THEMA: Abtreibung Ja/Nein

Abtreibung Ja/Nein 4 Wochen 1 Tag her #827531

Da @Deemer der einzige war der darauf einging habe ich mich ein wenig mit dem Wirtschaftlichen Aspekt des themas auseinander gesetzt und muss sagen dass, man mit einer Abtreibung viel geld verdienen kann. Aus kapitalistischen gründen ist es besser Abtreibungen zu puschen den der Staat hat mehr davon wenn Frauen abtreiben den solche Behandlungen sind schon teuer. So ungefähr 400€ gut versteuert sind es pro Abtreibung um ein vielfaches mehr Steuergeld als wenn der Staat die Umsatzsteuer von verkauften Kondomen bekommt. Im großen und ganzen eine gute Art Geld zu machen.(In mancher Hinsicht)
Letzte Änderung: 4 Wochen 1 Tag her von Igni_Vulpes.

Abtreibung Ja/Nein 4 Wochen 1 Tag her #827532

@Deemer:
Wie wäre es, wenn du dir mal anschaust, was zu einer öffentlichen Diskussionsrunde gehört? Vielleicht wirst du dann erkennen, dass man da nicht im einzelnen miteinander redet, sondern Themen und Thesen auch untereinander bespricht. eine öffentliche Diskussionsrunde bringt nichts, wenn du jedem verbietest, auf die Themen der anderen einzugehen.
Ich bin absolut dafür das man Thesen und Themen untereinander bespricht, ich hab nur angemerkt das du einen Satz auf dich bezogst der absolut nicht auf dich bezogen war. Du gehst nicht auf ein Thema ein, du nimmst einen Satz aus dem Kontext und denkst ich hätte dich damit angesprochen. Hier dein Beitrag:
Du setzt dich mit dem Thema auseinander? Als ich dich auf Ungereimtheiten in deiner Argumentation ansprach, bekam ich keine Antwort von dir und deine Argumentation weist immernoch Ungereimtheiten auf. Ich spoiler es mal an:
und deine Anschuldigungen zu den fake news? sry aber
Ich bezog mich in dem Zitat darauf das Fish einerseits sagt man dürfe auch nach der 12 Woche abtreiben, wenn ein Grund dafür bestehe, andererseits sagt er das ein unbeborenes ab dem 14 Tag ein Mensch ist. Du fragst nach meinen Anschuldigungen zu "Fake News", und dazu hab ich dir an anderer Stelle folgendes geschrieben:
Da nicht ganz klar ist wie ein Richter so etwas auslegen würde meinte ich das es nicht drinsteht. Allerdings hast du Recht das die Justiz ziemlich freizügig mit Interpretationen ist.
Du schriebst: "Du hingegen hast mir immer noch nicht geantwortet, was daran jetzt fake news war, sondern versuchst es einfach zu überspielen."
Wie du im Zitat oben siehst hab ich dir geantwortet.
- - -
Was ich damit sagen will? ich habe da nichts verwechselt. Ich bin extra auf die Antwort an Fish eingegangen, weil ich auf diese eingehen wollte.
Doch du hast ganz klar etwas verwechselt. Fish schrieb davon das sie sich im Unterricht Erfahrungsberichte von Eltern angeschaut haben die "kurz davor waren ihr Kind zu töten oder auszusetzen". Ich frage darauf ob die Eltern ihre Kinder wirklich aussetzen wollten. Darauf reagierst du mit:
das waren 5 Minuten googlen und nachgucken, ob es nicht die gleichen Eltern waren. Da wollten sie es nicht nur, da haben sie es sogar getan. ein bisschen Weltfremd scheinst du mir aber schon zu sein.
Dinge die mich vermuten lassen das du etwas verwechselt hast: Wie willst du nachgeguckt haben ob es die gleichen Eltern waren, deren Erfahrungsberichte Fish im Unterricht gesehen hat? Du sagst die Eltern haben "es sogar getan", aber keiner der Artikel die du verlinkt hast handelt von Eltern die ihr Kind aussetzen.
Deswegen werde ich mich auch eher von dieser Scheindiskussion zurück ziehen. Es bringt nichts, dir Fragen und Argumente zu stellen und dann gesagt zu bekommen
Ich hab hier auf eine Aussage von Freilli geantwortet, das war sowieso eher Off-Topic keine Ahnung wieso du denkst ich hätte dich angesprochen oder es würde zur Diskussion beitragen.
Das von dir verwendete Zitat von mir war an Fish gerichtet, nachdem er sich auf ein Off-Topic Gespräch zwischen Freilli und mir bezog. Dieses Gespräch ging in keinster Weise über Abtreibung, sondern darüber was ein Argument und was ein Statement ist. Wir hätten es genauso gut als PM führen können, aber so ist es nunmal einfacher.
Das "keine Ahnung wieso du denkst ich hätte dich angesprochen" bezieht sich absolut nicht auf dich und ich schrieb selbst das das Gespräch zwischen Freilli und mir nichts zur Diskussion beitragen würde ("keine Ahnung wieso du denkst (...) es würde zur Diskussion beitragen"). Wenn du mir Fragen oder Argumente stellst wirst du so eine Reaktion von mir nicht bekommen, wenn du aber wie Fish versuchst ein Off-Topic Gespräch unnötig in die Länge zu ziehen dann schon.

