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THEMA: Kinder der Nacht (FSK 18)

Kinder der Nacht 1 Jahr 4 Monate her #798445

Violaine Lefevre
mit Charles Gilbert Harris, Nicholas Barnewell, Violaine Lefevre, Jerome Jones Barker Anderson
~ im Wrack der Demeter


Für einen Augenblick war Violaine fast schon beleidigt, als das liebestolle Pärchen sie nicht zur Kenntnis nahm. Dann wiederum war es ihr fast schon wieder egal, sie amüsierte sich köstlich über die Ironie, die dieses Bild mit sich brachte. Der Pfarrer, der von Sittsamkeit und Familie spricht, vögelt ein junges Mädchen, dachte sie und räusperte sich, um nochmals lauter anzusetzen.
Ein Herr tauchte auf, sein Blick leicht verklärt und alles andere sicher. Doch rechnete sie ihm an, dass er den anderen Herren, Charles wie sie nun wusste, aus seinem Treiben zu reißen versuchte. Seinen nächsten Satz erwischte sie nicht ganz, dafür sprach er zu schnell – aber das „nicht vor Madame Violaine“, das bekam sie mit. Auch, wie er sich auf Charles zubewegte und ihn behutsam berührte. Violaine wollte lachen, wirklich, allerdings war das wohl ein wenig zu viel des Guten. Sie durfte nicht allzu sehr auffallen, jetzt, wo ihre Familie … das Zeitliche gesegnet hatte.
Erst passierte nichts, die Zeit stand wie still – weder Charles noch der andere Herr bewegten sich … dann allerdings brach die Hölle auf und Violaine musste noch nicht einmal wirklich etwas tun. Sie sah männliche Grobschlächtigkeit, Blut, Zähne die zu Boden prasselten, sie hörte das Knacken von Knochen und unschöne Begegnungen von Fäusten auf Haut und ein merkwürdiges, blaues licht. Es verwirrte sie, wirklich, aber für ernsthafte Sorge passierte alles zu schnell.
Rotes Blut spritzte auf und Violaine blinzelte. Charles Gesicht beugte sich über den offensichtlich außer Gefecht gesetzten jungen Herren. Das Mädchen, das bisher noch nichts von sich gegeben hatte, sprang vor und versuchte mit all ihrer Macht, den Mann vor dem tödlichen Biss abzuhalten. Violaine war klar, dass sie nicht unbedingt den größten Unterschied machen würde, aber auch sie eilte an die Seite des Mädchens. Erst jetzt nahm sie den Splitter in der Halsbeuge des Herren wahr und konnte ein Schütteln ihrerseits unterdrücken. Das sah nicht gut aus. Gar nicht gut.
Verdammt, wie sagte man das auf englisch?, dachte sie fahrig und beobachtete, wie das Blut sich auf dem Boden des Schiffes verteilte. „Nous sommes besoin d'un medecin“, murmelte sie leise, verfluchte die Tatsache, dass die englische Sprache sie genau jetzt im Stich ließ. Und das Schlimmste? Das Blut roch … so … gut. Also waren das vorhin doch keine Hefeschnecken, dachte sie sogar noch trocken, bevor sie sich umzuschauen versuchte. Oben waren einige Personen gewesen, vielleicht konnte man dort um Hilfe bitten?
Probieren ging über studieren.
„Hey!“, machte sie es, wie der Sterbende vorhin auch. Nur nicht unbedingt ganz so laut. Wieso musste sie ihr Gedächnis genau jetzt im Stich lassen? Viel Zeit blieb ihnen nicht mehr. „Hier passiert gleich ein Mord, wenn nicht helfen!“

Kinder der Nacht 1 Jahr 4 Monate her #798449

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Jerome Jones Barker Anderson (Im Wrack der Demeter)
feat. Charles Gilbert Harris, Nicholas Barnewell, Charlotte Goodwyn und Violaine Lefevre

Jerome hatte nicht wirklich Zeit darüber nachzudenken, die Wörter ‘Mord’ und ‘helfen’ genügten um zu signalisieren, dass es wichtig war, er rannte in Richtung der des Hilferufs und fand auch schon bald die Quelle dieser Worte. 2 Frauen, 2 Männer, der eine K.O. auf dem Boden, mit einem Holzsplitter im Hals, der andere, aggressiv scheinende, wurde von den 2 Frauen mit aller Kraft zurückgehalten, wirklich viele Optionen was man jetzt machen könnte gab es nicht weshalb Jerome auch schon zur Hilfe eilte und sein bestes gab Charles zurückzuhalten. Zu 3. schafften sie es dann auch den aggressiven Priester bewegungsunfähig zu halten, doch Jerome hatte immernoch keine Ahnung was hier überhaupt vorgefallen war. “Was im Namen des Herren ist hier nur passiert?” fragte Jerome aufgeregt, während er jedoch immer noch seine ganze Kraft brauchte um Charles am Boden zu halten.
Ava & Sig: Shinobu Oshino - Monogatari Series <3
Vielen Dank für die Signatur bzw. eigentlich Header an Mestar.

Kinder der Nacht 1 Jahr 4 Monate her #798451

Nicholas Barnewell
Im Wrack der Demeter > auf dem Weg zum Deck der Demeter
feat. Charles Gilbert Harris, Jerome Jones Barker Anderson, Charlotte Goodwyn, Violaine Lefevre

Nachdem die Drei (Jerome, Charlotte, Violaine)den wie eine Bombe gezündeten Charles davon abhalten konnten Nicholas Leben zu beenden, nutzte dieser die gewonnene Freiheit aus, um einige Meter Sicherheitsabstand von der brüllenden Bestie zu erlangen. Das Restadrenalin, das sich in Nicholas Körper befand schien nach und nach erschöpft und die Schmerzen, die seine Verletzungen mit sich trugen, waren recht stark. Dies glaubte er zumindest. Statt großen Schmerzen spürte er nur ein Drücken in seinem Kopf, der metallische, gleichzeitig salzige Geschmack von Blut war jedoch von viel größerer Bedeutung. Ein Geschmack, der Nicholas dazu verleitete mit seiner Zunge durch seinen Mundraum zu fahren diese anschließend aus dem Mund zu schieben, da der salzige Geschmack nicht auszuhalten war.
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Mit neu erworbener Kraft trat Nicholas erneut auf den wahnsinnigen Charles zu. Dieser brüllte und zappelte noch immer wie eine Monstrosität, die seit mehreren Tagen nichts mehr zu Essen erhalten hatte und in einer Gladiatorenarena nun auf Beutezug ging.
Achtung Blutig! [ Zum Anzeigen klicken ]
Dabei überlegte er, wie es dazu gekommen ist, dass Charles von jetzt auf gleich wie ein Wahnsinniger auf Nicholas losgegangen war. Und da schoss die Erinnerung an seine Tat wie ein Projektil durch seinen Kopf. Sein Kopf kombinierte diese Erinnerung mit den Geschehnissen und plötzlich machte es Klick. Nicholas war felsenfest davon überzeugt, dass Gott ihm eine Gabe geschenkt hatte. Eine Gabe, Menschen zu verändern. Eine wundervolle Gabe, die er nun überprüfen wollte.
Nicholas berührte den immer noch in Rage versetzten Charles an einer Stelle, die nicht von Helfern oder Zappeleien bedeckt war und wisperte ihm leise: "R͝uhig͢.", entgegen.
Und wie ein Wunder hörte das laute Brüllen und das intensive Zappeln des Mannes auf. Sein zorniger Blick lichtete sich und die Wandlung von Rage zu Verwirrung war ein wirklich interessanter Anblick für den Bauern.
Als die Streitigkeiten anschließend wie weggeblasen waren und Charles nicht mehr fixiert werden musste, einigte die Gruppe sich darauf, das untere Unterdeck des zerstörten Schiffes zu verlassen und nach oben, an Deck des Schiffes zu gehen, um sich dort zu versammeln und auf die anderen Überlebenden zu warten. Auf dem Weg dorthin sagten sie all jenen, an denen sie vorbei kamen, dass sie sich auf dem Deck versammeln sollten. Bevor sie jedoch loszogen sammelten sie ihre Habseligkeiten ein, sofern sie diese in dem Chaos wiederfanden.
“I still don't know what it really means to grow up. However, if I happen to meet you, one day in the future, by then, I want to become someone you can be proud to know.”
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Letzte Änderung: 1 Jahr 3 Monate her von Fish..

