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THEMA: Neugeboren in einer neuen Welt - Ein Hype um ein Genre

Neugeboren in einer neuen Welt - Ein Hype um ein Genre 4 Monate 2 Wochen her #834114

  • Hirano
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Neugeboren in einer neuen Welt - Ein Hype um ein Genre

Man stelle sich vor, man spiele ein Computerspiel und investiert sehr viel Zeit, Mühe und Fleiß in den Charakter. Im alltäglichen Leben findet man keine Erfüllung. Die Schule war schon immer anstrengend und die Arbeit ist noch schlimmer. Eines Tages wird man, nach einem weiteren Tag voller Überstunden von einem Laster überfahren und findet sich in einer Zwischendimension wieder. Verwundert trifft man entweder auf einem alten Mann, eine Loli oder eine wunderschöne gut proportionierte Göttin. Es wird einem veranschaulicht, dass man versehentlich getötet wurde und als Wiedergutmachung in eine neue Welt teleportiert wird. Entweder genau so wie man gerade ist, oder eben als Neugeborenes. In der neuen Welt angekommen, kann man sich darauf verlassen, dass diese Welt ca. dem Mittelalter entspricht mit der Existenz von Magie als Ausnahme. Das Leben funktioniert wie im Spiel. "Status" ruft die eigenen Werte und Fähigkeiten auf, "Fireball" erzeugt meist ohne Probleme eine übertrieben große Flammen-Kugel.
Von diesem Zeitpunkt an, gibt es genau zwei Möglichkeiten:
1.: Man verfolgt ein vorgegebenes Ziel wie zum Beispiel die Vernichtung des Dämonen-Königs oder den Wiederaufbau der Welt. Gibt es keine Dämonen hat die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der Gesellschaft Priorität.
2. Man darf sein Leben ohne jegliche Vorgaben leben. Dieses Szenario ist allerdings schwieriger als gedacht, da die Startbedingungen meistens sehr ungünstig sind. Ziel ist es dann entweder zu überleben, der stärkste in der Welt zu werden oder Rache zu üben.

Mit dieser Beschreibung kann man mittlerweile gut 100 Mangas bzw. Animes zusammenfassen. Es wäre tatsächlich eine leichte Aufgabe mit ein paar weiteren Details die Hälfte davon auf einmal zu spoilern. Die Frage lautet also: Warum ist dieses Setting so beliebt?

Hier ein bescheidener Auszug aus meiner Watchlist von 136 Mangas mit diesem Genre:
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Zugegeben, die Geschichte hat definitiv seinen Reiz. Die meisten aus der Anime-Community sind Internet und Spiele versiert und haben bereits das ein oder andere MMORPG kennen gelernt. Die Vorstellung das Leben eines Spiel-Charakters zu leben ist definitiv verlockend. Allerdings kommt ein weiterer Aspekt dazu, der diese Geschichten so attraktiv macht: Die aller meisten der Hauptfiguren bekommen bei der Wiedergeburt außergewöhnliche Fähigkeiten, teilweise sogar Cheat-Skills. Diese Fähigkeiten machen sie unschlagbar, vereinfachen ihr Leben und ziehen Bewunderung und Ehrfurcht mit sich. Außerdem lässt es sich hervorragend mit einem Slice of Life oder Harem Setting verbinden.
Jeder Mensch sehnt sich nach Respekt und Anerkennung! Daher ist dieses Fantasie-Leben in einer mittelalterlichen Welt, gepaart mit extremer Stärke und dem Wissen eines modernen Menschen ein absoluter Traum. Es gibt einem das Gefühl überlegen zu sein. Gerade der Intelligenzgrad würde den eines durchschnittlichen Bürgers des Mittelalters um Welten übersteigen. Mit der Kenntnis von neuen Technologien, Biologie und Chemie-Basics kann einem absolut niemand das Wasser reichen. Tatsächlich eine sehr komfortable Situation, in welche man sich als Leser des Mangas da hineinträumt. Das soll aber kein Vorwurf sein. Es bietet uns die Möglichkeit dem täglichen Alltag zu entfliehen, die Fantasie freien Lauf zu lassen und uns evtl. sogar für neue Ziele zu begeistern.
Nun. Wagen wir mal den Schritt und denken pessimistisch (ich bevorzuge ja den Begriff realistisch): Würden wir so große Macht tatsächlich wollen?
"Aus großer Macht, folgt große Verantwortung." - Spider Man.
Wenn man in der Lage ist nahezu alles zu erreichen, trägt man dann nicht die Verantwortung für alles Schlechte das man hätte verhindern können? Macht man dann nicht die Bekämpfung von Sklaverei, Glaubenskriegen und Armut zur eigenen Aufgabe?
Also ich für meinen Teil bin mir nicht sicher ob ich diese Verantwortung tragen möchte.

