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THEMA: Deutschland in Gefahr?!

Deutschland in Gefahr?! 1 Jahr 11 Monate her #777515

*o-hi*

Wer die Nachrichten verfolgt oder sich raus von der Tür traut hat bestimmt irgendwann heute oder auch gestern etwas von der Attacke in Berlin gehört.
Mittlerweile geht man ja bereits von einem Terroranschlag aus, bei dem Menschen verletzt und getötet wurden.

Dieser fand in Berlin statt, in der nähe der Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche vom altem Willi, auf einem W-markt.

Mich würde mal interessieren ob ihr jetzt größere Events nächstes Jahr deswegen meiden wird.
Wie denkt ihr darüber?


Ich werde definitiv keine größere Events von meiner Liste streichen.
Ich werde aufjedenfall trotz dieser Bedrohung denen Mut und keine Angst zeigen und mir nicht den Spaß nehmen lassen auf Cons oder W-märkte zu gehen.

Ich finde diese Tat schlimm, wieder mussten unnötig Menschen sterben nur weil ein Psycho meint irgendwie was zu verfolgen was sowieso nur falsch ist.
Menschen zu töten hat uns nie weiter geholfen und dann noch auf unschuldige, die nichts gemacht haben ist einfach nur blöd.
Ich denke man muss zu solchen Taten von diesen Menschen wahrscheinlich nicht mehr viel sagen.


Ich freue mich über eure Kommentare

Liebe grüße

Bellgadong-Herr-der-Nodus
Wer sich allein auf seine Kraft verlässt begegnet eines tages einem stärkeren und wird diesen unterlegen sein.

Rechtschreibfehler könnt ihr behalten ;D

Proxer-Hessentreff-Fahne (freue mich über deine Teilnahme)

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Deutschland in Gefahr?! 1 Jahr 11 Monate her #777518

In gewisser Weise mag das jetzt sicher von meiner Seite aus die barbarische Herzlosigkeit schlechthin sein, doch frage ich mich:

Muss ich jetzt Betroffenheit spielen?

Wird nun jeder zweite in Facebook für 1 Monat eine Deutschland-Flagge über sein Profilbild legen, um uns im Kampf gegen den Terror zu unterstützen? Oder wird es wiederum niemand tun, weil unsere Flagge mit dem nationalsozialistischen Gedanken befleckt ist?

Oder soll man jetzt dieser Flut von Bedrückung und Angst nachgeben und das Hirn für das kommende Jahr auf Durchzug stellen. Sollen unsere Medien nun Worte wie Axt-Afgahne und Terror-LKW meine Gedanken leiten, sodass man einer rechts populistischen Partei die Stimme schenkt, nur weil ein Wahnsinniger unter so vielen Menschen existiert?

Der Akt des Terrorismus ist ein Grausamer - garkeine Frage. Doch spürte ich sofort, wie ein rechtsradikaler Wind beim Durchzug von so manchem Hirn eine neue Behausung finden konnte. Mein Weihnachten wird sicherlich wieder grandios, wenn ich meinem Vater eine mögliche Feindseligkeit ausreden muss, da die Bedenken des Misstrauens gegenüber Asylanten nicht gerechtfertigt ist.

An dieser Stelle plädiere ich nicht für Verständnis. Niemand versucht hier zu erzählen, dass es in anderen Ländern üblich ist, dass schwerbeladene LKWs durch Menschenmengen fahren, weils eine Tradition ist oder weil es ein Normalzustand sei. Ich plädiere dafür, dass man sich nun vor den Wahlen nicht den falschen Parteien zuneigt, weil man meint, dass sie eine Lösung brächten. Die Probleme liegen zum Teil bei den Mitgliedsstaaten der EU, da das Beispiel Griechenland gezeigt hat, dass ein straffälliger Flüchtling problemlos nach Deutschland weiterreisen konnte, ohne dass diese Information an die deutschen Behörden weitergetragen wurden, was zu einem Mord geführt hat. Die Handhabung der Flüchtlinge hat sich verbessert, aber sie ist nach wie vor nicht so organisiert, wie sie es sein sollte. Der Staat vertritt nicht nur den Schutz von Flüchtlingen, sondern auch der Bürger. So wurden erfolgreich abgelehnte Asylanten nach Syrien zurückgeflogen und die merkelische Lüge "Wir schaffen das!" bleibt als düstere Erinnerung der Kurzsicht in den politischen Gedanken bestehen.
Es finden derzeit drastische Radikalisierungen statt, sodass beispielsweise Statistiken von einem Rückgang von christlichen Anhängern in muslimisch geprägten Ländern zu verzeichnen sind. Zudem wurde in Amerika ein Präsident (nun auch offiziell über die Wahlmänner) gewählt, welcher einen rechts populistischen Kurs verfolgt. Die französische Partei FN, sowie die deutsche AfD, welche sich in gewisser Weise ähnlich sind, haben einen starken Zuspruch aus der Bevölkerung erhalten. Der russische Botschafter wurde erschossen (worüber hier natürlich niemand schreiben möchte, wie es scheint). Nachtrag: In Moskau wurde ein Diplomat erschossen.
2016 soll wohl das Jahr sein, welches uns metaphorisch aus dem Bett zieht, in welchem wir noch schlafen und uns so lange mit der flachen Hand durch das Gesicht fährt, bis wie es anschreien, dass wir schon längst wach sind und aufstehen werden. Die Frage ist nur, wie wir aufstehen werden. Mit dem rechten oder dem linken Fuß? Oder kullern wir einfach hilflos raus? Das werden wir in den kommenden Monaten wohl sehen.

Meine Empathie für Deutschland ist begrenzt. Denn es wäre geheuchelt, wenn ich nun darum im Übermaß trauern würde, während unzählige unschuldige Menschen in Aleppo ihr Leben lassen, denen niemand gedenkt - für jene niemand auf Facebook eine Flagge über sein Profilbild legt. Solche Nachrichten zu lesen bestürzen mich ebenfalls, aber zugleich keimt damit immer wieder Gedanke in mir auf, ob es langsam nicht an der Zeit ist, in welcher die politische Riege zur Erkenntnis kommt, dass die Lösung des Flüchtlingsproblems nicht in der Aufnahme in der EU liegt, sondern in der Lösung des Problems im Herkunftslandes.
Schließlich laufen Menschen für etwas mehr Geld im Schnitt nicht so lange, dass ihnen die Gliedmaßen absterben, oder dass sie für immer von ihrer Familie getrennt werden könnten - im schlimmsten Fall durch den Tod. Unter dem Deckmantel der Asylanten laden sich derzeit auch Extremisten in das Land ein, was durchaus im Rahmen des möglichen ist. Dafür kann man aber die unbeteiligten Flüchtlinge nicht zum Sündenbock machen. Wenn wir allerdings das Urproblem beseitigen würden, dann gäbe es keinen Flüchtlingsstrom diesen Ausmaßes, was wiederum den vereinfachten Zugang von Extremisten in das Land erschwert.

