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THEMA: Comic Con Germany 2016

Comic Con Germany 2016 3 Jahre 2 Monate her #754507

  • Mirah
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Comic Con – ein Begriff, der sicherlich vielen von euch bekannt sein dürfte, ob aus Interesse zu Comics, Filmen, TV-Serien oder weil man zu viel Zeit seines Lebens auf diversen Meme-Webseiten verbracht hat. In diesem Bericht geht es aber nicht um die weltberühmte Comic Con International in San Diego. Tut mir leid, aber die Spesen für die Reise wollte niemand übernehmen. Stattdessen haben wir uns auf den Weg nach Stuttgart gemacht, denn dort öffnete in der Landesmesse zum ersten Mal die Comic Con Germany ihre Pforten.
Auf über 30.000 qm verteilten sich zahlreiche Händler, Artisten, Aussteller und Comicverlage. Zusammen mit den 32 eingeladenen internationalen Berühmtheiten aus Film, Serie und Comicwelt lockten sie am 25. und 26. Juni über 50.000 Besucher auf das Messegelände. Eine ordentliche Zahl für die erste Comic Con in Stuttgart.

Dank guter Koordination war die Anfahrt ein Leichtes und nach dem Betreten der Messehalle kommt einem gezwungenermaßen ein Gedanke auf: Wo fängt man am besten an?


Im Bereich der Aussteller reihten sich mehr oder weniger bekannte Firmen aus der Spiele- und Film-Welt aneinander, darunter auch Warner Bros., 20th Century Fox und Hasbro. Am Konami-Truck konnte man sich mit anderen im Yu-Gi-Oh Trading Card Game messen, Nintendo stellte Konsolen und Handhelds zur Verfügung, um Pokémon Tekken und Yokai Watch anzuspielen und bei Square Enix stand Final Fantasy XIV Online bereit zum Ausprobieren. Funsports Event hatte sogar eine Mini-LaserTag-Arena aufgestellt, die ununterbrochen im Einsatz war.
Besonders stachen hier auch eindrucksvolle Figuren aus dem Marvel-Universum heraus, wie zum Beispiel Iron Mans „Veronica“-Rüstung und Warmachine, während zwei Autobots samt N.E.S.T.-Squad über die Messe marschierten.


Gleich nebenan präsentierten sich diverse Verlage aus dem Bereich der bebilderten Literatur, wie Tokyopop, Egmont Manga, Splitter und Panini Comics. Hier konnte man nicht nur seine Regale mit weiteren Comics und Mangas füllen, sondern auch einigen Zeichnern über die Schulter schauen. Auf der eigenen kleinen Bühne der Comiczone gab es Vorträge von Panini-Mitarbeitern, wie zum Beispiel der Doctor-Who-Übersetzerin Claudia Kern und dem Doctor-Who-Redakteur Steffen Volkmer, die über ihre Arbeit berichteten. Oder von Dodokay, welcher für Panini Simpsons-Comics auf Schwäbisch übersetzt hat. Der Nichtlustig-Zeichner Joscha Sauer und sein Kollege Haiko Hörnig präsentierten auch die ersten zwei Folgen ihrer neuen Nichtlustig-Serie und stellten sich anschließend noch den Fragen der Zuschauer.


Eine sehr große Fläche nahmen die eingeladenen Künstler ein. Von einem Hallenende zum anderen reihten sich Illustratoren, Mangazeichner und Künstler aus dem Comic und Cartoon-Bereich, die ihr Talent präsentierten und Nachdrucke zum Verkauf anboten. Gut vorausgedacht teilte man die Künstlermeile gleich in die schon genannten drei Bereiche ein, sodass man sich nicht erst von Tisch zu Tisch arbeiten musste, bevor man einen Zeichner seines Interessengebietes fand. Es war gar nicht so einfach, nicht jedes Bild zu kaufen, das einem gefallen hat. Besonders, wenn man noch die ganzen Merchandise-Stände vor sich hat.
Wer nicht schon bei den Comicverlagen und den Künstlern seinen Geldbeutel geleert hat, wird es wohl spätestens bei den Händlern machen. Die Verkaufsstände nahmen gut ein Viertel der gesamten Halle ein und lockten mit allem, was das Fan-Herz begehrte: Figuren, Mangas, Comics, Klamotten, Deko-Waffen aus etlichen Spielen, Animes und Serien, asiatischem Geschirr, Buttons, Postern und und und. Highlight war auf jeden Fall der Süßigkeiten-Verkäufer, der zahlreiches japanisches Naschwerk unter die Leute brachte. Leider standen die Händler sehr eng, was das Durchschlendern bei so vielen Menschen erschwerte.


