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THEMA: Dritter Weltkrieg? Deutschland und die Welt in Gefahr?

Dritter Weltkrieg? Deutschland und die Welt in Gefahr? 1 Jahr 7 Monate her #790380

*o-hi*

Sicherlich habt ihr vom Angriff der USA mitbekommen in Syrien. Der Westen soweit ich es mitbekommen habe steht hinter der USA, Russland und Syrien finden den Angriff als reine Provokation.

Wie es weitergeht erfahren wie in den kommenden Tagen. Ich weiß nicht ob es damit zusammenhängt, aber seit dem Vorfall steigen die Ölpreise wieder sehr stark und Gold übrigens auch, vielleicht kann mich jemand aufklären.

Ich selbst finde es eher zwiegespalten. Einerseits begrüße ich die Attacke, andererseits finde ich es nicht gut. Ich finde es gut, da eventuell Syrien klar gemacht wird ,dass es nicht so weiter gehen kann und Assad hoffentlich mal versucht einen friedlichen Weg einzuschlagen.
Nicht gut finde ich es, da ich der Meinung bin, dass die USA sich da nicht sofort mit Waffengewalt einmischen sollte sondern erst den diplomatischen Weg suchen sollte.
Gewalt finde ich es nie eine Lösung und die Menschen leiden dort schon genug, jetzt sie so weiter zu bestrafen.

Ich habe es auch als Deutschland und die Welt in Gefahr genannt, da ich von euch wissen möchte. Glaubt ihr es kommt zu einem dritten Weltkrieg und könnte die Situation gefährlich für uns werden?

Ich hoffe jetzt mal nicht das ein weiterer Globaler Krieg ausbricht bei dem wir auch Kämpfen müssen. Da wir ja Nato verbündete sind. Ich glaube das im Notfall ein komplett anderer Weg eingeschlagen wird, als der Krieg, sprich ein diplomatischer Weg .
Falls ihr anderer Meinung seit, würde ich es gerne wissen.

Hier der Link zu Deutschland in Gefahr, wenn euch dieser Thread schon gefällt.

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Liebe Grüße

Bellgadong Herr-der-Nodus
Wer sich allein auf seine Kraft verlässt begegnet eines tages einem stärkeren und wird diesen unterlegen sein.

Rechtschreibfehler könnt ihr behalten ;D

Proxer-Hessentreff-Fahne (freue mich über deine Teilnahme)

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Letzte Änderung: 1 Jahr 7 Monate her von Bellgadong-Herr-der-Nodus.

Dritter Weltkrieg? Deutschland und die Welt in Gefahr? 1 Jahr 7 Monate her #790433

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Erstmal vorweg: Ein dritter Weltkrieg wird wegen des Angriffes der USA sicher nicht ausbrechen. Ich würde den Thread auch umbenennen, um die Überschneidungen zum anderen Thema zu vermeiden^^
Bellgadong-Herr-der-Nodus schrieb:
Ich finde es gut, da eventuell Syrien klar gemacht wird ,dass es nicht so weiter gehen kann und Assad hoffentlich mal versucht einen friedlichen Weg einzuschlagen.
Ich interpretiere mal deine Aussage so, dass du davon überzeugt bist, dass Assads Truppen Giftgas gegen die Bevölkerung eingesetzt haben, auch wenn die Begründung der anderen Seite auch durchaus plausibel klingt. Du kannst mich gerne korrigieren, falls ich daneben liege. Erstmal ist nicht bewiesen, dass Assads Truppen dafür verantwortlich sind. Zumal das auch keinen wirklichen Sinn machen würde, da die Rebellen sehr weit zurückgedrängt wurden, dass man in der Situation, wo man am gewinnen ist, auf Kriegsverbrechen zugreift, wodurch der Feind mehr Unterstützung erhält und somit stärker wird. So lange die Schuld nicht bewiesen ist, sollte immer das demokratische Prinzip im Zweifel für den Angeklagten gelten und nicht einfach der Angeklagte auf Indizienbasis erschossen werden, also hier von den USA Raketen abgeschossen werden auf ein souveränes Land mit einem gewählten Machthaber, der sein eigenes Land gegen Rebellen verteidigt.
Wenn in Deutschland die Regierung etwas gegen Reichsbürger, auch eine Art Rebellen zum Staat, unternimmt, stört das keinen, aber in Syrien sind die westlichen Medien größtenteils auf der Seite der Rebellen.
Russland versucht eine diplomatische Lösung mit dem gewählten Staatschef zu erzielen, was in meinen Augen deutlich sinnvoller ist, als Rebellen mit Waffen zu versorgen, um den Staatschef abzulösen, um die eigenen Interessen durchzusetzen und das mittels Gewalt. Die USA verweigern ja jeglichen diplomatischen Verhandlungen mit Assad und schließen diese kategorisch aus und waren, bisher, im Syrienkrieg nicht bereit mit dem gewählten Staatsoberhaupt nach Lösungen zu suchen. Zumindest bis vor kurzen (Quelle)
Bellgadong-Herr-der-Nodus schrieb:
Nicht gut finde ich es, da ich der Meinung bin, dass die USA sich da nicht sofort mit Waffengewalt einmischen sollte sondern erst den diplomatischen Weg suchen sollte. Gewalt finde ich es nie eine Lösung und die Menschen leiden dort schon genug, jetzt sie so weiter zu bestrafen.
Ich verurteile den Angriff total und denke auch, dass eine gewaltfreie Lösung Grundlage sein muss. Ich kann nur dem Angriff nichts positives abgewinnen. Jegliche Art von Gewalt sollte unterlassen werden, ohne wenn und aber, denn Gewalt wird niemals auch nur ansatzweise irgendein Problem lösen.

LG Mungu
Nun hat unser Issei zugegeben, was seine sexuellen Vorlieben sind:
Letzte Änderung: 1 Jahr 7 Monate her von Mungu.
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Dritter Weltkrieg? Deutschland und die Welt in Gefahr? 1 Jahr 7 Monate her #790439

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Ich kann mich da Mungu nur anschließen: einen dritten Weltkrieg wegen Trumps Angriff wird es wohl nicht geben. Dass Russland sich dadurch natürlich stark provoziert sieht und dass die USA Ermittlungen zur Beteiligung Russlands an den Giftgasangriffen einleitet, wird die Situation wohl nicht entschärfen. Abgesehen davon, dass ich mir das Ergebnis schon vorstellen kann - die USA werden sich wohl am Ende nicht hinstellen und sagen: "Ach, das war doch nur Syrien, die Russen haben damit nichts zu tun". Von Grund auf würde das ja schon einmal gar nicht in unsere russlandfeindliche Weltanschauung passen - wäre ja skandalös.

Und auch in diesem Punkt kann ich Mungu nur beipflichten: im Zweifel für den Angeklagten. Bisher weiß keiner, wer diesen Angriff gestartet hat, es wird lediglich vermutet. Auf dieser Grundlage ein anderes Land anzugreifen - naja, das hatten wir damals ja schon im Irak. Wir alle wissen, wo das geendet hat. Russland hat inzwischen die Vereinbarung über den syrischen Luftraum mit den USA ausgesetzt, in meinen Augen eine logische Reaktion.
Ich halte Putin allerdings nicht für so kurzsichtig, dass er nun einen Dritten Weltkrieg anzetteln wollen würde. Dazu wird es sich trotz einem gefühlsgetriebenen Trump nicht hinreißen lassen - dafür hat er meiner Meinung nach auch schon zu viel Erfahrung im "Business". Leider ist das eben auch nicht der erste Giftgasangriff in Syrien, 2013 gab es das ebenfalls.

