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THEMA: Die Gesellschaft verändern

Die Gesellschaft verändern 6 Monate 2 Wochen her #819274

DaviDwithD schrieb:
Leider trifft das Leben selbst die realistischen Erwartungen nicht immer, soll man dann die Erwartungen nach unten korrigieren und wenn die Umstände nichtmal die grundlegenden Bedürfnisse abdecken, ist man dann dazu verdammt unglücklich zu sein?

@DaviDwithD
Natürlich trifft das Leben nicht immer die Erwartungen, zum Glück gehört auch das Unglück, man kann nicht nur gewinnen und nie verlieren, das gehört alles dazu, aber was wir anstreben ist mehr Glück als Unglück zu erfahren, mehr zu gewinnen als zu verlieren. Die Erwartungen nach unten zu korrigieren ist nicht immer die Lösung, aber wenn man mal ehrlich zu sich selbst ist und man feststellt, das seine eigenen Erwartungen auf Wunschdenken basieren, dann sollte man schon mal drüber nachdenken sie herunterzustellen.
Ein Beispiel wäre, dass einige Leute auf eine Beförderung warten, weil sie schon lange im Betrieb sind, und dann sind sie auf einmal Unglücklich/zurückgeschlagen, weil der neue, der engagierter ist die Beförderung bekommen hat, dies ist meiner Meinung nach ein Fall von unrealistischer Erwartung.
Und natürlich heißt es nicht, dass man unglücklich ist, nur weil einige Grundbedürfnisse nicht erfüllt werden, wie auch schon gesagt jeder brauch was anderes um glücklich zu werden. Aber ich denke, dass jemand bei dem diese Bedürfnisse gedenkt sind eher Glücklich wird, als jemand, der existenzielle Probleme hat.



Bildungssystem

Was das Bildungssystem angeht, würde ich es nicht verbessern, sondern Komplet neu strukturieren.
Es ist von Anfang an ein Problem, dass etwas so vielseitiges wie der Mensch in ein kleines Kastensystem gepresst wird, wo man ihn in drei Kategorien einteilt, die am Ende dazu auch kaum eine aussagen treffen können, ob er für einen Job geeignet ist oder nicht.
Dafür würde ich das Bildungssystem in verschiedene Stufen/Kategorien/Kurse einordnen und mich von der Idee der drei bekannten Abschlüsse komplett loslösen.

Stufe 1(1-4 Klasse):
Hier sollten die Schüler, wie bereits bei uns, im Klassenverbund, der im optimal Fall nicht zu groß ausfällt, unter der Betreuung von geeigneten Lehrkräften die Grundlagen lernen, also lesen, schreiben, einfache Mathematik usw.
Des Weiteren sollte es den Sport-, sowie auch Musik- und Kunst-Unterricht geben, die ich zwar für die Bildung von nicht als zu großer Bedeutung halte, aber für ein kleines Kind angemessen finde.
Und letzten Endes auch Religion/Ethik, auch wenn ich persönlich kein so großer Freund von Religionen an der Schule bin, denke ich, dass in diesem Unterricht einem viel über Gut und Böse, Glück und Unglück, Moralisch und Unmoralisch beigebracht wird, was meiner Meinung nach hilft das Meinungsbild der Schüler zu fördern.

Stufe 2(5-6 Klasse):
Ab diesem Punkt sollte der Schüler über genügend Grundlagen verfügen, um komplexere Aufgaben überwältigen zu können.
Ab hier sollte Allgemeinbildende Fächer, wie Geschichte, Politik und Wirtschaft, Erdkunde und Biologie (Grundlagen und Aufklärung), so wie Naturwissenschaftliche Fächer, also Physik und Chemie eingeführt werden. Neben den Allgemeinbildenden- und Naturwissenschaftlichen-Fächern müsste man hier die erste Fremdsprache, einführen, wobei ist behaupten würde, dass English die beste Wahl werden, obwohl auch einige Französisch bevorzugen würden.
Zusätzlich würde ich die Teilnahmepflicht für den Kunst- und Musik-Unterricht hier aufheben, sie aber weiterhin anbieten, das selbe würde ich Auch mit dem Sportunterricht machen, wobei man hier Gefahr läuft, dass die Schüler gar keinen Sport mehr treiben, daher würde ich sagen, dass die Teilnahme an einem Sportverein einen Schüler vom Sportunterricht freistellt.

Stufe 3(Klasse 7-8):
In diesem Zeitraum denke ich, haben sich die meisten Schüler schon so eine grobe Einschätzung was ihre Ziele sind und dem entsprechend sollte man hier den Lehrstoff anpassen. Dies sollte in einem Kurssystem passieren, in dem Kurse mit verschiedenen Niveaus gibt, der Schüler würde dann aufgrund einer Einschätzung in einen Kurs gesteckt werden, hat aber immer die Möglichkeit in den höheren oder niedrigeren Kurs zu kommen. Ein Beispiel hierfür währe eine Einteilung in drei Kurse.
Diese Kursverteilung sollte helfen auf die Individuellen stärken der Schüller einzugehen und ihn nicht aufgrund seiner Schulform zu unter- bzw. überfordern.
Ziel dieser Einordnung ist, dass jemand der es nach unserem Standard nicht auf ein Gymnasium geschafft hätte, aber gut in Mathe ist, trotzdem Mathe auf gymnasialem Niveau erlernen kann.

Zusammen kommend mit den Interessen, die die Schüler bis zu diesem Punkt entwickelt haben, würde ich weitere Nebenfächer einführen.
Zum Beispiel sowas wie: Werkstatt(Holz), Werkstatt(Metal), Elektrotechnik, Informatik, Kochen, Nähen, Ernährung und Fitness, zweite Fremdsprache, usw.
Geplant ist aber nicht die Schüler mit Nebenfächern zu überfluten, sondern Interessen zu fördern, in dem die Schüller nur eine gewisse Anzahl an Nebenfächern belegen müssen, die sie Wählen können.

Stufe 4(9-13 Klasse):
Hier in diesem Zeitabschnitt, zum enden der 9. Klasse, sollten die ersten Schüler abgehen, aber nicht mit Hauptschule oder Realschule, sondern mit einem allgemeinen Zeugnis,
das die Noten, wie auch die Kurse/Niveaus anzeigt, mit dem der Schüler seinen Abschluss gemacht hat.

