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THEMA: Nier:Automata Review?!

Nier:Automata Review?! 1 Jahr 1 Monat her #788746

Hallöchen alle miteinander ;)

Ich habe mir vor fast einer Woche Nier:Automata für den Pc gekauft,da ich JRPGS alles in allem ziemlich gern habe
und wollte eigentlich dort auch eine Review auf Steam dazu verfassen, aber dort kann man blöderweise ja nur 8000 Zeichen
in einer Review haben. Und da ich nun einmal sogerne lange und ausgefallene Sätze schreibe xD Dachte ich mir "hey, du hast den Mist jetzt nicht umsonst geschrieben" irgendwo muss ich das ja posten können ;)
Und wer weis vielleicht spielt ja der ein oder andere von euch das Game? Oder will es sich kaufen und freut sich über eine etwas Längere Review dafür...


Nach nun gut 25h und kurz vor dem 2ten ending des Spiels, wird es wohl mal Zeit für meine Review zu Nier:Automata.

Kampfsystem und Waffen: Das Kampfsystem ist dynamisch, einfach und schnell zu lernen. Es macht Spaß durch teilweise Horden von Gegner zu schlitzen oder einfach nur fette Bosse mit ein paar Kombos fertig zu machen. Alles in allem ist das Kampfsystem aber leider nicht sehr abwechslungsreich! Jeder schwert Typ z.B. Großschwert hat immer die gleiche Angriffsfunktion, sprich ob man nun ein Zwilligszahn oder ein Tugendabkommen hat (beides Großschwerter) ist völlig irrelevant, da sie lediglich andere winzige Boni haben, Angriffswert und Aussehen. Beide Schwerter haben das exakt gleiche Angriffsmuster und das ist wie ich bis jetzt bemerkt habe (habe erst ca 50% aller Waffen ^^) immer so. Alle Speere, Großschwerter, Dolche etc. haben immer das gleiche Angriffs/kombo Muster ihres Types und da muss ich sagen, finde ich das extrem Schade. Ich meine es gibt ohnehin nicht allzuviele Waffen, zwar genug aber, doch nicht ultra viele. Wieso also nicht alle mit einem Individuellen Anrgiff versehen oder wenigstens einem Spezial-Angriff?!
Ansonsten sind die "Spezial-Attacken" während eines Kampfes recht unespektakulär, meistens muss man den Gegner mit einer Kombo treffen dann B drücken (Controller) oder ihn low hauen um eine kleine Epische Angriffs-sequenz zu sehen. Die sind zwar recht schön, funktionieren aber nicht immer, da teilweise manche Gegner z.B. nicht mit in die Luft geschleudert werden und man dann so nur die Luft angreift. Keine Ahnung ob das nen Bug ist oder so, aber das hatte ich relativ oft.

3/5 Punkten für Waffen/Kampfsystem

Quests: Die Quests sind relativ unterschiedlich und machen auch Spaß. Alles in allem sind es keien super innovativen Quests aber doch hat fast jede eigene ihren eigene Charm und das fand ich ziemlich gut. Viele Nebenquests erzählen ihre eigene kleine Geschichte und bringen einem so diese Welt näher. Jedoch sind die Quests nicht unbedingt das Wahre. Die Belohnungen sind meistens Gold oder Materialien für Waffen-Upgrades was prinzipiell nicht verkehrt ist aber auch etwas Langweilig. Vor allem da, man wie ich finde seine Waffe etwas zu schnell auf Lv.3 schon hat. Will man nur wirklich alle seine Waffen Leveln dauert das zwar doch einige Zeit aber ansonsten sind die Quest schon stark nebensächlich. Ja, die Quests machen Spaß und tragen ihren teil zum Spiel bei und sie sind auch Abwechslungsreich und auch ein kleinen wenig witzig. (Zumindest versuchen einige Quests soetwas wie Humor ins Spiel zu bringen, was nur mäßig gelingt).

4/5 Punkte für Quests
.