Mungu schrieb:
Zumal das auch keinen wirklichen Sinn machen würde, da die Rebellen sehr weit zurückgedrängt wurden, dass man in der Situation, wo man am gewinnen ist, auf Kriegsverbrechen zugreift, wodurch der Feind mehr Unterstützung erhält und somit stärker wird.
Stutzig macht es mich auch, dass Assad hinter den Angriffen vermutet wird. Syrien hat er zu großen Teilen wieder unter seiner Kontrolle, was würde er sich von einem Giftgasangriff auf seine eigene Bevölkerung versprechen? Wenn er einen Angriff wirklich als nötig erachtet hätte, hätte er das auch mit Raketen oder ähnlichen Waffen tun können. Der Aufschrei wäre wesentlich geringer gewesen, denn schließlich ist das Töten von Menschen durch Gas weeeeeeitaus schlimmer, menschenverachtender, tragischer, unsozialer, aus medialer Sicht verwerflicher als das simple Erschießen von Menschen. Das ist inzwischen Alltag und das interessiert im Westen einfach niemanden.
Er hätte das einfacher, und auch ohne jegliche Reaktion des Westens haben können. Dieser Angriff kommt zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt für Assad.

Insgesamt gesehen verurteile ich natürlich beide Angriffe - egal, wie Menschen getötet werden, letztendlich sind die Leben nicht weniger wert, weil sie durch weniger grausame Art und Weise vernichtet worden sind.
Trumps Angriff mag zwar für Russland und Syrien ein Schock gewesen sein, die Frage ist eben aber, ob es hier die Richtigen getroffen hat. Selbst wenn dies nicht der Fall ist, wird man es so darstellen, als wäre es Russland/Syrien gewesen - ein Zurückrudern ist ausgeschlossen.
Dennoch: so etwas passiert nicht zum ersten mal und wird auch nicht den dritten Weltkrieg auslösen. Es wird lediglich die Dämonisierung Russlands vorantreiben und uns allen glauben lassen, dass wir die Samariter sind, die den Menschen in Syrien das Leben retten wollen - glaubwürdig, oder?


Etwas Offtopic zum Abschluss: Wer sich für die Wirkung von Sarin interessiert, kann sich das übrigens auch recht gut in Homeland anschauen.
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Dritter Weltkrieg? Deutschland und die Welt in Gefahr? 1 Jahr 7 Monate her #790743

Solange es Menschen gibt, die sich an die Schrecken des ersten und auch zweiten Weltkriegs erinnern, wird es wohl nicht zu einem erneuten globalen Krieg kommen. Ich würde die momentane Situation eher als Säbelrasseln bezeichnen. Vermutlich wollte, wie Deviltoon so schön sagte, der gefühlsgetriebene Trump nur auf den Putz hauen und zeigen, dass sich die USA gerne einmischen werden, wenn es nötig ist.

Dass der Giftgas-Angriff nicht unbedingt von der Seite des Assad-Regime getätigt wurde, kann ich mir natürlich vorstellen. Ich bin kein Chemiker, aber ich habe gelesen, dass die Herstellung von Sarin nicht unbedingt kompliziert ist. Das bedeutet in meinen Augen, dass auch kleine Gruppen mit genügend Wissen und Unterstützung diese tödliche Gas herstellen können. Jedoch hat Assad 2013 schon einmal C-Waffen benutzt, das spricht nicht gerade für den Despoten und es werden ihm noch zwei weitere Einsätze von C-Waffen nachgewiesen. Einmal war es der IS, der Sarin eingesetzt hat. Außerdem wurde nach dem Giftgas-Angriff das Krankenhaus von Schaichun bombardiert, das Timing der Bombardierung irritiert mich ein bisschen. Aber man könnte es natürlich auch Zufall nennen, nicht wahr? Aber Angriffe auf medizinische Einrichtungen sind auch ein Kriegsverbrechen und soweit ich weiß, haben die Rebellen und Terroristen noch keine eigenen Flugzeuge.

Ich will hier noch kurz etwas zur "russlandfeindlichen Weltanschauung" sagen. So leid es mir tut, aber Putin ist nun mal kein guter Mensch. Er deckt einen Despoten im UN-Rat, unterstützt diesen noch. Er griff die Krim an, Angriffskriege sind verboten. Wer sich mit den Bewohnern Russlands unterhält, wird lernen, dass Russland keine Demokratie ist und auch die freie Meinungsäußerung nicht gerade geachtet wird. Ebenfalls kommen wie auch Putin einige der mächtigsten Männer Russlands, zum Beispiel Sergej Iwanow und Igor Setschin, aus jenem Staatsorgan der UdSSR, das jahrzehntelang die bolschewistische Unterdrückung russischer Kultur, Tradition, Religion und Wissenschaft in die Tat umsetzte. Damit meine ich den KGB. Denn der KGB war kein Geheimdienst im traditionellen Sinne, sondern der Kern des sowjetischen Repressionsapparates. Dieser verfolgte jegliches Freidenkertum in der Sowjetunion, darunter auch das russisch-nationale, sowie alle Kirchen, darunter auch die russisch-orthodoxe.

Ich weiß, es kann jetzt hier jeder mit jedem streiten, wer wie wo was und wieso Russland gut und die USA böse sein sollen oder umgekehrt. Es kann auch jeder sagen, was die Medien wiedergeben ist vom Staat diktiert, im Westen wie auch im Osten. Für mich steht fest, dass ich an den USA wie auch an den Russen überhaupt keine Freude habe.


Und nochmal zurück zum 3. Weltkrieg, Fassbomben, Chlorgas, Belagerungsringe um ganze Städte, Massenmord durch Foltern und Vergewaltigungen wurden bis jetzt geduldet und womöglich werden die Mächtigen dieser Welt auch weiterhin ihre Augen verschließen, wenn es ihnen passt. Kein Land und kein Volk hat ein Interesse daran, wegen einem Land am anderen Ende der Welt welches in Blut ertrinkt und in welchem Menschen täglich getötet werden, einen Krieg zwischen den großen Nationen zu beginnen. Der 3. Weltkrieg würde sehr wahrscheinlich zu einem Atomkrieg, was zu einem nuklearen Holocaust führen kann/wird. Ich weiß, nuklearer Holocaust ist ein politisches Schlagwort der 80er, aber für mich ist diese Möglichkeit nicht so weit entfernt. Und kein Mensch würde einen solchen Krieg wollen.
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Dritter Weltkrieg? Deutschland und die Welt in Gefahr? 1 Jahr 7 Monate her #790761

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Tactus schrieb:
So leid es mir tut, aber Putin ist nun mal kein guter Mensch. Er deckt einen Despoten im UN-Rat, unterstützt diesen noch. Er griff die Krim an, Angriffskriege sind verboten.
Dem kann ich mich nur anschließen. Putin ist sicherlich kein Heilsbringer, und wohl einer der letzten, der tatsächlich Demokratie haben wollen würde. Ihm geht es natürlich um den eigenen Machterhalt und das so lange wie möglich. Insofern würde es mich nicht wundern, wenn er die aktuellen Proteste der etwas jüngeren Generation erneut niederschlägt.
Bzgl. der Krim-Krise kann ich Russlands Verhalten nachvollziehen, auch wenn ich dies nicht natürlich nicht gut heiße. Die Osterweiterung erfolgt im Prinzip ohne Absprache mit Russland, was in meinen Augen unabdingbar ist, um das Verhältnis nicht langfristig zu vergiften.

