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THEMA: Geld regiert die Welt?

Geld regiert die Welt? 2 Wochen 2 Tage her #807696

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Bevor ich diesen Beitrag weiterschreibe, möchte ich davor kurz anmerken, dass der Beitrag möglicherweise dezent provokant sein könnte. Doch trotz allem werde ich mich mit dieser Frage objektiv umgehen und versuche, meine Gedanken auszudrücken.

Viel Spaß. *o-hero*


__________________________

Geld regiert die Welt. Eine interessante These. Schauen wir unsere Leben mal ein wenig genauer an:

Wir werden geboren - den Umständen entsprechend entwickeln wir uns. Wir wachsen auf. So, wie unsere Eltern mit Geld umgehen, wird unsere Meinung zu Geld geformt. Es kann sein, dass Menschen mit relativ wenig Geld "gesegnet" werden. Demnach wird uns ein sparsamer Umgang mit Geld gelehrt. Andersrum kann es auch sein, dass die Eltern viel Geld verdienen und es trotzdem zu einem sparsamen Umgang mit Geld führt. Doch egal, welchen Erziehungsstil man durchführen möchte - das Kind wird entweder Leid- oder Erfolgsträger.

Auch ist es wichtig, wie mit Arbeit umgegangen wird. Wird es so dargestellt, dass Arbeit nicht nur Mittel zum Zweck ist, gewinnt das Kind. Doch wird es doch nur so dargestellt, als ob es zum Leben dazugehört, was es tut, ist das Kind trotz allem nicht verloren. Denn die Arbeit macht den Menschen aus. Und erkennt man erst, was es einem an Selbstvertrauen gibt, erkennt man wiederum die Wichtigkeit der Sache.

Geld, so wird es uns beigebracht, ist wichtig. Wichtig für die Existenz in einer Leistungsgesellschaft. Doch nicht nur wichtig für den Luxus, den wir ständig anstreben - sondern auch, um zu überleben.

"Geld macht nicht glücklich."

Das ist etwas, das ich hinterfragen möchte. "Geld ist nur Papier. Warum sollte uns Papier glücklich machen?"

Geld ist eigentlich nicht nur Papier. Eigentlich ist es der Stoff, um überhaupt leben zu können. Denn ohne Geld besteht kein Leben. Ohne Geld kann man sich kein Essen kaufen, kann man sich keine Hygieneartikel kaufen.
Seid mal ehrlich, wer kriegt es hin, mit einem hungrigen Magen und stinkend sich innerhalb der Norm zu bewegen?
Keiner.

Daher ist es ausschlaggebend, um überhaupt ein glückliches Leben führen zu können, einen Mindestverdienst vorzuweisen, um sich selbst zu unterhalten.

Nehmen wir an, wir besitzen einen gut bezahlten Job bei Bosch. Wir haben es geschafft, sodass wir sagen können, uns würde es an Geld nicht mangeln. Eine nicht gerade kleine Summe bleibt am Ende des Monats übrig. Das heißt, dass man zwar nicht reich, dafür aber besser situiert lebt. Das Geld gibt man gerne aus, da vieles gerne gekauft werden möchte. Die Menschen um einen herum entdeckt man als Freunde. Mit diesen Freunden gibt man Geld für Ausflüge und Besuche aus. Man erlebt eine schöne Zeit. Das Einkommen steigt mit den Monaten und man hat genug Geld, um ein Haus, ein Auto eine Familie zu unterhalten.

Man findet eine Frau, die man liebt. Man heiratet die Frau und plant ein Familienleben. Das Haus wird gekauft und zwei Autos, eins für den Mann und eins für die Frau. Die ersten Kinder kommen zur Welt. Da man viel Geld besitzt, kann man die Kinderzimmer ganz einfach einrichten lassen. Das Haus wurde schon lange von einem Architekten begutachtet und eingerichtet. Man hat zwei Putzfrauen, damit die Frau auch arbeiten kann, da die Kinder schon zu Jugendlichen herangewachsen sind. Warum arbeitet die Frau auch, obwohl es an Geld nicht mangelt? Sie will sich einige Dinge leisten können, wofür das Geld des Mannes nicht gedacht ist. Dinge wie zum Beispiel ein sehr teures Kleid. Denn da sie zu verschiedenen High Society Events eingeladen wird, braucht sie ein Kleid, dass ihre Stellung untermauert.

In dieser Welt dreht sich alles nur um Geld. Aber innerhalb eines funktionierenden Familienkreises strebt man nach Geld, um es für die Familie zu investieren. Man fühlt sich gut und das liegt an dem ganzen Luxus, auf den man jederzeit zugreifen kann. Aber das, was wirklich glücklich macht, sind diese zwar einerseits überteuerten Hotels im Ausland verantwortlich. Aber selbst, wenn es ein billigeres Hotel gewesen wäre - die Gefühle, die damit zusammenhängen, überschreiten die Grenze des Glücklichseins. Denn das Leben kann durch viel Geld auf viele inspirierende und interessante Weisen gelebt werden, welche einen persönlich weiter bringen.

Glücklich werden besteht nicht nur aus Geld - es muss ein perfektes Zusammenspiel vielerlei Dinge sein - und dazu gehört Geld. Also sollte man auch danach streben. Andere Dinge, wie Partner oder Freundschaft kommen dann von ganz alleine. Doch Menschen, die sich erträumen, Geld wäre die Lösung für alles, haben die Quintessenz des Lebens nicht verstanden.

Auch in einer Familie mit sehr wenig Geld kann Glück entstehen. Aber hat man eine ständige Sorge um die eigene Existenz, so kann eine Familie sich nicht völlig entfalten. Das heißt, es gibt Stress. Die Eltern bangen jeden Monat um ein mehr oder weniger schönes Familienleben. So können auch sehr starke Familienbanden entstehen - aber es kann auch sein, dass der Druck zu viel für die Eltern ist.

Ich denke, jede Gesellschaft, egal ob nun reich oder arm, hat ihre Vorteile. Egal, wie mit Geld umgegangen wird - die Beziehungen mit anderen Menschen machen ein Leben aus. Denn nur in der Gemeinschaft erhält Geld ihren Wert und beflügelt uns durch Freundschaft oder Liebe und kann somit den Weg ebnen, für das echte Glück eines Lebens.



