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THEMA: Visual Novels - Wie findet ihr diese?

Visual Novels - Wie findet ihr diese? 3 Wochen 3 Tage her #825582

Dies ist der Thread der Woche!
Dieser Thread wurde als besonders interessant befunden und ist der 187. Thread der Woche!
Mehr Infos und vorangegangene Threads findet ihr hier im Übersichtsthread.
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Ich werfe dann mal ein schönes Thema in den Raum: Visual Novels!
Davon höre ich überhaupt nichts.
Wie findet ihr diese? Habt ihr favoriten?

Vielleicht findet ihr in diesem Thread neue Visual Novels oder könnt euch mit einigen austauschen.

Wenn ihr hier mit einigen Diskutiert, bitte ich drum, ALLES einzuspoilern. Ihr müsst aber dazu schreiben, was es für ein Novel ist.

Auf eine tolle Runde! *o-bye*
Letzte Änderung: 2 Tage 1 Stunde her von Mystico-chan.
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Visual Novels - Wie findet ihr diese? 3 Wochen 3 Tage her #825608

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Visual Novel ist mein Lieblingsgenre. Früher war ich auch nur mit AAA Titeln unterwegs, aber dann kam ich irgendwann auf Steam und mit VNs in Kontakt der aufstieg vom Console Peasant.
Mittlerweile habe ich um die 50 VNs von denen ich ganz klar Sunrider: Mask of Arcadius(kostenlos) empfehlen kann, wenn es einem gefällt kann man auch das Ende kaufen also Liberation Day. Auch ganz gut ist Sound of Drop - fall into poison einfach wegen der Story und den ganzen Bad Endings - die die es gespielt haben, werden es verstehen.
Die Frage ist aber eher was einem gefällt. Man kann von ganz ernst zu total ecchi gehen. Hängt ganz davon ab was man begehrt. Man kann sich auch dem totalen Horror widmen Higurashi When They Cry Hou.
Das Tolle an VNs ist, das ich auch abends mit einem normalen Laptop auf der Couch sitzen kann und nicht gleich große Kaliber aufbringen muss, um ein Spiel zu spielen.

^^Tae-JinPYO
They can't understand his words,
but they know what he's been telling them.
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Visual Novels - Wie findet ihr diese? 2 Tage 46 Minuten her #826465

Visual Novels sind auch mein Lieblingsgenre, auch wenn ich bisher erst 2,5 gelesen hab. Ich finde einfach die sind von der emotionalität auf dem selben Level wie Anime, da du meist tolle Hintergrundmusik hast und die manchmal auch vertont sind. Wesshalb ich VNs besser als Anime als Medium finde ist, weil die Geschichte einfach viel ausführlicher sein kann und man außerdem verschiedene Enden herbeiführen kann, die einem wenn man nur den Anime schaut, verwährt geblieben werden.

Meine Lieblings VN ist und bleibt vermutlich Steins;Gate, aber wenn ihr noch weitere Empfelungen geben könnt würde ich mich freuen :)
Letzte Änderung: 2 Tage 46 Minuten her von Tashiaki.
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Visual Novels - Wie findet ihr diese? 2 Tage 21 Minuten her #826466

Tashiaki schrieb:
Meine Lieblings VN ist und bleibt vermutlich Steins;Gate, aber wenn ihr noch weitere Empfelungen geben könnt würde ich mich freuen :)

Also inzwischen habe ich auch ein paar VNs gekauft, und tatsächlich auch ich habe in Steins Gate die meiste Zeit investiert, da es super gemacht ist und somit atmosphärisch wirkt. *o-toohappy* Dennoch sind VNs...naja wie soll ich sagen...Geschmackssache. Gewisse Novels brauchen länger und andere wiederum weniger zum Durchspielen, hängt also davon ab will man wirklich z.B. 50 Std nur am PC lesen oder doch diese Zeit in ein Online oder anderes Game investieren. Ich bevorzuge also immer noch ein Buch als Medium, dieses ist auch bei weitem praktischer als ein Laptop. Wenn auf der Switch mehr VNs auf dem Markt gäbe, würde ich wahrscheinlich auch diese mitnehmen und genießen können (die Fassung von Fate/Extella habe ich zwar damals wegen Hack & Slash gekauft, aber dieses konnte mich durch die langen Dialoge auch mit Charakteren überzeugen) *o-like*
Anhang:

Visual Novels - Wie findet ihr diese? 1 Tag 23 Stunden her #826467

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Ich habe einige Visual Novels auf meiner Festplatte und würde sie wirklich extrem gerne mal spielen. Aber leider muss man für einige (zumindest die, die ich spielen will) nicht gerade wenig Zeit investieren, wenn man alle Geschichten spielen will. Weswegen ich es bisher nur geschafft habe eine Visual Novel wirklich von allen Anfängen bis zu allen Enden durchzuspielen.

