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THEMA: Splitter (FSK 18+)

Splitter (FSK 18+) 2 Wochen 3 Stunden her #821336

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Carlotta "Lazarus"
New York, U-Bahn
„Sollten wir nicht so langsam wieder rausgehen? Hier drin machen wir doch keinen Fortschritt.”
Die kommenden Sekunden fühlten sich an wie Stunden. Und Sekunde für Sekunde in weiterer Stille steigerte sich die panische Angst in dem Mädchen mit türkisen Augen, die sie nicht zu schließen wagte, auch wenn sie nichts sah als pechschwarze Dunkelheit. Der Versuch, in die Finsternis zu lauschen, wurde unterbunden vom schnellen und lauten Schlagen des eigenen Herzens. Sie fühlte sich so ohnmächtig, so verloren, so hilflos. Instinktiv rutschte sie so dicht an Alice heran, wie nur irgendwie möglich. Alice. Ihr einziger Bezugspunkt in dieser Hölle auf Erden. Sie spürte die Wärme ihres Körpers, wie sie atmete, wie ihr Herz schlug. Sie kannte sie nicht einmal wirklich und doch fühlte sie sich ihr in diesem Moment so verbunden wie nie jemandem zuvor. Mit aller Kraft drückte sie also die Hand der Weißhaarigen und schmiegte sich an sie als hätte sie Angst, im nächsten Moment würde diese sonst von der Stille und dem Schatten verschluckt werden und dann wäre sie ganz alleine hier unten. Ohne sie wäre sie mit Sicherheit bereits wahnsinnig geworden. Dieser Ort fraß Alles. Jedes Licht, jedes Geräusch, jede Hoffnung. Sie hätten nie herkommen sollen.

Urplötzlich ein ohrenbetäubender Schlag gegen die eiserne Tür, der sie abrubt zusammenschrecken ließ. Krampfhaft hielt sie die warme Hand des Mädchens neben ihr fest, presste sich förmlich gegen sie. Ihr Herz sprang ihr aus der Brust, ihr Atem wurde schneller, schneller und schneller, sie zitterte unkontrolliert. Kein Wort konnte sie herausbringen, die Angst hatte sie längst übermannt. Tränen drückten sich aus ihren Augen und fielen herab ins Dunkel. Etwas kratzte an der Tür. Einmal! Zweimal! Dreimal! Die Klinke wurde heruntergedrückt, an der Tür gerüttelt. Dann wieder Stille. Als wäre nie etwas passiert. Minuten verstrichen. Mit einer Hand hielt sie noch immer verzweifelt Alice fest, noch immer wagte sie es nicht, nur einen Milimeter von ihr wegzurücken, mit der anderen richtete sie so gut es ging die Flinte in das Schwarz, in dem sie bis vor kurzem noch ihre Kameraden vermutet hatten. Sie zitterte noch immer, atmete schnappartig, ihr Herz drohte zu zerreißen. Irgendetwas war hier mit ihnen in einem Raum, dort drüben in der Dunkelheit, doch wo genau? Vier Mal hatte der Gitterrost vor der Tür vorhin geklappert. Das erste Mal bei Alice, das zweite Mal bei ihr, dann noch zwei weitere Male. Sie hatte gehört, wie sich anschließend der Schlüssel im Schloss gedreht hatte. Hatte gehört, wie sich etwas gegenüber auf den Boden fallen lassen hatte. Hier war noch etwas mit ihnen in der Finsternis. Sie waren nicht alleine. Nicht in Sicherheit. Warum war es so verdammt dunkel, so verdammt ruhig. Was hatte da versucht, reinzukommen? Unbeschreibliche Angst flutete ihren Körper, immer wieder stieg Panik auf. Mit einem Male fielen ihr die Streichhölzer in ihrer Tasche ein. Sie flüsterte so leise es nur ging. Ihre Stimme klang so, wie sie sich fühlte. Angsterfüllt, hilflos, verzweifelt, schwach, zitternd, gebrochen, panisch.

„Alice, soll ich ein Streichholz zünden?”
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Splitter (FSK 18+) 1 Woche 4 Tage her #821419

Alice
bei Carlotta und der Truppe
New York, U-Bahn-Station

Es folgte auf ihre Frage hin anscheinend keinerlei Reaktion. Nur weitere Stille und Dunkelheit. Irgendetwas hier musste gehörig faul an dieser Sache sein. Nur wollte sie das auch herausfinden? Irgendwie schon, doch irgendwie auch nicht. Vielleicht war die Ungewissheit ja doch irgendwie beruhigender als die tatsächliche Gewissheit darüber, was hier unten auf sie lauterte.
Im nächsten Moment hämmerte es gegen die Tür. Irgendwas versuchte sich gerade Zutritt zu der Kammer zu verschaffen und alle Geräusche dabei ließen eigentlich nur den Schluss zu, dass dieses etwas wohl nicht menschlich war. Anders war dieses Kratzen auch nicht zu erklären. Dieses Ding scheiterte jedoch offensichtlich an der verschlossenen Tür und nachdem es seine Bemühungen aufgegeben hatte, herrschte einmal mehr komplette Stille. Für einen kurzen Augenblick hatte sie darüber nachgedacht, in Richtung der Tür zu schießen, sich dann aber dagegen entschieden. Im Endeffekt war es noch immer eine Eisentür und das Geschoss wäre wohl total unkontrolliert einfach von dieser abgeprallt und so zur richtigen Gefahr geworden, auch wenn sie hier auch nicht unbedingt außer Gefahr waren. Genaugenommen hatte Alice selbst auch Angst. Sie war noch nie zuvor in einer solchen Situation gewesen. Angespannt hielt sie die ganze Zeit den Finger am Abzug, bereit sofort loszuschießen. Jedoch hatte sie sich selbst geschworen, hier nicht durchzudrehen. Schon alleine wegen des jüngeren Mädchens, welche die ganze Zeit ihre Hand festhielt. Die junge Frau versuchte daher sich ihre Angst möglichst nicht anmerken zu lassen und im Moment gelang dies auch noch relativ gut. Wenn sie hier in Panik verfallen würde, dann wäre es wohl so oder so aus für die Beiden gewesen. Nur wollte Alice noch nicht sterben und schon gar nicht hier.
Ihre Mitstreiterin schien dann auch eingefallen zu sein, dass sie über Streichhölzer verfügte. Diese boten zwar nicht viel Licht, aber ein wenig Licht war immernoch besser als kein Licht und vor allem würden sie dann auch die Ungewissheit loswerden. Außerdem brachte es halt wirklich nichts, hier zu bleiben. Die junge Frau selbst bereitete sich innerlich schon auf alle möglichen Szenarien vor, die ihr so durch den Kopf schwirrten. Wer wusste schon, was der helle Schein gleich zum Vorschein brachte. So oder so versuchte sie sich einmal mehr weitestgehend zu beruhigen und als sie das Gefühl hatte, dass sie im nächsten Moment bei egal welchem Anblick nicht gleich vollkommen starr vor Schreck wurde, sprach sie zu dem Mädchen.
"Ja. Tu es."
Sogleich würde sich also zeigen, was hier unten so los war.

