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THEMA: Langes leben bzw. Unsterblichkeit

Langes leben bzw. Unsterblichkeit 1 Woche 4 Tage her #827124

Ich habe letztens zum X-ten Mal im Silmarillion geblättert und mir die Geschichte von Elrond und Elros durchgelesen. Der eine hat sich für die Elben und die Unsterblichkeit entschieden, der Andere für die Menschen und die Sterblichkeit.

Technisch gesehen wird es in naher Zukunft möglich sein das Leben entscheidend zu verlängern.

Wie würdet Ihr Euch entscheiden. Möchtet Ihr ewig leben? Oder doch nur 100, 200 oder 1000 Jahre?

Welche Probleme könnten dabei entstehen (Überbevölkerung, Unsterbliche Tyrannische Herrscher, etc.)

Interessant ist auch dass in fast allen alten Religionen die Rede von lang lebenden Menschen ist. In der Bibel z.B.: wird Methusalem mit fast 1000 Jahren genannt. In den Königslisten der Sumerer und Ägypter werden Könige aufgelistet, die über Jahrtausende regiert haben sollen.

Die letzten wissenschaftlichen Erkenntnisse sagen dass viele Geschichten aus der Bibel doch als Historisch belegbar angesehen werden müssen. Kann man dies über die langlebigen Menschen sagen?

Was denkt Ihr darüber?
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Langes leben bzw. Unsterblichkeit 1 Woche 4 Tage her #827126

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Ich habe auch neulich eine Geschichte im Silmarillion gelesen, aber bloß die Geschichte von Beren und Tinuviel (Mandos Hallen gehören mMn zu den eindrucksvollsten Orten der Literatur, wenn man es sich bloß vorstellt). Ich betrachte den Tod so ähnlich wie Tolkien in seinen Werken. Die Sterblichkeit ist Ilúvatars Gabe an die Menschen, auch wenn wir dies nicht immer so sehen.
Vermutlich sind unsere Gehirne auch (noch) nicht darauf konzipiert so lange zu leben. Wir (unsere Spezies) haben uns bisher ja kaum an das moderne Leben anpassen können.

P.S später schreibe ich noch etwas zu den Religionen, was zwar auch interesannt, für den Glauben aber doch recht unerheblich ist.
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Langes leben bzw. Unsterblichkeit 1 Woche 4 Tage her #827131

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Eigentlich eine selbstverständliche Frage. Dachte ich zumindest. Bis mir irgendwann der Gedanke kam " was ist mit den anderen Menschen die du kennen lernst und irgendwann sterben?" , "was ist wenn du irgendwann alles gesehen hast was es zu sehen gibt?" "was ist mit deinen Kindern?" "was ist wenn die Erde irgendwann aufhört zu existieren und du ziellos durchs All schwebst?" (gilt nur bei absoluter Unsterblichkeit, bin nicht sicher ob nach der hier gefragt ist also geh ich nicht weiter darauf ein ) Nicht das das irgendwas an meiner Meinung geändert hätte, aber immerhin kann ich jetzt nachvollziehen wieso andere kein endloses Leben wollen, zumindest ein wenig.
Klar, leute die einem nahestehen zu verlieren ist traurig, aber mit der Unendlichkeit als Multiplikator bin ich sicher das ich irgendwann darüber hinwegkomme. Wenn andere genau so lange Leben gibt es das Problem garnicht. Leben bedeutet erleben. Ich will wissen was die Zukunft bringt. Wissen sammeln um Dinge zu verstehen die ich mir nicht erklären kann. Mein Können verbessern. Meine Neugier befriedigen.

Villeicht, in Millionen-Milliarden von Jahren, hab ich bei all diesen Dingen ein Maximum erreicht. Angenommen mein Gehirn hat die Kapazität dafür sich das alles auchnoch zu merken.
Aber selbst dann halte ich es immernoch für Unsinn ETWAS gegen das NICHTS zu tauschen. Ist einfach kein guter Deal. Sollte nachvollziehbar sein.

