THEMA: Club der Alternativen Lebensformen und Politik

Club der Alternativen Lebensformen und Politik 5 Jahre 3 Monate her #635699

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Guten Abend die Herrschaften

Ich möchte mich hier bei den Gedankenspielereien anschliessen.

Kurz zu meiner Person. Ich lebe in der Schweiz, kroatischer Herkunft. Mein Leben bestand zum grössten Teil nur aus Fussball. Ich habe mir lange Zeit keine Gedanken über die Zukunft und die Welt gemacht, da ich einfach nur gute Noten ablieferte und sonst meine ganze Leidenschaft in der Fussball-Auswahl meiner Region einsetzte, was meine Freizeit vollkommen vereinnahmte.

Die politische Ader hatte ich praktisch seit der Pubertät, da ich, wie manch ein Nachbar, aus ehemaligen Ländern der Jugoslawischen Republik komme. Lange Zeit hatte auch ich keine Meinung, habe mich aber immer für die Historik interessiert. Das Thema wurde generell gemieden, da jeder für die Standpunkte seiner Nation eintrat und es sonst meist Unstimmigkeiten gab, was oft zum Hochkochen von Emotionen führte was eine sachliche Diskussion verunmöglichte.

Denn der Konflikt und die damit verbundenen Vorurteile sind immer noch "frisch" in den Köpfen der letzten Generation und werden meiner Meinung nach auch oft unreflektiert und sehr populistisch befangen nach "gut-böse"- Schemata an die zukünftigen Generationen weitergegeben.

Da habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, wenigstens im kleinsten Kreise immer für meine Ansicht durch Argumentation zu werben, was mich dazu führte in der Schule spezifische Literatur für meine Literaturarbeit im Gymnasium zu lesen, damit ich jede Behauptung, welche meiner Auffassung widersprach, schnell widerlegen konnte.


Versteht mich jedoch nicht falsch, vom Typ her war ich ein Anti-Streber, der immer zu den angesagten Jungs gehörte und das Lesen sonst auch immer abgrundtief hasste. Für mich war es einfach reinste Zeitverschwendung. Als ich mich aber langsam der Uni zuwandte, machte es mir immer weniger aus zu lesen, heute geniesse ich es und halte es für zwingend notwendig belesen zu sein, falls man für irgendeine Meinung oder Weltansicht einstehen möchte.


Heute studiere ich Jura, aber beschäftige mich nebenbei auch gerne mit (Geo-)Politik, Philosophie, Wirtschaft, Energie, Sport.
Ich habe mich bis heute nie für irgendeine Partei interessiert oder an Diskussionsrunden in Schulen etc. beteiligt, werde mich aber nach bestandenen Prüfungen bei einer Jus-Studenten-Vereinigung beteiligen.



P.S. Psycho-Pass war ein Muss für mich , cheers
Letzte Änderung: 5 Jahre 3 Monate her von SeanPhil.
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Club der Alternativen Lebensformen und Politik 4 Jahre 9 Monate her #678814

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Prolog

Wie ein Phönix aus der Asche,
dem Gefieder golden gleich,
erhebe ich mich nach langer Zeit,
aus der mir genehmen Schweigsamkeit.
So beugt euch nun, ihr Muggelkinder,
vor des Füßen Mitbegründer!


Nach einer aus meiner Sicht gelungenen Selbstinszenierung, der es weder an Epik noch an Polemik fehlte, halte ich es für meine Pflicht euch gegenüber, nichts zu tun. Doch als großzügiger Mensch, der ich nun mal bin, möcht ich gewillt sein, das Eis zu brechen und euch vor der Vernichtung zu retten, wie einst Prometheus es tat, in dem er der Sonne das Feuer stahl. Für die längst überfällige Diskussion möchte ich zu Beginn meines Beitrages ein Zitat von René Descartes anführen, von dem ich weiß, dass es hier im Club mindestens Mia - wenn nicht sogar noch andere - kennen:
Ego cogito, ergo sum - „Ich denke, also bin ich.“
Nehmen wir also einfach mal an, ich würde in genau diesem Moment denken, ich existiere nicht (oder schwächer formuliert: ich bezweifle meine eigene Existenz). Demnach denke ich, dass ich nicht existiere, doch gerade weil ich das denke, muss es ein Ich geben, dass zumindest an sich selbst und damit verbunden an dessen Existenz gedacht hat. Ob in der Zwischenzeit mein präsentes, in Gedanken versunkenes Ich unterwegs einem Individuum begegnet, dass ein bisschen weniger als der Durchschnitt dieser Community sich an soziale Normen gebunden sieht und Blut für eine schöne Farbe hält, die am besten nackt von einem schrillen Gelächter im Zwielicht einer dunklen Gasse begleitet wird, ist dann wieder eine andere Sache. Allerdings hat Descartes bei seiner Aussage, die er irgendwann im 17. Jahrhundert einer längeren Arbeit zugrundelegte, nicht daran gedacht, dass durch Manipulation einer zweite Kraft das Denken beeinflusst werden könnte. Prinzipiell ist das nicht ausgeschlossen und jeder kann ab dieser Stelle für sich selbst entscheiden, in weit er jenen Theorien, die diese Richtung einschlagen, glauben schenken will. Mit Gewissheit darüber aussagen lässt nämlich erst, wenn eben diese widerlegt sind, doch selbst dann findet der Skeptizismus Nährboden für weitere Argumente.