Doch die, die mehr wollen, die bleiben noch auf der Schule, wo sich der Unterricht auf zwei arten Aufteilen sollte.
Es sollte ganz normalen Regelunterricht geben, aber es sollten auch Unterrichtseinheiten eingeführt werden, in denen die Lehrkraft nur als Aufpasser dient und etwas aushelfen kann, aber der Schwerpunkt auf dem selbständigen lernen liegt. Bei dem selbstständigen lernen sollte der Schüler sich mit dem Thema auseinander setzten, ohne, dass er große Hilfe bekommt. Mit dem Selbständigen lernen sollte der Schüler auf das Studium vorbereitet werden und ihm soll die Möglichkeit gegeben werden seine Zeit selbst zu verwalten.

Am Ende erlangt man dann sein Zeugnis, dass einem aber nicht sagen sollte, du kannst damit Studieren, oder du kannst das nicht, sondern es sollten die Kurse/Noten/Niveaus als Zulassungskriterium dienen.

Sonstiges:
Am effektivsten, wäre es vermutlich die Anzahl der Schulen zu reduzieren, aber dafür einige größere zu bauen, um so etwas umzusetzen,
aber letzten Endes ist es nur eine Idee die nicht viel ändern würde, aber doch einiges.



Wäre jetzt so ein Vorschlag, was man am Bildungssystem ändern könnte, gibt zwar noch viele andere Ideen mit Computern usw.
Ihr könnt ja eure Meinung dazu schreiben.
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Die Gesellschaft verändern 6 Monate 2 Wochen her #819310

Wie ich bereits in einem anderen Beitrag gesagt habe, ist das Wesen des Menschen Dual. Glück und Unglück stehen nah beieinander. Ohne das Unglück würden wir kein Glück empfinden, genauso wie es ohne Licht keinen Schatten gibt. Der Mensch ist nicht in der Lage längere Zeit Glück zu empfinden, denn es relativiert sich sehr schnell. Deshalb brauchen wir auch Unglück um später das Gefühl des Glücks stärker wahrnehmen zu können. Aber das ist alles Theoretischer Kramm.

Ich glaube dass das Problem mit dem Glück in unserer Gesellschaft zwei grundlegende Ursachen hat. Zum einen eine zu hohe Erwartung, die oft nicht erfüllt werden kann (wie z.B. Abteilungsleiter werden, ein Haus kaufen, etc.). Diese überhöhten Erwartungen werden oft durch die Werbung propagiert. Die Menschen denken dass sie diese „Anforderungen“ erfüllen müssen um in der Gesellschaft anerkannt zu werden. Da es aber unrealistisch ist dies zu erfüllen und die meisten daran scheitern, werden sie unglücklich. Die zweite Ursache ist der Wohlstand selbst. Wenn man wenig besitzt, wird sogar der Kauf einer Wurst zu einem wichtigen Ereignis, welches den Menschen Glücklich macht. Je mehr wir besitzen, desto schwieriger wird es sich für etwas zu begeistern und damit auch ein Glücksgefühl zu erzeugen.

Dies ist etwas paradox, denn es ist eben der Wohlstand, den wir so mühselig aufgebaut haben, der uns am Ende unglücklich macht. Eine Absicherung der Grundbedürfnisse ist wichtig, aber der Überfluss macht uns kaputt.

@Sentri:
Es gefällt mir das Du Fächer wie Musik, Kunst und Sport in die Stufe 1 aufgenommen hast. Ich finde dass sie für die Grundentwicklung von Kindern in diesem Alter sehr wichtig sind. Auch Ethik ist sehr wichtig. Ich würde aber die Grundlagen der Religionen in das Fach Ethik integrieren. Es ist wichtig dass die Kinder lernen welche Religionen es gibt und wofür sie stehen. Aber die Religion an sich ist für mich eine private Angelegenheit die nicht in die Schule gehört.

Stufe 2 mit dem Zugang von Naturwissenschaften und den freiwilligen Kunst und Musik Kursen ist auch sehr gut. Sport wurde ich aber als Pflichtfach belassen. Viele unserer Kinder haben viel zu wenig Bewegung. Bewegung ist in dieser Entwicklungsphase der Kinder sehr wichtig damit der Körper sich korrekt entwickeln kann.

Ab der 7 Klasse dann Aufteilung in Normale- und Leistung-Kurse so dass man seine Stärken ausarbeiten kann. Die Zusatzkurse wie Ernährung oder Informatik etc. sind auch für mich sehr wichtig.

Wo ich ein Problem habe ist der Abgang mancher Schüler mit dem Ende der 9 Klasse. Dies würde bedeuten, dass für mache Kinder mit 15/16 die normale Ausbildung zu Ende wäre. Dies halte ich persönlich für etwas zu früh. Ich würde es lieber sehen, dass die Kinder bis zu ihrem 18 Geburtstag in der Schule bleiben. Ich halte nicht viel von Minderjährigen die in Betrieben malochen.

Ich würde auch die Größe der Klassen auf maximal 20 Schüler festsetzen. Ein Lehrer kann mit einer größeren Gruppe nicht vernünftig arbeiten und schon gar nicht auf die Probleme der einzelnen Schüler eingehen.