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Danke an Ani für die Sigs. Danke an Nele für den Ava.
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Splitter (FSK 18+) 1 Woche 3 Tage her #821465

Nothing
bei den vier Reitern
Mittelamerika, Tempel der Maske

Vor drei Monaten:
Nothing öffnete seine Augen und blickte in das wirre flimmern tausender Magiefäden. Um ihn herum war Dunkelheit, ewige Finsternis die diese leere Halle bis in den letzten Winkel ausfüllte. Ihm gegenüber standen die vier Reiter, jene mächtigen magischen Wesen die die Welt vor zehn Jahren an den Rand der Apokalypse geführt hatten und das nur um seinen Plan einer neuen gerechten Welt zu erfüllen. Der Zeitpunkt war fast gekommen an dem der Dolch in seinen Besitz übergehen würde und mit der Maske würden seine Wünsche endlich erfüllt werden.
„Meine Freunde, ich sagte erst vor kurzem das wir diese Welt noch länger erdulden müssten. Unser Ziel war es den Pater zu bezwingen, aber niemand von uns kann es mit im aufnehmen. Er ist das Maß aller Dinge, das mächtigste Wesen das auf Erden wandelt. Wir werden ihn überrennen. Wir werden ein Chaos verursachen und im Eifer dieses Gefechts werden wir vier zusammen den Dolch stehlen. Wir werden ihm keine Möglichkeit geben zu gewinnen.“, während Nothing sprach erschuf er mithilfe seiner Magie einen Kristall, „Lyria öffne bitte ein Portal das nirgends hinführt.“
Lyria erfüllte Nothings bitte und dieser spaltete im selben Moment den Kristall und verteilte die Splitter in alle Himmelsrichtungen, bis auf einen. Diese Portale waren nun untereinander verbunden und ermöglichten es zwischen ihnen hin und herzureisen. „Sie werden sich in kürze wieder schließen, aber dieser wird durch die Quelle der Magie geöffnet bleiben und so werden auch die anderen Portale erhalten bleiben und ein geringer Aufwand von Magie wird es uns ermöglichen sie zu öffnen.“
Lyria wollte gerade etwas sagen, da unterbrach Nothing sie, „Ja, ich weiß das auch unsere Feinde die Portale ebenfalls benutzen können, aber wir müssen schnell reagieren können und falls Ihr sterben solltet, werte Lyria müssen wir mobil bleiben. Jetzt geht und bereitet alles vor.

Splitter (FSK 18+) 1 Woche 3 Tage her #821485

Aubert Vernon
bei Eleonore Julia Eriksen
auf der Bastion, vor dem Zimmer von Eleonore Julia Eriksen

Aubert hatte nicht erwartet das Eriksen so schnell einen neuen Auftrag bekommen würde und dann auch noch einen so wichtigen. Andererseits war sie durch ihren psychischen Zustand entbehrlich und somit die perfekte Kandidatin für eine Kamikaze Mission. Er klopfte an die Tür und lauschte. „Soldat Erikson, sie werden in der zweiten Unteren Ebene erwartet. Ihre Zugangsdaten wurden bereits aktualisiert und sie kommen ungehindert nach unten. Es erwartet sie eine Frau die ihnen die Daten zu ihrer Mission aushändigen wird.“
Schnellen Schrittes eilte zu seinem Büro. Es gab noch einige Dinge zu tun. Unter anderem waren da wichtige Dokumente die schnellstmöglich vernichtet werden mussten.

