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THEMA: Das Spiel mit der Gier: Lootboxen, DLCs etc.

Das Spiel mit der Gier: Lootboxen, DLCs etc. 1 Woche 3 Tage her #812945

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Ich bin gerade auf ein sehr interessantes Video von dem guten BeHaind gestoßen und dieses Video hat mich doch zum nachdenken gebracht.
Lootboxen, DLCs, Season - Pässe oder wie die kleinen Dinge auch alle heißen die Entwickler in ihr Spiel packen um noch mehr Geld aus uns Spieler zu quetschen.

- Wie seht ihr das, findet ihr das gut und sagt "Spiele werden in der Entwicklung immer teurer, es ist also unumgänglich", oder sagt ihr "Ich kaufe ein Spiel für 70€ und will dann auch den vollen Umfang des Spieles haben"

- Hab Ihr auch selber schon mal DLCs, Lootboxen oder andere Dinge gekauft, und wie sind eure Erfahrungen damit?

- Wie denkt ihr kann man die momentane Entwicklung stoppen die manche Spiele gehen?

Ich kann verstehen das die Entwicklung eines Spiels schnell mal in die 100 Mio gehen kann und ein extrem hohes Risiko besteht wenn ein Titel mal nicht die gewünschten Erträge bringt, doch rechtfertigt das dem Spieler nochmal extra zur Kasse zu beten, obwohl er schon für die eigentliche Vollversion gezahlt hat? In meinen Augen nicht. Spiele sind in den letzten Jahren so schon teurer geworden, vor 8 Jahren hat ein Triple A Spiel noch im durchschnitt 50€ gekostet. (zumindest hab für das Geld damals COD: MW2 neu bekommen, heute zahlt man im durchschnitt 55€ bis 70€ für ein Spiel. Ich finde, für so viel Geld möchte ich auch das komplette Spiel in Händen halten und keine halbe Version wo ich mir noch durch den ein oder anderen DLC dazu kaufen muss um das komplette Spiel zu besitzen.

Ich selber hab mir schon den ein oder anderen DLC gekauft, besonders extrem war es wieder in FF 15. Hier war Square Enix schon zu Anfang sehr gerissen. Nur durch den kauf der Deluxe Edition könnte man den Anfang des Spiel, also wie es zu allem gekommen ist richtig verstehen. Denn nur hier war auch der Film mit dabei und dieser hat halt alles erzählt wie es zu dem gekommen ist. Spieler die den Film nicht gesehen haben standen mehr oder weniger im dunkeln, dass Spiel hat nur spärliche Information preisgegeben und man musste sich das ein oder andere zusammenreimen.
Aber auch so habe ich mir die DLCs zu Episode Gladio, Prompto und Ignis geholt und für glaube ich 25€ der DLC waren sie nicht ganz billig, doch man hat wenigstens was für sein Geld bekommen. Es gibt viele DLCs die einfach nur paar Waffen beinhalten die früher schon im fertigen Spiel enthalten waren. Besonders schlimm finde ich es aber wenn DLCs ganze Enden eines Spiels oder Gebiete beinhalten, dass geht für mich schon weiter über abzocke hinaus.
Ein ganz besonders Problem habe ich aber mit Lootboxen und Pay2Win, sowas kann ein komplettes Spiel zerstören. Nicht nur das in manchen Spielen genau gegenzeichnet ist was in einer Lootbox drin ist, ich viel Geld zahle und im schlimmsten Fall nur Drecks bekomme, Nein, in vielen Spielen hast du als "normaler" Spieler überhaupt keine Chance mehr. Dein Gegner hat irgendeine starke Waffe oder einen tollen Skill der einfach nur unfair ist. Was bleibt dir also über. Spiele Stunden lang um diesen zu erlangen oder zahle ebenfalls Geld um mithalten zu können. Sowas frustet einfach nur.

Ja, aber was kann man dagegen tun. Entweder, wie im Video schon beschrieben muss es ein umdenken der Spielentwickler geben, indem sie so wie in Filmen oder Serien Produktplatzierungen einbauen oder Werbedeals mit Firmen abschließen. Wir Spieler können eigentlich nur eins machen, die Spiele in dem sowas enthalten ist nicht kaufen.

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Das Spiel mit der Gier: Lootboxen, DLCs etc. 1 Woche 3 Tage her #812953

Ich für meinen Teil möchte Spaß am Spiel mit einer schönen Geschichte haben. Wenn ich also für etwas zahle, möchte ich entsprechend alles dafür bekommen.
Den Grundgedanken Lootboxen einzusetzen, damit Spieler schneller etwas erreichen können, finde ich vollkommen in Ordnung, aber es sollte zu keinem Vorteil kommen, den man sonst nicht haben kann. Problematisch sehe ich allerdings, dass viele Lootboxen holen, um eben so schnell wie möglich der Beste zu sein und so ein kleines Vermögen in das Spiel stecken. Vor allem wenn man sich das nicht leisten kann, ist das tragisch. Genau darauf wird aber immer mehr abgezielt und das ist eine schlechte Entwicklung.
Allerdings ist in Belgien, glaube ich, in den letzten Monaten beschlossen worden, dass Lootboxen als Glücksspiel einzustufen sind und entsprechende Maßnahmen zum Schutz getroffen werden müssen. Das kann vielleicht sogar manchen Spieler vor bösen Entscheidungen bewahren.
Ich persönlich habe noch nie eine Lootbox oder Skins oder ähnliches gekauft, weil mir mein Geld zu schade dafür ist.

Das Spiel mit der Gier: Lootboxen, DLCs etc. 1 Woche 2 Tage her #812962

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Zeruel schrieb:
Ich bin gerade auf ein sehr interessantes Video von dem guten BeHaind gestoßen und dieses Video hat mich doch zum nachdenken gebracht.
Immer wieder schön zu wissen, dass man nicht als einzige seine Videos verfolgt. ^^ David Hain hat wirklich ein Talent dafür, aktuelle Themen ansprechend aufzugreifen und auch ich habe mir das Video vor einigen Wochen zu Gemüte geführt.

Der aktuellste Fall ist ja bekanntlich Battlefronts, der das Pay2Win/Lootboxen-System recht ... plump umgesetzt hat. Die Gaming-Community war zurecht erzürnt und hat das Spiel boykottiert, weshalb EA vorerst mächtig zurück gerudert ist. Trotz Kritik waren die Verkaufszahlen mehr als ordentlich und ich denke, EA hat das gewünschte Ziel erreicht und die Katastrophe durch Einsicht noch einmal abgewendet.
Wie David Hain im Video aber bereits gesagt hat, ist eben fraglich, ob es dabei auch bleibt. Ich bin nicht up to date bei der Thematik, da ich das Spiel selbst nicht spiele, allerdings ist eine abgeänderte Version des Systems - jetzt, nachdem die Verkäufe eingefahren sind - immer noch möglich. Vielleicht weiß da schon jemand mehr als ich, ansonsten bleibt es vorerst abzuwarten, ob das EAs letzter Versuch gewesen ist.