In letzter Zeit wird allerdings kein Hehl mehr daraus gemacht, dass man mit Russland nicht kooperieren möchte - und das äußerst sich einfach sehr stark in der Berichterstattung. Ich kann mich beispielsweise nicht erinnern, wann ich mal einen positiven Bericht der großen deutschen Medien über Russland gelesen hätte. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass es dazu kein Material gab.
Ziel hier ist in meinen Augen ganz klar die Ablehnung Russlands innerhalb der Bevölkerung, letztendlich könnte man kriegerische Handlungen vor dem Volk so viel einfacher rechtfertigen. Das gehört mittlerweile ja quasi zum kleinen Ein-Mal-Eins der Propagandamaschinerie und nicht anderes passiert hier seit Jahren.

Dasselbe sehen wir ja schon an der Türkei und hier wird ganz klar, mit welchen politischen Wertvorstellung ein Land gemessen wird - nämlich an gar keinen. Die Türkei ist ebenso wenig eine Demokratie wie es Russland ist, dennoch wurden zweifelhafte Deals mit der Türkei herausgeschlagen, die uns immerhin die Flüchtlinge vom Hals halten sollen. Inzwischen hat die Türkei - nachdem wir Erdogan nicht mehr brauchen - denselben Stellenwert wie Russland erhalten. Ein fragwürdiges Land ist dem Westen nur solange lieb, wie er einen Nutzen davon hat.

Was ich damit sagen will, ist, dass mit zweierlei Maß gemessen wird. Einerseits verurteilen wir "Schein-Demokratien" wie in Russland, andererseits machen wir Deals mit einem Erdogan.
Da frage ich mich dann: wieso lässt man diese Scheinheiligkeit nicht endlich einmal fallen, und verhandelt auch mit einem Assad (inklusive Russland), der es inzwischen mehrmals angeboten hat? Würden die USA so ein Treffen nicht maßgeblich verhindern, wäre es zu weiteren Eskalationen wie dem Angriff von Trump gar nicht erst gekommen.
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Dritter Weltkrieg? Deutschland und die Welt in Gefahr? 1 Jahr 7 Monate her #790766

Ich würde sagen das es keinen wirklichen 3 Weltkrieg geben würde wenn dann nur eine 10 Minütige Atomare Apokalypse.

Solang Deutschland sich noch wie eine Kolonie der Amerikaner Verhält, muss du dir keine Sorgen machen :D

Dritter Weltkrieg? Deutschland und die Welt in Gefahr? 1 Jahr 7 Monate her #790801

Der Titel klingt schon sehr nach Clickbait. Aber das Thema oder beziehungsweise die Themen finde ich sehr interessant.

Bellgadong-Herr-der-Nodus schrieb:
Ich habe es auch als Deutschland und die Welt in Gefahr genannt, da ich von euch wissen möchte. Glaubt ihr es kommt zu einem dritten Weltkrieg und könnte die Situation gefährlich für uns werden?

Auf die Frage habe ich eigentlich keine wirkliche Antwort, aber die hier vorherrschende Meinung, dass ein dritter Weltkrieg wegen einem einzelnen kleinen Angriff nicht ausbrechen kann, teile ich nicht. Schließlich gab es bereits einen Weltkrieg, der wegen weniger begonnen hat. Dennoch halte ich es tendenziell auch eher für unwahrscheinlich.

Mungu schrieb:
So lange die Schuld nicht bewiesen ist, sollte immer das demokratische Prinzip im Zweifel für den Angeklagten gelten [...]

Wenn mich nicht alles täuscht gilt dieses Prinzip nicht in allen Demokratien. Ich meine mich zu erinnern, dass man in England, bei einer Schuldvermutung ein Urteil fällen darf, dass auch ohne ausreichende Beweise vollstreckt wird. Das gilt aber wohl nicht für alle Bereiche des Gesetzes.
Aber zurück zum Thema: selbst wenn Assads Truppen kein Giftgas eingesetzt haben, so haben sie sich doch schuldig gemacht. Vollstreckt wurde das Urteil nur für das falsche Verbrechen. Wenn man das und die unzähligen Tote außen vorlässt, hat der Angriff relativ wenig Wirkung gezeigt, denn es starten bereits wieder Flugzeuge auf den kaum beschädigten Landebahnen. Der Angriff hat im Endeffekt also nur seeehr viel Geld verpulvert, einige Leben gekostet und seine Wirkung ziemlich verfehlt.

[...] aber in Syrien sind die westlichen Medien größtenteils auf der Seite der Rebellen.

Nicht nur die Medien... Deutschland, die USA, Frankreich und noch einige andere Länder unterstützt die Rebellen mit Waffen und Geld.
Ich möchte jetzt auch gar nicht Partei ergreifen, aber so wie du es formulierst klingt es, als wären die Rebellen die Bösen und Assad der Missverstandene, der nur sein Land beschützen möchte.

Du hast zwar Recht damit, dass Assad sich wesentlich verhandlungswilliger gibt als einige andere Parteien, aber ich möchte auch anmerken, dass die "diplomatische Lösung" mit Russland bisher nicht wirklich zu erkennen ist.

Ich verurteile den Angriff total und denke auch, dass eine gewaltfreie Lösung Grundlage sein muss. Ich kann nur dem Angriff nichts positives abgewinnen. Jegliche Art von Gewalt sollte unterlassen werden, ohne wenn und aber, denn Gewalt wird niemals auch nur ansatzweise irgendein Problem lösen.

Der Angriff war vermutlich wirklich recht daneben, aber eine gewaltfreie Lösung sollte nicht unter ALLEN Umständen das Ziel sein. Manche Probleme lassen sich ohne Gewalt einfach nicht zufriedenstellend lösen. Denn Tatsache ist: Gewalt kann Probleme sehr einfach aus der Welt schaffen. Geschichte wird nun mal von Siegern geschrieben.

Tactus schrieb:
Solange es Menschen gibt, die sich an die Schrecken des ersten und auch zweiten Weltkriegs erinnern, wird es wohl nicht zu einem erneuten globalen Krieg kommen.

Das wage ich zu bezweifeln. Viele der Personen, die den ersten Weltkrieg miterlebt haben, kämpften auch im Zweiten mit. Eine wirkliche Lehre scheinen sie also eher nicht daraus gezogen zu haben. Das ist allerdings nur ein Beispiel, doch wenn man in der Geschichte zurückgeht findet man immer mehr davon. Ich denke, dass die meisten Menschen bereit sind in den Krieg zu ziehen, wenn man ihnen nur die richtigen Beweggründe liefert. Auch wenn sie bereits einen Krieg miterlebt haben. Warum sonst ziehen Soldaten freiwillig immer wieder in die Schlacht? Das was sie dort im Kleinen erleben unterscheidet sich nicht so sehr wie man vermuten mag von einem Weltkrieg.
Außerdem haben im Zweifelsfall nicht die Personen, die sich an den zweiten WK erinnern zu entscheiden ob es einen dritten geben wird oder nicht.

"Ich bin mir nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg wird mit Knüppeln und Steinen gekämpft. " - Albert Einstein

Ich bin mir relativ sicher, dass es Atomwaffen sind und Zugriff haben auf diese eher weniger Veteranen aus dem zweiten WK.

Denn der KGB war kein Geheimdienst im traditionellen Sinne, sondern der Kern des sowjetischen Repressionsapparates.

