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THEMA: Rezension: Sharin no Kuni, Himawari no Shōjo

Rezension: Sharin no Kuni, Himawari no Shōjo 3 Jahre 11 Monate her #616119

Sharin no Kuni, Himawari no Shōjo



Erstveröffentlichung: 25.11.2005 in Japan

Entwickler: Akabeisoft2

Publisher: Akabeisoft2

Plattform: PC, Xbox 360, PSP, Playstation 3

Spielzeit: 25-35 Stunden

Altersbeschränkung: 18+


Einleitung:


Das Rechtssystem der heutigen Zeit ist etwas, über das man sicher sehr ausgiebig diskutieren kann. Meist mit großem Zweifel. Korruption, absurde und teils schwammige Gesetze, Todesstrafe, Strafen die nicht im Verhältnis zum Verbrochenen stehen uvm. Wenn ein Vergewaltiger deutlich früher aus dem Gefängnis entlassen wird, als ein Steuersünder, dann schütteln viele mit dem Kopf. Das System ist nicht frei von Fehlern, und es gäbe sicher auch Möglichkeiten es zu verbessern, aber wenn man erst mal die Welt von Sharin no Kuni kennenlernt, dann ist man doch ganz froh um dieses fehlerhafte System.

Willkommen zu meiner Visual Novel Rezension zu Sharin no Kuni, Himawari no Shōjo. Wo die Menschen Gerichtssäle und Anwälte nur aus Science Fiction Geschichten kennen.

Sharin no Kuni, Himawari no Shōjo (engl. Wheel Country, Sunflower Girl) erschien am 25.11.2005 in Japan exklusiv für den PC. Erst 2010 erschienen Ports für die PSP und Xbox 360. Anfang 2013 erhielt dann letztlich auch die Playstation 3 eine Umsetzung. Zudem erhielt das Spiel 2007 eine Fandisc Erweiterung mit dem Namen Sharin no Kuni, Yuukyuu no Shounenshoujo. Bis heute erschien das Spiel ausschließlich in Japan.

Entwickelt und gepublisht wurde das Spiel von Akabeisoft2 (G Senjou no Maou, A Profile). Das Szenario und die Story stammen von Loose Boy, und das Artwork und Charakterdesign von Alpha.

Die Visual Novel enthält zudem pornografische Inhalte und hat deswegen eine Altersfreigabe von 18+.

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Setting:

Wir befinden uns in einem unbekannten Land einer unbekannten Dystopie. Der Schauplatz für den Großteil der Handlung ist eine kleine namenlose Ortschaft tief in der Natur, umringt von Berg und Tal. Am Ortseingang erwartet einen ein gelbes Meer aus Sonnenblumen. Die Einwohner leben dort ruhig vor sich hin. Aber das war nicht immer der Fall. Sieben Jahre ist es her, als diese Ortschaft an einer Rebellion beteiligt war. Eine Rebellion gegen das System.

Ein System, angeführt von sogenannten „Special High Class Individuals“. Diese könnte man wohl als die Elite der Menschheit betrachten. Sie vertreten und verwalten das Gesetz. Eine Gewaltenteilung in die Legislative, Exekutive und Judikative gibt es nicht. All diese Entscheidungen werden von einzelnen dieser Personen getroffen. Zudem gehört es auch zu ihren Aufgaben, Kriminelle wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Sie haben einen unglaublich hohen Einfluss und besitzen sehr viel Macht. Natürlich kann nicht jeder ein „Special High Class Individual“ werden. Man muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen und die wohl härteste und längste Ausbildung überhaupt machen, um sowohl körperlich als auch mental dafür geeignet zu sein.

Wer das Gesetz missachtet wird bestraft. Das ist tatsächlich nicht anders als in unserer Welt. Doch die Art der Bestrafung ist es. Es gibt keine Geld- oder Gefängnisstrafen. Nein, hier werden Menschen mit einer Obligation bestraft. Das bedeutet, ihre Strafe wird der Art ihrer Gesetztesmissachtung angepasst. Ein paar Beispiele um das zu verdeutlichen. Wenn ein Dieb ein Auto stiehlt, dann erhält er als Strafe die Obligation das er nie wieder ein Auto fahren darf. Ein Betrüger dagegen erhält die Obligation das er nicht mehr sprechen darf. Sollte jemand diese Obligation nicht einhalten, so wird dieser in ein Konzentrationslager geschickt. Ich denke seit dem 2. Weltkrieg ist klar, was einen dort erwartet. In den meisten Fällen überlebt derjenige das nicht. Davor haben viele Angst, daher trauen sich nur die wenigsten diese zu missachten.

Eine Obligation muss natürlich für die Bevölkerung ersichtlich sein, damit diese auf die Personen korrekt reagieren können. Deswegen muss jeder Betroffene, ersichtlich für alle, an seinem Körper ein oder mehrere Abzeichen tragen. Um eine solche Obligation wieder loszuwerden, muss derjenige beweisen, dass er sich in die Gesellschaft wieder eingliedern kann. Natürlich fällt diese Entscheidung, ob und wann, einzig und allein der zuständige „Special High Class Individual“.

