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THEMA: Charaktere, die zu Unrecht gehasst oder für schlecht befunden werden

Charaktere, die zu Unrecht gehasst oder für schlecht befunden werden 2 Monate 4 Wochen her #835014

  • Bau-Mo
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Inspiriert für dieses Thema wurde ich durch diesen Thread.
Ich würde gerne wissen welche Charaktere eurer Meinung nach zu unrecht gehasst oder für schlecht befunden werden. Charaktere die scheinbar keiner mag, versteht oder gut findet, außer man selbst.
Natürlich eröffne ich dieses Thema jedoch nicht ohne selbst konkrete Charaktere zu nennen.

Subaru aus Re:Zero:
Mir ist durchaus verständlich, warum Subaru unter vielen Zuschauern eher unbeliebt ist - schließlich weist er kaum typisch heldenhafte Charakteristiken auf, die für Isekai/Fantasy Protagonisten kennzeichnend sind, viel eher verfügt er über lauter untypische Schwächen und Eigenheiten, die seinen Charakter und seine Handlungen prägen. Subarus Verhalten und seine Aktionen lösen in vielen Zuschauen Unbehagen aus, so wird er öfters sogar als "Fremdscham erregend" bezeichnet - was ich verstehen kann, schließlich ist er weinerlich, feige, anmaßend, taktlos, triebhaft, impulsiv und einfach ungeschickt in nahezu allem was er tut - und eben diese schwachen Charaktereigenschaften wollen wir Zuschauer in unseren Protagonisten nicht sehen, denn sie halten uns unsere persönlichen, alltäglichen Probleme vor, obwohl wir doch mittels Anime unserem Alltag entfliehen wollen. Subarus Charakter hält den Zuschauern einen selbstkritischen Spiegel vor mit der Absicht über das Leben und dessen Probleme zu reflektieren, statt der Realität zu entfliehen wie es für Anime dieses Genres sonst üblich ist.
Man muss Subaru als Menschen keineswegs mögen, mir ist es bloß wichtig klarzustellen, dass Subarus unbeliebte Eigenschaften einen Hintergrund haben und zu einer ambitionierten Story beitragen - sprich er ist ein sehr gut geschriebener Charakter.

Griffith aus Berserk:
Griffith ist bekannt als einer der schlimmsten Bösewichte und meist verhassten Anime/Manga-Figuren überhaupt. Ich denke jedoch dass all seine Handlungen nicht nur verständlich, sondern gar moralisch gerechtfertigt waren. Ich rede allerdings bloß von Griffith vor seiner Verwandlung zu Femto.
Und ja damit meine ich auch Griffiths berühmt-berüchtigte Opferung der Falken-Truppe. Denn Griffith handelt niemals eigennützig, sondern stets für seinen Traum, der schon längst nicht mehr sein Traum sondern der Traum und die Hoffnung von nahezu ganz Midland ist.

Near aus Death Note:
Für die meisten erreichte Death Note im letzten Drittel einen qualitativen Tiefpunkt, unter anderem wegen den neuen Charakteren - allen voran Near. Meiner Meinung nach jedoch ist Near ein durchaus guter Charakter, der die Story von Death Note hervorragend abschließt. Ich denke tatsächlich, dass die Einführung von Near und Mello eine sinnvolle Erweiterung der Dynamik zwischen Light und L ist und im Gegensatz zu den Meisten anderen liebe ich das letzte Drittel von Death Note genauso sehr wie den Rest - und das nicht zuletzt wegen Near (und Mello).

Ansonsten noch Shinji und Asuka aus Neon Genesis Evangelion, Ueno aus A Silent Voice, Yashiro (der Lehrer/Bösewicht) aus Erased, und vielleicht noch Shiro aus Fate/Stay Night sowie Bakugo aus My Hero Academia. Eventuell gibt es sogar noch mehr, die ich jetzt bloß vergessen habe.

Aber genug von mir, wie sieht es bei euch aus? Welcher Charakter ist eurer Meinung nach besser als sein Ruf?

LG
Letzte Änderung: 2 Monate 1 Woche her von Lodrahil.

Charaktere, die zu Unrecht gehasst oder für schlecht befunden werden 2 Monate 4 Wochen her #835043

Ein interessantes Thread, finde ich super. Auch ich habe Charaktere, die ich cool finde oder zu meinen Favoriten gehören und anderen wiederum hassen xD.


Asta aus Black Clover:

Ach ja, Black Clover. Ich weiß noch als der Anime jung war und ich im ProxerCast gesagt habe das dieser Anime meiner Meinung nach irgendwann wie Dragon ball etc sein könnte.
Diese Meinung habe ich immer noch , auch dank Asta. Ich finde das Asta durchaus ein interessanter Charakter ist und auch lustig ist. Zwar macht er es dem Zuschauer nicht einfach in den ersten Folgen mit einem besonderen Merkmal, was viele zum abrechen bewegt hat.
Ich selbst bin aber der Meinung das es nicht schlimm ist, im Gegenteil. Viele Anime Serien brauchen eben, gerade im Start auch etwas ,dass sie besonders auszeichnen tut und in Black Clover war es beim Start eben Asta.
Ich finde auch nicht das man ihn unbedingt mögen muss, aber unbedingt hassen muss man ihn auch nicht finde ich. Er hat viele gute Eigenschaften auch als Protagonist und erfüllt auch seine Funktion.
Des weiteren gibt er der Serie einen interessanten Hauch und viele Fragen. Auch freue ich mich immer über seine Auftritte, auch sein Charakter an sich ist etwas schon interessant.
Im großen und ganzen zählt auch dieser Charakter zu meinen liebsten Protas muss ich sagen.

