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THEMA: Fiktive Charaktere heiraten in der Zukunft? Realität oder Blödsinn?

Fiktive Charaktere heiraten in der Zukunft? Realität oder Blödsinn? 1 Woche 1 Tag her #839534

Dass die Tiere kein Selbstbewusstsein besitzen ist falsch. Es ist bewiesen, dass es Tiere gibt, die sich im Spiegel selbst erkennen (bestimmte Vögel, Affen, Delfine, etc.). Dies ist ohne ein „Ich“ Bewusstsein nicht möglich. Es ist eine typisch Menschliche Arroganz, anderen Wesen das Selbstbewusstsein abzusprechen.

Außerdem möchte ich Dich daran erinnern, dass auch wir „Tiere“ sind.

Fiktive Charaktere heiraten in der Zukunft? Realität oder Blödsinn? 1 Woche 1 Tag her #839537

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Tssir, es freut mich gewaltig dass das der einzige Aspekt auf den du eingegangen bist der des Selbstbewusstseins ist, obwohl genau das nicht mal wirklich der Kern meines Beitrags war. Es ist immer wieder faszinierend wie wirklich nur auf das nötigste eingegangen wird, hauptsache widersprechen und dabei einfach komplett am Thema vorbeispringen. Ich bin begeistert.

Weiterhin ist es super, wie du den mit wichtigsten Punkt in meiner Aussage völlig überlesen hast. Ich zitiere mich, damit noch einmal deutlich wird worauf ich hinaus möchte:
Fish. schrieb:
Sie besitzen weder ein Selbstkonzept, noch ein Selbstwert. Sie sind nicht in der Lage sich durch Motivation weiterzuentwickeln und lernen nur auf Basis von Verhaltenskonditionierung. Tiere sind nicht in der Lage Interesse zu zeigen, noch sind sie in der Lage ihre Gesellschaft durch Transmission und Kumulation zu entwickeln. Weiterhin können Tiere nicht kochen und besitzen kein Metagedächtnis oder andere hochentwickelte kognitive Funktionen, die sie auch nur ansatzweise auf eine Ebene der reflektierten Persönlichkeit bringen können.

Dann zitiere ich noch einmal das was ich eigentlich mit meinem Beitrag aussagen wollte, was weitaus wichtiger war:
Fish. schrieb:
Es ist unglaublich spannend, dass Tieren in Amerika ein Recht gegeben wird, das Menschen nicht genießen und dass fiktive Persönlichkeiten in Japan verheiratet werden dürfen, es lebendigen Menschen aber verwehrt wird.

Das wovon du sprichst ist die Selbsterkennung. Sprich - das Tier erkennt sich selbst im Spiegel. Bei Säuglingen findet dies in der Regel im 18-Lebensmonat statt. Wenn du es nun philosophisch betrachten möchtest besitzen die Tiere ein individuelles Bewusstsein von sich selbst. Auch dies ist kein Selbstbewusstsein, so wie wir Menschen es erleben.
Nehmen wir dein "Spiegeltest = Bewusstsein" jetzt mal sehr genau, weil du Recht haben wolltest: Kinder haben vor dem 18-Lebensmonat kein Bewusstsein, weil sie sich vorher nicht im Spiegel erkennen. Super Aussage, findest du nicht auch?

Was ist Selbstbewusstsein?
Es gibt verschiedene Definitionen vom Selbstbewusstsein.
- Selbstbewusstsein umfasst die Fähigkeit von Beobachtung und Reflexion.
- Selbstbewusstsein als Anerkennung durch den Anderen
- Selbstbewusstsein als Bewusstsein von sich selbst als denkendes Lebewesen, also ein Metagedächtnis - auch etwas, das Tiere nicht besitzen.

Es wurde bisher nur bei Affen festgestellt und auch hier wiederhole ich mich, dass ich Affen außen vorgelassen habe und du sie trotzdem erwähnt hast. Lies verdammt nochmal die Beiträge vernünftig, danke. Primaten sind hier noch einmal eine andere Diskussionsebene aufgrund ihrer kognitiven Fähigkeiten.
Edit: Auch bei Delfinen.
Dann nehmen wir noch einmal den Spiegeltest auseinander, weil warum sich auch vorher mit der Materie auseinandersetzen, wenn du für das Verfassen und Lesen meines Beitrags maximal 30 Minuten benötigt hast. Ich bezweifle, dass du dich auch nur ansatzweise informiert hast.
Welche Tiere bestehen den Spiegeltest?
Säugetiere
Affen - wie bereits erwähnt ignoriere ich Affen hier erst einmal.
Delfine - besitzen tatsächlich, nach kurzer Recherche, eine Form von Metagedächtnis, welche sich jedoch von unsererm "Wissen über das Wissen" unterscheidet. Also keine menschliche Version davon. Jedoch müsste ich mich hier noch einmal genauer mit der Materie zusammenfassen in wie weit die Definitionen und Fähigkeiten unterschiedlich sind. Also ja, du hast in der Hinsicht Recht, dass Delfine in der Tat eine Form des Selbstbewusstseins haben.
Asiatischer Elefant - nur ein einziger von drei Elefanten hat den Spiegeltest bestanden. Besitzt nun der eine Elefant ein Bewusstsein und die anderen nicht? Dann wäre dies nämlich nicht tierisch bedingt. Auch dies ist wieder ein anderes, philosophisches, Thema.

Vogelarten
Vögel (Elstern, Raben, Tauben, Keas) sind in der Lage sich selbst zu erkennen und laut Biologen gibt es tatsächlich im Hirn Entwicklungen die den Vögeln ein "Bewusstsein" ermöglichen können.