Kinder der Nacht 1 Jahr 3 Monate her #799834

Linda Rinatington - Unter Deck
ft. Cailean Cullen

Linda war nach wie vor besorgt um ihren tierischen Freund. Cailian meinte das er noch etwas holen musste, dazu konnte Linda einfach nur nicken. Somit blieb ihr gerade nichts anderes über als einfach zu warten bis sie entweder ihren Raben hörte, oder Cailian zurück kam. Sie seufzte und versuchte die stickige Luft unter Deck nicht all zu tief einzuatmen. Aber entgegen ihrer Vorstellung brachte sie der Geruch nicht zum würgen.
Es dauerte eine Weile bis der Matrose wieder zurück kam. Fast schon im selben Moment schien er ihren Raben ausgemacht zu haben. Linda war sehr froh darüber, in den letzten Stunden war das die erste gute Nachricht gewesen. Wer weiß, vielleicht hatte Gotte sie ja doch nicht vollkommen verlassen. Somit folgte sie dem Matrosen weiter unter Deck bis zu den Kabinen in denen die Überfahrenden einquartiert gewesen waren bevor die Demeter auf Grund gelaufen war.
Trotzdem machte sich unbehagen in ihr breit. Sie wollte einfach nur schnell wieder an Deck und von diesem Schiff runter. Sie kamen zu einer Kajüte in der ein junger Mann über der Leiche eines anderen Kniete, nicht unweit davon auf einem anderen Verstorbenen saß ihr geliebtes Haustier. Sie drängte sich vorsichtig an Cailean vorbei und ging in die Kajüte. Der junge Mann schien nicht wirklich im hier und jetzt zu sein, aber er war noch am leben. Vielleicht ging es ihm so wie ihr vorher an Deck, als sie diesen süßlich, betörenden Geruch gerochen hatte, den sie eigentlich hätte abstoßend finden hätte müssen.
Sie ging zu der Leiche auf deren Brustkorb Sonit saß. Der Rabe sah sie unschuldig an. "Du weißt doch das du nicht so einfach weg fliegen darfst. Das macht uns nur Probleme. Komm wieder rauf auf meine Schulter mit dir." Sie sah zu Jehan D'airelle doch dieser schien nichts wahr zu nehmen was um ihn herum passierte. Sonit flog auf Lindas Schulter. Nachdem der Rabe wieder da saß wo er hingehörte machte sich Linda ihre langen Haare zu nutze um dafür zu sorgen das der Rabe auch wirklich da blieb wo er jetzt saß, auf ihrer Schulter.
Sie nahm eine Haarsträhne und band dem schwarz gefiederten Vogel diese um sein Bein und verknotete diese. Der Rabe krähte er schien das überhaupt nicht leiden zu können. Er flatterte mit den Flügeln und krähte. "Sonit du weißt genau dass, das nichts nützt. Wenn du nicht von dir aus auf meiner Schulter bleibst muss ich es so machen. Ich weiß das du es nicht magst aber im Moment geht es nicht anders." Als der Rabe dann scheinbar schmollend auf ihrer Schulter saß kniete sie sich neben Jehan. "Ist mit euch alles in Ordnung?" Doch dieser fixierte einfach nur die Leiche des vor ihm liegenden Mannes.
Linda versuchte noch ein paar mal ihn anzusprechen doch er schien auf nichts zu reagieren. Sie drehte sich zu Cailean um. "Sollten wir ihn mitnehmen? Hier unten kann man doch schlecht bleiben oder?" Sonit musterte den Matrosen, und wenn man es nicht besser wissen würde, könnte man schon fast sagen das der Rabe dem Matrosen einen hasserfüllten Blick zu war. Als ob er den Schotten dafür verantwortlich machte das er nun mit Lindas Haaren festgeknotet war und nicht mehr weg fliegen konnte wie er wollte.

Danke an meine Lieblings-Diaa. für die tolle Sig ^-^

Kinder der Nacht 1 Jahr 3 Monate her #799868

Cailean Cullen
Auf dem Wrack der Demeter
(feat. Linda Rinatington)

Cailean folgte dem Geräusch so gut er konnte und führte Linda zu ihrem Raben. Als sie nach doch einigem suchen das Tier gefunden hatten. Es war nicht nur das schwarze Haustier was sie dort fanden. Cailean blieb in dem Türrahmen stehen. Er betrachtete den jungen Mann der dort bei einer Leiche hockte. Er kannte ihn aber hatte nicht viel mit ihm gesprochen. An seinen Namen konnte sich der Matrose nicht erinnern.
//der scheint sehr weit weg zu sein.// noch schwieg er einfach dazu und merkte wie sich Linda an ihm vorbei drückte. Sie sprach erst etwas mit ihrem Raben, während Cailean weiter den Mann neben der Leiche ansah. Selbst als Linda ihn mehr mals ansprach reagierte er nicht so wirklich. Eigentlich reagierte er gar nicht. Cailean hockte sich neben ihn und schnippste ein paar mal vor dem Gesicht des Mannes. Es gab keine Reaktion, sein Blick wirkten leer.
„der ist hinüber.“ sagte der Jäger einfach und sah ihn noch etwas an. „ich würde mal meinen das ihn das etwas zu sehr zugesetzt hat.“
er seufzte und packte Jehan D'airelle am arm und zog ihn hoch. Er war nicht grade der sanfteste aber so ließ sich der junge Mann wenigstens etwas führen und Linda hatte schon recht hier lassen konnten sie ihn nicht.
„wir nehmen ihn so mit. Ob er will oder nicht. Hier auf den Wrack kann er nicht bleiben.“ er sah dann noch auf den Raben der auf der schulter von Linda saß. Er deutete den blick entweder richtig oder es kam ihm so vor.
„schau mich nicht so an es ist nicht meine schuld das du festgebunden bist, hättest nicht abhauen dürfen.“
sie machten sich wieder auf den weg nach oben. Caillean zog Jehan D'airelle noch mit sich mit, er ließ sich zwar führen aber es war eher als wurde man versuchen einem nassem Sack das laufen bei zu bringen. Dieser war grade in seiner eigenen Welt und schien nicht zu merken was grade vor sich ging.
Aber alles war doch sehr komisch. Soviel war wohl allen klar. Doch niemand konnte es sich erklären. Cailean behielt es für sich das er das Blut eines toten getrunken hatte. Es hat sich viel zu gut an gefühlt und das bereitete ihm doch sorgen. Als sie oben auf dem deck waren ließ der Schotte den jungen man los der wieder in den selben Zustand verfiel wie sie ihn gefunden hatten.
Cailean sah das noch mehr der überlebenden auf dem Oberdeck waren, so schwieg er einfach und lehnte sich an den Mast der nicht abgeknickt war. Er merkte das scheinbar etwas im Gange war und wollte nicht unbedingt auffallen. Es war vielleicht einfach seine Eigenart aber er mochte er nicht im Mittelpunkt zustehen. So hielt er sich einfach um Hintergrund und war gespannt was was wohl passieren würde.
Doch drängte sich noch immer die Sache mit dem Blut in seine Gedanken.
Warum hatte er das verlangen danach gehabt und war er der einige den das betraf? Er sah auf Linda die ebenfalls oben war. Sie hatte scheinbar dieses verlangen nicht oder es hatte sich nicht gezeigt. er versuchte die Gedanken so gut es ging beiseite zu schieben.
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Kinder der Nacht 1 Jahr 3 Monate her #800162

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Charles Gilbert Harris (Auf dem Deck der Demeter)
feat. alle

