Rezension: Shinsekai Yori
Vertonung anhören:


Der Autor: Korijee



Der Anime: Shinsekai yori

Kennt ihr das, wenn man als alteingesessener Anime-Fan irgendwann einfach die Hoffnung verliert, noch ein gutes Werk zu finden? Wenn man bereits alle hochgelobten und meistausgezeichneten Serien hinter sich gebracht hat und nur noch einer nicht enden wollenden Flut flacher, geistloser Ecchi-Shounen-Animes gegenübersteht? Man ist in einem Trott gefangen und sieht einen Titel nach dem anderen, ohne wirklich noch die Zuversicht zu haben, je wieder ein zweites Death Note, Clannad, Code Geass, oder wie auch immer diese ganzen Meisterwerke heißen, zu finden. Und dann kommt Shinsekai Yori... man lässt die erste Episode ohne große Erwartungen an einem vorbeiflimmern. Kaum hat man sich versehen, beendet man die 25-teilige Novel-Adaption und denkt sich einfach nur: „Heilige Scheiße!“

Yusuke Kishi schrieb 2008 den Roman Shinsekai Yori, welchen Studio A-1 Pictures im Frühjahr 2013 als Anime verarbeitete und somit ein neues Werk der Genres Mystery, Fantasy sowie Horror auf den Markt warf. Horror! Wenn ich dieses Wort bei einem Anime lese, bin ich bereits skeptisch. Denn abgesehen von Higurashi no Naku Koro ni gelang es bisher keiner Serie, in mir auch nur ein mulmiges Gefühl zu wecken. Doch Shinsekai Yori ist anders. Dazu später mehr.

In unserer modernen Gesellschaft erwachte plötzlich eine Kraft, die tief in unserem Inneren schlummerte, das sogenannte „Juryoku“. Diese Macht, welche etwa bei 0,3% der Menschen auftrat, ermöglichte es ihnen, anhand von Gedankenkraft kinetische Energie auf Objekte zu übertragen, die Realität mittels Fantasie zu ändern und sogar Gegenstände aus ihrer Vorstellungskraft heraus zu materialisieren. Doch eine solch gottgleiche Fähigkeit barg eine schreckliche Gefahr: ein einziger schlechter Gedanke, eine einzige Aggression, ein einziges außer Kontrolle geratenes Individuum konnte die ganze Welt ins Chaos stürzen. Es kam, wie es kommen musste, zum Krieg zwischen den mit Juryoku gesegneten Menschen sowie den Normalsterblichen, den erstere für sich entscheiden konnten.
Eintausend Jahre später lebt die Menschheit auf dem technologischen Stand des Mittelalters in kleinen Dorfgemeinschaften und hat gelernt, das Juryoku zu beherrschen und es im Alltag als Hauptenergiequelle und technische Hilfsmaßnahme zu nutzen. Die vergangene, blutige Geschichte ist zu großen Teilen verloren gegangen oder wird bewusst verschleiert, um den Frieden zu gewährleisten.

Eines Tages machen die fünf Freunde Saki, Satoru, Mamoru, Maria und Shun im Rahmen des Sommerferienlagers ihrer Schule einen Ausflug zur heiligen Barriere, die ihr Wohngebiet von der Wildnis abgrenzt, in der die, durch das unterbewusst ausströmende Juryoku, gefährlich mutierte Tierwelt lebt. Von kindlicher Neugier getrieben fangen sie einen „falschen Minoshiro“, ein Fabelwesen, das sich als Archivroboter der alten Zivilisation herausstellt, und erfahren die ganze, gefährliche Wahrheit. In ihrem Glauben und Überzeugungen ins Wanken gebracht, geraten sie zwischen die Fronten eines Krieges der intelligenten Spezies der „Riesenratten“. Doch der wahre Feind ist oftmals nicht auf den ersten Blick zu erkennen.