Das Ereignis zieht nicht kalt an mir vorbei und ich finde es grausam, dass es wieder zu etwas derartigem kommen musste.
Das versuchte Attentat auf den Ludwigshafener Weihnachtsmarkt wurde zum Glück rechtzeitig verhindert und mit einem LKW, der durch eine Menschenmenge bricht würde man beim Besuch eines bunten und fröhlichen Weihnachtsmarkts definitiv nicht rechnen.
Es ist eine widerwärtige Tat, welcher leider Menschen zum Opfer fallen mussten und der Täter entkommen konnte. Mir stellt sich immer die Frage, welchen Zweck ein Täter damit verfolgt hat oder welche Nachricht er uns hinterlassen wollte, wenn es um Mord an ihm unbekannten Personen geht. War es nun politisch motiviert, religiös oder war es einfach nur die psychische Instabilität eines Einzelnen. Der IS hat den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt für sich beansprucht, was eine religiös motivierte Tat zur Wahrscheinlichsten macht. Viele mögen sich wohl denken, dass sie dennoch weiterhin auf Veranstaltungen gehen, da soetwas selten ist und nun erst woanders passiert sei - es sei sicher seine Veranstaltungen zu besuchen. Doch die Realität sieht so aus, dass dem nicht so ist. Leider kann es derzeit überall zu solchen Vorfällen kommmen. Jedoch dürfen wir nicht aus Furcht davor nun die Märkte und Events vermeiden, weil der Terrorismus des IS ansonsten tatsächlich funktioniert: Er konnte Angst verbreiten - er konnte seine geschworenen Feinde in die Enge treiben. Mir stellt sich aber noch eine praktische Frage zum Vorfall des Berliner Weihnachtsmarktes: Wenn er religiös begründet war... woran stellt man in einem LKW fest, welche Zivilisten nun Nicht-Muslime sind, oder sind jene, welche dem zum Opfer fallen soetwas wie Märtyrer eines heiligen Krieges?

Ich hasse Menschen für ihre Idiotien, ihre Kursichtigkeit, ihre Mordlust, ihre Mediengeilheit und so vieles mehr. Solche Vorfälle sind für mich stets der Beweis dafür, dass der Mensch noch nicht in der Lage ist eine friedliche Welt zu schaffen. Eine Welt, die man auf Blut begründet wird im Blut untergehen. Dabei wünsche ich mir, dass wir eines Tages wirklich einen friedlichen Umgang unter allen Nationen und Religionen erreichen. Von Mord und Totschlag werden wir uns wohl nie trennen können - aber zumindest keinen mehr unter der Verfolgung von fanatischen und idiologischen Zielen.

Die Grausamkeit der Tat steht außer Frage, doch hoffe ich, dass dieser Tat nicht noch viel grausamere Rache folgt.
Letzte Änderung: 1 Jahr 10 Monate her von TheAwesomePigeon.
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Deutschland in Gefahr?! 1 Jahr 10 Monate her #777531

Ich werde ebenfalls keine größeren Events an mir vorbei ziehen lassen.

Es ist zwar traurig, dass bei diesem Anschlag 12 unschuldige Menschen verstarben, und man sollte ihrer gedenken, trotzdem ist dies alleine kein Grund, sich zu verstecken. Verliert man einmal gegen seine Angst, ist es nur zu leicht, durch andere beeinflusst zu werden. Das lässt sich anhand der globalen Radikalisierung, wie mein Vorredner TheAwesomePigeon es bereits ausführlich beschrieben hat, nachweisen.
In einer Zeit in der ein durchweg rassistischer und, meiner Meinung nach, zumeist ungebildeter Mann Präsident werden kann, die Türkei ihre Rechtsstaatlichkeit verliert und der Rechtspopulismus gerade zu blüht, ist der IS für Europa bzw. Deutschland nur eine vieler Bedrohungen.

Erschreckender als die Tat selbst sind die Kommentare, die direkt folgten. Zunächst sprachen zwar viele ihr Mitgefühl mit den Opfern und deren Verwandten aus, dies schlug aber binnen Minuten in politische Anfeindungen gegen unsere Bundeskanzlerin, die Polizei sowie in besonderem Maße die Flüchtlingspolitik um.

Ich bin zwar ebenfalls kein Freund von Merkels "Wir schaffen das" Politik, ein Anschlag als Propaganda Mittel zu missbrauchen, ist für mich aber dennoch geschmacklos und erfordert tatsächlich nur ein Mindestmaß politischer Bildung.
Es ist zwar nicht ausgeschlossen, dass Menschen aus Reihen des ISs mithilfe der Flüchtlingswellen ins Land gelangen, man sollte dabei allerdings nicht den Ausnahmefällen sondern der Mehrheit Beachtung schenken und diese weist diesen Hang zum Terrorismus nun mal sicherlich nicht auf, jedenfalls nicht nach meinem Kenntnisstand.

Außerdem sollten wir uns nicht als Wohltäter sehen, nur weil wir ein paar Flüchtlinge aufnehmen. Zum einen wurde möglichst lange versucht die Flüchtlinge von Deutschland fernzuhalten und zum anderen liefert Deutschland immer noch Waren aus der Rüstungsindustrie in Länder, welche den IS unterstützen und überhaupt für seine Erstarkung verantwortlich gemacht werden können.

Um jetzt nochmal auf den Grund einzugehen, wieso ich keine Events vorbei ziehen lassen würde, zitiere ich Göthe "Der Tod, gefürchtet oder ungefürchtet, kommt unaufhaltsam.", mit anderen Worten irgendwann wird man sterben, natürlich kann man vorsichtig sein, ob man allerdings sterben wird, kann man meist nicht beeinflussen. Es wäre somit zumeist eine vergeudete Möglichkeit, die meist später bereut werden würde.

Mit Heinrich Heines Worten "Die Dummheit geht oft Hand in Hand mit Bosheit." würde ich hiermit mein Statement abschließen.
Also bildet euch selbst eine vernünftige Meinung, genießt eurer Leben aber seid stets sicher die Konsequenzen eurer Taten akzeptieren zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Euer Mephisto-sama *o-bye*
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Deutschland in Gefahr?! 1 Jahr 10 Monate her #777560

Hallo. :)
Ich muss echt sagen das ich es einfach nur noch traurig finde was dieses Jahr auf dieser Welt abgeht.
Ich finde es so schrecklich wie ekelhaft die Menschheit is und das auch noch Unschuldige darunter leiden müssen.
Ich werde deswegen zwar jetzt ned mehr aus dem Haus gehn, aber man sollte dennoch echt die nächste Zeit aufpassen wo man hingeht.
Ich für meinen Teil sage, das uns noch eine schwere Zeit bevorsteht und der "Spaß" gerade erst anfängt.
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Deutschland in Gefahr?! 1 Jahr 10 Monate her #777635

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Im Grunde war das natürlich eine grauenhafte Tat, da muss man nichts zu sagen, da gibt es kein Wenn und Aber, kein Pro oder Contra, kein Ja, kein Nein, nichts dergleichen. Solch eine Tat gehört in jedem Fall verfolgt und der Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen. Ja, ihr habt richtig gelesen, DER Verantwortliche. Nicht der Verantwortliche und 1 Milliarden Menschen die "zufällig" dem selben Glauben angehören wie er/sie. Denn wenn ich manche Aussagen lese/höre (gut, die Proleten von der AfD nehm ich ohnehin nicht ernst, aber da gehöre ich leider nicht überall zur Mehrheit), stellt sich mir manchmal doch auch die Frage wer hier die Unmenschen und Barbaren sind.

Um aber auf das Kernthema der Frage zu antworten, in dem Falle mit einer Gegenfrage, "wieso?"

Wieso sollte Deutschland wegen solch einem Anschlag in "Gefahr" sein. Ich will jetzt nicht wie ein Zyniker wirken, aber bei einem terroristischen Anschlag zu sterben ist nach wie vor äußerst unwahrscheinlich. Ich persönlich lebe ca. 500 km von Berlin weg. Ich sag's mal so,hätte ich vorgehabt dort hin zu gehen, wäre es wohl wahrscheinlicher gewesen, dass ich unterwegs von einer mutierten Monsterkuh gefressen, von einer Stubenfliege (im Dezember) zerquetscht worden oder in einer Pfütze ertrunken wäre. Ja, das war stark übertrieben, aber letzten Endes ist es doch so, es gibt zig wahrscheinlichere Todesarten, als einen terroristischen Anschlag. Damit will ich wie gesagt diese sonst barbarische Tat natürlich in keiner Weise rechtfertigen und gedenke auch nicht die Unmenschlichkeit der Täter auf irgendeine Art zu schmälern. Dennoch darf man sich mit sowas auch nicht zu verrückt machen. Alleine wenn man überlegt, wie viele Menschen jährlich durch Autounfälle sterben, teils ebenso unschuldig, wie die Menschen auf besagtem Weihnachtsmarkt.