Wirtschaft
Die erste Frage, die mir bei diesem Wort durch den Kopf schoss ist, wie wir dieses Thema am besten beleuchten könnten. Eine umfassende Erörterung der Wirtschaftskrise ist zu zeitaufwändig und ich sehe jetzt schon, dass sich kaum jemand diesem gewaltigen Unterfangen mit konstruktiven Texten, die über das eigene Halbwissen hinausgehen, anschließen würde. Um zu prüfen, ob hier noch Interesse in irgendeiner Form besteht, schlage ich vor, über zum Thema relevante Zeitungsartikel zu diskutieren. Aus der New York Times fand ich zum Beispiel diesen Artikel ganz interessant, zumal sich die Problemstellung (falls es sich um eine handelt?) auf alle anderen Länder mit nennenswerten Firmen übertragen lässt.
Mir aber scheint, dass es bis zuletzt ein allgemeines Interesse zum Thema Religionen gegeben hat. Eventuell könnte das Thema auch der Wirtschaft vorgezogen werden, wobei ich hier die Gefahr sehe, schlechten Diskussionen Einzug zu gebieten, da sich hier nur schwer rationale Argumente finden lassen. Die Existenz Gottes oder mehrerer Gottheiten ist zum Beispiel nicht gerade mein bevorzugtes milieu ambiant. (Was nicht heißt, dass ich dem grundsätzlich mit Abneigung gegenüberstehe. Die Bibel halte ich für ein tolles Märchenbuch, wobei die Geschichte hinter den japanische Gottheiten meines Erachtens nach um einiges interessanter und sprachlich schöner verpackt ist)

Ehe ich es vergesse: Ein etwas verspätetes Hallo an die neuen (alten) Mitglieder SeanPhil und Majikthise.
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Club der Alternativen Lebensformen und Politik 4 Jahre 9 Monate her #679347

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Wir leben alle unter dem gleichen Himmel ,haben aber nicht alle den gleichen Horizont.

So meine Einleitung .Hierbei habe ich das Zitat eines Helden,so wie auch Politikers und freiberuflich Ehemanns gewählt.Konrad Adenauer .

Etwas zu meiner Person ...

14 ,Schüler der 10ten Klasse eines Gymnasiums (nach den Ferien) politisch interessiert und fasziniert.
Liebe die Fotographie und Anime .



Morgen früh werde ich dann auch in die Diskussionen mit einsteigen *o-8)* .

Ich wollte fragen ,ob die Ts - Disskusionen eigentlich noch stattfinden?Der leader war ja eine Weile schon inaktiv auf proxer ? *o-büde*


Gute n8 an die ,welche noch wach sind und Lg vom neusten und villeicht auch jüngsten Mitglied ...Akise-kun1


Ich werde das Thema Schulsystem aus meiner Sicht (Sicht eines Schülers hinterfragen) und im Laufe meiner Argumentation (Hitze und Urzeitwegen) eine recht primitive Lösung vorschlagen.

Zu Beginn einer Lösung steht immer ein Problem :

Doch was ist eigentlich das Problem ?

Wir Schüler/innen differenzieren in 2 Probleme .

Kommen wir zum ersten.

Die Vielfältigkeit der Fächer.
Ich habe 13 Fächer :
Mathe
Deutsch
Englisch
Latein
Nwt
Physisk
Chemie
Biologie
Ethik
Sport
BK
Geschichte
Gk

Diese unterscheiden die Schüler wie folgt:

Begabungsfächer:Sport,Bk,Musik
Lernfächer :Bio,Ethik,Gk,Geschichte,Latein,Englisch,Deutsch.
Verständnisfächer:Physik,Chemie,Mathe

Diese werden so unterschieden ,da man talentiert sein muss ,um gut in einem oder mehreren der Begabungsfächer gut zu sein .
ein gutes Gedächtnis haben muss,um gut in einem oder mehreren der Lernfächer gut zu sein.
ein hohes Verständnis haben muss,um gut in den Verständnisfächern zu sein.
Schüler sind auch nur Menschen und darum an sich verschieden :
Die einen sind besser in Lernfächern(Aufgrund eines guten Gedächtnis),die anderen sind besser in Verständnisfächern (Aufgrund höherer Intelligenz oder was dazu nunmal ausschlaggebend ist)
Hier sehe ich auch schon das erste Problem ...jeder Schüler sollte die gleichen Möglichkeiten haben/erhalten gute Noten in allen Fächern zu bekommen.Idem ius omnibus (gleiches Recht für alle!)

Kommen wir zum 2ten Problem :

Als ich in die 5te Klasse kam,sagte meine Direktorin während der Eröffnungsrede :

Der Spaß ist nun vorbei und der Ernst des Lebens beginnt.

Kann man einen 9 Jährigen so ins kalte Wasser hüpfen lassen?
Ich schrieb schlechte Noten ,was daran lag ,dass ich es nicht gewohnt war auf Arbeiten zu lernen,da die Grundschule zuuu einfach war.
Nun da ich in der weiterführenden Schule war ,musste ich mich ins Zeug legen,worauf ich jedoch nicht vorbereitet bin.

Und das dritte und somit letzte Problem ,was mir als Schüler immer wieder auffält...

Ich komme in eine neue Stufe und werde in manchen Fächern besser in anderen schlechter ...
Liegt das an meinem Arbeitsaufwand ?
Liegt das an meiner Diziplin ?
Nein es liegt am Lehrer ...

Viele Erwachsene sagen,man solle Erwachsen werden und nicht immer alles auf andere schieben wie in diesem Fall auf die Lehrer...
In solchen Fällen denke ich mir nur :.. Werdet ihr erstmal Erwachsen und schiebt nicht alles auf uns ?!.
Wie kann es sein ,dass ich unter Aufwendung gleich vieler Lernstunden unter gleich großer Mühe um das Lösen von Hausaufgaben,und den gleichen Notizen (dem gleichen Zuhören) im Unterricht in NWT um 2 Noten schlechter werde ?
Es liegt schlichtweg am Lehrer .
Meine Klasse an sich eine sehr Mathebegabte Klasse hatte dieses Jahr ,Schnitte von 4,2 ,was am Lehrer lag.
Manche Lehrer ,können einfach nicht erklären.
Vorallem in Fächern wie ...Mathe,Physik;Chemie sollten die Lehrer viel Zeit in das ERKLÄREN investieren.
Und die mündlichen Noten,welche in manchen Fächern 1/2 in anderen 1/3 in anderen 2/3 zählen,sind auch abhängig vom Lehrer.
Lehrer haben verschiedene Anforderungen an die Schüler,wenn es um das mündliche geht und den Anforderungen mancher Lehrer,kann man einfach nicht gerecht werden!