Ganz generell muss ich sagen, dass ich eigentlich kaum DLCs herunterladen. Nicht einmal bei FF15 habe ich mir die DLCs geholt, da die Story mich nicht so richtig begeistern konnte und das Interesse an weiteren Inhalten von meiner Seite aus nicht wirklich groß gewesen ist. Ich bin beispielsweise so ein Mensch, der den Film nicht gesehen hat - und das in absehbarer Zeit auch nicht tun wird. Ich möchte mir keinen Film ansehen müssen, damit ich ein Spiel verstehe. Das ist nicht das, was ich mir mit dem Kauf des Spiels erhofft habe - wenn ich einen Film sehen möchte, dann kaufe ich ihn mir. Aber diesen Zwang, mir den Film ansehen zu müssen ... da greife ich dann lieber auf eine schlechtere Spielbewertung zurück, da die Entwickler es nicht geschafft haben, mir ein fertiges Spiel zu liefern.

DLCs spielen für mich nur dann eine Rolle, wenn ich ein Spiel in der Komplettversion kaufe und diese dann automatisch dabei sind (beispielsweise durch verschiedene Sale-Angebote o.ä.). Hier bezahle ich letzten Endes für ein "komplettes" Spiel und muss mir nicht im Nachgang noch weitere Spielinhalte kaufen, die mich oftmals sowieso nicht wirklich interessieren. Mein Interesse an zusätzlichen Spielinhalten ist wirklich äußerst gering: sobald ich ein Spiel abgeschlossen habe, lege ich es meist sowieso ad acta und die Sache ist für mich abgeschlossen.

Pay2Win ist in dem Spielgenre, welches ich bevorzuge, glücklicherweise kaum vorhanden - zumindest kann ich mich gerade nicht daran erinnern, dass ich aufgrund von fehlenden Zusatzinhalten Schwierigkeiten hatte. Ich kenne das allerdings noch aus den Browsergame-Zeiten, in denen solche Spielmechanismen nicht selten implementiert worden sind. Diese Spiele warfen damals kein Geld ab, und die Server mussten finanziert werden - insofern kann ich es hier noch am ehesten nachvollziehen, da das für die Administratoren ansonsten in einem Draufzahl-Geschäft ausartet.
Bei großen Spielen, die den Spieler ohnehin schon an die Kasse bitten, bin ich nicht so nachsichtig. Es wird letzten Endes gezielt das ausgenutzt, was in uns Menschen tief verankert ist: ich muss immer besser sein als der andere. Im Optimalfall soll es deutlich bequemer sein, man möchte sich schließlich nicht zu lange mit einer Sache aufhalten und es ggf. dem Spieler unter die Nase reiben, der kein Geld gezahlt hat. Stichwort: Überlegenheit.
Das mindert den Spielspaß massiv und das war auch schon in Browsergame-Zeiten der Fall - aber es hilft eben den Publishern.

Was kann man dagegen tun? Da gibt es nicht viele Lösungen außer solche Spiele gezielt zu boykottieren und den Unternehmen wirtschaftlich zu Schaden. Solange die Gaming-Community diesen Trend mit trägt, darf sich leider keiner beschweren - das ist letzten Endes nur möglich, da die Spieler es mit sich machen lassen. Der Aufschrei bei Battlefronts war berechtigt und in meinen Augen ein guter, erster Schritt. Allerdings befürchte ich, dass die Publisher diesen Trend eher schleichend implementieren werden und die Spieler sich nach und nach einfach daran gewöhnen. Das ist letzten Endes schon heute der Fall.
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Das Spiel mit der Gier: Lootboxen, DLCs etc. 1 Woche 2 Tage her #812965

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Aloha~


DLCs: Der Grundgedanke von DLCs ist super: Wenn ein Spiel bei den Konsumenten beliebt ist und die Entwickler noch Ideen und Lust auf die Weiterentwicklung des Spiels haben, besteht die Möglichkeit, dass sie sich noch einmal ransetzen und die Story fortführen oder anderweitig an Inhalten arbeiten. Das sie für diesen zusätzlichen Aufwand etwas Geld haben möchten, ist grundsätzlich in Ordnung. Sie haben schließlich Zeit und Ressourcen in die Erweiterung hineingesteckt. Als Beispiel kann man vielleicht WOW nennen; das MMORPG schlug ein wie eine Bombe und die DLCs hielten den Hype Train im flow, was auch den Nutzern zugute kam. Und es mag noch viele weitere Positivbeispiele geben, so wird z.B. Witcher 3 wegen der umfangreichen und guten DLCs sehr gelobt. Diese Beispiele zeigen, dass DLCs eine wahre Bereicherung für Spieler und Publisher/Produktionsfirmen sein können.
Ich persönlich habe mir bisher jedoch kaum ein DLC zugelegt ... Habe ich überhaupt schon mal eines gekauft ...? Ich weiß das gerade gar nicht. Meistens bin ich persönlich dann doch zu geizig dafür. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass ich dahingegend offener bin, sobald ich mal mehr Geld verdiene.

Das Problem ist, dass viele Größere Produktionsfirmen inzwischen von Beginn an einplanen, DLCs zu einem Spiel herauszubringen. Unter den Nutzern haben sich DLCs etabliert, sie verkaufen sich gut und mit dieser Erwartung wird gespielt. Ich habe zwar selbst noch nicht so einen Fall gehabt, doch ich hörte, dass es Games gibt, die sogar "unvollständig" auf den Markt kommen, sodass man erst mit einem DLC die Story beenden kann ... Das entspricht definitiv nicht dem Grundgedanken von DLCs. Solche Spiele sollten vollständig erscheinen und optionale Erweiterungen können als DLC herausgebracht werden.

Ich finde DLCs also nicht grundsätzlich schlecht, man muss jedoch differenzieren.

