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THEMA: Stellung der Frau in unserer Gesellschaft

Stellung der Frau in unserer Gesellschaft 2 Wochen 6 Stunden her #820016

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Tssir-De-Macabre schrieb:
Was mich an der Frauenbewegung stört sind Organisationen wie die „Femen“. Ich kann wirklich nicht nachvollziehen wie das herumwüten mit nackten Brüsten dem Feminismus helfen soll. Ich finde dies herabwürdigend und schädlich. Mit solchen Aktionen erreicht man genau das Gegenteil.
Auch wenn ich solche Bewegungen aus Frauensicht nun nicht unbedingt nötig finde, kann ich dennoch nachvollziehen, warum es sie gibt. Ich habe oft das Gefühl, dass solche Frauen gezielt provozieren wollen um aber auch die Sexualisierung des weiblichen Körpers hervorzuheben. Ein Mann oben ohne ist kein Problem, eine Frau aber schon - eben weil sie Brüste hat und das schon als "erotisch" und anstößig gilt.
Die Sexualisierung des weiblichen Körpers findet in unserer Gesellschaft ziemlich stark statt und dieses Bild wird einem schon recht früh vermittelt. Ich könnte mir vorstellen, dass manche Bewegungen allein das schon als ungleiche Behandlung sehen.
Ich persönlich bin nun auch kein Fan der Bewegung, da ich nicht den Reiz verspüre, mich gleich überall ausziehen zu wollen- aber jedem das seine.

Vom Feminismus insgesamt halte ich persönlich nicht viel. Mittlerweile ist das für mich zu einer Art Schimpfwort geworden. Ich bin eher ein Fan davon, alles in Maßen zu dosieren und nur dann auch anzuprangern, wenn es wirklich sinnvoll ist. Von der Abänderung von Nationalhymnen und ähnlichen Späßen halte ich nichts - das ist für mich einfach nur Zeitverschwendung und schadet der Frauenbewegung immens. Ich würde sogar sagen, sie stuft sie als Witzbewegung herab. Übertriebene politische Korrektheit wie sie hier vielerorts in Deutschland gelebt wird ist in meinen Augen sowieso schon mehr als entbehrlich.

In mancher Hinsicht ist da sicherlich noch einiges zu tun, aber ich sehe da vor allem auch viel Arbeit, die bei den Frauen in unserer Gesellschaft liegt. Frauen neigen oftmals dazu, schnell zu verurteilen und stecken gedanklich eben auch noch in so manchem Schema fest. Eine Frau, die beispielsweise wechselnde Partner hat, ist wohl gerade unter Frauen schon mit einigen abschätzigen Blicken gestraft worden. Eine Frau, die sich gegen Kinder entscheidet, wird sich sicherlich im eigenen Freundeskreis des Öfteren unangenehmen Fragen gegenüber stehen.
Um die Stellung der Frau in unserer Gesellschaft tatsächlich zu ändern, muss vor allem auch ein Wandel in den Köpfen der Frauen statt finden. Ich denke rein gesetzlich schließen wir immer mehr zur (sinn)vollen Gleichberechtigung auf, halten uns aber mit gesellschaftlichen Erwartungen und Zwängen auf.

Für mich gilt insofern ebenso: Gleichberechtigung wirklich nur dann, wenn es Sinn macht - den "modernen Feminismus" bitte am besten gar nicht. (Gilt im übrigen auch für solche Sätze wie: "Frauen können nicht rational denken" :^) Den Seitenhieb konnte ich mir nicht verkneifen).
Letzte Änderung: 1 Woche 6 Tage her von Deviltoon.
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Stellung der Frau in unserer Gesellschaft 1 Woche 4 Tage her #820104

@Deviltoon
Es hat mich sehr gefreut, dass auch eine Frau zu dem Thema Stellung bezogen hat, und das in einer sehr logischen, sachlichen und klaren Weise. Vielen Dank für Deinen Beitrag.