Nun gut kommen wir zum letzten Problem ....
Keine Zeit für Hobbys und für Schlaf .
Ich schlafe als Schüler im Schnitt 6H am Tag,weil ich von 6 Uhr morgens bis manchmal 6 Uhr abends in der Schule bin ,dann nach Hause komme ,bis um 8 Hausaufgaben machen muss ,um dann bin 12 auf eine Arbeit ,welche am darauffolgendem Tag geschrieben wird zu lernen.
Ich bin 14 und ein Blutnachweis bei mir würde ca so aussehen *o-gj*

Blut 100%
davon 10% declophenac
30% Ibuprofen
20% Paracetamol
40& Aspirin
,ob das so gesund ist ,...naja *o-heul*


Kommen wir zu der von mir angekündigten Lösungsmethode :

Ich würde die Grundschule bis zur 7 Klasse gehen lassen ,wobei die ersten 2 Jahre noch recht einfach gestaltet sind ,so wie jetzt auch(Kind muss ja auch mal Kind sein dürfen) und dann weitere 5 Jahre den Stoff die Kinder pauken lassen.

Während der 7.Klasse erstellen Lehrer ,Profile der Schüler an welchen abzulesen ist ,welche Art von Schüler dieser ist ...ob eher der Gedächnistyp oder der Verständnis-typ.

Das jetzige System weist ja sowieso keine Probleme in Sachen Begabungsfächer auf ,da die Lehrer bei Schnitten wie 3,9 oft noch die 3 geben und diese nicht Versetzungsrelevant sind .

Lehrer sollten einen strickteren Plan haben ,welchen sie einhalten müseen und eindeutig weniger Spielraum haben!.
Das Thema Kopfschmerzen und Schmerzmittel war eigentlich nur Spaß :D


Auf Fehler würde ich ganz gerne in einem freundlichen Umgangston hingewiesen werden...
Aus den 2 Fehlern des Schulsystems wurden dann doch 3 *o-DX*
Lg;Akise-kun1 *o-toohappy*


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Club der Alternativen Lebensformen und Politik 4 Jahre 9 Monate her #680257

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あきせくん
Weil es für mich schon wieder so spät geworden ist und wir uns schon einigermaßen aus dem PM-Verkehr kennen, überspringe ich mit einer in Eile geratenen Skrupellosigkeit deine Vorstellung und komme gleich auf deinen Kernbeitrag zu sprechen:
Ich wollte fragen,ob die TS-Disskusionen eigentlich noch stattfinden? Der Leader war ja eine Weile schon inaktiv auf Proxer?
Die TS-Runden sind an sich genommen nicht an dem Club-Leiter gebunden. Da aber wegen der Inaktivität von so ziemlich fast jeden anderen Clubmitglied es nur wenig Nutzen bringen würde, zu zweit eine Diskussion zu eröffnen, schlage ich vor, diesen Aspekt der Arbeit auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Bisweilen können wir unsere Wortgefechte auch hier austragen. Eine für dich unangenehme Folge, die aus der Abwesenheit von カイトさま für dich entsteht ist, dass du im Startpost nicht als Mitglied aufgeführt wirst. Zum Glück weißt aber Lodrahil Bescheid, sofern er es nicht vergisst *hust*

Wir SchülerInnen differenzieren zwischen 2 Probleme.
Weil wir die beiden einzigen mathematikbegeisterte Mitglieder des Clubs sind, obliegt es unserer Pflicht, auf eine genaue Ausdrucksweise zu achten. Zunächst einmal ist es im Allgemeinen riskant, Aussagen zu treffen und dabei gleichzeitig zu behaupten, dass alle Schüler diese Meinung vertreten würden. Solange du nicht beweisen kannst, dass es sich auch so verhält, ist deine Aussage allenfalls nur vielleicht richtig. Als Kontrahent müsste ich dir nur ein Gegenbeispiel vorlegen, um deine gesamte Argumentation als falsch zu erklären, weil im folgenden sich alles auf diesen Satz zurückführen lässt. (Kleine Randbemerkung: Es sind die mathematischen Sätze die schönsten, welche am wenigsten verlangen und am meisten erbringen. Das ist eine Philosophie, die auch in der Rhetorik beherzigen solltest.)
Die Idee, Fächern in Kategorien einzuteilen, ist gar nicht so abwegig, aber trotzdem gefährlich. Selber ertappe ich mich gelegentlich auch dabei, gleiches zu tun, obwohl es dieses Schwarz-Weiß denken in der Realität nur gibt, um sich im Nachhinein die eigenen Schwächen schön zureden.
In der Einleitung zu Zahlentheorie für Einsteiger1 heißt es:

"Von der Mathematik habe ich noch nie etwas verstanden!" Wann immer wir Mathematiker uns als Mathematiker zu erkennen geben, wird uns diese freimütige Bekenntnis der Ignoranz serviert, meist im Tonfall der Genugtuung und mit der Gebärde des Triumphes, so als ob man sich damit in die Gemeinschaft der normalen Menschen einreiht, denen eine menschliche Seele innewohnt und ein warmes Herz in der Brust schlägt.
An der Mathematik liegt es nicht, dass sie in so einer misslichen Lage steht. Wer ihr im echten Sinne begegnet ist, weiß, dass sie eine Welt der Wunder und der Schönheiten ist, und wird sich vor dem obigen Ausruf ebenfalls so verfahrne wie vor stolzem Bekenntnis, nicht zu wissen, wer Beethoven ist. So muss es wohl an der Art liegen, wie sie unterrichtet wird, die Mathematik. (...)


