Chihiros Reise ins Zauberland und die Bubble Economy: Ein Deep Dive von Nicht_Peter
Upsala, da sollte ein Bild sein :/

Chihiros Reise ins Zauberland und die Bubble Economy:
Ein Deep Dive


von Nicht_Peter am 14. November 2019


Wer vor Kurzem das zweifelhafte Vergnügen hatte, in meiner bezaubernden Heimatstadt München eine Wohnung zu finden, der wird vielleicht über den Begriff einer Immobilienblase gestolpert sein. Nicht nur in der bayerischen Landeshauptstadt, sondern auch in zahlreichen anderen Städten in Europa und auf der ganzen Welt ist es in den vergangenen Jahren zu einer ähnlichen Entwicklung gekommen: die Preise für Immobilien und Wohnraum sind förmlich in den Himmel geschossen. Dahinter stecken große Investoren, die darauf setzen, dass die Preise noch weiter steigen und ihre eigenen Häuser und Wohnung dadurch noch wertvoller werden. Der Markt überhitzt, immer mehr risikobereite Spekulanten hoffen, ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Sie kaufen wie verrückt weitere Münchner Immobilien, wodurch das Preisniveau natürlich noch weiter anzieht. Das hat dann ganz konkret zur Folge, dass mir jüngst eine bessere Besenkammer von 15 Quadratmetern für schlappe 720 € Miete angepriesen wurde. Weil der reale Wert der Wohnung eigentlich viel niedriger liegen würde, spricht man deshalb von einer Blase, die sich künstlich immer weiter aufbläht. Irgendwann ist es jedoch unvermeidbar, dass der große Knall kommt: keine Bubble kann ewig anwachsen, sondern implodiert schließlich zu einem gewissen Zeitpunkt spektakulär. Die Investoren sind auf einen Schlag eine ganze Menge Geld los, sobald die Preise sich wieder auf ein normales Niveau einpendeln.

Die derzeitige Immobilienblase ist nicht die erste in der Geschichte. Schon 2007 hat eine ähnliche Blase in den USA zur berühmt-berüchtigten Subprime-Krise geführt, die dann schließlich die ganze Weltwirtschaft mit in den Abgrund gestürzt hat. Und wenn wir ein paar Jahre in die Geschichte zurückblicken, dann sehen wir, dass es auch in dem Japan der 1980er Jahre eine sogenannte Bubble Economy gab – und zwar von gigantischen Ausmaßen, bei welcher nicht nur der Immobiliensektor betroffen war. Wer im Sommer 1989 einen 10.000-Yen-Geldschein im Stadtzentrum von Tokio fallengelassen hatte, so war die Fläche, die die Banknote auf dem Boden bedeckt, wertvoller als der Geldschein selbst. Wie heute in München (und vielen anderen Städten) heizten Spekulanten die Preise für Immobilien immer weiter in ungeahnte Höhen, bis irgendwann alleine der 3,2 Quadratkilometer große Garten des kaiserlichen Palastes in Tokio einen höheren Wert besaß als alle Grundstücke im US-Bundesstaat Kalifornien zusammen. Doch dann, im Jahre 1990, geschah schließlich das Unvermeidliche: die Blase zerplatzte in einem atemberaubenden Tempo. Der Nikkei, der wichtigste Index für japanische Aktien, verlor innerhalb eines Jahres 35 % seines Wertes. Mit der Bubble Economy war es plötzlich vorbei; was blieb, war eine schwere Wirtschaftskrise, von der Japan sich bis Mitte der 2000er nicht erholen sollte, weshalb Historiker diese Epoche auch als die „Verlorenen Jahre“ oder gar das „Verlorene Jahrzehnt“ bezeichnen.
Alles schön und gut, aber was hat das jetzt bitteschön mit dem Titel dieses Artikels zu tun? Da stand was von Hayao Miyazakis grandiosem Anime-Film Chihiros Reise ins Zauberland, wo ist hier der Zusammenhang mit der japanischen Wirtschaftsgeschichte? Der Streifen ist doch nichts weiter als eine harmlose Coming-of-Age Geschichte einer jungen Protagonistin, die unabsichtlich in eine zauberhafte Welt gerät. Hier geht es um Freundschaft, darum, an seinen Aufgaben zu wachsen und sich zu beweisen, vielleicht ansatzweise um Hayao Miyazakis Lieblingsthema Umweltschutz – und bestimmt nicht um irgendwelche Broker, die an der Börse ihr letztes Hemd verzocken. Das ist ein gottverdammter (wenngleich sehr guter) Kinderfilm, meine Güte! Er besticht doch viel eher etwa mit der fantastischen Animation von Studio Ghibli und weniger mit Referenzen auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation Japans. Oder … etwa doch nicht? Was steckt wirklich dahinter? Werfen wir doch einmal einen genaueren Blick auf diesen zeitlosen Klassiker.