Ich muss Dir Recht geben was die Sexualisierung unserer Gesellschaft angeht. Man kann den Fernseher nicht anmachen oder in die Stadt gehen, ohne dass man von Sexuell-Bezogener Werbung erschlagen wird. Man sagt „Sex sells“, aber wenn selbst Abführ-Tabletten auf diese Weise beworben werden, dann stimmt etwas mit unserer Gesellschaft wirklich nicht.

Was „Oben Ohne“ angeht, so habe ich damit kein Problem, aber es kommt auf die richtige Stelle an. Am Strand ist es OK, aber in der Stadt hat dies nichts zu suchen, egal welches Geschlecht. Es gibt gewisse Konventionen in Unserer Gesellschaft an die wir uns halten sollten. Ein richtiger Anzug ist ein Teil dieser Konventionen und unserer Kultur. Es gibt zwar Persönliche Freiheiten, dennoch sollte man sich an gewisse Vorgaben halten. Kein ‚normaler‘ Mensch geht halbnackt in die Oper. Andererseits die andere Extreme Seite, die von manchen neu hinzugekommenen Bürgern praktiziert wird (z.B.: Burka) ist für mich ebenfalls unangemessen.

Bei uns in der Firma muss man jetzt bei Ansprachen die jeweiligen „Kolleginnen“ und „Kollegen“ erwähnen. Diese Geschlechter-Spezifizierung versucht man auch anderen Stellen einzuführen mit dem Effekt, dass die Texte zum Kauderwelsch mutieren. Ich würde hier das japanische ‚san‘ einführen. Kurz und Geschlecht-Unabhängig.

Was gleiche Bezahlung angeht, so geht es um gleichen Stunden-Satz für gleiche Arbeit. Das ist die Maßeinheit. Ob jemand aus familiären Gründen mehr oder weniger arbeitet, ist hier nicht von Bedeutung.

Ich persönlich halte die Benachteiligung der Frauen in der Kirche (Katholisch und Orthodox) für ein großes Problem. Wen man bedenkt, dass es vorwiegend Frauen waren, die das Christentum zum Erfolg machten, ist dies sehr bedauerlich.
Letzte Änderung: 1 Woche 4 Tage her von Tssir-De-Macabre.

Stellung der Frau in unserer Gesellschaft 1 Woche 4 Tage her #820106

Zitat von Tssir-De-Macabre
Was mich an der Frauenbewegung stört sind Organisationen wie die „Femen“. Ich kann wirklich nicht nachvollziehen wie das herumwüten mit nackten Brüsten dem Feminismus helfen soll. Ich finde dies herabwürdigend und schädlich. Mit solchen Aktionen erreicht man genau das Gegenteil.

Du scheinst noch in einem Traum zu sein aber die Wahrheit ist, das ist Feminismus, bzw. der moderne Feminismus.
Mitlerweile kann man aufhören zu denken, das der moderne Feminismus etwas ehrenhaftes ist, etwas mit den damaligen Feminismus zu tun hat.
Der moderne Feminismus besteht nur aus Egoistichen, Eifersüchtigen und Narzistichen Harpien, die alles tun werden, um eine Gesellschaft zu formen, in der Männer, Dreck sind.

https://www.oneangrygamer.net/2018/01/f1-caves-feminists-fires-grid-girls-order-progressive/50478/

Das und Megalia als ein Beispiel.
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Stellung der Frau in unserer Gesellschaft 1 Woche 4 Tage her #820119

Ja, so etwas kann passieren wenn eine Idee (egal wie gut gemeint sie ist) zur Ideologie wird. Andererseits, wenn man bedenkt, dass die Frauen über viele Jahrhunderte in einer Gesellschaft lebten, die sie für „Dreck“ gehalten hat (was in vielen Ländern noch heute der Fall ist), so kann man diese Einstellung auch irgendwie nachvollziehen.

Dennoch sollten wir die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen und die Gleichstellung logisch und sachlich vorantreiben.