Auf Schulniveau von Talent zu sprechen ist in den meisten Fällen eine vorschnelle Annahme. Um in Mathematikunterricht der n-ten Klasse eine anständige Note zu erreichen, sind lediglich drei Dinge von Nöten:

- Ein guter Lehrer (Definition hierfür wurde, wenn ich mich nicht irre, in der Vergangenheit im Club erbracht)
- Die Zeit, auch Zuhause für Mathe zu lernen (die einen brauchen mehr, die anderen weniger, verstehen tuen es aber am Ende alle - vorausgesetzt, man kapituliert nicht aus Frustration)
- Schreibutensilien

Dabei ein guter Lehrer die Klasse unterrichtet, mag eine notwendige Bedingung dafür sein, eine ebenso gute Note zu erhalten. Allerdings lassen sich allein aus den letzten beiden hinreichenden Bedingungen die Grundlage für ein solides mathematisches Verständnis schaffen. Die meisten Schüler wissen gar nicht, dass man sich im späteren Mathematik-Studium fast gänzlich alles selbst beibringen muss, wobei es zu Beginn mehr dem Prozess der Gewöhnung als dem des Verständnisses gleicht. Und bis zu einem bestimmten Grad ist auch nicht überdurchschnittlich viel Intelligenz notwendig, sondern eher die Ausdauer und Zeit, mit der man sich dem Stoffe widmet. Ärgerlich ist es manchen des Durchschnitts wegen, aber hey, wenn die Welt perfekt und gerecht wäre, gäbe es diesen Club erst gar nicht. Aber zurück zu deinem Text
Begabungsfächer: Sport, Bildende Kunst, Musik
Lernfächer: Biologie, Ethik, Geographie, Geschichte, Latein, Englisch, Deutsch
Verständnisfächer: Physik, Chemie, Mathematik
Dir ist schon aufgefallen, dass du (wenn man von Sport absieht) die Einteilung zwischen den musischen, geisteswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Fächern beibehalten hast? Wie oben beschrieben ist es möglich, dass in der Schule zum Beispiel Kunst kein Begabungsfach sein muss! Perspektivisches Zeichnen ist auch mit zwei linken Händen möglich, Noten lesen in Musik sind ebenfalls weit von Begabung entfernt. Wie ein Weltklasse-Pianist das Klavier zu beherrschen oder wie Claude Monet fantastische Bilder herbeizaubern verlangt kein Lehrer. Letztendlich sind es alle Lernfächer, bei denen jeder früher oder später seinen Schwerpunkt in einer oder mehreren der von mir beschriebenen Kategorien legt, während die anderen gerne verschmäht werden.
Wie kann es sein, dass ich unter Aufwendung gleich vieler Lernstunden unter gleich großer Mühe um das Lösen von Hausaufgaben,und den gleichen Notizen (dem gleichen Zuhören) im Unterricht in NWT um 2 Noten schlechter werde?
Ganz einfach: Jeder weiter man voranschreitet, desto schwieriger wird die Thematik, und umso mehr Zeit muss zum Verständnis der Probleme investiert werden, vor allem dann, wenn es vorher schon Wissenslücken gab. Fortschritt bedeutet, seine Anstrengungen zu vervielfachen. Ansonsten wirst du an einen Punkt gelangen, an dem es nicht oder nur sehr langsam weitergeht. Die Gesellschaft tendiert dazu, Sprüche wie Der Spaß ist nun vorbei und der Ernst des Lebens beginnt den Kindern immer früher vorzutragen. Wir leben nun mal in einer Leistungsgesellschaft, die uns all die Annehmlichkeiten des modernen Lebens kosten lassen. Eine Reaktion darauf, dass das Leben im Verhältnis zu dem, was zu wissen lohnenswert und wichtig ist, zunehmends abnimmt. Wie die Probleme der Zukunft stetig komplizierter und umfangreicher werden, so auch die Ausbildung des Menschen.
Oh man, ich bin nicht ansatzweise auf alles zu sprechen gekommen, doch den Rest magst du aus meinen Beiträgen der Vergangenheit entnehmen. Mich dünkt, dass du dort finden wirst, was du suchst.


Zu deinem Text im stilistischen Sinne:
1.) Verwende Absätze nur so, um neue Gedankenschritte einzuleiten. Optional steht es dir frei, stattdessen eine Überleitung zu formulieren, die möglichst fernab von Phrasen wie Und jetzt komme ich zu (...) liegen.
2.) Anstelle der Smileys verwende lieber Wörter, um deinen Gefühlen ausdruck zu verleihen.
3.) Zeichensetzung stimmt noch nicht überall.
4.) Sei selbst dein größter Kritiker und hab Spaß am schreiben! Das war's auch schon (:

1: geschrieben von Andreas Bartholomé, Josef Rung und Hans Kern (3. Auflage im viewig Verlag, erschien erstmals in Mai 2001 in Deutschland)
Letzte Änderung: 4 Jahre 9 Monate her von Carl-Friedrich-Gauss.
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Club der Alternativen Lebensformen und Politik 4 Jahre 9 Monate her #680259