Tradition und Moderne

Ein zentrales Motiv zieht sich wie ein roter Faden von Anfang bis zum Ende durch den Film: Die Phase des Übergangs von einem Ort zu einem anderen. Ein solcher Übergang ist etwa – im Kleinen – der Umzug, in welchem Chihiros Familie gerade mittendrin steckt und über den sie sich auf der Rückbank des Wagens lautstark echauffiert, die große, übergreifende Trennlinie zwischen unserer heutigen Gegenwart und der Welt der Wesen und Gottheiten aus der japanischen Mythologie oder die besondere Bedeutung der Brücke, welche zu Yubabas Badehaus führt. Auf der einen Seite steht dabei die moderne, – wenn man so will – kapitalistische japanische Gesellschaft mit ihrer Ausrichtung auf Konsum. Das spiegelt sich vielleicht nirgendwo besser wider als in der Aussage von Chihiros Vater vor seiner Verwandlung in ein Schwein, dass sie sich als Familie ruhig den Bauch mit den aufgetürmten Delikatessen vollschlagen können, schließlich hätten sie ja ihre Kreditkarten dabei. Doch es ist eine kleine, fast schon beiläufige Bemerkung von ihm, welche den Bogen spannt: Er vermutet, dass es sich bei dem weitläufigen Areal um einen verlassenen Vergnügungspark handeln könnte, wie sie in den 90ern zuhauf hochgezogen wurden und nun, nach der Wirtschaftskrise, dem Verfall preisgegeben sind. Derartige Investitionsruinen finden sich in der Realität fast überall auf der Welt nach einer Immobilienblase: Bauobjekte, die von einem Investor auf dem Höhepunkt der Spirale in Erwartung hoher Renditen hastig hochgezogen wurden – und nun teils halbfertig leise dahinrotten, nachdem sich die Geldgeber nach dem Big Bang schnell wieder zurückgezogen haben. In Japan werden diese verlassenen Hotels, Freizeitparks oder Fabriken, lost places aller Art, meist als haikyo, als Ruinen bezeichnet, welche heute noch von dem Größenwahn der 80er Jahre zeugen. Dieser postmodernen Gegenwart steht im Film ein deutlich älteres, historisch gewachsenes Werte- und Gesellschaftssystem gegenüber.