@Issei-Hyoudou16:
sempiternal schrieb:
das Leben besteht aus mehr als (H-)Mangas und Anime.
Wa-.... Aber zumindest zu 50 Prozent! Das darf man nicht kleinreden!
sempiternal schrieb:
Don't feed the troll.
Das sage ich meinen Teammtes in LoL auch immer und trotzdem tun sie es immer... :c
Okay nun mal ernsthaft...
Beim Beitrag von semptirnal hatte er sich verlesen, meinte er selber danach auch.
Whoops, da hab ich mich tatsächlich verlesen und entschuldige mich, da macht ein kleines Wörtchen tatsächlich einen gewaltigen Unterschied im Kontext. Dann kann man meinen Post ignorieren, sorry.

@Deviltoon:
Dein Beitrag war gut, wollte schon mehrmals drauf antworten, aber muss mich anscheinend 24/7 für Dinge rechtfertigen bei denen ich falsch verstanden werde oder man mich out-of-context zitiert.

Edit:
@Deviltoon:
In einer kapitalistischen Welt wird der Faktor Geld und "Kann ich ein Kind großziehen?" immer stärker eine Rolle spielen. Das fängt meiner Meinung nach schon bei Kita-Plätzen, Tagesmüttern, und weitere Kostenfaktoren an.
Kita-Plätze kann man einklagen und das schon seit fünf Jahren. Ich denke nicht das irgendjemand fordert das die Mutter das Kind großziehen muss, ich hab mich ua. schon mehrmals für Babyklappen und Adoption ausgesprochen.
Letzen Endes ist aber auch klar, dass ein Kind sowieso auf die Ressourcen-Verarbeitung der Mutter angewiesen ist und somit allein schon Kapazitäten "klauen" würde ... aber seien wir mal ehrlich: die Argumentation, die darauf aufbauen sollte halte ich für obsolet.
Ganz deiner Meinung.
Diese Aussage verwundert mich ehrlich gesagt etwas, nachdem hier lang und breit die Auswirkungen einer ungewollten Schwangerschaft diskutiert worden ist (...) sollte uns wohl allen klar sein, dass Frauen eine Abtreibung nicht nur aus einer Laune heraus vornehmen.
Das behaupte ich auch gar nicht. Ich denke nur das Leute gibt die aus anderen Gründen als aus einer Schwangerschaft körperliche oder mentale Probleme haben, und das nicht über einen Zeitraum von neun Monaten. Doch darüber kommt man hinweg und man sollte nicht wegen so etwas abtreiben, für mich reicht das nicht wirklich als Grund aus.
Fakt ist: keiner von uns hier weiß, wann ein Baby anfängt zu empfinden, zu denken, sich wie ein Mensch zu fühlen.
Fakt ist: Würde man eine solche Begründung als Rechtfertigung für eine Abtreibung benutzen, dann könnte man auch jedem Komapatienten den Stecker ziehen. Selbst wenn man ein Ungeborenes erst ab der Geburt als Mensch ansieht ist es nur neun Monate in einem Status in dem es nicht fühlen/denken kann. Ein Koma kann weitaus länger dauern.
Da aber bei beiden eigentlich klar ist das sie aus dieser Phase herauskommen, sollte man (meiner Meinung nach) beide auch in Ruhe lassen.