Shiro aus Fate:

Wie auch Bau-Mo und vielleicht ein paar andere finde ich Shiro nicht unbedingt schlimm das man ihn hassen muss. Ich finde man muss halt auch seine Denkweise versuchen zu verstehen, dann ergeben auch so idiotisch seine Taten auszusehen scheinen einen Sinn.
Im Grunde versucht er halt allen zu helfen und kann halt nicht Nein sagen. Auch entwickelt er sich meiner Meinung nach sehr gut und bekommt mehr Selbstvertrauen und im laufe des Universums deutlich mehr eine größere Rolle, weswegen ich ihn auch schon sehr cool finde.

Shinji und Asuka aus Neon Genesis Evangelion zählen auch bei mir zu meinen liebsten Charakteren. Ich finde das diese durchaus gute Charaktere sind. Auch weil sie im laufe des Animes und der Filme eine tiefe Bedeutung bekommen und sehr interessant sind.
Auch kann ich beide Charaktere aufgrund ihrer jeweiligen Situationen verstehen und es nachvollziehen, ähnlich wie bei Shiroe ergibt es dann auch mehr Sinn.

Jellal aus Fairy Tail:
Einer meiner absoluten liebsten Charaktere der leider auch von einigen nicht besonders gemocht wird. Gut ok, ich kann es verstehen.
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Im großen und ganzen ist er ein Charakter der meiner Meinung nach alles versucht seine Mitmenschen zu beschützen, besonders diese die er liebst.
Er ist sogar bereit aufgrund seiner Verbrechen sein eigenes Leben zu Opfern und anderen zu helfen damit. Auch macht er dadurch eine interessante Entwicklung durch finde ich, wie er sich mit seiner Vergangenheit auseinander setzen tut.
Ich finde gerade das und auch sein Sinn von Gerechtigkeit machen ihn zu einem sehr guten Charakter.


Son Goku
aus Dragon ball( und die ganzen Fortsetzungen XD)

Einer meiner absolut liebsten Helden von meiner Kindheit und heute noch einer meiner liebsten Charaktere Son Goku. Dieser Charakter wird leider auch sehr häufig aufgrund seiner Naivität und auch Gutmütigkeit gehasst, oder als zu OP bezeichnet.
Dies bin ich nicht der Meinung, zwar haben wir ab und zu mal den Eindruck bekommen das er sehr naiv ist, aber im großen und ganzen was ihn auszeichnet und für das was er sich interessiert ist er die Nummer 1 und ich denke darauf kommt es auch an und das ist auch wichtig irgendwo. Das zeigt, dass selbst jemand wie Son Goku nicht überall die Nummer 1 sein kann.
Ich finde auch sein zu großes Herz nicht unbedingt schlimm, in vielen Situationen hatte es sogar ein positiven Nebeneffekt was auch von einigen Charakteren der Serie bestätigt wird.
Auch finde ich nicht das er zu OP ist wie einige sagen. Es gibt auch im DB Universum immer noch Charaktere denen er nicht gewachsen ist und das ist auch ein gutes Zeichen meiner Meinung nach.
Es zeigt uns einfach immer weiter zu gehen und an seinen grenzen drüber hinaus zu gehen, so wie Son Goku es auch macht. Insofern hat auch er wie einige Charaktere in NGE eine kleine Bedeutung bekommen vom Mangaka. Zwar nicht zu tiefgründig, aber durchaus interessant.