Ist es sinnvoll alle Menschen unsterblich zu machen? Kommt drauf an.
Momentan sicher nicht. Aber wenn wir die Möglichkeit haben uns auf andere Planeten auszuweiten? Wer weiß.
Weiter will ich da garnicht drauf eingehen weil das zu viele "wenns" und "abers" werden. Aber für kompletten Unsinn halte ich das nicht, sofern es möglich ist.

Das es Könige gab die über 1000 jahre Alt wurden seh ich sehr skeptisch. Zum einen da die meisten leute im alten Ägypten Glück hatten wenn sie 30 wurden, zum anderen weil es damals nicht unüblich war seinem Erben den gleichen Namen zu geben den man selbst trägt, was solche Erzählungen erklären könnte. Allerdings war ich nicht dabei, also kann ich kein absolutes Urteil fällen, unmöglich sind die wenigsten Dinge.

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Langes leben bzw. Unsterblichkeit 1 Woche 3 Tage her #827136

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Es gibt dem Leben einen Sinn, dass es endlich ist. Wir können unser Leben schließlich danach strukturieren, wie lange wir leben; uns ist in etwa bewusst, welche Lebensphase wir wann erreichen. Wir haben Ziele, wie etwa den Erwerb einer Arbeit, die uns zufriedenstellt und einen gewissen Wohlstand einbringt. Anschließend das Erreichen des Rentenalters, in dem wir unser Leben endlich ohne Arbeitsdruck ausüben können. Was passiert, wenn das Konzept der Lebenszeit seine Bedeutung verliert, da wir unendlich alt werden?
Man hätte z.B. gar keine Rente in Aussicht. Man müsste das kapitalistische Lebensmodell komplett umkrempeln. Vielleicht könnte man einen Rhythmus einführen: Auf 10 Jahre Arbeit folgen 2 Jahre Freizeit. Statt in die Rentenkasse zahlt man in die Freizeitkasse ein. Allerdings dürften die Menschen keine Kinder bekommen, schließlich können nicht immer mehr unendlich lebende Menschen auf der Erde leben. Der Kreislauf des Lebens wäre gestoppt, genauso wie die Evolution des Menschen.

Ich bezweifle allerdings stark, dass es wissenschaftliche Ansätze gibt, die ein deutlich längeres Leben ermöglichen könnten. Natürlich gibt es zahlreiche theoretische Ideen und Konzepte, doch aktuell konzentriert sich die Forschung eher auf das Thema, durch welche Faktoren Menschen überhaupt sterben. Eine Antwort hierauf ist die Zellteilung, welche ab einem gewissen Alter langsam zu funktionieren aufhört. Aber auch hier ist man noch mit der Forschung am Anfang. Selbst wenn man erreichen würde, dass sich die Zellen bis unendliche weiter teilen, so gäbe es sicherlich andere Baustellen im menschlichen Körper, die versagen, sodass der Organismus stirbt.

Außerdem zeigt sich, dass die Lebenserwartung der Menschen durch die medizinischen und ernährungstechnischen Fortschritte nicht ins unendliche steigt. In vielen Industriestaaten beginnt die Lebenserwartung zu stagnieren; wir haben also in gewisser Weise ein Maximum an Lebensqualität erreicht, um unseren Körper das längstmögliche Leben zu ermöglichen. Wir könnten sicherlich noch ein paar Dinge tun, um unser Leben zu verlängern, so leben die meisten Menschen in Industriestaaten nicht gesund, leiden an zivilisatorischen Krankheiten und bewegen sich viel zu wenig; hier könnte man noch einen realistischen Ansatz nehmen, um die Gesellschaft gesünder zu gestalten.
Ich persönlich halte es viel wichtiger zu erforschen, wie Menschen möglichst lange gesund bleiben bzw. wie man Krankheiten wie Krebs möglichst schonend besiegen kann. Mir ist die Qualität meines Lebens viel wichtiger als die Länge.

