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Kenshi.
Genre
Story
Animation/Bilder
Charaktere
Musik
Da ich das Glück hatte pünktlich zur Veröffentlichung den Film in den japanischen Kinos zu schauen, möchte hier eine kurze Rezension schreiben und euch einen Eindruck geben, was euch in ein paar Monaten in den deutschen/österreichischen Kinos erwarten wird.

Vorm Lesen
Spoiler sind entsprechend markiert, wer jedoch absolut ohne Vorwegnahmen den Film sehen will, bitte… lies nicht weiter! Einige Abschnitte weisen kleine, unmakierte Spoiler auf, aber ja… just in case somebody gets mad at me lol

Knappes Fazit
Großartige musikalische Untermalung gepaart mit einem diskussionswürdigen Ausklang.

Review
Die Geschichte bedient sich übernatürlicher Elemente und nutzt diese gekommt, um eine trotzdem bodenständig erscheinende und durchwegs spannenende Geschichte zu erzählen. Shinkai hat in diversen Interviews geäußert, er habe die Diskussionen/Interpretationen rund um „Your Name“ sehr begrüßt, weswegen er mit „Weathering with you“ versucht habe, genau „diese Art von Diskussion“ anzuregen, in dem er kontroverse Elemente einbaut und ja, diese sind definitiv vorhanden. Insbesondere der Ausklang der Geschichte regt sicherlich viele Diskussionen an.

Einer perfekten Beurteilung wirkt jedoch der Umstand entgegen, dass im Verlauf der Geschichte viel zu oft günstige Zufälle auftreten, die künstlich wirken und einem natürlich zu erscheinenden Handlungsstrang nicht gerade entgegenkommen. Generell weist der Film viel zu viele Elemente auf, welche nur darauf abzielen spannende oder mystische Szenen heraufzubeschwören ohne jegliche geschichtliche Relevanz zu haben. Weathering with you ist eher ein good feeling Film, der nicht so viel Wert auf eine durchdachte, logische Geschichte legt, sondern eher auf eine Erzwählweise setzt, die sich durch zahlreiche intensive emotionale Szenen auszeichnet, deren Entstehung jedoch einem oft aufkommenden Zufall zu verdanken ist. Dadurch packt einem der Film auf Anhieb und da hilft auch die Musik sehr, jedoch sollte die Erwartungshaltung für eine tiefgründige Geschichte gesenkt werden.

Die Protagonisten fühlen sich losgelöst von ihrem bisherigen Leben an. Ja, als würde ihr Leben erst mit der gegenseitigen Bekanntschaft beginnen. Dies ist nicht zwingend schlecht, dennoch fühlt sich die dünne Hintergrundgeschichte insbesondere des männlichen Protas unbefriedigend an, da die Frage aus welchem Motiv heraus er sich dazu verleitet sah in die Millionenmetropole Tokyo zu ziehen nur unzureichend beantwortet wird.
Spoiler!
Es werden zwar familiäre Hintergründe und oder der Lichtstrahl als Motivation für die lange Reise genannt, jedoch stellen sich einige Fragen. Warum ausgerechnet Tokyo? Warum war der Lichtstrahl für ihn Motivation genug, um eine solch lange Reise - entfernt von der Schule, der Familie - anzutreten? Wie schlimm sind seine familiären Hintergründe?


Schlussendlich bin ich sehr zufrieden aus dem Kinosaal gegangen. Eine Geschichte mit vielen emotionalen Szenen, die durch die großartige Musik von Radwimps, der brillianten Animation sicherlich in Erinnerung bleiben wird, wobei die Erwartungshaltung für eine logisch durchdachte Geschichte gesenkt werden sollte.

Stand: Geschaut

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