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THEMA: gamescom 2019 – Wo Ruffy, Saitama und Son Goku um die Gunst der Spieler buhlen

gamescom 2019 – Wo Ruffy, Saitama und Son Goku um die Gunst der Spieler buhlen 1 Woche 5 Tage her #836080

  • Minato.
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Upsala, da sollte ein Bild sein :/

von Layna, Minato & Fabian am 05. September 2019

Die gamescom lud in diesem Jahr zum elften Mal in Folge in die heiligen Hallen der Koelnmesse ein und wieder folgte der Einladung eine rekordverdächtige Zahl Gamingverrückter. Auch wir von Proxer waren natürlich wieder vertreten durch Fabian, Layna und Minato vor Ort. Uns beschlich jedoch das Gefühl, dass diesmal etwas anders war. War es die Abwesenheit von großen Entwicklern und Publishern wie beispielsweise Blizzard? Oder war es das Versprechen, mehr Raum zu schaffen, um den stets überfüllt wirkenden Messehallen entgegenzuwirken? Dazu später mehr, denn zuerst wollen wir euch von dem berichten, weswegen wir eigentlich dort waren: Games! Wie immer haben wir uns vorrangig auf die Spiele konzentriert, die eine japanische Note vorweisen können – sei es durch den Entwickler, den Publisher oder die Plattform, auf der der angespielte Titel erscheint.



Luigi's Mansion 3


Nachdem der dritte Teil von Luigi’s Mansion in einer im vergangenen Herbst ausgestrahlten Nintendo Direct-Präsentation offiziell angekündigt wurde, war die Freude bei den vielen Fans groß. Danach folgten aber einige Monate der anhaltenden Stille um das Gruselabenteuer mit dem grünen Klempner, die bis zur diesjährigen E3 in Los Angeles anhielt. Während die allermeisten von uns von der US-Messe aber nur weitere Informationen zum Spiel mitnehmen konnten, bot sich in Köln nun die Gelegenheit, das Saugrohr des Schreckweg F-LU einmal selbst in die Hand zu nehmen und sich auf Geisterjagd zu begeben.

In der vor Ort anspielbaren, aber zeitlich begrenzten Demo sollten wir uns nach einem kurzen Tutorial, das die gar nicht mal so leicht zu verstehende Steuerung erklärt, durch ein Stockwerk schlagen, an dessen Ende uns ein Bossgegner erwartete. Neben dem Einsacken von Geistern, das durch die neue Schleudern-Fähigkeit mächtig viel Spaß macht, gehören das Erkunden der diversen Räume und das Lösen von kleineren Rätseln zu den weiteren Aufgaben, die den Spieler entweder mit Gegenständen wie Schlüsseln belohnen, die das Voranschreiten im Stockwerk bedeuten, oder aber auch den Zugang zu Items wie farbigen kleinen Schwertern ermöglichen. Diese weisen wohl nichts weiter als einen Sammelcharakter auf, motivieren aber so dazu, wirklich alle Ecken der diversen Räume nach eventuellen Geheimgängen oder versteckten Schaltern abzusuchen.

Eine weitere wichtige, für einen Luigi’s-Mansion-Hauptteil neue Gameplay-Komponente: Fluigi. Diese grün-glibbrige Kopie von Luigi ist ebenfalls mit einem Schreckweg F-LU ausgestattet und zeigt sich von sehr spitzen oder engen Hindernissen ziemlich unbeeindruckt. Zwischen euch und einer Truhe befinden sich unüberwindbare Stacheln? Kein Problem, Fluigi ist für euch da. Ihr seht ein wichtiges Item, das sich aber in einem kleinen Stahlkäfig befindet? Keine Sorge, Fluigi steht schon bereit. Die Demo hat definitiv dazu beigetragen, meine Vorfreude auf den dritten Teil von Luigis Gruselabenteuer zu steigern. Denn die vielen neuen Komponenten fordern vom Spieler tatsächlich ein Umdenken in seinen vorhandenen Möglichkeiten. So bedeuten etwa stachelige Passagen oder Gittertore nicht länger, dass ihr erst einen Hebel umlegen oder einen Schlüssel finden müsst, um weiterzukommen. Leider bot sich vor Ort nicht die Möglichkeit, auch den neuen Mehrspielermodus auszuprobieren, der sicherlich noch einmal viel zum Spielspaß beitragen kann. Nichtsdestotrotz lässt die Anspielsession hoffen, dass sich Luigi's Mansion 3 nicht nur als würdige Fortsetzung etablieren kann, sondern auch ein frisches Spielerlebnis bieten wird.