Viele Geschichten aus der Bibel fußen in Ansätzen auf der Realität; jedoch ist die Bibel auch stark literarisch angereichert, letztendlich ist sie kein streng historisches Werk. Und selbst wenn sie das sein sollte: Die Geschichtsschreibung ist nie zu 100% objektiv und nachvollziehbar belegbar. Wir waren nicht da, als die vermeintlichen Geschehnisse passiert sind und manche Dinge wird man auch nie hinreichend belegen können, da entsprechende Dokumente und Belege fehlen. Es sind eben nur vereinzelte Anteile der Bibel, die als auf der Realität fußend eingestuft werden können. Das Thema der Unsterblichkeit halte ich für eine rein literarische Komponente.

Liebe Grüße~
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Langes leben bzw. Unsterblichkeit 1 Woche 3 Tage her #827177

Grüße,
bei diesem Thema gibt es eine ganze Reihe von Ansätzen und ich will nicht abstreiten mir da auch schonmal Gedanken drüber gemacht zu haben.
Es kommt darauf an welche Art von Unsterblichkeit du meinst. Nicht durch das Alter sterben oder auch von tödlichen Verletzungen erholen können oder gleich vollkommen "unzerstörbar" so in der Art alles überleben können, egal was (z.B. in Lava schwimmen etc.)

Da du in von technischen Möglichkeiten redest, will ich das Letztere erst mal ausschließen (zumindest für die nahe Zukunft, wer weiß schon was alles kommen kann).
Ich denke auch, dass es möglich sein wir das Leben zu verlängern, bis es irgendwann zu einem Punkt kommt, an dem es möglich ist den Alterungsprozess des Körpers vollständig zu stoppen oder umzukehren. Ob das jetzt wirklich nahe in der Zukunft liegt weiß ich nicht, ich bin da eher skeptisch und rechne nicht damit das in den nächsten 20ig Jahren zu sehen. Dass es für so etwas Interesse gibt und auch für eine neue und deswegen sehr wahrscheinlich höchst kostspielige Technik Kunden geben wird, daran habe ich keine Zweifel.
Die Frage, wie alt willst du denn dann werden ist tatsächlich die wichtigere, wenn es keine Begrenzung mehr gibt. Das für mich zu beantworten ist schwierig. Ich kann mir schon vorstellen, dass man an einem Punkt sagt, es reicht. Ob das jetzt 80, 160 oder 500+Jahre sind, ich denke das ist dann jedem selbst überlassen.

Würde ich mir absolute, also quasi Gottgleiche, Unsterblichkeit wünschen, mit der ich alle Zeitalter und Angriffe überstehen würde? Nein, definitiv nicht, denn es schließt aus, dass ich die Möglichkeit habe meinem Leben ein Ende zu setzten, wenn ich es möchte. Dabei rede ich nicht von Suizid, sondern von der freien Kontrolle über den Zeitpunkt meines Todes (ja, den habe ich jetzt auch, aber ich meine im Kontext von Unsterblichkeit, wenn ich sagen will nach 1200 Jahren, es ist genug).
Dabei ist auch wichtig, in welcher Art und Weise will ich dieses Alter erreichen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass niemand es sich wünscht 200 Jahre alt zu werden und von diesen 200 Jahren 80 als Greis im Bett zu verbringen, weil man zwar länger lebt, aber der Körper schon im letzten Jahrhundert sein eigentliches Limit erreicht hat. Wenn wir von einer Unsterblichkeit reden, bei der der eigene Körper zurück in seine Blütezeit versetzt wird, sind damit bestimmt viele nicht unzufrieden, oder man könnte sich aussuchen, in welchem Alter man verweilen möchte.
Ob es von der Psyche her schaffbar ist, nun dazu haben wir bis jetzt noch niemanden Fragen können, wie es denn so in den letzten 500 Jahren gelaufen ist. Ich denke mal, irgendwann ist alles vergessen und das Vergessen ist auch wesentlicher Bestandteil des Gehirns, zumindest für die meisten Menschen. Ob es einen Zeitpunkt gibt, an dem das Gehirn "voll" ist, das weiß ich nicht. Manchmal fühlt es sich bei mir so an, nach einem schönen Tag wo man 12 Stunden volle Aufmerksamkeit bringen musste, aber so wirklich endgültig?