Story: Die Story ist kurz gesagt, recht interessant aber einen kleinen wenig vorhersehbar. Zumindest das eine Ende was ich bis jetzt gesehen habe und das was ich noch als nächstes sehen werde. Die Story geht recht solide voran, nicht zu langsam aber auch nicht zu schnell. Man hat stets Zeit sich an alles zu gewöhnen und alles zu erkunden ohne zu denken das man jetzt unbedingt die Hauptquest/Story weiter spielen muss. Das hat mir persönlich sehr gut gefallen. Das was mich ein bisschen an der Story störte waren die beiden Hauptcharaktere 2B und 9S, einerseits LIEBE ich sie beide, andererseits waren sie zu Unlogisch und etwas nervig und kalt. Ja, sie sind immernoch Androiden und haben keine wirklichen Gefühle, auch wenn einem eventuell schnell das Gegenteil klar wird. Aber mich störte es halt oft das 2B selbst bis fast zum Ende immer so "emotionslos" war und dann doch immer wieder so warmherzig, das passte wie ich finde überhaupt nicht. Einerseits sagt sie "Befehle sind Befehle oder Maschinen sind unsere Feinde" und dann widerspricht sie sich teilweise selbst, wobei das manchmal auch 9S war der alles hinterfragt, was OK war, aber manchmal etwas zu Dramatisch. Die Story selbst mit den Maschinen, den Emotionen und dem ganzen Setting hat mir unglaublich gut gefallen. Ich weis nicht was ich erwartet habe, aber die Story hat mich doch in einigen Momenten echt umgehauen, selten aber sie tat es!

Story: 4/5 Punkten.


Soundtracks: Nicht das beste was ich in all den Jahren gehört habe, aber dennoch WEIT über dem Durchschnitt. Die Soundtracks sind kurz gesagt ein kleines Meisterwerk, in jedem spürt man die Emotionen und die Power die hinter jeder einzelnen Note steckt. Von Anfang an wird Nier:Automata von unglaublich guten Musikstücken untermalt und stellt dieses Spiel in einem Licht da, was niemals so hell scheinen würde, ohne diese Soundtracks. Auch die Englisch Synchronisation hat mir sehr gefallen und so bin ich mehr als nur positiv angetan...

Soundtracks: 5/5 Punkten.

Grafik & Kamerführung:
Puh, wie formulier ich das am besten. Epische Zwischensequenzen und der Rest ist Mist. Sorry aber manche Gebiete sehen einfach nicht gut aus. Einzelne Texturen sind dermaßen hässlich wie zu PS2/3 Zeiten und all diese Unsichtbaren Wände! Das kann doch nicht sein das es immernoch an sovielen unlogischen Orten diese verdammten unsichtbaren Wände gibt?! Ja, das Spiel sieht ganz ok aus, aber wir haben verdammt nochmal 2017. Da muss man schon mehr bieten als Unterdurchschnittliche Grafik, ich meine die Zwischensequenzen waren wirklich gut und teilweise konnte das Game einen ja auch von der Optik überzeugen aber dann wieder gab es Momente wo man auf den Boden schaut und ne Hässlichere Textur als in nem Spiel vor 15 Jahren sieht! Das kann doch unmöglich deren Ernst sein. Allein diese ganzen Riesen-Pflanzen in der Ruinenstadt, Holy shit, sehen die SCHEI?E AUS! Auch bin ich mir nicht sicher warum man den "Bunker" nur in Schwarz-weiß sieht? Ist das ein Stilmittel? Soll das cool aussehen? Bringt das eine mir nicht wahrgenommene Atmosphäre mit?!
So kommen wir nun aber zu der Kamerführung und damit meine ich diese Momente, wenn man eine bestimmte Kameraperspektive vorgelegt bekommt, wie z.B. 2D Ansichten, Vogelperspektive etc. Und da bin ich mir noch nicht sicher ob man hier Geld sparen oder auf Old School machen wollte, den dieses Spiel hat viel zu viele 2D Perspektiven! Ich meine in manchen Situationen war das ja schon echt Episch und stellte manches besser da, aber hier wurde ja fast schon förmlich damit herumgeworfen!! Vor allem dann diese ganzen 2D Kämpfe wo man teilweise so winzig klein im Hintergrund steht und dann irgendetwas episches im Hintergrund sieht, was einem vielleicht beeindrucken soll?! Wer weis? Keine Ahnung. Für mich persönlich hat man hier viel zu viele davon eingebaut und somit manchmal echt den Spielspaß genommen. Schlimmer empfand ich aber diese "Von-oben-Perspektive" die hat mich manchmal zur Weißglut gebracht, da sie nicht nur scheiße aussah, sondern verdammt Unübersichtlich und nervig war!! Auch hatte man es oft in einem Kampf das sich die Kamerperspektive NIE mitdreht und man so immer sperat mitdrehen muss oder man selbst im Gegner "verschwindet" oder hinter ihm steht, sodass man sich agr nicht mehr sieht. Das war vor allem in 2D Kämpfen sehr Nervenaufreibend.

