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THEMA: Crowdfunding-Kampagne für Animatoren feiert einschlagenden Erfolg

Crowdfunding-Kampagne für Animatoren feiert einschlagenden Erfolg 1 Jahr 2 Wochen her #802462

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Die schwierige finanzielle Stellung von Animatoren wird in Japan und innerhalb der Szene schon seit Längerem eifrig diskutiert. Der Key-Animator Katsunori Shibata (Yuri Kuma Arashi, 91 Days, Flip Flappers) hat nun jedoch Taten sprechen lassen und auf Campfire eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen – mit Erfolg. Innerhalb von nur einer Woche wurde das ursprüngliche Ziel von 110.000 Yen (rund 840 Euro) um fast 900 Prozent übertroffen. Zum aktuellen Zeitpunkt, zwei Wochen vor dem Ende, steht die Kampagne bei 1.231.000 Yen (9370 Euro).


Ursprünglich sollten die 110.000 Yen an drei Animatoren ausgezahlt werden und die Kosten der Kampagne decken. Für das Geld können sich Animatoren bei Shibata melden. Am Ende würde das Los entscheiden. Mit der Aktion will Shibata vorrangig darauf aufmerksam machen, dass freiberufliche Animatoren im Jahr weniger als 1.060.000 Yen (8070 Euro) verdienen, obwohl sie meist an sechs Tagen in der Woche elf Stunden pro Tag arbeiten.

Dieser katastrophale Zustand bedinge, dass talentierten Animatoren keine ausreichende Ausbildung geboten werden könne. Durch das Projekt erhofft sich Shibata, dass die Diskussion über die Verbesserungsmöglichkeiten der japanischen Anime-Industrie einem breiteren Publikum bekannt wird.

Dank durch Spenden unterstützten Vereinigungen wie Animator Dormitory und Young Animators NPO gibt es schon heute Möglichkeiten, den geringen Verdiensten der Animatoren entgegenzutreten.

Quelle: ANN

Crowdfunding-Kampagne für Animatoren feiert einschlagenden Erfolg 1 Jahr 2 Wochen her #802547

Ganz wichtig.
Und einen großen Beifall für diesen Mann, er riskiert damit seine Zukunft. Er tut es nicht für sich selbst, er tut es für so Viele.
*o-hero*
Ganz wichtig darauf aufmerksam zu machen. Aber auch ganz wichtig für die Branche schlechthin.
Es sind ja nicht "nur" die schlechten Arbeitsbedingungen, es geht ja auch darum, dass darunter die Qualität der Arbeit leidet. Und genau Das, spüren dann auch Wir und ab einem bestimmten Zeitpunkt auch die Industrie, denn Konsumenten lassen sich nur für eine begrenzte Zeit unfertige Optik und Animationen gefallen.
Und die Situation wird ja nicht besser, ganz im Gegenteil. Es geht auch darum, dass sich die Anime Industrie selbst das Wasser abgräbt. Animatorenschulen müssen mittlerweile schließen, weil keiner mehr diesen Beruf ergreifen will und manche es sich schlichtweg auch nicht mehr leisten können überhaupt in diesem Beruf zu arbeiten.
Selbst recht große Studios müssen Heutzutage schauen, dass sie überhaupt genug Animatoren finden - grade bei aufwendigen Projekten und diese fähigen Animatoren werden halt immer seltener, bzw. wohlen auch eine Festanstellung, bzw. ein gutes Gehalt - Angebot und Nachfrage. Im Endeffekt, werden die Animatoren immer weniger, dafür teurer und damit herrscht ein Engpass, bzw. die Studios marschieren in einen Teufelskreis.