Für eine breite Anwendung dieser biologischen Unsterblichkeit sehe ich ähnliche grenzen wie auch Layna. Leute, welche sich für ein unsterbliches Leben entscheiden, sollten keine Nachkommen hervorbringen dürfen, solange es nicht möglich ist, den Rahmen, welchen uns die Erde gibt, zu verlassen. Gelänge es der Menschheit auch außerhalb der Erde zu leben, durch was weiß ich nicht für Erfindungen (Portale zu anderen Welten via Wurmloch, überlichtschnelles Reisen mit Warpantrieb oder Sprungantrieb) dann sehe ich kein Problem. Bis es keinen Platz im Weltall mehr gibt, nun das könnte etwas dauern.
Dass die Evolution des Menschen dadurch gestoppt wird sehe ich nicht. Natürlich hat der Tod die Funktion den Kreislauf des Lebens zu erhalten und für nachfolgenden Generationen eine Evolution zu ermöglichen, doch bin ich mal so arrogant zu behaupten das dies für den Menschen nichtmehr zutrifft.
Die nächsten Schritte der Evolution werden die Menschen selbst gestalten, durch Technologie und Verbesserungen an sich selbst, quasi "unnatürlich". Es sei denn natürlich wir fallen aus irgendeinem Grund zurück auf ein vorchristliches Niveau, aber dann ist auch mit Unsterblichkeitstechnologie erstmal nichts.
Das sich daraus resultierend die Gesellschaft verändern würde ist klar, doch das würde ich jetzt nicht als etwas Schlechtes beurteilen. Jegliche neue und bahnbrechende Technologie hat dies getan, und mit den Konsequenzen musste dann nun mal umgegangen werden (Buchdruck fand die Kirche auch nicht so gut)

Etwas anders sehe ich es bei einer Unsterblichkeit, welche nicht auf dem Körper beruht, sondern auf deinen Gedanken. Kann man sich in Zukunft vielleicht runterladen und dann als Datenstruktur, gleich dem eines Gehirns, elektronisch weiterleben? Gute Frage in wie weit man dies als Unsterblichkeit definieren möchte, denn wenn der Strom weg ist, dann ist man ja auch "gelöscht". Das geht dann so ein wenig in die Richtung künstliche Intelligenz, aber wenn ich ganz ehrlich bin gehört ein Körper schon noch irgendwie zum Menschsein dazu. Diese Auffassung kann sich natürlich in Zukunft noch drastisch verändern und dann sind wir alle nur noch Gedankenmuster in einer elektronischen Matrix, bei der biologische Körper als rückständig und begrenzt angesehen werden. Abwarten.

Zum Thema Religion. Da ist das Versprechen nach Unsterblichkeit natürlich Teil der Botschaft, das es jetzt aber wirklich Leute gegeben haben soll, die solch ein hohes Alter erreicht haben halte ich für quatsch. Dann hätten sie doch auch gleich 2000 Jahre alt werden können und in Rom und Israel mal erzählen können, was denn damals wirklich passiert ist.

Gruß,
Abel
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Langes leben bzw. Unsterblichkeit 1 Woche 3 Tage her #827180

Elrond war ein Nachkomme von Menschen aber auch Elfen und Maia. Damit hatte er gute Voraussetzungen für Unsterblichkeit. Ob ein Mensch damit psychisch zurechtkommen würde ist schwer zu beantworten.