Lootboxen: Das System von Lootboxen finde ich persönlich unangebracht. Wenn sie WIRKLICH optional sind und die Ware darin keinen Vorteil mit sich bringt (z.B. Kleidung enthalten, die keinen Effekt auf die Spielmechanik hat), kann ich nicht einmal nachvollziehen, wieso Nutzer sie kaufen. Jedoch mag das noch die unschuldigste Art von Lootboxen zu sein. Wer hier selbst zugreift, hat definitiv zu viel Geld und zu wenig Ideen, dieses Geld sinnvoll einzusetzen. Da kann man es ebenso gut verbrennen, meiner Meinung nach.
Was ich für umso unangebrachter halte ist, wenn man für Echtgeld einen Vorteil erkauft oder schlimmer: erkaufen MUSS, weil man ab einem bestimmten Punkt im Spiel nicht mehr ohne Hilfe weiterkommt. Das hatte ich einmal bei einem Handyspiel ... Es hat mir Spaß gemacht, doch die Schwierigkeit stieg schneller als ich leveln konnte, sodass mich nur noch Echtgeld-Käufe weiterbringen konnten. Ich habe das Spiel nie wieder angerührt und war frustriert. Das es, besonders bei Handyspielen, dieses Problem so arg gibt, liegt jedoch in erster Linie an den Benutzern, denke ich. Die Leute wollen kostenlose Handyspiele; kostenpflichtige werden wahrscheinlich kaum gekauft. Für die Entwickler ist es also die gewinnbringendste Lösung, über ingame-Käufe Geld zu verdienen. Womöglich kann man es ihnen nicht verübeln, es ist ein effektives System.



Miyamo schrieb:
Allerdings ist in Belgien, glaube ich, in den letzten Monaten beschlossen worden, dass Lootboxen als Glücksspiel einzustufen sind und entsprechende Maßnahmen zum Schutz getroffen werden müssen. Das kann vielleicht sogar manchen Spieler vor bösen Entscheidungen bewahren.

Das ist eine sinnvolle Maßnahme. Ich will nicht wissen, wie viele Jugendliche schon ihr gesamtes Taschengeld in sinnfreie Lootboxen gesteckt haben. Naivität pur. Einerseits muss man einräumen, dass es nun mal die Entscheidung eines jeden einzelnen ist, ob derjenige sein Geld in so etwas stecken möchte. Doch ich denke, dass manche Zielgruppen in Bezug auf Lootboxen "suchtgefährdet" sein könnten, besonders Jugendliche, die vielleicht noch keinen Sinn für den Wert des Geldes entwickelt haben. Eine Altersgrenze für den Kauf würde ich für sinnvoll halten. Vielleicht gibt es den sogar, aber man kann solche Grenzen dann aber doch zu leicht umgehen.


Zeruel schrieb:
vor 8 Jahren hat ein Triple A Spiel noch im durchschnitt 50€ gekostet. (zumindest hab für das Geld damals COD: MW2 neu bekommen, heute zahlt man im durchschnitt 55€ bis 70€ für ein Spiel.
Das halte ich für einen nachvollziehbaren Preisanstieg. Viele Jahre über stiegen die Preise von Triple A-Spielen gar nicht an, doch theoretisch müssten sie das. Durch die Inflation sind 50€ heute weniger wert als vor 10 Jahren (Auch wenn wir phasenweise eine sehr geringe Inflation hatten, das galt aber nur für einen kurzen Zeitfenster). Um den selben Umsatz pro Spiel zu erzielen, müsste man das entsprechende Spiel für 55€ oder 60€ verkaufen. Diese typische 50€-Marke für Spiele galt eine sehr lange Zeit über, doch ewig kann man diese Summe nicht halten, so kam es in den letzten Jahren immer häufiger zu Brüchen mit der 50€-Marke. Da die Nominallöhne auch steigen, ist ein Spiel dadurch auch nicht unbedingt teurer geworden, auch wenn es so wirkt. Natürlich mag es Entwickler geben die sich denken "Meine Spielereihe verkauft sich so gut, da können wir 5€ mehr als nötig aufschlagen!", aber das ist wahrscheinlich ein eher seltener Fall.

Wenn ein Entwickler ein hohes Budget in ein Spiel investiert, erwartet er i.d.R. auch sehr hohe Absatzzahlen, sodass das Spiel Umsatz generiert. Demnach denke ich, dass sich aus gutem Grund nur große und rennommierte Produktionsfirmen besonders großen Spieleprojekten widmen. Manche Spiele mögen in der Produktion teurer sein als je zuvor, doch das können sich die Entwickler nur leisten, weil der Markt wächst. Deshalb muss noch lange nicht der Verkaufspreis steigen, das hat eher (teilweise) den Grund, dass es nun mal eine Inflation gibt.

Wenn mir ein Spiel zu teuer ist, warte ich schlichtweg, bis es günstiger wird. Gerde bei PC-Spielen ist das ein leichtes, nur bei Konsolen-Spielen kann man teilweise lange warten, bis es mal ein richtig gutes Angebot für ein Spiel gibt.

Genug geschrieben ... Liebe Grüße :'3
Letzte Änderung: 1 Woche 2 Tage her von Layna.

Das Spiel mit der Gier: Lootboxen, DLCs etc. 1 Woche 2 Tage her #812983

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Layna schreibt:
Der Grundgedanke von DLCs ist super: Wenn ein Spiel bei den Konsumenten beliebt ist und die Entwickler noch Ideen und Lust auf die Weiterentwicklung des Spiels haben, besteht die Möglichkeit, dass sie sich noch einmal ransetzen und die Story fortführen oder anderweitig an Inhalten arbeiten. Das sie für diesen zusätzlichen Aufwand etwas Geld haben möchten, ist grundsätzlich in Ordnung. Sie haben schließlich Zeit und Ressourcen in die Erweiterung hineingesteckt.Als Beispiel kann man vielleicht WOW nennen

Die DLCs von WOW sehe ich eher schon als komplett eigenes Spiel an, schließlich wird hier alles geboten was ein vollständiges Spiel auch bietet, da ist dann auch der Preis gerechtfertigt. Ich hab im eigentlichen Sinne auch nicht gegen DLCs, wenn das Spiel so komplett und fertig ist. Wenn ich aber im fertigen Spiel merke ich sehe ein Gebiet, kann dieses aber nur betreten wenn ich mir halt DLC dazu kaufen muss ist das Abzocke. Aber ja, es gibt wirklich Spiele wo man das Ende nur durch kauf eines DLCs freischalten kann. Spiele, wo die Entwickler DLCs bewusst einplanen damit der Spieler den vollen Umfang des Spiel trotz erwerb einer vermeintlichen Vollversion erst erleben kann gehören für mich verband.

Deviltoon schreibt:
Der aktuellste Fall ist ja bekanntlich Battlefronts, der das Pay2Win/Lootboxen-System recht ... plump umgesetzt hat. Die Gaming-Community war zurecht erzürnt und hat das Spiel boykottiert, weshalb EA vorerst mächtig zurück gerudert ist. Trotz Kritik waren die Verkaufszahlen mehr als ordentlich und ich denke, EA hat das gewünschte Ziel erreicht und die Katastrophe durch Einsicht noch einmal abgewendet.

