THEMA: Abtreibung Ja/Nein

Abtreibung Ja/Nein 11 Monate 1 Woche her #827125

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@Tssir-De-Macabre:
Nein ist es nicht egal. Es ist Heuchlerisch anderen Vorschriften zu machen über ein Thema von dem man selbst nicht betroffen ist.
Ich bin nicht betroffen von Beschneidungen an Frauen oder von Pädophilie, darf ich für solche Dinge keine Vorschrift fordern? In einer Demokratie kann jeder versuchen seine Meinung kundzugeben. Wenn es genug Menschen gibt die eine Meinung haben, dann gilt diese auch als Gesetz. Ein Argument bleibt das gleiche Argument, egal wer es vorträgt. Zwar bin ich männlich, doch sollte das kaum meine Argumente abschwächen. Versuch meine Argumente als bloße Argumente anzusehen, wenn eine Frau sie vorgetragen hätte wären es immer noch die selben.
Und wer sagt denn überhaupt das ich nicht betroffen bin? Vieleicht dachte auch meine Mutter über Abtreibung nach? Wie vorher schon erwähnt gibt es viele Menschen bei denen die Mutter vergewaltigt wurde, bei meiner Mutter ist dies glücklicherweise nicht der Fall. Kinder mit einem Vergewaltiger als Elternteil sind nicht immer weiblich, du solltest also nicht vermuten jemand sei "nicht betroffen" von dem Thema, nur weil er männlich ist.
Genauso Heuchlerisch ist es zu sagen dass eine Vergewaltigung kein Grund für Abtreibung ist wenn man von so etwas selbst nicht betroffen ist.
Du solltest nicht mit Gefühlen sondern mit Fakten argumentieren. Die Gefühle eines Vergewaltigungsopfers sind schön und gut, aber sie geben niemandem das Recht Menschenleben zu nehmen. Ich denke nicht das ich heuschlerisch bin, wenn ich sage das die Gefühle einer Frau eine Abtreibung nicht weniger verwerflich machen.
Ich glaube auch nicht dass eine Frau nach einer Vergewaltigung jetzt Monatelang warten wird um sich zu entscheiden. Sie wird sofort zum Arzt gehen und sich die Abtreibung-Pile geben lassen.
Ich bin der Meinung das die Abtreibung einer befruchteten Eizelle Mord ist, zum Arzt zu gehen und "sich die Abtreibungs-Pille geben lassen" wäre damit mMn Mord.
Bestes Beispiel ist die Katholische Kirche die sich für das ungeborene Leben so stark macht, aber pädophile Priester beschützt, die über Jahrzehnte Kinder missbraucht haben.
Pädophilie betrifft dich doch nicht, wieso willst du Vorschriften dafür haben? : Hier siehst du das dein erstes Argument sehr schwach ist, Vorschriften gegen schlimme Dinge zu fordern ist richtig und wichtig, ob man davon betroffen ist sollte keine Rolle spielen. Anti-Abtreibung sein heißt nicht gleich katholisch sein, oder gar Pädophilie zu unterstützen.
In manchen armen Ländern werden die Kinder nach der Geburt auf den Müll weggeworfen weil man sie nicht ernähren kann.
Mord ist auch in diesen Ländern verboten, niemand zwingt die Mutter ihr Kind auf den Müll zu werfen. Außerdem sind wir hier in Deutschland.
"Wenn ihr die Mutter das Kind nicht früh töten lasst, dann tötet sie es halt später" - Die Argumentation hier ist echt schwach.

Abtreibung Ja/Nein 11 Monate 1 Woche her #827127

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AndreKim schrieb:
@SmokeTheEvertrolling:
Gleichstellung von Zellhaufen mit einem entwickelten Menschen in diesem Thread finde ich höchst unterhaltsam
Praktisch gesehen sind alle Menschen Zellhaufen, irgendwo musst du eine Linie ziehen was du leben lassen musst und was nicht.

Genau das ist in Deutschland durch die Judikative und Legislative geschehen. Und damit wurde unter bestimmten Gesichtspunkten eine Abtreibung erlaubt. Damit dürfen unter bestimmten Gesichtspunkten die Maschinen z.b. bei einem Hirntoten abgestellt werden.

Aber nun werfe ich mal ein paar Zahlen rein, Bezug Wikipedia und aus der Statistik für das Jahr 2015, wenn man nach Schwangerschaftsabbruch sicht.
Lebendgeburten: 737.575
Abtreibungen: 99.237
Abbrüche je 100 Lebendgeburten: 13,45
Abbrüche je 100 Geburten (auch tot) 13,25

Verglichen mit Anfang 2000 sind die Zahlen gesunken, wobei man sagen muss das für 2017 mit 101.209 die Zahl gestiegen ist, wobei auch 784.901 Lebendgeburten stattfanden, womit die Zahl der Abbrüche je Geburt auf 12,90 gefallen ist.
Die %-Zahl nach Alter und Gesamtzahl
Unter 15 0,3% 280 (rückläufig seit 2010)
15-18 2,7% 2729 (rückläufig seit 2010)
18-20 4,8% 4904 ( rückläufig seit 2010, seit 2014 "nur" um 6% gesunken)
20-25 19,7% 19942 ( genauso wie 18-20)
25-30 24,6% 24859 (stabil)
30-35 22,9% 23127 (um 7% gestiegen seit 2010)
35-40 17,4% 17643 ( um 10% gestiegen seit 2010)
40-45 6,9% 7018 ( um 10% gefallenseit 2010)
Ü 45 0,7% 707 plus minus 10 % je Kj.

Dann kommem wir zum nächsten Punkt aus der Statistik, die Abbrüche je Anzahl der Kinder:
Keine 39.627
1 24.036
2 24.069
3 8.995
4 2.906
5 und mehr 1.576

Medizinische Indikation 3911
Beratungsregelung 97276
Kriminologische Indikation 20 ( könnte eventuell etwas höher liege da nicht jede Frau hausieren geht aufgrund der Vergewaltigung). Statistisch gesehen ist der Fall aber vernachlässigbar. Vom persönlichen befinden müsste jedem der Untermenschen der Sch.... abgeschnitten werden

Die Statistik wird über destatis.de gefunden, alternativ bei Dr google Geburten und Abbrüche 2017 eingeben. %-Zahlen nach Alter weicht minimal (zweite Kommastelle) ab, da ich alles ü30 von Hand gerechnet habe.

Die Zahl insgesamt ist höher als gedacht, die 7,8% der bis zu 20 jährigen dafür niedriger. Gute 40% haben also vor der Abtreibung noch kein einziges Kind, womit 60% schon mindestens eins haben. Zwischen 2010-2017 gab es insgesamt 827.797 Schwangerschaftsabbrüche.

Jetzt habe ich erstmal ein paar Zahlen an die Wand geklatscht. Ich guck das ich die Woche noch was dazu schreibe. Auf meinen provokanten Post ist man ja nicht eingegangen.
Letzte Änderung: 11 Monate 1 Woche her von Radiowecker.

Abtreibung Ja/Nein 11 Monate 1 Woche her #827128

@AndreKim:
In einer Demokratie kann jeder versuchen seine Meinung kundzugeben. Wenn es genug Menschen gibt die eine Meinung haben, dann gilt diese auch als Gesetz.

