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THEMA: Quarantäne

Quarantäne 3 Monate 1 Woche her #835327

Ich habe letztens gelesen, dass in Deutschland an einer Schule Tuberkulose ausgebrochen ist. Dies ist eine Bakterielle Infektion der Lunge, die eigentlich in Deutschland als Ausgerottet gilt. So eine Erkrankung kann eigentlich entweder durch die Migranten oder durch einen Urlauber eingeschleppt worden sein.

In Früheren Zeiten wurde eine sogenannte Quarantäne für Menschen vorgeschrieben, die aus fremden Ländern oder aus Regionen wo eine Krankheit ausgebrochen ist kamen. In letzten Jahren sind nach Europa viele Menschen eingewandert, ohne korrekt gesundheitlich untersucht zu werden und auch viele Urlauber bringen Krankheiten ins Land.

Viele Menschen nehmen die Reise-Informationen und die notwendigen Impfungen für die Reise nicht ernst, was zu gravierenden Gesundheitsproblemen für die hiesige Bevölkerung führen kann.

Wie könnte man solche Probleme in den Griff bekommen. Wäre die Wiedereinführung einer Quarantäne sinnvoll und machbar? Wird die Gefahr, die wir mit Reisen in exotische Länder akzeptieren, nicht unterschätzt?
Letzte Änderung: 3 Monate 1 Woche her von Tssir-De-Macabre.

Quarantäne 3 Monate 1 Woche her #835329

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Was sind für dich denn "exotische" Länder?
Wenn man als Deutsche*r z.B. ein Auslandsjahr während der Schulzeit macht, ist es Voraussetzung, die für die Region notwendigen Impfungen zu erhalten. Für Menschen in prekären Situationen wie z.B. illegalisierten Geflüchteten ist aber eine umfassende medizinische Grundversorgung schon keine Selbstverständlichkeit. Daran sollte mensch eher ansetzen als Menschen in Quarantäne einzusperren aufgrund ihrer Nationalität oder ihres sozio-ökonomischen Status. Wie würde denn überhaupt unterschieden, wer als "krank" gilt bzw wer nicht, und wer in Quarantäne kommt und wer nicht?
Das ist doch Schwachsinn, alle unter dem Vorwand medizinischer Hilfeleistung einzusperren, nur weil sie nicht aus Deutschland kommen und die selben Privilegien in der medizinischen Versorgung haben. Denn das war der Tenor, den ich aus deinem Beitrag herausgehört habe. Wenn mensch sich die menschenunwürdigen Lebensbedingungen anschaut, unter denen Geflüchtete auf ihrem Weg nach Europa und auch in Europa leben müssen, ist es unmöglich, dieser Gruppe an Menschen pauschal die Schuld zuzuschieben und sie zu Sündenböcken für jegliche Ereignisse zu machen.
Letzte Änderung: 3 Monate 1 Woche her von myfairlady.
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Quarantäne 3 Monate 1 Woche her #835331

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Tssir-De-Macabre schrieb:
Dies ist eine Bakterielle Infektion der Lunge, die eigentlich in Deutschland als Ausgerottet gilt.
Die Tuberkulose (kurz Tb, TB, Tbc oder TBC; von lateinisch tuberculum ‚kleine Geschwulst‘) ist eine weltweit verbreitete bakterielle Infektionskrankheit.
Quelle: Wikipeda
So viel zu ausgerottet. Auch wurden über 5k Fälle 2017 gemeldet. Also stelle die Situation nicht dar, als ob die Bösen Asylanten das Zeug nach Deutschland gebracht haben. Auch bei uns in der Schweiz ist die Situation gleich wie in Deutschland und ich behaupte mal frech, wir haben ein besseres Gesundheitssystem als ihr in Deutschland und nehmen weniger Asylanten auf.
Quelle: Wikipedia, Spiegel

Das man Menschen in Asylzentren erst einmal medizinisch Versorgt und ihre Gesundheit prüft sollte von mir aus machbar sein. So können sicher einige Krankheiten erkannt und behandelt werden.

