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THEMA: Akiba Pass Festival 2020 - Eure Eindrücke dieses Jahr

Akiba Pass Festival 2020 - Eure Eindrücke dieses Jahr 1 Woche 3 Tage her #839481

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Hallöle liebe Community,
vergangenes Wochenende ging das Akiba Pass Festival 2020 zu Ende. Mich selber als Besucher interessiert eure Eindrücke von diesem Jahr - Haben euch die Filme gefallen? Wie fandet ihr eure Location? Wie fandet ihr das Angebot außenrum? (Merchandise-Stände etc.)

Wie schon letztes Jahr war ich auch wieder dieses Jahr in München unterwegs. Als das Programm letztendlich bekannt geworden ist, war ich als Action/Superpower/Magic/SciFi-Fan schon etwas erstaunt, die meisten Titel gingen eher in die Richtung Romance. Das hat mich aber nicht davon abgehalten mich trotzdem durch den Tag zu schauen.
Angeschaut habe ich mir: Saekano, The Wonderland, Children of the Sea, High School Fleet und Fuse

Saekano war jetzt wirklich nicht mein Fall, vor allem weil es in den Dialogen meist um die gleichen Probleme geht und das wurde öfters so wiederholt was halt echt langweilig ist aber immerhin war er unterhaltsam bzw. lustig. Mit The Wonderland ging es dann in die zweite Runde, war ein normaler Film der mir auch den einen oder anderen Schmunzler entlocken konnte. Children of the Sea war dann als nächstes dran. Ungefähr ab der Hälfte des Films dachte ich mir "Hey ist zwar wieder nichts besonderes aber immerhin gehst du nicht schlecht gelaunt aus dem Saal xD" , tja da wurde ich zum Schluss enttäuscht. Gegen Ende war der Film einfach nur noch komisch und man hat überhaupt nicht mehr geblickt was jetzt eigentlich auf der Leinwand abging (Wer das gesehen hat weiß was ich meine).

Nach dem ich eine Vorstellung ausgelassen hatte (Pause, Essen) ging es weiter mit High School Fleet. Auf den war ich schon gespannt da mir dieser Film auf den ersten Blick meine ersehnte Action geben sollte, so wars dann auch. War mein persönliches "Highlight" des Tages. Zum Schluss gabs Fuse , was soll man sagen? Romance-Streifen.

Mir persönlich fehlte einfach ein Film wie Fate im letztem Jahr. Die Werbung war dieses Jahr gemischt und es wurden auch mal 2 oder 3 Spots weggelassen (Wer sich an letztes Jahr erinnert hat, der weiß dass die selbe Werbung dauernd lief was schon echt nervig war.)

Ich freue mich auch eure Erfahrungen.
Letzte Änderung: 1 Woche 2 Tage her von Nefiwolf.
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Akiba Pass Festival 2020 - Eure Eindrücke dieses Jahr 1 Woche 3 Tage her #839482

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Das Line-Up des Festivals war in diesem Jahr so lala. Das ist nicht ungewöhnlich, den großen Wurf gelingen nur wenigen japanischen Animefilmen und die "Größen" wie Makoto Shinkai oder Ghibli bekommt das Festival nicht. Dennoch hielt das Festival zumeist eine Überraschung bereit, die in diesem Jahr irgendwie fehlte.
In der Vorrede eines Films wurde tatsächlich eingeräumt, dass man in diesem Jahr Schwierigkeiten hatte, an Filme zu gelangen, da andere Studios im Zuge des Erfolgs von "Your Name" in größerem Maße Anime-Filme lizenziert habe. Entsprechend wurden viele Filme auf diesem Festival auch lediglich in Zusammenarbeit mit anderen Publishern gezeigt und werden nicht bei Peppermint erscheinen.


Meine geschauten Filme:

The Wonderland 4/10
Eine generische Fantasy-Geschichte mit flachen Charakteren, aber solider Animation. Der Film wurde als "klassischer Isekai in Alice im Wunderland-Manier" vorgestellt und das trifft auch zu; erreicht jedoch nicht annähernd das Niveau des Klassikers.
Zu allem Überfluss gibt es auch noch sexistische Ansätze. Eine personifizierte Katze, die der Protagonistin ihre Eier ins Gesicht drückt ...? Das kann ja nur ein Mann mit schlechtem oder gar frauenverachtendem Humor geschrieben haben.
Für die akzeptable (wenn auch vorhersehbare) Geschichte und die akzeptable Animation verdient der Film dennoch ein paar Punkte.

