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THEMA: Tipps zur persönlichen Jugendrettung?

Tipps zur persönlichen Jugendrettung? 6 Tage 19 Stunden her #820265

Hi. Ich bin inzwischen 20 1/2 Jahre und bin auf dem besten Weg die Spät-Jugend (ca. 18-24 Jahre) zu verpassen.
Bis ca. 15 hatte ich einen zwar nicht konstanten, aber doch aktiven Freundeskreis. Mal hatte ich mit dem zu tun, mal mit dem usw.
Danach war jedoch gähnende Leere. Bzw. lediglich mal 1-2 gleichaltrige Leute zu meinen Geburtstagen, mit denen ich aber ansonsten wenig bis gar nichts zu tun habe.
Ich will das später mit Ende 20 nicht noch mehr bereuen. Das ist jetzt noch einfacher.

Mögliche Gründe für die aktuell verpasste Spät-Jugend:

- Sozialverhaltensstörung (Verhaltensauffälligkeiten, die noch bis zur Schulzeit zurückreichen und da leider einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben)
- Sensibilität (Eine beiläufige halb-ernstgemeinte Beleidigung kann bei mir schon dazu führen, dass ich die Person meide - Aber die sind in meinem Alter nun mal üblich)
- Abneigung gegen (zu) asozialen Slang (Hab überhaupt nichts gegen "diggah" oder so, aber permanentes "Wat fürne Biatch" oder "Ich f*ck sein Leben" kann ich nicht lange am Kopf haben)
- Mag absolut keinen Rap und Hip-Hop (Höre wenn dann eher Disco, Pop oder Rock)
- Mache kein Geheimnis über meine nur bedingt gesellschaftsfähigen Hobbys (Rede plötzlich von irgendwelchen Waifus, Moe und sonstigem - s. Sozialverhaltensstörung oben)
- Halte mich von Leuten mit zu linker oder rechter Einstellung grundsätzlich fern (Also keine Antifa, keine rechten Bewegungen o.ä.)

Ich wäre zu haben für:

- Zocken und Animes schauen
- Schwimmen (an Seen und Freibädern rumhängen)
- Fußballspielen
- Feiern (nicht in Discotheken, sondern eher in kleinerem Kreis - Bevorzugt draußen im Frühling/Sommer)

Meint ihr ich kann trotz all diesen Punkten meine Spät-Jugend retten?

Ich hoffe das kam jetzt nicht wie "Rumgeheule" rüber. Es ist nämlich keins. Liste lediglich etwas über meine Persönlichkeit auf, um Ratschläge zu bekommen.

LG GermanRuffy
Letzte Änderung: 6 Tage 19 Stunden her von GermanRuffy.

Tipps zur persönlichen Jugendrettung? 6 Tage 19 Stunden her #820266

Den ersten schritt hast du schon mal getan.
Du hast dir Gedanken über deine Lage gemacht und möchtest was ändern.

Natürlich ist das nicht einfach (glaub mir ich kenne das Problem) aber wenn du es versuchst kannst du wenigstens am ende sagen du hast es versucht.
Ich selbst habe ähnliche Probleme gehabt. Ich hatte keine Lust auf diesen Slang und meine Mutter sollte nicht von den anderen beleidigt werden, dennoch wollte ich freunde, oder zumindest nicht mehr das selbe oder Abwechslung. Auch ich geh nicht in Discotheken, nicht nicht gern... gar nicht.
Ich habe so einige Probleme aber ich hab mich mit Leuten angefreundet und ihre "Fehler" akzeptiert und sie meine.
Ich bin gerade in meiner Jugend und habe daher nicht so viel Erfahrung mit dem allein sein, da ich immer von Leuten umgeben bin aber ich habe einen sehr guten Rat für dich.

Du musst die Leute so hinnehmen wie sie sind. Das Leben besteht aus Individuen (ich weiß... ist nicht sehr cool und so...) aber du kannst nicht den perfekten Menschen finden.
Du musst wohl oder übel auf ein paar dinge verzichten oder suchst in Bereichen, in denen nie über so was geredet wir. (Ich rede nicht so oft über Politik)
Wenn du jemanden findest mit gleichen Interessen hast du das große Los gezogen, doch ich erinnere mich nie daran wie ich Leute kennengelernt und mich mit ihnen angefreundet habe, also viel Glück.

Und selbst wenn es ein "Rumheulen" wäre, ist es besser, als nichts zu tun.
"Das "Ungewisse" macht uns Angst und zügelt uns..."
-Ramzes P. M.-

Folgende Benutzer bedankten sich: GermanRuffy, kaetzacoatl

Tipps zur persönlichen Jugendrettung? 6 Tage 18 Stunden her #820269

Es gibt keine Jugend zu retten, denn es ist deine Jugend.
Die Frage ist nur ob du dich so gut fühlst, wie du momentan unterwegs bist.
Es gibt Leute die fühlen sich einfach besser, wenn sie allein sind und ihre Ruhe haben. Es gibt Leute, die wollen lieber Party Krach und halten es keine 5Minuten aus ruhig zu bleiben. Und so weiter.
Zu welcher Gruppe gehörst du?


Zocken und Animes schauen kannst du - aber es gibt viele, die nicht dazu in der Lage wären und alles dafür tun würden, um in deiner Haut zu stecken. Check mal Leute in zentral Afrika. Ein altes Nokia tasten Handy das Statussymbol was jeder will.