Splitter (FSK 18+) 1 Woche 3 Tage her #821491

Baratheon mitten im nirgendwo

Die sonne schien stark auf einen leicht bekleideten Herren, seine haare wehten im leichten wind umher. Rauch zog in die Luft nachdem er ausatmete, die Zigarette in der rechten Hand, und den Flachmann gefüllt mit guten rum in der linken. Benebelt durch schwache Drogen schaute er in die leere. Neben ihm stand eine weibliche Person, welche bereits dem Tode nahe war. Weshalb? Nun ja, nachdem Baratheon sie vor etwa einer Woche gerettet hatte, verließ diese frau seine Seite nicht mehr. Beraubt jeglicher magischer kraft, auch wenn sie ohnehin nicht viel davon hatte, fiel sie letztendlich zu Boden und starb. Wusste sie weshalb sie dies tat? Nein, denn sie ging fest davon aus, dass es an einer seltsamen Krankheit und nicht am Priester lag.
Berauscht und betrunken blickte der Priester auf die tote frau herab und lächelte leicht ehe er zu sprechen begann.
„Armes verwirrtes Kind. Sicherlich haben die letzen tage sehr geschmerzt, doch kann ich dir versichern, dass du nun an einem besseren Ort bist. Diese Welt ist verdammt und hässlich. Nur der geheiligte Pater kann dies ändern, und so wird er es auch tun, geheiligt sei der Pater und die Mutter selbst!"
Genährt durch die Magie seiner verstorbenen Begleiterin und der Umgebung selbst, zeigte sich keine einzige wunde auf seinem Körper ab. Im gegenteil, sein Körper war makellos, doch sein durst nicht zu stillen. Sein Flachmann war fast leer und in seinem kleinen Rucksack den er auf den rücken trug, waren bis auf einige Zigaretten und leere Flaschen nichts weiter drin. Unermüdlich weiter wandernd erblickte er nach einiger zeit in der ferne etwas, staub wurde aufgewirbelt, doch wieso? Seine schritte wurden schneller und zu seinem glück schien dieses etwas auf ihn zu zukommen, mit schneller Geschwindigkeit. Baratheon stellte sich in dessen weg und breitete die arme aus, während es näher kam. Plötzlich erkannte er es. Es war eine Militärkolonne der Kult der Mutter.
Er breitete seine arme aus und grinste breit.
„Oh geheiligter Pater .... in selbst solch schwerer zeit kommst du zu deinen Anhängern!"
Einige tränen fließen dem Priester über die Wangen, während er freudig auf das halten der Kolonne wartete. Als die Kolonne erkannte, dass sich jemand auf der Fahrbahn befeindete, hielt diese natürlich an. Große Augen schauten aus den Fahrzeugen. Es ist einige Zeit vergangen seitdem Baratheon den Kult verließ um umher zu reisen. Viele der Anhänger konnten es nicht glauben und starrten ihn an. Immerhin stand er dort, nur eine kurze Hose bekleidete seinen Körper.
„Meine freunde ... meine Familie, ich habe zu euch zurück gefunden! Ich habe euch alle vermisst, und bei der Mutter ich hoffe es geht euch allen gut!"
Nach einem kurzen Gespräch mit den anderen Anhängern des Kultes, begab sich Baratheon zum wagen indem sich der heilige Pater aufhielt. Als er dort eintrat, verbeugte er sich vor dem Pater und blieb in dieser Position. Die Kolonne fuhr währenddessen weiter.
„Oh geheiligter Pater, dein loyaler Diener ist zu euch zurückgekehrt. Ich hoffe es geht euch gut!"
Die andere Person welche sich beim Pater befand ignorierte Baratheon gekonnt, immerhin kannte er ihn nicht. Darüberhinaus galt seine vollkommene Aufmerksamkeit dem Pater selbst. Dennoch fing es bereits an, wohl merkbar für jeden in seinem umkreis. Die Magie, auch so des unbekannten, verließ langsam ihren eigentlichen wirt und lief zu Baratheon über. Doch wussten dies nur die Anhänger, der unbekannte sollte nichts von Baratheon oder seinen Fähigkeiten wissen.



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Danke an AnimeL0V3R
Letzte Änderung: 1 Woche 3 Tage her von DieWurst92.
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Splitter (FSK 18+) 1 Woche 3 Tage her #821494

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Markus Stein
Unterwegs in Richtung Osten ⇒ Washington DC

Nach dieser doch sehr seltsamen und prägenden Begegnung machte sich Markus dann auch wieder in Richtung Osten. Sein Ziel war Washington DC, welches er auch ohne größere Zwischenfälle erreichte. Auf dem Weg traf er ein paar zwielichtige Gestalten, aber er wurde gut darin, diese Leute dazu zu überreden, ihn gehen zu lassen und nach einiger Zeit überließen sie ihm sogar manchmal Dinge wenn er sie darum bat. Bin wohl ein ganz guter Überredungskünstler dachte er sich und grinste, auch wenn es eher einer Grimasse glich, denn er war noch immer durch die Magie des Feuermagiers der ihn beinahe getötet hätte entstellt, sein halbes Gesicht war verbrannt, weshalb er es mit seinen mittlerweile längeren Haaren zu verstecken zu versuchte. Eine Woche später erreichte er dann auch Washington DC, wo er sich in einem Hochhaus einrichtete. Nachdem er sich dort “eingerichtet” hatte machte er sich daran ein paar Pflanzen und Kräuter zu sammeln und damit zu experimentieren. Bei diesen Experimenten standen ihm die Ratten die überall zu finden waren zur Seite, wenn auch meistens nicht freiwillig. Nachdem ein paar Tage vergangen waren und er sich wieder einmal auf den Weg zum Sammeln von neuen Pflanzen machte, hörte er Schritte in der Nähe und sah sich misstrauisch um, bis er schließlich einen Mann in einer weißen Uniform sah, der sich vermummt hatte. Er beobachtete ihn eine Weile, bis er ihn schließlich ansprach und aus seinem Versteck hervor trat. “Was willst du hier?” fragte er ihn mit deutlich erkennbarem Misstrauen in der Stimme. Während er auf eine Antwort seitens des Mannes wartete, musterte er ihn ein wenig. Er konnte wohl als Soldat durchgehen, wenn man seine Ausrüstung und den Körperbau betrachtete. Eigentlich ein hervorragendes Exemplar für seine Experimente, denn schließlich traf man hier nicht so oft auf Menschen. Bei diesem Gedanken stieg seine Laune gleich ein bisschen, auch wenn er dies nicht nach außen hin zeigte.
Mfg kid2407
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Splitter (FSK 18+) 1 Woche 2 Tage her #821500

