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THEMA: Spoiler – Fürchtet euch nicht!

Spoiler – Fürchtet euch nicht! 1 Woche 6 Tage her #839429

  • Wassily
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Upsala, da sollte ein Bild sein :/

> Spoiler <

 

Fürchtet euch nicht!


von Wassily am 06. Februar 2020


Verrufen, verpönt und völlig fehl am Platz; unter all den Todsünden im Weeb-Kosmos wird wohl kaum einer mehr Verachtung zuteil als dem Spoiler. Käme jemand auf die Idee, lauthals das Ende eines Animes einem unwissenden Publikum zu verkünden, wird diese Person wohl ganz schön schnell ans digitale Kreuz genagelt. Der Anklagepunkt lautet: Beraubung des jungfräulichen Seherlebnisses. Wem würde es nicht stinken, wenn man beim unschuldigen Scrollen durch das Feed seiner präferierten Social Media-Kanäle plötzlich den entscheidenden Plot Twist vor die Füße geworfen bekommt. Dieses ungewollte Wissen zerstört das Gefühl eines «reinen» Erlebnisses vollkommen und löst häufig Frust aus. Doch leidet das betreffende Werk ernsthaft darunter? Ist das Spoilern wirklich ein dermaßen schlimmes Verbrechen? Wird ein Anime durch Spoiler ruiniert?

Woraus Animes bestehen
An erster Stelle lässt sich wohl festhalten, dass sich kaum jemand dazu entscheidet, einen Anime zu schauen, ohne sich minimal spoilern zu lassen. Sei es durch eine kurze Inhaltsangabe, ein Promo-Video oder sogar lediglich durch ein Visual; jede dem Werk zugehörige Information kann als Spoiler ausgelegt werden. Solche Spoiler werden auch nicht problematisiert. Erst wenn der Plot über seine Prämisse hinaus offenbart wird, gelangen wir in gefährlichen Gefilden. Und genau an dieser Stelle wird schon das erste Scheinproblem der Spoiler-Furcht enthüllt, denn nicht das gesamte Werk kann gespoilert werden, sondern lediglich der Plot. Zwar ist der Plot der zugänglichste Teil von narrativen Medien, aber er bleibt im Endeffekt ebendas: nur ein Teil. Das wahre Problem liegt in der unverhältnismäßigen Gewichtung des Plots. Dies geht streckenweise so weit, als dass der Irrglaube herrscht, dass ein Anime sein Plot ist.
Hierbei muss man sich vergegenwärtigen, dass der Plot nur ein kleines von vielen Elementen darstellt, welches das Gesamterlebnis ausmacht. Würde man also wirklich daran glauben, dass Spoiler einen Anime ruinieren können, wären demzufolge Animation, Charakterdesign, Schnitt, Regieführung, Theming, Shot Composition, Musik, Sound Design etc. vollkommen unbedeutend. Dass dies nicht der Fall ist, sollte verständlich sein. Bestünde ein Werk nur aus seinem Plot, würde eine Handlungszusammenfassung ausreichen, um es «gesehen» zu haben. Dem ist allerdings nicht so. Fakt ist, dass etwa eine fabelhaft choreographierte Action-Szene, ein hochemotionaler Dialog oder einfach nur ein niedliches Charakterdesign überhaupt nicht gespoilert werden können.


Gewichtung des Plots
Doch selbst wenn der Plot nur ein Element ausmacht, so stellt er doch ein außerordentlich wichtiges dar, nicht wahr? Nun soll die entscheidende These genannt werden, welche die wilden Spoiler dermaßen schwächt, sodass man sie selbst mit einem gewöhnlichen Pokéball fangen kann: Der Plot neigt dazu, das mit Abstand unwichtigste Element eines Animes zu sein. Die bloße Handlung verhält sich bei den meisten Titeln nicht allzu originell. Wer eine gewisse Menge an Animes aus bestimmten Genres gesehen hat, erkennt mit der Zeit, dass sich die Handlungsstrukturen stark ähneln können. Sich bekannter und erprobter Erzählmustern zu bedienen, ist weder problematisch noch verwerflich. In ihrem Framework sind diese Strukturen durchaus berechtigt.

Der ausschlaggebende Punkt, ob ein solcher Anime bestehen kann, ist also nicht der reine Inhalt, sondern die ästhetische Form, die Umsetzung oder um es anders zu formulieren: Es geht nicht um das Was, sondern um das Wie. Betrachtet man nur den Plot des hochgelobten Retters des Shounen-Animes My Hero Academia, wird deutlich, dass hier das Rad nicht neu erfunden wurde. Obwohl der Titel tatsächlich nicht einmal im Ansatz etwas Neues erzählt, begeistert er die Community. So machen eben nicht die Geschehnisse auf der Leinwand, die oftmals vorhersehbar sein können, den Reiz dieses Animes aus, sondern die Ausführung dieser altbekannten «from zero to hero»-Geschichten. Würde man My Hero Academia spoilern, so hat man rein gar nichts gesagt, denn die wahren Höhepunkte finden sich in der visuellen sowie musikalischen Gestaltung, der Charakterdynamik oder in der Inszenierung von emotional aufgeladenen Sequenzen.
Man könnte etliche Beispiele nennen für beliebte Shows, deren Plot im Vergleich zum Gesamtkunstwerk in unsäglicher Bedeutungslosigkeit versinken. So darf man an episodische Animes denken, wie sie vor der Jahrtausendwende gerne produziert wurden. Ein grandioses Werk wie Cowboy Bebop spinnt zwar einen episodenübergreifenden Plot, doch besteht die wahre Substanz der Serie in ihrem ästhetischen Stil. Slice of Life-Animes setzen auch verstärkt auf die Atmosphäre und die Ausarbeitung ihrer Figuren. Eine Show wie K-On! darf es sich erlauben, dass vordergründig «nichts» passiert, denn es geht ganz und gar nicht darum, was erzählt wird, sondern wie es erzählt wird.