Grafik & Kameraführung: 3/5 Punkten
. (War am überlegen ob das nur 2/5 Punkte wären, war mir dann aber doch etwas zu harsch.)

Npc & Gegner: Die Npc im Game sind nett. Grundlegend solide und erfüllen ihren Zweck. Wirklich emotional ein Band zu ihnen aufbauen konnte ich leider aber nicht. Dafür gibt man selbst, nach Nebenquests, die die jeweiligen Personen betreffen, nichts über sie Preis oder sie geben nix her. Die Npcs bleiben von daher recht platt aber das störte mich relativ wenig. Der Story und dem Spielspaß hat das daher nicht geschadet. Die Gegner im Spiel selbst, sprich die Maschinen, sind ok, nicht sehr Anspruchsvoll auf dem Modus normal, aber für Anfänger doch recht gut. Auch sind die Angriffsmuster recht "einfach" zu durchschauen, was aber in dem meisten Fällen nie nötig ist, außer bei Bosskämpfen" da man im Endeffekt nur Potten, Ausweichen, Springen und Angreifen smashen muss wie ein Bekloppter. Dennoch haben mir die unterschiedlichen Gegner alle gefallen, vor allem vom Design her und so hatte ich bis jetzt eine Menge Spaß beim Kämpfen.

Npc & Gegner: 4/5. Punkten


Fazit: Was halte ich also von Nier:Automata nachdem ich fast nur gutes über das Spiel geschrieben habe? Nun ehrlich gesagt, halte ich nicht wirklich sonderlich viel von dem Spiel, trotzt das ich es vermutlich dennoch positiv weiterempfehlen werde. Das Spiel mag interessant sein, hat eine sehr angenehmes Open World Feeling und eine Story mit verschiedenen Enden, aber dennoch hatte ich bis jetzt nie das Gefühl irgendetwas entscheiden zu können. Bis jetzt wirkte mir das alles zu Linear und einfach. Vom Kampfsystem über Quests oder die Gegner alles ist sorgfältig durchdacht aber haut mich einfach nicht aus dem Hocker. Das Kampfsystem z.B. bietet keine Raffinesse, ich habe mich bei meinem ersten durchlauf einfach wie ein Noob durchgeschlagen, fast nix gedogt und es war erfolgreich. Ich weis nicht wie es auf dem höchsten Schwierigkeitsmodus ist aber solange man genug Pots hat und die hat man im Endeffekt immer, da mir das Gold nie ausging, ist fast alles kinderleicht, selbst wenn manch ein Boss mal ein paar Minuten länger braucht. Klar, hat das Spiel aber auch vieles richtig gemacht, das POD System ist, wenn auch nicht sehr originell, ziemlich hilfreich und cool. Alles in allem ist Nier:Automata also ein solides Hackn-Slay Spiel für Fans der Serie aber auch für Leute, die JRPGs mögen, allerdings keinen Blockbuster an Spiel oder ähnlichem erwarten. So "gehypt" wie es teilweise wird, ist es leider keineswegs, was schade ist da es ziemlich viel Potenital verschenkt und einiges nicht gut angeht.

Somit vergebe ich für Nier:Automata 7/10 Punkten.


Mein Tipp also: Wenn ihr das Spiel irgendwann einmal in einem Sale ersteigern könnt für 20-30€ und ein großer Fan von JRPGs seid und auch NUR dann, holt euch das Spiel. Für alle anderen: Lasst es lieber bleiben, es gibt weit aus bessere Spiele als Nier:Automata.