Genau. Und das Volk hat gesprochen, dass die Abtreibung in den ersten 14-24 SSW nach Beratung straffrei ist. Roma locuta causa finita.


P.S.
Allerdings ändern sich die Gesetze mit der Zeit. Früher war es Ok Leute zu foltern und sie am Scheiterhaufen zu verbrennen, Abtreibung war aber verboten und wurde mit dem Tod bestrafft.

Der Mensch ist ein Merkwürdiges Tier. Einerseits schlachten sich die Menschen zu Millionen ab und tun sich die grausamsten Sachen an, andererseits wollen sie das "Leben" eines Zell-Klumpen retten.
Letzte Änderung: 11 Monate 1 Woche her von Tssir-De-Macabre.

Abtreibung Ja/Nein 11 Monate 1 Woche her #827129

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Radiowecker schrieb:
Auf meinen provokanten Post ist man ja nicht eingegangen.
Meinst du den Post, in dem du ausführst dass es für dich bis zur x-ten Woche kein Mord darstellt? Dein Kriterium Lebensfähigkeit, wenn an Maschinen angeschlossen. Darauf bin ich eingegangen, wenn auch nicht direkt auf dein Kriterium. Wenn du magst, kannst du auf mein Argument, dass auch für Leute gelten könnte, die den Zellhaufen noch keine Rechte zusprechen würden, eingehen.
Genau das ist in Deutschland durch die Judikative und Legislative geschehen. Und damit wurde unter bestimmten Gesichtspunkten eine Abtreibung erlaubt. Damit dürfen unter bestimmten Gesichtspunkten die Maschinen z.b. bei einem Hirntoten abgestellt werden.
Dazu wurde sich ebenfalls geäußert. Der Abbruch ist unter Umständen straffrei, nicht grundsätzlich erlaubt. Außerdem erkennt das Bundesverfassungsgericht das Recht des Lebens ab der Einnistung in der Gebärmutter an. Ein grundsätzliches Erlauben sehe ich da nicht.
Was das Maschinenabstellen betrifft, dafür braucht es etwas von dieser Person Gewillkürtes, und was das angeht habe ich mich ebenfalls bereits geäußert. Wenn man den Willen (noch) nicht feststellen kann, sollte man nicht davon ausgehen, dass es/ er sterben wollen würde.
Tssir-De-Macabre schrieb:
Und das Volk hat gesprochen, dass die Abtreibung in den ersten 14-24 SSW nach Beratung straffrei
Straffrei -unter besonderen Umständen- richtig, dass macht den Abbruch noch nicht zu etwas Normalen oder Unproblematischen. Außerdem warne ich vor einer reinen Demokratie ohne Schutzmechanismen, der Dikatatur der Mehrheit. Hitler wurde demokratisch gewählt. In unserer Verfassung finden wir die Ewigkeitsklausel und in der Präambel die Verantwortung vor Gott und den Menschen. Ich habe und würde folglich bei diesen Thema anders als AndreKim oder du diskutieren.
Allerdings ändern sich die Gesetze mit der Zeit. Früher war es Ok Leute zu foltern und sie am Scheiterhaufen zu verbrennen, Abtreibung war aber verboten und wurde mit dem Tod bestrafft.
Ich als Optimist gehe zwar auch davon aus, dass der Fortschritt unser Leben langfristig verbessert, dies ist aber nicht immer und überall der Fall. Dass Beispiel mit der NS- Zeit habe ich ja gebracht. Gesetze und Moralvorstellungen können sich zum Guten wie zum Schlechten ändern. Grundsätzlich noch kein Problen, wer soll schon bewerten, was Gut und was Schlecht ist, aber beim Leben sollten solche Maßstäbe nicht gelten. Schließlich wären diese Entscheidungen endgültig, nicht revidierbar und möglicherweise folgenreich für unser Verständnis von der Stellung des Lebens in unserer Rechtsordnung. Dass der "Zellklumpen" da für dich rausfällt verstehe ich mittlerweile. Kannst du meine Ansicht aus einen anderen Standpunkt nachvollziehen? und was hälst du von den anderen Argumenten?
Der Mensch ist ein Merkwürdiges Tier. Einerseits schlachten sich die Menschen zu Millionen ab und tun sich die grausamsten Sachen an, andererseits wollen sie das "Leben" eines Zell-Klumpen retten.
Vor gefühlten Ewigkeiten habe ich bereits auf den Unterschied zwischen Mensch und Tier hingewiesen, unteranderem auf die fiktive Sprache, die das Millionenfache Abschlachten, altruistische Taten oder komplexe Gedankengänge ermöglicht. Du unterstützt dadurch nur die Argumentation, dass der Mensch kein oder ein besonderesTier wäre, auch wenn ich meine Argumentation nicht allein darauf aufgebaut habe. Viele Abtreibungsbefürworter stellen wiedereinmal darauf ab, dass es noch größere Probleme gäbe oder dass es überhaupt nicht problematisch wäre. Hier frage ich wieder, ob das eine Unrecht das andere aufwiegt, und verweise auf die restliche Argumentation, sonst wiederhole ich mich bloß.
Kann sein, dass ich wie Radiowecker nicht sehe, ob sich jemand mit meinen (hoffentlich nicht bloß provozierenden) Argumenten auseinandersetzt...

P.S ich vertrete persönlich die momentane rechtliche Regelung, auch wenn unklar ist, ob diese einer Rechtmäßigkeitsprüfung standhalten würde. Die meisten Argumente der Pro-Abtreibungs-Seite würde ich mit: "es ist für mich (noch) kein menschliches Leben" beschreiben, was mMn um es wie TheAwesomePigeon auszudrücken ziemlich einfach wäre -wie auch das Abtreiben ist Mord- Argument. Es ist kein Leben. Es ist kein Leben. Oh. Hatten wir das Argument es ist kein Leben schon?
Wiegesagt haben beide Seiten mehr zu bieten. Meine Argumente waren zwar nicht seine (TheAwesomePigeons) Zeit wert, obwohl ich versucht habe auf Argumentationsschwächen und mögliche Denkfehler einzugehen, die freilich auch mir unterlaufen sein könnten. Deswegen hoffe ich nachwievor, dass sich mal jemand nicht zu schade dafür ist, sich mit Aussagen in einem etwas größeren Kontext auseinanderzusetzen. -selbst wenn man anderer Meinung ist, muss man dass Ganze nicht als unterhaltsam oder als Gutmenschengetue abtun, so setzt man sich nämlich nicht wirklich damit auseinander.