Stellung der Frau in unserer Gesellschaft 1 Woche 3 Tage her #820187

Tssir-De-Macabre schrieb:
@Deviltoon
Es hat mich sehr gefreut, dass auch eine Frau zu dem Thema Stellung bezogen hat, und das in einer sehr logischen, sachlichen und klaren Weise. Vielen Dank für Deinen Beitrag.
An der Stelle muss ich sagen, dass mich jetzt schon die emotional aufgewühlte Stellungnahme einer Frau interessiert. Man kann sich ja immer gerne die schönen Früchte aus dem Obstkörbchen raussuchen und damit rumbasteln, aber die Bausteine, die nicht passen möchten, wollen auch verbaut werden. Würde sagen, dass es egal ist, wie es präsentiert wird - mich würde jede Meinungsäußerung dazu interessieren. Gerade die Irrationalität interessiert mich. Also los liebe Frauen! Haut mal richtig auf die *ihr wisst schon*.

Ich muss Dir Recht geben was die Sexualisierung unserer Gesellschaft angeht. Man kann den Fernseher nicht anmachen oder in die Stadt gehen, ohne dass man von Sexuell-Bezogener Werbung erschlagen wird. Man sagt „Sex sells“, aber wenn selbst Abführ-Tabletten auf diese Weise beworben werden, dann stimmt etwas mit unserer Gesellschaft wirklich nicht.
So pauschal würde ich das jetzt nicht sagen um die Gesellschaft zu verurteilen. Wie schonmal erwähnt denke ich, dass sich Medien daraus formen, was die Menschen wünschen zu sehen. Generell, dass der Bedarf nach Abführ-Tabletten so groß ist, dass es rentabel ist dafür solche Werbung zu produzieren ist das eigentliche Problem der Gesellschaft und ich werde mich damit wohl auch ein wenig aus dem Fenster lehnen, doch behaupte ich, dass ein Käufer oder eine Käuferin solcher Tabletten nicht maßgeblich ein Problem mit ihrem Gewicht hat bzw. in Magersucht und ähnliches verfällt. Dieses Bild entspricht möglicherweise ähnlich dem Bild der Vorverurteilung wie z.B. von Killer-Spielen und Amokläufern, was man mal statistisch bewertet werden müsste, welchen Kundenstamm man hier vorfindet - neben medizinischer Notwendigkeit.

Die Medien werden auch noch an dem Punkt ankommen, bei dem die sexuelle Überreizung der Gesellschaft zu einem Problem wird und man darüber seine Produkte nicht länger vermarkten kann und man sich neue Wege suchen muss. Sogesehen ist es also erstmal eine Frage der Zeit, wann eben diese Situation erreicht wird und ab wann der Mensch sich nicht wie ein hormongesteuertes Dümpelchen von allen Seiten verführen lässt.

Was „Oben Ohne“ angeht, so habe ich damit kein Problem, aber es kommt auf die richtige Stelle an. Am Strand ist es OK, aber in der Stadt hat dies nichts zu suchen, egal welches Geschlecht. Es gibt gewisse Konventionen in Unserer Gesellschaft an die wir uns halten sollten. Ein richtiger Anzug ist ein Teil dieser Konventionen und unserer Kultur. Es gibt zwar Persönliche Freiheiten, dennoch sollte man sich an gewisse Vorgaben halten. Kein ‚normaler‘ Mensch geht halbnackt in die Oper. Andererseits die andere Extreme Seite, die von manchen neu hinzugekommenen Bürgern praktiziert wird (z.B.: Burka) ist für mich ebenfalls unangemessen.
Hier wird ein für mich ausgesprochen interessantes Konzept angesprochen.
"Es gibt gewisse Konventionen in unserer Gesellschaft, an die wir uns halten sollten."
Wer legt diese Konventionen fest? Müssen wir uns an all diese ausnahmslos halten? Was geschieht mit uns, wenn wir es nicht tun? Sind Menschen außerhalb dieser Verhaltensregeln schlecht für die Gesellschaft?
Dieser Gedanke siedelt sich für mich sehr nah an stark konservativem Denken an. Diese können außerordentliche Hürden für die gesellschaftliche Entwicklung des Menschen werden, wenn man sich zu sehr an diesen aufhängt.

