Das Isekai-Dilemma

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Der Autor: SilentGray

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Die letzten 10 Kommentare zu dieser Rezension:


Torjaeger1984
*o-hi* Sorry Leute, hab ich was verpasst? Was ist z.B. mit Isekai Shokudou oder Isekai Izakaya (der aktuell noch läuft)? Oder zählen die nich dazu?


LolliKatze
Ich liebe das Isekai-Genre. Ich hasse das Isekai-Genre.

Ich werde hier mal ein bisschen verallgemeinern, obwohl ich weiß, dass es nicht auf alle zu trifft^^ Achja und meine eigene Meinung wird hier ein oder zwei Mal ausgedrückt oder so.
Die Protagonisten, die uns ja ansprechen sollen, sind sie nach uns gestaltet, wobei sie „verbessert“ wurden. Zumindest wurde das versucht. Was im Klartext heißt, dass es alle Waschlappen sind, die durch unerklärliche Gründe OP wurden. Meist durch ominöse Sachen, wie „Gott“, „Wissen“ oder die Berüchtigte „Harem-Power“. Wobei letzteres im Isekai-Genre zu oft vertreten ist. Wieso ist das so? Sind alle Autoren Nerds (40+), die nicht mit Mädchen sprechen können und deshalb ihre Träume aufschreiben? Ich lande persönlich nie auf der Brust des anderen Geschlechtes, sehe Panties oder laufe in das falsche Bad rein. Das ist vielleicht so ein Pubertät Ding, aber ich finde es einfach langweilig und ausgelutscht. Kinder lachen einfach über den selben Mist jedes Mal aufs Neue^^ (<- Bin 19 Jahre)
Aber mal ehrlich. Ist es nicht langweilig in Gefühlt jedem Anime zu sehen, dass der Protagonist 15 Jahre alt ist, welcher nicht mit Mädchen interagieren kann, aber alle Mädchen anzieht, als wären es Motten. Sie haben keine Persönlichkeiten und sind generell langweilig. Das einzig(st)e, was sie Besonders macht ist, dass sie in einer anderen Welt sind, irgendwoher Superkräfte bekommen und jedes Mädchen unter… ist und mit ihm schlafen will. Dabei meine ich Titel, wie “In Another World With My Smartphone!” oder “Death March to the Parallel World Rhapsody”. Diese Titel waren einfach nur langweilig und oberflächlich. Nix erinnerungswürdiges ist passiert, denn gefühlt alles, was geschah hing mit dem „OP sein“ des Protagonisten zusammen und wie die Mädchen davon beeindruckt waren.

Aber es gibt gute Isekais, weshalb ich das Genre liebe, außerdem weil es gutes Potenzial hat. Ich gehe aber nur auf Animes ein, weil es zu viele Manga gibt und so. „Re:Zero“, „Konosuba“, „Hai to Gensou no Grimgar“, „Log Horizon“, „Overlord“, „No Game no Life“ sind gute Beispiele. Selbst „Sword Art Online“ ist besser als „Death March“ und der ganze andere … nicht ganz so guter Kram.
Ich sage nicht, dass die Animes, die ich aufgelistet habe fehlerlos sind, einige haben große Elemente, die mich stören, aber sie haben gute Ansätze, die eigen sind und deren Umsetzung nicht total vermasselt wurde.
Mit dem besten Ansatz hat Grimgar. Einer meiner Lieblingsanime. Er ist einfach erfrischend, mit seiner Art, wie er an das Genre ran geht. Kleine Spoiler Warnung:
Warnung - Spoiler! [Klicken zum Anzeigen]

Ich kann jedem diese Proxer Rezension zu Grimgar empfehlen.

Als Fazit würde ich sagen:
Es gibt gute Titel, aber es gibt ebenso schlechte Titel, wobei die schlechten in der Überzahl sind. Es wird viel Potenzial verspielt, indem man immer den gleichen langweiligen, öden Protagonisten hat und man nicht auf die Welt eingeht.

Was machte "Harry-Potter", "Herr der Ringe" und "Star Wars" so interessant?
  • Gute Story Elemente
  • Interessante Charaktere
  • Ein Universum (Also eine Hintergrundgeschichte zur Welt)
  • Eine Fantastische, komplexe Welt, mit einzigartigen Orten

Jetzt überlegt alle, was die meisten aktuellen Isekai Serien davon haben. Hier was ich gefunden habe:


Dentorion
du weißt schon dass der spinnen Anime eine Adaption erhält? :D


Hororizon
Hi es ist zwar evtl blöd sich ein zweites mal zu melden aber irgendwie hatte ich nachdem ich gelesen hatte "bist du selbst Autor sonst kannst du es ja nicht wirklich sagen wie leicht oder schwer es ist" jedenfalls habe ich diesen Satz oder so ähnlich irgendwo auf proxer gelesen und der ging nicht mal an mich. Ich weiß aber nicht mehr wo, es war gestern irgendwo. Nun ich hatte schon oft eine Geschichte angefangen und oft gedacht nein irgendwie ist das nicht das was ich schreiben will irgendwie passt das nicht, irgendwie will ich das komplett neu formulieren. Jetzt dachte ich aber nun ja manche sagen isekais sind schwierig zu schreiben ich bin eigentlich auch nicht besonders gut darin aber mir kommt da eine Idee. Nun gut versuche ich mal einen Isekai zu schreiben oder irgend etwas ähnliches. So habe ich jetzt damit angefangen das erste Kapitel zu schreiben mit dem ich vom Grundkonzept zufrieden bin. Die Korrekturen von Rechtschreibung Grammatik und ähnliches erfordern aber noch Zeit. Auch denk ich darüber nach mit jemanden zusammen zu schreiben vlt sagt jemanden es ja zu und er hätte Interesse. Habe gute Erfahrungen damit gemacht mit 1 Person zusammen in einer Google doc zu schreiben.
Jedenfalls hier ist der Link zum zukünftigen Roman light novel oder wie man es auch immer nennen wird. Lasst mir doch bitte Kritik da.

Nach der Korrektur werde ich diesen Kommentar ebenfalls editieren.
Titel: "DIe Illuminatie haben mich in eine andere Welt entführt"
proxer.me/forum/116-literaturecke/385335...elt-entfuehrt#823139

habe einmal drüber gelesen und einige Fehler korrigiert

feiner korrigiert und teilweise umformuliert, außerdem Gedanken mit kursiver Schrift ersetzt. Jetzt sollte es angenehm zu lesen sein. Aber ich lese es mir die Nacht erneut durch.


Rewrite
Guter Beitrag. Schön, dass dies mal angesprochen wird. Als ehemaliger Isekai-Fan wurde ich die letzten Jahre von den Anime Adaptionen immer und immer wieder enttäuscht. Mit Animes hat es angefangen, dann rüber zu Manga und letztendlich die guten Light und Webnovels. Wenn manche gute Isekai-Werke gut sind und durch eine Anime Adaptionen in den Dreck gezogen werden, dann lasst doch bitte die Adaption und spart euch die Peinlichkeit und den Verlust des Geldes. Alle paar Jahre gab es hin und wieder gute Isekai Animes, besonders gerne geschaut hab ich Gate, Overlord und Konosuba, aber ich hoffe, dass irgendwann mal die Creator aufwachen werden und einsehen, was für ein Schmutz sie animiert haben. Mittlerweile gibt es auch immer weniger gute LN und WN also denke ich, dass in den naher Zukunft die Isekai-Era ausstirbt wenn nicht sogar schon nun in unsere Gegenwart. Wenn es den Studios an Content fehlt, müssen sie nicht gleich gamblen mit einem neuen Isekai, vielen Animes könnte auch eine weitere Staffel oder eine alternative Version gut tun *o-love*
Das war's meinerseits und vielen Dank für den Beitrag nochmal !


Mit freundlichen Grüßen

Rewrite


Sniperace
Draconias
Ich würde zu gerne mal einen Seinen Isekai sehen mit einem 100% authentischen und aus unserer Zeit gegriffenen Special Task Force Soldaten. (nicht so wie bei GATE, sondern etwas düsterer ohne die verherrlichende Art des Militärs, sondern etwas abgefuckter

