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THEMA: Allerlei Geschlechter - Wahnsinnig oder doch berechtigt ?!

Allerlei Geschlechter - Wahnsinnig oder doch berechtigt ?! 2 Wochen 1 Tag her #807901

@BlackDiary
Wenn du schon bereit dazu bist Fragen zu beantworten, würde ich die Gelegenheit gerne nutzen.
Ist das Geschlecht wirklich etwas psychisches für dich und nicht etwas physisches, bzw. biologisches? Ich persönlich trenne Geschlechter ganz klar nach dem biologischem, d.h. zwischen Frau, Mann und Zwitter. Die Klassifizierung ist an der Stelle auch etwas recht einfaches: Eine Frau hat eine Vagina und kann Kinder gebären, sofern sie nicht impotent sind. Männer haben Penisse und können Kinder zeugen, sofern sie nicht impotent sind und ein Zwitter hat eben beides, was aus biologischer Sicht allerdings als Krankheit/Fehlbildung angesehen wird und deshalb nicht die Norm ist.

Sich darüber hinaus mit seinem Geschlecht zu beschäftigen ist eigentlich nichts was ich machen würde. Klar, ich identifiziere mich als Mann, aber das liegt dadran, dass ich aus biologischer Sicht auch ein Mann bin. Wie sich ein Mann zu fühlen hat und zu handeln hat, ist nichts was in meinem Leben ein Rolle spielt. Ich bin wer ich bin, mein Geschlecht spielt da für mich keine große Rolle. Wenn ich das Bedürfnis dazu verspüren würde, mich als Frau zu verkleiden, würde ich mich deshalb jetzt nicht weniger als "Mann" identifizieren als zuvor, einfach deshalb, weil ich nach wie vor biologisch als Mann gelte.

Für dich scheint dein Geschlecht allerdings viel mehr ein geistiger Zustand zu sein und das ist der Punkt den ich nicht wirklich begreifen kann. Was macht "Mann sein" für dich aus und was "Frau sein"? Inwieweit fühlst du dich als "Mann" unterschiedlicher, als als "Frau"? Was macht einen Mann, bzw. eine Frau für dich überhaupt aus?
Willst du offiziell als Genderfluid anerkannt werden oder akzeptierst du auch die Klassifizierung als Frau? Siehst du deine Genderfluidheit als mentale Krankheit an und damit als etwas das man heilen sollte oder nicht?
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Allerlei Geschlechter - Wahnsinnig oder doch berechtigt ?! 2 Wochen 1 Tag her #807908

Es gibt genau so viele Geschlechter, wie Deutschland Weltkriege verloren hat. Das Prinzip des "Transgender" nicht anderes, als die irrationale Lösung die Identitätsprobleme eines Individuums auf die Gesellschaft auszuweiten, anstatt dem Betroffenen zu helfen. Wenn einem Familienmitglied Schizophrenie diagnostiziert wird, wirst du ihm erklären, dass er krank ist und Hilfe benötigt, oder willst du versuchen der Gesellschaft zu erklären, dass er ganz normal ist, und seine Halluzinationen real sind? Ich werde einfachste Biologie nicht in die Tonne treten, nur weil sich jemand als binary-trans-queer-was-weiß-ich identifiziert Es gibt nur zwei Geschlechter. "Soziales" und "biologisches" Geschlecht sind nicht unabhängig voneinander.

Transgender-Personen sind also geistig Kranke, die gesellschaftlich akzeptiert werden, weil sie ,weder sich selbst ,noch anderen schaden.