Wem kann man glauben, wer lügt? Wem kann man vertrauen, wer will dich töten? Shinsekai Yori schafft es, die Ungewissheit als Stimmung so intensiv zu vermitteln wie kein anderer Anime. Von Anfang bis Ende zweifelt der Zuschauer mit den Charakteren, denn Yusuke Kishi versteht sich in einer ganz besonderen Art des Storytellings.
Der Fund des falschen Minoshiro löst eine Flutwelle an Informationen aus, die auf die Charaktere und den Zuschauer zurollt und ihn fast schon platt walzt, einem klar macht, dass die heile Dorfgemeinschaft und die unbeschwerte Kindheit für alle nun vorüber ist, von Anfang an nur Theater war. Doch der Batzen an Wahrheit bleibt ungeklärt und wirft mehr Fragen auf als dass er Antworten liefert. Was nun beginnt ist eine Jagd nach Puzzleteilen, die nur nach und nach erscheinen. Gerade dies macht den Anime so unfassbar spannend, denn jede neue Erkenntnis und Information vermag es, die gesamte Geschichte aufs Neue zu ändern oder Annahmen und Sicherheiten in ihren Grundfesten zu erschüttern. Selten habe ich ein Werk erlebt, bei dem Cliffhanger so konsequent und gekonnt eingesetzt werden wie bei Shinsekai Yori. Tatsächlich war es so, dass ich mich dabei erwischt habe, eine Hand voll Folgen hintereinander zu konsumieren, obwohl ich eigentlich weniger der Otaku bin. Doch es ging einfach nicht anders! Ich konnte mich nicht losreißen. Die Spannung nimmt mit dem Erkenntnisgewinn zu und steigt im Laufe der Geschichte ins Unermessliche.

Nicht nur Cliffhanger und andere rhetorische Elemente gehören zur besonderen Erzähltechnik dieses Werkes. Die Geschichte ist in mehrere Altersabschnitte geteilt, beginnt, als die fünf Freunde zwölf sind, und endet mit dem sechsunddreißigsten Lebensjahr. Bei jedem Zeitsprung kommen neue Fragen auf, denn was in der Zwischenzeit passierte, erfährt der Zuschauer nicht sofort, nicht einmal durch den Erzähler, der ebenfalls Seltenheitswert in Animes besitzt. Auch die Frage nach dem Antagonisten bleibt lange ungeklärt. Das Publikum sieht sich vielen Charakteren gegenübergestellt, die alle samt verdächtig wirken, doch sind sie tatsächlich alle schuldig? Die größte Besonderheit sind aber wohl die Anekdoten der Lehrer. Im Unterricht sowie im Alltag werden unseren Hauptpersonen kleine Geschichten erzählt, von Moral und Dämonen, Verboten und Geboten, die als kurze, eigenständige Episoden nicht nur die Hauptgeschichte mit ihren Informationen voranbringen, sondern auch mächtig unterhalten. So habe ich die Story vom Dämon „K“ tatsächlich verfolgt, ohne zu merken, dass ich dabei die Luft angehalten habe.

Die Technik des langsamen Erkenntnisgewinns mittels der Suche nach fehlenden Informationen im großen Bild der Handlung mag zwar spannend sein, hat aber doch einen klar auf der Hand liegenden Nachteil: Die späteren Episoden sind zwar ganz schön rasant, doch bis man da ankommt, muss man sich erst einmal durch langwierige und teilweise unklare Anfangsepisoden kämpfen. Zwar wird auch hier durch Geschehen Spannung erzeugt, und das nicht wenig, doch das volle Potenzial wird erst ab der Hälfte, das heißt in Episode zwölf, erreicht. Bis dahin muss man als Zuschauer also erst einmal... nun... „aushalten“ ist ein unschöner Begriff, aber er kommt hin. Erreicht man benannte Folge jedoch, wird einem plötzlich klar, wie durchdacht der Plot und wie ausgereift die Welt doch ist. Dies ist natürlich ein klarer Vorteil, wenn man einen Roman als Vorlage hat. Selten habe ich eine so ausgefeilte Handlung gesehen, die wirklich bis zur letzten Minute (tatsächlich!) immer noch Twists beinhaltet und den Zuschauer zu schocken weiß. Ich habe ab Folge achtzehn, dem Beginn des „großen Finale“, übrigens den Anime bis zum Ende in einer Nacht durchgeschaut, weil ich einfach nur gebannt war. Und das muss was heißen!