________________________________

Kleine Gedanken, große Worte *o-love* *o-bye*

I.N.
"...aber als Daumenregel gilt: je kleiner, desto kleiner."
*o-XD* *o-haha* *o-kihihi*

Geld regiert die Welt? 2 Wochen 2 Tage her #807713

BigBoss schrieb:
Geld ist eigentlich nicht nur Papier. Eigentlich ist es der Stoff, um überhaupt leben zu können. Denn ohne Geld besteht kein Leben.
Falsch. Die Frage nach dem Huhn und dem Ei stellt sich hier nicht. Der Mensch war eindeutig vor dem (Papier-) Geld da, obwohl wir heutzutage nichtmal physisch vorhandenen Geld einen Wert zu schreiben. Man ist zwar im 21. Jahrhundert größtenteil abhängig vom Geld, nötig zum Leben wäre es nicht. Die Aussage "ohne Geld besteht kein Leben" ist also mMn nicht einfach provokant, sondern schlichtweg falsch.
Ohne Geld kann man sich kein Essen kaufen, kann man sich keine Hygieneartikel kaufen.
Es gäbe selbst in unserer Zeit, auch wenn Geld mitlerweile eine elementare Rolle spielt, Möglichkeiten, um anderweitig an Güter zu kommen. Selbstproduzieren, tauschen, etc.
In Deutschland hat man sogar ein Anrecht auf das Existenzminimum, was zugegebenermaßen (meistens) in Geld verteilt wird.
Daher ist es [das Geld] ausschlaggebend, um überhaupt ein glückliches Leben führen zu können, einen Mindestverdienst vorzuweisen, um sich selbst zu unterhalten.
Wiedereinmal ein Knackpunkt: Was ist überhaupt ein glückliches Leben? Aufjeden Fall etwas sehr subjektives. Man kann auch von der Hand in den Mund leben wollen?
---
Generell halte ich es mit dem Geld so, wie die Dragon Age Welt mit der Magie: "Die Magie soll dem Menschen dienen und ihn niemals beherrschen"
Geld ist für mich eigentlich bloß ein Mittel, ein Werkzeug wenn man so will, um ein Ziel zu erreichen. Ich hoffe also, dass mich das Geld nicht beherrscht bzw. um auf den Titel des Themas einzugehen, dass Geld nicht die Welt regiert. Dafür, dass Geld all seine tollen Funktionen bereithält, bedarf es nämlich einiger Voraussetzungen. Beispielsweise braucht man genügend Angebot, Freiheit und ein stabiles Preisniveau, alles kann umöglich immer garantiert sein.
Um auf dein Beispiel von oben nochmal einzugehen. Ich glaube, dass sich Familien mit viel Geld ebenfalls nicht völlig frei entfalten können. Wie in der Geschichte erwähnt, "braucht sie ein Kleid, dass ihre Stellung untermauert." Das Geld beherrscht die Familie bzw. zwingt sie zu etwas.
(Möglicherweise ein Grund, weshalb das Leben in reichen Familien ebenfalls nicht perfekt ist)
Denn nur in der Gemeinschaft erhält Geld ihren Wert und beflügelt uns durch Freundschaft oder Liebe und kann somit den Weg ebnen, für das echte Glück eines Lebens.
Da Geld sein Wert erst durch Knappheit gewinnt, würde ich nicht sagen, dass es den Weg zum Humanismus ebnet. Wofür man es verwendet, bleibt erstmal volkommen neutral, obwohl es sich mMn größtenteils auf Güter oder Dienstleistungen bezieht, die ebenfalls niemals wirklich glücklich machen.
(man könnte auch Gutes damit bezwecken, es zum Beispiel Spenden, aber wer tut das schon? und wie häufig? und warum? kann man nicht auch anders Gutes tun?)
Glücklich werden besteht [...] aus Geld [...] Also sollte man auch danach streben.
Klar kann und darf man nach Geld streben dürfen. Die Frage nach dem Warum ist mMn aber viel interessanter. Will ich Geld verdienen, um glücklich zu sein, oder sehe ich es bloß, als Werkzeug/ Sicherheit. Außerdem muss man nicht nach Geld streben und ich glaube, dass man so genauso glücklich werden kann, wie jeder Andere auch...
Aber innerhalb eines funktionierenden Familienkreises strebt man nach Geld, um es für die Familie zu investieren
Wieder ein sehr subjektiver Begriff: Was ist ein funktionierender Familienkreis?
Letztendlich würde ich mein Geld/meine Arbeit wieder in mich selbst bzw. in mein umittelbares Umfeld (quasi auch in mich selbst) investieren.
Werde ich dadurch glücklicher, dass es mir oder den Meinen besser geht? Oberflächlich betrachtet bis zu einem bestimmten Grad ja, wie man diesen Grad bemessen würde, wäre wieder zutiefst subjektiv und unsere Welt zeigt uns eigentlich, dass man sein Geld selbst über diesen Grad hinaus "horten" würde.
Um mich mal selbst zu zitieren:
Ich schrieb:
Fraglich ist zudem, ob und inwiefern der Mensch von Natur aus egoistisch und/oder hedonistisch veranlagt ist.
Wäre der Mensch grundsätzlich egoistisch, was ich nicht glaube, dann würde ihn Geld, jegweder Vorteil seine Familie betreffend, etc. glücklicher machen.
Die Aussage "Geld macht nicht [wirklich] glücklich." würde ich also unterschreiben...
"Ein Leser, ganz gleich, ob männlich oder weiblich, der an guten Romanen kein Vergnügen hat, muss unerträglich dumm sein."
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Geld regiert die Welt? 2 Wochen 2 Tage her #807722

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"Man ist zwar im 21. Jahrhundert größtenteil abhängig vom Geld, nötig zum Leben wäre es nicht. Die Aussage "ohne Geld besteht kein Leben" ist also mMn nicht einfach provokant, sondern schlichtweg falsch."

Tut mir leid, dich da unterbrechen zu wollen - aber zu behaupten, diese Aussage wäre falsch, ist ein bisschen frech. Du kleiner Spitzbub(ich liebe schwäbisch xD). Also glaubst du wohl, dass, wenn man als Mensch ohne Geld so vor sich hin vegetiert, dann wäre es noch ein vollwertiges Leben? Als normales Mitglied der Gesellschaft? Ich glaube eher, solche Leute nennt man obdachlos. Und meines Wissens nach kriegen die meisten Obdachlosen noch Geld vom Jobcenter. Aber stell dir mal vor, du bist auf der Straße, und du besitzt nur eine relativ kleine Tasche mit ein paar abgewetzten Kleidern. Und es gibt für dich nur das Obdachlosenheim - aber, da du Ausländer bist und erst kürzlich nach Deutschland gekommen bist, kriegst du vom Amt kein Geld. Eine Arbeitserlaubnis hast du zwar, aber du kannst kein Deutsch. Was machst du dann?