@Fish.:
Was hier einige anscheinend nicht tun, wenn man sich anschaut, dass das Diskussionsniveau innerhalb der letzten 3 Seiten schneller gestorben ist als ein potentielles Kind mit der Pille danach.
Also, Appell an alle (...) tragt zur Qualität bei oder lasst es bleiben.
Das ist makaber. Und direkt im nächsten Satz nach so einer Aussage mehr Qualität zu fordern - denkst du dein Witz trägt zu mehr Qualtiät bei?
Letzte Änderung: 3 Wochen 6 Tage her von AndreKim.

Abtreibung Ja/Nein 3 Wochen 5 Tage her #827614

@SmokeTheEvertrolling:
Für mich ist ein Embyo kein vollwertiger Mensch.
Was ist dann für dich ein "vollwertiger" Mensch?
@AndreKim:
Fakt ist: keiner von uns hier weiß, wann ein Baby anfängt zu empfinden, zu denken, sich wie ein Mensch zu fühlen.
Fakt ist: Würde man eine solche Begründung als Rechtfertigung für eine Abtreibung benutzen, dann könnte man auch jedem Komapatienten den Stecker ziehen.
Entweder man versucht Grenzen zu machen was Mensch ist und was nicht, doch dann schließt man teils auch ausgewachsene Menschen von der Definition "Mensch" aus. Ich hab dazu mal eine Rede von Ben Shapiro gesehen, ihr argumentiert in diesem Punkt ähnlich.

Abtreibung Ja/Nein 3 Wochen 4 Tage her #827645

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Igni_Vulpes schrieb:
Da @Deemer der einzige war der darauf einging habe ich mich ein wenig mit dem Wirtschaftlichen Aspekt des themas auseinander gesetzt und muss sagen dass, man mit einer Abtreibung viel geld verdienen kann. Aus kapitalistischen gründen ist es besser Abtreibungen zu puschen den der Staat hat mehr davon wenn Frauen abtreiben den solche Behandlungen sind schon teuer. So ungefähr 400€ gut versteuert sind es pro Abtreibung um ein vielfaches mehr Steuergeld als wenn der Staat die Umsatzsteuer von verkauften Kondomen bekommt. Im großen und ganzen eine gute Art Geld zu machen.(In mancher Hinsicht)

Und durch eine sinkende Geburtenrate muss der Staat auch weniger Kindergeld zahlen. Aber jetzt ernsthaft, wen es nicht mehr um die Frau geht sondern nur noch darum Geld zu scheffeln, finde ich es auch nicht okay dies zu fördern. Aber neutral betrachtet schaden die Abtreibungen dem Staat auch nicht.
Letzte Änderung: 3 Wochen 4 Tage her von Freilli.

Abtreibung Ja/Nein 2 Wochen 4 Tage her #827834

Hm.

Es ist schlicht unpraktikabel Abtreibungen zu kriminalisieren oder auf eine andere Art und Weise zu sanktionieren weil man damit dem Umgang mit der bestehenden Nachfrage ins Ausland abgibt - Abtreibungsourismus. Das bedeutet zum einen, dass nur diejenigen, die es sich leisten können, eine Abtreibung vornehmen können und gleichzeitig auch, dass der Staat dabei versagt die Probleme seiner Gesellschaft eigenständig zu händeln. Eine mehr als nur ungünstige Ausgangssituation weil sie gleichzeitig auch nicht regulierbar ist und das Schicksal von Frauen dann abhängig ist, von den Gesetzen und Standards in den umliegenden Ländern.

Absurd.

Weiterhin sind Abtreibungen im Strafrecht deplatziert. Abtreibungen sind kein Thema für die Justiz, sondern eines der sozialen Arbeit und der Medizin.
Fehlende Aufklärung, prekäre Lebenslagen, psychische Krise, Traumata, Existenzängste, gesundheitliche Faktoren, Lebensplanung et cetera sind die Leitthemen bei vielen Abtreibungen. Das sind Themen die, durch geschultes Personal, angesprochen werden müssen - was nur dann möglich ist, wenn man Beratungsstellen bereitstellt und an diese geknüpft, die Option einer Abtreibung, in den Raum stellt. Warum? Weil eine Frau die eine Abtreibung in Erwägung zieht, kaum zu einer Beratungsstelle geht, die diese Option kategorisch ausschließt bzw. nicht vermittelt werden kann weil es ein nationales Verbot gibt.
Das ist wohlgemerkt auch wichtig, um eine Abtreibung zu vermeiden: Nur wenn ich die Frauen auch in die Beratungsstellen bekomme, kann ich mit Ihnen ihren individuellen Fall bearbeiten und vielleicht kristallisiert sich dabei eine andere Lösung, als die Abtreibung heraus. So geschieht das auch häufig bei den Pflichtsbesuchen (bevor man überhaupt abtreiben darf) der Beratungsstellen in Deutschland. Faktisch haben Abtreibungsgegner tatsächlich mehr von legaler Abtreibung als sie meinen.