Gesellschaftliche Konventionen waren es zu früheren Zeiten, dass man beispielsweise Homosexualität als unnatürlich zu betrachten hat, da die Bindung Mann und Frau das natürliche sei. Zudem war es früher üblich, dass die Tochter des Hauses verheiratet wurde, Ehe-Schließungen auch mit Minderjährigen vollzogen wurden, bzw. Pädophilie als solche nicht existiert hat.

Absichtlich habe ich extreme Beispiele hierfür herangezogen, welche bei uns - bei den westlichen Werten - auf Widerworte stößt. Doch wie sieht es mit der Realität aus? Ist man bereit sich folgender Realität von Gleichberechtigung zu stellen?

Dies ist in vielen Ländern weiterhin eine der "Konventionen", an welche man sich hält, auch wenn sie zur Diskriminierung von Menschen führt. Daher zucke ich an dieser Stelle lediglich mit den Schultern. Frauen und Männer die Oberkörper frei durch die Stadt laufen? Wenn man an manche Mode denkt, die man versucht durchzusetzen, dann würde mich es nicht wundern, wenn das zukünftig irgendwann mal kein Thema ist. Der Mensch ist aktuell einfach nur viel zu beschränkt was seinen Umgang mit der Sexualität anbelangt. Werden nachfolgende Generationen zu Sexualtriebtätern, weil ihnen auf der Straße eine Frau entgegenkommt, deren Brust entblößt ist? Oder ist es mehr dem zu verschulden, dass dem Kind gesagt wird, dass es "nicht am Würmchen zupfen darf", weil das böse, unerhört oder widerlich ist? Was soll ein Kind davon halten, dass es "ein böses Körperteil" hat?
Allerdings ist die Übersexualisierung ein ganz eigenes Thema und könnte einen eigenen Thread zum Anlass nehmen, weil man dann auch auf alle Aspekte davon eingehen könnte. Soll aber hier nicht das Thema sein - hier soll es um die Frau gehen. Diese hat nicht unbedingt etwas mit der eben genannten Thematik zu tun - zumindest nicht mehr als der Mann selbst.

Bei uns in der Firma muss man jetzt bei Ansprachen die jeweiligen „Kolleginnen“ und „Kollegen“ erwähnen. Diese Geschlechter-Spezifizierung versucht man auch anderen Stellen einzuführen mit dem Effekt, dass die Texte zum Kauderwelsch mutieren. Ich würde hier das japanische ‚san‘ einführen. Kurz und Geschlecht-Unabhängig.
Ich bin empört! Die Sprache der Dichter und Denker soll beim sprachlichen Gendern an ihre Grenzen stoßen und man muss sich einer anderen Sprache bedienen? Unerhört! Verweist das Kind aus dem Saal, bevor es weitere unschuldige Gedanken vergiftet! :D
Das war natürlich gescherzt, aber nein. Ich denke nicht, dass wir hierfür jetzt auf andere Sprachen zurückgreifen müssen, um der Genderfizierung Herr zu werden. Muss immer wieder nur lachen, weil alle davon reden, dass es zu viele Geschlechter gibt und man nicht auf alles eingehen kann. Eines Tages kommt sicher der Moment, dass das auch der Politik zu blöd wird und man dann sagt: SO - das reicht! Gibt nur noch ein Geschlecht - ihr seid alle Heuler! xD

Kann mir das aber bisher noch nicht vorstellen, wie das nun gemeint ist. Muss man dann stets etwas sagen wie "Kollegin Schmidt und Kollege Bruchholz"? Wenn es nur das ist, dann frage ich mich wo genau das Problem daran liegt. Solange ich nicht anfangen muss die komplett dynamische Geschlechterbezeichnung eines jeden Kollegen auswendig zu können - schließlich ist das unerheblich im Kontext einer Ansprache - es sei denn es geht um Genderfizierung und Gleichberechtigung.
Es ist immer Kontextabhängig und ein paar kleine Feinheiten sind in meinen Augen absolut angebracht und sollten dann auch durchgesetzt werden. War anfangs für mich auch mal ungewohnt, als ich unseren ehemaligen Mitarbeiter Dirk (arbeitet nicht mehr für uns, da diese Person sogesehen ja nicht länger existiert) nun plötzlich Sina nennen musste und aus jedem "er" ein "sie" wurde. Für mich ist sowas ein Akt von Respekt, weshalb ich es auch verfolge und durchsetze, solange die Forderung nicht irrational oder maßgeblich übertrieben ist.
Wie gesagt würde es mich mal interessieren, was es mit diesen Ansprachen auf sich hat und wie sich dies für dich als störend äußert.