Der Tod kann auch eine Erlösung sein. Es gibt Menschen mit unheilbaren Krankheiten, die zwar nicht tödlich sind, aber das Leben zur Qual machen. Ob man so die Ewigkeit verbringen möchte ist eher unwahrscheinlich. Man kann nur darauf hoffen dass irgendwann eine Heilung möglich ist.

Der Tod gibt uns auch die Motivation etwas zu tun. Wenn man unsterblich wäre, könnte man immer sagen:“ Warum soll ich etwas heute tun, ich habe noch die Ewigkeit vor mir…“

Ich persönlich möchte nicht unsterblich sein, aber ein längeres Leben würde ich mir doch wünschen, denn es gibt so vieles zu sehen und zu lernen. Die Neugier des Menschen ist eine starke Antriebsfeder und sie ist stark gespannt weil unsere Zeit eben beschränkt ist.

Die Geschichten über langlebige Menschen sind wie gesagt nicht nur in der Bibel zu finden sondern auch in anderen Religionen.

Die Sumerische Mythologie besagt, dass die Götter zur Erde vom Himmel kamen um nach Bodenschätzen zu suchen. Sie hatten Sklaven dabei welche die harte Arbeit durchführten. Da aber diese irgendwann rebellierten und fast vollständig ausgerottet wurden standen die Götter ohne Arbeitskräfte da. Sie haben also ihre DNA mit den von ansässigen Primaten vermischt und eine neue Sklaven-Rasse erschaffen: die Menschen. Diese Menschen lebten lange aber konnten sich nicht fortpflanzen. Da die Produktion der Sklaven mit der Nachfrage nicht schritthalten konnte (es gab ja „Ausfälle“ bei der Arbeit), wurde den Menschen die Fähigkeit zur Reproduktion gegeben. Sie vermehrten sich so schnell, dass es zu viele wurden. Viele von Ihnen wurden aus den Stätten vertrieben (Vertreibung aus dem Paradises?).

Da die Menschen mit der DNA der Götter erstellt wurden, waren sie kompatibel und zeugten Kinder miteinander, was die Obersten Götter verärgerte. Deshalb wurde die Sintflut geschickt um die „Brut“ auszulöschen. Den Rest kennt man ja aus der Bibel.

Diese Menschen vor der Flut sollen aber sehr lange gelebt haben, teilweise tausende von Jahren.

Auch in der Liste der Könige des alten Ägypten gibt es Könige die über sehr lange Zeiträume regiert haben sollen. Auch Sie sollen vor der Sintflut regiert haben. Ähnliche Texte findet man im Hinduismus und alten Indianischen Mythen.

An sich ist der Wunsch nach langem Leben in allen Menschen und in allen Zeiten vertreten gewesen, dennoch sind die Geschichten teilweise so ähnlich und das bei Kulturen die tausende von Kilometern von sich entfernt waren, dass dies nicht nur Zufall sein kann.
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Langes leben bzw. Unsterblichkeit 1 Woche 3 Tage her #827182