Nun könnten Mystery-Animes wie Death Note ins Feld geführt werden, bei denen doch gerade die Auflösung des Inhalts sowie die nervenaufreibenden Plot Twists im Fokus stehen. Dass im Unwissen über den Ausgang der Ereignisse ein gewisser Kitzel liegt, kann zwar nicht bestritten werden. Allerdings gilt auch für Death Note dasselbe wie zuvor: Es gibt mehr als lediglich das große Mysterium, das zum Ende hin gelüftet werden soll. Natürlich fesseln die spannungsgeladenen Verkettungen von verrückten Geschehnissen, die in Death Note stattfinden, aber reicht das, um über 39 Episoden hinweg zu unterhalten? Spannung muss erst inszeniert werden – und eine solche Spannung kann euch durch keinen Spoiler genommen werden, denn das Ende für sich ist keineswegs faszinierend, sondern der Weg dorthin.

Das Gute im Spoiler finden
Zwar wurde hier nun ein – hoffentlich einigermaßen plausibles – Argument dargelegt, warum Spoiler keinen immensen Schaden anrichten, allerdings bleibt doch ein Gefühl der Unsicherheit zurück. Um die Wirkung von Spoilern auf das Schauerlebnis angemessen auswerten zu können, wäre quasi Schrödingers Anime notwendig: Eine Show, die man gleichzeitig gespoilert und ungespoilert erlebt. Da dies unmöglich ist, soll zum Schluss noch ein letzter Ausweg aus diesem Dilemma geboten werden – und dieser kommt nicht von einem simplen Weeb, der im Internet seine Meinung kundtut, sondern von keiner Geringeren als der Wissenschaft selbst. Im Jahre 2011 führten Jonathan Leavitt und Nicholas Christenfeld eine psychologische Studie durch: Sie präsentierten zwei Gruppen von Testpersonen jeweils zwölf klassische Kurzgeschichten, wobei einer Gruppe vor dem Beginn der Geschichte in einem kurzen Absatz eine Zusammenfassung der gesamten Handlung geschildert wurde. Nachdem die beiden Versuchsgruppen die Werke gelesen haben, wurden sie dazu aufgefordert, diese auf einer Skala von eins bis zehn zu bewerten. Das Ergebnis ist deutlich: Bei allen Kurzgeschichten außer einer vergab die gespoilerte Gruppe eine höhere Wertung als die ungespoilerte. Selbst als das Experiment zwei Jahre später erneut durchgeführt wurde, kam dasselbe Ergebnis zustande.

Die Testpersonen haben ihren Genuss der Werke auf einer Skala von eins bis zehn bewertet.

Das Ergebnis wirkt zunächst überraschend – vor allem wenn man bedenkt, dass acht von zwölf Kurzgeschichten dem Mystery-Genre zugeordnet werden. Eine Interpretation hierfür ließe sich aus den Argumenten des bisherigen Textes aufstellen: Wer um den Inhalt des Werks Bescheid weiß, verfügt über zwei entscheidende Vorteile. Zunächst ist die Person darüber im Bilde, wie die einzelnen Teile des Plots zusammenfallen werden, wodurch sie wesentlich stärker wertschätzen kann, wie die Handlung in ihrer Gesamtheit arrangiert ist. Von einem Plot Twist überrascht zu werden, kann ganz nett sein; wenn jedoch erkennbar wird, wie präzise und wohlüberlegt sich ein Plot Twist in das Getriebe des Werks einfügt, erscheint die gesamte Handlung umso bemerkenswerter. Der zweite Vorteil findet sich vollkommen abseits der Handlung, nämlich in ihrer Abwesenheit: Die Handlung lenkt nicht mehr ab. Hier findet sich eine weitere Wertschätzung, die umso deutlich zutage kommt. Wer vom Inhalt nicht mehr «gestört» wird, kann die Form gänzlich bewundern.
Einem ähnlichen Credo folgte der italienische Filmregisseur Tinto Brass bei seinem persönlichen Umgang mit Filmen. Jedes Mal, wenn er ins Kino ging, betrat er den Saal erst 15 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Als Filmliebhaber war ihm die Handlung völlig egal, er wollte sich der Form hingeben; das Wie steht über dem Was. Filme und Serien bedienen vielerlei Sinne auf verschiedene Arten und Weisen. Es ist schlichtweg unmöglich, sich stets zugleich auf alle verschiedenen Aspekte eines Werks zu fokussieren. Leider verliert die Zuschauerschaft bei Animes häufig die Anerkennung für ebendiese Form, durch welche die Ästhetik eines Werks maßgeblich bestimmt wird. Möglicherweise würde sich ein Zugang, der demjenigen von Brass ähnelt, anbieten: Man wirft einen interessanten Anime im Originalton an, lässt die Subs jedoch völlig weg. Man wäre überrascht, was einem durch das ständige Mitlesen manchmal entgeht.


Konsumverhalten ist schlussendlich auch nur eine Geschmacksfrage. Ziel dieses Artikels war es nicht, euch dazu aufzufordern, vor jedem neuen Anime eine gesamte Plot-Zusammenfassung durchzulesen, und erst recht nicht, andere gegen ihren Willen zu spoilern. Allerdings lohnt es sich bei jedem Detail sein Konsumverhalten zu hinterfragen. Wo ich vor einigen Jahren jeder neuen Show mindestens drei Episoden gegeben habe, um mich zu überzeugen, ersetzte ich diesen Ansatz durch ein Maximum von einer ganzen Episode – wenn nicht sogar weniger. Auch habe ich mich früher vor jeglichen Spoilern in Acht genommen, doch durch Erfahrung kam ich zur Einsicht, dass Spoiler nicht abträglich für meinen Genuss sind, sondern ihn sogar fördern. Gewisse Shows wären mir völlig entgangen, hätten mich nicht essenzielle Plot-Elemente gereizt, von denen ich bereits vorab erfahren habe. Wenn ich mich bewusst spoilern lasse, kann ich mir auch sicherer sein, ob ein Anime nun meine Zeit wert ist oder nicht. In diesem Sinne bleibt mir nur noch eins zu sagen:
Friede den Spoilern, Krieg den Palästen!
Yours faithfully, W.

