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THEMA: Proteste in Hong Kong

Proteste in Hong Kong 3 Wochen 3 Tage her #837622

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Hallo,

Einige von euch haben sicher von den Protesten in Hong Kong gehört, die schon seit dem Sommer dieses Jahr andauern.

Am Anfang hielt ich die friedlichen Proteste für eine gute Sache und unterstützte sie, blicke aber persönlich nicht mehr durch was überhaupt das Ziel dieser Proteste sei. Habe zB. ein Interview von dieser Anführerin auf YouTube angeschaut und nur Widersprüche und sinnlose Rechtfertigungen für die fortschreitende Gewalt gehört.

Ich finde das die Mehrheit der Jugend dort einfach eine Ausrede sucht um Vandalismus zu betreiben und die Sache eskaliert dort bereits schon heftig, ein junger Mann wurde auf der Straße von der Polizei angeschossen, ein älterer Mann lebendig angezündet und, ein weiterer Jugendlicher ist gestorben weil er angeblich von der Polizei geflüchtet ist und aus einer großen Höhe gefallen ist, ein japanischer Tourist wurde angegriffen und zusammengeschlagen, ein Polizist mit Messern attackiert....

Wie steht ihr zu den Protesten und der allgemeinen Situation in Hong Kong?



LG Shisui
Letzte Änderung: 3 Wochen 3 Tage her von -Shisui-.
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Proteste in Hong Kong 3 Wochen 3 Tage her #837624

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Der sinn für die proteste ist die Fortschreitende Massenüberwachung von china auf hongkong. Siehe hierzu ein paar quellen:

1.
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2. allgemeine china diskussions des dazugehörigen forums.aufwachen-podcast.de/kommentare/index.ph...mmelthread/&pageNo=1

ok hatte noch mehr aber irgendwie zu müde die rauszusuchen vielleicht ist ein anfang. Soweit ich es mitbekommen hat wkt china immer mehr auf hong kong ein und bedroht die unabhängigkeit hong kongs vor allem die unabhängig von den überwachungsmitteln chinas.


Edit by Knives:
Video eingespoilert.
Letzte Änderung: 3 Wochen 2 Tage her von Knives.
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Proteste in Hong Kong 3 Wochen 2 Tage her #837650

Mir geht es ähnlich wie dir @Shisui-. Bin mir aber sicher, dass diese Menschen auch einen guten Grund haben, so zum Beispiel das neue Gesetzt und auch ihre Freiheit die sie schützen wollen.
Zumindest so meine Information.

Ich finde es zum einen auch sehr gut was da passiert, dass sie auf die Straßen gehen und sagen was sie denken ist meiner Meinung nach sehr wichtig für eine Nation.
Auch finde ich es gut, da die Jugend eben zeigt was für eine Denkweise sie hat und auch die älteren sich an ihnen orientieren müssen.

Natürlich ist es nicht ok, wenn da Sachschaden oder schlimmeres passiert, dass ist auch nicht Sinn einer Demonstration.
Ich finde auch, dass es wie überall auch hier einige Menschen gibt die nur Chaos machen möchten und es als Ausrede benutzen.
Finde es auch nicht ok, da die so alle mit ins Boot ziehen.

Ich hoffe noch immer das es irgendwie ein positives Ergebnis haben wird, bin aber auch leicht skeptisch mittlerweile.

Bin mal gespannt wie es noch wird.

LG

Bellgadong
Wer sich allein auf seine Kraft verlässt begegnet eines tages einem stärkeren und wird diesen unterlegen sein.

Rechtschreibfehler könnt ihr behalten ;D

Proxer-Hessentreff-Fahne (freue mich über deine Teilnahme)

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Proteste in Hong Kong 3 Wochen 1 Tag her #837666

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Die Proteste laufen ja schon eine ganze Weile und am Anfang ging es hauptsächlich um das Gesetz, welches jetzt aber wohl vom Tisch ist. Zumindest vorerst.
Mittlerweile glaube ich aber das es mehr in Richtung Besorgnis um die eigene Unabhängigkeit von Hong Kong geht.
Die Stadt hatt im Vergleich zum Rest von China schon sehr weitrechende Freiheiten, noch aus der Zeit als Kronkolonie Großbritanniens und die Bewohner sehen so langsam, wie die Annäherung an das Festland mehr und mehr mit den Einschränkungen kommt, welche auch auf dem Rest von China liegen.

