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THEMA: Story oder Gameplay?

Story oder Gameplay? 1 Jahr 3 Monate her #800277

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Im wesentlichen stützen sich Videospiele für mich auf zwei Säulen: Der Story und dem eigentlichen Gameplay
Dabei stelle ich immer wieder fest, dass mMn beides an sich für ein Spiel wichtig ist, es aber für mich ausreicht, wenn eines richtig gut funktioniert.
Beide Punkte würde ich hier getrennt voneinander betrachten, auch wenn es durchaus der Fall sein kann, dass sich beide gegenseitig beinflussen und die Beschränkung auf diese zwei Punkte etwas zu kurz gegriffen wäre.

Die Story oder Geschichte eines Spiels wird in der Regel nicht durch das Gameplay erzählt, ist nicht auf das Medium Videospiel angewiesen. (mag Außnahmen geben!)
Präsentation, Atmosphäre, Musikwahl, etc. zähle ich hier ebenfalls zu den Oberpunkt Story.

Das Gameplay definiert sich dadurch, dass es den aktiven/ interaktiven Teil des Mediums unterstützt. Grafik, Flow und Steuerung würde ich zu diesen Punkt zählen. Durch das Gameplay kann sogar auf eine andere Art eine eigene Geschichte zu stande kommen, die nicht vom Entwickler geschrieben wurde.

Schlußendlich mag es Spiele/ Genre geben, die Versuchen die richtige Balance zu finden, es gibt aber auch genug Spiele, die sich bloß auf Eines konzentrieren. Eine gute Geschichte sollte evtl. sogar nicht durch das Gameplay behindert werden bzw. steht manchmal umgekehrt die Story dem Spielfluss im Weg, was ein Spiel für mich durchaus abwerten könnte.
Visual Novels haben i.d.R kein oder nur sehr wenig Gameplay, während sich die meisten rogue like,Sandbox oder Multiplayer Spiele auf das Gameplay konzentrieren.

Und jetzt ein paar Fragen zur Anregung/ zum Diskutieren: hierbei handelt es sich bewusst um keine Abstimmung
1. Gibt es für euch No-Gos bei Videospielen, sodass ihr sie nicht spielen würdet? (weil es ein schreckliches Kampfsystem hat, euch das Setting widerspricht, eine schlechte bzw. keine Story vorhanden ist oder der Fokus zu sehr auf einen Punkt liegt...)
2. Wenn ihr Prioritäten festlegen müsstet, was wäre/ ist euch wichtiger?
3. Fokussieren sich eure Lieblingsspiele eher auf die Story oder das Gameplay?
4. Glaubt ihr, dass sich beide Punkte gegenseitig negativ beeinflussen können?
man darf mich bei Unklarheit oder Ablehnung auch gerne zitieren und auch auf andere Punkte eingehen

Müsste ich mich festlegen, wäre für mich vermutlich die Geschichte etwas wichtiger als das Gameplay. Spiele, wie Civ, DarkSouls, Risiko oder League of Legends können mich zwar auch hunderte Stunden beschäftigen, aber meine Favoriten bleiben eher Story orientierte Spiele, obwohl der Gameplay Anteil bei den für mich liebsten Spielen auch nicht zu kurz kommen darf.
Bioshock Infinite würde ich zu 75% Story und 25% Gameplay zu ordnen. Das Gameplay ist simpel, man muss nicht auf die verschieden Möglichkeiten eingehen und die Storykampagne definiert für mich die eigentliche Spielerfahrung, auch wenn es andere Modi gibt.
NieR (vor allem das erste) hatte ebenfalls ein schreckliches technisches Gameplay- Gerüst, funktioniert aber gearde als Videospiel- Geschichte erstaunlich gut und in einem Final Fantasy kann man stundenlang kämpfen und grinden, aber auch die Story in Texten oder Zwischensequenzen genießen. Rollenspiele können für mich genau den richtigen Anteil an Story und Gameplay haben. Gegen Visual Novels habe ich grundsätzlich auch nichts auszusetzen, nur frage ich mich immer, ob es sich dabei tatsächlich um ein Videospiel handelt.
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"und es ist mir längst klar, dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war." - Hannes Wader
Letzte Änderung: 1 Jahr 2 Monate her von kineh.

Story oder Gameplay? 1 Jahr 3 Monate her #800303

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Interessantes Thema - und gleichermaßen interessant, dass wir das noch gar nicht hier hatten. Hab immer wieder das Gefühl, der Bereich wäre schon ziemlich ausgeschlachtet. Umso erbaulicher, wenn doch wieder jemand mit einem diskutablen Thema um die Ecke kommt.^^
1. Gibt es für euch No-Gos bei Videospielen, sodass ihr sie nicht spielen würdet? (weil es ein schreckliches Kampfsystem hat, euch das Setting widerspricht oder eine schlechte bzw. keine Story vorhanden ist...)

Schwierig ... eigentlich bin ich da sehr tolerant, wenn einer der beiden Punkte überzeugen kann, auch wenn der andere eher auf der Strecke bleiben sollte. Ich würde sagen, die Gothic-Reihe käme für mich verdammt nah ran. Auch wenn ich die Reihe seit meiner Kindheit liebe und (Teil 1+2) immer wieder gerne durchspiele, waren die in Bezug auf das Gameplay (wobei das nicht nur am Gameplay an sich lag sondern auch an hakeliger Steuerung etc. würde ich da jetzt aber mal mit einbeziehen) in meinen Augen schon eher grenzwertig. Ob das nun allgemeingültig ist oder nicht mal dahingestellt, aber für mich gibt es in beiden Spielen immer wieder Momente, bei denen ich das Kampfsystem (wenn da überhaupt von einem "System" die Rede sein kann) verfluche und das Spiel erstmal wieder beende. Um es dann 5 Minuten später doch nochmal weiterzuspielen, da es ansonsten durch viele Punkte überzeugt.
Ähnliches gilt für Mafia (1). Keine Checkpoints während der Missionen, Gegner, die einem mit der Schrotflinte Headshots erteilen, noch ehe man sie überhaupt sieht oder sonstige ärgerliche Situationen. Gerade Mafia 1 war für mich seither eines der frustrierendsten Spiele und dennoch hat sich aus meiner Sicht zu dem Spiel eine Art Hassliebe entwickelt, da es in Bezug auf Story und Atmosphäre bis heute zu einem der besten Third-Person Shooter gehört, die ich kenne.^^
Jedenfalls, würde ich sagen, sei ich schon recht tolerant. Solange einer der beiden Aspekte (Story oder Gameplay) gut umgesetzt ist, reicht mir das eigentlich.

Wobei man je nach Genre natürlich nochmal differenzieren muss. Gerade alte Strategiespiele wie Age of Empires 2 spiele ich heute noch gerne mit Freunden, hier gibt's natürlich keinerlei Story (zumindest in den normalen Matches, in den Kampagnen vielleicht noch eher, aber da konnte mich höchstens Age of Mythology packen, die Kampagnen der eigentlichen Age of Empires-Teile habe ich - wenn überhaupt - lediglich der Vollständigkeit halber mal durchgespielt). Hier kann man denke ich nicht wirklich pauschalisieren.