Najaaaa... Der KGB war zunächst einmal ein Auslandsgeheimdienst. Das er auch Regimegegner im Inland unter Kontrolle halten sollte bestreite ich zwar nicht, aber ich wage zu bezweifeln, dass das seine Hauptaufgabe war.

Deviltom schrieb:
In letzter Zeit wird allerdings kein Hehl mehr daraus gemacht, dass man mit Russland nicht kooperieren möchte - und das äußerst sich einfach sehr stark in der Berichterstattung. Ich kann mich beispielsweise nicht erinnern, wann ich mal einen positiven Bericht der großen deutschen Medien über Russland gelesen hätte.

Wen meinst du denn hier mit "man"? Die Presse suggeriert durchaus häufig, dass Russland (wenn man in schwarz-weiß denken möchte) böse ist. Doch unsere politische Beziehung mit Russland hat sich in den letzten Jahren nicht wirklich großartig gewandelt oder? Hier und da wird mal eine kleine Drohung ausgesprochen, doch im Großen und Ganzen bleibt es fast immer beim Alten.
Ich weiß, dass sich die Medien und die eigentliche Politik nicht immer sauber trennen lassen, aber sie kurzerhand gleichzusetzen finde ich auch nicht optimal.
Im Übrigen ließt man in den Medien in letzter Zeit auch nicht viel positives über die USA (wenn man denn was findet, dass nicht hinter Trumps Blödeleien im Hintergrund verschwindet).

Amexx schrieb:
Solang Deutschland sich noch wie eine Kolonie der Amerikaner Verhält, muss du dir keine Sorgen machen

Ach ist dem so? Nehmen wir mal an, dass Deutschland den USA den Rücken zuwendet: du denkst, dass dann der dritte Weltkrieg ausbricht? Weil hier der Schauplatz des kalten Krieges war? Oder weil wir so eine essentielle und unabkömmliche Rolle für die USA spielen?

Dritter Weltkrieg? Deutschland und die Welt in Gefahr? 1 Jahr 7 Monate her #790842

Sakugawa schrieb:
Tactus schrieb:
Solange es Menschen gibt, die sich an die Schrecken des ersten und auch zweiten Weltkriegs erinnern, wird es wohl nicht zu einem erneuten globalen Krieg kommen.

Das wage ich zu bezweifeln. Viele der Personen, die den ersten Weltkrieg miterlebt haben, kämpften auch im Zweiten mit. Eine wirkliche Lehre scheinen sie also eher nicht daraus gezogen zu haben. Das ist allerdings nur ein Beispiel, doch wenn man in der Geschichte zurückgeht findet man immer mehr davon. Ich denke, dass die meisten Menschen bereit sind in den Krieg zu ziehen, wenn man ihnen nur die richtigen Beweggründe liefert. Auch wenn sie bereits einen Krieg miterlebt haben. Warum sonst ziehen Soldaten freiwillig immer wieder in die Schlacht? Das was sie dort im Kleinen erleben unterscheidet sich nicht so sehr wie man vermuten mag von einem Weltkrieg.
Außerdem haben im Zweifelsfall nicht die Personen, die sich an den zweiten WK erinnern zu entscheiden ob es einen dritten geben wird oder nicht.

"Ich bin mir nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg wird mit Knüppeln und Steinen gekämpft. " - Albert Einstein

Ich bin mir relativ sicher, dass es Atomwaffen sind und Zugriff haben auf diese eher weniger Veteranen aus dem zweiten WK.

Du hast natürlich nicht unrecht, jedoch wurden in beiden Kriegen Menschen getäuscht und ihnen wurden falsche Tatsachen gezeigt.
Im 2. Weltkrieg starben nach verschiedenen Angaben zwischen 50 und 65 Millionen Menschen, ca. 13 Mil. starben durch deutsche Kriegsverbrechen.
Im 1. Weltkrieg starben ca. 9 Mil. Menschen.
Aber ich rede nicht nur von Veteranen, die den Krieg mit eigenen Augen erlebt haben. Schon nur die Erinnerung an die Schrecken dieser Kriege, sollten genug sein um abzuschrecken. Ich persönlich wurde nicht gern ansehen müssen wie eine Fremde Armee mordend, raubend und vergewaltigend durch meine Stadt ziehen. (Das ist natürlich etwas überspitzt formuliert, aber es kam vor.)
Auf die Kriege folgten Armut und Hunger. Kein Mensch mit einem gesundem Verstand, würde sich noch einmal einen Krieg wünschen und kein Staat würde die hohen Kosten tragen können. Außerdem sind Kriege auf internationaler/globaler Ebene etwas anderes als Kriege gegen Aufständische und Terroristen.
Und ich erkläre mir die Bereitschaft für sein Land in den Krieg zu ziehen mit dem (zu) stark ausgeprägten Nationalstolz den früher viele Menschen noch besaßen. Im Vergleich dazu ist die nationale Identität in Deutschland heutzutage wahrscheinlich die schwächste Europas.

Und auch mit den Atombomben hast du nicht unrecht, aber ich denke bevor eine Nation zu dieser Waffe greift, kommt es zu einem Krieg mit anderen Mitteln welcher in einem nuklearen Krieg enden kann /wird. Kein Land wird gleich mit atomaren Sprengköpfen auf eine andere Nation schießen (Nordkorea mal ausgeschlossen). Wer Atomwaffen besitzt, hat eine starke Hand, wer sie einsetzt, wird unweigerlich den Hass der Welt auf sich ziehen und untergehen.
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Dritter Weltkrieg? Deutschland und die Welt in Gefahr? 1 Jahr 7 Monate her #790848

Tactus schrieb:
Du hast natürlich nicht unrecht, jedoch wurden in beiden Kriegen Menschen getäuscht und ihnen wurden falsche Tatsachen gezeigt.
Im 2. Weltkrieg starben nach verschiedenen Angaben zwischen 50 und 65 Millionen Menschen, ca. 13 Mil. starben durch deutsche Kriegsverbrechen.
Im 1. Weltkrieg starben ca. 9 Mil. Menschen.

"Das Unwirkliche ist in gewissen Fällen wahrer als das Wirkliche" - Gustave Le Bon

Ja es wurden Menschen getäuscht. Es wurde Propaganda betrieben. Das gehört vermutlich untrennbar zum Krieg dazu. Doch welchen Unterschied macht es denn? Auch heute werden wir nach wie vor getäuscht. Oder kannst du mit Gewissheit sagen, was in der Welt vor sich geht? Die Prämisse ist die selbe, also ist ein dritter Weltkrieg durchaus möglich.

Ich verstehe nicht so ganz worauf du mit den Todeszahlen anspielen möchtest. Willst du mir vermitteln, dass ein zweiter Weltkrieg nur möglich war, weil im ersten weniger Menschen starben und er deshalb weniger schlimm war? Wenn wir ehrlich sind, denken die meisten Menschen vermutlich nicht so.
Natürlich ist es suuuper tragisch, dass ca. 50 Millionen Menschen mehr im zweiten WK starben und wir sind natürlich selbstredend alle sehr betroffen von all den vielen Toten, die wir so gar nicht kennen und zu denen wir überhaupt keine Beziehung haben.
Es ist nur eine Zahl.