Ich persönlich habe aber Mühe mit der Vorstellung von Quarantäne für Ferienreisenden. Wie stellst du dir eine solche Quarantäne vor? Nehmen wir an Herr und Frau Müller fliegen für zwei Wochen in ein Land wo es noch Tropenkrankheiten gibt und informieren sich nicht, da es recht spontan ist. Deshalb haben sie keine Impfungen gemacht. Willst du die beiden jetzt noch 6-8 Wochen in eine Quarantänestation einsperren? Viele Krankheiten zeigen sich erst nach dieser Zeitspanne, auch so Tuberkulose.
Die Infektion kann meist 6 bis 8 Wochen nach der Übertragung nachgewiesen werden. Dies bedeutet aber nicht, dass man erkrankt ist, sondern nur dass das Immunsystem sich mit dem Erreger auseinandersetzt. Nur etwa 5 bis 10 % der Jugendlichen und Erwachsenen erkranken nach einer Ansteckung. Bei Kleinkindern und Menschen mit ausgeprägter Abwehrschwäche sind es ca. 20 bis 40 %.
Quelle Infektionsschutz Deutschland

Wer bezahlt ihnen dann den Lohn oder müssen sie 10 Wochen Ferien beziehen, sprich unbezahlten Urlaub nehmen, um zwei Wochen Urlaub machen zu können? Oder willst du, wie es früher bei den Lepra Häusern der Fall war, ein Zeichen an die Haustür sprayen und sie dürfen nur in einem Ganzkörperanzug zur Arbeit fahren? Oder direkt die Grenzen dicht machen? So kommt keiner mehr raus und keiner kommt mehr rein.

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Quarantäne 3 Monate 1 Woche her #835338

Dies sollte eine sachliche Diskussion sein. Bitte unterstellt mir nicht dass ich die Migranten für diese Krankheiten verantwortlich mache. Ich mache unsere Reiselust und die Impf-Gegner genauso dafür verantwortlich wie die Migration.

Außerdem wenn man einen Verweis auf einen Wiki-Artikel gibt, solle man ihn ganz lesen. Dort steht es nämlich dass die gestiegene Zahl an Tuberkulose-Erkrankungen seit 2015 in Deutschland durch die erhöhte Zuwanderung bedingt ist. Ich möchte hier aber nicht über die Tuberkulose diskutieren sondern allgemein über die Gefahren für unsere Gesellschaft, die durch Krankheiten und unsere Mobilität entstehen.

Mir ist klar, dass Menschen die aus Kriegs- und Unterentwickelten Regionen kommen, keine vernünftige medizinische Versorgung haben, aber dies macht unsere Verantwortung gegenüber diesen Menschen die wir aufnehmen und auch unserer eigenen Bevölkerung gegenüber umso wichtiger.


Ich möchte Euch daran erinnern, dass vor gar nicht so langer Zeit eine einfache Grippe fast genauso viele Menschen ausgerottet hat wie der ganze Zweite Weltkrieg (die Spanische Grippe hat schätzungsweise 50 Mil. Menschen umgebracht) und das in Zeiten wo es noch nicht so viel Personen-Bewegungen und offene Grenzen gab wie heute.

Oder schaut euch die Pest an, die ganze Landstriche in Europa entvölkert hat.

Auch heute gibt es Krankheiten die wir nicht richtig im Griff haben. Schaut Euch Ebola an. Was glaubt Ihr was passieren würde wenn ein Kranker in eine Großstadt wie New York kommt ohne dass dies bemerkt wird, und einige Tage durch die Gegend läuft. Es kann zu einer Pandemie kommen die viele Millionen Menschen das Leben kosten kann.

Es wird nur selten berichtet, aber es gibt viele Fälle von Krankheiten, welche die Leute aus ihren Urlaubsreisen mitbringen. Bisher sind sie glimpflich verlaufen, aber wir haben diese Mobilität erst seit kurzem. Was glaubt ihr wie lange es dauern wird bis ein wirklich gefährlicher Zwischenfall auftritt.