Wäre es nicht schon immer so in der Industrie, dann würde es mich umhauen, doch ich kenne es auch aus anderen Bereichen:
Die Industrie hat einen starken Bedarf an Fachkräften, doch will sie nicht ausbilden, weil sowas Investieren bedeuten würde und vorerst mal nur Kosten bedeutet. Also steckt man den Kopf in den Sand und beklagt sich über Fachkräftemangel (die man selbst nicht ausbilden will). Will man nun aber seine Produktion weiterführen, so bleiben drei Möglichkeiten - 1. In Länder gehen/abwandern, wo die Leute weniger kosten und die Arbeitsrechte nicht existieren (machen viele Animestudios so, leider) und darunter leidet natürlich die Quali, bzw. riskiert man Know-how Abfluss, 2. Billiger produzieren (machen Autofirmen so und machen Animestudios so) und leiden tut drunter die Quali, der Konsument aber auch die Arbeiter, denn nun zählt Masse statt Klasse, 3. Mehr zahlen, manche Leute denken geizige Typen zahlen nicht mehr, doch sie tun es wenn sie keine Wahl haben (passiert durchaus in der Anime Industrie, vor allem wenn es um ehrgeizige Projekte geht und ich persönlich kenne es auch aus bestimmten Industriebreichen), und ist weder für Industrie gut, weniger Gewinn und damit Investition und auch nicht für die Kunden, die immer seltener gute Arbeiten sehen, profitieren tun einzig ein paar wenige hochqualifizierte Arbeitskräfte, die aber auch immer weniger werden und die Mehrheit der Arbeiter hat davon nix, weil sie nicht dazu gehören.
Ein Krux, der nur von Geiz und ich bin mir selbst der Nächste kommt. Keiner übernimmt Verantwortung fürs System.

Die Anime Industrie hat Umsätze so hoch wie nie zu vor. Ihre Vermarktungsmöglichkeiten werden immer besser und breiter und Dinge wie Werbung können sie viel zielgerichteter und zum Teil auch günstiger produzieren.
Es wird also Zeit, etwas den Arbeitern zurückzugeben und in die Nachhaltigkeit des Systems zu investieren.
Das geht über vernünftige Gehälter, ordentliche Arbeitszeiten und Bedingungen und die Investition in Ausbildung, seih es Schulen oder vor Ort. Und das Lustige daran ist, die Industrie wird selbst davon produzieren, dass muss nur in deren Köpfe rein (gute Animes verkaufen sich besser und genug Fachkräfte will wohl jede Industrie). Kapitalismus funktioniert (in Kombination mit einem ordentlichen Sozialsystem), nur brauche ich einen kleinen Überschuss an Arbeitern (die das Sozialsystem auffängt) dafür.
Und wenn es nicht von der Industrie selbst kommt, dann ist die Regierung gefordert. Es kann nicht sein, dass Leute Vollzeit arbeiten und trotzdem nicht ihr Leben bestreiten können, sowas muss der Staat verhindern - sowas ist Ausbeutung und hat mit funktionierendem Kapitalismus nix zu tun. Im Übrigen ist ein Trauerspiel und Irrsinn, wenn der Staat selbst bei Vollzeit aufzahlt, damit Leute ihr Leben bestreiten können (wird in Deutschland praktiziert und jeder kann sich ausrechnen, dass so nur Arbeitsplätze vernichtet werden, die ansonsten normales Gehalt generieren, Steuergelder finanzieren so nur Ausbeuterfirmen und vernichten "normale" Arbeitsplätze, sehr clever ............)
In der Anime Industrie in Japan sieht es so aus:
Junge, zum Teil aber auch schon ältere Animatoren, die oft bei den Eltern wohnen, keine soziale Sicherheit genießen, bei dem Gehalt ja klar. Ein Gehalt so mickrig, davon kann keiner in einem 1te Welt Land wie Japan leben. Arbeiten für Studios als Freiberufler, weil so super bestimmte Regeln und Plichten dem Staat gegenüber zu umgehen sind (ist bei Uns ja nicht anders, - leider). Arbeitszeiten trotz dieser witzhaften Bezahlung auf einem Niveau, wo Menschen eigentlich nur mehr eingehen. 80 Stunden und mehr, Sowas funktioniert nicht, keiner von solchen Leuten Topleistungen verlangen und mit solcher Belastung knickt man einfach ein, man macht unweigerlich Fehler - selbst 60 Stunden sind doch schon grenzwertig. Grade in Berufen wo es auf Genauigkeit ankommt, sind, meiner Meinung nach, bereits 60 Stunden eher eine Notlösung. Es gibt schon Gründe für die 40 Stunden Woche - zbs.Topleistung erbringbar und unter anderem gibt's dadurch auch mehr Jobs.
Dazu bring natürlich der Mangel an brauchbaren Kräften Probleme. Damit ist Unterbesetzung und Überarbeitung vorprogrammiert und die Studios müssen jeden nehmen den sie finden können. Was natürlich die Qualität der Arbeiten nicht grade steigert und Perfektion eigentlich unmöglich macht, es ist immer ein Kompromiss.
(Kenn ich leider selbst viel zu gut aus schlecht bezahlten Jobs. Die Leute die du dafür bekommen kannst sind entweder faul oder unmotiviert, ohne Vorkenntnisse oder generell mit wenig Eignung für den Job, dumm oder etwas "langsam", ist halt so, nicht jeder ist eine Leuchte oder bringen sonst irgendwelche Probleme (Alk, Vorstraffen, geringe Belastbarkeit usw.) mit und die fähigen Leute schupfen den Laden, sind aber nun überabeitet (müssen ja die Arbeit der Anderen machen), frustriert oder zumindest sarkastisch, und fühlen sich auch einfach schlichtweg nicht wertig bezahlt, was dazu führt, dass sie sich nicht mehr so leicht an Firmen binden und damit natürlich ihr Know-how verloren geht, wenn sie gehen oder auch schlichtweg die Motivation verlieren gut zu arbeiten (ich mach genau so viel, wie ich grade muss) was dann wieder die ganze Firma trifft)