Mein letzter Charakter ist ein ganz besonderer Charakter und dafür nutze ich diesen Thread jetzt eindeutig aus XD.
Als Orientierung halte ich mich an seinen Anime Filmen und die rede ist von Godzilla.
Ich höre es häufig, dass viele mit ihm nicht anfangen können, da er zu langweilig wäre und auch mehr. Aber ist er das? Natürlich ist er auch langweilig und nicht immer gut umgesetzt wurden, aber seine Bedeutung die er im Film einnimmt und uns rüber bringen soll ist sehr tief, ähnlich sogar wie einige Charaktere aus NGE.
Auch ist er kein Aggressives Wesen das wie viele westliche Wesen einfach Menschen attackiert ohne einen Grund.
Wer die Vorgeschichte vom ersten Film kennt und sogar im ersten Teil ein wenig aufpassen tut, bekommt seinen Grund mit. Godzilla hat einen Grund uns Menschen anzugreifen .
Im Grunde greift er ja auch nicht von sich aus an, sogar reagiert immer nur auf die Angriffe der anderen. Auch sein Aussehen ist sehr schön gestaltet. Hier hat man sich eindeutig Gedanken gemacht es einfach, aber auch tief dem Zuschauer zu zeigen, was er zu bedeuten hat in der neuen Rolle.
Diese neue Symbolik hat er Übrigens von Hideaki Anno bekommen durch seinen Film, Shin Godzilla.
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Godzilla seine einzelne Fähigkeiten die er auch im Film anwendet haben auch von dem Japanern eine Bedeutung über die Zeit hinweg bekommen. Das Technik und Militär Godzilla nicht bezwingen kann, hat auch seine Gründe durch den 2. Weltkrieg. Gerade weil in ihm so viel Verarbeitet ständig wird und immer die Gedanken der Japanern genau getroffen werden bzw. von einigen aus der Welt, gefällt mir dieses Kajiu.
Um es anders zu sagen: „Monster sind tragische Wesen; Sie sind zu groß, zu stark und zu schwer geboren. Sie sind nicht böse. Das ist ihre Tragödie. " Ishiro Honda

Das waren meine die mir auf der schnelle eingefallen sind.

Liebe Grüße

Bellgadong-Herr-der-Nodus
Wer sich allein auf seine Kraft verlässt begegnet eines tages einem stärkeren und wird diesen unterlegen sein.

Rechtschreibfehler könnt ihr behalten ;D

Proxer-Hessentreff-Fahne (freue mich über deine Teilnahme)

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Fürs Profilbild geht ein großes Dankeschön an EcchixHunter21 :)

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Charaktere, die zu Unrecht gehasst oder für schlecht befunden werden 2 Monate 3 Wochen her #835070

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Ist relativ selten, dass ich über Charaktere spreche, die ich nicht hasse, daher nehme ich diese Gelegenheit dankend an.


Kureo Mado aus Tokyo Ghoul

Mein Lieblingscharakter aus der Serie Tokyo Ghoul, die nicht so gut umgesetzt wurde, wie sie hätte sein können, aber die meisten wirklich guten Szenen hängen mit Kureo Mado zusammen, daher hat er es verdientermaßen in die Liste meiner Lieblingsanimecharaktere geschafft. Jedoch scheint er meiner Erfahrung nach bei anderen auf weniger Gegenliebe zu stoßen. Ich für meinen Teil halte den Typen für derbe witzig. Die paar Szenen, in denen er zu sehen ist, stiehlt er meist komplett die Show und bringt die Brutalität in diesem Anime auf ein Niveau, dass ich gerne öfter gesehen hätte. Dabei hat er einen solchen Spaß, bei dem, was er tut, dass ich einfach mitlachen muss. Er ist außerdem ein sehr selbstloser Charakter, da er sich um weitaus langweiligere Figuren kümmert, in dem er ihnen einen tragischen Backround verschafft. Das lob ich mir. Eine Figur, die nicht nur für sich genommen gut funktioniert, sondern auch noch andere Mitglieder des Casts aufwertet. Ich hab Tokyo Ghoul bzw. eine der Fortsetzungen zwar abgebrochen, weil einfach zu viel Potential verschleudert wurde, aber an Mado hat das ganz bestimmt nicht gelegen. Viel eher finde ich es schade, dass man den Rest des Anime nicht auf eine Augenhöhe mit bringen konnte.


Saemon Kisaragi aus Basilisk

Die erste Staffel von Basilisk ist der mit Abstand beste Ninja-Anime, den ich je gesehen habe und um einiges besser als sein unnötiges Sequel. Nicht zuletzt aufgrund hervorragender Charaktere wie Saemon Kisaragi. Von Kritikern habe ich manchmal gehört, dass er kein guter Charakter sei, weil er immer auf die selbe Weise töte und seine Masche doch so durchschaubar sei und sie nicht verstehen, wie der findige Gesichtsdieb mit sowas Erfolg haben kann. Allerdings übersehen sie dabei viel zu oft die Nuancen in seinem Schauspiel. Basilisk ist ohnehin so ein Anime, der wesentlich intelligenter geschrieben ist, als man es ihm auf den ersten Blick anrechnet und voll von kleinen Szenen ist, die man erst im Nachhinein richtig versteht. Saemon Art seine Gegner zu unterwandern unterstreicht diesen Umstand perfekt. In seinen Dialogen ist er stets darauf bedacht Wahrheiten mit Lügen zu vermengen und sein Opfer zu einer emotionalen Reaktion zu verleiten, die es unvorsichtig macht, sodass er im perfekten Moment zuschlagen kann. Nicht umsonst einer der besten, wenn nicht der beste Anime-Shinobi, den ich kenne.


mfG

Faust

Wer einmal im Club für Nachtschwärmer postet, kann danach weder in den Himmel noch in die Hölle kommen.
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Charaktere, die zu Unrecht gehasst oder für schlecht befunden werden 2 Monate 4 Tage her #835684

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Eine sehr interessante Frage!