Chihiro gerät bei ihrer Suche nach Arbeit nicht zufällig in Yubabas Badehaus. Dem japanischen Verständnis nach handelt es sich hierbei nämlich nicht nur um eine Einrichtung, um lediglich den Körper zu säubern, sondern auch um quasi die Seele zu reinigen, mit sich und der Welt in Einklang zu kommen, der Schmutz des Weltlichen abzuwaschen. Gemäß der schintoistischen Vorstellung ist der Besuch in einem Badehaus fast schon eine spirituelle, meditative Erfahrung – erst recht, wenn sich dort dann auch noch allerlei Schutzgeister, Gottheiten und Gestalten aus der japanischen Mythologie herumtreiben. Ausgerechnet hier muss Chihiro an sich selbst wachsen und sich in klassischen Tugenden des Landes der aufgehenden Sonne üben: harter, körperlicher Arbeit, Vertrauen in die Gemeinschaft, Achtung vor den Älteren. Hayao Miyazaki versucht hier, eine Alternative, einen Ausweg vorzustellen, wie sich Japan aus dem Schlamassel der zusammengebrochenen Bubble Economy befreien kann. Die geplatzte Blase hatte nicht nur wirtschaftliche Konsequenzen für Unternehmen, sondern auch soziale Konsequenzen zur Folge und stürzte das Land in eine große kollektive Sinnkrise: Was nun? Wie soll es mit dem Inselstaat weitergehen, wenn Wachstum auf Pump anscheinend keine dauerhafte Lösung ist? Der Schlüssel liegt darin, dass sich die Japaner wieder auf einige Elemente des traditionellen Wertegerüsts zurückbesinnen, das sich im Laufe der Jahrhunderte bildete. Ob man dieser Message des Maestros zustimmen mag oder nicht, bleibt letztendlich dem Zuschauer überlassen (einige Zweifel sind allemal angebracht). Jedoch besteht keinerlei Zweifel daran, dass sie uns in dem Werk noch an anderen Stellen begegnet.

Gegen Mitte des Films gelingt es der wohl seltsamsten und mysteriösesten Figur des Casts, sich Zugang zu dem Badehaus zu verschaffen: nämlich dem Ohngesicht. Eine merkwürdige, umherwandelnde Gestalt in schwarz, ohne die Fähigkeit zu sprechen und ohne erkennbare Charakterzüge, mit einer Maske als Gesicht. Es drängt sich der Vergleich zu den Salarymen auf, den Heerscharen – in gewisser Hinsicht ebenfalls gesichtsloser – Büroangestellter, welche in ihren austauschbaren Anzügen die Schnellzüge der Metropolen bevölkern. Das Ohngesicht versucht sich die Anerkennung der Mitarbeiter mit Gold zu erkaufen, bis es diejenigen, die der Versuchung erlegen sind, verschlingt und sich einverleibt.



Mit jedem weiteren geschluckten Angestellten des Badehauses wächst das Wesen schneller als der Immobilienmarkt zu einer absolut grotesken, gigantischen Form an, während die Belegschaft mit Geschenken und Speisen eifrig versucht, seine Gunst und damit noch mehr Gold zu erlangen. Auch hier lassen sich Parallelen ziehen zu den Hochzeiten der Bubble Economy, die einige Geschäftsleute, welche mit einem Schlag sehr reich wurden, als eine einzige große Party beschreiben. Neureiche Yuppies, die mit Spekulationen in Immobilien oder an der brummenden Börse zu plötzlichen Reichtum gekommen sind, haben ihr vieles Geld in den edelsten Nachtclubs der Stadt verpasst, als gäbe es kein Morgen. Das Karussell drehte sich immer schneller, bis das böse Erwachen folgte. In Chihiros Reise ins Zauberland kommt diese Pille in Form der Tonkugel des Flussgottes daher, welche das aufgeblähte Ohngesicht wieder auf seine ursprüngliche Größe gesundschrumpfen lässt. Erneut scheint Miyazakis Grundeinstellung durch: Wahres Glück lässt sich nicht durch noch so viel Gold und Protz erkaufen. Die japanische Gesellschaft muss zu Bescheidenheit und Genügsamkeit zurückkehren, auch wenn dieser Weg mitunter ein schmerzhafter Pfad sein mag. Und so findet zum Ende hin auch das Ohngesicht bei Yubabas Schwester Zeniba eine erfüllende, sinnvolle Aufgabe – es spinnt fortan geruhsam Fäden zu magischen Kleidungsstücken zusammen. Genauso gelingt es Chihiro zum Abschluss des Filmes, ihre Eltern wieder eine menschliche Form zu verleihen und mit ihren Lektionen aus der Welt der traditionellen japanischen Sagengestalten seelisch gereift in das heutige Japan zurückzukehren, der letzte der vielen Übergänge des Werkes.