Wo der Anime bei der Handlung all seine Ressourcen einsetzt, da vernachlässigt er ein wenig die Charaktere. Es gibt charakterzentrierte Serien, beispielsweise die meisten School-Animes, Slice of Life, oder aber auch Romanzen und Harems. Shinsekai Yori dagegen ist handlungszentriert. Das Fortschreiten der Geschichte und deren Tiefgang stehen vor dem der Personen und ihrer Entwicklung. So werden die meisten Personen bis zum Ende ein weißes Blatt bleiben. Einzelschicksale werden teilweise komplett ignoriert, so erfährt man vom Tod einiger Castmitglieder, doch wie, wann, warum und durch wen ist vollkommen irrelevant und bleibt somit ungeklärt. Ebenso tauchen Charaktere auf, die teilweise wichtige Nebenrollen besetzen, doch sie werden trotzdem einfach auf der Strecke gelassen und kommen irgendwann schlichtweg nicht mehr vor. Paradebeispiel sind hier die Eltern der Hauptpersonen, die Lehrer, Ausschussmitglieder, Mönche oder aber auch einzelne Riesenratten.
Doch ist der Zuschauer darüber traurig? Nein, eben weil die Figuren so farblos sind, stört es nicht, man ist nicht im Geringsten traurig, und dies ist einer der negativsten Kritikpunkte, die ich finden konnte. Insbesondere Maria und Mamoru, zwei der fünf Hauptpersonen, wirken so leer und auf Statistenrollen verbannt, dass mich ihr Schicksal kaum berührte. Die anderen drei, besonders Protagonistin Saki, werden stärker behandelt, auch wenn sie einem rein charakterzentriertem Anime nicht das Wasser reichen können. Fakt ist jedoch, dass sie mir trotz ihrer Weinerlichkeit und der Tatsache, dass sie sich hin und wieder ziemlich blöd anstellen, sympathisch waren. Die oft gelesene Kritik, alle Personen wären einfach nur Schachfiguren der alles überragenden Handlung, teile ich nicht. Denn Saki, Shun und Satoru sowie die Nebenfigur Squealer (eine unfassbar polarisierende Gestalt, die einen Großteil der Spannung mit sich trägt) empfand ich nieveauvoll und passend.
Insbesondere möchte ich hier auf den Shounen-Ai- und Shoujo-Ai-Anteil eingehen. Tatsächlich sind alle Hauptcharaktere bisexuell und führen in dem Zeitabschnitt der Jugend homosexuelle Beziehungen. (für Zwölf- bis Vierzehnjährige sind sie vielleicht sogar etwas übertrieben sexuell aktiv dargestellt) Dies geschieht, ohne dass das Genre des Animes direkt als Shounen/Shoujo-Ai charakterisiert werden müsste, denn es wirkt in Shinsekai Yori nicht ungewöhnlich, sondern einfach nur natürlich. Und dafür gibt es meinen größten Respekt!

Während andere Animes vor der Darstellung von Homosexualität zurückweichen und dieser Aspekt fast nur in direkt dafür konzipierten Werken des Shounen/Shoujo-Ai als Hauptthema Platz findet, haben wir hier einen „normalen“ Anime, der nicht aus der Sparte des Yaoi oder Yuri kommt, und es trotzdem zeigt! Und er zeigt es nicht als Hauptthema und auch nicht als BL/GL-Fanservice um die Einschaltquoten zu erhöhen, nein, er zeigt es direkt und unverschleiert sowie als normalste und alltäglichste Sache der Welt. Und dies ist ein großer und gewagter Schritt, vor allem in der Gesellschaft Japans, in der Homosexualität übrigens noch immer Kündigungsgrund ist und die keinerlei Antidiskriminierungsgesetze besitzt. Und dies ist nicht die einzige Botschaft, die uns Shinsekai Yori übermitteln will.