Vor seinen Augen drehte sich alles. Das Blut in den Schläfen pochte wie wild. Was war hier gerade vorgefallen? Er erinnerte sich an Lust, dann Wut. Doch was fühlte er jetzt? Und wo waren diese Gefühle überhaupt hergekommen? Warum der plötzliche Wechsel? Jetzt, wo sich der Nebel aus Blut gelichtet hatte, konnte er endlich wieder einen klaren Gedanken fassen, doch die Flut an Fragen, die direkt über seinen Verstand hereinbrach, resultierte nur in Verwirrung.
So fand er sich schließlich mit seinen wenigen Habseligkeiten auf dem Deck wieder, umringt von Leichen. Nach und nach trafen die anderen Überlebenden alle ein. Er sah in ihren Gesichtern, dass auch sie deutlich verwirrt waren. So recht schien keiner zu verstehen, was hier vorgefallen war. Nun war es an Charles, seiner Aufgabe als Priester gerecht zu werden und die verirrten Schäfchen auf den rechten Pfad zurückzuführen. Mit einem nun wieder klaren Verstand und seiner Erfahrung als Prediger, sollte dies durchaus machbar sein. Er trat vor, an den Bug des Schiffes und räusperte sich, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.
“Zunächst einmal möchte ich euch allen mein tiefstes Beileid aussprechen. Ihr alle… wir alle haben heute geliebte Menschen verloren. Wir wussten von den Gefahren, denen wir uns aussetzen, doch keiner von uns hat damit gerechnet, dass uns der Tod bereits so früh begegnet… Lasst uns ein Gebet sprechen, um den Seelen unserer Lieben den Weg zu Gott zu erleichtern.”
Gemeinsam mit den Versammelten sprach er das Totengebet und schwieg dann noch einen Moment, bevor er weitersprach.
“Als nächstes möchte ich mich für mein unziemliches Verhalten entschuldigen. Meine neue Gabe scheint sich nur schwer kontrollieren zu lassen. Damit wären wir dann auch schon bei dem wichtigsten Gesprächspunkt angelangt: Was ist mit uns geschehen?”
Erneut hielt er inne. Er ließ den Blick über die Anwesenden schweifen, die ihn interessiert beäugten. Seine Theorie schien zu stimmen. Es waren also nicht nur er und Charlotte, welche die Gabe des Blutes erhalten hatten.
“Ihr alle fühlt es, nicht wahr? Ein Verlangen, das ihr noch nie zuvor verspürt habt. Ihr riecht einen Duft, so köstlich, dass kein Essen der Welt ihm gerecht werden kann. Und der Geschmack…”
Er leckte sich über die Lippen.
“Der bloße Gedanke daran, lässt einem das Wasser im Munde zusammenlaufen. All das mag Verwirrung in euch auslösen. Ihr versteht nicht, was mit euch geschehen ist, warum ihr auf einmal fühlt, was ihr fühlt. Doch ich sage euch: Fürchtet euch nicht! Denn der Herr wacht über uns. Und er hat Großes mit uns vor.”
Er breitete seine Arme weit aus. Die Euphorie und Überzeugung, mit denen er sprach, waren nicht zu übersehen.
“Wir wurden von Gott auserkoren - von ihm auserwählt! Ihr könnt es alle sehen! Ich stehe vor euch, nicht länger als gebückter, alter Mann, sondern in meiner vollen Größe, voller Energie und Kraft, so als wäre ich noch einmal 20 Jahre alt. Es ist ein Wunder! Der Herr hat uns mit einem Wunder gesegnet! Jeden einzelnen von uns. Also fürchtet euch nicht vor eurem neugewonnenen Hunger. Akzeptiert den Durst nach Blut und gebt euch ihm hin. Trinkt es, wie einst die Jünger Jesu dessen Blut tranken! Nährt euch daran. Stärkt euch. Lasst es euch mit Kraft erfüllen!”
Er ließ den Kopf in den Nacken fallen und blickte gen Himmel.
“Danke, oh Herr! Wir danken dir für deine Gaben! Gib uns die Stärke, sie in deinem Namen zu verwenden, um deine Herrlichkeit zu verbreiten!”
Nun richtete er seinen Blick wieder auf die Versammelten.
“Noch immer sehe ich Zweifel in den Augen einiger Anwesender. Doch dieser Zweifel, wird nicht von Dauer sein! Lasst mich euch die Herrlichkeit und Größe Gottes beweisen!”
Charles öffnete seine Hand. Er konzentrierte sich, versuchte das Gefühl hervorzuholen, das er bei seiner letzten Beschwörung verspürt hatte. Ihn überkam die merkwürdige Überzeugung, als wisse er genau, was zu tun war. So als hätte er nie etwas anderes getan, als wäre es schon immer ein Teil von ihm gewesen. Ein bläuliches Licht flammte kurz auf und formte sich dann zu eben jenem Holzsplitter, den er vor wenigen Minuten in seinem Kampf gegen Nicholas verwendet hatte.
“Gepriesen sein Gott!”, rief er und rammte sich den Splitter in den Unterarm, sodass dessen Spitze auf der anderen Seite wieder hervor trat. Vor Schmerz stöhnte er auf. Unwillentlich fuhren sich seine Fangzähne aus. Mit einem kräftigen Ruck zog er den Splitter unsanft aus der Wunde und hielt diese hoch, sodass sie jeder sehen konnte. Das Blut lief in dicken Strömen an seinem Arm herunter und tropfte auf seine ohnehin schon blutdurchtränkte Kleidung. Es dauerte einige Augenblicke, bevor sich die Wundränder zu bewegen begannen. Vor den Augen der Versammelten verschloss sich die Wunde mit unglaublicher Geschwindigkeit, bis sie vollkommen verschwunden war. Sie ließ keine Spur zurück, so als wäre da nie eine Wunde gewesen.
“Wenn das kein Wunder ist, dann bin ich kein Priester.”
Alles auf einen Schlag: myanimelist.net/animelist/Zimbobo
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Kinder der Nacht 1 Jahr 3 Monate her #800164

Überleitung - wichtig für alle!

Wie gebannt starrten die Anwesenden auf die sich rasch schließende Wunde des Priesters. In diesem Moment wurde alles was Jeremiah über den menschlichen Körper wusste über den Haufen geworfen. Die Tropfen die dem Pater den Arm runter rannen weckten auch seine Begierde. Doch hatte er geschworen sein Wissen für die Menschen einzusetzen und Leben zu erhalten. Der Gedanke sich stattdessen von ihnen zu Nähren egal wie verführerisch es schien, behagte ihm nicht.Daher hoffte er, dass Pater Harris recht hatte. Es musste einfach der Wille des Herren sein, andernfalls waren sie alle verdammt.

Nach einer Weile erhob Jennings seine Stimme und teilte ihnen den Plan mit das Schiff zu verlassen, für wenige Tage in der Nähe ein Camp zu errichten um anschließend sich zur Flotte durchzuschlagen. Vor allem das Auftauchen von Mr. Coston, der als verschollen galt, war ein gutes Zeichen dafür, dass es noch weitere geschafft haben könnten. Ob die Überlebenden sich während der Vorbereitungen an seinen Rat hielten, sich wegen einer erhöhten Ansteckungsgefahr von den Leichen fern zu halten, wusste er nicht. Gemeinsam gingen sie mit allem nötigen zum Strand. Das waten durch den teilweise Knie hohen Schlick strengte weniger an als erwartet. Sie blieben dicht beisammen und ein jeder von ihnen hatte eine Waffe griffbereit, um für das Wolfsrudel gewappnet zu sein. Dieses verschwand urplötzlich als die Gruppe den steinigen Strand erreichte. Offenbar hatten die Überlebenden sie erschreckt. Zwischen den Bäumen des angrenzenden Waldes wurde ein Lager errichtet. Mit Tauen und Segeltuch entstanden zwischen den Bäumen provisorische und doch robuste Zelte. Das erste Morgengrauen war wie der Weltuntergang. Die Sonne brannte erbarmungsloser als sie es sich vorstellen konnten. Vielen wurde schwindelig und übel und der himmlische Feuerball war so grell, dass es in den Augen weh tat. Zum Glück zogen am zweiten Tag Wolken auf, dennoch war man sich schnell einig, den Tag lieber unter den Planen zu verbringe und lieber in der Nacht aktiv zu sein. Leider blieb die Suche ergebnislos und der Hunger machte ihnen zu schaffen. Das Wild, welches die Gruppe erlegen konnte, war bis auf das Blut ungenießbar und reichte nicht mal ansatzweise um den Hunger zu stillen. So brachen sie gen Norden auf. In der Hoffnung die Flotte rechtzeitig zu erreichen.