2. Wenn ihr Prioritäten festlegen müsstet, was wäre/ ist euch wichtiger?

Insgesamt ist mir die Story aber doch irgendwo wichtiger und solange Kampfsystem/Steuerung nicht so unter aller Kanone sind, dass das Spiel dadurch unspielbar wird, kann ich mich damit zufrieden geben, wenn das Gameplay einfach nur mittelmäßig sein sollte. Wobei es natürlich auch Fälle gibt, in denen es umgekehrt genauso funktioniert. Gibt etliche Spiele, die im Grunde kaum oder keine Story haben, dafür in Puncto Gameplay zu überzeugen wissen. Zumal ich eine Unterteilung stellenweise recht schwierig finde. Du selbst rechnest ja beispielsweise die Grafik (was natürlich kein Vorwurf sein soll, denn letztlich ist und bleibt das natürlich auch in gewisser Hinsicht eine subjektive Sache) zum Gameplay, Atmosphäre und Präsentation hingegen jedoch zur Story, wobei ich durchaus sagen würde, dass die Grafik durchaus auch bedeutend für die Atmosphäre ist - zumindest der Grafikstil. Man stelle sich mal ein düsteres Spiel - bspw. Max Payne 1+2 - im Stile eines Kirby's Dreamland vor (gut, das wäre in dem Fall vielleicht so absurd, dass es doch wieder einen gewissen Reiz hätte, aber ich denke, es sollte klar werden, worauf ich hinaus will) oder umgekehrt. Das wäre einfach nicht mehr dasselbe und hierunter würde die Atmosphäre, die Glaubwürdigkeit und irgendwo auch die Story sehr stark leiden. Aber gut, statt mich nun explizit an dem Grafik-Punkt weiter aufzuhängen, finde ich, dass die Punkte sich durchaus gegenseitig beeinflussen können, Life is Strange wäre hier für mich ein Beispiel. Mit anderem Gameplay, ohne die Möglichkeit der Zeitmanipulation etc. hätte zumindest auf mich die Story irgendwo eine andere Wirkung bekommen. Zumal es dann wiederum auch einen Unterschied macht (was ja durchaus auch eher das Gameplay betrifft), ob man ein lineares Spiel, ein Open-World-Spiel, mit vielen verschiedenen Handlungsfäden oder gar eine Visual Novel oder ähnliches vor sich hat, denn auch das beeinflusst die Story - oder zumindest das Storytelling.

3. Fokussieren sich eure Lieblingsspiele eher auf die Story oder das Gameplay?

Ebenfalls keine Frage, die ich so pauschal beantworten könnte. Eines meiner Lieblingsspiele - namentlich Divinty: Original Sin - fällt hier eigentlich etwas aus dem Raster. Die Story ist eher zweckmäßig gehalten, die Nebenquests zwar unterhaltsam, aber auch nichts herzzereißendes und auch die anderen Punkte aus der Kategorie (Charaktere etc.) sind eher oberflächlich gehalten. Dafür bietet das Spiel eines der besten/interessantesten Kampfsysteme, die mir bis heute untergekommen sind. Ich hatte bei jedem der Kämpfe einen Heiden Spaß und rückblickend war gerade das der Punkt, der mich dazu bewog, das Spiel durchzuspielen, während mein Interesse an der eigentlichen Story irgendwann auf der Strecke blieb. Ähnliches gilt für Dark Souls. Bevor jetzt gleich wieder jemand ankommt und mich als Banausen beschimpft: Ja, ich weiß, Dark Souls bietet Storytiefe und ich weiß auch, dass es dahingehend nicht schlecht ist. Nur war für mich persönlich die Story in dem Spiel eher eine nette Dreingabe, den Hauptreiz haben für mich das Design, die Atmosphäre und der Punkt, als "einsamer Wolf" durch die Gegend zu ziehen und Gegner zu metzeln, die 10-mal größer sind als ich selbst, ausgemacht. Ein drittes Spiel dieser "Art" wäre Mount&Blade, welches letztlich ein reines Sandbox-Erlebnis ist und eigentlich keinerlei Story bietet. Dennoch habe ich unzählige Stunden mit dem Spiel verbracht und es hatte immer einen gewissen Reiz.
Ansonsten fokussieren sich die meisten meiner Lieblingsspiele jedoch schon sehr stark auf die Story, wobei ich das Gameplay in den meisten ebenfalls als gut bis überdurchschnittlich bezeichnen würde. Hierzu zählen die ersten beiden Max Payne Teile (der dritte evtl. auch noch, wobei ich den nicht zu meinen Lielingsspielen zählen würde), die Witcher-Reihe oder auch die "alten" RPG-Klassiker im Sinne eines Baldur's Gate oder ähnlichem (Planescape:Torment mal außen vor, da ich das immer noch nicht durchgespielt habe - shame on me xD), Bioshock, Red Dead Redemption etc. bei denen das Gameplay vielleicht nicht immer hochkomplex ist, dennoch gut umgesetzt und funktioniert, wie es soll.

4. Glaubt ihr, dass sich beide Punkte gegenseitig negativ beeinflussen können?

Auch hier muss man wieder etwas differenzieren. Natürlich können sich die Punkte durchaus gegenseitig negativ beeinflussen. Beispielsweise das erwähnte Mount&Blade, welches ein reines Sandbox Erlebnis mit "absoluter" Freiheit bieten soll - hier wäre eine Story zwar nett, würde dem ganzen aber irgendwo (solange es nicht für jede mögliche "Spielweise" eine extra-Story gegeben hätte) seinen Reiz nehmen, da dadurch die spielerische Freiheit zumindest eingeschränkt wäre. Wenn die Story hingegen nur optional wäre, würden sie wohl einfach nur die wenigsten spielen, da das Spiel hier nicht seinen eigentlichen Reiz hat. Ähnliches gilt für die Elder-Scrolls Spiele, die selbst im Vergleich zu anderen Open-World Spielen nochmal stärker in Richtung Sandbox Erlebnis gehen, was mir aber gerade an Skyrim auf Dauer doch etwas zu viel des Guten wurde und weswegen ich rückblickend mehr negative als positive Erinnerungen an das Spiel habe. Auch gibt es natürlich Spiele, bei denen den Entwicklern vielleicht auch die Mittel/Ressourcen fehlen, sowohl ein komplexes Gameplay-Erlebnis zu ersinnen, als auch noch groß auf die Story einzugehen. Gerade bei Divinity: Original Sin hat man oft gehört, dass die Story auch aus Sicht der Entwickler nicht wirklich im Mittelpunkt stand sondern man das Hauptaugenmerk eher auf das (durchweg gelungene) Gameplay gelegt hat.