Klar kann man verstehen, dass die Begeisterung gering ist, wenn so Dinge wie Meinungsfreiheit, Internetfreiheit oder Medienfreiheit stark zurückgefahren werden sollen und wenn man ehrlich ist, auf dem zivilen Weg geht da recht wenig. Die Regierung und auch die Stadt Hong Kong selbst ist stark abhängig von Festlandchina, alleine für so Dinge wie Strom oder Wasser und auch die Regierung in Peking hat keine Geduld für Allüren. Das ähnlich wenn jetzt Hamburg sagen würde, wir machen mal Unabhängigkeit von Deutschland, auch wenn der Vergleich zugegebenermaßen stark hinkt.

Das ganze ist ja mehr oder weniger in einen Kampf um die Bilder ausgeartet, wo 90% der Informationen von Handyvideos stammen. Da kann es so aussehen, als ob die ganze Stadt lahmgelegt worden ist, obwohl vielleicht nur auf einer Seitenstraße mal Steine hingelegt worden sind. Komischerweise ist auch von fast jeder Aktion der Polizisten ein Video vorhanden, außer von dem Sturz des einen Studenten.

Aber um ehrlich zu sein, ich halte es für sehr schwer, von Deutschland aus Informationen zu bekommen, von denen man sagen kann, die stimmen zu 100%. Das wissen sowohl die chinesische Regierung als auch die Protetler in Hong Kong zu gut, wie man die richtigen Bilder zur richtigen Situation auswählt. Ich denke, dass die absolut überwiegende Mehrheit der Protestler friedlich ist, wie man ja auch an den Beispielen gesehen hat, wo Millionen, oder angebliche Millionen, auf der Straße waren und nichts passiert ist, was in Richtung Gewalt ausartet.

Für mich steht allerdings fest, das die Leute in Hong Kong alleine stehen. Ich sehe nicht, dass eine Regierung Hong Kong über China stellen wird und wenn die Situation soweit eskaliert, das die Regierung in Peking die Nerven verliert, wird Hong Kong sehr schnell seine alten Freiheiten komplett verlieren. Für den Frieden und die Einheit des Landes nimmt her Xi auch einen wirtschaftlichen Dämpfer und internationale Verurteilung in kauf.

LG Abel
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Proteste in Hong Kong 2 Wochen 6 Tage her #837690

Was Hongkong angeht, so sind unsere Berichterstattungen extrem einseitig. Die Menschen wollen mehr Rechte und die Böse Chinesische Regierung will sie ihnen nicht geben.

So einfach ist es aber nicht.

In Hongkong zur Zeit der Engländer waren Chinesen nur „Menschen zweiter Klasse“. Viele Rechte die sie heute haben, hatte sie damals nicht. Die Engländer sorgten dafür, dass sie die Kontrolle über Hongkong behielten. Erst als sie das Land an China abgeben mussten, haben sie der Chinesisch-Stämmigen-Bevölkerung die Rechte gegeben. Dies scheinen die jungen Menschen in Hongkong nicht mehr zu wissen. Sie verlangen von der Chinesischen Regierung viele Rechte, die die Engländer ihren Eltern niemals gegeben hätten.

Auch muss man sehen, dass die chinesische Regierung großes Interesse daran hat keine Gewalt anzuwenden. Hongkong ist ein wichtiger Wirtschaftlicher Standort, den man nicht beschädigen will. Allerdings hat auch die Geduld der Chinesen grenzen. Sollten die Proteste aus dem Ruder laufen, so wird man sie unterbinden. Protestieren ist eine Sache, Sachen zu beschädigen eine ganz andere.

Ich persönlich glaube, dass die Menschen in Hongkong eine große Chance verspielen. Das Gesetz was sie nicht haben wollten wurde verworfen und damit haben sie gesiegt. Alle weiteren Proteste und Auseinandersetzungen zu dieser Zeit provozieren Ärger mich China. Dies bringt nichts Positives für die Menschen in Hongkong. Sollte die Lage eskalieren so werden die Chinesen ein Exempel statuieren auch um Taiwan eine Warnung zu geben.