Es gibt ein paar Möglichkeiten. Ich zähle ein paar auf.
Du könntest betteln.
Du könntest Pfandflaschen sammeln.
Du könntest aber auch immer weiter versuchen zu überleben und immer mitessen beim Heim - ich finde, es gibt eine krasse Unterscheidung zwischen leben und überleben. Viele schaffen es da niemals raus(und ich kenne einige, die würde ich immer noch im Heim antreffen, wenn ich das Heim besuchen würde).

Für die einen Menschen ist es wichtig, nächste Woche ein Auto zu kaufen und diese wissen nicht, welche Farbe es haben soll. Andere kennen nichts anderes. als den Gedanken ans Überleben zu pflegen. Wenn man kein Geld hat, ist man nichts Lebenswertes mehr. Ich darf das sagen, denn ich habe die Erfahrung selbst gemacht. Und du willst mir sagen, dass das falsch ist? Ich habe das am eigenen Leib erfahren! *o-stop!*
"Aufjeden Fall etwas sehr subjektives."

Oh... Das haste aber mal was festgestellt. Egal wie objektiv man auch sein möchte - Menschen fühlen zu jeder Zeit, deswegen ist alles im Großen und Ganzen doch ziemlich subjektiv. Weil sich jeder seine Meinung aufgrund von Charakterzügen und Erfahrungen zusammensetzt. So wäre eine subjektive Meinung über Geld unmöglich sachlich zu erklären, aber wir tun jetzt mal so, als ob wir objektiv wären.
"Da Geld sein Wert erst durch Knappheit gewinnt, würde ich nicht sagen, dass es den Weg zum Humanismus ebnet. Wofür man es verwendet, bleibt erstmal volkommen neutral, obwohl es sich mMn größtenteils auf Güter oder Dienstleistungen bezieht, die ebenfalls niemals wirklich glücklich machen.
(man könnte auch Gutes damit bezwecken, es zum Beispiel Spenden, aber wer tut das schon? und wie häufig? und warum? kann man nicht auch anders Gutes tun?)"

Völlig neutral? Wie stellst du dir das vor? Kaufe ich völlig neutral Essen ein? Normalerweise, wenn man Geld besitzt, dann gibt man es für etwas aus, das einem nützt einem, schmeckt einem besonders gut oder ist andere wertig ansprechend. Mit Geld erfüllt man sich Wünsche. Spenden ist auch eine Art von Wunsch erfüllen. Viele Menschen sind jedoch auch dafür zu egoistisch.
"Außerdem muss man nicht nach Geld streben und ich glaube, dass man so genauso glücklich werden kann, wie jeder Andere auch..."

Wir leben in einer kapitalistischen Welt. Eine Vielzahl ist damit aufgewachsen - und es wird immer Thema sein. Müssen tun wir nichts - aber wir werden so erzogen. Jeder bekommt irgendwann Taschengeld und muss die Erfahrung mit Geld machen.



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Freut mich mal wieder höllischst, wenn ich Leute damit erreiche *o-pfeif* *o-bye*

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Geld regiert die Welt? 2 Wochen 1 Tag her #807741

BigBoss schrieb:
Also glaubst du wohl, dass, wenn man als Mensch ohne Geld so vor sich hin vegetiert, dann wäre es noch ein vollwertiges Leben?
Ich maße mir nicht an, zu entscheiden welches Leben vollwertig oder minderwertig wäre. Heutzutage mögen wir in der westlichen Welt vom Geld ziemlich abhängig sein, aber wiegesagt existiert Leben auch ohne Geld. Da gibt's keine Kompromisse, schau dir die Geschichte an oder, um auf die ursprüngliche Aussage einzugehen: "Denn ohne Geld besteht kein Leben." Von welchem Leben ist die Rede? Vollwertigen? Minderwertigen? Menschlichen? nicht gearde präzise oder schau dir die Tierwelt an: Leben ohne Geld
Wenn man kein Geld hat, ist man nichts Lebenswertes mehr. Ich darf das sagen, denn ich habe die Erfahrung selbst gemacht.
Sagen darfst und kannst du (fast) alles, aber den universellen Wert eines Lebens würde ich vom Geld unabhängig machen, etwas anderes sollte mMn keiner sagen.
Oh... Das haste aber mal was festgestellt. Egal wie objektiv man auch sein möchte - Menschen fühlen zu jeder Zeit, deswegen ist alles im Großen und Ganzen doch ziemlich subjektiv. [...] So wäre eine subjektive Meinung über Geld unmöglich sachlich zu erklären, aber wir tun jetzt mal so, als ob wir objektiv wären.
Du hast Recht, wahrlich objektiv können wir nicht sein, trotzdem kann man sich drum bemühen, Sticheleien und wage Formulierungen helfen uns da nicht weiter. Du sprichst einen "funktionierenden Familienkreis" an, was verstehst du darunter? Dass man kommuniziert? seine Kinder mehr oder weniger erfolgreich bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres durchfüttert? Dass man der Familie etwas bietet, etwas leisten muss? Jeder versteht darunter etwas anderes, also habe ich keine Ahnung was du damit meinst, ich muss raten.
Völlig neutral? Wie stellst du dir das vor?
Zugegeben hier war ich etwas unpräzise ^^ Habe ich gearde das Geld bekommen, bleibt völlig offen, was damit geschieht. Potential damit irgendetwas (Gutes, Schlechtes, Neutrales, ich weiß auch sehr subjektiv ^^) anzustellen ist gegeben.
Wir leben in einer kapitalistischen Welt. Eine Vielzahl ist damit aufgewachsen - und es wird immer Thema sein. Müssen tun wir nichts - aber wir werden so erzogen. Jeder bekommt irgendwann Taschengeld und muss die Erfahrung mit Geld machen.
In unserer westlichen Welt ist das wohl meistens so, obwohl wir nicht in einer vollends kapitalistischen Welt leben. Größtenteils abhängig sind wir in unseren privaten Leben auch vom Geld, aber wiegesagt ist mMn viel intersannter, ob und warum wir nach Geld/Vermögen streben oder nach etwas Anderem, wofür wir evtl. auch Geld benötigen. (In diesem Fall würde ich aber nicht sagen, dass man nach Geld strebt)
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Geld regiert die Welt? 2 Wochen 1 Tag her #807755

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Ein Thema, über das man wohl ewig philosophieren kann. ^^ Es wurden bereits ein paar interessante Punkte angebracht, auf die ich auch gerne eingehen würde.