Children of the Sea 7,5/10
Ein Film mit sehr guter Animation und einer Geschichte mit Tiefgang. Wie die meisten Zuschauer habe auch ich die Story ab einem gewissem Punkt nicht mehr im vollen Maße verstehen können. Ich habe meine Interpretationsansätze, bleibe dennoch etwas verwirrt zurück: Die letzte halbe Stunde ist ein Wirrwarr aus wissenschaftlichen und philosophischen Ansätzen, die rein durch Bilder erzählt werden. Der Film hat ein Fragezeichen zurückgelassen, lässt aber umso mehr Raum für Gedanken. Und ich muss zugeben: Ich liebe so etwas! Etwas mehr Klarheit hätten dem Film zweifellos sehr gut getan, doch die animatorische Inszenierung war einfach grandios.
Übrigens befand sich dieser Film, neben Weathering With You, auf der Longlist der Oscar-Nominierungen für die Kategorie "Bester Animationsfilm". Auf die Shortlist hat es dieses Werk leider nicht geschafft und letztendlich hat "Toy Story 4" die Kategorie gewonnen. Ein wenig überraschendes aber doch enttäuschendes Ergebnis.
Children of the Sea ist der einzige Film des Festivals, der eine Kinoleinwand wirklich verdient hat.

Rascal Does Not Dream of a Dreaming Girl 5/10
Vorweg: Ich kenne die dazugehörige Animeserie nicht.
Die Story hat mich positiv überrascht. Sie hat zunehmend komplexe und interessante Züge angenommen. Ich hatte dennoch oft das Gefühl, dass der Film in Sachen Story sehr "wannabe" ist: Da hat jemand den grandiosen "Interstellar" gesehen und wollte unbedingt etwas mit der Relativitätstheorie machen. Ist natürlich ein häufig in Filmen verwendetes Thema, das wirkt hier jedoch nicht immer ganz zu Ende gedacht. Denn er versucht die wissenschaftliche Grundlage zwar zu erklären, bleibt darin aber zu oberflächlich und somit nicht ganz logisch. Da wird sich viel zusammengedichtet, das nichts mit der Relativitätstheorie zu tun hat. Man kann natürlich einwenden: Es ist halt Fiktion. Und letztendlich ist die Story durchaus gut gelungen.
Warum erhält der Film von mir also nur eine durchschnittliche Wertung? Über das Animationsniveau einer durchschnittlichen (!) Animeserie ist man nicht hinausgegangen, was ein Armutszeugnis für einen Film ist. Andere Marken, allen voran das Monogatari-Franchise (Filmreihe: Kizumonogatari), zeigen, dass der Sprung ins Kino gelingen kann. Und Filme wie die von Makoto Shinkai zeigen, dass auch "ruhigere" Filme der Genres "Drama" oder "Romantik" von einer hochwertigen Animation profitieren. Die Verbindung "Animation" und "Film" vermag dieses Werk nicht zu schaffen, weshalb dieser Film meiner Meinung nach einfach nicht in ein Kino gehört. Leider gilt dies für sehr viele Filme, die vormals eine Animeserie erhielten.

Cencoroll Connect 7/10
Bereits auf dem ersten (?) Akiba Pass-Festival bin ich in den Genuss dieses Ein-Mann-Projektes gekommen. Unter dem Titel "Cencoroll Connect" wurden nun der erste Kurzfilm von damals und der neue zweite Teil zusammengefasst. Für den zweiten Teil hat sich der Produzent inzwischen auch etwas Unterstützung geholt.
Der Unterschied zwischen Film 1 und 2 war deutlich sichtbar: Trübte noch die niedrige SD-Auflösung den Eindruck des ersten Films, überzeugte der zweite mit zeitgemäß hoher Auflösung und einer etwas feineren Animation und setze zugleich die Story gelungen fort. Die Kreaturen sind mit ihren Mimiken und Fähigkeiten einfach interessant anzusehen und auch die Charaktere bleiben überraschend interessant. Dabei bleibt die Welt, in der das ganze spielt, sehr schnörkellos und eher realistisch gehalten, was mir persönlich zusagt.
Ein paar Kritikpunkte habe ich natürlich. Die Welt wirkt leer. Das Ganze spielt inmitten einer (eigentlich belebten) Stadt, doch man sieht nahezu keine Passanten und der ganze Schaden, der im Zuge der Kämpfe verursacht wird, bleibt frei von Konsequenzen. Am Anfang fliegt noch ein (Polizei?-)Hubschrauber umher, später fehlt sowas gänzlich. Klar, das ist eine Frage des Budgets und das Thema wurde durchaus in dem Film aufgegriffen, verläuft aber irgendwie ins Leere.
Ferner schwankt die Qualität der Animation etwas und könnte insgesamt smoother sein. Das ist natürlich für Animes absolut typisch und normal, aber auch hier muss ich einfach sagen, dass ich an Filmen etwas höhere Ansprüche stelle.
Insgesamt ein sehr eindrucksvolles kleines Werk mit ein paar Schwächen.