Für mich sind die wichtigsten wohl:

Ami Kawashima aus Toradora:
Die intelligenteste und höflichste Person. Von beinahe allen Missverstanden und Fehlinterpretiert, da ihr Charakter äußerst komplex ist. Doch wenn man ihre Handlungen genau betrachtet merkt man, dass sie mit Abstand der beste supoort Charakter ist, der dennoch seine eigenen Ziele verfolgt, ohne dabei jedoch den Freundeskreis zu zerstören.

Nodoka aus Rascal does not dream of bunny girl Senpai

Kyoko aus Puella Magi Madoka Magica
Ihre Ansichten mögen anfangs harsch wirken, machen aber Sinn. Außerdem bekommt sie eine schöne Charakterentwicklung.
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Charaktere, die zu Unrecht gehasst oder für schlecht befunden werden 2 Monate 4 Tage her #835686

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Ami Kawashima aus Toradora: danke dass du sie erwähnt hast, bin auch ein Fan, die ist wenigstens nicht so hohl. Und das soll in der Anime-Geschichte was heißen.

Light aus Death Note: Irgendjemand muss doch den Dreck beseitigen oder arbeitet ihr freiwillig bei der Müllabfuhr? :P

Yuno aus Mirai Nikki: Wer schlecht über sie redet sieht mal meinen Yandere Mode und der könnte sehr... seeeeeehr schlimm sein ;)

ehrlich gesagt fallen mir gar nicht mal so viele ein, die als "Böse" angesehen werden. Grundsätzlich verurteile ich das Format von Anime. meistens sind sie entweder böse oder gut. Bei Light kam es mir so vor als sollte er erst der gute sein, aber dann haben die Fangirls alle L gehypet und sie sind auf den umgeschwungen und haben ihren Protagonisten getötet.
Es gibt nur wenige Bösewichte die wirklich format haben. Meistens sind sie einfach nur böse weils halt Spaß macht und lustig ist. Einen Bösen bei dem man sich fragt ob er wirklich böse ist ist wirklich selten. Bestenfalls sind sie dann Misverstanden und sie besiegen ihn durch die Kraft der Freundschaft - typisches Action Genre Erlebnis.
In den meisten Anime die ich überflogen habe wird das eigentliche Ziel des Bösen bestenfalls komplett vergessen und er wird plötzlich rehabilitiert und die ganze Welt ist dann plötzlich gut. Das nervt tierisch... lasst mich da mal ran ;)
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Charaktere, die zu Unrecht gehasst oder für schlecht befunden werden 2 Monate 4 Tage her #835687

  • Kurinkishi
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Bau-Mo schrieb:
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Subaru aus Re:Zero:
Mir ist durchaus verständlich, warum Subaru unter vielen Zuschauern eher unbeliebt ist - schließlich weist er kaum typisch heldenhafte Charakteristiken auf, die für Isekai/Fantasy Protagonisten kennzeichnend sind, viel eher verfügt er über lauter untypische Schwächen und Eigenheiten, die seinen Charakter und seine Handlungen prägen. Subarus Verhalten und seine Aktionen lösen in vielen Zuschauen Unbehagen aus, so wird er öfters sogar als "Fremdscham erregend" bezeichnet - was ich verstehen kann, schließlich ist er weinerlich, feige, anmaßend, taktlos, triebhaft, impulsiv und einfach ungeschickt in nahezu allem was er tut - und eben diese schwachen Charaktereigenschaften wollen wir Zuschauer in unseren Protagonisten nicht sehen, denn sie halten uns unsere persönlichen, alltäglichen Probleme vor, obwohl wir doch mittels Anime unserem Alltag entfliehen wollen. Subarus Charakter hält den Zuschauern einen selbstkritischen Spiegel vor mit der Absicht über das Leben und dessen Probleme zu reflektieren, statt der Realität zu entfliehen wie es für Anime dieses Genres sonst üblich ist.
Man muss Subaru als Menschen keineswegs mögen, mir ist es bloß wichtig klarzustellen, dass Subarus unbeliebte Eigenschaften einen Hintergrund haben und zu einer ambitionierten Story beitragen - sprich er ist ein sehr gut geschriebener Charakter.

Griffith aus Berserk:
Griffith ist bekannt als einer der schlimmsten Bösewichte und meist verhassten Anime/Manga-Figuren überhaupt. Ich denke jedoch dass all seine Handlungen nicht nur verständlich, sondern gar moralisch gerechtfertigt waren. Ich rede allerdings bloß von Griffith vor seiner Verwandlung zu Femto.
Und ja damit meine ich auch Griffiths berühmt-berüchtigte Opferung der Falken-Truppe. Denn Griffith handelt niemals eigennützig, sondern stets für seinen Traum, der schon längst nicht mehr sein Traum sondern der Traum und die Hoffnung von nahezu ganz Midland ist.