Die Rebellion scheiterte. Die meisten die damals mitgeholfen haben, wurden getötet oder in die Konzentrationslager geschickt.
Dennoch haben viele der Verbliebenen eine Obligation auferlegt bekommen. Meist aus den Folgen der Rebellion, da es vielen, besonders den Kindern die mehr oder minder zu Waisen wurden, danach schwer viel, selbst im Leben zurecht zukommen.
Und genau hier kommen wir ins Spiel.

Das Setting hatte mich sofort angesprochen. Es ist super durchdacht und wird im Laufe der Story immer weiter in die Tiefe behandelt. Es gibt dem ganzen einen unglaublich interessanten Reiz. 10/10

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Story/Routen:


Man selbst schlüpft in die Rolle von Morita Kenichi. Er ist ein „Special High Class Individual“ Kadett. Seit 7 Jahren in der Ausbildung, steht er jetzt vor seinem finalen Test. Schafft er diesen, wird er offiziell ein vollanerkannter „Special High Class Individual“. Er wäre damit der schnellste, der jemals diese Ausbildung hinter sich gebracht hat. Sein letzter Test führt in genau in diese abgelegene Ortschaft. Seine Aufgabe: Er muss drei „kriminelle“ Mädchen in seinem Alter, die mit einer Obligation bestraft wurden, wieder in die Gesellschaft eingliedern.


Ausgebildet zur absoluten Elite. Kenichi stand dabei ständig unter Beobachtung.

Am Ortseingang erwartet ihn bereits sein Ausbilder Masaomi Houzuki. Den Test tritt er aber nicht alleine an. Jedenfalls glaubt er das. Denn das Zusammentreffen mit einer anderen Kadettin, die nur kurze Zeit später erscheint, wehrt nur kurz. Sie wird von Houzuki an Ort und Stelle erschossen. Sie konnte die Anforderungen nicht erfüllen. Damit wird nochmal klar verdeutlicht, wie „extrem“ diese Ausbildung ist. Und natürlich auch die Macht die ein „Special High Class Individual“ hat. Für solch eine Exekution muss sich Houzuki bei niemandem rechtfertigen.
Bevor es genaue Instruktionen für Kenichis Aufgaben gibt, soll er sich erst mal in den Ort einleben und als normaler Schüler zur Schule gehen. Für Kenichi kein Problem. Erst recht nicht, da er diesen Ort bereits sehr gut kennt. Bis vor sieben Jahren, genau zu der Zeit als die Rebellion war, lebte er nämlich hier. Doch er erinnert sich nicht gerne daran. Denn seine Vergangenheit hier ist mit Schatten überzogen.

Zum allen Überfluss erfährt er kurze Zeit später, dass zwei von den Betroffenen, Kindheitsfreundinnen von ihm sind. Auch wenn er sich an sie erinnert, werden sie ihn aber nicht wiedererkennen. Denn er sah früher anders aus. Und er hat auch einen neuen Namen. Aber ist das alles Zufall? Kenichi hat seine Zweifel. Kann er diese 3 Mädchen rehabilitieren, ohne sich dabei seiner Vergangenheit stellen zu müssen? Oder ist vielleicht genau das der eigentliche Test?

Nach dem Prolog, der uns die Welt, diesen Ort und alle wichtigen Personen näher bringt, dreht es sich in den folgenden Kapiteln immer um eines der Mädchen. Er muss zusammen mit diesem versuchen, ihre Obligation loszuwerden. Dabei müssen die Mädchen das aber immer selbst schaffen. Er hat weder die Berechtigung selbst ins Geschehen einzugreifen, noch die Obligation der Mädchen zu missachten. Er fungiert dabei mehr als Ratgeber und Beobachter, der ihnen den richtigen Weg zeigen soll. Grausam, wenn man nur zusehen kann, wie diese Mädchen, teils mit dramatischen Schicksalen, versuchen in dieser ungerechten Welt zurecht zu kommen. Aber kein Grund für Kenichi aufzugeben. Er hat schon die Hölle selbst überstanden.


Die Mädchen haben teilweise mit schon fast "grausamen" Erlebnissen zu kämpfen.

