Rezension: Acchi Kocchi
Der Autor: MrThaeng



Der Anime: Acchi Kocchi

Vertonte Version: Klick! (Sprecher: Seetang)

Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem sich ein jeder Anime-Fan entscheiden muss, welches Werk er als nächstes betrachten möchte. Auch ich endete letztendlich im ewigen Kreislauf der Animefindung und musste mich zwischen verschiedenen Kriterien entscheiden. Schließlich kam ich zu dem Entschluss, dass ich etwas Abwechslung brauchte. Ich wollte etwas Knuffiges beziehungsweise etwas Süßes. Und mit „Acchi Kocchi“, der Anime-Adaption des gleichnamigen Mangas, erzielte ich wohl einen Volltreffer.

Acchi Kocchi erzählt dem Zuschauer eine herzhaft süße Geschichte, welche sich um die alltäglichen Geschehnisse der fünf Schulkameraden Tsumiki Miniwa, Io Otonashi, Mayoi Katase, Sakaki Inui und Hime Haruno dreht. Der Zuschauer erhält Einblicke in verschiedene Lebensphasen der oben genannten Charaktere und begleitet diese durch verschiedene Strapazen. Jede Episode beinhaltet ihre eigene kleine Geschichte, sodass eine Charakterentwicklung kaum stattfinden kann. Die zwölf circa 25 Minuten langen Folgen beziehen sich dementsprechend nur selten oder auch kaum aufeinander.
Die Story scheint sehr simpel aufgebaut zu sein, was sie auch durchaus ist, allerdings kann Acchi Kocchi dies mit ganz anderen Aspekten wieder ausgleichen. Einer dieser Aspekte wären die Charaktere. Diese kommen anfangs sehr stereotypisch herüber, allerdings merkt man nach einiger Zeit, dass die einzelnen Figuren doch relativ gut durchdacht und an die Stimmung des Animes angepasst worden sind. Alle fünf Protagonisten ergänzen sich gegenseitig durch ihre verschiedenen oder auch gleichen Eigenschaften. Ein gutes Beispiel hierfür wären Mayoi und Sakaki, die zwei verrückten, idiotischen und chaotischen Mitglieder der fünf Schulfreunde. Die Beiden ähneln sich in ihrer Art auffallend und harmonieren somit innerhalb des ganzen Animes, was wiederum für zahlreiche Lachanfälle sorgt. Ein andersartiges Beispiel wären Tsumiki und Mayoi. Wie bereits genannt, tritt Mayoi als die verrückte und gleichzeitig alberne Person des Animes auf, während Tsumiki das kleine und zurückhaltende Mädchen ist, dessen Emotionen oftmals außer Kontrolle geraten. Somit bringt Mayoi Tsumiki immer wieder in ungewollte Situationen, welche den Zuschauer stets zum Schmunzeln bringen.

Neben den Charakteren zählt auch der Zeichenstil als großer Pluspunkt. Denn dieser trägt hauptsächlich dazu bei, dass Acchi Kocchi so niedlich und süß herüberkommt, wie ich zuvor bereits beschrieb. Stark an einen Chibi-Zeichenstil erinnernd, unterstreicht er besonders die Atmosphäre des Animes. Jene Niedlichkeit, die der Zeichenstil hervorragend zum Vorschein bringt, wird besonders durch die detaillierten und vor allem sauberen Zeichnungen von Acchi Kocchi betont. Der Anime ist dementsprechend schön anzusehen und liefert einem außerordentlich süß gezeichnete Szenen. Zudem sollte man die Farbwahl nicht außer Acht lassen. Die hellen, knalligen und vor allem bunten Farben verleihen dem Anime das richtige Flair, ohne dabei zu übertrieben zu wirken.

Ein negativer Kritikpunkt an Acchi Kocchi wäre leider, dass der romantische Anteil innerhalb des Animes viel zu knapp gehalten wurde. Teilweise stellte ich mir die Frage, ob man dies überhaupt noch Romantik nennen konnte. Denn abgesehen von ein paar harmlosen Szenen, in denen die Charaktere kurz erröten oder lediglich sprachlos werden, kommen bedauerlicherweise kaum richtige und vor allem ernste romantische Szenen vor. Eine von mir erhoffte Kuss-Szene zwischen den zwei Hauptpersonen Tsumiki und Io kam somit nicht einmal ansatzweise vor. Oftmals wurden halbwegs romantische Szenen einfach durch Scherze, Kommentare oder irgendwelchen anderen Geschehnissen, welche sich im Hintergrund abspielten, unterbrochen oder sogar ins Lächerliche gezogen. Romance-Fans, die nach schnulzigen Liebesszenen Ausschau halten, werden also von Acchi Kocchi, zumindest bezüglich des romantischen Aspektes, enttäuscht werden.