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Danke für die Kritik .
Ich stimme dir zwar nicht in allen Punkten zu ,was aber auch nicht Notwendig ist :).
Du hast eine andere Sichtweise der Sache .
Dein Lost lässt darauf schließen ,dass du Schüler an sich für faul hälst ,was aber in unserer Leistungsorientierten Gesellschaft gar nicht mehr möglich ist .Ich habe nicht einen Tag miterlebt ,an dem kein einziger übermüdet war ,weil er die Nacht durchlernen musste .
Natürlich arbeiten wir auch zu Hause weiter....wir haben nur manchmal das Problem das es einfach zu viel ist TCP .
Ich kann nicht zu Hause (wo ich im Schnitt um 4 ankomme) Zeit zum vertiefen nachholen ...wenn ich das jeden Tag mit jedem Fach machen würde ...hätte ich echt gar keine Schlaf mehr ;).
Klar wir jahr für jahr das Fach schwerer ...Aber auch die Schüler werden von Jahr zu Jahr intelligenter ...so halte ich es für angebracht .Ich wurde ja nicht in allen Fächern schlechter ...in manchen habe ich mich verbessert auch unter Anwendung gleicher Mühe ...
TCP sei nicht auch du dazu geneigt den Schülern schlechte Noten in die Schuhe zu schieben !
Lg;Akise-kun
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Club der Alternativen Lebensformen und Politik 4 Jahre 9 Monate her #681596

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@TCP

Tja so ein tolles Einstiegsgedicht wie du hab ich leider nicht auf Lager. Also klau ich mir einfach was von dir.
Ich denke, also hier bin ich.

Oder so ähnlich,...
Dem Originalzitat von René WerAuchImmerManHatDasHaltMalIrgendwoGehört kann ich zustimmen. Das eine unbekannte Macht mich und meine Gedanken steuert, halte ich für abwegig und ist in meinen Augen eher ein Versuch seine Eigenverantwortung auf jemand anderes zu übertragen. Selbst wenn es so wäre, könnte man nichts dagegen tun (schließlich wird man ja gesteuert), also wieso unnötig viele Gedanken dran verschwenden.

Um es mal Plump auszudrücken: Wirtschaft juckt mich grade nicht.
Religion ist an sich ein spannendes Thema, wäre aber vermutlich interessanter wenn wir einen Pfarrer oder Theologen hier hätten.
Ist zwar eine reine Vermutung, aber ich würde sagen dass hier die wenigsten religiös sind.
Ich selber bin religiös indifferenziert, was heißt, dass ich zwar nicht an Gott glaube, ihn aber auch nicht verleugne (was Atheisten tun). Generel habe ich das Gefühl, das für viele Atheisten die Wissenschaft zur Ersatzreligion geworden ist...


@Akise-kun1
So ein verspätetes Hallo von mir, ab jetzt darfst du ganz offiziel hier im Club schreiben.

Inwiefern ist Adenauer für dich ein Held?
Nun ja so wirklich stattgefunden haben die Ts-Diskussionen genau einmal. Danach waren immer nur TCP und ich da, weswegen wir es auch recht schnell eingestellt hatten.
Mit dem Thema Schule sind wir wie TCP schon gesagt hat eigentlich durch.
Ich schlafe als Schüler im Schnitt 6H am Tag,weil ich von 6 Uhr morgens bis manchmal 6 Uhr abends in der Schule bin ,dann nach Hause komme ,bis um 8 Hausaufgaben machen muss ,um dann bin 12 auf eine Arbeit ,welche am darauffolgendem Tag geschrieben wird zu lernen.
Boa und ich fands schon schrecklich als sie uns 3mal Nachmittagsschule (bis 4 meistens) pro Woche eingeführt hatten. Glaube nicht das ich jemals nach 17 Uhr noch Hausaufgaben gemacht hab. Hätte von der Konzentration her eh nicht funktioniert. TCP hat mal von nem ähnlichen Schulalltag erzählt. Ihr tut mir irgendwie leid.
TCP schrieb:
Die Gesellschaft tendiert dazu, Sprüche wie Der Spaß ist nun vorbei und der Ernst des Lebens beginnt den Kindern immer früher vorzutragen.
Vielleicht wär Erwachsen werden ein gutes Thema? Ist mir nur spontan dazu in den Sinn gekommen.
Was denkt ihr gehört zum Erwachsensein dazu?
Akise schrieb:
Dein Lost lässt darauf schließen ,dass du Schüler an sich für faul hälst ,was aber in unserer Leistungsorientierten Gesellschaft gar nicht mehr möglich ist .Ich habe nicht einen Tag miterlebt ,an dem kein einziger übermüdet war ,weil er die Nacht durchlernen musste .
Ich glaub im Vergleich zu TCP sind wir alle stinkfaule Hunde ^^ Nur so ne Vermutung...
Warum lernst du am Tag davor? Am Wochenende hat man doch viel mehr Zeit und man ist am Tag der Arbeit nicht so unausgeschlafen.
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Club der Alternativen Lebensformen und Politik 4 Jahre 4 Monate her #719383

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@Sean Phil Hey na, und wie läuft da Studium? Hast du dich schon der Jus-Studis-Vereinigung angeschlossen?

Ich find Jura auch ganz interessant, aber die Jurastudenten, die ich bisher kennenlernen durfte ehh.. xD So Martini-/Weintrinker, die nur über sich selbst geredet haben :O Hoffe du kannst das Bild wieder richten. ;)

Was fandest du an Psycho Pass gut? Gab es Stellen im Anime, die dich besonders zum Nachdenken gebracht haben? Ich denke, dass sich da einige rechtliche Konsequenzen aus dem Anime durchaus auf unseren Alltag übertragen lassen. Zum Beispiel die Dinge, die wir unter rechtkräftig und rechtswidrig einsortieren wie unser Verständnis von Verbrechen und Anpassungsfähigkeit.

