Yaoi

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Yaoi (jap. やおい) ist ein Genre für Mangas und Animes, welches homosexuelle Beziehungen zwischen zwei männlichen Charakteren behandelt. Die meist weiblichen Mangaka konzentrieren sich hauptsächlich auf die erotische Darstellung.

Bekannte Beispiele für Animes und Mangas zu diesem Genre sind:


Abgrenzungen

Yaoi unterscheidet sich von dem Genre Shōnen Ai, auch wenn es meistens für dasselbe Genre gehalten wird. Bei Yaoi liegt der Fokus auf der Erotik, bei Shōnen Ai wird sich auf die Entwicklung der Beziehung konzentriert. Jedoch ist es möglich, dass auch in einem Yaoi Werk die Beziehung sehr wichtig ist. Bei Shōnen Ai kommen hingegen keinerlei sexuelle Darstellungen vor.
Das Gegenstück von Yaoi ist Yuri, das Prinzip ist dasselbe, jedoch behandelt Yuri die Beziehung zwischen zwei weiblichen Charakteren. Hierbei gibt es außerdem das Genre Shoujou-Ai, welches sich zu Yuri genauso wie Shōnen Ai zu dem Genre Yaoi verhält.


Yaoi in Hentais

Yaoi kann als Genre durchaus in Hentais vorkommen. Es gibt allerdings einen wesentlichen Unterschied zu Yaoi Animes. Auch wenn sich bei beidem auf die erotische Darstellung konzentriert wird, so werden sexuelle Handlungen in Hentais sehr ausführlich dargestellt. In Animes werden sie hingegen nur angedeutet, beziehungsweise nicht vollständig gezeigt.


Yaoi in Japan

In Japan ist Homosexualität nicht verboten, sie wird allerdings auch nicht anerkannt, so kann man dort nur als Gleichgeschlechtliche heiraten, es gibt dort auch keine anerkannte Partnerschaft, wie es in Deutschland der Fall ist. Trotzdem werden in Japan auch Yaoi Werke verkauft und gelesen, meist von Frauen oder Mädchen.
Yaoi ist eine Abkürzung für „yamanashi ochinashi iminashi“ (山無し 落無し 意味無し), was übersetzt „ohne (erzählerischen) Höhepunkt, ohne Pointe, ohne Sinn“ bedeutet. Das bedeutet, dass Yaoi Werke an sich meist nur auf erotische Handlungen bezogen sind und nicht wirklich den Aufbau einer Geschichte anstreben. Einige Mangaka versuchen inzwischen auch an der Entwicklung der Beziehung in der Handlung zu arbeiten und den Fokus nicht nur auf die sexuellen Handlungen zu legen.


Fanfiktions und Dōjinshis

Fanfiktions sind Texte oder Geschichten. Aber nicht nur über Animes und Mangas, auch Bands, Sänger oder insgesamt berühmte Persönlichkeiten, beziehungsweise Gruppen werden dort zu Hauptpersonen gemacht. Die Geschehnisse in der Fanfiktion können an die Wirklichkeit angelehnt sein, aber auch einen komplett anderen Lauf nehmen als zum Beispiel der Anime, auf dem die Fanfiktion basiert. Fiktion ist etwas ausgedachtes, insofern kann man sagen, dass es von Fans ausgedachte Geschichten sind. Bei Fanfiktions mit dem Genre Yaoi bezieht es sich dann auf eine homosexuelle Beziehung, das besondere hierbei ist, dass Fans alle Personen verwenden können, die sie wollen. So können sie auch zwei Charaktere einbauen, die nicht homosexuell sind, gelegentlich werden auch Charaktere aus zwei verschiedenen Animes genommen. Ein sehr bekanntes Beispiel sind die Charaktere Naruto Uzumaki und Sasuke Uchiha, im Anime Naruto. Beide sind Erzfeinde, aber trotzdem gibt es viele Fanfiktions, die eine Beziehung zwischen den beiden beschreiben.

Bei Dōjinshis handelt es sich um Mangas, welche meist von Fans oder Hobbyautoren gezeichnet werden. Sie behandeln ebenfalls eine fiktive Geschichte in der zwei Charaktere ein Paar sind, auch wenn sie das im originalen Werk nicht sind. Beliebt hierbei sind zum Beispiel Ciel Phantomhive und Sebastian Michaelis aus Kuroshitsuji.

Yaoi in Deutschland

In Deutschland gibt es Yaoi Werke zu kaufen, so auch Mangas ab 18, welche sehr ausführliche sexuelle Darstellungen beinhalten. Die Popularität ist seit der Verbreitung von Animes und Mangas sehr gestiegen und steigt auch weiterhin an. Im Allgemeinen ist Deutschland gegenüber Japan akzeptabler, was Beziehungen zwischen Gleichgeschlechtlichen angeht, trotzdem sind Yaoi Werke in Deutschland nicht weiter verbreitet als in Japan. Außerdem ist Yaoi in der westlichen Ländern gelegentlich auch unter dem Begriff „Boys Love“ (abgekürzt: BL) bekannt, was übersetzt „Jungs Liebe“ bedeutet.