P.P.S Ich habe versucht folgendermaßen zu argumentieren: ich persönlich glaube aus folgenden Gründen, dass das ungeborene Leben ein Recht auf Leben hat, aber selbst wenn es dieses nicht hätte, sollte es aus folgenden Gründen geschützt werden...
Die Gegenseite könnte andersrum diskutieren. Ich glaube aus folgenden Gründen, dass dieser Zellhaufen kein Recht auf Leben hat, aber aus folgenden Gründen sollten -selbst wenn es/ er diese Rechte hätte- diese Rechte verletzt werden dürfen. So hat beispielsweise kaetzacoatl versucht zu erklären, dass beispielsweise bei einer Vergewaltigung die Abtreibung vertretbar sein könnte. Diese Ansicht teile ich.
Die Gegenseite nicht verstehen wollen oder können sowie diese zu difamieren führt zu keinem Ziel. Will man jemanden überzeugen, sollte man ihn ernst nehmen und versuchen sich in ihn hineinzuversetzen. Vllt. ist dies uns und insbesondere mir selber nicht immer gelungen, es sieht jedenfalls so aus als wäre ich kolossal gescheitert. Wiegesagt halte ich euch nicht für böse, naiv oder dumm, aber die Diskussion führt mMn wirklich zu nichts.
Man muss auch nicht immer probieren den anderen zu übzeugen, wenn dieser völlig absdruse Vorstellungen hätte; Ziel sollte vermutlich die Überzeugung und nicht das "Zurückdreschen" sein.
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Abtreibung Ja/Nein 11 Monate 1 Woche her #827132

Ich verstehe und respektiere Deinen Standpunkt. Auch ich habe hohe Moralvorstellungen und schätze das Leben hoch ein.

Dennoch bin ich ein Realist und weiß dass nicht alles nach Moralischen Standards gelöst werden kann.

Wenn eine Frau ein Kind (aus welchen Gründen auch immer) nicht haben will, wird sie es loswerden. Ob dies gesetzlich OK ist oder nicht. Das Verbot der Homosexualität hat die Homosexualität nicht aus der Welt geschafft, die Prohibition hat den Alkoholkonsum nicht beendet sondern nur in den Untergrund verbannt. Dadurch entstehen Verbrechen und Leid aber keine Lösung des Problems.

Wenn wir die Abtreibung verbitten, werden sie entweder im Ausland oder bei dubiosen Quacksalbern durchgeführt, was das Leben der Frauen unnötig in Gefahr bringen würde.

Manche werden sagen dass man das Kind austragen und zur Adoption weggeben kann. Dies kann aber die Frau vor viel größere Moralische Probleme stellen als die Abtreibung selbst.

Die Lösung die wir momentan haben ist zwar nicht die Beste, aber bittet eine betreute Lösung. Es gibt Fälle wo sich die Frauen nach der Beratung doch noch für das Kind entscheiden.

Eine Goldene-Lösung wird es bei diesem Problem nicht geben. Verlust und Leid werden bestehen, man sollte sie nur so gering halten wie möglich.
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Abtreibung Ja/Nein 11 Monate 1 Woche her #827133

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@Tssir-De-Macabre
Danke!
Das entspricht weitesgehend meiner eigenen Meinung -was für eine "gute" Argumentation gar nicht nötig wäre-. Du bringst mMn nachvollziebare Argumente -selbst wenn man der Meinung wäre, dass das Kind ein Recht auf Leben hätte- , die teilweise schon in diesen Post genannt wurden. Und du behauptest/ erkennst nicht, die goldene Lösung -die es vermutlich nicht gibt- gefunden zu haben.
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Abtreibung Ja/Nein 11 Monate 1 Woche her #827139

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@Tssir-De-Macabre:
Genau. Und das Volk hat gesprochen, dass die Abtreibung in den ersten 14-24 SSW nach Beratung straffrei ist. Roma locuta causa finita. (...) Allerdings ändern sich die Gesetze mit der Zeit. Früher war es Ok Leute zu foltern und sie am Scheiterhaufen zu verbrennen, Abtreibung war aber verboten und wurde mit dem Tod bestraft.
Wenn das Volk ein Haufen von Frauen vor fast 50 Jahren ist, ja dann hat das Volk so entschieden.
Du kennst vieleicht die bekannte Spiegel-Titelseite mit den Frauen die Öffentlich bekannten, abgetieben zu haben. Das war 1971. Wie du selber sagst; die öffentliche Meinung ändert sich mit der Zeit und die Gesetze ändern sich mit ihnen. 50 Jahre sind eine lange Zeit. Damals war vieles anders und noch von den 68ern beeinflusst, Jugendliche von heute mögen sich fragen wieso solche Gesetze überhaupt existieren. Viele Deutsche wurden zu dem Gesetzesentwurf nicht gefragt oder konnten ihre Meinung nicht kundgeben, weil sie entweder zu jung oder noch nicht geboren waren. Als ich das erste Mal davon hörte konnte ich es nicht glauben das man sein Kind töten darf.
Das Verbot der Homosexualität hat die Homosexualität nicht aus der Welt geschafft, die Prohibition hat den Alkoholkonsum nicht beendet sondern nur in den Untergrund verbannt. Dadurch entstehen Verbrechen und Leid aber keine Lösung des Problems.
Diese Verbote kannst du schwer mit dem Recht auf Leben vergleichen. Ob jemand im geheimen gleichgeschlechtlichen Sex hat oder Alkohol trinkt schadet niemandem. Wenn du meinst das es okay ist abzutreiben nur weil Frauen sonst andere, möglicherweise brutalere, Methoden benutzen würden: Diese Methoden sind auch verboten und eine Frau würde hart bestraft werden wenn sie ihr Kind nach der Geburt tötet.
Wenn wir die Abtreibung verbitten, werden sie entweder im Ausland oder bei dubiosen Quacksalbern durchgeführt, was das Leben der Frauen unnötig in Gefahr bringen würde.
Es gibt jetzt schon viele Abtreibungskliniken in Holland, Österreich oder der Schweiz die von Deutschen besucht werden, es ist wesentlich schwerer ein Leben zur Welt zu bringen als ein Leben zu nehmen, Menschen im Ausland können das genauso gut wie deutsche Ärzte.
Eine Goldene-Lösung wird es bei diesem Problem nicht geben. Verlust und Leid werden bestehen, man sollte sie nur so gering halten wie möglich.
Dem stimme ich vollkommen zu, darauf baut die Argumentation von Pro und Contra auf. Nur wiegen beide Seiten die einzelnen Aspekte unterschiedlich auf.
Wenn eine Frau ein Kind (aus welchen Gründen auch immer) nicht haben will, wird sie es loswerden. Ob dies gesetzlich OK ist oder nicht.
Ist das wirklich dein Frauenbild?
Es gibt Fälle wo sich die Frauen nach der Beratung doch noch für das Kind entscheiden.
Spätabtreibungen sind unglaublich abstoßend und brutal. Wenn jemand ein Bild davon gesehen hat oder ihm auch nur die Methoden beschrieben wurden würde ich erwarten das man sich doch entscheidet das Kind zu behalten. Ich schreib hier mal keine Links zu Seiten mit Bildern rein, so was kannst du mit eigener Verantwortung selbst suchen.
Hier ein Video ohne Bilder in dem eine Methode beschrieben wird.
Der Mensch ist ein Merkwürdiges Tier. Einerseits schlachten sich die Menschen zu Millionen ab und tun sich die grausamsten Sachen an, andererseits wollen sie das "Leben" eines Zell-Klumpen retten.
Ich kenne keinen Menschen der Millionen andere "abschlachtet" und trotzdem gegen Abtreibung ist.
Letzte Änderung: 11 Monate 1 Woche her von AndreKim. Begründung: Benutzernamen von anderem Proxermitglied deutlich gemacht

Abtreibung Ja/Nein 11 Monate 1 Woche her #827143

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Ich persönlich bin der Meinung das jeder selber machen kann mit seinem Körper, was er will und da hat auch niemand was zu melden. Und solange ein Kind noch nicht geboren ist, ist es für mich ein Fremdkörper im inneren einer Frau, insofern es nicht gewünscht ist. Eine Abtreibung füge ich ja meinem eigenen Körper zu, sei dies jetzt physisch oder psychisch und ich muss ja mit meiner Entscheidung leben und nicht mein Nachbar, nicht Merkel und auch nicht Trump oder sehe ich das falsch? Als Frau würde ich auch nicht täglich das Gesicht meines Vergewaltiger sehen wollen und mich dadurch immer und immer wieder an diesen Tag, an dieses Leid oder die Folter erinnert werden.