Fate/stay night

Meine Hauptmotivation dabei war ja vor allem, dass ich unbedingt einmal wissen wollte, was denn nun genau in der letzten Route "Heaven's Feel" passiert. Auf die Filme konnte ich dabei unmöglich warten.

Weitere, die ich schon teilweise angefangen habe oder noch will, sind Steins;Gate, Clannad, Higurashi und Saya no Uta - The Song of Saya.
Ansonsten hab ich noch School Days, Kanon und Chäos;Head heruntergeladen.
I'm going to go on ahead early...

Visual Novels - Wie findet ihr diese? 1 Tag 23 Stunden her #826468

super <3, 26 spiele in meiner Steam Bibliothek sind Visual Novels, mein erstes war The Fruit of Grisaia wodurch ich auch auf den Anime später gekommen bin ^^. Ich freu mich auserdem auf die Anime-Adaption der Grisaia Phantom Trigger reihe <3
Letzte Änderung: 1 Tag 23 Stunden her von Hamakaze.

Visual Novels - Wie findet ihr diese? 1 Tag 23 Stunden her #826469

Wie ich sehe, mag da jemand Katawa Shoujo (mein erstes Eroge)

Mein absolutes Lieblingseroge war schon immer Maji de Watashi ni Koi shinasai!

Die Story ist extrem lustig und auch an gewissen Stellen mega spannend. Die Sexszenen sind auch nicht schlecht.
Aber am besten sind die Charaktere. Man kann sich einfach nur in mindestens eine verlieben.
Letzte Änderung: 1 Tag 22 Stunden her von Hurrikan.
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Visual Novels - Wie findet ihr diese? 1 Tag 22 Stunden her #826471

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Hey *o-hi*

Meiner Erfahrung nach sind Visual Novels so ein Punkt, bei dem sich gern mal die Geister scheiden. Leute, die es gewohnt sind Bücher zu lesen, reden häufig davon, dass bei VNs nicht so sehr die Fantasie angeregt wird wie bei ihrem gewohnten Format - und das ist auch nicht unbedingt falsch. In Narcissu, einer meiner persönlichen Lieblings-VNs, versucht der Autor es folgendermaßen zu erklären (sehr passend, wie ich finde):
Was eine Visual Novel an Breite verringert, gewinnt sie an Tiefe.
(Ich weiß nicht, ob das der genaue Wortlaut war und außerdem war es auf Englisch, aber der Punkt ist zumindest derselbe.)
Auf übersetzt: In einer VN steckt bereits sehr viel Interpretation. Das fängt an bei der gewählten Musik, die die Stimmung verrät (oder teilweise sogar setzt), und endet bei Charakterdesigns und teilweise sogar Stimmen. All diese Details muss man sich in gewöhnlichen Büchern selbst dazudenken, hier sind sie hingegen von Anfang an gegeben, d.h. jemand Anderes hat bereits seine/ihre Gedanken dazu eingebracht. Das muss jedoch nicht unbedingt etwas Schlechtes sein. Ich persönlich finde es sogar recht angemessen, da dadurch oft die Sicht des Autors zum Thema des Werkes deutlicher herüberkommt. Bei einem Buch gibt es da fast immer einen gewissen Interpretationsspielraum, und die eigene Interpretation muss dann natürlich nicht immer mit der des Autors übereinstimmen. Was nun "besser" ist, hängt eigentlich eher vom besprochenen Thema ab und davon, ob der Autor seine eigene Sicht vermitteln oder lediglich zum Denken anregen möchte. Das heißt übrigens nicht, dass es nicht Zwischenwege gibt: Bei Narcissu wurde die Sache beispielsweise so gelöst, dass die Bilder nur in einem sehr schmalen Streifen dargestellt werden und der User frei wählen kann, ob er die VN mit Synchronsprechern/Musik/... versehen spielen möchte (das ist auch das einzige Mal, dass ich das bisher in der Form gesehen habe). Definitiv eine interessante Herangehensweise, bei der auch bei Bücherwürmern die Neugierde geweckt werden könnte.
Dann ist da außerdem das Problem, dass oft das Vorurteil herrscht, jede VN sei eine Dating Sim. Das stimmt einfach nicht. Es ist wahr, dass das Abteil der Dating Sims unter VNs relativ groß ist, doch es ist nicht so, dass die beiden Sachen gleichzusetzen sind. Es gibt durchaus Werke, die letztlich nichts anderes sind als ein Buch "mit ein bisschen mehr dran", z.B. die Reihe von Higurashi no Naku Koro Ni, bei der man praktisch nur liest und keine Entscheidungen trifft. Ob man nun das eine oder das andere lieber mag, das ist eine andere Frage und natürlich reine Geschmackssache.
Hoffe, das konnte ein bisschen erklären, weshalb da manchmal Diskussion aufkommt.