Fischarten
Putzerlippenfisch - jedoch eher eine physische Gegenreaktion auf den Punkt, kein Bewusstsein vorhanden.

Was lernen wir heiraus? Delfine, Affen und Vögel sind in der Lage ein Bewusstsein zu entwickeln/zu besitzen. Sind sie deshalb menschlich-definitorisch korrekt selbstbewusst? Nein. Besitzen sie ein tier-definitorisches Selbstbewusstsein? Ja.
Natürlich könnte man jetzt darüber streiten, ob dies menschliche Ignoranz ist und ob Selbstbewusstsein vorhanden ist oder nicht.
Viel wichtiger ist jedoch, dass diese Tiere keine metakognitiven Fähigkeiten die wir Menschen besitzen ausüben können. Tiere haben keine Meinungen, Einstellungen, Kreativität oder auch Aufmerksamkeit für zielgerichtete Aufgaben.
Auch hier kann man sich wieder über Primaten (und möglicherweise Delfine/Graupapageien) streiten und Recherche betreiben, aber auch das wäre eher sinnvoller für einen individuellen Beitrag.

Also statt hier rumzumeckern, dass man philosophisch betrachtet Tieren ein Selbstbewusstsein zuschreiben sollte, könntest du aus deiner menschlichen Ignoranz mal austreten und den kompletten Text lesen, statt dich mit einem Tunnelblick nur auf das zu beschränken was du für richtig empfindest. Diese verdammten drei-Zeilen-Antworten mit denen niemand etwas anfangen kann sind verdammt nervig und töten Diskussionen, es wurde schon in mehreren Themen angesprochen. Dass es einfach nicht begriffen wird. Außerdem hat dein Beitrag keinerlei Mehrwert für die eigentliche Thematik und du hättest es mir auch einfach per privater Nachricht schreiben können statt deiner "ich will aber Recht haben!" Trotzreaktion. Woraufhin ich meinen Beitrag dann hätte anpassen können.
Um zum Thema zurückzukommen: Aufgrund von mangelnden metakognitiven Fähigkeiten sollten Tiere einfach nicht verheiratet werden. Das ist genau so ein Schwachsinn wie omni- oder carnivoren Tieren eine vegane Ernährung anzudrehen.
Tssir schrieb:
Außerdem möchte ich Dich daran erinnern, dass auch wir „Tiere“ sind.
Wir Menschen sind auch nur Tiere, Alter ist nur eine Zahl, man selbst hat immer Recht und alle anderen Menschen haben keine Ahnung, Wasser ist nass und Nachts ist es kälter als draußen.
Was genau soll mir das jetzt sagen? Dass ich einen Delfin heiraten darf um mich mit ihm fortzupflanzen? Inspirierend, danke.

Edit: Ich habe Tssir per privater Nachricht geantwortet um dem Thema die Möglichkeit zu geben wieder On-Topic zu fahren.

Edit2: Tssirs erneute Antwort [ Zum Anzeigen klicken ]
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Letzte Änderung: 1 Woche 1 Tag her von Fish..
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Fiktive Charaktere heiraten in der Zukunft? Realität oder Blödsinn? 1 Woche 1 Tag her #839538

Deinen Beitrag habe ich vollständig gelesen, meine Zeit vor dem Meeting reichte leider nicht um ausgiebig darüber zu schreiben. Dies war ein Fehler, das gebe ich zu denn es hat mich Angreifbar gemacht.

Informiert habe ich mich mehr als Du denkst und ich kann auch gute Beispiele gegen Deine Position bringen:

So haben Wissenschaftler bei Raben beobachtet, dass sie über dem Kadaver eines toten Raben sich gesammelt und eine Art Toten-Messe abgehalten haben. Auch von Elefanten und Primaten ist es bekannt, dass sie Trauer über den Verlust Ihresgleichen empfinden. Ich glaube kaum, dass ein „dummes Tier“ zu so etwas fähig wäre.

Man hat bei Rabenvögeln beobachtet, wie ein älterer Vogel einem jungen das Jagen von Maden mit einem Stock beigebracht hat. Bei den Kea (Papagei in Neuseeland) hat man festgestellt, dass sie Menschen Beobachten und anhand dieser Erkenntnisse Probleme lösen können. Die Tiere lernen also bewusst von Anderen um sich zu entwickeln. Dieses Verhalten hat man auch bei Oktopoden beobachtet.

Wir wissen mittlerweile, dass viele Tiere eine komplexe Sprache besitzen. Eine Sprache dient der Übermittlung von Informationen und nur ein Wesen welches über sich selbst Erkenntnis hat ist zu so etwas in der Lage.

Auch die Selbstlosigkeit hat man bei einigen Tieren beobachtet. Sie haben anderen geholfen z.B.: an Nahrungsmittel zu kommen ohne für sich selbst was davon zu nehmen.

Du sprichst auch davon, dass ein Kind unter 18 Monaten sich selbst im Spiegel nicht erkennt. Du sprichst ihm aber Bewusstsein zu. Warum Denkst Du also, dass Tiere die sich im Spiegel nicht erkennen kein Bewusstsein besitzen?

Du sprichst immer von den menschlichen Attributen des Selbstbewusstseins, warum willst Du nicht anerkennen, dass es auch andere Formen des Selbstbewusstseins geben kann. Eine intelligente Maschine die ein Bewusstsein erlangt wird auch nicht Menschlich sein.

Immer alles auf die Ebene „Wir sind das größte und alles muss sich an uns messen“ zu reduzieren ist ein Zeichen von Minderwertigkeitskomplexen. Es kann im Universum Intelligente Wesen geben für die wir nicht mehr als Würmer sind. Willst Du auch sie nach den „Menschlichen Standards“ beurteilen?

