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THEMA: Der heutige Anime-Fan

Der heutige Anime-Fan 2 Wochen 1 Tag her #836847

Das einzige, was mich wirklich nervt ist, dass viele Animes, die ich schön fand und gut ausgearbeitet schienen und vor allem Potenzial hatten, nach 12/24 Folgen beendet bzw. fallen gelassen wurden. Und warum? Weil die Verkaufszahlen nicht stimmten oder, noch viel ärgerlicher, weil der Anime von Anfang an nur als Werbung dienen sollte und deshalb nie eine Fortsetzung zur Debatte stand.
Letzteres empfinde ich auch heute noch als Frechheit gegenüber den Fans des Animes. Aber ich bin mir nichtmal sicher, ob das zum eigentlichen Thema passt.

Und ja, ich war mal in einer Phase, in der auch ich den anderen Fans die Schuld gegeben habe. Klar, ein Schuldiger ist ja schnell gefunden, wenn ein Anime nicht fortgeführt wird, weil die Verkaufszahlen nicht stimmen. Dann sind diejenigen Schuld, die den Anime nicht mochten und dann kommt man schnell auf die Idee, dass der eigene Geschmack ein viel höheres Niveau hat, als der der anderen und dann neigt man dazu, zu jammern und über den "Zerfall der Anime-Industrie" oder dem "Verkommen des allgemeinen Geschmacks" zu meckern.

Naja, ICH bin für MICH zu der Ansicht gelangt, dass das Quatsch ist, so wie anscheinend viele hier ebenfalls. Das ist oft einfach der Frust, der aus einem spricht. Man findet für sich einfach nichts mehr, was einen interessiert, was einen bewegt und man gibt die Hoffnung darauf irgendwann auf und statt sich damit abzufinden, schießt man gegen die, die sehr wohl noch Spaß an der Sache empfinden. Inzwischen bin ich davon aber weitestgehend befreit, so hoffe ich zumindest.

Ich bin einfach der Meinung... ich weiß nicht. Es gibt sooo viele Animes, die jährlich rauskommen und unter denen soll kein einziger sein, den man sich geben kann? Wenn das wirklich so ist, sollte man sich vielleicht selber fragen, ob die eigenen Ansprüche über die Zeit hinweg nicht doch zu hoch gestiegen sind. Früher habe ich einen Anime nach dem anderen geschaut und natürlich habe ich mit der Zeit so richtige Perlen entdeckt, die mir dieses... unvergleichliche Glücksgefühl bescheren konnten. Die mich einfach so bewegt haben, dass ich einfach mehr wollte. Aber diese Perlen, wie ich sie jetzt einfach mal weiterhin nenne, haben meine Ansprüche natürlich angehoben.
Animes, die man vielleicht mit einer 8/10 bewerten würde haben es einfach nicht mehr gebracht, weil sie eben keine 9 oder 10 waren. Ich war praktisch süchtig nach Meisterwerken und wenn man den Punkt erreicht hat, dann sollte man innehalten und sich fragen, ob das wirklich Sinn der Sache ist. Wenn man nur auf Meisterwerke aus ist und quasi nichts anderes mehr akzeptiert, dann ist es nur natürlich, dass es die breite Masse einfach nicht mehr bringt.

Zwei Dinge, die mir geholfen haben:
-Abstand nehmen. Einfach mal eine Zeit lang auf Animes verzichten. Wieder runterkommen, auf den Boden, nachdem sensationelle Animes einen Höhenflug ausgelöst haben. Die meisten werden es ja kennen, das Gefühl, wenn ein guter Anime vorbei ist (Gibt es sogar einen eigenen Thread zu) Vielleicht einfach mal sagen "Ok, das reicht erstmal wieder" statt "Ok, der nächste! Sofort! Ich will nochmal sowas Gutes sehen und zwar jetzt"

-Mut zur "Mittelmäßigkeit" Einfach mal einen Anime anmachen, dessen Beschreibung und dessen Cover zwar nicht 100%ig den eigenen Geschmack trifft, aber der noch immer im tolerablen Rahmen liegt. Vielleicht wird es eine Qual, gut möglich, aber man senkt dadurch seine Ansprüche wieder und das ist, wie ich für mich entdeckt habe, sehr wertvoll. Plötzlich kann ich wieder Animes genießen, die ich in meiner "elitären Phase" nichtmal angespuckt hätte.
Letzte Woche habe ich zwei neuere Animes geschaut. Einer davon war Isekai Maou to Shoukan Shoujo Dorei Majutsu Und die meisten hier würden diesen Anime wohl als totalen Müll bezeichnen. Verstehe ich durchaus. Dünne Story, übermäßig viel Ecchi, vorhersehbar wie sonstwas, aber dafür Charaktere, die zwar das Rad nicht neu erfinden und auch nicht sonderlich tiefgründig sind, die aber dennoch mehr zu bieten hatten, als ich ihnen zugetraut habe und letztlich hatte über 12 Folgen hinweg, was immerhin rund 4 Stunden waren, sehr viel Spaß. Leider wäre diese Erfahrung an mir vorbei gegangen, hätte ich den Anime von vornherein in die Schublade gesteckt, in die er ganz offensichtlich gehört.