Insgesamt aber ein interessanter und vielversprechender Vorschlag. Vielen Dank :-)
Letzte Änderung: 6 Monate 2 Wochen her von Tssir-De-Macabre.
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Die Gesellschaft verändern 6 Monate 2 Wochen her #819395

Tssir-De-Macabre schrieb:
@Onewa:
Was die Bildung angeht, so kann ich den Beiträgen entnehmen, dass wir alle das Aktuelle Bildungssystem als gescheitert betrachten. Die von mir beschriebene Aufteilung behebt einige Probleme. Zum einen ist die Aufteilung in Haupt-, Realschule und Gymnasium nicht mehr zeitgemäß, zum anderen wird durch die Zugangsprüfungen ein Leistungsdruck aufgebaut. Ein gewisser Druck ist notwendig um die Motivation der Schüler zu steigern.
In einer Gesellschaft, die immer fortschrittlicher und technischer wird brauchen wir Bürger die gebildet sind. Arbeit für wenig qualifizierte Arbeiter wird es immer weniger geben.
Inwiefern ist derartiger Druck positiv für Leistung? Du sprichst hier als ob du Fakten vor dir liegen hättest, die würde ich nämlich gerne sehen.
Du sprichst von Bildung, meinst aber im Endeffekt Ausbildung, das ist ein großer Unterschied.
Tssir-De-Macabre schrieb:
Was die Geburtenkontrolle angeht, so sagen viele dass wir dann eine Überalterung der Gesellschaft bekommen. Das ist korrekt, aber dies ist nur ein vorübergehendes Problem, dass sich nach wenigen Jahrzehnten von alleine erledigt. Wir müssen nur einige Strukturen verändern. Die deutsche Rente ist nicht mehr Zeitgemäß. Sie basiert nach dem Generationen-Prinzip, dass nur dann funktioniert, wenn es viele arbeitsfähige und arbeitende Menschen gibt. Das wird nun zu einem Problem. Deshalb muss man die Rente von der Steuer bezahlen, oder noch besser direkt ein Grundeinkommen für alle Menschen einführen.
Ich würde auch ein Sozial-Jahr nach der Schule einführen. Den sollen Junge und Mädchen absolvieren. Sie würden in dem Jahr in mehreren Sozialen Berufen tätig sein. Dies würde ein tieferes Verständnis für die Gesellschaft bringen.
Es sagen nicht nur viele, es ist schlicht etwas das eintreten wird.
Wie erledigt es sich denn? Bisher wird das Thema nämlich immer von der Politik weggeschoben. Und das Geld für eine BGE, das wird es solange es Parteien wie die CDU gibt, niemals geben, aber das ist eine vollkommen andere Diskussion.
Tssir-De-Macabre schrieb:
Ein Vegetarier oder Veganer werde ich wohl nie werden, aber auch mir graut es vor unserer „Fleisch-Produktion“. Zum einen verbraucht sie sehr viele Ressourcen, mit denen viele Menschen ernährt werden könnten, zum anderen ist das Produkt von sehr schlechter Qualität. Ich finde auch dass wir den Respekt für andere Lebewesen verloren haben. Die Art wie die Tiere gehalten, transportiert und getötet werden ist erschreckend. Wir müssen auf jeden Fall weg von der Massenproduktion.
Dem könnte man wunderbar schulisch entgegenwirken: Man zeigt Filme wie „We feed the World“ etc. Aber nein, statt Gentechnik, Monsanto, Massentierhaltung etc stehen irrsinnig wichtige Themen wie die Mägen der Kuh im Unterrichtsplan. Ich hatte das Glück dass meine Biologie-Lehrerin Themen wie Genmanipulation und die Folgen behandelt hat, viele haben das nicht, und später lernt man das eher nicht mehr…
Tssir-De-Macabre schrieb:
Zur Deinem Einwand zur Überalterung habe ich bereits im Teil für Onewa geantwortet. Ich glaube auch nicht dass die Chinesen damit Probleme bekommen. Sie haben diese Maßnahme für die Zeit eingeführt, bis die Gesellschaft sich entwickelt. Das ist nun geschehen und die 1-Kind-Politik wurde abgeschafft. Wie Du selbst geschrieben hast, sind die Geburtenraten in entwickelten Nationen meistens gering.
Doch, die Chinesen werden dadurch Probleme bekommen. Durch die Ein-Kind-Politik gibt es eine zweistellige Millionenzahl von Männern, die rein rechnerisch keine Frau finden kann.
China hat aber noch nicht diesen Stand von Industrienationen wie Japan oder Deutschland erreicht. Deshalb wurde der Prozess eher beschleunigt.
Tssir-De-Macabre schrieb:
Bevölkerungsregulierung ist kein „Schwachsinn“. Wir haben die natürliche Selektion aus den Angeln gehoben. Allerdings ist das ein ziemlich heißes Thema. Das würde ich gerne für einen anderen Thread nutzen. Hier würde es den Rahmen sprengen.
Da kannst du aber verdammt weit in die Vergangenheit zurückgehen, denn natürliche Selektion gibt es schon mehrere Jahrtausende nicht mehr. Ich behaupte mal so grob ab der neolithischen Revolution gibt’s diese nicht mehr.
Tssir-De-Macabre schrieb:
Deine Einstellung zur Bildung finde ich milde Ausgedrückt „Bedenklich“. Du willst die Kinder nicht fordern? Die Schule soll nur „Interesse wecken“? Die Schule braucht nicht für das Leben vorbereiten? Die Schüler sollen lernen nur was ihnen Spaß macht? Ich glaube wegen solcher Ideen haben wir einen so miserablen Bildungsstand.
Auch das Auswendig lernen hat eine Bedeutung. Es trainiert das Gehirn. Das Gehirn ist wie ein Muskel. Wird es nicht trainiert, wird es schlapp. Wenn wir uns nur auf die Technik und das Wissen aus dem Internet verlassen, werden wir nur zu dummen Idioten. Und falls Strom ausfällt, werden wir nicht mal wissen wie man sich die Socken anziehen muss.
Ich bin froh dass mir ein Informatiker erklärt, wie Bildung funktionieren muss. Ist natürlich ein Kernthema deines Studiums oder?
Die Schule bereitet nicht für das Leben vor, das ist eine schöne Illusion. Das „Leben“ entwickelt sich mittlerweile viel zu schnell weiter, Stichwort Technik. Was man teilweise 2005 bezüglich Computer und Technik gelernt hat, ist heute schon mehrmals Schnee von gestern. Lange nicht alles, natürlich, aber vieles was vor allem den Alltag bestimmt.

Ich finde es wirklich toll dass jemand genau die Dinge, die die Schulsysteme der skandinavischen länder auszeichnet, und die von unseren Bildungsexperten immer gelobt werden, als Grund für einen miesen Bildungsstandard sieht. Denn genau diese Eigenschaften habe ich aufgezählt, nicht alle, aber einige.
Auswendig lernen in dieser Masse ist sinnlos, weil das Gehirn vergisst. Es wird gelernt damit man es für die Prüfung weiß, nicht damit man es sich möglichst lange merkt. Dafür gibt es effizientere Methoden als Auswendiglernen, aber das weiß das Informatiker sicher viel besser oder?