Heißt, es gibt unter meinen Lieblingstiteln sowohl Spiele, die hauptsächlich von gutem/vielfältigem/einfallsreichem Gameplay leben als auch Titel, die in dem Punkt eher mäßig sind, dafür durch eine packende Story und eine dichte Atmosphäre auftrumpfen können. Im Gesamten ist mir - wenn ich eine Entscheidung treffen müsste (auch wenn das natürlich nur bedingt Sinn macht, da es eben immer Ausnahmen gibt) - die Story letztlich nochmal wichtiger als das Gameplay, dennoch machen beide Punkte für mich einen bedeutenden Teil der Spielerfahrung aus, auch wenn ich wie gesagt bereit bin, bei einem der "beiden" Aspekte Kompromisse zu machen.
Ihr macht gerne Musik, findet jedoch niemanden, der Eurer als Bandmitglied würdig ist? Ihr habt es satt, dass euer Duschvorhang der einzige ist, der sich an eurer Kreativität ergötzen kann? Klickt jetzt, dankt mir später. ;3

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Story oder Gameplay? 1 Jahr 3 Monate her #800325

Hier auch mal eine Sichtweise von der anderen Seite: Für mich ist das Gameplay das Wichtigste an einem Spiel. Das ganze erkenne ich immer weider daran, wenn ich mir meine Spielzeiten ansehe. Fast alle Spiele, die ich viel gespielt habe, sind wenig bis gar nicht storylastig. Ich will ein bisschen erklären, woher diese Einstellung kommt und sie dann an ein paar Beispielen erläutern.

Wenn ich ein Spiel spiele, dann lege ich viel Wert darauf, dass ich spiele. Das klingt jetzt blöd, aber was ich damit sagen will ist: Ich will etwas tun. Ich will keine Texte lesen, sonst würde ich mir ein Buch zur Hand nehmen. Ich will keine Videosequenzen ansehen, sonst würde ich mir einen Film ansehen. Nein, ich will Königreiche erobern, Monster töten, riesige Roboter in Stücke zerlegen, durch die Gegend schießen - kurz gefasst: Ich will Dinge tun, die ich nur im Spiel tun kann. Der Spielspaß steht an erster Stelle.
Ich denke es ist wichtig, dass man an das Spiel herangeführt wird. Dafür ist eine Geschichte bestens geeignet. Wenn sich das Gameplay langsam aus der Story entwickelt, leistet eine Story gute Arbeit. Wenn Kämpfe, Herausforderungen oder andere Dinge gemeistert werden müssen, weil sie einem höheren Ziel dienen, dann hat die Story alles erreicht, was ich von ihr brauche. Aber wenn die Story auch neben dem Spiel erzählt werden könnte, dann ist sie für mich nur im Weg.

Ich will ein paar Beispiele nennen, damit etwas klarer wird, was ich meine:

Skyrim: In Skyrim startet man mitten in der Handlung und wird durch diese geführt. Dadurch erlernt man nach und nach, welche Möglichkeiten das Spiel bietet. Auch führt die Story etwas durch die Welt und gibt Einblicke in die Gesamtsituation. Ziemlich bald kommt man nach Weißlauf und tötet dort den ersten Drachen. Ab diesem Punkt gibt die Story den Spieler frei. Damit hat die Geschichte schon alles erreicht, was sie erreichen soll. Man ist im Spiel drin und hat Lust, die Welt zu erkunden. Die meisten Questlines in Skyrim erfüllen die Funktion, den Spieler durch die Welt zu führen. So werden interessante Pfade gezeigt und eine grobe Reihenfolge, in der man die Städte besuchen soll, vorgeschlagen. Ab diesem Punkt beginnt man, eigene Wege zu gehen und sich eigene Ziele zu setzen. Irgendwie schafft es Skyrim dadurch, den Druck vom Spieler zu nehmen, das Spiel zu beenden, ihn aber gleichzeitig an das Spiel zu fesseln.

Final Fantasy XIII: Das Spiel hat eine wirklich gelungene Story, die sich mit vielen Gesellschaftskritischen Themen auseinandersetzt. Es werden Seitenweise Informationen zur Welt zur Verfügung gestellt, die dem Spieler einen Überblick über die Situation geben. Dabei bleibt allerdings das Gameplay auf der Strecke. Das Tutorial ist extrem schlecht umgesetzt und meistens auch nur als Infotext verfügbar. Die Geschichte wird gandenlos vorrangetrieben, ohne dass dem Spiele die Möglichkeit gegeben wird, das Gelernte zu verinnerlichen und anzuwenden. Oft stehen zwischen einzelnen Videosequenzen nur wenige Kämpfe. Dadurch stellt sich sehr schnell Frustration ein, da man vom Spiel zurückgehalten wird. Ein weiterer Punkt ist, dass die Videosequenzen viel zu lang sind. Es gibt Abschnitte, in denen mehr Videos gezeigt werden, als gekämpft wird. Leider zeigt sich nicht nur darin, dass der Hersteller viel zu wenig Liebe in das Gameplay gesteckt hat. Das Gameplay ist wirklich nicht gut. Die Kämpfe sind oft unausgeglichen und machen wenig Spaß. Letzten Endes habe ich mich entschlossen, das Spiel abzubrechen, da ich keine Lust habe, ewig lange Videos anzusehen, nur um danach einen total langweiligen Kampf zu bestreiten.
Ich kann also sagen: Hier wurde das Gameplay auf Kosten der Story vernachlässigt. Für mich ist das ein klares No-Go.

The Witcher 3: Bei The Witcher hatte ich auch lange Angst, dass es auf das Gleiche herausläuft wie Final Fantasy. Auch hier wird man am Anfang mit Videosequezen bombadiert und findet kaum Zeit zu kämpfen. Jedoch ist mir nach einiger Zeit aufgefallen, dass man aus der Story ausbrechen kann. Ignoriert man einfach stur, was die Story verlangt, entdeckt man erst die wahren Stärken des Spiels. Seit diesem Moment wechsel ich immer zwischen Story und Nebenquests. Dadurch kann ich nach je nach Laune verschiedenen Dinge tun. Was das Spiel für mich besonders Interessant macht, sind die vielen Aufgaben, die man neben den Quests erfüllen kann. Ich habe schon Stunden damit verbracht durch die Gegend zu wandern und noch versteckten Schätzen und Monsternestern zu suchen. In dieser Zeit habe ich mich mit dem Gameplay vertraut gemacht. Dadurch machen die Kämpfe in der Story viel mehr Spaß und ich kann diese richtig genießen. Ich muss zugeben, dass das Gameplay an sich schon Welten besser ist als in Final Fantasy, jedoch denke ich, dass das nicht alleine der ausschlaggebende Punkt ist.

Life is Strange: Diese Spiel ist für mich die Verkörperung für schlechtes Gameplay. Ich habe das Spiel kostenlos bekommen und auf die Empfelung von Freunden begonnen. Ich habe das Spiel nach dem ersten Mal spielen bereits abgebrochen. Man läuft die ganze Zeit nur duch die Gegend. Entscheidungen haben keinerlei Konsequenzen, da man sowieso die Zeit zurück drehen kann. Die Rätsel, die man lösen muss, lassen sich häufig nur durch wiederholtes Probieren lösen (ich denke, so ist es auch teilweise gewollt; dennoch empfinde ich es als störend). Insgesamt ist das Spiel mehr eine Visuell Novel als ein Spiel.
Zur Fairness muss ich natürlich sagen, dass das Spiel wohl auch für VN Spieler entwickelt wurde und somit eine andere Zielgruppe ansprechen will. Aber es eignet aich hier gut als Beispiel, wie ein 'richtiges' Spiel nicht sein sollte.