Spoiler – Fürchtet euch nicht! 1 Woche 6 Tage her #839436

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Hmmm... also ich weiß ja nicht.^^

Erst einmal vielen Dank für deinen Artikel, Wassily. Allein die Idee, Spoiler mal neutral zu betrachten und sie nicht nur als etwas Schlechtes zu sehen, finde ich sehr interessant.

Ich würde dir auch größtenteils zustimmen. Ohne sich zumindest etwas zu spoilern (mit Visulas, Beschreibung etc.), würde man nur schwer einen Anime finden, der einem gefällt. Aber was das Spoilern von Plot-Elementen angeht, bin ich irgendwo anderer Meinung. Ich finde, du hast absolut recht, wenn du sagst, dass der Plot nur ein Teil ist und auch Figuren, Animation oder einfach nur die Umsetzung eines Themas an sich den Reiz eines Werkes ausmachen. Aber dennoch sehe ich keinen Vorteil darin, mir wichtige Story-Elemente vorwegnehmen zu lassen.

‌Als Beispiel hast du u.a. My Hero Academia genommen, einen Shounen, der jetzt keine super innovatie Story hat. Aber trotzdem will ich mir doch beispielsweise nicht spoilern, dass diese Person sterben wird, die andere ihre Kräfte verliert, jener Held sich einem Showndown mit einem Bösewicht liefern wird... Ich finde einfach, egal wie flach und unbedeutend ein Plot scheinen mag, Spoiler versauern (nicht versauen) einem das Erlebnis. Ich würde sogar sagen, dass gerade bei eher simpeln Plots Spoiler größere Folgen haben, da diese Geschichten insgesamt nicht viel her geben und der Ausgang/Verlauf dieser dann dementsprechend schnell verraten werden kann. Bei komplexeren Werken wie Death Note fällt es schon schwieriger, vereinzelte Spoiler in den Gesamtkontext einzuordnen. Aber bei so simpeln Plots wie MHA ist es einfach, weshalb ich hier mehr Gefahren sehe.

‌Zu dem Punkt, dass man Animes mit anderen Augen sehen kann, wenn man nicht so auf den Plot fixiert ist: Das stimmt definitiv, finde ich. Ich habe schon mehrmals bei Rewatches gemerkt, wie geschickt auf bestimmte Handlungspunkte hingearbeitet wird, ohne dass man es beim ersten Schauen merkt. Oder auch Symbole/Bilder, die mit der Message des Werkes, die man anfangs nicht kennt, zusammenhängen. Für diese ganzen neuen Erfahrungen sind meiner Meinung nach aber keine Spoiler nötig. Man kann den Anime schließlich einfach rewatchen (sich sozusagen komplett selbst spoilern^^), dann hat man mindestens zwei verschiedene Seherfahrungen - wird man gespoilert, fällt die erste ja weg. Ob die erste Erfahrung die bessere ist, sei mal dahingestellt, das sieht ja jeder anders. Aber eine Option fällt auf jeden Fall weg und das ist doch schade, oder?

‌Spoiler sind kein Weltuntergang, das ist mir klar. Ich wurde schon so oft von YouTube-Thumbnails gespoilert (Danke, ihr klickgeilen Hipster!) und hatte trotzdem noch meinen Spaß an den jeweiligen Werken. Aber ich bin dennoch der Meinung, dass Spoiler nichts Gutes sind. Ich erkenne ihre Notwendigkeit, wenn man sich über Werke informieren will, aber selbst da würde ich unterscheiden zwischen "sich minimal spoilern=Infos beschaffen" und eben den klassischen Spoilern, die wichtige Handlungspunkte vorweg nehmen. Zweitere fühlen sich einfach nicht gut an, wie man es auch dreht und wendet.

(Woah, ich habe in diesem Text bestimmt 100 mal das Wort Spoiler benutzt. Holy moly.)
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Spoiler – Fürchtet euch nicht! 1 Woche 5 Tage her #839445

Ich kann hier zum Teil zustimmen. Spoiler müssen nicht unbedingt was Schlechtes sein. Mir ist es beispielsweise schon passiert, dass ich das Interesse an einem Anime verloren habe, ihn niedergelegt habe und anschließend vergessen habe. Wochen später lese ich mir durch Zufall durch, was nach meinem Abbruch noch in der Handlung passierte und stoße dabei auf ein Detail, welches mir außerordentlich zusagte, woraufhin ich den Anime wieder anschmiss und folglich auch beendete. Ich hätte diesen Anime nie ohne Spoiler beendet, also kann ich diesen Artikel nicht gänzlich von der Hand weisen.

Dennoch darf man die Gefahr von Spoilern auch nicht kleinreden und das Gefühl hatte ich ein wenig beim Lesen dieses Artikels. Natürlich besteht ein Anime, eine Serie, ein Film aus mehr als nur die Handlung, dennoch hängt es vom Zuschauer ab, wie er all das gewichtet. Hier gibt es keine allgemein gültige Formel, kein Richtig und kein Falsch. Jeder empfindet es anders.
Ich weiß nicht, warum andere Leute Death Note geschaut haben, aber ich habe ab einem Zeitpunkt nur noch geschaut, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht. Wenn mir jemand gesagt hätte, was in der letzten Folge passiert, wer stirbt, wie es gemacht wurde, dann hätte ich nicht weitergeschaut, hätte den Anime nicht beendet. Warum denn? Das, was ich wissen wollte, wurde mir schon verraten und ja, das schmälert nicht die Qualität der Inszenierung, aber Inszenierung ist nur eine Nebensache und steht, meiner Meinung nach, NICHT auf eine Stufe mit dem, was passiert.

Letztlich hat es Plinfa schon gesagt. Es gibt, in den meisten Fällen, keinen logischen Grund für Spoiler, wenn man lediglich auf eine andere Sichtweise aus ist. Denn es gibt nichts, was verhindert, sich das Werk nochmal anzuschauen.