Near aus Death Note:
Für die meisten erreichte Death Note im letzten Drittel einen qualitativen Tiefpunkt, unter anderem wegen den neuen Charakteren - allen voran Near. Meiner Meinung nach jedoch ist Near ein durchaus guter Charakter, der die Story von Death Note hervorragend abschließt. Ich denke tatsächlich, dass die Einführung von Near und Mello eine sinnvolle Erweiterung der Dynamik zwischen Light und L ist und im Gegensatz zu den Meisten anderen liebe ich das letzte Drittel von Death Note genauso sehr wie den Rest - und das nicht zuletzt wegen Near (und Mello).

Ansonsten noch Shinji und Asuka aus Neon Genesis Evangelion, Ueno aus A Silent Voice, Yashiro (der Lehrer/Bösewicht) aus Erased, und vielleicht noch Shiro aus Fate/Stay Night sowie Bakugo aus My Hero Academia. Eventuell gibt es sogar noch mehr, die ich jetzt bloß vergessen habe.

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Charaktere, die zu Unrecht gehasst oder für schlecht befunden werden 2 Monate 4 Tage her #835690

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Mir fällt da spontan Shinji Ikari aus Neon Genesis Evangelion ein.

Als Hauptcharakter fand ich ihn sehr passend gerade auch mit dem Anime bezweckt war psychologischen Themen zu behandeln. Der Anime wirft ein realistischeres Bild auf als es bei den üblichen Shounen Anime wie Naruto, bei dem der Hauptcharakter als mutiger Held dargestellt wird. Auch finde ich nicht dass Shinji zu weinerlich dargestellt wurde da sich wahrscheinlich viele in seinem Alter so verhalten würden wenn das von ihnen verlangt würde. Seine Vergangenheit trägt auch einiges dazu bei.

Er macht durch seine Situation eine gute Charakter Entwicklung durch und entscheidet sich dann aber am Ende für das Richtige in der letzten Folge des Animes. Und obwohl er oft weglaufen wollte kam er immer wieder zurück...auch wenn dafür andere Gründe als das Wohl der Welt im Vordergrund standen. Die neuen Filme habe ich nicht betrachtet da ich dazu noch auf den Ausgang im letzten Film warte.

Als ähnliches Beispiel fällt mir der Hauptcharakter von Re:Zero ein bei ihm ist es dasselbe dass er wie ein normaler Mensch mit normalen Schwächen dargestellt wird. Und die psychischen Zusammenbrüche sind in seiner Situation auch mehr als gerechtfertigt. Wenn ihm die meist brutalen Game Overs nichts ausmachen würden wäre er für mich ein gefühlloser Charakter ohne Tiefe.

Viel Hass sehe ich auch darin begründet dass einige Anime die Charaktere nicht richtig wie im Manga darstellen weil bestimmte Dinge geändert werden.

Gerade lese ich Shaman King und merke wie viele Charaktere einfach abgestumpft wurden wahrscheinlich um den Anime mehr auf Kinder zuzuschneiden.

Einige Back-Storys und Entwicklungen von Charakteren aus Manga wurden in den Anime auch noch nicht umgesetzt weil viele Anime entweder den Manga nicht bis zum Schluss adaptieren oder einfach in der Produktion noch nicht so weit sind.

Dabei fällt mir zum Beispiel Vincent aus Pandora Hearts ein dessen Vergangenheit besser erklärt wird. Im Manga bekommt er auch eine gute Charakter Entwicklung. Auch Eren Jäger aus Attack on Titanbekommt im Manga noch eine gute Entwicklung.

“People who think so lightly of their own lives, don't have the right to protect anyone.” - Elliot Nightray
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Charaktere, die zu Unrecht gehasst oder für schlecht befunden werden 2 Monate 4 Tage her #835694

Ich denke da an Gabi aus Attack on Titan! Es folgen heftige AoT-Mangaspoiler!!
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Man sollte die Welt von Attack on Titan vorher mal aus ihrer Perspektive betrachten.
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Charaktere, die zu Unrecht gehasst oder für schlecht befunden werden 2 Monate 4 Tage her #835695

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Endlich fassts mal jemand in Worte ^^ Ich versteh echt nicht was die ganze Hetzjagd ihr gegenüber soll.
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Charaktere, die zu Unrecht gehasst oder für schlecht befunden werden 2 Monate 4 Tage her #835696

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Bau-Mo schrieb:
Griffith aus Berserk:
Griffith ist bekannt als einer der schlimmsten Bösewichte und meist verhassten Anime/Manga-Figuren überhaupt.

Das höre ich gerade zum ersten Mal .-.
Aber das Opfern seiner eingeben Truppe, seiner besten Freunde, damit zu begründen dass es seinen Traum zugute kommt und es anderen, fremden Leuten dann besser geht, ist für mich leider kein Argument dafür dass jemand richtig oder noch schlimmer "moralisch gerechtfertigt" handelt. Das ist in meinen Augen ein ganz großer Assimove...um es mal nett auszudrücken.
Von einem kollektiven Hass höre ich trotzdem zum ersten Mal.