Die nächste Frage lautet: Warum ist für diesen Hype kein Ende in Sicht?
Seit ca. 2 Jahren füllen sich die Top-Zugriffs-Listen mit diesem Szenario. Das war aber nicht immer so. Ich persönlich warte seit einer langen Zeit auf neue Ideen. ich habe mich einfach an dem "Reborn in a new World"-Szenario satt gesehen. Ich wünschte, dass einfach irgendjemand mit neuen Ideen und Geschichten kommt und die Autoren auf andere Ideen bringt. Klar gibt es nach wie vor Romance Mangas und kleinere Hypes wie zum Beispiel das Thema Essen / Kochen. Aber es frustriert mich auf der Proxer Liste "Top-Zugriffe" zu stöbern und immer noch festzustellen, dass jeder zweite Manga das gleiche Setting hat. Wie das bei Animes ist, kann ich nicht beurteilen, aber ich denke mal ähnlich.
Stört es euch auch? Ist es euch gar nicht aufgefallen?


Wie seht ihr das Thema? Bitte diskutiert und teilt eure Meinung!


Viele Grüße,
Hirano *o-brav*
"Together, you and I will slaughter them all!" - Seras Victoria
Letzte Änderung: 4 Monate 4 Tage her von Lodrahil.

Neugeboren in einer neuen Welt - Ein Hype um ein Genre 4 Monate 2 Wochen her #834148

  • Mephisto-sama
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Als ein begeisterter MMORPG-Spieler und Otaku gebe ich mal meinen Senf dazu. Als ein Fan des "Reborn in a new World"-Genre habe ich ebenfalls meinen Erfahrungsschatz und weiß auch über die Schwächen des Genre Bescheid. Von deiner Liste gelesener Werke habe ich ungefähr 95% selbst irgendwann mal gelesen.