Es ist auch heute nicht mehr notwendig Menschen für 40 Tage wegzusperren. Da ist zum Glück unsere Medizin weiter als im Mittelalter. Dennoch sollte man die Menschen auf die Gefahr hinweisen und Menschen untersuchen, die solchen Gefahren ausgesetzt waren.

Dies mag für jeden von uns eine gewisse Unbequemlichkeit darstellen, kann aber viele Menschen-Leben retten.

P.S.
Die Quarantäne wird aber auch heute durchgeführt. Versucht mal ein Haustier nach Großbritannien mitzunehmen, dann werdet ihr einiges erleben :-)
Letzte Änderung: 3 Monate 1 Woche her von Tssir-De-Macabre.

Quarantäne 3 Monate 6 Tage her #835425

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Freilli schrieb:
So viel zu ausgerottet. Auch wurden über 5k Fälle 2017 gemeldet. Also stelle die Situation nicht dar, als ob die Bösen Asylanten das Zeug nach Deutschland gebracht haben. Auch bei uns in der Schweiz ist die Situation gleich wie in Deutschland und ich behaupte mal frech, wir haben ein besseres Gesundheitssystem als ihr in Deutschland und nehmen weniger Asylanten auf.

Bis 2015 gingen die Fallzahlen jedes Jahr zurück. Seit 2015 steigen sie und zwar im Schnitt um 30% Da es keine andere plausible Erklärung gibt, stelle ich hierbei eine Korrelation zwischen dem Zuzug aus unterentwickelten Ländern und den steigenden Fallzahlen fest.
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Quarantäne 1 Monat 2 Tage her #836928

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Wenn ich mich recht erinnere, gab es zu der Angelegenheit schon vor Jahren eine Spiegel-Reportage. Demnach haben wir die neuen Tuberkulose-Fälle nicht der Flüchtlingskrise zu verdanken, sondern eher sogenanntem Medizin-Tourismus (vor allem aus der ehemaligen UdSSR).

Das könnte wohl daran liegen, dass man schon ein sehr geschwächtes Immunsystem braucht, um sich überhaupt mit Mycobakterien anstecken zu können. Das hat man entweder durch Unterernährung oder eine vorangegangene HIV-Infektion.

Jetzt schreien natürlich manche Leute "HIV kommt doch auch aus Afrika! Da kommen die Flüchtlinge her!! Und unterernährt sind die auch noch!!! Von den Russen hört man ja nie was über AIDS!!!! Ich seh da 'nen Zusammenhang!!!!!"

Wenn man sich aber vor Augen führt, wie kaputt Menschen durch AIDS werden, ist wirklich erstaunlich, dass es so viele der Leute aus Afrika halb verhungert, ohne funktionierendes Immunsystem und mit einer sich zu blutigem Schleim zersetzenden Lunge teilweise zu Fuß durch Wüsten und Kriegsgebiete schaffen.

Klingt das Plausibel? Eher nicht. Leute, die auf der Reise erkranken, sterben für gewöhnlich. Die stecken hierzulande niemanden mehr an. Nur die körperlich fitten schaffen es von Afrika aus ohne Flugzeug/Schiff bis Europa.

Reisende aus der ehem. UdSSR hingegen kommen für gewöhnlich selten zu Fuß. Meist mit Bus/Auto/Flugzeug und häufig, um sich hier medizinisch versorgen zu lassen, weil sie wenig bis kein Vertrauen in die eigenen Ärzte haben oder es in ihrer Heimat keine Behandlungsoptionen gibt (z.B. soll es schwierig sein, in Russland HIV-Medikamente zu bekommen, weil HIV eine Schwulenseuche ist und in so einem stolzen Land es so etwas nicht gibt/geben darf). Oft haben die Erreger, an denen diese Leute leiden, auch noch zahlreiche Resistenzen durch nicht ordnungsgemäß durchgeführte Antibiotika-Resistenzen (wie sie auch die TBC-Erreger haben, die in D seit einigen Jahren unterwegs sind). Die Infizierten kommen allerdings selten in Quarantäne, weil sie Selbstzahler (quasi privatversichert) sind und man gut zahlende Kunden nicht mit Eingangskontrollen und Isolations-Maßnahmen vergrätzen will.

