THEMA: Abtreibung Ja/Nein

Abtreibung Ja/Nein 10 Monate 3 Wochen her #826782

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AndreKim schrieb:
Ok dann frage ich dich etwas anderes: Was hast du davon das Menschen die andere Menschen töten bestraft werden? Du kennst die meisten der Opfer doch auch nicht.
Was ich davon habe? Ganz einfach: Einen gefährlichen Menschen weniger, dem ich über den Weg laufen könnte. Erhöhte Sicherheit habe ich dann, das ist mein Interesse dabei, wenn Verbecher bestraft werden. Echte Genugtuung haben nur die Betroffenen selbst (obwohl das den Tod des geliebten Mensch auch nicht wett macht). Und bevor du fragst: Nein, ich finde jemanden, der sein Kind abgertrieben hat, nicht gefährlich. Obwohl das eine das andere natürlich nicht ausschließt, aber das kann man ja nie wissen.

Dem ungeborenen Kind wurde diese Entscheidung genommen und es hat sich nicht im geringsten dafür entschieden das man es vor der Geburt tötet.
Es hat sich nicht dafür entschieden, richtig. Ich bezweifle aber, dass es mit maximal drei Monaten überhaupt die geistige Fähigkeit der Entscheidungsfindung besitzt.

Unsere Soldaten machen einen wunderbaren Job und haben jede Trauer verdient wenn sie fallen.
Ja, natürlich. Aber wie sieht diese Trauer bei dir aus? Weinst du dir tagelang die Augen aus? Sowas macht man doch nur bei Menschen, die man kennt und die einem nahe gestanden haben. Nach ein paar Tagen denkt man doch gar nicht mehr an Soldat X Y, der beim letzten Bürgerkrieg gefallen ist. Zumindest geht es mir so, vielleicht bist du diesbezüglich ja anders gepolt.

Wenn ich nun mein Leben nicht von dir beeinflussen lassen will, darf ich dich dann töten? Einer Mutter räume ich, wie jedem anderen Menschen auch, das Recht ein, über sein Leben selbst zu bestimmen. Allerdings hört diese Freiheit auf wenn man die Freiheit eines anderen einschränkt, und des nehmen eines Menschenlebens ist eine ziemlich große Einschränkung.
Natürlich darf man niemanden töten, nur weil man ihn als Hindernis sieht. Aber wie schon gesagt, ist es ein klarer Unterschied für mich, wenn man sein Kind abtreibt oder wenn man jemanden spontan den Kopf abschneidet. Auch wenn ich bestimmte Menschen nicht in meinem Leben haben möchte, so kann ich sie nicht einfach beseitigen, sondern muss mich mit ihnen arrangieren. Jetzt fragst du dich, warum ich dann nichts dagegen habe, dass eine Frau ihr Kind beseitigt. Naja, für mich ist das einfach nicht das gleiche. Tötet jemand ein siebenjähriges Kind, ist es ganz klar Mord für mich und ich sage: Nein! Das darfst du nicht! Beseitigt aber jemand einen Zellhaufen in seinem eigenen Körper, ist dies zwar schon eine Art Mord, geht mich jedoch nichts an, da ich niemanden vorschreiben möchte, was er mit den Dingen in seinem Körper macht. Jetzt kann man natürlich sagen: Ist es wirklich nur ein Ding? Tötet man nicht ein Lebewesen? Ich sage, ich weiß es nicht. Aber ich will es auch gar nicht wissen, da es nicht mein Körper ist und damit hat sich die Sache für mich als Außenstehenden erledigt.

Ich glaube, wir kommen auf keinen grünen Zweig. ^^

Abtreibung Ja/Nein 10 Monate 3 Wochen her #826784

Das Leben eines ungeborenen Kindes ist genauso schützenswert wie das Leben eines erwachsenen Menschen. Unter keinen Umständen sollte es erlaubt sein, ein Leben zu beenden. Allerdings ist das Beenden eines Lebens nicht zwingend Mord und sollte daher auch nicht gleichermaßen bestraft werden. In einigen Fällen sollte sogar auf eine Bestrafung verzichtet werden; und zwar in genau einem Fall: Wenn das Recht auf Leben eines anderen Menschens dadurch eingeschränkt wird.

Ich sehe das Recht, sein eigenes Leben verteidigen zu dürfen, als ein natürliches Recht an, das über jeder Gesetzgebung und moralischen Betrachtung steht. Ein ganz simples Beispiel: Jemand greift mich an und versucht mich zu töten. In diesem Fall habe ich das Recht dazu, mich mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln zu verteidigen, selbt wenn dies den Tod des Angreifers zur Folge hat. Hier muss nartürlich auch berücksichtigt werden, dass ich nicht zwingend in der Lage bin, die tatsächlichen Folgen für mein Leben richtig abschätzen zu können. Es muss folglich bereits bei einer anzunehmenden Gefährdung des Lebens möglich sein, sich zu verteidigen. Im Falle des Angreifers bedeutet das: Ich kann nicht erst warten, bis er zugestochen hat, bevor ich handle.

Kommen wir zur Abtreibung. Wenn das Leben der Frau, in welcher Weise auch immer, bedroht ist, hat sie das Recht ihr eigenes Leben zu schützen. Genau aus diesem Grund wird im Falle einer Abtreibung, also dem Versuch der Frau ihr Leben zu schützen, auf eine Bestrafung verzichtet. Allerdings stellt der Gesetzgeber einige Bedingungen. Diese dienen sowohl zum Schutz der Frau, als auch zum Schutz ihres ungeborenen Kindes. Eine davon verlangt, dass die Abtreibung vom einem Arzt vorgenommen werden muss. Dieser macht sich nicht strafbar, da seine Tätigkeit dem Schutz der Frau dient. Um das ganze nochmal etwas jusristischer zu formulieren:
§218a StGB schrieb:
(2) Der mit Einwilligung der Schwangeren von einem Arzt vorgenommene Schwangerschaftsabbruch ist nicht rechtswidrig, wenn der Abbruch der Schwangerschaft unter Berücksichtigung der gegenwärtigen und zukünftigen Lebensverhältnisse der Schwangeren nach ärztlicher Erkenntnis angezeigt ist, um eine Gefahr für das Leben oder die Gefahr einer schwerwiegenden Beeinträchtigung des körperlichen oder seelischen Gesundheitszustandes der Schwangeren abzuwenden, und die Gefahr nicht auf eine andere für sie zumutbare Weise abgewendet werden kann.
Zusätzlich wird der Schwangeren eine weitere Möglichkeit abzutreiben zugesprochen: Sie kann sich beraten lassen und so einer Bestrafung entgehen. Hier wird auf den zweiten Punkt meines Abschnitts über die Verteidigung des eigenen Lebens eingegangen. Es geht nämlich darum, die Folgen für das eigene Leben abschätzen zu können. Wenn die Schwangere ihr Leben auch nach der Beratung bedroht sieht, kann sie straffrei abtreiben. Das Recht der Frau, ihr eigenes Leben zu schützen, ist also gegeben.

Ein großes Problem der Beratung ist jedoch der Missbrauch. Die beiden größten Probleme wurden bereits angesprochen:
DaviDwithD schrieb:
Behinderte Kinder wären nochmal ein Thema für sich.
DaviDwithD schrieb:
Fish ist weiterhin noch auf ungewollt Schwangere eingegangen, wobei diese ja wahrscheinlich fahrlässig gehandelt hätten, und eine Schwangerschaft generell viel Konfliktpotential bietet. [...] Das dadurch entstehende Klima und der vermutlich leichtfertigere Umgang mit den Beenden von (ungeborenen) Leben, ist mMn gefährlich [...]
Genau hier liegt das große Problem der Abtreibung. Die Folgen für die Frau in diesen Fällen abzuschätzen ist extrem schwer. Noch schwerer ist es, die Grenze zu ziehen, ab wann eine Folge schwerwiegend genug ist. Der Gesetzgeber überträgt die Entscheidung hier der Schwangeren. Leider gibt es hier nicht wirklich eine zufriedenstellende Alternative. Wenn man eine Entscheidung eines Gerichts abwarten muss, bis man abtreiben darf, kann das schwerwiegende Folgen für die Frau haben. Auch entscheiden dann Fremde, die mit der Situation nichts zu tun haben, über das Leben eines ungeborenen Kindes. Das ganze ist eine sehr schwierige Situation, der der Gesetzgeber, verständlicherweise, aus dem Weg gehen will. Die andere Möglichkeit, nämlich die Abtreibung in diesem Falle komplett zu verbieten, ist auch nicht gut, da sie dazu beitragen würde, dass Ärzte sich nicht mehr trauen, die Abtreibung durchzuführen. Am Ende würde die Frau dann alleine dastehen und womöglich selbst eine Abtreibung versuchen. Vielleicht gibt es eine weitere Möglichkeit, die beide Probleme lösen kann. Aber solange sie nicht abzusehen ist, ist die Übertragung der Verantwortung auf die Frau wohl das kleinste Übel.

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Abtreibung Ja/Nein 10 Monate 3 Wochen her #826789

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@Plinfa-Fan:
Beseitigt aber jemand einen Zellhaufen in seinem eigenen Körper, ist dies zwar schon eine Art Mord, geht mich jedoch nichts an, da ich niemanden vorschreiben möchte, was er mit den Dingen in seinem Körper macht.
Also praktisch gesehen sind wir alle nur Zellhaufen du kannst also nicht sagen das man das Kind töten darf weil es nur ein Zellhaufen ist.
Nun ein paar Fragen:
Der Herzschlag kann schon ab dem 16. Tag einsetzen, zu dem Zeitpunkt merkst du nichtmal das du schwanger bist, ist es denn wirklich okay für dich ein menschliches Leben das einen eigenen Herzschlag hat, auch einen anderen Bluttyp als die Mutter haben kann zu beenden?
Du sagst dir ist es egal was man mit "Dingen in seinem Körper macht", ist dann für dich eine Abtreibung ok egal wie alt das Kind ist? Und wär es okay ein frühgeborenes zu töten? Dürfte ich Dinge in meinem Körper schmuggeln?
Würdest du sagen es wäre Mord wenn ich eine Möglichkeit fände, ein Kind zu töten das die Mutter austragen will, ohne die Mutter dabei zu verletzen?

Abtreibung Ja/Nein 10 Monate 3 Wochen her #826814

Ohne es negativ zu werten, aber bei vielen deiner Argumente/Meinungen hat man schon beim Lesen gemerkt, dass du nicht weiblich bist und ein Blick in dein Profil hat meine Vermutung bestätigt und einige Ansichten von dir teile ich in keinem Fall. Von mir aus kann ich sagen, dass ich Pro-Abtreibung bin und ich habe auch meine Gründe. Ich gebe auch zu, wäre ich jetzt in diesem Moment in der Situation, dass ich schwanger wäre, dann würde ich ohne groß darüber nachzudenken eine Abtreibung vornehmen, insofern dies nun noch möglich wäre. Dazu muss man nun wissen, dass ich erst 20 bin, Studentin, Single und ganz ehrlich, um mich selbst kümmern fällt mir sicher auch noch schwer, wohne auch erst seit kurzem alleine und ich denke ich muss erst einmal mit mir selbst klar kommen, bevor ich überhaupt über sowas wie ein Kind nachdenken könnte, zumal ich derzeitig noch auf dem Standpunkt bin zu sagen, dass ich nie Kinder haben möchte.
Also ich vermute würde ich jetzt ein Kind bekommen würde ich wahrscheinlich eine Art Abneigung gegen dieses entwickeln, weil, auch wenn es Klischee-Haft ist, ich würde mir vermutlich ständig einreden, dass dieses Kind mein Leben versaut und ich nicht das erreichen kann was ich möchte, zumal nach dem jetzigen Standpunkt wäre ein "Vater" nicht "vorhanden". Ich wäre wahrscheinlich einfach nur unglücklich, weswegen ich das Recht auf Abtreibung als positiv empfinde, denn es ergeht vielen Frauen ähnlich.