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IT-ler mit Fachrichtung Rollenspiel und Dauerdaddeln - Und die Moral von der Geschicht: Zocken lohnt sich, schlafen nicht!
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Kinder der Nacht (FSK 18) 1 Jahr 3 Monate her #800389

Cailean Cullen
Irgendwo mit der Gruppe in der Wildnis, Richtung Norden

Cailean lehnte noch immer an dem Mast und sah auf den Priester der sich nun bereit machte vor den anderen zu sprechen. Der Jäger hörte zu aber bei einer Sache wurde er doch etwas stutzig. Es stimmte das alle hier eine Veränderung bemerkt hatten zumindest jetzt. Cailean höre weiter hin zu aber seine Gedanken schweiften wieder etwas ab.
//es stimmt wir sind anders seit dem Vorfall. Doch ist es ein Zeichen Gottes? Oder gar sein Wille das wir das Blut von anderen trinken?// was der Priester sagte war doch recht schlüssig und machte auch so wie er es sagte Sinn.
Dann gab es eine Demonstration der neuen von Gott gegebenen Fähigkeiten. Es war wirklich sehr beeindruckend. Charles erschuf aus einem bläulichem licht eine Art holz flog und rammte sich diesen in den arm. Nach dem er diesen wieder entfernt hatte sahen alle wie sich die wunde wieder schloss. Es sah wirklich so aus als wenn es eine Fähigkeit war die ihnen Gott gegeben hatte. Etwas störte Cailean aber noch, er konnte sich nur nicht zusammen reimen was genau ihn störte.
Nach dieser kleinen Ansprache und Demonstration, verließen nun alle das Schiff. Es war eine Anweisung des Schiffarztes.
Es schien auch so als würde niemand wirklich gerne länger auf dem Wrack bleiben wollen als unbedingt nötig. Der weg durch den Schlick und Matsch war einfacher als gedacht was auch an der dazugewonnenen stärke von allen liegen könnte. Im Schutz der Nacht machten sie sich auf den weg nach norden.
Doch als die Sonne anfing sich langsam zu erheben wurde es praktisch die Hölle für Cailean. Die sonne brannte in seinen Augen. Es war so schmerzhaft und grell das es sich diese am liebsten aus den höhlen gerissen hätte. Dazu kam noch der Schwindel und das Geräusche gedämpft wirkten.
Normalerweise kannte er es nach einer großen Feier am nächsten morgen, wenn sehr viel Alkohol geflossen war. Nur das er nichts getrunken hatte und es sich viel schlimmer anfühlte.
Er half so gut er konnte dabei ein Stück des Segels zwischen den Bäumen aufzuspannen damit es etwas Schatten spendete.
Soweit wie der schotte es beurteilen konnte ging es allen in der sonne nicht wirklich gut. Er selbst hatte die Augen zugekniffen um überhaupt etwas sehen zu können.
//na toll, jagen kann ich in diesem zustand vergessen.//
es ärgerte ihn, doch hatte es keinen Sinn, wegen den Beschwerden würde er nichts treffen geschweige denn finden. So war es eben und er wartete mit dem anderen darauf das die Sonne verschwand.
Als die Nacht hereinbrach dauerte es noch eine weile bis sich wieder alles normalisiert hatte. //Es hatte wohl alle erwischt. Was ist das? Können wir nur in der Nacht und im Schatten wandeln? Ist das der Preis den wir für unsere Kräfte zahlen müssen?// cailean hatte sich nicht immer nicht damit angefreundet das es eine Gottesgeschenk war. Doch war es momentan die einzige Erklärung die wirklich Sinn war und die man nachvollziehen konnte.
Er spannte seine bogen sehne und schnallte sich den Köcher auf den rücken.
Alle wirkten durch das noch nicht so ganz klare Vorkommnis am Vortag geschwächt.
sie machten sich nachdem sie das lager abgebaut hatten weiter auf den weg. wie es aussah gab es keine weiter überlebenden von dem schiff. zumindest konnten sie keine finden.
Cailean hielt sich etwas von der gruppe entfernt auf und spähte etwas den weg aus.
dabei hielt er sich immer in einer bestimmten entferung von ihr auf aber hielt immer schritt. doch komischer weise begegntete der gruppe auf dem weg kaum etwas und schon gar nichts gefährliches.
//komsich als würden sich diemeisnten Tiere vonund fernhalten....// dachte er und entfernte sich noch etwas weiter von der gruppe. aus irgendweinem grund wusste er ungefähr wo sie waren. es war einfahc der geruch der von den emsiten ausging. der gestank von dem schiff hing noch an einigen. es war der geruch des todes.
so konnte er sie leicht wiederfinden und darum schlich er etwas entferntvon ihnen herum immer einen pfeil in der sehne, falls etwas leckeres auftauchen sollte.
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Letzte Änderung: 1 Jahr 2 Monate her von fukushu-Kage.

Kinder der Nacht (FSK 18) 1 Jahr 2 Monate her #802527

Jeremiah Jennings
Irgendwo im Wald mit Nicholas, anschließend im Camp bei den anderen
<Vielleicht finden wir auf der anderen Seite dieses Hügels etwas?>
Jeremiah deutete direkt auf die Anhöhe vor ihnen. Es war sicherlich nicht schwerer diesen steinigen und überwucherten Hügel zu erklimmen als sich drumrum durchs dichte Unterholz zu schlagen. Die flach stehende Sonne versprach bald wieder die angenehme Kühle der Nacht, doch bevor sie hinterm Horizont verschwand tat sie ihr bestes um den Wald weiter aufzuheizen. Ein weiteres mal wischte er sich mit der Hand den Schweiß von der Stirn, der leicht rosa schimmerte und leckte ihn danach von seiner Hand. Der wohltuende Geschmack von Eisen erfüllte seinen Gaumen und verschwand viel zu schnell wieder. Er fühlte sich ausgelaugt und sah dementsprechend erbärmlich aus. Seine Lippen waren spröde, seine Hände und sein Gesicht wiesen Kratzer auf die nur langsam zu Heilen schienen. Dreck sammelte sich unter seinen Fingernägeln und allgemein wirkte er sehr heruntergekommen. Den meisten anderen erging es ähnlich. Nur der verfluchte Pater schien die Strapazen besser zu überstehen. //Verflucht sei der Alte. Reibt es uns auch ständig unter die Nase//

Langsam machten die beiden Männer sich an den Aufstieg. Er und Nicholas hatten es nicht mehr im Lager ausgehalten. Ein heftiger Streit ließ Nicholas aus dem Lager stürmen und Jeremiah folgte ihm. Als sie sich beruhigt hatten machten sie das Beste aus ihrer Lage. Nun suchten sie schon seit mehreren Stunden nach etwas zu Essen oder wohl eher zu Trinken. Zum Teil musste er auf allen Vieren manch steile Passage erklimmen. Als er weiter oben ein Knacken von brechenden Zweigen vernahm blieb er abrupt stehen. Rasch sah er zu Nicholas der ihn ähnlich hoffnungsvoll ansah und signalisierte ihm leise zu sein. Angestrengt lauschte er. Und wieder hörte er ein Geräusch. Nun war er sich ganz sicher, irgendetwas schien sich vor ihnen durch den Wald zu schleichen. Leise flüsterte er. <Bleib du hier, ich schaue nach was dort drüben los ist>. Langsam schlich er weiter, er musste sich sehr darauf konzentrieren leise zu sein, so erschöpft war er bereits. Meter für Meter tastete sich Jeremiah vor, setzte einen Fuß vor den anderen und schob bevor er seinen Fuß aufsetzte vorsichtig kleine Äste zur Seite. Die Geräusche waren nun verstummt. Doch hatte er bereits Witterung aufgenommen und wusste dass sie etwas in der Nähe befand. Er glitt gerade an einem Baum vorbei als er ein Zischen hörte und ein Schlag gegen seine Brust ihn nach hinten taumeln und stürzen ließ.