Die Frage ist. Bist du zufrieden mit deinem jetzigen Leben? Nein.
Dann ändere es doch einfach.

Leicht gesagt, schwer getan.

Behalte deine Anime Welt für dich. Ich hab auch nur 5 Freunde mit denen ich auf cons gehe. Sonst weiß keiner das ich Animes gucke. Ein paar wissen, dass ich auf Steam unterwegs bin, das wars aber auch. Normaler Gamer halt.
Die Mehrheit hat keinen Plan davon und das ist auch ok so.


Wenn du Fußballspielen magst dann melde dich doch im Verein an. Dort wirst du zwangsläufig Freundschaften schließen, sei es beim ersten Treffen oder beim Grillen, Wochen später. Wichtig ist, aber das du dich nicht verstellst. Ergreife nicht die Initiative und rede andere über Kinderserien an, aber wenn sie dich fragen dann erzähl von der Kinderserie Death Note. UND lass die ganz krassen Sachen weg wie ne Waifu. Lügst ja nicht, wenn du nicht alle Details erzählst. Über deine Person lügen solltest du auf keinen Fall, das merken andere. Wenn du halt nichts Interessantes an dir hast in den Augen deiner potentiellen Freunde, dann ist das hallt so. Man muss einfach nur korrekt sein und kann über Fußball reden.
Und wenn jemand mal einen Witz reist oder dich beleidigt dann lach einfach mit. You're bigger than that.

Das musste halt überwinden Schritt für Schritt. Genauso wie die anderen Attribute die du als Defizite deklarierst.

Nochmal zum Abschluss. Ich seh da nichts Falsches bei dir. Man muss nicht dem Sozial Konstrukt folgen. Man muss seinen eigenen Weg gehen, manchmal aber auch den Rückwärtsgang einschalten.

TJP^^
They can't understand his words,
but they know what he's been telling them.

Tipps zur persönlichen Jugendrettung? 6 Tage 2 Stunden her #820292

Es gibt nichts zu verpassen, das Leben ist kein online Rollenspiel in dem du möglichst viele Erfolge freischalten musst. Als alter Sack, der demnächst 30 wird kann ich dir auch versichern, dass ser Zeitraum den du hier als Spätjugend beschreibst ist auch nicht annährend so wichtig ist wie du glaubst, außer du möchtest ein Athlet odersowas werden. Sich da Stress wegen zu machen führt nur zu negativen Verhaltensmustern. Habe reihenweise Leute gesehen die aus ähnlichen Gedankengängen eine Reihe katastrophaler Lebensentscheidungen getroffen haben und nun wo sie älter sind jetzt ihrem Leben nachtrauern weil die Jugend ja rum ist. Es völlig irrelevant ob du in irgendwelche gesellschaftlichen Schablonen reinpasst, oder nicht, es ist dein Leben. Wichtig ist das du es ist geniest, sollte dies nicht der Fall sein musst du wohl oder übel Änderungen vornehmen.

Sofern du funktionierende Freundschaften und Sozialkontakte haben willst musst du wohl oder übel ernsthaft mit deinen Problemen auseinandersetzen. Deine Sozialverhaltensstörung vorzuschieben hilft dir nicht, das interessiert halt einfach keinen, es ist dein persönliches Handicap und damit auch an dir es zu überwinden. Von dem was du so geschrieben hast gehe ich davon aus das du bei den meisten Menschen einen Fluchtreflex auslöst, weswegen sie garnicht dazu kommen dich besser kennen zu lernen, daran würde ich als erstes arbeiten bevor ich daran denke wo ich denn überall Leute treffen kann.

Soziale Kompetenz ist im Endeffekt nicht wirklich anders als jede andere Fähigkeit die der Mensch so hat. Manche sind von Natur aus gut darin, vor allem stark extrovertierte Menschen, da sie sehr viel Wert darauf legen stehts unter Leuten zu sein. Introvertierte Menschen, wie ich (und ich nehme an auch du) dagegen haben oft Schwierigkeiten damit. Die gute Nachricht ist, es ist keine von Gott gegebene unveränderbare Eigenschaft sondern lediglich eine Fähigkeit. Es ist kein Zufall das Soziopathen oft sehr charismatisch und sozial sind, obwohl sie keinerlei Empathie besitzen, sie beobachten andere und kopieren die Verhaltensmuster. Ich würde dir empfehlen dich wissenschaftlich damit auseinanderzusetzen und einige Bücher darüber zu lesen. Bei Sozialer interatkion sind dinge wie Mimik, Körpersprache und Kleinigkeiten im Sprachgebrauch oft sehr wichtig um einen entsprechenden Eindruck zu vermitteln. Darüberhinaus wirst du wohl oder übel üben müssen, es gibt zahlreiche Wege das zu tun, wie fremde Leute nach einem guten Restaurant in der Gegend zu fragen oder zu versuchen etwas Smalltalk mit anderen Leuten zu betreiben.

Womit ich an deiner Stelle anfangen würde ist Taktgefühl. Sowas geht garnicht:
Mache kein Geheimnis über meine nur bedingt gesellschaftsfähigen Hobbys (Rede plötzlich von irgendwelchen Waifus, Moe und sonstigem - s. Sozialverhaltensstörung oben)

Stell dir vor wir beide Treffen uns und ich fange an dich plötzlich über Modelleisenbahnen vollzulabern. Da denkst du dir auch "was ist das denn für einer".
Letzte Änderung: 6 Tage 2 Stunden her von SmokeTheEvertrolling.
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