@AndreKim
Ob jemand im geheimen gleichgeschlechtlichen Sex hat oder Alkohol trinkt schadet niemandem.
Ja gut, dann müssen Schwangere einfach täglich genug Absinth trinken und du hättest kein Problem mehr damit. Also Abtreibung wie früher, hat sich ja auch jahrelang bewährt.
Ich kenne keinen Menschen der Millionen andere "abschlachtet" und trotzdem gegen Abtreibung ist.
Es ging eher um die "Rasse" Mensch und nicht um einen Menschen als einzel Person, was man auch klar erkennen kann.

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Abtreibung Ja/Nein 11 Monate 1 Woche her #827150

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@Freilli:
Deine eher radikale Position finde ich interessant, denn ich bin Vertreter der gegenüberliegenden Position: Alles ab einer befruchteten Eizelle abzutreiben ist Mord
Und solange ein Kind noch nicht geboren ist, ist es für mich ein Fremdkörper im inneren einer Frau, insofern es nicht gewünscht ist
Du würdest wirklich sagen man sollte noch bis zur Geburt abtreiben dürfen? Macht du da irgendwelche Ausnahmen?
Und wieso hat ein ungeborenes das sich die Mutter wünscht deiner Meinung nach ein Recht weiterleben zu dürfen, ein ungewünschtes Kind allerdings nicht?
Diese "Fremdkörper" sind Menschen die eigene Leben führen und vieles erreichen können. Willy Brandts Mutter hat ihn mit 19 bekommen, stell dir mal vor was passiert wäre wenn solche Menschen nicht existieren würden.
Eine Abtreibung füge ich ja meinem eigenen Körper zu
Meintest du nicht buchstäblich einen Satz vorher das ein ungeborenes ein "Fremdkörper" sei? Wieso siehst du es jetzt als Teil der Mutter an?
Wenn etwas ein Teil von dir war oder aus einem Teil von dir entstanden ist, gibt dir das dann wirklich das Recht darüber zu verfügen? Von dir stammt nur die Eizelle, du bist es nicht der da einen weiteren Kopf, weiter Arme oder Beine bekommt, es ist jemand anderes, ein anderes menschliches Leben.
Als Frau würde ich auch nicht täglich das Gesicht meines Vergewaltiger sehen wollen und mich dadurch immer und immer wieder an diesen Tag, an dieses Leid oder die Folter erinnert werden.
Heißt das für dich ist Abtreibung nur okay wenn sie auf eine Vergewaltigung folgt?
Die Begründung "ich will nicht täglich das Gesicht meines Vergewaltigers sehen und an den Tag, das Leid erinnert werden" find ich schwach. Viele Menschen erleben wirklich schlimme Dinge und wollen nicht wieder daran erinnert werden, allerdings tötet keiner einen Menschen dafür. Wenn du das Gesicht deines Vergewaltigers nicht sehen willst dann sieh ihn nicht an. Aber ich glaub kaum das dein Kind dich vergewaltigt hat. Weitere Beispiele: Wenn ein Soldat im Krieg gefoltert wurde will er bestimmt auch niemanden sehen der ihn an seine Erlebnisse erinnert. Aber beendet er deshalt die Leben von ungeborenen Kindern? Was ist mit Menschen die vergewaltigt wurden, aber nicht schwanger wurden, haben die auch einen Freifahrtsschein jemandes Leben zu beenden weil sie an die Vergewaltigung erinnert werden?
Ja gut, dann müssen Schwangere einfach täglich genug Absinth trinken und du hättest kein Problem mehr damit.
Ich gehe davon aus das auch Schwangere Warnhinweise lesen können. Alkohol während der Schwangerschaft ist logischerweise nicht wünschenswert.
Es ging eher um die "Rasse" Mensch und nicht um einen Menschen als einzel Person, was man auch klar erkennen kann.
Das weiß ich auch. Ich versuchte nur zu verdeutlichen dass man nicht alle Menschen unter einen Teppich kehren kann.
Eine Abtreibung füge ich ja meinem eigenen Körper zu, sei dies jetzt physisch oder psychisch und ich muss ja mit meiner Entscheidung leben und (...) nicht Merkel und auch nicht Trump oder sehe ich das falsch?
Nur weil etwas nur dir schadet muss es nicht automatisch gut sein. So kann man ja als Regierung auch bestimmte Drogen verbieten oder deswegen versucht die Polizei Selbstmörder zu stoppen.

Abtreibung Ja/Nein 11 Monate 1 Woche her #827151

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So, fange wir mal mit der Einleitung an, die mein erster Post eigentlich hatte. Dieses Thema ist beschissen für eine Diskussion. Ob Pro oder Contra, entweder ist man dafür oder dagegen. Selten das jemand zum Thema seine Meinung um 180 Grad wendet. Nun ein paar Quotes und meine Meinung.
DaviDwithD schrieb:
Radiowecker schrieb:
Auf meinen provokanten Post ist man ja nicht eingegangen.
Meinst du den Post, in dem du ausführst dass es für dich bis zur x-ten Woche kein Mord darstellt? Dein Kriterium Lebensfähigkeit, wenn an Maschinen angeschlossen. Darauf bin ich eingegangen, wenn auch nicht direkt auf dein Kriterium. Wenn du magst, kannst du auf mein Argument, dass auch für Leute gelten könnte, die den Zellhaufen noch keine Rechte zusprechen würden, eingehen.

Leider verstehe ich deine Frage nicht, bzw. weiß nicht auf welchen Punkt es genau bezogen ist, so dass ich dir da nicht antworten kann. Aber die oben genannte Aussage war für mich eine rein provokative Antwort bzw. Aussage. Es ging einfach nur darum zu zeigen das es solche Meinungen gibt. Diese sind wie Subjektiv. Und jemand der eine solche Meinung hat, bei dem fällt das Mordargument raus. Und dies wollte ich zeigen, da ich eben nur zu 95% das rauslese bei jemandem und es mir wirklich auf den Zeiger ging.
DaviDwithD schrieb:
@Tssir-De-Macabre
Danke!
Das entspricht weitesgehend meiner eigenen Meinung -was für eine "gute" Argumentation gar nicht nötig wäre-. Du bringst mMn nachvollziebare Argumente -selbst wenn man der Meinung wäre, dass das Kind ein Recht auf Leben hätte- , die teilweise schon in diesen Post genannt wurden. Und du behauptest/ erkennst nicht, die goldene Lösung -die es vermutlich nicht gibt- gefunden zu haben.