Dann kommen wir gleich mal zur ersten Frage, warum dieses Setting so beliebt sei. Im Grunde würde ich es mit den Schlagworten Macht, Ecchi/Romance und Freiheit beantworten. Jeder sehnt sich nach diesen 3 Elementen, natürlich mit unterschiedlich starker Ausprägung, und im „typischen“ Isekai Genre sind alle irgendwie gebündelt.
Macht ist natürlich durch die Cheat-Skills, den höheren Wissensstand und anderen Faktoren wie ein einflussreicher Familienhintergrund gegeben. Es gibt schließlich eine Vielzahl von japanischen „Überstunden-Sklaven“, die auf einmal aufwachen mit silbernen Haaren in einer Adelsfamilie oder von einflussreichen Personen aufgezogen werden.
Der große Unterschied zu anderen Werken, aus beispielsweise dem Fighting-Shounen-Genre im Allgemeinen, ist hierbei das häufig der langwierige „Trainings-Ark“ geskippt wird, entweder sind unsere Protagonisten gleich am Anfang sehr stark oder sie gewinnen schnell an Stärke, was gerade jene erfreut die auf übertrieben starke Charaktere stehen, hier würde ich mich mitunter einordnen. So bricht man aus dem typischen Zyklus kämpfen->verlieren->trainieren->kämpfen->gewinnen->kämpfen->verlieren->… aus, was gewisse Abwechslung bieten kann.
Nun zum nächsten Punkt Ecchi/Romance, ich fasse es zwar als einen Punkt zusammen, aber die meisten hier sollten wissen, es gibt Ecchi ohne Romance, welches manchmal nicht weit vom Hentai entfernt ist, unschuldige Romanzen und den Standard-Harem-Mix, wo Ecchi nicht fehlen kann. Auch hier bietet das Genre für jeden etwas, den Loli-Sidekick, die vollbusige Schönheit, etc. Hier können sowohl „Männer der Kultur“ neue Waifus finden oder interessante romantische Begegnungen entdeckt werden. Häufig führt gerade bei einem männlichen Main, aber nichts an der Harem-Route vorbei.
Doch gerade die Harem-Route hat im Isekai-Genre einen eigenen Charme. Das Setting erlaubt schließlich meist Polygynie (ein Mann kann x Frauen heiraten). Bei anderen Genre wird das Ende meist offen gelassen und weniger darauf eingegangen wie sich der Protagonist entscheiden wird (eine auswählen, alleine sterben ^^, …).
Nun zum letzten Punkt, meiner Meinung nach einem der wichtigsten im Isekai-Genre, der Freiheit. Gerade im Fantasy-Mittelalter erlebt der Protagonist eine wunderbare Natur, ist durch Regeln nur sehr schwach eingeschränkt und kann so ziemlich alles machen was er will. In der wahren Welt hat man regelmäßige Arbeitszeiten und selbst in anderen Genre muss der Protagonist die Schule besuchen oder für irgendeine Organisation arbeiten, gerade der Beruf als Abenteurer lässt das kleine Kind in uns Freudensprünge machen. Wenn unser Held dann doch mal zur Schule muss, geht es meist um Magie und wer würde da schon nein sagen. Diese Vielzahl von Freiheiten ermöglichen auch ganz untypische Protagonisten, was haben wir nicht alles gesehen, Farmer, göttliche Ärzte, Helden, Lehrer, Händler, Alchemisten, … . Eine große Auswahl wo jeder seinen Fantasy-Beruf finden kann.

Nun hat Hirano, auf ein Problem in dem Umgang mit Macht aufmerksam gemacht, in dem er den mächtigen Stan Lee zitierte, um genauer zu sein aus seinem Werk Spider Man. Meine persönliche Meinung ist, dass man stets im Eigeninteresse handeln sollte. Macht zieht nur dann Verantwortung mit sich, wenn man die Macht für diese Pflicht erhalten hat. Ich versuche meine Position mal an einem Beispiel zu illustrieren. Nehmen wir an es herrscht Armut im Land und ich komme aus einer höherentwickelten Zivilisation, dann bildet mein Wissen, wie dieses Problem zu lösen ist, meine Macht. Doch wenn ich eingreife überspringt die Gesellschaft dieses Landes die Phasen der Erkenntnis. Fortschritt ist etwas das nicht in den Raum geworfen werden sollte, sondern innerhalb einer Gesellschaft über Zeit entsteht. Als Dritter könnte ich dadurch unvorhersehbare Folgen wie Kriege verursachen, da das vorher arme Land zur Supermacht wurde, während andere Länder stagnierten. Am Ende ist der größte Engel ebenfalls der größte Teufel für die Benachteiligten. Wenn ich aber meine Macht beispielsweise als „normaler (keine Superkräfte) Finanzbeamter“ erhalten habe, bin ich verpflichtet meiner Verantwortung gerecht zu werden. Wie man an meiner Denkweise erkennen kann, wäre ich einer der Magier, der irgendwo im tiefsten Wald seine geheimen Forschungen betreibt, um zum stärksten Magier zu werden und absolut nichts mit tötet-den-Dämonenkönig-Setting zu tun hätte.