Wirkt der Anime anfangs wie für jüngeres Publikum gemacht, wird einem bei stärkerer Reflexion sowie in den späteren, sehr blutigen Episoden klar, dass einem hier ein Werk für junge Erwachsene vorliegt, welches wesentlich ernstere Themen anspricht, als bei oberflächlicher Betrachtung klar wird. Die Serie thematisiert nicht nur die ethische Rechtfertigung von Massenmord und Folter, sondern auch Tierschutz und den Umgang mit Behinderten. Er wirft die Fragen auf, ab wann Menschenrechte für ein Individuum gelten und ob sie anfechtbar sind, inwieweit Tieren Rechte zugesprochen werden können, ob wirklich alle Menschen gleich sind. Ist jeder so viel wert wie der nächste, oder misst sich der Wert eines Menschen am Nutzen für die Allgemeinheit, vielleicht aber auch an seiner persönlichen Macht? Die größte Kritik, die der Anime anbringt, ist die am Weltbild des Utilitarismus, der Aufopferung des Einzelnen für die Gesellschaft. Damit spricht er nicht nur aktuelle Themen an, sondern arbeitet auch die kritische Geschichte Japans auf. Er zeigt klar, dass Kamikaze und Selbstmordattentate zu verurteilen sind, dass jeder Mensch ein unersetzbares und unvorstellbar wertvolles Geschöpf ist, das man nicht für das Wohl vieler opfern darf. Shinsekai Yori stellt die mutige Frage, inwieweit Mord gerechtfertigt ist, wenn dadurch das Leben vieler geschützt und Frieden gewährleistet werden kann. Und der Autor gibt dem Zuschauer keine Antwort, nein, er lässt ihn selbst nachdenken und sich seine persönliche Meinung bilden. Er zeigt gleichermaßen den Schrecken und das persönliche Leid, das derartige Präventivmaßnahmen mit sich bringen, als auch das, was passieren kann, wenn man sie unterlässt. Das einzige, was er uns auf den Weg gibt, ist die Aufforderung, uns zu trauen, ein Individuum zu sein. Uns zu trauen, für uns zu leben, und nicht für andere. Zu tun, was wir für richtig halten und was unser Herz uns sagt, und nicht das, was die Gesellschaft von uns verlangt.

Doch selbst alle, die dies nicht so wie ich zwischen den Zeilen herauslesen (manche würden sagen, ich überinterpretiere... kann sein), werden ihren Spaß an Shinsekai Yori haben. Denn ob tiefgründige Botschaft oder nicht, die Story ist und bleibt spannend und unterhaltsam.

Unterstützt wird die Geschichte durch Animation und Zeichnung, die nicht ganz auf heutigem Standard sind. Tatsächlich ist Shinsekai Yori vom technischen Stand her eher im Jahre 2011 anzusiedeln. Die Charakterzeichnung an sich ist herzallerliebst und die Figuren sehen äußerst niedlich und toll aus, doch wirken sie vor allem in Actionszenen sowie von weiten Entfernungen aus etwas schwammig. Da die (seltenen) Kämpfe mittels Juryoku ausgefochten werden, sind kaum actiongeladene Bewegungsabläufe zu sehen, denn die Kraft wird einfach nur mit einer Art konzentriertem Blick ausgelöst, maximal noch mit bescheidenen Handgesten. Sollte es dann trotzdem zu Fluchtszenen oder akrobatischen Einlagen kommen, merkt man, dass die Animation tatsächlich nicht dem heutigen Niveau entspricht. Die Charaktere wirken hölzern und teilweise falsch gesetzt. Da solche Szenen selten sind, störte mich dies jedoch nie wirklich. Eines muss ich bei den Personen ebenfalls loben, und zwar ihre Kleidung! Mich nervt bei vielen Animes, dass die Figuren immer das Gleiche tragen (Naruto seit über 800 Folgen den selben Overall... igitt). Ich meine, ist es so aufwendig oder kostenintensiv, den Leuten in regelmäßigen Abständen andere Sachen zu verpassen? Bei Shinsekai Yori haben wir nicht nur Kleiderwechsel, nein, die einzelnen Outfits sind auch noch wunderschön! Die Zeichner mischen traditionelle japanische Gewänder wie Yukatas, Kimonos und Jimbei mit moderner Mode wie Jeans oder T-Shirts und schaffen so nicht nur einen exzentrischen, sondern auch gutaussehenden Look. Insbesondere die Schuluniformen der Charaktere, die an antike, europäische Tuniken erinnern, haben mich begeistert.
Den Minuspunkt bei der Animation der Menschen machte das Studio auch bei den Fabelwesen wieder wett. Sei es nun der in Regenbogenfarben strahlende, anmutige Minoshiro oder die skurrilen Riesenratten, eine Art übergroßer Nacktmull, oder aber auch andere mutierte Tiere, der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Besonders überzeugend ist die Darstellung von Kramadämonen, Wesen, die eine unkontrollierte Mutation bei ihrer Umgebung auslösen. Da dies ein Spoiler wäre, kann ich darauf leider nicht genauer eingehen, doch der im Anime sichtbare Karmadämon mit seiner weißen Maske und dem Kimono, sowie die durch ihn ausgelösten Schreckensvisionen und Erinnerungen sind von so surrealistischem und gleichzeitig fernöstlichem Charme, dass mir das Zittern kam.