Gate ist authentischer als so mancher andere Isekai.
Warum?
Weil Gate (die besseren Versionen - von Anime fang ich nicht an, weil der die Hosenscheißervariante ist) das Sprachproblem angeht - dass man immer hat. Selbst wenn man als Engländer in England ein wenig in der Zeit zurückgehen würde, es würde ihn keiner mehr verstehen ...........
Ehrlich das Sprachproblem gehen die wenigsten Isekai an, es ist aber das wahrscheinlichste.
Gate geht auch die Frage nach Nachschub, Basis usw. an und die Militärs sind jetzt nicht grade freundlich, wenn sie angegriffen werden - sie löschen Tausende Gegner aus. Und sie kommen in großer Anzahl - ganz wichtig und bringen Infrastruktur mit. Als interessanter Punkt kann man hier die Ausgabe der Gewehre nennen - es werden absichtlich welche älteren Typs (Howa Type 64) ausgeben - weil man zuerst älteres Material verbrauchen will und sich bei mit mittelalterlich bewaffneten Gegner, samt ihren Reittieren, ohnehin besser dieses Ungetüm eignet.
Auch kommen das Militär bzw. Japan nicht ganz uneigennützig oder nur als Rettungsmission. Sie sind auf Bodenschätze usw. aus, von Anfang an. Und gehen auch nicht mehr weg. Und andere Länder reagieren sofort.
Klar könnten die Japaner sich aufführen, wie sie sich damals in Asien aufgeführt haben, doch es wäre ein gefundenes Fressen für andere Länder, die so ihr Eingreifen rechtfertigen würden (obwohl es um die Bodenschätze geht) und es ist auch kontraproduktiv - hat die Geschichte mehrfach gezeigt. Kommt man als Besatzer und unterstützt, dann schließt man Bündnisse, kommt man wie die Berserker, dann hat man mit Widerstand und Hass zu rechnen - dauerhaft. Frag die USA, sie haben es schon gut gemacht (Deutschland und nicht zuletzt Japan) und auch schlecht (Diverse):(
Weiters läuft alles über die Politik und wie es mit der nun mal ist, kommen auch Probleme oder Sinnlosigkeiten dadurch zustande.
Der Gegner verhält sich nicht massiv unrealistisch sondern durchaus clever. Er führt nach der Niederlage einen Untergrundkrieg, versucht an die modernen Waffen zu kommen usw.
Mal ganz davon zu schweigen, dass sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten ziemlich gut kämpfen bzw. Problem genug darstellen.
Auch ist die andere Welt ziemlich offen für die Neuerungen und integriert sie dankbar, gleichzeitig versuchen sie möglichst ihrerseits mit den Neuen ins Geschäft zu kommen und sich nützlich oder unabkömmlich zu machen.
Natürlich neigt das Ganze zu Übertreibungen - grade was Action angeht. Doch manchmal sind sie näher dran als erwartet - etwa wenn der Feuerstrahl eine Raketenwerfer, einen unvorsichtigen Typen verbrennt. Oder wenn militärische (mit Eisensand) gefüllte Handschuhe ein Gesicht zertrümmert zurück lassen. Oder wenn eine auf römischen Vorbild basierende Gesellschaft ihre Kriegsbeute versklavt und ihr fürchterliches antut, ein Düsenjet "Etwas" streift, ziemlich ramponiert aussieht, jedoch nicht abstürzt (auch realistisch).
Ich bin selber manchmal überrascht, wie viele Details in Gate bedacht werden oder auch ganz lustige Querverweise eingebaut werden.
sondern etwas abgefuckter
Gate ist etwas abgefuckter, wenn man ein wenig von den Hauptfiguren weggeht und sich den Rest ansieht - meiner Meinung nach. Ist im übrigen Mature/Seinen als Manga.
mit einem 100% authentischen und aus unserer Zeit gegriffenen Special Task Force Soldaten.

Was will ein Soldat, der sich nicht mal verständigen kann bewirken? Mit wie viel Munition? 300-400, vielleicht auch etwas mehr, doch viel mehr hat er nicht dabei.
Ich werde Dir sagen was passiert, er wird gelyncht oder sonst was. Warum, weil es auch heutzutage Soldaten so gehen kann und man Erfahrung damit hat. Klar kann er eine kleine Gruppe verscheuchen - wenn er ein ziemlicher Killer ist und ordentlich drein hält. Doch er muss einmal schlafen, scheißen oder ist sonst wie verhindert. Und dann haben sie ihn. Ganz zu schweigen, dass man ihm Fallen stellen kann - Hunde auf ihn hetzen, ihm an unübersichtlichen Stellen sehr nahe kommen kann, was seinen Reichweiten und Feuerkraftvorteil negiert, sie könne ihn mit Fernwaffen attackieren, ich stell es mir ziemlich scheiße vor, wenn nur 100 gute Bogenschützen hinter mir her sind, sie können ihn umzingeln, ja sie können ihn mit bloßer Menge einfach überrennen.
Und selbst wenn er Verbündete findet (und irgendwie das Verständigungsproblem löst) - was seine einzige Chance ist, jedoch eine geringe. Nach kurzer Zeit geht ihm die Muni und damit der Vorteil aus und es gibt einfach nicht die Technik um sie zu fertigen - er kann diese Technik auch nicht vermitteln, weil so was Jahrhunderte dauert. Alles was er zum Beispiel im Mittelalter könnte, würde auf der Technik des Mittelalter basieren - klar simples Schwarzpulver würde gehen, eine Schusswaffe ist schon fraglich - Metallurgie. Und er ist kein Übermensch, er kann nicht alles können, schon gar nicht als Soldat. Ergo wäre der Impact sehr gering. Kurzfristig wäre er groß genug um vieles zu ändern, doch danach? Nein.
Und als kleines Team oder Trupp? Klar etwas stärker und theoretisch auch vielseitiger und klüger, doch früher oder später die gleichen Probleme.