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Der Tod gibt uns auch die Motivation etwas zu tun. Wenn man unsterblich wäre, könnte man immer sagen:“ Warum soll ich etwas heute tun, ich habe noch die Ewigkeit vor mir…“
Tatsächlich würde uns die Unsterblichkeit aber auch von gewissen Zwängen, etwas Tun zu müssen, oder einem "aufgezwungen Sinn" befreien. Inwiefern diese Zwänge zum Menschsein dazugehören, müsste man dann nochmal diskutieren.
Auch in der Liste der Könige des alten Ägypten gibt es Könige die über sehr lange Zeiträume regiert haben sollen. Auch Sie sollen vor der Sintflut regiert haben.
Die naheliegendste Erklärung wäre vermutlich einfach, das mehrere Könige einfach unter den selben Namen geherrscht hätten. Als Legitimitaion der Herrschaft. In Bernhard Hennens (Drachen-) Elfen Romanen gibt's ein ähnliches Konzept, auch wenn das keine sicheren Antworten bietet. Ich bin auch nicht so im Thema drin.
Die Neugier des Menschen ist eine starke Antriebsfeder und sie ist stark gespannt weil unsere Zeit eben beschränkt ist.[...] An sich ist der Wunsch nach langem Leben in allen Menschen und in allen Zeiten vertreten gewesen, dennoch sind die Geschichten teilweise so ähnlich und das bei Kulturen die tausende von Kilometern von sich entfernt waren, dass dies nicht nur Zufall sein kann.
Um aus den Faust zu zitieren: es irrt der Mensch solang er strebt. Teil des Menschen ist das Sehnen und Streben, - möglicherweise auch ein grundlegendes Naturrecht- was erklären könnte weshalb man überall auf der Welt diesen Wunsch antreffen kann. Mausolos und Menschen auf der ganzen Welt haben, in der Hoffnung, so würden sie ewig (in den Errinerungen weiter-) leben, riesige Grabmäler errichtet, große Taten vollbracht oder Familien gegründet. Selbiges gilt für die Numenor im Herrn der Ringe, die -wie auch Aragorn- länger lebten, wobei ihre Lebensspanne über die Zeitalter abnimmt.
---
Was alte Menschen in der Bibel angeht, stimmt es, dass man vor allem in den Stammbäumen vor der Sintflut von Menschen liest, die mehrere Hundert Jahre alt geworden sein sollen. Während sich das Alter der Menschen nach der Sintflut "normalisiert". Schlußendlich gehört diese Frage, aber nicht zu den wichtigen im Christentum. Die folgende Bibelstelle wird manchmal als Begrenzung des Alters des Menschen gennannt:
1. Mose 6, 3 schrieb:
Mein Geist soll nicht immerdar im Menschen walten, denn er ist Fleisch. Ich will ihm als Lebenszeit geben hundertzwanzig Jahre.
Manche verstehen hier, dass der Mensch i.d.R nicht älter als 120 Jahre alt wird und Moses soll ebenfalls 120 Jahre alt geworden sein. Eine andere Auslegung sagt aber, dass damit bloß die Zeit bis zur Flut gemeint war. Psalm 90 spricht davon, dass der Mensch 70 bis 80 Jahre alt wird. Ich glaube bei diesen Geschichten geht es -wie bei den Juristen- unabhängig vom exakten Wortlaut im wesentlichen nicht darum, wie alt nun tatsächlich wer geworden ist, sondern um die Kernaussagen. In diesen Vers geht's eigentlich darum, dass der Mensch sterben muss, und dass er von Gott geschaffen ist. Deshalb kann man beispielsweise auch noch heute griechische Geschichten lesen und aus ihnen lernen, ohne fliegende Menschen (Ikarus) oder in Schlachten mitmischene Götter zu glauben. Ob man einen Unterschied zwischen Mythen/ beliebigen Geschichten und der Bibel zieht, bleibt jeden selbst überlassen. Unterschiede gibt's zuhauf. Weitere mögliche Erklärung wären auch andere Zählweisen oder das Alter könnte auch symbolischen Charakter haben/ etwas verdeutlichen.
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Langes leben bzw. Unsterblichkeit 1 Woche 2 Tage her #827225

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Abel schrieb:
Grüße,
bei diesem Thema gibt es eine ganze Reihe von Ansätzen und ich will nicht abstreiten mir da auch schonmal Gedanken drüber gemacht zu haben.
Es kommt darauf an welche Art von Unsterblichkeit du meinst. Nicht durch das Alter sterben oder auch von tödlichen Verletzungen erholen können oder gleich vollkommen "unzerstörbar" so in der Art alles überleben können, egal was (z.B. in Lava schwimmen etc.)

