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THEMA: Hunter x Hunter – Manga wird bis Ende des Jahres pausiert

Hunter x Hunter – Manga wird bis Ende des Jahres pausiert 2 Monate 2 Wochen her #802673

Ich denke wir sind an einen Punkt angelangt wo man HxH einfach abbrechen sollte. Der Dark Continent Arc ist der bei weitem angeteaste Arc des Mangas und es scheint so als würde er auch (falls er denn wirklich veröffentlicht werden würde) der bei weitem umfangreichste Arc werden, den es bisher in HxH gibt. Togashi ist mittlerweile 51 Jahre alt und wird nicht jünger, selbst wenn er ab nächster Woche regelmäßig (jede Woche) ein Kapitel veröffentlichen würde, würde es wahrscheinlich trotztem noch 1-2 Jahre dauern bis der Dark Continent Arc beendet werden würde. Außerdem ist Hunter x Hunter unter den Fans zurzeit so unbeliebt wie noch nie zuvor. Selbst in Japan, wo Hunter x Hunter bisher (falls es denn veröffentlicht wurde) oft mit One Piece um den ersten Platz konkurrieren konnte, schafft es die Serie aktuell häufig nicht einmal unter den Top 3. Solange Hunter x Hunter nicht von einem anderen Author veröffentlicht wird, wird der Manga zu 100% nicht beendet werden und vielleicht über Zeit qualitativ immer und immer schlechter.

Hunter x Hunter – Manga wird bis Ende des Jahres pausiert 2 Monate 2 Wochen her #802710

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Ahja, die gute alte "auf unbestimmte Zeit pausiert" Nummer. Überrascht mich mittlerweile kein bisschen.

Eine weitere Anime Adaption können wir gewiss vergessen wenn es so weiter läuft, allerdings könnte der Anime auch ohne Manga fortgesetzt werden, falls es mal wirklich zu dem Punkt kommen sollte. Unter diesen Umständen wird der Manga gewiss kein Ende finden, außer er versucht ihn zu rushen und eventuell Inhalte zu überspringen, oder gar seine Arbeit abgibt.

Ob es sich dabei um "Gesundheitliche Probleme" handelt, ist bislang auch unklar. Er ist auch als einer der faulsten Schreiber bekannt und zockt auch regelmäßig in seiner Freizeit, an seinen sehr geliebten Videospielen rum.

Der Manga ist nach dem Chimära Arc bislang auch nur noch in der Aufbauphase, sprich sonderlich an Spannung haben die letzten Chapter auch wieder nicht, abgesehen von dem einen Hisoka Kampf. Scheinbar sollte man sich bereits darauf einstellen, dass dieses Werk niemals ein Ende findet.
Folgende Benutzer bedankten sich: ChronosXIII

Hunter x Hunter – Manga wird bis Ende des Jahres pausiert 2 Monate 2 Wochen her #802718

Wunderbar ...

Habe sowas schon sehen, entweder der Kerl ist mal wieder krank oder hat selbst keine Lust mehr. Soll er es halt an jemand abgeben oder es offiziell beenden, bringt doch nichts wenn er es alle 10 Chapter paussiert.

Die ganzen Pseudo Toptitel laufen wie gewohnt, hauptsache der einzig gute pausiert ständig

Hunter x Hunter – Manga wird bis Ende des Jahres pausiert 2 Monate 2 Wochen her #803006

Ich schildere an dieser Stelle auch mal meine eigene Sicht der Dinge.

Hunter x Hunter wäre ohne diesen Hiatus schon längst beendet worden - Ich rede hier etwa nicht von einem ausgereiften Ende, das alle Fragen beantwortet und die Schicksale der Charaktere in ihrer Vollständigkeit aufklärt, sondern eher von dem (ich entschuldige mich für meine Wortwahl) einfach lieblos in die Ecke geklatschten Ende, für das Togashis vorher veröffentlichter Manga Yu Yu Hakusho so scharf kritisiert wurde.

Das Leben als Mangaka knockt einen physisch wie mental komplett aus. Innerhalb von einer Woche, muss das Storyboard solide erscheinen, die Panelplatzierung muss sich an einem Mindestmaß von Überschaubarkeit bedienen, die Dialoge sollten einen druckreifen Eindruck hinterlassen (Hey, Alda... wo is hier der nächste Spinnentypi, den ich mit meinen Ketten verprügeln kann? Und wehe, dieser Hisoka Futzi hat die alle schon in the Heaven gejooooed! Dat wäre totts uncool.), und selbstverständlich sollte es den Zeichnungen nicht an Detailreichtum mangeln (Ja, erwischt. Togashi gibt oft einen feuchten Furz auf diesen letzten Punkt). Du hast im schlimmsten Fall, um deine Fans nicht zu enttäuschen und dein Magnum Opus nicht zu ruinieren, nur wenige Stunden Schlaf pro Tag zur Verfügung. Den Großteil deines Lebens (ja, ich übertreibe nicht mit "Lebens"!) über hockst du nun also vor dem Schreibtisch, musst deine Assistenten babysitten oder zumindest herumkommandieren, und dabei versuchen, deiner eigenen Vision gerecht zu werden; zufrieden mit dem zu sein, für was du dein Leben in erster Linie nun einmal hinwirfst. Da die Lesermeinung der maßgebende Faktor ist, der entscheidet, ob das jeweilige Magazin deine Serie überhaupt weiterhin veröffentlichen will, bist du - vor allem als Newcomer - fast ausschließlich auf Cliffhanger angewiesen. (Das war ja letztendlich das Problem mit Bleach, die Leser waren einfach nicht mehr zufrieden. "The Downfall of Bleach" ist eine sehr interessante Thematik, zu der es einige einleuchtende Videos auf Youtube zu finden gibt. Man wird schnell feststellen, dass Hunter x Hunters Unterbrechungen einen recht anderen Sachverhalt darstellen und dementsprechend unabhängig davon diskutiert werden sollten.)