AndreKim sagt:
Frauen die vergewaltigt wurden sollten ihr Kind austragen [...].Ich denke nicht das die Herkunft des Kindes, darüber entscheiden sollte, ob es ein Recht hat weiter zu leben. Keine Mutter sollte ihr Kind hassen, oder sogar töten, egal wer der Vater ist. Und kein Leben eines Menschen ist weniger wert, nur weil es aus einer Vergewaltigung entstand.
Diese Aussage finde ich einfach nur schrecklich wenn ich ehrlich bin. Ich weiß nicht, ob du es dir ausgemalt hast, wie es ist vergewaltigt zu werden, aber es ist nicht schön, für niemanden. Frauen, oder auch Männer, können aufgrund von so etwas eine psychische Störung entwickeln und sie werden an dieses eine Erlebnis aufgrund dieses Kindes immer und immer wieder erinnert. Gesellschaftlich gibt es dort auch noch Aspekte, die die Frau noch weiter belasten könnten, wie zum Beispiel wenn nun eine 15-Jährige vergewaltigt wird -> Sie bekommt das Kind, vielleicht aus Scham weil sie sich zunächst nicht getraut hat, über die Vergewaltigung zu reden o.a. (ich finde auch, dass Vergewaltigung immer ein Thema für sich ist und wie Frau/Mann damit umgeht) -> Sie würde mit 16 Mutter sein und dazu kommt der Gesellschaftliche Druck denn es wird geredet. "Mensch schau mal, zu dumm zum Verhüten oder was?" "Du kriegst so doch nie dein Leben auf die Reihe" "Wer beim F***** nicht aufpassen kann sollte es gleich lassen", etc. Es ist alles eine psychische Belastung für das Mädchen, die Folgen haben kann.

Die Argumentation mit der Fliege ist eigentlich gar nicht so schlecht aus meiner Sicht. In meiner vorletzten Philosophie Vorlesung hatten wir das Thema was ein Mensch ist und laut unserem Dozenten ist mein Mensch nur ein vernunftbewusstes Tier, dass zum Tier wird, wenn es seinen Trieben nachgeht und dann sind wir mit Tieren gleichgesetzt. Wir Menschen stellen uns nur über Tiere und nehmen ihnen auch das Recht zum Leben wenn wir zum Beispiel eine Fliege zerquetschen. So nehmen wir auch Nutztieren, die wir verzehren das Recht auf ein Leben, sodass wir ein "besseres" Leben haben können in dem wir ihr Fleisch essen. Warum sollen wir also nicht Abtreiben können, um unser eigenes Leben "besser" gestalten zu können? Das ganze klingt vielleicht für dich abwägig aber rein rational betrachtet sind alle Lebewesen gleichwertig, aber wir , die wir uns auch oftmals als superior darstellen, ist das nun einmal nicht so. Am Ende ist es jedoch auch in der Tierwelt "Survival of the fittest"

Da ich immer etwas schreibfaul bin bei Posts schließe ich das ganze einfach ab mit einem Video, was ich dich bitte anzuschauen, denn es betrachtet viele verschiedene Facetten und darüber nachzudenken.
https://www.youtube.com/watch?v=Q8iBR1fVfjo

Und was auch vielleicht interessant ist. Du denkst ja, dass man dem Menschen, dass Recht auf Leben nimmt. Sagen wir jetzt noch ein Kind wächst ungeliebt und ungewollt, denn die Mutter durfte nicht abtreiben (wenn es nach dir ginge, weil es sonst Mord wäre und sie bestraft werden würde). Müsste man dann nicht eigentlich vielleicht Selbstmord legitimieren und als selbstverständlich ansehen und Sterbehilfen immer anbieten? Denn hey, niemand wird gefragt ob er geboren werden möchte, dann sollte man doch das Recht haben selbst zu entscheiden, wann man sterben möchte.
Letzte Änderung: 10 Monate 3 Wochen her von Innocent_Pierce.
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Abtreibung Ja/Nein 10 Monate 3 Wochen her #826815

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Innocent_Pierce schrieb:
AndreKim schrieb:
[...] Und kein Leben eines Menschen ist weniger wert, nur weil es aus einer Vergewaltigung entstand.
Diese Aussage finde ich einfach nur schrecklich wenn ich ehrlich bin.
Diese Aussage ist mMn wichtig und richtig. Kein Leben ist mehr oder weniger Wert als ein anderes und niemand hat grundsätzlich ein Recht darüber zu Verfügen oder siehst du das anders? Sollte Herkunft über den Wert unseres Leben entscheiden?
Meine Meinung entspricht weitestgehend der von kaetzacoatl. Klar kann einer Vergewaltigten nicht zugemutet werden, dass Kind bekommen zu müssen, aber das Recht auf Leben hat auch das ungeborene Kind.
Du denkst ja, dass man dem Menschen, dass Recht auf Leben nimmt. Sagen wir jetzt noch ein Kind wächst ungeliebt und ungewollt, denn die Mutter durfte nicht abtreiben (wenn es nach dir ginge, weil es sonst Mord wäre und sie bestraft werden würde). Müsste man dann nicht eigentlich vielleicht Selbstmord legitimieren und als selbstverständlich ansehen und Sterbehilfen immer anbieten? Denn hey, niemand wird gefragt ob er geboren werden möchte, dann sollte man doch das Recht haben selbst zu entscheiden, wann man sterben möchte.
Das Recht auf Sterben und das Recht auf Leben sind zu unterscheiden (selbst wenn das Kind im Mutterbauch sterben wollen würde, hätten die Ärzte die Pflicht es am Leben zu erhalten) und ein Kind müsste in diesen Fällen (wenn es nicht abgetrieben wurde, aber auch nicht "gewollt" ist) auch nicht bei der Mutter aufwachsen. Wenn man das Abtreiben generell legalisert, müsste man auch über Sterbehilfe, Selbstmord, etc. und die Stellung des Lebens in unserer Rechtsordnung diskutieren, nicht wenn man gegen Abtreibung ist. Die möglicherweise daraus resultierende Verrohung und Normalisierung vom Töten nicht 100 Prozentiger Wunschkinder, halte ich wiegesagt für gefährlich.
Es ist alles eine psychische Belastung für das Mädchen, die Folgen haben kann.
Richtig egal, ob jemand abtreibt oder nicht, die Folgen sind niemals sicher abzusehen. In jedem Fall sollten alle Beteiligten bei einer solchen Entscheidung professionell und individuell unterstützt werden.
Die Argumentation mit der Fliege ist eigentlich gar nicht so schlecht aus meiner Sicht. In meiner vorletzten Philosophie Vorlesung hatten wir das Thema was ein Mensch ist und laut unserem Dozenten ist mein Mensch nur ein vernunftbewusstes Tier, dass zum Tier wird, wenn es seinen Trieben nachgeht und dann sind wir mit Tieren gleichgesetzt. [...] Warum sollen wir also nicht Abtreiben können, um unser eigenes Leben "besser" gestalten zu können? Das ganze klingt vielleicht für dich abwägig aber rein rational betrachtet sind alle Lebewesen gleichwertig, aber wir , die wir uns auch oftmals als superior darstellen, ist das nun einmal nicht so. Am Ende ist es jedoch auch in der Tierwelt "Survival of the fittest"
Nun die Frage ist doch, sollte es beim Leben "Survival of the fittest" sein? Gearde weil der Mensch die einmailige Möglichkeit hat, dieses Denken zu vermeiden/ zu umgehen. Wie der Sozialdarwinismus in der Politik ge-/ missbraucht wurde, konnte man ja sehen. Zusätzlich kommt noch, wie bereits von anderen bereits angesprochen hinzu, dass beim Zellhaufen, der abgetrieben werden würde, das Potential besteht, dass sich daraus ein Mensch entwickelen könnte. Aber bereits die Abwägung, die des Potentials ist mMn problematisch, da das Leben immer unabhängig von Kosten, Nutzen, Zweck, Potential unantastbar betrachtet werden sollte. Fängt man im kleinen mit diesen Verhandeln an und lehnt jedwede Abwägung nicht kategorisch ab, muss man auch im Großen über Leben im Allgemeinen diskutieren bzw. es sogar rechtfertigen. Beispielsweise könnte das Nichtabtreiben von Behinderten gesellschaftlich geächtet werden, da man ja für das Unglück des Kindes "verantwortlich" wäre... Ich weiß, dass niemand hier soetwas will, ich gebe nur zu bedenken, dass sich das, was der Großteil der Gesellschaft als Normal empfindet, in diese Richtung verschieben könnte, wenn man vom Grundsatz abweicht.
Was den Menschen vom Tier unterscheidet oder auch nicht, lässt sich religiös, philosophisch oder sonstwie begründen bzw. widerlegen. Die Objektformel, (Man darf einen Menschen -also ein Subjekt- niemals bloß als Objekt ansehen. Das wäre bei Abtreibungen, wenn man den Kindern keine Rechte zuspreche, und einigen weiteren Fällen ja ggf. der Fall) die wiederrum auf das Instrumentalisierungsverbot von Kant zurückgeht, kann hier betrachtet werden. Jedes Wesen der Gattung Mensch, also auch unabhängig vom Einzelnen, besitzt diese Würde aufgrund der menschlichen Moralfähigkeit. Der Mensch ist immer Selbstzweck. Was die Gattung Mensch (Homo Sapiens, ich verweise auf das gleichnamige Buch von Yuval Noah Harari) von allen uns bekannten Tieren unterscheidet, wäre beispielsweise die fiktive Sprache. Aber selbst wenn man den Menschen als Tier betrachtet, würde ich doch eher dazu raten sich zu fragen, weshalb man diese für den eigenen Vorteil tötet und ausnutzt, wenn man es bei Menschen nicht tun sollte.
---
Wie bereits in meinen ersten Post erwähnt, bin ich keine Frau, betrachte das Thema entsprechend möglicherweise auch anders. Bloßer Moralapostel oder Gutmensch möchte ich eigentlich auch nicht genannt werden. Der Ambivalenz dieses Themas sind wir uns aber hoffentlich alle bewusst, egal wie man dazu steht.
Alle wollen herrschen, niemand will die Verantwortung übernehmen.
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Abtreibung Ja/Nein 10 Monate 3 Wochen her #826820

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@Innocent_Pierce:
Ohne es negativ zu werten, aber bei vielen deiner Argumente/Meinungen hat man schon beim Lesen gemerkt, dass du nicht weiblich bist und ein Blick in dein Profil hat meine Vermutung bestätigt und einige Ansichten von dir teile ich in keinem Fall.
Du hast es erfasst ich bin männlich. Aber es ist wirklich egal welchem Geschlecht ich angehöre, eine Meinung zu ethischen Fragen kann ich mir trotzdem machen.
Ich weiß, du meintest du wertest es nicht negativ, aber mein Geschlecht ist in dieser Diskussion eher Off-Topic.
Ich gebe auch zu, wäre ich jetzt in diesem Moment in der Situation, dass ich schwanger wäre, dann würde ich ohne groß darüber nachzudenken eine Abtreibung vornehmen, insofern dies nun noch möglich wäre.
Um es mit deinen Worten zu sagen: "Diese Aussage finde ich einfach nur schrecklich wenn ich ehrlich bin."
Es mag sein, das du mir nicht in dem Punkt zustimmst, das man eine Abtreibung nach der Befruchtung der Eizelle schon als Mord ansehen sollte. Allerdings denke ich nicht das irgendjemand "ohne groß darüber nachzudenken eine Abtreibung vornehmen" würde.
Ich weiß nicht, ob du es dir ausgemalt hast, wie es ist vergewaltigt zu werden, aber es ist nicht schön, für niemanden. Frauen, oder auch Männer, können aufgrund von so etwas eine psychische Störung entwickeln und sie werden an dieses eine Erlebnis aufgrund dieses Kindes immer und immer wieder erinnert.
Ich stimme dir vollkommen zu das eine Vergewaltigung eine grausame Tat ist, daran habe ich nie gezweifelt. Ich musste leider mehrere Belästigungen miterleben, eine Vergewaltigung muss noch um Welten schlimmer sein.
Wenn du sagst die Mutter werde durch das Kind immer an die Vergewaltigung erinnert, und es sei deshalb okay eine Abtreibung vorzunehmen, dann habe ich folgende Fragen an dich:
1.) Sollte man dem/der Vergewaltiger/in dann nicht aus das Leben nehmen dürfen, die Erinnerungen an die Vergewaltigung beim Anblick dieser Person müssten dann doch noch schlimmer sein.
2.) Könnte die Mutter das Kind denn nicht zur Adoption freigeben/ zu einer Babyklappe bringen, dann würde sie doch nichtmehr an die Vergewaltigung erinnert?
3.) Darf ein Mann der vergewaltigt wurde dann auch fordern das die Frau abtreibt?