Das Ohngesicht scheint auf dem ersten Blick eine schnöde Nebenfigur zu sein, auf die sich kaum jemand einen Reim machen kann. Für die Hauptstory rund um Chihiros Anstrengungen, ihre Eltern zu befreien, ist dieser Charakter nur von geringer Bedeutung. Trotzdem spielt es auf der übergreifenden Ebene eine sehr wichtige Rolle, nämlich um Hayao Miyazakis politischen Kommentar zu der zeitgenössischen japanischen Wirtschaft und Gesellschaft zu versinnbildlichen. All das weist darauf hin, dass hinter Chihiros Reise ins Zauberland eben doch eine ganze Menge mehr steckt, als so mancher Zuschauer zunächst annehmen möchte.

 

Ich habe für diesen Touzai-Artikel ganz bewusst einen vermeintlich „harmlosen“ Anime-Film als Beispiel ausgewählt, um die politische Dimension von Medien aller Art zu verdeutlichen. Sicherlich, es hätten sich noch andere Animes angeboten, welche ihre Gesellschaftskritik deutlich direkter formulieren. Terror in Tokio steigt etwa bereits in der ersten Folge mit dem Diebstahl eines atomaren Sprengsatzes ein. Die dargestellte nukleare Wiederaufbereitungsanlage in Rokkasho existiert in der Realität tatsächlich und ist politisch nicht unumstritten. Seit die japanischen Kernkraftwerke nach dem Reaktorunfall von Fukushima stillstehen, liegen dort größere Mengen an waffenfähigem Plutonium auf Halde, was immer wieder die Sorge vor der japanischen Atombombe weckt. Oder Ghost in the Shell: Stand Alone Complex 2nd Gig, eine Serie, die sich bereits im Jahre 2004 mit topaktuellen Problemen wie der Flüchtlingskrise oder den Beziehungen zwischen den USA und Japan auseinandergesetzt hat.



Mir geht es jedoch um etwas anderes als eindeutig politische Werke, deren Anspruch es ausdrücklich ist, sich mit komplexen Themen zu befassen: worauf ich hinaus möchte, ist, dass nahezu jedes fiktive Werk immer ein Produkt der äußeren politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umstände ist. Auch Chihiros Reise ins Zauberland lässt sich nicht vollumfassend betrachten, wenn man diesen Aspekt einfach ausblendet. Es ist nachvollziehbar, dass Anspielungen etwa auf die Bubble Economy insbesondere für uns im Westen nicht immer sofort ersichtlich sind, weil mitunter ein recht ausgiebiges Verständnis der Geschichte und der Kultur eines fremden Landes nötig ist, um jeden Seitenhieb zu bemerken. Wer jedoch solche Story-Elemente und ihre Zusammenhänge erkennt, der kann seine Lieblings-Animes auf einer viel tieferen Ebene verstehen, als einfach nur an der Oberfläche ihrer Thematik zu kratzen und das unbestimmte Gefühl festzuhalten, dass das halt schon irgendwie tiefgründig ist.
Der Autor: Nicht_Peter

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Die letzten 10 Kommentare zu dieser Rezension:


Eza
Ah, danke für die Erläuterungen - ich habe mich IMMER gefragt, "wo" ich das Ohngesicht hinstecken soll, weil es auf keiner klassischen Legende zu beruhen scheint (Kappas sind ja auch ziemlich seltsam, aber das nicht erst seit Saranzamai XD).
Auch ein Film wie Hostel bekommt einen ganz andere Dimension, wenn man ihn im Kontext der Zeitgeschichte bzw. Ausdruck gesamtgesellschaftlicher Probleme sieht: Amerikanische Jugendliche geraten im Nahen Osten in die Fänge übler Folterer - und zeitgleich führen die USA in diesen Ländern Kriege: Ihre Soldaten sind häufig von der Realität in den Kriegsgebieten und ihrer Aufgabe überfordert, PTSD und Co., nachdem sie vollkommen naiv als die "Guten" von ihren Vorgesetzten dorthin entsandt wurden. Das gibt der Film in seiner Version auch wieder, wenn auch stark verzerrt.

