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THEMA: Technik: Des Menschen Paradieses oder sein Alptraum?

Technik: Des Menschen Paradieses oder sein Alptraum? 1 Jahr 8 Monate her #787609

Wohl jeder von euch hat mit ihr zu tun. Und das sogar jetzt, genau in diesem Moment! Die Technik.
Ihr seit in der Lage Proxer zu erleben, da es die Technik gibt.

Doch nicht nur das, dank ihr können wir leichter reisen, mit Menschen auf der anderen Seite der Welt kommunizieren und irgendwann vielleicht auch jemanden von einer ganz anderen Welt persönlich kennen lernen. Die Technik macht unser Leben nicht nur leichter dank verschiedenster Maschinen und unterhält uns im Alltag, sie rettet sogar Leben, sowie man es alltäglich in Krankenhäusern sieht. Vor kurzem hatten Forscher ein Heilmittel gegen Malaria entdeckt, was in ein paar Jahren bereits auf den Markt kommen könnte und damit eine Vielzahl an Menschen retten würde.

Aber diese von vielen hochgepriesene Erfindung der Menschlichkeit selbst findet auch ihre Nachteile: Einmal erfunden, werden wir Dinge, welche unsere Leben in naher Zukunft oder bereits in der Gegenwart schaden, nie wieder los. Nehmen wir Plastik oder auch Kernkraft (Danke @Nicht_Peter!) als Beispiel. Könnten wir also überhaupt aufhören, die Technik weiterzuentwickeln?
Auch entsteht eine viel höhere Verantwortung für uns, im Sinne der Menschen untereinander zueinander aber auch auf die Natur gerichtet.
Vor allem aber sehen viele Technik überhaupt als etwas unnatürliches an, welches somit die Natur selbst ins Abseits drängt.
Sogar die Natur des Menschen, gefüllt mit Vernunft, Gefühlen und vielem mehr, ist in Gefahr. Werden wir mit der Erforschung unserer Hirnzellen und der Manipulierung dieser unsere eigene Natur verwerfen? Oder würde die Erfindung von künstlicher Intelligenz sogar unsere ganze Existenz bedrohen? Und wenn nicht auf diesem Wege, wird sich der Mensch durch seine immer stärker werdende Waffentechnologie doch irgendwann von selbst zerstören?

Eine wohl wichtige Frage, welche unsere Zukunft und all unsere Folgegenerationen ausschlaggebend beeinflusst..


Also was haltet ihr von dem Ganzen?
Seht ihr die Technik als positive Entwicklung des Menschen oder sogar einen Segen an? Seit ihr eher negativ auf ihr eingestellt oder zumindest auf ihre wohl mögliche Zukunft? Oder denkt ihr das die Frage keine Rolle spielt, da wir nicht mehr ohne sie auskommen werden, komme was wolle?
Für Argumente gibt es genug Platz und Diskussionsstoff sollte genügend vorhanden sein.~
Letzte Änderung: 1 Jahr 8 Monate her von Kuredo.
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Technik: Des Menschen Paradieses oder sein Alptraum? 1 Jahr 8 Monate her #787616

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Die Technik ist bereits ein wesentlicher Teil unserer Gesellschaft geworden. Manche Menschen beginnen bereits, beispielsweise einen Internetzugang über ihre Grundbedürfnisse zu stellen. Den Platz, den die weiterentwickelten Technologien in unserem Leben eingenommen haben, können wir wahrscheinlich nie wieder aufgeben.

Die Menschheit ist bereits zu bequem geworden, sich selbst zu versorgen. Man lässt sich durch die Technik stützen und hofft darauf, dass man sich nicht selbst die Hände schmutzig machen muss. Aber die Technik ist nunmal die Technik - auch sie ist nicht perfekt und hat ihre Macken.
Wenn schon bei einem kleinsten Technikausfall die größte Panik herrscht, wie sollte man ohne sie auskommen können?
Man müsste sie komplett vernichten und auf Urmethoden zurückgreifen, was wahrscheinlich zu einer kompletten Zurückbildung der Menschheit führen würde. Es könnten keine neuen Forschungen mehr durchgeführt werden, es gäbe keine Revolution der Medizin mehr -es sei denn, man fände eine Wunderpflanze, was relativ unwahrscheinlich ist.
Längst ausgelöschte Krankheiten werden sich folglich wieder verbreiten, wenn die Technischen Standards nicht mehr vorhanden sind, da auch die neumodische Medizin nicht mehr hergestellt werden kann.

Man könnte ohne die Technik weder schnell Reisen, noch einfach mit anderen Ländern und Kulturen kommunizieren.
Die Geschäftswege würden sehr eingeschränkt, was dazu führen würde, dass sich einige Länder besser an das techniklose Leben anpassen können, als andere. Der Austausch könne nur schwer oder gar nicht von statten gehen.

Waffen zerstören, wie Kuredo bereits erwähnt hat, die Natur des Menschen.
Der Mensch wurde nicht geschaffen um seinesgleichen zu jagen, lediglich um zu überleben und für sich selbst zu sorgen. Die Jagd Fähigkeit des Menschen wird heutzutage für Profit und Kriegszwecke ausgenutzt.

Hinzu kommt, wie auch bereits erwähnt, der viele Müll der durch die Technik entsteht. Auch zu beachten ist die Herstellung: Feinstaub gelangt in die Luft, diverse Schadstoffe werden freigesetzt, der Ozonschicht wird geschadet und immer mehr Tiere sterben, da sie versuchen, beispielsweise den Plastikmüll zu fressen.
Wälder werden gerodet und Urvölker verlieren ihre Heimat - die Menschheit macht nicht einmal mehr vor sich selbst halt.
Wenn es so weitergeht, zerstören wir uns selbst.
~~~~
Mir ist durchaus bewusst, dass sich etwas ändern muss, aber es ist und bleibt ein Teufelskreis. Der Mensch kann ohne die Technik nicht auskommen, da die positiven Aspekte (diese habe ich bewusst oben nicht angesprochen) das Leben um so vieles leichter machen. Wir denken immer nur an Revolution, doch irgendwann werden wir auch an die physikalischen Grenzen gelangen.
Wenn irgendwann noch gefährlichere Waffen entwickelt werden können, als die Atomwaffen, und diese Entwicklungen in die falschen Hände geraten - vor allem auch in Zusammenhang mit der momentanen Politik, die den Bach runtergeht - uns Menschen wäre nicht mehr zu helfen.

~ Lg Anni-Chan
Letzte Änderung: 1 Jahr 8 Monate her von mochihime.