One Punch-Man: A Hero Nobody Knows


Wenn Saitama einen Kampf betritt, beendet er diesen mit nur einem einzigen Schlag; dies ist nicht nur die Prämisse der Animeserie und Mangareihe zu One Punch-Man, sondern auch die des bald erscheinenden Beat ’em ups aus dem Hause Spike Chunsoft.

In der anspielbaren gamescom-Demo konnten wir im Drei-gegen-drei-Modus aus den Charakteren Genos, Hellish Blizzard, Speed-o'-Sound Sonic, Mumen Rider und Saitama wählen. Nimmt man allerdings Saitama in das Team, so mussten die beiden anderen Mitglieder den Kampf bis zu seiner Ankunft durchhalten („Hero-Arrival“); dies dauert etwa zwei Minuten, wobei man die Zeit mit speziellen Moves verkürzen kann. Mit dieser Lösung verhindert der Publisher, dass das Spiel mit Saitama als Charakter überaus witzlos wäre, würde er sofort auftauchen und mit einem Schlag alles beenden.



Unser erster Eindruck fiel positiv aus: Die Kämpfe erzeugen einen guten Flow, durch einige vorgestellte Kombos fließt außerdem genügend Abwechslung in die Kämpfe mit ein. Die Charakterdesigns sowie die zwei vorgestellten Kampfstages haben uns mit ihrem hohen Detailgrad durchaus überzeugen können. Es bleibt abzuwarten, wie viel Content das Spiel zum Release aufweisen wird. Aktuell sind natürlich mehr Stages und Charaktere wünschenswert, doch die Demo bietet nur einen kurzen Einblick in das noch unfertige Spiel. Angekündigt sind aktuell immerhin satte 13 spielbare Kämpfer.

Ein Veröffentlichungstermin für das Action Fighting Game ist aktuell nicht bekannt; im gamescom-Trailer ist lediglich der wenig aussagekräftige Schriftzug „coming soon“ zu lesen. Publisher Bandai Namco Entertainment vertreibt das Spiel voraussichtlich für die PlayStation 4, die Xbox One und den PC.



Pokémon Schwert & Schild


Im kommenden November wird mit Pokémon Schwert & Schild nicht nur die achte Generation der Taschenmonster offiziell eingeläutet, sondern damit erscheint auch der erste Hauptteil auf einer stationären Konsole. Dementsprechend groß waren im Zuge der Spielankündigung natürlich auch die Erwartungen: „Ein richtiges Pokémon-Spiel auf einer – im Vergleich zu den bisherigen Handhelds – leistungsstarken Konsole? Das muss ja einfach großartig werden!“ Leider scheint die Realität etwas anders auszusehen und so kam mit den neusten Trailern und Informationen wiederkehrende und lauter werdende Kritik auf. Der Pokédex wird nicht mehr über alle der nun weit über 800 existierenden Taschenmonster verfügen, die Optik des Spiels erinnert weiterhin stark an die Handheld-Editionen und das neue Dynamax-Feature wird mit gemischten Gefühlen aufgenommen – gerade mit Blick darauf, dass es bekannte Mechaniken wie die Megaentwicklung oder Z-Attacken ersetzt.



„Dynamax? Was ist denn das nun wieder?“, mögen sich einige von euch fragen. Im Grunde ist das mit den Megaentwicklungen zu vergleichen. Einmal im Kampf könnt ihr diese Fähigkeit bei einem bestimmten Pokémon aktivieren, woraufhin es nun aber nicht mehr stärker wird und sein Aussehen ändert, sondern nur temporär stärker wird und eine XXL-Form seiner selbst annimmt. Ob das so sinnvoll erscheint, konnten wir auf der Kölner Messe in einer Demo ausprobieren. Diese führte uns mit einem vorgefertigten Team ausgestattet direkt in eine Wasserarena. Dort galt es zunächst nicht nur ein Rätsel zu lösen, welches das An- und Abschalten diverser Wasserrohre beinhaltete, sondern auch die ersten Kämpfe zu bestreiten. Die Gegner beschränkten sich allerdings – höchstwahrscheinlich Demo-exklusiv – nicht nur auf den Einsatz von Wasserpokémon, sondern schickten allerlei Typen in den Kampf. So war es empfehlenswert und gewollt, sich das eigene Team einmal näher anzuschauen und entsprechend mit Taschenmonstern zu reagieren, die den Feind konterten. Interessanterweise ließ sich während des Kampfes jederzeit der Typ des gegnerischen Pokémon einblenden – eine nicht zu unterschätzende Hilfe. Am Ende des großen Raumes angelangt, ging es nach einer kurzen Zwischensequenz in das aus den Trailern bekannte Stadion, wo bereits die Arenaleiterin Kate wartete.