Ergo ist Isekai etwas fantastisches aber Realismus ist da selten vorhanden. Und es muss klar gesagt sein, technologischer Fortschritt bringt eher wenig auf Dauer - außer man kann ihn erhalten - so wie in Gate. Wissen bringt schon mehr, vor allem wenn umsetzbar. Aggressives Verhalten ist eher kontraproduktiv, zumindest wenn man selbst der Ausgangspunkt ist. Und alleine ist man verloren.
Aber ist ja Gottlob eine fiktive Geschichte, da kann man Dinge weglassen und umgehen.

Aber sehen wir uns die Geschichte an, da gab es nämlich Situationen, die an Isekai erinnern.
Der Herr Cortez war erfolgreich, weil er nach der anfänglichen Strategie, gescheitert ist, sich Unterstützung beim Gegner seines Feindes geholt hat - ohne Kommunikation unmöglich (er hatte auch hier von Anfang an Glück - verdammt viel Glück (Maria de Estrada, diverse Übersetzer usw.)), weil er Krankheiten mit eingeschleppt hat (es hätte natürlich auch ihn treffen können), weil er zahlreich erschien und auch Verstärkung erhielt, weil er skrupellos war und weil er schlussendlich verdammt viel Glück hatte (sein Gegner nicht) und fast Alles für ihn lief.

Ich gebe Dir aber recht, realistischer und dreckiger würde ich es mir wirklich öfters wünschen.
Sniperace


Draconias
Joa dann gebe ich auch mal meine zwo cents dazu...

Bei einem Isekai stelle ich mir auch vor, wie der Protagonist plötzlich mit den Vorurteilen der Welt konfrontiert wird, und vielleicht sogar Gefahr läuft auf den Scheiterhaufen zu landen, wegen irgendwelcher gedankenlosen Aussagen wie: "Das? Schwerkraft... Adhäsion, Kohäsion... Nein die Sonne ist im Zentrum eines jeden Sonnensystems..." "Ein Planet ist rund." "Wisst ihr nicht was Mitose ist?!" "Differentialrechnung und quadratische Gleichungen huh? Hatten wir in der Oberschule, bah." oder der Punkt wo der Protagonist mit einem Schlag plötzlich in die Fußstapfen von Albert Einstein tritt und vielleicht auch den grausamsten Genozid in der Geschichte der Isekai Welt einläutet:"Wisst ihr eigentlich was Kernspaltung ist?"
Halt Dinge die einen krassen Hinweis darauf geben, wo der Typ herkommt, und wie rückschrittlich eine Mittelalterliche Fantasywelt im Gegenssatz dazu einfach ist. Knights & Magic hat mir da vom Grundansatz schon sehr gefallen, mein innerer Ingenieur hat vor Freude immer getanzt.
Leider gibt es viel zu wenig, die auf ein Erwachseneres Setting beruhen bzw. "Seinen" mit im Genre haben.

Ich würde zu gerne mal einen Seinen Isekai sehen mit einem 100% authentischen und aus unserer Zeit gegriffenen Special Task Force Soldaten. (nicht so wie bei GATE, sondern etwas düsterer ohne die verherrlichende Art des Militärs, sondern etwas abgefuckter)

Oder sogar eben mal sowas wie Suisei no Gargantia , wo der Typ nicht aus unserer Zeit, sondern aus der (nahen?) Zukunft stammt. oder aus 'nem dark cyberpunk Setting.

Da gibt's Potential ohne Ende.
OP Chars müssen nicht schlecht sein (irregular at Highschool, Berserk), Sie müssen nur ordentlich inszeniert werden.

Auch der Aspekt der Sprachbarriere ist noch ausbaufähig, oder das die Sprache des Protagonisten in der anderen Welt wie die Sprache der Magie fungiert und jedes Mal wenn er er flucht oder beispielsweise vor sich hin murmelt "Möge dich doch der Blitz beim Scheißen treffen..." BAM! "Verdammt!"... König gut durch, Protagonist in Ketten. (Der König ist tot, es lebe der König!)

Auch Geschichten die wie die von Heldenlied aufgebaut sind, oder wie die Light Novel "How a realist Hero rebuilt the Kingdom" mit etwas anderen Aspekten oder einem nicht ganz so lupenreinem Helden... ja das hätte was.