Abschließend sei gesagt, Plinfa hat Recht, Spoiler versauen ein Werk nicht, aber sie schmälern das Erlebnis. Meiner Erfahrung nach sind Spoiler höchstens dafür gut, ein bereits abgeschriebenes Werk nochmal eine Chanc zu geben, aber bei einem Werk, welches mir von vornherein gefällt, verzichte ich auch weiterhin auf Spoiler und werde auch jeden anfahren, der meint, mich spoilern zu müssen
"Der gute Held ist ein Ritter, in einer Rüstung aus trockenem Blut. Er ist dreckig und gibt sein bestes, um die Tatsache zu verheimlichen, dass er die ganze Zeit ein Held ist." -Frank Miller
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Spoiler – Fürchtet euch nicht! 1 Woche 5 Tage her #839449

Spoiler sind völlig unangebracht, wenn ein das Werk interessiert.

Wenn ich eine Geschichte habe, dann kann etwas zu wissen und darauf hinzufiebern ziemlich interessant sein, aber nun ja, das guck ichs mir lieber nochmal an, als mich davor spoilern zu lassen und mir damit das erste Anschauen zu vermiesen.
Außerdem sind Leute die(mit Absicht) spoilern eh eine sehr spezielle Art von Menschen mit der ich schon mal gar nicht klar komme und die, die diese dann verteidigen sind auch nicht besser.

Wenn man eine gewisse Geschwindigkeit beim Lesen hat bekommt man eigentlich alles mit, also würde ich auch das nicht ohne weiteres unterschreiben.
Gewisse Zusammenhänge zu erkennen ist zwar ganz okay, aber das wars dann auch schon.

Ich kenne aber auch einen sehr speziellen Menschen, der liest immer das letzte Kapitel eines Buches zuerst, also gibt es auch solche würde ich mal sagen.

Spoiler – Fürchtet euch nicht! 1 Woche 5 Tage her #839452

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Von meiner Erfahrung her ,ich schaue Shounen/Mecha/Harems warscheinlicher ,wenn etwas gutes gespoilert wird .
Das Problem ist ich schrecke aber zurück ,wenn mir etwas in einen Romance-Anime gespoilert wird ,ich mag die Proxer beschreibung auch nicht gern ,wenn dort schon feststeht ob Person X in Person X verliebt ist wenn dies nicht in der ersten Folge vorkam .

Es fehlt dann einfach häufig das mitfiebern für wen er sich entscheiden wird .
Besonders wenn dir die Person am anfang Unsympatisch vorkommt ,stemple ich die Animes etwas früh als 0815 Tsundere ab ,aber manchmal gibt es ja wirklich schöne Charakterentwicklungen .

Daher würde ich sagen es schadet manchen genren & manchen hilft es ,aber allzugroßen Unterschied wird es nicht machen ,wenn man ohne Vorourteile vorrangeht .

Spoiler – Fürchtet euch nicht! 1 Woche 4 Tage her #839459

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Bei Spoilern kommt es meiner Meinung nach immer darauf an, was und wie viel gespoilert wird. Ich lasse mich gerne durch Beiträge auf Insta, Google,Youtube etc. spoilern wenn ich etwas Bestimmtes wissen will. Beispielsweise bei einem Romance anime, wenn ich sehe dass der Ship im Manga zusammenkommt, bin ich gehypet und schaue mit mehr Interesse weiter, als wenn ich im Unklaren bin.
Bei Spoilers, bei dem im Anime etwas Negatives passiert, was man nicht will(zb Protagonist kommt nicht mit A sondern B zusammen), ist es natürlich anders. *o-brav*
Letzte Änderung: 1 Woche 4 Tage her von Misaki-chanx3.

Spoiler – Fürchtet euch nicht! 1 Woche 4 Tage her #839464

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Ein Blick auf das Thema und schon setzt bei vielen die Schnappatmung ein. Mich hingegen bringt es aufgrund der Thematik aus der Totenstarre mal wieder dazu, auf Proxer einen Kommentar zu schreiben. Ich selbst bin ja, wie wohl einige andere auch, kein großer Freund von Spoilern und neige gerne dazu, etwas übervorsichtig zu sein. Allerdings gibt es natürlich auch Fälle, in denen es mir nichts ausmacht, gespoilert zu werden. Wenn man als Animefan z.B. kein Interesse an Attack on Titan hat und auch nicht unbedingt vorhat, diese Serie jetzt noch nachzuholen, stört es die betreffende Person weniger, als wenn man jetzt z.B. mittendrin in Hunter x Hunter ist und trotz des Versuches, Spoiler zu vermeiden, diese ins Gesicht gedrückt bekommt.

Natürlich liegt dabei, wie im Text angesprochen, das Hauptaugenmerk auf dem Plot, allerdings würde ich nicht sagen, dass bei einem Anime lediglich der Plot gespoilert werden kann. Was genau als Spoiler zählt liegt dann wieder im Auge des Betrachters, aber bestimmte Szenen oder Ausschnitte können durchaus auch von Seiten der Animation, der Leistung der Sprecher oder der Inszenierung mehr zeigen, als einem lieb ist. Im Text heißt es ja, dass Trailer so gut wie immer Spoiler enthalten, aber diese müssen nicht immer den Plot in den Vordergund rücken oder diesen überhaupt richtig zeigen. Gerade bei Trailern zu Hollywood-Filmen wird ja gerne mal kritisiert, dass sie die besten Szenen im Sinne des visuellen Spektakels, der Schnitttechnik, der Effekte, o.Ä. vorwegnehmen. Es ist wahrscheinlich nicht ganz die gleiche Situation, immerhin geht es in den Fällen darum, solche Szenen dann als erstes im Kino zu erleben. Aber ich würde es wohl lieber bevorzugen, sehr gut gemachte Szenen zuerst im Kontext der jeweiligen Serie oder des jeweiligen Animes zu sehen, anstatt als kleinen Zusammenschnitt. Klar kann man vieles in diesem Bereich dann einfach anhand der artistischen Qualität so genießen, das bleibt jedem selbst überlassen, aber auch hier gibt es ein Argument dafür, es zuerst so sehen zu wollen, wie es innerhalb des Kontexts gedacht war. Animation, Charakterdesign, Schnitt, Regieführung, Theming, Shot Composition, Musik, Sound Design etc. sind natürlich nicht unbedeutend und Anime als audiovisuelles Medium nur auf den Plot zu reduzieren wird dem Ganzen auch nicht gerecht, allerdings würde ich dann im Umkehrschluss behaupten, dass man gerade diese Synergie der einzelnen Elemente beim ersten Mal auf sich wirken lassen will und so z.B. alle Elemente bei einer emotionalen Szene überraschen. Weil es ist für mich schon ein Unterschied, ob man z.B. hört, dss ein Charakter an einer bestimmten Stelle stirbt oder ob man diese Szene selbst vorher sieht. Im Nachhinein ist die Wertschätzung für den Aufbau natürlich größer und wenn ma sich spoilern lässt ist diese gleich gegeben. Aber es hat auch etwas, wenn man von so einer Szene beim ersten Mal in der Gänze einfach eiskalt erwischt wird.