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Carlotta "Lazarus"
New York, U-Bahn
Zögernd ließ das hellhaarige Mädchen die Hand los, die ihr in dieser Finsternis so bedeutsam geworden war wie nichts anderes. Sie hatte Angst, solche Angst, sie fühlte sich schlagartig so unglaublich alleine. Hektisch fuhren ihre blassen Hände durch die tiefen Taschen des warmen Mantels, der die Kälte trotzdem nicht besiegen konnte. Unendliche Momente gingen verloren im erdrückenden Nichts der absoluten Dunkelheit, bevor sie endlich gefunden hatte, wonach sie suchte. Ihre zittrigen Hände scheiterten zunächst mehrmals am Öffnen der kleinen Schachtel. Sie hielt die Luft an, presste ihre farblosen Lippen aufeinander. Vier Streichhölzer. Vier mal Hoffnung. Vier mal Licht. Angespannt starrte sie ins undurchdringliche Schwarz, während sie den Kopf des fragilen Streichholzes über die dunkelrote Reibefläche zog und diesem eine verhaltene Flamme entlockte, die den mächtigen Schatten des New Yorker Untergrunds nur mühsam die Stirn bieten konnte.
Ihre türkisen Augen durchsuchten panisch die beleuchteten Flächen, die Angst saß sichtbar hinter ihren schwarzen Pupillen. Starr blieben die Spiegel ihrer Seele auf dem rötlichen, feuchten Fetzen hängen. Unendliche Enge umklammerte die Siebzehnjährige, es schien als kämen die Wände näher. Sie konnte den Blick nicht abwenden. Ihr Mund wurde unangenehm trocken, die Luft knapp, sie schnappte nach Sauerstoff, vergaß erneut das Atmen. Ihre Augen wollten es nicht mehr sehen. Doch sie konnte nicht. Sie nicht schließen, sich keinen Milimeter bewegen, nicht sprechen. Tränen bahnten sich den Weg ihre Wangen herab, doch sie nahm es nicht mehr wahr. Wie Papier klebte die Haut am kühlen Boden. Wie eine Maske. Surreal. Unwirklich. Bizarr. Okuda. Es war sein Gesicht. Die Flinte rutschte aus Carlottas Hand. Ihr wurde übel. Ihr Herz schmerzte. Zittern. Unkontrollierte Tränen. Der Raum war leer. Nur die Tür ohne Schlüssel, ein enger Luftschacht mit herausgebrochenem Gitter, der wie ein gähnendes Maul nach ihnen zu gieren schien. Direkt darunter das Gesicht Okudas, nur die Haut, die sich zu irgendeinem Zeitpunkt in nicht allzu ferner Vergangenheit noch an seinem Kopf befunden haben musste. Das Streichholz brannte herunter bis auf ihre Hand, sie spürte den Schmerz nicht, dann erlosch es und der Raum wurde erneut gehüllt in undurchsichtige Finsternis.
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Splitter (FSK 18+) 1 Woche 2 Tage her #821536

Eleonore Julia Eriksen, die Bastion, ihr persönliches Zimmer -> zweite untere Ebene

Nachdenklich betrachtete Eleonore die Wanduhr, während sie sich wohl auch ein bisschen gelangweilt vom Ticken der Uhr die nächste Zigarette ansteckte. Immer wieder versuchte sie sich die selben Fragen in ihrem Kopf zu beantworten, immer wieder scheiterte sie daran, weil sich immer irgendwo in ihren Erinnerungen eine Gedächtnislücke auftat. Zurzeit, und noch viel mehr als vorher zerbrach sie sich den Kopf über die Tatsache, dass man sie nun etliche Zeit nach ihrer Degradierung hat schmoren lassen. Nicht einmal für die einfachsten Sachen wurde sie anscheinend benötigt. Hatte man gedanklich schon mit ihr abgeschlossen und beschlossen, sie vollständig ihrer Tätigkeiten zu entheben und wieder in die Wildnis zu entlassen?
Nach gewisser Zeit spürte sie eine gewisse Präsenz in ihrer Umgebung. Sie konnte diese nicht eindeutig zuordnen, aber die Stimme, die sie nach einem kurzen Klopfen hochfahren ließ schon. Es war Aubert Vernon, seines Zeichens General der Armee und rangtechnisch nur der Anführerin untergeordnet. Bevor sie auch sich auch nur einen Zentimeter bewegen konnte, sprach er schon einen Befehl aus. „Soldat Eriksen, sie werden in der zweiten Unteren Ebene erwartet. Ihre Zugangsdaten wurden bereits aktualisiert und sie kommen ungehindert nach unten. Es erwartet sie eine Frau die ihnen die Daten zu ihrer Mission aushändigen wird." Danach schien er direkt wieder zu verschwunden zu sein, und das alles, bevor Eleonore überhaupt gedanklich prozessieren konnte, dass er da war.
Da sie wohl keine andere Wahl hatte und Widerworte wahrscheinlich ohnehin zu ihrer direkten Entlassung, wenn nicht gar schlimmerem geführt hätten, machte sie sich bereit. Sie zog ihre Kampfweste an, steckte ihren Colt in den Brusthalfter und schulterte ihr Sturmgewehr. Ihre Schrotflinte lag zu Reinigungszwecken zerlegt in der Ecke, und obwohl sie eher den Nahkampf mochte, blieb ihr aufgrund der gegebenen Situation keine Zeit mehr, sich darum zu kümmern. Als letzte Vorbereitung striff sie sich fingerlose Handschuhe über und blickte noch mal in den Spiegel. sie ertappte sich dabei, wie sich ein leicht verücktes Grinsen in ihrem Gesicht abzeichnete.//Heh, wie brilliant. Das Schlachtfeld fordert mich wohl doch zurück. Warum auch immer der General ausgerechnet mich ausgesucht hat ist mir ein Rätsel, vielleicht will er mich ja verheizen. Aber ich bin viel zu bekloppt, um einfache Beute zu sein. Kihihi...// Ohne hinzugucken schnippte sie die abgebrannte Zigarette in den Aschenbacher und verließ im Anschluss das Zimmer.

Gemäßigten Schrittes ging Eleonore durch die Gänge. Zuerst runter zur ersten unteren Ebene, wo ihr aktualisierter elektronischer Pass durch ein Piepen quittiert wurde und sie weiter runter zur zweiten Ebene gehen konnte. Dort wurde die Gültigkeit des Passes ebenfalls akustisch quittiert, so dass sie nun direkt zu ihrem Ziel gehen konnte. wie ihr der General gesagt hatte wurde sie dort von einer Frau erwartet, die ihr die Missionsdaten aushändigen sollte. "Soldat Eriksen, anwesend. Ich soll mir hier Missionsdaten abholen." Eleonores Haltung und Ausdrucksweise waren dabei ein wenig schlampig, aber das wara uch damals schon der Fall. Man hat irgendwann aufgeben, es ihr zu erzählen. Gespannt wartete sie nun auf die Daten. //Hoffentlich wird´s was interessantes und nicht irgendein Kinderkram, darauf hab ich dann ja auch nicht gewartet...
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Splitter (FSK 18+) 1 Woche 1 Tag her #821545

Der Soldat in der weißen Uniform
bei Markus Stein
in Washington D.C.