Allerlei Geschlechter - Wahnsinnig oder doch berechtigt ?! 2 Wochen 1 Tag her #807912

KaiZwei schrieb:
Es gibt genau so viele Geschlechter, wie Deutschland Weltkriege verloren hat. Das Prinzip des "Transgender" nicht anderes, als die irrationale Lösung die Identitätsprobleme eines Individuums auf die Gesellschaft auszuweiten, anstatt dem Betroffenen zu helfen. Wenn einem Familienmitglied Schizophrenie diagnostiziert wird, wirst du ihm erklären, dass er krank ist und Hilfe benötigt, oder willst du versuchen der Gesellschaft zu erklären, dass er ganz normal ist, und seine Halluzinationen real sind? Ich werde einfachste Biologie nicht in die Tonne treten, nur weil sich jemand als binary-trans-queer-was-weiß-ich identifiziert Es gibt nur zwei Geschlechter. "Soziales" und "biologisches" Geschlecht sind nicht unabhängig voneinander.

Transgender-Personen sind also geistig Kranke, die gesellschaftlich akzeptiert werden, weil sie ,weder sich selbst ,noch anderen schaden.

Tatsächlich? Deutschland hat also mehr als zwei Weltkriege verloren? Da bin ich jetzt einmal gespannt.
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Allerlei Geschlechter - Wahnsinnig oder doch berechtigt ?! 2 Wochen 1 Tag her #807913

Tatsächlich? Deutschland hat also mehr als zwei Weltkriege verloren? Da bin ich jetzt einmal gespannt.



Du hast da was falsch verstanden, Schätzchen. Es gibt diejenigen mit XY, Testosteron (was zu bestimmten Talenten führt), breiten Schultern statt Becken,ein stärkerer Muskelaufbau, eine größere Gerhirnmasse, etc, etc, etc. Kurzum: Ein Jäger und Sammler. und halt die mit XX, Östrogen, breiterem Becken (zur besseren Geburt), stärkere Empathie, andere Geschlechtsorgane etc. etc. Kurzum: Eine Mutter
Und wenn ein Merkmal mal nicht passt: Guck dir halt die anderen geschlechtsspezifischen Merkmale an. Solltest weit mehr als 20 finden :^).
Das "soziale" Geschlecht ist kein Ergebnis von dem "Patriarch". Es sind Überbleibsel, die die Biologie aus dem Menschen gemacht hat. Wenn du die blöden Geschlechterrollen bekämpfen willst: Melde dich bei der natürlichen Selektion, pls. Danke

Allerlei Geschlechter - Wahnsinnig oder doch berechtigt ?! 2 Wochen 1 Tag her #807914

KaiZwei schrieb:
Tatsächlich? Deutschland hat also mehr als zwei Weltkriege verloren? Da bin ich jetzt einmal gespannt.

Du hast da was falsch verstanden, Schätzchen. Es gibt diejenigen mit XY, Testosteron (was zu bestimmten Talenten führt), breiten Schultern statt Becken,ein stärkerer Muskelaufbau, eine größere Gerhirnmasse, etc, etc, etc. Kurzum: Ein Jäger und Sammler. und halt die mit XX, Östrogen, breiterem Becken (zur besseren Geburt), stärkere Empathie, andere Geschlechtsorgane etc. etc. Kurzum: Eine Mutter
Und wenn ein Merkmal mal nicht passt: Guck dir halt die anderen geschlechtsspezifischen Merkmale an. Solltest weit mehr als 20 finden :^).
Das "soziale" Geschlecht ist kein Ergebnis von dem "Patriarch". Es sind Überbleibsel, die die Biologie aus dem Menschen gemacht hat. Wenn du die blöden Geschlechterrollen bekämpfen willst: Melde dich bei der natürlichen Selektion, pls. Danke

Ah, du kennst also Intersexualität nicht, sag das doch gleich.
Letzte Änderung: 2 Wochen 1 Tag her von leoben11.
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Allerlei Geschlechter - Wahnsinnig oder doch berechtigt ?! 2 Wochen 1 Tag her #807915

Ach Leo. Früher hattest du mehr drauf. >0.1 sind intersexuell
Es gibt Menschen, die werden mit nur einem (gesunden ) Bein geboren (dürfte auch ca 0.1% sein oder höher). Haben Menschen jetzt normalerweise 0-6 Beine?, nur weil es ein Dutzend davon gibt? Nein, man nennt sie behindert. Da 2 Geschlechter normal sind, sind Intersexuelle im Endeffekt biologisch Behinderte. Sorry fam.