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Technik: Des Menschen Paradieses oder sein Alptraum? 1 Jahr 8 Monate her #787626

Gute Frage. Da möchte ich meine positive und optimistische Haltung dazu einmal erklären.
Kuredo schrieb:
Aber diese von vielen hochgepriesene Erfindung der Menschlichkeit selbst findet auch ihre Nachteile: Einmal erfunden, werden wir Dinge, welche unsere Leben in naher Zukunft oder bereits in der Gegenwart schaden, nie wieder los. Nehmen wir Plastik oder auch Uran als Beispiel.
Du meinst wahrscheinlich Kernkraft und radioaktiven Abfall, Uran ist ein Rohstoff, den es an ziemlich vielen Stellen in unserer Erdkruste gibt. Natürlich ist die Entsorgung von so etwas gar nicht so einfach. Aber auch hier hilft uns die Technik: Für mittlerweile fast jede Art von Abfall gibt es ausgefeilte Recycling-Anlagen, die problematischen Müll wieder in ungefährliche Stoffe umwandeln oder sogar sinnvoll nutzen, z.B. für die Gewinnung neue Rohstoffe oder zur Energieerzeugung.


Technik hat einen grundlegenden Zweck: Die Natur zu überwinden. Das Ziel ist es, das, was vorher nicht möglich war, jetzt mit täglichen Hilfsmitteln möglich zu machen. Der Mensch kann nur im gemächlichen Tempo mit den eigenen Beinen laufen - aber dank modernen Jets sind wir heute in ein paar Stunden auf einem anderen Kontinent und können währenddessen sogar einen Tomatensaft trinken. Der Mensch kann im Dunklen nicht vernünftig sehen - aber dank verschiedenen Leuchtmitteln kann er die Nacht zum Tag machen. Der Mensch kann nur durch seine Stimme kommunizieren - aber dank Mikrofon, Funktechnik, Kabel und Lautsprecher über tausende von Kilometern hinweg. Dadurch verbessert technischer Fortschritt unser tägliches Leben: Lästige, aber trotzdem notwendige Tätigkeiten werden von Maschinen übernommen, und wir können die daraus resultierende Freizeit sinnvoll dafür nutzen, was uns wirklich Spaß macht. Der leider viel zu früh verstorbene Hans Rosling hat das am Beispiel der Waschmaschine so schön erklärt:
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Deshalb halte ich technischen Fortschritt für etwas sehr Positives. Wir sind dazu in der Lage, durch Technik freier zu werden, ein Mehr an Lebensqualität zu gewinnen. Und das sollten wir keinesfalls ablehnen.

Leider breitet sich nicht nur, aber sehr stark in Deutschland und Österreich eine entgegengesetzte Sichtweise aus: Technischer Fortschritt ist nicht immer gut, da er nicht immer nachhaltig ist und Natur, Tiere und Umwelt schädigt. Deshalb wird gefordert, Ressourcen zu sparen, wo es nur geht, das Wirtschaftswachstum zu begrenzen und Forschung und Markteinführung politisch unkorrekter Technologien wie der Gentechnik oder der Kernkraft zu verbieten. Stattdessen soll technischer Fortschritt eine ominöse "gesellschaftliche Verantwortung" erfüllen - als ob das nicht schon längst der Fall wäre. Technischer Fortschritt dient immer per definitionem der Gesellschaft - denn keine Technologie, aus der sich nicht eindeutige Vorteile für unser Leben ergeben, wird sich je auf dem freien Markt durchsetzen. Diese Sichtweise ist leider auch in der Politik weit verbreitet und führt dazu, dass Technik aus irrationalen Ängsten ausgebremst wird - und damit auch Freiheit und Wohlstand.

Diese Sichtweise basiert auf einer fundamental falschen Grundannahme: Die Umwelt ist unser Freund, weshalb wir im Einklang mit ihr leben müssen. Ja, diese Aussage, der auf erstem Blick fast jeder zustimmen würde, ist in meinen Augen falsch. Es ist nämlich nicht so, dass in der Natur Harmonie herrscht, dass friedliche Tiere durch wunderschöne Landschaften spazieren, wie wir so oft glauben. Nein, die Natur beruht auf dem furchtbaren Grundsatz "survival of the fittest": Das einzige Ziel von Tieren und Pflanzen ist Fortpflanzung und Überleben, und das um jeden Preis. Die angeblich so friedliche, harmonische und manchmal sogar schützenswerte Natur macht uns Menschen jeden Tag das Leben schwer: Raubtiere greifen uns an, Heuschrecken fressen unsere Nahrung weg, Pflanzen überwuchern unsere Häuser, Dürre und Trockenheit lassen unsere Kinder verhungern, Mücken übertragen lebensgefährliche Krankheiten, ... Durch Technik hat es der Mensch geschafft, sich von dieser wilden Natur zu entgrenzen, "Fressen oder gefressen werden" zu überwinden. Und das ist auch gut so.

Warum also glauben so viele Menschen, dass technischer Fortschritt etwas Schlechtes sei? Ich denke, dass dafür gleich zwei Denkweisen entscheidend sind, die immer verbreiteter werden: 1.) Durch Filme, Kinderbücher etc. findet eine Mystifizierung der Natur statt, ich habe mal den sehr zutreffenden Begriff "Bambifizierung" gelesen. Uns wird von Kindesbeinen an bewusst oder unbewusst vermittelt, dass im Wald nicht etwa verschiedene Spezies mit allen Mitteln ums Überleben kämpfen, sondern dass dort Rehkitze mit Kulleraugen fröhlich herumspringen. Solche Bilder halten sich lange im Gehirn, selbst wenn man älter wird. 2.) Wir nehmen Technik immer öfter als selbstverständlich wahr. Hiervon ist besonders das gehobene ökologische Bürger- und Spießertum betroffen. Wir sind mittlerweile so weit, dass einige denken, dass Technik halt einfach "da" ist. Doch der Strom kommt nicht aus der Steckdose, sondern über ein ausgedehntes System von Leitungen gesteuert von verschiedenen Einrichtungen aus hochentwickelten konventionellen, nuklearen oder erneuerbaren Energiequellen. Doch das Wasser kommt nicht aus dem Wasserhahn, sondern wird über Wasserwerke und ein ausgeklügeltes Rohrnetz transportiert und später von Klärwerken wieder gereinigt. Doch das Smartphone kommt nicht aus dem Elektromarkt, sondern wurde von tausenden cleveren Wissenschaftlern und Ingenieuren entwickelt. Dieses Verständnis fehlt leider vielen Leuten im Alltag, Technik ist so selbstverständlich geworden, dass sie gar nicht mehr unbedingt wahrgenommen wird.