In diesem Kampf war erstmals der Einsatz des angesprochenen Dynamax-Features möglich. Auf mich wirkt es zwar weiterhin sehr befremdlich und es entbehrt jeglicher Logik, trotzdem muss ich zugeben, dass es gerade in Verbindung mit den mächtigen, Dynamax-exklusiven Attacken viel Spaß bereitet. Alles in allem hat die Demo den einfachen Zweck erfüllt, einen ersten Eindruck von den Kämpfen mitsamt dem neuen Feature zu vermitteln – aber das war es auch schon. Wir wissen weiterhin nicht, wie sich die Außenwelt gestaltet und spielt, wir wissen nicht einmal, wie das neue Menü aussieht, da es sich innerhalb der Demo nicht öffnen ließ. Ich persönlich bin nach der Demo zwar durchaus weiterhin von Pokémon Schwert & Schild angetan, es verbleiben bis zum Release Mitte November aber noch einige Fragezeichen.



Dragon Ball Z: Kakarot




Das Grundkonzept des Spiels mit dem namensgebenden Charakter Son Goku als Hauptfigur – Kakarot ist sein bürgerlicher Name – klingt überaus vielversprechend: In dem Action-RPG können viele verschiedene Regionen linear entlang der Dragon Ball Z-Geschichte frei erkundet werden. Die Story reicht mindestens bis zum Ende der Freezer-Saga, gerüchteweise soll die Story sogar die Buu-Saga mit einschließen. Publisher Bandai Namco Entertainment deutete an, dass gewisse Nebenquests auch bis dato unbeantwortete Fragen aus der Serie thematisieren werden.

In dem anspielbaren Abschnitt konnten wir als Son Goku mit Piccolo die Gegend erkunden und hatten zum Ziel, gegen Raditz zu kämpfen, um unseren Sohn Gohan zu befreien. Unser Eindruck fällt gemischt aus. Einerseits stechen einem direkt das hervorragende Charakterdesign und die dynamischen Bewegungen wohltuend ins Auge: Es bereitete unglaublich Spaß, mit Son Goku auf der Wolke durch die Gegend zu düsen sowie die schnellen und wuchtigen Kämpfe zu bestreiten! Doch die Umgebung wirkte leider etwas karg. Zwar wurde die charakteristische Felsen- und Graslandschaft mit ihren dort herumstreifenden Dinosauriern auf den ersten Blick gut eingefangen, doch bereits nach Kurzem wirkt die Landschaft etwas repetitiv und die Texturen beim näheren Hinsehen qualitativ mäßig.

Dragon Ball Z: Kakarot hat eine Menge Potenzial, insbesondere für Fans der Anime- oder Manga-Serie. Wenngleich der Nostalgie-Faktor dadurch etwas geschmälert wird, dass das Spiel ohne deutsche Vertonung erscheinen wird. Es bleibt zu hoffen, dass an dem Titel bis zum Release, voraussichtlich im Januar 2020, noch gefeilt wird, um eine lebendige Spielwelt zu schaffen. Spielbar ist der neuste Dragon Ball-Ableger dann auf der PlayStation 4, der Xbox One sowie dem PC.



Dragon Quest XI S: Streiter des Schicksals – Definitive Edition


Ein weiteres Highlight auf der diesjährigen gamescom war die Definitive Edition von Dragon Quest XI S: Streiter des Schicksals von Square Enix, welches am 27. September 2019 endlich auf der Nintendo Switch erscheinen wird. Bereits im Juli 2017 erschien der elfte Teil der Hauptreihe auf dem japanischen Markt und rund ein Jahr später auch in unseren Breitengraden. Dragon Quest XI S wird auf das altbewährte rundenbasierte Kampfsystem zurückgreifen und sowohl einen 3D- sowie einen 2D-Modus anbieten, welcher die Herzen von nostalgischen Fans höher schlagen lässt.