Gefordert ist Japans Staat, dem entsprechende Regelungen und Gesetze zu erlassen, ob nun von Regierungsseite selbstständig erlassen oder von den Bürgern selber (okay unrealistisch sind Japaner, die haben ja die Lebenseinstellung zu "ertragen"), die den Staat (der sie selbst sind) zwingen, sie zu erlassen. Die Studios sind offensichtlich nicht bereit, sie hatten jetzt Jahre Zeit, in denen sich Alles verschlimmert hat. Die werden erst reagieren, wenn es einen Knall macht und nix mehr geht. Und da sowas nicht passieren soll, davon profitiert wohl keiner, weder Staat (Einnahmen und Ausgaben), noch Studios, noch Animatoren, noch Kunden, muss der Staat wohl oder übel die Studios zu ihrem Glück zwingen (und sie an ihre Plichten als Arbeitgeber erinnern).
Und wenn bereits erfolgreiche japanische Arbeiter aufhören zu "ertragen" und den Mund zu halten, dann ist was im Busch. Dann ist Feuer auf dem Dach. Japaner machen sich solche Entscheidungen nicht leicht und offen und Medienwirksam Kritik an der Industrie und damit eigenen Firma zu äußern ist nicht grade japanisch. Und die Situation muss echt wirklich der Horror sein.
Gefordert sind auch Wir Fans, Wir sollten den Studios ruhig öfters mal den Hinweis hinterlassen, dass Wir sowas definitiv nicht gutheißen. Dies ist hier leider kein japanisches Forum, diese Fans hätten wesentlich mehr Einfluss wie Wir es haben - ist halt so. (Ärgern tut es mich trotzdem)


Schöne Grüße
Sniperace
Letzte Änderung: 1 Jahr 2 Wochen her von Sniperace.
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Crowdfunding-Kampagne für Animatoren feiert einschlagenden Erfolg 1 Jahr 2 Wochen her #802565

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Hoffe das du auch Quellen zu solchen Anschuldigungen hast?
Sniperace schrieb:
Ganz wichtig.
1. In Länder gehen/abwandern, wo die Leute weniger kosten und die Arbeitsrechte nicht existieren (machen viele Animestudios so, leider) und darunter leidet natürlich die Quali, bzw. riskiert man Know-how Abfluss, 2. Billiger produzieren (machen Autofirmen so und machen Animestudios so) und leiden tut drunter die Quali, der Konsument aber auch die Arbeiter, denn nun zählt Masse statt Klasse