SilentGray
Reaper 15 schrieb:
Ich verstehe da die Hoffnung des Author nicht ganz? Isekai hatte noch nicht seinen Durchbruch? Iskai boomt gerade. Deswegen sehen wird eben Reborn/Tranported into a different world Anime denen gerade grünes Licht für Anime Produktionen gegeben wird.
Plinfa-Fan schrieb:
Stimmt schon. Das Potenzial ist weit größer, als es bisher genutzt wurde. Man muss aber auch sagen, dass Geschichten wie Re:Zero das schon sehr beeindruckend gelöst haben und bereits eine Art Durchbruch erzielen konnten. Das ist so ein Anime, der mich einfach nur umgehauen hat, und da stelle ich es mir ehrlich gesagt schwer vor, den noch auf irgendeine Art und Weise zu toppen. Wollte ich nur gesagt haben, weil es im Artikel so klingt, als hätte es noch überhaupt kein überragenes Werk gegeben, das neue Maßstäbe setzt, was meines Erachtens nicht stimmt.
TheAwesomePigeon schrieb:
Allerdings befindet sich Isekai derzeit in seiner Hochform und Blütezeit, da die Innovationen das Genre durchfluten und alle möglichen Facetten davon durchströmt werden, was den Konsumenten eine immense Auswahl an Isekai Subgenres und Unterhaltungswerten verspricht.

Ich glaube der Teil war etwas unglücklich formuliert bzw. ich wollte damit eher etwas anderes ausdrücken. Mir ist natürlich bewusst, dass Isekai-Animes einen Boom erleben, ich hab ja daher auch im ersten Absatz die Masse an Werken angesprochen, die aktuell erscheint. Und ich würde ja so etwas wie Re:Zero durchaus als einen Durchbruch bezüglich der Popularität des Genres bezeichnen, allerdings ging es mir eher darum, dass ein Titel mit eben den aktuell so oft verwendeten Elementen erscheint und daraus wirklich etwas macht. Konosuba z.B. ist in seiner Art ja etwas ganz Anderes als die üblichen Vertreter und auch Re:Zero fällt jetzt nicht unbedingt in die Schiene der Power Fantasy, das war vom Aufbau schon wieder etwas anders. Die Isekai-Anime mit Fokus auf Reinkarnation z.B. haben bis jetzt noch keinen solchen Titel hervorgebracht und die Anzahl dieser wächst immer mehr. (außer ich hab gerade einen kompletten Durchhänger) Ich beziehe mich da halt auch direkter auf Anime weil Light Novels generell bei uns noch nicht so wirklich angekommen sind (in den USA schon eher) und Mangas dazu recht stark von der Qualität schwanken können. Das kann bei den TV-Serien dann natürlich auch der Fall sein aber wenn es da gut ankommt, ist der Titel auch wirklich im Gespräch, wie eben beim Fall Re:Zero. Isekai-Werke haben eben immer noch dieses Stigma und ich glaube wenn es da ein Werk schafft, das zum Großteil (oder zumindest ausreichend genug) beiseite zu schaffen, dann ist da auch dieser Durchbruch gegeben.

Alexever17 schrieb:
In diesem Part bekommt man den Eindruck dass die Stärke des Protagonisten nur ein Ausdruck der Unfähigkeit des Autors ist gute Geschichten zu schreiben. Dabei ist es eigentlich genau dieser Aspekt der die Handlung und die Situationen bestimmt in dieser Geschichte. Der Held in der Story ist gut vordifiniert und mag manchen als nervig rüberkommen, so hat er aber seinen eigenen Charakter und vielfach ist die Story interessant oder witzig EBEN weil der Leser weiß dass er so ziemlich unbesiegbar ist.
Der Kern von Death March ist es einfach eine nette Story zu erzählen wie der Held diese Welt bereist und was er dort alles erlebt und sieht und das führt mich zum nächsten Zitat.

In so einem Fall kann ich durch den Anime halt schlecht nachvollziehen, inwiefern das in der Light Novel besser gelöst wurde, ich habe sie ja eben nicht gelesen. Dass der Anime im Vergleich eine Chance hat würde mich jetzt nicht wunderen, aber ich kann mich eben auch nur nach dem richten, was ich gesehen habe und das war jetzt eher unterdurchschnittliche Kost. In so einem Fall hätte man innere Dialoge oder das Auftreten des Protagonisten durch die Animation stärker hervorheben sollen.