Wer es bis hierhin geschafft hat, hat entweder sehr viele Langeweile, liest nur gerne Dinge oder mag das Spiel :)
Alles in allem danke fürs lesen und mich würde es doch interessieren, was ihr (Sofern) ihr das Spiel kennt, den davon haltet?


Lg Kalziefer
Denn die Welt ist nicht so grausam wie du denkst. Celty Sturluson =)
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Nier:Automata Review?! 1 Jahr 1 Monat her #788757

Hey Kalziefer,

als ich das mit den 8000 Zeichen gelesen habe, bin ich direkt nach ganz unten gescrollt. xD
Habe mir aber dein Fazit durchgelesen und bin auch der selben Meinung, dass es bessere Spiele gibt. Werde es mir wahrscheinlich auch irgendwann mal holen. *o-pfeif*

Dauragon

Nier:Automata Review?! 1 Jahr 1 Monat her #788779

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Kalziefer schrieb:
Nach nun gut 25h und kurz vor dem 2ten ending des Spiels, wird es wohl mal Zeit für meine Review zu Nier:Automata.

Versuchen wir das mit dem Review nochmal wenn du mehr als die Hälfte des Spieles bzw. vor allem der Story gesehen hast - ich bin gespannt, wie sich dein Review diesbezüglich noch verändert. ;) Jedenfalls kann ich es im Bezug auf Kampfsystem/Waffen, Quests, Story, sowie NPCs & Gegner noch nicht 100%ig ernst nehmen.

Bleibt noch Grafik und Kameraführung: In Sequenzen wo du die Kamera selbst frei steuern kannst, kannst du sie auch im Optionsmenü bis ins kleinste Detail selbst konfigurieren, sodass du immer das sehen kannst was du auch sehen willst. Zum Thema "die Kamera dreht sich nicht mit" - es gibt Lock-On, man muss es nur benutzen.^^ Ansonsten sind die wechselnden fixen Kameraperspektiven und die Einbindung der Spiel-Elemente verschiedener Genres mitunter genau das was auch schon den ersten Teil ausmacht. Das zu kritisieren ist im Grunde als würdest du Ego-Shootern anprangern, dass man immer schießen muss. :D

Ich finde deinen Text grundsätzlich gut geschrieben, aber ich will dir auf jeden Fall auch mitgeben was ich eigentlich jedem Reviewer raten würde - die Spiele zumindest bis zum Ende zu zocken bevor man darüber schreibt; gerade bei einem Titel wie Nier, wo die einzelnen Routen/Endings eigentlich eher Kapitel einer größeren Geschichte sind. :)

Für mich persönlich hat der gute Yoko Taro hier auf jeden Fall ein Meisterwerk geschaffen, das ich selbst nachdem ich alle 26 Endings, alle noch so versteckten Nebenquests und Extra-Stories gesehen und alle Trophies eingeheimst habe, immer noch weiterzocke, weil ich einfach nicht genug davon bekomme.^^
Letzte Änderung: 1 Jahr 1 Monat her von Knives.
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Nier:Automata Review?! 1 Jahr 1 Monat her #788828

Also dann werde ich auch mal eine kleine Bewertung schreiben:

positiv
Sehr positiv finde ich an dem Spiel die Grafik welche sich von Drakengard 3 (scheint indirekt Vorgänger zu sein) deutlich gebessert hat.
Außerdem wählt man Missionen nicht über ein Menu sondern kann sich frei in einer offenen Welt bewegen und dort Quests absolvieren.
Das Setting und die Story scheinen interessant, es spielt in einer postapokalyptischen Welt irgendwann im Jahre 5000 in der die Menschen durch Maschinen welche in Folge einer Alieninvasion kamen von der Erde auf den Mond vertrieben wurde.

negativ
Die Steuerung ist etwas gewöhnungsbedürftig und nicht ganz so einfach. Es gibt allerdings die Möglichkeit auf leicht zu spielen und durch Automatik Chips unterstüzt zu werden. Problem an der Sache ist nur, man braucht dann garnichts mehr machen, die "KI" macht alles selber (außer laufen). Von Spielspaß kann in dieser Einstellung keine Rede sein.
Das Spiel ist sehr kurzwierig und nach 2 Tagen hat man die Hauptstory bei normalem Spielverlauf durch. Für den doch sehr teuren Preis um die 70 € für die PS4 finde ich das in keinster Weise angemessen und würde das Spiel daher auch nicht weitermempfehlen.