Regiert Geld die Welt? Die Frage ist in meinen Augen leicht zu beantworten: ja. Im Machtgefüge der Welt hat Geld/Gold schon immer eine Rolle gespielt. Man siehe sich nur einmal in der Geschichte um, worum es den weltlichen Herrschern als auch der Kirche ging - ohne Reichtümer versiegte die Macht.
Aber darum soll es ja primär nicht gehen, wenn ich die Zeilen richtig gelesen habe. Der Wert von Geld wird in meinen Augen immer durch den sozialen Status beziehungsweise das Vorhanden bzw. Nicht-Vorhanden-seins bestimmter Geldsummen geprägt. Und hier spreche ich explizit nicht von Glück, sondern lediglich dem Wert, den man dem Papier zuschreibt.

Wer zu viel davon hat, verliert oftmals (natürlich auch nicht immer) die eigentliche Relation - hier mal einen Tausender für die letzte Partynacht oder auch mehrere 10.000 Euro für ein neues Auto. Man wird definitiv sorgloser, verliert aber vielleicht auch den Blick dafür, wie viel solche Dinge wert sind. Insofern wage ich zu bezweifeln, dass solche Menschen wirklich noch Glück verspüren, wenn sich teure Sachen anschaffen. Für mich persönlich verfliegt die Freude über neu erworbene Waren ziemlich schnell - und dabei spreche ich lediglich von kleineren Dingen wie einem neuen Laptop oder einer neuen Kamera. Ich habe das Gefühl, je älter man wird desto kürzer halten diese Glücksmomente an. Insofern stimme ich mit dir da überein, BigBoss: auf das Geld alleine kommt es nicht an.

Ich bezweifle aber, dass Glück ohne Geld nicht möglich ist. In meinen Augen wäre es fast schon traurig, wenn es tatsächlich so wäre. Dazu möchte ich aber ein paar Ausführungen zum Thema Glück an sich erläutern.
Glück ist kein permanenter Zustand und wie hier bereits gesagt wurde, definiert "glücklich sein" ein jeder für sich selbst. Eins haben aber alle Menschen gemeinsam: Glück ist ein temporärer Zustand. In meinen Augen hat Glück allerdings nichts mit Geld zu tun. Auch Menschen ohne Geld können Glück erfahren, sei es nun durch Familienbande oder durch Freundschaften. Ich halte es nicht für unmöglich, dass ein Kind in Afrika, welches in Armut lebt Glück erlebt. Dabei geht es nicht darum, immer glücklich zu sein, sondern glückliche Momente zu erleben und zu teilen - denn genau das kann jeder Mensch. Egal, ob mit oder ohne Geld. Natürlich sichert uns Geld unserer Grundversorgung - es bestimmt oftmals, wie leicht oder schwer wir es im Leben haben.
Immer glücklich zu sein ... das ist nicht möglich. Wenn wir über Geld sprechen ist vielleicht eher der Begriff sorglos zu werden - aber man kann deshalb noch lange nicht von glücklich sein sprechen. Dazu gehört vielmehr und wer immer nur glücklich sein will, jagt letzten Endes einem Geist hinterher. So funktioniert das Leben leider nicht.

BigBoss schrieb:
Glücklich werden besteht nicht nur aus Geld - es muss ein perfektes Zusammenspiel vielerlei Dinge sein - und dazu gehört Geld. Also sollte man auch danach streben. Andere Dinge, wie Partner oder Freundschaft kommen dann von ganz alleine
Hier muss ich für mich persönlich eher widersprechen. Geld garantiert auf keinen Fall den Erfolg im sozialen Leben - sei es nun Familie oder Freunde. Nur weil man Geld hat wird man nicht automatisch die Liebe seines Lebens finden und einen verlässlichen Freundeskreis haben. Eher ist es umgekehrt: zu viel Geld wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch die falschen Menschen anziehen.
Aber selbst wenn wir hier nur von einem "normalen" Geldeinkommen reden: Geld tröstet nicht über miese Charaktereigenschaften hinweg. Wenn ich ein Idiot bin, dann bleibe ich das auch - sei es nun mit oder ohne Geld.

Wenn man kein Geld hat, ist man nichts Lebenswertes mehr. Ich darf das sagen, denn ich habe die Erfahrung selbst gemacht.
Ich bin da auch eher bei DaviD: für mich persönlich sollten Geldsummen nicht definieren, ob ein Leben nun lebenswert ist oder nicht. Um das mal ins Extreme zu treiben, könnte man damit auch gleich bei Geburt eines Kindes in armen Verhältnisse sagen, dass dieses Leben ohnehin verschwendet ist - das wäre in meinen Augen falsch.
Ein Mensch besteht für mich nicht nur aus einem Portemonnaie.

"Close your eyes and make believe ... "
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Geld regiert die Welt? 2 Wochen 1 Tag her #807771

Eine interessante Diskussion die ihr hier führt.

Um auf die Frage einzugehen, ob Geld die Welt regiert. Das kann ich nur mit ja beantworten.
Das war nicht nur heute sondern auch viele Jahrhunderte/tausende so. Unsere gesamte Gesellschaft basiert auf das Geld und mit Wegfall der Wirtschaft wäre unsere Gesellschaft nicht funktionsfähig.
Man kann fast nichts nutzen um Geld dafür zu bezahlen. Somit muss man selber Arbeiten, man erhält Geld und dieses Geld geht auch zu einen gewissen Teil wieder in den Wirtschaftskreislauf. Man lebt von dem Geld anderer und andere Leben von deinem Geld.
Somit kann man sagen das Geld einen hohen Wert für einen Menschen hat und somit auch das Bestreben nach Geld besteht.

Das Geld wird genutzt um die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen, man kann viele Bedürfnisse mit Geld befriedigen, von Grundbedürfnissen wie Hunger oder einem Bedürfnis nach einem neuen Computer oder Auto.
Doch viele Bedürfnisse kann man nicht mit Geld befriedigen, wenn ich mir z.B die Bedürfnispyramide nach Maslow anschaue, da sieht man einige Bedürfnisse die man mit Geld nicht befriedigen kann.
Die ersten Grund- und Sicherheitsbedürfnisse kann man meistens mit Geld befriedigen, wenn wir bei den Sozialen Bedürfnissen sind, diese kann man sich eben nicht mit Geld erfüllen.
Die höheren Stufen versucht man mit Geld zu befriedigen, aber es entstehen immer neue Wünsche und diese sollen wieder befriedigt werden.
Somit kann man schon sehen das Geld alleine nicht ein Mittel ist um alle seine Wünsche zu erfüllen.

