• Seite:
  • 1

THEMA: Asiatischer Kampfsport vs. andere Kampfsportarten

Asiatischer Kampfsport vs. andere Kampfsportarten 3 Monate 5 Tage her #833247

  • Kaira
  • Kairas Avatar Autor
  • MusiXs
  • MusiXs
  • *Schreiberling*
  • Beiträge: 595
  • Dank erhalten: 974
Mittlerweile haben ziemlich viele asiatische Kampfkünste zu uns gefunden. Karate, Aikido, Taekwondo, Kendo, Judo, Kung-Fu, Ninjutsu

Habt ihr schon mal einen asiatischen Kampfsport ausgeübt oder übt ihn noch aus?
Und was macht asiatische Kampfkünste so besonders?

Speziell im Vergleich zu anderen Kampfsportarten wie Fechten, Boxen, Ringen ...

Mich persönlich spricht an asiatischer Kampfkunst so sehr an, dass hinter ihr stets eine Philosophie besteht. Eine Kampfkunst besteht nicht nur aus körperlichen Techniken, sondern ist auch Wappnung für den Geist :D
Ich würde daher eindeutig für die asiatischen Kampfkünste stimmen und finde, der pure Sport, der in unseren Breitengraden eigentlich heimisch ist, hat einfach nicht die gleiche Faszination.
Club of Little Lovers


Danke an Kassiopeia0 vom Secret Service für die Sig


Warnung: Spoiler! [ Zum Anzeigen klicken ]
Letzte Änderung: 1 Monat 3 Wochen her von Layna.
Folgende Benutzer bedankten sich: Tssir-De-Macabre

Asiatischer Kampfsport VS anderer Kampfsport 2 Monate 4 Wochen her #833403

  • Zweckon
  • Zweckons Avatar
  • Nichtskönner
  • Nichtskönner
  • Beiträge: 9
  • Dank erhalten: 5
Ich kenn mich mit dem Thema leider nicht unbedingt sehr gut aus, kann jedoch wiedergeben was meine japanische Sprachlehrerin mal erzählt hat:
Judo ist z.B. ähnlich wie du es schon beschreibst, ein Sport der sehr auf den Geist sowie Konzentration und weniger auf Körperkraft ausgelegt ist in Japan. Wenn in Judo ein Kampf verloren wird, dann hat der/die Verlierer/in in der Regel irgendwas was ihn/sie geistig zurückhält oder gerade sehr beschäftigt und deswegen er/sie mit sich selbst nicht ganz im Reinen ist. Der Weg zum Sieg ist quasi der Weg mit sich selbst ins Reine zu kommen und ein geistiges Gleichgewicht zu finden.
Was meiner Vermutung nach, wohl seine Wurzeln im Buddhismus hat.

In anderen Ländern wird Judo oft sehr mit Fokus auf Körperkraft praktiziert, weshalb bspw. bei olympischen Spielen Japaner oft den Kürzeren ziehen. Der Durchschnitts Japaner ist in der Regel einfach kleiner als die meisten Europäer oder andere Kulturgruppen.

Ich gebe das jedoch nur aus meinem Gedächtnis wieder, also keine Gewähr auf 100% Richtigkeit.
Letzte Änderung: 2 Monate 2 Wochen her von Zweckon.
Folgende Benutzer bedankten sich: Kaira, Tssir-De-Macabre

Asiatischer Kampfsport VS anderer Kampfsport 2 Monate 4 Wochen her #833420

  • HealingPotion
  • HealingPotions Avatar
  • Nachwuchsspammer
  • Nachwuchsspammer
  • Beiträge: 130
  • Dank erhalten: 60
Stimmt genau, Ju-Do heißt übersetzt "der sanfte Weg" und unterscheidet sich grundsätzlich von den meisten anderen Kampfsportarten.
Anders als sonst im Kampfsport üblich sind in Judo weder Tritte noch Schläge erlaubt, stattdessen konzentriert sich Judo auf Wurf-Techniken, um den Gegner während des Kampfes zum Fall zu bringen.
Auch Hebeltechniken und Würgegriffe gehören allerdings zum Repertoire eines Judokas, ist der Gegner erst mal zum Fall gebracht.^^

Obwohl der Fokus bei Judo ganz klar nicht auf roher Gewalteinwirkung liegt und die richtige Taktik meistens über den Ausgang eines Kampfes entscheiden kann, spielt leider auch die Körperkraft eine Rolle. Eine Unterteilen der Kämpfer in Gewichtsklassen finden aus diesem Grund auch bei Judo-Turnieren statt.
Letzte Änderung: 2 Monate 4 Wochen her von HealingPotion.
Folgende Benutzer bedankten sich: Kaira, Tssir-De-Macabre

Asiatischer Kampfsport VS anderer Kampfsport 2 Monate 3 Wochen her #833555

  • Deviltoon
  • Deviltoons Avatar
  • Forums-Co-Leitung
  • Forums-Co-Leitung
  • D to the Evil
  • Beiträge: 2126
  • Dank erhalten: 1471
Ich muss sagen, dass das Interesse für asiatischen Kampfsport erst vor kurzem entstanden ist. Ich habe lange Zeit eher klassische Sportarten ausgeübt, die wenig mit Kampfsport im Allgemeinen zu tun hatten. Ich bin damals durch den Unisport auf verschiedene Kampfsportarten - darunter Bujikan Budo Taijutsu oder Martial Arts - aufmerksam geworden und bin schlussendlich in einem "Schnupper-Semester" Taekwondo gelandet. Diese Sportart übe ich nun seit ca. 1,5 Jahren aus und habe mittlerweile die erste Prüfung hinter mich gebracht.