Es erwarten einem in diesen Kapiteln viel Drama, Psychological und Slice of Life. Wobei natürlich das letzte Genre dank der vorliegenden Umstände deutlich interessanter gestaltet ist, als gewohnt. Wir erleben aber nicht nur die Geschichten dieser Mädchen. Wir erfahren auch mehr über unseren Protagonisten, über was wirklich vor sieben Jahren in diesem Ort passiert ist, und die ganzen Zusammenhänge mit dem hier und jetzt.
Anders als bei vielen anderen Visual Novels, entscheidet man sich hier nicht für eine Route, sondern macht alle Routen in festgelegter Reihenfolge. Man kann lediglich wählen für welches Mädchen man sich entscheidet. Die dazu notwendige Entscheidung wird meist recht offensichtlich angekündigt. Dadurch ändern sich im Verlaufe der Handlung einige Gespräche, und erhält ein spezielles Ende. Die Story selbst wird davon aber nicht beeinflusst. Der Wiederspielwert ist daher recht gering. Auch können die meisten Endings nicht wirklich überzeugen, da sie sehr kurz sind, und eher so wirken, als hätte man sie schnell hin geklatscht.

Dafür überzeugt die Geschichte selbst umso mehr. Loose Boy, der auch das Szenario von „G-Senjou no Maou“ (Review dazu findest du hier) geschrieben hat, schafft es erneut, eine nicht nur richtig interessante, sondern auch stetig steigende Spannung zu schaffen. Die Story wird immer spannender, dramatischer und interessanter, bis es im finalen Kapitel eskaliert. Dieses elektrisiert einen regelrecht. Das Ganze wird dann mehr und mehr zu einem Thriller der mit absolut genial gestrickten Plot Twists aufwartet. Einmal hat es mich so dermaßen kalt erwischt, diesen Moment werde ich nie vergessen. Das Finale wird nicht nur über die ganze Geschichte hinweg perfekt aufgebaut, nein es fühlt sich auch wie eines an. Das gibt einem ein unglaublich befriedigendes Gefühl.
Wenn ich etwas bemängeln würde, und das ist wirklich nur eine Kleinigkeit, dann das am Schluss mit manchen Personen und Umständen etwas zu inkonsequent umgegangen wurde.

Trotz der etwas schwachen Endings und dem geringen Wiederspielwert, war die Geschichte ein unvergleichliches Erlebnis. 9,5/10

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Charaktere:

Eine kurze Übersicht über alle wichtigen Charaktere.


Morita Kenichi:

Wenn man sich oft über Visual Novels unterhält, und welcher Charakter einem aus Novel XY am besten gefallen hat, dann ist die Antwort meist einer der Heroinen. Kein Wunder, so stehen sie meist im Mittelpunkt und haben richtig interessante und dramatische Vergangenheiten. Der eigentliche Hauptcharakter wird meistens bei der Aufzählung nicht mal erwähnt. Aber wenn mich jemand fragen würde, wer mir am besten in Sharin no Kuni gefallen hat, dann ist das Morita Kenichi.

Er wirkt auf den ersten Blick ehrlich gesagt etwas seltsam, ja teilweise sogar wie ein Freak, der auch mal mit sich selber spricht, oder Sachen sagt die irgendwie keinen Sinn ergeben. Anfangs verwirrte mich seine Art. Ich wusste nicht genau wie ich ihn einordnen sollte. Doch langsam erkannte ich, dass sich mehr dahinter versteckt.

Er ist einer, wenn nicht der eloquenteste Charakter, der mir je in irgendeinem Anime, Manga oder Visual Novel über den Weg gelaufen ist. Er kann nach kurzer Zeit, sein Gesprächsniveau so verändern, das er es an jeden Gesprächspartner anpasst. Dieser fühlt sich dann in einem Gespräch meist ungleich wohler. Damit ist er in der Lage das Gespräch besser zu beeinflussen, leiten und auch seinem Gegenüber etwas zu entlocken, das dieser möglicherweise für sich behalten wollte.
Er nutzt dabei aber noch einen weiteren Vorteil. Ist das Gespräch erst mal auf diesem Niveau angekommen, so kann Kenichi, falls notwendig, mit seiner mentalen Stärke, diesen radikal aus der Komfortzone reißen. Das verwirrt den Gegenüber meist heftig, und lässt diesen plötzlich panisch und unsicher werden. So kann er selbst felsenfeste Entschlüsse von Personen zum Wanken bringen.

Das hat er natürlich seiner Ausbildung zu verdanken. Er ist zudem hochintelligent, körperlich anderen Menschen überlegen, und weiß sich mit noch so einigen anderen Psychotricks zu helfen. Zudem reagieren Personen auf ihn anders, sobald sie wissen dass er ein „Special High Class Individual“ Kadett ist. Viele haben eine große Ehrfurcht vor diesem Titel (Zurecht!), und so auch vor Kenichi. Einige verspüren dagegen aber auch großen Hass. Seine Hintergrundgeschichte wird einem immer wieder in Puzzlestücken erzählt, bis es zum Schluss ein gesamtes Bild ergibt. Besonders im letzten Kapitel zeigt er dann wozu er in der Lage ist, und man lernt warum er einen so unfassbar starken Willen hat.