Nachdem wir letztes Jahr in Dortmund waren und uns die Location gar nicht zusagte, waren wir nun wieder in Köln. Ein wirklich tolles und riesiges Kino, wird auch weiterhin unsere Wahl bleiben.

Unmittelbar vor den Filmen wurden dieses Mal gesponserte Geschenkpakete vergeben, man musste nur eine Frage beantworten. Durch etwas Glück habe ich solch eines ergattert ... Darin enthalten: Eine Limited Collectors Edition zu "Ghost in the Shell - The New Movie -", eine Karte für die Animagic und zwei Mangas. Ich hatte wirklich Glück mit dem Paket, die anderen Geschenkpakete hätten mich weniger interessiert. Da das ganze Paket zweifellos einen höheren Wert hat als meine Festivalkarte, hat sich das Ganze somit sogar refinanziert. :3

Liebe Grüße~
Letzte Änderung: 1 Woche 3 Tage her von Layna.
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Akiba Pass Festival 2020 - Eure Eindrücke dieses Jahr 1 Woche 2 Tage her #839490

Mit dem Ende des nun für mich dritten Akiba Pass Festivals in Folge würde ich sagen, dass meine anfänglichen Bedenken für das Jahr relativ gut beseitigt werden konnten. Das fing in diesem Jahr bereits damit an, dass die Gruppe, mit welcher ich im Jahr zuvor bei Festival im Cinedom Köln war, für dieses Jahr fast in voller Zahl abgesagt hat, da ohne Fate als Headliner sonst nichts interessantes auf dem Kinoprogramm stünde.

Damit fällt natürlich der erste negative Punkt des diesjährigen Akiba Pass Festivals 2020 auf. Das Programm war nicht für die allgemeine Masse an gewohnten Fans gemacht und manche würden dies auch schlicht als "schlecht" bezeichnen. Für mich war es allerdings nicht so. Selbstverständlich bin ich ein großer Fan der gesamten Fate Reihe, weshalb mich auch vor 2 Jahren der erste Ableger der Heavens Feel Reihe ins Festival gezogen hat, doch musste es nicht Fate alleine sein, was mich dazu bewegt diesem Event beizuwohnen. Dass wir Heavens Feel III nicht zum Festival sehen werden war jedem bewusst, alleine schon da es im Vorjahr bereits angekündigt wurde und man eine Umfrage Mail vom Team erhalten hat, wie es mit unseren Wünschen für eine Ausstrahlung des Filmes in Deutschland steht. Die frohe Kunde war entsprechend, dass man uns zusagte, dass ein Screening aller 3 Movies als Event geplant ist - sowohl in japanischer als auch deutscher Sprachausgabe und mit hoher Wahrscheinlichkeit im gleichen Zeitrahmen wie "vollkommen überbezahlte Sportler der Welt einem abgeranzten Lederball hinterher eiern", um es sinngemäß wie einer der sympathischen Eventveranstalter zu formulieren. Auf das Event freue ich mich bereits sehr.