Ein weiterer, interessanter Artikel dazu:
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Technik: Des Menschen Paradieses oder sein Alptraum? 1 Jahr 8 Monate her #787676

Ich schließe mich hier meinem Vorposter nahezu uneingeschränkt an.
Der Mensch kann nur durch seine Stimme kommunizieren - aber dank Mikrofon, Funktechnik, Kabel und Lautsprecher über tausende von Kilometern hinweg.
Allerdings muss ich hier kurz anmerken, dass Menschen auch über Körpersprache oder in schriftlicher Form ziemlich gut kommunizieren können.
Kuredo schrieb:
Aber diese von vielen hochgepriesene Erfindung der Menschlichkeit selbst findet auch ihre Nachteile: Einmal erfunden, werden wir Dinge, welche unsere Leben in naher Zukunft oder bereits in der Gegenwart schaden, nie wieder los. Nehmen wir Plastik oder auch Kernkraft (Danke @Nicht_Peter!) als Beispiel. Könnten wir also überhaupt aufhören, die Technik weiterzuentwickeln?
Wieso werden wir etwas nie wieder los? Das mag für unser zeitliches Denken vielleicht zutreffen, aber auch Uran hat eine Halbwertszeit. Und die Natur hat schon schlimmere Ereignisse überlebt als Homo sapiens sapiens. Damit will ich nicht den ganzen Mist, den diese Spezies anstellt entschuldigen oder legitimieren, keineswegs. Aber man muss sich ab und an mal bewusst werden, dass der Mensch zwar für die kurze Zeitspanne extrem viel verändert hat, aber es bleibt trotzdem nur eine extrem kurze Zeitspanne.
Kuredo schrieb:
Auch entsteht eine viel höhere Verantwortung für uns, im Sinne der Menschen untereinander zueinander aber auch auf die Natur gerichtet.
Vor allem aber sehen viele Technik überhaupt als etwas unnatürliches an, welches somit die Natur selbst ins Abseits drängt.
Sogar die Natur des Menschen, gefüllt mit Vernunft, Gefühlen und vielem mehr, ist in Gefahr. Werden wir mit der Erforschung unserer Hirnzellen und der Manipulierung dieser unsere eigene Natur verwerfen? Oder würde die Erfindung von künstlicher Intelligenz sogar unsere ganze Existenz bedrohen? Und wenn nicht auf diesem Wege, wird sich der Mensch durch seine immer stärker werdende Waffentechnologie doch irgendwann von selbst zerstören?
Ich muss immer lachen wenn Leute "Technik" als etwas unnatürliches ansehen. Dann war auch der Faustkeil unnatürlich^^
Falls KI unsere Existenz bedrohen würde, dann ist es eben so. Eine derart ausgefeilte KI wäre ja letzten Endes nur ein Produkt der Evolution, um damit eigentlich auch wieder natürlich.
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Technik: Des Menschen Paradieses oder sein Alptraum? 1 Jahr 8 Monate her #787734

Der Mensch hat aus meiner Sicht, die dumme Eigenschaft konservativ zu sein. Wieso brauch ich etwas Neues, so wie es jetzt ist funktionierts ja irgendwie. Das führt dazu, dass praktisch alles was dem Menschen unbekannt und neu ist, ihm erstmal suspekt und nicht vertrauenswürdig erscheint. Es steckt, meines Wissens, dahinter ein primitiver Trieb, der frühere Evolutionsstufen vor Gefahren geschützt hat. Die Menschen haben ihre Technik immer nur dann weiterentwickelt, wenn sie durch äußere Ümstände (sei das nun die Umwelt oder andere Menschen) dazu gezwungen waren. Nur in solchen Situationen vertrauten sie auf neue, unbekannte Technik. Des Weiteren ist es wichtig zu verstehen, dass mit jeder neuen Technik neue Probleme erkannt werden. Als die Menschen erkannten, dass sie durch den Anbau von Weizen nicht mehr nomadisch leben müssen (vereinfacht dargestellt), tauchten plötzlich neue Probleme auf, wie zum Beispiel: Wie baue ich eine Behausung so, dass sie für längere Zeit bewohnbar ist. Wie bekomme ich einen besseren Ertrag aus meiner Aussaht usw. Man kann das so lange fortsetzen, bis wir in der Gegenwart ankommen. Technik ist im Grunde nichts anderes als die Adaption der Menschen an ihre Umwelt und dieser Adaptionszwang hat nie aufgehört. Durch den ewigen Zyklus von Problem => neue Technik => neue Probleme konnte die Anzahl der Bevölkerung steigen(bringt auch neue Probleme) was dazu führt, dass Gesellschaften entstehen, wo Rollen verteilt werden, um das Zusammenleben zu erleichtern (wieder ein Problem gelöst, das neue Probleme aufwirft). Das führt schlussendlich dazu, dass sich heute nur ein relativ kleiner Teil primär mit der Adaption des Menschen beschäftigt und diese vorantreibt: Wissenschaft und Forschung. Das bedeutet aber genauso, dass sich ein Großteil der Bevölkerung sich seit Generationen, nicht mehr mit der Adaption an die Umwelt, und ihre Probleme damit, kümmern muss. Die meisten Menschen sind nicht mehr mit so großen äußeren Einflüssen konfrontiert, weshalb sie keinen Grund für neue Technik sehen.

Um das Ganze jetzt auf einen Punkt zu bringen, ich sehe Technik als ein Teil des Menschen, und den Menschen als einen Teil der Natur, was bedeutet, dass für mich auch jede Technik teil der Natur ist. Technik ist immer da, um ein Problem zu lösen, was neue Probleme aufzeigt, worauf wieder neue Technik gebraucht wird... Technik ist für mich also weder gut oder schlecht, weder Paradies oder Alptraum, es ist einfach ein Teil der Menschheit.
どうして?
Letzte Änderung: 1 Jahr 8 Monate her von Dulliyuri.

Technik: Des Menschen Paradieses oder sein Alptraum? 1 Jahr 7 Monate her #790309

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Ein wirklich sehr interessantes Thema, auf das ich leider viel zu spät aufmerksam wurde.

Nicht_Peter schrieb:
Die Umwelt ist unser Freund, weshalb wir im Einklang mit ihr leben müssen. Ja, diese Aussage, der auf erstem Blick fast jeder zustimmen würde, ist in meinen Augen falsch
Ich würde tatsächlich dennoch behaupten, dass die Umwelt vielleicht nicht unser Freund ist, aber auch nicht unser Feind. Ich stimme dir zu, dass in der Natur das Grundgesetz gilt "Fressen, oder gefressen werden". Aber in meinen Augen ist das ein sehr, sehr kleiner Teil, der unsere Umwelt ausmacht.