Ich sollte noch anmerken, dass ich sehr viel Multiplayer spiele. Deshalb habe ich in den Beispielen auch nur Singleplayerspiele aufgelistet. Bei Multiplayern ist es generell der Fall, dass die Story vernachlässigbar ist. Es geht darum, zusammen mit anderem im Team (oder auch gegeneinander) zu spielen. Bei diesem Spielen ist es wohl indiskutabel, dass das Gameplay alles ist, was zählt (wenn jemand anderer Meinung ist, wäre es interessant diese zu hören; vielleicht übersehe ich ja den einen oder anderen Punkt).

Zusammenfassend kann ich sagen, dass eine gute Story für ein Spiel durchaus wichtig ist. Allerdings darf das Gameplay nicht zu kurz kommen. Für mich sind Spiele, die sich nur auf die Story konzentrieren, absolute No-Gos. Während Spiele mit schwacher Story mich durchaus überzeugen können.

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Story oder Gameplay? 1 Jahr 3 Monate her #800338

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Ich spreche mich dann direkt mal als das genaue Gegenteil von kaetzacoatl aus. (Als VN-Enthusiast weniger überraschend, ich weiß^^)

Natürlich kommt es immer auf das jeweilige gröbere Genre an (und damit mein ich nicht unbedingt sowas wie RPG, FPS, oder RTS, sondern vielmehr ob es für zwischendurch gedacht ist, ob es als Schwerpunkt oder eben exklusiv Singleplayer oder Multiplayer hat, etc.), aber grundsätzlich kann meinetwegen das Gameplay der größte Rotz sein, solange mich die Story, die Charaktere und/oder das Setting so richtig abholen. Gutes Gameplay ist dann in diesen Fällen eher ein netter Bonus.

Bei story-lastigen Spielen erfüllt der Gameplay-Aspekt meiner Ansicht nach vielmehr den Zweck, den Spieler weiter in die Welt zu ziehen bzw. eben Immersion zu erzeugen - und schlaue Köpfe werden nun natürlich sagen "Joa, aber mit gutem Gameplay geht das viel einfacher" - "Is natürlich richtig ... und quatsch nicht dazwischen"^^. Da kommt es dann letztendlich wohl wie so oft auf die jeweilige Person an und wie viel "Hilfe" er/sie benötigt um sich im Spiel verlieren zu können.

Für mich persönlich ist das Gameplay in den meisten Fällen - wenn auch mal mehr und mal weniger immer noch wichtig - definitiv zweitrangig. Ich nehm da aus aktuellem Anlass einfach mal Overwatch als Beispiel her, weil es von Developer-Seite definitiv gameplay-fokussiert ist. Würde ich es aber spielen wenn es nicht die Hintergrundstory gäbe, die Charaktere die mir so gut gefallen, die Maps die ihre eigene kleine Geschichte erzählen? ... Nope, würd ich nicht. Warum auch, kann ich auch TF2 spielen, oder irgendeinen Shooter-Klon ... oder rausgehen und nen Ball gegen die Wand werfen.

... und so verhält sich das eigentlich bei so ziemlich jedem Spiel wenn ich so drüber nachdenke. Das Gameplay kann auch für mich sicherlich kurzzeitig spannend sein, aber was mich an das Spiel bindet und mich dann auch immer wieder zurückkommen lässt, sind Setting, Atmosphäre, Story und die Charaktere.
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Story oder Gameplay? 1 Jahr 3 Monate her #800344

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kaetzacoatl schrieb:
Wenn ich ein Spiel spiele, dann lege ich viel Wert darauf, dass ich spiele. Das klingt jetzt blöd, aber was ich damit sagen will ist: Ich will etwas tun. Ich will keine Texte lesen, sonst würde ich mir ein Buch zur Hand nehmen. Ich will keine Videosequenzen ansehen, sonst würde ich mir einen Film ansehen. Nein, ich will Königreiche erobern, Monster töten, riesige Roboter in Stücke zerlegen, durch die Gegend schießen - kurz gefasst: Ich will Dinge tun, die ich nur im Spiel tun kann. Der Spielspaß steht an erster Stelle.
Da sieht man definitiv, wie sehr die Meinungen hier auseinander driften können. ^^ Als ich deinen Beitrag gelesen habe, dachte ich mir nur: "Hey, bei mir ist das genau Gegenteil der Fall." - aber da scheine ich wohl kein Einzelfall zu sein. ^^

Ich persönlich spiele von daher lieber storylastige Games. Bei mir ist das wie mit einem gutem Buch: ich möchte tiefer in eine Welt eintauchen, Hintergründe verstehen, Charaktere entdecken und in ein ganz eigenes Abenteuer eintauchen. Das Gameplay ist an dieser Stelle für mich absolut zweitrangig, auch wenn ich glaube, dass es in unserer heutigen Zeit, in der Videospiele immer bombastischer aussehen schwierig ist, sich nicht doch allein von der Optik mitreißen zu lassen (Spielmechaniken an dieser Stelle außen vor gelassen). Aber auch hier gilt das Motto: ein Buch sollte man nicht nach seinem Cover bewerten.

Ich kann also sagen: Hier wurde das Gameplay auf Kosten der Story vernachlässigt. Für mich ist das ein klares No-Go.
FFXIII zählt in meinen Augen zu den schlechteren Teilen, da es in beiden Kategorien vollends versagt hat. Lightning bleibt die meiste Zeit über eine recht unsympathische Protagonistin, obendrein scheint die Story auch recht abgeflacht zu sein. Zugegeben, ich wollte das Spiel damals einfach nur zu Ende spielen, damit ich es auch gespielt habe - auf halber Strecke hätte ich aufgrund fehlender, interessanter Storyinhalte schon abschalten können. Insofern finde ich es durchaus interessant, dass du zumindest noch an der Story gefallen finden konntest - für mich war sowohl Gameplay als auch Story ein Paradebeispiel für ein recht schlecht durchdachtes Spiel. ^^

Aber ich denke, Final Fantasy eignet sich wirklich hervorragend dafür, meine Sichtweise etwas besser zu unterstreichen.
Vielleicht ist das etwas nostalgisch, allerdings zählen gerade die älteren Final Fantasy-Teile für mich zu den besten Titeln. Die Grafik war hier immer ein nettes Gimmick, aber rundenbasierte Kampfsysteme waren sicherlich spätestens ab Teil 12 technisch gesehen ausgelutscht.
All das rückte allerdings in denn Hintergrund, auch wenn die Kämpfe an sich vielleicht strategisch, aber nicht immer abwechslungsreich waren. Die Geschichte, die erzählt wurde, stand in damaligen Teilen etwas deutlicherer im Hintergrund als sie es jetzt tun. In FFXVI wurde das Kampfsystem zwar deutlich verbessert, allerdings konnte es mich nicht über eine äußerst schwache und obendrein einfach ungeschickt erzählte Storyline hinweg trösten. Das Franchise versucht mit aller Macht, die rundenbasierten Kampfsysteme durch Button-Smashing abzulösen - das gelingt leider nur zum Teil, auch wenn der letzte Ableger noch hoffen lässt. Ich kann nachvollziehen, das man nach so langer Zeit etwas ändern möchte und vielleicht auch muss. Stellenweise frage ich mich aber, ob das wirklich notwendig ist.
Es gibt andere Titel, die sich an altbewährten, sehr guten Systemen bedienen und die in meinen Augen nie langweilig werden. Aber wer weiß, vielleicht bin ich da auch einfach nur altmodisch - oder lege eben zu wenig Wert auf ein abwechlungsreiches Gameplay.