Aber ich rede nicht nur von Veteranen, die den Krieg mit eigenen Augen erlebt haben. Schon nur die Erinnerung an die Schrecken dieser Kriege, sollten genug sein um abzuschrecken. Ich persönlich wurde nicht gern ansehen müssen wie eine Fremde Armee mordend, raubend und vergewaltigend durch meine Stadt ziehen. (Das ist natürlich etwas überspitzt formuliert, aber es kam vor.)

Also müssen sich die Zivilisten nur daran erinnern, wie fremde Leute grausame Dinge tun? Wie zum Beispiel nach dem ersten WK? Das hat ja unglaublich gut funktioniert. Wie ich bereits erwähnte denke ich, dass nur die richtigen Umstände herrschen müssen und die meisten werden in den Krieg ziehen. Das eigene Elend kann ein unglaublich guter Beweggrund sein. Dem deutschen Volk ging es nach dem ersten WK nicht wirklich fantastisch. Außerdem war es wütend, dass so heftige Sanktionen ausgesprochen wurden. Ein weiteres tolles Motiv: Wut!
Die Idee, dass eine grausame Erinnerung ein Kollektiv von einer Repetition abhält, finde ich zwar angenehm, halte sie aber auch für abwegig. Die Menschen sind so verdammt empfänglich für Manipulation, dass ich unglaublich froh bin, dass es vermutlich nie wieder jemanden wie Herrn Hitler geben wird. An dieser Stelle würde ich gerne eine Buchempfehlung aussprechen: Psychologie der Massen. Es soll im dritten Reich eine große Rolle für die Propaganda gespielt haben und stellenweise lassen sich Passagen eins zu eins in die Realität übertragen.
Ich bin wahrlich kein Befürworter von Atomwaffen, aber es ist gut zu wissen, dass nur einige wenige Menschen Zugriff auf welche haben und sich so gegenseitig in Schach halten.

Außerdem sind Kriege auf internationaler/globaler Ebene etwas anderes als Kriege gegen Aufständische und Terroristen.

Da sind wir einer Meinung! Das Problem, dass ich sehe ist, dass aus kleinen Kämpfen gegen Terroristen durchaus große Kriege zwischen Nationen werden können.

Ich finde die moderne Kriegsführung mit Guerillataktiken unglaublich faszinierend. Sich in kleinen Gruppen zu organisieren, die unabhängig von einander einem übergeordneten Ziel dienen ist eine verdammt interessante Taktik. Ich würde unglaublich gerne mal mit jemandem aus einer Terrorzelle ein Gespräch führen und erfahren wie sie sich organisieren und wie sie strukturiert sind. Aber das passt hier nicht so ganz her. ^^

Und ich erkläre mir die Bereitschaft für sein Land in den Krieg zu ziehen mit dem (zu) stark ausgeprägten Nationalstolz den früher viele Menschen noch besaßen. Im Vergleich dazu ist die nationale Identität in Deutschland heutzutage wahrscheinlich die schwächste Europas.

Sicherlich ist Nationalstolz ein nicht zu vernachlässigender Faktor, aber ich vermute, dass er tendenziell eher vorgeschoben wird und als Rechtfertigung diente. Allerdings hast du wohl auch irgendwo recht, denn die Erziehung war damals eine ganz andere. Nichts destotrotz glaube ich weiterhin fest daran, dass man die Bevölkerung auch mit dem jetzt weniger ausgeprägten Nationalstolz in die Schlacht führen könnte. Nur geht es uns dafür derzeit vermutlich einfach zu gut.

Dritter Weltkrieg? Deutschland und die Welt in Gefahr? 1 Jahr 7 Monate her #790896

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Sakugawa schrieb:
Der Angriff war vermutlich wirklich recht daneben, aber eine gewaltfreie Lösung sollte nicht unter ALLEN Umständen das Ziel sein. Manche Probleme lassen sich ohne Gewalt einfach nicht zufriedenstellend lösen. Denn Tatsache ist: Gewalt kann Probleme sehr einfach aus der Welt schaffen. Geschichte wird nun mal von Siegern geschrieben.
Naja, ich denke in Syrien liegt der Fall etwas anders, da Gewalt hier zu absolut nichts führt - und letztendlich sollte das wohl auch jedem Politiker bewusst sein. Das größte Problem an einer Lösung mittels Gewalt ist eben, dass im Syrien-Konflikt zu viele Parteien beteiligt sind. Die Sunniten, die Schiiten, Assad, Russland, Iran, der Westen, Terrororganisationen und Rebellen (bei denen man mittlerweile nicht mehr so recht weiß, zu welcher Front die überhaupt gehören).
Sobald so viele verschiedene Länder bzw. religöse Ausrichtungen beteiligt sind - und hier haben wir das Problem, dass sich Politik ganz eindeutig auch mit Religion vermischt - wird eine Lösung durch gewaltsames Eingreifen zu gar nichts führen. Durch diese Ausweitung der Kriege auf andere Länder bzw. dem Führen von Stellvertreterkriegen in Syrien ist die Lage mittlerweile so kompliziert, dass stumpfe Gewalt nicht mehr hilft, um es salopp auszudrücken.

Bei kleineren Konflikten mag es sicherlich möglich sein, dass sich einfach die stärkere Partei durchsetzt. Mittlerweile ist ein Großteil des nahen Ostens allerdings in einem so desolaten Zustand, dass Gewalt den Konflikt a.) in die Länge zieht und b.) Menschen nur darin bestärkt, sich islamistischen Organisationen anzuschließen.
Doch unsere politische Beziehung mit Russland hat sich in den letzten Jahren nicht wirklich großartig gewandelt oder? Hier und da wird mal eine kleine Drohung ausgesprochen, doch im Großen und Ganzen bleibt es fast immer beim Alten.
Russland hatte wohl in Deutschland nie einen guten Stand, aber mein subjektiver Eindruck ist der, dass immer mehr versucht wird, Russland ins Abseits zu drängen. Aber wie gesagt, dass alles ist recht subjektiv, weshalb ich hier wohl definitiv auch keine konkreten Beispiele aufzählen kann. Ich würde allerdings behaupten, dass sich die Beziehungen seit der Krim-Krise doch sehr verschlechtert haben.

Eine gewaltfreie Lösung um jeden Preis ist sicherlich nicht immer sinnvoll, man muss sich allerdings fragen, wie oft es vorkam, dass vor einer Kriegshandlung ein diplomatisches Gespräch geführt worden ist. In Syrien war das wohl eher nicht der Fall, nachdem Gespräche bisher effektiv blockiert worden sind.

Im Übrigen ließt man in den Medien in letzter Zeit auch nicht viel positives über die USA (wenn man denn was findet, dass nicht hinter Trumps Blödeleien im Hintergrund verschwindet).
Die Person Trump wird definitiv häufig aufs Korn genommen, was allerdings eher weniger mit der reinen Präsidentschaft zu tun hat als mit der Person selbst. Man muss allerdings auch sagen, dass das erst so ist, seit Trump Präsident ist. Unter Obama hat es sowas kaum gegeben, vor allem da in Deutschland eigentlich durchweg ein positives Licht auf ihn geworfen wurde - er war eben auch einfach sympathisch.
Einen Trump könnte man so gar nicht verkaufen, dafür hat er sich schon oft genug lächerlich gemacht. Man muss allerdings auch sagen, dass eine Merkel Trumps Angriff auf Syrien als "nachvollziehbar" betitelt hat und ihn in seiner Unternehmung eher bekräftigt - wo genau man das jetzt einsortieren soll, da bin ich mir selbst noch nicht ganz so sicher.