Sachi Mitsuhiro (Heroine):

Obligation: “12-Hour Day”
Sie gehört zu den stereotypischen „Genki Girls“. Absolut hyperaktiv, ständig auf Zack, sehr sportlich, und sagt ihre Meinung ganz offen. Das ist tatsächlich in diesem Fall sehr verwunderlich. Denn ihre Obligation hat es in sich. Ihr Tag geht nämlich genau von 7:00 bis 19:00 Uhr. Sie muss daher eine spezielle „Medizin“ nehmen, mit der sie in der Zwischenzeit bewusstlos wird. In dieser Zeit hat ihr Körper aber keine Regeneration. Wenn sie aufwacht, hat sie noch keine Minute richtig geschlafen. Sie muss ihren eigentlichen Schlaf also zusätzlich noch in ihren 12 Stunden unterbringen. Deswegen ist sie teilweise extrem unproduktiv, und lebt nur so vor sich hin. Geld versucht sie durch ein wenig Zocken zu verdienen. Sie ist eigentlich sehr intelligent und auch künstlerisch hochbegabt, aber aus irgendwelchen Gründen will sie nicht mehr malen. Sie lebt im Schulwohnheim, und teilt sich ihre Wohnung mit einem kleinen ausländischen Mädchen namens Mana, dass sie bei sich aufgenommen hat.


Touka Oone (Heroine):


Obligation: "Prohibited from Becoming an Adult"
Natürlich braucht ein guter Cast aus Heroinen immer eine Tsundere. Diesen Part übernimmt die Schülersprecherin Touka. Sie ist aufbrausend, anfangs sehr abweisend und auch sehr agressiv gegenüber Kenichi. Sie lebt alleine mit ihrer Mutter in einem kleinen Haus. Ihre Obligation bedeutet dass sie jeden Befehl von ihren Eltern ohne Widerspruch ausführen muss. Am Anfang dachte ich mir, dass diese Obligation nicht sooo schlimm wäre. Aber da hab ich mich mächtig getäuscht. Ihre Mutter schreibt ihr quasi ihr ganzes Leben vor. Sie muss fast jeden Tag nach einem exakten Tagesplan leben. Aber nicht nur kurzfristige Sachen, sondern auch sowas wie was sie später mal werden soll. Sie darf im Grunde selbst keine Entscheidungen treffen, da auch das per Befehl verboten wurde. Ihre Mutter hat ihr versprochen das die Obligation dann verschwindet, wenn Touka eine gewissenhafte, vorbildliche Erwachsene geworden ist. Wenn man sie näher kennenlernt, und mit ihr alleine ist, dann kommt ihr extrem starkes Dere zum Vorschein. Das lässt sie teilweise total süß, aber auch sehr hilflos erscheinen. Im Gegensatz zu den anderen ist sie erst nach dem Vorfall von vor 7 Jahren hergezogen, und hat daher keine gemeinsame Vergangenheit mit Kenichi.


Natsumi Hinata (Heroine):

Obligation: "Prohibited from Falling in Love"
Natsumi ist schüchtern und eigentlich zu jedem und allen abweisend. Sie versucht stets alleine zu sein. Auch wenn viele sagen würden das sie mit ihr befreundet sind, so sieht sie sich selbst nicht als Freundin dieser Personen. Einer der Gründe warum sie abweisend zu den männlichen Individuen ist, ist ihre Obligation. Sie darf niemanden vom anderen Geschlecht berühren. Auch dürfen diese sie nicht berühren. Zudem, um den ganzen noch die Krone aufzusetzen, darf sie sich auch nicht verlieben. Diese Obligation wirkte auf mich im ersten Moment zwar sehr klischeehaft, aber es hat so verdammt gut zu ihrer Geschichte gepasst, und gab dem ganzen den nötigen Pfeffer. Sie kann anscheinend Kenichi überhaupt nicht ausstehen, und hält daher speziell zu ihm eine große Distanz. Die meiste Zeit verbringt Natsumi alleine in ihrer Wohnung im Schülerwohnheim. Sollte sie dennoch mal unterwegs sein, so scheint keiner zu wissen, wo sie ihre Zeit verbringt.


Sepia Uzuki:


Ein Klassenkamerad und Kindheitsfreund von damals. Kenichi tut sich aber richtig schwer mit ihm. Er redet extrem wirres Zeug. Er scheint auch felsenfest davon überzeugt zu sein mit Feen sprechen zu können. Aber öfter befinden sich in seinen seltsamen Worten Botschaften und Hilfestellungen für Kenichi. Dennoch ist nicht klar, ob er freundlich oder eher feindlich gesinnt ist. Auf der einen Seite redet er oft mit einem, auf der anderen Seite scheint er aber einen Hass gegen uns zu haben. Er bezeichnet uns auch gerne als „Dog of the Nation“. Er ist in Kyouko verliebt, Toukas Mutter, die aber seine Gefühle nicht erwidert.