Zu deinem Bespiel mit der 16-Jährigen kann ich nur sagen, dass es moralisch weitaus vertretbarer ist, ein paar Jahre mit dummen Kommentaren leben zu müssen, als einem Mensch das Leben zu nehmen.
(Der Mensch ist ein) vernunftbewusstes Tier, dass zum Tier wird, wenn es seinen Trieben nachgeht und dann sind wir mit Tieren gleichgesetzt. Wir Menschen stellen uns nur über Tiere und nehmen ihnen auch das Recht zum Leben wenn wir zum Beispiel eine Fliege zerquetschen. So nehmen wir auch Nutztieren, die wir verzehren das Recht auf ein Leben, sodass wir ein "besseres" Leben haben können in dem wir ihr Fleisch essen. Warum sollen wir also nicht Abtreiben können, um unser eigenes Leben "besser" gestalten zu können? Das ganze klingt vielleicht für dich abwägig aber rein rational betrachtet sind alle Lebewesen gleichwertig, aber wir , die wir uns auch oftmals als superior darstellen, ist das nun einmal nicht so. Am Ende ist es jedoch auch in der Tierwelt "Survival of the fittest"
Das Gleichstellen von menschlichen Leben und dem von anderen Tieren ist nicht machbar. Du kannst nicht sagen nur weil wir Fleisch essen dürfen wir auch abtreiben.
Aus deiner Ausgangsthese, Menschen sind nur so viel wert wie Tiere, entstehen für mich folgende Fragen:
Würdest du das Leben eines X-beliebigen Menschen auf der Straße mit einem X-beliebigen Tier gleichsetzen? Wäre es für dich okay wenn man einen Menschen tötet um zwei Tiere zu retten?
Um zum Fliegenbeispiel zurückzukommen: Würdest du dein ungeborenes Kind mit einer Fliege auf eine Ebene setzen, und sagen das es das selbe ist eine Fliege zu "zerquetschen" wie ein menschliches Leben zu beenden?
Mit "Survival of the fittest" kannst du bei menschlichen Leben nicht argumentieren, die gleiche Argumentation hatten wir unter dem Naziregime als man behinderte Menschen getötet hat um eine bessere Rasse zu formen. Jedes menschliche Leben sollte dir gleich viel wert sein, und nur weil ein sehr junger Mensch schwach ist heißt das nicht das man ihn töten darf.

Das Video sehe ich eher kritisch und finde nicht das hier allzu viele Sichten auf das Thema dargestellt werden. Ein Paar Zeilen find ich einfach falsch. Einige Zitate aus dem Video:
"Weit über 50, kinderlos ledig und allwissend. Meint er kennt sich aus in der Welt von Familie, keine Ahnung aber weiß das man sie schützen muss. Frauen die Minirock getragen und dann über Belästigung klagen kann er nicht ab und Abtreibung ist Mord. Wenn die Mutter nicht aufpasst dann kann auch das ungeborene Kind nichts dafür. Zitat " Wenn Männer schwanger werden könnten wäre die Abtreibung längst ein Sakrament " Zitat Ende
Männer geht Abtreibung nichts an und wenn sie eine Meinung zu dem Thema haben dann ist das schlimm. - Falsch.
Männer würden Abtreibung erlauben wenn sie selbst ein Kind austragen könnten. - Falsch.

Abtreibung Ja/Nein 10 Monate 3 Wochen her #826824

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AndreKim schrieb:
Der Herzschlag kann schon ab dem 16. Tag einsetzen, zu dem Zeitpunkt merkst du nichtmal das du schwanger bist, ist es denn wirklich okay für dich ein menschliches Leben das einen eigenen Herzschlag hat, auch einen anderen Bluttyp als die Mutter haben kann zu beenden?
Wenn ich schwanger wäre und das Kind partout nicht haben will aus Gründen, die ich als dafür angemessen sehe, dann ja, ich würde abtreiben. Es geht nicht darum, ob schon ein Herzschlag da ist oder nicht. Jemand der sein Kind abtreibt wird sich so oder so nicht wohl bei der Entscheidung fühlen, egal in welchem Stadium das Kind ist. Trotzdem sollte man sich gegen eine Geburt entscheiden dürfen, wenn man es möchte. Was der Bluttyp für eine Rolle spielen soll, verstehe ich dabei überhaupt nicht.

Du sagst dir ist es egal was man mit "Dingen in seinem Körper macht", ist dann für dich eine Abtreibung ok egal wie alt das Kind ist? Und wär es okay ein frühgeborenes zu töten?
Nein, eine Abtreibung sollte schon nach dem Gesetz nur in den ersten drei Monaten möglich sein. Ein Säugling im 7. Monat ist schon ein richtiges Kind, weshalb ich gar nicht mehr von einer Abtreibung (die zu diesem Zeitpunkt ohnehin nicht mehr möglich ist) sprechen würde. Mal ganz davon abgesehen, dass bei einem Eingriff auch das Leben der Mutter gefährdet wäre. Und ein Frühchen zu töten ist ganz klar Mord, das sollte dir jedoch bewusst sein.

Dürfte ich Dinge in meinem Körper schmuggeln?
Beziehst du dich hierbei immer noch darauf, dass ich sagte, alles in unserem Körper ist ein Teil von uns, daher dürfen wir darüber frei bestimmen? Dann verstehe ich deinen Vergleich nicht. Wenn ich zum Beispiel eine Droge in meinen Körper einführe, dann ist das doch kein Teil von mir, sondern ein Fremdkörper. Überhaupt hat das Thema gar nichts mehr mit Abtreibung zu tun, du schweifst zu sehr ab.

Würdest du sagen es wäre Mord wenn ich eine Möglichkeit fände, ein Kind zu töten das die Mutter austragen will, ohne die Mutter dabei zu verletzen?
Es ist in erster Linie Körperverletzung und versuchter Mord gegenüber der Mutter, da sie bei solch einem Angriff auch lebensbedrohliche Verletzungen erleiden kann. Jemand, der gezielt das ungeborene Kind einer Mutter tötet, begeht ganz klar einen Mord, keine Frage. Trotzdem ist das etwas komplett anderes, als wenn jemand aus freien Stücken sein Kind abtreibt, denn das hat die Mutter selbst entschieden und sollte es auch dürfen, da es ihr Kind ist. Ein Außenstehender darf ihr diese Entscheidung auf keinen Fall abnehmen.
Letzte Änderung: 10 Monate 3 Wochen her von Plinfa-Fan.

Abtreibung Ja/Nein 10 Monate 3 Wochen her #826862

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@Plinfa-Fan:
Was der Bluttyp für eine Rolle spielen soll, verstehe ich dabei überhaupt nicht.
Ok, mein Fehler, ich dachte du wärst die gewesen die damit argumentiert hatte ein ungeborenes wäre wie ein Organ der Mutter anzusehen was ich ua. mit dem Bluttyp wiederlegen wollte. Bei erneutem Hinsehen hab ich gemerkt das diese Argumentation nicht von dir stammte, also kannst du diese Zeile von mir ignorieren.
Nein, eine Abtreibung sollte schon nach dem Gesetz nur in den ersten drei Monaten möglich sein. Ein Säugling im 7. Monat ist schon ein richtiges Kind, weshalb ich gar nicht mehr von einer Abtreibung (die zu diesem Zeitpunkt ohnehin nicht mehr möglich ist) sprechen würde.
Eine Abtreibung nach dem dritten Monat ist derzeit möglich, bis zur 22. Woche kann man eine Spätabtreibung vornehmen lassen.
Hier erwähnst du zum ersten Mal eine zeitliche Abgrenzung von drei Monaten. wie kommst du auf diese 12 Wochen?
Und ein Frühchen zu töten ist ganz klar Mord, das sollte dir jedoch bewusst sein.
Du brauchst jemanden, der meint das eine Abtreibung ab der Befruchtung der Eizelle Mord ist, nicht sagen das so etwas Mord ist.
Da du bisher keine zeitliche Begrenzung für eine Abtreibung genannt hattest wollte ich fragen, ob ein Töten des ungeborenen außerhalb der Mutter für dich auch kein Mord ist, wenn du ein Abtreiben akzeptierst.
Beziehst du dich hierbei immer noch darauf, dass ich sagte, alles in unserem Körper ist ein Teil von uns, daher dürfen wir darüber frei bestimmen? Dann verstehe ich deinen Vergleich nicht. Wenn ich zum Beispiel eine Droge in meinen Körper einführe, dann ist das doch kein Teil von mir, sondern ein Fremdkörper.
Du liegst richtig ich beziehe mich auf diese Aussage von dir.
Ein Kind mag mit dir verbunden sein, jedoch ist es ein eigenständiges Leben, was in den ersten neun Monaten besondere Unterstützung der Mutter benötigt, um überleben zu können.
Wenn ich schwanger wäre und das Kind partout nicht haben will aus Gründen, die ich als dafür angemessen sehe, dann ja, ich würde abtreiben.
Ich versuche mal deine Meinung zum Thema Abtreibung zusammenzufassen:
Du findest Abtreibung okay in den ersten drei Monaten. Alles vor dem dritten Monat ist für dich kein richtiges Kind. In den ersten drei Monaten sollte die Mutter sollte Recht haben das Leben ihres Kindes beenden zu können, ohne mit einer rechtlichen Konsequenz rechnen zu müssen.

Ich denke nicht das wir auf einen Nenner kommen können, ich hoffe du kannst meine Position zur Abtreibung verstehen.
Für mich bleibt ein menschliches Leben ein menschliches Leben und ich kann noch keinen Grund sehen, wieso man ein Leben beenden will, geschweige denn fordert das keine rechtlichen Konsequenzen folgen sollen.
Als ich das erste Mal von Abtreibung hörte dachte ich nicht das es so etwas gibt, da ich daran glaube das Menschenrechte nicht erst für Menschen ab einem bestimmten Alter gelten.