Allerlei Geschlechter - Wahnsinnig oder doch berechtigt ?! 2 Wochen 1 Tag her #807916

@ BlackDiary

Ich weiß nicht, aber hast du vielleicht schon mal daran gedacht dich in Therapeutische Behandlung zu begeben? Ich denke das sollte helfen, damit deine Gedanken wieder etwas klarer werden.

Allerlei Geschlechter - Wahnsinnig oder doch berechtigt ?! 2 Wochen 1 Tag her #807918

Amber_terasu schrieb:
@ BlackDiary

Ich weiß nicht, aber hast du vielleicht schon mal daran gedacht dich in Therapeutische Behandlung zu begeben? Ich denke das sollte helfen, damit deine Gedanken wieder etwas klarer werden.
Ich glaube nicht, dass sie sich das ausgesucht hat. Wer selbst nicht unter Identitätsstörungen bzw. allgemein irgendwelchen psychischen Störungen leidet, kann sich einfach nicht in solch eine Situation versetzen. Für mich gibt es auch nur Mann und Frau, wie man sich dazwischen sehen kann ist mir unbegreiflich. Trotzdem, die Betroffenen machen das ja nicht mit Absicht. Ich glaube, wenn sie einfach einen Hebel in ihrem Kopf umlegen könnten, der alles wieder gerade biegt, würden sie den gerne betätigen. Aber den gibt es nicht und dann muss man diese Leute eben so akzeptieren wie sie sind. Man muss sie nicht verstehen und sich auch nicht mit ihnen abgeben, wenn man das nicht möchte, aber auf ihnen rumzuhacken und als nicht klar im Kopf zu bezeichnen, sowas muss nicht sein. Betroffene kennen ihre Probleme schließlich zu genüge und leiden auch genug darunter.
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Allerlei Geschlechter - Wahnsinnig oder doch berechtigt ?! 2 Wochen 1 Tag her #807919

@Amber_terasu
Ich weiß nicht, ob du das nur nett meinst oder dir bewusst ist, dass man Genderdisphorie nicht einfach durch "klarere Gedanken" beseitigen kann. Man kann es GAR NICHT beseitigen. Man muss damit leben. Außerdem sind meine Gendanken klar genug, danke der Nachfrage.
Ich habe lang genug ehrenamtlich in einem LGBT-Verein gearbeitet, um das zu wissen.
Außerdem WAR ich schon 1 1/2 Jahre in Thera und sogar 3 Monate in der Klapse wegen anderer Dinge und die Therapeuten haben sich nie lange mit meinen Gendervorstellungen aufgehalten sondern sie einfach respektiert.

Auf @KaiZwei gehe ich gar nicht erst ein, sonst würde ich definitiv die Netiquette brechen.

@Harusaki:
Auch, wenn ich deine Ansichten absolut nicht teile, finde ich es super, dass du so offen fragst. Ich glaube, dass es als Cis-Person (Cis als gegensatz zu Trans) sehr schwer sein kann, Trans*-personen zu verstehen. Aber ich werde versuchen, es dir ein wenig klarer zu machen.
Zuerst einmal: biologisches Geschlecht und Gender sind per definitionem unterschiedliche Dinge.

Stell dir vor, du bist du. Dein komplettes Sein verändert sich nicht, außer, dass du keinen Männerkörper, sondern einen Frauenkörper hast. Du willst immernoch von deinen Freunden als Typ wargenommen werden, du willst immernoch die Männertoilette benutzen, du willst immernoch deiner Sexualität nachgehen. Stell dir vor du wilst Sex haben aber hast keinen Penis mehr. So fühlen sich rein transgeschlechtliche Menschen. Häufig fängt man erst dann an, sich über seine Identität und sein Gender Gedanken zu machen, wenn da irgendetwas massiv nicht zusammenpasst.