Ob der Plot jetzt das mit Abstand schwächste Element eines Animes ist? Darüber lässt sich streiten. Es ist auf jeden Fall nicht das wichtigste Element, das wäre natürlich die visuelle Komponente, gleich gefolgt von der auditiven, allerdings finde ich es schon etwas hart, den Plot mit einem so großen Abstand zu den anderen Elementen abzustrafen. Hier stellt sich die Frage, ob man eher einen Anime mit mittelmäßigen Animationen und großartigem Plot oder einen mit großartigen Animationen und einem mittelmäßigen Plot bevorzugen würde. Die meisten würden hier sicher Ersteres bevorzugen, immerhin kann man so oder so das visuelle Spektakel genießen, aber hier fängt es wieder an, schwierig zu werden, wenn man die ganze Inszenierung um den Plot herum mit einbezieht. Da können die Animationen nicht so großartig sein, aber die Darstellung der Szene schon, die Dialoge, das framing, über was eigentlich geredet wird, etc. und das trifft bei einigen in der Summe sicherlich auch einen Nerv. Natürlich bedient man sich hier anderer visueller Elemente, immerhin handelt es sich um einen Anime, aber die Verwendung eines Plots soll diese ja erweitern und sie nicht ersetzen, während die Animationen im Gegenzug den Plot ergänzen können (Symbolismus, visuelle Metaphern, etc.). Wie die Gewichtung ausfällt bleibt dann dem jeweiligen Anime überlassen, aber das lässt sich halt soweit miteinander verzahnen, dass ich von meiner Seite nicht wirklich sagen kann, dass der Plot so unwichtig ist. Das gilt natürlich nicht für alle Fälle, das hat der Text so auch nicht gesagt, aber in bestimmte Muster zu verfallen, die dann nicht als sonderlich spannend/außergewöhnlich aufgefasst werden, gibt es ja auch bei bestimmten Studios oder Verantwortlichen, wenn es um die visuelle Umsetzung geht. Da könnte man fast schon sagen, dass für diese speziellen Werke die visuelle Umsetzung auch schon fast zum unwichtigsten Element verkommt und inwiefern man das dann negativ bewertet.
Ich will damit wohl sagen: für mich sind der Weg und das Ende wohl gleichermaßend faszinierend, um es mit den Worten im Touzai-Artikel selbst auszudrücken.

Die Legitimierung von Spoilern im Artikel selbst lässt sich nachvollziehen, selbst wenn man eine andere Auffassung hat. Aber die Studie von Leavitt und Christenfeld (2011) ist kein so optimales Argument für Spoiler, wie es zuerst den Anschein hat; zumindest für mich nicht, nachdem ich mir die Studie selbst durchgelesen habe. Sie ist auf jeden Fall ein Wegweiser, dass es Fälle gibt, in denen ein Spoiler für den Genuss des Works einen positiven Effekt hat, aber ihr fehlt es etwas an Klarheit bzw. Aspekten, die mich interessiert hätten. Es wurde z.B. nicht untersucht, wie die Einstellung der Testpersonen zu Spoilern überhaupt ist, ob sie viel oder eher weniger lesen und das die Bewertungen beeinflusst, die Testpersonen waren vorwiegend weiblich (obwohl das keine so große Rolle spielen sollte, aber ohne Kontrollgruppe oder direkte Zahlen lässt sich schwer sagen, ob es bei einer vorwiegend männlichen oder ausgeglichenen Testgruppe nicht anders aussehen würde) und es ging eben um Kurzgeschichten, einem Medium das sich nur rein auf die Handlung bezieht und nicht die Kombination der einzelnen Elemente eines anderen Mediums wie eben Animes mit einbezieht. Außerdem wäre es sehr interessant gewesen zu sehen, ob sich die Zahlen verändern, wenn man die Texte hernimmt, die nicht gespoilert wurden und diese Texte die entsprechenden Teilnehmer nach einer Weile dann nochmal lesen lässt, um so zu sehen, ob die Aussage bzgl. Spoiler allgemein besser für den Genuss des Werkes ist oder nur für das erste Mal (Ersteres wäre ein viel größeres Killer-Argument gegen Spoiler, da man bei Letzterem immer noch sagen kann, dass man es beim ersten Mal frisch so anschaut und somit ja nichts verpasst, wenn man es beim zweiten Mal nochmal mit dem gesamten Vorwissen schaut und dann ein ebenso gutes Erlebnis hat, wie als wenn man sich vorher gespoilert hätte).
Auch Interessant an der Studie ist, was im Text hier leider nicht erwähnt wurde, ich aber sehr interessant finde, dass es eine dritte Experimentgruppe gab, in der auch die Geschichten gespoilert wurden, allerdings wurden diese Spoiler als Anfang in den Text direkt eingebaut. Dabei hat sich ergeben, dass diese Art von Spoiler keinen allzu großen Einfluss auf den Genuss der Kurzgeschichten hatte, obwohl man gleichermaßen gespoilert wurde. Dies zeigt eigentlich, wie wichtig auch der Kontext ist, in dem man gespoilert wird. Wenn man weiß, das man eine Zusammenfassung, die Lust auf mehr machen soll, vor die Nase gesetzt bekommt, dann geht man womöglich auch eher darauf ein die Zusammenhänge in der Geschichte zu finden. Hingegen eine Einbindung in die Geschichte selbst fühlt sich etwas befremdlich an (womöglich auch wegen dem leicht anderen Schreibstil bei manchen Geschichten), weil es so Teil der Geschichte ist und es einem selbst vielleicht nicht klar ist, inwiefern man gespoilert wird (in dem Fall vllt. explizite Spoiler sind effektiver als implizite Spoiler?). Sich unbeabsichtigt zu spoilen wäre daher nochmal etwas anderes und das ist wohl auch der ärgerlichere Fall. Sich etwas bei mildem Interesse verraten zu lassen, weil man es so nicht schauen würde, das sind Spoiler, die man selber auch sehr begrüßt. Bei solchen Geschichten begrüße ich auch Spoiler und da kann man auch offener sein, wenn man mal den extra Schubser braucht, wenn man an etwas interessierter ist, aber sonst einfach nicht dazu kommt. Aber bei den Werken, die ich eh schon verfolge und bei denen ich sonst keine weitere Motivation brauche, da können sie mir gerne immer noch vom Leib bleiben.