Was ich besonders anmerken muss ist das man soziale Kontakte und alles was zwischenmenschliche angeht, da muss man selber dafür sorgen, dass man damit zufrieden ist und das kann keine Geld Summe dieser Welt.
Es gibt genug sehr reiche Menschen die unglücklich, depressiv sind oder sich das Leben genommen haben, obwohl sie mehr als genug Geld haben.
Da sieht man wie wichtig es ist, dass man ein stabiles soziales Umfeld hat.
Ja natürlich geht es auch andersherum, dass man kaum Geld hat, aber dafür die Sozialen Bedürfnisse befriedigt sind.
Denn noch glaube ich das diese Leute mit Geldsorgen, weniger Sorgen haben als Menschen die Probleme mit ihren sozialen Bedürfnissen haben.
BigBoss schrieb:
Glücklich werden besteht nicht nur aus Geld - es muss ein perfektes Zusammenspiel vielerlei Dinge sein - und dazu gehört Geld. Also sollte man auch danach streben. Andere Dinge, wie Partner oder Freundschaft kommen dann von ganz alleine
In diesem Punkt muss ich dir auch widersprechen, wie ich es schon eben angedeutet habe gibt es Bedürfnisse die man nicht mit Geld befriedigen kann und dazu gehören eben auch soziale Bedürfnisse.
Freundschaften und Partnerschaften kommen nicht von allein, da muss man schon selber dran arbeiten das diese funktionieren.
Das ist eine Sache der Persönlichkeit und nicht des Geldes.
Wie Devil schon gesagt hat: Wenn ich ein Idiot bin, dann bleibe ich das auch - sei es nun mit oder ohne Geld..
BigBoss schrieb:
Wenn man kein Geld hat, ist man nichts Lebenswertes mehr. Ich darf das sagen, denn ich habe die Erfahrung selbst gemacht.
Und noch eine weitere Aussage der ich überhaupt nicht zustimmen kann.
Ich bin der Überzeugung, dass man Menschen nicht aufgrund ihres Vermögen als mehr oder weniger wert einschätzen soll.
Für mich hat jeder Mensch das Recht auf Leben, egal ob arm oder reich, schwarz oder weiß, Muslim oder Jude.
Mensch ist Mensch.
Da darf man nicht unterscheiden und die einen Mensch als mehr Wert anzusehen als eine andere Gruppe Menschen
Wo enden wir den noch, wenn wir so denken.
Um mal dein Beispiel überspitzt darzustellen - Sind Kinder und Jugendliche nicht Lebenswert, weil sie kein Geld haben?
Ist ein Mensch mit Behinderung nicht Lebenswert, weil er kein Geld hat.
Ist der Obdachlose nicht Lebenswert, weil er kein Geld hat?
Ist der Arbeitslose nicht Lebenswert, weil er kein Geld hat?

Zusammenfassend kann man sagen, dass Geld mag zwar einen hohen Wert in unserer Gesellschaft hat und es ist auch essentiell, dafür das diese funktioniert, denn noch funktioniert nicht alles mit Geld.
Gerade was den Zwischenmenschlichen angeht, da kann man mit Geld nichts anfangen.
Geld mag zwar die Welt regieren, aber Geld ist nicht alles im Leben.

Lg MrKingmustafa
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Geld regiert die Welt? 2 Wochen 1 Tag her #807779

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"In diesem Punkt muss ich dir auch widersprechen, wie ich es schon eben angedeutet habe gibt es Bedürfnisse die man nicht mit Geld befriedigen kann und dazu gehören eben auch soziale Bedürfnisse.
Freundschaften und Partnerschaften kommen nicht von allein, da muss man schon selber dran arbeiten das diese funktionieren.
Das ist eine Sache der Persönlichkeit und nicht des Geldes.
Wie Devil schon gesagt hat: Wenn ich ein Idiot bin, dann bleibe ich das auch - sei es nun mit oder ohne Geld.."

Beziehungen enstehen nicht unbedingt einfach - aber wenn man kein Arschloch ist und sich ein bisschen was traut, ermöglichen sich immer Chancen, jeden Tag. Das ist manchmal bisschen schwer anzusprechen, weil ich weiß, dass viele Menschen damit Probleme haben. Aber grundsätzlich sollte man auf jeden Fall kein Arschloch sein, dann reguliert uns die Realität die Ebene zu Frauen. *o-8)* Und da spielt es keine Rolle, ob man Geld hat oder nicht.

"Und noch eine weitere Aussage der ich überhaupt nicht zustimmen kann.
Ich bin der Überzeugung, dass man Menschen nicht aufgrund ihres Vermögen als mehr oder weniger wert einschätzen soll.
Für mich hat jeder Mensch das Recht auf Leben, egal ob arm oder reich, schwarz oder weiß, Muslim oder Jude.
Mensch ist Mensch.
Da darf man nicht unterscheiden und die einen Mensch als mehr Wert anzusehen als eine andere Gruppe Menschen
Wo enden wir den noch, wenn wir so denken."


Versteh mich nicht falsch: Es ist für mich ein nicht lebensfähiges Leben gewesen. Weswegen ich mich auch für Obdachlose einsetze. Doch geht es eigentlich darum, darzustellen, wie so ein Mensch sich fühlt. Und aus eigener Erfahrung kann man sagen: Ich habe mich wie ein nicht lebensfähiges Lebewesen gefühlt. Es sollte keine Wertung gegenüber einem Menschenleben oder einer Gruppierung sein - das würde mich zu einem Rassisten machen, was ich wahrlich nicht bin.

"Um mal dein Beispiel überspitzt darzustellen - Sind Kinder und Jugendliche nicht Lebenswert, weil sie kein Geld haben?
Ist ein Mensch mit Behinderung nicht Lebenswert, weil er kein Geld hat.
Ist der Obdachlose nicht Lebenswert, weil er kein Geld hat?
Ist der Arbeitslose nicht Lebenswert, weil er kein Geld hat?"

Um auch mal ein Beispiel darzustellen: Kinder sind wunderbare Wesen, unschuldig, rein und ehrlich. Was passiert mit ihnen, wenn sie in eine Familie rein geboren werden, mit einem cholerischen Vater? Sie könnten keine gute Kindheit haben - aber dazu erstmal keine Wertung.
Wie würde es aussehen - wenn es ein cholerischer Vater, der durchgehend arbeitslos ist und nichts verdient?
Glaubst du, dass es ihnen besser gehen würde, wenn sie kaum Geld hätten?
Ist es einfach, wenn man wenig oder kein Geld hat? Ist es einfach, wenn man viel Geld hat?
Nun. Alles hat seine Vorteile und Nachteile. Fakt ist jedoch, dass man nur in einem begrenzten Mikrokosmos lebt. Bei Menschen mit einer Behinderung wie zum Beispiel beim Down-Syndrom besitzen die Klienten eine sehr blumige und kindische Weltvorstellungen und - das ist auch gut so. Es ist zwar nicht die Regel, aber in den gemeinten Einrichtungen haben diese Menschen ein sehr glückliches Leben. Weil sie auch nicht so viel brauchen. Das sind übrigens sehr herzerwärmende Menschen. *o-pfeif*
Es gibt bestimmte Gruppierungen, die brauchen kein Geld. Weil für sie gesorgt wird.