Shooter haben für mich generell ein massives Pay2Win Problem. Egal ob Battlefront, Battlefield, Overwatch oder wie sie alle heißen, Spieler die vielleicht erst nach ein paar Wochen nach Release sich das Spiel kaufen sind klar im Nachteil. Klar kann man sagen "Sie wären ja auch so im Nachteil weil die anderen ja schon länger spielen" und ja, das stimmt grundsätzlich. Doch in vielen Spielen dauert das craften nach Gegenständen oder das freischalten bestimmter Charaktere unglaublich lange. Selbst Spielern die sich das Spiel zu Release gekauft haben dauert das zu lange und sie verkürzen die Zeit lieber mit Echtgeld.

Aber auch selbst wenn Spieler den kauf eines Spieles wegen übermäßigen Pay2Win oder Lootboxen vor Release boykottieren und die Entwickler zurückrudern, die Dinge rausnimmt oder drastisch einschränkt, sobald genug Spiele vorbestellt und zu Release kauft wurden spielen diese Dinge keine rolle mehr. Der erwünschte Gewinn wurde erzielt und ob dann im nachhinein ein Lootsystem eingeführt wird was die Spieler nun mögen oder nicht kann den Entwicklern egal sein. Entweder es wird gekauft und man verdient noch mehr, oder man verzichtet drauf und lässt das Spiel bleiben, der Entwickler hat trotzdem sein Geld durch den kauf des Spiels bekommen.

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Das Spiel mit der Gier: Lootboxen, DLCs etc. 1 Woche 2 Tage her #812995

Ich habe kein Problem damit wenn man sich bei irgendwelchen Games, die sonst nix kosten durch Geldeinsatz schneller nach "oben" bringen kann. Aber ich habe ein Problem mit der Mechanik dieser Lootboxen ansich. Denn darin ist eben oft auch eine "Niete". Daher finde ich Ingame shops besser, wo man auswählen kann was man möchte und entsprechend dafür zahlt. Diesen Glückspielfaktor finde ich hingegen bedenklich....

Das Spiel mit der Gier: Lootboxen, DLCs etc. 1 Woche 2 Tage her #813000

Zeruel schrieb:
Wie seht ihr das, findet ihr das gut und sagt "Spiele werden in der Entwicklung immer teurer, es ist also unumgänglich", oder sagt ihr "Ich kaufe ein Spiel für 70€ und will dann auch den vollen Umfang des Spieles haben"
Ich sehe in naher Zukunft bei großen Spielen keine Möglichkeit, dass Dlc's, Lootboxen oder Ähnliches umgangen werden.
Hab Ihr auch selber schon mal DLCs, Lootboxen oder andere Dinge gekauft, und wie sind eure Erfahrungen damit?
Wie bei so ziemlich Allen sind meine Erfahrungen gemischt, von richtig guten Erweiterungen bis zu purer Abzocke ist alles dabei. Mit dem Season Pass eines The Witcher 3 war ich sehr zufrieden, während mir der Day One Dlc eines Mass Effect 3 auf die Nerven ging. (Ich hätte wirklich gerne mehr als sechs Crewmitglieder gehabt)
Wie denkt ihr kann man die momentane Entwicklung stoppen die manche Spiele gehen?
Auch wenn es einen schwer fallen mag, das Spiel einfach nicht zu kaufen oder auf die GOTY- Edition warten, wäre vermutlich am effektivsten.
Die DLCs von WOW sehe ich eher schon als komplett eigenes Spiel an,
mMn handelt es sich eher um eine (Inhalts-) Erweiterung, wie bei den meisten Mmo's, das Hauptspiel bleibt nämlich eigentlich dasselbe. Blizzard hat die "Abzocke" mMn perfektioniert, die Leute wollen das anscheinend so. Der größte Wermutstropfen an der ganzen Dlc- Geschichte ist mMn aber das verschwinden von klassischen Addons in offline Spielen wie Thron des Baals oder die Nacht des Raben.
Nur durch den kauf der Deluxe Edition könnte man den Anfang des Spiel, also wie es zu allem gekommen ist richtig verstehen. Denn nur hier war auch der Film mit dabei und dieser hat halt alles erzählt wie es zu dem gekommen ist.
Die Deluxe Edition ist für den Film nicht vonnöten und um den Anfang des Spiels zu verstehen, reicht vermutlich auch das bloße aufmerksame Weiterspielen...
Deviltoon schrieb:
Das ist nicht das, was ich mir mit dem Kauf des Spiels erhofft habe - wenn ich einen Film sehen möchte, dann kaufe ich ihn mir. Aber diesen Zwang, mir den Film ansehen zu müssen ...
Bei Final Fantasy 15 dürfte jedem klar gewesen sein, dass die Geschichte nicht nur ingame, sondern auch im Anime, in Kurzgeschichten oder dem kostenpflichtigen Film erzählt werden würde. Schade, dass es anscheinend so einen Zwang gibt, denn auch wenn vorerst etwas im Dunkeln gelassen wird, könnten manche Wendungen im Spiel intensiver sein, wenn man den Film nicht gesehen hat. Elementare Filmszenen wurden meines Wissens auch zeitnah zum Release hinzugepatcht, aber ich rede auch aus der Perspektive eines Filmschauers. Den Season Pass zu Final Fantasy XV habe ich mir jetzt für Episode Ignis auch gekauft, enttäuscht war ich nicht, sie (die DLC's) sind für die Gesamterfahrung auch nicht wirklich nötig.
Zeruel schrieb:
Besonders schlimm finde ich es aber wenn DLCs ganze Enden eines Spiels oder Gebiete beinhalten, dass geht für mich schon weiter über abzocke hinaus.
Je nachdem, wurden die Enden und Gebiete absichtlich aus dem Spiel hinausgeschnitten oder sind sie nachträglich erstellt worden und wie wurde das kommuniziert?
---
Interesannt ist mMn auch der Umstand, dass sich manche Spiele mittlerweile dem Spielverhalten anpassen, sodass man möglichst lange "unterhalten" werden kann, ebenso sind Games as a Service Titel furchtbar interessant.
"I hope you never have to understand" - 9S
Letzte Änderung: 1 Woche 1 Tag her von DaviDwithD.

Das Spiel mit der Gier: Lootboxen, DLCs etc. 1 Woche 2 Tage her #813015

Meiner Meinung nach ist die Frage nach dieser Entwicklung schon lange keine mehr, welche sich darauf bezieht, ob es gut oder schlecht ist, sondern weitmehr zur Frage wird, in wie weit es überhaupt noch als legal betrachtet werden kann.