Ein wenig mehr Luft bot 'Cosplay Kingdom', der Bereich für Cosplayer. Aber das brauchte es auch, bei den vielen tollen Kostümen, die teilweise sehr ausladend ausfielen. Die German Garrison präsentierten ihre Star-Wars-Kostüme in einer kleinen Cantina, Warhammer 40K-Cosplayer verteidigten ihre Mini-Basis sogar mit einem Geschützturm und für alle Star-Trek-Fans gab es einen Engine Room zum Anschauen und Knöpfe drücken. Bekannte Cosplayer wie Lightning Cosplay, Riddle und Kamui standen bereit, um alle Fragen zum Thema zu beantworten, während auf der Cosplay Stage Vorträge rund um Kostümbau gehalten wurden. Natürlich gab es auch hier Stände, die alle möglichen Materialien, wie Perücken, Farben, Werkzeuge und Worbla zu fairen Messepreisen verkauften, sowie Umkleidekabinen und einen kostenlosen Cosplay-Repair-Stand, falls mal etwas in die Brüche ging.

Neben dem ganzen Messetrubel hatte die Comic Con Germany aber noch mehr zu bieten. Namhafte Gäste aus Film und Serie beantworteten die Fragen ihrer Fans. So zum Beispiel Castle-Star Nathan Fillion, Karen Fukuhara aus Suicide Squad und einige Gesichter aus The 100. In Amerika ist es wohl Standard, dass man für Treffen, Autogramme und Fotos mit den Stars (sogenannte Panels) extra zahlen muss. Mich hat es ein wenig geschockt, denn 100 Euro für ein Foto mit Nathan Fillion ist schon 'ne Hausnummer. Dankend für den Geldbeutel kosteten nur die wenigstens Panels, für die man sogar eine zusätzliche Halle eingerichtet hat, Eintritt und auch nicht alle Autogramme und Fotosessions waren dermaßen teuer. Die meisten Panels fanden auf der öffentlichen Bühne im Foyer statt und erlaubten eine kostenlose Fragerunde mit zum Beispiel Kelly Hu, Adrian Paul oder Robert Picardo, der gleich auch noch ein eigenes Liedchen (mit Seitenhieb auf Nathan Fillion) für die Comic Con Germany vortrug.

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Was vermisst wurde, waren Workshops. Aus den Vorträgen der Gäste ging man zwar gut informiert heraus, aber es gab keinen Bereich, in dem man selber etwas ausprobieren konnte. Sowohl im Foyer, als auch in der Panel-Halle hätte es noch genug Platz gegeben, um kleine Domänen für Workshops einzurichten. Das und die extrem teuren Preise für das Essen kann man als Minuspunkt werten.


Auf keiner Convention darf er fehlen: der Cosplay Contest. Am Samstagabend, als Abschluss für den ersten erfolgreichen Messetag, traten einige Cosplayer in den Kategorien Best Dress, Best Build, Best Group und Best Costume gegeneinander an. Die jeweiligen Gewinner bekamen nicht nur eine Wii U mit dem neuen Spiel Yokai Watch, sondern auch noch großzügige Materialpakete von Foam Imperium und CosplayFlex, eine Nähmaschine von Brother und ein Preisgeld von 1.000 Euro, gestiftet von der Comic Con selbst. Wenn das mal nicht lohnenswert ist! Auch hier waren Kostüme aus allen Sparten vertreten. Gewonnen haben:

Best Dress: Rapunzel (aus Rapunzel – Neu Verföhnt)
Best Build: Scarecrow (Eigeninterpretation)
Best Group: Streetfighter
Best Costume: Big Sister (aus Bioshock)


Fazit: Zugegeben, am Anfang war ich etwas skeptisch, denn der Name 'Comic Con' verleitet schnell zu Vergleichen mit der großen Schwester in San Diego. Außerdem fragte ich mich, wie stark wohl meine geliebte Anime- und Manga-Szene auf einer Comic-Messe vertreten sein würde. Das Messegelände verließ ich am Sonntag schließlich um einige Euro ärmer, aber dafür mit dem wohltuenden Gefühl, dass es sich gelohnt hat und ich nächstes Jahr auf jeden Fall wieder auf die Comic Con Germany gehen werde. Denn obwohl der Schwerpunkt eindeutig auf die westlichen Comics und Serien fällt, kommen auch die Liebhaber der japanischen Populärkultur auf ihre Kosten.