Zu meiner persönlichen Lieblings-VN, was die Story angeht (ich spoilere das mal lieber ein, ist eigentlich nicht ganz jungendfrei. Soll aber nicht abschrecken. Sind außerdem keine Bilder drin.):
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Visual Novels - Wie findet ihr diese? 1 Tag 18 Stunden her #826479

Hey, ihr Freunde der Nacht *o-roll*

Ich habe nur ein paar Visual Novels gespielt, meine allerliebsten darunter sind bisher Steins;Gate, weil es einfach im Ganzen fantastisch ist, einen mitnimmt und zum nachdenken anregt, und Hakuouki, klar, ein Dating-Sim aber auch viel mehr, als das, da das ganze Setting einfach super atmosphärisch ist, mal aufregend, spannend und traurig bis herzzerreißend aber auch ruhige, entspannte Sequenzen.

Toll finde ich die atmosphärische Dichte, die durch Artworks und passende Musik bei VNs erzeugt wird. Durch die längere und genauere Immersion in die Story und gerade die verschiedenen Routen, die einen die Story immer wieder neu, anders und mit anderen Enden erleben lassen, kann eine viel engere "Beziehung" zu den Charakteren, ihren Hintergründen und ihrer Beziehung zueinander entstehen.
Z.B. sieht man sehr gut bei den Anime Adaptionen von VNs (obwohl sie als Anime vielleicht trotzdem noch durchaus gut funktionieren), dass das Ganze viel eindimensionaler wirkt und die Konzeption des VNs einiges einbüßt. Weshalb die Spieler der VN selten mit Anime Adaptionen zufrieden sind.

Ich möchte auf jeden Fall noch mehr VNs spielen, jedoch fressen sie, wie hier schon von einigen erwähnt, sehr viel Zeit, die ich leider nicht immer zur Verfügung habe, so viel zu den Nachteilen von Visual Novels...
Letzte Änderung: 1 Tag 18 Stunden her von Tamriel.

Visual Novels - Wie findet ihr diese? 1 Tag 18 Stunden her #826480

Hallöchen, liebe Mitweebs. Dieses Thema hat mich tatsächlich getriggert, zum ersten Mal etwas im Forum zu posten.

Visual Novels sind eine Verbindung mehrerer Medien und bilden eine einzigartige, vielseitige Plattform für Geschichten aller Art. Sie haben sozusagen mein Leben verändert. Oder wenigstens "beeinflusst". Zum Guten! Ihr möchtet das natürlich begründet haben. Stay a while and listen.

Wie kam ich überhaupt in Kontakt mit Visual Novels (ab jetzt kurz VN)?
Diese Story ist für mich anfangs eng verknüpft mit meinem Eintritt ins Yuri-Genre. Eines Tages hörte ich auf zu zögern und zog mir einen Yuri-Anime rein. Nach anfänglichen Zweifeln und roten Wangen fand ich viel Gefallen an dem Genre und verschlang so ziemlich alle verfügbaren Anime. So groß ist der Pool aber nicht. Bei weiterer Recherche auf jemandes Yuri-Blog stieß ich auf News über einen VN, der bald auf Steam verfügbar sein würde. Mir war bis dahin nicht einmal bewusst, dass ich auch über Steam mit Yuri versorgt werden könnte. Und so siegte die Neugier und ich holte mir "Nurse Love Addiction" kurz nach Release. (Dabei habe ich übrigens gelernt, wie man verhindert, dass Steam-Freunde einen Alert erhalten, wenn man ein Spiel startet. Als ich einmal diesen VN gestartet hab, hat mich ein Kumpel angeschrieben. Zitat: "Was ist das für ein Lüstling-Name für ein Spiel?" Er meinte es als Spaß, aber seitdem war ich doch lieber "offline".) >.<'