Wenn es nun um Genderfluid geht, wird das ganze schon etwas schwieriger. Ich kann dir selbst nicht erklären, warum das so ist oder warum nicht. Aber ich springe praktisch zwischen dem eben erklärten Zustand und vielen anderen Variationen dieses Spektrums von Selbstwahrnehmung hin und her.

Im Bezug auf die Krankheitsfrage: Naja für einen rein Transgeschlechtlichen Menschen kann die "Heilung" die Geschlechtsangeichung sein. Dementsprechend gibt es ja Heilung dafür. Ich weiß aber nicht, ob ich es wirklich als mentale Krankheit bezeichnen wollen würde, weil man bewiesenermaßen ( siehe Schwulenheilung ) durch einen falschen Therapieversuch die Psyche eines Menschen komplett zerstören kann. Des weiteren gibt es eine riesige Flut an Vorgaben, zu erbringenden Gutachten und Mindesttherapiezeiten, nach denen so eine Geschlechtsangleichung überhaupt erst in die Wege geleitet werden kann. Therapie wird hier nicht im Sinne von Umstimmung gesehen, sondern ist eine Hilfe für die Trans*person, sich richtig zu entscheiden und nicht übereilt ("aus einer Phase heraus") falsche Entscheidungen zu treffen. Außerdem soll sie einfach helfen, weil die meisten Transpersonen wie schon vorher gesagt unter ihrem Problem heftig leiden.

Wenn es um meine Klassifizierung geht, kann ich nur sagen: Ich weiß nicht, wie ich mich in Zukunft entscheide. Vielleicht passt irgendwann ein männlicher Körper besser zu meiner Selbstwahrnehmung, dann werde ich dem wahrscheinlich folgen. Momentan bin ich hauptsächlich über eine Masektomie (Brustentfernung) am nachdenken, weil meine häufige Benutzung von Bindern (wie eine Enge Weste, damit man die Brüste nicht so sieht) absolut nicht gut ist und Krebs hervorrufen kann. Ich benutze den Binder aber trotz dieses Wissens, da ich mich ohne manchmal einfach todunglücklich fühle.
Momentan habe ich einen Frauenkörper und stelle mich anderen auch meist der Einfachheit halber als Frau vor. Aber wann immer ich es brauche verschwinden meine Brüste unter einem Binder, meine Hüften in einer weiten Hose, mein Iro unter einer Mütze und mit ein bisschen Contouring würde niemand auf die Idee kommen, dass der Penis in der Hose der Person vor ihnen nicht echt ist.
Letzte Änderung: 2 Wochen 1 Tag her von BlackDiary.
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Allerlei Geschlechter - Wahnsinnig oder doch berechtigt ?! 2 Wochen 1 Tag her #807920

KaiZwei schrieb:
Ach Leo. Früher hattest du mehr drauf. >0.1 sind intersexuell
Es gibt Menschen, die werden mit nur einem (gesunden ) Bein geboren (dürfte auch ca 0.1% sein oder höher). Haben Menschen jetzt normalerweise 0-6 Beine?, nur weil es ein Dutzend davon gibt? Nein, man nennt sie -. Da 2 Geschlechter normal sind, sind Intersexuelle im Endeffekt biologisch -. Sorry fam.

Du hast geschrieben es gäbe nur zwei Geschlechter, die Wissenschaft ist da anderer Meinung. Gesteh dir deinen Fehler doch einfach ein, ist doch nicht tragisch.
Hab den zitierten Post mal "zensiert" und hoffe dass er nicht gelöscht wird.
Letzte Änderung: 2 Wochen 1 Tag her von leoben11.
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Allerlei Geschlechter - Wahnsinnig oder doch berechtigt ?! 2 Wochen 1 Tag her #807922

BlackDiary schrieb:
Ja, ich habe 3 unterschiedliche Namen, von denen nur einer von meinen Eltern gegeben ist.