Hier gibt es noch mehr Bilder.
Letzte Änderung: 3 Jahre 2 Monate her von Mirah.
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Comic Con Germany 2016 3 Jahre 2 Monate her #754804

Ich selbst war ebenfalls da, habe mir auch ein Bild zu der Comic Con gemacht.
War nicht die erste Comic Con in Deutschland, letztes Jahr war in Dezember schon eine die mir persönlich sehr gut gefallen hat.

Die Comic Con in Stuttgart war sehr groß und hat viel Angeboten.
Für Besucher war aufjedenfall etwas da, über die Preise kann ich persönlich mich nicht beschweren da ich es relativ günstig und gut gehalten finde dort ( zumindest war es in Stuttgart so)
Hab für ein Teller der sehr gut war 6,90 bezahlt, war danach auch satt da dieser sogar relativ groß war.

Mein persönlicher Fazit ist, ich werde weiterhin die Comic Con besuchen, es macht Spaß und ist sehr lustig :)
Wer sich allein auf seine Kraft verlässt begegnet eines tages einem stärkeren und wird diesen unterlegen sein.

Rechtschreibfehler könnt ihr behalten ;D

Proxer-Hessentreff-Fahne (freue mich über deine Teilnahme)

Warnung: Spoiler! [ Zum Anzeigen klicken ]


Fürs Profilbild geht ein großes Dankeschön an EcchixHunter21 :)

Comic Con Germany 2016 3 Jahre 2 Monate her #755085

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In Amerika ist es wohl Standard, dass man für Treffen, Autogramme und Fotos mit den Stars (sogenannte Panels) extra zahlen muss. Mich hat es ein wenig geschockt, denn 100 Euro für ein Foto mit Nathan Fillion ist schon 'ne Hausnummer

Jupp ist Standard, die Stars kommen auch nicht umsonst. So mancher Star ist gar nicht mehr im wirklich Geschäft, verdient aber immer noch sehr gut und vor allem mit wenig Aufwand Geld mit diversen Cons. Gilt vor allem für Leute aus Science Fiction Serien, nach denen kaum wer kräht, wo es aber immer noch die eingeschworenen Fans gibt, die wohl alles tun würden.

Die einzigen Stars, die nicht bezahlt werden, sind die die entweder selber Fans sind und freiwillig auf eigenen Entscheidung kommen, denen die Fans wichtig sind und die selber nett sind oder die, die es in ihrem Vertrag stehen haben (hier geht's dann um Werbung).

Nathan Fillion ist jemand den man mit Sicherheit als Hausnummer bezeichnen kann. Castle ist nun seeeeehr bekannt. Allerdings wird auch gerne übersehen, dass Fillion auch bei Firefly die Hauptrolle hatte. Und Firefly ist Science Fiction, dazu noch absoluter Kult, trotz der Kurzlebigkeit, da sind die Fans immer extremer.
Wenn er 100 verlangen kann, dann macht er es wohl auch.

Was soll ich sagen, es sollte sich mal jeder die Comic Con in den USA ansehen - die ist ......... nun ja, die ist eine Erfahrung. Und die Cosplayer sind auf einem anderen Level, von einem anderen Stern.

samt N.E.S.T.-Squad über die Messe marschierten.

Was ich ganz interessant finde, kenne ja die bescheuerten Regeln auf deutschen Messen. Die Waffen sehen definitiv recht real aus (sind sie natürlich nicht), wundert mich ein wenig, ist ja nicht grade besser geworden in letzter Zeit:(
Ich nehme mal stark an, es waren Profis, die dafür bezahlt wurden und eine Ausnahmegenehmigung hatten, kann mir sonst einfach nicht vorstellen, dass es in Deutschland möglich sein soll mit Waffen Attrappen durchs Gelände zu spazieren.


Schöne Grüße
Sniperace
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Comic Con Germany 2016 3 Jahre 2 Monate her #755087

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Ich war ebenfalls dort und muss auch sagen, dass es mir sehr gut gefallen hat.
Vor Allem die beiden Transformer mit Leibwache war schon sehr gut gemacht.

Flächenmäßig war es auch groß, war jedoch vor Allem voll - wogegen am Nachmittag wenig los war (am Samstag)

Was mich jedoch verwundert hat, war dass das Essen recht schnell weg war und auch kein Nachschub kam^^

Comic Con Germany 2016 3 Jahre 2 Monate her #755140

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Warum vergisst jeder Hannover? *o-noooo2*
Wir hatten auch ne Comic Con, die in Hannover war zwar kleiner als in Stuttgart aber trotzdem müsste sie doch irgendwo erwähnenswert sein ;-;
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