Ich würde unglaublich gerne mal mit jemandem aus einer Terrorzelle ein Gespräch führen und erfahren wie sie sich organisieren und wie sie strukturiert sind. Aber das passt hier nicht so ganz her. ^^
Kann dir an dieser Stelle nur Jürgen Todenhofers IS-Doku bzw. auch sein Buch Inside IS empfehlen. Das mag zwar nicht unbedingt strategische Einblicke geben, gibt allerdings recht gut Aufschluss darüber, wie sich solche Parteien organisieren und was generell in solchen Organisationen vor sich geht.

Dritter Weltkrieg? Deutschland und die Welt in Gefahr? 1 Jahr 7 Monate her #790910

Hm, ich fand den Militärschlag insofern überraschend, da Trump ja ursprünglich angekündigt hatte, sich aus allen Konflikten, die die USA nicht direkt betreffen, zukünftig herauszuhalten.

Russland ist zwar vorgewarnt worden, trotzdem wurden sie durch den Angriff in eine unangenehme Situation gebracht. Sie hatten entweder die Möglichkeit, ihren Verbündeten Assad im Stich zu lassen oder mit ihren in Syrien stationierten Luftabwehrsystemen direkt in einen von den USA selbst durchgeführten Luftschlag einzugreifen.
Als Reaktion darauf hat die (mit hoher Wahrscheinlichkeit von Putin gesteuerte) Hackergruppe "Shadow brokers" weitere Angriffswerkzeuge veröffentlicht, die die NSA versehentlich auf russischen Servern zurückgelassen hatten (also ganz nach dem Motto: vergesst eure Basis nicht^^).

Merkels Verhalten finde ich wenig verwunderlich, da sie und Obama sich ja schon von Anfang an gegen Assad ausgesprochen hatten.

Meine Theorie wäre, dass Trump durch den Angriff nicht nur Assad treffen sondern gleichzeitig ein Signal an China senden will. Er hatte dem chinesischen Präsidenten ja kurz vor dem Militärschlag damit gedroht, die USA würden einen Alleingang machen, wenn China ihren Einfluss auf Nordkorea nicht geltend machen würden.
Jetzt schickt Trump sogar einen Flugzeugträger:
www.spiegel.de/politik/ausland/atomstrei...korea-a-1142539.html

Deviltoon schrieb:
Eine gewaltfreie Lösung um jeden Preis ist sicherlich nicht immer sinnvoll
Und was ist mit den Frauen und Kindern? Und mit den alten Menschen usw :D

Dritter Weltkrieg? Deutschland und die Welt in Gefahr? 1 Jahr 7 Monate her #790921

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Da haben alle gesagt, dass Hillary die Kriegstreiberin wäre und das Trump sich aus Konflikten raushalten will und jetzt kommt das.
Hat mich ein wenig überrascht, wie Trump jetzt vorgeht und durchgreift. Soweit ich mich nicht irre, wollte er sich ja aus der Außenpolitik möglichst fernhalten und die Probleme im eigenen Land lösen.
Vielleicht ist das auch ein Versuch seine Macht zu untermauern, weil er ja in einigen Punkten Rückschläge erlitten hat, wie zB. dem Einreiseverbot für die Muslime und will jetzt etwas unternehmen, damit die Menschen noch irgendwie zu ihm halten, indem er der Welt zeigt, dass er sich für die Demokratie einsetzt und gegen Diktatoren kämpft und Menschen retten will.

Syrien:


Ich finde denn Militärschlag gegen den Luftwaffenstützpunkt der syrischen Luftwaffe nicht in Ordnung. Woher nehmen sich die USA das Recht, einfach so ein anderes Land anzugreifen? Was geht Syrien den USA an? Das ist einfach ein weiterer blöder Vorwand, um die politischen Interessen durchzusetzen.
Und das traurige dabei ist, dass das Volk von Syrien darunter leidet. Auf der einen Seite, der legitime und von Russland und dem Iran unterstützte Diktator, dem das Volk wohl auch ziemlich egal ist und auf der anderen Seite die Rebellen und wahrscheinlich auch die IS, die von den USA unterstützt werden.
Jeder versucht dabei seine eigenen politischen Interessen durchzusetzen und die normalen Menschen bleiben auf der Strecke.

Syrien sollte geholfen werden, aber man sollte es zuerst mit Diplomatie versuchen, aber das ist natürlich nicht möglich, da Trump jetzt Assad loswerden will.
Und das ohne Beweise, ohne die UNO, einfach so. Würde Russland Syrien nicht unterstützen, dann würden wir in Syrien wohl einen zweiten Irakkrieg erleben.

Nordkorea:

Nordkoreas Diktator ist und bleibt mir einfach ein Rätsel. Was erhofft er sich von seiner "Politik"? Sein Vater war zwar sicherlich noch ein grausamerer Diktator, aber mit weit aus mehr Verstand als sein Sohn.
Ich begreife einfach nicht, wie man sich so verhalten kann und andere Länder mit einem Atomschlag drohen kann und Raketen in Richtung Japan abfeuert.
Nicht einmal China und Russland unterstützen Nordkorea mehr und warnen vor weiteren Atomtests. Ich hoffe sehr, dass dieser möchtegern Diktatur einfach nur eine Show macht und es nicht wirklich zu einem Atomkrieg kommt. Allerdings ist auch hier das Vorgehen von Trump, meiner Meinung nach falsch. Er hat gesagt, dass er im Notfall ohne China durchgreifen will und riskiert dabei einen globalen Krieg.
China ist meiner Meinung nach, dass einzige Land, mit dem sich Nordkorea auf diplomatischer Ebene einigen kann bzw. hört Nordkorea auf China.
Aber China zu provozieren finde ich sehr unklug, aber naja wird werden schon bald sehen, wie sich das alles entwickeln wird.

Octave schrieb:
Meine Theorie wäre, dass Trump durch den Angriff nicht nur Assad treffen sondern gleichzeitig ein Signal an China senden will. Er hatte dem chinesischen Präsidenten ja kurz vor dem Militärschlag damit gedroht, die USA würden einen Alleingang machen, wenn China ihren Einfluss auf Nordkorea nicht geltend machen würden.
Jetzt schickt Trump sogar einen Flugzeugträger:

Mit dieser Theorie bist du nicht alleine. Habe davon auch im Internet gelesen.
Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, wie dieser Alleingang aussehen würde. Nordkorea ist was ganz anderes als Syrien.
Nordkorea hat über 1 Million Soldaten und 7 Millionen Reservisten, die fanatisch für ihren Diktator kämpfen würden.
Dazu zwar veraltete, aber noch sicher funktionsfähige tausende von Panzern und ca. 900 Kampflugzeuge. Um da was zu bewirken, müsste man eine Invasion gigantischen Ausmaßes starten.
Ein Flugzeugträger Geschwader, wie Trump geschickt hat würde da nichts bewirken und wenn Trump einen Angriff starten würde, dann gäbe es sicher einen Krieg mit Südkorea und unglaublich viele Todesopfer, da Seoul ganz nahe an der demilitärisierten Zone ist und in Reichweite der nordkoreanischen Artillerie ist.
Außerdem hat Nordkorea eine der größten Uboot Flotten der Welt, zwar veraltet, aber auch ein blindes Huhn findet mal einen Korn.
Danke für die Signatur Blackseraphim :D
Letzte Änderung: 1 Jahr 7 Monate her von -Shisui-.