Abschließend sei einfach gesagt: Die Qualität der Animes ist über die Jahre nicht gesunken. Vielmehr haben wir an irgendeinem Punkt in unserer "Anime-Laufbahn" damit angefangen, die Meisterwerke, die wir sehen durften als Norm zu betrachten und das ist meiner Meinung nach der größte Fehler, den man machen kann. Dass dann Frust aufkommt ist klar.
Die meisten Animes sind halt nunmal Durchschnitt, das ist so und es war immer so. Sonst wäre es schließlich nicht der Durchschnitt xD
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Der heutige Anime-Fan 2 Wochen 1 Tag her #836852

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AnimeGeass schrieb:
- Fate/Stay Night
- Code Geass
- Higurashi no Naku koro ni
- Suzumiya Haruhi no Yuuutsu
- Air Gear
- Black Lagoon
- D. Gray Man
- DEATH NOTE(!!!!!!!!)
- Gintama

ALSO auf welchen Fakten beruhen deine Aussagen? Also ich mag ja Ergo Proxy auch ziemlich gerne aber das du quasi die Anfangszeit der goldenen Ära der Anime (2006-2008 weil dort die meisten bekanntesten Animes released worden sind) einfach zu beschmutzt kann ich nicht so ruhen lassen.
Allein in der Liste hat fast jeder Anime nen höheres Rating als Ergo Proxy und das auch verdient.
Wenn das "praktisch nichts" ist, dann möchte ich nicht wissen was bei dir "gar nichts" ist.

Das kann ich auf keinem Fall unbeantwortet lassen. So, die Farben werden schon mal gut helfen. Aber lasse mich dir eines sagen, nur weil du diese Werke persönlich als gut empfindest, sind sie nicht automatisch qualitativ hochwertig und können mit Werken wie Ergo Proxy verglichen werden. Sie können gewiss unterhaltsam sein, ich persönlich mochte jeden deiner aufgelisteten Anime, doch sie sind nicht alle gleich gut.

1. Code Geass - Nichts auszusetzen, er ist kein Meisterwerk und schwächelte im Mittelteil der zweiten Staffel enorm. Ist dennoch einer der besseren Anime auf dem Markt und ein sehr wohl hervorragender Titel.
2. Fate Stay / Night - ist wohl einer der schwächsten Teile der Reihe. Die Movie Version davon ist wesentlich ansprechender. Der beste Teil der Reihe ist eindeutig Zero.
3. Higurashi no Naku Koro Ni - ist im Horror und Psychological Genre einer der besten, kein Zweifel.
4. Suzumiya Haruhi - Potenzial vorhanden, doch das Werk war ein eindeutiger Fehlschlag und hatte nicht einmal einen würdigen Abschluss erhalten. Es gibt kaum etwas, was ihn von einem üblichen SoL Anime abhebt.
5. Air Gear - Kenne den Manga nicht, der Anime hingegen ist wohl einer der unbekanntesten und schwächsten Shounen die es gibt. Ich mochte die Grundidee dahinter, doch was tatsächlich geliefert wurde, ist schon fast eine schlechte Parodie. Kein Wunder wieso man es bei Staffel 1 belassen hat.
6. Black Lagon - Solides Werk.
7. D-Gray Man hat seinen Hype ebenfalls vor langem verloren. Durchschnittlicher Shounen mit einer Menge Potenzial.
8. Death Note - Generell ein Kassenschlager.

Problem ist, du hast mir eben 8 Werke aufgelistet von denen gerade mal die Hälfte, wirklich gut ist. Der Rest ist eher iM Durchschnitt. Und jetzt bedenke wie viele Werke im Jahr erscheinen. Und wenn nur die davon gut sind? Es ist exakt das selbe wie Heutzutage. Es gibt immer paar Juwelen und dann Haufen Zeug für Zwischendurch. Und auf Raitings kann man ja auch nicht setzen. Schließlich haben auch etliche Ecchi Werke und auch Fairy Tail, eine enorm hoche Wertung. Die meisten Bewerten schließlich nicht danach ob das Werk nun gut und tiefgründig geschrieben wurde, sondern wie gut es sie "Unterhalten" hat.

Nehmen wir mal Death Note als Beispiel. Ich persönlich mag diesen Anime sehr. Würde ihm hinsichtlich eine 8/10 geben obwohl ich ihn bis Heute schon 3x angeschaut habe.




Ich muss der ganzen Diskussion übrigens folgendes anhängen.

Früher war der Zeichenstil vieler Titel durchaus Erwachsener, bzw grober und rauer. Habe mich jetzt durch die Jahreslisten gerutscht und bin auf viele interessante Namen gestoßen die ich schon lange verdrängt habe. Damals hat man eher in einem ganz anderen Stil gezeichnet, wodurch auch sehr viele Protagonisten eher wie richtige Männer gewirkt haben und nicht wie untrainierte sterbenskranke 14 jährige Knilche. (Jojo eingeschlossen, da der Manga ebenfalls aus der Zeit stammt). Ebenso die Frauen sahen wesentlich ernster aus und hatten nicht dieses "Moe" was ihnen von oben und unten aufgetischt wurde. Heutzutage sind die nur noch Zuckerpuppen, bei denen die Augen 90% des Gesichts einnehmen. Man könnte praktisch sagen, es wirkte damals wesentlich realistischer. Selbstverständlich gibt es da auch reichlich ausnahmen. Auch damals gab es schon Werke die dem heutigen Stil in etwa gleichten. Aber Heute erscheinen wiederum keine neueren Titel, die z.b Fist of the North Star oder Legend of the Galactic Heros ähnlich sehen. Dies könnte auch einfach ein trügerisches Bild ergeben, das Heute alles anders und negativer wirkt.