Bellgadong-Herr-der-Nodus schrieb:
Asta aus Black Clover:

Ach ja, Black Clover. Ich weiß noch als der Anime jung war und ich im ProxerCast gesagt habe das dieser Anime meiner Meinung nach irgendwann wie Dragon ball etc sein könnte.
Diese Meinung habe ich immer noch , auch dank Asta. Ich finde das Asta durchaus ein interessanter Charakter ist und auch lustig ist. Zwar macht er es dem Zuschauer nicht einfach in den ersten Folgen mit einem besonderen Merkmal, was viele zum abrechen bewegt hat.
Ich selbst bin aber der Meinung das es nicht schlimm ist, im Gegenteil. Viele Anime Serien brauchen eben, gerade im Start auch etwas ,dass sie besonders auszeichnen tut und in Black Clover war es beim Start eben Asta.
Ich finde auch nicht das man ihn unbedingt mögen muss, aber unbedingt hassen muss man ihn auch nicht finde ich. Er hat viele gute Eigenschaften auch als Protagonist und erfüllt auch seine Funktion.
Des weiteren gibt er der Serie einen interessanten Hauch und viele Fragen. Auch freue ich mich immer über seine Auftritte, auch sein Charakter an sich ist etwas schon interessant.
Im großen und ganzen zählt auch dieser Charakter zu meinen liebsten Protas muss ich sagen.
Das wäre auch der Charakter der mir jetzt als erstes Eingefallen wäre und ich bin da komplett deiner Meinung. Viele Begründen ihren Hass nur damit dass er viel rumschreit...wow
Ich mag ihn, auch wenn er sehr klischeehaft ist >.>

Faustus schrieb:
Kureo Mado aus Tokyo Ghoul

Mein Lieblingscharakter aus der Serie Tokyo Ghoul, die nicht so gut umgesetzt wurde, wie sie hätte sein können, aber die meisten wirklich guten Szenen hängen mit Kureo Mado zusammen, daher hat er es verdientermaßen in die Liste meiner Lieblingsanimecharaktere geschafft. Jedoch scheint er meiner Erfahrung nach bei anderen auf weniger Gegenliebe zu stoßen. Ich für meinen Teil halte den Typen für derbe witzig. Die paar Szenen, in denen er zu sehen ist, stiehlt er meist komplett die Show und bringt die Brutalität in diesem Anime auf ein Niveau, dass ich gerne öfter gesehen hätte. Dabei hat er einen solchen Spaß, bei dem, was er tut, dass ich einfach mitlachen muss. Erist außerdem ein sehr selbstloser Charakter, da er sich um weitaus langweiligere Figuren kümmert, in dem er ihnen einen tragischen Backround verschafft. Das lob ich mir. Eine Figur, die nicht nur für sich genommen gut funktioniert, sondern auch noch andere Mitglieder des Casts aufwertet. Ich hab Tokyo Ghoul bzw. eine der Fortsetzungen zwar abgebrochen, weil einfach zu viel Potential verschleudert wurde, aber an Mado hat das ganz bestimmt nicht gelegen. Viel eher finde ich es schade, dass man den Rest des Anime nicht auf eine Augenhöhe mit bringen konnte.

....was soll man dazu sagen...
Ich Stimme zwar zu dass er ein interessanter und wichtiger Charakter bei TG war, allerdings ist der Hass auf ihn mehr als verdient. Schließlich besitzt er nicht einen einzigen guten Charakterzug. Er hasst alle Ghule weil sie keine Menschen sind und bringt sie aus Spaß um....und du lachst mit ihm...spricht nicht gerade für einen gesunden Verstand, eher für einen verdorbenen Charakter *o-stop*

Naja, jedem das Seine. Kann dir ja kaum unterstellen dass du ein schlechter Mensch bist, nur weil du so empfindest, da gehört dann doch schon etwas mehr dazu, also nicht allzu ernst nehmen, bitte.


So, musste mal meinen Senf dazu abgeben. Gibt noch genügend Charaktere die meiner Meinung nach zu Unrecht "gehasst" werden, aber noch viel mehr die zu Unrecht geradezu vergöttert werden. Das wäre eigentlich auch schon seinen eigenen Thread wert.

MfG
Snipi
~Ich mache keine Rechtschreibfehler. Entweder lest ihr falsch, es sind Eigennamen, Neologismen oder Schreibdialekt, was auf keinen Fall in die Kategorie "Neologismus" fällt.

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Snipi schrieb:
Das höre ich gerade zum ersten Mal .-.
Aber das Opfern seiner eingeben Truppe, seiner besten Freunde, damit zu begründen dass es seinen Traum zugute kommt und es anderen, fremden Leuten dann besser geht, ist für mich leider kein Argument dafür dass jemand richtig oder noch schlimmer "moralisch gerechtfertigt" handelt. Das ist in meinen Augen ein ganz großer Assimove...um es mal nett auszudrücken.
Von einem kollektiven Hass höre ich trotzdem zum ersten Mal.