Was mich aber dieses Jahr ins Kino gezogen hat war einzig und alleine die Ankündigung, dass Saenai Heroine no Sodatekata: Fine im Kino gezeigt werden soll. Der Movie war für mich der Hauptbeweggrund, wieso ich mir für dieses Event auch den Early Bird gesichert habe. SaeKano gehört für mich seit der Ausstrahlung von Season 2, welcher das tiefere Potenzial des RomCom Titels offenbart hat, zu meinen favorisierten Anime Titeln, die ich ohne zögern gerne weiterempfehle. Allerdings muss man hierfür gewisse Kenntnisse um die japanische Otaku-Kultur mit sich bringen, da einem sonst sehr viel des stark vertretenen Meta-Humors der Serie durch die Lappen geht. Zudem muss man eine gewisse Vorliebe für Serien haben, welche ihren Charme zu 90% aus den Dialogen der Charakteren und der dadurch entstehenden Dynamik ziehen.
Aus eben diesen Gründen kann ich wohl nur sagen: "Es wundert mich nicht, dass SaeKano den unliebsamen Morning-Slot erhalten hat."
Am liebsten würde ich das gerne der gesamten Anime Community in Deutschland ankreiden, dass ihnen der Sinn für wahre Kunst fehlt, aber da Sarkasmus in Textform immer eine sehr riskante Sache ist sage ich das lieber so, damit jeder weiß, dass meine Aussage als Scherz zu nehmen ist, während ich aber selbst wirklich glaube, dass er zu wenig Aufmerksamkeit genießt.

Schließlich glaube ich, dass Saenai Heroine no Sodatekata: Fine an jenem Tag der mit Abstand beste Movie des Festivals war. Auch ein Grund, wieso ich mal am Stand angeregt habe, dass man die Serie mal in DE Lizenzieren und publizieren könnte. Das wäre dem Film sicher auch recht zuträglich gewesen, da ja durchaus die Möglichkeit besteht, dass es Zuschauer gibt, welche ohne Vorkenntnisse in Filmen beiwohnen, welche definitiv als Fortsetzung anzusehen sind.
Zudem hab' ich sogar noch eine Nachricht an all jene, welche beim festival waren und SaeKano während den Endcredits verlassen haben: "Ha! 5 bis 10 Minuten Epilog verpasst!"

Also Leute. Bleibt bitte nach den Movies immer noch sitzen, da in der Regel noch etwas kommt. Der Film ist erst dann wirklich zu Ende, wenn der Saal wieder erhellt wird.

Wonderland habe ich als Film ausfallen lassen um mir eine Pause mit einer ordentliche Mahlzeit zu gönnen. Ganz klassisch Deutsch: Eine Curry-Wurst. Feine Sache und ggf. auch tatsächlich die lohnenswertere Zeitinvestition, wenn ich über manche Zeilen mancher Kritiker drüber fliege. Bedauere nur noch immer die kulturellen Unterlegenheit von NRW, dass es hier keine rote Wurst gibt (in den meisten Fällen).

Danach ging es dann direkt weiter mit Children of the Sea. Hier wurden wir vom Personal vor dem Screening davon in Kenntnis gesetzt, dass es sich wohl um den Drogentrip des Tages handeln möge und man zuvor noch nie solch eindrucksvolle, aber auch zugleich verstörende Wale gesehen hat. Der Einstieg in die Serie war zumindest direkt eines - neuartig. Der unkonventionelle Animationsstil durch die Handzeichnungen und detailreichen Hintergründe war definitiv etwas sehr eigenes, was sich im späteren Verlauf mit immer mehr ausgefallenen Arten der Animation gepaart zu einem wahren Augenschmaus dargestellt hat. Allerdings war das auch schon alles, was dieser Film für mich zu bieten hatte. Ein Film ist für mich einfach mehr als lediglich gute Animationen und eine nebulöse Handlung, welche mehr Handlungsspielraum lässt als ein blinder Schiedsrichter.
Die Charaktere waren meiner Anssicht nach viel zu flach und einfältig gehalten, während man im Hintergrund eine scheinbar ernste Geschichte mit ausländischer Involvierung verknüpft hat, was man allerdings urplötzlich wieder verworfen oder einfach vergessen hat, da an eben dieser Stelle der animationstechnische Drogentrip eingesetzt hat, was nicht einmal eine Umschreibung ist. Das was ich gesehen habe ist genau das, was ich denke, was man sehen würde, wenn man sich irgendwelche Halluzinogene einwirft. Daher möchte ich nochmals einwerfen, dass Leute unter Drogen bitte niemals das führen eines Fahrzeuges legitimisieren sollten, da sie sonst ein Rad ab haben, wenn sie das sehen, was ich in diesem Film gesehen habe.