Wenn sowas bekannt wäre, würden die Studios untergehen, deswegen denke ich das es frei heraus von dir interpretiert wurde.
Auf diversen Animationsseiten von einzelnen Animes, auch bekannte (rede von den offiziellen Webseiten einzelner Animes, nicht vom Studio), werden sämtliche Mitarbeiter von diesem Animations-Projekt (Animeserien/filme) aufgelistet, mit Namen.
Wenn du daraus dann evtl. deine Aussagen abgeleitet hast, dann musst du dich echt gut informiert haben.
Außerdem selbst wenn ausländische Animatoren eingebunden worden sind / wären, muss echt noch gleich nicht heißen, dass sie unmenschlich schuften mussten, für unmenschliche Löhne.
Selbst in Deutschland beklagen sich sehr viele über Mangel an Fachkräften und tun nicht viel dagegen! Ich selbst komme aus solch einer Branche, wo nur einzelne Firmen ausbilden. Dort ist ein großer Mangel an Fachkräften, in der Metallbranche. Auch hier werden nicht Fachkräfte aus dem Ausland geholt, sicher einige wenige Ausnahmen gibt es immer, das ist klar.
Aber viele betreiben auch Austauscharbeiter für mehrere Wochen/Monate, keine Ahnung wie das Fachgerecht benannt ist.
Auch wenn Deutschland mehr Rohstoffe zur Verfügung hat, um etwas daran zu ändern und Japan evtl. nicht, haben doch beide Grundgesetze - sowas wird sehr stark nachgegangen, vorallem bei bekannteren Studien/Firmen.
Und wenn die Firma nur einen Sitz in Japan hat, gelten hier genauso die selben Regeln!
Sprich, wenn ein Produkt bei der Art und Weise wie es hergesellt bzw. in diesen Fällen produziert wurde (unmenschlichen Löhnen und Arbeitsverhältnisse), es gegen die Gesetze verstößt, wird es niemals auf den Markt kommen oder nachträglich vom Markt entfernt.
Absolut jedes Produkt egal was, was auf den Markt erscheint und ausgestrahlt wird, wird kontrolliert und untersucht.
Sonst hätten unsere Supermärkten echt ein Problem, weil ziemlich viele dort nichts mehr kaufen würden!
Ich kenne die japanischen Gesetze sicherlich nicht keine Frage, aber was ich 100%ig weiß ist, dass beinah jedes Land über sehr identische Grundgesetze verfügen.
Bäcker werden mehr als schlecht bezahlt in Deutschland, dort gibt es sehr HOHE Nachfrage nach Fachkräften!
Und wenn es im eigenen Land keine qualifizierten Stellen gibt, muss man sich im Beruf umentscheiden oder einen größeren Schritt (zu min. für viele), in anderen Ländern nach Möglichkeiten und Stellen umzusehen.
Jeder muss selbst seine Zukunft in die Hand nehmen! Und wenn ich nicht über die Runden kommen würde mit meinem Geld, wären genau dies meine einzigsten zwei Optionen - naja außer man gewinnt im Lotto.. Dann kann man ja ein eigenes Studio gründen und dort Leute Fachgerecht und menschenwürdig ausbilden! *o-ero1*
Ich sollte aber nun zum Ende kommen, man kann darüber bestimmt tonnenweise schreiben und jeder bringt seine eigene Meinung mit.

PS: Und Autofirmen zahlen Milliarden im Jahr an den Staat, ich glaube da würde jeder vorsichtig sein, wenn er der Staat wäre.

In diesem Sinne,
MfG
Letzte Änderung: 1 Jahr 2 Wochen her von AnimeGeass.

Crowdfunding-Kampagne für Animatoren feiert einschlagenden Erfolg 1 Jahr 2 Wochen her #802625