Tatsächlich ist es aber wirklich so - Griffith ist einer der meist gehassten Anime/Manga-Figuren überhaupt - hauptsächlich für seinen "Verrat" in der Eclipse. Dass du davon zum ersten mal hörst überrascht mich.
Ich gebe zu dass ich mich in meinem Ursprungs-Kommentar bezüglich Griffith ziemlich oberflächlich gehalten habe, weshalb ich deinen Einwand mehr als verstehen kann. Als Ausgleich bin ich jedoch nun bereit, wenn ich mir diese Freiheit nehmen darf, meine Gedanken etwas genauer zu erklären und folglich bestenfalls etwaige Missverständnisse aufzuklären.


Ich bin der Auffassung, dass Griffiths Opferung der Falken-Truppe verständlich und moralisch gerechtfertigt ist - um die Gültigkeit dieser These zu beweisen, ist es von höchster Relevanz eben diesen in Frage stehenden Akt (die Opferung der Falken-Truppe), erstens aus der Perspektive Griffiths, als auch zweitens mit dem Verständnis um konsequentialistische Ethik, zu betrachten.
Allerdings möchte ich einwänden, dass ich mit moralisch-gerechtfertigt nicht zwingend meine, dass ich persönlich denke, dass eben diese Tat moralisch vertretbar ist. Mir geht es vorrangig darum klarzustellen, dass Griffiths Handlungen und Entscheidungen einer klaren Moral folgen und eben nicht willkürlich sind.

Griffiths persönliche Motivation
Eine entscheidende Frage zur ethisch-moralischen Bewertung dieser von Griffith verübten umstrittenen Tat, ist wohl zweifelsohne die Berücksichtigung des Hergangs wie auch der Absicht Griffiths Entscheidung seinen Trupp zu opfern - ergo wie ist Griffith zu dieser Entscheidung gekommen und warum hat er sich letztlich so entschieden? War seine Absicht böse oder gut?
Ich versuche mich möglichst kurzzuhalten, aber komme wohl oder übel nicht daran vorbei Griffith zumindest teilweise zu charakterisieren. Meiner Meinung nach ist Griffiths wahrscheinlich charakteristischste und auffälligste Eigenschaft seine Zielstrebigkeit - sein unerbittliches Streben nach seinem Traum seines körperlichen jedoch scheinbar unerreichbaren Königreiches. Für meine These gilt es aufzuklären warum Griffith diesen Traum so zielstrebig verfolgt. Griffiths Traum entsprang einem naiven, kindlichen und letztlich egoistischen Wunsch - nichts weiter als die unrealistischen Fantasien eines kleinen Straßenjungen, der von den schmutzigen Gassen aus hoch zum Schloss blickte. Doch je näher er seinem Traum tatsächlich kam, desto mehr und mehr Leichen häuften sich hinter ihm an - Griffith, jung und naiv wie er war, hatte jedoch nie über die Konsequenzen eines so großen Traumes nachgedacht und war entsprechend emotional überwältigt als er realisierte zu wie vielen Leichen sein selbstsüchtiger Traum führte und noch führen würde. Allerdings war es schon längst zu spät für ihn zurückzukehren, denn nicht nur hatte Griffith sich eine riesige Anzahl an Anhängern, die ihm folgen, ihn bewundern und von ihm erwarten stets zu gewinnen, angesammelt, sondern war Griffith ab diesem Punkt zudem der Auffassung, um die Schuld für die Folgen seines selbstsüchtigen Traumes wiedergutzumachen und dem Tod seiner gefallenen Kameraden eine Bedeutung zu verleihen, seinen Traum um jeden Preis erfüllen zu müssen, dieses mal jedoch nicht für ihn selbst, sondern für alle die ihm folgen und folgten, für alle die sich an seinen Traum klammern und klammerten, für alle die von ihm nur eins erwarten - zu gewinnen - zumindest das ist er seinen Männern nämlich schuldig, so zumindest nach Griffiths Mindset. Griffith ist demnach seit jeher vom immensen Druck, seinen Traum zu verwirklichen, geprägt - es ist sein höchstes Ziel und in der grausamen Welt von Beserk mMn ethisch-moralisch absolut wertvoll, denn Griffiths Traum steht, in dieser fatalistischen Welt, für Freiheit und Individualität - dieser Traum repräsentiert für ganz Midland die Möglichkeit, auch als gewöhnlicher Bürger, befreit von den Ketten des Schicksals, des Adels und der Limitationen dieser Welt, alles erreichen zu können.
Auch wichtig für die Entscheidung von Griffith war der machtlose Zustand in dem er sich seit mehr als zwei Jahren befand - in diesem Zustand konnte er nichts bewirken, somit wären alle seine Bemühungen umsonst und er wäre seinen Männern nur noch eine Last - nie wieder fähig seine Anhänger dazu zu inspirieren nach Größerem zu streben. Doch trotzdessen hat er sich nicht für die Opferung seiner Truppe entschieden, der letzte und entscheidende Faktor wieso sich Griffith entschieden hat seine Falken-Truppe zu opfern war die Manipulation der Godhands. Die Godhands haben Griffith seine Vergangenheit gezeigt, dabei jedoch gezielt alles dass nicht in Verbindung zu seinem Traum stand ausgelassen um so Griffiths Schuldgefühle und Verantwortungsbewusstsein anzuregen und ihn somit dazu zu verleiten das zu tun was seine Männer stets und auch immer noch von ihm erwarten - zu gewinnen . Woraufhim Griffith letztlich entschieden hat, dass es die einzig richtige Wahl ist seine Kameraden zu opfern.
Wenn wir uns in Anbetracht dessen - wie sich alle seine Anhänger, bereit aus freien Stücken für Griffith zu sterben, an seinen Traum klammerten - und mit Rücksicht auf Griffiths machtlosen Zustand seit Guts ihn verließ sowie die Manipulation der Godhand, Griffiths Entscheidung in der Eclipse noch ein mal anschauen - so können wir mit diesem Hintergrundwissen zumindest verstehen warum, Griffith der Auffassung war das einzig richtige zu tun, denn der springende Punkt ist - Griffith, so paradox dass jetzt klingen mag, opferte seine Falken-Truppe keineswegs für sich selbst, jedoch auch nicht "nur" für die Allgemeinheit, sondern genauso sehr für die Falken-Truppe selbst - denn Griffiths Auffassung nach ist der Sieg das was er ihnen schuldig ist.
Auch wenn wir Zuschauer diese Entscheidung als falsch sehen mögen, so entspricht es dennoch der Wahrheit, dass Griffith keinerlei böse Absichten hatte und festüberzeugt das für ihn einzig richtige tat. Griffith ist ein ziemlich komplexer Charakter folglich sind auch seine Gedankengänge komplex, weshalb es uns schwer fällt seine Taten zu verstehen, genauso wie es auch Guts, Casca und allen anderen Falken unmöglich war Griffith zu verstehen. Es ist eine wahrhaftige Tragödie..