Im Gegensatz zu der fehlenden Romanze konnte mich der Comedy-Anteil voll und ganz überzeugen. Selten habe ich sooft beim Schauen eines Animes gelacht. Die Witze sind nicht nur irgendwelche billigen Scherze, welche man aus vielen 08/15-Animes kennt. Nein, sie sind meist qualitativ hochwertig, abwechslungsreich und erscheinen immer zum richtigen Zeitpunkt. Heißt also: Wenn ihr nach einem Anime sucht, der euch teilweise dermaßen zum Lachen bringt, dass eure Augen tränen, habt ihr mit Acchi Kocchi den Jackpot gezogen.

Was lässt sich zur Musik von Acchi Kocchi sagen? Die Musik ist – wer hätte das gedacht – ebenfalls zuckersüß und einfach nur niedlich. Vor allem das Ending bringt einen jeden Anime-Fan zum Schmelzen. Vorausgesetzt man steht auf den Moe-Kram. Das Opening ist nicht jedermanns Sache und kann nach einiger Zeit nerven, allerdings gewährt es einen kleinen Einblick darauf, was dem Zuschauer erwarten wird: Lustige Szenen, süße Charaktere und lustige Witze. Zudem wurde das Opening von den fünf Synchronsprechern der Charaktere gesungen, auch wenn diese vom Gesanglichen her nicht Königsklasse sind. Zum Soundtrack hätte ich hinzuzufügen, dass dieser einfach nur schön, emotional und vor allem beruhigend ist. Kombiniert mit dem animierten Geschehen, wird somit eine perfekte Kombination zwischen Bild und Musik geschaffen, welche die Atmosphäre des Animes zusätzlich noch einmal unterstreicht.

Mein Fazit zu Acchi Kocchi müsste mittlerweile ziemlich offensichtlich sein. Der Anime ist, wie schon unzählige Male in dieser Rezension erwähnt, einfach nur süß. Kombiniert mit passender Musik, passendem Zeichenstil und einfach nur zum-lachen-bringenden Szenen, hat Acchi Kocchi, in seinem Gesamtpaket betrachtet, mehr Aufmerksamkeit verdient, als die er es jetzt hat. Wenn ihr über die fehlenden Romance-Anteile hinweg schauen könnt, auf Moe-Kram steht, keine überragende beziehungsweise komplizierte Story sucht und endlich mal wieder etwas zum Lachen braucht, dann solltet ihr diesem Anime auf jeden Fall eine Chance geben und euch von ihm faszinieren lassen. Und bevor diese Rezension endet, lasst mich noch eines sagen: Vergesst Gummibärchen, Schokolade oder sonstige Süßigkeiten! Denn Acchi Kocchi wird eure tägliche Dosis an Süßheit mehr als nur übertreffen.

Mit freundlichen (und süßen) Grüßen, MrThaeng

KommentierenDanke!


Die letzten 10 Kommentare zu dieser Rezension:


Ceades
Sieht super aus und da ich mal wieder lust auf was süßes hab werd ich mir den Anime direkt mal reinziehen ^^
*o-love2*


elfenlied91
*o-roll* *o-love* *o-love2* superknuffig einfach süs


Yukibera
Ah, ich hab den Anime letztes Jahr gefunden, als er gerade angefangen hat und ich muss voll zustimmen: Der is so knuffig und manchmal muss man echt lachen! :D Der war genau was für mich, aber leider gab es nur so wenige Folgen und keine zweite Staffel :( Aber auf jedenfall sehenswert für den der auf Moe x3 steht *-* *o-love2*


CatlynMaito96
Hört sich echt toll an, auch wenn ich eher auf was anderes stehe *o-wahaha*
Naja ich werde mal reinschauen und wer weiß vllt verliebe ich mich *o-haha*

Ich freue mich jedenfalls schon riesig drauff *o-bye*


TheTricepHD
.


Jokeer
Acchi Kocchi! Gooooott war der Anime süüss!
Obwohl ich zugeben muss das ich mich dazu zwingen musste ihn zu schauen, nach einer zeit wurde es mir echt zu kindish xD
Aber süss gemacht ich musste manchmal richtig ablachen! Besonders wen die girl nasen bluten bekommn haben! Das war so lengendäär.

Okai, ich hatte einen ''aww'' eindruck davon und fand ihn echt witzig, würd ihn aber nur für die weiter empfehlen die aus sowas stehen, ich mag sowas weniger aber bereue e nicht ihn gesehen zu haben! :)

Mehr kann ich auch nicht sagen ausser das es einfach knuffig war!

Lg. Jojo~


Etymologie
Ich habe mir nachdem ich diesen Artikel gelesen habe, auch mal gedacht ich schau ihn mir an. Und ich muss sagen nach nur 3 Folgen bin ich äußert Positiv überrascht, vorallem was die Genre Comedy angeht davon bekommt man mehr als genug. *o-love*


Reijsen
Sieht ja nett aus. *o-hero*


Ac1dRain
aaah das sind jetzt Rezensionen. Macht eigentlich auch mehr Sinn die so zu nennen. Eine gute Rezension entspricht einer Empfehlung, eine Schlechte einer "Desempfehlung".