Togashi fehlte zu jenen Zeiten, an denen er an Yu Yu Hakusho arbeitete, früher oder später einfach der Elan. Es gibt ein interessantes (leider nur in englischer Sprache verfügbares) Interview, in dem auf genau dieses Problem eingegangen wird. Kurz gesagt, Togashi musste aufgrund seiner Antriebslosigkeit harte Entscheidungen treffen; die Ideen fehlten, der Spielraum war begrenzt. Togashi stand da und hatte keine Ahnung, wie es mit seinem Manga weitergehen sollte. Das Magazin Shounen Jump verlangte aber ein neues Kapitel. Es gab hier genau drei Möglichkeiten:

A. Togashi macht einfach weiter wie bisher, wiederholt Charakterarks und lässt Yu Yu Hakusho im sinnlosen Gemetzel verenden.

B. Togashi bricht Yu Yu Hakusho ab, und bastelt innerhalb von ein bis zwei Kapiteln ein "Ende" zusammen.

C. Togashi geht ein Risiko ein und "deconstructed" die Charaktere. Sie werden in ein neues Licht gestellt, müssen ihre Entscheidungen sowie Ideologien überdenken und erfahren dadurch eine ganz neue Charakterentwicklung.

Togashi wollte Plan C in Angriff nehmen, Shounen Jump war damit aber alles andere als zufrieden, da sich Plan A in der Vergangenheit doch als so erfolgreich erweisen konnte - zumindest bei anderen Werken.

Als Kompromiss blieb letzten Endes also nur noch Plan B übrig, da sich bei besagtem Plan A die Haare eines jeden Liebhabers guter Unterhaltungsmedien sträuben sollten (zu denen Togashi seines Filmgeschmacks nachzuurteilen übrigens auch zählt). Yu Yu Hakusho endete in Kapiteln, die auf engstem Raum einen Epos beenden mussten - so viel verschwendetes Potenzial. Tragisch.

In dem obig angesprochenen Interview gesteht Togashi, dass er sich einfach überladen fühlte. Er hatte keine Zeit, durchzuatmen, und genau zu überdenken, in welche Richtung er seine Erzählung als Nächstes bewegen könnte. Hätte Togashi die dafür benötigten Atempausen, und die Zeit, die auch für seine eigene, persönliche Entwicklung erforderlich war, in Anspruch genommen, hätte das Shounen Jump der damaligen Jahre ihn wohl hochkant herausgeworfen und Yu Yu Hakusho wäre bis heute nicht zu Ende.

Kommt das dem ein oder anderen nicht irgendwoher bekannt vor?

Ich bin mir sehr sicher, dass sich die Geschichte wiederholt hätte, wäre Hunter x Hunter in kürzeren Abständen und auch häufiger veröffentlicht worden. Togashis Inspiration hat ihn leider nur so weit getragen, jetzt steht er nun einmal auf dem Schlauch, und muss sich erstmal wieder zurecht finden. Was bei George R.R. Martin und anderen Buchautoren funktioniert, ist mit der japanischen Arbeitsmoral, die einen bis in den Tod durch Überarbeitung - genannt Karoshi - begleiten kann, natürlich absolut nicht vereinbar.

Togashi ist darauf angewiesen, kontinuierlich vor dem Schreibtisch zu hocken, jegliche Hobbys außen vor zu lassen, und sein komplettes Leben auf Hunter x Hunter abzustimmen.

Eine Zeichenblockade? Familiäre Angelegenheiten?

Das Gefühl, wenn du an einer neuen Mangaseite arbeitest, und keine Ahnung hast, wie du am besten vorgehen sollst?

All dies kann er sich nicht leisten. Dies kann übrigens kein einzelner Mangaka, der einen Hit in einem wöchentlich herauskommenden Magazin landet.

Nur weil Eichiro Oda (One Piece) diese absolut irrsinnigen Arbeitsbedingungen aushalten kann, während Togashi und Tite Kubo daran zerbrechen, heißt es noch lange nicht, dass letztere Mangaka faul oder schwach sind. Ein kleines, fanatisches Fangirl in mir, würde jener Behauptung sogar lautstark: "Blasphemie!" entgegenbringen. Oda ist sogar der einzige, der ohne (erkennbare) Qualitätsminderung seines Mangas dem Ganzen trotzt.