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Als sein Gegenüber verneinte beschlossen sie zu den anderen zurück zu kehren und erreichten zum Einbruch der Nacht das Camp. Trotz der schlechten Sichtverhältnisse war zu sehen dass etwas vorgefallen war. Jeremiah wirkte nicht nur Kräftiger als sonst, sondern war seine Kleidung durch den Kampf mit dem Eingeboren sehr in Mitleidenschaft gezogen worden und an den Stellen wo ihm das Messer getroffen hatte klaften Löcher in seiner dunklen Uniform durch die seine fahle Haut zu sehen war. Zudem haftete an ihm der Geruch von Blut. Er war den Bogen mit den Köcher in die Mitte des Lagers und berichtete den Anwesenden von ihrer Begegnung mit den Fremden. <Sie sind uns nicht wohlgesonnen, aggressiv und brutal. Und somit eine Gefahr für die Flotte. Sie haben es verdient in Gottes Namen zu sterben. Und wir wissen wo ihr Lager ist. Dort finden auch eure Leiden ihr Ende. Folgt mir.>
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Kinder der Nacht (FSK 18) 1 Jahr 2 Monate her #802528

Nicholas Barnewell
irgendwo in der Wildnis, mit Jeremiah Jenkins
“Vielleicht finden wir auf der anderen Seite dieses Hügels etwas?”
Jeremiah deutete direkt auf die Anhöhe vor ihm und Nicholas. Es war sicherlich nicht schwerer diesen steinigen und überwucherten Hügel zu erklimmen als sich außen rum durchs dichte Unterholz zu schlagen. Die flach stehende Sonne versprach bald wieder die angenehme Kühle der Nacht, doch bevor sie hinterm Horizont verschwand tat sie ihr bestes um den Wald weiter aufzuheizen. Beide fühlten sich ausgelaugt und sahen dementsprechend erbärmlich aus. Ihre Lippen waren spröde, ihre Hände und ihr Gesicht wiesen Kratzer auf die nur langsam zu Heilen schienen. Dreck sammelte sich unter ihren Fingernägeln und allgemein wirkten sie sehr heruntergekommen. Ihnen ging es wie fast allen aus der Gruppe, nur der verfluchte Pater schien die Strapazen besser zu überstehen.

Langsam machten die beiden Männer sich an den Aufstieg. Nicholas und Jeremiah hatten es nicht mehr im Lager ausgehalten. Ein heftiger Streit ließ Nicholas aus dem Lager stürmen und Jeremiah folgte ihm. Als sie sich beruhigt hatten machten sie das Beste aus ihrer Lage. Nun suchten sie schon seit mehreren Stunden nach etwas zu Essen oder wohl eher zu Trinken. Zum Teil musste er auf allen Vieren manch steile passage erklimmen. Als sie weiter oben ein Knacken von brechenden Zweigen vernahmen, blieben sie abrupt stehen. Rasch sah der Arzt zu Nicholas, der ihn ähnlich hoffnungsvoll ansah, und signalisierte ihm leise zu sein. Angestrengt lauschte dieser. Und wieder hörten sie ein Geräusch. Nun waren sie sich ganz sicher: Irgendetwas schien sich vor ihnen durch den Wald zu schleichen.
Leise flüsterte er: “Bleib du hier, ich schaue nach was dort drüben los ist.”

Der ausgelaugte Nicholas nickte dem Arzt nur stumm zu. Er wollte seine letzten Energien nicht für etwas wie Worte verschwenden. Besonders nicht, um die Hoffnung, die sich in ihm breit gemacht hatte, zu vernichten, indem er die Position der Beiden verriet.
Nachdem die Stille jedoch von einem dumpfen Geräusch und dem vermehrten Rascheln von Laub unterbrochen wurde, wurde Nicholas hellhörig. Doch nicht nur sein Gehör schenkte ihm Klang, auch seine Nase vernahm einen eisernen und wohl riechenden Geruch. Langsam bewegte er zu der Quelle, die nicht weit von ihm entfernt war. Durch das Gestrüpp sah er, wie Jeremiah am Boden lag und von einem dunkelhäutigen Mann begutachtet wurde. Direkt danach fiel ihm der Pfeil auf, der in Jeremiahs Brustkorb steckte. Wäre er der alte Nicholas gewesen, hätte er sehr wahrscheinlich versucht sich wegzuschleichen. Er hätte Jeremiah seinem Schicksal überlassen und zu Gott um Vergebung gebetet. Wie er es bei seinen Kindern und seiner Frau getan hatte. Aber etwas war anders. Nicholas war anders. Sein Körper war anders.. und seine Gier war es ebenfalls. Nicht die Nächstenliebe zu Nicholas bewegte ihn dazu zu bleiben, vielmehr die Gier nach dem Lebenssaft der Menschen, der unmittelbar vor ihm war. Die Gier es auszusaugen, noch bevor es irgendjemand anders tun würde. Er wäre der erste sein, der sich an der Beute vergnügen würde. Und vielleicht der einzige.
Das Wasser lief ihm im Mund zusammen und für einen Moment vergaß er, wie schwach sein Körper eigentlich war. Er überlegte, wie er den dunklen Mann, der gerade dabei war den Pfeil aus Jeremiah zu ziehen, überfallen sollte, da bemerkte er etwas Abseits einen zweiten, der anscheinend nur darauf wartete, dass sein Mitstreiter seine Jagd erfolgreich beenden würde. Aber dies würde er nicht mehr zu Gesicht bekommen.

Wie ein Getriebener wandelte er durch das Grün. Die Geräusche die er von sich gab bemerkte er nicht einmal mehr. Doch der Jäger, der sich abseits befand, bemerkte sie. Dieser schritt vorsichtig auf Nicholas zu. Seine Augen waren gespannt und auf der Lauer. Würde Nicholas einfach so herausspringen, würde es wahrscheinlich zu einem Kampf kommen, bei dem Nicholas ernsthaft Verletzungen davontragen würde. Das dachte der Bauer zumindest. Er wusste es ja auch nicht besser. Weder seine eigentliche Kraft, noch die Regenerationsfähigkeit des eiskalten Körpers war etwas, an das er sich gewöhnt hatte.
"Nicholas..", ertönte es auf einmal in seinem Kopf. Er verharrte. Warum jetzt? Wieso ausgerechnet jetzt?
"Nicholas..", doch nicht nur Nicholas hatte das Geräusch gehört. Auch der Jäger schien es bemerkt zu haben. Er hatte eine Klinge gezückt und seine Körperhaltung schrie: "Komm schon, ich warte darauf dich niederzustechen!"
Amüsiert schlich Nicholas durch die Natur, die ihn umgab. In unregelmäßigen Abständen erklang immer wieder ein sanftes: "Nicholas" in der Umgebung. Jedoch beeinflusste das Geräusch nicht nur den Jäger. Vielmehr beeinflusste es Nicholas. Seine Schritte wurden lauter, seine Bewegungen immer erkennbarer. Es war, als ob das Geräusch ihn in den Wahnsinn lenken würde. Bis nach kurzer Zeit das Geräusch verstummte und er mit Tränen in den Augen: "Ņ̨ic҉̶͜h̵̴o͏͞l͢ą͠s͘͢", von sich gab und die Monstosität in sich erweckte.

Mit einem gewaltigen und langen Sprung flog Nicholas aus seinem Versteck. Sein Mund war weit geöffnet und seine Fangzähne blitzten im Sonnenlicht, das seinen Weg durch die Blätter der Bäume suchte. Der Jäger reagierte jedoch schnell und wollte sich mit seinem Messer verteidigen. Vergebens, denn die Kraft, die Nicholas durch den Sprung aufgebracht hatte, war für einen normalen Menschen zu groß. Zwar schaffte es das skallpellähnliche Messer den Ringfinger von Nicholas von seiner Hand zu entfernen, es blieb jedoch in dieser stecken.
Die Hand des Jägers, die in seinem Angriffsrausch das Messer wie verkrampft hielt, brach mit einem lauten Geräusch nach hinten und baumelte anschließend am Handgelenk.
Doch seine Stimme wurde von der anderen Hand von Nicholas verstummt. Mit aller Kraft hielt er den Mund des Jägers fest und starrte diesem gierig in die Augen. Der Jäger zitterte am ganzen Leib, ob es Schmerzen, Angst oder einfach nur Adrenalin waren, konnte Nicholas nicht erkennen. Aber es war ihm egal. Ihm war alles egal, solange er das Blut seines Opfers trinken konnte. Er grinste schleckte dem Jäger durch das Gesicht.
Daraufhin zog er mit seinem Mund die Klinge aus seiner Hand. Sein Opfer bemerkte jedoch, dass Nicholas Kraft etwas nachließ und versuchte sich loszureißen. Dieser Akt gelang ihm, jedoch zog Nicholas ihn direkt wieder zurück biss ihm in den Hals. Und nach einigen Sekunden vergingen die Schreie des Jägers, der zum Gejagten wurde.