Ich persönlich werde deswegen nicht viel an meinem Lebensstil ändern. Wie sollte/könnte ich auch. Erstens Mal war es "nur" ein Anschlag, es ist kein Krieg in Deutschland ausgebrochen. Heißt, das Leben geht weiter und mit ihm seine Vorzüge und Verpflichtungen. Selbstverständlich male auch ich mir nicht aus, dass ich womöglich sterben könnte, wenn ich 60 km mit dem Auto fahre, um meine Schwester zu besuchen und ich erwarte auch von keinem, das er es macht, bzw. "wünsche" es keinem, da einem derartige Paranoia unter Bestimmtheit aufs Gemüt schlagen würde. Lediglich sollte man sich dessen bewusst sein, dass der Anschlag zwar deswegen eine nicht minder brutale Tat war, aber man dennoch nicht zu skeptisch sein sollte, das Leben zu genießen. Denn damit hätte man ja auch nichts gewonnen.

TheAwesomePigeon schrieb:
und die merkelische Lüge "Wir schaffen das!"

Ist jetzt nicht direkt auf dich bezogen (zumal das ohnehin ziemlich aus dem Kontext gerissen wäre), aber mich interessiert bis heute, was die gute Frau Merkel denn angesichts der Situation sonst hätte sagen sollen. Klar sagt sich ein einfach "Wir schaffen das" leicht, aber hätte sie sagen sollen "Wir werden alle sterben" oder "wir werden das nicht überleben" oder "am besten bringen wir uns gleich alle um" oder sonstwas dergleichen. Denn wenn ich manche Aussage der AfD(eppen) richtig interpretiere (wobei ich hier Phrasen dresche, viel zu interpretieren gibt es bei solch stumpfen Aussagen eigentlich nicht) hätte Merkel wohl besser etwas in der Art sagen sollen.
Ihr macht gerne Musik, findet jedoch niemanden, der Eurer als Bandmitglied würdig ist? Ihr habt es satt, dass euer Duschvorhang der einzige ist, der sich an eurer Kreativität ergötzen kann? Klickt jetzt, dankt mir später. ;3

Knowledge is a deadly friend if no one sets the rules.
Did you exchange a walk on part in the war for a lead role in a cage?
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Deutschland in Gefahr?! 1 Jahr 10 Monate her #777647

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12.Mai 1996
Sendung: 60 Minutes
Gespräch/Interview
Moderator: " Eine halbe millionen Kinder sollen im Irak mittlerweile gestorben sein. Das sind mehr Kinder, als in Hiroshima gestorben sind. Ist das den Preis wert?"
Außenministerin USA (Madeleine Albright): Ich denke, das ist eine sehr harte Wahl, aber den Preis - wir glauben, dass es den Preis wer ist"

Veranstaltung in Cleveland zwei Jahre später
Madeleine Albright: "Ich wette, dass wir uns mehr Gedanken machen über das irakische Volk als Saddam Hussein"

Also ich kann überhaupt nicht verstehen warum uns Leute da unten hassen, ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. ;)
Worauf ich hiermit anspiele ist das Wirtschaftsembargo, auch bekannt unter Resolution 661 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, gegen den Irak. Laut UNICEF kostete dies 90.000 Menschen pro Jahr, dass Leben. Aufgehoben wurde es erst 2003 was somit auf eine Todeszahl von über 1 Millionen hinausläuft da wirken die paar Toten vom Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt wie ein Witz dagegen.
Q:
de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Golfkrieg#Wirtschaftssanktionen

Warum es so vielen Leuten das Leben kostete liegt daran, dass zwar Offiziell medizinische Versorgungen, Nahrungsmittel und andere Lebensnotwendige Güter" ausgenommen wurden allerdings nur wenn sie vorher vom Sanktionskomitee genehmigt wurden. Problem das genehmigte fast gar nichts.

Ich möchte gerne eine Frage aufwerfen und die ist nicht ist Deutschland in Gefahr sondern in wie fern tragen wir selbst Schuld daran an diesem Anschlag? Sind wir wirklich die Guten und die da unten alles die Bösen? Zahlt sich unsere Kolonial und Ausbeutungspolitik, im Bezug auf alle Westmächte, der letzten zwei Jahrhunderte vllt einfach nur Heim?
Rechtfertigen tut es diesen Anschlag zwar nicht ist aber eine gute Erklärung der Umstände. Wer sich ein bisschen mit der jüngeren Geschichte der Staaten Afghanistan, Iran und Irak befasst, also seit 1950ff, wird schnell feststellen das keine einzige Intervention irgendetwas gutes gebracht hat. Im Gegenteil es wurde nur noch schlimmer von mal zu mal. Wir haben ja quasi diese Leute erst stark gemacht und um zu Wissen wer unsere Feinde von morgen sind muss ich mir nur die sogenannten Rebellen von heute anschauen. :)

Etwas meiden wegen dem Anschlag von Berlin werde ich nicht, wieso sollte ich überhaupt?
Behindert sein ist Kultstatus
#sarkastisch gemeint :)
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Deutschland in Gefahr?! 1 Jahr 10 Monate her #777684

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@Homie. :

Gut, dass du das ansprichst.
Wie verantwortlich sind wir bzw. die ganzen westlichen Großmächte und auch Russland, für diese ganzen Terroranschläge?

Wie auch ihr, bin ich natürlich auch der Meinung, dass so ein grausamer Akt niemals gerechtfertigt ist und in keinster Weise entschuldigt werden darf.
Aber die Häufung dieser Terroranschläge kommt nicht von irgendwo. Wie Homie. schon angesprochen hat, sind wir da unten im nahen Osten nicht besonders beliebt. Oder doch?
Ich finde es irgendwie paradox, dass viele dort Europa den Tod wünschen, aber dennoch nach Europa flüchten, um hier auf die Kosten des Sozialstaates zu leben.
Natürlich nicht alle, wir dürfen das nicht verallgemeinern, aber es ist doch Fakt, dass viele Terroristen, nicht so von Syrien hierherfliegen, etwas in die Luft sprengen und wieder zurück fliegen. Nein, sie leben viele Jahre hier und sprengen in dem Land etwas in die Luft, welches sie herzlich aufgenommen und versorgt hat.
Dieser Hass auf Europa muss bei einigen von denen unglaublich tief verwurzelt sein. Deshalb glaube ich nicht, dass diese "wir schaffen das" Mentalität erfolgversprechend ist.
Europa kann nicht in Krisensituationen die ganze Welt aufnehmen. (metaphorisch gemeint)
Es muss dort etwas getan werden. Die ganzen russischen und amerikanischen Truppen müssen von dort weg und durch UN Friedenstruppen ersetzt werden, die beim Aufbau helfen und die Infrastruktur aufbauen.
Solange Russland Assad unterstützt und die USA die "gemäßigten Rebellen" unterstützen, wird es dort wohl nie Frieden geben. Man muss diesen Chaos dort einfach beenden.