Ich habe auf arte mal eine Doku zu dem Thema gesehen, die unterschiedliche Superhelden als Produkte ihrer Zeit erklärt hat: Erst Superman und Captain America, noch total in der simplen WW2-Gut-Böse-Tradition, dann Batman (erste tragische Bösewichter), dann Spiderman mit dem Verantwortungsthema (Onkel Ben: "Mit großer Macht kommt große Verantwortung") und dann X-Men u.ä., die eine Entfremdung zwischen Individuen und Mainstream/herrschenden Gesellschaftsthemen darstellen. An dieser Superheldenentwicklung kann man auch die gesellschaftlichen Veränderungen der Industrieländer (natürlich vor allem der USA) im 20. Jahrhundert mitverfolgen.
Vor diesem Hintergrund ist auch All Might von BNHA sehr interessant: Nach außen der strahlende Held, das Symbol des Friedens, aber eigentlich am Ende. Dabei geht es mir nicht nur um die Verletzung, die ihn von seinem ärgsten Feind zugefügt wurde (auch sehr symbolträchtig ist natürlich die Beziehung zwischen beiden, aber hier will ich nicht zu sehr spoilern). Ich fand die Szene unglaublich stark, in der er gesteht, dass er immer lacht, WEIL er ständig Angst habe. Sagt das was über Japan aus? Oder über eine reifes Verständnis von oberflächlicher und wirklicher Stärke, die der Autor seinen Lesern nahebringen will?

In diesem Sinne bin ich immer froh, eine unbekannte Tiefe zu einem Werk, sei es Film oder Manga, zu erfahren. Danke :)))


JadeFrosch
Eine sehr gute Analyse. Ich finde es immer wieder faszinierend, aus wie vielen unterschiedlichen Blickwinkeln man diesen Film betrachten kann.
Vor einiger Zeit las ich eine andere Analyse von Chihiros Reise ins Zauberland. Es ging ums Thema Kinderprostitution.
In einigen Badehäusern im alten Japan war das anbieten von gewissen Diensten durch die sogenannten Yunas, die angestellten Mädchen im Badehaus, recht üblich. Und mit Diensten meine ich hier nicht nur den Gästen den zu Rücken waschen oder ähnliches. Angeblich deutet das Hiragana "Yu" auf dem Vorhang im Eingang zu Yubabas Badhaus darauf hin, dass ihr Badehaus wohl auch solche Dienste anbietet. (Ich weiß leider nicht mehr, wann und wo ich den entsprechenden Artikel dazu gelesen habe, sonst würde ich hier darauf verlinken..)
Ein weiterer Hinweis ist, dass Chihiro beim Eintreten in Yubabas Dienste ihren Namen abgibt und einen neuen bekommt. Dies ist ähnlich den Pseudonymen, die Prostituierte verwenden. Man kann dies aber auch im Sinne diverser Legenden interpretieren, laut denen ein Name die Macht über seinen Träger hat und mit dem abgeben ihres Namens übergibt Chihiro Yubaba die Macht über sie selbst, die erst Haku ihr zurück gibt, indem er sie dazu bringt sich zu erinnern.
Weiterhin bietet das Ohngesicht Chihiro mehrfach Geld an, um ihre Gunst zu bekommen. Sie lehnt wiederholt ab. Man kann dies interpretieren, dass das Ohngesicht als Kunde des Badehauses Chihiros Dienste kaufen möchte. Welche Dienste auch immer.
Insgesamt zeigen beide Interpretationen, wie vielschichtig und tiefgängig so ein "Einfacher Kinderfilm" doch sein kann...


Lewis.La.Foyette
Die klügste Analyse zu diesem Werk die ich je gelesen habe. Vielen Dank !