Das Strafrecht hingegen will resozialisieren und bestrafen. Wo soll das im Zusammenhang mit Abtreibungen hilfreich sein? Eine "Mach das aber nicht nochmal!"-Message ist in diesem Kontext ja nun völlig daneben oder glaubt hier ernsthaft jemand, dass ohne Sanktionen die Frauen losrennen und sich denken "Na wenns nicht verboten ist, dann gönn ich mir das jetzt mal alle paar Monate mal." - Spoiler: ne, passiert nicht. Was soll da sonst bei rumkommen? Wenn mir das jemand beantworten kann - nur zu aber ich sehe es aktull nicht.

Das bedeutet: Der Weg für Abtreibungen muss freigemacht werden, da weder ein Verbot zum gewünschten Ergebnis führt und die Sanktionierung ihren Sinn und Zweck verfehlen. Man würde mit einem Verbot Frauen reihenweise vor Gericht stellen (was nutzlos wäre), sie Risiken aussetzen (Reise und auch evtl. schlechte Standards in anderen Ländern), nicht mehr richtig beraten können (Beratungsangebote wären unattraktiver), die finanziell Stärkeren privilegieren (Abtreibungstourismus kann sich nicht jeder leisten) und wir würden so ganz nebenbei als Land beweisen: Wir haben keine Ahnung wie man realitätsnah mit Anliegen und Problemen der Bevölkerung umgeht.

In diesem Sinne

Tokku
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Abtreibung Ja/Nein 2 Wochen 4 Tage her #827844