Ich befürchte du bist einfach nur das falsche Publik dafür. Ich lese fast nur Fantasy und sehr, sehr oft geht es darum um Isekai, weil es wohl einfach leichter zu schreiben ist und man unbegrenzten Spielraum hat. Und noch nie habe ich eine Story wegen ihrem detailierten Setting gelesen. Ich glaube du hast es sehr gesagt, dass vor allem sehr junges Publik genau danach ausschau hält, aber für jedemanden wie mich, der schon hunderte Fantasy Bücher und hunderte Welten gelesen hat, interessiert es mich ehrlich gesagt nicht, Was mich aber genau interesseirt sind die Gedanken des Helden und die Handlung und deswegen finde ich die Death March Novel auch sehr gelungen und gut.
Wie gesagt, es geht mir nicht darum die Novel selbst dafür zu kritisieren, sondern die Anime-Adaption, da diese zumindest bei uns die größte Aufmerksamkeit erhalten. Und bei der Aussage, dass der Fokus von der Welt auf den Held gelegt wird, ging es mir nicht darum, dass die Welt selbst großartig ausgebaut sein muss, sondern dass das Umfeld den Charakter und seine Handlungen beeinflusst. Immerhin befindet er sich in einer anderen Welt, das sollte man durchaus innerhalb der Geschichte hervorheben. Death March geht ja zum Teil später sogar darauf ein, als er im Anime die Sache mit den verschiedenen Inventars untersucht, da geht er eben auf die Welt ein. Vorher wird ihm ja vieles dadurch abgenommen, dass er selbst so stark ist und teilweise nicht so viel denken muss (z.B. indem er massig Skillpunkte hat und da zum Teil alles in Skills reinhaut, die man eventuell nicht auf dem höchsten Level braucht). Ich finde ja als Gegenbeispiel sogar großen Gefallen an Mushoku Tensei, das eigentlich bezüglich der verwendeten Elemente am nächsten an einen Standard-Isekai herankommt und das keine so umfassend komplexe Welt hat, da haben es mir auch die Charaktere und zum Teil die Handlung sehr angetan. Das ist für mich immer noch der beste standardmäßige Isekai weil er einfach alles nutzt und wirklich versucht etwas damit zu machen.

Ich mag ja eigentlich diese Geschichten bzw. dieses Genre sogar sehr, wenn es funktioniert, dann habe ich auch wirklich meinen Spaß damit wie bei Re:Zero, Mushoku Tensei oder I'm a spider so what. Es tut mir halt nur immer etwas weh, wenn ich sehe, wie über das Genre ein Allgemeinurteil gefällt wird oder wenn ständig diese unterdurchschnittlichen Werke auftauchen, durch die sich die Isekai-Gegner dann immer sofort bestätigt fühlen. Es gibt halt so viel Auswahl, da ist auch sicher gutes Zeug dabei, die Ausbeute bei anderen Genres bezüglich wirklich guter Titel ist ja auch nicht so hoch, nur hier ist es halt aufgrund der Masse an Titeln schlimmer. Solche Titel kann man, wenn man halt auch nicht viel von dem Anime will, durchaus ansehen, nur ist es bei der aktuellen Lage relativ ärgerlich, dass die Ausbeute an guten Titeln so niedrig ist. Vielleicht ist mein persönlicher Anspruch an das Genre auch etwas höher, da ich diesem so viel abgewinnen kann ... Aber gerade deswegen würde ich nicht sagen, dass ich für solche Geschichten das falsche Publikum bin, sondern Death March (zumindest als Anime) einfach schlecht finde.

Sniperace schrieb:
Dazu kommt noch, dass so gut wie Alles als Isekai bezeichnet wird. Wobei viele definitiv nicht als Isekai beworben werden oder wurden (grade ältere Werke) und manche schlichtweg keine sind.
Ich weigere mich zum Beispiel SAO als Isekai zu bezeichnen. Für mich erfüllt dieses Werk einige grundlegende Eigenschaften von Isekai nicht:
Weder eine fremde oder alternative Welt. Noch eine fremde Zeit. Auch ist niemand körperlich anwesend in dieser Welt sie können schlichtweg nicht ausloggen.

In dem Fall muss ich sogar zustimmen. Mittlerweile werden so viele Werke als Isekai bezeichnet, obwohl es rein vom Begriff her ja eine Reise in eine andere Welt sein müsste. Es reichen ja bestimmte inhaltliche Ähnlichkeiten damit Leute sagen das ist ein Isekai. Dass es Isekai-Elemente sind oder sie sich stark darauf beziehen, das stimmt zwar schon, aber es ist halt nicht das Gleiche. Das trägt halt auch dazu bei, dass der Begriff selbst teils recht liberal benutzt wird. Ich hatte allerdings auch erst letzthin eine Diskussion, in der genau über diese unklare Einteilung geredet wurde und ich ließ mich zumindest überreden, virtuelle Welten auch als eine Art Isekai anzusehen, selbst wenn ich persönlich sie nicht als solche einordnen würde. Es ist immerhin eine andere, virtuelle Welt und im Beispiel SAO fühlt es sich aufgrund der Struktur des Spiels und der Handlung eigentlich eher so an, als ob sie wirklich in einer anderen Welt gefangen wären. Rein von der Perspektive her ist es also als Isekai inszeniert. Aber wie gesagt, ich persönlich finde immer noch, dass durch die angesprochene physische Gegenwärtigkeit in der echten Welt die Charaktere nicht ganz in der anderen Welt sind sondern nur halb. Es ist in dem Sinne halt eher ein Spiel. Aber genau solche Fälle machen es halt schwer den Begriff konkret einzuordnen wenn man nicht ganz hart nach der Wortdefinition unterteilt.