Nach meiner gefühlten Sitzung bei Hypno-Toad konnte ich anschließend den zweiten Hauptakt des Tages für mich sehen: Bunnygirl-Senpai. Ja. Ihr könnt mich alle mal mit dieser deutschen Übersetzung. Wenn der interessanteste Aspekt des Titels in Form des Bunnygirls rausfliegt, dann nehm ich diese Übersetzung nicht an! So! Deal with it. Damit wäre das auch geklärt.
Jedenfalls habe ich mich damals sehr über die Ankündigung gefreut, so wie sie mich auch etwas unter Druck gesetzt hat. Schließlich musste ich dann im Rahmen meines Weihnachts-Urlaubes die Serie in ihrer Gänze erst einmal sehen. Da mir die Serie doch ziemlich gut gefiel, so war Bunnygirl-Senpai The Movie definitv einer der geplanten Highlights des Tages und wurde dieser Erwartung auch gerecht. Dafür, dass er den Abendslot erhalten hat, so muss ich sagen, dass er gegen SaeKano doch recht schnell abgestunken ist - ja sogar gegen die ursprüngliche Serie selbst würde ich sagen, dass der Film den kürzeren gezogen hat. Wahrscheinlich zu wenig Rio Futaba. Dafür hat der Movie sich allerdings alle Mühe gegeben über verschiedene Wege auf die Tränendrüse zu drücken, was auch je nach Situation mehr oder minder gut funktioniert hat und sofern man nicht meine gespoilerte Begleitung war, so war der Plottwist im Movie auch überraschend und gut inszeniert. Auch wenn er vielleicht stellenweise etwas cheesy mit seinen Mitteln und Wegen rüberkam, so hat er im Gesamtpaket für mich funktioniert und bereitete mir beim sehen mehr als genug Freude, Trauer und Genugtuung für einen mMn. gelungenen runden Abschluss der Serie. Zumindest sehe ich das so, auch wenn die LN scheinbar weiter laufen will, so denke ich eigentlich, dass man hier einen schönen Abschluss gefunden hätte.

Da die Tränensäcke nun vor ihrer Austrocknung durch verlorene Flüssigkeit standen, so war es mir nach einer actionreichen Abwechslung, welche der anschließende Film Concoroll Connect ohne weiteres liefern konnte. Die Information, dass Cencoroll von nur einer Person animiert und prinzipiell produziert wurde ist bereits an und für sich eindrucksvoll und so erfreut es auch zu sehen, dass diese Mühe belohnt wurde, indem der zweite Teil, welchen man in Cencoroll Connect ebenfalls sehen konnte, mit unterstützenden Händen und Köpfen als gemeinsames Projekt angepackt wurde. Prinzipiell macht es mir nichts aus, wenn Animationen zu wünchen übrig lassen, sofern es konsistent in seinem Stil ist und die richtigen Aspekte gut beleuchtet. Lob an der Stelle, an welcher Lob von Nöten ist - Cencoroll hat sichtbar begrenzte Mittel, arbeitet aber sehr genial damit und zeigt insbesondere durch ausgefallene Designs und Indeen, wozu die Fantasie so mancher Menschen in der Lage ist und warum wir immer wieder aufs Neue von eben solchen Geschichten fasziniert werden. Einfach gesagt: Der Film macht Spaß zu sehen. Die Ideen sind ulkig und genial zu gleich, während die Charaktere an sich sehr eigen sind und klassischen Anime Charme versprühen.

Das Schlusslicht stellte sich für mich in Form von Fuse dar.
Dazu weiß ich wirklich nicht viel zu sagen. Meine beste Erklärung dazu wäre wohl, dass es ein "schlechter Ghibli Film" ist. Schließlich erinnert mich der Aufbau der Welt, Charaktere und der Erzählung schon recht stark an Ghibli aber all diese Aspekte sind deutlich den Werken von Ghibli unterlegen und es fehlt irgendwo an Essenz und Seele. Er war unterhaltsam ohne Frage, aber ob ich ihn als wirklich gut oder sehenswert einstufen würde ist eine Sache, die ich wohl nicht so einfach ohne weiteres unterzeichnen könnte.
Letzte Änderung: 1 Woche 2 Tage her von TheAwesomePigeon.
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