Liebe Grüße
Danke für die Signatur Blackseraphim :D
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Deutschland in Gefahr?! 1 Jahr 10 Monate her #777689

Diesem durchaus häufigen Erklärungsansatz kann ich ehrlich gesagt nicht allzu viel abgewinnen. Dass "der Westen" durch seine Militäreinsätze im Mittleren Osten für Terrorangriffe verantwortlich ist mag zwar auf erstem Blick eine sehr einleuchtende Theorie sein, sie hat meiner Meinung nach jedoch einige Schwächen. Ich mag daran nicht, dass sie letztendlich besagt, dass der Terrorist durch diese äußeren Umstände zu dem Anschlag gewissermaßen "gezwungen" wird. Das glaube ich einfach nicht. Auch ein Terrorist ist dazu in der Lage, aus freien Stücken Entscheidungen zu treffen. Ich bin mir sehr sicher, dass auch der LKW-Fahrer durchaus bewusst die Entscheidung zu dem Anschlag getroffen hat und nicht etwa dazu gezwungen war, auch wenn er sich selbst das vielleicht vorgemacht hat.

Das andere ist, dass der Einfluss des Westens überschätzt wird. Es stimmt sicherlich, dass die Militärinterventionen zu einem gewissen Teil viel Leid gebracht hat. In der Lebensrealität der meisten Menschen, die im Mittleren Osten leiden müssen, spielen dagegen wohl eher die überaus komplexen lokalen Interessen eine Rolle, Milizen, Regierungstruppen, Stammesgruppen. Ich halte es für falsch, den Westen als alleinigen Verursacher der chaotischen Verhältnisse in der arabischen Welt zu sehen. Viele Einwohner projizieren vielleicht ihren Ärger auf den Westen, der ihnen so fremd vorkommt, aber allein verantwortlich ist er mit Sicherheit nicht.

Zu guter Letzt bin ich skeptisch wegen der Konsequenzen, die aus dieser Theorie folgen. Wie schon gesagt müsste man demzufolge alle westlichen Streitkräfte abziehen und irgendwelche Friedenstruppen einsetzen. Ich befürchte nur, dass auch das keine nachhaltige Lösung sein wird, weder für die Region noch für uns. Das Chaos wird wohl durch unseren Weggang kaum kleiner werden, auch weil ich jetzt mal bezweifle, ob die lokale Bevölkerung die "Friedenstruppen" und "Befreier" so positiv sehen wird. Außerdem würde das ja ein Stückweit bedeuten, dass wir dem IS nachgeben. Dem IS passt es nicht, dass wir bei Luftangriffen Unterstützung leisten, deshalb führt er Terroranschläge durch. Wir sollten jetzt am Besten aufhören, vielleicht hört dann ja auch der IS auf.

Zu guter Letzt noch zwei sehr interessante Videos/Podcasts, die im Wesentlichen meine Meinung vertreten. Recht trocken, aber sehr interessant.
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Deutschland in Gefahr?! 1 Jahr 10 Monate her #777704

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Angefangen hat dieses ganze Ding doch schon vor viel länger.
Hätten sich damals die tolle Weltpolizei aka USA nicht wieder in Angelegenheiten eingemischt, wo sie natürlich nichts angeht... dann hätten wir vielleicht solche Situationen in dem Ausmaße heute gar nicht. Natürlich sollte man die Probleme jetzt eher mal im Kriegsland lösen. Das wäre jetzt mal das Wichtigste. Aber sowas hätte vielleicht nie eintreten können, denkt mal darüber nach!

Eben weil eine USA den arabischen Frühling so durchdrängen wollte, hat sich eine terroristische Organisation wie der IS jetzt so groß gemacht. Wieder mal hat man das Chaos groß unterstützt und das ist die Quittung dafür. GOOD JOB! (hoffentlich merkt man da den Sarkasmus raus..)

Natürlich ist der Mensch einfach ein Idiot und wirft dann immer jeden direkt mit in den Topf. Zum Glück gibt es dann aber auch noch genug Menschen die ein bisschen Hirn besitzen und sich nicht wie Scheiße manipulieren lassen, Stichwort AfD/FPÖ/Front National. Denn denen spielt das natürlich jetzt schön in die Hände und viele fallen auf den Bullshit auch noch rein. Es ist erschreckend wie viele Menschen jetzt mit rechts gerichteten Gedanken rumhantieren. Was kann man dagegen tun? Nichts. Nur an die Leute appellieren sich nicht wie dumm zu verkaufen und mit Rachegedanken kommen.

Man muss aber auch die EU ein wenig kritisieren. Diese ganze Flüchtlingssache wurde einfach nicht kontrolliert gehandhabt. Merkel: "Wir schaffen das!" Ja toll, wenn man die Leute durchlaufen lässt ohne sie zu überprüfen, wenigstens Ausweise/Papiere usw. zu verlangen. Auf eine gewisse Regelung hat man in der EU dann auch geschissen. Ganz toll. Natürlich schleichen sich Terroristen unter, was dachte sich die EU dabei? (Man darf aber dazu noch erwähnen, dass nicht einen Kriegsflüchtling hier irgendeine Schuld trifft... was können die für das? Das hat die EU verbockt.)

Jetzt knallt es eben, aber wieso sollten wir uns im Haus einsperren? Genau das wollen solche kranken Bastarde eben. Einschüchtern bis zum geht nicht mehr. Die passende Antwort dürften die Leute kennen... Wir gehen trotzdem noch auf die Straße, wir haben keine Angst. Egal von welcher Nation dieser Terror auch ausgeht.. die Leute sollen zusammen stehen und dem Terror zeigen, dass wir sehr wohl weiter leben wie wir es wollen!

@Peter: Ich würde mich da jetzt auch nicht explizit auf den Westen beziehen, sondern nur auf die USA. Und die hat als eine der Weltmächte eben genug Einfluss auf vieles und trifft leider oftmals falsche Entscheidungen. Das Ausmaß dieser Entscheidungen sieht man dann ja.

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Deutschland in Gefahr?! 1 Jahr 10 Monate her #777713

Fullmetalfan schrieb:
TheAwesomePigeon schrieb:
und die merkelische Lüge "Wir schaffen das!"

Ist jetzt nicht direkt auf dich bezogen (zumal das ohnehin ziemlich aus dem Kontext gerissen wäre), aber mich interessiert bis heute, was die gute Frau Merkel denn angesichts der Situation sonst hätte sagen sollen. Klar sagt sich ein einfach "Wir schaffen das" leicht, aber hätte sie sagen sollen "Wir werden alle sterben" oder "wir werden das nicht überleben" oder "am besten bringen wir uns gleich alle um" oder sonstwas dergleichen. Denn wenn ich manche Aussage der AfD(eppen) richtig interpretiere (wobei ich hier Phrasen dresche, viel zu interpretieren gibt es bei solch stumpfen Aussagen eigentlich nicht) hätte Merkel wohl besser etwas in der Art sagen sollen.

Das, was sich die Wähler und Bürger in der heutigen Zeit wünschen, ist keine große Mutter oder Trösterin der Nationen. Dafür mangelt es den Menschen an Vertrauen und Zuversicht in die etablierten Parteien, was sich anhand der Nicht-Wähler und der Wahlergebnisse der Jahre verfolgen lassen kann:
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Prozentual ist die imaginäre "Nicht-Wähler-Partei" so stark wie die CDU. In jener Grafik existiert die AfD noch nicht. Doch vielleicht kann es so mancher verstehen, wie die AfD zu solchen Wahlerfolgen kommen konnte, wenn sie das tat, was jede andere Partei bis Dato vermied zu tun: Die Nicht-Wähler anzusprechen. Die AfD hat sich selbst als "die Partei aller Nicht-Wähler" definiert - und somit eine imaginäre Partei real gemacht. Im Gegensatz dazu waren und sind die weiteren Parteien noch mehr daran interessiert interne Kriege zu führen, um anderen großen Partein die Stimmen abzuluchsen, während das Wählerpotenzial brach liegt und abgeerntet werden kann. Auf diese Weise konnten kleine Parteien über Nacht überholt werden, ohne, dass es eine Partei wirklich wahrgenommen hat, da sich ihre Ergebnisse nicht verändert haben.