Die Orientierung an japanischen Mythen und japanischer Kultur kommt nicht nur bei der Kleiderwahl, den Fabelwesen oder der gesamten Optik des Dorfes und der Gesellschaft herüber, sondern findet auch in der musikalischen Untermalung Platz. Traditionelle Instrumente, beispielsweise die Taiko-Trommeln, bilden hier das Instrumental im Hintergrund der Szenen, die zwar dezent und nur leicht, dafür aber immer passend untermalt werden. Ein Opening spart man sich komplett, das erste Ending „Wareta Ringo“ von Risa Taneda ist mit einem modernen Sound jedes Mal aufs Neue erfrischend.
Das zweite Ending „Yuki ni Saku Hana“ von Kana Hanazawa war dagegen eher durchschnittlich und blieb mir nicht weiter im Gedächtnis. Ähnlich verhielt es sich mit den Seiyuu.

Nun wollte ich ja noch ein Wörtchen dazu verlieren, ob die Genrebezeichnung „Horror“ gerechtfertigt ist. Ja, ist sie. Tatsächlich hat es mich hin und wieder im positiven Sinne gegruselt, und das tut Shinsekai Yori nicht nur durch die furchterregenden Monster, nein, einfach durch die Ungewissheit und die Angst vor dem, was kommt, was einem noch begegnet. Die Angst vor dem, was einem im Dunkel auflauert, und vor dem, zu was man werden könnte, wenn man seine Beherrschung verliert. Die Angst vor dem Zusammenbruch der Gesellschaft und sogar vor der Auslöschung der Menschheit. Shinsekai Yori praktiziert einen subtilen, von den in späteren Episoden relativ häufigen Splattereinlagen unabhängigen Horror, der einem langsam und mit eiskalten Klauen über den Rücken wandert.

Das Ende des Animes... oder eher... das große Finale, war wie bereits erwähnt, grandios. Es war wie zu erwarten nicht nur spannend, sondern auch wundervoll zweifelhaft. Hier wird nicht in schwarz und weiß geschlossen, sondern in grau. Ob derjenige, der am Ende gewonnen hat, der Gute war, und der, der verlor, der Böse, lässt sich schlecht sagen und ist Ansichtssache. Tatsächlich schafft es der Autor, dass man sich einerseits über den Ausgang freut, andererseits ihn aber auch bedauert, da man die Ziele und Gedanken beider gegeneinander antretender Seiten verstehen und nachvollziehen kann. Ebendies kann man typisch Shinsekai Yori nennen, zurück bleibt ein ungutes Gefühl und Trauer, Trauer über das Ende und darüber, dass dieser Anime vorbei ist und nun der Trott von neuem beginnt, die Suche nach dem nächsten Werk, einem, das Shinsekai Yori das Wasser reichen kann.

Und davon gibt es in der neueren Generation der Animes wenige, doch diese Serie hat mir die Hoffnung in das Jahr 2013 zurückgegeben, was Animeerscheinungen anbelangt, ich wage zu sagen, dass Shinsekai Yori bisher mein persönliches Jahreshighlight war. Kleine Schnitzer gibt es bei der Animation, die Charaktere haben in Entwicklung und Wirkung auch Potenzen verschenkt, doch im Endeffekt sitzt man nach Episode 25 vor dem Bildschirm mit diesen alles sagenden, abschließenden und vollkommen gerechtfertigten zwei Worten im Kopf:

„Heilige Scheiße!“

das war mal wieder
Korijee

KommentierenDanke!