Ein anderes Einfallstor wären dann noch Bordelle (da kann ich mir aber mMn die weiteren Ausführungen sparen).
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Quarantäne 1 Monat 2 Tage her #836934

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OdinDark schrieb:
Wenn ich mich recht erinnere, gab es zu der Angelegenheit schon vor Jahren eine Spiegel-Reportage. Demnach haben wir die neuen Tuberkulose-Fälle nicht der Flüchtlingskrise zu verdanken, sondern eher sogenanntem Medizin-Tourismus (vor allem aus der ehemaligen UdSSR).

Soso Relotius Reportage... und die ganzen Russen (UdSSR gibts schon seit jahrzehnten nicht mehr) kommen erst seit 2015 auf die Idee sich in Deutschland behandeln zu lassen, und dabei soviele wie möglich anzustecken? Und das können natürlich auch alle Russen mal kurz aus der Portokasse bezahlen =) Weil unser Gesundheitssektor ja so billig ist im Vergleich zum russischen. xD
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Quarantäne 1 Monat 2 Tage her #836939

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@Faf-Kun: Zumindest scheinen unsere Ärzte dort einen sehr guten Ruf zu genießen. Manche verbraten auch mal einen Großteil ihrer Ersparnisse, um sich oder ein Familienmitglied hier behandeln zu lassen. Den Part hab ich auch nicht aus einer Reportage, sondern aus meiner Praktikumszeit an einer Klinik.
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Quarantäne 1 Monat 2 Tage her #836943

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OdinDark schrieb:
@Faf-Kun: Zumindest scheinen unsere Ärzte dort einen sehr guten Ruf zu genießen. Manche verbraten auch mal einen Großteil ihrer Ersparnisse, um sich oder ein Familienmitglied hier behandeln zu lassen. Den Part hab ich auch nicht aus einer Reportage, sondern aus meiner Praktikumszeit an einer Klinik.

Wenn betuchte Russen sich hier ihre Wehwehchen behandeln lassen, ist das eine Sache. Aber solche Leute kommen wohl kaum in Kontakt mit "Armutskrankheiten" aus der 3. Welt.
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Quarantäne 1 Monat 2 Tage her #836945

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Allerdings ist nicht jeder dieser Patienten automatisch betucht - und die Vermögensverhältnisse ausländischer Patienten sind ohnehin nebensächlich.

Zu den Fakten: Die wirklich problematischen TBC-Fälle sind solche mit Resistenzen. Darüber berichtete das Deutsche Ärzteblatt bereits 2010 (www.aerzteblatt.de/pdf.asp?id=67255). Der Artikel enthält zudem eine Tabelle mit der Häufigkeit von antibiotikaresistenten Keimen in den jeweiligen Ländern. Zwar hatten wir lt. RKI seit 2015/16 einen enormen Zuwachs an TBC-Fällen insgesamt, allerdings spricht mMn die relativ große Häufigkeit von Resistenzen dagegen, dass wir Flüchtlinge aus Afrika dafür verantwortlich machen können: 12,4% der isolierten Erreger wiesen Resistenzen auf. Verglichen mit den Zahlen aus dem Deutschen Ärzteblatt zur Häufigkeit solcher Resistenzen: Somalia <6%; Russ. Föderation 13%.
Laut RKI (www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten...-bereiten-sorge.html) kamen zwar relativ viele Infizierte aus Somalia/Eritrea, jedoch muss man nicht Mathe studiert haben, um festzustellen, dass die Haufigkeit von Resistenzen in unserer Patientenpopulation nicht ganz zur Resistenzlage in Somalia passt.
Zudem weist das RKI darauf hin, dass ungefähr jeder fünfte Patient aus der ehem. UdSSR, der 2017 in D behandelt wurde, solche resistenten TBC-Erreger hatte.
Kann man also sagen, dass eine Korrelation zwischen der Zahl Geflüchteter und TBC-Fällen besteht, auch wenn die Häufigkeit von Resistenzen deutlich von der Quote abweicht, die für Erreger im Herkunftsland der Geflüchteten typisch ist?