Dieser VN war nicht mal so der Burner, aber fungierte als solide erste VN-Erfahrung. Danach habe ich mal nach "Yuri" auf Steam gesucht und eine Menge Ergebnisse bekommen. Klar, dass ich mir mittlerweile nahezu alle Yuri-VNs geschnappt habe. Aber da habe ich nicht Halt gemacht. VNs gibt es schließlich für jedes Genre. So begann Rakios' VN-Abenteuer.

Leute, ich kann mir Visual Novels nicht mehr wegdenken. Ich werde nun komplett fangirlen, halte das aber für berechtigt. VNs gibt es in den unterschiedlichsten Formen. Vereinen tut sie nur, dass Bild und Schrift verbunden werden. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt:
- Entscheidungen, die der Spieler treffen kann und die den Verlauf der Geschichte beeinflussen (oder "Kinetic", ohne Choices)
- mit oder ohne Voice Acting (nicht nur eine Frage des Budgets)
- ganz verschiedene Zeichenstile
... und so weiter!

Ich habe in den letzten paar Jahren Dutzende VNs ge-spiel-lesen. Dabei habe ich alles mal erlebt:
Da waren Low Budget VNs dabei, erstellt in zwei Wochen von weniger als fünf Leuten. Auch die haben liebenswürdige Figuren, Stories und Zeichnungen. Viele davon sind kostenlos zu haben - das zeigt die pure künstlerische und wohlwollende Intention hinter diesen VNs, und das spürt man auch. Die sind aus einfachen Mitteln gebastelt und mit viel Liebe als Mörtel auf die Beine gestellt worden. Da verzichtet man halt auf Vertonung und manchmal sogar auf Musik.
Ich habe VNs gespielt, deren Qualität (des Spiels selbst; keine Wertung der Story) aus allen Nähten platzt. Animierte Sprites (what!), eingebaute Minigames, Horrorelemente à la Film, Verfügbarkeit in mehreren Sprachen, Voice Acting für jede einzelne Zeile...

Ein paar wenige VNs haben mich so sehr berührt, dass sie - wie oben angedeutet - mein Leben beeinflusst haben.
Ich empfehle euch mal die zwei wichtigsten und sage kurz etwas dazu, warum sie einen so großen Einfluss auf mich hatten. Komplett spoilerfrei natürlich, es soll euch ja etwas bringen. Ich verpacke die Texte trotzdem in die geforderten Spoilertags.

Shizuku no oto (Sound of Drop - fall into poison -)
Horrorgeschichte über Mädchen bei einem Aquariumsbesuch
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Love Paradox
Protagonistin erwacht plötzlich in ihrer Heimatstadt - aber über 10 Jahre in der Vergangenheit
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Also! Visual Novels sind beschte! Zieht sie euch rein.

Rakios


PS: Wer welche von diesen VNs gespielt hat, spreche mich bitte darauf an:
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Visual Novels - Wie findet ihr diese? 1 Tag 14 Stunden her #826482

Ich finde VNs super. Sie haben eine komplett andere Erzählweise als alle anderen Medien durch die verschiedenen Routen.
Ich liebe den VN "No thank you!!!" (yaoi), aber puh, man erwartet einen einfachen Datin Sim und bekommt eine bzw. mehrere parallel laufende Stories um die Ohren gehauen, die teilweise schon echt hart sind. Selbst die Good Endings lassen einen nicht wirklich mit einem "Oh schön, alles Friede, Freude, Eierkuchen"-Gefühl los. Das tolle an diesem VN (und oft generell VNs): Jede Route behandelt eine andere Storyline näher, die bei den anderen Routen aber auch angeschnitten wird und nachdem man eine Route durchgespielt hat und sie dann nochmal wiederholt, bekommt man paar zusätzliche Dialoge und Monologe des Hauptcharakters.

Was ich an storylastigen VNs und auch an vielen anderen Spielen nicht mag, sind Bad Endings :D Wenn man ein Bad Ending bspw. zuerst bekommt, kommt es einem so vor, als wäre das eben das Wahre Ende, weil man selbst gescheitert ist und das ist wirklich deprimierend. Vor allem wenn es kein True Ending gibt ist es immer so ein trauriges Gefühl, das einen (bzw. wahrscheinlich hauptsächlich mich) begleitet, dass das Ende ja theoretisch traurig ist, alleine, weil es die Möglichkeit gibt.