Auch in der Nintendo Switch-Version beginnt euer Abenteuer in der Welt von Erdrea mit der Invasion der Monsterarmee im Königreich Dundrasil, wobei unser Protagonist bei seinem Fluchtversuch scheitert und von Monstern angegriffen wird. Ab diesem Zeitpunkt dürfen wir dann auch selbst in das Geschehen eingreifen und uns einen Weg aus der heiklen Situation erkämpfen. Wer die vorherigen Teile der Dragon Quest-Saga kennt, wird wissen, dass ab diesem Augenblick das Looten und Leveln beginnt.

Die Umsetzung auf der Nintendo Switch ist aus unserer Sicht gut gelungen. Der Wechsel zwischen den verschiedenen Anzeige-Modi ist fantastisch umgesetzt und das Gameplay ist durchaus flüssig und ansehnlich. Wer Lust auf Dragon Quest XI S bekommen hat und nicht bis Ende September warten will, sollte die Augen im Nintendo eShop offen halten, dort ist nämlich noch vor dem offiziellen Release eine Demo-Version zu finden.



Layton’s Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre


Die Abenteuer rund um Professor Layton haben für mich etwas Nostalgisches an sich. Ich bin zwar nicht mit der kompletten Spielereihe firm, doch habe ich die ersten beiden Titel auf dem originalen Nintendo DS sehr ausgiebig und sehr gerne gespielt. Deshalb freut es mich, dass mit Layton’s Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre – ähnlich wie bei Pokémon – die erste Umsetzung für die Nintendo Switch ansteht. Allerdings handelt es sich bei dem Rätselspaß um keine Neuentwicklung. So wurde der Titel zwar bereits im Jahr 2017 für den Nintendo 3DS und Smart-Geräte veröffentlicht, die im kommenden November in unseren Breitengraden erscheinende Version enthält aber den Zusatz „Deluxe“, was den Spielenamen nicht nur noch ein Stück knackiger, sondern auch einige neue Rätsel und Kostüme mit sich bringt.

Die Handlung des Spiels ist schnell erklärt: Der namensgebende Professor ist verschwunden, weshalb nun seine Tochter Katrielle das Zepter und damit die Geschicke der Detektei in die Hand nimmt. Gemeinsam mit ihrem Assistenten Ernest Drowrig und dem sprechenden Hund Sherl begibt sich die junge Frau auf die Suche nach ihrem Vater. In der auf der Messe anspielbaren Demo fanden wir uns auf einem Platz vor der Detektei wieder. Die davor befindlichen Personen ließen durch Anklicken mit sich reden und nicht wenige stellten uns prompt vor ein Rätsel.

Nicht unwichtig zu erwähnen ist das neue Bildschirmlayout. Während das Geschehen der Spielereihe durch die Gegebenheiten des Nintendo (3)DS stets aufgeteilt werden konnte, musste es nun sinnvoll auf einem Bildschirm angeordnet werden. Und tatsächlich hatte ich während des Anspielens nicht das Gefühl einer Reizüberflutung etwa durch zu viele Informationen. Die Texte, Menüpunkte und das Rätsel selbst haben eine klar erkennbare Position, sodass man sich schnell zurechtfindet. Die Rätsel variieren wiederum Layton-typisch recht stark in ihrer Schwierigkeit, können aber letztlich mit etwas Hirnschmalz, eventuell nötigen Hinweisen und vor allem durch die nützliche Notiz-Funktion, mit der einfach auf der Rätseloberfläche herumgekritzelt werden kann, alle gelöst werden. Die kurze Anspielsession hat mich jedenfalls direkt abgeholt, sodass ich mich nun sehr darauf freue, an einem verregneten Wintertag in die Welt von Professor Layton einzusteigen und das ein oder andere Rätsel zu lösen – unter anderem gemeinsam mit Freunden auf der Couch am großen TV-Bildschirm.



The Witcher 3: Wild Hunt – Complete Edition


Das Open World-Spiel ist nicht zuletzt durch seine Qualitäten zu einer der Größen des Rollenspielkosmos geworden. Das ausbalancierte Gameplay, die durchdachte Story, runde Charaktere und unglaublich viel Content brachten dem Spiel Ruhm und Erfolg; und all dies bleibt uns in der Switch-Version selbstverständlich erhalten. Doch während The Witcher 3 zudem für eine detaillierte und anspruchsvolle Grafik bekannt ist, steht Nintendo im Kontrast hierzu für Minimalismus und mäßige Hardwareleistung. So erhielt der angekündigte Videospiel-Port von Beginn an viel Häme. Unser Hands-on vom Handheld-Modus des Spiels auf der gamescom bestätigt die Befürchtungen zumindest zum Teil: Selbst auf dem kleinen Bildschirm schießt einem der Downgrade der Grafik auf den ersten Blick ins Auge. Das Flimmern und Erkennen einzelner Pixel sind die Opfer, die der recht flüssig laufende Port als Konsequenz nach sich zieht. Es bleibt die Hoffnung, dass bis zum Release weitere Optimierungen erfolgen.