Nachdem Nicholas mit seinem Mahl abgeschlossen hatte, war er wie in Trance. Er schunkelte beim Gehen hin- und her und er war gefüllt mit Lebensfreude. In seiner gerade nachwachsenden Hand hielt er das Herz des Opfers, das gerade dabei war sich auszubluten. Fröhlich summte er: "Ni-cholas, Ni-cholas, Ni-cholas", und bewegte sich seiner Nase und seinem Instinkt folgend zur nahe gelegenen Quelle, die nur darauf wartete von ihm verspeist zu werden.
Dabei traf er wieder auf Jeremiah, der sich allen Anschein nach wie Nicholas mit seiner Beute beglückt hatte.
Und voll Selbstverständlichkeit eröffneten die beiden mit der Zertrümmerung des Herzens die Jagd auf mehr.
“I still don't know what it really means to grow up. However, if I happen to meet you, one day in the future, by then, I want to become someone you can be proud to know.”
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Kinder der Nacht (FSK 18) 1 Jahr 2 Monate her #803151

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Charles Gilbert Harris (in der Wildnis Nordamerikas - Indianerdorf)
feat. alle

Nicht lange, nachdem sie das Schiff verlassen und ein Lager am Strand aufgeschlagen hatten, begannen die wärmenden Sonnenstrahlen das Land in ihr goldgelbes Licht zu tauchen. Charles freute sich nach dieser ereignisreichen Nacht auf den neuen Tag. Zu seiner Ernüchterung musste er jedoch feststellen, dass das Licht des Tages, das er stets so gerne auf seiner Haut gespürt hatte, nicht länger eine Wohltat war. Stattdessen schmerzte es nun, es tat ihm in den Augen weh. Seine Sehkraft schien nachzulassen und auch hören konnte er nicht mehr so gut. Es fühlte sich an, als sei sein ganzer Körper in Watte gehüllt. Er schien nur verzögert auf seine Befehle zu reagieren. In Kombination mit diesem merkwürdig unguten Gefühl in seiner Magengrube und der nachlassenden Euphorie fragte sich Charles so langsam, ob seine kleine Ansprache wirklich so eine gute Idee gewesen war. Immerhin wusste er nach wie vor kaum etwas über seine neuen Kräfte und das Hochgefühl hatte ihn wohl etwas übereifrig werden lassen.
Auch die anderen schienen von der Sonne in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Einige stolperten unbeholfen durch das Lager, während es andere kaum mitbekamen, wenn sie angesprochen wurden. Man entschied sich schließlich, den Tag unter den Planen und im Schatten der Bäume zu verbringen. Das linderte die Symptome zwar etwas, löste sie jedoch nicht auf. Erst in der Nacht fühlte sich Charles wieder so stark und lebendig, wie er sich zuvor auf dem Schiff gefühlt hatte. Sie verbrachten die nächsten Tage damit, tagsüber zu ruhen und nachts nach Überlebenden zu suchen. Zum Verdruss aller war die Suche nicht von Erfolg gekrönt. Jedoch tauchte ein weiterer Überlebender im Lager auf und hob so die Stimmung etwas. Dieses kurze Hoch hielt jedoch nicht sonderlich lange an, da sich langsam Unmut in den Reihen der Überlebenden breit machte. Man hatte zum Verdruss aller feststellen müssen, dass sowohl einfaches Wasser als auch feste Nahrung den Würgereflex der Wiedererweckten auslöste. Der Proviant, den sie vom Schiff retten konnten, war also vollkommen nutzlos geworden. Einzig und allein Blut schien ihnen als Nahrungsmittel dienen zu können. Doch gerade davon war nicht genug vorhanden. Zwar waren zwei Mitglieder der Gruppe erfahrene Jäger, jedoch reichte ihre Beute nicht aus, um den Blutdurst aller zu stillen. So kam es bereits nach nur zwei Tagen zu den ersten Reibereien. Charles tat sein bestes, um als Mediator jegliche Streitigkeiten zu schlichten, jedoch gelang dies eher schlecht als recht. Je länger sie sich an diesem Ort aufhielten, desto schlimmer wurde es. Der Hunger und der daraus resultierende Hungerneid heizten die Stimmung immer weiter auf. Es grenzte schon fast an ein kleines Wunder, dass sich die Mitglieder der Gruppe nicht gegenseitig in Stücke rissen. Die Situation wurde auch dadurch nicht besser, dass sie absolut keine Ahnung hatten, wo genau sie denn überhaupt waren. Es war unklar, ob sie nördlich oder südlich der Flotte gestrandet waren und auch die nächtlichen Expeditionen brachten keine neuen Erkenntnisse. Man würde also auf gut Glück an der Küste entlanglaufen und auf das Beste hoffen müssen.
Da es für ihn neben den nächtlichen Suchen, gelegentlichen Gesprächen, positiven Zusprüchen und den eher wenig erfolgreichen Schlichtungsversuchen nicht wirklich viel zu tun gab, nutzte Charles seine neugewonnene Freizeit dazu, mit seinen Fähigkeiten herumzuspielen. So lernte er, dass diese bei Tag nicht so recht funktionieren wollten. Außerdem stellte er fest, dass er keine komplexeren Gegenstände erschaffen konnte. Auch zwei verschiedene Materialien auf einmal konnte er nicht beschwören. Dazu kam, dass die aus dem Nichts geschaffenen Gegenstände nach einiger Zeit einfach wieder verschwanden. Anfänglich hielt er es nur für ein Gefühl, doch nachdem er seine Fähigkeiten einmal zu oft verwendet hatte, stellte er schließlich fest, dass sein Hungergefühl mit jeder Anwendung ein klein wenig zu steigen schien. Dies wurde erst so richtig auffällig, nachdem er bereits einige Tage nichts mehr zu sich genommen hatte. Es schien also ein Zusammenhang zwischen dem konsumierten Blut und den neugewonnenen wundersamen Fähigkeiten zu geben. Nach und nach hatten auch die anderen solche Fähigkeiten entwickelt und auch sie testeten diese auf Herz und Nieren. Man tauschte untereinander Erkenntnisse und Theorien über die Funktionsweisen aus.
Nach acht Tagen war die Stimmung schließlich auf dem Tiefpunkt angelangt. Die Anwesenden waren ausgezehrt, erschöpft und aggressiv. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis sie sich an die Gurgel gehen würden. Als Charles schließlich vorschlug, die inzwischen hoffnungslose Suche nach Überlebenden aufzugeben und aufzubrechen, kam es zu einer heftigen Diskussion, die damit endete, dass Nicholas aus dem Lager stürmte. Jeremiah Jennings, der Schiffsarzt, der dazu in der Lage schien, einen kühlen Kopf zu bewahren, folgte ihm sogleich. Charles vertraute darauf, dass er den verwirrt wirkenden Bauern beruhigen und wieder zurückbringen würde. Als schließlich die Nacht hereingebrochen war, traten die beiden Männer aus dem Dickicht des Waldes hervor. Ihre Kleidung wies Kampfspuren auf, doch sie schienen gestärkt und berichteten von brutalen Einheimischen, die nicht nur eine Gefahr für die Gruppe, sondern auch die gesamte Flotte darstellten. Der süße Geruch von Blut haftete noch immer an ihnen und so bedurfte es keiner großen Worte, um die hungrige Meute davon zu überzeugen, den beiden zum Lager der Eingeborenen zu folgen, um diese Gefahr von Gottes grüner Erde zu tilgen.