Auch sollte man berücksichtigen, dass viele Menschen in Hongkong sich als Chinesen fühlen und nichts gegen China haben. Sie sind froh, dass sie mehr Rechte haben als die übrigen Chinesen und möchten dies nicht beschädigen. Deswegen ist die Unterstützung in Hongkong für die Proteste gar nicht so groß wie man dies uns hier präsentiert. Die Chinesen sind ein sehr rational denkendes Volk.
Letzte Änderung: 2 Wochen 6 Tage her von Tssir-De-Macabre.
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Proteste in Hong Kong 2 Wochen 6 Tage her #837691

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@Tssir-De-Macabre

Was Hongkong angeht, so sind unsere Berichterstattungen extrem einseitig. Die Menschen wollen mehr Rechte und die Böse Chinesische Regierung will sie ihnen nicht geben.

So einfach ist es aber nicht.

Das ist mir auch schon vor kurzem aufgefallen. Vor allem Sender wie CNN und BBC zeigen nur die eine Seite der Proteste und sind nur dort vor Ort, wo sich die maskierten Jugendlichen Straßenschlachten gegen die Polizei liefern.
Man hört aber nie davon, wie die ältere Generation dazusteht und alle anderen Menschen, die nicht das Privileg haben die Schule oder Uni schwänzen zu können, sondern arbeiten und die Familie ernährern müssen und durch diese Aktionen behindert werden.

Habe auf YouTube auch Videos gefunden, wo ältere Menschen auf die Straße gehen und die von den Jugendlichen errichteten Barrikaden wieder abtragen und sich für die Polizei aussprechen.
Auch sind vor ein paar Tagen erstmals Soldaten der chinesischen Volksbefreiungsarmee, in Sportkleidung wohlgemerkt, aus ihrer Kaserne in Hong Kong auf eine Straße gegangen und haben dort aufgeräumt und die Barrikaden abgetragen, aber kein westlicher Reporter war vor Ort um davon zu berichten.

In Hongkong zur Zeit der Engländer waren Chinesen nur „Menschen zweiter Klasse“. Viele Rechte die sie heute haben, hatte sie damals nicht. Die Engländer sorgten dafür, dass sie die Kontrolle über Hongkong behielten. Erst als sie das Land an China abgeben mussten, haben sie der Chinesisch-Stämmigen-Bevölkerung die Rechte gegeben. Dies scheinen die jungen Menschen in Hongkong nicht mehr zu wissen. Sie verlangen von der Chinesischen Regierung viele Rechte, die die Engländer ihren Eltern niemals gegeben hätten.

Dazu habe ich diesen interessanten Artikel gefunden
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Proteste in Hong Kong 2 Wochen 6 Tage her #837705

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Die Proteste in Hongkong als reinen Vandalismus abzutun, finde ich an der Stelle doch etwas unpassend. Es gingen schließlich mehr als eine Million Menschen auf die Straße und das waren nicht nur Jugendliche.

Auch dass die Meinungs- und Medienfreiheit zurückgefahren werden soll, darf man eigentlich nicht als selbstverständlich betrachten. Es wurde ja ein Vertrag unterzeichnet, der Hongkong bis 2047 die Unabhängigkeit (ein Land, zwei Systeme) garantiert.
Das Entsenden von Soldaten zum Aufräumen finde ich in diesem Kontext schon mehr als fragwürdig. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Art
Machtdemonstration.

Interessant auch das Verhalten der sonst so selbstlosen Merkel-Regierung. Gerade Deutschland müsste doch jetzt eigentlich ein Statement abgeben.
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Proteste in Hong Kong 2 Wochen 5 Tage her #837714

Ich glaube, dass Du da etwas missverstehst. Keiner von uns hat hier die friedlichen Proteste kritisiert. Das ist ein Hohes Gut und muss verteidigt werden. Daran haben sich nicht mal die Chinesen gestört. Sie haben auch am Ende dazu geführt, dass das umstrittene Gesetz aufgegeben wurde.

Aber Gewalt und Vandalismus sind eine ganz andere Sache.

Hongkong ist auch nicht Unabhängig. Es besitzt für eine gewisse Zeit eine Autonomie, ist aber ein fester Bestandteil von China.

Was die deutsche Regierung angeht, so sehe ich nichts was sie hier machen könnte. Es ist eine interne Angelegenheit von China. Oder würdest Du es gut heißen, wenn die Chinesen sich in die Proteste der Deutschen Bevölkerung gegen Atomstrom oder Braunkohle-Abbau einmischen würden?

