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THEMA: Tokyopop Übersetzungsqualität

Tokyopop Übersetzungsqualität 2 Monate 4 Wochen her #820478

Ich hab es neulich endlich über mich gebracht Vol.6 und Vol.7 der Light Novel von Black Bullet zu lesen (hätte ich nicht machen sollen). Dabei ist mir aufgefallen, dass Tokyopop viele (Possesiv-)Pronomen einfach durcheinander übersetzt hat. Erst wird erwähnt, dass es eine Mädchen ist, dann werden "seine" sachen erklärt und "es" macht irgendentwas. Das "es" kann man noch wegen "das Mädchen" verstehen, ich finde das aber eher irreführend.
Ein Beispiel:
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Hat jemand noch Erfahrungen mit Tokyopop bei anderen evtl. neueren Werken, sind diese besser oder ähnlich?


Edit by Knives:
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Letzte Änderung: 2 Monate 4 Wochen her von Knives.

Tokyopop Übersetzungsqualität 2 Monate 4 Wochen her #820479

Na ein Glück, dass du nicht in der Übersetzung sitzt.^^

Das "es" kann man noch wegen "das Mädchen" verstehen
sofern du das verstehen kannst, kannst du auch das Andere verstehen.
"Das Mädchen" ist in der Grammatik ein Neutrum, weshalb "es" oder "seine" durchaus die grammatikalisch richtige Ausdrucksweise ist und du wirst es auch in Romanen genauso vorfinden.
"Ihre" würde dann z.b. bei der Erwähnung ihres Namens oder "die Frau" gelten.
Letzte Änderung: 2 Monate 4 Wochen her von Kaidan.

Tokyopop Übersetzungsqualität 2 Monate 4 Wochen her #820482

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Wie Kaidan schon gesagt hat, ist die Formulierung in deinem Beispiel grammatikalisch vollkommen in Ordnung, allerdings ist es leider kein Geheimnis, dass Tokyopop so ziemlich die Untergrenze der Übersetzungsqualität darstellt, was deutschsprachige Manga- und Lightnovel-Publisher betrifft.

Ich hab mich darüber hier im Forum in den letzten Jahren ja schon öfter ein wenig ausgelassen, aber bei den rund 70 Tokyopop Bänden, die ich bei mir im Regal stehen hab, kann ich die Bücher, die komplett ohne Übersetzungs-, Rechtschreib-, Grammatik- oder schlichtweg Schlampigkeitsfehler auskommen, auf einer Hand abzählen.
Bei den Light Novels ist das Ganze leider nochmal ne Spur schlimmer als bei den Mangas (-vermutlich da sich bedingt durch mehr Text auch mehr Chancen für Fehler darbieten^^). Mein Lieblingsbeispiel dafür ist immer noch Black Bullet Band 1, wo Sätze teilweise einfach mittendrin aufhören, oder zwei Sätze zu einem vermischt werden weil wohl was beim Kopieren und Einfügen falsch gelaufen ist.

Letztes Jahr hab ich mir auch mal den Spaß erlaubt, per E-Mail beim Verlag nachzufragen warum sie kaum Bücher ohne derartige Fehler veröffentlichen, woraufhin mir versichert wurde, dass jeder Band vor Release mehrmals kontrolliert wird und sowas nicht vorkommt. Kann ich hinsichtlich der genannten Tatsachen zwar schwer glauben, aber naja.
Ob es sich bei neueren Werken gebessert hat, kann ich zumindest was Light Novels betrifft leider nicht sagen da ich die seither meide, aber bei den neuen Manga-Veröffentlichungen sind die Fehler zumindest etwas weniger geworden ... was traurigerweise schon einen großen Fortschritt darstellt.

Erfahrungsgemäß sind Kazé und Egmont in Sachen Übersetzungsqualität und geringer Fehlerquote mit Abstand die verlässlichsten Verlage; Carlsen ist auch ganz gut dabei - bei Tokyopop empfehle ich aber wenn möglich einen großen Bogen darum zu machen und - wenn es denn die Sprachkenntnisse zulassen - eine englischsprachige Alternative zu bestellen (- ich bin ja persönlich ein großer Fan von Yen Press).
Letzte Änderung: 2 Monate 4 Wochen her von Knives.
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