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THEMA: Fairy gone - Diskussionsthread

Fairy gone - Diskussionsthread 2 Monate 4 Wochen her #834108

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Und schon war die Fairy gone. So schnell kann´s gehen.^^

Ein richtiges Fazit kann man meiner Meinung nach noch nicht ziehen, da wir erst die Hälfte der Story gesehen haben und diese insgesamt betrachtet nur Aufbau für die darauffolgende Haupthandlung ist. Ich will aber trotzdem ein paar Dinge loswerden, die ich an diesem Anime mag und welche eher nicht. Im Kern ist Fairy gone bisher kein schlechter Anime. Die Action-Szenen sind gut gemacht (nicht die besten, die ich jemals gesehen habe, aber dennoch) und die Charaktere wissen ebenfalls zu gefallen, auch wenn wir noch nicht allzu viel über sie wissen. Marlya (oder Maria? Das Rätsel um ihren Namen muss noch gelöst werden...) hat bisher das meiste an Charakterisierung erfahren und ich mag sie bis jetzt sehr gerne. Free finde ich auch ganz nett (obwohl mir bei ihm schon noch etwas fehlt) und über die anderen Figuren haben wir bisher auch nicht viel erfahren, wie Wolfran und Ver, die ja eigentlich Hauptfiguren sind. Aber dafür haben wir ja noch die zweite Hälfte.

Was ich aber hinsichtlich der Charaktere in diesem Anime kritisieren muss, ist deren schiere Menge, denn es sind meiner Meinung nach einfach ein paar zu viele. Es ist nicht so, als würde man total den Überblick verlieren, aber irgendwie fällt es bei so vielen Figuren schwer, sich mit ihnen zu identifizieren, wenn sie nur wenig Screentime bekommen (können). Nehmen wir Ozz, diesen Typ von Dorothea, der sein Leben für Marlya gegeben hat. Sein Tod hat sie und die anderen Soldaten ziemlich mitgenommen und wird deshalb immer wieder aufgegriffen, quasi als ein traumatisches Erlebnis, das vor allem Marlya geprägt hat. Mein Problem war nur, dass ich überhaupt nicht mit ihr mitfühlen konnte. Ozz wurde (wie so viele Figuren) eher nebensächlich eingeführt und ein paar Folgen später schon getötet. Ich verstehe seine Rolle im Anime und dass er hauptsächlich dazu da war Marlya zu entwickeln. Aber wenn man so gar keinen Bezug zu ihm herstellen konnte und einem sein Tod deshalb relativ egal war, ist es halt schwierig die Gefühle der Figuren nachzuvollziehen.

Die Story finde ich bisher okay. Anfangs musste ich mich etwas reinarbeiten und manche Folgen mehrmals schauen, um einen Überblick zu behalten. Aber wenn man sich dann die verschiedenen Organisationen, Mitglieder und deren Verbindungen/Haltungen zueinander erkannt hat, hat die Handlung echt Spaß gemacht. Leider hat der Anime mit der Zeit immer mehr Namen auf den Zuschauer geworfen (seien es Länder, Städte, Regierungsmitglieder). Dazu kommt dann noch diese zerstückelte Erzähltechnik, bei der teilweise minütlich Szenenwechsel zu ganz anderen Orten stattfinden. Ich finde diese Art der Erzählung nicht schlecht, denn wie hier im Thread schon gesagt wurde, ähnelt diese einfach einem Buch. Aber Fairy gone ist nun einmal ein Anime, der den Zuschauer ca. 20 Minuten am Stück mit Informationen berieselt. Sicher kann man so oft zurückspulen wie man will bzw. Folgen nochmal schauen (was ich anfangs auch gemacht habe), aber mit der Zeit wird das doch etwas anstrengend. Die Action-Szenen lockern das immer mal auf, aber insgesamt betrachtet wurde in einigen Folgen zu viel trockene Exposition betrieben. Das hat mich mit der Zeit ermüdet und irgendwann war es mit dann egal, wenn ich nicht alle verstanden habe. Was dann auch dazu führt, dass man einfach nicht mehr so im Anime drin ist, sage ich jetzt mal. Die Story an sich ist nicht schlecht, aber sie macht es dem Zuschauer meiner Meinung nach unnötig schwer. Vielleicht kann die zweite Hälfte das richten, vor allem, wo nun endlich alles ins Rollen kommt.

Animationstechnisch, finde ich, war P.A. Works schon mal besser. Die Optik geht in Ordnung und die Hintergründe sind auch immer sehr detailliert gezeichnet. Aber die Animationen haben schon etwas nachgelassen mit der Zeit. Was jetzt aber auch nicht weiter tragisch ist. Die Musik, muss ich sagen, ist bisher das beste an Fairy gone. Ich mag die ganzen rockigen Insert-Songs sehr gerne und sie geben den Action-Szenen nochmal ordentlich Pepp. Die Pfeif-Szene in Folge elf war auch sehr kreativ, wie sie mit dem Song im Hintergrund verwoben wurde. Allgemein habe ich das Gefühl, dass man ziemlich viele Songs für diesem Anime produziert und das weiß ich zu schätzen. Andere Animes spielen immer die selben eins, zwei Lieder ab, hier ist es ständig ein anderer und das finde ich bemerkenswert.

Insgesamt bin ich eher zwiegespalten, was Fairy gone angeht. Auf der einen Seite finde ich Story und Figuren recht interessant, auf der anderen ist die Erzählweise ziemlich ermüdend. Auch gibt es zu viele Figuren zu denen man, auch wenn man sie öfters sieht, keinen wirklichen Bezug herstellen und deshalb auch allgemein weniger Interesse für die Handlung aufbringen kann. Ich glaube aber, dass der Anime sein volles Potenzial noch nicht gezeigt hat, weil die erste Hälfte - wie gesagt - viel Aufbau ist. Das rechtfertigt zwar nicht unbedingt, wie die Geschichte dem Zuschauer eingehämmert wurde, lässt aber darauf hoffen, dass es noch besser wird. Wie gesagt, ich mag die Figuren eigentlich und bin daher auch gewillt, ihnen weiter zuzuschauen. Ich schwanke, was die Bewertung der ersten Hälfte angeht, so zwischen 6 und 7, finde mich aber dann doch eher bei 6/10 ein. Denn 6 bedeutet "zufriedenstellend" und das war Fairy gone. Auch wenn er definitiv noch mehr sein könnte. Also schauen wir mal, was die zweite Häfte aus dem etwas bröckligen, aber doch begehbaren Fundament macht, das der Anime bisher errichtet hat.
Letzte Änderung: 2 Monate 4 Wochen her von Plinfa-Fan.
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