Danke dafür. Ich hatte vollkommen vergessen das ich hier niemanden von irgendetwas überzeugen muss oder eine Entscheidung fällen muss die bindend ist für die Zukunft.
DaviDwithD schrieb:
Radiowecker schrieb:
Genau das ist in Deutschland durch die Judikative und Legislative geschehen. Und damit wurde unter bestimmten Gesichtspunkten eine Abtreibung erlaubt. Damit dürfen unter bestimmten Gesichtspunkten die Maschinen z.b. bei einem Hirntoten abgestellt werden.
Dazu wurde sich ebenfalls geäußert. Der Abbruch ist unter Umständen straffrei, nicht grundsätzlich erlaubt. Außerdem erkennt das Bundesverfassungsgericht das Recht des Lebens ab der Einnistung in der Gebärmutter an. Ein grundsätzliches Erlauben sehe ich da nicht.
Für mich bedeutet es das gleiche. Wenn man es aber zu 100% richtig ausdrücken will, hast du Recht. Es ist nicht erlaubt, es ist unter bestimmten Gesichtspunkten straffrei.


Und nun zu mir. Ich finde es gut das der Gesetzgeber Schwangeren die Möglichkeit gegeben hat unter bestimmten Gesichtspunkten die Abtreibung straffrei zu erlauben. Somit wurde diese Tat entkriminalisiert.

Stand heute würde ich nicht wollen das meine Lebenspartnerin (zukünftig Frau genannt, egal ob Freundin oder Eherfrau.), da ich KInder haben möchte, eine Abtreibung durchführt. Wenn es dann soweit ist, doer wie es in 2-10 Jahren aussieht kann ich nicht sagen. Für mich ist diese Entscheidung in erster Linie eine Gewissensentscheidung, die wie vom Gesetz verlangt auch durchgesprochen und beraten werden sollte. Wie ich es mit 2 Kindern entscheiden würde, kann ich nicht sagen.

Vergewaltigung: Wurde schon das meiste gesagt womit ich übereinstimme. Dazu kommt wie gesagt der psychische Stress den jemand hat. Da die Psyche doch auf vieles einen Einfluss hat, so kann es sein das die Frau auch noch eine Fehlgeburt erleidet, was ihr Leben dadurch eventuell noch mehr zerstören wird. Und selbst da sind die guten Menschen so dass sie mauscheln und wahrscheinlich der Frau am Versagen der Entbindung geben. Die wenigsten werden hausieren gehen mit der Vergewaltigung, so dass diese Frau eine Schlampe ist und auch noch währned der Schwangerschaft nicht aufpasst und so ihr Kind verliert. Eine Psychische Erkrankung bzw. ein solcher Schicksalsschlag benötigt ärtzliche Unterstützung um das eigene Leben in die Bahn zu kriegen U(hier spreche ich von der Vergewawltigung). Es ist nicht ein Gefühl was die Frau hat, es ist ein Trauma welches sie hat. Eventuell ein Kind aufzuziehen oder abzugeben welches nicht geliebt wird finde ich unmenschlicher als es abtreiben zu lassen.

Ärztliche Medikation: Hier kommt es darauf an wie gut die Überlebenschancen der einzelnen sind. Wenn nicht abgetrieben wird und die Frau sowie das Kind sterben bevor es zur Geburt kommen kann so bin ich bei der Abtreibung. Wenn es um eine Behinderung geht, bei welchem das Kind nur Leiden würde und ein kurzes Leben hat und die Frau kommt um wäre ich für die Abtreibung denke ich. Wenn die Frau beid er Geburt zu 100% ums Leben kommt und das Kind zur Welt kommt (gesund oder behindert), so ist es eine Gewissensentscheidung für mich, die man fällen müsste. Aber in dem Fall wäre ich für eine Abtreibung. Bei Überlebenschance der Frau ist es ganz klar Ihre Entscheidung ob sie das Kind austragen möchte oder nicht. Das ist auch sicherlich der ein oder andere Grund warum ältere Frauen eine Abtreibung durchführen lassen.

Die Abtriebung ist für mich eine Gewissensentscheidung, die die Frau, auch zusammen mit Ihrem Mann fällen muss. Ich möchte meinem Kind im Leben was bieten, ich will dem Kind alle Möglichkeiten und Chancen geben insowiet es mir möglich ist. Ich will das Beste für das Kind. Ich will es leiben. Das Problem ist wenn man diesen dummen dummen dummen Fehler, oder mit Pech bei allen Verhütungsmethoden, macht und die Frau wird schwanger und nichts davon ist gegeben, ich meine Probleme auf das Kind projeziere, es nichts hat und ein verkorkstes Leben führt, so wäre ich eher für eine Abtriebung. So würde ich wahrscheinlich lieber das menschliche Wesen in Bauch abtreiben lassen, wie das Kind nach der Geburt durch die Adoption / Klappe oder wie das Kind nach der Geburt das ich dann langsam aber sicher durch meine Handlungen abtreibe.

Dies ist meine bescheidene Subjektive Meinung zu dem Thema. Diese entsteht aus den Erfahrungen die ich gemacht habe und Werten die ich vorgelebt bzw. gebildet habe. Und ich hoffe das ich niemlas in die Situation komme dies zu entscheiden, bzw. mit meiner Frau mitzuentscheiden.

MfG

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Abtreibung Ja/Nein 11 Monate 1 Woche her #827152

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Radiowecker schrieb:
Eigentlich wollte ich mich nicht zum Thema äußern, aber nachdem ich es schon lese kann ich auch was dazu schreiben.

Um wie folgt auszudrücken, ich sehe den Embryo nicht vor der 24 Woche als Menschen an. Erst ab diesem Zeitpunkt wäre er an Maschinen angeschlossen lebensfähig. Somit ist ein Schwangerschaftsabbruch für mich bis dahin kein Problem. Es handelt sich für mich in dem Fall um einen Embryo und nicht um einen Menschen. Es kann potenziell ein Mensch werden, jup stimmt, ist es aber noch nicht. Also ist es auch kein Mord für mich. Somit sehe ich keine Gründe warum ein Schwangerschaftsabbruch bor der 24. Woche verboten werden sollte.
Da du wolltest das man auf diesen Post eingeht, hier ein Zitat aus der FAZ:
"Eine späte Abtreibung ist manchmal eine Frühgeburt."
"Was soll der Arzt tun, wenn die vorgesehene Abtreibung zur Geburt eines lebenden Wesen wird?" Dass solche Fälle nicht mehr Fiktion, sondern Realität sind, lässt sich mit Zahlen belegen. Das jüngste in der Uni-Frankfurt überlebende Kind wurde nach 23 Wochen und fünf Tagen geboren. Aus England und Amerika wurden einige noch frühere Geburten bekannt
Die 24 Wochen decken sich erstens nicht mit den bisher bekannten Zahlen, und zweitens stellt sich mir da eine andere Frage:
Darf ich deiner Meinung nach (,wenn das Kind deiner Meinung vor der 24 Woche ja noch kein Mensch ist,) das Kind töten, wenn es möglich wäre dies zu tun, ohne die Mutter groß zu verletzen, auch wenn die Mutter ihr Kind behalten will?