Den ganzen Weg vom hohen Norden hier herunter war ihm leichter gefallen als gedacht. Lag vermutlich daran das er nie sehr weit gehen musste um einen neuen Körper zu erhalten. Es gab genug Gesindel das seiner Macht nichts entgegenzusetzen hatte.
Jetzt war er hier, in Washington D.C. und er würde schon bald ein neues Objekt der Zerstörung besitzen. Der Soldat stapfte an ein paar halbverfaulten Leichen vorbei und folgte einer Spur, die für so ziemlich alle Menschen unsichtbar sein durfte, dem Chaos.
Er blieb schließlich vor einem unscheinbaren Gebäude, dessen Fenster mit Brettern vernagelt waren, stehen. Es sah nicht gerade bewohnt aus, aber sein Ziel war definitiv hier.
„Was willst du hier?“, vernahm er plötzlich aus der Seitengasse neben dem Gebäude und gleichzeitig trat ein schlanker Mann hervor.
Der Soldat musterte den Mann und grinste innerlich. „Ich möchte dir ein Geschenk anbieten. Diesen Körper, aber du musst mir zuhören bevor ich ihn dir übergebe.
Fangen wir mit der Vorstellung an. Ich bin alles und nichts. Bin hier und doch bin ich es nicht. Ich bin der Tod und das Leben. Ich bin das Chaos und die Magie. Ich bin die Katze im Karton. Du kannst mich Michael nennen.
Ich hätte dich gerne bei mir gehabt. Vielleicht hättest du sie erwecken können. In dieser Welt bleibt uns jedoch nicht mehr genug Zeit.“, er riss die Fetzen von seinem Gesicht und seine schmalen Lippen formten ein verzerrtes Grinsen, als er ein Messer nahm und mit vielen Hieben sein Gesicht komplett zerstörte. So das es jetzt mehr an eine Kraterlandschaft erinnerte. „Wir werden uns wiedersehen!“, plötzlich fiel er wie ein Brett um, aber er lebte, jedoch war er jetzt nur noch ein gewöhnlicher Mann in einer weisen Uniform, dessen Gesicht von Messerstichen entstellt war.


Runa Wall
bei Eleonore Julia Eriksen
auf der Bastion, zweite untere Ebene

Die Frau drehte sich um und ihre blutroten Augen bohrten sich förmlich durch die 23 Jährige. „Soldat Eleonore Julia Eriksen sie sind hier weil ich sie für fähig genug halte eine Mission zu leiten die einem Selbstmordkommando gleich kommt. Ihr Team, bestehen aus fünf Soldaten ist bereits am Zielort. Sie haben keine Führung und werden wohl nicht lange überleben. Treten sie durch die Tür hinter mir und dann durch das Portal, spüren sie ihre Leute auf und finden sie heraus was dort vor sich geht. Ihr Team wird ihnen die Details erläutern.“, wieder ging sie hustend auf die Knie. „Gehen sie!“, sagte sie hustend.
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Splitter (FSK 18+) 1 Woche 1 Tag her #821548

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Markus Stein
Washington DC
feat Michael / Die Katze im Karton

Als der Mann ihn bemerkte grinste dieser dümmlich und eröffnete ihm, dass er ihm seinen Körper schenken würde, sofern Markus ihm zuhören würde. Bevor er dazu etwas sagen konnte begann der Mann dann auch schon wie ein Wasserfall zu labern, nannte sich dabei “Die Katze im Karton” und laberte noch weiteres wirres Zeug. Schließlich unterbrach er seinen Monolog um sich die Stofffetzen aus dem Gesicht zu reißen und anschließend mit einem Messer sein Gesicht stark zu verletzen, man könnte meinen er wollte sich damit selber umbringen. Als er damit fertig war rief er dann noch “Wir werden uns wiedersehen!” und kippte anschließend wie ein Brett zur Seite wodurch er auf den Boden fiel, als hätte ihn der Schlag getroffen. Markus kam ein paar Schritte näher und betrachtete den Mann genauer. Er schien noch zu leben, aber er wusste nicht wie lange das wohl noch der Fall sein würde. Probehalber stieß er den am Boden liegenden Mann leicht mit dem Fuß an, um eine Reaktion zu erzwingen. “Was ist denn das für eine Aktion? Soll ich jetzt beeindruckt sein oder was?” fragte er ihn dabei.
Nachdem der Mann keinerlei Reaktion zeigte beschloss Markus den Mann nach drinnen zu verfrachten, um ihn dort weiter zu untersuchen. Auch wenn es beschwerlich war den Mann hoch bis zu seinem improvisierten Labor zu tragen, so würde es sich im Endeffekt doch lohnen, schließlich hatte er hier einen Menschen, an dem er seine Experimente durchführen konnte, wodurch er wertvolle Ergebnisse für seine Forschungen erlangen würde. Er sammelte noch kurz ein paar herumliegende Gürtel zusammen, bevor er den Mann schließlich auf einen Tisch legte und ihn dort gründlich fesselte. Nachdem er mit seiner Arbeit zufrieden war begab er sich in den anderen Teil seines Labors und mischte ein wenig von seiner neuesten Kreation, die den spartanischen Namen “Nummer 74E” trug. Das Ganze füllte er dann in eine Spritze, legte sie in eine Metallschale und ging damit zurück zu seinem “Tester”. Dort angekommen setzte er sich neben ihn und wartete darauf, dass dieser aufwachte.
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Splitter (FSK 18+) 1 Woche 1 Tag her #821558

Eleonore Julia Eriksen - zweite untere Ebene der Bastion -> New York

Eleonore lief ein leichter Schauer über den Rücken, da der Blick der Frau sie fürmlich durchbohrte. Die Situation, dass sie die Anführerin Runa Wall persönlich vor sich hatte machte sie doch leicht nervös, aber sie ließ sich nichts davon anmerken. „Soldat Eleonore Julia Eriksen sie sind hier weil ich sie für fähig genug halte eine Mission zu leiten die einem Selbstmordkommando gleich kommt. Ihr Team, bestehen aus fünf Soldaten ist bereits am Zielort. Sie haben keine Führung und werden wohl nicht lange überleben. Treten sie durch die Tür hinter mir und dann durch das Portal, spüren sie ihre Leute auf und finden sie heraus was dort vor sich geht. Ihr Team wird ihnen die Details erläutern.“ Die Anführerin ging daraufhin hustend auf dieKnie. Eleonore versuchte, etwas zu sagen, doch sie kam nicht dazu. „Gehen sie!“ Eleonore schluckte kurz, nickte dann aber. "Verstanden." Ohne weitere Worte maschierte sie durch das Tür und anschließend Portal und fand sich in einer düsteren Umgebung wieder.