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Tokku schrieb:
Es ist schlicht unpraktikabel Abtreibungen zu kriminalisieren oder auf eine andere Art und Weise zu sanktionieren weil man damit dem Umgang mit der bestehenden Nachfrage ins Ausland abgibt - Abtreibungsourismus. Das bedeutet zum einen, dass nur diejenigen, die es sich leisten können, eine Abtreibung vornehmen können und gleichzeitig auch, dass der Staat dabei versagt die Probleme seiner Gesellschaft eigenständig zu händeln. Eine mehr als nur ungünstige Ausgangssituation weil sie gleichzeitig auch nicht regulierbar ist und das Schicksal von Frauen dann abhängig ist, von den Gesetzen und Standards in den umliegenden Ländern.
Du sprichst hier einen Punkt an, der tatsächlich aus rein pragmatischer Sicht gegen ein Abtreibungsverbot spricht. Irland war glaube ich immer ein gutes Beispiel für Abtreibungstourismus, die einige Frauen sind einfach nach Großbritannien gegangen und haben dort diesen Eingriff vornehmen lassen. Rein grundsätzlich -pragmatische oder vermeintlich realitätsnahe Faktoren mal ausenvor- ändert sich für mich dadurch nichts, an der eigentlichen Problematik, auch wenn manche das anders sehen mögen.
Abtreibungen sind kein Thema für die Justiz, sondern eines der sozialen Arbeit und der Medizin.
Fehlende Aufklärung, prekäre Lebenslagen, psychische Krise, Traumata, Existenzängste, gesundheitliche Faktoren, Lebensplanung et cetera sind die Leitthemen bei vielen Abtreibungen. Das sind Themen die, durch geschultes Personal, angesprochen werden müssen - was nur dann möglich ist, wenn man Beratungsstellen bereitstellt und an diese geknüpft, die Option einer Abtreibung, in den Raum stellt. Warum?
Wie willst du denn ohne die Justiz und die Gesetze die Option einer Abtreibung an eine Beratung knüpfen? Außerdem hat der Staat eine Pflicht, unser höchstes Verfassungsgut -die Menschenwürde- zu schützen. Natürlich hilft eine einfache rechtliche Regelung alleine oder eine einseitige Betrachtung nichts.
So geschieht das auch häufig bei den Pflichtsbesuchen (bevor man überhaupt abtreiben darf) der Beratungsstellen in Deutschland. Faktisch haben Abtreibungsgegner tatsächlich mehr von legaler Abtreibung als sie meinen.
Wiegesagt -und möglicherweise hänge ich mich an diesem Punkt zu sehr auf- sind Abtreibungen in Deutschland nicht legal, sondern einfach straffrei. Dabei geht es gearde um die Frage, nach der Stellung des Lebens in der Rechtsordnung.
Das Strafrecht hingegen will resozialisieren und bestrafen.
Ziel dürfte in erster Linie wohl der Schutz von Rechtsgütern sein.
Eine "Mach das aber nicht nochmal!"-Message ist in diesem Kontext ja nun völlig daneben oder glaubt hier ernsthaft jemand, dass ohne Sanktionen die Frauen losrennen und sich denken "Na wenns nicht verboten ist, dann gönn ich mir das jetzt mal alle paar Monate mal." - Spoiler: ne, passiert nicht. Was soll da sonst bei rumkommen? Wenn mir das jemand beantworten kann - nur zu aber ich sehe es aktull nicht.
Ich glaube niemand hier ist so naiv zu glauben, dass man jede Abtreibung verhindern könnte. Wenn Abtreibungen allerdings legal wären, dann könnten daraus weitere negative Folgen erwachsen, nicht unbedingt, dass sich jemand alle paar Monate eine Abtreibung "gönnt", es könnte aber ein gesellschaftliches/ politisches Klima entstehen in dem Abtreibungen normalisiert werden würden. Ein Klima indem die Probleme nicht betrachtet, Rechte nicht geachtet werden. Ein Klima in dem beispielsweise das Nichtabtreiben von Behinderten geächtet werden würde, ein Klima in dem man das Leben rechtfertigen müsste. In diesem Thread wurden von unterschiedlichen Personen noch weitere Punkte genannt vllt. bieten sie für dich keine ausreichende Antwort.
edit: vllt. habe ich deine Frage auch missverstanden.
Der Weg für Abtreibungen muss freigemacht werden, da weder ein Verbot zum gewünschten Ergebnis führt und die Sanktionierung ihren Sinn und Zweck verfehlen. Man würde mit einem Verbot Frauen reihenweise vor Gericht stellen (was nutzlos wäre), sie Risiken aussetzen (Reise und auch evtl. schlechte Standards in anderen Ländern), nicht mehr richtig beraten können (Beratungsangebote wären unattraktiver), die finanziell Stärkeren privilegieren (Abtreibungstourismus kann sich nicht jeder leisten)[...].
Tatsächlich sehe ich es ähnlich, ein allgemeines Verbot, dass konsequent mit Bestrafungen arbeit, würde weder dem Sinn noch dem Zweck, das Leben zu schützen, erfüllen. Abtreibung als unproblematisch darzustellen, wäre mMn ebenfalls kurzsichtig, was man -und das haben wir alle in diesem Thread gelernt ^^- auch anders sehen kann.
und wir würden so ganz nebenbei als Land beweisen: Wir haben keine Ahnung wie man realitätsnah mit Anliegen und Problemen der Bevölkerung umgeht.
Zu diesem Thema habe ich mich glaube ich schon im Zusammenhang mit der Demokratie geäußert. Die Anliegen der Bevölkerung müssen nicht immer dem Guten dienen. Die Mehrheit der Bevölkerung ist nicht automatisch im Besitz der Wahrheit etc.. In dem der Staat -ich rede in diesen Fall von Deutschland, du vermutlich von einen Staat in der Abtreibungen bestraft und Frauen vor Gericht gestellt werden- abstrakt generell seine Missbilligung von Abtreibungen ausdrückt, mag er möglicherweise "realitätsfern" wirken. Bei einer elementaren Grundsatzfragen ist es mMn allerdings nicht von Bedeutung, wie man wahrgenommen wird.
---
Ach und ein herzliches Wilkommen im Forum. Vielen Dank schonmal für deinen Beitrag hier.
edit: AndreKim manche Rechte bestehen bzw. manche Rechte bestehen nicht ganz unabhängig von der rechtlichen Situation in einem Land/ zu einer bestimmten Zeit.
hier nochmal was Aktuelles zu Genmanipulation. Wieder mit Argumenten für und wider, die hier teilweise erörtert wurden. (Spaltung der Gesellschaft, mögliche Heilmittel, Menschenwürde, etc.)
Folgende Aussage gefällt mir recht gut, auch wenn Genforschung/ manipulation ein anderes Thema ist.
Die Forschung darf nach ihr [der Lösung] suchen, nur nicht um jeden Preis.
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Letzte Änderung: 2 Wochen 3 Tage her von DaviDwithD.