Was gleiche Bezahlung angeht, so geht es um gleichen Stunden-Satz für gleiche Arbeit. Das ist die Maßeinheit. Ob jemand aus familiären Gründen mehr oder weniger arbeitet, ist hier nicht von Bedeutung.
Gleichberechtigte bzw. faire Bezahlung ist eine Utopie, die wir ja nichtmal unter dem gleichen Geschlecht bisher durchsetzen können. Immerhin wird die Schere zwischen Arm und Reich weiterhin weiter außeinandergetrieben. Jetzt noch jedem den Lohn zu "erhöhen" führt einfach nur zum Wertverlust der Währung. Manche Probleme muss man angehen, aber zugleich nicht überstürzen. In den meisten Fällen ist die Bezahlung in unserer Gesellschaft fair, Geschlechtsunabhängig und liegt weit mehr im Ermessen der Lohnverhandlung, bzw. der Frage nach der Vollzeit oder Teilzeit Tätigkeit.

Ob jemand häufiger familiär ausfällt oder verfügbar ist, ist allerdings doch sehr wichtig für die Bezahlung. Schließlich geht es hierbei um eine Form der Zuverlässigkeit des Mitarbeiters und man kann kaum von Fairness reden, wenn jemand, welcher stets anwesend ist und weit mehr Projekte trägt unterm Strich so viel pro Stunde verdient, wie jemand, der weit weniger Verantwortung tragen muss, da er weniger zuverlässig ist. Faktisch erledigen sie vielleicht die gleiche Arbeit, doch die Arbeitslastverteilung unterscheidet sich aufgrund von Ausfallzeiten.

Arbeit wird sich aber in der Zukunft noch maßgeblich ändern. Hoffentlich löst man endlich mal dieses von der SPD hingeklatschte "wer nicht arbeitet ist faul / ein Schmarotzer" Gedankengut auf. Schließlich könnte jeder Grundschüler mit der Anzahl der Arbeitslosen und der freien Stellen schnell belegen, dass eine große Anzahl von Menschen in Deutschland pauschal einfach faul ist. Aber moment! Wäre das nicht eine haltlose Diskriminierung ohne belegbare Basis?! *gespielter schock*

Ich persönlich halte die Benachteiligung der Frauen in der Kirche (Katholisch und Orthodox) für ein großes Problem. Wen man bedenkt, dass es vorwiegend Frauen waren, die das Christentum zum Erfolg machten, ist dies sehr bedauerlich.
Ich halte die Kirche an sich für ein großes Problem. Der Mensch müsste sich hier wieder mehr dem Glauben an sich widmen und diesen in gewisser Form aufpolieren bzw. modernisieren, sodass er dem aktuellen Zeitgeist der Gesellschaft entspricht. Religionen sollen schließlich keine Fesseln sein, welche den Menschen an veraltete Traditionen und Konventionen binden, sondern ein Sprungbrett, welches hilft emotionale und seelische Hürden zu überwinden.
Dadurch würde das veraltete Bild des Vaters als Familienoberhaupt auch aus der Kirche aufgeweicht oder gar vollends vertrieben werden. Schließlich ist es für die Kirche oder ihre Tätigkeit doch unerheblich, ob das religiöse Oberhaupt eine eigene Glocke mit sich rumschingt.