AnimeGeass
Hoffe das du auch Quellen zu solchen Anschuldigungen hast?
Bitte, geh doch auf die dementsprechenden Seiten und such sie Dir selbst, Google ist dein Freund (und dein schlimmster Feind;). Es gibt diverse Leute die drüber geschrieben haben oder Videos dazu erstellt haben. Oder sie Dir mal die Kredits an. Überleg doch mal. Und versuch doch bitte zwischen den Zeilen zu lesen. Die Welt ist nicht so einfach, sicher nicht nett, man muss schon etliche Informationen einholen und miteinander abgleichen um halbwegs sagen zu können so ist es. Dazu muss man halt sehr interessiert an Dingen sein, die Einem eigentlich nix bringen. Was glaubst Du verbring ich Zeit mit Dingen die mir eigentlich nix bringen, nur halt mein Bedürfnis befriedigen, alles zu zerlegen und Gründe zu sehen.
Meine Meinung hierzu hat Jahre gebraucht und ist gewachsen, hat sich verändert und die Zeit die ich dafür benötig habe, geht mir manchmal ab. Dazu zu äußern angefangen hab ich mich auch erst recht spät, auch weil es mittlerweile die Qualität von Anime beeinflusst - ja ziemlich egoistisch, eigentlich mein Hauptgrund mich zu äußern, aber zumindest bin ich ehrlich. Leicht gemacht hierzu was zu sagen, hab ich mir nicht.
Wenn Du jetzt also glaubst, mit zwei drei Online Seiten ist alles klar, dann muss ich dir einfach sagen - tut mir leid. Ist auch nicht so, dass ich diese Seiten irgendwo abspeichere. Ich lese oder höre Dinge, vergleiche sie mit vorangegangen Wissen und ziehe mein Schlüsse draus, oft genug bringt es mich gar nicht weiter und oft genug erkenne ich nach einer halben Stunde, dass es ziemlich Bockmist ist.
Interessiert es Dich, wie ich zu meiner Meinung gekommen bin, dann musst Du auch verstehen, dass ich Dir schlichtweg über ein Jahrzehnt voraus hab, dass heißt nicht ich bin cleverer oder weiser als Du, dass heißt nur, dass ich auch andere Zeiten kenne, wo die Lage ein ganz Andere in der Anime Industrie war. (Und dass ich sowohl die Sicht eines Arbeitgebers, als auch die Sicht eines Angestellten, der zu wenig Geld bekommt, aus Eigenerfahrung kenne.)
Wenn sowas bekannt wäre, würden die Studios untergehen, deswegen denke ich das es frei heraus von dir interpretiert wurde.
Auf diversen Animationsseiten von einzelnen Animes, auch bekannte (rede von den offiziellen Webseiten einzelner Animes, nicht vom Studio), werden sämtliche Mitarbeiter von diesem Animations-Projekt (Animeserien/filme) aufgelistet, mit Namen.
Wenn du daraus dann evtl. deine Aussagen abgeleitet hast, dann musst du dich echt gut informiert haben.
Außerdem selbst wenn ausländische Animatoren eingebunden worden sind / wären, muss echt noch gleich nicht heißen, dass sie unmenschlich schuften mussten, für unmenschliche Löhne.
Also so schwierig sind Infos dazu wohl nicht zu finden (zumindest zum Einstieg). Und es ist auch klar zu sagen, dass es nicht jedes Studio im gleichen Masse betrifft. Und klar muss man auch zwischen den Zeilen lesen (können und wollen). Die hochoffiziellen Seiten der Studios werden wohl kaum absichtlich ein negatives Licht auf sich werfen.
Doch mal ehrlich, was sagt es Dir, wenn zig Anime in ihren Credits etliche thailändische und andere sicher nicht japanisch Namen stehen haben?
Mir sagt es folgendes - entweder sind es alles Einwanderer (die natürlich auch billiger sind) oder die Anime Industrie nutzt den Vorteil moderner Kommunikation aus und lässt Leute im Ausland arbeiten, geht doch alles heutzutage, die müssen definitiv nicht im Studio für jede Arbeit anwesend sein.

Was sagt es Dir, dass ein bekanntes japanisches Studio kurzfristig die Arbeit von einem koreanischen Studio übernimmt und die Folgen die die Animationen dieses japanischen Studios haben nur in einer Erinnerung bleiben - als Memes.
Super. Offensichtlich, gibt´s da keinen Japanischen Vorsprung mehr.

Was sagt es Dir, dass Studios massiv auf Freiberufler setzen?
Dazu spare ich mir den Atem. Wer es nicht versteht, den müsste ich erst ewig lang aufklären.

Billiger produzieren?
Woher kommen die ganzen 12er Anime?
Woher kommen die immer häufiger werdenden Quali Einbrüche, mittlerweile selbst bei Firmen wie Sunrise die ja nur Bandai gehören?
Woher kommen die hohen Produktionszahlen?
Woher kommen die hohen Umsätze der Anime Industrie?
12er Anime sind ein leicht zu berechnendes Geschäft. Geringes Risiko.
Quali Einbrüche - Masse statt Klasse, Bandai weis zum Beispiel genau, dass sie ihre Plastikfiguren auch so verkaufen können.
Hohe Produktionszahlen aufgrund von 12 Anime aber auch aufgrund von Risikominimierung und kommerziellen Aspekten.
Hohe Umsätze kommen aus der Kombination von Masse, geringem berechenbaren Risiko und Kostenreduktion.