Eleonore sollte nun also ein Team leiten, das scheinbar keine Leitung besaß. Noch besser, dieses Team musste sie erst einmal finden. Bevor sie sich mit diesen Missständen beschäftigen konnte, musste sie erstmal selbst herausfinden, wo sie hier überhaupt war. Sie schraubte eine kleine, aber leistungsfähige Taschenlampe auf ihr Sturmgewehr. Sie hätte am liebsten darauf verzichtet, wenn man bedenkt, was für Biester sich hier befinden könnten, aber sie war halt auch keine Katze mit der Fähigkeit, im Dunkeln. Rein zur Vorsicht lud sie ihr Sturmgewehr mit einem magisch verstärkten Munitionsclip. Schritt für Schritt schlich sie durch die Dunkelheit, bis sie ein Schild entdeckte, auf dem `Central Park` stand. Das erklärte schon mal den Ort. Aber nicht den Verbleib des Teams. Mit jedem Schritt knackte irgendein Ast, raschelte Laub oder sonst irgendwas, selbst die hartgesottensten Leute fangen da schon mal an nachzudenken.

Nach einer gewissen Zeit stoß sie dann auf einen Eingang zu einer U-Bahn-Station. Sie kam nicht darum, davon auszugehen, dass irgendwer sich in da unten aufhalten musste und ging herunter. In der U-Bahn Station war es fast noch dunkler und bedrückender als draußen. Immer wieder waren vereinzelte Schreie oder abnormale Geräusche zu hören. Eleonore´s Augen waren in einem der zahllosen Gänge auf eine blutbefleckte Wand gerichtet, an der ein lebloser Körper... ohne Kopf lehnte. //Was zum...?// Vorsichtig inspizierte sie die Uniform, zweifelsohne war diese dem Wall zuzuordnen. Die Identität dieser Person allerdings nicht, da keine Dokumente dazu auffindbar waren. So schwer es auch war, aber sie musste dennoch weitergehen, war allerdings aufgrund des Fundes alarmiert. Wieder vereinzelte abnormale Geräusche, darunter auch das Gerüttel oder Gehämmer an irgendeine Tür ganz in der Nähe. Eine weitere Treppe führte nach unten, und dieser folgte sie auch.