Man muss dazu sagen, dass ich nicht das "Ich hau dir aufs Maul"-Taekwondo ausübe, sondern die traditionelle Form. Das heißt im Umkehrschluss: keine Vollkontaktkampfsportart. Es gibt zwar Partnerübungen, allerdings besteht die Kunst eher darin, den Gegner zu lesen und entsprechend kontrolliert abzustoppen, bevor man trifft. Hört sich einfach an, ist es aber nicht immer, gerade wenn man mit höheren Gürtelträgern trainiert, die definitiv mehr Geschwindigkeit haben als man selbst.
Für mich steht bei dieser Sportart also nicht die pure Selbstverteidigung und Konfrontation im Fokus, sondern vielmehr die geistige Komponente. Zum Abschalten und für die Koordination ist der Sport optimal für mich und gerade wenn man mal einen stressigen Arbeitstag hat, gibt es nichts besseres als eine Trainingseinheit, in der man nicht einmal die Zeit hat, über irgendetwas nachzudenken. Auch die Prüfungen spielen natürlich eine Rolle: ich konnte mir bis vor kurzem noch nicht vorstellen, dass ich ein Brett durchtreten könnte und dementsprechend aufgeregt war ich auch. So eine Prüfung spielt sich doch sehr außerhalb meiner Komfortzone ab, aber die Überwindung hat sich gelohnt.
Mir persönlich gibt der sehr familiäre Verein und der sehr große Respekt untereinander sehr viel mit und so ist auch schon die ein oder andere Freundschaft entstanden. Negativpunkt ist vielleicht der Preis, da es sich hier um einen keinen regulären Verein handelt. xD Taekwondo ist für mich also nicht nur Sport, sondern vermittelt in meinen Augen auch die wichtigen Werte.

Mit dem Taekwondo ist auch mein Interesse an anderen Kampfsportarten entstanden. Ich werde demnächst auch mal Jiu-Jutsu und auch Kickboxen ausprobieren - einfach um mal über den Tellerrand zu schauen. ^^ Letzten Endes kann ich jedem nur empfehlen - egal, um welche Sportart es geht - es einfach mal auszuprobieren. Oftmals entdeckt man dadurch schon ein neues Hobby.
Folgende Benutzer bedankten sich: kid2407, Tssir-De-Macabre

Asiatischer Kampfsport VS anderer Kampfsport 2 Monate 2 Wochen her #833696

  • Aceblood
  • Acebloods Avatar
  • Gelegenheitsposter
  • Gelegenheitsposter
  • Beiträge: 46
  • Dank erhalten: 18
Naja, ich denke asiatischen Kampfsportarten sind nicht mehr so wirklich relevant wie damals, also, the West hat asiatischen Kampfsportarten assimiliert und deren eigenen erschafft, sowie Kickboxing & grappling, sogar Capoeira, eine brasilianische Kampfkunst mit den stärkste Tritte überhaupt, da sind asiatischen Kampfkünste bei weitem unterlegen wenn es auf power kommt, noch nicht mal Mao Thai hat da eine chance, aber when it comes to effectiveness, Mao Thai könnte ein Vorteil haben, aber Capoeira hat die stärksten Tritte.

Von meiner Optik, das Westen hat alles weiter entwickelt, the Western people waren auch die ersten, die der Sklaverei offiziell beendet haben, alles was the West tut, ist unmatched und zum besten, vielleicht nicht mehr so heute, aber damals 100%.

Wenn es zu die ultimative fighting scene drauf kommt, the Ultimate Fighting Championship (UFC) in Nevada, U.S.A, eine US-amerikanische Mixed-Martial-Arts-Organisation, da werden die stärksten Kämpfer erschafft, the peak of Perfektion.
]
Letzte Änderung: 2 Monate 2 Wochen her von Aceblood.
Folgende Benutzer bedankten sich: Tssir-De-Macabre

Asiatischer Kampfsport VS anderer Kampfsport 1 Monat 3 Wochen her #834316

  • kid2407
  • kid2407s Avatar
  • Nachwuchsspammer
  • Nachwuchsspammer
  • Fachinformatiker + RPGler
  • Beiträge: 120
  • Dank erhalten: 19
Wunderbar, ich wusste garnicht, dass es scheinbar noch gar keinen Thread zu dem Thema an sich gab, also gebe ich auch Mal meinen Senf dazu :D