Und jeder Name ist für ein anderes Geschlecht oder wie funktioniert das? Oder dürfen manche Menschen dich nur mit bestimmten Namen ansprechen? Quasi wie der Vorname von Freunden und der Nachname von unbekannten Personen verwendet wird? Oder hat das mit der ganzen Gender-Diskussion nichts zu tun und du wolltest es nur mal loswerden?
Ja, ich wünschte es wäre anders. Ich wünschte ich wäre einfach nur ein Cis-geschlechtlicher Mensch.

Warum das denn? Ist Genderfluid sein nichts schönes? Oder normales? Wenn du dir sowas wünscht, dann bist du doch mit dem das du hast unzufrieden. Sowas sorgt doch dann dafür, dass Leute denken dir helfen zu müssen und dir deshalb einen Therapeuten empfehlen oder? Schließlich fühlst du dich doch nicht wohl. Also brauchst du Hilfe. Ich hoffe das wirkt nicht zu abwertend, aber ich kann schon in einem gewissen Rahmen verstehen, warum genderfluide Personen als "krank" bezeichnet werden. Denn krank sein ist nix schönes.



Du hast uns ja dazu eingeladen Fragen zu stellen, die du beantworten möchtest und auch wenn ich schon ein paar gestellt habe hätte ich doch noch einige weitere: hast du deine ganz eigenen Pronomen oder für jedes Geschlecht das du annimmst ein anderes? Falls ja, wie lässt du andere Menschen wissen mit welchem Pronomen Sie dich heute ansprechen sollen? Ist das nicht sehr unpraktisch? Und verwenden andere genderfluide Menschen die selben Pronomen oder haben die auch wieder ihre eigenen?
Du schreibst, dass es Tage gibt an denen dir übel wird, wenn jemand dich mit einem weiblichen Pronomen anspricht, aber wie sollen die Menschen aus diesem Forum das richtige Pronomen verwenden, wenn sie es nicht kennen? Wie kannst du "offendet" sein (um es mit deinen Worten auszudrücken), wenn diese Personen es einfach nicht besser wissen. Und was machst du, wenn jemand das richtige Pronomen verwendet, du dich aber einige Tage später wieder anders fühlst und noch einmal alte Beiträge liest? Macht man sich das Leben so nicht sehr schwer? Wenn jemand zu mir sagt ich sei ein kleines Mädchen, weil ich keine Horrorfilme schauen mag, dann wird mir auch nicht übel, nur weil mich jemand als Mädchen bezeichnet, obwohl ich mich nicht als eines fühle. Ich weiß, dass das eine sehr simple Sichtweise ist, aber kann man nicht versuchen einfach etwas Abstand von der Meinung anderer Leute zu nehmen? Brauchst du wirklich andere Menschen die dich mit deinem Pronomen ansprechen und dich in deinem Geschlecht wahrnehmen um glücklich zu sein? Ich finde, dass du dich viel zu sehr von der Meinung anderer abhängig machst.

KaiZwei schrieb:
Transgender-Personen sind also geistig Kranke, die gesellschaftlich akzeptiert werden, weil sie ,weder sich selbst ,noch anderen schaden.

Aber es gibt Transgender-Personen die sich aufgrund ihrer Unzufriedenheit mit ihrem Geschlecht schaden.
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Allerlei Geschlechter - Wahnsinnig oder doch berechtigt ?! 1 Woche 5 Tage her #808050

Moinsen,
ich finde die Diskussion wirklich urinteressant. Gerade die Belichtung der Genderfluid-Seite ist wirklich sehr interessant. Eigentlich wollte ich ja nichts mehr schreiben, aber meh, man wirft halt oft seine Vorsätze über Board ne?

Ehrlich gesagt finde ich es grad schwierig irgendwie anzusetzen.
Ich selbst bin "transgender" und akzeptiere es seit gut einem Jahr. Ich bin 20 Jährchen jung und habe mich aber schon als Kind unglaublich unwohl als Mädchen gefühlt. In meinen Augen war ich kein Mädchen, bin ich kein Mädchen und werde nie eines sein.
Ich finde meinen Körper abstoßend, regelrecht. Meine Brüste finde ich wiederlich und ich kann mich im Spiegel keine zwei Minuten angucken, weil ich mich so disgusting finde.
Ich kotze fast, wenn mein Vater so stolz auf seine Tochter ist und mir wird immer übel, wenn meine Großmutter meint ich solle mich doch weiblicher kleiden.