Kyouko Oone:

Kyouko ist Toukas Mutter und Klassenlehrerin an unserer Schule. Sie ist streng, aber dennoch sehr nett. Ihre Tochter bedeutet ihr sehr viel, und sie will um jeden Preis das Touka ein vorbildlicher Mensch wird. Sie soll später einmal ein „Special High Class Individual“ werden. Woher dieser Gedanke kommt, bleibt aber anfangs etwas fragwürdig.


Mana:

Mana lebt zusammen mit Sachi im Schülerwohnheim. Sie ist noch sehr jung, und da nicht genug Platz in der Wohnung ist, schläft sie immer im Bad. Sie ist eine Ausländerin aus dem „Southern Country“, was durch ihre etwas dunklere Hautfarbe ersichtlich ist. Da auch in dieser Welt Rassismus herrscht, wird sie von vielen anderes wahrgenommen bzw. behandelt. Sie selbst ist trotz ihres jungen Alters schon sehr reif und intelligent. Sie geht nicht zur Schule und arbeitet stattdessen nachts in einem Supermarkt als Putzaushilfe. Mit dem wenigen Geld das sie dabei verdient, versucht sie zusammen mit Sachi immer über die Runden zu kommen. Sie scheinen wie Geschwister zu sein, aber manchmal nimmt ihre Beziehung seltsame Formen an.


Masaomi Houzuki:

Houzuki ist ein „Special High Class Individual“, zuständig für diesen Ort, und Kenichis Ausbilder. („Special High Class Individuals“ sind selten, daher ist oft ein einzelner für 10.000 Personen oder gar mehr zuständig). Wenn man sein Büro betritt um einen Zwischenbericht abzugeben, sollte man sich auf etwas gefasst machen. Dieser Mann verpasste mir jedes Mal Gänsehaut. Man hat so eine verdammte Ehrfurcht vor ihm. Es scheint als würde jeder Satz den Kenichi sagt, auf eine Goldwaage gelegt werden, mit der er dann entscheidet ob man weiteratmen darf. So etwas wie zweite Chance oder Gnade scheint er nicht zu kennen. Öfters schon dachte ich mir, dass er jetzt einfach seine Pistole zieht, und uns über den Haufen schießt. Psychotricks scheinen bei ihm nicht zu wirken. Ganz im Gegenteil. Er wirkt so als hätte er all diese Tricks erst erfunden. Er ist einer dieser Menschen, mit denen man sich 5 Minuten unterhält, und dann ist man ein offenes Buch für ihn.

Er ist einem immer einen Schritt voraus und hat scheinbar übernatürliche Fähigkeiten, mit denen er Gedanken lesen und in die Zukunft sehen kann. Die Zwischenberichte sind eigentlich unnötig, den Houzuki scheint bereits alles zu wissen was in der Zwischenzeit vorgefallen ist. Nein er kann sogar sagen was noch passieren wird. Er erscheint daher auch öfter an den verschiedensten Orten immer genau zur richtigen Zeit. Kenichi nennt ihn gerne in Anwesenheit anderer „Pops“ (deutsch: Papa). Das kommt wohl daher, das er in den letzten 7 Jahren ständig unter seinen Fittichen stand. Ein unfassbar gut gelungener Charakter.


Saburou Higuchi:
Der Anführer der Rebellion. Er war selbst ein “Special High Class Individual” und lebte mit seiner Familie in dieser Ortschaft. Er starb damals beim Versuch sich gegen die Regierung und deren Gesellschaft zu stellen. Houzuki schien ihn zudem zu kennen. Es geht das Gerücht herum, irgendwo in der Umgebung wären angeblich seine Pläne und Daten versteckt.


??????????? (Secret Heroine):
Es gibt noch eine 4te geheime Heroine. Wer, wie und warum bleibt aber aus Spoilergründen ein Geheimnis.


Der komplete Cast überzeugt, und auch wenn manch einer etwas stärker war, so gab es eigentlich Niemanden, den ich als schwach, oder gar absolut unpassend empfand. Besonders Kenichi als Hauptcharakter, aber auch sein Ausbilder Houzuki konnten mich sehr beeindrucken. Aber auch die Heroinen wuchsen schnell aus ihren stereotypischen Charaktereigenschaften heraus. Am Ende war mir jede wichtig, und so tat ich mich sehr schwer, mich für eine zu entscheiden.

Die toll ausgearbeiteten Charaktere wuchsen mir schnell ans Herz, und waren einer der Gründe warum ich von dieser Visual Novel nicht mehr loslassen konnte. 9,5/10

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Gameplay/Umfang:

Sharin no Kuni hat so gesehen kein echtes Gameplay. Der Spieler, oder besser gesagt, der Leser wird nur hin und wieder dazu aufgefordert eine Entscheidung zu treffen. Mit wenigen Ausnahmen gibt es dabei meist nur 2 Antwortmöglichkeiten. Im Laufe der Geschichte bekommt man zwar einige von diesen vorgesetzt, nur wenige beeinflussen aber wirklich nachhaltig die Story. Diese wenigen, sorgen dann meist dafür dass man eines der doch recht wenigen Bad Endings erhält. Auch gibt es Phasen in denen man Stundenlang spielt, ohne auch nur einmal um eine Eingabe aufgefordert zu werden.