Kommt natürlich auch drauf an, ob "unzerstörbar" heißt, dass wir keine Schmerzen mehr empfänden. Mag vielleicht etwas albern klingen, aber mir kommt da immer Fluch der Karibik in den Sinn.^^° Ich denke, wenn man trotz unvorstellbarer Qualen nicht sterben "könnte", wäre das eher eine Last.

Generell muss ich aber auch fernab davon sagen, dass es eine Qual wäre, nicht irgendwann zu sterben. Natürlich klingt das hart und der Gedanke an den Tod macht vielen Menschen Angst und das ist verständlich. Auch ich will mit der Aussage keineswegs sagen, dass ich früh sterben wollte, ich will mein Leben in vollen Zügen genießen und habe Ziele und Ideale, nach denen ich strebe. Aber genau darin liegt der Sinn des ganzen. Was wäre, wenn man unsterblich wäre? Irgendwann hätte man womöglich alles gesehen, entdeckt, erreicht, was man sehen, entdecken, erreichen wollte. Wie Layna schon schrieb, liegt der "Reiz" gerade darin, dass das Leben irgendwann endet und dem kann ich mich nur anschließen. Im Grunde glaube ich, wenn man unsterblich wäre, käme man irgendwann an einen Punkt, an dem man nur noch vor sich hinvegetiert. Wahrscheinlich eben auch an einen Punkt, an dem man sich wünschen würde, zu sterben.

Eure Hoheit schrieb:
Außerdem zeigt sich, dass die Lebenserwartung der Menschen durch die medizinischen und ernährungstechnischen Fortschritte nicht ins unendliche steigt. In vielen Industriestaaten beginnt die Lebenserwartung zu stagnieren; wir haben also in gewisser Weise ein Maximum an Lebensqualität erreicht, um unseren Körper das längstmögliche Leben zu ermöglichen. Wir könnten sicherlich noch ein paar Dinge tun, um unser Leben zu verlängern, so leben die meisten Menschen in Industriestaaten nicht gesund, leiden an zivilisatorischen Krankheiten und bewegen sich viel zu wenig; hier könnte man noch einen realistischen Ansatz nehmen, um die Gesellschaft gesünder zu gestalten.

Wer weiß. Vielleicht ist auch einfach "unsere" Spezies noch nicht dazu geschaffen, ewig zu leben. Letztlich entwickelt sich nicht nur unser Wissen und der Fortschritt weiter, sondern auch wir Menschen. Nicht von heute auf morgen, aber rein evolutionstechnisch wäre bestimmt nicht auszuschließen, dass es auch nach dem Homo Sapiens noch etwas gäbe (wobei ich kein Experte auf dem Gebiet bin xD).

Aber abgesehen davon - wenn wir unsterblich wären, kämen wir irgendwann zwangsweise wieder bei dem Problem der Überbevölkerung der Erde raus. Nur eben viel drastischer als jetzt, da keine Menschen sterben würden um "Platz" für neue zu machen (so hart das im ersten Moment klingen mag).

Mir kommt hier auch immer das Gilgamesch-Epos in den Sinn. Letztlich sollte man sich nicht am Streben nach Unsterblichkeit verschwenden, sondern im Hier und Jetzt leben. Insofern:
Mir ist die Qualität meines Lebens viel wichtiger als die Länge.
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Langes leben bzw. Unsterblichkeit 1 Woche 1 Tag her #827232

An und für sich habe ich viel zu wenig Zeit, um mich gerade ausgiebig im Forum an Diskussionen zu beteiligen, was mir durch einen anderen Thread aufgefallen ist. Lese allerdings immer wieder gerne mit, wenn es etwas interessantes zu lesen gibt. Mir kam das Thema hiervor allerdings schon ausgesprochen bekannt vor und ich glaube, dass es solch eine Diskussion schon mal gab, zu welcher ich mich auch geäußert habe. Bin nur schlicht und ergreifend zu bequem das jetzt nochmal zu suchen.