Trete heute noch dem Neptunia Club bei.schreibe einfach mir per PM

Nier:Automata Review?! 1 Jahr 1 Monat her #788834

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Neptune8192 schrieb:
irgendwann im Jahre 5000

11945, aber ansonsten hast du's ganz gut beschrieben ohne wichtige Plot-Details zu spoilern. :)

Das Spiel ist sehr kurzwierig und nach 2 Tagen hat man die Hauptstory bei normalem Spielverlauf durch. Für den doch sehr teuren Preis um die 70 € für die PS4 finde ich das in keinster Weise angemessen und würde das Spiel daher auch nicht weitermempfehlen.

Haben wir das selbe Spiel gespielt?^^ Ich bin zwar dafür bekannt mir bei Spielen gerne mal etwas länger Zeit zu lassen und nicht mit Scheuklappen durch zu "rushen", aber den tatsächlichen finalen Abspann der Geschichte hab ich irgendwo um die 58 Stunden Marke herum gesehen. :D Wenn du mit "2 Tage" allerdings rund 2 Tage reine Spielzeit (also 48+ Stunden) meintest, dann kann das auf schnellere Spieler tatsächlich zutreffen.

Nier:Automata Review?! 1 Jahr 1 Monat her #788876

Stimmt schon das ich mir erst alle Endings anschauen sollte, bevor ich eine Review schreibe (mache ich auch in den meisten Fällen
aber da 26 Endings nun einmal seine Zeit brauchen, war ich etwas faul) Habe mittlerweile 4 Endings durch, wobei man nicht wirklich alle
als wirkliches Ending beschreiben kann wenn ich das richtig sehe, sondern viel mehr als Alternative Routen die dann mehr oder weniger
spontan abbrechen, wie z.B.
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Zum Thema Grafik, klar kann man das alles schön und episch einstellen, (habe ich sogar) aber das ändert halt leider wenig daran
was manche Texturen einfach unglaublich hässlich sind :D Alles in allem finde ic die Grafik ja nicht einmal soo auschlaggenbend, habe ich ja schon etliche schlechtere Spiele in Sachen Grafik gespielt und auch meinen Spaß gehabt...

Zum Thema Waffen will ich mich auch gar nicht rechtfertigen aber es ist halt schon etwas Öde das die Schweter deselben Types alle
das gleiche Angriffmuster habe. Oder ändert sich das vlt. mit Lv4? Bin gerade noch dabei Mats für Lv 4 zu farmen :D

Glaube meine Review kam etwas falsch rüber. Prinziepell finde ich Nier:Automata nicht einmal als schlechtes Spiel nur so gut,
wie ich momentan überall darüber lese ist es fine ICH nicht. Was etwas schade ist, das es durch einige Kleinigkeiten diese Fehler bereits ausmerzen könnte.

Nichtdesto trotzt habe ich ja momentan meinen Spielspaß und werde wahrscheinlich auch mehr als die meisten Endings erreichen wollen, so wie highLv + Epische Waffen *-*


PS: Jetzt wo du es sagtst, fällt mit das selber zu der Kamera etc, selber auf xD Komisch das ich da nicht vorher dran gedacht habe :D
Denn die Welt ist nicht so grausam wie du denkst. Celty Sturluson =)