In dem Sinne kann ich da gar zustimmen, viele Werke wirken Heute kindlicher und es gibt tatsächlich weniger Werke im realistischeren Zeichenstil. Einige welche mir nur einfallen, sind Rainbow, Death Note und Monster.
Letzte Änderung: 1 Woche 6 Tage her von kineh.
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Der heutige Anime-Fan 2 Wochen 1 Tag her #836861

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Die meisten legen Wert auf die falschen Sachen.

Erstmal: Alle Action Animes bis auf der beste seiner Vertretung, ide dem folgenden Schema entsprechen, gehören aussortiert:
"Ein totaler niemand wird plötzlich in eine neue Welt geworfen [Sprichwörtlich oder tatsächlich], erhält dort eine mysteriöse neue Kraft und muss lernen sie einzusetzen. Irgendwann kristalisiert sich der große Oberbösewicht heraus der für das Übel der ganzen Welt verantwortlich ist und er besiegt ihn mit der KRaft der Freundschaft."
Jeder. Verdammte. Action-Anime ist quasi ein und dieselbe Story nur neu aufgewärmt. Highschool DxD ist quasi die Verkörperung dieses Pattern nur hatte ich keinen Bock mehr die letzte Staffel anzusehen.

Das Hauptproblem der heutigen Anime-Industrie ist dass sie keinen Bock mehr haben sich anständige Charaktere auszudenken weil - billig reicht ja. Aber es gibt in der gesamten Geschichte von Anime vielleicht 5-10 Anime-Charaktere die wirklich Eier haben und keine Kleinkinder sind die alles so unfair finden. Den prozess dass diese Kleinkinder menschenwürdiges Verhalten lernen nennt man wohl "Charakterentwicklung." aber ganz ehrlich scheiß auf Charakterentwicklung. Was soll der Mist?

Ganz offensichtlich heißt Charakterentwicklung für die Kreateure "Da muss ne Entwicklung sein also bau ich ne völlige flasche die dann zu einer nichtmehr ganz so großen Flasche wird." da verzichte ich lieber gleich auf die Charakterentwicklung und nehme Zustand 2 ab Werk.

Dasselbe mit dem Harem-Genre. Könnte mal bitte irgendjemand die Definition von Harem nachlesen? in einem Harem gibt es eine Hauptfrau und mehrere Nebenfrauen. Der Mann ist das Zentrum dieses Harem. Wie wird das in Anime gehandhabt? Wir haben hier malw eider eine totale Flasche die bestenfalls unter der Fuchtel aller Frauen steht sich nicht entscheiden kann und in eine Ecchi_Szene nach der anderen stolpert bei der jede romantische Seriosität ausgemerzt wird durch billige Witze und Cartoon-Mäßige Kloppe wo nur noch die 2m-Beule fehlt.

Was mich direkt zum Comedy-Genre führt. Leute. Es wurde mal gesagt Anime != Cartoon. Aber wo ist bei Kill la Kill bitte überhaupt noch der Unterschied zu spongebob. Und ihr wundert euch dass man Anime mit Cartoon vergleicht? natürlich tut man das wenn man plötzlich 5m große Kerle sieht die in der nächsten szene nur noch 1m Sind, deren Zeichenstil komplett verzerrt und das ganze dann Comedy genannt wird. Was ist mit den guten alten Schlagfertigen Bemerkungen? Man kann auch witzig UND seriös sein.

Romantik. Was ist in der heute gängigen definition ein guter Romantik Anime? Ich sags euch. Ein Anime mit den erwähnten Flaschen als Protagonisten, diesmal gleich auf zwei Seiten, wo die Hauptfragen des Anime ist "Liebt sie mich? LIeb ich ihn? Liebt er ne andere? Bin ich seiner würdig? Vielleicht sollten wir lieber Freunde bleiben. Oh das ist so verwirrend!" 95% aller Dramen in Romantik-Anime könnten sich allein schon dadurch lösen lassen dass Person A mit Person B redet. Das gilt übrigens nicht nur für Romantik Anime sondern für Anime allgemein. Aber statt dass jemand mit dem anderen redet und das PRoblem in 2 Sekunden aus dem Weg räumt machen sie 2 Staffeln daraus nur damit sie sich am Ende dafür entscheiden "Lasst uns doch freunde bleiben." und das ist jetzt ein guter Anime weil richtig schön auf die Tränendrüse gedrückt wurde. Ich finde so etwas einfach nur ermüdend. Entweder also ihr schafft es RICHTIGE Dramen zu erzeugen die auch eine Relevanz haben und das möglichst OHNE eure Protagonisten umzubringen. Mehrfach. Oder ihr lasst es ganz weg und macht wieder einen Anime wie Sakura Trick! Denn den mochte ich wirklich sehr. Warum? Keine Probleme. Keine Fragen. einfach nur Mädchen die zärtlich zueinander waren. Unschuldig. Liebevoll. Und doch mussten sie damit klarkommen. Reicht das den Menschen ? Nein. Sie brauchen Drama und sinnlose Comedy die jede Kuss-Szene zerstört die am Ende weggeworfen wird. Ist euch das jetzt auch schon zu anzüglich? Küssen? Aber haufenweise sinnlose Ecchi-Szenen einbauen mit Brüsten ohne Nippel, das könnt ihr. Respekt und Anerkennung