Abtreibung Ja/Nein 2 Wochen 4 Tage her #827845

@Tokku:
Weil eine Frau die eine Abtreibung in Erwägung zieht, kaum zu einer Beratungsstelle geht, die diese Option kategorisch ausschließt bzw. nicht vermittelt werden kann weil es ein nationales Verbot gibt.
Wie du selber sagst, gibt es einen Pflichtbesuch für jeden der abtreiben will. Beratungsstellen schließen aber Abtreibungen nicht kategorisch aus, sondern geben einen neutralen Blick und versuchen der Frau zu verdeutlichen was es bedeutet eine Abtreibung vorzunehmen. Zwar existiert ein nationales Verbot für "Werbung", allerdings kann man sich von seinem Frauenarzt vermitteln lassen.
Nur wenn ich die Frauen auch in die Beratungsstellen bekomme, kann ich mit Ihnen ihren individuellen Fall bearbeiten und vielleicht kristallisiert sich dabei eine andere Lösung, als die Abtreibung heraus. So geschieht das auch häufig bei den Pflichtsbesuchen der Beratungsstellen in Deutschland.
Ich finde das die Beratungsstellen ein gutes Konzept sind um Frauen aufzuklären, allerdings kann man auch durch seine Familie/Freunde unterstützt werden und sich entscheiden nicht abzutreiben. Nicht jede Frau die mal über eine Abtreibung nachgedacht hat und sich umentschied brauchte dafür ein Beratungsgespräch.
Faktisch haben Abtreibungsgegner tatsächlich mehr von legaler Abtreibung als sie meinen.
Ich stimme dir bei deiner Meinung bezüglich Beratungsstellen größtenteils zu, aber ich wüsste nicht inwiefern dies ein Fakt ist der mir zeigt das ich (ein Abtreibungsgegner) etwas von legaler Abtreibung habe.
Weiterhin sind Abtreibungen im Strafrecht deplatziert. Abtreibungen sind kein Thema für die Justiz, sondern eines der sozialen Arbeit und der Medizin.
Es muss für alles einen rechtlichen Rahmen geben, nichts ist im Strafrecht deplaziert. Soziale Arbeit und Medizin mögen die Dinge sein die bei einer Frau die über Abtreibung nachdenkt am ehesten nötig sind, aber das Strafrecht muss den Rahmen vorgeben in welchem diese agieren können.
Das Strafrecht hingegen will resozialisieren und bestrafen. Wo soll das im Zusammenhang mit Abtreibungen hilfreich sein? Eine "Mach das aber nicht nochmal!"-Message ist in diesem Kontext ja nun völlig daneben oder glaubt hier ernsthaft jemand, dass ohne Sanktionen die Frauen losrennen und sich denken "Na wenns nicht verboten ist, dann gönn ich mir das jetzt mal alle paar Monate mal." - Spoiler: ne, passiert nicht. Was soll da sonst bei rumkommen? Wenn mir das jemand beantworten kann - nur zu aber ich sehe es aktull nicht.
Ich stimme dir absolut zu das Frauen bei einer Aufhebung des Abtreibungsparagraphen nicht "alle paar Monate" sich eine Abtreibung "gönnen". Abtreibungen haben "Nebenwirkungen" und Verhüten ist weitaus billiger. Das Strafrecht derzeit will verhindern das ungeborene Kinder, die aus eigener Kraft auch außerhalb der Mutter überleben könnten, abgetrieben werden. Wenn das Strafrecht solche Regeln nicht vorgeben würde dann wären Abtreibungen in jeder Phase der Abtreibung legal, sprich man könnte im z.B. neunten Monat noch abtreiben. Ich bin zwar gegen jegliche Abtreibung, aber ich denke wir können uns einig sein das es moralisch nicht wirklich vertretbar ist ein ungeborenes im neunten Monat zu töten, wir sprechen hier nichtmehr von ein paar Zellen, sondern von einem halben Meter Mensch.
Der Weg für Abtreibungen muss freigemacht werden, da weder ein Verbot zum gewünschten Ergebnis führt und die Sanktionierung ihren Sinn und Zweck verfehlen. Man würde mit einem Verbot Frauen reihenweise vor Gericht stellen (was nutzlos wäre), sie Risiken aussetzen (Reise und auch evtl. schlechte Standards in anderen Ländern), nicht mehr richtig beraten können (Beratungsangebote wären unattraktiver), die finanziell Stärkeren privilegieren (Abtreibungstourismus kann sich nicht jeder leisten) und wir würden so ganz nebenbei als Land beweisen: Wir haben keine Ahnung wie man realitätsnah mit Anliegen und Problemen der Bevölkerung umgeht.
Ein Verbot hätte als Folge das ungeborene ein Recht auf Leben bekommen, somit hätte es seinen Nutzen für mich erfüllt. Klar, ich kann nicht bestimmen wie die Gesetze in anderen Ländern aussehen und Frauen könnten in andere Länder fahren um abzutreiben, aber das ändert nichts an meiner Position das ich denke Abtreibung ist schlecht. Nur weil andere Länder etwas zulassen muss das nicht heißen das etwas erlaubt sein sollte, die Todesstrafe für Homosexualität existiert auch in manchen Ländern noch. Frauen müssen nicht reihenweise vor Gericht gestellt werden, wer nicht abtreiben würde, würde auch wegen nichts verurteilt werden. Die moralische Frage ob Abtreibung erlaubt sein sollte beantwortet sich für mich mit einem nein, durchführbar ist so etwas jedoch schwer, da man nicht einfach ein Welt-Gesetz erlassen kann das jegliche Abtreibung verbietet.