Nun kommen wir zur zweiten Frage, warum obwohl sich nicht viel Abwechselung unter den Mangas dieses Genre mehr bietet, der Hype nicht endet.
Es existieren meiner Meinung nach viele Variationen, die wo ich dir zustimmen muss, eine sehr ähnliche Grundlinie folgen. Doch das ist meiner Meinung nach bei ziemlich allen Genres irgendwann der Fall, wenn eine große Menge an Exemplaren bereits vorliegt, wird es sich nicht vermeiden lassen, Übereinstimmungen zu finden. Wenn man den Wert eines Mangas für sich selbst bestimmen will, sollte man nicht fragen, ob etwas Neues oder Einzigartiges vorhanden ist. Natürlich ist es schön, wenn dies der Fall ist, aber selbst wenn nicht, ist die Frage, hat mich der Manga unterhalten oder zum Lachen gebracht, viel wichtiger.
Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es bei Animes schlimmer ist, die Auswahl für dieses Genre ist einfach wesentlich kleiner. Zu einigen Isekais kommen mittlerweile ja neue Animes raus. Es wird also vermutlich auch bei den Mangas, weiter einige Werke zu sehen geben.
Wenn man dann doch mal müde von einem Genre ist, lies ein anderes und nach ein paar Monaten findest du vielleicht wieder gefallen daran oder entdeckst sogar ein paar neue Favoriten. Alles braucht seine Zeit, und als absolut unkreativer Mensch in diese Richtung kann ich nur sagen, die Autoren haben einen schweren Job ^^.

Viel Spaß beim Lesen, habe etwas zu viel geschrieben ^^

Mit freundlichen Grüßen
Mephisto-sama
Letzte Änderung: 4 Monate 2 Wochen her von Mephisto-sama.

Neugeboren in einer neuen Welt - Ein Hype um ein Genre 4 Monate 2 Wochen her #834226

  • Noire.
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Ich weiß ja nicht ob ihr es wusstet, aber Kadokawa verlangt angeblich mittlerweile mindestens pro Season EINEN Isekai-Anime, eben weil diese praktisch die wahre Goldmine sind.

Warum der Hype aber auch nicht abflaut? Es gibt da draußen viele Menschen die echt einen scheiß Alltag leben (doofe Arbeit zB) und am liebsten ein anderes Leben führen möchten. Ich finde solche Isekai-Anime stellen das echt gut zur Schau. Die Protagonisten haben in den meisten Fällen ein scheiß reales Leben und wachen in der anderen Welt dann zu den verschiedensten Situationen wieder auf. Der springende Punkt ist aber: sie können sich ein neues Leben machen! Weg vom langweiligen oder auch blöden Alltag in der realen Welt und rein ins neue Abenteuer!

Da gibt es dann die typischen klischeehaften Dinger oder aber auch so gute wie neulich mit "The Rising Of The Shield Hero". Sie bringen Kohle rein und kriegen immer wieder ihre Zuschauer. Ich verstehe den Hype absolut.

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Neugeboren in einer neuen Welt - Ein Hype um ein Genre 4 Monate 4 Tage her #834456

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Was mich angeht, mag ich vor allem Fantasy. Nicht nur in Animes sondern Allgemein. Leider gibt es recht wenig Animes die nur "Fantasy" sind sondern meistens Isekai. Das ist für mich aber OK.
Guckt man sich die klassische Fantasy an sind da halt meistens "Weisenjungen" oder "Dorfjungen" oder selten auch mal Mädchen die besondere Fähigkeiten erwerben um dann irgendwas zu erreichen z.B. Das Böse besiegen. Da hat man auch schon ein Großteil der Fantasy abgedeckt.
Isekai ist halt Fantasy mit einem etwas anderen Ausgangsszenario.

Gründsätzlich kann man doch alle Genres irgendwie kurz und knapp beschreiben und trifft damit 99% der Vertreter. Deshalb sind sie ja "ein Genre". Krimi ist im Kern doch auch immer das Selbe. Oder Sport. Oder Action.

Für mich ist es nicht wichtig ob ein Anime bzw. Manga etwas "nie dagewesenen" zeigt. Die Umsetzung ist wichtig. Charaktere, Storydetails, Weltaufbau, Magiesyystem, Comedy etc. und eben auch ich mit den Genre grundsätzlich was anfangen kann.

