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THEMA: Tagträume und Anime

Tagträume und Anime 1 Woche 3 Tage her #839483

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Täglich flüchte ich mich in meine Traumwelt. In dieine feste Beziehung, eine tolle Familie und bekomme mein berufliches Leben auf die Reihe. Habe kaum Freunde, aber das stört mich nicht. Ich habe immer schon Probleme gehabt, Freundschaften zu pflegen, da ich es ihnen nie recht machen konnte.

Ich habe schonmal probiert damit aufzuhören, aber wenn ich mich nicht in diese „Fantasie Welt“ flüchte, habe ich Probleme mit Stress, denke über alles mögliche nach und komme nicht mit dieser ungerechten Welt klar. Also sehe ich es nicht als schlimm an, sondern eher als eine Methode mit allem klar zu kommen.

Gibt es noch andere die das auch haben oder denen es auch so geht und die sich gerne austauschen möchten?

Tagträume und Anime 1 Woche 2 Tage her #839489

So wie dir geht es einigen. Ich hatte auch ähnliche Gedankengänge und Probleme gehabt als ich Anfang 20 war. Ich kam absolut nicht mit dem Leben klar, in meinem Studium lief es nicht und mein Privatleben war am Tiefpunkt angelangt. Da fantasiert man natürlich gerne, was wäre wenn man andere Entscheidungen getroffen hätte im Leben, oder einfach für immer fortgehen würde, oder wie schön es wäre wenn XYZ. Aber wie du selbst festgestellt hast (sonst hättest du diesen Thread nicht verfasst) ist das eine Illusion und du wirst zunehmend unglücklicher je mehr Zeit du in diesem mentalen Zustand verbringst. Die Endstation bei dem Lifestyle ist meist Suizid.

Wie kommt man aus solch einem Zustand raus? Indem man seine Verhaltensmuster durchbricht und aufhört im Selbstmittleid zu versinken und sich den Kopf über metaphysischen Nonsense wie das Schweinesystem und die ungerechtigkeit der Welt zu zerbrechen. Es gibt weit schlimmere Lebenslagen und die Ungerechtigkeiten der Welt treffen andere viel härter als dich und mich und dennoch schaffen es eben diese Leute das Leben zu geniesen und nicht jede freie Minute ihrem Leben nachzutrauern. Das Problem ist nicht all das, sondern was in deinem Kopf vorgeht. Das zu Ändern klappt von heute auf Morgen natürlich nicht. Was bei mir funktioniert hat ist mich selbst aktiv daran zu hindern überhaupt Zeit zum nachdenken zu haben. Das geht am besten mit Beschäftigung, ich hab die gesamte Zeit ins Studium gesteckt wodurch ich den Karren aus dem Dreck ziehen konnte und wenn ich mental nichtmehr konnte trainiert damit ich Abends einfach tot ins Bett falle. Hat keinen Spaß gemacht aber schon nach wenigen Wochen geht es einem doch wesentlich besser da man das Gefühl hat das etwas vorran geht und Teilaspekte des Lebens, auf die man sich gerade fokussiert besser werden. Irgendwann ist man dann an dem Punkt an dem das Ziel erreicht wurde und hey, man hat was geschafft! So scheiße wie man dachte ist man also gar nicht.

Weiter gehts mit der nächsten Baustelle.

Ich würde dir außerdem empfehlen dir das kurze Video hier zu geben, das hilft etwas bei selbstreflektion und Erkennung von schädlichen Verhaltensmustern, was ein ein guter Start ist.

Warnung: Spoiler! [ Zum Anzeigen klicken ]


Du solltest schnellstmöglich damit anfangen der Situation entgegen zu wirken, es wird mit der Zeit nur schlimmer wenn du dich im Stillstand befindest. Das Leben ist eine Achterbahn und man kommt manchmal ganz nach unten bevor es wieder nach oben geht.
Letzte Änderung: 1 Woche 2 Tage her von SmokeTheEvertrolling.
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