Noch vor wenigen Jahrhunderten hat man den Schwarzen Menschen in Afrika das Selbstbewusstsein abgesprochen und sie als Triere betrachtet. Ich hoffe nicht, dass Du in diese Richtung hier gehen möchtest ;-)

@Fish.

Lieber Fisch.

Zuerst vielen Dank für Deine wirklich ausführliche Mail.

Ich erlaube mir aber meine Antwort öffentlich zu machen, den ich pflege eine Diskussion die ich öffentlich angefangen habe auch öffentlich zu beenden.

Ich habe dies als eine lockere Diskussionsrunde angesehen und habe einige allgemein bekannte Informationen reingestellt.
Ich habe nicht vorgehabt daraus eine Wissenschaftliche Abhandlung zu machen weshalb ich auf die korrekten Verweise verzichtet habe.

Mir ist selbstverständlich klar dass wir hier unterschiedlicher Meinungen sind.
Ich persönlich stehe in der Tradition der fernöstlicher Philosophie, und betrachte jedes Lebewesen als Beseelt, egal ob Tier oder Pflanze.
Dies mag natürlich etwas übertrieben sein, dennoch die moderne Wissenschaft bestätigt dass die Tiere und Pflanzen
keine "Dummen Gegenstände" sind wie wir es früher gedacht haben.

Sie mögen vielleicht nicht deinen Menschliches-Bewusstsein-Ansprüchen genügen, dennoch sollte man sie nicht herabwürdigen.

Es wundert mich allerdings etwas dass Du dich durch meine Meinung dermaßen angegriffen fühlst. Sollte ich Deine religiösen oder philosophischen Ansichten verletzt haben, so möchte ich feststellen dass dies selbstverständlich nicht meine Absicht war.

Mein letzter Satz war selbstverständlich als Scherz gedacht, was ich extra mit einem Smiley gekennzeichnet habe.

Diesen Satz den Du geschrieben hast, kann ich allerdings auch an Dich zurückgeben:
"Einfach mal akzeptieren, dass man möglicherweise falsch liegt. Man muss seine Einstellung nicht ändern, Fakten sollte man aber einfach akzeptieren."

Ich gebe Dir Rech dass diese Diskussion den Rahmen des eigentlichen Thema weit überschritten hat und wir es dabei belassen sollten.

Ich freue mich auf unsere weiteren Diskussionen.
Letzte Änderung: 1 Woche 1 Tag her von Tssir-De-Macabre.

Fiktive Charaktere heiraten in der Zukunft? Realität oder Blödsinn? 1 Woche 1 Tag her #839545

Ehrlich gesagt weiß ich gerade nicht, wie das Thema an der Stelle in dieser Form überhaupt so sehr ausufern bzw. eskalieren konnte.
Da sitzt man gemütlich einen Tag lang unter Stress auf der Arbeit und denkt sich nichts böses, und wird beim stöbern Zuhause Zeuge einer solch ausführlichen und natürlich auch korrekten Abhandlung der Thematik. Allerdings war das niemals meine Intention eine solche loszutreten.

Insbesondere nicht, wenn man wirklich die gesamte Rechte und Pflichten Palette der Welt mit ins Boot nehmen möchte, deren Realisierung bis heute einer Utopie zu gleichen scheint. Entsprechend geht es mir hier nicht darum einer virtuellen Persönlichkeit Rechte zu verleihen, da ich dies als Priorität 1 auf meiner VR-Waifu-Gerechtigkeits-Agenda vertrete, nein. Eigentlich wollte ich nur darauf eingehen, dass die Schaffung von Rechtsräumen auch in solchen Umgebungen basierend auf einer entwickelten künstlichen Intelligenz, welcher man eine Ehesprechung zusagt, sicherlich thematisiert wird.

Von Menschenrechten war von meiner Seite aus nie die Rede, weshalb ich das sowieso schon ein wenig schief beäugen musste, als es seine Erwähnung fand. Zumal man eigentlich auch Rassismus in den Raum werfen könnte, wenn man Menschen Rechte zugesteht es aber anderen Lebensformen verwähren möchte. Das alles ist natürlich eine sehr philosophische Sache, da man sich eigentlich auch mit der Rechtslage von Tieren auseinandersetzen müsste, wobei man aber am Ende auch auf die Wurzel des Menschlichen Seins als Carnivore bzw. Omnivore zurück kommen wird, was eine Aushebelung mancher Rechte begünstigt, da es in der Natur des Menschen liegt diese Spezies aufgrund ihrer Beutenatur zu benachteiligen.

Aus eben diesem Grund wähle ich die mir klügste Art mit dem Thema der Rechte im Bezug auf Menschen, Tiere und virtuelle Waifus umzugehen: "Ich lass es einfach sein."
Schließlich reden wir hier von einer Hypothese, wie der Umgang mit solch einem Umstand möglicherweise denkbar wäre, wobei uns jegliche Beweiskraft dazu fehlt, wie es denn tatsächlich abliefe, da schlicht und ergreifend die Mittel und Wege fehlen es in einem Ausmaß zu bewerten, von welchem man in der eingangserwähnten Hyphothese ausgeht.

Soll es wirklich um diese tiefgründigen Fragen an dieser Stelle gehen, bei der sich Leute gegenseitig in den Nacken beißen, um ihre Rudeldominanz zu offenbaren oder lässt man Idioten wie mich wieder in einfacher Illusion und unspielbarer Zukunftsmusik tanzen? xD
Wenn ja, dann würde ich einfach mal an Tssir und Fish, bzw. generell an alle die Frage geben:
"Würdet ihr einen fiktiven Charakter heiraten, sofern es in seiner Auslebung moralisch und gesellschaftlich akzeptiert ist, keinerlei gesundheitliche oder sozialpädagogische Bedenken dazu gibt und unterm Strich also normal sei? Wenn nicht, wieso?