Manche machen das eben gut (z.B. Re:Zero) andere eher durchschnittlich (In Another World with my Smartphone) und andere richtig schlecht (Death March to the Parallel World Rhapsody). (persönliche Einschätzungen)

Und wer kein Bock auf das Genre hat.. ist doch auch OK. Ich habe kein Bock auf Sport Animes. Und wenn morgen Kadokawa ankündigen würde "jede Season min. 1 Sport Anime" würde ich auch denken "alter keiner will diesen Müll" aber Sport Anime Freunde freut es natürlich. Und trotz meiner Abneigung scheint das Genre eben auch beliebt.

Also: Leben und Leben lassen. Wer kein Bock auf ein bestimmtes Genre hat, lässt es halt weg.

Neugeboren in einer neuen Welt - Ein Hype um ein Genre 4 Monate 4 Tage her #834468

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Auch wenn ich gerne ein Magier wäre, so möchte ich doch nicht real Isekei erleben. Der Grund ist so banal wie paradox. Ich hatte eine beschissene Kindheit und die Art und Weise wie ich behandelt wurde trug PTBS zur Folge. Das allerdings manifestiert sich in extremer Angst vor Essen. Soll heißen in einer Isekei hätte ich dann falls nicht ich einen magischen/himmlischen/dämonischen Buttler/Koch zur Seite hätte oder die Fähigkeit mich selbst mit Nahrung zu Versorgen ohne direkt Essen zu müssen (oder seien es halt Elemente wie die Dragonslayer aus Fairy Tail) dann würde ich dort entweder nur Brot, vielleicht etwas Fleisch zu mir nehmen können und irgendwann dann aufgrund Mangelerscheinungen oder schlechter Heilung elendig verrecken oder ich würde irgendwann mal den Hunger nicht mehr aushalten und mich bereitwillig vor das nächste Monster werfen falls es nicht irgendwo eine Blutmagie oder ähnliches gibt die zum Preis meines Lebens mindestens das Leben jemand anderen retten würde.

Also ja so gerne ich ein Held wäre, dazu müsste es eine Existenz sein die mich keine Nahrung benötigen lässt ala Schleim wie Rimuru oder untoter Lichking wie Momonga oder ich dank übernatürlicher Fähigkeit mir meine Palatschinken oder sonst die nötige Energie herbeizaubern können.

Neugeboren in einer neuen Welt - Ein Hype um ein Genre 4 Monate 4 Tage her #834471

Verwundert trifft man entweder auf einem alten Mann, eine Loli oder eine wunderschöne gut proportionierte Göttin

Oder auf ein nutzloses Stück **** Namens Aqua *-___-* *o-heul*

Aber gut :D Den Spaß lass ich vorerst beiseite.
Klar gibt es nach wie vor Romance Mangas und kleinere Hypes wie zum Beispiel das Thema Essen / Kochen. Aber es frustriert mich auf der Proxer Liste "Top-Zugriffe" zu stöbern und immer noch festzustellen, dass jeder zweite Manga das gleiche Setting hat. Wie das bei Animes ist, kann ich nicht beurteilen, aber ich denke mal ähnlich.
Stört es euch auch? Ist es euch gar nicht aufgefallen?

Im Gegensatz zu dir kann ich zum Thema Manga da kaum was sagen. Im Bereich Anime werden es aber definitiv deutlich mehr über die letzten Jahre. Unglücklicherweise sind die Top-Zugriffe gerade zurückgesetzt worden, aber zumindest unter den Top-Bewertungen sind ein paar vorhanden. Der Hype hat wohl mit SAO (ganz zurecht) angefangen, auch wenn es davor natürlich schon sehr beliebte Anime mit diesem Setting gab, wie beispielsweise .hack, Zero no Tsukaima oder Angel Beats (ich zähle VRMMORPG ala SAO und co mal ganz frech da mit rein, auch wenn grade SAO ja auch wieder vom "isekai" zurück in die normale Welt gewechselt ist). Gehalten hat sich dieser Hype auch wegen sehr starken Vertretern wie No Game No Life, Log Horizon, Overlord oder Re:Zero.
Was andere Hypes betrifft hat wohl Sport das Isekai-Genre mindestens schon eingeholt, was die Quantität betrifft.