Wie in den meisten Visual Novels gibt es auch hier eine Toolbar. Diese ist aber sehr simpel, und bietet nur die nötigsten Komforttools. Dazu zählen ein automatisch laufender Text, Skipfunktion, Backlog, sowie Speichern und Laden. Per Rechtsklick kann man das Menü aufrufen oder die Toolbar und das Textfeld entfernen. Das und vieles mehr kann man in den Systemeinstellungen ändern. Dazu zählt z.B. auch das Ausstellen bestimmter Voices, oder was beim skippen genau übersprungen werden soll.

Um das Ende des Spiels zu erreichen benötigt man ca. 25-30 Stunden. Für die verschiedenen Enden lediglich noch ein paar zusätzliche Stunden, da einem hier die Skipfunktion sehr schnell zum gewünschten Ziel beschleunigt. So kann im Zusammenspiel mit einem Walkthrough, 100% der VN, in wenig mehr als 30 Stunden locker erreicht werden. Es gibt viele Visual Novels die deutlich länger sind, dennoch empfand ich die Länge als absolut passend. Nie wirkte etwas zu stark in die Länge gezogen. Genauso wenig wurde irgendwo etwas zu schnell abgehandelt. Als Bonus gibt es dann noch eine Galerie mit allen CGs, eine Art Musikplayer mit der Möglichkeit den kompletten Soundtrack des Spiels anzuhören, und einen Eventmodus, in dem alle freigespielten H-Szenen und Endings nochmal angesehen werden können. Insgesamt gibt es fünf verschiedene Endings die erreicht werden können. Bei den H-Szenen hält sich das Spiel hingegen stark zurück. Insgesamt gibt es nur sieben Stück. Das ist in der Menge auch völlig ausreichend, da sexuelle Interaktion eigentlich nie im Fokus der Handlung steht.


In diesem Video kann man in die ersten 10 Minuten reinschnuppern.

Die Tools funktionieren einwandfrei und der Umfang ist ausreichend um die Handlung perfekt zu erzählen. Es gibt aber definitiv Visual Novels die mehr Komfortfunktionen zur Verfügung haben. Auch gibt es bei den freispielbaren Bonis nichts, was über den Standard hinausgehen würde. 7,5/10

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Design/Art:


Dass die Visual Novel fast 10 Jahre alt ist, sieht man ihr leider auch ein wenig an. Doch erst mal zum Positiven. Das Design, ist alles sehr auf hell ausgelegt, und unterstreicht die Atmosphäre wirklich gut. Der Großteil der VN spielt im Hochsommer, meist mit richtig heißen Tagen. Auch spielen Sonnenblumen eine größere Rolle. Das wird mit kräftigen und farbenfrohen Hintergründen unterstrichen. Auch die Charaktermodelle sind gelungen, haben auch einige Posen und Gesichtsemotionen, so dass es nie zu monoton ist, und für fast jeden Moment die richtige dabei ist. Sollte das dennoch mal nicht gegeben sein, so kommen CGs zum Einsatz. Diese stehen auch aktuellen in nichts nach, und sind einfach wunderschön zu betrachten. Auch von der Menge her fand ich diese als völlig ausreichend.

Das kann ich leider bei den Hintergründen nicht behaupten. Die Anzahl hält sich stark in Grenzen, und man hätte für den einen oder anderen Ort durchaus noch eines machen können. Auch können diese nicht immer mit Schönheit überzeugen. Manche sind wirklich sehr einfach gestaltet und/oder gar so verwaschen, das man nicht sehr viel erkennen kann. Manch andere sahen dagegen wiederum wirklich gut aus, wie z.B das Sonnenblumenfeld.


Die CGs sind wunderschön gestaltet, und werden immer im richtigen Moment gebracht.

Was auch sehr schade ist, dass die Charaktere bei ihren Kleidungen leider nichts zum Wechseln haben. Ich erwarte nicht, dass jede Person einen eigenen Kleiderschrank hat, aber bei den Schülern wäre wenigstens neben den Uniformen noch ein „normales“ Outfit angebracht. Daher stechen die Charaktere auch leider nicht mit originellen und abwechslungsreichen Klamotten raus. Schade. Wenigstens wurde auf so ein Detail wie die Obligationsabzeichen geachtet. Sollte man es schaffen eine Obligation zu entfernen, werden auch bei den Outfits diese entfernt.


Normaler Spielablauf. Das Klassenzimmer gehört noch zu den besseren Hintergründen.