Letztendlich ist die Natur unser Fundament. Verändert sich die Natur (beispielsweise Klimaveränderungen oder Umweltkatastrophe) beeinflusst das uns und jedes Lebewesen auf dieser Welt. Wir müssen uns anpassen, da bleibt uns keine Wahl - Technik kann uns hier natürlich weiterhelfen und ist in diesem Sinne auch der Überwindung von Umwelteinflüssen einzuordnen.
Die Frage, die ich mir dabei stelle: wenn die Natur nicht unser Freund ist, ist sie dann unser Feind? Letztendlich ist sie nichts von beidem - sie ist schlichtweg neutral. Der Natur ist es insgesamt wohl ziemlich Schnuppe, wenn die Menschheit ausstirbt - umgekehrt ist das natürlich nicht so. Ohne Natur/Umwelt gibt es uns vermutlich nicht. Wenn irgendwann die Sonne für immer untergeht oder uns auf gut Deutsch gesagt "die Luft wegbleibt" dann wars das.

Hier ist natürlich fraglich, wie weit man den Begriff Natur fassen möchte. Für mich ist es allerdings deutlich mehr, als das bloße Überleben in der freien Wildbahn. Insofern wird es sich nie wirklich komplett von der Natur abgrenzen können, lediglich von einem kleinen Teil des ganzen Spektrums.

Infolgedessen sehe ich Technik nicht als Gegensatz zur Natur, sondern vielmehr als Ergänzung. Durch Technik wird unsere Lebensqualität deutlich gesteigert, wie Nicht_Peter ja schon erwähnt hat. Allerdings ganz generell von Technik zu sprechen, macht es schwierig, zu differenzieren.

Insofern fallen mir hier zwei Kategorien ein: Technik, die Lebensqualität steigert und Technik, die Lebensqualität mindert, wenn nicht sogar vernichtet.
Zu letzterer Kategorie zählen für mich definitiv sämtliche Kriegstechniken, die zur gezielten Tötung von Menschen entwickelt worden ist. Teilaspekte aus der erstgenannten Kategorie finden sich auch hier wieder - sei es zum Beispiel Mustererkennung, Videotechnik, Drohnen o.ä.

Technik, die zur Vernichtung von Leben führt, sehe ich infolgedessen als kritisch an. Letztendlich wird uns vorgegaukelt, dass diese Technik unser Leben beschützt - mittlerweile habe ich aber einen anderen Eindruck, wenn man von Giftgasangriffe auf Zivilisten hört. Und hier sehe ich auch die Problematik: Technik kann für jegliche Zwecke genutzt werden, es gibt schlichtweg keine Einschränkung. Insofern werden wir in naher Zukunft automatisierte Waffen haben, die nicht mehr von Menschen geführt werden müssen - so lassen sich doch Kriege gleich viel leichter führen und ganze Völker werden diesen Ländern dann ausgeliefert sein.

Dennoch sollte man wohl behaupten, dass die positiven Aspekte - nämlich die Steigerung von Lebensqualität - überwiegt. Im Fokus davon sehe ich das Internet, dass unser Leben wohl unglaublich erleichtert, aber auch bereichert hat. Das Auto, die Lampe, der Strom - ohne das wäre unser Leben nicht mehr denkbar. Auch die Globalisierung kann nur dann entstehen, wenn die entsprechende Technik vorhanden ist. Auch hier ist wiederum das Internet das Fundament - ohne Internet würde es mit großer Wahrscheinlichkeit keine Globalisierung geben.

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr komme ich zu dem Schluss, dass Technik nichts weiter ist als menschengemachte "Natur". Wir können entscheiden, wer mittels Technik "gefressen" wird und wer zur "guten" Seite gehört. Gleichzeitig bietet uns Technik in unsrem aktuellen Zeitalter auch eine gewisse Basis, um unser Leben zu leben und uns als die stärkere Spezies zu behaupten. Nicht umsosnt kommen viele Ansätze aus der technischen Welt eben auch aus der Natur. Der große Vorteil ist eben: wir können das ganze (bisher) kontrollieren.

Insofern kann ich für mich persönlich wohl sagen, dass ich gegenüber Technik nicht negativ eingestellt bin. Dennoch sehe ich manche Entwicklungen in diesem Bereich als recht kritisch an - eine Entwicklung wird vermutlich niemals nur positive Aspekte mit sich bringen, sondern wird auch immer eine negative Schattenseite in sich bergen. Vollkommen lobpreisen kann ich die Technik also nicht, dafür ist das Thema an sich für mich viel zu sehr differenziert.
Technik ist grenzenlos - und das kann sowohl Fluch als auch Segen sein.
Letzte Änderung: 1 Jahr 7 Monate her von Deviltoon.
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Technik: Des Menschen Paradieses oder sein Alptraum? 1 Jahr 7 Monate her #791270

Ich als soziale Person stehe Technik eher kritisch gegenüber.
Anstelle ganz normal sozial zu sein, scheint die Jugend von heute den Bezug zur Außenwelt fast vollständig verloren zu haben. Einige sind sogar schon von einem Zug überfahren worden, weil sie ihren Blick nicht mehr vom Smartphone abwenden konnten. Generell finde ich, dass neue Technologien erst einmal verboten werden sollten. Wo man früher beispielsweise mit 18 seine erste Freundin nach Hause gebracht hat, sitzt man heute einsam in seinem Zimmer herum, um dort am PC Killer-Spiele zu spielen. Auf lange Sicht betrachtet glaube ich nicht, dass die menschliche Natur noch gerettet werden kann.


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Technik: Des Menschen Paradieses oder sein Alptraum? 1 Jahr 7 Monate her #791306

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ein interssantes thema. ich sehe die ganze entwicklung eher negativ als positiv. gleichzeitig denk ich auch, das auch der mensch diese hürde meistern und sich neu serchaffen wird. meine meinung zu dem ganzen ist einfach , die tatasache das viele sachen erfunden werden, aber im grunde eig total unnütz sind und uns eig. nur fauler machen . ich finde in machen sachen brauchen wir kein progress sondern man sollte beim alten lassen , aber da wo es wichtig ist , da hat es priorität. wenn ich zum beispiel in der stadt rum gurke, nunja, man trifft eher mehr zombies als menschen. alle starren dieses kleine ding an, was anscheinend alles enthält was man zum leben braucht . Und jetz an der stelle mal eine frage ist das normal ? ist es als selbstverständlich zu erachten ? in meinen augen ist einfach pure degradierung. was definitiv verloren geht ist das menschliche durch die technik. ich weiss gar nicht ob es man es noch leben nennen kann , wenn die technik mehr und mehr die oberhand gewinnt , deswegen sehe ich des negativ....