ich könnte stundenlang so weiter machen, wie das japanische Fernsehn sich langsam an die amerikanischen Serien assimiliert. Was bedeutet: Blut und Möpse. Das wars. Na dann viel Spaß beim gucken von... was weiß ich Highschool of the Dead oder irgendwelche anderen Zombie-Filme die ich nichtmal anfange zu gucken weil ich allein das genre abscheulich finde.
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Der heutige Anime-Fan 2 Wochen 13 Stunden her #836870

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@Kokujou:

Brauchst du eine Leiter oder kommst du auch alleine von deinem hohen Ross runter?

Dass ein Großteil unseres Entertainments eher seichter Natur ist, ist nun wirklich kein Geheimnis mehr. Und das ist bei Weitem kein modernes Phänomen, da muss man sich nur mal die billigen Groschenromane an den Kiosks früher oder die ganzen Pulp-Magazine in den 30er bis 50er-Jahren anschauen. Oder einen Blick auf die deutsche Fernsehlandschaft werfen. Oder die britische. Die amerikanische. Oder die japanische, wo wir wieder beim Thema sind.

Es ist nun einmal so, dass sehr viele Menschen kein wirkliches Interesse daran haben, sich mit ihren fiktiven Medien auseinanderzusetzen. Sie wollen berieselt, unterhalten und vielleicht auch einfach nur beschäftigt werden. Da ist nichts Falsches dran, aber in Anbetracht dessen ist es doch natürlich, dass sie sich nicht für tiefgehende Storys, Charakterentwicklung oder Innovation interessieren.

Dabei darf man auch selber seine Erfahrung mit dem Medium nicht vergessen. Was für dich ausgelutschte Tropes sind, die du schon hundertmal gesehen hast, stellt für jüngere Zuschauer der erste Kontakt mit derartigen Elementan dar. An der Stelle muss man einfach einsehen, dass man nicht zu der Zielgruppe eines Anime gehört und ihn links liegen lassen.

Was allgemein ein Punkt ist, den ich im Bezug zu deinem Post ansprechen wollte. Dafür, dass du diese ganzen Tropes und Standards so sehr hasst, scheinst du aber sehr viele Begegnungen mit ihnen zu haben / sie immer wieder aufs Neue zu sehen. Hast du schon einmal daran gedacht, etwas selektiver an deine Anime-Auswahl heranzugehen? Ich gucke wenn es hochkommt in den letzten Jahren durchschnittlich zwei Anime pro Season, da der Rest einfach nicht zu meinen Interessengebieten gehört. Ist wesentlich angenehmer, als sich durch jede einzelne Serie zu quälen und ihre Flaws hervorzuheben. Einfach Dinge, die einen nicht interessieren, links liegen lassen und gut ist.

Warum ist der Vergleich von Anime zu Cartoon eigentlich so schlimm? Gerade weil das Spielen mit den Proportionen der Charaktere in KILL la KILL einer der Grundpfeiler seiner visuellen Comedy darstellt. KLK ist doch eh abstrus und bescheuert genug, dass die Proportionen nun wirklich kein Problem darstellen sollten. Und Anime ist so gesehen das gleiche wie Cartoon. Ein Medium, welches Werke verschiedenster Genres mit den unterschiedlichsten Ziel- und Altersgruppen umfasst. Wo ist also das Problem?

Sakura Trick ist btw ein interessantes Beispiel. Ja, sie waren zärtlich zueinander, aber gleichzeitig auch dumm wie Brot, gerade was das leidige Beziehungsthema angeht. Die Serie ist doch im Endeffekt auch nur Yuri-Fanservice pur, zumal die Inszenierung von manchen Szenen auch stark an Standard-Ecchi-Kram erinnert. Und nur, weil sich die Charaktere küssen (und zu blöd für Drama / eine richtige Beziehung sind), soll es auf einmal besser sein als das, was du so lautstark kritisiert hast? Ernst nehmen kann man den Kram doch auch nicht.

Ich mag Sakura Trick, nebenbei bemerkt, aber ausgerechnet diese Serie als Positivbeispiel für Romanzen darstellen zu wollen ist eine sehr ... interessante Wahl. Bloom Into You hätte ich da noch eher verstanden, da es tatsächlich höhere Ambitionen hat als ein Großteil seiner Konkurrenz. Oder Prism, was eine sehr angenehme und nachvollziehbare Beziehung zwischen den Charakteren zeigt.
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Der heutige Anime-Fan 2 Wochen 13 Stunden her #836871

@Kokujou
Weißt du, was super hilft, wenn man mal das Gefühl hat, dass nichts mehr gut genug für einen ist? Hatte ich in meinem Eingangspost noch vergessen, anzufügen. Aber ich zum Beispiel habe selbst angefangen, zu schreiben und mich mit der Materie des Geschichtenerzählens zu beschäftigen. Ich habe ja erwähnt, dass ich selbst mal in dieser elitären Phase war und ja, ich dachte wirklich, ich wüsste alles besser und da ich auch heute noch der festen Überzeugung bin, dass man die Dinge selbst in die Hand nehmen sollte, wenn man unzufrieden ist, habe ich genau das gemacht und einfach mal drauf los geschrieben in der Form von Fanfictions.