Das ist kein unbegründetes weinen und beschweren, da es so unfair ist und einem so viel Geld aus der Tasche zieht - nein. Mir geht es tatsächlich um das Lootbox-Prinzip, welches ich persönlich als Glückspiel betiteln würde. Dies ist gerade für die entsprechenden Zielgruppen von jungen Spielern eine Hintertür, über welche man die große Chance sieht, diese abzukassieren. Nicht umsonst findet man stets den Warnhinweis, dass Glückspiele süchtig machen können und wenn man überlegt, wie viel Geld manche Spieler in Lootbox-Systeme gepumpt haben, so würde ich Fate/Grand Order nicht unerwähnt lassen. Das Gatcha-Prinzip ist ebenso das gleiche, wenn man die notwendigen Quartz mit Echtgeld erwirbt. Dadurch kam es zu solch irrewitzigen Vorfällen, dass z.B. jemand 600.000 Yen - also Rund 4.500 $ darin investiert hat um Scathach auf Max aufzuleveln.

Letztendlich ist es ja die Frage, wieso sich die Leute Lootboxen kaufen. Einfach, weil sie einen bestimmten Gegenstand, einen bestimmten Servant oder was auch immer erhalten möchten. Allerdings ist das Prinzip auch schon etwas älter und das erste mal, dass ich persönlich darauf gestoßen bin war wohl Tera Online. Ein MMO in welchem man Kisten für bestimmten kosmetischen Loot kaufen konnte, welche möglicherweise das enthalten was man eigentlich haben will. Man redet in Deutschland von einem Glücksspiel, wenn man einen Betrag investiert, um eine Aktion durchzuführen, welche vollkommen unabhängig von den Fertigkeiten des Spielers die Chance hat mehr Geld dadurch zu erwirtschaften. Digitale Inhalte sind allerdings nicht mehr in Echtgeld umzuwandeln, weshalb diese Voraussetzung derzeit nicht als erfüllt betrachtet wird und somit kein Glücksspiel ist. Auch wenn die Spieler Lootboxen on mass kaufen, weil sie ein bestimmtes Gut erhalten möchten, wofür sie Glück benötigen - oder eben einen entsprechend großen Geldbeutel.

Zudem habe ich schon etwas von gewissen LoL Spielern gehört, was die bereits alles an Geld für Champions rausgepumpt haben. Sie konnten mir allerdings auch nicht verübeln, dass ich sie als absolute Vollpfosten bezeichnet habe, wenn sie festgestellt haben, dass sie über 2 Jahre einen Betrag ausgegeben haben, welcher im 4 stelligen Bereich liegt. Oder anders ausgedrückt: "Selbst WoW ist günstiger - aber dagegen meckert man, weil es ein Abo-System hat, welches zum Abzocken da ist!"

Mein Fazit ist, dass es hier das gleiche ist wie bei der Aktion mit den Restaurants: "Zahle das, was es dir wert war"
Natürlich gab es welche, die das genutzt haben um günstig zu essen und kaum etwas zu geben - aber im Großen und Ganzen ist es als Aktion profitabel (link). Auch wurde z.B. Humble Bundle in diesem Artikel erwähnt, welches die gleiche Policy anbietet und bis heute besteht.
Denn scheinbar ist der Mensch großzügiger als angenommen. Somit verleitet das Mikrotransaktionen-System dazu, dass man im Schnitt mehr Geld ausgibt, als es bei einem monatlichen Abo der Fall ist. Das monatliche Abo gibt das Gefühl des "warum zahl ich überhaupt monatlich Geld!", wenn man etwas über eine Mikrotransaktion erwerben würde, was das Kaufverhalten maßgeblich hemmt. Bei Free2Play hingegen steht der Gedanke "Das Spiel ist kostenlos, dann kann ich ja einmal Geld investieren", was die Mikrotransaktion fördert.

Zu dem ganzen Thema habe ich natürlich auch eine kleine Grafik mitgebracht, nach welcher ich meine eigene Meinung zur aktuellen Entwicklung der Dinge äußern möchte.
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Was denke ich nun darüber?

Nunja - ich würde einfach mal sagen, dass es so seine Gründe hat, wieso mein Geld bei der Spieleindustrie lediglich in Indie-Titel fließt und nicht in große AAA Titel. Wenn ich das Wort Season-Pass schon höre, so kommt mir die Galle hoch. DLCs sind auch die absolute Geldgier, wenn ich daran denke, dass man Mass Effect 1-3 für 10 Euro erwerben kann, aber jeder DLC noch bei seinem alten Preis rumlungert und damit stellenweise teurer ist als die komplette Sammlung. Richtig - komplett. Es gibt kein Mass Effect 4. Gibt es einfach nicht - fertig.

Allerdings muss ich wohl sagen, dass ich in einer Generation groß geworden bin, in welcher Spiele einen einmaligen Anschaffungspreis hatten und sie damit auch vollständig waren. Nachdem ich dann erwachsen war traf ich allerdings auf den ersten Titel, welcher dies nicht von sich behaupten konnte: Mass Effect, da der Shadowbroker DLC als auch der Arrival DLC Storyrelevante Inhalte für die Fortsetzung - also Mass Effect 3 - beinhaltet. Immerhin war der Citadel DLC wiederum wirklich das, was ich von einem DLC erwarte: Er ist nicht wirklich Teil des ganzen Spiels. Keine Erweiterung, sondern ein Beiwerk, welches man haben kann, aber nicht muss.
Klar geht es auch ohne DLCs bei Mass Effect - aber dann fällt es einem einfach schwer den Start von Mass Effect 3 zu verstehen, warum zur Hölle Commander Sheperd suspendiert wurde? Nunja... er hat ein Mass Relay zerstört und den Heimatplaneten der Batarianer vernichtet und somit einen Massenmord in Milliardenhöhe auf sein Konto geht? Wusstest du nicht? Tja - DLC...
Nein! Das kotzt mich an. Das sind wie fehlende Seiten in einem Buch - und wenn ich solch ein Buch hätte, dann würde ich es wutentbrand von mir werfen und fluchen.
Wenn es gut ist würde ich sehr widerwillig die fehlenden Seiten kaufen - aber der Autor würde mir kein weiteres mal in mein Haus flattern. In dem Moment fühle ich mich einfach um mein Geld betrogen, weil ich davon ausgehe eine vollständige und abgeschlossene Sache zu kaufen, welche in ihrer Essenz alleine das erzählt was für das Werk wichtig ist. Folge Titel sind ja als Expansions zu betrachten, gegen die ich nichts einzuwenden habe, solange man nicht versucht ein Werk unnötig auszuschlachten und ein absolutes Desaster abliefert, welches dem Franchise lediglich tiefe Narben hinterlässt.