Insgesamt finde ich es immer lobenswert, wenn doch einmal die perfekte Balance zwischen Gameplay und Story gefunden wird. Das ist allerdings eher selten der Fall und ich kann mich aus den letzten Jahren nur an sehr wenige Spiele erinnern, die das auch wirklich geschafft haben. Dennoch bevorzuge über eine gute Story wohl immer vor einem extravaganten Gameplay. ^^
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Story oder Gameplay? 1 Jahr 3 Monate her #800352

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Erstmal möchte ich mich für die vielen ausführlichen Beiträge hier bedanken und nochmal meine Meinung zu einigen Punkten/ Spielen beleuchten.
Bei mir ist das wie mit einem gutem Buch: ich möchte tiefer in eine Welt eintauchen, Hintergründe verstehen, Charaktere entdecken und in ein ganz eigenes Abenteuer eintauchen.
Ich selbst sehe es ähnlich, kann aber auch kaetzacoatls Einwand verstehen, dass für die Story/ Welt nicht zwangsläufig ein Videospiel herhalten muss.
Ich will etwas tun. Ich will keine Texte lesen, sonst würde ich mir ein Buch zur Hand nehmen.
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Du selbst rechnest ja beispielsweise die Grafik (was natürlich kein Vorwurf sein soll, denn letztlich ist und bleibt das natürlich auch in gewisser Hinsicht eine subjektive Sache) zum Gameplay, Atmosphäre und Präsentation hingegen jedoch zur Story, wobei ich durchaus sagen würde, dass die Grafik durchaus auch bedeutend für die Atmosphäre ist - zumindest der Grafikstil
Jupp du machst hier ziemlich deutlich, dass man Manches nur sehr schwer einem der Punkte zuordnen kann. Mein Gedanke war es, dass das, was die engine leistet, einen größeren Einfluss auf das Gameplay haben kann, da die Geschichte ja auch in Textform oder Videosequenzen erzählt werden könnte und die FPS, das HUD und der Stil für das Gameplay entscheidend sein könnten. War von mir schlichtweg nicht gut kommuniziert, wiegesagt bleibt's vermutlich subjektiv. Dass die Grafik/ der Grafikstil einen erheblichen Anteil auf die Atmosphäre haben kann, will ich gar nicht leugen, es zeigt nur, dass sich Gameplay und Story zwangsläufig beeinflussen. Life is Strange ist auch ein gutes Beispiel, mal sehen wie sich das Prequel ohne diesen Gameplaykniff spielt.

Objektiv kann ich an ff13 vermutlich nicht rangehen, da es sich um meinen Einstieg in das Franchise handelt, trotzdem will ich meine Sicht auf diesen Teil hier darlegen.
Deviltoon kann ich hierbei nicht vollends zustimmen, da ich glaube, dass die Grafik für Final Fantasy mehr als bloß ein nettes Gimmick war. Neben großen, kitschigen und komplexen linearen Geschichten steht bzw. stand final fantasy für moderne Technick, was ganz bestimmt der Grund dafür war, dass ff13 gameplaytechnisch so linear war. Rundenbasierte oder passive Kämpfe in einer nicht ganz so offenen Spielwelt lassen sich einfacher gut in Szene setzen, als rießige OpenWorld Titel. Bei der eigentlichen Story hat man sich mMn auch etwas übernommen. Musste man gleich die Fabula Nova Crystallis erschaffen? Gegen eine ausgefeilte Lore lässt sich ja eigentlich nichts einwenden, wie Halo eindrucksvoll beweist. Doch ist es nötig, wie kaetzacoatl richtig anmerkt, Seitenweise Informationen nachzulesen, nur um sich einen Reim darauf zu machen, was gearde los ist? Stellenweise hatte ich echt das Gefühl alles durchblickt zu haben und später ergab nichts mehr Sinn, was einen gefallen kann oder auch nicht und zusätzlich gibt's in ff13 auch keinen einzelnen Protagonisten, was dem Spiel nicht zwangsläufig gut tat. Lightning landete ja, glaube ich, nur auf dem Cover, weil sie in Japan so beliebt ist. Das eigentliche Gameplay war für mich mal etwas anderes und hat mich erst gestört als die Spielwelt etwas freier wurde und man grinden musste, eigentlich war es aber bloß Mittel zum Zweck.

The Witcher 3 und Final Fantasy XV öffneten beide ihre Spielwelten mit unterschiedlichen Erfolg, während sich Bethesda mit Fallout weg von den rießigen Spielwelten und hin zum Erzählen bewegen wollte. Ob dieser Trend, die Mitte zu finden, es allen recht machen zu wollen, gearde den Rollenspiel- Markt gut tut, lasse ich mal unkommentiert, es ist mir bloß aufgefallen.
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Story oder Gameplay? 1 Jahr 3 Monate her #800371

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Ich lege sehr viel Wert auf eine gute Story und natürlich auch auf anständige Charaktere, dennoch gibt es auch Spiele ohne Story, die mir recht viel Spaß gemacht haben, da sie ein tolles Gameplay hatten. Von mir aus kann ein Spiel eine ach so tolle Story haben aber wenn das Gameplay nicht einigermaßen vernünftig ist, weiß ich nicht ob meine Interesse an dem Spiel auch bleiben kann. Mein Lieblingsspiel von allen ist ja immer noch Final Fantasy Vll, welches ohnehin schon leicht veraltet ist. Dieses Spiel hat meiner Meinung nach eine sensationelle Story aber auch ein nettes Gameplay, welches mir sogar Spaß macht. Es ist zwar das simple Rundenbasierte Gameplay aber dennoch gibt es viele Möglichkeiten und viele verschiedene Gegner, die mal etwas mehr verlangen als nur auf Tasten zu drücken.