Generell gilt: Willst du einem Menschen Rechte entziehen die ihm eigentlich zustehen, dann behaupte das der Mensch kein Mensch ist.
Das gleiche machte man bei den Schwarzen in Amerika oder den Juden in Deutschland. Schade das man jetzt ungeborenen Kindern ihre Menschenrechte entzieht.
Die Pro-Abtreibungs-Argumentation endet an einem gewissen Zeitpunkt immer hier, was ich ein bisschen traurig finde. Nicht weil ich denke das man bessere Argumente finden könnte, sondern weil ich davon ausgehe das Menschen allein aufgrund ihres Menschseins mit gleichen Rechten ausgestattet sein sollten.
Es mag mach einen triggern meine Meinung zu hören, aber ich finde das meine Position genug gute Argumente hat, und man sich fragen kann ob Abtreibung wirklich legal sein sollte.

Gegenargumente sind stets erwünscht,
MfG,

AndreKim
Letzte Änderung: 10 Monate 3 Wochen her von AndreKim. Begründung: Rechtschreibung und ein vergessenes Wort

Abtreibung Ja/Nein 10 Monate 2 Wochen her #826976

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@andrekim
Nehmen wir mal an Abtreibungen wären generell strafbar, auch bei Vergewaltigung, wie würdest du einen Missbrauch solch einer Regelung durch Menschen mit anderen Moralvorstellung verhindern wollen?
Warum beginnt deiner Meinung das Leben genau bei der Befruchtung der Eizelle, und nicht bei Beginn des Herzschlages, oder bei der Fassung der ersten selbstständigen Gedanken des Kindes?
Meinst du deine Vorstellung würden als Gesetzesgrundlage weniger Menschen töten als die jetzige und wie sieht es aus wenn man andere Moralvorstellung dabei berücksichtigt?
Behindert sein ist Kultstatus
#sarkastisch gemeint :)
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Abtreibung Ja/Nein 10 Monate 2 Wochen her #826983

Eigentlich war ich dieser Thematik abgeneigt. Ich habe beim ersten Post das Thema gesehen und dachte mir nur: "Nein. Lass es sein. Das ist kein gutes Thema für dich." Doch nun stehe ich hier, weil ich mich von der Dummheit verleiten ließ doch durch die Beiträge zu stöbern und fühle mich genötigt ebenfalls Stellung zu beziehen. Schließlich ist für mich das Thema Abtreibung eine recht klare Sache und sehe mich selbst einerseits als ausgesprochen menschlich, aber andererseits auch als sehr realistisch an. Darauf beruhend lautet meine Meinung:

Eine frühzeitige Abtreibung eines nicht gewollten Kindes sollte nicht unter Strafe stehen.
Die freie Entscheidung über das eigene Leben sollte einer Frau nicht durch eine halbgare Gesetzesgrundlage genommen werden.

Selbst vorsätzliche Schwangerschaft und nachfolgende Abtreibung Aufgrund einer Sucht nach Abtreibungen sind in erster Linie zu behandeln, nicht zu verurteilen.


Zudem merke ich an, dass ich der Meinung bin, dass das Geschlecht bei dieser Frage definitiv eine erhebliche Rolle spielt. Der Mann ist es nicht, welcher das Kind auszutragen hat, eine Bindung trotz aller Umstände dazu aufbaut und es dann "einfach abgeben soll". Die Denkweise, dass man es einfach zur Adoption freigeben soll scheint niemals die Schwangerschaft an sich zu berücksichtigen und welche Folgen dies auf das Leben der werdenden Mutter mit sich trägt. Man kann keiner beruflichen Aktivität nachgehen und noch viel schlimmer ist es, wenn man in dem Fall sehr jung ist, da der soziale Stand dadurch ausgesprochen negativ beeinflusst werden kann. Insbesondere im Falle einer Vergewaltigung, weil man die Geschichte nicht unbedingt gerne mit der ganzen Welt fröhlich trellend teilen möchte, sondern es lieber erduldet, dass man als Flittchen oder Schlampe bezeichnet wird, als die seelische Tortur in Erinnerung zu rufen oder dadurch wegen dieser Grausamkeit in den Mittelpunkt gedrängt zu werden, wobei sich eine Flut von heuchlerischer Gutmenschlichkeit über einem ausschüttet.

Man darf ebenfalls auch nicht vergessen, welche emotionale Belastung man der Frau aufbürdet, wenn sie ein Kind austragen muss, welches sie nicht möchte. Von Depressionen kann es hier auch sehr schnell zu einem erhöhten Konsum von Zigaretten oder Alkohol führen, was sich nicht ganz mit dem angestrebten Konsenz vom "Wohl des Kindes" deckt. Anders gesagt würde ich meinen, dass man es sich als strahlender Held der Menschenrecht manchmal recht einfach macht. Hinstellen und behaupten, dass das Leben ab der Befruchtung als Mensch gilt und entsprechend Schutz genießt ist sehr einfach. Wenn man aber mit der kalten Realität und den vielen unterschiedlichen Blickwinkeln auf die Problematik konfrontiert wird, dann gerät man gerne mal ins stocken und versucht dies mit einem "Aber... ändert nichts an der Sache!" auszubügeln, was aber vollkommen in die Hose geht, da sich tatsächlich so ziemlich alles geändert hat, wenn man an die Rechte der Mutter denken möchte.

All das heißt aber auch nicht, dass es ein Freifahrtsschein zum Abtreiben sein soll. Ich finde es nach wie vor sinnvoll, dass man die Frauen entsprechend über die Risiken und das Vorgehen informiert und sicherstellt, dass die Entscheidung wohl überlegt ist und dennoch vorgenommen werden soll. Man soll es also nicht vornehmen können, nur weil man gerade "Bock drauf hat". Man soll nur nicht blind genug sein, um dem ganzen generell einen Riegel vorzuschieben, nur weil man es persönlich für "das Richtige" hält das Kind zu schützen.

Im Bezug auf die Rechtslage muss sich noch einiges tun, da wie angesprochen, der vergewaltigte Mann eine schwächere rechtliche Position inne hat als eine vergewaltigte Frau. Meiner Meinung nach würde ich der Täterin erlauben das Kind auszutragen, wenn sie es möchte, allerdings wird ihr das Sorgerecht mit sofortiger Wirkung entzogen und das Kind wird in die Obhut einer anderen Familie oder einer entsprechenden Einrichtung gegeben. Dies wäre für mich der saubere Kompromiss, da die Schwangerschaft eine Entscheidung der austragenden Mutter ist, ob sie diese vollziehen möchte, aber zugleich Gerechtigkeit waltet, wenn man dieses Kind der Mutter entzieht. Schließlich sollte man keinen Weg dafür ebnen, dass eine Frau einen Mann missbraucht, davon schwanger wird und vom Mann Unterhaltszahlungen einfordern kann, da sie nun ein Kind von ihm habe. Klingt kurios, aber solche Fälle existieren. Die Entscheidung sollte der Mutter obliegen, da eine erzwungene Abtreibung als Körperverletzung und/oder Freiheitsberaubung ausgelegt werden könnte.


Zudem habe ich mit der Frankenstein Argumentation "Es lebt!" zur Befruchtung der Eizelle ein generelles Problem, da ich den Leuten mit der Moralkeule gerne eine zurückdreschen würde. Dank diesen Menschen ist Stammzellenforschung in vielen Ländern ein Taboo, obwohl man damit erhebliche medizinische Fortschritte erreichen könnte, nur weil man das Leben ausdefiniert haben möchte. Ich möchte all jene Verteidiger des Verbotes von Stammzellenforschung sehen, wie sie mit vor stolz erhobenen Brust zu all den sterbenskranken Patienten gehen, welche von einer Stammzellenforschung profitieren könnten und behaupten, dass sie mit dem Stopp etwas gutes getan haben und Menschenleben retten.
Es ist einfach wie Emiya Kiritsugu es mal meinte: Ein Held kann nur jene retten, die er begünstigt, aber niemals alle.

Mir geht einfach nur diese geheuchelte Moralkeule von Leben auf den Wecker, da es täglich Waffenlieferungen in Entwicklungsländer gibt, mit denen Tag um Tag Menschen ihr Leben verlieren, worüber sich niemand echauf­fie­rt und man es als den Lauf der Dinge hinnimmt und akzeptiert. Länder, welche Menschenrechte mit Füßen treten und Systemkritiker inhaftieren oder hinrichten lassen.
Aber Abtreibung. Da hört der Spaß auf! Also China kann man dulden, weil man die Waren von dort günstig bekommt. Bei der Türkei ein Auge zudrücken, weil man gerne Urlaub in den Ländern machen will. Saudi Arabien als kulturell anders bezeichnen, weil man Investoren in große deutsche Unternehmen nicht verlieren möchte, was Arbeitsplätze riskieren könnte. Aber Abtreibung. Da hat man ja nichts von, wenn man es erlaubt! Also da. Da kommt mir meine Moral doch mal durch den engmaschigen Filter durch und deswegen schlag ich damit jetzt zu Recht zu! Na, da haben wir es der Welt aber gezeigt!

Der Mensch mordet täglich für seine Bereicherung. Abtreibung sollte wirklich nicht die Baustelle sein, an der man in diesen Zeiten sich moralisch verpflichtet fühlt zu arbeiten.
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Abtreibung Ja/Nein 10 Monate 2 Wochen her #826986