Mikrotransaktionen finde ich sind grauenhaft - gerade wenn es um Spiele wie LoL geht, bei denen man sich Champions kauft und damit Spieler wirklich viel Geld raushauen. Für Champions und Skins. Skins wäre noch ok, das ist eine Sache - aber Champions, welche so ziemlich alles sind, was das MOBA ausmacht? Bitte.
DLCs sind in Ordnung, wenn sie wirklich lediglich Zusatzinhalte sind und keine Storyrelevanten Ereignisse behandeln - allerdings sollte der Preis sich mit der Zeit ebenso anpassen, wie es auch das Spiel tut, damit diese angemessen sind oder das Spiel selbst zu einem späteren Zeitpunkt schon alle DLCs enthält.
Expansions sind gerne Fortsetzungen, wie z.B. bei WoW oder Dragon Age:Origins Awakening. Sie geben einen komplett neuen Content frei, welchen man allerdings zuvor nicht vermisst hat, weil er einfach nicht existiert hat. Z.B. bei WoW mit der ersten Erweiterung die Scherbenwelt. Davor gab es diese einfach nicht.
Lootboxen sind der Meisterstreich der Unternehmen, um mit Glück relativ viel Geld von Spielern zu bekommen, welche im Spiel involviert sind. Die Möglichkeit auch in der Computerspielbranche wie im Casino sogenannte Whales zu haben. Mir wird übel dabei, wenn ich daran denke, wie erfolgreich das Prinzip ist.
Anhang:
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Zuerst einmal muss man bei dem Thema natürlich eines klarstellen. Entwickler wie Publisher sind keine gemeinnützigen Non-Profit-Organisationen, sondern Unternehmen, denen es darum geht, in einem sehr stark konkurrierenden Markt möglichst viel Gewinn zu erzielen. Heißt bei allem Geflame geht es den Entwicklern nicht drum zu sagen, "so wir haben ein Spiel für 100 Mio $ entwickelt, 50 Mio ins Marketing investiert und 200 Mio Umsatz gemacht, jetzt sind wir alle glücklich und zufrieden". Es geht freilich darum, so viel Gewinn zu erzielen wie möglich ist, wobei nach oben keine Grenzen gesetzt sind. Was nicht heißt, dass ich das Ausschlachten von Spielen mit schwächlichen DLCs gut finde, jedoch sollte jedem klar sein, dass die Entwickler und Publisher diesen Trend weiterfahren, solange die Spieler das mit sich machen lassen und im Grunde würde ich das nicht mal als verwerflich ansehen. Ich sehe es diesbezüglich (wie so oft xD) ähnlich wie Deviltoon, solange die Spieler das mitmachen, haben sie kein "Recht" sich darüber aufzuregen, das ist schlicht und ergreifend Doppelmoral. Natürlich wird gerne behauptet, dass man ohnehin nichts gegen den Trend machen könnte, aber ich sehe das ganz und gar nicht so, ein ordentlicher Shitstorm kann einiges bewegen, siehe Steams Bezahlmod-Ansatz (der zwar letztlich auch an urheberrechtlichen Gründen gescheitert ist, aber dennoch) oder als anderes aktuelles Beispiel die vorübergehende Einstellung (ob gerechtfertigt oder nicht) eines bedeutenden Mod-Tools zu GTA 5, wofür es massig negative Steam-Reviews hagelte, woraufhin Rockstar/Take Two sehr schnell reagierten oder auch das Echtgeld-Auktionshaus bei D3 (wobei ich nicht wirklich genau mitbekommen hab, was da nun Sache war, bis dahin lag das Spiel bei mir schon lange in der tiefsten Ecke meiner Festplatte begraben). Letztlich ist die Entwicklung eines AAA-Spiels in der heutigen Zeit ein enormer finanzieller Aufwand, heißt, letztlich sind die Entwickler darauf angewiesen, dass die Leute ihre Spiele kaufen, heißt, wenn die Leute das nicht täten und zusätzlich ihren Standpunkt bzgl DLCs klar machen würden, bin ich sicher, würde der ein oder andere Entwickler diese Politik überdenken.

Doch um auf die Frage zu kommen, ob ich prinzipiell gegen DLCs bin? Nein. Ganz klar: Nein. Aber sowas von Nein! Das Wort "nein" an sich ist eigentlich viel zu bedeutungsschwach, um meinen Standpunkt hier auch nur halbwegs klar auszudrücken. DLCs sind für mich per se nichts schlechtes. Ich sehe das schlicht so: Früher gab es Erweiterungen, heute gibt es DLCs. Heißt, ich spreche mich klar gegen DLCs aus, die Inhalte liefern, die letztlich schon im Spiel hätten enthalten sein können/sollen und bei denen man das Gefühl nicht loswird, die Entwickler hätten den entsprechenden Inhalt bewusst weggelassen. Gerade, wenn es DLCs sind, die schon zum Verkaufsstart des Spiels bereitstehen. Insbesondere, wenn es Spiele sind, bei denen die Inhalte, die man früher freispielen konnte/musste schlicht zu DLCs abgewandelt wurden. Bestes Beispiel wären hier wohl diverse Vertreter des Beat'em Up-Genres, in denen es früher üblich war, dass sie nicht mit dem vollen Raster an Kämpfern daherkamen, sondern man sich durch Spielen des Arcade-/Story-Modus die verbliebenen Charaktere freischalten musste, während diese heutzutage (oft auch noch zu einem total überteuerten Preis - bei einem Mortal Kombat X, das als solches vielleicht noch eine Handvoll ... Euro kostet nochmal 5 € pro zusätzlichem Kämpfer auszugeben bzw. 20 € um alle zu haben ist schlicht eine Frechheit) in Form von DLCs daherkommen. Selbiges gilt mittlerweile für die Total War-Reihe, ein Strategiespiel bei dem es verschiedene Fraktionen gibt. Während man die Fraktionen in den früheren Teilen noch freispielen musste, muss man sie heutzutage für Echtgeld zusätzlich kaufen (auch hier zu einem total überzogenen Preis, gerade dafür, dass seitens der Entwickler lediglich der Aufwand besteht, die Fraktionen für den Spieler "freizuschalten"). Durch sowas geht bei besagten Spielen auch ein Stück weit der Reiz verloren, da man (außer irgendwelchen pseudohaften Steam-Achievements) nichts mehr hat, was man freischalten könnte.