Seit kurzem mache ich eine Ausbildung und es widert mich jeden Tag an meine Ausblidnerin über mich reden zu hören. "Sie macht das ganz gut", "Sie ist so fleißig" und am schlimmsten: "irgendwann gehen wir zusammen shoppen". Ich mag sie eigentlich, sie ist eine nette Person, aber ich kann es einfach nicht hören. Ich mag es nicht, wenn mich jemand mit meinem Geburtsnamen anspricht, mir stellt es alle Haare auf.
Diese Person, die sie sich von mir wünschen bin ich einfach nicht.

Meinte Mutter wollte mich auf eine reine Mädchenschule schicken, wo mir beim ersten Gedanken schon der Graus kam. Ich bin kein Mädchen, ich gehöre da nicht hin.

Na ja, wie dem auch sei. Manch einer mag behaupten, dass es eine "Phase" ist, das geht wieder vorüber, aber ich glaube das nicht mehr.
Ehrlich gesagt war ich schon als Volkschulkind unzufrieden mit meinem Geschlecht und meinem Körper. Ich hab ständlg andere Namen auf meine Hausaufgaben-Zettel geschrieben, weil ich meinem weiblichen Vornamen nicht leiden konnte. Als Kind merkt man das natürlich nicht und mir war vielleicht damals nicht bewusst, was mit mir "nicht stimmt". Jetzt wenn ich zurück denke sind die "Zeichen" für mich Eindeutig.
Nie habe ich mich in Mädchen-Klamotten wohl gefühlt. Ich habe es mal ein halbes Jahr lang wirklich versucht, es war ein Krampf. Wie eine Maske, die man jeden Tag wieder aufzieht.
Schon in der 4. Klasse Unterstufe wollte ich ganz kurze Haare haben. Doch meine Friseurin und meine Mutter meinten: "Mach sie nicht zu kurz, das ist nicht mädchenhaft".
Erst mit 16 oder 15 habe ich mir dann ganz kurze Haare geschnitten und fühlte mich wohler, wirklich. Meine Haare gefallen mir jetzt wirklich und es ist ein Teil meines Körpers, den ich akzeptieren kann.
Mit 16 habe ich dann auch angefangen darüber nachzudenken, was es bedeutet weiblich zu sein, was es bedeutet männlich zu sein und hab halt das typische Teenager-Identitätsfindungs-Problem gehabt. Wer bin ich eigentlich? Wie sehen mich die anderen Menschen? Usw.
Damals schon wusste ich das die Bezeichnung "Weiblich" oder "Mädchen" auf mich nicht passt, sie klang einfach falsch für mich. Doch ich hielt das eben für eine Phase.

Mittlerweile habe ich mich vor Freunden "geoutet", sie nennen mich auch bei meinem männlichen (wobei ich einen genderneutralen Namen gewählt habe) Wunschnamen, sofern sie es verstehen. Meine Eltern wissen nichts davon, weil ich... ich weiß auch nicht ich kann es nicht. Mein Vater ist unberechenbar (und bitte geht jetzt nicht davon aus, dass er gewalttätig oder so ist, man kann ihn wirklich sehr schlecht einschätzen, weil er eine verschlossene und eher ruhige Person ist. Er gibt nicht viel von sich Preis und daher finde ich es schwierig einzuschätzen, ob er es akzeptieren würde oder nicht) und meine Mutter ist Christin. Ich weiß einfach nicht, wie man ihnen das erklären kann und noch weniger, wie sie es aufnehmen würden.
Wie gesagt habe ich meine "Transsexualität" erst vor einem Jahr wirklich akzeptiert, davor war es für mich irgendwie nicht annehmbar. Ich konnte es mir nicht vorstellen.