MfG,
AndreKim

Abtreibung Ja/Nein 1 Woche 5 Tage her #828065

Spannend zu diesem Thema ist, dass es sogar schon gelungen ist Kinder die in der 21. Schwangerschaftswoche geboren wurden am Leben zu erhalten. Quelle SPON

In naher Zukunft könnte eine vorzeitige Geburt und Freigabe zur Adoption eine Alternative zur Abtreibung sein und für Frauen ein Kompromiss darstellen. Solange die Überlebenschancen des Kindes groß genug sind, sollten Abtreibungsgegner auch nichts dagegen haben.
IT-ler mit Fachrichtung Rollenspiel und Dauerdaddeln - Und die Moral von der Geschicht: Zocken lohnt sich, schlafen nicht!
Letzte Änderung: 1 Woche 5 Tage her von Cyberware.

Abtreibung Ja/Nein 1 Woche 5 Tage her #828109

Von dem Kind in der 21. Schwangerschaftswoche hab ich auch mal gelesen, allerdings überleben Frühgeburten im Schnitt erst ab der 22.-24. Woche.
Ich als Abtreibungsgegner hätte absolut nichts gegen eine Freigabe zur Adoption, mit einem Kompromiss wie diesem wäre ich mehr als zufrieden.

Abtreibung Ja/Nein 1 Woche 47 Minuten her #828336

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Nochmal etwas zum weiterlesen, für alle die es Interessiert.
In der aktuellen Zeit Campus (1/19) wurde sich jetzt ebenfalls mit dem Thema beschäftigt. Dabei wird auf die Problematik eingegangen, dass Medizinstudenten an der Uni nicht lernen, wie man Schwangerschaftsabbrüche vornimmt, aber auch die rechtliche Perspektive, mit ihren Problemen mit dem Werbeverbot, wird beleuchtet. Auf die Frage, ob Verbote helfen würden, bekommt man zwar nur die Antwort: "Das ist umstritten", aber die Vergleiche zur Situtaion in den Niederlanden oder Irland sprechen da eigentlich für sich.

Und zum Thema Genmanipulation, den angeblich gegen HIV resistenten Zwillingen: Mittlerweile rudert selbst China bei diesem Thema zurück. (wenn auch vermutlich nicht aufgrund moralischer Bedenken) Auch wenn man sich diesen Fragen nicht ewig entziehen kann.
Everyone thinks they're the hero of their own story.
Letzte Änderung: 1 Woche 43 Minuten her von DaviDwithD.