Aber ob es mich stört? Definitiv nicht. Ich mag das Genre. Natürlich gibt es da bessere und schlechtere Umsetzungen, aber zumindest haben wir maximal 2-3 Isekai-Anime pro Season. Das macht bei 20+ Anime pro Season ca 10% isekai und 90% nicht-isekai. Damit kann man vermutlich leben. Bei der Quote sollte man wohl auch so fair sein und nur "Neuerscheinungen" rechnen, sprich OVAs zu bestehenden Isekai und neue Staffeln nicht. Aber selbst wenn man das nicht tut, ist der Anteil der nicht-isekai Anime bei weitem größer und scheint auch keinesfalls eingeholt zu werden.

Ich denke dass es sich hier auch lohnt, die Bedeutung von "Isekai" näher zu betrachten. Was haben wir hier nämlich?
Isekai bedeutet im Grunde soviel wie "andere Welt" und als Zusatz fürs Genre eben, dass ein Charakter in eine andere Welt/Dimension teleportiert/befördert/wiederbelebt/beschworen wird. Das ist es aber auch schon. Mehr ist für das Genre nicht nötig, ergo kann man sich am Genre an sich schonmal nicht stören bzw "weil es zu viele Isekai" gibt/geben wird/etc. Man sollte also eher hervorheben (sofern das der Fall ist), dass man die Umsetzungen kritisieren möchte, nicht das Genre an sich.

Andere Welt, was ist das? Hier wird es schon schwieriger. Isekai an sich ist schon ein Sub-Genre, trotzdem gibt es auch davon noch Sub-Versionen, die keinen eigenen Namen haben, für mich aber trotzdem definitiv dazu gehören.
Das sind zum einen Anime wie Bleach oder Noragami. Hier werden nämlich die Welten/Dimensionen miteinander verbunden und es findet ein stetiger Wechsel und Austausch statt. Wir sollten nämlich Isekai nicht darauf reduzieren, dass ein Mensch zwingend für immer dort leben muss oder gar keine Verbindung zur Heimatwelt haben muss. Das sind einfach nur Interpretationen und Umsetzungen des Genres.
Ebenfalls gehören für mich auch "Reverse-Isekai" dazu, wie beispielsweise To Love Ru, Hataraku Maou Sama (Devil is a part timer) oder Beelzebub, sprich Anime, in denen aus einer anderen Welt/Dimension Charaktere in die "normale" Welt kommen. Geplant oder ungeplant.

Man sieht also, das Genre kann auf sehr vielen Ebenen angepackt werden und viele Anime, die Isekai sind, werden gar nicht als solche wahrgenommen. Und den Kritikpunkt "gleiches Setting" kann ich leider gar nicht nachvollziehen. So ähnlich als würde man sich bei Romance drüber beschweren, dass so viele davon in der Schule stattfinden.
Isekai müssen nunmal in einer anderen Welt stattfinden. Dabei gibt es für die Reise/Teleport 2 Möglichkeiten. 1. Vor dem Tod oder 2. Nach dem Tod (ich weigere mich "während dem Tod" als weiteren Punkt anzunehmen, weil entweder bist du tot oder nicht) in der eigenen Welt. Das kann man beides natürlich ganz fancy und neu darstellen, aber Fakt ist, dass es eines der beiden Dinge sein muss. Dann gibt es ca. 3 Möglichkeiten für den Charakter in der neuen Welt, was seine Fähigkeiten betrifft. 1. Keine Fähigkeiten (re:zero) 2. normale/durchschnittliche Fähigkeiten (Noragami) oder 3. überkrasse Fähigkeiten (Overlord) im Vergleich zum Rest der neuen Welt. So kann man weitermachen. Zum Beispiel Thema Harem : 1. kein Harem 2. Harem.
Dass man sich als Autor diesen oder jenen Weg nimmt liegt an persönlicher Präferenz oder Angebot/Nachfrage. Bei den Animes haben wir ja das "Problem", dass die meisten Anime Adaptionen sind. Sprich wenn sie nicht schon gut als Manga laufen oder man sich verspricht, dass sie gut laufen damit, dann wird es auch eher keinen Anime dazu geben. Damit bekommen wir automatisch im Anime-Bereich mit höherer Wahrscheinlichkeit einen Isekai-Anime, der bestimmten ähnlichen Mustern entspricht wie bereits erschienene Isekai-Anime.