@Akise-kun1
Diese werden so unterschieden ,da man talentiert sein muss ,um gut in einem oder mehreren der Begabungsfächer gut zu sein .
ein gutes Gedächtnis haben muss,um gut in einem oder mehreren der Lernfächer gut zu sein.
ein hohes Verständnis haben muss,um gut in den Verständnisfächern zu sein.
Schüler sind auch nur Menschen und darum an sich verschieden :
Die einen sind besser in Lernfächern(Aufgrund eines guten Gedächtnis),die anderen sind besser in Verständnisfächern (Aufgrund höherer Intelligenz oder was dazu nunmal ausschlaggebend ist)
Hier sehe ich auch schon das erste Problem ...jeder Schüler sollte die gleichen Möglichkeiten haben/erhalten gute Noten in allen Fächern zu bekommen.Idem ius omnibus (gleiches Recht für alle!)

Es sind eigentlich die gleichen Möglichkeiten für alle. Zudem, die Menschen, die intelligent sind, die sind entweder Schulverweigerer oder in allen Fächern gut.
Sport zB. kann man viel mit Training ausgleichen, Kunst kann man viel ausgleichen, indem man das zeichnet, was der Lehrer verlangt...etc.
Jemand der Probleme hat zu lernen, der kann vieles mit Wiederholung ausgleichen. Verständnisfächer hilft Nachhilfe, indem man die Lerninhalte auf das eigene angemessene Niveau dekodieren lässt. (Das ist nicht beleidigend gemeint.)

Und das dritte und somit letzte Problem ,was mir als Schüler immer wieder auffält...
Ich komme in eine neue Stufe und werde in manchen Fächern besser in anderen schlechter ...
Liegt das an meinem Arbeitsaufwand ?
Liegt das an meiner Diziplin ?
Nein es liegt am Lehrer ...

Kann ich so bestätigen. Ich hatte in einem Fach im Abizeugnis einen Unterschied von 8Punkten nur weil ich im ersten Semester eine andere Lehrerin hatte.
Viele Erwachsene sagen,man solle Erwachsen werden und nicht immer alles auf andere schieben wie in diesem Fall auf die Lehrer...
In solchen Fällen denke ich mir nur :.. Werdet ihr erstmal Erwachsen und schiebt nicht alles auf uns ?!.
Wie kann es sein ,dass ich unter Aufwendung gleich vieler Lernstunden unter gleich großer Mühe um das Lösen von Hausaufgaben,und den gleichen Notizen (dem gleichen Zuhören) im Unterricht in NWT um 2 Noten schlechter werde ?
Es liegt schlichtweg am Lehrer .
Meine Klasse an sich eine sehr Mathebegabte Klasse hatte dieses Jahr ,Schnitte von 4,2 ,was am Lehrer lag.
Manche Lehrer ,können einfach nicht erklären.
Vorallem in Fächern wie ...Mathe,Physik;Chemie sollten die Lehrer viel Zeit in das ERKLÄREN investieren.
Und die mündlichen Noten,welche in manchen Fächern 1/2 in anderen 1/3 in anderen 2/3 zählen,sind auch abhängig vom Lehrer.
Lehrer haben verschiedene Anforderungen an die Schüler,wenn es um das mündliche geht und den Anforderungen mancher Lehrer,kann man einfach nicht gerecht werden!
Naja, es gibt solche und solche. Es lohnt sich zum Lehrer zu gehen und mal nachzufragen was die Anforderungen sind und sich das, was man falsch macht genau erklären zu lassen.

@TCP .. Deine Beiträge sind wie Balsam für meine zarte Seele. Ich hab heut mehrere Stunden gelernt, mein Hirn ist Matsch! GANZ VIEL MATSCH! Wie schaffst du das nur, mir wurde richtig schwindelig, konnte kaum noch stehen und in meinem Gehirn schien es als würden sich die Informationen aus der letzten Vorlesung eigenmächtig vermehren in meinem Hirn bis es durch ihre Vielzahl zum Platzen gebracht wurde.

PS. Oh man, wie mir im Alltag immer auffällt, wie ich dich vermisse, ich es aber trotzdem nie auf die Reihe kriege dir zu schreiben. V_V
Kannst du dir vorstellen, dass ich für eine Prüfung mehr als 500 Folien lernen muss? Und ich hab noch nicht damit angefangen. *sterb*
Und ich denke stattdessen die ganze Zeit wie schön es wäre jetzt in Wien zu sein :O Oder auf dem Turmdachdingsbums! Und mal wieder so Gedichte zu lesen oder einen klaren Kopf zu haben.

@Kait0 Ich teile deine Einstellung zum Atheismus, Punkt
Mir kommt es aber auch so vor als sei die Wissenschaft eigentlich keine Wissenschaft, sondern ein wissen wollen und sich dich Dinge zurechtbiegen. Empirisch finde ich sie nicht.

Ich fänd erwachsen werden auch ein gutes Thema, gehört jedenfalls zu den Fragen, die ich mir so momentan stelle. Aber mich beschäftigen auch Themen wie "Bewertungen und Urteile", im Zusammenhang wie unsere Meinungen überhaupt zustande kommen und welche Fehleranfälligkeiten es dabei gibt. Oder ein anderes Thema wäre für mich Resilienz. Und zu guter Letzt: Inwiefern können wir uns ändern? Divergenz und ihre Folgen?
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Joa ein gewisser Zensierter Jemand meinte es sei meine Plicht hier einen Beitrag zu verfassen.

Da es bei der schier überwältigenden Anzahl von Beiträgen in den letzten 5 Monaten fast schon ein Ding der Möglichkeit ist auf alle einzugehen, werde ich es direkt lassen und schreib einfach mal Freihand, was mir so durch den Kopf geht. Hauptsächlich Zugluft...