Für mich ist es immer wichtig Orte entdecken zu können. Ich bin zum Beispiel auch kein Fan von Shooter, da mich das Gameplay nur in sehr wenigen Spielen wirklich anspricht.
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Story oder Gameplay? 1 Jahr 3 Monate her #800384

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Davi schrieb:
Neben großen, kitschigen und komplexen linearen Geschichten steht bzw. stand final fantasy für moderne Technick, was ganz bestimmt der Grund dafür war, dass ff13 gameplaytechnisch so linear war.
Man muss allerdings bedenken, dass das Franchise bisher immer viel Wert auf Grafik gelegt hat und hier auch technisch einwandfreie Arbeit geleistet hat - und das wohl in bisher allen Teilen, die ich spielen durfte. Atmosphärisch hat die Grafik bei vielen Titeln natürlich schon einiges wett gemacht - ich denke da nur mal an FF10, dass einige wunderschöne Szenen hat, und die letzten Endes wohl auch prägend für das Franchise sind. Dennoch: das ist mittlerweile fast schon Standard bei der Reihe und viele Spiele vor 13 haben das auch schon gehabt, waren in beiden Kategorien aber deutlich besser.
Insofern kann ich das aus meiner persönlichen Sicht aus nicht ganz als Ausrede zählen lassen. ^^
Denn nach dieser Aussage ...
Rundenbasierte oder passive Kämpfe in einer nicht ganz so offenen Spielwelt lassen sich einfacher gut in Szene setzen, als rießige OpenWorld Titel.

hätte das Franchise wohl all seine Spiele so stark einschränken müssen, und offene Spielewelten aufgrund eines rundenbasierten Kampfsystem einschränken müssen. Das war allerdings nicht bei allen Titeln der Fall. Ein FFXII, also der direkte Vorgänger, hat mit einer offenen Spielewelt und einem rundenbasierten, aber dynamischen Kampfsystem punkten können. Rein von der Idee her war es in meinen Augen dem Kampfsystem von XIII gar nicht so unähnlich.
Dabei muss man auch den Nachfolger FFXIII-2 mit betrachten, die die vielen Schwächen des Vorgängers ausgemerzt und zumindest in Richtung Gameplay einiges ausgebessert haben. Nebenbei ist die Welt hier auch um einiges offener, auch wenn es natürlich nicht mit FFXII zu vergleichen ist. FXIII-3 ist allerdings noch ein anderes Kaliber, da das Gameplay eigentlich nur noch geringfügig etwas mit den Vorgängern zu tun hat und in meinen Augen dann noch einmal eine ganze Schippe an "worst-case"-Gameplay drauf gelegt hat.

Insofern ist FXIII wohl auch etwas schwierig zu bewerten, finde ich. Ich persönlich kann mir nicht erklären, wieso die Spielewelt so linear verlaufen ist und wieso man den Spieler so an die Hand nehmen musste. Aber das Kampfsystem kann - wenn ich mir die anderen Teile so ansehe - dafür eigentlich keine Erklärung sein. ^^
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Story oder Gameplay? 1 Jahr 3 Monate her #800386

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Asuka schrieb:
Es ist zwar das simple Rundenbasierte Gameplay aber dennoch gibt es viele Möglichkeiten und viele verschiedene Gegner, die mal etwas mehr verlangen als nur auf Tasten zu drücken.
Rundenbasierte Kämpfe würde ich auch nicht gleich mit simpel gleichsetzen.
Deviltoon schrieb:
Ein FFXII, also der direkte Vorgänger, hat mit einer offenen Spielewelt und einem rundenbasierten, aber dynamischen Kampfsystem punkten können.
ff12 war, wie ff13-2 und LR, nicht der erste Teil auf einer neuen Konsolengeneration. Final Fantasy 10, was stellenweise sogar hübscher als Teil 12 ist, würde ich hier schon eher mit ff13 vergleichen. Stumpf optisch am führen sein zu wollen, kann man Square tatsächlich nicht immer vorwerfen, wie unteranderem Teil 12 beweist. FF12 ist technisch nicht weniger beeindruckend, da es ungemein offener als sein direkter (offline) Vorgänger und Nachfolger war, aber die Optik war hier vermutlich weniger wichtig.
Ich persönlich kann mir nicht erklären, wieso die Spielewelt so linear verlaufen ist und wieso man den Spieler so an die Hand nehmen musste. Aber das Kampfsystem kann - wenn ich mir die anderen Teile so ansehe - dafür eigentlich keine Erklärung sein. ^^
Das Kampfsystem und die Linearität ist mMn das Resultat aus dem Anspruch, das optisch beeindruckste Konsolenspiel zu sein.

P.S wenn man mich zitiert ist ein einfaches David (mit 2 d's) volkommen ausreichend, obwohl auch das jeder handhaben kann, wie man will.
"Der Mensch ist dazu verurteilt, frei zu sein." - Jean-Paul Sartre
"und es ist mir längst klar, dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war." - Hannes Wader
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Story oder Gameplay? 1 Jahr 3 Monate her #800390

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Kaetzacoatl schrieb:
Bei Multiplayern ist es generell der Fall, dass die Story vernachlässigbar ist.

Hm ... bei Strategiespielen (Age of Empires, Stronghold, Warcraft ...), bei denen die Multiplayermodi nichts mit der Kernhandlung zu tun haben auf jeden Fall. Ebenso bei Spielen wie WoW, GTA 5 bzw. GTA Online etc. Pauschalisieren würde ich hier aber nicht. Schließlich gibt es auch Spiele, die durchaus hohen Wert auf eine gut erzählte Story legen und deren Story man auch im Koop durchspielen kann. Auch wenn ich letztlich wenig dazu sagen kann, weil ich besagte Spiele nie im Multiplayer gespielt hab, gab es wohl bei Baldur's Gate, Neverwinter Nights etc. durchaus die Möglichkeit die Spiele im Multiplayer-Modus durchzuspielen. Inwiefern die "Qualität" der Story hier an das Äquivalent im Single-Player Modus heranreicht kann ich zwar nur mutmaßen, allerdings denke ich nicht, dass die Story in den Multiplayer-Modi komplett über Bord geworfen wurde, da gerade die Baldur's Gate-Reihe auch heute noch in Bezug auf die Story für viele (auch für mich) immer noch als Biowares Kleinod gilt. Ähnliches gilt für andere Spiele, deren Story man im Koop/Multiplayer durchspielen kann. Auch bei Divinity: Original Sin - hier wurde zwar im ersten Teil die Story stark vernachlässigt, der zweite soll/wird aber eine weit besser ausgearbeitete Story liefern, welche man ebenfalls mit bis zu drei anderen Spielern erleben können wird. Heißt, pauschalisieren kann man hier (wie so oft) nur bedingt. Auch wenn (mir) natürlich klar ist, dass du dich höchstwahrscheinlich nicht auf RPGs etc. bezogst sondern wohl auf Spiele bei denen der Mehrspielermodus nicht auf das gemeinsame Durchleben der Story ausgelegt ist (siehe die oben genannten Spiele). Wollte nur klargestellt haben, dass man das nicht alles über einen Kamm scheren kann, nicht zuletzt, weil mir anfangs auch erst der Gedanke mit dem Multiplayer-Titeln kam, welchen ich dann aber aus dem Grund wieder verworfen habe.