Nun dazu, wieso ich so weit aushole:
Man kann beobachten, wie ein signifikanter und stetiger Abfall der Wähler gegenüber den großen Parteien stattfindet.
Dies erfolgt zum größten Teil auf der Basis, dass alteingesessene Parteifreunde das zeitliche segnen und die nachfolgende Generation die Wahlberechtigung erwirbt, welche gedanklich als Nicht-Wähler zu verzeichnen sind. Diese müssten umworben werden. Jedoch ist das nie im großen Stil geschehen und man verließ sich darauf, dass die alten Wähler die jungen Wähler mit ins Boot holen würden. Außerdem hat sich unsere Medienstruktur über die Jahre der Modernisierung erheblich verändert, sodass die Menschen mit Informationen geflutet wurden. Es wurde möglich sich zielstrebig Informationen zu beschaffen, welche man zuvor von Politikern in ihren Wahlkampagnen oder bei öffentlichen Auftritten vernommen hat. Durch diesen Wandel wurde vielen Wählern bewusst, dass der Bürger mehr Transparenz besitzt als sein öffentlicher Vertreter, namentlich dem Politiker und seiner Politik. Da es sich in einer Demokratie jedoch so verhalten sollte, dass genau der umgekehrte Fall die Normalität darstellt, so fühlten sich viele der allgemeinen Politik abgeneigt und begegnen ihnen mit Misstrauen.
Der Wähler wünscht sich nun also eine Partei, welche offener mit ihrer Politik agiert und Stellung zu einer Situation bezieht, anstatt sich so auszudrücken, dass man nicht weiß, wie nun gehandelt wird. Wie diese Stellung selbst aussieht ist vielen scheinbar egal, weil es wichtiger ist, dass jemand überhaupt eine Richtung vorgibt - denn darauf kann man sich einstellen und agieren (ggf. auch gegen diese Richtung). So höre ich z.B. häufig von AfD Wählern, dass man ja im Zweifelsfall ein Misstrauensvotum abgeben und die AfD als Partei wieder absetzen könne, wenn sie nicht entsprechend regiert.

Mir ist selbstverständlich bewusst, dass politische Fragen nicht alle offen besprochen werden können, da manche wirtschaftliche Interessen sich mit den Interessen mancher Menschen kreuzen, was für Konflikte sorgen würde. Da allerdings alles hinter Verschluss geführt wird, hat es ermöglicht, dass sich Lobbyismus so sehr in die politischen Wege einfädeln konnte, ohne dass es ein Bürger bemerkt hat - ehe es "zu spät" war. Ein geneigter Wähler würde natürlich gerne alle Themen öffentlich diskutiert wissen, aber darauf lassen sich die Politiker natürlich nicht ein, weil es sie sicher Wähler kosten würde, wo wir wieder bei der Frage des Misstrauens sind.

Jemand, dem man Aufgrund seiner Taten oder derer seiner Partei nicht glaubt, glauben kann oder glauben möchte, sollte sich daher auch öffentlich nicht als "Tröster" und "Gutreder" präsentieren, ohne im Folgenden auch stets offene Dialoge zu führen. So wirkt der Versuch, das amerikanische "Yes we can!" zu kopieren, was eine Wahlkampfansage war (wie 'Make America Great Again'), wie ein schwaches Imitat, das benuttz wird, weil das eigene Wörterbuch an seine Grenzen stößt. Die Aussage hatte keinen Halt, keine Planung, keine Organisation und keine übereinkünftige Gesprächsbasis mit der EU als Grundlage, um diese zu stützen. Für einen Wähler ist es nur eine weitere Parteilüge, die jedoch so groß ist, dass man sich heute darüber das Maul zerreißen kann.
Anhang:
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Dieses Thema hängt mir die ganze Woche schon aus den Ohren heraus - allerdings nur, weil die Meiden permanent darüber berichten ... obwohl sie eigentlich gar nichts neues zu berichten haben. Hinzu kommt noch Facebook, wo Menschen ihre Unwissenheit sowie ihren Rassismus nun massenweise in Welt posaunen müssen. Ein Blick in die Kommentarsektion ist aktuell noch ätzender, als sowieso schon.
Heute ist das allerdings anders, denn anscheinend wurde der vermeindliche Täter heute in Italien erschossen. Kurz vor dieser Meldung habe ich noch einen Artikel gelesen, dass die Polizei davon ausgeht, dass der Täter sich noch in Berlin aufhält - wait, whut?


Naja, ich möchte hier nicht wiederholen, was schon geschrieben wurde. So eine Tat ist schlimm, schrecklich und menschenverachtend - wer allerdings davon überrascht ist, der ist sicherlich auch naiv. Auch ich vertrete die Meinung, dass die westliche Welt eine Disziplin hervorragend beherrscht, nämlich die Heuchlerei. Zusammenhänge mit den Kriegen im Nahen Osten (und dazu zähle ich nicht nur den Krieg in Syrien) kann man nicht leugnen und wir beteiligen uns weiterhin an dieser Kriegstreiberei. Gleichzeitig ist es der Bevölkerung relativ egal, was dort unten passiert. Ist ja weit weg von uns, das betrifft uns nicht, lautet hier wohl der allgemein Konsens.

Und hier muss ich meine Verärgerung einfach mal zum Ausdruck bringen: ich habe gestern einen Jahresrückblick gesehen, in dem sogar nochmals ein Sonderpart für Berlin abgedreht wurde. 15 Minuten verschwendet man hier wieder, um diesselben Fragen zu stellen. Dazu muss man sagen, dass in dieser Sendung kein einziges Wort über den Krieg in Aleppo, über hundertausend tote Menschen verloren wurde, die dank amerikanischer, russischer, französischer und syrischer Bomben ihr Leben gelassen haben. Darüber, dass dort unten ein Krieg tobt, den auch die westlichen Mächte tagtäglich mitfinanziert haben.
Sich dann über Terroranschläge zu brüskieren, am besten noch in Selbstmitleid zu zerfließen, weil unsere westlichen Werte (die aber sowieso nur für uns selbst gelten) angegriffen werden - dafür habe ich kein Verständnis mehr. Dabei stellt sich keiner der großen Medienvertreter auch nur einmal die Frage, ob militärische Interventionen eigentlich erst dazu geführt haben.


Ich kann mich Pigeon nur anschließen, denn ja, ich fühle mich nicht unbedingt betroffen oder habe nun Angst um mein Leben. Ich werde weiterhin große Veranstaltungen besuchen und meinen Lebensstil weiter fortführen - gerade wenn solche schlimmen Dinge passieren wie in Berlin.
Was mich verunsichert - und hier greife ich noch einmal den Punkt von oben auf - ist der, dass unsere Behörden absolut keine Kontrolle über mögliche Gefährder und Terroristen hat. Man hat das Gefühl, die Behörden tapten absolut im Dunkeln und dass der Täter dann in Mailand gesichtet wird, bestätigt diese Ansicht nur umso mehr. Noch schlimmer ist wohl, dass dieser Mann nicht einmal unbekannt war und es anscheinend kein allzu großes Geheimnis war, dass er womöglich Anschläge planen könnte.
Hier muss etwas geschehen, denn manche Anschläge lässen sich während der Tat einfach nicht verhindern.