Unter Erwachsenwerden versteh man allgemein, den Erwerb der Fähigkeiten und Kenntnisse, die man benötigt um die für sein Leben notwendigen Entscheidungen selbstständig zu treffen, zumindest wenn man Wikipedia glauben darf. Außerdem muss man Geschlechtsreif sein/werden. Zu dem Begriff erwachsensein gehört dann auch der Begriff der Reife hinzu.
Und hier fängt glaube ich der Punkt an wo es für das ganze keine Einheitliche Definition mehr gibt.
Deswegen schreibe ich hier einfach mal auf was ich mit dem Begriff Erwachsensein verbinde.
Das erste was mir dazu eingefallen ist ist die Emotionslosigkeit, bzw. die Fähigkeit seine Emotionen im öffentlichen Raum (im nüchternen Zustand) unter Kontrolle zu halten oder krasser ausgedrückt zu unterdrücken(ernst wäre glaub ich ein anderer Ausdruck dafür). Erwachsene machen auf mich Häufig einen sehr Distanzierten Eindruck, zumindest ist dass das Bild eines "normalen" Erwachsenen, dass ich im Kopf hab.
Im der Kontrast zu den lebensfrohen Kindern, die Herumtollen rennen, wirkt der Erwachsene eher gemächlich und Träge (was sicherlich mit dem altern des Körpers zusammen hängt). Wer rennt muss dafür einen trifftigen Grund haben. Außerdem sind erwachsene Realsiten.
Ich könnte noch ein Weilchen so weiterschreiben, aber ich denke das generelle Bild eines Erwachsenen das ich im Kopf habe sollte klar sein. Wäre interessant zu erfahren ob das hier jemand anders sieht, dieses Bild ist sicherlich von den Erwachsenen in meiner Gegenwart und mir selbst geprägt.

Die Fragen die ich mir nun stelle sind, will ich erwachsen werden, bzw. muss ich erwachsen werden. Auf die Fähigkeit eigene Entscheidungen zu treffen lautet die Antwort beides mal ja. Ich möchte gerne mein eigenes Leben unabhänigig von anderen Leuten führen (meine Eltern, bzw. den Erziehungsberechtigten) und muss das in den meisten Fällen auch, da man nicht ewig für mich sorgen wird. Eine Ausnahme ist hier das was man gemeinhin abfällig als Muttersöhnchen(und Muttertöchterchen?) beschreibt. Eine sehr bequeme Lebensweise,die für mich allerdings nicht infrage kommt.
Nun zu meiner Eigenen Definition, nein so werden muss ich sicher nicht. Ich kenne einige Menschen die aus diesem Muster komplet rausfallen. Will ich so werden ist dagegen eine eher schwierige Frage. Als jemand der seine Emotionen schon seit jeher unterdrückt ist es keine Frage des will ich so werden, sondern eher eine Frage des will ich so bleiben. Idealer weise wäre ich gerne ein offenerer Mensch, allerdings hab ich keine Lust ich sag jetzt mal von den Menschen um mich herum schräg angeschaut zu werden.(Außerdem müsste ich um Emotionen auszudrücken ersteinmal wissen was genau ich fühle, das fällt mir aber meinst recht schwer).
Generell ist der soziale Druck sich in einer Gewissen Weise zu verhalten, den die dich umgebenden Leute auf dich auswirken, ein großer Faktor, man könnte es fast schon als Zwang bezeichnen sich in einer Gewissen weise zu verhalten. Realist wird man denke ich mit der Zeit automatisch, doch es ist denke ich wichtig seine Träume trotzdem zu behalten/zu leben.
Mia schrieb:
Inwiefern können wir uns ändern?
Nunja im Laufe unseres Lebens lernen wir Dinge hinzu und verändern uns, einige Leute schneller andere langsamer. Oft vergessen wir es aber, dass wir uns verändert haben, bzw merken es gar nicht (habe zumindest mal in einem Buch, die Kunst des klaren denkens oder so, gelesen, dass unser Gehirn Errinerungen von Zeiten wo wir eine Andere Meinung/Einstellung hatten mit unser Derzeitigen überschreibt/uminterpretiert). Sich zu verändern ist denke ich eine gute Sache und auch kein Problem, solange man dazu bereit ist. Man muss nur aktzeptieren dass es nicht von heute auf morgen passieren wird.
Was genau verstehst du unter Divergenz?
Da ich nicht psychologie Studier ist mein Wissen zu Resilenz (scheinbar psychische Wiederstandsfähigkeit) begrenzt. Was genau denkst du denn darüber?

Meinungen und Urteile können denke ich zum einen rational und emotional entstehen. Bei einer rationalen Urteilsbildung analysiert man den Gegenstand von interesse genau und wägt vor und nachteile ab. Die Emotionale Beurteilung geschieht meistens sehr viel schneller und unterbewusst und geschieht, wenn wir keine Zeit oder Lust haben uns genauer mit etwas zu beschäftigen. Meist greifen wir bei einer emotionalen Beurteilung auf Klischees und vorgefertigte, normalisierte Denkmuster zurück, weil das viel schneller und einfacher geht. Selbst bei einer rationalen Beurteilung sollte man sich jedoch bewusst machen das man stets falsch liegen kann und offen bleiben für alles,anstatt sich auf seine eigene Meinung festzubeißen. Auch sollte man sich bewusst machen, dass man nicht zu allem eine Meinung haben muss.
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Club der Alternativen Lebensformen und Politik 4 Jahre 3 Monate her #724595

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Die letzten Tage haben mir die Freude am Schreiben genommen, weswegen es diesmal nur ein kurzer Beitrag wird -, eine kleine remarque, wenn ihr so wollt.