Aber offensichtlich bin ich ja geisteskrank ;)

@BlackDiary
Ich finde deine "Geschichte", wobei es weniger eine Geschichte, mehr eine Aufklärung ist, sehr interessant. Daher wollte ich dich auch ein bisschen ausquetschen :3
Falls ja, wie lässt du andere Menschen wissen mit welchem Pronomen Sie dich heute ansprechen sollen? Ist das nicht sehr unpraktisch?
Das würde ich auch gerne wissen^^

Dann würde ich noch gerne fragen wie das ist, wenn du das "Gender wechselst". Passiert das von einem Tag auf den anderen? So "spontan" oder kann das auch mal sein, dass du mehrere Wochen "zufrieden" als Mädchen bist und es dann wechselt? Wie du das merkst hast du ja schon angesprochen, wenn dir zum Beispiel übel wird, wenn du jemand mit dem falschen Prononmen anspricht.
Wie teilst du deinen Mitmenschen / Freunden mit, dass dir ein weibliches Pronomen beispielsweise unpassend ist und du dich heute eher als jemand anderes indentifizierst? Wie kommuniziert man sowas? :3

Du hast mich neugierig gemacht :D Ich hoffe du kannst die Fragen beantworten.
Letzte Änderung: 1 Woche 5 Tage her von SenseiRelaxo.

Allerlei Geschlechter - Wahnsinnig oder doch berechtigt ?! 1 Woche 5 Tage her #808074

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Ich hoffe ich trete jetzt hiermit niemanden zu nahe und es ist auch nicht böse gemeint, aber ich muss hier auch mal etwas zu schreiben.

@BlackDiary Direkt noch einmal, ich meine das wirklich nicht böse, aber wenn ich deine Beiträge lese, sehe ich darin immer mehr Punkte, weshalb ich das eher als eine Psychische Störung ansehen würde. Unter anderem schreibst du ja
Stell dir vor: Es gibt Tage oder Stunden, an denen du dich mit deinem Körper identifizieren kannst. Zumindest auf das Geschlecht bezogen. In dieser Zeit bist du glücklich mit deinen Brüsten und deiner Vagina (Ooooooh mein Gott es hat Vagina gesagt. Darf dat dat? *o-omg* ).
Und dann gibt es Momente, in denen dir die Galle hochkommt, wenn man dich mit dem weiblichen Pronomen anspricht und du hast das Gefühl, dass deine Brüste nichts an dir zu suchen haben. Und auch deine Vagina ist dir dann komplett fremd und du wärst mit einem Schwanz ( Auch das noch. Das wirs ja immer schlimmer. *o-DX* ) viel zufriedener.

Oder SenseiRelaxo schrieb ja auch
Seit kurzem mache ich eine Ausbildung und es widert mich jeden Tag an meine Ausblidnerin über mich reden zu hören. "Sie macht das ganz gut", "Sie ist so fleißig" und am schlimmsten: "irgendwann gehen wir zusammen shoppen". Ich mag sie eigentlich, sie ist eine nette Person, aber ich kann es einfach nicht hören. Ich mag es nicht, wenn mich jemand mit meinem Geburtsnamen anspricht, mir stellt es alle Haare auf.
Diese Person, die sie sich von mir wünschen bin ich einfach nicht.

Ich kann mich bei solchen Sachen leider nicht dagegen wehren das mir der Gedanke kommt "Ok, da stimmt doch irgendetwas nicht. Da muss man doch irgendwie helfen."

Dann hast du ja auch noch folgendes geschrieben
Außerdem WAR ich schon 1 1/2 Jahre in Thera und sogar 3 Monate in der Klapse wegen anderer Dinge und die Therapeuten haben sich nie lange mit meinen Gendervorstellungen aufgehalten sondern sie einfach respektiert.