Technik: Des Menschen Paradieses oder sein Alptraum? 1 Jahr 7 Monate her #791379

Ich finde es herrlich, wie hier viele versuchen, der Technik etwas gemeines abzuverlangen. Ist euch vielleicht nicht schon mal der Gedanke gekommen, dass es nicht die Technik, sondern der Mensch sein kann, der sich selber ein Bein stellt, indem er mit seinen Erfindungen nicht gewissenhaft umgeht?

Im Endeffekt ist der Vormarsch neuer Technologien nicht mehr aufzuhalten, selbst oder gerade weil das nicht nur Vorteile mit sich bringt, muss dem mit immer und immer wieder neuen Erfindungen begegnet werden, um alte Wissenslöcher zu stopfen. Die Fähigkeit Sachen zu erfinden, sowie natürlich alles, was dafür benötigt wird, ist eines der wesentlichen Kernkompetenzen, die uns von Tieren unterscheidet. Unsere Hände sind dazu geschaffen, zu greifen, komplizierter Handbewegungen auszuführen...eine Gabe der Natur, wenn ihr so wollt.

Als STEM Student trete ich natürlich mit voller Begeisterung für den Fortschritt ein. Und deswegen bin ich nicht weniger menschlich. Am Ende lässt sich alles auf den verantwortungsvollen Umgang zurückzuführen, dem wir mindestens für uns selber gerecht werden können.

Technik: Des Menschen Paradieses oder sein Alptraum? 1 Jahr 7 Monate her #791382

Nunja, das ist eine sehr schwere Frage über die man Jahre hinweg diskutieren könnte.
Es ist ein zweischneidiges Schwert egal wie rum man es dreht.

Behaltet mal den Punkt der Evolution im Kopf.

Der Mensch entwickelt sich stetig weiter, es gibt ein Stopp. So wandelt sich die Umgebung auch zwangsläufig in Form eines beschleunigten Klimawandels oder der Umweltverschmutzung durch Plastik welches ja allbekannt künstlich hergestellt wird.

An sich ich die Technik weder gut noch böse. Sie kann auch nicht in irgendwas eingeordnet werden. Es hängt vom Menschen ab inwiefern er sie einsetzt. Neben wir als Beispiel die indigene Bevölkerung Afrikas. Ein Teil von ihnen hat noch nie ein Handy gesehen. Sie leben mit ihren Familien in Dorfverbänden im Einklang mit der Natur. Ich wage es zu behaupten das sie Glücklich sind. Sie haben sich der Natur angepasst und leben so seit Jahren. Aber wir haben uns sozusagen geweigert an die Natur anzupassen. Wir haben sie zu dem geformt was sie jetzt ist und werden nun gezwungen uns an eine lebensfeindlichere Umgebung anzupassen.
Einerseits hat es immense Vorteile das es die Technik gibt, zum Beispiel, würden von 10Leuten die an dieser Diskussion teilnehmen 4 nicht mehr Leben. Die Welt ist nunmal überbevölkert und ohne Antibiotika wäre das nichts. Die Nützlichkeit von Knoblauch ist ja auch begrenzt. Früher nannte man es Survival of the Fittest. Doch anderseits ermöglicht es die neue Gesellschaft auch schwächeren Individuen zu überleben die normalerweise nicht überdauern würden. Also in dem Moment ist die Technik was Nützliches.
Aber wenn man in ein Kasino geht und dort Spielsüchtige sieht, tut es einem im Herzen weh, weil es eine Krankheit ist die durch die moderne Gesellschaft ausgelöst wird und durch die Technik, den Fortschritt möglich gemacht wird.

Ich könnte so den ganzen Tag Vor- und Nachteile hin und her blubbern.
Das einzige was ich sagen kann ist, das ich glücklich bin noch eine gute Kindheit gehabt zu haben ohne großen technischen Einfluss mit Schnee und nicht wie die heutige Jugend. Nur am Handy. Viereckige Augen usw.

Letztendlich ist alles eine Evolution und der Mensch sowie die Technik entwickelt sich weiter. Die Frage ist nur wer überholt wen?
Wird der Mensch den Nutzen der Technik höher Stellen als den potenziellen Schaden den sie anrichtet. Oder wird er erkennen, wann man Stoppen muss.

Zur Not terraformen wir einfach den Mars. Das wird ne Zeitlang gut gehen, sofern die künstliche Intelligenz uns nicht übers Ohr haut.
Beispiel Autos die Intelligenter sind als der Fahrer. Das kann einfach auf lange Zeit gesehen nicht gut gehen.

Doch ich persönlich muss sagen, dass die Technik das Leben bequemer macht und ich ohne eine gewisse harte Zeit hätte, aber gerne auf das ein oder andere Feature verzichten würde.

Technik: Des Menschen Paradieses oder sein Alptraum? 1 Jahr 6 Monate her #792257

Ein sehr interessantes Thema...

Wissenschaft und Technik sind seit langem die Motoren unserer Gesellschaft geworden und haben das menschliche Dasein in den letzten Jahren drastisch verändert. Wir Menschen passen unser Verhalten immer schneller neuer Technologien an, was oft fraglich ist. Die Frage dabei ist, inwiefern sich die Technik unseren Bedürfnissen oder sich unsere Bedürfnisse der Technik anpassen und welche Komponenten des menschlichen Wesens auf dem rasenden Weg des Fortschritts möglicherweise verloren gehen.

Meine Sorge die mit der Neugierde meinerseits korreliert, bezieht sich auf die Technologische Singularität, denn wenn diese einmal erreicht ist, ist die Entwicklung des Menschen im zunehmenden Maße nicht mehr vorhersagbar.

Technik: Des Menschen Paradieses oder sein Alptraum? 1 Jahr 6 Monate her #792323

Mir stellt sich erstmal die allgemeine Frage, was hier begriffstechnisch unter der "Technik" verstanden wird. Denn allem Anschein möchte auch moderne Medizin unter diesem Wort seinen Platz finden, wie es im Eingangspost des Threads erwähnt wurde. Aus diesem Grund finde ich es passender, wenn wir hier von "technologischem Fortschritt" sprechen, um eindeutig herauszukristallisieren, dass wir über die menschlichen Errungenschaften der letzten und kommenden Jahre sprechen möchten.