Part 2: Unabhängig von der Antwort zu Frage 1 - welcher fiktive Charakter käme euch in den Sinn, welchem ihr am meisten Interesse zeigen würdet? Wer wäre euer Partner der Wahl, wenn ihr euch entscheiden müsstet?"
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Fiktive Charaktere heiraten in der Zukunft? Realität oder Blödsinn? 1 Woche 9 Stunden her #839560

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TheAwesomePigeon schrieb:
"Würdet ihr einen fiktiven Charakter heiraten, sofern es in seiner Auslebung moralisch und gesellschaftlich akzeptiert ist, keinerlei gesundheitliche oder sozialpädagogische Bedenken dazu gibt und unterm Strich also normal sei? Wenn nicht, wieso?
Nein. Selbst wenn es aus irgendeinem Grund keine negativen psychologischen Folgen in Bezug zur Realität hätte und selbst wenn die fiktive Persönlichkeit selbstagierend, selbstbewusst oder eine individuelle Persönlichkeit besitzt, würde ich keinen fiktiven Charakter heiraten oder mich in irgendeiner Art und Weise romantisch für sie interessieren.
Ich bevorzuge "reale" Partnerschaften mit körperlicher intimität. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Hologramm, ein Roboter oder ein VR-Charakter meine Bedürfnisse nach Nähe, Körperkontakt etc. irgendwie auch nur ansatzweise befriedigen könnte. Ich bezweifle, dass man mit einem Hologramm/Roboter/VR-Charakter beispielsweise so "vernünftig" kuscheln könnte, wie man es mit einem Menschen könnte und ich glaube nicht, dass es im Alltag, in Konversationen, bei Zukunftsplänen und jeglichem anderen Aspekt der Partnerschaften ausmacht irgendwie dem gleich kommt. Besonders, wenn man schlechten Tagen theoretisch einfach per "Stecker ziehen" aus dem Weg gehen könnte. Natürlich wäre dies auch für das eigene Empfinden gut, wenn man sich nicht mit Stress oder Streit auseinandersetzen muss, ich persönlich empfände dies jedoch eher als etwas schlechtes.
TheAwesomePigeon schrieb:
Unabhängig von der Antwort zu Frage 1 - welcher fiktive Charakter käme euch in den Sinn, welchem ihr am meisten Interesse zeigen würdet? Wer wäre euer Partner der Wahl, wenn ihr euch entscheiden müsstet?"
Ich habe echt lange über diese Frage nachgedacht und bin dann zu dem Entschluss gekommen, dass ich einfach kein Interesse an fiktiven Charakteren besitze.
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Fiktive Charaktere heiraten in der Zukunft? Realität oder Blödsinn? 1 Woche 13 Minuten her #839582

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TheAwesomePigeon schrieb:
Wenn ja, dann würde ich einfach mal an Tssir und Fish, bzw. generell an alle die Frage geben:
"Würdet ihr einen fiktiven Charakter heiraten, sofern es in seiner Auslebung moralisch und gesellschaftlich akzeptiert ist, keinerlei gesundheitliche oder sozialpädagogische Bedenken dazu gibt und unterm Strich also normal sei? Wenn nicht, wieso?
Die erste Frage würde ich mit einem Nein beantworten aus einem ganz einfachen Grund ich lehne die Ehe ab sie hat für mich als gesellschaftliches Konstrukt ausgedient. Wer es aus religiösen gern trotzdem tun möchte kann dies weiterhin tun. Allerdings halte ich nichts davon das der Staat verheiratete Partnerschaften nicht verheirateten vorzieht sei es Steuerrechtlich oder beim zeugen von Nachwuchs durch künstliche Befruchtung.
Jeder Person soll seine Liebe so ausleben können wie sie/er/es möchte, solange er damit niemand Anderem schadet.

TheAwesomePigeon schrieb:
Part 2: Unabhängig von der Antwort zu Frage 1 - welcher fiktive Charakter käme euch in den Sinn, welchem ihr am meisten Interesse zeigen würdet? Wer wäre euer Partner der Wahl, wenn ihr euch entscheiden müsstet?"[/b]
"Miria Harvent" aus Baccano oder jede/r der allgemein gute Laune verbreitet, man kann auch wenn man auf der Couch sitzt und ein Buch ließt eine fröhliche Aura haben.

Fish. schrieb:
Ich habe echt lange über diese Frage nachgedacht und bin dann zu dem Entschluss gekommen, dass ich einfach kein Interesse an fiktiven Charakteren besitze.
Ich hoffe einfach für dich und deine Mitmenschen, das es da draußen eine Person gibt die auch ein trockenes Stück Brot wie dich, das alles immer viel zu ernst nimmt aus der Reserve locken kann. (:
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Fiktive Charaktere heiraten in der Zukunft? Realität oder Blödsinn? 6 Tage 10 Stunden her #839590

Als ich die Antworten gelesen habe und über die Ablehnung der "Realität des Partners" nachdachte ist mir etwas ulkiges in den Sinn gekommen.
Die von mir aufgestellte These als nicht real genug zu definieren kommt entsprechend gleich, als wenn man in der Serie Matrix die Beziehungen aller Menschen innerhalb der Matrix als nicht real betrachtet. Find die Serie macht einen guten Punkt für meine These, da ich glaube, dass Beziehungen und dergleichen innerhalb der Matrix vom Menschen selbst doch als ausgesprochen realistisch betrachtet wird (so sehr, dass sich der Körper dessen nicht einmal bewusst ist, in einer virutellen Realität zu sein).