Kait0 schrieb:
So ein verspätetes Hallo von mir, ab jetzt darfst du ganz offiziel hier im Club schreiben.
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Erwachsenendasein
Die Verwandlung des Kindes zum erwachsenen Menschen ist für mich eine Entwicklung, die wir bis zum letzten Tage nicht abgeschlossen haben werden. Indem wir weniger fremdbestimmt und immer mehr aufs Geld angewiesen sind, kommt uns eine Verantwortung zuteil, mit der umzugehen erst gelernt werden muss. Während ich zum Beispiel mit dem Erwachsen werden den Verlust der Freundschaft und gelegentlich wiederkehrende Selbstmordgedanken verbinde, wird jemand anderes in der gegen die Eltern hart erkämpfte Unabhängigkeit einen langersehnten Traum in Erfüllung gehen sehen. Auf der anderen Seite begreift man in der Kunst mit „Die Reise des Lebens“ jenen verheißungsvollen Abschnitt als eine einzige sorgenumwobende Erfahrung, die zusammen mit dem im Bild dargestellten konfliktreichen Elementen eine Allegorie auf die Realität sein will, der voraus noch des Jugend golden Schleier ging. Insgesamt stehen also den neugewonnenen Privilegien der großen Menschen folgenreiche Entscheidungen gegenüber, die zu treffen Mut und Bedacht erfordern. Lord Henry Wotton hätte vermutlich, wäre er an Meiner Statt gewesen, alles mit einem verstohlenen Lächeln abgewiesen und gesagt, dass „Erfahrungen lediglich Namen sind, die wir unseren Fehlern geben“. Obwohl ich den Worten des mir so sympatischen Teufels zu glauben geneigt bin, habe ich mich dazu entschlossen, eine Rückkehr zu meinen alten Idealen anzutreten. Unabhängig davon, wie mich das Alter verändern wird, möchte ich mir die Liebe zur Kunst, Musik und Literatur im Schatten der Mathematik wahren.
Manhood von Thomas Cole [ Zum Anzeigen klicken ]
Letzte Änderung: 4 Jahre 3 Monate her von Carl-Friedrich-Gauss.
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Club der Alternativen Lebensformen und Politik 4 Jahre 1 Monat her #742211

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Ich hab gerade einen animierten Film geschaut (Ame und Yuki). Danach hab ich das Zimmer gelüftet. Währenddessen war das Licht aus damit keine Insekten in das Zimmer fliegen und ich lag auf dem Bett. Das hier wird ein versuch meine Gedanken zu ordnen, festzuhalten und zu verstehen.

Letztes Mal als ich hier schrieb gings ums Erwachsensein. Was ich beschrieben habe war, was ich als die Meinung, die die Öffentlichkeit hat wie ein erwachsener Mensch sein sollte, wahrgenommen habe.(Mir fällt gerade auf das das was ich beschrieben habe ein erwachsener Mann war)
Jetzt versuche ich ein Ideal zu formulieren. Zwar mag ein Ideal vielleicht nie erreicht werden können, jedoch ist es als Wegweiser äußerst nützlich denke ich.
Ein erwachsener Mensch hat Lebenserfahrung. Er ist realistisch, jedoch ohne seine Hoffnungen und Träume zu verlieren. Der erwachsene Mensch ist ein Festung in sich selbst. Keine kleine oder große Enttäuschung im Leben kann ihn ernsthaft erschüttern. Sie weiß jedoch auch das sie ein Ventil braucht um ihre negativen Gefühle abzulassen, denn unterdrücken kann sie sie nicht. Er versteht wie Menschen sozial interagieren und die Notwendig das sie das tun. Ein erwachsener Mensch weiß das alle Menschen ihre Macken haben ihn selbst mit eingeschlossen und er akzeptiert andere Menschen so wie sie sind auch wenn er sie nicht unbedingt mögen muss. Ein erwachsener Mensch ist zur Selbstreflexion fähig und kann auch seine eigenen Fehler mit Humor nehmen. Sie versteht das die Welt durch die Augen eines anderen Menschen anders aussieht und kann sich in sie hineinversetzen. Der erwachsene Mensch kann Kind(er) großziehen(Hier ins Detail zu gehen ist mir zu aufwendig, kurz gesagt ihnen dabei helfen ihren eigenen weg zu finden und zu gehen). Ein erwachsener Mensch hat nie vergessen wie man das Leben genießt, ob in großen oder kleinen Momenten.
(Ich habe bewusst zwischen sie und er gewechselt um mich daran zu erinnern das ich eine geschlechtsneutrale Beschreibung versuche zu erreichen, nicht um bestimmte Eigenschaften einem bestimmten Geschlecht zuzuordnen)
Soweit von mir aus, ich bin über jede Kritik oder Ergänzung froh.

Um nochmal auf Ame und Yuki zurückzukommen ich fand das Ende irgendwie unendlich traurig, auch wenn es an sich das ist was man als Happy End bezeichnen würde. Hana ist für mich irgendwie ein Übermensch auch wenn sie gleichzeitig so menschlich ist.


@Internetentität die ihr Gesicht abgelegt hat

Wenn ich mir Manhood anschaue weiß ich nicht so recht was ich fühlen soll.
Zum einen ist da diese schöne düstere Landschaft. Dann der betende Mensch in einem Boot der offensichtlich seinem Untergang entgegen fährt. Zieht man den Titel in Betracht so scheint es mir als wolle Cole die Männlichkeit als mit (blindem?) Glaube in den Untergang zu fahren beschreiben, ich habe aber das Gefühl das dies nicht das ist was der Autor ausdrücken wollte. Die Wolken haben schreiende Gesichter.
Obwohl ich den Worten des mir so sympatischen Teufels zu glauben geneigt bin, habe ich mich dazu entschlossen, eine Rückkehr zu meinen alten Idealen anzutreten.
Inwiefern bist du denn von deinen Idealen abgekommen?





I feel unease.




Edit: Da die meisten Mitglieder kaum noch aktiv im Forum bzw. komplett in den Ruhestand getreten sind, werde ich den Club archivieren lassen.
Ich bedanke mich für die tollen Diskussionen die wir hatten und wünsche euch viel Glück im RL :)
Letzte Änderung: 3 Jahre 4 Monate her von Kait0.
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