Nier:Automata Review?! 1 Jahr 2 Wochen her #793454

Hab es jetzt nach 60 Stunden komplett durchgespielt (bis auf das Y-Ende, weil mir alle Waffen hochzustufen da deutlich zu zeitaufwendig werden würde und es nicht wirklich relevant ist) und muss da ehrlich sagen, dass sich meine Begeisterung deutlich in Grenzen hält, auch wenn ich es zu Beginn vermutlich besser zu finden versucht habe als ich es tatsächlich tat.
Eine große Enttäuschung war wohl das Kampfsystem. Von den Leuten, die einst etwas wie Bayonetta schufen (was meiner Meinung nach das Charakter-Action-Genre so perfektioniert auf den Punkt gebracht hat wie ich es nirgendwo mehr gesehen habe), habe ich bei weitem mehr erwartet.
Ich kann da Kalziefer in der Review durchaus Recht geben - wenn auch nicht so harsch. Schlecht war das System nicht, aber über die fortschreitende Spieldauer kristallisierte sich dann doch immer deutlicher, dass es hauptsächlich zum Button-Mashing gegen immer die gleichen Blechbüchsen verkam, sodass ich dann grad im zweiten Durchgang den Kampf eher zu meiden begann, weil zu eintönig. Diese Technik als Musou Game würde sicherlich gut taugen. Es ist unterm Strich bei weitem nicht so übel wie es vielleicht klingt, aber viel zu simpel.
Ferner hatte ich meist anfangs von dem ganzen Effektgewitter Probleme mit der Übersicht, sodass ich meinen Charakter sogar öfter aus den Augen verlor. Vor allem wenn man zu zweit unterwegs ist und die Kamera gerne mal rauszoomt, verwechselte ich sogar nicht selten die Figur, die ich spiele mit der Anderen.
Auch die Aufgaben waren größtenteils ein "najaa", da sie überwiegend aus Fetch-Quests bestehen. Habe diese dann trotzdem gemacht, sei es für die Entlohnung oder die Geschichtchen dahinter, aber sie bleiben halt Stangenware.

Doch der eigentlich Grund warum ich es mir holte waren halt Story und Thematik und was das angeht... sollte man wissen, dass ich den ersten Teil nicht gespielt habe. Habe mir im Nachhinein (während und nach Automata) in einigen Podcasts jedoch schon was von der Story erschlossen und meine auch die des jetzigen Teils gut zu verstehen/nachvollziehen zu können wo das alles hin sollte. In meinen Augen liegt der Fokus dabei demnach auch weniger auf der eigentlichen Geschichte, sondern eher auf den Figuren und was mit ihnen geschieht. Vielleicht war ich einfach deswegen von den Geschehnissen etwas ganz am Schluss etwas ernüchtert, denn so wie ich es durch den ganzen Hype aufgefasst habe, habe ich mir eine erzählerische Stärke erwartet, die gerade das Medium dafür voll ausnutzt. Und "voll" würde ich an der Stelle nicht sagen.. denn es ist zwar durchaus interessant gestaltet auf welchen Wegen es die vierte Wand zu brechen versucht, doch bleibe ich der Auffassung, das alles Erzählerische auch auf normalen Weg hätte präsentiert werden können ohne dass es an irgendeiner Stelle der Story Abbruch getan hätte. Als großer Fan der "Zero Escape"-Reihe hab ich in der Hinsicht des Ausnutzens des Mediums deutlich besseres erlebt.
Unterm Strich möchte ich an der Story nicht viel rumkritisieren, denn sie schaffte es durchaus mich bis zum Ende bei der Stange zu halten, aber irgendein "Kniff" hat mir doch gefehlt.
Die Soundtracks hingegen waren top, auch wenn mehr solcher Konfrontationen wie im Theater cool gewesen wären.

Die Thematik selbst wirft zwar allerlei Fragen in der Richtung auf, jedoch alle auf einmal und führt an keine explizit richtig ran. Ich weiß nicht ob ich das richtig begriffen habe, aber soweit ich das in meinen Nachforschungen (Podcasts, Reviews) verstehen konnte, sollte man die Androiden im Nier-Universum nicht als rein maschinelle Formen betrachten (?). Diese Annahmen wirft jedenfalls einen faden Beigeschmack auf den "Kreislauf des Lebens wo kein Leben ist", da die Evolution von bewusstseinsfähigen KIs nie so recht greifbar wurde..
Da bekam ich viel mehr Lust ein weiteres Mal BLAME! zu lesen..

Ist jetzt viel kritisiert worden, aber ich muss doch sagen, dass ich durchaus meinen Spaß mit dem Spiel hatte. Und auch wenn ich es in keine Richtung als "außerordentlich gut" betiteln würde, hat es in der Summe seiner Teile seinen Stärken. Ein sehr solides Game, aber bei weitem kein Meisterwerk!