Allerdings ist das natürlich aus sehr weitreichender Gedanke, da man die Wahl zur Heirat eines fiktiven Charakters mit einer (egal wie realitätsnahen) Interaktion nicht mit einer Art zwanghaften Gefangenschaft in einem perfektionierten "Mensch-sein-MMORPG" der Matrix vergleichen kann. Denke wenn man in einer virutellen Realität gefangen wäre, dann wäre das glaube ich den meisten schnurz-pieps-egal, ob man nun einen NPC oder Spieler mögen würde xD

@homie. Miria Harvent ist definitiv eine interessante Wahl, welche offensichtlich von einem erlesenen Geschmack erwählt wurde. Bei ihr hätte ich aber immer nur ein schlechtes Gewissen. Was ist eine Mira ohne ihren "ISACUUU~" xD
Letzte Änderung: 6 Tage 1 Stunde her von TheAwesomePigeon. Begründung: Erwähnung ergänzt für den letzten Satz :>
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Fiktive Charaktere heiraten in der Zukunft? Realität oder Blödsinn? 6 Tage 4 Stunden her #839598

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Der erste Teil scheint sich ja mehr auf Fish seine Antwort zu beziehen mal abgesehen davon, dass ich weder die Matrix-Filme noch die Serie dazu kenne.
TAP schrieb:
Miria Harvent ist definitiv eine interessante Wahl, welche offensichtlich von einem erlesenen Geschmack erwählt wurde. Bei ihr hätte ich aber immer nur ein schlechtes Gewissen. Was ist eine Mira ohne ihren "ISACUUU~" xD
Ich habe eher dabei dran gedacht dass ich diese Rolle dann einnehmen würde also quasi in ein Set-up reinkomme, denn wie du sicher weißt sind Namen nur Schall und Rauch, dann heiß ich ab dann halt "ISACUU~". Interessant wäre auch "Louise Françoise ...", denn wer möchte nicht einmal im Leben von einer entzückenden Dame mit Pferderute ausgepeitscht worden sein. ;)
Aber mal an dich eine Frage: Wen hättest du denn gewählt ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen und wen wenn dies keine Rolle spielt? (:
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Fiktive Charaktere heiraten in der Zukunft? Realität oder Blödsinn? 5 Tage 10 Stunden her #839612

Wenn ich mir ansehe, wie hombie. hier Hals über Kopf in verrückte Szenarien wie Baccano! oder Zero no Tsukaima springen würde, so ist bei mir glaube ich nur die erste Wahl ausgesprochen extrem, während alles andere so normal erscheint, dass man wohl fragen würde warum man überhaupt einen Anime Charakter wählt.

Präferierend würde ich für mich feststellen, dass ich einen relativ starken Hang dazu habe Charaktere im besonderen zu bevorzugen, welche den TV Trope "Deadpan Snarker" oder eben eine Varianz davon haben. Denn wenn ich durch meine Favoriten so gehe stelle ich fest, dass eigentlich jeder diese Eigenart besitzt. Möglicherweise brauche ich einfach dieses Necken im generellen, weil ich es amüsant oder gar natürlich empfinde.

Meine erste Wahl ist und bleibt eine unangefochtene Waifu. Allerdings beginnt da bereits mein Problem, wie ich sie nennen soll, da alleine das schon ein Spoiler sein kann.
Naja - wird sowieso niemand spielen, von daher. Jacqli aus der Ar Tonelico Reihe. Handelt sich um ein JRPG für die Playstation 2, also ein etwas älteres Spiel. Zum Charakter kann ich leider wenig sagen ohne in Spoiler zu rutschen - aber was ich sagen kann ist, dass es ein sehr zynischer Charakter ist.

Wenn ich mich allerdings rein auf den Anime Bereich begrenzen muss, da dieser hier mehr bekannt ist, dann wäre die Wahl ohne Frage bei Megumi Katou aus der Serie Saenai Heroine no Sodatekata oder eben kurz SaeKano. Der Charakter ist und war immer der Kern und Angelpunkt, warum ich die Serie so sehr mochte, da es erfrischend ist einen so normalen Charakter zu sehen, der gleichzeitig das Gefühl gibt einfach eine Person zu sein, welche man gerne um sich herum hätte.

Ja, zu normal, ich weiß... Ansonsten vllt noch Ruri Gokou aus OreImo? Besser bekannt als Kuroneko vielleicht. So ein Vollblut Otaku mit diversen Fähigkeiten ist doch auch nicht schlecht.

Generell gibt es ja viele Charaktere, die dafür geschaffen wurden sie nicht nur zu mögen, sondern möglicherweise auch einfach zu lieben. Das macht die Wahl eigentlich nur schwieriger, da es zu viele gibt. So komme ich gar nicht in die Situation von Fish., bei der ich es mir schwer tue überhaupt einen Charakter zu finden, den man mag.