Nein, man wird nicht zu einem Idiot wenn man weiß wo man qualitativ hochwertiges „Wissen“ im Internet herbekommt. Das Internet macht uns das Wissen weitaus leichter zugänglich als es jemals der Fall war. Früher waren es Bibliotheken, heute bekommt man so viele Sachen aus dem Internet, man muss halt nur wissen wie man sucht, genau wie in einer Bibliothek. Merkwürdig oder?
Und wenn man weiß, wie man Quellen überprüfen und einschätzen kann, wird man definitiv nicht zu einem dummen Idioten.
Tssir-De-Macabre schrieb:
Du sagst, das die Kinder in anderen Ländern nicht lesen und schreiben brauchen weil sie andere Anforderungen haben? Ich finde daß Lesen und Schreiben das Fundament eines jeden entwickelten Menschen ist. Den Analphabetismus zu bekämpfen ist eine der Wichtigen Aufgaben jeder Gesellschaft.
Für verdammt viele Menschen weltweit ist es nicht notwendig lesen oder schreiben zu können, weil es deren Lebensrealität nicht verlangt. Darum geht’s mir.
ich finde es toll dass dir Analphabetismus ein Anliegen ist, allerdings braucht so etwas Zeit und nicht überall ein KO-Kriterium.
Tssir-De-Macabre schrieb:
Du sagst, das es keine Ressourcen Verschwendung ist wenn nur 50 Prozent des Studiengangs ein Diplom mache und dann sagst Du dass es eigentlich egal ist dass sie ein Diplom gemacht haben ? Ich kann Dein Konzept von Wirtschaftlichkeit wirklich nicht nachvollziehen.
Ich habe Gründe genannt. Sorry dass Wirtschaftlichkeit bei Bildung nicht meine Priorität ist.
Tssir-De-Macabre schrieb:
Meinst Du wirklich ernst was Du da Schreibst oder willst Du dir nur einfach einen Spaß machen?
Schon mies wenn jemand eine komplett andere Meinung vertritt und nicht alles Schwarz/Weiß ist oder? Beleg mal ein paar geisteswissenschaftliche Lehrveranstaltungen, erweitert den Horizont.


Wie schon gesagt, Bildung ist ein Thema, das ist gerne ein jeder Experte. Warum? Jeder hat unser Bildungssystem durchlaufen, mehrere Jahre lang, da kennt man sich natürlich aus.
Ist gar nicht böse gemeint, nur diese Diskussionen habe ich schon zig Mal geführt.
Tssir-De-Macabre schrieb:
Doch, unser Bildungssystem ist hundsmiserabel. Meine Familie hat mind. 3 Generationen an Lehrern und Rektoren und das Thema der Bildung wird bei uns ziemlich oft besprochen. Ich bin zwar kein Lehrer, aber wenn selbst Leute vom Fach dies so ausdrücken, dann muss da was dran sein.
Von Privaten Schulen oder Unis wollte ich eigentlich nicht diskutieren. Für mich sind die Öffentlichen Einrichtungen von Bedeutung. Und dass diese kostenfrei sind, versteht sich für mich, in einer hochentwickelten Gesellschaft, von selbst.

Das ‚Auswendig‘ lernen ist meiner Meinung nach sehr wichtig. In der Frühen Klassen (1-6) müssen die Kinder bestimmtes Grundwissen aufbauen, also auswendig lernen. Wie willst Du denn eine neue Sprache den lernen ohne es zu pauken? Ich habe in meinem Leben 5 Sprachen gelernt und kann Dir sagen, dass ohne ein geschultes Gedächtnis hier nix läuft.
Einige von Euch sagen, dass es ausreicht zu wissen wo man es findet. Das ist nur teilweise korrekt. Man muss ein bestimmtes Wissen im Kopf haben und Sachverhalte zu verstehen. Das logische Denken kann nicht als Link ins Internet funktionieren. Man muss es durch Lernen und Erfahrung sich erarbeiten. Erst wenn dieses Grundwissen/Funktionalität aufgebaut ist, ist das Wissen im Internet sinnvoll nutzbar.
Hast du dich schon mal mit Lerntheorien auseinander gesetzt? Nein.
Du kannst Sprachen auch ohne stupides Auswendiglernen von Vokabeln lernen, du kannst Sprachen (nicht alle, aber Englisch, Italienisch, Spanisch,…) auch wunderbar lernen ohne die ganzen Regeln auswendig zu kennen.
Was du im letzten Teil geschrieben hast, stimmt, darum geht es, aber diese Grundlagen sind nicht auf „Faktenwissen“ beschränkt. Darum geht es mir. Wenn ich dir erkläre wie ich Quellen analysiere, dann erkläre ich dir nämlich nicht wie diese eine Quelle analysiere, sondern wie ich generell vorgehe.
So kurze Frage: Was glaubst du ist effizienter? Die Schüler sollen die Dinge einer Quellenanalyse zuerst auswendig lernen und dann anwenden, oder gleich einfach anwenden, learning by doing.
Wie lernt man denn Programmieren? Musst du dich da immer zwangsläufig zuerst an einen dicken Wälzer setzen, oder ist es auch möglich durch Tutorials und selbstständiges Trial&Error zu lernen?
Bei Sprachen läuft es nämlich genauso. Wie hast du die deutsche Sprache erlernt? Indem du damit umgeben warst und sie praktiziert hast. Da musstest du keine Regeln auswendig können, du hast es einfach „im Gefühl“. Und genau dahin wollen wir, auch bei anderen Fremdsprachen.
Warum ist es glaubst du so förderlich wenn man einfach die Sprache spricht, die man lernen will, anstatt nächtelang Vokabeln und Regeln zu pauken? In der Realität hast du nicht immer Zeit alles perfekt durchzudenken. Der Nativespeaker versteht dich gemeinhin, genauso wie du jemanden verstehst der nicht perfektes Deutsch kann.
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Die Gesellschaft verändern 6 Monate 2 Wochen her #819425

@leoben11
Ich sehe das unsere Ansichten in vielen Punkten doch sehr weit auseinander liegen. Das ist an sich kein Problem und eine Gute Grundlage für eine Interessante Diskussion. Was mich allerdings etwas an Deinen Beiträgen stört, ist dass außer Kritik nur wenig Inhalt kommt. Die Anderen haben neben der Kritik auch eigene gute Ideen gebracht. Dies macht eine Diskussion erst interessant.