Kalziefer schrieb:
aber da 26 Endings nun einmal seine Zeit brauchen, war ich etwas faul) Habe mittlerweile 4 Endings durch, wobei man nicht wirklich alle als wirkliches Ending beschreiben kann wenn ich das richtig sehe
siehst du schon richtig.. das meiste ist halt eine bestimmte Art ein Game Over zu erzielen, was meiner Meinung ach gar nicht nötig gewesen wäre.
Die Enden A-E sind da die einzigen essentiellen..

Knives schrieb:
Ansonsten sind die wechselnden fixen Kameraperspektiven und die Einbindung der Spiel-Elemente verschiedener Genres mitunter genau das was auch schon den ersten Teil ausmacht.
wie geschrieben hab ich keine Erfahrung mit dem ersten Teil und auch wenn ich das insgesamt nicht kritisiere, kann ich schon verstehen, dass gerade der inflationäre Gebrauch dieser Wechsel etwas penetrant wirken kann. Aber ja, es ist quasi durchaus als die Essenz des Spiels zu betrachten.

Nier:Automata Review?! 1 Jahr 2 Wochen her #793478

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Kaidan schrieb:
Eine große Enttäuschung war wohl das Kampfsystem.
[...]Schlecht war das System nicht, aber über die fortschreitende Spieldauer kristallisierte sich dann doch immer deutlicher, dass es hauptsächlich zum Button-Mashing gegen immer die gleichen Blechbüchsen verkam, sodass ich dann grad im zweiten Durchgang den Kampf eher zu meiden begann, weil zu eintönig.
Wie mir gesagt wurde, kümmert sich wohl Taro Yoko (aka leitender Entwickler) nicht sonderlich ums Gameplay und möchte viel mehr und ich zitiere hier mal, auf die Gefahr hin falsch zu liegen, "einen Effekt beim Spieler auslösen".
Auf der einen Seite können wir Platinum Games dafür dankbar sein, dass wir kein weiteres Drakengard-artiges Spiel (sozusagen das Spiel, auf dem das erste Nier "basiert") bekommen haben, denn das war wirklich nur "wiederholt 3 Tasten für den immer gleichen Angriff drücken und teilweise hunderte Gegner pro Level erledigen". Auf der anderen Seite hätten wir natürlich auch Bayonetta kriegen können, stattdessen wurde es "so ein Zwischending" (wobei immer noch meilenweit hinter dem Bayonetta-Kampfsystem).
Ich persönlich hätte mir außerdem mehr Bosskämpfe wie Ko-Shi & Ro-Shi oder Hegel gewünscht (auch wenn ich jemanden kenne, der den Hegel fight absolut gehasst hat). Ko-Shi/Ro-Shi war aufgrund des ständigen Wechsels sehr interessant und Hegel, nunja... vllt. lag es auch nur an seinem Design, nichtsdestotrotz empfand ich ihn beim ersten Durchspielen als unterhaltsam.

Nier:Automata Review?! 8 Monate 3 Wochen her #802283

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Anscheinend ist meine Meinung leicht anders, als die von meinen Vorpostern. Es ist schon ein paar Wochen her, als ich dieses Spiel gespielt und durchgespielt habe. Ich sitze aber immer noch hier und bin komplett sprachlos und begeistert zur selben Zeit. Ich bin mit meinen Gefühlen am Ende was dieses Meisterwerk angeht. Ich habe es jeden Tag gesuchtet und hatte regelrecht Spaß dabei. Diese tiefgründige und zugleich melancholische Stimmung hat mir einfach direkt zugesagt. Nier: Automata ist definitiv ein Spiel, welches ich nicht so schnell wieder vergessen werde.