U-Bahn Station, Tiefgeschoss -> Carlotta & Alice
Eleonore bewegte sich vorsichtig von Ecke zu Ecke, bis sie eine massive Tür sah. Davor der Grund für das Gehämmer: Eine verhältnismäßig kleine Bestie, wobei klein in diesem Fall als relativ zu betrachten war, da für unerfahrere Kämpfer diese Größe schon tödlich sein konnte. Ihre Augen weiteten sich. Sie musste eine Entscheidung treffen. Vermutlich befanden sich in dem Raum hinter der Tür noch lebende Personen, deren Witterung die Bestie aufgenommen hatte, aber Schüsse könnten vielleicht weitere Biester anlocken. Aber sie musste es tun, wenn sie zumindest Teile eines Teams vorfinden wollte, welches scheinbar ohne richtigen Kopf hier oder zumindest in die Umgebung geschickt wurde. Sie legte ihr Sturmgewehr an und gab drei Schüsse ab. Der erste ging vorbei und schlug in der Wand neben der Tür ein, der zweite war ein Streifschuss, aber der dritte saß gut. Die Bestie wandte sich ab und lief davon, zu schnell als dass Eleonore noch hätte nachsetzen können. Zumindest für den Moment war es ruhig. Sie schritt an die Tür ran, aber welch Wunder, sie ging nicht auf. Wahrscheinlich wurde sie von innen verschlossen. Das Flackern der Taschenlampe verriet, dass diese erstmal Energie benötigte. Eleonore plazierte ihre linke Hand am Türgriff, und mit einem kleinen Magiestoß sprengte sie den Griff samt Schloss weg, so dass die Tür nur noch aufgeschoben werden musste. Ihre Taschenlampe schaltete sie nun aus, und öffnete die Tür mit einem brennenden Zippo in der Hand. Die stark leuchtende Flamme offenbarte die desaströsen Verhältnisse dieses Raumes. Zwei vermutlich weibliche Personen, eine davon am Zittern und mit tränenden Augen, die andere daneben. Ein Lüftungsschacht, darunter klebte ein Gesicht. Nur ein Gesicht. Besser gesagt dei Haut eines Gesichtes. //Was für ein kranker Mist ist hier passiert? Kein normaler Mensch könnte diesen Anblick vertragen...//
Langsam ging sie zu den beiden Frauen und kniete sich hin, die ungleichmäßige, aber starke Flamme erhellte einen großen Bereich des Raumes, Rauchschwaden einer brennenden Zigarette waren immer mal kurz zu sehen. Leise sprach sie die beiden an."Mein Name ist Julia Eriksen, ich gehöre zum Wall. Ich wurde nachträglich hierher geschickt, um ein 5-köpfiges Team zu leiten, aber ihr beiden scheint soweit die einzigen zu sein, die wohl übergeblieben sind..." Sie seufzte, weil sie genau wusste, was wohl durch die Gedanken der beiden gehen dürfte. "Also, ich werde euch wohl hier rausbringen müssen. Ein Biest, welches an der Tür gerüttelt hatte, konnte ich vertreiben, aber es könnte vielleicht zurückkommen. Ich hatte eine Taschenlampe, aber deren Energie ist aufgebraucht, das bedeutet wir haben nur mein Feuerzeug und was auch immer ihr noch habt als Lichtquelle." Sie schulterte ihr Sturmgewehr, da es mit einer Hand so gut wie nicht zu bedienen war. Stattdessen zug sie den Colt aus ihrem Brusthalfter und entsicherte ihn, wobei wieder ein leicht irres Grinsen in ihrem Gesicht zu sehen war. "Wenn ihr aus eurer Sicht irgendwie erklären könntet, wäre das vielleicht praktisch, aber das kann auch noch warten. Gebt mir ein Signal, wenn ihr bereit seid..."
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New York, U-Bahn
Ein Licht. Ein Licht in der Dunkelheit. Drei Schüsse. Eine aufgeladene Stille legte sich über die dunklen Gänge der Station. Nur aus dem kleinen Raum drang das einsame Licht eines lodernden Feuerzeugs, verloren in der Finsternis. Schwarze Schatten huschten durch die Dunkelheit hinter dem gähnenden Türrahmen, nahezu unsichtbar für die drei Menschen im Inneren der Kammer. Mal auf zwei Beinen, dann krabbelnd auf allen Vieren, dann kriechend. Nur undeutliche Silhouetten. Kein Laut. Kein Geräusch. Gnadenlose Stille, durchbrochen nur vom leisen Platschen nackter Füße auf Beton. Irgendetwas bewegte sich im Schacht, unter dem noch immer das gehäutete Gesicht Okudas lag. Seltsame Geräusche. Das Klappern von Zähnen aufeinander, als öffnete und schloss etwas seinen Mund ununterbrochen. Kam etwas durch den Schacht näher oder bewegte es sich weg von ihnen? Durch die lechtzenden Schatten bewegte sich etwas auf sie zu. Ungelenk, spontan, fast spastisch zuckte die humanoide Gestalt durch die gierige Finsternis auf sie zu, schien dabei keinem Bewegungsmuster zu folgen, den Kopf wild hin und her werfend, die Arme unkoordiniert ins Dunkel greifend. Einige Meter vor dem Türrahmen blieb sie stehen, harrte einen Moment aus, richtete dann den seltsam dürren Arm auf die Drei. Das Ding war nur unzureichend getroffen vom Licht des Feuerzeugs, kaum zu erkennen. Die Stimme hörte sich nicht mehr menschlich an, krächtzte, stockte, senkte Tonfall und Lautstärke in unregelmäßigen Abständen: "L-LiiichT AUS"
Mit einer ruckartigen, unmenschlich anmutenden Bewegung schwang das Wesen seitlich aus dem Sichtfenster, das aus dem Inneren des Raumes einsehbar war und verschwand. Viel war nicht zu erkennen gewesen. Doch das Gesicht. Das Gesicht. Es war Laurins gewesen. Es hatte sich Laurins Gesicht über den Kopf gezogen. Der schwarzfaulige Mund hatte sie angegrinst.
I can feel your sadness, over endless web. I can see your fear, over arrays of cameras. Knowing in advance, many of your dreams - they are near to me, but disabled by program.“
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Splitter (FSK 18+) 1 Woche 1 Tag her #821587

Alice
feat. Carlotta, Eleonore und einem unbekannten Wesen.

New York, U-Bahn

Hätte sie mal lieber nicht nach dem Licht gefragt gehabt, dann wäre ihr dieser Anblick erspart gewesen. Es war wohl einer der schecklichsten Anblicke, den die junge Frau in ihrem Leben bisher gesehen hatte. Allerdings hatte es auch eine andere Sache ganz deutlich gemacht: Sie waren hier unten auf keinen Fall sicher. Sie würden von hier verschwinden müssen, doch wohin? Der Schlüssel, mit dem die Tür verschlossen wurde, war in der kurzen Zeit des Lichtes nicht auffindbar und soviel Licht hatten sie ja auch nicht gerade zur Verfügung, um danach zu suchen. Der andere Weg durch den Lüftungsschacht, der wirkte anhand des gehäuteten Gesichtes mehr als ein Weg in den sicheren Tod, als wie ein Fluchtweg. Es war wohl ein absoluter Glücksfall, dass ein wenig Nachschub hinterher geschickt wurde. Sonst wären sie hier unten wohl komplett verloren gewesen. Es waren aus dem Raum heraus drei Schüsse zu hören, gefolgt von einem wilden, nicht weiter identifizierbaren Geräuschs eines dieser Bestien, die sich gerade zurückzog. Genau das war der Zeitpunkt, in dem sich Alice sicher war, dass die Schüsse von irgendjemanden kamen, der jedenfalls schonmal ein Feind dieser Wesen war und ein Feind dieser Dinger war gerade mal in diesem Moment ein Freund von ihnen. Daher richtete Alice ihre Waffe einfach nur in die Richtung, in der zuvor der Lüfttungsschacht gewesen war. Nur um sicherzugehen, dass von dort wirklich nichts mehr herauskommen und sie im letzen Moment überfallen würde. Selbst das Hindernis der verschlossenen Tür wurde von der Hilfe kurzerhand beseitigt. Und dann hatten sie endlich wieder Licht. Dieses verdeutlichte noch einmal, dass sie wohl die einzigen Überlebenden waren. Aber warum wurden ausgerechnet sie verschont? Das war wohl eine Frage, worauf sie vorerst keine Antwort bekommen würden. Keiner konnte mit Sicherheit sagen, was diese Bestien dachten, wenn sie denn überhaupt dachten.
Jedenfalls hatten sie nun wieder einen Ausweg. Der Nachrücktrupp war zwar kein Trupp, sondern nur eine Person, aber nachdem hier fünf total auf diese Situation nicht vorbereitete Leute hergeschickt wurden, hinterfragte Alice nichts mehr. Sie waren nun immerhin nicht mehr gefangen und konnten hier aus diesem U-Bahn-Schacht heraus. Das war auch der absolut einzige Gedanke, den sie gerade noch hatte.
"Solange ich Licht habe, kommen wir hier raus und das ist ehrlich gesagt auch das Einzige, was mich gerade interessiert."
Es waren ehrliche Worte und ihre ehrliche Meinung. Es dauerte auch nicht lange, ehe ihnen jedoch einmal mehr bewusst wurde, dass sie hier noch lange nicht in Sicherheit waren. Denn kurze Zeit später kam eines dieser Wesen in ihre Nähe, beschwerte sich über das Licht, nur um kurze Zeit später wieder zu verschwinden. Das, was man in dieser kurzen Zeit erkennen konnte war, dass sich dieses Teil einfach mal das Gesicht eines ihrer früheren Kameraden über den Kopf gezogen hatte. Ein absolut widerlicher Anblick, doch so kurz vor der scheinbaren Rettung, wollte sich Alice davon nicht verunsichern lassen. Jetzt galt es erst einmal, hier heil heraus zu kommen.
"Ich bin sowas von bereit. Lass uns von hier verschwinden."