Abtreibung Ja/Nein 6 Tage 10 Stunden her #828361

Vielleiht auch eine Interessant es gibt wohl einen forschger der Gene anhand eines embryos manipuliert hat. Ein chinesischer forscher soll "Gott gespielt haben"
www.kuechenstud.io/lagedernation/ minute 34:00
essanten satz. ES gilt unter Forschern die Regel das man das Menschliche Erbgut nicht MAnipulieren darf auser dann quasie testweise an embryonen die nicht lebensfähig sind. Jetzt müsste man nur noch wissen was als nicht lebensfähiger embryo gilt.
Ein bestimmter forscher hat sich wohl über die Regel hinweg gesetzt .
Letzte Änderung: 6 Tage 10 Stunden her von Hororizon.

Abtreibung Ja/Nein 5 Tage 23 Stunden her #828393

Hororizon schrieb:
Vielleiht auch eine Interessant es gibt wohl einen forschger der Gene anhand eines embryos manipuliert hat. Ein chinesischer forscher soll "Gott gespielt haben"
www.kuechenstud.io/lagedernation/ minute 34:00
essanten satz. ES gilt unter Forschern die Regel das man das Menschliche Erbgut nicht MAnipulieren darf auser dann quasie testweise an embryonen die nicht lebensfähig sind. Jetzt müsste man nur noch wissen was als nicht lebensfähiger embryo gilt.
Ein bestimmter forscher hat sich wohl über die Regel hinweg gesetzt .
Das ist zwar interresant, hat allerdings recht wenig mit Abtreibung zu tun.

Abtreibung Ja/Nein 5 Tage 5 Stunden her #828411

@AndreKim stell dir doch mal folgende situation vor dein kind ist HIV positiv bzw du weißt das es dies wird. Du überlegst es abzutreiben entscheidest dich dann aber lieber dazu seine gene zu manipulieren auch wenn es höhst moralisch fragwürdig ist. (wäre es nicht auch gegen das recht des kindes seine Gene zu verändern genau wie es abzutreiben) wie stehst du dazu?
Das beispiel ist nur halb ausgedacht www.sueddeutsche.de/gesundheit/genmanipu...4230761?reduced=true wobei ich die info nur aus dem podcast habe
Letzte Änderung: 5 Tage 4 Stunden her von Hororizon.

Abtreibung Ja/Nein 5 Tage 1 Stunde her #828425

Hororizon schrieb:
@AndreKim stell dir doch mal folgende situation vor dein kind ist HIV positiv bzw du weißt das es dies wird. Du überlegst es abzutreiben entscheidest dich dann aber lieber dazu seine gene zu manipulieren auch wenn es höhst moralisch fragwürdig ist. (wäre es nicht auch gegen das recht des kindes seine Gene zu verändern genau wie es abzutreiben) wie stehst du dazu?
Das beispiel ist nur halb ausgedacht www.sueddeutsche.de/gesundheit/genmanipu...4230761?reduced=true wobei ich die info nur aus dem podcast habe
Wenn mein Kind HIV positiv wäre, dann würde ich mich erstmal entscheiden es nicht abzutreiben. Ob ich die Gene eines Kindes verändern darf ist meiner Meinung eine Frage die ich mir seperat davon stellen kann.
Wir haben die Möglichkeit Gene zu verändern und damit viel zu erreichen. Crispr uä. Methoden könnten uns ein längeres, gesünderes Leben bereiten. Das ganze ist eine gute Sache, hat aber an sich erstmal wirklich nichts mit Abtreibung zu tun. Auch sind meine Contra-Abtreibungsargumente mit meinem Pro-Crispr Statement vereinbar, wüsste nicht wo sie sich schneiden würden. Ich schätze das menschliche Leben und wenn ein Kind ein paar Jahre mehr Leben kann, dann freut mich das.
Ich hätte absolut kein Problem damit wenn meine Gene manipuliert wären und ich z.B. gegen eine Krankheit imun wäre. Allerdings hätte ich ein Problem wenn man mich als Unbegorenes abgetrieben hätte.

Abtreibung Ja/Nein 4 Tage 6 Stunden her #828461

Wenn man zurzeit kein Kind möchte, die Freundin aber schwanger ist, dann aber lieber mal zur Abtreibung. Man kann sowieso so viele Kinder fabrizieren so viel man möchte. Ich finde dass das Leben eh keinen grossen Wert hat.
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