So viel mal zu den negativen Seiten. Es gibt jedoch auch positive Beispiele. Ein Paradebeispiel hier dürfte wie so oft (und wie es auch Layna schon angeführt hat) ganz klar Witcher 3 darstellen, bei dem die DLCs zwar nicht gerade günstig waren, ihr Geld aber in jeglicher Hinsicht wert, da sie das Hauptspiel sehr gut erweitert haben. Ähnliches gilt für die GTA 4 DLCs, die in meinen Augen sogar um ein Vielfaches besser waren, als das Hauptspiel selbst (das in meinen Augen aber ohnehin eher zu den schwächeren Ablegern der Reihe gehört) und mit denen Rockstar in meinen Augen eine ihrer besten Arbeiten seit Jahren geliefert haben. Genau das, was in alten Tagen die Nacht des Raben (Gothic 2), Lord of Destruction (Diablo 2) oder The Conquerors (Age of Empires 2) waren. Natürlich waren das damals schlicht Erweiterungen und keine DLCs (wobei es die Spiele mittlerweile auch auf Steam gibt + Erweiterungen, womit es mittlerweile doch sowas wie DLCs sind), aber der einzige Unterschied besteht hier für mich darin, dass die einen damals noch auf physischen Datenträgern daherkamen, während es in Zeiten der Digitalisierung natürlich als DLC angeboten wird. Gegen solche DLCs habe ich ganz und gar nichts und würde auch nicht wollen, dass sie in irgendeiner Weise eingeschränkt werden. Was gibt es schließlich besseres, als einen guten Grund zu haben, mit seinem Lieblingsspiel nach Abschluss doch nochmal einige sehr gute Stunden zu haben, die nicht mit dem Gefühl einhergehen, dass es sich dabei lediglich um Inhalte handelt, die vor Release noch schnell gestrichen wurden, um Vorbesteller zu locken oder sonstwas, sondern die nach Fertigstellung des Hauptspiels entwickelt wurden und gute Inhalte, evtl. sogar bessere als das Hauptspiel an sich, bieten. Die die Geschichte des Hauptspiels erweitern oder eigene Geschichten erzählen, die NEUE Inhalte liefern und möglicherweise auch sinnvolle Erweiterungen/Alterationen am Spiel durchführen. Ob es dann wie in Witcher DLCs sind, die neue Inhalte zum Hauptspiel selbst liefern oder wie in den erwähnten GTA 4 DLCs eigenständige Stories bieten, die lediglich Überschneidungen mit den Story-Inhalten des Hauptspiels haben spielt für mich keine große Rolle.

Heißt, ich verzichte auf DLCs, bei denen man das Gefühl hat, übers Ohr gehauen zu werden, nicht zuletzt, weil sie für das was sie letztlich bieten auch viel zu teuer sind. Wenn ich bei einem RPG für eine zusätzliche Questline mit 2 h Spielzeit (siehe jeglichen Bioware(/Biomüll)-Titel seit DA:O - wobei das zumindest noch zusätzlich zu den DLC-Quests ein sehr gutes Add-On bot - RIP Bioware :( ) 5 € hinblättern darf ist mir das schon zu viel des Guten - für 1 bis 2 € wäre ich evtl. bei solchen Angeboten dabei - siehe hier auch AwesomePigeons Beitrag. Bei Mass Effect 2 hab ich mir tatsächlich die DLCs geholt und ... ich will ehrlich sein, ich wurde gut unterhalten und hab es letztlich nicht bereut, aber werde das Gefühl trotzdem nicht los, dass sie für schlichte Questreihen mit jeweils umdie 2 Stunden Spielzeit doch überteuert waren. Ansonsten halte ich mich bei derartigen Angeboten jedoch in aller Regel zurück (ME2 war da auch nur eine Ausnhme, weil es ansonsten ein sehr gutes Spiel war und ich es mittlerweile ein zweites Mal durchgespielt hab, womit es mit viel gutem Willen nicht 2 h zusätzlicher Inhalt je Questline waren sondern 4 ...^^). Und wenn mir dann trotzdem etwas vom Spiel fehlt, ist mir das egal. Bei sowas bin ich eisern und diesen Trend mache ich auch nicht mit. Wenn es jedoch eine modernisierte Form von dem ist, was früher Add-Ons waren (wobei wir uns gar nichts vormachen brauchen - man sagt zwar gerade bei Videospielen immer früher sei alles besser gewesen, aber wer nicht einsieht, dass es da auch vor der Zeit der DLCs schon eine Menge unnötigen Trash gab ist entweder zu jung, um es noch miterlebt zu haben (bzw. hat zu spät mit Zocken angefangen) oder ist gelinde gesagt ausgesprochen naiv) und ich damit mit einem Spiel, das ich ohnehin schon sehr genossen habe nochmal 30-40 Unterhaltung auf hohem Niveau habe, dann nur her damit. Und wenn es ein Meisterwerk wie es die Nacht des Raben für Gothic 2 war zu einem modernen Spiel in DLC-Form gibt, bin ich der erste, der zuschlägt. Was würde ich für einen weiteren Witcher 3-DLC geben?! xD


Layna schrieb:
Das entspricht definitiv nicht dem Grundgedanken von DLCs

Kommt natürlich drauf an, von wessen Grundgedanken du da sprichst. :P Nein, ich selbst sehe es ja ähnlich wie du (auch wenn ich bzgl. DLCs wohl offener bin bzw. eben schon oft positive Erfahrungen gemacht hab - wenn man eben weiß, was sich lohnt und was eher nicht), aber ich denke, EAs oder Ubisofts "Grundgedanken" zum Thema DLC unterscheiden sich da natürlich wieder von unseren.^^

vor 8 Jahren hat ein Triple A Spiel noch im durchschnitt 50€ gekostet. (zumindest hab für das Geld damals COD: MW2 neu bekommen, heute zahlt man im durchschnitt 55€ bis 70€ für ein Spiel.
Das halte ich für einen nachvollziehbaren Preisanstieg. Viele Jahre über stiegen die Preise von Triple A-Spielen gar nicht an, doch theoretisch müssten sie das. Durch die Inflation sind 50€ heute weniger wert als vor 10 Jahren (Auch wenn wir phasenweise eine sehr geringe Inflation hatten, das galt aber nur für einen kurzen Zeitfenster). Um den selben Umsatz pro Spiel zu erzielen, müsste man das entsprechende Spiel für 55€ oder 60€ verkaufen. Diese typische 50€-Marke für Spiele galt eine sehr lange Zeit über, doch ewig kann man diese Summe nicht halten, so kam es in den letzten Jahren immer häufiger zu Brüchen mit der 50€-Marke. Da die Nominallöhne auch steigen, ist ein Spiel dadurch auch nicht unbedingt teurer geworden, auch wenn es so wirkt. Natürlich mag es Entwickler geben die sich denken "Meine Spielereihe verkauft sich so gut, da können wir 5€ mehr als nötig aufschlagen!", aber das ist wahrscheinlich ein eher seltener Fall.

Auch das mit den Preisen ist immer so eine Sache. Für ein PC-Spiel habe ich selten mehr ausgegeben (selbst wenn ich es neu/zum Releasetag erworben habe - also in dem Fall tatsächlich Vollpreistitel), höchstens vielleicht mal 60 €. Aber wirklich gestiegen sind die Preise zumindest im PC-Bereich nicht und da war es auch früher schon üblich, solche Preise zu bezahlen bzw. zu DM-Zeiten auch mal deutlich mehr. Bei Konsolen mag das wieder anders aussehen und möglicherweise sind die Preise da wirklich gestiegen, bei PC-Spielen sehe ich da allerdings keine drastische Veränderung. Außerdem gibt es ja noch Steam-Sales etc.^^

David schrieb:
Der größte Wermutstropfen an der ganzen Dlc- Geschichte ist mMn aber das verschwinden von klassischen Addons in offline Spielen wie Thron des Baals oder die Nacht des Raben.