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Vielen Dank an Moeface für das GIF

Folgende Benutzer bedankten sich: TasseKaffee, Plinfa-Fan, 一匹狼

Spoiler – Fürchtet euch nicht! 1 Woche 2 Tage her #839486

Eigentlich könnte ich hier sehr ausschweifend beschreiben, warum ich der hier präsentierten Aussage nicht zustimme und sie für mich persönlich komplett ablehne. Denn für mich ist es auch nicht relevant, ob es hierzu eine Studie gibt oder nicht, da es um eigene Präferenzen geht und ich nicht denke, dass diese Studie möglicherweise mit dem Anime / Manga Konsum mithalten kann, da Kurzgeschichten in ihrer Natur - wie es der Name auch nahelegt - recht kurz sind, während die Serien eine länger Aufmerksamkeit abverlangen und neben ihrer Handlung auch audio-visuelle Aspekte beinhalten, die einem vorweg genommen werden können.

Für mich sind Spoiler in erster Linie keine Beschreibungen und Kurzeinführungen in Serien, da ich sonst niemals eine DVD oder ein Buch umdrehen dürfte, wenn ich eine gewisse Art von Spoilerphobie hätte. Diese sehe ich nicht als Spoiler, sofern sie richtig geschrieben sind (was in aller Regel der Fall ist). Die Definition von Wikipedia stimmt mir in ihrer Aussage weitestgehend zu, wenn man zusätzlich zum Eingang auch den ersten Satz der Abgrenzung durchliest.

Wenn Spoiler für mich förderlich, motivierend oder interesse anregend sein sollen, so würde ich gerne um eine Ausführung bitten, wie es sich für mich im Beispielfall von Clannad After Story verhält.
Ich habe hierbei Season 1 komplett gesehen, sowie 6 Episoden der zweiten Staffel, wurde daraufhin durch unvorsichtige Mitmenschen über ausgesprochen wichtige Handlungsaspekte der Serie gespoilert, weshalb die Serie bei mir seit mehr als 3 Jahren auf eben diesem Stand vor sich dahinsiecht und meine Motivation zur Wiederaufnahme wohl nicht auf natürlichem Wege wieder hervorgerufen wird, weshalb ich überlege mir die VN zuzulegen, um mich über andere Wege wieder an das Werk heranzuwagen und über den Spoiler hinwegsehen zu können, um es mir dennoch - trotz dieses Wissens - anzusehen.

Dieses eine Beispiel ist für mich ein tragendes Muster, wieso ich Spoiler verachte und Menschen immer darauf hinweise, dass sie gerne etwas sagen dürfen, dann aber bitte so, dass mir wichtige Aspekte einer Handlung nicht vorweg genommen werden. Für Comedy orientierte Werke mag es sein, dass der eine oder andere Gag vllt anreize schafft die Serie schauen zu wollen, doch bei Werken, welche maßgeblich durch ihre Handlung getragen werden, wie z.B. Death Note, so möchte ich keine "Werbung" zur Serie erhalten, welche mich mit dem Ableben eines wichtigen Charakters konfrontiert. Ich denke einfach, dass es einen tieferen Grund hatte, warum man sich bei Krimi Theaterstücken stets darum bemüht hat, dass die Zuschauer für Empfehlungen des Stückes bitte nicht den Täter verraten sollen.
Folgende Benutzer bedankten sich: Snipi, HealingPotion

Spoiler – Fürchtet euch nicht! 1 Woche 1 Tag her #839497

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Stimme völlig zu, Spoiler werden deutlich dramatischer dargestellt, als sie eigentlich sind. Ich selbst spoiler mich manchmal aktiv selbst, gerade bei Serien mit einem schwächeren Anfang, dass ich weiß, worauf ich mich freuen kann; anders hätte ich einige schlichtweg nicht durchgekriegt.
Das einzige, wo mich spoiler wirklich stören ist bei slow burnern, die von der Spannung leben, wer überlebt und wer nicht, da finde ich es schon besser, wenn ich beim ersten Mal schauen nicht weiß, was auf mich zukommt