Fazit: Das Genre an sich finde ich unglaublich spannend und gut. Die Umsetzungen sind im Grunde auch sehr zahlreich und wenn man nicht nur die beliebtesten schaut, sondern sich auch auf Alternativen einlassen kann und etwas sensibilisiert, dass es noch viel mehr Isekai gibt, als man gedacht hätte, dann sollte auch der Unmut vergehen. Vielleicht hilft das sogar dem ein oder anderen, der Isekai eigentlich kritischer gegenübersteht.

Zuletzt noch eine kleine Liste ausgewählter Isekai ,die nicht allzu sehr bekannt sind (teilweise):
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Kleiner Fun-Thought am Ende: Sind Anime nicht prinzipiell Isekai und unser Verstand reist beim schauen gewissermaßen in eine andere Welt? o.o
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Neugeboren in einer neuen Welt - Ein Hype um ein Genre 4 Monate 4 Tage her #834474

  • Shin0X
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Interessante Frage und ich kann mich meinen Vorpostern nur anschließen.
ich selbst habe glaube ich fast jeden der aktuellen Isekai-Mangas zumindest mal angelesen (siehe meine Readlist). Mittlerweile habe ich mich allerdings schon komplett satt gesehen, immerhin funktionieren die meisten davon mit der gleichen Formel.

Warum die so beliebt sind, wurde hier denke ich schon ganz gut erörtert. Ich möchte aber noch einen weiteren Aspekt hinzufügen: Isekai-Stories erlauben dem Leser noch zu träumen. Es ist leider ziemlich unwahrscheinlich, dass irgendjemand von uns noch einen Hogwarts-Brief bekommt. Stattdessen leben viele Menschen vor sich hin, gehen arbeiten, essen, feiern, legen sich am Abend ins Bett und denken sich "ist das wirklich schon alles?". Das ist natürlich nicht alles, aber viele Menschen fühlen sich so. Isekais spielen mit diesem Umstand, indem sie sagen "Hey guck mal, es könnte doch sein, dass du nach dem Tod in eine andere Welt geboren wirst und dort das ideale Leben leben kannst, mit Geld, Macht und Ruhm (Goldroger lässt grüßen)". Die Leute stellen sich das dann gerne vor und identifizieren sich dann mit dem Protagonisten.

Wenn ich mich richtig erinnern kann, hat dieser Hype im Jahr 2012 mit SAO so richtig angefangen. Damals war das Setting (man kann inzwischen wohl schon von Genre reden) noch relativ neu. Mangakas sind dann auf den Hype-Train aufgesprungen und versuchen, das Feuer am brennen zu halten. Leider sind die meisten Isekais komplett unkreativ und ist inzwischen das 0815-Genre, also das, war früher die School-Harem-Romance Anime waren. Ich denke, der Hype wird nicht mehr allzu lange anhalten. Es fehlt lediglich ein neuer Manga/Anime, der einen ganz frischen Wind einbringt und die Mangaka auf neue Ideen bringt.

Hier sind ein paar Isekais, die ich gut finde:
- Solo Leveling (Manhwa) [nicht direkt Isekai, aber so ähnlich]
- Overlord (Anime/LN)
- Re-Zero (Anime/LN)
- Konosuba (Anime/LN)
- Yaoshenji (Manhwa)
- Re:Monster (Manga)
- The New Gate (Manga)
Letzte Änderung: 4 Monate 4 Tage her von Shin0X.
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Neugeboren in einer neuen Welt - Ein Hype um ein Genre 4 Monate 3 Tage her #834476