Vielleicht ist das ja mal eine Idee für dich. Du scheinst ja ziemlich viele Ansätze zu haben, die es vielleicht einfach mal gilt, zu Papier zu bringen. Denn wenn ich eine Sache wirklich gelernt habe durch Animes, dann ist es Folgendes: Warte nicht darauf, dass das perfekte Werk vom Himmel fällt. Es wird einfach nicht passieren, egal wie laut man jammert, dass alles scheiße ist. Die Leute schreiben oder zeichnen das, was ihnen Spaß macht, was sie als gut genug erachten und was sie erfüllt und die Schlauen unter ihnen scheren sich keinen Dreck darum, dass es einige wenige gibt, die das, was sie machen für Schrott halten. Die weniger Schlauen unter ihnen entscheiden sich dafür, Geld damit zu verdienen und sich somit von der Meinung der Leute abhängig zu machen und manche haben damit dann auch großen Erfolg.
Aber kein Autor, kein Mangaka und kein Regisseur der Welt wird zu dir kommen, um dir dein persönliches, perfekt auf dich zugeschnittenes Werk zu präsentieren. Das kannst im Endeffekt nur du selbst, denn nur du weißt, was du haben willst.

Du kannst natürlich weiter warten und weiter jammern, dass keiner das macht, was du willst, aber ich habe die Erfahrung, dass das ziemliche ermüdend ist, aus erster Hand machen müssen.

Also, auch wenn es billig klingt: "Wenn es dir nicht gefällt, machs besser und hör auf zu jammern, es interessiert am Ende des Tages eh keinen"
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Der heutige Anime-Fan 2 Wochen 10 Stunden her #836874

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Hier muss kann ich zustimmen aber mit ein paar Ausnahmen. Das Story-telling wird tatsächlich immer oberflächlicher( mehr Shounen-mäßig, Isekai, Ecchi, Harem oder eben einfacher verdauliche)wird also mehr äußerliche momentan eher verkäuflichere Werke, weswegen ich es ziemlich feiere, wenn alte Anime Fortsetzungen oder Neuauflagen bekommen. [Ausnahmen: Rise of the Shield Hero, Dr. Stone, Vineland Saga..] Dies trifft aber auch alte Werke, die immer noch "laufen" wie One Piece mehr Ecchi...
Ich persönlich finde ja tiefere Werke und v.a. böse Protagonisten am besten(Death Note, Code Geass, Black Lagoon, Darker than Black...), da sie einfach mehr bieten und nicht nur zum Schauen, sondern auch zum Nach- und Mitdenken sind. Bei vorherigen warte ich einfach nur auf den Story-Twist und die Kampfszenen:Ende. Kein weitere Unterhaltungswert aber auch kein Risiko.
Das schlimmste sind aber vereinfachte oder heruntergezogene Manga/LN zu Anime, hierzu nenne ich keine Beispiele.
Ob das nun jetzt einfach der Mainstream oder wie bereits genannt "Blut und Möpse" wie bei den Amerikanern ist, ich hoffe es geht schnell vorbei.

P. S. An diejenigen, die sagen schau die alten Serien an, das wird auf Dauer langweilig; zum selbst Kreierten, dass ist erstens einfacher gesagt als getan und zweitens der Unterhaltungswert ist auch nicht so groß, da man ja alles auswendig kennt.

Der heutige Anime-Fan 2 Wochen 9 Stunden her #836879

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TeamAlex schrieb:
Problem ist, du hast mir eben 8 Werke aufgelistet von denen gerade mal die Hälfte, wirklich gut ist. Der Rest ist eher iM Durchschnitt. Und jetzt bedenke wie viele Werke im Jahr erscheinen. Und wenn nur die davon gut sind? Es ist exakt das selbe wie Heutzutage. Es gibt immer paar Juwelen und dann Haufen Zeug für Zwischendurch. Und auf Raitings kann man ja auch nicht setzen. Schließlich haben auch etliche Ecchi Werke und auch Fairy Tail, eine enorm hoche Wertung. Die meisten Bewerten schließlich nicht danach ob das Werk nun gut und tiefgründig geschrieben wurde, sondern wie gut es sie "Unterhalten" hat.