Spoiler – Fürchtet euch nicht! 1 Woche 19 Stunden her #839526

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Bevor ich mit einem Werk beginne, gucke ich mir das Cover an, gucke auf die Genres und auf die -hoffentlich- spoilerfreien Tags und erst wenn ich mich dann noch nicht entschieden habe, lese ich zögerlich die Kommentare, meistens ein oder zwei gut bewertende und schlecht bewertende und davon dann die mit den meisten Empfehlungen. In den meisten Fällen wird man da ja schon leicht gespoilert, das finde ich aber noch nicht ganz so schlimm. Solange ich noch nichts über ein Werk weiß, außer einem Spoiler, habe ich so gut wie kein Problem damit, zumindest solange er nicht das Ende spoilert .-.
Es wird erst zum Problem wenn ich mitten drin gespoilert werde und dann schon etwas damit anzufangen weiß, so wie du es hier beschreibst. Wenn ich so einen Fall habe und der Spoiler wirklich etwas essenzielles verrät, lasse ich das Werk meistens erstmal fallen. Denn zum Glück habe ich die Gabe des schnellen vergessens, so kann ich Spoiler umgehen, da ich eh nicht mehr weiß worums überhaupt ging und den Arc nochmal von vorne anfangen, da ich meistens auch den Plog schon vergessen habe. Wenn ich etwas rewatche ist es meistens auch eher wie beim ersten Mal lesen/gucken, bloß das ich mich meistens noch ans Ende erinnere. Leider ist das nur bei sowas ne Gabe, in allen anderen Fällen eher ein Fluch xD
~Ich mache keine Rechtschreibfehler. Entweder lest ihr falsch, es sind Eigennamen, Neologismen oder Schreibdialekt, was auf keinen Fall in die Kategorie "Neologismus" fällt.

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Spoiler – Fürchtet euch nicht! 1 Woche 2 Stunden her #839532

Ich habe lange überlegt, ob und was ich hierzu posten möchte und letztendlich, würde ich mich der Meinung des Artikels in weiten Teilen doch eher anschließen.

Ja es gibt sie, die wenigen und seltenen Manga und Anime, auch Spiele ab und an, bei denen ich tatsächlich nicht gespoilert werden möchte und es mir maßgeblich den Spaß verdirbt, wenn dies jemand tut.
Das sind beispielsweise Krimi oder Mystery Bände, bei denen ich mitdenken, rätseln und gefesselt dann mit einem Aha-Moment entlassen werden möchte, wenn dann der Mörder gefasst ist oder der entscheidende Plottwist kommt, der mich völlig aus dem Konzept bringt und tatsächlich zum Nachdenken anregt. Bei Spielen habe ich das eher ausgeprägter, weil ich (bestes Beispiel wäre Pokémon), einfach selbst entdecken und erforschen möchte, die neuen Elemente und neuen Dinge selbst herausfinden möchte um letztendlich, meine ganz eigene Spielerfahrung zu haben.
Wenn ich dann irgendwann bei Wikipedia nachsehe und nachschaue, weil ich nicht weiterkomme oder weite Teile schlicht nicht begriffen habe, dann ist das zwar in Ordnung, bin aber auch in der Hinsicht eher sehr vorsichtig.

Gerade aber auch Manga und Anime, welche etwas schwächer starten und schwächer anfangen, welche vielleicht eine gewisse Anlaufzeit brauchen um Fahrt aufzunehmen und dieses Feeling zu generieren, können von einem gezielten Spoiler eher noch profitieren in meinen Augen, einfach weil man weiß da kommt noch was, weil man erfährt das man vielleicht einen bestimmten Charakter in einem anderen Licht betrachten muss oder auch, weil der Wiedergenuss (bei Games würde ich sagen Wiederspielwert), enorm hoch ist und vielleicht beim zweiten Mal des Lesens, man aufgrund der Informationen das Ding völlig anders betrachtet oder ganz anders auf bestimmte Elemente oder Charaktere achtet.

Mein persönliches, bestes Beispiel in diesem Fall ist der Anime und auch der Manga Puella Magi Madoka Magica und wer ihn kennt, wird vielleicht verstehen, warum das gerade ein Beispiel ist, woran ich das sehr gut festmachen kann.
Auf den entscheidenden Plottwist, das Warum zwischen den Zeilen am Ende um die Geschichte Madokas wäre ich niemals gekommen, hätte ich auch niemals erwartet wenn ich nicht dran geblieben wäre und wenn mir nicht ein Freund geraten hätte:
"Hey achte mal auf diesen Charakter, der ist gar nicht so wie er sich gibt! Das liegt an (...) und du wirst noch verstehen, warum gerade das relevant wird!"
Vermutlich, hätte ich den Anime schon abgebrochen und nicht einmal bis zur 3. Folge weiter geschaut, da mir in den meisten Fällen das Genre zu seicht und dieser Anime von der Aufmachung her einfach zu oberflächlich gewirkt hat.
Der Spoiler hat geholfen, damit ich dran geblieben bin, weil es meine Neugier entfacht hat, weil es mich dazu verleitet hat dran zu bleiben und genau das ist der Punkt:
Wir müssen Spoiler nicht lieben und es gibt sicher einige Manga und Anime, bei welchen der Spoiler wirklich deplatziert ist, weil das Ding von der Geschichte und dem Setting lebt, weil das der Kern und der Knackpunkt des Ganzen ist und extrem viel ausmacht, weil der Fokus darauf gelegt wurde (wie bei einem wirklich guten Risotto, welches einfach einen guten Reis braucht) aber gleichzeitig, müssen wir auch keine Angst davor haben und sie unfassbar verteufeln.

Häufig, ist die Handlung wie erwähnt, nur ein Bestandteil von dem ganzen Werk und macht nur einen Anteil daran aus. Es gibt indes, je nach Genre, sehr viele Manga und Anime, welche einen wirklich glaubhaften und wirklich überzeugend überraschenden Plottwist nicht so gut hinbekommen, wie sie es vielleicht gerne wollten oder könnten, da fällt dann aber auch einfach der vermeintliche Spoiler über die Handlung nicht so schwer ins Gewicht, weil die Charaktere oder die Hintergründe, weil der Zeichen und Animationsstil oder auch einfach die Musik das Medium weiterziehen, man wissen möchte wie es weitergeht.
Dann ist eben der eine Charakter im Grunde genommen böse, dann wirkt der andere und kalte Charakter eben nur so, um seine wahren Gefühle zu verbergen und dann bedient man sich einfach Elementen, mit denen man absolut nicht gerechnet hätte aber es ist zuträglich.