Nicht_Peter schrieb:
Ich halte es für falsch, den Westen als alleinigen Verursacher der chaotischen Verhältnisse in der arabischen Welt zu sehen. Viele Einwohner projizieren vielleicht ihren Ärger auf den Westen, der ihnen so fremd vorkommt, aber allein verantwortlich ist er mit Sicherheit nicht.
Das sehe ich mittlerweile vollkommen anders. Der Westen - allen voran die USA unter Präsident Bush - hat leider recht gezielt eine Stabilisierung des kompletten nahen Ostens herbeigeführt. Phänomene wie der IS oder Al Quaida sind entstanden, da grundlos in den Irak einmarschiert wurde. Man muss sich hier vor Augen führen, dass ein Präsident Bush sich jetzt ein schönes Leben in Texas macht, obwohl er einer der größten Kriegsverbrecher unserer Zeit ist.
Die Unterstützung von politischen "Rebellengruppen" kommt hier noch dazu. Geheime Dokumente belegen schließlich, dass die USA damals in der Entstehung von islamistischen Gruppen eine Chance sahen: die gezielte Destabilisierung des Machthabers Assad, denn die Amerikaner auf den Tod nicht ausstehen können.

Ein weiteres Beispiel: Libyen. Ebenfalls ein Land, dass mit dem Tod eines Diktators nun in Chaos versinkt. Wer hatte auch hier wieder seine Finger im Spiel? - Richtig, die NATO als auch die USA. Aus meiner Sicht möchte man den Menschen im nahen Osten demokratische Werte aufzwingen, die für uns vielleicht funktionieren. Andere Länder sind allerdings in ihrer Entwicklung noch nicht so weit, dass dieses System auch wirklich funktioniert. In einem korrupten Land wird Demokratie niemals eine Option sein.
Hinzu kommt natürlich auch das wertvolle Öl, um das es hier sicherlich primär gibt. Welches Interesse hätte man denn sonst, um militärisch einzugreifen? Die Rettung von Menschenleben sicherlich nicht.

Wie schon gesagt müsste man demzufolge alle westlichen Streitkräfte abziehen und irgendwelche Friedenstruppen einsetzen.
Es ist immer einfacher, Streitkräfte zu entsenden als einen wirklichen Dialog zu suchen. Auch hier verweise ich wieder auf Syrien: Assad hat mehrmals Gespräche mit der USA bzw. der westlichen Welt angeboten. Dies wurde von den westlichen Staaten allerdings konsequent abgelehtn, da man sich mit so jemanden nicht an einen Tisch setzen möchte.
Der politische Dialog ist allerdings unerlässlich, um friedvolle Lösungen für Konflikte zu finden. Das Problem: durch die verschiedensten "Staatsbeziehungen" möchte man seinen Freunden natürlich nicht auf die Füße treten - und greift dann doch lieber zu den Waffen.
Politiker machen es sich aus meiner Sicht zu einfach, da die Beziehungen zu den USA/Russland/und wie sie nicht alle heißen immer im Vordergrund stehen werden. Das es jetzt für Syrien schon zu spät ist, ist natürlich auch klar.
So wird es aber auch dem nächsten Land im nahen Osten ergehen.

Zusammenfassung: der Westen ist sicherlich nicht komplett Schuld an diesen Kriegen, da innerstaatliche Interessen hier auch eine Rolle spielen. Allerdings tut der Westen gut daran, diese Situationen für sich auszunutzen.


Letztendlich können wir uns darauf gefasst machen, dass solche Anschläge öfter passieren werden - und dass wir, durch unser ständiges Zusehen und der Wahl zugunsten des Wegs des geringsten Widerstands sicherlich auch teilweise mitschuldig sind.
Letzte Änderung: 1 Jahr 10 Monate her von Deviltoon.
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Deutschland in Gefahr?! 1 Jahr 10 Monate her #777799

Um nochmal zum eigentlichen Thema zurückzukommen:
Ich finde, es ist zwar noch nicht der Punkt erreicht, an dem man Großveranstaltungen grundsätzlich meiden sollte, aber man sollte trotzdem vorsichtig sein.

Deviltoon schrieb:
Heute ist das allerdings anders, denn anscheinend wurde der vermeindliche Täter heute in Italien erschossen. Kurz vor dieser Meldung habe ich noch einen Artikel gelesen, dass die Polizei davon ausgeht, dass der Täter sich noch in Berlin aufhält - wait, whut?
Die Berliner Polizei hat komplett versagt meiner Meinung nach.
Beim Polizeieinsatz in München z.B. wurde das Gebiet innerhalb von kurzer Zeit weiträumig abgesperrt. Das ist hier anscheinend nicht passiert. Und dann haben sie auch noch den Falschen verhaftet und mit der Suche aufgehört. Kein Wunder, dass der Täter in Zwischenzeit nach Italien ausreisen konnte.

TheAwesomePigeon schrieb:
Der Wähler wünscht sich nun also eine Partei, welche offener mit ihrer Politik agiert und Stellung zu einer Situation bezieht, anstatt sich so auszudrücken, dass man nicht weiß, wie nun gehandelt wird.
Allgemein betrachtet mag das zwar stimmen, aber im Falle der AFD liegt es wohl viel mehr an der völlig undurchdachten Flüchtlingspolitik der etablierten Parteien.
Die Wähler wünschen sich einfach nur eine Partei, welche Deutschland nicht ins Chaos stürzt (was gleichzeitig auch erklärt, wieso einige gar nicht mehr wählen gehen).
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Deutschland in Gefahr?! 1 Jahr 10 Monate her #777831

Ich frage mich ja, wie lange die Bevölkerung noch braucht, bis sie endlich aufwacht. Wie viele Anschläge müssen noch passieren, wie viele unschuldige Menschen müssen noch sterben, wie sehr muss unsere christliche Welt noch leiden und wie lange müssen wir noch um unsere Sicherheit bangen, bis die Menschen sich der Realität bewusst werden, bis sie sich aus der Hypnose der "Wir schaffen das"-Politik der Altparteien befreien?
Obschon ich lange damit gerechnet habe, dass es auch irgendwann in Deutschland zu einem Akt des muslimischen Terrors kommen wird, bin ich trotzdem zu tiefst schockiert. Ich kann nicht nachvollziehen, wieso noch so viele behaupten, dass nichts mit nichts zu tun hätte und dass das nicht der "wirkliche" Islam sei. Und dennoch gehen so gut wie alle terroristischen Akte mit religiösem Hintergrund von solchen aus, die sich selbst als Muslime bezeichnen, also durchaus der Religion des Islams zugehörig sind. Damit sind sie unbestreitbar Anhänger des Islams, was in der Schlussfolgerung bedeutet, dass sie eben doch den Islam repräsentieren. Zu sagen, das alles hätte nichts mit dem Islam zu tun, zeigt, wie verblendet viele Menschen noch sind.
Im ersten Halbjahr 2016 gab es alleine insgesamt 142.500 Straftaten, die von Asylanten ausgingen. Mit Flüchtlingen holt man sich also auch Straftäter in unser Land. Ja, nicht alle Flüchtlinge sind Straftäter, und doch ist diese große Anzahl an Straftaten eigentlich unakzeptabel und stellt eine enorme Gefahr für unsere Bevölkerung dar.
Aber wenn die Gefahr nur von denjenigen, die in Folge der Flüchtlingskrise zu uns kamen, ausginge, dann wäre die Lösung eine einfache. Doch muss man auch feststellen, dass ein großer Teil der muslimischen Bevölkerung, die schon seit etlichen Jahren in Deutschland lebt, noch immer nicht integriert und religiös recht extrem ist. Dieses Phänomen ist kein deutsches, sondern eines, das sich europaweit zeigt. Denn einige der Terroranschläge der letzten Monate gingen von solchen Muslimen aus, die schon lange, teilweise seit ihrer Geburt, in Europa lebten. Und trotzdem radikalisierten sie sich. Das zeigt, dass auch eine große, innere Gefahr von denjenigen Muslimen, die schon lange in Europa leben, ausgeht.
Zusätzlich sollte man anmerken, dass die Zahl der Muslime auch in Deutschland immer größer wird. So wird in 35 Jahren so gut wie jeder 10. in Deutschland Lebende ein Muslim sein (www.welt.de/politik/ausland/article13909...Deutsche-Muslim.html). Bezüglich der großen, potentiellen Gefahr und der religiösen Extremität derjenigen Muslime, die in Deutschland leben und diese auch gewiss an ihre Nachkommen weiter geben werden, sollten wir uns deswegen starke Sorgen machen, und überlegen, wie wir dem entgegenwirken können. Inzwischen bin ich durchaus der Meinung, dass Parteien wie die AfD und ihre europäischen Äquivalenzen der Realität näher sind als die Verblendeten, die noch immer, trotz eindeutiger Beweislage, keine Gefahr erkennen oder auch nicht erkennen wollen.
Es muss also was passieren!
"Ich freue mich von Herzen, dass ich ein Proletarier bin, der Religion, Eigentum und Vaterland mit bescheißen hilft." - Georg Weerth