Manch einer hat sich in diesem Thread bereits den Titel des Vorboten des Unheilbringers für sich gesichert, indem er vom katastrophalen Fallout der technologischen Abhängigkeit des Menschen spricht. Es wird davon gesprochen, wie sehr der Mensch darauf angewiesen ist und kernkompetenzen verliert, weshalb er sie nicht mehr ohne gewisse Gegebenheiten beherrscht und damit eigentlich verkümmert. Nun, das ist natürlich wahr und ich kann nicht von mir behaupten, dass ich weiß, wie man einen Hasen enthäutet, Jagdwaffen aus meiner Umwelt erzeuge, oder welche Tricks es gibt, um eine Blutung mit konventionellen Mitteln effektiv zu stoppen. Aber um ehrlich zu sein juckt mich diese Verkümmerung für mich persönlich nicht. Denn letztendlich ist es doch nicht so, dass ich zu einer "nicht modernden Leiche im Leben der Moderne" verkümmere, welche unfähig ist sich an Gegebenheiten anzupassen oder etwas neues zu erlernen. De Mensch wird an dieser Stelle maßgeblich unterschätzt.

Wieso verlieren wir unsere ehemals bekannten Kernkompetenzen, wie zum Beispiel das Jagen?
Weil es den technologischen Fortschritt gibt.

Warum gibt es den technologischen Fortschritt?
Weil wir unser Wissen zu unserem Nutzen einsetzen.

Warum setzen wir Wissen (ob neu erlernt oder vorhanden) für unseren Nutzen ein?
Weil wir eine effektive Lösung für ein uns gegebenes Problem suchen.

Warum suchen wir eine effektive Lösung für ein Problem?
Weil wir es mit so wenig Aufwand wie möglich erreichen möchten.

Aus dieser simplen und kindischen "Warum"-Kette kommen wir zur Antwort auf unsere Frage, warum wir Zeit und Geld in den Fortschritt investieren. Einfach, weil wir unsere Ressourcen effektiv einsetzen möchten. Unter diese Ressourcen fallen natürlich nicht nur materielle Güter wie Holz, Wasser und Mineralien, sondern auch immaterielle Güter, wie der zeitliche und physische Aufwand, den man für die Erreichung des Ziels aufwenden muss.

Letztendlich möchten wir also ein Ziel möglichst schnell und mit möglichst wenig Aufwand erreichen.
Dies ist etwas, was leider oder auch zum Glück aus dem Krieg entstand und zu Strategien wurde. Strategien wurden gegeneinander ausgespielt und man wollte sich wiederum einen Vorteil gegenüber seinen Widersachern sichern, weshalb man etwas benötigte, was unkonventionell und neu war, um diverse Mängel (wie zum Beispiel Heerstärke) zu kompensieren. Demnach gingen Strategien immer nach dem Schema, dass man mit einem geringen Verlust von Soldaten eine Streitmacht bezwang. Dies mag zwar widerwärtig sein, da der Krieg eine hässliche Sache ist, doch dank dem Fortschritt konnten bei dieser Sache Leben gerettet werden, indem man aufrüstet. Die Verluste der Gegenseite wäre so oder so vorhanden gewesen - nur die Verluste der eigenen Seite wurden reduziert.

So. War nun das Katapult oder die Balliste böse, weil sie für den Krieg entworfen wurde?
Ich halte dagegen und sage, dass es sehr wichtig war, dass solche Dinge erfunden wurden. Auch wenn sie anfänglich dem Militär und der Unterjochung von Völkern dienten, so haben diese beiden Errungenschaften den Intellekt des Menschen gefördert. Um diese Kriegsmachinen zu konstruieren war es nötig sich mit den physikalischen Gesetzen auseinanderzusetzen, da man den richtigen Einschlagwinkel seiner Munition vorherbestimmen zu können und weniger zu verschwenden. Zudem musste die Konstruktion stabil, mobil und witterungsfest sein, weshalb die Statik hier sehr viel profitieren konnte. Öle und Flüssigkeiten zum Schutz des Holzes vor Witterung wurde geschaffen, was hölzerne Bauten für die Menschen längerfristig haltbar machen konnte. Die allgemeine Notwendigkeit von Bildung wurde relevant, da sie dem Fortschritt und somit auch der militärischen Dominanz dienten. Der Zweck mag verwerflich sein, wofür so manches in die Wege geleitet wurde, doch ist dies ein Aspekt der Urnatur des Menschen: Seinen Stamm zu schützen und ihm zu dienen.

Auch heute geht der Mensch den gleichen Weg wie vor Jahrhunderten. Sehr viel beginnt beim Militär, zum Zweck der Dominanz - endet aber zum Zweck des Volkes, wenn man sich ausgiebiger mit dem befasst, was man geschaffen hat oder wenn man überlegt, was man damit tun soll, wenn es keinen Bedarf in Kriegszeiten gibt. Das Internet war schließlich auch mal ein Kommunikationsnetz des Militärs.
Die Genforschung stammt auch aus dem Wunsch "eine Armee aus dem Nichts zu schaffen" - oder glaubt irgendjemand, dass es mal jemanden gab, der diese Forschung mit Geldern förderte, weil er dachte, dass es total toll wäre Organe zu duplizieren und im Bedarfsfall operativ einem Patienten einzusetzen. Dieses therapeutische Klonen ist nun ja auch wieder ein moralisches Thema, da hierfür Stammzellen benötigt werden, wie es sie bei Embryonen gibt.

Ich finde den technologischen Fortschritt wunderbar. Er ist das Produkt aus dem Wunsch des Menschen sich weiterzuentwickeln. Weiterentwicklung muss nicht immer heißen, dass man sich selbst verändert. Weiterentwicklung und Anpassung findet auch darüber statt, dass man seine natürliche Umgebung - falls man die Macht dazu besitzt - entsprechend verändert und anpasst. Der Mensch passt sich schließlich an die von Menschenhand entworfene neue Realität an und verdrängt unwichtige Fertigkeiten, wie das Führen von Waffen in den Hintergrund, um Kapazitäten zu haben für neues Wissen, welches in der neuen Welt von Nöten ist. Lediglich die scheinbar stellenweise stattfindende Verkümmerung des Hirns über medialen Match und Fake-News gibt mir zu bedenken, wobei der Ausbruch aus dieser Falle eine weitere Instanz der Entwicklung darstellt.