Akzeptanz der Kunden?
Ehrlich?
Was gibt der normale Kunde den schon drauf, wo und wie ein Anime produziert wird.
Hierzu ein Beispiel:
Du besitzt vermutlich ein Smartphone. Gratulation. Damit förderst Du Umweltverschmutzung (seltene Erden), damit auch indirekt das versaute und verkürzte Leben der Leute dort, schlechte Arbeitsbedingungen (wo und wie werden sie denn produziert?) und störst Dich vermutlich auch nicht daran, dass der Akku nicht so lange hält wie er könnte (weil Du es gar nicht anders kennst) und wie dieses Ding zu uns in den Laden gekommen ist, ist Dir vermutlich auch nicht bewusst oder egal (mit einem Schweröl Schiff).
Ist Dir Sowas bewusst? Richtest Du Dein Leben danach?
Solltest Du keines besitzen oder zufällig ein Fairtrade Handy haben, dass dazu noch aus recycelten Material hergestellt wurde, in Europa, dann vergiss es.
Die Mehrheit der Kunden will was Ordentliches kaufen, nix dafür ausgeben und der schöne Schein ist wichtiger als die Praxistauglichkeit oder Langlebigkeit. Sich selbst fragen wie sowas gehen soll tut sich doch keiner. Würden sich alle Menschen damit auseinandersetzen was sie kaufen, dann wäre die Welt ein andere.
Ich hab keine schlechten Nächte, wegen Animatoren in Japan, trotz der Tatsache, dass es mich ärgert. Und wenn ich es nicht hab, dann gibt die Mehrheit der Kunden einen Scheiß drauf, will doch keiner wissen und ein riesen Haufen hat ja nicht mal den Hauch einer Ahnung.
Außerdem selbst wenn ausländische Animatoren eingebunden worden sind / wären, muss echt noch gleich nicht heißen, dass sie unmenschlich schuften mussten, für unmenschliche Löhne.
Deinen Glauben an die Menschheit möchte ich haben, es gibt eine ganzen Haufen Länder, wo es null Arbeitsrecht gibt oder wo es schlichtweg nicht beachtet wird und wo Klagemöglichkeiten gleich null sind.
Klar wirst Du die Arbeit billiger bekommen in einem Land wo das Durchschnittseinkommen niedriger ist, vielleicht nicht ganz so gute Arbeit ...........
Und wenn die Firma nur einen Sitz in Japan hat, gelten hier genauso die selben Regeln!
Genau hier liegst Du falsch. Sowas von. Ein gute Beispiel, das Realität und Theorie weit auseinander liegen.
Ganz zu schweigen, dass es hier größtenteils um Freiberufler geht.
Und die Regeln in Japan wohl nicht so toll sein können.
Kann man doch super easy umgehen und wird auch so praktiziert. Ob es nun darum geht weniger Steuern zu zahlen oder um Arbeitsrecht. Mann kann es super umgehen.
Möglichkeiten:
Freiberufliche Arbeit - upps, da gibt's auf einmal ganz andere Regeln
Firmen beauftragen, Leute anzustellen - und auf einmal ist es ein anderes Land, andere Regeln, zigmal praktiziert, undurchsichtige Firmengeflechte sind doch mittlerweile der Standard.
Undurchsichtige Verträge - kaum einzuklagen, wenn schon Piloten es oft lassen, ihr Recht einzuklagen, was soll jemand machen, der nicht mal 10.000 im Jahr verdient, der kann gar nicht klagen.
Schutz vom Staat, der einfach wegschaut oder ein Auge zudrückt (weil eigene Interessen) - wenn sowas in Deutschland möglich ist (und es ist so), dann ist auch in Japan möglich. Oder glaubst Du, dass Japans Regierung das Ziel hat, die eigene Industrie zu zerstören und in Misskredit zu bringen?
Usw. Da gebe es noch vieles
Sprich, wenn ein Produkt bei der Art und Weise wie es hergesellt bzw. in diesen Fällen produziert wurde (unmenschlichen Löhnen und Arbeitsverhältnisse), es gegen die Gesetze verstößt, wird es niemals auf den Markt kommen oder nachträglich vom Markt entfernt.