Weiterhin finde ich einige Deiner Äußerungen unangemessen. Du versuchst mir die Kompetenz zum Thema Bildung abzusprechen. Eine Kompetenz die ich selbstverständlich nicht habe, Wir diskutieren hier als Laien zu verschiedenen Themen. Bist Du etwa ein Pädagoge oder Politologe? Welche Bildung hast Du, um andere auf so eine Art zu belehren.

Wie ich bereits sagte, ist ein großer Teil meiner Familie in der Pädagogik ausgebildet. Ich selbst habe Bildung in verschiedenen Ländern genossen. Dennoch ist es selbstverständlich dass ich hier nur als Laie meine Meinung sage und keinen Anspruch auf die Absolute Wahrheit erhebe.

Du Behauptest dass ich mich noch nie mit Lehrtheorien auseinandergesetzt habe. Bist Du Dir da ganz Sicher? Kennst Du mich persönlich so Gut?

Du Unterstellst mir auch, dass ich die Deutsche Sprache gelernt habe weil ich davon umgeben war und sie praktiziert habe. Und auch hier liegst Du daneben. Ich habe die Deutsche Sprache durch harte Arbeit erlernt, denn es ist nicht meine Muttersprache gewesen.

Bitte sei etwas vorsichtiger mit Deinen Kommentaren und Behauptungen.
Letzte Änderung: 6 Monate 2 Wochen her von Tssir-De-Macabre.
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Die Gesellschaft verändern 6 Monate 2 Wochen her #819455

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Ist die Demokratie noch die beste Regierungsform?
Im Punkt das jeweilige Minister eine Gewisse Erfahrung auf ihrem Gebiet haben sollte stimme ich dir voll zu.
Eine Beschränkung der Amtszeit halte ich nicht unbedingt für nötig bzw. sind 2x4 Jahre in bestimmten Sektoren nicht gerade ratsam. Das führt nur dazu, dass Entscheidung noch kurzsichtiger als heute getroffen werden.

Crazyflo schrieb:
Das zwar der Gedanke der leider nur Im Märchen Funktioniert... Aber wie gesagt... Linke Zickt AFD an... AFD zickt alle an.. SPD zickt Linke an.... Seehofer macht eh nur was er will... und Gabriel sitzt schmollend in der Ecke und MEckert mit dem Leben....
Wenn die Parteien mal nicht entscheiden würden und einfach nur mal Pläne ausarbeiten .... sollten andere Parteien diese Bewerten und Pro sowie Kontra ausarbeiten... nach diesen Pro und Kontras könnte auch ein Leihe entscheiden....zumindest wenn diese mal in Volksdeutsch geschrieben werden und nicht Beamten Sprache. ^^ Jeddoch müssten wir dem Kindergarten da oben beibringen die Arbeit anderer Fair zu Vergleichen...

Du kritisierst fehlende Planung und bringst am Ende schön eine inhaltslose Phrase ohne genauer auszuführen was du damit meinst. Wo wird denn Arbeit anderer nicht fair verglichen? Woran liegt dies deiner Meinung nach? Was müsste man deiner Meinung tun um dies zu ändern?
TAP schrieb:
Meiner Meinung nach ist die politische Besetzung genau so wie sie sein soll: Katastrohpal, wie die Bürger selbst, die sie gewählt haben. Jetzt sollen sie aber die bösen sein, die daran schuld sind? Bitte - sie sind doch das perfekte Abbild eines größeren Stammtisches! Wenn man mit der Repräsentation des Landes unzufrieden ist, so sollte man sich frage, wieso sie Repräsentanten sind.

Naja dies mag zwar Stimmen allerdings muss man auch sagen das sie auch in der Lage wären dies selbst zu ändern z.b. dadurch das man eine Minderheiten Regierung gebildet hätte, weil dann kommt es automatisch dazu was im Moment genau nicht gemacht wird muss Argumentieren und offene Diskussion zu allen Seiten führen um Abgeordnete anderer Parteien zu überzeugen. Heute führt jeder wie wir hier auch eine Diskussion aber in geschlossenen Kreisen und grenzt durch sehr spezifische Fragestellung das Ganze noch weiter ein. Viel nützlicher wäre es gewesen ein Thema offen in die Runde zu werfen und zu schauen auf was für Thematiken es hinausläuft.
Natürlich gibt es Thematiken die Gruppen von Leuten wichtig sind die sich selten öffentlich äußern möchten oder können.

Welche anderen Punkte würdet Ihr verbessern?

Umbau des Wahlsystems
Einführung einer Wahlpflicht für die Bundestagswahl dafür bei der 2.Stimme eine Enthaltungsoption hinzufügen. Sitze im Bundestag bleiben Prozentual zum Anteil der Enthaltungs-Stimmen frei.
Die Nicht-Wähler werden weiterhin nicht mitgezählt. Wer gegen die Wahlpflicht verstößt muss einen kleinen Geldbetrag bezahlen.
Ziel: Höhere Wahlbeteiligung
Crazyflo hat Volksentscheide vorgeschlagen. Mit den normalen Mitteln wäre dies bei uns nur schwer umzusetzen, aber vielleicht mit Computer-Wahlen wäre dies praktikabel.
Volksentscheide machen im Bezug auf Großbauprojekte einen Sinn z.B. Flughafen Frankfurt-Hahn oder " Kassel-Calden von BER wollen wir erst gar nicht anfangen zu reden. FFH und FKC beides komplett überflüssige Flughäfen die seit Jahren nur Minus machen und die offiziellen Ergebnisse sind meistens noch schön gerechnet. Beim FFH siehe dazu hier
Der Flughafen Hahn wird meines Wissens sehr intensiv von der USA genutzt um Waffen & Material in Kriegsgebiete zu schaffen.
leoben schrieb:
Warum ist es glaubst du so förderlich wenn man einfach die Sprache spricht, die man lernen will, anstatt nächtelang Vokabeln und Regeln zu pauken? In der Realität hast du nicht immer Zeit alles perfekt durchzudenken. Der Nativespeaker versteht dich gemeinhin, genauso wie du jemanden verstehst der nicht perfektes Deutsch kann.