Zur Verdeutlichung:

Masashi Kishimotos Manga Naruto wurde gegen Ende fast ausschließlich von seinem Assistenten gezeichnet.

Tite Kubos Magnum Opus Bleach... das Schicksal kennen wir alle. Die Zeichnungen verloren ihre Energie, die Panelverteilung war an manchen Stellen einfach nur noch... infantil. Ein Bilderbuch, das ich in der Grundschule aus Bastelpapier erstellt habe, war leichter lesbar und besser strukturiert. Bleach war ein reinstes Wrack, selbst loyale Fans wandten sich dem Manga ab.


Im Angesicht des Ganzen: Was macht Togashi? Einen Assistenten möchte er nicht an seiner Seite wissen, da er trotz alledem der totale Perfektionist ist, und sein Werk ohne Fremdeinwirkung auf die Beine stellen möchte. Ob dies die richtige und auch für die Situation angemessene Einstellung ist, sei jetzt erst einmal dahingestellt.

Die Unterbrechungen haben für den Manga mittlerweile leider denselben Stellenwert wie Kurapikas Nenfähigkeit "Emperor Time". Ohne jene Auszeiten wäre der Manga total ausgemelkt worden.... antriebslos hätte er sein Ende gefunden, schon längst sein Feuer verloren und auch im Gesamtbild nicht viel erreichen können. Doch mit jedem Hiatus, der den Manga mittlerweile leider Gottes am Leben hält, wird die Zeit knapper. Ähnlich wie Kurapika mit jeder vergehenden Sekunde eine Stunde seines Lebens verliert, scheint sich auch Hunter x Hunters Lebensspanne zu verkürzen. Togashi lebt leider nicht ewig... und ein 70 jähriger Mangaka? Nicht alle Menschen heißen mit Nachnamen Miyazaki.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Magazin über die wahren Beweggründe hinter den ganzen Unterbrechungen in aller Vollständigkeit Bescheid weiß. Toleriert wird das Ganze, da Hunter x Hunter so einen hohen Stellenwert für Shounen Jump hat. Ähnlich wie bei Kentaro Miura (Berserk) - ich betone auf ähnlich - würde sich ein Abbruch der Serie für Shounen Jump nicht rentieren. Interesse und Nachfrage sind immer noch vorhanden, in der westlichen sowie japanischen Community.

Es ist absolut herzzerreißend, da ich Hunter x Hunter mitunter zu den besten Dingen zähle, die mir in meinem Leben bisher untergekommen sind. Es grenzt an Utopie, sich vorzustellen, dass die Mangakapitel regelmäßig veröffentlicht werden könnten. Ich stelle mich mal darauf ein, jährlich kleinere Happen zu erhalten und ansonsten hungern zu müssen.

Sorgen darum machen, dass Hunter x Hunter aufs Eis gelegt wird, muss man sich aber denke ich nicht. Hätte Shounen Jump einen Ersatz gefunden, wäre die Serie schon längst abgesetzt worden. Momentan liegt Togashi hier alles in der Hand, und eigentlich ist das trotz aller Frustration auch gut so. Ich sehe lieber, dass Hunter x Hunter ohne eine anständige Beendigung von den Verkaufsregalen verschwindet, als ein total liebloses: "Und dann starb Hisoka an den Folgen vom mutierten Killer-Pockenvirus. Gon und Killua heirateten, damit die Fujoshis zufrieden sein konnten, Kurapika und Leorio (für die sich keiner interessierte) feierten ihre Flitterwochen derweil in den Bahamas und Chrollo war immer noch tot. Das war's!"

*Schauder*

Bei der einen Variante könnte ich mir immerhin einbilden, dass das Letztendliche cool gewesen wäre. Die letztere Aussicht streut hingegen so viel Salz in die blutende Wunde.

Vielleicht kann sich Togashi eines Tages ja sicher sein, wie es mit unseren Lieblingshuntern weitergehen soll, und dann ist endgültig Schluss mit Hiatus x Hiatus. Ein Wechsel auf "Monthly Shounen Jump" (also eine Herabstufung von wöchentlichen auf monatliche Updates), würde das Problem übrigens auch nicht lösen. Togashi steckt gerade in einer Krise, und 4 Wochen scheinen nicht genug Zeit zu sein, um sich wieder zu orientieren.

Auch Togashis Rückenprobleme sind sicherlich ein wichtiger Faktor, aber in Anbetracht aller bisherigen Fakten, erklärt es wohl kaum den gesamten Sachverhalt und die Fragestellungen, die sich einem als Leser eröffnen. Ich denke persönlich nicht, dass Togashis Gesundheit das Hauptproblem ist, das Psychische überwiegt hier definitiv das Körperliche.

Eigentlich schade, dass mein erster und womöglich auch einziger Forumbeitrag, sich einem Thema widmet, dass mir bereits die ein oder andere Frustträne entlocken konnte. *schnüff* *rotz*
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Letzte Änderung: 2 Monate 1 Woche her von GayGayKotziFun.
Folgende Benutzer bedankten sich: Asuka.., GabSD, Donofwar
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