Nach einem Fußmarsch, der sich dank der Vorfreude nur wie ein Augenblick anfühlte, waren sie schließlich in Reichweite des kleinen Dorfes. Einige runde Zelte waren im Kreis um das Dorfzentrum aufgestellt worden. Sie waren mit Gras, Rinde und Fellen bedeckt. Außerhalb dieser Kreisformation waren Felder angelegt worden. Wie alle Eingeborenen, denen Charles in seiner Zeit als Freibeuter begegnet war, schienen auch diese wenig fortschrittlich zu sein.
In der Dunkelheit verborgen umzingelten die Vampire das Dorf, wie sie es auf dem Weg hierher besprochen hatten. Der Feind war zahlenmäßig überlegen. Jeremiah hatte von etwa 20 bis 30 Personen berichtet. Darin waren Frauen und Kinder bereits inbegriffen. Ein offener Kampf war keine Option. Doch im Schutze der Nacht hatten sie das Überraschungsmoment auf ihrer Seite. Die meisten Dorfbewohner schliefen bereits und es gab nur drei Wachen. die trotz des großen Feuers in der Dorfmitte in der Nacht nicht übermäßig weit sehen konnten. Da diese Wilden keine Rüstungen zu kennen schienen, war ein einfacher Jagdbogen mehr als genug, um diese Feinde auszuschalten. Nachdem alle ihre Positionen eingenommen hatten, setzten sie den Plan in die Tat um. Von den Wigwams verborgen, näherten sich einige der Vampire lautlos an. Die Jäger der Gruppe begannen schließlich den Angriff. Ihre Pfeile trafen die überraschten Wachen wie aus dem Nichts. Noch bevor diese vor Schmerz aufschreien konnten, hatte sie bereits einer der heranschleichenden Vampire wie geplant gepackt und erledigte den Rest so lautlos wie möglich. Es dauerte nur einen Augenblick, dann war es auch schon vorbei. Die Wachen waren tot und die Schlafenden nun vollkommen schutzlos. Die restlichen Vampire traten aus dem Dickicht hervor. Man teilte sich auf, machte die provisorischen Waffen bereit und stürzte sich dann auf die ahnungslosen Opfer.

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Letzte Änderung: 1 Jahr 2 Monate her von Zimbobo.

Kinder der Nacht (FSK 18) 1 Jahr 2 Monate her #803332

Charlotte Goodwyn (in der Wildnis – Indianerdorf)

Ihr Hals fühlte sich unbeschreiblich trocken an. Tagelang war die Gruppe bereits unterwegs und Nahrung war knapp. Das lag vor allem daran, dass sie nicht mehr von gewöhnlicher Nahrung leben konnten. Es war die unglaubliche Perversion, die alle am Leben hielt – nämlich das Trinken von Blut. Und Charlotte wusste, welch Hochgefühl das Bluttrinken in ihr auslöste, so sehr sie das nicht zugeben vermochte.

Was würde ihr Mutter dazu sagen, würde sie noch leben? Oder ihr Bruder? Am meisten wäre wohl ihr Vater enttäuscht, denn er sorgte sich sehr darum, dass Charlotte ein anständiges und braves bürgerliches Mädchen war. Doch es war zu spät, was das „Anständige“ und das „Brave“ betraf.
Charlotte schüttelte ihren Kopf und verdrängte alles, was seit jener Unglücksnacht passiert war. Seit diesem Tag hatte sie sich Charles keinen einzigen Meter mehr genähert, so viel Vernunft besaß sie noch. Zu ihrem Glück wurde auch nicht darüber gesprochen, sondern alles unter dem Teppich gekehrt.


Es wurde ein Lager der wohl dort lebenden Einheimischen gefunden, denn nun machten sie sich bereit zur Jagd. Charlotte bekam einen mittelgroßen Stein in die Hand gedrückt, jedoch musste sie deswegen ihre Stirn runzeln. Hatte sie das Zeug dazu, Menschen umzubringen? Sie wollte Nahrung, sie wollte, dass die Trockenheit im Hals verschwindet, sie wollte Blut. Doch jemanden umbringen? Konnte sie das wirklich?
Der Plan stand schon fest und sie konnte ihn auch nicht mehr ändern. Sie musste das tun, was die Gruppe besprochen hatte, um den Jagderfolg nicht zu gefährden.
Dann begann auch schon der Angriff der Jäger. Charlotte wartete, bis die Wachen tot waren, danach schlich sie sofort zu den Zelten. Sie hatte ein mulmiges Gefühl und ihr Körper schien auf Hochtouren zu laufen, obwohl ihr Herz nicht mehr schlug. Die junge Frau umklammerte den Stein, als wäre er ihre letzte Hoffnung, die sie nicht verlieren wollte.

Die anderen Mitglieder der Flotte haben sich bereits in ihre Zelte gestürzt und es war ziemlich ruhig dafür, dass ein kleines Dorf gerade ausgelöscht wurde.
Ein feiner Hauch von Blut lag in der Luft. Dieser reichte, damit Charlottes innere Bestie die Kontrolle von jeglicher Moral und Vernunft übernahm.
Sie trat lautlos ins Zelt ein und fand eine Frau und ein kleines Kind vor sich liegen. Wo war der Mann? War er vielleicht eine der Wachen, die nun verstorben waren? Oder war er länger tot? Nicht, dass er sich gerade die Beine vertreten war und hineinplatzen würde, während Charlotte sich an seiner Familie sättigte…
Diese Gedanken waren für später. Die junge Frau kniete sich neben der Eingeborenen hin und machte sich bereit, den Stein mit voller Wucht gegen ihren Schädel zu schlagen. Allerdings wurde sie für einen Moment schwach – sie verfehlte den Schädel und zertrümmerte stattdessen die Schulter der Frau. Diese schreckte hoch und wollte das schreien anfangen, doch Charlotte hielt rechtzeitig mit ihrer Hand den Mund bedeckt, so dass nur ein gedämpfter Ton zu hören waren.
„Sei ruhig, sonst weckst du dein Kind und alle anderen!“, zischte das Mädchen leise, während sie ihr Opfer immer noch festhielt, und verfluchte sich innerlich, „Leg dich bitte wieder Schlafen! Sei bloß still! Es ist nichts passiert!“
Ihre Gedanken kreisten sich panisch darum, dass die Frau schweigen und schlafen sollte.
Plötzlich sah die Frau Charlotte benommen an, bevor ihre Augen weiß wurden und sie endgültig zusammensackte.
Erleichterung strömte durch ihren Körper, vor allem als sie sah, dass die Frau noch schwach atmete. Nichtsdestotrotz war es eigentlich egal, ob die Frau jetzt lebte oder tot war, denn jetzt würde sie sowieso sterben.
Die Bestie übernahm erneut die Kontrolle und so begann Charlotte, sich vom Blut der Frau zu nähren.

Sie wusste nicht mehr, wie sie das Kind erledigt hatte. Hatte sie diesmal die Kraft gehabt, es zu erschlagen oder hatte sie es einfach direkt ausgetrunken? Es war ein kurzer, dunkler Moment in Charlottes Erinnerungsvermögen.
Sie wusste nur, dass sie hocherfreut war, ihr Körper zitterte und sie hätte vor lauter Glück schreien können. Endlich war sie satt, endlich war dieser Durst gestillt!
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Kinder der Nacht (FSK 18) 1 Jahr 2 Monate her #803474

George Coston (Provisorisches Lager -> Indianerdorf)

Wie im Rausch verging die Zeit. Seit die Lippen Costons den ersten Tropfen Blut auf der Jagd gekostet hatten, verschwommen die Grenzen zwischen Tag und Nacht, Traum und Realität. Alles was zählte war die Jagd der Beute. Ruhe hielt er nur Tagsüber, gezwungenermaßen. Doch im selben Moment, in dem das gleißende Licht vom Horizont geschluckt wurde und nur noch sanfte Kühle zurückließ, war der Jäger auf den Beinen und verließ das Lager. Streifte durch den Wald, kletterte auf Bäume, durchsuchte Höhlen. Alles um der Beute näher zu kommen. Was genau er jagte, konnte George nicht feststellen. Doch stets endete es in der ekstatischen Erlösung des roten Goldes, das flüssig durch die Adern einer jeder Kreatur pumpte. Zum Morgen stand er wieder im notdürftigen Lager, manchmal mit Blut beschmiert, manchmal mit weiterer Beute, manchmal ohne. Es wiederholte sich Tag für Tag, Nacht für Nacht. Und mit jeder vergangenen Nacht fühlte er sich stärker... mächtiger.
Was den Jäger aus seinem Rausch riss, war der süße Geruch von etwas, das George das Wasser im Mund zusammenlaufen lies. Er folgte seiner Nase und stieß letztendlich auf Jeremiah Jennings und Nicholas Barnewell. Sie wiesen Spuren eines Kampfes auf und auch Flecken von Blut waren zu sehen. Sie berichteten was ihnen widerfahren war und brachten Kunde von... Beute. Wie von selbst wanderten die Mundwinkel des Jägers und er fing an zu grinsen.