Ein VN, bei dem mir die verschiedenen Routen und die schlechten Enden rein gar nichts ausmachen, ist 'Euphoria' (ja, diesen Hentai gibt es als VN) und ich liebe Euphoria). Dadurch, dass es ein True Ending gibt, spielt man die anderen Routen nicht um gute Enden zu bekommen, sondern um noch mehr von der Story zu erfahren.

Gibt es eigentlich VN's nur mit Good Endings? Sowas wäre doch mal schön. Für die meisten wahrscheinlich langweilig, für mich perfekt... :D

Visual Novels - Wie findet ihr diese? 1 Tag 5 Stunden her #826494

Visual Novels betrachte ich als ein eigenes Medium, welches ich nur sehr ungerne mit einem Buch, einem Spiel oder einem Film in Relation setze.

> Für ein Buch wird zu wenig beschrieben und zu viel gezeigt.
> Für ein Spiel wird zu wenig Aktion durch den Spieler gefordert, als dass man dies als den Reiz sehen kann.
> Für ein Film wird zu wenig animiert und zu viel im Detail beschrieben.

Doch zugleich ist eine Visual Novel ein Kompromiss aus all dem. Es wird eine Geschichte erzählt, welche textuell und detailiert dargelegt wird, wie es ein Buch tut. Die Erzählung und Involvierung des Spielers ist ein auf Interaktivität beruhender Motivationsbringer ähnlich eines Spiels und zugleich die leichte Verschiebung der Sicht als Zuschauer und zugleich Protagonist mit häufiger Vollvertonung und Zwischensequenzen, welche an einen Film erinnern. All das trägt zur gesamten Erfahrung einer Visual Novel bei und sollte keineswegs unterschätzt werden. Schließlich ist der Einfluss auf westliche Medien dadurch kaum zu bestreiten, da die Romanzen und Entscheidungsmöglichkeiten durch den Spieler in westlichen Spielen nicht unwesentliche Einflüsse aus dem japanischen Medium genommen haben. Zudem ist der Erfolg nicht von der Hand zu weisen, wenn man daran denkt, wie viele VNs sich mittlerweile auf unseren Handhelds und in unserer Steam Bibliothek wiederfinden.

Doch was macht diesen Reiz aus? Wie kann ein aus Laiensicht so simples Konzept eines Spiels solch einen Erfolg verbuchen?
Dies würde ich darauf begründen, was ich seit jeher bei Spielen als den wichtigsten Faktor an sich betrachte: Die Emotionen des Spielers. Während Spiele für Kinder sehr viel humoristischen Charme und viel Action versprühen, um den jungen Spieler mit der kürzeren Aufmerksamkeitsspanne bei der Stange zu halten, so gehen die Spiele für das ältere Publikum immer weiter in eine involvierende Erzählung, anstatt auf banale Brutalität und Kurzzeitstimulanz zu setzen. In dem Aspekt hat mMn. Japan bereits die Nase vorne, da Visual Novels schon seit einer längeren Zeit erfolgreich publiziert und verkauft werden, als der westliche Markt auf solche Spielkonzepte setzt. Dies würde auch den akuten Einkauf der Spiele von Steam bekräftigen, weil sich der westliche Markt dem Japanischen geöffnet hat und/oder umgekehrt.
Zusammengefasst heißt es, dass Visual Novels ein sehr einfaches Spielprinzip zu Grunde liegt, aber zugleich durch den angenehmen Storyfluss zum Erfolg führt. Weniger ist manchmal mehr scheint hier genau den Nagel auf den Kopf zu treffen, da die VN im direkten Vergleich zu westlichen Spieleablegern zum Beispiel weniger Animation oder Soundtrack bietet, aber dafür die Ressourcen da ansetzt, wo man sie gerne bei AAA Titeln vermisst: In den Charakteren, dem Ambiente und der Story.