Nun ja ich kann mich erinnern das ich in deinem Kommentar "praktisch nichts" gelesen hatte. Das waren gerade mal 1 min arbeit diese 8 herauszubekommen würde ich mir 5min nehmen könnte ich dir sicherlich 20 nennen, die deutlich besser sind als die letzten 5 Jahre des Animes derzeit (im Jahre 2006 natürlich gemeint die 20).
Ich sagte nie, dass ich z.B. einen der Animes feiere! Jedoch wird auch "Animes des Jahres" nicht von mir entschieden, auch wenn man dagegen stimmt, kommen häufig andere Werke an diesen Titel. Wobei ich mit dem von 2018 sogar sehr zufrieden bin. Deswegen ist es nicht mein Empfinden, sondern das empfinden von dem Großteil der Leute, die diese Animes gesehen haben. UND ich wette, man findet genau so viele, bei jedem dieser Werke, Fans wie bei Ergo Proxy.
UND Ich bin absolut kein Fan der Fate-Reihe aber das "nur" die Filme gut sind und die Serien nicht war quasi deine Meinung. Wenn deine Meinung also so viel zählt, dass du bestimmen darfst, welcher Anime im Jahr als qualitativ hochwertig gilt und welche nicht - da fragt man sich echt, wer du eigentlich bist?
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Der heutige Anime-Fan 1 Woche 6 Tage her #836888

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dein Beitrag ist echt gut ich verfolge nun auch schon seit Jahren das Viele Animes eher Kindlich sind und es wirklich keine Animes mehr für Erwasene herausgebracht werden.

Ich denke die Industrie will einfach Geld machen und Animes für Erwachsene bringt halt kein Geld da es ja keiner offen zugibt oder anime Figuren merch oder dvds kauft
ICH BIN ICH UND ICH BIN EIN OTAKU !!! Ich habe alle Animes geguckt :) *

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Bady schrieb:
dein Beitrag ist echt gut ich verfolge nun auch schon seit Jahren das Viele Animes eher Kindlich sind und es wirklich keine Animes mehr für Erwasene herausgebracht werden.

Ich denke die Industrie will einfach Geld machen und Animes für Erwachsene bringt halt kein Geld da es ja keiner offen zugibt oder anime Figuren merch oder dvds kauft

Was soll das für ne haltlose Aussage sein? Natürlich gibt es noch genug Anime für Erwachsene. Mann muss sich nur diese Season anschauen:

Beastars
Mugen no Juunin: Immortal
No Guns Life
Psycho-Pass 3
Vinland Saga

Sind alles Titel die eher an Erwachsene gerichtet sind. ist ja nicht so das früher Anime nur ausschließlich für Erwachsene gemacht wurden.

Diese früher war alles besser Mentalität finde ich echt zum kotzen. Es gibt nach wie vor genug Seinen Titel pro Season und mann kann auch mit Anime die kein Seinen Tag haben genauso viel Spaß haben und die auch eher an Erwachsene gerichtet sind. Aber wenn man nur 2 poplige Anime pro Season schaut und den Rest ignoriert weil man ihnen überhaupt keine Chance gibt braucht man sich nicht wundern.

Mfg
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mein Kommentar (keine aussage) stimmt dem Autor in vielen dingen zu. Zu deinem Kommentar geschmecker sind unterschiedlich du nennst hier Vinland Saga . Vinland Saga ist für mich nur eine Kopie der US Serie Vikings . Ich bin nun mal mit Animes Groß geworden wie Ghost in the Shell , Cowboy Bebob , Monster , Gantz und viele mehr.
Für mich sind diese Animes mit den neuen nicht vergleichbar auch wenn ich immer wieder hoffe das jemand ein ähnliches Meisterwerk schaft was zb. Kimetsu no Yaiba gelungen ist , (was leider viel zu kurz war ohne ende was wahrscheinlich erst in 2 Jahren weiter geht wenn überhaupt) . Ich gebe dir recht diese früher war alles besser Mentalität ist nicht gut ! aber ich gucke sehr viel und finde leider immer seltener gute fsk 18 animes die mich mit der Story packen und mitnehmen

Gerne freue ich mich über Vorschläge von dir oder anderen ;)
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Bady schrieb:
mein Kommentar (keine aussage) stimmt dem Autor in vielen dingen zu. Zu deinem Kommentar geschmecker sind unterschiedlich du nennst hier Vinland Saga . Vinland Saga ist für mich nur eine Kopie der US Serie Vikings .

Vergleiche nie wieder Vinland Saga mit Vikings, ist ne Beleidigung für Vinland Saga. UND außerdem was haben diese beiden Serien gemeinsam? Also außer dem Setting und den Namen Ragnar nicht wirklich vieles.
Sobald du hörst "Vinland Saga ist ein Wikinger-Anime.. AHHH Was wieso kopieren die Vikings!!1!1!!11!!!"
Sry aber wenn du bis aktuell die Serie geschaut hast, dann weißt du das man beide Serien nicht vergleichen kann.
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Der heutige Anime-Fan 1 Woche 6 Tage her #836913

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Ich will mich jetzt keineswegs auf die Seite von Bady schlagen, überhaupt nicht, aber... was macht Vinland Saga "erwachsener" als die anderen modernen Serien? Also mal so allgemein in die Runde gefragt. Für mich fühlt es nur als ein etwas brutaler inszenierter Shounen an, der sich lediglich durch die Gewaltdarstellung und den etwas ernsteren Ton von klassischen Shounen-Serien unterscheidet.