Abtreibung Ja/Nein 11 Monate 1 Woche her #827153

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Tja um die Frage einfach zu beantworten wenn ich diese Aussage tätige und auch diese Meinung dann dazu vertrete:

Dann hat die Mutter Pech gehabt, hätte sie das mal früher machen lassen. Auf Wikipedia standen 22-24 Wochen. Ich habe mich einfach mal auf bis zur 24. und dem Maximum eingelassen. Ich meine die Mutter wurde ja auch vom Arzt aufgeklärt und das bei dieser Wochenzahl das passieren könnte. Ohne ein Beratungsgespräche hätte sie das ja auch nicht machen lassen dürfen. Es ist also kein Zellhaufen im Bauch mehr, sondern das geborene Kind.

Das wird nicht möglich sein, im Minimum hast du ja, da die Mutter Ihr Kind behalten wollte, der Mutter einen psychischen Schaden zugefügt. Es läuft zwar nicht auf eine Tötung aus, aber auf Körperverletzung und je nachdem wie die Mutter psychisch davon beeinträchtigt ist dies mindestens Körperverletzung wenn nicht gar schwere Körperverletzung. Wenn der Frau gar nichts passiert dann hat sie Pech gehabt.

Im Leben läuft eben nicht immer alles rund, manchmal hat man Pech und manchmal lacht die Sonne über den anderen.

Abtreibung Ja/Nein 11 Monate 1 Woche her #827166

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Vorneweg: Ich bin ganz klar für die Abtreibung und kann nicht verstehen, wie jemand einem Fötus, der alleine nicht existieren kann, Rechte zusprechen will, die es nicht hat, siehe unten, während man bereits existierenden Menschen im Gegenzug dafür (Menschen-) Rechte absprechen will.

Das Hauptargument der Abtreibungsgegner ist, dass das Leben mit der Befruchtung bereits vollwertig sei. Damit steht und fällt das gesamte Argumentationskonstrukt, welches aufgebaut wird. In meinen Augen ist dies aber der falsche Zeitpunkt. So kann sich nach der Befruchtung der Eizelle auch diese eventuell nicht einnisten in die Gebärmutter. Wenn der Körper die Einnistung verhindert und die befruchtete Eizelle ausscheidet anstatt einnistet, begeht der Körper von sich selbst dann einen Mord, den die Frau nicht mal verhindern kann, da sie das nicht aktiv beeinflussen kann, aber das Leben ja mit Befruchtung angeblich begonnen hat?
AndreKim schrieb:
Der dritte Artikel der allgemeinen Menschenrechte sollte auch für ungeborene gelten.
Rein rechtlich beginnt das Menschsein mit der Geburt. In diesem Sinne gilt auch die allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR) und dein geliebter Artikel 3 daraus erst ab der Geburt. Vorher ist dieser Punkt nicht anwendbar. Man kann sich nicht nur auf die Gesetze berufen, die einem gefallen, sondern muss diese im Ganzen betrachten. Alleine schon Artikel 1 AEMR besagt: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“. Schon hier wird ersichtlich, dass Menschen geboren sind. Ein ungeborenes Etwas, ist nicht geboren und somit nach der AEMR kein Mensch und hat keinen Anspruch auf Artikel 3. Man kann sich nicht nur die Gesetze rauspicken, die einem am besten gefallen und die anderen ignorieren.
kaetzacoatl schrieb:
Auf der anderen Seite stehen die eindeutigen, völlig interpretationsfreien, wissenschaftlichen Definitionen. Von der Zeugung bis zum Tod ist es ein Mensch. So einfach ist es.
Zu der biologisch/wissenschaftlichen Seite, ab wann ein Mensch erst als solcher anzusehen ist, hatte Fish. eigentlich bereits alles gesagt und ich kann mich dem nur anschließen, ich weiß auch nicht, wie du mit deiner wissenschaftlichen Definition da zu einer anderen Erkenntnis kommst.:
Fish. schrieb:
Eine befruchtete Eizelle ist kein Mensch […] Biologisch gesehen spricht man erst ab der 30 Schwangerschaftswoche von einem Kind, alles davor wird als Fötus bezeichnet. Alles davor gleicht keinem normalentwickelten Menschen
Im Übrigen gilt auch sonst für dich gerne die Fragestellung, was in dem Fall ist, indem die befruchtete Eizelle nicht von der Gebärmutter aufgenommen wird. Ist das dann Mord, da es nach deiner wissenschaftlich Definition bereits ein Mensch war, der ableben musste dadurch?
Zu was ein radikales Verbot von Abtreibungen führen kann, sieht man in Argentinien: Nach Schätzungen des argentinischen Gesundheitsministeriums werden jährlich in dem Land über 350.000 illegale Abtreibungen durchgeführt. Rund 50.000 Frauen würden jedes Jahr nach diesen Eingriffen in Krankenhäuser eingeliefert. Bei jeder 7. Frau dort sind die Verletzungen bei illegalen Abtreibungen so groß, dass diese danach sogar ins Krankenhaus müssen. Dabei sind die „leichten Verletzungen“, wo die Frau nicht ins Krankenhaus geht nicht mitgerechnet. Ganz zu schweigen davon erhalten die Frauen vorher keine umfassende Beratung, wie es der Fall ist, wenn das ganze legal ist. Somit steigt hier nochmal die Rate der eh bereits von AndreKim aufgeführten möglichen psychischen Nebenwirkungen an, da die Frauen sich darauf überhaupt nicht einstellen konnten.
AndreKim schrieb:
Keine Mutter sollte ihr Kind hassen
Es gibt aber Mütter, die ihr Kind hassen. Man sollte auch nicht bei Rot über die Ampel laufen, selbst wenn frei ist, aber es gibt Leute, die eben genau das tun. Dies ändert sich mit Sicherheit nicht dadurch, dass man ihnen sagt, dass man das nicht soll und anschließend muss das Kind dafür leiden. Man sollte auch keinen Alkohol während der Fahrt intus haben, trotzdem fahren Leute betrunken. Die Aussagekraft des Wortes „sollte“ ist immer auch mit der Möglichkeit der Ausnahme belegt schon vom Wortlaut her.
Wie Freilli es bereits sagte: Der Frau sollte natürlich das Recht zustehen, über ihren Körper entscheiden zu dürfen, keinem dritten und dazu gehört auch der Fötus. Grausam finde ich die Einstellung, dass manche sogar der Meinung sind, sie müsste nach einer Vergewaltigung das Kind austragen. Dass die Frau dadurch laufend an die schreckliche Tat erinnert wird steht außer Frage. Und nein, dass ist keine Rechtfertigung, den Täter zu ermorden, aber dieser sitzt entsprechend eine Zeit lang im Gefängnis und anschließend kann man ein Näherungsverbot erwirken, dass man diese Person nicht sehen muss. Wie man jetzt ein Näherungsverbot gegenüber dem an die Tat erinnernden Fötus im Mutterleib beziehungsweise dem Neugeborenen durchsetzen will, scheint mir dagegen äußerst fraglich, schließlich ist der Fötus ja mit dem Körper der Frau verbunden zu einer Einheit und hat damit ständigen Kontakt.
AndreKim schrieb:
Und wieso hat ein ungeborenes das sich die Mutter wünscht deiner Meinung nach ein Recht weiterleben zu dürfen, ein ungewünschtes Kind allerdings nicht?
Wieso darf sich jemand, der einen Schokoriegel will, einen kaufen, aber derjenige, der keinen Schokoriegel will, darf ihn einfach liegen und verderben lassen. Wenn du dem Schokoriegel jetzt menschliche Eigenschaften, wie dem ungeborenen Fötus zuweist, was beides keine Menschen sind, hast du die gleiche Fragestellung nur aus der gegenüberliegenden Sicht. Sollte nun der Schokoriegel durch die Person verpflichtend in den eigenen Haushalt gebracht werden müssen, obwohl sie ihn nicht will? Sollte nun der Fötus durch die Person verpflichtend in den eigenen Haushalt gebracht werden müssen, obwohl sie ihn nicht will?
AndreKim schrieb:
Hier ein Video ohne Bilder in dem eine Methode beschreibt.
Es gibt Fälle wo sich die Frauen nach der Beratung doch noch für das Kind entscheiden.
Spätabtreibungen sind unglaublich abstoßend und brutal. Wenn jemand ein Bild davon gesehen hat oder ihm auch nur die Methoden beschrieben wurden würde ich erwarten das man sich doch entscheidet das Kind zu behalten.
Ich habe das Video geschaut und auch Google befragt und habe weiterhin keinerlei Bedenken gegen Abtreibungen. Hier liegt das Recht einfach bei der Frau. Und so schlimm ist das Ganze auch wieder nicht. Bei jeder Schlachtung eines Tieres werden die Gliedmaßen einzeln zerlegt und nicht das Tier im Ganzen verarbeitet. Bei etlichen Operationen sind mehrere Eingriffe nötig, weil nicht alles mit einem Mal erledigt werden kann. Dass ein Fötus da auch nicht mit einem einzigen Handgriff entfernt wird, finde ich daher nicht schlimm oder gar schrecklich.
Noch zwei kleine Punkte, die etwas Off-Topic sind und daher mal in Spoiler gesetzt:
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Abtreibung Ja/Nein 11 Monate 1 Woche her #827170