Würde ich so gar nicht so eng sehen. Wie gesagt, es gab auch früher schon schlechte Erweiterungen, die ihr Geld nicht wirklich wert waren (wenn auch vielleicht nicht in solchem Überfluss, wie man es heute bei DLCs oft das Gefühl hat) und demgegenüber stehen DLCs wie die zu Witcher 3, die für mich eigentlich durchaus auf einer Stufe mit den dNdR oder anderen Paradebeispielen für gute Add-Ons aus der Zeit der physischen Datenträger stehen. Natürlich sind WIRKLICH gute DLCs vielleicht eher die Ausnahme als die Regel, aber es gibt sie und es spricht auch nichts dagegen, diesen Trend zu unterstützen, wobei Witcher 3 nicht das einzige Beispiel ist. Auch die Skyrim DLCs standen den Morrowind Erweiterungen in meinen Augen nicht um viel nach (außer vielleicht, dass die Modding-Community in Skyrim viel präsenter ist, als zu Zeiten von Morrowind, wodurch die DLCs vielleicht doch nicht mehr wirklich lohnenswert waren) und auch zu den DLCs zu Pillars of Eternity (wenngleich das bei mir immer noch auf der Warteliste steht) hab ich viel positives vernommen. Solange die DLCs also eben wirklich gute, sinnvolle Inhalte zum Hauptspiel hinzufügen, so wie es früher eben die Nacht des Raben oder ähnliche taten kann ich diesen "Trend" nur befürworten. Und wie gesagt, auch früher war nicht jede Erweiterung das Nonplusultra (siehe Sims - die Schiene mit den massigen Erweiterungen, die letztlich für jeden neuen Teil wieder dasselbe liefern fährt EA schon seit Beginn der Reihe).
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Letzte Änderung: 1 Woche 2 Tage her von Fullmetalfan.

Das Spiel mit der Gier: Lootboxen, DLCs etc. 1 Woche 2 Tage her #813046

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DaviD schrieb:
Bei Final Fantasy 15 dürfte jedem klar gewesen sein, dass die Geschichte nicht nur ingame, sondern auch im Anime, in Kurzgeschichten oder dem kostenpflichtigen Film erzählt werden würde. Schade, dass es anscheinend so einen Zwang gibt, denn auch wenn vorerst etwas im Dunkeln gelassen wird, könnten manche Wendungen im Spiel intensiver sein, wenn man den Film nicht gesehen hat. Elementare Filmszenen wurden meines Wissens auch zeitnah zum Release hinzugepatcht, aber ich rede auch aus der Perspektive eines Filmschauers.
Ich verstehe eben nicht, wieso man das bei FFXI so aufteilen musste. Ein Film, ein Anime und ein Spiel - wobei ich zumindest glaube, dass der Anime nicht wesentlich für das Spielverständnis ist. FF15 war ein Mammut-Projekt, aber in meinen Augen haben sie sich mit dieser seltsamen Aufteilung ein Eigentor geschossen.
Als ich das Spiel damals gespielt habe, war mir lediglich Noctis Beziehung zu seinem Vater etwas unklar, darüber habe ich mir allerdings nur wenig Gedanken gemacht. Auch ohne Filmkenntnisse konnte man das Spiel (denke ich) ganz gut verstehen, auch wenn man sicherlich den ein oder anderen Hintergrund als recht zweckdienlich empfunden hätte. Dennoch: die Geschichte des Spiels war insgesamt einfach zu mager, und ich hatte immer das Gefühl, Charaktere nicht komplett verstehen zu können. Sicherlich inkonsquent, so ein Spiel überhaupt zu spielen wenn man nicht gewillt ist, sich den Film anzuschauen - das Interesse meinerseits war allerdings doch recht groß.

Zeruel schrieb:
Aber auch selbst wenn Spieler den kauf eines Spieles wegen übermäßigen Pay2Win oder Lootboxen vor Release boykottieren und die Entwickler zurückrudern, die Dinge rausnimmt oder drastisch einschränkt, sobald genug Spiele vorbestellt und zu Release kauft wurden spielen diese Dinge keine rolle mehr. Der erwünschte Gewinn wurde erzielt und ob dann im nachhinein ein Lootsystem eingeführt wird was die Spieler nun mögen oder nicht kann den Entwicklern egal sein. Entweder es wird gekauft und man verdient noch mehr, oder man verzichtet drauf und lässt das Spiel bleiben, der Entwickler hat trotzdem sein Geld durch den kauf des Spiels bekommen.
Das stimmt natürlich und ich vermute ja, dass auch EA diese Strategie fahren wird. Der Mensch vergisst bekanntlich schnell und ich halte es nicht für unwahrscheinlich, dass eine nachträgliche Integration der Spielmechanik deutlich weniger Staub aufwirbeln würde - und ich denke auch, das wissen die Publisher. Man muss allerdings sagen, dass sich Entwickler nur selten so dämlich verhalten wie in diesem Fall, weshalb ich nicht glaube, dass noch mehr Publisher in dieses zu offensichtliche Fettnäpfen treten werden und deutlich geschickter vorgehen werden.
Ich denke, hier müssen die Gamer einfach auf der Hut sein und wenn Publisher in einer Reihe von Spielen dieselbe Masche integrieren, muss man eben auch so konsequent sein, und genau diese Spiele boykottieren - wenn es auch mehrere Titel sind, wenn nicht sogar den Publisher selbst. Das mag recht hart klingen, aber egal, ob man sich das Geld aus der Hosentasche ziehen lässt oder nicht, unterstützt man mit dem Kauf des Spiels diese Maschinerie.

Ich denke allerdings, dass sich dieses Verhalten nicht zeigen wird. Wie bereits erwähnt sind DLCs, Lootboxen und Pay2Win nicht umsonst so erfolgreich - die Spieler tragen dieses System schon seit Jahren mit und ein wirkliches Umdenken scheint noch nicht statt gefunden zu haben (siehe EA und deren Verkiaufszahlen).

Das Spiel mit der Gier: Lootboxen, DLCs etc. 1 Woche 1 Tag her #813074

Bin zwar kein Gamer, trotzdem muss ich an dieser Stelle ein Bild posten, welches in einem Thread wie diesem natürlich nicht fehlen darf.
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Am meisten regt es mich auf, wenn Spiele schön anfangen und dann neben den Skins immer mehr Items verkauft werden, die auch die Stats verändern.
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