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TheAwesomePigeon schrieb:
Zudem habe ich mit der Frankenstein Argumentation "Es lebt!" zur Befruchtung der Eizelle ein generelles Problem, da ich den Leuten mit der Moralkeule gerne eine zurückdreschen würde
Diese Motivation gehört mMn zu den schlechtesten die man überhaupt haben kann und die Argumentation "Es lebt! und ist ein Mensch" dient zum einen nicht als alleinige Begründung, obwohl sie bereits ausreichen könnte, und zum anderen sind die beiden folgenden Argumentationen, "man sollte Abtreibungen hinnehmen und akzeptieren, weil man auch anderes Unrecht akzeptiert" sowie "man sollte Abtreiben dürfen, da es eine zu große Beeinträchtigung wäre" mMn noch weniger stimmig. Warum sollte man das eine Unrecht nicht hinnehmen dürfen, selbst wenn man anderes Unrecht akzeptiert?
In unserer heutigen "Wegwerf-" Gesellschaft, Trennen wir uns vielleicht von unseren Partner, wenn's mal nicht so gut läuft, oder Konsumieren übermäßig, weshalb man dieses Prinzip aber auch bei Abtreibungen/ dem Leben gelten lassen sollte, weiß ich auch nicht.
Dank diesen Menschen ist Stammzellenforschung in vielen Ländern ein Taboo, obwohl man damit erhebliche medizinische Fortschritte erreichen könnte, nur weil man das Leben ausdefiniert haben möchte. Ich möchte all jene Verteidiger des Verbotes von Stammzellenforschung sehen, wie sie mit vor stolz erhobenen Brust zu all den sterbenskranken Patienten gehen, welche von einer Stammzellenforschung profitieren könnten und behaupten, dass sie mit dem Stopp etwas gutes getan haben und Menschenleben retten.
Stammzellenforschung ist wieder ein Thema für sich, das nur noch aktueller werden wird. Grundsätzlich ist auch hier wieder zwischen unterschiedlichen Formen der Stammzellenforschung zu unterscheiden, die wiederrum nicht mit Abtreibung gleichzusetzen sind. Bei der Abtreibung wird ja nicht für die Wissenschaft abgetrieben. Das grundsätzliche Problem bliebe bestehen. "Verbrauchende Embryonenforschung" wäre und ist jedenfalls in Deutschland problematisch. Ob diese Eingriffe auch die medizinischen Fortschritte zur Folge hätten ist ebenfalls unklar und Gefahren und Risiken sollten bei solch heiklen Themen auch nicht außer acht gelassen werden. Über die Stichworte Designerbaby, Klonen, Verrohrung der Gesellschaft, NS- Vergangeheit und Instrumentalisierungsverbot könnte und sollte man in diesem Zusammenhang nachdenken.
P. S. die Aufforderung/ der Wunsch/ das Gedankenspiel zu Sterbenskranken, die wieder nur potentiell gerettet werden könnten, ist mMn an dieser Stelle mehr als unpassend. Genauso gut könnte man verlangen mit Frauen zu sprechen, die mit ihrer Entscheidung abzutreiben unglücklich wären, oder Fleischesser ein Tier zu schlachten, etc....
Zudem merke ich an, dass ich der Meinung bin, dass das Geschlecht bei dieser Frage definitiv eine erhebliche Rolle spielt. Der Mann ist es nicht, welcher das Kind auszutragen hat, eine Bindung trotz aller Umstände dazu aufbaut und es dann "einfach abgeben soll".
Hier sind doch die Meisten der Ansicht, dass die Frau -nicht der Mann- letztendlich die Entscheidung treffen sollte und wer hat gesagt, dass die Frau das Kind "einfach abgeben" soll?
Man darf ebenfalls auch nicht vergessen, welche emotionale Belastung man der Frau aufbürdet, wenn sie ein Kind austragen muss, welches sie nicht möchte. Von Depressionen kann es hier auch sehr schnell zu einem erhöhten Konsum von Zigaretten oder Alkohol führen, was sich nicht ganz mit dem angestrebten Konsenz vom "Wohl des Kindes" deckt.
Man muss immer die emotionale Belastung der Frau berücksichtigen, ob sie nun abtreibt oder nicht. Der Konsum von Zigaretten und/ oder Alkohol ist im jeden Fall zu verhindern, aber selbst wenn das Kind aufgrund der Folgen beeinträchtigt werden würde, besäße es immernoch die gleiche Würde und das gleiche Recht auf Leben.
Anders gesagt würde ich meinen, dass man es sich als strahlender Held der Menschenrecht manchmal recht einfach macht. Hinstellen und behaupten, dass das Leben ab der Befruchtung als Mensch gilt und entsprechend Schutz genießt ist sehr einfach.
Ebenso wie es sehr einfach wäre zu sagen, soll doch jeder selbst entscheiden, geht mich nichts an, macht was ihr wollt. Man darf Leid und Unrecht, dass einen nicht selbst betrifft verurteilen. Es geht ja auch nicht darum sich als Held oder Retter darzustellen oder darum möglichst viel Zustimmung zu erhalten. Eine differenzierte Auseinandersetzung ist bei einen solchen Thema durchaus angemessen, wie immerwieder von vielen Seiten betont.
Die Entscheidung [das Kind im Falle einer Vergewaltigung zu behalten] sollte der Mutter obliegen, da eine erzwungene Abtreibung als Körperverletzung und/oder Freiheitsberaubung ausgelegt werden könnte.
Eine erzwungene Abtreibung würde sogar den Straftatsbestand des Schwangerschaftsabbruchs in einem besonders schweren Falle erfüllen.
Wenn man aber mit der kalten Realität und den vielen unterschiedlichen Blickwinkeln auf die Problematik konfrontiert wird, dann gerät man gerne mal ins stocken und versucht dies mit einem "Aber... ändert nichts an der Sache!" auszubügeln, was aber vollkommen in die Hose geht, da sich tatsächlich so ziemlich alles geändert hat, wenn man an die Rechte der Mutter denken möchte.
Im Fokus sollten nicht nur die Rechte der Mutter, sondern auch die Rechte des Kindes stehen. Die Berücksichtigung beider Rechte und Interessen sowie die Berücksichtigung der Folgen sollte bei einer wirklich kritischen Betrachtung im Mittelpunkt stehen. Ein einfaches "Aber die Mutter will es nicht" oder ein "Aber das Leben ist heilig" wäre ziemlich kurzsichtig.
Nur auf die Rechte und das Wollen der Mutter abzustellen, würde auch vollkommen in die Hose gehen, da sich tatsächlich so ziemlich alles geändert hat, wenn man an die Rechte des Kindes denken möchte.
Alle wollen herrschen, niemand will die Verantwortung übernehmen.
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Abtreibung Ja/Nein 10 Monate 2 Wochen her #826991

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[quotEs gibt einen klaren Unterschied zwischen menschlichem Leben und einer Fliege, auch theoretisch sind die beiden nicht das selbee][/quote]

Es tut mir leid, aber dieses Arguent kann ich überhaupt ncht nachvollziehen. Denn faktisch gesehen IS es dasselbe, beides sind Lebewesen, nur weil es verschiedene Arten von Lebewesen ist, heißt es nicht gleich, dass es kein Leben ist. Das ist meine Meinung zu dieser Aussage. Menschen machen es sich einfach und rechtfertigen so, Tiere töten zu dürfen. Ein Mensch ist allgemein betrachtet ein Säugetier und das ist biologischer Fakt. Nur das Menschen halt dazu neigen, sich über alle anderen zu stellen. Ich bin jetzt keine dieser Ökomenschen, die danach schreien, niemals ein Tier zu töten oder befürworte Mord oder dergleichen, aber ich möchte nur nochmal den Sachverhalt darstellen.
Das ganze klingt vielleicht für dich abwägig aber rein rational betrachtet sind alle Lebewesen gleichwertig, aber wir , die wir uns auch oftmals als superior darstellen, ist das nun einmal nicht so. Am Ende ist es jedoch auch in der Tierwelt "Survival of the fittest"

Genau so ist es, das beschreibt es ziemlich treffend.
Frauen die vergewaltigt wurden sollten ihr Kind austragen, bei naiven Jugendlichen gilt das selbe.

Also bei naiven Jugendlichen kann ich das nachvollziehen, wieso du so denkst, eine Vergewaltigung sehe ich da problematischer... Ich habe selber meine Erfahrungen mit Vergewaltigung gemacht und weiß, wie sehr das einen psychisch schädigen kann. Versteh mich nicht falsch, ich bin an sich gegen Abtreibungen, befürworte sie also in keinem Fall, aber ich kann dennoch gut nachvollziehen, wieso eine Frau es psychisch zerstören würde, wenn sie dieses Kind austragen würde und sich deshalb dagegen entscheidet, befürworten tue ich es nicht, aber ich kann die Gründe in dem Fall nachvollziehen. Bei naiven Jugendlichen allerdings ist das schon wieder etwas fahrlässig man sollte sich meiner Meinung nach vorher schlau machen, bevor man Sex hat. Ich stehe voll und ganz auf deiner Seite, das Kind an sich ist unschuldig und es deshalb abzutreiben wäre falsch, aber es ist schon ein Thema, worüber man streiten kann..
Es heißt nur das ich in diesem Fall (z.B. als Arzt) abtreiben würde, aber trotzdem finde das die Abtreibung als Mord eingestuft werden sollte und man die gleiche Strafe wie für einen Mord bekommen sollte.
Ich verstehe zwar, was du damit sagen willst, aber ihn gleich für Mord zu verurteilen finde ich schon hart. Na klar, Abtreibung heißt ein Lebewesen zu töten, aber in dem Falle würde kein Arzt abtreiben, wenn er weiß dass er danach eh wegen Mordes verurteilt werden würde in so einem Szenrio. Dann würde er aber vorsätzlich dennoch Mutter und Kind töten, also wäre der Arzt ziemlisch gearscht (man entschuldige diese Ausdrucksweise, aber es ist einfach so) und das egal was er macht. Das empfinde ich dem Arzt gegenüber als unfair, da er ja auch nichts dafür kann, dass er genau so einen Fall vor sich hat.
Allerdings ist das Beenden eines Lebens nicht zwingend Mord und sollte daher auch nicht gleichermaßen bestraft werden. In einigen Fällen sollte sogar auf eine Bestrafung verzichtet werden;
Ich finde, dieser Satz passt hier in diesem Fall irgendwie schon rein, deshalb zietiere ich es einfach hier mal. Allgemein die ganze Argumentaion der Person passt in diesem Fall gut rein.
Klar, in beiden Fällen stirbt ein Lebewesen, aber ich sehe den Unterschied darin, dass das ungeborene Kind der Mutter auf eine gewisse Weise gehört.

Ich sehe da nicht den Unterschied, dass das Kind ihr gehört, das tut ein geborenes Kind schließlich auch. Aber es stimmt schon, dass der Unterschied darin besteht, dass ein Mensch, der schon länger lebt definitv mehr Bindungen eingegangen ist als ein ungeborenes Lebewesen.
das führt mich zu dem Punkt:
Beispiel B (Mutter stirbt bei Geburt, Kind überlebt) : Hier würde ich sagen das das Leben des Kindes mehr wert ist, mit folgender Begründung: Bei einer Abtreibung lebt ein Mensch sein ganzes Leben aus, bei einer Geburt lebt ein Mensch sein ganzes Leben aus und der zweite konnte auch leben, stirbt nur früher.

Wir hatten genau diese Fragestellung damals in der Schule diskutiert im Religionsunterricht, da ich schon etwas älter bin, ist das eine Weile her aber ich erinnere mich sehr gut daran, dass in solchen Fällen der Arzt grundsätzlich immer enau das Gegenteil entscheidet, denn es ist definitv einfacher, einen Menschen ohne viele emotionalen Beziehungen/Bindungen sterben zu lassen, als eine Person, die viele Bindungen eingegangen ist. Ich möchte nochmals klarstellen, dass ich gegen Abtreibungen bin und das auch nicht gutheiße und das nichts rchtfertigt, dennoch fand ich es irgendwie erwähnenswert, wie es in der Praxi und nicht in der Theorie gemacht wird.
Wenn man eine Entscheidung eines Gerichts abwarten muss, bis man abtreiben darf, kann das schwerwiegende Folgen für die Frau haben.

das wäre alleine schon prblematisch, weil soein gerichtsverfahren dauert, sprich man kann dann sowieso nicht mehr abtreiben, da die gesetzliche zeitliche Begrenzung bestimmt überschritten wäre.
Ohne es negativ zu werten, aber bei vielen deiner Argumente/Meinungen hat man schon beim Lesen gemerkt, dass du nicht weiblich bist und ein Blick in dein Profil hat meine Vermutung bestätigt und einige Ansichten von dir teile ich in keinem Fall.

Ich denke nicht, dass das Geschlecht damit zu tun hat, ich bin auch weiblich und gegen Abtreibungen. :'D
Müsste man dann nicht eigentlich vielleicht Selbstmord legitimieren und als selbstverständlich ansehen und Sterbehilfen immer anbieten? Denn hey, niemand wird gefragt ob er geboren werden möchte, dann sollte man doch das Recht haben selbst zu entscheiden, wann man sterben möchte.

Dazu muss ich ehrlich sagen, dass das Sinn macht, denn was man mit seinem eigenen Leben macht, geht ja niemanden was an, dennoch wird es verteufelt. Und ich finde dieses Argument auch generell immer wieder interessant, da es auch wieder ein eigenes Diskussionsthema ist.
2.) Könnte die Mutter das Kind denn nicht zur Adoption freigeben/ zu einer Babyklappe bringen, dann würde sie doch nichtmehr an die Vergewaltigung erinnert?