Hier macht das Visual Novel Spiel den Spagat zum häufig verglichenen Buch. Das Skripting ist in der Regel so gut, dass man es gerne mit einem geschriebenen Roman vergleichen möchte, wobei ein richtiges Buch in Punkto Präsentation rein auf Basis des Geschriebenen wesentlich stärker ist. Jedoch ist dies keine Schwäche der Visual Novel, da einfache Dialoge, wie sie auch in einer Light Novel vorkommen, durch Voice Acting, Soundkulisse und Visualisierung bestärkt werden und sich trotz schlechterem Schreibstil beim Leser oder Spieler immersiver anfühlen. Während ein Buch den Leser dazu auffordert jedem Charakter eine Stimme und einen Charakter zu verleihen, so spricht die Visual Novel nicht nur auf einem Sinn zum Konsumenten. Das Medium wird gesehen, gehört und gefühlt, während ein Buch lediglich das Gefühl vermittelt, wenn wir die Tatsache ignorieren, dass ein Buch nach Papier riecht, das Blättern wunderbar klingt und sich generell gut anfühlt, sondern uns nur auf das zu übermittelnde konzentrieren. Dadurch entwickelt sich für mich beim Lesen einer Visuel Novel eine stärkere emotionale Bindung zu den Charakteren als auch zur Geschichte, als bei einem guten Buch, da die dargebotene Fantasie greifbarer wird und man sie mit Stimmen und Geräuschen direkt asoziieren kann.

Das alles lässt ein Buch nicht "schlechter als eine VN" sein, da ich doch sehr gerne ein Buch zur Hand nehme, aber gerade in einem Aspekt besticht die VN im direkten Vergleich doch weit mehr: In der Entscheidungsfreiheit. Nicht ohne Grund basiert nahezu jede Visual Novel auf einer Entscheidungsorientierten Grundlage, während die Bestseller unter den Büchern niemals dieser Kategorie zugeordnet werden. Es gibt solche Sprungbücher, aber sie kommen damit scheinbar nicht so gut an, wie es bei der spielerischen Handhabung der VN von Erfolg gekrönt ist.

Ebenso wie Film, Buch und Spiel, so ist die Visual Novel in erster Linie eine Erlebniserfahrung. Während man Film und Buch häufig nur einmal wirklich erlebt, so geht die Visual Novel durch die in der Regel komplexere Erzählstruktur über mehrere Routen und Enden zum Wiederspielwert der Spiele über und hat einen Erlebnismehrwert. Man verwendet das, was in Buch und Film begeistert und kombiniert dies mit den Freiheiten eines Spieles. Das ist für mich zumindest das Rezept des Erfolges für die Visual Novels. Dabei ist dies nichteinmal auf einen Markt von Anime / Manga Fans beschränkt, wenn man sich nochmals vor Augen hält, welch internationalen Erfolg Doki Doki Literature Club losgetreten hat, obwohl es verhältnismäßig zu anderen VNs doch eher im Mittelfeld anzusiedeln ist.

Nun zu dem, was eigentlich die Leute interessiert schätze ich. Welche Visual Novels gefallen mir.
Ehrlich gesagt habe ich noch viel zu wenig in dem Bezug gelesen, als ich eigentlich möchte. Derzeit bin ich nach wie vor mit Fate/Stay Night beschäftigt, während MajiKoi sich dahinter in der Warteschlange anstellt. Dabei stehen beide Spiele in einem sehr harten Kontrast zueinander. Fate erzählt eine ernstzunehmende und düstere Geschichte, die im Verlauf der einzelnen Routen zunehmend komplexer aber auch interessanter wird, während MajiKoi mit massiven Anlauf den Weg nimmt, um zu zeigen, dass Sex als Thema auch so präsentiert werden kann, dass es natürlich anzüglich ist, aber im gleichen Sinne auch so irre komisch, dass man Tränen lacht.

MajiKoi war mein erster Versuch einer VN und hat meine Bedenken zu "aber es ist ein Eroge" komplett weggespült. Nur weil 18+ drauf steht, so muss es keine lüsterne Implementierung einer andersartigen Masturbationsvorlage sein, sondern kann für sich selbst stehend ein weiterer Kontrahent auf dem Berg des angedachten Genres sein, welchen man auch mit sexuellen Inhalten als starken Widersacher sehen muss. Fate ist schließlich auch ein 18+ Titel und wird nicht umsonst von Fans als Referenz herangezogen, wenn man eine VN auf Herz und Nieren prüft.