All hail Layna! jeder sollte eine eigene LayLay haben :3
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Deutschland in Gefahr?! 1 Jahr 10 Monate her #777835

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Nicht_Peter schrieb:
Das andere ist, dass der Einfluss des Westens überschätzt wird. Es stimmt sicherlich, dass die Militärinterventionen zu einem gewissen Teil viel Leid gebracht hat. In der Lebensrealität der meisten Menschen, die im Mittleren Osten leiden müssen, spielen dagegen wohl eher die überaus komplexen lokalen Interessen eine Rolle, Milizen, Regierungstruppen, Stammesgruppen. Ich halte es für falsch, den Westen als alleinigen Verursacher der chaotischen Verhältnisse in der arabischen Welt zu sehen. Viele Einwohner projizieren vielleicht ihren Ärger auf den Westen, der ihnen so fremd vorkommt, aber allein verantwortlich ist er mit Sicherheit nicht.

Das aber so viele lokale Parteien so viel Macht haben ist aber auch der Westen mit Schuld z.B. die Unterstützung von Islamisten und Rebellen in Afghanistan damals gegen die Sowjets. Ich weiß nicht ob du dir den Staat Afghanistan schon mal näher angeschaut hast aber er ist bis heute ein Hinterwäldlerland (Alphabetisierungsquote 45% m und 25% w). Darum sehe ich Abschiebungen dort hin immer noch ziemlich kritisch da dort geistliche jeglichen Fortschritt immer blockiert haben. Als die Sowjetunion in Afghanistan einmarschierte, die unter anderem das Volk zwangsalphabetisieren wollte um günstiger an die Bodenschätze zu kommen, bekämpfte man sie nicht direkt sondern damit das man Islamisten unterstützte die nun aus allen Teilen der arabische Welt herbeiströmten in der Hoffnung ein Kalifat gründen zu können, unter ihnen Osama bin-Laden der aber selber nicht dort hin ging um zu kämpfen sondern um eine vorher ziemlich unkoordinierte Verteilung und Vermittlung dieser Kämpfer zu organisieren. Nach dem Ende der Afghanistan-Krise traf sich er und ein paar andere Sinnesgefährten und gründeten eine Organisation mit dem Namen "die Basis" auf arabisch Al-Qaida. Der Name kommt daher das er während des Krieges dort viele Kontakte sammeln konnte und viele Kämpfer kannte die für das gleiche Kämpften wie er es war quasi eine Anlaufstelle für Gleichgesinnte. So nun fragst du dich was hat der Westen damit zu tun? Viel er statte sie mit Waffen und Munition für den Kampf gegen die Sowjetunion aus und gab ihnen einen hervorragenden Grundstein zum weiterarbeiten. Wobei man sagen muss das das von Osama Bin-Laden eingerichtete Vermittlungsbüro von ihm selbst bzw seiner Familie finanziert wurde.
Noch ein Beispiel gefällig?

Anfang der 50er gefiel es den Briten wenig das Mohammad Mossadegh, ein demokratisch gewählter Präsident des Iranes, die Ölbodenschätze des Landes zu verstaatlichen und mit den Briten neu zu Verhandeln da ihm die Mittel fehlten um selber zu fördern. Der im übrigen auch eine Republik Iran erschaffen wollte.
Notiz hierzu: Es gab schon seit den 30iger Jahren Proteste von Arbeitern gegen die Arbeitsbedingungen an den Ölförderanlagen die aber gewaltsam niedergeschlagen wurden. Zudem lehnten die Briten stets Neuverhandlungen ab auch nach Ende des Krieges. Warum? Weil Europa zu dieser Zeit auf billiges Öl aus dem Iran angewiesen war. Kurzum beschloss man ihn zu stürzen, allerdings reichte die Unterstützung des Schahs und der pro-westlich eingestellten Oberschicht nicht aus um genug Chaos zu verbreiten, also nahm sich Geistliche, die heute teilweise auch unter den Punkt Islamisten fallen würde ;), und käufliches Gesindel zur Hilfe um genug Tumulte mit Protesten zu verursachen und Mossadegh in einer geplanten Operation abzusetzen. Was schlussendlich gelang. Durch einsetzen eines bequemen Premierministers war dann dies auch gelöst bis zur islamischen Revolution im Jahre 1979 und dem Sturz des Schahs. Jetzt hatte man halt eine islamische Republik Iran anstatt einer Republik Iran ist doch super oder?

Der erste Golfkrieg(Iran-Irak) wäre faktisch auch nur von 1980-1982 gegangen weil es beiden Seiten an Munition, Waffennachschüben und Geld gemangelt hätte, allerdings haben zum einem reiche arabische Staaten wie z.B. Saudi-Arabien oder Kuwait Kredite gegeben und westliche Waffenhersteller+ Sowetunion fleißig Waffen geliefert.


Das Problem der westlichen Mächte ist das sie mit sich nicht Reden lassen nach dem Motto "Wir verhandeln nicht mit Terroristen".
Wenn etwas die nationale Sicherheit der USA gefährdet dann ist es so wie so ganz vorbei die sehen sich dann sogar bemächtigt wenn sie für nötig halten militärisch intervenieren zu dürfen Stichwort völkerrechtswidrige Krieg gegen den Irak.
Zitat Bush senior(1980): Der Zugang zum Öl des Persischen Golfs und die Sicherheit befreundeter Schlüsselstaaten in der Region sind entscheidend für die nationale Sicherheit der USA(..) Die Vereinigten Staaten halten daran fest ihre grundlegenden Interessen in der Region zu verteidigen, notfalls mit militärischer Gewalt, gegen jede Macht, deren Interessen den unseren schaden"
Und die USA waren im Auslegen schaden immer sehr großzügig. ;)
Und dann noch ein Zitat zum amerikanischen Weitblick Madeleine Albright(ehemals US-Außenministerin)(1998):
"Wenn wir Gewalt anwenden, dann deswegen weil Amerika sind! Wir sind die unverzichtbare Nation. Wir haben Größe, und blicken weiter in die Zukunft."