Danke für deinen Beitrag *o-gj*

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Geld regiert die Welt? 1 Woche 5 Tage her #807982

Geld ist in erster Linie ein menschengemachter Gutschein, um seine eigene Arbeit gegen Leistungen von anderen eintauschen zu können.
Bei einem Wegfall wäre die Gesellschaft weiterhin funktionsfähig, da man immer noch direkten Handel betreiben könnte.

Ich für meinen Teil bin nicht der Meinung, dass Geld die Welt regiert. Viele Menschen würden auch dann ihrer Tätigkeit nachgehen, wenn sie damit kein Geld verdienen könnten. Es gibt beispielsweise viele Musiker, die ihre Musik kostenlos zum Download anbieten, oder Zeichner, die in ihrer Freizeit an einem Webcomic arbeiten.

Was soziale Kontakte angeht, glaube ich auch, dass diese sehr wichtig sind. Wenn man schüchtern ist, hat man leider kaum eine Chance, jemanden kennenzulernen.

BigBoss schrieb:
Aber stell dir mal vor, du bist auf der Straße, und du besitzt nur eine relativ kleine Tasche mit ein paar abgewetzten Kleidern. Und es gibt für dich nur das Obdachlosenheim - aber, da du Ausländer bist und erst kürzlich nach Deutschland gekommen bist, kriegst du vom Amt kein Geld. Eine Arbeitserlaubnis hast du zwar, aber du kannst kein Deutsch. Was machst du dann?
Hm, dann auf zu Bosch, würde ich sagen. Ausländische Experten sind immer gern gesehen, auch wenn keine Deutschkenntnisse vorhanden sind.

Deviltoon schrieb:
Dazu gehört vielmehr und wer immer nur glücklich sein will, jagt letzten Endes einem Geist hinterher. So funktioniert das Leben leider nicht.
Es gibt immer einen Weg..^^

Geld regiert die Welt? 1 Woche 2 Tage her #808089

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*o-hi*
Ich für meinen Teil bin nicht der Meinung, dass Geld die Welt regiert. Viele Menschen würden auch dann ihrer Tätigkeit nachgehen, wenn sie damit kein Geld verdienen könnten. Es gibt beispielsweise viele Musiker, die ihre Musik kostenlos zum Download anbieten, oder Zeichner, die in ihrer Freizeit an einem Webcomic arbeiten.

Das ist ein wenig einseitig beleuchtet: Bei Musik oder Webcomics handelt es sich um Hobbys... Während man unter anderem auch arbeitet, damit man sich und vllt. auch seine Familie unterhalten bzw. ernähren(natürlich nicht nur) muss. Im Bergwerk irgendwo in Afrika arbeiten die Leute nicht, weil es ihnen Spaß macht, sondern um zu überleben...

Das trifft wohl auf einige Deutsche zu, aber der Großteil der Menschheit, besonders in ärmeren Ländern, sieht das nur als Mittel zum Zweck.
Menschen würden keinen Sinn in einem Putzjob sehen, wo sie nichts verdienen, denn sie brauchen Geld .

Schönes Wochenende *o-bye*

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Geld regiert die Welt? 1 Woche 2 Tage her #808117

BigBoss schrieb:
Das ist ein wenig einseitig beleuchtet: Bei Musik oder Webcomics handelt es sich um Hobbys... Während man unter anderem auch arbeitet, damit man sich und vllt. auch seine Familie unterhalten bzw. ernähren(natürlich nicht nur) muss. Im Bergwerk irgendwo in Afrika arbeiten die Leute nicht, weil es ihnen Spaß macht, sondern um zu überleben...
Ein Webcomic zu zeichnen ist eine anspruchsvolle Tätigkeit, für die ein Zeichner durchaus Geld verlangen könnte und die viel Zeit in Anspruch nimmt.
Wenn Geld wirklich so wichtig wäre, könnte ein Webcomic nur dann entstehen, wenn es eine Bezahlung dafür gibt.

Geld regiert die Welt? 1 Woche 2 Tage her #808123

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rabbitcat schrieb:
BigBoss schrieb:
Das ist ein wenig einseitig beleuchtet: Bei Musik oder Webcomics handelt es sich um Hobbys... Während man unter anderem auch arbeitet, damit man sich und vllt. auch seine Familie unterhalten bzw. ernähren(natürlich nicht nur) muss. Im Bergwerk irgendwo in Afrika arbeiten die Leute nicht, weil es ihnen Spaß macht, sondern um zu überleben...
Ein Webcomic zu zeichnen ist eine anspruchsvolle Tätigkeit, für die ein Zeichner durchaus Geld verlangen könnte und die viel Zeit in Anspruch nimmt.
Wenn Geld wirklich so wichtig wäre, könnte ein Webcomic nur dann entstehen, wenn es eine Bezahlung dafür gibt.

Ich glaube, du hast BigBoss' Standpunkt nicht ganz verstanden - oder bist halt einfach nicht drauf eingegangen.
Jemand, der seine Musik, Webcomics oder was auch immer gratis der Masse zur Verfügung stellt, tut das natürlich nur, weil er/sie seine finanziellen Bedürfnisse bereits gestillt hat. Wir sollten nicht so arrogant sein und unseren Luxus mit dem der Menschen der 'dritten' und 'zweiten' Welt Welt vergleichen. Ich will damit nicht sagen, dass du arrogant bist, sondern eher, dass viele Menschen, denen es hier in unseren europäischen Ländern so gut - vielleicht schon zu gut - geht, zu einer Arroganz/Ignoranz neigen und den Luxus für selbstverständlich nehmen. Denn unser Überfluss ist eigentlich nicht selbstverständlich und ich finde, dass wir diesen Punkt zu oft aus den Augen verlieren.
Ich führe das nicht weiter aus. Vielleicht macht das jemand, der es ähnlich sieht wie ich. Das kann man auch gut weiterdenken.