Es war schwer sich zurückzuhalten. Der Bogen war gespannt, ein Pfeil lag auf der Sehne. Die Beute war nah, so nah. Und doch musste er warten. Nur noch einen kleinen Moment. Einen klitzekleinen Moment, bis die anderen an Ort und Stelle waren. Dann ging es los. Wie in Zeitlupe rutschte die Sehne vom Finger und schleuderte ihr tötliches Geschoss auf das Ziel zu. Mit einem dumpfen Schlag grub sich der Pfeil in sein Opfer. Noch bevor George oder der zum Unheil verdammte Mann reagieren konnte, wurde dieser schon von einem weiteren Vampir erledigt. Dieses verlorene Beutestück würde Coston tolerieren. Ein weiteres nicht. Und so verschwand er in den Schatten, sein nächstes Ziel bereits auserkoren, schlafend, unwissend.
Sein Jagdmesser rutschte durch das weiche Fleisch des Mannes. Ein weiterer lag ein wenig abseits. Brüder vielleicht. Die Intensität des köstlichen Geruchs nahm schlagartig zu, riss den Jäger mit sich in einen erneuten Blutrausch. Ohne Rücksicht stürzte er sich auf den hervorsprudelnden Lebenssaft und labte sich an ihm, schlang ihn herunter. Scheinbar war er dabei laut genug gewesen, um den anderen Mann aufzuwecken, was George Coston mit einem Blick registrierte. Noch während der Mann sich verschlafen umsah, schlang sich eine Art schwarzer Tentakel aus den Schatten um die Kehle des schlaftrunkenen Wilden und schnürte ihm die Luft ab. Das Strampeln ignorierend, widmete Coston sich wieder seinem Mahl. Dies war nur die erste Beute. Weitere würde folgen.

Kinder der Nacht (FSK 18) 1 Jahr 2 Monate her #803478

Jeremiah Jennings
Dorf der Eingebrenen

Während vereinzelt Sterne durch die dichten Baumwipfel schimmerten zog die kleine Schar der Verdammten durch den Wald. Jeremiah sah unterschiedliche Gefühle in den Gesichtern seiner Gefährten. Zweifel und Angst mischten sich mit Freude und Aufregung. Doch behinderten ihre Gefühle sie offenbar kaum bei dem was sie vorhatten. Seit der Verwandlung schien ein jeder von ihnen zu einem Jäger geworden zu sein. Der Arzt merkte es daran, dass die Gruppe intuitiv anfing sich leiser zu bewegen als sie sich dem Lager näherten. Wie eine große dunkle Schattengestalt die über den Waldboden kroch näherten sie sich vorsichtig ihrer Beute und schalten nahezu zeitgleich die Wachen aus. Gierig machten einige sich über die ersten Opfer her während die anderen sich aus den Schatten lösten und in die Zelte strömten aus denen etwas später die ersten Schreie ertönten. Jeremiah freute sich zwar auf ein weiteres Mahl, doch gierte er im Moment nicht danach, weshalb er sich zurück hielt und versuchte den Überblick zu behalten und dort einzugreifen wo die Gruppe am verwundbarsten war. Mit dem Skalpmesser bewaffnet, lauerte er auf seine Beute und seine Voraussicht wurde belohnt. Ein kräftiger junger Krieger des Stammes stürmte bewaffnet mit einem Speer aus eines der Zelte und wollte den anderen Stammesmitgliedern zur Hilfe eilen. Jeremiah drückte sich vom Boden ab und sprang in einem weiten Bogen auf den Eingeborenen zu. Dieser sah den Angriff nicht kommen und wurde von den Beinen gerissen. Erst als er mehrmals vergeblich versuchte sich wieder aufzurappeln, registrierter er dass er bereits tot war. Der Arzt hatte die Steinklinge tief in seinen Brustkorb getrieben und zwar genau dort wo sich das Herz befand. Er tötete zwei weitere Männer bevor er sich selbst in eines der Zelte begab.

Auf dem Boden saß seelenruhig ein alter Mann, sein faltiges Gesicht wurde von einer Krone aus Federn eingerahmt. Seine Augen waren trüb und erst als der Vampir direkt vor ihm stand richtete er sein Blick auf den Eindringling. Er hielt ein langes verziertes Stück Holz in der Hand. Ein Ende führte er zu seinem Mund und während er daran zog, erwachte die Glut am anderen Ende. Der Geruch des Rauches erfüllte das ganze Zelt. Ruhig redete er in einer Sprache die Jennings nicht verstand auf ihn ein und wies mit seiner Hand auf einen Platz vor ihm. Das ganze wirkte so surreal, dass Jeremiah seine Absichten vergaß und der vermeintlichen Bitte folge leistete. Er kniete sich vor dem alten Mann hin. Dieser sprach immer weiter und tunkte seine Finger in kleine Schalen die um ihn herum auf dem Boden standen und begann schließlich ein Muster auf eine Tierhaut zu malen. Es sah nach Meer und Wäldern aus man konnte kleine Dreiecke um ein Feuer erkennen und weiter oben zeichnete er etwas ins Wasser was wie mehrere Schiffe aussah. Als er damit fertig war streute er Sand darüber und Rollte die Tierhaut zusammen um sie Jeremiah hinzuhalten. Dieser nahm sie mit einem dankenden Nicken entgegen stand auf und und verließ das Zelt. Irgendwie konnte er sich nicht überwinden diesen Mann der ihnen offenbar geholfen hat zu töten. Als er sich vor dem Zelt stand und sich umsah nahm er wie in einen Moment der Klarheit das ganze Ausmaß an Tod und Verderben wahr, das sie über dieses Dorf gebracht haben. Das er über das Dorf gebracht hatte. Er war derjenige gewesen der diese Menschen als Bedrohung angesehen und zu Feinden erklärt hatte. Doch sah Jeremiah keine Chance dieses Morden aufzuhalten, er hoffe allerdings, dass er wenigstens eine Seele vor der Verdammnis retten konnte also setzte er sich vor den Eingang des Zeltes und beobachtete das Treiben.


Update 04. Oktober
Geduldig wartete Jeremiah bis das Gemetzel endete und alle mehr als gesättigt waren und langsam wieder zur Besinnung kamen. Niemand hatte es gewagt das Zelt des alten Medizinmannes zu betreten, offenbar war ihre Gier nicht so groß gewesen um dafür Streit anfangen zu wollen. Es war mitten in der Nacht und der Morgen war noch mehrere Stunden entfernt, als Jeremiah sich auf einen Holzklotz stellte und zu seinen Gefährten sprach. <Seht meine Freunde.> Er entrollte demonstrativ die Karte und hielt sie vor sich, so dass ein jeder einen Blick darauf werfen konnte. <Diese Karte zeigt in welche Richtung sich die Flotte befindet. Einer dieser Wilden hat sie für mich gezeichnet, er wollte uns vielleicht helfen oder auch nur gnädig stimmen. Wir sollten ihnen dafür danken.> Es ließ seine Worte wirken und sprach ruhig weiter und deutete während dessen auf die Zelte und die Toten. <Denn diese Begegnung sollte uns eine Mahnung sein, wenn wir in Salem sind, sind wir in von unseres Gleiches umgeben, denen das gleiche Schicksal droht, wenn wir nicht lernen uns zu beherrschen. Sollten wir sie verlieren, dann sind auch wir verloren. Wir würden mangels Nahrung elendig zu Grunde gehen. Doch viel wichtiger ist, dass es unsere Glaubensbrüder sind. Deshalb will ich all diejenigen warnen die in ihnen auch nur einfache Beute sehen.> Seine Stimme nahm gegen Ende einen bedrohlichen Unterton an, der noch etwas nach klang als er weitersprach. <Doch wie wollen wir mit ihnen umgehen, so dass wir für sie keine Gefahr darstellen?> Eindringlich sah Jeremiah jeden seinen Gefährten an und hoffte, dass sie mit ihm überein stimmten.
IT-ler mit Fachrichtung Rollenspiel und Dauerdaddeln - Und die Moral von der Geschicht: Zocken lohnt sich, schlafen nicht!
Letzte Änderung: 1 Jahr 1 Monat her von Cyberware.
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