Konsequentialismus
Konsequentialismus ist ein Sammelbegriff für Theorien aus dem Bereich Ethik, die den moralischen Wert einer Handlung aufgrund ihrer Konsequenzen beurteilen (Q: Wikipedia). Umgangssprachlich würden wir wohl sagen - der Zweck heiligt die Mittel. Und unabhängig davon ob man Anhänger dieser Philosophie ist oder nicht, ist es unbestreitbar, dass Griffith unter diese Kategorie fällt. Denn Griffiths Traum, das denke ich bestätigt der Anime/Manga selbst, im Kontext dieser Welt, ist wie ich bereits sagte absolut wertvoll (siehe oben irgendwo). Und da Griffith stets für seinen Traum handelt kann man seine Handlungen moralisch rechtfertigen.

Ja so viel dazu. Ich hoffe ich habe meinen Standpunkt dieses mal besser dargestellt und konnte mögliche Missverständnisse aufklären. Wenn nicht bin ich natürlich für weitere Diskussionen verfügbar.

Charaktere, die zu Unrecht gehasst oder für schlecht befunden werden 2 Monate 3 Tage her #835706

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Wow, du scheinst dich mit dem Thema ja ordentlich auseinandergesetzt zu haben >.> Hast alle Missverständnisse aufgeklärt, außerdem klingt es schlüssig und ehrlich gesagt ist dieses Kapitel von Berserk schon ewig her und ich habe in meinem vorherigen Thread eher aus meinen gerade noch so vorhandenen Erinnerungen gesprochen...hab nicht mit so einer Antwort gerechnet, Respekt xD
Eine Diskussion können wir uns sparen, da ich selbst diesen Text schon zu lang finde und Griffith jetzt auch nicht wirklich jemand ist mit dem ich mich noch näher auseinandersetzen möchte/könnte. Und mittlerweile tickt er ja sowieso anders, aber ich möchte mal nicht spoilern ^^


...
Ich mag ihn trotzdem nicht ;p
~Ich mache keine Rechtschreibfehler. Entweder lest ihr falsch, es sind Eigennamen, Neologismen oder Schreibdialekt, was auf keinen Fall in die Kategorie "Neologismus" fällt.

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Charaktere, die zu Unrecht gehasst oder für schlecht befunden werden 2 Monate 3 Tage her #835709

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Der Godzilla ist aber aus der Natur entstanden und ist der Beschützer der Erde, der die Menschen vernichten will weil sie die Erde kaputt machen
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Bau-Mo schrieb:
Griffith aus Berserk:
Griffith ist bekannt als einer der schlimmsten Bösewichte und meist verhassten Anime/Manga-Figuren überhaupt. Ich denke jedoch dass all seine Handlungen nicht nur verständlich, sondern gar moralisch gerechtfertigt waren. Ich rede allerdings bloß von Griffith vor seiner Verwandlung zu Femto.
Und ja damit meine ich auch Griffiths berühmt-berüchtigte Opferung der Falken-Truppe. Denn Griffith handelt niemals eigennützig, sondern stets für seinen Traum, der schon längst nicht mehr sein Traum sondern der Traum und die Hoffnung von nahezu ganz Midland ist.

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Letzte Änderung: 2 Monate 3 Tage her von Qwertzuy.
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Qwertzuy schrieb:
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Ich hab doch klipp und klar vor der Verwandlung zu Femto geschrieben, also absolutes NEIN.
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