Deshalb würde ich schon sagen, dass Geld gewissermaßen die Welt regiert.
Volker Pispers sagte beispielsweise, dass Geld nur eine Illusion ist. Dieses Stück Papier ist nur etwas wert, weil das System 'Geld' so akzeptieren. Was machen wir, wenn der Bäcker eines morgens sagt, dass er unser Geld nicht nimmt? Er möchte stattdessen unsere Armbanduhr. Wenn das jeder so macht, dann haben wir ein Problem. Das System des Geldes funktioniert nur, weil wir es in dieser Form akzeptieren.
Und eben weil wir es akzeptieren, regiert Geld die Welt. Die Großkonzerne tun alles, um mehr Profit zu schlagen. Nestlé will sogar das Grundwasser versteuern. Das muss man sich erstmal vorstellen..
Wir können unserem schönen Leben nachgehen, weil wir die finanzielle Absicherung haben und uns nicht ständig Gedanken müssen, wie wir den nächsten Monat überleben.

Natürlich kann man sein Glück auch anderweitig finden. Soziale Kontakte etc. kann man sich nicht mit Geld kaufen. Aber erst müssen die Grundbedürfnisse Nahrung, Wasser, Schlaf usw. gestillt werden, bevor wir uns unseren sozialen Kontakten widmen. Stichwort: Maslows Bedürfnispyramide.
Wenn man selbst Essen anbaut, dann kann man wahrscheinlich schon ohne Geld auskommen, aber dann will ich sehen, wie er/sie den Strom bekommt, ohne zu zahlen.

Mit freundlichen Grüßen,
Meko.
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Geld regiert die Welt? 1 Woche 2 Tage her #808128

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Ich will damit nicht sagen, dass du arrogant bist, sondern eher, dass viele Menschen, denen es hier in unseren europäischen Ländern so gut - vielleicht schon zu gut - geht, zu einer Arroganz/Ignoranz neigen und den Luxus für selbstverständlich nehmen. Denn unser Überfluss ist eigentlich nicht selbstverständlich und ich finde, dass wir diesen Punkt zu oft aus den Augen verlieren.
Ich führe das nicht weiter aus. Vielleicht macht das jemand, der es ähnlich sieht wie ich. Das kann man auch gut weiterdenken.

Ohja... Ohhhja... Wenn man in die erste Welt reingeboren wird, kennt man auch nichts anderes, außer eine externe Quelle klärt einen auf. Aber das heißt natürlich immer noch nicht, dass man es richtig nachvollziehen kann - da müsste man schon dagewesen sein.

Man muss sich einfach nur mal China anschauen: Wenn man mal dagewesen ist, und zwar nicht nur bei den Touristenattraktionen, sondern auch diese wirklich unmenschlichen(dort jedoch Gang und Gebe) "Ghettos". Was wir hier in Deutschland als Ghetto bezeichnen, wäre dort Luxus pur. Aber in China gibt es so viele Menschen, das weiß man. Zur Unterbringung dieser Menschen gibt es gewisse "Wohnungen", wobei der Begriff lachhaft rüberkommt, wenn ich jetzt zu Ende erzähle.

Es gibt dort eher Zellen. Kein Scheiß, aber Zellen in unseren Gefängnissen wären wiederum auch Luxus pur... Es sind Käfige. Hundekäfige. Aber darin leben Menschen.
Gelbes Gitter umgibt die zwei Quadratmeter Matratzenfläche und erinnert an einen Hundezwinger. Alles was er besitzt, hat er in diesen Käfig gestopft. Am unteren Ende stapelt er seine Sachen. Schuhe stehen auf einem Karton. Der 47-Jährige kann weder aufrecht sitzen noch ausgestreckt liegen.

Warnung: Spoiler! [ Zum Anzeigen klicken ]

Die Mieten sind extrem hoch, auf Sozialwohnungen warten Menschen wie Lee zwischen fünf und zehn Jahre.

Die offizielle Zahl der Menschen, die wie er ohne Mietvertrag leben, wird mit 171.300 angegeben. „Aber wir schätzen sie weitaus höher“

Ich könnte locker noch 30 weitere Zitate wirken lassen - und das ist nur ein kleines Manko, was in der zweiten Welt so vor sich geht... Ehrlich gesagt, das Thema ist so umfangreich, dass ich mich doch der Verantwortung entziehen muss... Aber der Link zum Artikel ist auf jeden Fall da - nur die meisten Menschen in Deutschland informieren sich nicht,,, Denn es gibt auf der ganzen Welt Elend, aber wir alle blenden das aus, um ohne schlechtes Gewissen konsumieren zu können.

Wir hatten Glück, die nicht. Das ist die traurige Realität unserer Welt...



I.N.
"...aber als Daumenregel gilt: je kleiner, desto kleiner."
*o-XD* *o-haha* *o-kihihi*
Letzte Änderung: 1 Woche 2 Tage her von BigBoss.

Geld regiert die Welt? 1 Woche 2 Tage her #808136

xMeko schrieb:
Wir sollten nicht so arrogant sein und unseren Luxus mit dem der Menschen der 'dritten' und 'zweiten' Welt Welt vergleichen. Ich will damit nicht sagen, dass du arrogant bist, sondern eher, dass viele Menschen, denen es hier in unseren europäischen Ländern so gut - vielleicht schon zu gut - geht, zu einer Arroganz/Ignoranz neigen und den Luxus für selbstverständlich nehmen.
Ich weiß ja nicht, wie du dein Geld verdienst, aber ich gehe für mein Geld arbeiten. Von Luxus kann also nicht die Rede sein.
Vielleicht neigst du selbst zu Ignoranz, wenn du glaubst, dass den europäischen Ländern das alles zugefallen wäre.

Geld regiert die Welt? 1 Woche 1 Tag her #808179

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rabbitcat schrieb:
xMeko schrieb:
Wir sollten nicht so arrogant sein und unseren Luxus mit dem der Menschen der 'dritten' und 'zweiten' Welt Welt vergleichen. Ich will damit nicht sagen, dass du arrogant bist, sondern eher, dass viele Menschen, denen es hier in unseren europäischen Ländern so gut - vielleicht schon zu gut - geht, zu einer Arroganz/Ignoranz neigen und den Luxus für selbstverständlich nehmen.
Ich weiß ja nicht, wie du dein Geld verdienst, aber ich gehe für mein Geld arbeiten. Von Luxus kann also nicht die Rede sein.
Vielleicht neigst du selbst zu Ignoranz, wenn du glaubst, dass den europäischen Ländern das alles zugefallen wäre.