Wir sollten von unserem hohen Ross absteigen. Nicht alles was für uns funktioniert, kann auf andere Länder angewandt werden. Die Chinesen gehen einen eigenen Weg und dies sollte man respektieren.

P.S.
Was die Verträge zwischen Nationen heute Wert sind, haben uns die Amerikaner letztens mehrfach gezeigt. Warum sollte sich dann China um einen Vertrag mit einem so unbedeutenden Land wie Großbritannien schären? ;-)

P.P.S.
Was die Menschenrechte angeht, so möchte ich darauf hinweisen, dass es die Westlichen Mächte im 19 Jahrhundert waren, die die Chinesen wie Sklaven behandelt haben und mit Waffengewalt Drogen als Zahlungsmittel (Opium) durchgesetzt haben so das große Teile der chinesischen Bevölkerung abhängig wurden. Und jetzt wollen wir die Chinesen über Menschenrechte belehren?
Letzte Änderung: 2 Wochen 5 Tage her von Tssir-De-Macabre.
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Proteste in Hong Kong 2 Wochen 4 Tage her #837730

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Nun ja, man könnte vieles machen, ein Foto zum Beispiel. ^^

Ist es nicht jetzt, im 21. Jahrhundert, vielleicht sogar Deutschlands Pflicht, als Land der freien Meinungsäußerung, welches die freie Welt zum aktuellen Zeitpunkt vielleicht sogar noch mehr als die USA repräsentiert, zum Thema Menschenrechte Stellung zu beziehen?

PS: Zwischen den Klimaprotesten hier und den Protesten in Hongkong sehe ich nur wenig Gemeinsamkeiten. In Hongkong steht wirklich etwas auf dem Spiel und es handelt sich nicht nur um einen Freizeitspaß. Wir sollten nicht immer nur von unserer Situation ausgehen.
Letzte Änderung: 2 Wochen 4 Tage her von HealingPotion.

Proteste in Hong Kong 2 Wochen 4 Tage her #837731

Ist Dir der Spruch „Am deutschen Wesen mag die Welt genesen“ bekannt?

Ich finde wir haben uns zu oft in zu viele Sachen eingemischt. Bevor wir andere Belehren, sollten wir zuerst unsere eigenen Probleme anpacken und davon gibt es mehr als genug.

Früher haben wir das Christentum mit Schwert und Feuer verbreitet und alle abgeschlachtet die die Christliche Botschaft von Nächstenliebe und Humanität nicht annehmen wollten. Wollen wir jetzt im Namen der Güte und der Menschenrechte erneut andere Kulturen ausrotten?

Unsere Werte sind nicht Allgemeingültig und sind kein Naturgesetz. Welche Werte willst Du denn Verbreiten? Noch vor wenigen Jahren haben wir Homosexuelle ins Gefängnisse oder Irrenhäuser gesteckt, heute ist es kein Problem mehr Homosexuell zu sein. Also ändern sich auch unsere Werte. Willst Du diese Werte jetzt jedes mall auf der ganzen Welt durchsetzen, wenn sie sich bei uns verändern?

Nicht jeder hat Interesse an unseren Werten und unserer Lebensweise. Warum willst Du dies anderen Aufzwingen?

P.S.

Sollte jetzt eine Schweizer-Chinesische-Allianz in Deutschland einmarschieren, weil wir keine Hunde und Katzen essen? Menschen die dies Tun werden als Tierquäler vor Gericht gestellt. Das ist doch Verletzung von Menschenrechten!

Ich hoffe Du hast den Wink mit dem Telegraphenmast verstanden ;-)
Letzte Änderung: 2 Wochen 4 Tage her von Tssir-De-Macabre.
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Proteste in Hong Kong 2 Wochen 3 Tage her #837732

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-Shisui- schrieb:
Auch sind vor ein paar Tagen erstmals Soldaten der chinesischen Volksbefreiungsarmee, in Sportkleidung wohlgemerkt, aus ihrer Kaserne in Hong Kong auf eine Straße gegangen und haben dort aufgeräumt und die Barrikaden abgetragen, aber kein westlicher Reporter war vor Ort um davon zu berichten.