Weiterhin wurde befürchtet, dass das detaillierte Spiel auf dem kleinen Bildschirm unübersichtlich wirken und somit kaum spielbar sein könnte. Wir durften uns dem Beginn des Abenteuers widmen und haben somit zahlreiche Zwischensequenzen, aber auch bereits ein paar Kämpfe und Reitausflüge am kleinen Bildschirm in 540p erleben dürfen – all das funktionierte in Kombination mit der intuitiven Steuerung auch bei viel Bewegung überraschend gut. Aufgrund der optischen Abstriche hat dieser Port jedoch eine klare Zielgruppe: Wer keine potente Hardware besitzt, kann nun auch mit der Nintendo Switch die abwechslungsreiche Welt von Velen, Skellige und Co. erkunden. Und einer der größten Pluspunkte: Wer viel unterwegs ist oder pendelt, kann nun auch außer Haus Freude an dem Spiel haben.

Wie kurz vor gamescom-Beginn angekündigt wurde, können wir uns bereits ab dem 15. Oktober mit Geralt von Riva durch die vielfältigen Regionen der offenen Spielewelt bewegen; dazu zählt auch Toussaints, denn die beiden großen DLCs sind fester Bestandteil der Nintendo Switch-Version.



One Piece: Pirate Warriors 4


Auch im letzten Jahr war Bandai Namco Entertainment auf der gamescom unter anderem mit einem One Piece-Ableger vertreten. Doch One Piece: World Seeker konnte uns damals nicht von seinem recht eigenwilligen Gameplay überzeugen. Keine allzu leichten Voraussetzungen also für One Piece: Pirate Warriors 4, das uns auf der diesjährigen Messe erwartete. Wir sollten aber vom Gegenteil überzeugt werden, denn anders als World Seeker spielt sich der vierte Teil der Pirate Warriors-Reihe um einiges flüssiger und kombinationsreicher. So stellte ich mich in der anspielbaren Demo als Ruffy einer zunächst übermächtig auftretenden Vielzahl von Gegnern entgegen, doch schnell trichterte mir das Spiel ein, dass ich mich mit den passenden Tastenkombination rasant durch die dann doch schwächlich wirkenden Massen schnetzeln kann. In Verbindung mit den aktivierbaren Spezialangriffen wird so ein wahres Spektakel auf den Bildschirm gezaubert, in dem man auch gerne mal die Orientierung verlieren kann.



Nichtsdestotrotz kann das Spielprinzip großen Spaß bereiten, wenn man denn auf eben jene Art von Musou-Spielen steht. Passend zum bunten Treiben hat sich auch die Spielewelt in der Demo durchaus abgedreht gezeigt. Das anspielbare Level war zwar eindeutig in einem Wald stationiert, doch durch riesige Muffins, Kuchen und Lollis sowie gruselig umhertanzenden Bäumen mit Gesichtern war für den nötigen Wahnsinn gesorgt. Ihr mögt euch fragen, worum es in dem Spiel eigentlich geht. Das können wir euch nicht beantworten, aber wenn ich nach einer Spielzeit von zehn Minuten bereits ein Achievement für 2.000 aus dem Weg geräumte Gegner erhalte, wisst ihr, worauf ihr euch beim im Jahr 2020 erscheinenden One Piece: Pirate Warriors 4 einzustellen habt.



The Legend of Zelda: Link’s Awakening


Im Jahre 1993 erwachten wir auf dem Game Boy mit dem Charakter Link in schwarz-weißer Pixeloptik an einem Strand. Heute, 26 Jahre später, erscheint das Action-Adventure The Legend of Zelda: Link’s Awakening erneut. Die Story des Remakes bleibt dieselbe, doch die Grafik hat einen rundherum frischen und zeitgemäßen Anstrich erhalten und erinnert zugleich an den charmanten Stil von damals. Trotz der nun bunten, aber harmonischen Gestaltung bleibt die Top Down-Perspektive erhalten und selbst die Platzierung einzelner Elemente wie Bäume geschah nicht willkürlich, sondern hat häufig das Original zum Vorbild.