Dies ist an sich richtig sofern man aber auch Feedback dazu bekommt. Macht man nämlich grobe grammatikalische Fehler im Satzaufbau und nie weißt einen jemand drauf hin wie es denn richtig geht, dann fängt man an sich diese falsche Grammatik einzuprägen. Lehrer sollten ab dem dritten Jahr im Englischunterricht also idR in Klasse 7 mMn nur noch Englisch mit den Schülern reden. Wenn eine lehrende Person dazu nicht in der Lage ist ist sie einfach ungeeignet für den Posten. So etwas wird aber leider nicht in den nächsten Jahren passieren da es so wie so schon einen Lehrermangel gibt und es nicht danach aussieht das, dieser in den nächsten Jahren verschwindet.

Allgemein zum Bildungssystem:
So ein Stufensystem wie es Sentri vorschlug gab es so ähnlich schon mal bzw war es so als ich in RLP auf die Realschule gegangen bin, dies war vorher schon lange so gewesen bis dann G8 und danach Realschule+ kam.
Allerdings war es auch so das, dass Angebot von Schule zu Schule variierte je nachdem was halt Angeboten werden konnte und was gewünscht war. Wer Englisch als erste Fremdsprache hatte konnte nach der sechsten zwischen drei Optionen wählen Mathematik-Naturwissenschaften + Textverarbeitung, Französisch und etwas mit Ernährung, Haushaltsführung usw. weiß nicht mehr genau wie das hieß ist aber für das Beispiel auch nicht wichtig. Damit hatte man nämlich das Ganze in drei Grundrichtung eingeteilt Naturwissenschaft/Technik-Sprachen/Kommunikation-Soziales/Ernährung. Vor Klasse Neun konnte man dann nochmal wählen allerdings war es nicht möglich von einen anderem Bereich noch in den Sprachsektor zu wechseln andersherum aber schon bzw. waren dies dann teilweise andere Fächer. Das rein optionale Angebot war dann breiter kamen aber nicht mehr Kurse zustande da es an manche wie z.B. an Bildende Kunst als Hauptfach kein großes Interesse gab (musste glaube ich mindestens 15 Leute sein damit das entsprechende Fach zustande kam). Jedes mal bevor man wählen konnte bekamen die meisten Leute eine oder mehrere Empfehlung, ein paar Leute gar keine, man konnte aber trotzdem etwas anderes wählen wenn man mochte. Die Pflichtfächer waren relativ Umfangreich bestimmte Nebenfächer hatte man in einzelnen Stufen nicht oder waren nur mit einer einzelnen Stunde vertreten. Ich persönlich hielt dieses System für ziemlich gut wie es genau jetzt aussieht weiß ich nicht.

@Sentri
Ich würde hier Sachen zusammenfassen du wirst hier teilweise viel zu spezifisch.
Ein Fach was die Inhalte Ernährung, Kochen und Fitness beinhaltet wäre z.B. möglich mMn dies Einzeln anzubieten halte ich für nicht so gut. Werkstatt, Elektrotechnik und Informatik würde ich aber nicht so früh anbieten. Werkstatt und grundlegende Elektrotechnik kann man zusammenfassen und z.B. in Klasse 9 und 10 dann anbieten Grundlagen Elektronik wurden glaube ich sogar jedem in der DDR beigebracht wenn ich mich nicht irre. Ob jeder zehn oder nur neun Klasse machen muss da wäre ich mir nicht so sicher. Allerdings gilt hier jede Schule kann nur das Anbieten wozu sie auch entsprechende Möglichkeiten hat. Heißt für jedes Fach was angeboten wird müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Ich kann nichts in die Richtung Kochen anbieten wenn ich keine entsprechende Küche habe gleiches gilt bei der Werkstatt.
Ich persönlich halte aber das japanische Prinzip mit den Klubs für nicht schlecht allerdings gibt es diese Möglichkeit nur wirklich auf Ganztagsschulen und die Einzigen die ich kenne hat so etwas ähnliches bereits.
Ich würde so etwas mit dem eigenständigem Lernen nur in kleinem Maße umsetzen bzw wurde so etwas schon getan. Es sollten also nur maximal zwei Stunden pro Woche sein.
Noire schrieb:
Und das Schulsystem? Überholt und längst verbesserungswürdig. Außerdem gehört Sitzenbleiben endlich abgeschafft, sinnloseste Einführung aller Zeiten.
Ich persönlich sehe das sitzenbleiben als sehr sinnvoll an vor allem dann wenn jemand einfach nur ein Jahr Entwicklung braucht, da er zwar den Stoff eigentlich könnte aber einfach zu faul ist etwas zu tun oder er/sie längerfristig Krank war. Hier würde mich interessieren was dich genau daran
stört.

Überbevölkerung, Problem oder Chance?

Die Frage ist schwierig zu beantworten allerdings muss man auch sagen das es immer weniger Menschen gibt weltweit die in absoluter Armut leben und meistens geht mit steigendem Wohlstand auch die Geburtenrate zurück. Wenn man sich die extrem unterentwickelten Länder anschaut dann wird man merken das diese allesamt eine ziemlich hohe Geburtenrate habe. Natürlich fließen hier noch einige andere Faktoren mit rein es ist aber schon mal ein gutes Indiz. Langfristige Prognosen gehen auch davon aus das, dass weltweite Bevölkerungswachstum zwischen 2050 und 2100 null wird je nachdem wie es sich entwickelt. Ich würde sagen das Deutschland mit ~80 Millionen einen idealen Bevölkerungsstand hat und das man diese Versuchen sollte zu halten bzw. leicht reduzieren kann über mehrere Generationen gesehen (30 Jahre). Natürlich wird die Automatisierung einige Stellen in Zukunft ersetzen allerdings muss man beachten das es immer Leute geben wird, solange man nicht dies durch Technik beeinflussen kann, die nicht in der Lage sind komplexere Tätigkeiten auszuführen. Zum anderen wird es auch Tätigkeiten geben die werden vermutlich besser einfach von Menschen ausgeführt als von Maschinen. Wenn wir nämlich eine höhere Anzahl an alten Leuten haben dann brauchen wir auch mehr Leute um diese zu betreuen; wenn man dann noch dazu bedenkt, das einige alte Leute schon heute Einsam sind sollte man eher den Schnitt an Leuten in diesem Sektor prozentual zu den Pflegebedürftigen schon jetzt erhöhen.