Auch wenn deine Ansicht zum Thema an sich natürlich trotzdem interessant ist. Ich persönlich teile sie zwar nicht, jedoch viele aus meinem Freundeskreis, die ein Spiel um des Spielens Willen spielen und nicht, um eine gute Geschichte erzählt zu bekommen (einer der Gründe, weshalb ich Baldur's Gate etc. nie im Multiplayer gespielt hab - was RPGs angeht steh ich in meinem Umfeld meist ziemlich allein da xD).
Devil schrieb:
Button-Smashing

"Button-Smashing"? Süß. :3 (auch wenn ich hier nicht in der Haut deines Controllers stecken wollte xD)

ein Buch sollte man nicht nach seinem Cover bewerten.

Meine Rede. Letztlich geht es bei einem Buch natürlich in erster Linie darum, eine Geschichte zu erzählen, viel mehr bietet ein Buch nicht - während ein Spiel interaktiv ist und in gewisser Weise macht dieser Blick rein aufs Gameplay schon irgendwo Sinn, da das eben genau der Punkt ist, der ein Spiel von anderen Medien unterscheidet. Dennoch ist es in meinen Augen eben doch etwas fehl am Platz, ein Spiel rein nach dem Gameplay zu bemessen. Ich finde, das wäre, als würde man ein Buch einzig nach der Ausdrucksweise des Autoren, der Druckqualität und der Qualität der Papiers messen (da gerade das die Dinge sind, die wiederum das Buch von anderen Medien wie Filmen, Videospielen etc. abheben). xD Letztlich wollen auch viele Spiele eine Geschichte erzählen und auch ich teile wie gesagt den Standpunkt, dass - solange das Gameplay nicht unter aller Sau ist und das Spiel mehr oder minder unspielbar oder zumindest sehr frustrierend machen - Story, Charaktere und Atmosphäre stimmen müssen, dann kann ich auch mit mittelmäßigem Gameplay leben. Auch wenn natürlich nichts gegen den ein oder anderen Sandbox-Titel spricht, bei dem es darum geht seine "eigene" Geschichte zu erleben, ohne irgendwelche Vorgaben (wie das von mir schon erwähnte Mount & Blade) oder Multiplayer-Titel wie Dead by Daylight, The Forest (auch wenn das ja noch eine Story erhalten soll oder vielleicht inzwischen auch schon hat, aber auch das stand da nie im Vordergrund) oder ähnliches.^^

David schrieb:
Ich selbst sehe es ähnlich, kann aber auch kaetzacoatls Einwand verstehen, dass für die Story/ Welt nicht zwangsläufig ein Videospiel herhalten muss.

Ebenso kann ich auch aus der anderen Sicht ganz frech behaupten, dass ich für eine Story nicht zwangsläufig ein Buch bräuchte, sondern stattdessen auch ein Film oder Videospiel herhalten könnte. Natürlich hat jedes der Medien gewisse Vorzüge (und evtl auch Nachteile) gegenüber den anderen, aber gerade aufgrund dieser Unterschiede, hinkt dieser Vergleich in meinen Augen immer sehr, auch wenn ihn viele gerne anführen. Sowohl ein Buch, als auch ein Film, als auch ein Spiel können gute Geschichten erzählen. Diese Medien lediglich auf ihre Unterschiede zu den jeweiligen anderen Medien reduzieren zu wollen (wobei mir das hauptsächlich bei Spielen immer wieder auffällt) halte ich immer für etwas fragwürdig.

Rundenbasierte Kämpfe würde ich auch nicht gleich mit simpel gleichsetzen.

Auch wenn ich der Aussage als Divinity: Original Sin-Fanboy natürlich stets nur zustimmen kann, ging es hier glaube ich weniger um eine pauschale Aussage über die Gesamtheit der rundenbasierten Kampfsysteme, als viel mehr um das Kampfsystem in FF VII ... welches zumindest in meinen Augen nicht unbedingt mit Komplexität und Vielfalt aufgetrumpft hat (und ja, inzwischen hab ich das Spiel tatsächlich auch mal nachgeholt), wobei das an dieser Stelle die Aussage eines Spielers ist, der FF VII erst vor ein paar wenigen Jahren nachgeholt hat.
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Story oder Gameplay? 1 Jahr 3 Monate her #800391

Eine durchaus interessante Frage.

Ich selbst würde wohl eher zu Story tendieren, immerhin haben eigentlich fast alle Spiele die ich so zocke einen reichhaltigen Storyanteil. Nach kurzer Überlegung würde ich aber sagen: Kommt drauf an.

Klar, wenn ein Spiel eine tolle Geschichte erzählt, kann ich Abstriche im Gameplay verschmerzen. Nier gehört zu meinen absoluten Lieblingsspielen, aber das Gameplay ist allerhöchstens solide. Es ist nicht schlecht, als solches empfand ich es nie, aber eben auch kein großer Mehrwert. Es hat mein Spielerlebnis nie großartig negativ beeinflusst, zumal das Spiel auch gewisse Ansätze hat, das Gameplay immer frisch und interessant zu halten. Auch ein simples Gameplay ist nichts schlechtes, ja manchmal sogar die richtige Wahl. Ein Life is Strange will einfach nur eine Geschichte erzählen und lässt dabei den Spieler nur minimale Handlungen vornehmen. Aber genau deswegen funktioniert es. Daran ist ja nichts Schlechtes.

Wenn aber das Gameplay schlecht ist, also wirklich schlecht und/oder auch noch die Story damit negativ beeinflusst, weil unnötig eingebaut, dann kann das schon dazu führen, dass ich dieses Spiel abbreche. Hier kommt meist dann der Faktor Zeit noch ins Spiel. Je nachdem wie lange das Game ist, kann ich das möglicherweise noch tolerieren oder eben nicht. Speziell repetitives Gameplay kann da zu einem echten Killer werden. Und obwohl ich eingangs gesagt habe, dass ich eher Story bevorzuge, würde ich wahrscheinlich ein Spiel, das eine miese Story, aber fabelhaftes Gameplay hat, eher weiterspielen, ja möglicherweise sogar richtig gut finden, als eben andersrum. Weil man an Gameplay selbst einfach Spaß haben kann. Und das ist ja auch die ursprüngliche Funktion dahinter. Immerhin gab es Gameplay in Spielen schon immer, während Story erst später dazu kam. Die Story ignoriert man dann einfach oder drückt sie weg.

Und deswegen kann ich das nicht so pauschal sagen, sondern man muss das von Spiel zu Spiel betrachten.

Btw. zu eurer Diskussion zu Final Fantasy. Es ist interessant die Entwicklung dieser Serie zu sehen. Heutzutage muss man mit Abstrichen leben. Entweder in der Story, der Welt oder eben dem Gameplay. Früher war das anders. Als Beispiel: Ein FF VII oder IX war in allen Bereichen ein herausragendes Spiel. Da hat damals einfach alles gepasst. Und genau deswegen sind das meiner Meinung nach auch Meilensteine. Spiele haben sich aber weiterentwickelt, und in manchen Bereichen ist die Evolution weiter fortgeschritten als in anderen. Diese Ungleichheit ist schwer auszubalancieren, daher ist es nicht verwunderlich, dass es viele Spiele nicht mehr schaffen, rundum „passend“ zu sein. Und da hat es auch meiner Meinung nach FF schwer erwischt. Natürlich hat auch Square Enix da ordentlich mitgeholfen. Inzwischen ist die Serie an die breite Masse angepasst worden, was kommerziell von Vorteil ist, mich als Fan der alten Teile haben sie aber damit schon lange verloren.
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Story oder Gameplay? 1 Jahr 2 Monate her #801474

Ein interessantes Thema. Für mich kommt es darauf an, auf was der Fokus gelegt wird.