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@AndreKim
Du würdest wirklich sagen man sollte noch bis zur Geburt abtreiben dürfen?
An sich ja, solange man selber damit leben kann.
Willy Brandts Mutter hat ihn mit 19 bekommen, stell dir mal vor was passiert wäre wenn solche Menschen nicht existieren würden.
Da ich Schweizer bin juckt mich der Typ sowas von nicht die Bohne. Und ja ich weiss wer das ist.
Meintest du nicht buchstäblich einen Satz vorher das ein ungeborenes ein "Fremdkörper" sei? Wieso siehst du es jetzt als Teil der Mutter an?
Ein Tumor ist auch ein Fremdkörper und kann jeden befallen. Ich selber entscheide dabei ob ich meinem Körper eine Chemotherapie antue oder nicht.
Von dir stammt nur die Eizelle
Bei einem Tumor sind mehr Zellen von mir im Vorgang involviert und ich glaube DU hast nichts dagegen wenn man dieses entfernt oder bekämpft oder etwa doch? Und von mir bzw der Frau stammt nicht nur die Eizelle, sondern auch die Nährstoffe die für den Wachstum benötigt werden. Ebenso das Blut, welches man ja nicht freiwillig gibt, wenn man das Kind nicht will. Aber warte mal, ist das stehlen von Blut an sich nicht wieder Körperverletzung?
Heißt das für dich ist Abtreibung nur okay wenn sie auf eine Vergewaltigung folgt?
Nein, an sich sollte jede Frau das recht haben abzutreiben, aus welchen Gründen auch immer. Die Vergewaltigung war nur ein Beispiel dafür. Beim Rest des Absatzes musste ich überlegen ob du sowas wirklich ernst meinst, also deine Fragen oder ob du mich versuchst damit zu trollen und zu verarschen. Mord ist nie in Ordnung und bevor du fragst, solange das Kind nicht auf der Welt ist, ist es für mich kein Mord!
Alkohol während der Schwangerschaft ist logischerweise nicht wünschenswert.
Also schadet es doch wieder jemandem? Langsam musst du dich aber entscheiden. Entweder schadet es niemanden, wie du einpaar Posts vorher sagtest oder es schadet jemandem.
Nur weil etwas nur dir schadet muss es nicht automatisch gut sein.
Dann kannst du mir sicherlich einen guten Grund liefern, weshalb die vergewaltigte Frau Müller aus Domat/Ems, nicht abtreiben sollten weil es DICH betrifft. Ebenso würde ich gerne alle Personen wissen, welche es abgesehen von Frau Müller betrifft.


@mungu
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Abtreibung Ja/Nein 11 Monate 1 Woche her #827173

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@Freilli:
Du würdest wirklich sagen man sollte noch bis zur Geburt abtreiben dürfen?
An sich ja, solange man selber damit leben kann.
Weißt du wie eine Abtreibung durchgeführt wird?
Da ich Schweizer bin juckt mich der Typ sowas von nicht die Bohne.
Es gibt bestimmt auch Schweizer bei denen die Mutter überlegt hat ob sie hätte abtreiben sollen. Möglicherweise bist du sogar mit jemandem befreundet dessen Mutter mit dem Gedanken spielte abzutreiben, wer weiß.
Bei einem Tumor sind mehr Zellen von mir im Vorgang involviert und ich glaube DU hast nichts dagegen wenn man dieses entfernt.
Klar hab ich nichts dagegen. Vorher argumentierte ich das von der Frau nur die Eizelle stammt, wenn bei einem Tumor "mehr Zellen von dir im Vorgang involviert" sind bin ich mehr als froh dir die Entscheidung zu überlassen. Ein Tumor ist kein Lebewesen und erst recht kein menschliches, also weg damit.
Ebenso das Blut, welches man ja nicht freiwillig gibt, wenn man das Kind nicht will. Aber warte mal, ist das stehlen von Blut an sich nicht wieder Körperverletzung?
Selbst wenn es Körperverletzung wäre könnte man sie nicht mit dem beenden eines menschlichen Lebens aufwiegen. Aber ein ungeborenes zapft sein Blut, meines Wissens, nicht einfach von der Mutter ab, sonst würde ja immer die gleiche Blutgruppe vererbt werden. Auch die Nähnstoffe kommen nicht von der Mutter, sondern werden nur über die Mutter an das Kind weitergeleitet, aber hier bin ich mir echt nicht sicher. Trotzdem würde ich auch hier wieder aufwiegen: Nährstoffe - menschliches Leben.
Beim Rest des Absatzes musste ich überlegen ob du sowas wirklich ernst meinst, also deine Fragen (...). Mord ist nie in Ordnung und bevor du fragst, solange das Kind nicht auf der Welt ist, ist es für mich kein Mord!
Die Fragen meinte ich ernst und wollte damit dein Argument "Erinnern an die Vergewaltigung deswegen abtreiben" wiederlegen.
Also schadet es doch wieder jemandem? Langsam musst du dich aber entscheiden. Entweder schadet es niemanden, wie du einpaar Posts vorher sagtest oder es schadet jemandem.
Wenn ich als 1,85 großer Mann verantwortungsbewusst Alkohol trinke schadet er mir nicht. Auch schrieb ich im letzten Post das Schwangere Warnhinweise lesen können sollten, hier in Deutschland haben wir seit einigen Jahren diese an einigen alkoholischen Getränken angebracht. Wenn ich meinen gesunden Menschenverstand benutze bevor ich Alkohol zu mir nehme dann schadet er mit nicht. Mann muss ja nicht gleich davon ausgehen das man sich als Schwangere Absint zumutet.
Dann kannst du mir sicherlich einen guten Grund liefern, weshalb die vergewaltigte Frau Müller aus Domat/Ems, nicht abtreiben sollten weil es DICH betrifft. Ebenso würde ich gerne alle Personen wissen, welche es abgesehen von Frau Müller betrifft.
Erstmal wünsche ich der Frau Müller mein Beileid, niemand sollte eine Vergewaltigung miterleben müssen. Wie es mich betrifft? Ziemlich wenig aber darüber später. Allerdings bin ich auch nicht von Morden betroffen, und trotzdem habe ich ein Recht, Gesetze zu fordern die diese verbieten.
Welche weiteren Personen es betrifft? In erster Linie das ungeborene. Wir können uns jetzt streiten ob es ein Mensch ist, aber eins ist es auf jeden Fall: ein menschliches Leben. Ich denke kaum das es jemandem nichts ausmacht wenn sein Leben genommen wird. Das Kind bekommt vieleicht nicht viel davon mit, aber das tun Leute im Koma auch nicht. Wer noch betroffen ist? Alle die je Bekanntschaft mit dem Jungen/Mädchen machen würden wenn es geboren wäre. Das Ungeborene könnte zu einem Freund oder einem Ehepartner für jemanden werden, könnte eigene Ideen haben und vorallem weiterleben. Auch ich könnte davon betroffen sein, möglicherweise habe ich ja einmal die Möglichkeit diesen Menschen kennenzulernen. Oder das Kind erfindet ein Mittel gegen Krebs, wer weiß? Wenn man ein Gesetz entwerfen würde das Abtreibung verbietet würden noch weit mehr Menschen betroffen sein denn dann ginge es nicht mehr um ein Einzelschicksal.