Hat man keine Aufgaben für junge Leute bzw. reden alle Leute nur schlecht über diese
alltäglich gebrauchten Berufen oder Tätigkeiten wie z.B.Altenpfleger/in haben natürlich weniger Leute Lust auf diese. Gibt man Leuten dann auch noch die Möglichkeit und lässt sie einfach vor sich hin vegetieren vereinsamen sie nur und dann passiert in Zeiten des Internet z.B. so etwas wie es TAP angesprochen hat: „Nahezu jeder Mensch im Internet behauptet stolz von sich, dass er Menschen nicht leiden kann oder gar hasst, soziale Kompetenzen es nicht wert sind großartig gepflegt zu werden und sich am Leid anderer Menschen ergötzt.", auch wenn ich den Anteil der Leute kleiner einschätze.


Wie Glücklich jemand ist von vielen Faktoren abhängig wenn man ein ein Einfamilienhaus in Gegend voll mit Villen mit großen Gärten baut wird man ziemlich wahrscheinlich unglücklich einfach weil man im Verhältnis zu seinem Umfeld ziemlich wenig hat (Natürlich gibt es hier noch andere Faktoren die hier eine Rolle spielen). Auch gibt es das Problem mit bezahlbaren Wohnraum in Städten. Da viel mögliche Wohnfläche einfach als Anlage gesehen wird und nicht entsprechend genutzt wird. Wenn jmd dann natürlich jeden Tag eine Stunde oder mehr zur Arbeit fahren muss ist die Wahrscheinlichkeit einfach höher das er/sie erschöpft ist und keine Lust mehr auf soziale Interaktion nach der Arbeit hat.
Behindert sein ist Kultstatus
#sarkastisch gemeint :)
Letzte Änderung: 6 Monate 2 Wochen her von .homie.
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Die Gesellschaft verändern 6 Monate 2 Wochen her #819502

Die Beschränkung der Amtszeit finde ich wichtig. Wenn man auf so einem hohen Posten lange Zeit bleibt, kommt es unweigerlich zu Missbrauch, Korruption und Realitätsverlust. Der Mensch gewöhnt sich an die Macht und empfindet sie als Normal bzw. Gott-Gegeben. Dies liegt in der Natur des Menschen und muss verhindert werden.

Die Eiführung einer Wahlpflicht, ist interessant und wird in einigen Ländern auch praktiziert. Die Wahl ist eine Bürgerliche Pflicht, der nachgegangen werden muss. Es wäre aber unfair, wenn ich wählen müsste und keine der gelisteten Parteien meine Meinung vertritt. Deshalb müsste es auf den Stimmzetteln eine Möglichkeit geben für keine der Parteien abzustimmen.

Die Frage ist aber ob so ein Zwang die Bürger dazu motivieren würde sich mit den Parteien und der Politik auseinander zu setzen. Theoretisch könnte es auch das Gegenteil erreichen.

Ich glaube dass die Demokratie in einer Krise steckt, weil die Menschen die sie verträten, also die Politiker, sich mehr mit ihren persönlichen Machtspielen beschäftigen, als mit den Problemen der Bevölkerung. Die Probleme die auf uns zukommen sind gravierend um müssen angepackt werden. Ich persönlich sehe momentan keine Partei die für die kommenden Probleme gerüstet ist oder vernünftige Lösungsvorschläge hat. Deshalb ist auch mein Glaube an die Parteien so gering.

Das es in RLP so ein Bildungs-Ansatz gab wie ihn Sentri vorgeschlagen hat, dass habe ich nicht gewusst. Vilen Dank für die Info. Wer hätte gedacht dass es auch positive Entwicklungen zu dem Thema gab. Würde mich wirklich interessieren ob dies noch aktuell ist, und warum es sich nicht verbreitet hat. Hast Du noch Kontakt zu der Schule? Könntest Du nachfragen?

Ein großes Problem ist auch das unsere Schulen stark unterfinanziert sind. Ich sehe bei uns in der Stadt Gymnasien, wo dringend saniert werden müsste. Dafür aber scheint das Geld zu fehlen. Hier hat man über viele Jahre zu viel gespart.
Die Ausrüstung der Schulen ist auch sehr spartanisch. Werkstätte für technische Fächer, Musikinstrumente, Kochmöglichkeiten, all dies fehlt an den meisten Schulen. Vielleicht wirklich teure Privat-Schulen können sich so etwas leisten aber keine öffentlichen.

Was die Bevölkerung in Deutschland angeht, so halte ich sie für zu hoch. Ich würde sagen, dass wir mit ca. 50-60 Millionen Menschen problemlos auskommen würden. Dies würde auch die Ressourcen schonen.

Was die Überalterung der Gesellschaft angeht, so wird sich die Sache in einigen Jahrzehnten biologisch von selbst lösen. Wir haben momentan weniger Junge Menschen aber viele Alte, die noch aus Geburtsstarken Jahrgängen kommen was natürlich für ein Ungleichgewicht sorgt.

Was mich aber stört, ist dass die alten Menschen ständig als Kostenfaktor und Belastung dargestellt werden. Sie haben sich das Recht auf einen ruhigen Lebens-Abend hart erarbeitet. Dank diesen Menschen haben wir den Wohlstand den wir jetzt genießen können. Es ist also wichtig dass man ihnen auch den Respekt entgegenbringt den sie verdienen.