Ob und wie viel ein Spoiler einem den Manga oder den Anime jetzt versaut oder nicht versaut, muss letztendlich jeder für sich selbst wissen.
Zumal die Bandbreite, was als Spoiler gilt allein schon wahnsinnig weit auseinander geht. Da brauche ich mir nur meine Mitbewohnerin und mich betrachten:
Für mich, ist es völlig in Ordnung mir zu einem Anime oder einem Spiel einen Teaser anzusehen, vielleicht ein oder zwei Gameplay Elemente (z.B. zu Overlord der Teaser in der Gildenhalle oder bei Pokémon Doppelkämpfe/Dreierkämpfe/Kampfpyramiden etc.) und mich dann überraschen zu lassen, wenn mich das gehyped oder gefesselt hat;
für sie ist das schon viel zu viel und beinahe bei jedem Teaser oder vermeintlichen Szenen, springt sie mir regelmäßig ins Gesicht (und das nur, obwohl ich frage ob sie es auch sehen möchte weil es sich lohnt und einen guten Einblick gibt, ohne wesentliche Elemente zu spoilern).

Meiner Meinung nach, ist es wichtig in Foren oder bei Diskussionen einen Spoiler oder möglicherweise Spoiler kenntlich zu machen und zu verbergen, keine Frage aber sie sind und werden häufig viel zu sehr und viel zu stark kritisiert und regelrecht verteufelt, weil vergessen wird das sie auch etwas Gutes bewirken können oder etwas positives beitragen können. Es ist und bleibt, das fand ich in dem Artikel gut und bewog mich letztendlich dazu, jetzt diesen Text zu schreiben, nur ein Bestandteil des Gesamtwerkes, ein Teil des Mediums, der zwar wichtig ist und viel zum Genuss beitragen kann/beiträgt, aber eben doch nicht alles ausmacht.

Spoiler – Fürchtet euch nicht! 1 Woche 1 Stunde her #839535

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Bei Spoilern bin ich im Normalfall eher empfindlich.
Ich gehe lieber unwissend in eine Story und lass sie einfach auf mich wirken.
Der erste Spoiler, welcher dir vielleicht eine Serie vorstellt die du noch nicht kanntest und dich zum nachforschen anregt ist total in Ordnung finde ich.
Kommt teilweise drauf an was genau gespoilert wird, aber meistens weiß man damals eh nicht ob das jetzt eine bedeutende Szene war oder nicht.

Ich würde mich halt nach diesem Einstiegsspoiler nicht erst noch in Foren rumtreiben etc. sondern gleich das Cover bzw. die erste Episode einfach anschauen.
Es heißt ja die ersten 3 Episoden wären entscheidend, wenn man Zeit hat ist es daher zu empfehlen erst nach den ersten 3 Folgen einen Anime oder eine Serie zu droppen wenn es wirklich nichts ist oder man sich unschlüssig war.
Ein Anime bei dem ich mit dem Tod einer der Hauptcharacter gespoilert wurde war Shiki.
Habe mich damals gar nicht mit der Inhaltsangabe aufgehalten und bin sofort reingesprungen - bereue es bis heute nicht!
Grundsätzlich muss wohl jeder selber abwiegen welche Strategie er verfolgen will ;)

Spoiler – Fürchtet euch nicht! 3 Tage 23 Stunden her #839609

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[Verfasst wurde dieser Kommentar von einem Meister des Selbst-Spoiler. Bedeutet, ich kann es oftmals einfach nicht lassen, meine Nase in Diskussionen und Informationen zu stecken, bevor ich eine Serie beendet habe, um dann ein ums andere Mal zu bereuen, dass ich nicht einfach die paar Episoden gewartet habe.]

Also, zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich hier nicht dem Grundgedanken widersprechen will. Anime ist weit mehr als sein Plot und Plot ist mehr als eine einzelne Information, die ja meistens ein Spoiler enthält (es kommt ja grundsätzlich eher selten vor, dass in einem Satz ein kompletter Inhalt gespoilert wird). Dennoch widerspreche ich entschieden der Konsequenz, die du daraus ziehst.

Der zentrale Punkt bei einem Spoiler ist für mich, dass man seinem "jungfräulichem" Schauerlebnis beraubt wird und das bekommt man in keinem Fall zurück. Ich kann einen Film oder eine Serie jederzeit rewatchen, um den anderen Elementen mehr Aufmerksamkeit zu schenken oder zu würdigen, wie ein Plottwist oder Zusammenhang vorher angekündigt wurde und sich elegant eingliedert. Aber andersherum geht das nicht. Nicht gespoilert werden zu wollen, bedeutet ja nicht automatisch, dass ich nur wert auf den Plot lege und eine wirklich gute Serie sollte natürlich auch einfach mehr zu bieten haben (interessantes Beispiel dafür ist in meinen Augen der Film Gone Girl. Komplett ungespoilert im Kino gesehen und ich war begeistert. Mit jedem Rewatch danach wurde er leider schlechter, weil er eben nicht viel mehr als seine Twists zu bieten hatte).
Aber es hat eben auch einen besonderen Reiz, manche Inhalte ohne irgendeine Vorinformation zu sehen. Ich glaube zum Beispiel. Episode 22 von Code Geass hätte mich nicht im Ansatz so hart getroffen, wenn ich darauf vorbereitet gewesen wäre. Und davon gibt es einige Beispiele.

Und natürlich gibt es haufenweise Serien und Filme, bei denen das einfach nicht so relevant ist, da der Plot keine große Rolle spielt. Niemand kann mir erzählen, dass er Lucky Star für den Plot geschaut hat, dementsprechend sind Spoiler auch einfach nicht so schwerwiegend. Aber ich finde, man sollte das nicht alles über einen Kamm scheren.

Etwas aus der Reihe fallen da für mich Serien, die ich ohne Spoiler gar nicht geschaut hätte. Zum Beispiel Madoka Magica, Happy Sugar Life oder Shiki (einer meiner absoluten Favoriten). Deren Prämisse / Setting hätte mich ohne bestimmte Spoiler einfach zu wenig interessiert und mir wären ein paar wirklich interessante Serien entgangen. In dem Fall also eigentlich etwas gutes. Dennoch frage ich mich manchmal, wie es gewesen wäre, diese Serien absolut blind zum ersten Mal zu erleben.
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