Nicht dir auf den Fuß zu treten, aber du hast grade chinesische Propaganda befürwortet. Neutral gesehen war der Einsatz von Soldaten nicht legitim, auch wenns einen guten Zweck diene. Aber vordergründig standen andere Prioritäten im Raum, wie die öffentliche positive Darstellung von chinesischen Soldaten. Die Aufräumaktion dauerte auch nur eine Stunde...

@Tssir-De-Macabre:
Ich geb dir recht, das man mit unseren Werten und Normen mit China vergleichen kann. Zwar leben die wie "1984 von George Orwell" (das übrigens intressanterweise in China frei erwerblich ist), aber das System funktioniert.
Aber ich denke hinter den Vandalismus steckt noch viel mehr dahinter, viele sind auch von seitens der Regierung provoziert oder gar initiert wurde. Sehr viele regierungstreue Agent Provocateure sind unterwegs und stiften gewisse Personengruppen an zum Vandalismus.
Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es vordergründig um die Registrierung von möglichen zukunftigen Querdenkern geht, wenn irgendwann mal Hongkong komplett mit China assimiliert ist. Zwar spreche man die gleiche Sprache, aber von Denken her sind es 2 unterschiedliche Nationen.

Ich kann mich auch nicht richtig und objektiv zu Hong Kong und China äußern, weil ich mich zu wenig mit der Sache beschäftigt habe und es mich auch im Grunde auch kaum interesiert (Genaue Recherchen mehrerer Quellen sind zu anstrengend, zu meist auch Quellen auf chinesisch sind und ich die Sprache nicht behersche).
Aber was mit der Berichtserstattung angeht, du hast halt zwei extreme, einmal die westliche pro-demokratische Quellen und einmal die pro-chinesischen Quellen. Die chinesische Presse ist ziemlich loyal zu China.
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Proteste in Hong Kong 2 Wochen 3 Tage her #837733

Ja, objektive Berichterstattung zu dem Thema ist kaum zu bekommen. Selbst wenn man die Presse von unabhängigen Staaten liest, sieht man, dass es Wirtschaftliche Abhängigkeiten dieser Länder von China, Amerika oder Europa gibt. Entsprechend werden die Ereignisse in Hongkong kommentiert.

Dass die Chinesen selbst diese Gewalt provozieren, dies bezweifle ich. Das Interesse Chinas liegt in einem Wirtschaftlich stabilen und starken Hongkong, welches keine Probleme macht. Solche Ausschreitungen sind für China kontraproduktiv.

Für Chinas Gegner (Amerika und Großbritannien) sind sie aber von großem Vorteil. Sie ermöglichen China als Menschenrechte-Verletzenden-Unrechtsstaat darzustellen und stören die Wirtschaft.

Deshalb glaube ich eher, dass die Provokationen aus dieser Richtung kommen (Cui Bono -> Wem nutzt es). „Farbige Revolutionen“ (wie z.B.: in der Ukraine) sind eine Spezialität der Amerikaner.

Wir müssen sehen, dass zwischen China und USA ein brutaler Kampf um die Dominanz in der Welt läuft. Da ist jedes Mittel Recht um den Gegner zu schwächen.

Dass die Chinesen anderswo die gleichen Strategien benutzen versteht sich von selbst.
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Proteste in Hong Kong 2 Wochen 3 Tage her #837740

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Es gibt genug Videobeweise, dass sich Hongkonger Polizisten als Demonstranten ausgeben und den Pöbel zu Straftaten motivieren.
Wirf einer ein Stein, werfen alle anderen gleich mit. Wie stark China mit in dieser Sache verwickelt ist, kann ich nur spekulieren, aber keine eindeutige Antwort dazu geben.
Anbei 2 Beispiele, die ich als seriös ansehen kann.
Schwere Ausschreitungen bei neuen Protesten in Hongkong
Hong Kong protests: brutal undercover police tactics spark outcry

Auch in Deutschland ist der Einsatz von Agent provocateure bekannt, wie der V-Mann Peter Urbach vom Verfassungschutz, der einer Studentenbewegung mit Mitteln versorgt hat aus denen später die RAF gebildet wurde. Oder beim G7 Gipfel 2007 (?), hat man auch Polizisten als Demonstranten verkleidet eingesetzt.