Inhaltlich habe ich da bisher noch nichts Besonderes gesehen. Vielleicht ein etwas ernster verpackter Shounen, mehr aber meiner Meinung nach nicht. Was auch vollkommen okay ist, ich verstehe nur nicht so ganz, was es so großartig anders und besser als der Rest machen soll.
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Der heutige Anime-Fan 1 Woche 5 Tage her #836919

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Ich muss auch sagen, dass es immer weniger interessante Animes für Erwachsene gibt, natürlich gibt es die brutalen und zu ernsten Animes. Aber seien wir mal ehrlich, die meisten Animes werden für die jüngere Zielgruppe erstellt. Und meistens kommen kindliche Charaktere vor, oft mit Ecci-Elementen und natürlich werden oft Lehrer als noch kindlicher dargestellt, als die Schüler selbst. Natürlich ist das nicht die Regel, aber trotzdem ist es mir aufgefallen. Ich habe mir in letzter Zeit sehr viele Animes angesehen und kann daraus schließen, dass es das ist, was die meisten Zuschauer wollen. Ansonsten würden nicht so viele in diese Richtung gehen.
Natürlich gibt es Ausnahmen, das will ich gar nicht bestreiten. Und das es früher viel anders war, will ich auch nicht damit ausdrücken. Trotzdem hat sich die Anime-Industrie noch nicht so weiter entwickelt, wie ich es mir wünschen würde. Ich habe nichts gegen die Geschichten im Allgemeinen und auch nichts gegen Geschichten, die in der Schule spielen, aber die vorkommenden Elemente könnten etwas erwachsener werden. Und immer die gleichen Fanservice-Charaktere muss es meiner Meinung nach nicht geben, tja da bin ich wahrscheinlich schon zu alt dafür. Um das nochmal klar zu stellen, es geht mir hier mehr um die Zusatzelemente und wie stark sie ausgeprägt sind.

Um ein Positivbeispiel zu nennen, ich habe gestern einen chinesischen Anime gefunden, der komplett auf diese Elemente verzichtet - Quanzhi Fashi. Die Animationen und die Qualität selbst sind natürlich nicht mit der japanischen Industrie zu vergleichen. Aber es kommen relativ normale Schüler und Lehrer vor und vor allem sind bis jetzt keine Ecci-Elemente vorgekommen. Die Geschichte ist dabei auch nicht so anders, aber die Aufmachung schon. Und genau so etwas würde ich mir öfter wünschen, nur in besserer Qualität.
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Der heutige Anime-Fan 1 Woche 5 Tage her #836920

Animes, Filme, Musik, Bücher, etc.... Alles reine Geschmacksache. Was ich geil finde, findet jemand anders vielleicht zum Kotzen. Manchmal teilen wir auch eine Meinung bis zu nem gewissen Grad. Ich glaube nicht, dass wir uns herausnehmen können, einen Anime "objektiv" zu bewerten, da das gar nicht funktioniert. Du bewertest ja nur, was dir gefallen oder nicht gefallen hat. Und das ist doch subjektiv!
Ich bin jetzt seit ein paar Jährchen hier angemeldet, habe aber erst "kürzlich" begonnen, Kommentare unter Animes zu verfassen. Natürlich lasse ich da den Kritiker raushängen. Meistens schreibe ich die Kommentare ja direkt nach der letzten Folge und da liegt mir meist viel auf dem Herzen. Entweder befinde ich ein Werk für gut oder schlecht, aber wer bin ich, anderen diese Bewertung aufzuzwingen? Ich schreibe die Kommentare selten als Empfehlung für andere Zuschauer, sondern nur für mich selbst - als Ermahnung oder Erinnerung an mich selbst. Wenn jemand zufällig diese Meinung teilt oder völlig dagegen ist, ist das halt so.
(Wobei ich auch sagen muss, dass ich das eine oder andere Mal auch ne Empfehlung dazu abgegeben habe.... *o-öhm* Bin ja auch nicht perfekt, ne?)

Ich liebe Animes und schaue sie schon gefühlt von Kindesbeinen an. Allerdings bin ich erst "richtig in der Szene" seit etwa 2007 / 2008. Da bin ich über die "Mainstream"-Animes im deutschen TV hinausgekommen und habe auch mal andere Dinge gelesen / angeschaut.
Beim Begriff "Mainstream" gehe ich nahezu an die Decke. Klar, ich weiß, was damit gemeint ist, aber der Begriff wird teilweise so negativ behaftet.... Mainstream bedeutet doch nur "für die breite Masse". Das ist eine unbewertete Definition des Begriffs. Die Bewertung dessen kommt doch erst durch Fans hinzu. Plötzlich heißt es: "Du guckst nur Mainstream-Zeug. Und du bezeichnest dich als Fan von XY???" Wieso gab es auf Einmal diese negative Anbehaftung dieses Begriffs? Ist es schlecht, Dinge zu mögen, die viele andere Menschen auch mögen?
Ich stelle es mir tatsächlich ein wenig einsam vor, der Einzige zu sein, der ein bestimmtes Werk mag, nur weil es ein Nischen-Titel ist.
Mainstream bedeutet doch nicht "gut" oder "schlecht".