Fiktive Charaktere heiraten in der Zukunft? Realität oder Blödsinn? 5 Tage 7 Stunden her #839618

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TheAwesomePigeon schrieb:
Als ich die Antworten gelesen habe und über die Ablehnung der "Realität des Partners" nachdachte ist mir etwas ulkiges in den Sinn gekommen.
Die von mir aufgestellte These als nicht real genug zu definieren kommt entsprechend gleich, als wenn man in der Serie Matrix die Beziehungen aller Menschen innerhalb der Matrix als nicht real betrachtet. Find die Serie macht einen guten Punkt für meine These, da ich glaube, dass Beziehungen und dergleichen innerhalb der Matrix vom Menschen selbst doch als ausgesprochen realistisch betrachtet wird (so sehr, dass sich der Körper dessen nicht einmal bewusst ist, in einer virutellen Realität zu sein).
Magst du den Part etwas genauer erläutern (bzw. mir per PN zukommen lassen)? Ich habe die Matrix-Reihe tatsächlich noch nicht gesehen und bin in dieser Hinsicht gerade ein wenig neugierig.
homie. schrieb:
Ich hoffe einfach für dich und deine Mitmenschen, das es da draußen eine Person gibt die auch ein trockenes Stück Brot wie dich, das alles immer viel zu ernst nimmt aus der Reserve locken kann. (:
Also erst einmal: "dass es da draußen [...]"
Die Tatsache dass meine Person mit einem derartigen niveaulosen Fehler im selben Satz steht ist beleidigender als die komplette Aussage. War das dann genug Ernsthaftigkeit um meine "alles immer viel zu ernst nehmen"-Quote zu erfüllen? :p

Für mich persönlich gibt es einfach keinen legitimen Grund mich auch nur ansatzweise romantisch, sexuell oder partnerschaftlich für eine fiktive Persönlichkeit zu interessieren.
Natürlich gibt es interessant geschriebene Charaktere, das möchte ich nicht abstreiten. Nur es ist für mich einfach Fiktion und ich bevorzuge die Realität in dieser Hinsicht. Dass es wohlmöglich spannend wäre außergewöhnliche fiktive Charaktere persönlich zu treffen um mit ihnen eine Unterhaltung zu führen streite ich auf gar keinen Fall ab, aber das wäre dann auch das einzige was mich diesbezüglich interessieren würde.

Ich führe außerdem ein recht erfolgreiches Privatleben weshalb ich mir die Gedanken eben nicht machen muss Fiktion als Partnerschaft/Ersatz zu haben. Wenn das nun heißt, dass ich ein trockenes Stück Brot bin das erst einmal aus der Reserve geholt werden muss nur um derartiges Interesse an Fiktion zu zeigen, dann bin ich das tatsächlich gerne.

Wie kommst du denn genau auf die Assoziation zwischen "kein diesbezügliches Interesse an Fiktion = ernst, muss aus der Reserve geholt werden"? Das würde mich interessieren, denn immerhin hat jeder andere Vorstellungen diesbezüglich und bis auf die Tatsache, dass ich mich öfters mal über Halbwissen und stagnierenden Persönlichkeiten möglicherweise zu oft/intensiv aufrege, fällt mir nichts ein, was aber wiederum nichts mit der eigentlichen Thematik zu tun hätte.
Für mich würde diese Frage für mich viel mehr Sinn ergeben, wenn man fragen würde in welcher alternativen Realität bzw. welchem "Fiktionsuniversum" ich leben würde und welche Charaktere ich in diesem Kontext möglicherweise als Kameraden/Partner haben würde, sprich, mich in Fiktion auf Fiktion einzulassen, weil es eben fiktiv ist. Was ein Satz.
homie. schrieb:
Interessant wäre auch "Louise Françoise ...", denn wer möchte nicht einmal im Leben von einer entzückenden Dame mit Pferderute ausgepeitscht worden sein.
Auch hier entsteht in meinem Kopf ein Fragezeichen, da mich genau diese Vorstellung selbst in der Realität jetzt nicht so wirklich reizen würde. Aber jeder hat andere Vorlieben. :p
Aber vielleicht bin ich auch einfach zu realitätsfixiert um den Reiz einer Waifu zu verstehen. Mag mich jemand erleuchten, warum Menschen eine Waifu so toll finden? Verkörpert sie irgendetwas das reale Mädchen eben nicht besitzen? #sendhelp.
TheAwesomePigeon schrieb:
So komme ich gar nicht in die Situation von Fish., bei der ich es mir schwer tue überhaupt einen Charakter zu finden, den man mag.
Natürlich entwickle ich Sympathie und Antipathie gegenüber Charakteren. Aber ich kann mich diesbezüglich nicht so wirklich festlegen. Wenn ich einen Charakter mag heißt es noch lange nicht, dass ich ihn auch in einem anderen Kontext mögen würde, weil sie eben ein Produkt ihres Universums sind. Sie sind mir sympathisch, gerade weil sie eben so geschrieben sind oder die aufgrund ihres Universums dementsprechend so herüberkommen. Nimmt man ihnen diesen Kontext, bleibt teilweise nicht sehr viel über.
Ein Beispiel wäre hier für mich Erika Furudo aus der Umineko-Reihe mit der ich mich im realen Leben sehr gerne diskutierend über diverse Aspekte auseinandersetzen würde (bzw. argumentativ vernichtet werden). Ich finde den Charakter, mit vielen anderen aus der Reihe, verdammt gut. Nur wenn ich mir eben diese Charaktere in einem nicht-mystery-Kontext vorstellen soll, dann wären einige von ihnen für mich eher nervtötend oder einfach fehl am Platz .
Ich kann auf der Arbeit auch gut mit meinen Kollegen klarkommen bzw. mag sie als Arbeitskollegen/schätze sie als Person, das heißt noch lange nicht, dass ich sie jetzt auch im privaten Leben als sehr guten Freund oder Partner benötige, genau wie ich umgekehrt manche meiner sehr guten Freunde im Arbeitskontext auch eher als negativ empfinden würde. Um es mal kurz als überspitztes Beispiel auf die Realität übertragen. Ich bin diesbezüglich ein bisschen (möglicherweise zu stark) kontextorientiert und Fiktion und Realität sind für mich eben zwei verschiedene Kontexte die sich eben für mich nicht verbinden lassen.
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Fiktive Charaktere heiraten in der Zukunft? Realität oder Blödsinn? 5 Tage 5 Stunden her #839623

Magst du den Part etwas genauer erläutern (bzw. mir per PN zukommen lassen)? Ich habe die Matrix-Reihe tatsächlich noch nicht gesehen und bin in dieser Hinsicht gerade ein wenig neugierig.
Impossible!