OK, du warst in Therapie und auch schon in einer "Klapse" (um es mal mit deinen Worten zu sagen ^^). allerdings schreibst du ja "wegen anderer Dinge", also nicht wegen dem "Gender Problem" und das sich die Therapeuten nie lange mit deinen Gendervorstellungen beschäftigt haben und es einfach akzeptierten. Kann nicht genau das eventuell das Problem gewesen sein? Für mich klingt das so als würde man nur die Symptome behandeln und nicht die Ursache. Mir scheint es irgendwie der falsche Weg zu sein, das einfach als normal abzutun und zu akzeptieren, denn scheinbar leiden die Leute ja trotzdem darunter.
Wenn eine Person ihren Körper widerlich findet, es hasst und wütend wird, weil ich sie als Frau anspreche, sie sich aber als Mann fühlt, es am nächsten Tag aber genau umgekehrt ist, dann finde ich das wirklich nicht sooo normal.

Ich will es noch einmal schreiben. Ich will damit wirklich niemanden verletzen und finde das Thema ehrlich gesagt auch ein wenig schwierig, habe aber wirklich das Gefühl das man in erster Linie diesen Menschen helfen und es nicht einfach nur hinnehmen sollte. Kann es auch sehr gut verstehen wenn es einem überhaupt nicht gefällt, wenn jetzt ein paar Leute aus einem Forum schreiben man sei psychisch krank, obwohl sie einen nicht kennen. Kenne das ehrlich gesagt selber. Hatte fast 8 Jahre starke Depressionen und weiß wie es ist, wenn man alles an sich und sich selber im allgemeinen hasst und irgendwelche Fremden Leute einen sagen man ist nicht normal im Kopf. Wollte ich auch lange Zeit nicht wahr haben, habe es aber irgendwann akzeptiert, mir Hilfe gesucht und heute geht es mir gut.
It's a deadly dull
Like a sword stuck in its sheath
A mind once sharp and full
Now clouded and diseased

What's it like to be erased every time you fall asleep?
Waking up as a clean slate without a sense of reality?
And will I end up the same way when I grow old and turn to grey?
As time leaves me behind to fade away, away

Movements - Deadly Dull


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Allerlei Geschlechter - Wahnsinnig oder doch berechtigt ?! 1 Woche 3 Tage her #808218

Ich glaube, als Frau hat man es einfacher im Leben. Trotzdem würde ich nicht tauschen wollen.

Meiner Meinung nach ist die Geschlechterdebatte ziemlich unsinnig. Wie KaiZwei bereits sagte, gibt es beim Menschen nur das männliche und das weibliche Geschlecht. In allen anderen Fällen kann man davon ausgehen, dass etwas schief gelaufen ist.
Hat man wirklich vor, selbst solche Mutationen korrekt zu labeln, müsste man noch die Möglichkeiten "weiblich und männlich" und "weder männlich noch weiblich" einführen. Es könnte ja sein, dass jemand kein Geschlecht hat oder etwas völlig neues entstanden ist.^^

Allerlei Geschlechter - Wahnsinnig oder doch berechtigt ?! 1 Woche 1 Tag her #808320

rabbitcat schrieb:
Ich glaube, als Frau hat man es einfacher im Leben. Trotzdem würde ich nicht tauschen wollen.

Meiner Meinung nach ist die Geschlechterdebatte ziemlich unsinnig. Wie KaiZwei bereits sagte, gibt es beim Menschen nur das männliche und das weibliche Geschlecht. In allen anderen Fällen kann man davon ausgehen, dass etwas schief gelaufen ist.
Hat man wirklich vor, selbst solche Mutationen korrekt zu labeln, müsste man noch die Möglichkeiten "weiblich und männlich" und "weder männlich noch weiblich" einführen. Es könnte ja sein, dass jemand kein Geschlecht hat oder etwas völlig neues entstanden ist.^^
Intersexualität kennst du also auch nicht? Es gibt definitiv nicht nur männlich und weiblich.
Nur weil etwas für dich unsinnig ist hat es keine Daseinsberechtigung? Wieso bezeichnest du solche Fälle abwertend als Mutationen?
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