Warum lasse ich mich überhaupt über "Mainstream" aus? Na, weil das für dieses Thema nicht zwingend unerheblich zu sein scheint. Ob ein Anime "Müll" ist, oder eben nicht, wird ja scheinbar auch vom "Mainstream-Faktor" abhängig gemacht. Ist ein Werk für die breite Masse aufgesetzt worden, kann es ja nicht so gut sein. Anscheinend sind ja nur Nischen-Titel qualitativ hochwertige Titel. Denn, wer das Werk XY aus der Ecke Z nicht mag, der versteht es nur nicht und ist somit vom "Mainstream verblendet".
Wer Mainstream schaue, verstünde nur seichte Unterhaltung und könne mit tiefgründigen Werken nichts anfangen... Und alles, was nicht tiefgründig sei, sei Mainstream...
(Achtung: Diese Aussagen sind mit einer gehörigen Portion Ironie zu verstehen. Ich habe keine Statistik oder sonst was. Ich spreche nur aus eigenen Erfahrungen. *o-gomen* )

Auch wenn ich es selbst nicht immer umsetze (im "Eifer des Gefechts", wenn man so will), können wir es uns nicht erlauben, für alle zu entscheiden, ob ein Werk besonders toll oder besonders doof ist. Natürlich möchte jeder die Dinge, die er liebt, für andere ebenso attraktiv darstellen oder seine Meinung generell mit anderen teilen. Aber wir sollten dabei nicht vergessen, dass jeder einen anderen Geschmack hat. Und die Industrie, die hinter den Werken steckt, macht das ja auch nicht umsonst. Klar sind dann einige Genre eher gefragt als andere. Das sollte aber auch jeder verstehen können.
Mein Leben ist lebenswert, weil ich es für lebenswert befinde~

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Der heutige Anime-Fan 4 Tage 10 Stunden her #837084

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beim ersten lesen dachte ich noch "huch, also Respekt wenn jemand so ernst trollen kann."
Nach all den Diskussionen hier bin ich mir nicht mehr sicher, ob es ein troll war.
wenn doch dann hey du hast mich voll gekriegt. ich ziehe meinen Hut.
aber wenn nicht muss ich folgenden Senf dazu beitragen.

ich könnte jetzt vor allem bei Neon Genesis Evangelion und bei Monster davon anfangen, weshalb sie zu unrecht als Meisterwerke betitelt werden und warum sich so viele Menschen darauf einigen, dass es welche sind.
Ich verstehe zwar weshalb beispielsweise Evangelion so wertgeschätzt wird, aber vor allem wenn jemand außerhalb des Anime-Tellers sucht, wird er feststellen, dass es keine von evangelions Besonderheiten im literarischen oder real verfilmten Sci-fi bereich unüblich sind.

Im generellen sollte, gerade für leute die charakter entwicklung und story als höchstes gut ansehen, mein rat gold wert sein. lest ein buch.
Es ist in Filmen und Serien schlicht unmöglich eine story und Charakterliche entwicklung so vollständig darzustellen, wie es ein Roman kann.
zumindest ohne dabei auf kosten der filmischen werte zu gehen.

nun aber doch zum Haupttopic.
ich denke nicht, dass die von dir genannten Anime schlechter gewertet werden würden, als sie es sind. es wären einfach nieschen werke, bis wieder iwer daherkomt und sie als meisterwerk anpreist.
ich für meinen teil finde keines der aufgeführten wirklich makellos, wobei ich sereal experiment lian nicht gesehen habe.
Teilweise sind sie mir sogar viel zu direkt und dadurch eher einschläfernd.
ich will aber hier nicht weiter auf dieses "elitäre sind doof" und "die anime die du genannt hast sind gar nicht so toll" eingehen, denn das wurde hier schon zu genüge getan.

hingegen möchte ich etwas ansprechen, dass mich doch wundert.
hast du dir angesehen was in den Seasons dieser Animes sonst so raus gekommen ist? und vor allem wie viele Seasons dazwischen lagen, in denen etwas für dich dabei war? bzw. mehr als diese ein oder zwei titel, die es heute noch sind?
Für mich hat dein text etwas von jemandem der auf 80ger musik schwört und behauptet es käme ja nur noch mist raus.
das früher ungefähr genauso viel mist raus kam wird oft vergessen, weil der mist in der Versenkung verschwunden ist.

nun zum "Mainstream" bzw zum trend.
Jedes medium hat trends. bei filmen gab es einen western trend, dann einen sci-fi trend und momentan sind wir wohl am ende des "superhelden" trends.
dies lässt sich auch über den momentanen Isekai trend im anime bereich sagen.
der wird auch nicht für immer bleiben. dann wird es ein oder zwei werke geben, die von wirklich vielen gemocht werden und darauf wird der nächste trend aufbauen.
vllt ist der nächste ja genau dein Trend, oder wie momentan eben nicht.
ich kann selbst sagen wie froh ich bin das der Vampir-Twillight hype nicht angedauerd hat und ich wieder andere Bücher im Fantasy bereich von Buchhandlungen finde.
Was die Schuldfrage angeht, so existiert sie in meinen Augen nicht.
es gibt immer schlechte werke, die auf schnelles geld aus sind. oder Künstler, die genötigt werden eine geschichte zu schreiben/zeichnen/verfimen, weil der Markt für diese gerade gut steht.
ich finde es sogar gut, wenn jede Season überschwemmt wird mit einem Genre. Umso schneller sind die zuschauer überdrüssig und der trend wechselt.

zusammengefasst:
nimm dich und deine Vorstellungen von Gut oder schlecht nicht so wichtig. es wird sich ohnehin alles ändern. und jemandem die Schuld dafür zu geben ist kurzsichtig, falsch und wirkt charakterlich schwach.
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