Wenn "die Technik", wie sie Eingangs so schön bezeichnet wurde, uns wirklich als Doombringer dient und uns Menschen zu Grunde richtet, so denke ich nach wie vor, dass es gut so ist. Einfach, weil es gerecht ist. Denn damit hätten wir uns doch lediglich selbst bewiesen, dass es irrelevant wie viel Zeit vergeht und wie weit man sich entwickelt - der Hochmut des Menschen führt ihn doch zum Fall. Ich für meinen Teil hege große Hoffnung für die Menschen und denke, dass sie sich weiterhin bessert und einen richtigen Pfad für sich als Rasse einschlagen, wodurch wir eines Tages weit mehr positive Erfindungen finden, welche nicht in dem Bestreben nach Macht kreiert wurden. Dass der Mensch nicht in seinem Bestreben das Glück zu erreichen, das Unglück fasst.
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Technik: Des Menschen Paradieses oder sein Alptraum? 1 Jahr 6 Monate her #792547

Wenn man sich anguckt was dank Forschung/Medizin/Wissenschaft alles möglich ist, ist Technick kein Fluch sondern ein Segen.
Bis vor 10-20Jahren wäre jeder an Aids gestorben, heut kann man dank Medizin lang genug mit Medikamenten leben und sogar alt werden.
Bin mir ziemlich sicher das wir weitere Durchbrüche mit Forschung/Medizin entwicklen werden, ob wir hingegen jeden technischen Schnickschnack wie Smartphones, Hd/Fersnseher brauchen?
Es ist eine nette Entwicklung aber überlebenswichtig?Nein.
Genauso wie das angeblich virtuelle Figuren als Ki´s/Hologramm Realität werden könnten, ich sehe das brutal gesagt nicht mehr als eine technische Spielerei an.
Das Ding, wird nie selbstständig ein Bewusstsein entwickeln können oder zu Emotionen fähig sein.
Wie sehr ist eine Lebensform schon eine Lebensform wenn sie nicht einmal von selbst denken/fühlen erlernen kann?
Es ist keine Lebensform, sonder einfach nur eine leere Hülle, die man mit genug Programmen versucht als lebensecht zu verkaufen.
Solche Entwicklungen brauchen wir nicht, das einzige was es bewirken wird ist das die Leute sich nur noch mehr abschotten in ihrer Fantasiewelt, sich sozial isolieren, und noch mehr an Menschlichkeit verlieren werden.
Neue Durchbrüche wie in Richtung Medizin/Forschung/Wissenschaft/Evoloution neue nützliche Erfindungen begrüße ich, nur programmierte Roboter eindeutig nicht.
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Technik: Des Menschen Paradieses oder sein Alptraum? 1 Jahr 6 Monate her #792553

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Ich selbst sehe Technik weder als gut noch als schlecht an, es kommt darauf an, was man aus ihr macht, aber man kann es nicht pauschalisieren. Die generelle Richtung die wir mit der Technik fahren ist mir jedoch sympathisch. Zum Beispiel wird ja Ende des Jahres die erste Kopftransplantation versucht. (Wenn auch viele Experten vermuten, sie wird scheitern). Dabei muss jedoch auch das Risiko bedacht werden. Natürlich wird der, dessen Körper verwendet wird sterben, aber er liegt unheilbar im Koma und ist Spender. Nun ist der Kopf welcher auf diesen Körper gesetzt wird noch am Leben aber auch unheilbar gelähmt und meiner Erinnerung nach wird er ohnehin nicht mehr lange Leben. Ist es also nun in Ordnung den Tod in kauf zu nehmen, wenn die Chancen auf Erfolg so schlecht sind? Meiner Meinung nach ja.
Jedoch stoßen viele ethnische Grundsätze auf die Wissenschaft. Die Medizin könnte um einiges weiter sein, wenn wir rücksichtslos Versuche an Menschen durchführen. Natürlich ist dies für die meisten Menschen undenkbar.
Also an sich ist Fortschritt meiner Meinung nach in Ordnung, solange dabei auf die Menschen Rücksicht genommen wird.
Rubymoon schrieb:
Neue Durchbrüche wie in Richtung Medizin/Forschung/Wissenschaft/Evoloution neue nützliche Erfindungen begrüße ich, nur programmierte Roboter eindeutig nicht.
Du sprichst hier einen sozialen Aspekt an, jedoch denke ich, dass es nicht so schwarz weiß ist wie du es beschreibst. Viele Menschen leiden unter sozialen Phobien und ich denke, Roboter könnten für vielerlei Therapien eingesetzt werden, sobald die Technik soweit ist. Zum Beispiel könnte jemand langsam den Umgang mit Menschen lernen ohne dabei seiner Angst zu sehr ausgesetzt zu werden. Natürlich gibt es vielleicht auch Menschen, die sich sozial abschotten würden, aber solange sie niemand anderem damit schaden, wo ist das Problem? Willst du ihnen vorschreiben, wie sie ihr Leben zu leben haben? Das finde ich ziemlich arrogant, nur weil es nicht deine Weise zu leben ist, heißt es nicht, dass sie so nicht glücklich sein können.
Außerdem sprichst du die evolutionären Möglichkeiten an. Das ist ein sehr kontroverses Thema, erstaunlich, dass du es so einfach nebenher als in Ordnung deklariert hast. Ist es wirklich in Ordnung Menschen zu "optimieren"? Geht dabei die Individualität verloren? Wenn es sich nur die Reicheren leisten können, würde es nicht zu einer neuen Form von Rassismus führen, bei der diejenigen, die nicht "verbessert" sind als minderwertig angesehen werden? Ein kindliches Beispiel wäre wohl der Animationsfilm Robots. Solltest du diesen gesehen haben, kannst du dir ja mal Gedanken machen, wie es mit Menschen wäre, wenn es solche "upgrades" für den Körper gibt. Rassismus ist ein starkes Thema in dem Film, wenn auch nicht so ernst verarbeitet.
Ein weiteres Beispiel wäre Gattaca, hier werden die Menschen stark diskriminiert, wenn sie normal entstanden sind und nicht die besten genetischen Zutaten ihrer Eltern zusammengewürfelt wurden. Kann ich dir nur empfehlen.

Bin gespannt auf andere Meinungen.