Bei MOBAs z.B. steht ganz klar das Gameplay im Fokus, eine "Geschichte" existiert in dem Sinne, dass Charaktere eine Backgroundstory haben - diese ist aber völlig nebensächlich, sie dient der Atmosphäre und unterstützt nur das Gameplay. Hier ist mir das Gameplay dementsprechend deutlich wichtiger als eine Story. Ich würde auch ein MOBA ohne jegliche Story spielen, solange das Gameplay stimmt. Allerdings kenne ich auf Anhieb kein Spiel, dass überhaupt gar keine Rahmenhandlung bietet. Ein simpler Fall: In Counter Strike besteht die Geschichte daraus, dass Terroristen Geiseln nehmen oder etwas hochjagen wollen und die Antiterror-Einheit muss es verhindern.
Bei RPGs wie Witcher, Skyrim etc. sehe ich den Fokus klar bei der Story (wäre ja schlimm, wenn nicht). Hier kann das Gameplay auch durchwachsen sein - wenn ich heute TES IV: Oblivion spiele, dann sicher nicht, weil das Gameplay gut ist, sondern weil ich noch einmal in die Welt eintauchen will.
Für mich macht es auch nicht direkt einen Unterschied, ob auf Single- oder auf Multiplayer Wert gelegt wird. Auch Strategiespiele wie Warcraft, Starcraft oder auch MMORPGs können eine gute Story abliefern, die man mit Anderen erleben kann.

Gegenüber dem Gameplay halte ich die Story aber für wichtiger. Wenn ich mir persönlich ohne Einfluss von z.B. Freunden kaufe, dann bringt mich im Normalfall die Story erst dazu. In die Geschichte eintauchen zu wollen, die Hintergründe zu verstehen, eigene Entscheidungen treffen zu können, mit der ich die Welt interaktiv beeinflussen kann - das ist mir wichtiger als die Art, wie das Spiel eigentlich gespielt wird. Eine Story muss ja auch nicht einmal aus einem festen Skript bestehen. Wenn ich an Sandboxes wie z.B. Mount&Blade denke, haben diese keine wirkliche Geschichte, die dir erzählt wird. Es wurde das Gameplay gemacht, die Atmosphäre geschaffen und die Geschichte an sich erschafft sich der Spieler selbst durch seine Handlungen in diesem Framework.
Auch bleiben mir eine Story oder ein guter Soundtrack deutlich mehr in Erinnerung als das Gameplay selbst (und noch heute über 20 Jahre nach Veröffentlichung höre ich z.B. den Soundtrack von Warcraft 2 immer wieder gerne). Wie allerdings kaetzacoatl schon bemerkt hat: Ein Spiel mit schlechtem Gameplay macht selten Spaß, unabhängig davon, wie gut die Story ist.

Die jeweiligen Punkte können sich definitiv negativ beeinflussen, keiner sollte komplett außer Acht gelassen werden - alle Teile zusammen machen ja erst ein Spiel aus. Ohne eine Story bleibt nur das Gameplay, das in Vergessenheit gerät. Ohne eine vernünftige Atmosphäre wirkt das Spiel unauthentisch. Ohne gutes Gameplay wird der Spielspaß gemindert, was bis zu dem Punkt führen kann, dass die Story nicht mehr genießbar ist, unabhängig davon, wie gut sie ist. Hier liegen dann auch die No-Gos für mich: Sobald einer der Punkte ignoriert wird,
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Story oder Gameplay? 1 Jahr 2 Monate her #802746

Ich spiele eigentlich nur Multiplayer-Spiele. Mein Erzählmedium für Geschichten sind Anime. Bei Spielen gehts mir darum mit Freunden Spaß zu haben. Ich lege keinen großen Wert auf die Geschichte. Seit 8 Monaten spielen wir fast täglich Overwatch, :)

Würde ich Singleplayer Games spielen wüsste ich gar nicht so recht auf was ich den größten Wert lege. Ich denke die Atmosphäre des Spiels wäre mir schon sehr wichtig. Aus diesem Grund ist Bioshock auch eins der wenigen SP Spiele die ich gezockt habe. The Witcher und Dishonored/Gothic konnten mich eher weniger begeistern.
Im Grunde kann man sagen dass mir MP Spiele einfach viel mehr Spaß machen als SP!
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Story oder Gameplay? 1 Jahr 2 Monate her #802749

ich hab einen ganz klaren und (hoffentlich leich verständlichen) Grundsatz zum Thema Story oder Gameplay... eine Schlechte Story kann durch Gutes Gameplay gerettet werden... Grottiges Gameplay ist jedoch durch nichts wieder gut zu machen..... egal wie gut die Story ist... egal wie gut der soundtrack ist... solange das Gameplay nicht zumindest FUNKTIONIERT ist alles egal.... nach allem ist es immer noch ein Game... ein INTERAKTIVES Medium.... und die interaktiven Abschnitte sollten Funktionieren, spaß machen UND das Tragende Element des Spiels sein.
Natürlich gibt es da ausnahmen, Life Is Strange hat ein eher Rudimentäres Gameplay, Mass Effects Gameplay ist größtenteils Durchschnitt mit nem Twist, und Final Fantasy Games sind einfach nur Konsistent Inkonsistent(ich mein ja nur.. wie viele Verschiedene Kampfsystem varianten hatte die reihe jetzt?)

Jedoch sind dies wie gesagt ausnahmen... ich habe deutlich mehr spiele wegen schlechten nciht funktionablen Gameplay abgebrochen als wegen langweiliger Storys.....
andere Größere Einflüsse ob mir ein spiel gefällt sind da z.b. Setting, Soundtrack, Characters, Overall Leve and World Design, einhaltung von Prämisen und versprechen.

jedoch schwankt dies je nach Genre EXTREMST.... ein RPG Brauch einen guten Sountrack gute Characters, World Design UND eine Akzeptable Story (sowie ein akzebtables Gameplay) wohingegen ein RTS oder TBS ein gutes Level Design zu guten Gameplay braucht, mit einem guten Soundtack jedoch immer noch bonus punkte rausschlagen kann, und sogar innerhalb eines Genres kann dies Schwanken..
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Story oder Gameplay? 1 Jahr 2 Monate her #802754

Also bei mir kommt drauf an bei Monster Hunter Stories was am Freitag rauskommt mag ich beides sowohl Gameplay auch Story.
Bei den RPGs muss beides bei mir stimmen und der zeichnen Stil.
Ansonsten bei Harvest Moon das Gameplay meistens.
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