Nein, danke. Jetzt fühle ich mich langsam wieder mehr so, als ob ich ein Großvater als welcher ich in einem dunkel braun getünchten Ledersessel vor einem offenen Kaminfeuer sitze, während sich viele kleine Proxer User um mich herum versammeln, da ich ihnen versprochen habe wieder eine lustige Geschichte aus meinem äonenlangen Leben zu rezitieren.
Die Film Trilogie Matrix nahm ihren Anfang im Jahr 1999 und habe ich - die FSK ignorierend - in meinen Kindertagen gesehen und genossen. Die Matrix Serie handelt davon, dass unser Hauptcharakter von mysteriösen Gestalten mitgenommen wird und man ihm die Geschichte auftischt, dass alles, was er derzeit sieht, fühlt oder glaubt als real zu empfinden in Wahrheit Fiktion ist. Es wird gesagt, dass er sich in einer künstlich geschaffenen Realität befände, aus welcher er als Auserwählter ausbrechen müsse, um die Menschen vom Joch der Sklaverei durch die Maschinen zu befreien. Daher stammt auch die bekannte Szene des Memes, bei dem Morpheus, einer der Verkünder dieser absurden Idee, zwei Hände zum Auserwählten hinhält. In der einen Hand befindet sich die blaue Kapsel, welche ihn die Begegnung vergessen lässt und er weiterhin sein Leben wie gewohnt weiterleben kann oder er mag die rote Kapsel in der anderen Hand wählen, mit welcher ihm die wahre Natur der Welt aufgezeigt werden kann.

Möchte da jetzt nicht zu viel von verraten. Denke jedenfalls, dass die Filme ein Klassiker sind, den man gesehen haben sollte. Alleine wegen der Idee, welche dahinter steckt, was mir sehr gut gefallen hat. Ansonsten hat es natürlich viel Action.

Jedenfalls wäre das ein Beispiel einer perfekt realen Wahrnehmung einer virtuellen Realität. Dabei wurden ja die Wünsche und Bedürfnisse der Matrix Bewohner durchaus erfüllt. Die gesamte Welt und alles wurde als real aufgefasst und aufgenommen. Natürlich aber unter der Prämisse, dass man dies eben nicht weiß.

Weiterführung nach Unterbrechung...
Die Kontextorientierung würde ich nicht als Bürde sehen in dem Sinne, wenn man sich meine Favoriten ansieht, welche ich zuvor geteilt habe, so bin ich da auch nicht viel anders. Schließlich hab ich da auch Charaktere, welche man sogesehen aus ihrem Kontext reißen könnte und sie als Charaktere weiterhin wunderbar funktionieren, da sie als Charaktere eigenständig genug sind, um nicht von Hauptcharaktere etc. abhängig zu sein um etwas zu sein xD

Von außen betrachtet ist Waifu-Kult wahrscheinlich einfach nur Unfug und Schwachsinn. Das sah ich zumindest auch mal so. Wenn man allerdings einfach über diesen Schatten springt und sich mal darauf einlässt und sich anschließend in "Konflikte" mit anderen Meinungen zum Geschmack wirft, so macht es tatsächlich Spaß. Gewissermaßen setzt es auch eine personliche Form von Degeneration voraus sich auf manche Themen einzulassen, dass man zum Beispiel bei der Serie "Monster Musume" einen Favoriten wählt und ihn gegen andere Monster Girl Waifus verteidigt, was zu wirklich lustigen Gesprächen führt, da man sich auf Gedankenspiele einlässt, die einerseits fragwürdig, aber dadurch eben auch fatasievoll und unterhaltsam sind. Eben dieser Quell an Gedankengut, dessen abweichende Note von der Norm der Normalität behandelt, stellt zum Beispiel auch den Grundstein für Erfolge von Serien wie Ishuzoku Reviewers.
Es geht dabei nicht darum etwas wirklich zu glauben oder vor etwas zu fliehen, sondern sich für eine Sache zu begeistern. Es ist vergleichbar mit kreischenden Mädchen, wenn eine Boy-Band die Bühne betritt oder gröhlenden Hooligans, wenn ihre Mannschaft den Rasen betritt. Oder eben die Anime Fans, welche fiktive Charaktere feiern und lieben. Alle werden ihrem gewählten Ideal realistisch betrachtet nicht näher kommen als ihre Freude für sich selbst auszuleben und mit anderen zu teilen, wobei das sich auch dadurch zeigen kann, dass man bereit ist mit anderen in kleine Glaubenskonflikte zu geraten. Waifu Wars sind bekanntlich etwas derartiges. Es involviert die betroffenen Personen gefühlt weit mehr, als wenn man es nüchtern und analystisch betrachtet, wie man es in westlcihen Medien häufiger tut.

Generell würde ich also jedem, welcher davon weniger weiß, vielleicht sogar mal die Serie Ore no Imouto ga konna ni Kawaii wake ga nai empfehlen. Nicht, weil man Anime Schauer zu Siscons oder ähnlichem verkommen lassen möchte, sondern aus 2 einfachen Gründen.
a) Die Serie ist eine generelle Meta Referenz auf die Anime Kultur als solche.
b) Die Serie hat einen recht starken Waifu War zwischen Kirino und Ruri Gokou in der Fangemeinschaft losgetreten
Allerdings fällt mir jetzt auch auf, dass Saenai Heroine no Sodatekata ebenso ein gutes Medium dafür ist, da es sehr viel mit dem Thema Visual Novel und 2D Heroine (und was diese ausmacht) behandelt.