Sniperace
Das Thema verfolgt mich ............

Am meisten stört mich eigentlich, dass Isekai oft genug schlechtgeredet wird und dabei genial oder gute aber auch nur durchschnittliche Isekai unverdient unter die Räder kommen.
Vielfach wird dem Isekai Genre vorgeworfen, sich nicht zu bewegen oder sich zu sehr oder nur mehr selbst zu kopieren, bzw. sich von anderen Isekai beeinflussen zu lassen. Nun, dass geht jedem halbwegs erfolgreichen Genre so und ist manchmal gar nicht schlecht, weil manche Ideen einfach auch gut ziehen und wenn es auch schon hundert Mal genutzt wurde.
Zum Anderen ist es bei weiten nicht so, dass keine neuen Ideen gibt (es gibt sogar viele, grade im Mangabereich) oder aber - was eine Kunst ist, dass man alte Ideen neu mixt und damit etwas Neues kreiert. Ich persönlich bin sogar der Meinung, dass man gute Ideen hernehmen kann und mit kleinen dezenten Änderungen etwas Großartiges schaffen kann.
Aber Wer jetzt sagt, Isekai ist hier das größte oder einzige Genre, der versteift sich auf Etwas, was so einfach nicht zu halten ist.

Isekai ist einfach eine dieser uralten Fragen und damit ist es eine gute Basis. Eine uralte Basis (manche User haben es ja schon erwähnt). Und es ist nicht grade neu, auch im Anime und Mangabereich. Und hier meine ich, in durchaus groben Mengen. Die frühen recht erfolgreichen Shounenisekai (und andere Obergenre) zeigen es doch. Monster Rancher, Digimon, Inuyasha (manche sagen ja, es ist Keiner, ich sage ja), Vision of Escaflowne, 12 Kingdoms (uralte Basis) usw. Es war schon vor ewigen Zeiten populär und da hat sich keiner drüber aufgeregt.

Glaubt mir ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da gab´s keine Diskussion. Und ich kann mich an Zeiten erinnern, da war jeder Isekai willkommen.
Und ist auch noch gar nicht so lange her!
Die Aufregung hat damit begonnen, als sich ein Schema raus kristallisiert hat und sich als enorm erfolgreich heraus gestellt hat:
NEET, Hikikomori, Außenseiter, Hardcoregamer oder sonst wie gescheiterter Mensch wird in eine fremde Welt (am besten Fantasy angehaucht) transferiert und funktioniert dort, bzw. wird dort zum Helden, der er im echten Leben nicht ist.
Und damit haben Wir nun offensichtlich ein Problem - nachdem Wir es Jahre lag toll gefunden haben .............
Es hat ja seine Gründe warum gerade diese Kombination mittlerweile den Markt überschwemmt - weil sie einfach gekauft werden (oder auch wurden), diese Manga, LN und Anime. Die Hersteller haben auf UNS reagiert und liefert und (in Mengen) nun sind Wir davon gelangweilt .......
Ich hab nach wie vor kein Problem damit ..........

Klar ist es aber nicht nur Isekai Werke selber - die dieses Sättigungsgefühl erzeugen. Wird hier immer vergessen.
Es ist der Fantasy Trend und der Inside a Game, meistens RPG Trend. Die sind nämlich auch wie eine Seuche, oft genug nicht mal Isekai, doch weil so viele Isekai dieses Thema ebenfalls nutzen, werden Fantasy u. RPG unterbewusst hinzu gezählt.

Dabei wird vergessen, dass genug Isekai eben nicht dieses Thema haben. Denn was hat eine Schulklasse, die in eine urzeitliche Welt oder in das feudale kriegerische Japan transferiert werden damit zu tun? Oder was hat ein leicht bösartiges, ichbezogenes Arschloch, dass als kleines Mädel in einer fremden Welt wieder geboren wird, weil er Gott verärgert hat, damit zu tun?