Dritter Weltkrieg? Deutschland und die Welt in Gefahr? 1 Jahr 7 Monate her #790924

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Ohh mal wida ein Thread mit apokalyptischen Titel da muss ich mich ja fast dazu äußern er zwingt mich ja gerade dazu aber nun mal on Topic.
Bellgadong schrieb:
Ich selbst finde es eher zwiegespalten. Einerseits begrüße ich die Attacke, andererseits finde ich es nicht gut. Ich finde es gut, da eventuell Syrien klar gemacht wird ,dass es nicht so weiter gehen kann und Assad hoffentlich mal versucht einen friedlichen Weg einzuschlagen.

Das Baschir Al Assad wesentlich gemäßigter ist als sein Vater vergessen viele zu erwähnen und das er auch einige Entscheidung getroffen hat, bevor die Situation eskalierte, die pro-westlich sind wird gerne unerwähnt gelassen. Was sollte er denn bitte machen als sich die USA öffentlich gegen ihn gestellt hat, genauso agieren wie Mossadegh, wobei dieser wesentlich edlere und demokratische Ziele hatte bei seiner Auseinandersetzung mit den Briten damals. Dann hätte man ihn ins Exil verdammt und was wäre dann passiert; wäre alles Friede,Freude, Eierkuchen in Syrien? Syrien ist ein Land mit sehr vielen verschiedenen Bevölkerungsgruppen das Ganze unter Kontrolle zu halten, ohne das es zu Gewaltexzessen kommt, funktioniert nicht ganz so einfach wie viele dies denken.
Außerdem kennt Baschir westliche Demokratien ziemlich gut er hat nämlich Medizin in London studiert und wurde dort zum Augenarzt ausgebildet weil er gar nicht Nachfolger seines Vaters werden sollte.
Devil schrieb:
Ich würde unglaublich gerne mal mit jemandem aus einer Terrorzelle ein Gespräch führen und erfahren wie sie sich organisieren und wie sie strukturiert sind. Aber das passt hier nicht so ganz her. ^^
Kann dir an dieser Stelle nur Jürgen Todenhofers IS-Doku bzw. auch sein Buch Inside IS empfehlen. Das mag zwar nicht unbedingt strategische Einblicke geben, gibt allerdings recht gut Aufschluss darüber, wie sich solche Parteien organisieren und was generell in solchen Organisationen vor sich geht.
Auch zu empfehlen in dem Zusammenhang von Alistar Little - "Give a boy a gun" der im 30 Jahre andauerten Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken in Nordirland, der in unserem Geschichtsunterricht in der Schule überhaupt keine Erwähnung findet, selbst einen Anschlag der sein Ziel tötete durchführte und sich danach resozialisierte.
Q: theforgivenessproject.com/stories/alista...le-northern-ireland/
Saku schrieb:
Aber zurück zum Thema: selbst wenn Assads Truppen kein Giftgas eingesetzt haben, so haben sie sich doch schuldig gemacht. Vollstreckt wurde das Urteil nur für das falsche Verbrechen.
Diese Rechtfertigung ist nicht wirklich gut denn wo sind den die Urteile für die ganzen Verbrechen die die USA in Vietnam oder Irak begangen haben? Es ist einfach nur total heuchlerisch ich kann nicht mit zweierlei Maß messen. Die USA hat in Zusammenarbeit mit den Briten alleine durch das Wirtschaftsembargo gegen den Irak und blockieren jeglicher Hilfslieferung im entsprechenden UN-Ausschuss mit der Begründung Dual-Use weitaus mehr Menschen umgebracht.
Devil schrieb:
Ich würde allerdings behaupten, dass sich die Beziehungen seit der Krim-Krise doch sehr verschlechtert haben.
Allerdings muss man auch sagen das sich der Westen nie sonderlich für die Krim interessiert hat, als sie noch unter ukrainischer Kontrolle war. Außerdem haben sich die Bevölkerung der Westländer und die Ukrainer viel zu wenig angenähert der Einfluss Russlands auf die Menschen dort war einfach höher als der der Westländer da es einfach wesentlich weniger kulturelle Unterschiede gab. Die Krim ist an sich eine sehr schöne Region mit sehr netten Bewohnern allerdings ist die Bevölkerung dort arm und im Westen hat man nie Bemühungen getan dies zu bessern.
Behindert sein ist Kultstatus
#sarkastisch gemeint :)
Letzte Änderung: 1 Jahr 7 Monate her von .homie.

Dritter Weltkrieg? Deutschland und die Welt in Gefahr? 1 Jahr 7 Monate her #791069

Deviltoon schrieb:
Russland hatte wohl in Deutschland nie einen guten Stand, aber mein subjektiver Eindruck ist der, dass immer mehr versucht wird, Russland ins Abseits zu drängen.

Das würde ich ob der NATO Osterweiterung nichtmal nur als subjektiven Eindruck sehen. Dass Russland allen Grund hat, sich bedroht zu sehen steht sicherlich außer Frage. Fraglich sind denke ich höchstens die Methoden, mit denen der Kreml versucht dem entgegenzuwirken.
Octave schrieb:
Russland ist zwar vorgewarnt worden
Steht das inzwischen fest? Mein letzter Stand (allerdings auch von vor 3 Tagen) ist, dass die Frage, ob die Russen tatsächlich gewarnt wurden nachwievor strittig ist. Die amerikanische Administration sagt ja, die Russen dementieren.
Die Frage ist nicht unerheblich, da es sich in Syrien neben einem Krieg, wie hier ja schon aufgeführt wurde, dutzender Konfliktparteien auf der Makroebene um einen Sellvertreterkrieg handelt. Syrien in der Region der letzte Verbündete des Iran und der Iran die einzige Verbindung Russlands in den nahen Osten. Mit dem Fall des Assad Regimes würde die USA einen entscheidenen geopolitischen Vorteil in der Region gewinnen. Dass durch Sanktionspolitik bereits seit Jahren versucht wird, Unruhen im Iran und Syrien innerhalb der Bevölkerung zu schüren, um die Länder und deren Regierungen zu destabilisieren ist seit dem Leak der Clinton-Mails ja unstrittig. Trotz des UN Reports, der die Sanktionen scharf kritisiert, behält man sie bei.
Octave schrieb:
Und was ist mit den Frauen und Kindern? Und mit den alten Menschen usw :D
Bin mir ob des Smileys jetzt nicht sicher, ob das sarkastisch gemeint ist oder nicht, aber vorsichtshalber spiele ich mal Captain: die haben geostrageisch keine Relevanz. Leben von Menschen ohne strategische oder symbolische Bedeutung, werden höchstens ob der Meinung der Heimatfront in die Waagschale geworfen. Will sagen, man kann sich "Kollateralschäden" erlauben, aber die Leute Zuhause dürfen eben nicht von zu vielen erfahren.
Deviltoon schrieb:
Kann dir an dieser Stelle nur Jürgen Todenhofers IS-Doku bzw. auch sein Buch Inside IS empfehlen
Empfehlung approoved. Ist zwar an manchen Stellen etwas reißerisch geschrieben, aber er hat im Gegensatz zu seinen Journalistenkollegen nicht von der dpa oder sonstigen Agenturen (wo die ihre Quellen haben, sollte man am besten gar nicht erst erfragen) abgeschrieben und die Darstellung der Gesamtsituation und der verschiedenen Fronten ist weitestgehend neutral. Keine Moralkeulen und keine Bevormundung. Fremdlinks sind hier ja verboten, aber soweit ich weiß ist das Buch beim C.Bertelsmann/Penguin Verlag erhältlich. Auch insofern eine reputable Quelle und kein KOPP Buch oder so.
Tactus schrieb:
Wer Atomwaffen besitzt, hat eine starke Hand, wer sie einsetzt, wird unweigerlich den Hass der Welt auf sich ziehen und untergehen.
Die Behauptung finde ich recht gewagt. Letzten Endes sind Atomwaffen auch nur eines von vielen militärischen Mitteln. In Friedenszeiten scheint es immer undenkbar, dass jemand wirklich so blöd sein könnte, einen Krieg vom Zaun zu brechen. Dann gibt es hier mal einen Anschlag, da einen neuen Hitler, der bekämpft werden muss und in kurzer Zeit wird aus dem menschenverachtenden Werkzeug ein notewendiges Übel, um den Frieden (welchen eigentlich?) zu bewahren.
Den Hass der Welt gibt es ja auch so gar nicht. Der Einsatz einer bspw. Atombombe würde sicherlich eine heftige Diskussion auslösen, doch das bedeutet ja auch, dass es viele Menschen geben wird, die den Einsatz für heißen. Hiroshima und Nagasaki werden ja noch heute weitläufig als oben genanntes notwendiges Übel gehandhabt, dass alternativlos war und mit dem man deeskaliert statt eskaliert hat. Letzteres entspricht auf eine perverse Art und Weise ja sogar der Wahrheit.
Im Endeffekt ist es doch kaum mehr als Kalkulation:
Welche Vorteile bringt mir der Einsatz der Atomwaffe, welche Nachteile.