Es geht darum, absichtlich gewaltätige Proteste zu provozieren, um eine gewisse Gegenmaßnahme zu legitimieren oder auch das Ansehen der Proteste gegenüber der eigenen Bevölkerung zu schädigen.
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Proteste in Hong Kong 2 Wochen 3 Tage her #837748

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DerMoD schrieb:
Zwar leben die wie "1984 von George Orwell" (das übrigens intressanterweise in China frei erwerblich ist), aber das System funktioniert.

Ich bin zwar überhaupt kein Experte was China angeht und korrigiert mich bitte wenn ich falsch liege, aber ist es nicht etwas übertrieben zu sagen, dass die in China wie in 1984 leben? Bei Nordkorea könnte ich es mir vorstellen, aber bei China eher nicht.
Habe nähmlich viele Reiseberichte und Vlogs von Menschen gesehen die in China auf Urlaub waren und man hat überhaupt nichts dystopisches gesehen und die Touristen wurden auch nicht auf Schritt und Tritt von irgendwelchen Leuten vom Geheimdienst überwacht, wie es zB. in Nordkorea der Fall ist. Habe immer einen recht positiven Eindruck von China gehabt. Klar haben die ja nicht gerade wenige Einschränkungen was Medien und Zensur angeht, aber so schlimm kann es dort doch nicht sein. Vielleicht irre ich mich aber auch.
Zwar spreche man die gleiche Sprache, aber von Denken her sind es 2 unterschiedliche Nationen.

Sprechen die in Hong Kong nicht Kantonesisch und haben die kompliziertere Schreibweise und die auf dem Festland Mandarin mir der einfacheren Schreibweise?


LG Shisui
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Proteste in Hong Kong 2 Wochen 3 Tage her #837749

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@Shisui
Ich muss da hierzu nochmals meinen Kumpel fragen, wie seine Weltreise war und insbesondere China. Beim letzten mal musste seine chinesische Bekannte als eine Art Aufsichtsperson dienen und die mussten angeben, welchen Zweck und welche Orte sie in China besuchen. Bei typischen Touristenattraktionen sieht man es nicht so scharf, aber dennoch ist man vorsichtig.
Ich war selbst nur als Zwischenlandung in Beijing/China bei meiner Japanreise. Auffällig war, dass ich nochmals durch einen Check-In laufen musste und sie deine Personalien und ein Foto von dir erstellen. Normalerweise bei Zwischenzielen in anderen Ländern bleibt man in der Sicherheitszone und man wird nicht mehr extra kontrolliert. So meine Erfahrung bei meinen Geschäftsreisen.
Es ist zwar ein Kontrollstaat, aber das Volk wird nicht unterdrückt. Die Medien schreiben zwar viel negatives über die (Aus der Sicht mit westlichen Normen und Werten), aber wie schon gesagt, das System funktioniert gut und die Bevölkerung hat nicht den Eindruck, dass sie komplett eingeschränkt leben.

Ich kann Pro's und Kontra's zu China schreiben, allerdings wär es rein subjektiv von meiner westlichen Wahrnehmung und nicht objektiv, das muss ich ehrlich zugestehen.

Ich war auch mal mit chinesischen Geschäftsleuten einen trinken und die haben mich gefragt, wie meine Haltung zu China ist und meine Antwort war auf Englisch, dass man im Grunde zwei sehr verschiedene Kulturen und wie ne Art Hund und Katze sind. Der Hürde dabei ist, dass man sich dem gegenüberliegenden versteht und auf der Grundlage sich dann respektieren lernt.
Du weisst nicht, was es für ein Kulturschock es war, die Etiquetten herauszufinden. Das was bei uns höflich und normal ist, ist bei denen das Komplette Gegenteil und auch andersherum.
Die Unterhaltung war nett mit denen, allerdings auch ein bisschen steif, weil ich die Chinesen überhaupt nicht einschätzen kann (und weils auch von geschäftlicher Natur war).

Falls du dich frägst, was ich beruflich tätig bin. Ich bin in einer großen Firma in der Abteilung Unternehmenskommunikation angestellt.

Letzteres müsste man nachgooglen, ich weiss es aus den stegreif nicht, in wie weit sich die Dialekte unterscheiden. Könnte verlgeichsweise Hochdeutsch zu Östereichisch sein. Ich weiss nur das Vietnamesisch zu Chinesisch ungefähr ist wie Deutsch/Niederländisch.

Hoffe es hat dir bissle weitergeholfen...
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