Dazu kommt noch, dass so gut wie Alles als Isekai bezeichnet wird. Wobei viele definitiv nicht als Isekai beworben werden oder wurden (grade ältere Werke) und manche schlichtweg keine sind.
Ich weigere mich zum Beispiel SAO als Isekai zu bezeichnen. Für mich erfüllt dieses Werk einige grundlegende Eigenschaften von Isekai nicht:
Weder eine fremde oder alternative Welt. Noch eine fremde Zeit. Auch ist niemand körperlich anwesend in dieser Welt sie können schlichtweg nicht ausloggen.
Sie liegen in der realen eigenen Welt im Bett und können nicht aussteigen, weil ein Teil (elektronische Teil = Mordwaffe) in der realen Welt es verhindert. Sie sterben auch, weil etwas in der realen Welt passiert. Zwar kann es auch durch Entscheidungen und Scheitern im Programm dazu kommen, allerdings ist es noch immer das Teil in der realen Welt, dass sie tötet, mal ganz davon abgesehen, dass sie langsam zugrunde gehen - in der realen Welt.
Serien wie Caligula, zählen meiner Meinung nach, so auch nicht dazu.
Aber was soll ich sagen - Shichisei no Subaru wurde auch schon in bestimmten Threads als Isekai bezeichnet und der ist nun wirklich Keiner.
Auch gibt es genug Anime, die man zwar streng genommen als Isekai bezeichnen kann, wo es aber nur bedingt Sinn macht und auch oft gar nicht so gedacht ist.
Und dann gibt es noch die, wo es nicht ganz klar ist. Grade ein paar "Charakter in RPG gefangen" Manga/Anime lassen da vieles offen.

Es gibt im übrigen auch die umgekehrte Form, ergo Fantasiewelt Figur landet in der echten Welt.
Beispiel: Hataraku Maou-sama!

Und nicht zuletzt gibt es Isekai, deren einzige Begründung für den Namen, dass Verbinden einer "realen" Welt, mit einer Fantasiewelt ist.
Restaurant to Another World (Isekai Shokudou) ist da ein gutes Beispiel. Isekai gegeben?

Mir ist natürlich klar, dass es sich, bei meiner Meinung was nun Isekai wirklich ist, um meine ganz eigene handelt. Und SAO vermutlich selbst im Mutterland als Isekai gehandelt wird - ob nun von Fans oder von den Macher ist mir recht egal. Doch es müssen für mich zwei Welten erfüllt sein und ein Programm, ist keine Welt, zumindest bis man nicht real dort hinein transferiert wird. Nur eingeloggt, ist für mich kein Transfer. Sonst kaufe ich mir ein paar Jahren eine VR-Brille, Einlogggerät (oder wie man das Teil dann nennen wird, die vermutlich schon so gut sein wird, dass ich mit Gedanken steuern kann) und erfülle damit Isekai;)

The Gamer halte ich im übrigen auch nicht für Isekai;) Ist eine Fähigkeit die er in der (seiner) realen (wo es Magie gibt, jedoch die Meisten keine Ahnung davon haben) Welt bekommt, die halt verschiedene, nicht jedem zugängliche Sphären aufweist, bzw. die geschaffen werden können, quasi für Normalos versteckte Abschnitte. Kann man als Isekai sehen, allerdings ist es ein und die selbe Welt, sie war immer da, er hat immer dort gelebt, nur keinen Zutritt zu bestimmten Parts gehabt, bzw. konnte sie nicht erschaffen. The Abyss war schon immer da und ist Teil seiner Welt.

Ich würde sagen, etwas entspannter Isekai betrachten würde Uns gut tun, sofern Wir es nicht ohnehin schon tun;)
Keiner wird gezwungen sich Isekai zu geben und schon gar nicht die eher mittelmäßigen bis üblen Werke.

Ganz zu schweigen, dass es ja nicht das einzige Thema oder Trend ist, dass/der überbelastet ist:
RPG, Game
Idol
Sport (ja auch dort - auch wenn dort genug Möglichkeiten wären)
Fantasy
Echi
Survival (auch ein Trend - denn ich aber nie hassen werde)
Loli
Kochen (ja;)
Mecha (bin ja Fan, fairerweise erwähne ich es aber, weil Anime ohne Mecha nicht die Anime wären, wie Wir sie heute kennen und weil es in Japan einfach einen anderen viiiiiel höheren Stellenwert hat)
Remake (derzeit echt zu viel)
(Unendliche anfühlende) Franchise Anime
Werbe Anime
was zu
Game Umsetzungen führt (die Pest, gut manchmal auch was gutes dabei)
und
Dient nur dazu, etwas Anderes zu verkaufen Anime führt (Pokemon, Beyblade, Cardfight, Gundam ............)
Mystery
Psycho
Semihistorisch
Superpower
LN Umsetzungen (die dann unkomplett bleiben)
Musik (auch ein Trend)
Perv Anime (ergo alles was kein normaler Echi mehr ist und wo es nur darum geht "Etwas" zu zeigen, bzw. "geheime" Wünsche zu erfüllen - fängt mit Anime wie One Room an und hört beim Soft Hentai, einen gibt´s ja pro Season mindestens auf)
Und noch Vieles mehr.


Schöne Grüße
Sniperace