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Danke an Ani für die Sigs. Danke an Nele für den Ava.
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Splitter (FSK 18+) 4 Tage 22 Stunden her #821749

Der Pater, Kult der Mutter
bei Kojiro und Baratheon
auf dem Weg nach Jequie

Der Pater betrachtete die magiesaugende Zecke vor ihm. Wie hatte dieser Mann nur überlebt? Wahrscheinlich hatte er mehr Glück als Verstand gehabt, aber eigentlich war es ja auch egal. Dieses Gewürm hielt sich selbst für etwas besonderes unter den Anhängern, aber die Wahrheit war das er nur ein Schäfchen war das niemals dazu in der Lage wäre mehr als das zu sein.
„Willkommen zurück mein verirrtes Schäfchen! Du warst lange fort und wie du bestimmt bemerkt hast haben sich die Anhänger der Mutter mehr als verdoppelt. Dennoch werden wir versagen, denn das Ende steht bevor. Die Mutter wird diese Welt nicht reinigen und Gerechtigkeit über alle bringen. In Jequie wird der Kult zerbrechen und sich nach Nordamerika aufmachen. Diese Wendung wird jedoch erst nach dem Ende eintreffen. Jetzt geh und sag den anderen das wir weiterfahren und unser Ende bald kommen wird.“, dann wendete er sich wieder Kojiro zu, „Auch dein Ende wird bald kommen.“

Splitter (FSK 18+) 3 Tage 17 Stunden her #821800

Florian Geyer
Ex Washington DC, Ex USA

Er stöhnte. //Wer hätte gedacht, dass das Ende er Welt so langweilig wäre.// Er hätte gedacht, dass zumindest am Meer noch jemand zu treffen wäre, aber anscheinend wurde die Menschheit doch gründlicher ausgedünnt als er gedacht hatte. //Sieben Tage...// Es war schon eine Weile her, dass er zuletzt Kontakt mit anderen Menschen gesehen hatte. //Kontakt..//, er musste lachen,//wenn man es den so nennen darf. War wohl eher Feindkontakt.// Sein Blick wanderte zu dem Beutel an seinem Sattel. Er hatte das Ding den ganzen Weg mitgeschleppt, um wenn sich die Gelegenheit bot eventuell einen günstigen Handel zu erreichen. Er selbst war Nichtraucher. Schon immer. Lag vielleicht daran, dass er mit Chemiewaffen arbeitete und deshalb Erfahrungen aus erster Hand hatte, wie selbst kleinste Mengen von bestimmten Substanzen den Körper zerstören können. Er legte den Kopf schief. Allerdings hatte er nie ein Problem mit dem Trinken gehabt. Also war es vielleicht doch nur Erziehung...
Schlagartig riss es ihn aus seinen Gedanken. Das Pferd war stehen geblieben. Waren sie sonst die letzten Tage im stetigen Trott nach Osten und später am Meer entlang nach Norden gezogen, mit nur kurzen Unterbrechungen für Schlaf und Nahrungsbeschaffung, so war dieser Stopp alarmierend. Er tat es dem Pferd gleich und lauschte mit aufmerksamen Blick in die Natur hinein. Er bemerkte was das Tier beunruhigt hatte. Es war zu still. Nervös stampfte es auf dem Asphalt. Sie waren auf der Straße unterwegs. Anfangs hatte er es vermieden und die Straße nur als Anhaltspunkt genutzt, da er sich der Risiken durchaus bewusst war, als allerdings nach mehren Tagen keine Menschenseele zu sehen war, hatte er die Vorsicht zu Gunsten der Geschwindigkeit in den Wind geschlagen. Nun bereute er es. Wenn dies ein Überfall war saß er hier wie auf dem Präsentierteller. Dann sollte er besser in die Büsche in Deckung gehen. War dies allerdings ein Angriff von einem dieser hässlichen Viecher, die während der Katastrophe vor zehn auftauchten, so wäre es Selbstmord sein Sichtfeld und seine Bewegungen einzuschränken, zumal die Biester durch das Gestrüpp fegen konnten wie ein Bulldozer. Seine Hand fuhr zum Colt. Gleich vor sich hörte er etwas durchs Unterholz preschen. Ein einzelnes Reh brach hervor raste über die Straße und verschwand auf der gegenüberliegenden Seite. Kaum war es verschwunden erschienen schon die Verfolger. Verfilzt und ungewaschen, mager bis auf die Knochen und mit wilden Augen ähnelten sie in keiner weise mehr den süßen Tierchen, welche früher so beliebt waren. In wilder Verfolgung des Hirsches hetzte das Rudel über die Straße und brachte das Pferd zum scheuen. Er hatte alle mühe sich auf dem Pferd zu halten, auch wenn die Gruppe so schnell verschwand wie sie aufgetaucht war. //Scheiß Köter//, dachte er. Er hatte Hunde schon immer nicht ausstehen können. Egal ob Bulldogge oder Taschenratte, irgendwas an diesen Tieren war ihn zutiefst unangenehm, zu dem Punkt, dass er die Straßenseite wechselte, wenn ihn einer entgegen kam. Grimmig vergewisserte er sich, dass seine Waffen jederzeit griffbereit waren und setzte seinen Weg fort.
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