Während der neun Monate der Schwangerschaft würde die Mutter definitiv daran erinnert werden und das wäre schon extreme psychsiche Folter. Wenn mich meine Erfahrungen schon ohne Schwangerschaft so etrem geschädigt haben, will ich gar nicht wissen, was eine Schwangerschaft noch alles verschlimmert hätte. Ich hätte auch nicht abgetrieben, dennoch hätte es mich noch mehr zerstört als eh schon, also finde ich das Argument von dir eher schwach, auch wenn ich im Großen und Ganzen auf deiner Seite stehe.
Zu deinem Bespiel mit der 16-Jährigen kann ich nur sagen, dass es moralisch weitaus vertretbarer ist, ein paar Jahre mit dummen Kommentaren leben zu müssen, als einem Mensch das Leben zu nehmen.

Das finde ich schon echt hart, du scheinst noch keine Erfahrungen gemacht zu haben, wie sehr das einen zerstören kann.. Ich vrstehe zwar, worauf du hinaus willst, aber das ist echt böse...
Das Gleichstellen von menschlichen Leben und dem von anderen Tieren ist nicht machbar. Du kannst nicht sagen nur weil wir Fleisch essen dürfen wir auch abtreiben.

Und warum darf man das nicht? Das Prinzip ist in der Theorie doch dasselbe: Man tötet ein Lebewesen.
Jedes menschliche Leben sollte dir gleich viel wert sein, und nur weil ein sehr junger Mensch schwach ist heißt das nicht das man ihn töten darf.
Auch wenn du das immer wieder abgetan hast mit Aussagen wie "das kann man nicht vergleichen" aber doch kann man! Jedes Leben ist was wert, das stimmt aber ein Tier ist auch ein Leben und nur weil es nicht deiner "Rasse" angehört, stellst du sein Leben als minderwertig dar. Im Prinzip tust du also dasselbe, was du beim Thema Abtreibung so verteufelst. Nicht böse gemeint, aber just saying....
wie kommst du auf diese 12 Wochen?
Ich vermute, hier wird sich auf das Gesetz bezogen, denn gesetzlich ist es tatsächlich so vorgesehen, dass es nur in dieser Zeit möglich ist.
Es mag mach einen triggern meine Meinung zu hören, aber ich finde das meine Position genug gute Argumente hat, und man sich fragen kann ob Abtreibung wirklich legal sein sollte.
Es stimmt, dass gegen Abtreibung auch gute Argumente hat, die Pro Seite hat aber auch gute Argumente, nur das du diese sie nicht anerkennen willst. Aber zu einer Diskussion gehört nun mal pro und kontra. Ich bin wie gesagt zwar auf der gleichen Seite wie du, aber ich finde dennoch, dass du viel zu versteift bist und die andere Seite irgendwie total abblockst und das auch immer mit den selben Sätzen. Das gleicht eher an Sturheit statt einer vernünftigen Diskussion...
Eigentlich war ich dieser Thematik abgeneigt. Ich habe beim ersten Post das Thema gesehen und dachte mir nur: "Nein. Lass es sein. Das ist kein gutes Thema für dich."

Das war tatsächlich mein erster Gedanke, aber als ich mir den Thread hier doch mal duchgelesen habe, hatte ich plötzlich doch das dringende Bedürfnis, etwas zu dem Thema zu sagen. :'D

Aber die Argumentation von TheAwesomePidgeon fand ich bis jetzt am Besten, auch wenn ich gegen Abtreibungen im Allgemeinen bin, finde ich, dass du die besten Argumente gebracht hast und kann mich damit bis jetzt wirklich am Besten anfreunden, auch wenn die meisten anderen hier auch gute Argumente hatten.

aber zu meiner Meinung allgemein zu dem Thema:

Ich finde Abtreibung an sich nicht gut. Ich persönlich wäre dagegen, mein Kind abzutreiben (sollte ich jemals schwanger werden), egal unter welchen Umständen, dennoch muss man berücksichtigen, dass es sich hierbei nicht nur um die Rechte eines Lebens handelt sondern um das zweier Menschen: nämlich Mutter und Kind. Es gibt durchaus Fälle, da finde ich es legitim abzutreiben, in etwa wenn das Leben beider auf dem Spiel steht oder wenn eine Frau aus welchen Gründen auch immer durch das Kind gefährdet wäre (auch bei Vergewaltigungen sprich psychischen Gründen) ich persönlich würde es zwar nicht tun, aber dennoch kann ich verstehen, wieso Leute dies tun sollten, auch wenn ich es nicht unbedingt gutheiße). Aber es ist allgemein ein schweres Thema, was dazu führt, dass sich Leute gerne mal festfahren.
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Abtreibung Ja/Nein 10 Monate 2 Wochen her #827006

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Das Thema boomt ja mehr oder weniger. Also mecker ich hier auch nochmal drauf los. :'D
AndreKim schrieb:
Gegenargumente sind stets erwünscht
Pro-Argumente deinerseits, die nicht nur auf deinem Empfinden und ethischen Wertevorstellungen beruhen, sondern auch wissenschaftliche Fundierung bzw. Hand- und Fuß besitzen/darauf aufbauen, wären es auch.
AndreKim schrieb:
Also kann ich deiner Meinung nach einem Menschen das Leben nehmen wenn er mein "Leben beeinflusst" oder es "nahezu zerstört"?
Natürlich. Solange etwas das Leben/die Zukunft negativ beeinflusst und noch nicht geboren ist, sollte man es ändern.
AndreKim schrieb:
Also kann ich deiner Meinung nach einem Menschen das Leben nehmen weil er mich finanziell beeinträchtigt?
Eine befruchtete Eizelle ist kein Mensch. Der Körper ist erst in der 29-30 Schwangerschaftswoche (+-1 Woche soweit ich weiß, Korrekturen gerne gesehen) fertig entwickelt. Alles davor gleicht keinem normalentwickelten Menschen, therefore it's not a real "living" human.
Religiös betrachtet (römisch-katholisch) beginnt das Leben mit der Befruchtung, im Judentum wird ein Embryo ab dem 40 Lebenstag als Mensch angesehen.
Biologisch gesehen spricht man erst ab der 30 Schwangerschaftswoche von einem Kind, alles davor wird als Fötus bezeichnet (auch hier Korrekturen gerne gesehen).
Wie du siehst ist die Sichtweise, dass das Etwas im Mutterleib ein Mensch ist, sehr stark von der Religion und der daraus resultierenden gesellschaftlichen Ethik geprägt. In der Naturwissenschaft ist von einem Kind/Menschen erst weitaus später die Rede. Sprich, man tötet keinen Menschen, sondern etwas das heranwächst. Etwas, das Zellen hat und sich vergrößert. Zu Anfang könnte man es sogar mit Krebs gleichsetzen, das wuchert im Endeffekt auch im Körper. Selbst, wenn es das nicht ist. Das ist mir bewusst.

Ich persönlich bin gegen Abtreibung sobald der Körper funktionsfähig entwickelt ist. Alles davor ist für mich ein: "Wer will, soll's tun. It's your body."
"Im Gegensatz zum Tier, das nur Umwelt hat, steht dem Menschen die ganz Weltfülle zu Verfügung. Während das Tier ein geschlossenes Triebzentrum darstellt, ist dem Menschen die Offenheit zu eigen. Offen für neuartige Dinge und Erfahrungen, für die gesamte Wirklichkeit." - Wolfhart Pannenberg
Wie du siehst sind Tiere triebgesteuert, Menschen nicht.

Fun Fact: Selbst Säuglinge sind nur Triebgesteuert. Man könnte nun soweit gehen und sagen, dass Säuglinge erst ab dem 2-4 Lebensmonat wirklich ein Mensch sind, weil sie ab da den Großteil ihrer Sinne und kognitiven Fähigkeiten auf- und ausbauen. Sie fangen nämlich erst azwischen dem zweiten und achten Lebensmonat an, Reize zu assoziieren und Regelmäßigkeiten aufzubauen. Erst ab dem 14 Lebensmonat fangen sie an durch Imitation etwas zu lernen, ab dem 3,5'ten Lebensmonat verstehen sie erst, dass es eine Objektpermanenz gibt und mit fünf Monaten lernen sie addieren und subtrahieren mit der Zahl 1 (1+1=2, 2-1=1).

Man könnte natürlich sagen: "Aber das Kind weint, gibt Laute von sich und freut sich!"
Natürlich. Immerhin muss es das tun um zu überleben. Das ist alles rein biologisch erklärbar und hat nichts mit "Menschsein" zu tun - Tiere machen das im Endeffekt auch. Und die töten wir nunmal. Also wenn man nun von dieser Argumentationsstruktur ausgeht, könnte man sogar Säuglinge ihres Lebens berauben. Wo ich aber nicht für bin, es ist auf der Welt und lebt. Davor tun sie es nicht, weil sie noch gar nicht so weit entwickelt sind.