Wie dem auch sei.
Da es sich um ein Anime Forum handelt, so würde ich gerne folgenden Titel in die Runde werfen:
Kami-sama no Inai Nichiyoubi
Vor 15 Jahren haben die Menschen aufgehört, geboren zu werden und zu sterben. In dieser von Gott verlassenen Welt lebt die 12-jährige Ai Astin. Sie ist ein "Gravekeeper", der den would-be-dead ewige Ruhe schenkt. Eines Tages taucht der Junge Hampnie Hambert auf, der wahllos Menschen erschießt und schließlich das Dorf einem Meer aus Flammen überlässt. Von ihm erfährt Ai die wahre Geschichte...

Der Anime handelt Grundlegend davon, dass Gott die Welt verlassen hat und den Menschen den innigsten Wunsch erfüllt hat: Unsterblichkeit.
Um aber der Bevölkerung damit keinen Bären aufzubinden, so können auch keine Kinder mehr geboren werden. Ganz gewiefte Leser sollten bei der Beschreibung schon jetzt ein gewecktes Interesse daran haben. Doch wie es mit der Unsterblichkeit so ist, ist die Realisierung der Bedeutung davon die Folge des neuen Wunsches: Zu sterben. Hierfür gibt es die Gravekeeper.

Allgemein befasst er sich sehr ausgiebig mit der Frage nach dem Leben, dem Tod und den Wünschen der Menschen und wieso es vielleicht gut ist, dass solche Wünsche nicht einfach erfüllt werden, da sie im weitesten Sinne vielleicht lediglich naiv und kindisch sind.

Auch ich teile die Auffassung, dass Unsterblichkeit an sich eine Strafe ist und kein Geschenk.
Wenn man das Geschenk alleine trägt, so sieht und erlebt man stetiges Leid, während man einfach nur Verbindungen sucht, welche immer aufs neue Reißen, weil der Zahn der Zeit zu sehr daran nagt.
Sollte das Geschenk ein jeder tragen, so wird man die Bedeutung des Lebens geringschätzen, da ihm die Vergänglichkeit genommen wurde, welche die Zeit so kostbar macht. Welche gesellschaftlichen Probleme dies mit sich bringen würde, wenn weiterhin Kinder geboren werden, sollte jedem klar sein. Doch muss man auch daran denken, welche Probleme es mit sich bringt, wenn sich das Erbgut des Menschen nicht verändert und er sich entsprechend nicht weiterentwickelt.

Unsterblichkeit ist so gesehen für mich nichts anderes, als dem Gefüge von Raum und Zeit die Zeit der Rasse Mensch zu entwenden, was zu einem Stillstand dieser führt.
Letzte Änderung: 1 Woche 1 Tag her von TheAwesomePigeon.
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Langes leben bzw. Unsterblichkeit 1 Woche 1 Tag her #827239

Ich glaube dass eine wirkliche "Unsterblichkeit" mit einem Biologischen Körper nicht möglich ist. Selbst bei bester Medizintechnik wird es Krankheiten und Unfälle geben welche das Leben einer Person beenden können. Es sei den man würde von Zeit zu Zeit eine "Kopie" der "Seele" erstellen und diese in einen neuen Körper übertragen (im IT Jargon: eine Art Backup mit copy auf eine neue Festplatte). Die Frage ist nur: Was ist die Seele?

Jemand sagte dass der Tod die einzig wahre Gerechtigkeit ist, denn jeder muss sterben. Der Arme wie der Reiche. Je mehr man hat desto schwieriger ist es sich davon zu trennen. Wir verlassen diese Welt wie wir sie betreten haben: Besitzlos. Das einzige was wir mitnehmen sind unsere Erfahrungen und Erlebnisse. Deswegen sollte man die Zeit die einem gegeben ist gut nutzen. Aber wir jagen Ideologien und Illusionen nach. Wir häufen Besitztümer an die wir nicht mitnehmen können. Wir zerstören unsere Umwelt und uns selbst um an Dinge zu gelangen die wir nicht wirklich brauchen.
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