Die Vorteile sind klar: ich schwäche den Feind langfristig und bin dazu in der Lage, Nahrung und Wasser nachhaltig zu vergiften. Unter der Bevölkerung des Feindes macht sich Unmut breit und die Regierung muss sich zusätzlich mit meinem Militär, noch mit den eigenen Bürgern auseinandersetzen.

Die Nachteile sind eine Frage von Einfluss: welches Bild hat meine und die Weltbevölkerung von dem andauernden Krieg? Habe ich mich bei sämtlichen Verbündeten bisher erfolgreich als "der Gute" dargestelltt oder stehe ich für meine Interventionspolitik ohnehin schon massiv in der Kritik? Welche Form der Berichterstattung kann ich von welchen relevanten Medien erwarten? Wird mein Krieg von einer Mehrheit der für mich relevanten Bevölkerung bisher gedultet oder sogar unterstützt, kann ich den Einsatz von Atomwaffen ohne größere Probleme als eine weitere nötige Maßnahme öffentlich darstellen. Und nur darauf kommt es bei der Abwägung an.


Nicht anders verhält es sich doch mit Syrien. Im Gegensatz zu Frau von der Leyens Behauptungen, geht die UN bei den Giftgasangriffen gegen die syrische Bevölkerung 2013 nicht vom Assad Regime, sondern von den Rebellen als Täter aus. Nennt sich False Flag Aktion und ist überaus effektiv. Dass der nicht dumme Assad überhaupt keinen Grund hat, seine eigene Bevölkerung mit Giftgas anzugreifen, wird außer acht gelassen. Es wäre einfach nahezu idiotisch von ihm, den USA einen solchen Grund zu liefern, sein Land zu bombadieren. Nichtsdestotrotz lassen sich (meiner Ansicht nach erschreckend viele) Deutsche für Amerikas Angriff auf einen souveränen Staat begeistern. Man hat in den letzten Jahren erfolgreich das Bild vom Schlächter von Damaskus etabliert, sodass man heute nur aum noch alibimäßig argumentieren muss, warum ein erneuter Bruch des Völkerrechts aufgrund von nichts weiter als Spekulationen (Klaus Kleber würde in einem anderen Kontext sagen: Verschwörungstheorien) nachvollziehbar oder sogar richtig ist.
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Shisui schrieb:
Nordkoreas Diktator ist und bleibt mir einfach ein Rätsel. Was erhofft er sich von seiner "Politik"? Sein Vater war zwar sicherlich noch ein grausamerer Diktator, aber mit weit aus mehr Verstand als sein Sohn.
Was der gute Kim da macht, entspricht doch vollkommen dem Handeln, was man aus Nordkorea gewohnt ist. Natürlich dient das auch der reinen Selbstdarstellung, vorzugweise aber vor allem innerhalb der Bevölkerung. Die Nordkoreaner wissen selbst, dass ihr Land isoliert ist und in der globalen Welt kaum eine Rolle spielt - vermute ich jetzt einfach mal, wobei man bei letzterem Punkt nie sicher sein kann.
Von daher macht das ständige Drohgebärden des Diktators durchaus Sinn. Wenn keine wirkliche Stärke vorhanden ist, muss man eben so tun als ob. sei es auch nur, um das eigene Volk hinzuhalten.
Insofern gilt speziell bei Nordkorea wohl das bekannte Sprichtwort: "Hunde die bellen, beißen nicht".

Das Problem an der Sache ist wohl eher Trump, der ihm in die Hände spielt - endlich bekommt er immerhin etwas Beachtung, auch wenn Kim sicherlich selbst betet, dass Trump sein Land niemals angreift.
Auch wenn er nicht unbedingt den hellsten Eindruck macht, sieht das alles immer recht geplant aus, gerade wenn man den Zeitpunkt bedenkt. Aber eines ist wohl auch ihm klar: eine Kriegshandlung würde nicht nur Kim Jong Uns Leben gefährden, sondern auch das Leben in Reichtum und zu guter letzt den Machterhalt. Alle drei Dinge wird es nicht einfach so aufs Spiel setzen, denn die Chancen auf Unterstützung aus dem Ausland stehen denkbar schlecht.

Kli-Kli schrieb:
Das würde ich ob der NATO Osterweiterung nichtmal nur als subjektiven Eindruck sehen. Dass Russland allen Grund hat, sich bedroht zu sehen steht sicherlich außer Frage. Fraglich sind denke ich höchstens die Methoden, mit denen der Kreml versucht dem entgegenzuwirken.
Die Frage ist eben, wie man dem ganzen anders begegnen soll. Die Ukraine ist für Russland aus sicherheitstechnischer Sicht nicht unbedeutend und sich das "einfach so wegnehmen" zu lassen kam für die Russen wohl sicherlich nicht in Frage.
Auf diplomatischer Ebene versagt der NATO-Russland-Rat wohl völlig, vor allem da hier wohl laut diesem Interview mit Ottfried Nassauer von Kooperation in diesem Sinne nicht gesprochen werden kann - vielmehr setzt die NATO Russland vor vollendete Tatsachen, was natürlich auch nicht unbedingt förderlich ist.

Und nur darauf kommt es bei der Abwägung an.
Ein paar Punkte kommen bei dieser Abwägung wohl noch hinzu:
Welches Land greife ich da an? Sprich, verfügt es selbst über Atomwaffen oder gibt es einen mächtigen "Verbündeten" der mich eventuell dann auch mit Atombomben beschmeißt/mit dem ich mich dann auch im Krieg befinde.
Das sind denke ich Dinge, die maßgeblich dafür verantwortlich sind, dass wir bisher keine weiteren Atombombeneinsätze miterleben mussten. Mittlerweile sind alle Staaten so gut vernetzt und stehen durch Handelsbeziehungen/Politik in Kontakt, dass es schwierig wird, einem der "global Player" hier nicht auf die Füße zu treten - ich behaupte noch schwieriger, als es damals beim zweiten Weltkrieg schon der Fall war.
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