Waifus verkaufen keinen Traum, sondern ein Ideal, nachdem man sich utopisch vielleicht ein wenig sehnen kann, während einem vollkommen bewusst ist, dass es unrealistisch ist und sogar in seiner Form in der Realität wohl negativ zu bewerten wäre - Beispiel Tsundere (alte Variante mit viel Faustgewalt). Es handelt sich also um Fantum, wie bei anderen Hobbies, was jemandem in etwas schwelgen lassen kann, während man zugleich Artgenossen sucht, welche dem Zustimmen, gleiche Präferenzen haben um sich auszutauschen oder sogar andere Meinungen haben, da auch die Konfliktgespräche Freude bringen, da man weiß, dass der andere die gleiche Form der Begeisterung für das Hobby aufbringt, wie man selbst - nur anders.
Letzte Änderung: 5 Tage 3 Stunden her von TheAwesomePigeon.
Folgende Benutzer bedankten sich: Fish.

Fiktive Charaktere heiraten in der Zukunft? Realität oder Blödsinn? 4 Tage 18 Stunden her #839632

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Ich finde es gerade schwierig, zu dieser fast schon philosophischen Unterhaltung etwas sinnvolles beizutragen. xD
Na ja, vielleicht schreib ich mal was zu meiner persönlichen Favoritin. Man kann es sich vielleicht schon denken, aber ich finde Raphtalia aus Shield Hero ja ganz sympathisch.^^ Sie sieht gut aus, ist vertrauenswürdig und würde einem niemals von der Seite weichen. Außerdem ist sie manchmal ziemlich anhänglich. Alles Eigenschaften, die ich mir auch bei einer echten Freundin wünschen würde.

@Fish:
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Fiktive Charaktere heiraten in der Zukunft? Realität oder Blödsinn? 4 Tage 2 Stunden her #839654

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Hoi, wenn der Tag kommt, werden Frauen nur noch überflüssig sein.
OK Scherz beiseite. (wenn ich allerdings darüber stärker nachdenke, wird es doch nen großen Einfluss auf die Frauenwelt haben)

Der Philosoph Rene Descartes (1596-1650) hatte nach den Tod seiner Tochter (Francine Descartes) ein Automaton geholt der ihr bis aufs Haar glich und taufte diese Maschine nach ihr. Als Replika war es durchaus ein equivalenter Ersatz, um über den Tod seiner Tochter hinwegzukommen.
(Wie weit diese Geschichte der Wahrheit entspricht, ist unklar).

Ne Bekannte die Gerichtsmedizinerin war, hatte mal nen ähnlichen Fall, wo ne Mutter (ca. 90) alleine mit ihrer Tochter (ca.65) zusammengelebt haben.
Irgendwann ist die Mutter eines natürlichen Todes auf den Sofa gestorben, die nun alleinlebende Tochter hat allerdings ihren Tod nicht verkraftet und hat die Mutter so behandelt, als ob Sie noch leben würde und sie weiterhin gepflegt. Sie band der Mutter einen Gürtel um den Hals um sie hochzuheben und hat ihr weiterhin Nahrung in den Hals geschoben. Irgendwann mal ist die vergammelte Nahrung durch den verwesten Rücken durchgebrochen und das Sekret lief dann auf den Boden über die Decke der darunterliegenden Nachbarn, die sich irgendwann mal über den Verwesungsgeruch polizeilich beschwert haben. Durch den Gürtel um den Hals ging man erstmal von Mord aus, bis sich das andere recht schnell rauskristallisiert hatte.

Bei vielen Menschen könnte ich vorstellen, dass Sie durchaus auf sowas eingehen würden. Besonders weil die Industrie diese Automatas genau so konzipieren würden.
Lieber zu wissen, dass es eine Lüge ist, aber beständig, als ne Beziehung, woran man sich auf garnichts wirklich Sicher ist.

Ich hol mir Ende dieses Jahres zur Feier meines 7-jähriges Single Daseins ein Hund (einen belgischen Schäferhund).
Unkonditionierte Liebe ist die reinste Form der Liebe!!!!
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Fiktive Charaktere heiraten in der Zukunft? Realität oder Blödsinn? 1 Tag 20 Stunden her #839685

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Fish. schrieb:
Also erst einmal: "dass es da draußen [...]"
Die Tatsache dass meine Person mit einem derartigen niveaulosen Fehler im selben Satz steht ist beleidigender als die komplette Aussage. War das dann genug Ernsthaftigkeit um meine "alles immer viel zu ernst nehmen"-Quote zu erfüllen?
Ich meinte eigentlich was völlig anderes im Bezug auf "alles immer viel zu ernst nehmen", aber du kannst mich ja gerne per PN anschreiben und mir ein paar Grammatikregeln beibringen wenn es dich so hart trifft (oder du empfiehlst mir jemanden). (:
Ich hätte vielleicht nicht nur diesen Satz zitieren sollen sondern ein paar mehr Textstellen, in diesem Thema, die Verdeutlichen was ich meine. Diese Aussage hat es nur zum überlaufen gebracht. Was mich viel mehr getriggert hat war z.B. wie du auf Tssir seine Posts bezüglich Neudefinition von Menschenrechten und Tierrechten reagiert hast, nicht weil ich selber der Ansicht dass man dort viel ändern müsste sondern weil du sehr offensiv auf Normabweichende Ansichten reagierst die erst einmal Niemanden einen Schaden zufügen, wie als müsstest du die Leute wieder auf den richtigen Pfad zurückführen.
Behindert sein ist Kultstatus
#sarkastisch gemeint :)
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