Danke, dass du auch auf meine ganzen anderen Aussagen eingegangen bist.

Natürlich ist den europäischen Ländern das alles nicht zugefallen. Das hab ich auch an keiner Stelle behauptet. Wenn du meinen Post nur oberflächlich liest, dann verstehe ich wohl, wie man zu der Aussage kommt.
Ich muss ja jetzt sicherlich nicht aufzählen, wie die Großkonzerne andere Entwicklungsländer und ihre Bürger ausnehmen und wie wir das Ganze mit unserem Konsum noch unterstützen. Ob das von uns absichtlich getan wird, sei mal dahingestellt. Wir sollten uns aber in jedem Fall bewusst machen, dass wir den Menschen keinen Gefallen tun, wenn wir Nestlé, Primark uvm. unterstützen.
Ich weiß, dass wir so aufgewachsen und unser Standard infolge dessen für uns Normalität und eine Selbstverständlichkeit geworden sind. Ich will das ja auch nicht verteufeln. Man sollte sich aber ins Bewusstsein rufen, dass es eigentlich keine Selbstverständlichkeit ist, dass wir diesen übermäßigen Konsum haben. Und selbst wenn du meinst, dass du für dein Geld arbeitest, dann hast du Glück gehabt, hier geboren und aufgewachsen zu sein. Andere, nein! Ein Großteil der Menschen auf diesem Planeten arbeiten ebenso und vielleicht auch mehr und haben weniger als du und ich.
Eben deshalb finde ich auch, dass Geld die Welt regiert. Natürlich muss man erstmal definieren, in welchem Umfang 'regieren' gemeint ist.
Ich sehe es nicht wie Bigboss, dass ein Mensch ohne Geld nicht vollwertig oder was auch immer sei. Aber ein Mensch kann sich ohne Geld nicht ausleben. Ich merke es immer wieder: Wenn ich irgendetwas machen will mit Freunden, brauche ich fast immer Geld dafür. Selbst wenn wir nur Tischtennis spielen gehen, würde es nicht gehen, wenn wir nicht vorher irgendwann das Geld für die Schläger und den Ball gehabt hätten.

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Geld regiert die Welt? 1 Woche 1 Tag her #808209

xMeko schrieb:
Danke, dass du auch auf meine ganzen anderen Aussagen eingegangen bist.
Entschuldigung, es war 3 Uhr in der Nacht und ich bin sehr müde gewesen.^^

xMeko schrieb:
Natürlich ist den europäischen Ländern das alles nicht zugefallen. Das hab ich auch an keiner Stelle behauptet. Wenn du meinen Post nur oberflächlich liest, dann verstehe ich wohl, wie man zu der Aussage kommt.
Ich muss ja jetzt sicherlich nicht aufzählen, wie die Großkonzerne andere Entwicklungsländer und ihre Bürger ausnehmen und wie wir das Ganze mit unserem Konsum noch unterstützen. Ob das von uns absichtlich getan wird, sei mal dahingestellt. Wir sollten uns aber in jedem Fall bewusst machen, dass wir den Menschen keinen Gefallen tun, wenn wir Nestlé, Primark uvm. unterstützen.
Ich weiß, dass wir so aufgewachsen und unser Standard infolge dessen für uns Normalität und eine Selbstverständlichkeit geworden sind. Ich will das ja auch nicht verteufeln. Man sollte sich aber ins Bewusstsein rufen, dass es eigentlich keine Selbstverständlichkeit ist, dass wir diesen übermäßigen Konsum haben. Und selbst wenn du meinst, dass du für dein Geld arbeitest, dann hast du Glück gehabt, hier geboren und aufgewachsen zu sein. Andere, nein! Ein Großteil der Menschen auf diesem Planeten arbeiten ebenso und vielleicht auch mehr und haben weniger als du und ich.
Mir ist schon bewusst, dass man hier in Deutschland beste "Startvoraussetzungen" hat. Wenn ich mir vor meiner Geburt ein Land hätte aussuchen können, hätte ich mich wahrscheinlich für Deutschland entschieden. Wie reich Deutschland ist, sieht man eigentlich schon an den Straßen, die sich in der Regel nicht nur in Berlin sondern auch an einer zufälligen Stelle in einem Waldgebiet in einem Top-Zustand befinden. Auch was Bildung und Sicherheit betrifft, gibt es nur wenige Länder, die man wirklich mit Deutschland vergleichen kann. Woanders hätte man gar nicht erst die Chance dazu, eine Schule zu besuchen, und müsste schon als Kind arbeiten gehen. Man kann also wirklich von Glück reden, hier geboren zu sein.
Trotzdem finde ich nicht, dass man seine eigene Arbeit unter den Tisch kehren sollte, nur weil man in Deutschland aufgewachsen ist. Es hat schließlich einen Grund, wieso es hier so aussieht, wie es aussieht. Auch hier wird gearbeitet und viele andere Länder könnten sich ruhig mal an Deutschland ein Beispiel nehmen.
Dass einige Großkonzerne Entwicklungsländer ausbeuten, mag zwar stimmen, aber innovative Produkte und die hohe Qualität dürften zu einem deutlich größeren Teil zum wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands beigetragen haben. Und da die Konkurrenz bekanntlich nicht schläft, ist mir eigentlich keine deutsche Firma bekannt, die sich wirklich zurücklehnen könnte.

xMeko schrieb:
Eben deshalb finde ich auch, dass Geld die Welt regiert. Natürlich muss man erstmal definieren, in welchem Umfang 'regieren' gemeint ist.
Ich sehe es nicht wie Bigboss, dass ein Mensch ohne Geld nicht vollwertig oder was auch immer sei. Aber ein Mensch kann sich ohne Geld nicht ausleben. Ich merke es immer wieder: Wenn ich irgendetwas machen will mit Freunden, brauche ich fast immer Geld dafür. Selbst wenn wir nur Tischtennis spielen gehen, würde es nicht gehen, wenn wir nicht vorher irgendwann das Geld für die Schläger und den Ball gehabt hätten.
Stimmt, um sich ausleben zu können, braucht man natürlich immer ein bisschen Geld, auch wenn es (zumindest für unsere Verhältnisse) nicht viel Geld ist.
Ich hatte nur geschrieben, dass Geld nicht die Welt regiert, da meiner Meinung nach nicht alle Menschen käuflich sind und tolle Dinge auch dann entstehen können, wenn mal kein Geld im Spiel ist.
Auch kommt es mir so vor, als würden manche Menschen in armen Ländern ganz glücklich aussehen, obwohl sie wahrscheinlich nur ein geringes Einkommen besitzen.
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