Ich komme erstmal zur Story, welche wahrscheinlich mein Gehirn leicht gesprengt hat. Ab irgendeinem Punkt habe ich wirklich gedacht, ich sei zu dumm für dieses Spiel. Es kam mir einfach so vor als hätte ich die Story kaum verstanden am Anfang und ich bin mir immer noch bei vieles nicht sicher. Manche Hintergrundinformationen kamen erst später im Spiel, weshalb ich am Anfang des Spiels wirklich verwirrt war ab und zu. Zum Glück habe ich es nach der Zeit besser verstanden. Wobei ich finde das es eine gute Idee war wichtige Informationen erst später zu erklären. Man wird sozusagen direkt ins Spiel hinein geworfen, was mir sogar eigentlich gefällt. Ich mag es wenn mich Spiele neugierig machen und war auch regelrecht begeistert von der Umsetzung. Nier: Automata hat eine wirklich tiefgründige Story, wo selbst philosophische Fragen über Menschheit nicht selten sind. Vielen hat mich zum nachdenken angeregt, dafür lobe ich die Macher zutiefst. Auch die verschiedenen Endings ist für mich ne gute Idee. Wobei ein Großteil davon nur Spaß Endings sind. Diese fand ich echt lustig, was mal gar nicht zu der ernsten Stimmung gepasst hat. Ich wusste es nicht mal das es diese gab, bevor ich es selbst erlebt hatte und erst mal im Internet nachgucken musste. Ein bisschen Spaß bei den ganzen dramatischen Ereignissen ist aber auch mal nötig. :) Tatsächlich hat mich das Spiel deutlich mehr mitgenommen als ich es vorerst erwartet habe.

Die Grafik ist eigentlich ganz in Ordnung. Vielleicht nicht der Knaller aber es gab nennenswerte Momente. Mir persönlich gefallen aber die Umgebungen wirklich sehr. Diese sehen wirklich detailreich aus und es sagt mir sehr zu. Das Gegnerdesign ist doch recht simpel aber es gibt ne einigermaßen echt große Auswahl an verschiedenen Gegnern.
Das Charakterdesign finde ich fantastisch. Ich weiß nicht wieso aber ich mag die Design sehr, selbst wenn 2Bs Design doch leicht fragwürdig sein kann.

Die Charaktere fand ich fantastisch. Ich konnte mit ihnen mitfühlen und selbst zu einigen Robotern konnte ich ne Bindung aufbauen. Die Charaktere wirken einfach glaubhaft gemacht und doch recht menschlich. Ich fand es auch toll, dass man nicht nur einen einzigen Charakter die ganze Zeit spielt, was ich ehrlich gesagt am Anfang erwartet hatte. Deshalb war ich dann umso überraschter als man es mir anders bewiesen hat. Über einige Charaktere erfährt man doch eher sehr spät etwas, was diese aber in meinen Augen umso interessanter macht.

Das Gameplay fand ich definitiv sehr zusagend. Es ist nicht das beste was ich je gesehen habe aber ich hatte meinen Spaß bei den Kämpfen. Tatsächlich finde ich dieses Spiel wirklich verdammt schwer. Ich habe es auf normal gespielt und fand es trotzdem irre schwer. Ich weiß nicht ob es nur mir so geht aber viele Kämpfe empfand ich als wirklich unfair. Nicht im negativen Sinne. Sie wurden einfach unfair gemacht, was den Spielspaß aber steigern konnte. Ich saß nicht selten mehrfach nur an einem einzigen Gegner. Vielleicht war ich auch einfach nur sehr schlecht in diesem Spiel, bei der Anzahl wie oft ich verreckt bin.

Und zum Schluss: Die Soundtracks. Ich weiß wirklich nicht was ich dazu noch sagen soll außer WOW. Ich höre mir einige OSTs sogar heute noch an, weil ich schlichtweg überwältigt bin. Wundervolle Soundtracks die sowohl emotional als auch episch sind. Meistens saß ich wirklich sprachlos vor meinem Fernseher wegen einigen Soundtracks, weil diese sich so traumhaft anhören.

So, mehr kann ich nicht mehr zu diesem Meisterwerk sagen, welches einen großen Hype abbekommen hat. Ich kann den Hype aber mehr als nur nachvollziehen. Ich wusste vorerst auch gar nicht, ob ich mir das Spiel kaufen sollte. Ich war mir einfach unsicher ob es wirklich mir zusagen könnte aber ich bin froh, dass ich mein ganzes Geld dafür verschwendet habe (es war nicht sonderlich günstig...). Es hat sich gelohnt und ich könnte es immer wieder spielen.
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