Und was unterscheidet den Menschen von den Tieren? Meiner Meinung nach die Tatsache, dass wir in der Lage sind komplexe Denkstrukturen zu entwickeln und Emotionen besitzen. Säuglinge besitzen so etwas (noch) nicht.
Alles andere ist eine zufalls- und instinktgetriebene menschliche Masse, die aufgrund ihres Babystatus das bekommt, was es braucht, um zu überleben.
AndreKim schrieb:
Auch gibt es Babyklappen oder die Möglichkeit ein Kind zur Adoption freizugeben, beides besser als ihm das Leben zu nehmen.
"Liebe Frau X, die Schwangerschaft gefährdet Ihr Leben. Aber es ist egal, ob Sie sterben oder nicht - das Kind überlebt und dann wird es zur Adoption freigegeben und im Urvertrauen verletzt. Danke für Ihre Zeit. Bis zum nächsten Leben."
AndreKim schrieb:
Ich sage nicht das bei einer Abtreibung "etwas" stirbt, ich sage das ein menschliches Leben beendet wird. Es gibt einen klaren Unterschied zwischen menschlichem Leben und einer Fliege, auch theoretisch sind die beiden nicht das selbe.
Ein Leben "beenden" bedeutet etwas sterben zu lassen. Ein Insekt ist ein Lebewesen, ein Hund ist es und ein Mensch ist es letzten Endes auch.
Es ist wie mit dem Essen von Hunden: Hier würde man sagen: "No way!", in anderen Ländern ist es: "Oh yes!" - ein Fötus ist ein Fötus, nothing more, kein Neugeborenes, kein 50 Jähriger, kein Jugendlicher. Ein unvollständiger Mensch der großen Einfluss auf die Leben in seiner Umgebung hat, teilweise auch negativen.
AndreKim schrieb:
Frauen die vergewaltigt wurden sollten ihr Kind austragen, bei naiven Jugendlichen gilt das selbe.
Frauen sollen also psychische Folgeschäden haben, möglicherweise je nach Labilität ihr Kind im Endeffekt vor Verzweiflung töten, vernachlässigen und so aufziehen, dass es selbst später seine Kinder kaputt aufzieht? Jugendliche sollen ihre komplette schulische und berufliche Laufbahn extrem verzögern oder komplett aufgeben, weil sie einen Fehler gemacht haben? Nur, um ein Kind großzuziehen, während sie noch selbst "Kinder" sind? Wovon sollen sie das Kind ernähren? Wie sollen sie dem Kind auch nur ansatzweise etwas bieten, wenn weder Ausbildung noch schulischer Abschluss herrscht?
And now imagine die Eltern der Jugendlichen wollen nichts mehr mit ihr zu tun haben. Und sie weiß nicht, dass es Hilfen gibt und bringt sich im Endeffekt um - that's great, at least the child's there.
AndreKim schrieb:
Ich bin auch dagegen Menschen vorzuschreiben was sie mit ihrem Körper tun sollen. Allerdings ist der Phötus ein eigener Körper und das sollte auch respektiert werden.
Nein, rein biologisch ist es erst ein menschlicher Körper ab der 30 Schangerschaftswoche. Alles ist ein Körper, Pflanzen, Tiere, Whatever. Soll man die nun auch in Ruhe lassen und respektieren, weil sie ihren eigenen Körper besitzen? Kinder sind in ihren ersten Lebensjahren noch nicht einmal kognitiv in der Lage zu verstehen, dass es ihr eigener Körper ist, den sie "behausen". Das ist kein wirkliches Argument.
AndreKim schrieb:
Es ist nunmal ein Körper im Körper einer Frau, das ganze ähnelt für mich dem "es ist mein Grundstück also darf schießen auf wen ich will".
Es ist nicht "ich darf schießen auf wen ich will", sondern: "Ich darf bestimmen, wer auf mein Grundstück kommt und wer in meinem Haus mitwohnen darf."
AndreKim schrieb:
Du sagst es ganz richtig: Die Frau "ist diejenige, die das Leben in sich trägt". Es bleibt ein Leben.
Und die Frau (oder auch der Mann, falls er gerne das Kind haben möchte und die Frau damit einverstanden ist) darf auch entscheiden ob sie in der Lage ist das Leben aufzuziehen. Ist sie es nicht, dann soll sie das nicht machen. Wir haben schon viel zu viele Menschen auf der Welt und noch mehr Kinder, die ungeliebt und ungewollt großgezogen werden, brauchen wir nicht.
Ich bin Pädagoge, ich habe einiges Miterlebt, glaub mir, es ist besser abzutreiben als das, was mittlerweile häufig vorkommt, zu dulden. Kindesmisshandlungen und Vernachlässigungen sind weitaus! schlimmer als eine Abtreibung, die so etwas verhindert.
Oder möchtest du sagen, dass ein Kind es verdient hat, misshandelt/vernachlässigt zu werden, weil es die Abtreibung nicht verdient hat, da es ja lebendig ist?
AndreKim schrieb:
Dem ungeborenen Kind wurde diese Entscheidung genommen und es hat sich nicht im geringsten dafür entschieden das man es vor der Geburt tötet.
Plinfa-Fan schrieb:
Es hat sich nicht dafür entschieden, richtig. Ich bezweifle aber, dass es mit maximal drei Monaten überhaupt die geistige Fähigkeit der Entscheidungsfindung besitzt.
^this(@Plinfa).
Ein Kind ist im Kindergartenalter nicht einmal kognitiv richtig in der Lage zu verstehen, was mit "Töten" oder "eigene Entscheidungen fällen" gemeint ist.
Du könntest ein Kind fragen: "Darf ich dich töten?" Und es würde mit "Ja" antworten. Hat es nun selbst entschieden, dass du es töten darfst? Nein. Das ist kein Argument gegen Abtreibung.
AndreKim schrieb:
Der Herzschlag kann schon ab dem 16. Tag einsetzen, zu dem Zeitpunkt merkst du nichtmal das du schwanger bist, ist es denn wirklich okay für dich ein menschliches Leben das einen eigenen Herzschlag hat, auch einen anderen Bluttyp als die Mutter haben kann zu beenden?
So what? Jedes Säugetier hat einen Herzschlag. Nur, weil es einen Herzschlag gibt heißt es nicht, dass es ein menschliches Leben ist. Sollen wir nun auch aufhören Tiere zu schlachten und zu essen? Sie haben ein Herz. Und sind sogar noch weitaus! kompetenter und besser entwickelt als es ein Fötus jemals sein wird.
AndreKim schrieb:
Ich weiß, du meintest du wertest es nicht negativ, aber mein Geschlecht ist in dieser Diskussion eher Off-Topic.
Es ist nicht Off-Topic sondern sogar ein wichtiger Aspekt, da Männer einach anders betroffen sind als Frauen und dementsprechend in der Regel anders diskutieren.
AndreKim schrieb:
Das Gleichstellen von menschlichen Leben und dem von anderen Tieren ist nicht machbar. Du kannst nicht sagen nur weil wir Fleisch essen dürfen wir auch abtreiben.
Eher: Wenn wir aus deinen Gründen nicht abtreiben dürfen, dürften wir auch keine Tiere töten.
AndreKim schrieb:
Um zum Fliegenbeispiel zurückzukommen: Würdest du dein ungeborenes Kind mit einer Fliege auf eine Ebene setzen, und sagen das es das selbe ist eine Fliege zu "zerquetschen" wie ein menschliches Leben zu beenden?
Ja, weil eine Fliege besser entwickelt ist als ein ungeborenes Kind in den ersten Lebenstagen. Die Fliege überlebt alleine, das Ungeborene nicht. Nur mal um es zu extremisieren.
Plinfa-Fan schrieb:
Wenn ich schwanger wäre und das Kind partout nicht haben will aus Gründen, die ich als dafür angemessen sehe, dann ja, ich würde abtreiben. Es geht nicht darum, ob schon ein Herzschlag da ist oder nicht. Jemand der sein Kind abtreibt wird sich so oder so nicht wohl bei der Entscheidung fühlen, egal in welchem Stadium das Kind ist. Trotzdem sollte man sich gegen eine Geburt entscheiden dürfen, wenn man es möchte. Was der Bluttyp für eine Rolle spielen soll, verstehe ich dabei überhaupt nicht.
^this. Wenn ich weiß, dass ich das Kind nicht haben möchte, mich nicht durch die Geburt, Hormonschwankungen und die Körperveränderungen kämpfen will, dann treibe ich ab, sofern mich die genannten Punkte (psychisch) beeinflussen. Wenn ich weiß, dass es mein Leben negativ beeinflusst, meinen Job/Laufbahn/Leben gefährdet, treibe ich ab. Sofern es die Option Abtreibung gibt und ich mich bewusst und früh genug dafür entschieden habe.
Wenn ich weiß, dass ich dem Kind nicht gerecht werden möchte, aber ich entscheide mich für das Austragen, dann gebe ich es zur Adoption frei. Mit möglichen emotionalen Folgeschäden für das Kind, die aber diskutierbar/belanglos sind.
DaviDwithD schrieb:
Im Fokus sollten nicht nur die Rechte der Mutter, sondern auch die Rechte des Kindes stehen. Die Berücksichtigung beider Rechte und Interessen sowie die Berücksichtigung der Folgen sollte bei einer wirklich kritischen Betrachtung im Mittelpunkt stehen. Ein einfaches "Aber die Mutter will es nicht" oder ein "Aber das Leben ist heilig" wäre ziemlich kurzsichtig.
Nur auf die Rechte und das Wollen der Mutter abzustellen, würde auch vollkommen in die Hose gehen, da sich tatsächlich so ziemlich alles geändert hat, wenn man an die Rechte des Kindes denken möchte.
Natürlich sollte eine kritische Betrachtung im Mittelpunkt stehen. Das wollte ich noch einmal mit erwähnt haben, nicht, dass man einfach: "Oh fuck Schwanger, treiben wir zum sechsten Mal ab!" sagen kann. Das wäre natürlich doch zu simpel.
Plinfa-Fan schrieb:
Beziehst du dich hierbei immer noch darauf, dass ich sagte, alles in unserem Körper ist ein Teil von uns, daher dürfen wir darüber frei bestimmen? Dann verstehe ich deinen Vergleich nicht. Wenn ich zum Beispiel eine Droge in meinen Körper einführe, dann ist das doch kein Teil von mir, sondern ein Fremdkörper. Überhaupt hat das Thema gar nichts mehr mit Abtreibung zu tun, du schweifst zu sehr ab.
Ungefähr das. Keine Ahnung in wie weit es stimmt, mein alter Biolehrer meinte nur: "Schwangere Frauen übergeben sich, weil sich der Körper gegen den Fremdkörper (das Baby) in ihrem Körper wehrt."
Falls das stimmt, ich bin zu faul es gerade nachzuschlagen, dann ist selbst der Körper dagegen, also warum nicht gleich abtreiben, um es mal platt zu sagen. Auch hier sind Korrekturen gerne gewünscht.
TheAwesomePigeon schrieb:
Ich möchte all jene Verteidiger des Verbotes von Stammzellenforschung sehen, wie sie mit vor stolz erhobenen Brust zu all den sterbenskranken Patienten gehen, welche von einer Stammzellenforschung profitieren könnten und behaupten, dass sie mit dem Stopp etwas gutes getan haben und Menschenleben retten.
Der Mensch mordet täglich für seine Bereicherung. Abtreibung sollte wirklich nicht die Baustelle sein, an der man in diesen Zeiten sich moralisch verpflichtet fühlt zu arbeiten.
^this. Ich bin dir übrigens sehr dankbar über deinen Post. Ich habe nichts anzumerken, außer, dass ich dir in jeglicher Hinsicht zustimme. Danke.
Rikkie schrieb:
Es tut mir leid, aber dieses Arguent kann ich überhaupt ncht nachvollziehen. Denn faktisch gesehen IS es dasselbe, beides sind Lebewesen, nur weil es verschiedene Arten von Lebewesen ist, heißt es nicht gleich, dass es kein Leben ist. Das ist meine Meinung zu dieser Aussage. Menschen machen es sich einfach und rechtfertigen so, Tiere töten zu dürfen. Ein Mensch ist allgemein betrachtet ein Säugetier und das ist biologischer Fakt.
^this.
Dann nochmal zu dem Argument der "Folgeschäden", dass es ja auch emotionale/körperliche Folgen für die Frau haben kann, wenn sie abtreibt.
Ja, das selbe gilt für Therapiemethoden, Medikamente oder auch Zigaretten. Die Abtreibung ist eine medizinische Lösung/medizinischer Eingriff, um mögliche Probleme komplett aus dem Weg zu räumen. Je nach Qualität des Arztes sollte die Frau auf jeden Fall über Folgen aufgeklärt werden, Argumente für- und gegen die Abtreibung bringen und sich konstruktiv damit auseinandersetzen, damit sie auch wirklich die richtige Entscheidung trifft. Wer sich wirklich damit auseinandergesetzt hat, der weiß über die Folgen bescheid und dann zu sagen, dass es ja Folgen mit sich bringt, ist kein Argument, um gegen Abtreibung zu sein.
Wie bereits erwähnt - ich bin Pro Abtreibung, sofern triftige Gründe vorliegen. Aber ich wollte mich, da ich das Thema spannend finde, einfach nochmal dazu äußern.
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“I still don't know what it really means to grow up. However, if I happen to meet you, one day in the future, by then, I want to become someone you can be proud to know.”
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Abtreibung Ja/Nein 10 Monate 2 Wochen her #827011