Die H-Szenen würde ich allesamt als durchschnittlich bezeichnen. Ich habe schon bessere gesehen, aber auch schlechtere. Ein echtes Highlight ist nicht dabei. Da für mich persönlich aber diese Szenen in Sharin no Kuni keine große Rolle spielen, fließen sie auch nur geringfügig in die Wertung mit ein.

Das Design und die Artworks schaffen es gut die Atmopshäre einzufangen, und wirken noch weitestgehend zeitgemäß. Aber sowohl bei den Charakteren als auch bei den Hintergründen fehlt es an Abwechslung. 7/10
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Musik/Synchronisation:


Ein natürlich wichtiger Faktor um die Atmosphäre gut einfangen zu können ist ein starker, gut angepasster Score. Das gelingt Sharin no Kuni in den meisten Fällen. Viele Stücke haben diesen leicht mysteriösen Touch, der, wie ich persönlich, einfach nur super passt, wenn man langsam aber sicher immer mehr von der unwissenden Vergangenheit erfährt. Aber nicht nur da. Die Musik ist mir jedes Mal dann im Kopf hängen geblieben wenn einer der vielen Höhepunkte erreicht wurde. Das spricht natürlich sehr für sie. Aber leider nicht nur. Den einer der Gründe warum sie mir so hängen geblieben ist, ist der, das es leider nicht sooo viele gibt, und hier und da die selbe doch mal öfters verwendet wird. Das fällt aber nicht so schwer ins Gewicht, da ich diese Stücke einerseits sehr schön finde, und auf der anderen Seite es dann, besonders am Ende, doch noch ein paar neue (traumhafte!) Stücke gibt. Auch sonst passt die Musik immer zum Geschehen, egal ob in den ruhigen oder lebhaften Momenten. Wirklich negativ viel mir die Musik nie auf.


2 von vielen richtig guten Tracks. Die beiden sind mir besonders hängen geblieben.

Das Spiel hat Full Voice, sprich alles Gesprochene ist auch vertont (japanisch). Einzige Ausnahme. Der Hauptcharakter. Aber das ist im Visual Novel Universum absoluter Standard. Die Synchronsprecher machen, wie nicht anders zu erwarten, einen exzellenten Job. Keiner fällt dabei ab. Wie inzwischen üblich, castet Akabeisoft2 auch immer bei den Sprechern einen echten „Star“ Seiyuu. (z.B Jun Fukuyama bei G-Senjou no Maou). In diesem Fall handelt es sich dabei um Norio Wakamoto. Er spricht unter anderem Cell im japanischen Dub bei „Dragonball Z“. Mir persönlich ist er aber besonders in der Rolle als „Erzähler“ in dem Anime „Hayate no Gotoku“ bekannt. Obwohl er dort für viele Lacher gesorgt hat, stellen sich bei mir persönlich beim hören seiner Stimme die Nackenhaare auf. Besonders seine Lache. Denn er leiht dem furchterregenden Ausbilder Houzuki die Stimme. Und das so glaubhaft, als hätte er sich sein ganzes Leben auf die Rolle vorbereitet.

Die Musik überzeugt über weite Strecken, und erlaubt sich eigentlich keine echten Schnitzer. Die Synchronisation lässt keine Wünsche offen. Jede Person wurde gut bis teilweise perfekt getroffen. 8,5/10

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Fazit/Wertung:


Wer bis hierhin gelesen hat, kann es sich wahrscheinlich schon denken. Sharin no Kuni, Himawari no Shōjo ist ein absoluter Traum. Die Setting ist komplex, aber immer nachvollziehbar, die stetig steigernde Story ist fabelhaft erzählt, und kommt sogar ohne Logiklöcher aus. Wäre das Spiel nicht schon etwas älter, gäbe es wohl nichts mehr, was man überhaupt noch groß bemängeln könnte. Aber auch so habe ich keine Minute bereut, die ich mit dieser Visual Novel verbracht habe. Wenn ihr euch auch nur ein wenig was für Dystopie und/oder gesellschaftskritische Themen übrig habt, dann solltet ihr Sharin no Kuni definitiv eine Chance geben.

Setting: 10/10
Story/Routen
(Faktor x2): 9,5/10
Charaktere(Faktor x1,5): 9,5/10
Gameplay/Umfang 7,5/10
Design/Art: 7/10
Musik/Synchronisation: 8,5/10


Gesamtwertung: 8,83/10

Absolute Empfehlung


Letzte Änderung: 3 Jahre 11 Monate her von Vergil90.
Folgende Benutzer bedankten sich: HedHod, aceforever, SilentGray, Lodrahil, Tsuda, Hellton, Allu, Ney., Alexever17, Titania.

Rezension: Sharin no Kuni, Himawari no Shōjo 3 Jahre 11 Monate her #617904

Hallo Vergil90 und auch alle anderen,

sooo, nun bin ich endlich mal dazu gekommen die Rezension zu lesen.