Wobei ich trotzdem noch sagen muss, dass es wohl eher ein externes kritisches Urteil ist und viele Frauen auch in der aktuellen Form des Glaubens ihre Erfüllung finden. Ist also auch pauschal schwer zu sagen. Problematisch sind hier ja weit mehr religiös geführte Länder, welche Frauen gewisse Rechte aberkennen, die jedoch Männer selbst haben dürfen.
Letzte Änderung: 1 Woche 3 Tage her von TheAwesomePigeon.
Folgende Benutzer bedankten sich: kaetzacoatl, Tssir-De-Macabre

Stellung der Frau in unserer Gesellschaft 1 Woche 2 Tage her #820215

Ja, die Konventionen ändern sich mit der Zeit und dem Land wo man lebt. Dennoch gibt es Konventionen die vom Gesunden-Menschenverstand diktiert werden. Ich gehe nicht in einem Wintermantel an den Strand schwimmen und ich gehe nicht im Bikini in die Oper oder Schule.

Genauso wie ich meine „Notdurft“ nicht auf der Straße verrichte, auch wenn es natürlich ist. Dafür gibt es die Toiletten. Dies scheinen leider manche Leute selbst im 21 Jahrhundert immer noch nicht verstanden zu haben.

Sicherlich wird es Personen geben die es tun, aus welchen Gründen auch immer. Manche schaffen auch eigene Mode-Trends zu setzten, die allerdings meistens nur kurzlebig sind, denn die vom Gesunden-Menschenverstand diktierten Vorgaben setzen sich am Ende doch durch.

Die Konventionen werden von jeder neuen Generation in Frage gestellt. Jede neue Generation will sich von der Alten abgrenzen, tut aber am Ende nichts anderes als die Generationen vor Ihr. Aber dies gehört einfach zum ‚Erwachsen werden‘.


Das japanische ‚san‘ war nur als Beispiel gedacht. Ich bin eben ein Optimierung-Fan (weshalb ich die englische Sprache mag, sie ist sehr einfach und effizient). Dennoch liebe ich die Möglichkeiten der Deutschen Sprache. Sätze und Wörter wie Lego-Bausteine so zu kombinieren wie in der deutschen Sprache, das findet man selten.

Was ich kritisiert habe war nicht die Geschlechter-Abhängige-Ansprache sondern den Versuch dies rückwirkend auf alte Texte anzuwenden. Das gleiche mit Wörtern wie ‚Neg..‘ oder ‚ Ziehgeu..‘. Alte Texte sollte man als Geschichte lassen. Werden wir alles ändern bei jeder Änderung in der Gesellschaft, so bleibt am Ende nicht viel übrig.


Wie Du richtig bemerkst, wird sich die Einstellung zur Arbeit ändern. Auch früher war sie anders. Die Adligen haben sich mit Arbeit nicht die Hände schmutzig gemacht. Arbeit war etwas für untere Klassen. Wer Arbeitete, tat dies weil es dies tun musste um zu leben. Erst später hat man aus der Arbeit eine Tugend gemacht und den Leuten eingeredet, dass wer nicht arbeitet der nichts wert ist.

Je höher der technische Fortschritt und die Mechanisierung, desto weniger Arbeitsplätze wird es geben. Ich bin der Meinung, dass ein Bürgergeld die einzige Lösung ist um soziale Probleme in der Zukunft zu lösen. Arbeit wird ein Privileg sein. Eine merkwürdige Entwicklung. Von verhassten Notwendigkeit, über Pflicht zum Privileg. Aber das ist ein Thema für den Thread mit der Gesellschaft.

Deshalb glaube ich auch dass die Problematik mit der Bezahlung der Frauen (aber auch mit den Renten, Harz IV und Sozialhilfe) sich bald erübrigen wird.


Was die Religion angeht, so gebe ich Dir Recht. Sie sollte den Menschen eine Hilfe sein und nicht eine Bürde. Sie soll beide Geschlechter gleich behandeln. Dies wird aber von den ‚jüdischen‘ –Glaubens-Ablegern wie dem Christentum und dem Islam nicht umgesetzt. Ich persönlich bezweifle ob ein monotheistischer Glaube dazu in der Lage ist, auch wenn man das Christentum schon lange nicht mehr als monotheistisch betrachten kann.
Letzte Änderung: 1 Woche 2 Tage her von Tssir-De-Macabre.
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