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@.homie
Ich geh die (vielen) Fragen mal der Reihe nach durch, war leider über die Feiertage in Paris und hab die Posts jetzt erst gelesen.
Warum beginnt deiner Meinung das Leben genau bei der Befruchtung der Eizelle, und nicht bei Beginn des Herzschlages, oder bei der Fassung der ersten selbstständigen Gedanken des Kindes?
Warum sollte das Leben zu einem anderen Zeitpunkt beginnen? In dem Moment in dem das Sperma die Eizelle befruchtet hat ist menschliches Leben entstanden, das ist Fakt.
Ein menschliches Leben definiert sich nicht durch einen Herzschlag (Menschen m. Herzschrittmacher; oder durch einen gefassten Gedanken (Komapatienten).
Alles vor der Befruchtung der Eizelle ist wiederum kein Leben, da wir hier nur ein seperates Spermium und eine Eizelle haben, noch ist kein menschliches Leben entstanden.
Meinst du deine Vorstellung würden als Gesetzesgrundlage weniger Menschen töten als die jetzige und wie sieht es aus wenn man andere Moralvorstellung dabei berücksichtigt?
Ja, ich denke die von mir vorgeschlagene Regelung würde weniger Menschen sterben lassen. Ich denke das manch einer trotzdem abtreiben würde, auch wenn es verboten ist. Mord ist ja auch verboten und es gibt trotzdem Menschen die töten. Diese Menschen stellen eben ein Ziel das sie erreichen wollten über das Leben des anderen Menschen, und finden das es deshalb vertretbar wäre ihm sein Leben zu nehmen.
Wie es aussieht wenn man eine andere Moralvorstellung berücksichtigt? Ich denke nicht das man eine andere Moralvorstellung berücksichtigen muss, wenn dabei Menschenleben beendet werden. Es gibt viele Moralvorstellungen die überholt oder falsch sind, und ich denke nicht das wir alle berücksichtigen müssen.
Dinge wie ein Recht auf Leben sind in den Menschenrechten verankert (3. Artikel) und sollten unter keinen Umständen ausgehebelt oder umgangen werden, auch wenn man eine andere Moralvorstellung hat.
Nehmen wir mal an Abtreibungen wären generell strafbar, auch bei Vergewaltigung, wie würdest du einen Missbrauch solch einer Regelung durch Menschen mit anderen Moralvorstellung verhindern wollen?
Ich vermute mal das du meinst, dass Vergewaltiger ,bei einem generellen Abtreibungsverbot, ihre Opfer zwingen könnten das Kind auszutragen? Wenn nicht dann verbessere mich bitte, die von dir gestellte Frage war schwer zu verstehen.
Vergewaltigung bleibt ein schreckliches Verbrechen und ich denke nicht das eine Änderung der Abtreibungsgesetze eine höhere Zahl der Vergewaltigungen mit sich ziehen würde.

---

@TheAwesomePigeon:
Eine frühzeitige Abtreibung eines nicht gewollten Kindes sollte nicht unter Strafe stehen.
Die freie Entscheidung über das eigene Leben sollte einer Frau nicht durch eine halbgare Gesetzesgrundlage genommen werden.
Selbst vorsätzliche Schwangerschaft und nachfolgende Abtreibung Aufgrund einer Sucht nach Abtreibungen sind in erster Linie zu behandeln, nicht zu verurteilen.
Nur in Fett zu schreiben hilft deiner Argumentation leider nicht.
Aber gut das du deine Meinung klarstellst. Ich lasse den Teil allerdings erstmal aus und gehe eher auf deine Argumente ein, bevor ich am Ende zu deiner Meinung zurückkomme.
Zudem merke ich an, dass ich der Meinung bin, dass das Geschlecht bei dieser Frage definitiv eine erhebliche Rolle spielt. Der Mann ist es nicht, welcher das Kind auszutragen hat, eine Bindung trotz aller Umstände dazu aufbaut und es dann "einfach abgeben soll".
Ich darf also als Mann mich nicht an ethischen Fragen beteiligen? Nur weil ich nicht der bin der die Tat begeht heißt das auf keinen Fall das ich Abtreibungen nicht als falsch verurteilen darf. Ein bisschen sexistisch ist dein Denken schon.
Man kann keiner beruflichen Aktivität nachgehen und noch viel schlimmer ist es, wenn man in dem Fall sehr jung ist, da der soziale Stand dadurch ausgesprochen negativ beeinflusst werden kann.
Du wiegst hier ein menschliches Leben mit Geld (berufliche Aktivität) und sozialem Status auf. Ich persönlich würde sagen, das ein menschliches Leben über dem stehen muss.
Und was machst du mit älteren Menschen, die dich daran hindern deiner beruflichen Aktivität nachzugehen, oder die deinen sozialen Status verletzen? Töten?
Es ist falsch einem Menschen nur wegen solch niedriger Ideale sein Leben zu nehmen. Egal wie sehr dein sozialer Status verletzt wurde du darfst niemanden deswegen umbringen.
Auch hat das Kind absolut nichts getan, weshalb es sterben müsste.
Von Depressionen kann es hier auch sehr schnell zu einem erhöhten Konsum von Zigaretten oder Alkohol führen, was sich nicht ganz mit dem angestrebten Konsenz vom "Wohl des Kindes" deckt.
Meine angestrebte Konsequenz ist ein Menschenleben mehr. Es ist falsch wenn schwangere trinken oder rauchen. Aber du kannst mir nicht ernsthaft versuchen klarzumachen, nur Mütter die ihr Kind nicht haben wollten, würden rauchen. Ein großer Teil der Frauen die Abtreibungen vorgenommen haben hat danach auch mentale Probleme. Mögliche Depressionen lassen sich nicht mit den vielen Frauen, die nach Abtreibungen mentale Probleme gehabt haben, vergleichen, und erst recht nicht mit dem Leben eines Kindes.
Wenn man aber mit der kalten Realität und den vielen unterschiedlichen Blickwinkeln auf die Problematik konfrontiert wird, dann gerät man gerne mal ins stocken und versucht dies mit einem "Aber... ändert nichts an der Sache!" auszubügeln, was aber vollkommen in die Hose geht, da sich tatsächlich so ziemlich alles geändert hat, wenn man an die Rechte der Mutter denken möchte.
Dann Blick du doch mal der kalten Realität ins Auge: Der Terminus "Abtreibung" ist ein Euphemismus und heißt nichts anderes als das man das menschliche Leben das sich noch im Leib der Mutter befindet, beendet. Die Rechte anderer sind wertvoll, doch über all dem sollte das Recht auf Leben stehen. Manchmal muss man Rechte einschränken um ein höheres Ziel zu erreichen; ein Bespiel hierfür sind Steuern: Das Recht auf Eigentum wird eingeschränkt, damit man von den erwirtschafteten Steuern ua. soziale Einrichtungen bezahlen kann.
Das höchste Ziel ist das Recht auf Leben, wenn du anderer Meinung bist, dann sag doch mal für welches Ziel du dein Leben geben würdest.
Man soll nur nicht blind genug sein, um dem ganzen generell einen Riegel vorzuschieben, nur weil man es persönlich für "das Richtige" hält das Kind zu schützen.
Findest du es dann okay wenn man Mord generell den Riegel vorschiebt? Manch böser Mensch behauptet auch hier das menschliches Leben schützenswert sei.
Ich finde deine bisher genannten Motive für Abtreibung kann man bestens als Mordmotive benutzen. Sie sollten trotzdem in keiner Hinsicht ausreichend sein, jemand zu überzeugen, das es okay wäre ein menschliches Leben zu beenden.
Die Entscheidung sollte der Mutter obliegen, da eine erzwungene Abtreibung als Körperverletzung und/oder Freiheitsberaubung ausgelegt werden könnte
Hier fang ich an zu stutzen: Du bist gegen Körperverletzung? Aber für Abtreibung?
Wie steht das denn im Einklang für dich, immerhin wird das Kind bei der Abtreibung getötet. Körperverletzung über Mord stellen? Eine interessante Herangehensweise.
da ich den Leuten mit der Moralkeule gerne eine zurückdreschen würde.
Warst du nicht eben noch gegen Körperverletzung?
Dank diesen Menschen ist Stammzellenforschung in vielen Ländern ein Taboo, obwohl man damit erhebliche medizinische Fortschritte erreichen könnte, nur weil man das Leben ausdefiniert haben möchte.
Stammzellenexperimente sind eine andere Hausnummer, aber ich gehe kurz darauf ein und stelle meine Meinung dar: Stammzellen lassen sich auch von erwachsenen Menschen entnehmen und umprogrammieren, eine Stammzellentransplantation lässt sich auch abwickeln ohne dafür einen Menschen zu töten.
Es ist einfach wie Emiya Kiritsugu es mal meinte: Ein Held kann nur jene retten, die er begünstigt, aber niemals alle.
Dann bring ich an dieser Stelle meine Animereferenz, zwar nicht als Zitat sondern als Spoiler. Wer Fullmetal Alchemist (Brotherhood) noch sehen will, sollte ihn nicht öffnen.
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Mir geht einfach nur diese geheuchelte Moralkeule von Leben auf den Wecker, da es täglich Waffenlieferungen in Entwicklungsländer gibt, mit denen Tag um Tag Menschen ihr Leben verlieren, worüber sich niemand echauf­fie­rt und man es als den Lauf der Dinge hinnimmt und akzeptiert. Länder, welche Menschenrechte mit Füßen treten und Systemkritiker inhaftieren oder hinrichten lassen.
Aber Abtreibung. Da hört der Spaß auf! Also China kann man dulden, weil man die Waren von dort günstig bekommt. Bei der Türkei ein Auge zudrücken, weil man gerne Urlaub in den Ländern machen will. Saudi Arabien als kulturell anders bezeichnen, weil man Investoren in große deutsche Unternehmen nicht verlieren möchte, was Arbeitsplätze riskieren könnte. Aber Abtreibung. Da hat man ja nichts von, wenn man es erlaubt! Also da. Da kommt mir meine Moral doch mal durch den engmaschigen Filter durch und deswegen schlag ich damit jetzt zu Recht zu! Na, da haben wir es der Welt aber gezeigt!
Zusammengefasst unterstellst du mir hier das ich Waffenlieferungen oä. an Länder mit einer menschenverachtenden Politik gutheiße.
Selbst wenn ich dies tun würde (Spoiler: Ich tu es nicht) dann solltest du trotzdem anerkennen das solche Menschen auch eine Meinung zum Thema Abtreibung haben dürfen.
Ich bin starker Gegner von jedem Land das eine menschenverachtende Politik betreibt und unterstütze keines dieser Länder bewusst, sondern versuche mit gutem Gewissen einzukaufen. Dein letzter Absatz ist ziemlich off-topic, Waffenlieferungen sind eine ganz andere Geschichte und haben absolut nichts mit Abtreibungen zu tun.
Der Mensch mordet täglich für seine Bereicherung. Abtreibung sollte wirklich nicht die Baustelle sein, an der man in diesen Zeiten sich moralisch verpflichtet fühlt zu arbeiten.
Mord bleibt Mord, ob man sich nun bereichern will oder ob man andere Pläne als ein Kind hat. Und Mord auf der Welt ist eine Baustelle an der man nie genug arbeiten kann.

Um nun zu deiner am Anfang klargemachten Meinung zurückzukommen:
Eine frühzeitige Abtreibung eines nicht gewollten Kindes sollte nicht unter Strafe stehen.
Soll das töten von Menschen die man nicht mag wirklich erlaubt sein? Gefühle zu einem Menschen geben niemandem das Recht ihn zu töten.
Die freie Entscheidung über das eigene Leben sollte einer Frau nicht durch eine halbgare Gesetzesgrundlage genommen werden.
"Die freie Entscheidung über das eigene Leben sollte einer Frau nicht ... genommen werden." Wer verliert hier sein Leben Kind oder Frau?
Selbst vorsätzliche Schwangerschaft und nachfolgende Abtreibung Aufgrund einer Sucht nach Abtreibungen sind in erster Linie zu behandeln, nicht zu verurteilen.
Oh okay, also die meisten Pro-Abtreibungsargumente bauen darauf auf das man bei einer Vergewaltigung oder einem gerissenen Kondom nichts für das Kind kann.
Aber deine Argumentation hier ist ja noch eine Stufe radikaler.

Ich hab keine Ahnung wie man unter seine Posts Bilder anhängt, stell dir einfach vor hier hing irgendwas.


Edit by Knives:
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