Wenn ich meine 2 Jahre Pause ausklammere, dann trainiere ich Karate seit mittlerweile 12 Jahren, somit mehr als die Hälfte meines bisherigen Lebens :) Angefangen hat alles, als ich mit 9 Jahren das erste mal einen Karate-Anfängerkurs besucht habe. Trotz der recht falschen Vorstellungen, die einem bei der Erwähnung von Karate in den Kopf kommen (zerschlagen von Brettern, Roundhouse-Kicks in der Luft etc.) fand ich es sehr interessant und bin seitdem dabei. Die einzige größere Pause gabs dann als das Abitur ins Haus stand, da war dann leider keinerlei Motivation mehr für Karate übrig, nur noch für den Schlaf und die Erholung. Aber mittlerweile bin ich wieder aktiv dabei und habe letzte Woche die Prüfung zum 4. Kyu abgelegt. Wer sich für das System der Gürtel und Kyu- sowie Dangrade näher interessiert, der findet hier detailliertere Informationen.

Gerade zu Anfang hatte ich wie vermutlich jeder hier ein recht ähnliches Bild von Karate (siehe oben), und ein gewisser Teil der Motivation stammte natürlich auch von diesen Ideen über Karate. Doch mit der Zeit habe ich es zu schätzen gelernt, dass es nicht nur die Tatsache ist, dass man eine Kampfkunst ausübt und dadurch ggf. gut kämpfen kann (à la "Ich mach euch platt, traut euch doch!"), sondern die eigentliche Idee dahinter. Was man grundsätzlich erst einmal klarstellen sollte ist, dass Karate im Gegensatz zu diversen anderen Kampfsportarten nicht darauf ausgelegt ist, dass man einen Gegner möglichst gut ausschalten kann, d.h. es steht die Verteidigung / der Selbstschutz im Zentrum. Natürlich existieren auch einige Angriffe, allerdings entspricht es nicht dem Grundsatz eines Karateka, einen Kampf, wenn er sich denn nicht vermeiden lässt, zu beginnen. Übersetzt man das Wort "Karate", so erhält man als wörtliche Entsprechung "leere Hand", was eine recht treffende Beschreibung ist. Man versucht nicht mit roher Gewalt sein Ziel zu erreichen, sondern vielmehr, mithilfe von Technik und auch unter Ausnutzung des Gegners erfolgreich zu sein.

Nehmen wir uns ein Beispiel, hierbei ist Tori der Angreifer und Uke der Verteidiger:
  • Tori greift mit einem Tritt nach vorne an

  • Jetzt hat Uke verschiedene Möglichkeiten, zu reagieren, aber da man insbesondere einen Tritt nicht mit roher Kraft abwehren will, leitet man den Angriff / die Energie des Gegners gerade soweit um, dass sie einem nicht mehr gefährlich wird. In diesem Fall kann Uke mit einem Schritt zur Seite und einer einfachen Abwehrbewegung dem Tritt ausweichen, hat dafür kaum Kraft aufgewendet und steht im optimalen Fall auch noch seinem Gegner im Rücken, was zumeist das Ende eines Kampfes bedeutet, denn der Angreifer kann sich nicht wirklich wehren in dieser Position.

Dann kommen wir zu dem, was Karate für mich selber bedeutet und ausmacht. Es hilft mir dabei fit zu bleiben, ich kann meinen Kopf nach einem Arbeitstag frei bekommen und nicht zuletzt auch die Gemeinschaft, wenn man mit den anderen Karateka zusammen trainiert. Natürlich beweist man sich auch selber etwas, dass man etwas geleistet und geschafft hat, wenn man die Prüfung zum nächsthöheren Gürtel besteht. Aber wie wir ja alle Wissen: "Nach der Prüfung ist vor der Prüfung" - hat man ein Ziel erreicht, ist es vielmehr nur ein Meilenstein auf dem Weg zum ultimativen Ziel, welches man dennoch nie ganz erreichen kann, die Perfektion.

Ich hoffe das hat euch einen Einblick in die Welt des Karate geben können. Wenn ihr Fragen oder Anmerkungen habt antwortet gerne auf diesen Post oder schreibt mir eine private Nachricht.

P.S.: Ich trainiere Shotokan Karate.
Mfg kid2407
Folgende Benutzer bedankten sich: Tssir-De-Macabre

Asiatischer Kampfsport vs. andere Kampfsportarten 1 Monat 3 Wochen her #834328

Ich habe bisher Shotokan Karate, Aikido und Iaido gemacht. Wegen einiger Verletzungen musste ich aber das meiste aufgeben. Iaido mache ich aber bis heute.

Ich mag auch Sumo-Wrestling. Leider wird es bei uns nicht mehr übertragen. Früher gab es auf Eurosport immer eine Zusammenfassung der Basho, aber das hat sich wohl nicht rentiert. Wirklich schade :-(
  • Seite:
  • 1
Moderatoren: ForummodLaynaKniveskinehYuriko.FauliRockt
Powered by Kunena Forum