Wir durften auf der gamescom den Anfang des Spiels antesten und die Umgebung frei erkunden. Unser Ziel: Von der Insel Cocolint fliehen, indem der geheimnisvolle Windfisch geweckt wird; hierfür muss man zunächst acht Dungeons bestreiten und die hierin befindlichen Musikinstrumente finden. Beim Anspielen gab es alle Freiräume: Wir konnten entweder rasch der Story folgen, um möglichst weit zu kommen oder aber sorgfältig die Gegend erkunden. Ich entschied mich für den Mittelweg und habe es mir nicht nehmen lassen, Angeln zu gehen; meine liebste Nebenbeschäftigung in jedem Videospiel. Trotz der immergleichen Grafikelemente (z.B. die Aneinanderreihung gleicher Bäume) wirkt die Umgebung stets abwechslungsreich und wunderschön. Der nicht allzu anspruchsvolle, aber dennoch liebevolle Grafikstil passt einfach perfekt zur Nintendo Switch, für die dieses Spiel exklusiv am 20.09.2019 erscheinen wird. Es gibt sogar eine Neuerung: Während des Bestreitens der Dungeons werden Elemente freigeschaltet, die man für den Bau eigener Dungeons nutzen kann. Bestreitet man den eigenen Dungeon, schaltet man beispielsweise Items frei, die für das Hauptspiel nützlich sein können.

Nintendo listet das Spiel aktuell mit einem Preis von 59,99 € im eigenen eShop. Da es ein Remake ist, hat uns der saftige Preis durchaus erstaunt, allerdings handelt es sich um einen wirklich hochwertigen Titel, für den ein Vollpreis wohl gerechtfertigt ist. Wir sind jedenfalls ein kleines bisschen verliebt in die Welt von Link’s Awakening.



Lesen ist nicht so euer Ding und ihr habt die vielen Anspielberichte nur grob überflogen? Kein Problem! Wir haben für euch vor Ort auch die ein oder andere Videoaufnahme getätigt, weshalb wir euch im Folgenden die volle Dröhnung Gameplay präsentieren wollen. Viel Spaß!



Wie eingangs angesprochen haben sich die Verantwortlichen der gamescom für dieses Jahr vorgenommen, das in den Jahren zuvor oft thematisierte Problem der hoffnungslos überfüllten Hallen anzugehen. So wurde nicht nur erstmals die Halle 11 für die Spielehalle ins Programm aufgenommen, auch hat man sich daran versucht, in den Hallen selbst breitere Gänge zu etablieren und Publikumsmagneten – also beispielsweise die Stände von Sony, Wargaming oder CD Projekt – möglichst weit voneinander entfernt zu platzieren. Doch etwas zu wollen und etwas in die Tat umzusetzen sind zwei unterschiedliche Dinge.

Grundsätzlich können wir aber festhalten, dass es auf der Messe merklich entspannter zuging. Zwar führte beispielsweise in Halle 9 die Platzierung von Nintendo quasi neben Square Enix phasenweise immer noch zu ungewünschten Verstopfungen, doch ansonsten schien die Führung der Massen gut gelöst. Tatsächlich sorgte die angenehme Grundstimmung auf der gamescom dafür, dass wir auch nach zwei anstrengenden Tagen immer noch die Lust verspürten, weiter auf der Spielemesse unser Unwesen zu treiben – was angesichts der letztjährigen Erfahrungen durchaus ungewöhnlich ist. So freuen wir uns aber schon auf die Zeit vom 25. bis 29. August 2020. Dann steigt nämlich die zwölfte Ausgabe des berühmten Videospielmekkas – erstmals außerhalb der Sommerferienzeit in NRW, was auf eine weitere Entspannung der Besucherlage hoffen lässt.

Letzte Änderung: 1 Woche 4 Tage her von Minato..

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Ich weiß zwar nicht wie die Gamescom die Jahre davor gehandhabt wurde, aber dieses Jahr war es wirklich entspannt wie ihr es nennt
*o-pfeif*
Man hatte genügend Platz, die einzigen Orte die ein wenig überfüllt waren waren die Merch Halle und die Gänge. (also von denen ich weiß)
Aber im Großen und Ganzen hatte ich nen Riesenspaß!
Fands super dass sie bei Once Piece jedem nach dem Spielen so ein Plastikbild mit Effekt gegeben haben, perfektes Lesezeichen!
*o-wahaha*
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