Absolut jedes Produkt egal was, was auf den Markt erscheint und ausgestrahlt wird, wird kontrolliert und untersucht.
Sonst hätten unsere Supermärkten echt ein Problem, weil ziemlich viele dort nichts mehr kaufen würden!
Ich kenne die japanischen Gesetze sicherlich nicht keine Frage, aber was ich 100%ig weiß ist, dass beinah jedes Land über sehr identische Grundgesetze verfügen.
Schau, hier liegt doch das Problem:
Es ist offensichtlich mehr oder weniger rechtlich in Japan gedeckt.
Und nein Japan hat kein identisches Grundgesetz (wenn überhaupt eine Verfassung, müsste aber nachsehen)
Japan:
Todesstrafe, Psychofolter in Gefängnissen, kaum Möglichkeit auf Berufung, keine rechtliche Handhabe gegen diverse Benachteiligungen (Schwule, ethnische Minderheiten usw.) im Arbeitsrecht werden auch definitiv Firmen bevorzugt, dass verlangt schon die japanische Mentalität, all die Vorzüge in japanisch Firmen, sind von japanischen Firmen selbst entwickelt worden, nicht weil sie ihre Arbeiter so lieb haben, sondern weil Firmeneigene Kindergärten, Sporträume, massive Beteiligung an Vorschlägen zu Produktionsabläufen (hie haben die Japaner uns massiv was voraus) einfach effektiv mehr Leistung gebracht haben siehe:
Toyota-Produktionssystem - zigmal kopiert, vom Westen nie erreicht.
Das sind die Dinge die mir jetzt grade einfallen, die sicher nicht so bei Uns sind, gibt noch mehr.
Die Japaner sind aber sicher mehr brutale Kapitalisten als die Deutschen und Sozialleistungen werden dort nicht so hoch eingestuft. Selbst zwischen Deutschland und USA ist ein unbeschreiblicher Unterschied was reale Situation, Rechtsauffassung und generelle Meinung im Volk angeht und Japan ist da ein Kulturkreis der überhaupt nicht mehr mit unserm Denken vergleichbar ist.
Generell hat der Japaner einen Unwillen zu klagen (ich ertrage) und generell gilt es als Unding etwas gegen seine Firma zu sagen, auch war es früher ein Unding überhaupt zu kündigen. Mit der etwas schwierigen Lage (Wirtschaft wächst nicht mehr großartig und hohe Staatsverschuldung) der letzten Jahrzehnte hat sich aber vieles verändert und ein lebenslanger sicherer Job wird nun immer seltener, genauso wie Vergünstigungen in der Firma, wie Mittagsessen, Kindergärten usw.. Ergo brechen die Dinge weg, die früher ein Ausgleich für die Aufopferung im Job (Samurai Denken) waren.
Japan ist kein schöner Ort um in die Schule zu gehen oder zu arbeiten. Ist einfach so. Deutsche würde sowas nicht aushalten. Ironischerweise hat der Staat, der im übrigen sehr autoritär ist (einzig Privatbereich der Menschen rührt er nicht an - entspricht nicht dem japanischen Denkmuster) im Schulsystem sogar etwas getan um den Druck von den Schülern zu nehmen und nimmt dort die Situation (mit Hikikomori, Selbstmorden usw.) sehr ernst (obwohl sie rein von den Zahlen in Deutschland bedrohlicher wäre, zumindest was Leute ohne Arbeit angeht) - doch hier haben ihnen Eltern eine Strich durch die Rechnung gemacht. Die das nun ihrer Meinung nach laxe Schulsystem umgehen:( Mit Privatschulen, zusätzlichen Ergänzungsschulen usw. Ich könnte kotzen.
Der arbeitende Japaner arbeitet wie ein Irrer, schläft zu wenig und vernachlässig seine Familie, weil er immerzu weiterkommen will. Scheidungen in Japan passieren oft nach eintritt in die Pension weil die zwei nun aufeinander picken. Das Rollenbild der Frau ist auch nicht grade, na ja modern, mit der Ausnahme, dass sie über Finanzen entscheidet. Generell zählt Einkommen, Wohlstand und Vorankommen in Japan. Probleme sind Tabu.