Edit:
Erst mal sorry, dass der erste Teil am eigentlichen Thema vorbei ging.

Quarantäne sollte es mMn durchaus wieder geben. Allerdings in erster Linie für's Gepäck der Reisenden. Denn anscheinend hatten sich Reisende in den letzten Jahren v.a. in Nordamerika Bettwanzen eingefangen und unwissentlich auf der halben Welt verteilt. Was die Reisenden selbst angeht, würde ich die Visa-Vergabe an ein aktuelles in Deutschland anerkanntes Gesundheitszeugnis knüpfen sowie deutsche Fernreisende nach ihrer Rückkehr zum Amtsarzt schicken.
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Quarantäne 1 Monat 1 Tag her #836959

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Werd nur ein paar Gedanken mal dazu aufschreiben.
War beruflich viel in der Welt unterwegs. Musste mich deswegen Gesundheitlich vorbereiten und dem Arbeitgeber nachweisen, dass ich a. Gesund bin und b. einen kompletten Impfstatus habe (darunter auch Gelbfieber, um afrikanische Länder zu bereisen). Nachdem ich solche bereist habe, wird auch regelmäßig und je Auftrag von Arzt eine Nachuntersuchung durchgeführt.

Die Problemzielgruppe, die Krankheiten verschleppen können, sind Personen mit einer Immunschwäche (Kinder, Ältere, HIV,...). Diese können ausgerottete Krankheiten wie Tuberkulose mit sich führen und andere damit Immunschwächere anstecken (wie in Altersheimen, Schulen und Kindergärten). Ich halte eine Quarantäne auf Flughäfen für schwierig, das der Durchlauf einfach zu groß ist und eine Kontrolle gegen ein persönliches Recht verstößt. (Ich weiss grad nicht welches, aber ist das selbe, das Polizisten eigentlich nicht einfach in der Verkehrskontrolle ein Drogentest durchführen dürfen). Allerdings wird es wahrscheinlich eingeführt, wenn es sich um eine hochansteckende Krankheit mir einer hohen Sterbensrate sich handelt. Wie bei Ebola.

Flüchtlinge sind ein besonders hohe Risikogruppe. Besonders durch die Strapazen und Stress, den sie auf der Flucht ausgesetzt sind, macht sie Infektanfälliger und durch die fehlende medizinische Möglichkeiten in deren Land (Impfungen, Vorsorgebehandlungen,...). Es wird auch stichprobenartig in den Flüchtlingslagern nach Krankheiten getestet, aber es gibt Personen, die evolutionsbedingt keine Symptome zeigen. In afrikanischen Länder gibt es Leute, die tragen das HIV in sich, aber es bricht nicht aus, weil sie schon eine Resistenz dagegen aufgebaut haben oder Leute mit der Blutkrankheit Thaläsämie haben ne deutlich höhere Überlebenschance gegen die Malariakrankheit.
Diese Leute können unbemerkt die Krankheit in die EU bringen.

Ich habe damals auch Zivile Hilfsorganisationen in Kooperation mit den Militär fotografisch begleitet, wo Sie solche Szenarien in Lagern beübt haben für den möglichen Realeinsatz. (z.B. Choleraausbruch in einen Flüchtlingslager oder Krankheitsausbruch auf einen Schiff, wo sich Schiffsbrüchige Flüchtlinge sich befinden). Die Themen und Übungen sind heute und werden immernoch ganz großes Thema sein.

Letztens war ein großes Thema, das Deutschland durch die klimatischen Änderungen, eine neue "Plage" von tropischen Zecken haben (Besonders in den neuen Bundesländern). Diese werden z.B. durch Zugvögel ins Land gebracht und begünstig durch das wärmere Klima fühlen sich die tropischen Zecken sich hier sauwohl und bringen unter anderen neue Krankheiten nach Deutschland.
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