MfG kineh

Vielen Dank an Dyssomnia~
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Technik: Des Menschen Paradieses oder sein Alptraum? 1 Jahr 6 Monate her #792556

kineh schrieb:
Ich selbst sehe Technik weder als gut noch als schlecht an, es kommt darauf an, was man aus ihr macht, aber man kann es nicht pauschalisieren. Die generelle Richtung die wir mit der Technik fahren ist mir jedoch sympathisch. Zum Beispiel wird ja Ende des Jahres die erste Kopftransplantation versucht. (Wenn auch viele Experten vermuten, sie wird scheitern). Dabei muss jedoch auch das Risiko bedacht werden. Natürlich wird der, dessen Körper verwendet wird sterben, aber er liegt unheilbar im Koma und ist Spender. Nun ist der Kopf welcher auf diesen Körper gesetzt wird noch am Leben aber auch unheilbar gelähmt und meiner Erinnerung nach wird er ohnehin nicht mehr lange Leben. Ist es also nun in Ordnung den Tod in kauf zu nehmen, wenn die Chancen auf Erfolg so schlecht sind? Meiner Meinung nach ja.
Jedoch stoßen viele ethnische Grundsätze auf die Wissenschaft. Die Medizin könnte um einiges weiter sein, wenn wir rücksichtslos Versuche an Menschen durchführen. Natürlich ist dies für die meisten Menschen undenkbar.
Also an sich ist Fortschritt meiner Meinung nach in Ordnung, solange dabei auf die Menschen Rücksicht genommen wird.
Rubymoon schrieb:
Neue Durchbrüche wie in Richtung Medizin/Forschung/Wissenschaft/Evoloution neue nützliche Erfindungen begrüße ich, nur programmierte Roboter eindeutig nicht.
Du sprichst hier einen sozialen Aspekt an, jedoch denke ich, dass es nicht so schwarz weiß ist wie du es beschreibst. Viele Menschen leiden unter sozialen Phobien und ich denke, Roboter könnten für vielerlei Therapien eingesetzt werden, sobald die Technik soweit ist. Zum Beispiel könnte jemand langsam den Umgang mit Menschen lernen ohne dabei seiner Angst zu sehr ausgesetzt zu werden. Natürlich gibt es vielleicht auch Menschen, die sich sozial abschotten würden, aber solange sie niemand anderem damit schaden, wo ist das Problem? Willst du ihnen vorschreiben, wie sie ihr Leben zu leben haben? Das finde ich ziemlich arrogant, nur weil es nicht deine Weise zu leben ist, heißt es nicht, dass sie so nicht glücklich sein können.
Außerdem sprichst du die evolutionären Möglichkeiten an. Das ist ein sehr kontroverses Thema, erstaunlich, dass du es so einfach nebenher als in Ordnung deklariert hast. Ist es wirklich in Ordnung Menschen zu "optimieren"? Geht dabei die Individualität verloren? Wenn es sich nur die Reicheren leisten können, würde es nicht zu einer neuen Form von Rassismus führen, bei der diejenigen, die nicht "verbessert" sind als minderwertig angesehen werden? Ein kindliches Beispiel wäre wohl der Animationsfilm Robots. Solltest du diesen gesehen haben, kannst du dir ja mal Gedanken machen, wie es mit Menschen wäre, wenn es solche "upgrades" für den Körper gibt. Rassismus ist ein starkes Thema in dem Film, wenn auch nicht so ernst verarbeitet.
Ein weiteres Beispiel wäre Gattaca, hier werden die Menschen stark diskriminiert, wenn sie normal entstanden sind und nicht die besten genetischen Zutaten ihrer Eltern zusammengewürfelt wurden. Kann ich dir nur empfehlen.

Bin gespannt auf andere Meinungen.


MfG kineh

Ich finde es so ziemlich nicht in Ordnung,das du so mich attackierst, Roboter für Therapien ein zu setzen? Ich glaub kaum das das möglich ist, ich glaub nicht das ein Roboter einen Psychiater/Orthopäden ersetzen kann, oder einen guten Physiotherapeuten, denn dazu gehört nicht nur das man die Bewegungen richtig zeigt, und dem Patienten dabei hilft sie richtig aus zu führen, sondern es gehört auch menschliches Einfühlungsvermögen dazu und zwar echtes.
Dinge mit denen ein Roboter nicht punkten kann, desweiteren hast du null Recht mich für meine Meinung an zu greifen und mich hin zu stellen als würde ich das Leben anderer fremd bestimmen wollen, oder mich als Arrogant zu bezeichnen, wenn ich es besser finde wenn Menschen Soziale Kontakte schließen mit Freunden/Beziehungen/Familien als sich ab zu schotten, und menschlich zu verkümmern, ist das mein gutes Recht diese Meinung vertreten zu dürfen.
Begrüßt du etwa den menschlichen sozialen Zerfall?
Vermutlich bist du genau die Sorte Mensch die gern eine Waifu hätte und zwar eine Echte, das gibt dir aber kein Recht deswegen mich für meine Meinung fertig zu machen!
Nur zur Info es gab schon so kranke Fälle wo ein Er seine Freundin verließ für eine Animefigur, wem er damit geschadet hat? IHR, auch kein Fall den ich irgendeiner Weise gut heißen muss, das selbe könnte genau dann passieren wenn man virtuelle Roboter als neue Sexspielzeuge einführt, und dazu muss ich absolut nicht mein Ok geben oder mich dafür angreifen lassen, nur weil ich das ablehne.

Menschen zu optimieren? wenn es ihnen zu mehr Gesundheit verhilft finde ich das gut und nicht negativ, und das würde ich auch nicht einen Eingriff an meiner Genetik empfinden sondern es begrüßén, würde es mir helfen meine Akne eindeutig zu besiegen:

www.wunderweib.de/neues-mittel-gegen-akn...el-helfen-99893.html

Es gibt mittlerweile schon Dinge mit denen man Haarfarbe/Augenfarbe/Intelligenz von Babies mittels Gentechnick aussuchen kann, ich bin kein Befürworter aber wer bin ich andere zu verurteilen die das für ihr eigenes Kind wollen?
Wenn der Mensch dank der Lebensumstände sich weiter entwickelt, das er immuner wird gegen viele Krankheiten, eine längere Lebensdauer hat wäre das eine Verbesserung für uns alle und nichts schlechtes und genau darauf hat meine Argumentation abgezielt, und nicht das man den Menschen als Versuchskaninchen für Genetik nutzen soll, das habe ich damit nie gemeint.
Das sollte wenn jemand sich das antun will, auf freiwilliger Basis passieren, ansonsten nicht, und auch da sollte dann keine Verurteilung statt finden.
Es ist jedem sein/Ihr Körper ergo sein/Ihr Risiko was Er/sie damit eingeht, wenn es helfen kann, ist es demjenigen seine Sache ob er das in Kauf nehmen will, was dann mit seinen Körper passiert.
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