Natürlich trägt der Westen nicht die alleinige Schuld aber er trägt einen großen Teil dazu bei und hat in der Vergangenheit den Terroristen eher Starthilfen verteilt als sie bekämpft nur weil sie auch der Feind eines anderen Feindes waren. Und ich frage mich ob die syrischen Rebellen von heute nicht Morgen unser Feind gewesen währen hätte sie gewonnen, was eigt komplett unrealistisch war.
Deviltoon schrieb:
Dieses Thema hängt mir die ganze Woche schon aus den Ohren heraus - allerdings nur, weil die Meiden permanent darüber berichten ... obwohl sie eigentlich gar nichts neues zu berichten haben.
Die Meiden? interessant :) Sehe ich aber genauso
Deviltoon schrieb:
Ein weiteres Beispiel: Libyen. Ebenfalls ein Land, dass mit dem Tod eines Diktators nun in Chaos versinkt. Wer hatte auch hier wieder seine Finger im Spiel? - Richtig, die NATO als auch die USA. Aus meiner Sicht möchte man den Menschen im nahen Osten demokratische Werte aufzwingen, die für uns vielleicht funktionieren. Andere Länder sind allerdings in ihrer Entwicklung noch nicht so weit, dass dieses System auch wirklich funktioniert. In einem korrupten Land wird Demokratie niemals eine Option sein.
Hinzu kommt natürlich auch das wertvolle Öl, um das es hier sicherlich primär gibt. Welches Interesse hätte man denn sonst, um militärisch einzugreifen? Die Rettung von Menschenleben sicherlich nicht.

Was man an den Staaten in Südamerika eigt schon gut hätte merken können. Aber an Frieden verdient man halt nicht so gut wie an Krieg und anschließendem Wiederaufbau.
Und das diese ganzen Touristenresorts in den Gegenden der Landesbevölkerung auf längerer Zeit auch Schaden sollte auch klar sein vor allem da wo es an sauberen Trinkwasser mangelt siehe Afrika z.B. dort wo man gerne Safari macht. :)
Behindert sein ist Kultstatus
#sarkastisch gemeint :)
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Deutschland in Gefahr?! 1 Jahr 10 Monate her #778023

ImSad schrieb:
Ich frage mich ja, wie lange die Bevölkerung noch braucht, bis sie endlich aufwacht. Wie viele Anschläge müssen noch passieren, wie viele unschuldige Menschen müssen noch sterben, wie sehr muss unsere christliche Welt noch leiden und wie lange müssen wir noch um unsere Sicherheit bangen, bis die Menschen sich der Realität bewusst werden, bis sie sich aus der Hypnose der "Wir schaffen das"-Politik der Altparteien befreien?
Obschon ich lange damit gerechnet habe, dass es auch irgendwann in Deutschland zu einem Akt des muslimischen Terrors kommen wird, bin ich trotzdem zu tiefst schockiert. Ich kann nicht nachvollziehen, wieso noch so viele behaupten, dass nichts mit nichts zu tun hätte und dass das nicht der "wirkliche" Islam sei. Und dennoch gehen so gut wie alle terroristischen Akte mit religiösem Hintergrund von solchen aus, die sich selbst als Muslime bezeichnen, also durchaus der Religion des Islams zugehörig sind. Damit sind sie unbestreitbar Anhänger des Islams, was in der Schlussfolgerung bedeutet, dass sie eben doch den Islam repräsentieren. Zu sagen, das alles hätte nichts mit dem Islam zu tun, zeigt, wie verblendet viele Menschen noch sind.
Im ersten Halbjahr 2016 gab es alleine insgesamt 142.500 Straftaten, die von Asylanten ausgingen. Mit Flüchtlingen holt man sich also auch Straftäter in unser Land. Ja, nicht alle Flüchtlinge sind Straftäter, und doch ist diese große Anzahl an Straftaten eigentlich unakzeptabel und stellt eine enorme Gefahr für unsere Bevölkerung dar.
Aber wenn die Gefahr nur von denjenigen, die in Folge der Flüchtlingskrise zu uns kamen, ausginge, dann wäre die Lösung eine einfache. Doch muss man auch feststellen, dass ein großer Teil der muslimischen Bevölkerung, die schon seit etlichen Jahren in Deutschland lebt, noch immer nicht integriert und religiös recht extrem ist. Dieses Phänomen ist kein deutsches, sondern eines, das sich europaweit zeigt. Denn einige der Terroranschläge der letzten Monate gingen von solchen Muslimen aus, die schon lange, teilweise seit ihrer Geburt, in Europa lebten. Und trotzdem radikalisierten sie sich. Das zeigt, dass auch eine große, innere Gefahr von denjenigen Muslimen, die schon lange in Europa leben, ausgeht.
Zusätzlich sollte man anmerken, dass die Zahl der Muslime auch in Deutschland immer größer wird. So wird in 35 Jahren so gut wie jeder 10. in Deutschland Lebende ein Muslim sein (www.welt.de/politik/ausland/article13909...Deutsche-Muslim.html). Bezüglich der großen, potentiellen Gefahr und der religiösen Extremität derjenigen Muslime, die in Deutschland leben und diese auch gewiss an ihre Nachkommen weiter geben werden, sollten wir uns deswegen starke Sorgen machen, und überlegen, wie wir dem entgegenwirken können. Inzwischen bin ich durchaus der Meinung, dass Parteien wie die AfD und ihre europäischen Äquivalenzen der Realität näher sind als die Verblendeten, die noch immer, trotz eindeutiger Beweislage, keine Gefahr erkennen oder auch nicht erkennen wollen.
Es muss also was passieren!

Hut ab. Mal eben eine ganze Religion aufgrund der Taten, einer vergleichsweise kleinen Gruppe an Anhängern dieser Religion, zu beschuldigen. Somit sind alle Personen des christlichen Glaubens pädophil, bzw. nicht abgeneigt sich an Kindern zu vergehen. Immerhin gab das ja einige Leute aus der Kirche die sich dahingehend schuldig gemacht haben. Was ist das Christentum auch für eine perverse Religion.
Merkst selbst das solche Verallgemeinerungen totaler Quatsch sind oder? Nicht der Islam ist schuld. Die Menschen die der Meinung sind den Glauben für ihre Zwecke zu missbrauchen sind schuld. Es gibt muslimische Arschlöcher, christliche Arschlöcher, jüdische Arschlöcher, ungläubige Arschlöcher...die Relgion spielt da einfach keine Rolle. Menschen die der Meinung sind Glauben, Werte oder Einstellungen zu radikalisieren nutzen in diesem Fall ihre Religion als Legitimation. Du kannst nicht aufgrund der Taten einiger Vollidioten behaupten das die Religion das Problem ist, wenn gleichzeitig eine deutlich größere Anzahl an Personen diesen Glauben vollkommen friedlich seit Jahrzehnten auslebt. Wie gesagt, nicht der Islam ist schuld. Die Auslegung und Radikalisierung des Islams dieser Vollidioten ist schuld, dass sich nun Millionen von Menschen den Vorwurf anhören müssen, der Islam sei der Terror.
Die "christliche Welt" leidet auch nicht unter dem Islam. Sie leidet unter den Folgen ihres eigenen Handelns, der letzten Jahrzehnte. Bürgerkriege, Kriege, Besetzungen, Machtwechsel. Immer wieder hat die westliche Welt versucht großen Einfluss auf den nahen Osten zu nehmen. Ich sage nicht das die Taten berechtigt sind, keineswegs, aber das wir ebenfalls zum Ziel solcher Angriffe werden, war abzusehen. Nicht weil wir Menschen in Not geholfen haben, sondern weil wir Mitschuld daran tragen, dass viele Menschen ihre Heimat verloren haben.
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