  • SilverRailegh
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Mit den Isekai Genre ist wie oft erwähnt eine Flucht aus der Realität in eine eben andere und oftmals magische Welt und das macht es für viele interessant.
Wobei es meiner Meinung nach ankommt ist aber die Umsetzung und die Variante des Isekai; also "unsere" Welt bloß anders oder eine andere Welt wäre die einfachste Unterscheidung. Wir können dann entweder in einer futuristischen, mittelalterlich magischen oder auch eine Mischung aus beidem landen und nicht zu vergessen der östlich(martial arts) Version Landen. Vom größtem Klischee(Harem, perverse Protagonist, summoned to kill demon king...) bis zum deprimiert Kerl der einfach nach Hause will, keinen Bock auf die Welt hat oder eben selbst das große Böse ist oder wird(meine Lieblings Version). Bei dieser großen Auswahl findet fast jeder was er will und bei der Diversität der Hintergrundgeschichte, Welt, Szenario, Charaktere etc. ist eben viel zu viel heraus zuholen auch wenn manches einfach nach nem Abklatsch oder einer Mischung aus vielem aussieht immerhin ist es schwer einfach so was wirklich Neues rau zu hauen. Dahin gehend ist es gut zu verstehen warum?
Aber was ist mit dem Erfolg? Das liegt einfach an der Qualität, Kombination oder Originalität(wobei für mich nichts über gute Qualität geht). Bei diesem Punkt geht oft die Meinung auseinander manche wollen ja lieber die Originalität mit einer annehmbaren Qualität(kenn wen).
Jetzt aber die wichtige Frage: nervt das?
Zum Teil ja und zum Teil Nein. Immerhin sind viele Mangas großartig gemacht und für das Genre "divers" genug; Aber es sind Alle Variationen des selben und es droht das alles einfach im Einheit rein versinkt und die Qualität der Produktionen an sich sinkt(subjektive Meinung), weshalb ich hoffe das dieser "Trend" an sich etwas abflaut.
Fazit: Isekai ja, aber nicht nur und wenn bitte qualitativ hochwertig oder originell mit einer mehr als annehmbaren Qualität.
An den Rest noch viel Spaß bei der Diskussion.
Für die Mangas gebt euch einfach mal meine Liste, ist viel zu viel Isekai drin.
Letzte Änderung: 4 Monate 3 Tage her von SilverRailegh. Begründung: Was vergessen

Neugeboren in einer neuen Welt - Ein Hype um ein Genre 4 Monate 6 Stunden her #834558

Ich denke auch das einer der größten Punkte ist, dass es eine andere Welt ist in der sich alles dreht.

Mir selbst gefällt zum Beispiel wie gut es umgesetzt ist mit dem Werken, aber auch mit dem Skills und mehr. Jeder Gamer erfreut sich sicherlich auch mindestens auf eins dieser Werke, gerade weil die auch so nah an einigen Spielen der Kindheit oder der heutigen Zeit ankommen.
Auch finde ich für mich die Comedy immer Nice, aber auch Harem, Action,Adventure und vieles mehr, was man eben hier findet. Auch sind oft gute Charaktere dabei, die eine interessante Entwicklung im laufe der Story durchmachen meiner Meinung nach.

Bei dem einzelnen Figuren der Werke kann ich mir auch vorstellen, dass sich der eine oder andere mit denen eher Identifizieren kann als mit dem Figuren aus herkömmlichen Anime Werken.

Im großen und ganzen muss man den Fakt akzeptieren, dass diese Serien von vielen(auch von mir) gesehen werden und zurzeit extrem beliebt sind. Aufgrund dessen kann man auf diesem Hype nicht verzichten und versucht es zu halten um so noch möglichst viel Gewinn raus zu holen.
Ich kann mir vorstellen das es auch ein extremer Druck für die Mitarbeiter sein muss, da diesen Hype zu halten und auch die Erwartungen für die Fans zu halten.

Liebe Grüße

Bellgadong-Herr-der-Nodus
Wer sich allein auf seine Kraft verlässt begegnet eines tages einem stärkeren und wird diesen unterlegen sein.

Rechtschreibfehler könnt ihr behalten ;D

Proxer-Hessentreff-Fahne (freue mich über deine Teilnahme)

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Fürs Profilbild geht ein großes Dankeschön an EcchixHunter21 :)

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