Wenn ich jemals mit den beiden Werken durch kommen sollte und sich die Zeit findet, so stehen bereits weitere Visual Novels in den Startlöchern, wie Fate/Stay Night Hollow Atraxia, G-Senjou no Maou und Grisaia no Kajitsu. Größtenteils handelt es sich um Empfehlungen und bin mal gespannt, was mich dort dann tatsächlich erwartet. Fate ohne Vorkenntnisse zu Lesen war bisher (Heavens Feel Route: Erster Encounter im Wald) ein absolut überwältigendes Erlebnis. Zumal Shirou als Charakter weit besser an den Leser transportiert wird, als es im Anime, den ich im Nachhinein gesehen habe, je möglich gewesen wäre. Die Stärke des Buches schlägt hier zu: Es ist ausführlicher.
Letzte Änderung: 1 Tag 4 Stunden her von TheAwesomePigeon.
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Visual Novels - Wie findet ihr diese? 1 Tag 2 Stunden her #826497

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TheAwesomePigeon schrieb:
In dem Aspekt hat mMn. Japan bereits die Nase vorne, da Visual Novels schon seit einer längeren Zeit erfolgreich publiziert und verkauft werden, als der westliche Markt auf solche Spielkonzepte setzt.
Das ist (je nach Interpretation) nicht ganz richtig. Es stimmt, dass Japan momentan wohl der größte Markt für VNs ist, doch es ist nicht unbedingt so, dass sie dem westlichen Markt weniger lange bekannt sind. Die Ursprünge der Visual Novel gehen nämlich zurück auf Spiele wie z.B. The Portopia Serial Murder Case (verglichen mit heutigen VNs etwas interaktiveren Werken), doch das Prinzip dahinter stammt, wie oft zu dieser Zeit, eher aus Amerika (siehe z.B. Mystery House). Das ist auch gar nicht so verwunderlich, denn auch die Computerforschung fand derzeit eher im Westen - Europa und Amerika - statt. Und diese Spiele waren im Westen durchaus nicht unbeliebt. Wenn man nun noch einen weiteren Schritt zurückgeht, könnte man sogar anmerken, dass bereits ein paar der ersten Computerspiele textbasiert waren (z.B. Hamurabi - ebenfalls aus Amerika), also bis auf die fehlenden Grafiken gar nicht mal so unähnlich der Visual Novel. Nach dieser Logik wäre das Prinzip hinter Visual Novels eines der ältesten der Computerspieleindustrie. Man kann allerdings auch argumentieren, dass der Begriff "Visual Novel" zu dieser Zeit für keines dieser Werke verwendet wurde. Daher ist es nicht unbedingt falsch zu sagen, dass VNs aus Japan stammen (denn der Begriff selbst kommt von dort), nur ist das meiner Meinung nach nicht so wirklich die ganze Wahrheit. Es ist nicht so, dass diese Sorte von Spielen im Westen nie bekannt oder beliebt war, sondern eher, dass man sich irgendwann davon entfernt hat und sie dann mit der Zeit ein bisschen in Vergessenheit geraten ist.
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Visual Novels - Wie findet ihr diese? 1 Tag 1 Stunde her #826498

一匹狼 schrieb:
TheAwesomePigeon schrieb:
In dem Aspekt hat mMn. Japan bereits die Nase vorne, da Visual Novels schon seit einer längeren Zeit erfolgreich publiziert und verkauft werden, als der westliche Markt auf solche Spielkonzepte setzt.
Das ist (je nach Interpretation) nicht ganz richtig. Es stimmt, dass Japan momentan wohl der größte Markt für VNs ist, doch es ist nicht unbedingt so, dass sie dem westlichen Markt weniger lange bekannt sind. [...]

Die Interpretation liegt in der Auslegung des von dir zitierten Satzes. In keinem Moment wurde behauptet, dass das Konzept der Visual Novels aus Japan stammt oder dass das simple Konzept dahinter dem westlichen Markt nicht bekannt war. Es geht mir um den Absatzmarkt und dass Japan im Vergleich zum Westen weit mehr in eben diesen investiert hat, weshalb nahezu der gesamte Visual Novel Mark japanischen Ursprungs ist.

Dieses übergangene Potenzial kehrt nun in immer mehr Spiele wieder zurück, da sich viele Menschen neben dem reinen grafischen und spielerischen Aspekten auch nach den Freiheiten der Entscheidungen sehnen, welche mit der Zeit in den VNs stark priorisiert wurden und einen signifikanten Unterschied zum traditonellen westlichen Spiel darstellen. Daher mutmaße ich, dass beispielsweise der Erfolg von Bioware aus eben diesem Aspekt stammt, weshalb Baldur's Gate, Dragon Age und Mass Effect solch eine Fanbase für sich gewinnen konnte. Denn man hat erkannt: Das Konzept ist Gold wert. Früher war es sehr textuell und stand kaum im Einklang mit der Anforderung an ein Computerspiel, welches stets mehr zu einem schnellen grafischen Wettstreit der Kontrahenten wurde. Doch heute stehen die Mittel und Wege zur Verfügung das alte Erfolgsrezept richtig in moderne Spiele zu inkorporieren.