@Mungu:
Rein rechtlich beginnt das Menschsein mit der Geburt. In diesem Sinne gilt auch die allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR) und dein geliebter Artikel 3 daraus erst ab der Geburt. Vorher ist dieser Punkt nicht anwendbar. Man kann sich nicht nur auf die Gesetze berufen, die einem gefallen, sondern muss diese im Ganzen betrachten. Alleine schon Artikel 1 AEMR besagt: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“. Schon hier wird ersichtlich, dass Menschen geboren sind. Ein ungeborenes Etwas, ist nicht geboren und somit nach der AEMR kein Mensch und hat keinen Anspruch auf Artikel 3. Man kann sich nicht nur die Gesetze rauspicken, die einem am besten gefallen und die anderen ignorieren.
Naja ich sprach nur davon das der Artikel 3 auch für ungeborene gelten sollte. Artikel 3 spricht davon das "jeder" ein Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit hat, was ich persönlich wünschenswert finde. Da ich bei keinem der Gesetze irgendwas beeinflussen konnte kann ich mir leider nur die Gesetze raussuchen die mir gefallen und mir wünschen das diese auch für ungeborene gelten. Das die Realiät und die aktuelle Rechtslage anders aussieht weiß ich.
Keine Mutter sollte ihr Kind hassen
Es gibt aber Mütter, die ihr Kind hassen. Man sollte auch nicht bei Rot über die Ampel laufen, selbst wenn frei ist, aber es gibt Leute, die eben genau das tun. Dies ändert sich mit Sicherheit nicht dadurch, dass man ihnen sagt, dass man das nicht soll und anschließend muss das Kind dafür leiden. Man sollte auch keinen Alkohol während der Fahrt intus haben, trotzdem fahren Leute betrunken. Die Aussagekraft des Wortes „sollte“ ist immer auch mit der Möglichkeit der Ausnahme belegt schon vom Wortlaut her.
"Keine Mutter sollte ihr Kind hassen, oder sogar töten, egal wer der Vater ist." War mein Orginalbeitrag und ich glaube du kannst mir hier zustimmen. Ich stimme dir zu, das Wort "sollte" ist mit der Möglichkeit der Ausnahme belegt, aber leider gibt es Ausnahmen auch in diesem Fall.
Ich habe das Video geschaut und auch Google befragt und habe weiterhin keinerlei Bedenken gegen Abtreibungen. Hier liegt das Recht einfach bei der Frau. Und so schlimm ist das Ganze auch wieder nicht. Bei jeder Schlachtung eines Tieres werden die Gliedmaßen einzeln zerlegt und nicht das Tier im Ganzen verarbeitet. Bei etlichen Operationen sind mehrere Eingriffe nötig, weil nicht alles mit einem Mal erledigt werden kann. Dass ein Fötus da auch nicht mit einem einzigen Handgriff entfernt wird, finde ich daher nicht schlimm oder gar schrecklich.
Bei einer Schlachtung eines Tieres werden keine Körperteile ausgerissen, und man schlachtet normalerweise keine Menschen. Menschen sind generell nicht mit Tieren gleichzusetzen. Das du die Abtreibung mit einer "Schlachtung eines Tieres" gleichsetzt hätte mich eigentlich vermuten lassen das du gegen Abtreibung bist.
Wieso darf sich jemand, der einen Schokoriegel will, einen kaufen, aber derjenige, der keinen Schokoriegel will, darf ihn einfach liegen und verderben lassen. Wenn du dem Schokoriegel jetzt menschliche Eigenschaften, wie dem ungeborenen Fötus zuweist, was beides keine Menschen sind, hast du die gleiche Fragestellung nur aus der gegenüberliegenden Sicht. Sollte nun der Schokoriegel durch die Person verpflichtend in den eigenen Haushalt gebracht werden müssen, obwohl sie ihn nicht will? Sollte nun der Fötus durch die Person verpflichtend in den eigenen Haushalt gebracht werden müssen, obwohl sie ihn nicht will?
Lebt ein Schokoriegel? Ist ein Schokoriegel menschlich? Meine Hauptargumentation ist, das man kein menschliches Leben beenden sollte, egal wie schwach es ist, wo es sich befindet oder oder was andere über es denken. Auch fordere ich nicht das "ein Fötus (...) verpflichend in den eigenen Haushalt gebracht" werden soll, vielmehr habe ich schon mehrfach die Möglichkeiten "Babyklappe" und "Adoption" in die Runde geworfen.

An die, die generell für Abtreibungen bis zum Ende sind:
Viele Dinge wie das Geschlecht des Ungeborenen oä. lassen sich, teils auch schon ziemlich früh, erkennen.
In vielen Kulturen werden Mädchen in weitaus höheren Raten abgetrieben als Jungen, ist das eurer Meinung nach vertretbar?
Bei homosexuellen Menschen sind manche Gehirnregionen so ausgebildet wie beim anderen Geschlecht. Das ganze ist ziemlich kontrovers, aber würdet ihr es okay finden wenn eine Mutter abtreibt weil sie weiß ihr Kind ist homosexuell?
Letzte Änderung: 11 Monate 1 Woche her von AndreKim. Begründung: "@" bei @Freilli hinzufgefügt; Beitrag an Mungu angehängt; Frage am Ende hinzugefügt
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