die Erinnerungen, pflanzte ihm jedoch menschliche Emotionen ein. Sie ist der Überzeugung, dass es verschiedene Wege zur Urteilsfindung gibt und ist sichtlich an Decim interessiert. Sie verfolgt seine Aktivitäten genaustens und manipuliert auch hin und wieder gewisse Begebenheiten, um herauszufinden, die er reagiert. Es war zum Beispiel ihre Idee, ihm die beiden Mörder zuzuweisen. Sie veranlasste auch Quin, eine ehemalige Schiedrichterin, welche nun in der Informationsabteilung arbeitet, Chiyukis Erinnerungen wieder zusammenzusetzen.
Nona scheint an dem System, wie es zu dem Zeitpunkt besteht, stark zu zweifeln und wünscht sich eine Veränderung. Scheinbar möchte sie dafür sorgen, dass die Schiedsrichter über Emotionen verfügen sollen, damit sie "näher am Menschen" sind. Da Schiedsrichter technisch gesehen weder leben noch sterben und auch aufgrund fehlender Emotionen keine Empathie zeigen können, seien die Urteile ungerecht. Schließlich könne ein Schiedsrichter nicht nachempfinden, was es bedeutet, Kummer und Schmerz zu erleiden und welche Konsequenzen dies für ihr Verhalten habe.
Sie hinterfragt ganz klar das derzeitige System, scheint jedoch die Methoden, die Seelen unter starken Stress zu setzen, zu befürworten.
Dass Decim über Emotionen verfügt, versucht sie vor "Blumenkopf" zu verheimlichen, da dieser offensichtlich das jetzige System eisern verteidigt.

Ich möchte gerne mehr über die Welt im Afterlife erfahren. Das Quindecim ist offensichtlich nicht der einzige Ort, an dem Urteile gefällt werden. Abgesehen von der Informationsabteilung und den Urteilsstätten ist so gut wie nichts über diese Welt bekannt. 12 Folgen reichen bei Weitem nicht aus, um sowohl die Welt als auch ihre Akteure richtig kennen zu lernen.
Zwar gibt es mehr als genug Interpretationsspielraum, doch am Ende blieben mir zu viele unbeantwortete Fragen, auf die ich mir eine Antwort gewünscht hätte. Mich würde beispielsweise interessieren, wieso der Gott verschwand und was genau die Motive des "Blumenkopfs" sind. Mich würde auch interessieren, wie genau die Seelen der ins Void verbannten, wiederbeschafft werden können. Die leeren Marionetten werden im untersten Stockwerk entsorgt, aber die Seelen befinden sich ja im unendlichen Nichts - nach Gintis Aussage dazu verdammt, auf ewig in die Tiefe hinab zu stürzen, mit nichts außer purer Verzweiflung, Angst, Wut und allen anderen negativen Gefühlen, während die Seelen bei vollem Bewusstsein sind.

Was die Methode zur Urteilsfindung betrifft, teile ich die Meinung Nonas halbwegs. Ich verstehe durchaus, dass das wahre Gesicht der Menschen erst in Extremsituationen ans Licht kommt. Andererseits werden die schlechten Eigenschaften eines Menschen dadurch auch erst geweckt. Da die "Opfer" zunächst durch den Schock nicht wissen, dass sie schon Tod sind, schwebt durch die Todesspiele die Angst vor dem Tod offen im Raum. Die Schiedsrichter dürfen die Wahrheit hinter dem Spiel erst enthüllen, wenn die Erinnerungen wieder zurückgekehrt sind. Durch die anfängliche Unwissenheit werden die Seelen dazu getrieben, an den Spielen teilzunehmen. Zwar konnten wir sehen, dass nicht jedes Spiel so grausam war (zum Beispiel in der Folge mit den Kindheitsfreunden), aber letztlich geben die Schiedsrichter alles dafür, das Böse zu Tage zu fördern.

Ich finde allerdings gut, dass hier nicht das klassische "Gut und Böse" dargestellt wird. Nicht jeder Mensch ist nur "gut" oder nur "schlecht". Den Menschen machen so unglaubliche viele Dinge aus, dass es durchaus auch extremere Methoden braucht, um festzustellen, wie ein Mensch wirklich ist.
Starke Emotionen können uns zu Handlungen zwingen, die wir im klaren Kopf niemals umsetzen würden. Ein sanftmütiger Mensch kann im Angesicht des Todes und der Verzweiflung zu einem Berserker werden, werden nur die richtigen Knöpfe gedrückt. In jedem Mensch lauert ein dunkler Abgrund. In meinen Augen kommt es allerdings nur darauf an, ob wir dem widerstehen, oder ob wir das zulassen.


Da mir langsam die Zeichen ausgehen, werde ich nun zu einem Ende kommen.
Death Parade hat in mir Gedankengänge und Emotionen erweckt, mit denen ich mich tagelang befassen könnte. Die Darstellungsweise des Afterlife, der Wiedergeburt und des Void sind Ansichten, die ich durchaus teile, wenn auch mit Vorbehalt. Sämtliche Charaktere sind äußerst vielschichtig gestaltet, was ich in wenigen Animes in dieser Form bisher gehen habe. Allerdings gibt es auch wahnsinnig viele Fragen, die am Ende offen bleiben - zumindest wenn man so auf Hintergründe fixiert ist, wie ich es bin. Ich hätte mir gewünscht, dass es mehr Folgen oder mehr Staffeln geben würde, um das Potenzial noch weiter auszubauen. Ja, der Anime mag durchaus seine kleinen Macken haben, aber das riesige Potenzial, die gebrachte Darstellung und die hitzige Diskussion mit mir selbst in meinem Kopf sind allemal seine 10/10 wert.

Death Parade bietet seeeeehr viel Spielraum für eigene Interpretationen, was ich an sich auch sehr gut finde. Ich finde, es macht dumm, wenn man alles vorgekaut bekommt.
Ob es nun sowas wie Schicksal, göttliche Fügung, ein Leben nach dem Tod oder etwas in der Art ist, können wir nicht beweisen, aber auch nicht widerlegen. Und ob unser Leben wirklich einen tieferen Sinn hat, vermag ich auch nicht zu sagen. Mir selbst würde es schon Angst machen, wenn wirklich alles nur reiner Zufall und völlig bedeutungslos wäre. Ich klammere mich an den Glauben, dass ich nicht völlig umsonst lebe (oder gelebt habe). Selbst wenn es so etwas wie "Himmel" oder "Hölle" oder "Wiedergeburt" nicht geben sollte, hoffe ich doch trotzdem, dass dies nicht alles war, dass es danach nicht einfach zu Ende ist.

Stand: Geschaut

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