Wer sucht der findet. Natürlich gibt es auch in den USA Spiele, welche sich diesem Konzept bedienen, aber in ihrer Relevanz für mich kaum nennenswert sind. Schließlich bin ich selbst bereits 26 Jahre alt und diese Spiele sind bereits an meiner Generation komplett vorbeigegangen, weshalb ich keine Spielearcheologie betreibe, sondern freischnauze meine Erfahrung und Einschätzung teile. Die mangelnde Relevanz dieser Spiele wird mir nur umso deutlicher, wenn wir diese an der Zeitachse anlegen und einen direkten Vergleich zwischen den entwickelten Spielen aus den USA und Japan durchführen und den Erfolg der jeweiligen Serie in Relation setzen.
Darum geht es für mich. Nicht um eine Heroisierung Japans, wie sehr wir uns doch an dieser menschlichen Errungenschaft ergötzen können, welche uns von diesem Land dargeboten wurde.

Kurzgefasst, aber ausführlicher wäre es so zu interpretieren:
"Im Bezug auf Multi-Routen & Romanzen-Spieleerzählungen hat Japan in meinen Augen durch einen erfolgreich geformten Markt weit mehr Erfahrungen gesammelt, als es derzeit im westlichen Markt vorhanden ist, da dieser kaum auf diese Spielkonzepte gesetzt hat."

Wäre damit das Missverständnis, welches meiner Meinung nach vorliegt, aus dem Weg geräumt?
Denn dann kann ich die Erbsen ja wieder einpacken, da wir sie nicht weiter zählen müssen :).
Tut mir leid, die Spitze konnte ich mir jetzt nicht verkneifen, weil ich mir den Beitrag von dir so gut metaphorisch darstellen kann, als ob jemand seine Brille zurecht rückt und die Argumentation mit: "Also eigentlich.." beginnt.
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TheAwesomePigeon schrieb:
[...]
Die Interpretation liegt in der Auslegung [...]

Tut mir wirklich Leid, wenn meine Antwort danach klang als würde ich Kleinkram berichtigen wollen. So war das nicht gemeint (um genau zu sein kann ich es selbst nicht leiden, wenn Leute das tun). Aber um zumindest zu klären wo das Missverständnis war, es war hier:
Visual Novels [werden] schon seit einer längeren Zeit [in Japan] erfolgreich publiziert und verkauft, als der westliche Markt auf solche Spielkonzepte setzt.
Was ich sagen wollte ist, dass der westliche Markt eben schon einmal auf das Spielkonzept gesetzt hat und dass das noch vor der Zeit war, ab der VNs in Japan produziert wurden. Deshalb die Geschichte mit dem historischen Hintergrund und all dem. Aber das sind jetzt wirklich unwichtige, nervige Details und es wär schön, wenn wir das einfach vergessen könnten...
Der eigentliche Grund, weshalb ich vorhin geschrieben habe ist der: Früher dachte ich, dass VNs und die ganze Idee dahinter aus Japan kommen (und es wird bestimmt auch andere geben, die das tun). Später hab ich irgendwann mal mit meinem Vater ein bisschen darüber gesprochen und er hat mir dann davon erzählt, wie die ersten Computerspiele den VNs manchmal eigentlich recht ähnlich waren. Naja zu einem gewissen Grad... Das fand ich zu dem Zeitpunkt eben ziemlich überraschend und hab mich deshalb ein wenig zum Thema belesen. Und das, was ich herausgefunden habe mit den Ursprüngen in amerikanischen Spielen usw., fand ich gar nicht mal so uninteressant und dachte mir, dass das vielleicht auch andere Leute interessieren könnte, und an der Stelle hat es sich halt angeboten, fand ich. Das und nichts anderes. Wie gesagt, es war nicht böse oder besserwisserisch gemeint. Sorry, falls es so herüberkam, wirklich... Ich schreibe nicht oft solche Texte, vielleicht klingt es dadurch ein bisschen gestelzt...
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