Zuerstmal noch ein Wort zum Stil deiner Rezension. Im Vergleich zur Rezension zu School Days ist diese hier um einiges übersichtlicher.
Weniger Absätze mit Einzeilern und entsprechend größere zusammenhängende Blöcke welche Inhaltich zusammengehören. Und keine zu großen Bilder die lange laden. Allgemein viel übersichtlicher mit deutlichen Trennungen zwischen den Unterpunkten.


Die Visual Novel betreffend.

Das Setting, welches du sehr hoch lobst, erscheint mir auf den ersten Blick allerdings nicht die 10/10 Punkte wert, warum? Die Idee ist nichs neues, Polizeistaat / Überwachungsstaat, Dystopie all das sind regelmäßig Themen in diverser Literatur. Ausschlaggebend für den Erfolg ist dann natürlich die Umsetzung. Die „Special High Class Individuals“ sind hier auch nichts Außergewöhnliches und stellen die für eine Dystopie auf eine Art die Mindestatusstattung bereit. Die Obligationen sind eine art Restriktion welche auch recht häuftig in solchen Settings vorkommen, wenn auch auf andere Weise.
So nun klingt das alles so als würde ich das Setting absolut nicht mögen, stimmt aber garnicht. Auch wenn eine Idee nichts neues ist heißt das nicht, dass man daraus nicht was Spannendes machen kann. Prinzipiell klingt das Setting nach Potential eine wirklich gute Visual Novel zu untermauern und ist somit eine gute Basis auf der sich aufbauen lässt.

Zur Story will ich nicht so viel schreiben, das muss man dann einfach selber erfahren. Deine Beschreibung klingt nach vielen Zufällen und Überraschungen welche unerwarteterweise auftreten werden. Welche dann warscheinlich garnicht so zufällig sind.

Die Charaktere erscheinen mir solide, wobei natürlich deine beiden Favoriten, Kenichi und Houzuki, herausstechen. In Visual Novel ist der Hauptcharakter tatsächlich oft nicht der beste, Ausnahmen bestätigen die Regel. Dass Kenichi einer der besseren Protagonisten sein soll gefällt mir sehr, da ich den Hauptcharakter für sehr wichtig halte.
Die Mädchen kommen mir teilweise aber etwas Klischeehaft rüber, ja das gibts wohl in wirklich jeder Visual Novel, hier kommt es eben auch wieder auf die Umsetzung an. "Obligation: "Prohibited from Falling in Love"", hier musste ich erstmal absolut lachen weil ich ohne die Visual Novel zu kennen genau wusste dass irgendein Mädchen so eine oder ähnliche Obligation haben würde. Zum Glück schreibst du dazu dass es gut umgesetzt wurde.

Artworks von vor knapp 10 Jahren, habe ich mir schlimmer vorgestellt, wer die original Sprites und Hintergründe von Higurashi kennt weis was ich meine. Was ich aber hier sehe sieht doch nach ganz passabler Qualität aus. Ja du hast recht, es ist natürlich nicht ganz Zeitgemäß aber auch nicht schlecht. Das Problem mit der Gardarobe kennt man aber auch aus vielen anderen VNs und scheint weit verbreitet zu sein, obwohl es doch sehr offensichtlich ist scheint es selten wirklich gut umgesetzt zu sein.

Letztendlich macht deine Rezension schon lust das zu Lesen, aber es gibt auch Punkte welche mich jetzt war nicht direkt abhalten dieses Werk zu lesen, aber ich muss gestehen dass ich zunächst doch erst noch andere Visual Novels angehen werde. Aber Sharin no Kuni, Himawari no Shōjo wird mir zumindest mal als lesenswert im Gedächtnis bleiben und wenn ich mal meine anderen VNs abgeschlossen habe und ich die Zeit finde auch mal eine Chance bekommen. Das Potential wirklich so gut zu sein wie du schreibst ist vorhanden.

Viele Grüße
Hell
Letzte Änderung: 3 Jahre 11 Monate her von Hellton.
Folgende Benutzer bedankten sich: SilentGray, Vergil90

Rezension: Sharin no Kuni, Himawari no Shōjo 2 Jahre 2 Wochen her #770919

Für mich ist dieser Visual Novel durchaus ein Meisterwerk!

Trotz des weitestgehend linearen Plots konnten die einzelnen Charakter-Dramen und Routen vollends überzeugen. Sie wirkten glaubwürdig und haben mich phasenweise regelrecht umgehauen. Außerdem fand ich das fiktive politische System dort sehr interessant und konnte dem sowohl gute Ansätze, als auch stark abschreckende Tendenzen entnehmen. Es gibt sogar eine deutsche Übersetzung, die das ganze (zumindest für mich) deutlich angenehmer gemacht hat. Zudem würde ich empfehlen es im Sommer oder zumindest an sonnigen und milden Tagen zu lesen, da es dann einfach besser passt und man sich viel besser in die Atmosphäre hineinversetzen kann.

Bewertung: 9/10
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