Und wenn wir jetzt von freiberuflichen Animatoren in Japan reden. Dann reden wir von einer ziemlich schlecht gestellten Gruppe. Ohne fixes Einkommen ohne großen Arbeitsschutz (Freiberufler sind ja auch bei Uns nicht grade weit oben). Und viele von Ihnen wohnen wirklich noch bei den Eltern.
Die Leute werden nun massiv unter Druck gesetzt und gesundheitlich hat Sowas Folgen, entweder Psychisch oder Körperlich.
Was soll sich so jemand in Japan denken:
Es fällt ihnen schwer eine Beziehung zu gründen, es fällt ihnen schwer ihr Leben zu bestreiten und vermutlich werden sich viele als Versager fühlen (Japaner geben immer gerne sich selbst die Schuld).
Und ja, da muss sich was ändern.

Selbst in Deutschland beklagen sich sehr viele über Mangel an Fachkräften und tun nicht viel dagegen! Ich selbst komme aus solch einer Branche, wo nur einzelne Firmen ausbilden. Dort ist ein großer Mangel an Fachkräften, in der Metallbranche. Auch hier werden nicht Fachkräfte aus dem Ausland geholt
Ist mir einerseits klar und ist anderseits ein riesen Problem, genau diese Branche hat sich selbst ein großes Problem verschafft. Keine andere Gewerkschaft redet so mit den Firmen und fordern so lustige Dinge wie eine Woche mehr Urlaub (rede hier von Österreich).
Und die zum Teil unlösbaren Probleme von zu viel Einwanderung auf einmal, werden so auch sicher nicht gelöst. Ausbildung, wenn die Firmen nicht wollen, dann muss man sie zwingen.
Aber viele betreiben auch Austauscharbeiter für mehrere Wochen/Monate,
Gehört massiv reguliert.
Die heutige Situation ist so, dass mehr oder weniger große Leihfirmen diese Leute anstellen und halt an andere Firmen verleihen, je nach Job. Rechtlich hast du einen Vertrag mit der Leihfirma (natürlich einen schlechteren Vertrag). Und verhält sich diese Firma nicht so wie sie soll, dann musst Du sie klagen, was aber schwierig werden kann, denn oft genug hast Du kein Geld gesehen (und Du brauchst Geld), warst nicht angemeldet usw. Und am Ende sagt diese Firma dann, wir können gar nicht mehr zahlen und gehen in ....... Ein halbes Jahr später gründet der Bruder/Frau des Firmeneigners eine neue Firma und das Spiel beginnt von vorne.
Sind natürlich nur die ganz schlimmen, die restlichen Leihfirmen sind einfach ein super Weg um bestimmte Dinge, wie Kündigungsschutz usw. zu umgehen. Super:(
Und Autofirmen zahlen Milliarden im Jahr an den Staat, ich glaube da würde jeder vorsichtig sein, wenn er der Staat wäre.
Deutschland und Seine Autofirmen.
Sie zahlen Milliarden - werden aber auch massiv vom Staat unterstützt und das tolle Deutschland stellt zig Sicherheiten für diese Firmen, ganz zu schweigen, dass der Staat natürlich auch immer mit Finanzspritzen einspringt, wenn´s mal nicht so läuft oder Gesetze schafft um die eigen Firmen zu schützen.
Es ist eine gigantische Spekulation, die da betrieben wird. Und kippt einmal eine ganz große Firma recht schnell um, dann hat der deutsche Bürger sein Schlamassel. Und dann geht es um Milliardenschulden, die nun der deutsche Bürger zu zahlen hat. Und sowas geht schneller als man denkt.
Und was tun diese Firmen - VAG stellt sich beispielsweise gut mit einem Regime (China) und darf deswegen dort auch gute bevorzugte Behandlung (Staatsfahrzeuge usw.) erwarten, gleichzeitig müssen sie Technologiezentren erschaffen und Know-how an China abgeben - tut jede Firma, mehr oder weniger freiwillig. Dafür bekommen sie Akkutechnologie und Elektronik (nebenbei zwei der umweltschädlichsten Zweige) und Zugang zu einem Kontingent von Arbeitern, deren Rechte sicher mit Füssen getreten werden. Sie haben weltweit zig Fabriken in Gegenden, wo Arbeitsrecht nicht grade hoch ein zu stufen ist. Super.


Dieses Thema ist ein viel zu vielschichtiges, um hier im ausreichender Art besprochen zu werden, außerdem kostet es meine Zeit.
Ich will nur sagen, dass es nicht belehrend sein soll, dass interessiert mich nicht, gebe nix drauf, wenn Jemand anderer Meinung bleiben will. Und ich will Dich AnimeGeass definitiv nicht angreifen oder bloßstellen.
Ich bin kein gelernter Wirtschaftsexperte, Wer sich also über nicht ganz passende Wörter den Mund zerreißen will, Der kann mich mal. Und Wer sagt, so ein Idiot, so ein Blödsinn, naja Dem kann ich auch nicht helfen. Geh halt s..........
Ich bin ein Schwamm der alles aufsaugt, was ihn interessiert und interessieren tut mich Vieles. Deswegen hab ich eine Meinung. Manchmal ist es zwar nicht gut Alles aufzusaugen und dann auch noch zu zerpflücken, doch dies ist mein ganz persönliches Problem.
Ich sollte aber nun zum Ende kommen, man kann darüber bestimmt tonnenweise schreiben und jeder bringt seine eigene Meinung mit.
Ein guter Satz:)

Live is good
Sniperace
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