Die letzten 10 Kommentare zu dieser Rezension:


Ollitaku
Damals im Herbst 2012, sah mir die Anime-Charts für Herbst 2012 an, und wählten 5-7 Anime aus, die ich sehen wollte.
Mitte 2013, gab ich dann auch diesem Anime ne Chance und schaute mir Shinsekai Yori an, das Cover fiel mir nicht ins Auge und der Plot hat meine Interessen nicht geweckt.
Ich habe es jedoch einmal probiert und nachdem ich den Anime beendet habe, kann ich versprechen, dass es wirklich ein Schauspiel ist, ein Diamant in der Schlucht.


QueenL
Shinsekai Yori
Ich habe mich anfangs unfsssbar schwer getan mit dem Anime. Ich wollte nach der zweiten Folge abbrechen, weil es so langatmig war und mir der rote Faden fehlte. Doch ich bin absolut froh, dass ich mich überwunden hatte. Dieser Anime ist für mich ein Meisterwerk. Diese Welt ist so durchdacht und komplex, dsss ich noch Tage später gefesselt war von diesem Universum.
Die Charakter waren zwar oberflächlich gehalten aber es hat nicht gestört, weil die Welt viel komplexer war als angenommen. Es war nicht schlimm, dass die Charakter den Tiefgang einen Toastbrotes hatten, es hat in sich gepasst.
Ich bin fasziniert von diesem Anime und ich bereue keine Minute.


Sakura-sama.
Eine gute Rezension zu einem wirklich äußerst beeindruckenden Meisterwerk!All die Zeit habe ich Shinsekai Yori eher unterschätzt und konnte mir ehrlich gesagt gar nichts dadrunter vorstellen.Irgendwann habe ich mich dann doch noch dazu entschlossen ihn zu schauen und habe es wirklich kein bisschen bereut.Shinsekai Yori ist ein unglaublich komplexes und interessantes Werk mit einer wunderschönen Atmosphäre,welches einen zum nachdenken antreibt.Shinsekai Yori hat mir sogar schon so sehr gefallen,das es sogar schon einen Platz in meiner Top 10 gefunden hat!


Arabus80
ich hatte die erste folge des animes gesehen und war sofort gefesselt, so sehr das ich sofort verzweifelt nach weiteren folgen suchte, doch leider nur 2 weiter noch nicht auf deutsch gesubte folgen fand (ich hasse es eigenlich englisch sub zu haben/lesen) verschlang diese daraufhin und wartete jede woche verzweifelt auf die nächste folge


SAT0RU
ich finde diesen Anime super. *o-gj*


Matze21980
Warnung - Spoiler! [Klicken zum Anzeigen]


Wie gut es das allein Schon wiedergibt.

Habe ihn selbst vor 2 Wochen etwa durchgeschaut, was ein Ende, davon will ich mehr haben *o-büde*

Ich kann es euch einfach nur empfehlen und sdchaut ihn euch durch, es lohnt sich 100%ig *o-XD*


DarthGonk
Hört sich gut an, ich werde ihn mir auf jeden Fall demnächst mal anschauen.
Aber ich persönlich wäre ganz vorsichtig, bevor ich einen Anime mit Death Note oder gar Clannad vergleiche.
Sowas setzt sehr hohe Erwartungen !


Vasil705
Wie geil dieser Anime ist!
Ich bin grad einmal bei der ersten Folge und bin schon hell auf begeistert. Im Gegensatz zu vielen anderen Animes merkt man hier wirklich Liebe in jedem Detail. Vorallem der Animationsstil hat es mir sehr angetan, in Kombination mit den wirklich schön ausgearbeiten Charakteren erzeugt er eine beeindruckend dichte Atmosphäre.


Danke Kori für diese geschmackvolle Empfehlung :3


Kiray90
Der Anime hört sich ja mal sowas von Geil an
Allein die Musik ist schon genial....muss kuckn *o-roll*

gute Rezension weiter so *o-gj*