Man sollte auch den Dienstleistungs-Sektor im Bereich Alten-Pflege als wichtige Arbeitsmöglichkeit sehen. Sofern man die Stellen hier auch entsprechend bezahlen würde. Was man momentan in diesem Sektor bezahlt, ist ein Hungerlohn.

Was den Wohnraum in den Städten angeht, so gebe ich Dir vollkommen Recht. Hier hat der Staat über Jahrzehnte nichts getan. Wie soll man glücklich sein, wenn man für eine kleine Wohnung ein Großteil seines Einkommens opfern muss. Eigentlich sollte die Wohnung nicht mehr als 1/3 des Einkommens kosten. Heutzutage ist es meistens 1/2 Lohn oder auch mehr. Eine Familie mit Kindern, wo die Mutter zu Hause ist, kommt ohne Sozial-Hilfe meistens nicht mehr aus. Das ist für ein so reiches Land wie Deutschland wirklich beschämend.
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Die Gesellschaft verändern 6 Monate 13 Stunden her #820077

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Es kommt halt immer auf den Posten an, jemand der maximal nur acht Jahre Finanzminister sein kann kann halt ziemlich exorbitante Versprechen machen und eine/r seiner Nachfolger/in muss dies dann ausbaden. Solch eine Politik wird ja schon gerne Heute oder wurde in der Vergangenheit schon betrieben siehe Bundestagswahl 2009 als die FDP Steuersenkung versprach, stieg ihr Anteil an zweit Stimmen auf 14% fiel aber dann auf unter 5%, bei der nächsten Wahl, da es ihnen nicht gelang dies umzusetzen. So etwas ist auf lange Sicht nicht zielführend, da der Fiskus einfach dazu benutzt wird Geschenke in der Gegenwart zu verteilen egal wie sinnvoll dies ist. Aber was für Auswirkung dies in der nächsten Generation hat beachtet dann niemand.
Bestätigt wird dies sehr gut von Titelzeilen bestimmter Zeitungsblätter oder Forderung das alle Steuerüberschüsse an den Bürger zurückgegeben werden sollen und sei dies nur in indirekter Form. Vor allem sollte man sich mal Gedanken machen wie man genau die Schulden zurückzahlen möchte und sei es nur durch eine gezielt herbeigeführte hohe oder sehr hohe Inflation. Dann muss man mir aber Beantworten wie man sie kontrollieren will, wie man verhindern möchte das die Bevölkerung, dass Vertrauen in die Währung verliert, wie dies ohne eine merkliche Senkung des durchschnittlichen Lebensstandard vollzogen werden soll und warum dies der bestmögliche Lösungsansatz ist.
Bei der Korruption muss ich dir Recht geben. Meiner Meinung nach dürfen Politiker keine Ämter bei Firmen annehmen an die Sie einen Auftrag der öffentlichen Hand, in den letzten Jahren, vergeben haben egal ob in voller oder eingeschränkter Verantwortung. Meinetwegen kann sich dies auch auf Großprojekte beschränken. Ich gehe aber davon aus das, dies auf rechtlicher Ebene schwer umsetzbar ist bzw. nicht zulässig ist.


Das mit der Enthaltungs-Option hatte ich oben schon geschrieben scheint nur etwas unverständlich gewesen zu sein, mit der Anmerkung das Sitze Prozentual zu diesem Stimmenanteil frei bleiben sollen.
Was mich aber stört, ist dass die alten Menschen ständig als Kostenfaktor und Belastung dargestellt werden. Sie haben sich das Recht auf einen ruhigen Lebens-Abend hart erarbeitet. Dank diesen Menschen haben wir den Wohlstand den wir jetzt genießen können. Es ist also wichtig dass man ihnen auch den Respekt entgegenbringt den sie verdienen.
Wenn man mehr Möglichkeiten schafft, für ältere Menschen, an der Gesellschaft wieder teilzunehmen, was teilweise schon getan wird, dann wird sich meiner Meinung nach die Ansicht dazu auch verändern. Fahrräder mit Elektrounterstützung leisten dazu einen guten Beitrag genauso wie Sportarten die gut mit gemischten Altersgruppen gespielt werden können wie z.B. Feld-Frisbee. Trennt man immer strikt nach Altersgruppen passiert genau das was du hier ankreidest bestimmte Gruppen werden rein als Kostenfaktor und nicht als Teil der Gesellschaft gesehen.
Eine Familie mit Kindern, wo die Mutter zu Hause ist, kommt ohne Sozial-Hilfe meistens nicht mehr aus. Das ist für ein so reiches Land wie Deutschland wirklich beschämend.
Dieses Idealbild wird schon lange nicht mehr angestrebt nur weil dies zu Gründungszeiten der BRD so vereinbart wurde muss dies nicht für alle Zeiten gelten. Vor allem habe sich viele Dinge geändert, seit früher z.B. gibt es viel eher Oma & Opa in der Nähe die bereit sind auf das/die Kinder aufzupassen.
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Die Gesellschaft verändern 5 Monate 4 Wochen her #820163

Dieses Idealbild wird schon lange nicht mehr angestrebt nur weil dies zu Gründungszeiten der BRD so vereinbart wurde muss dies nicht für alle Zeiten gelten. Vor allem habe sich viele Dinge geändert, seit früher z.B. gibt es viel eher Oma & Opa in der Nähe die bereit sind auf das/die Kinder aufzupassen.

Weil es dem Staat viel besser gefällt wenn zwei Personen (Lohn-)Steuern und Sozialabgaben zahlen. Und die blöden Weiber finden es auch noch toll weil man ja ach so emanzipiert ist... und die Kids bleiben dann halt auf der Strecke.
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Die Gesellschaft verändern 5 Monate 4 Wochen her #820168

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Faf-Kun schrieb:
Und die blöden Weiber finden es auch noch toll weil man ja ach so emanzipiert ist... und die Kids bleiben dann halt auf der Strecke.

Und du wolltest uns mit deinem Beitrag mitteilen, dass dies bei dir der Fall war? Ist kein Problem ich helfe dir gerne du musst mir nur sagen wobei du Hilfe benötigst und ich schaue was ich für dich tun kann.
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Die Gesellschaft verändern 5 Monate 4 Wochen her #820217

Es ist nicht nur der Staat, der von einer Atomisierten-Gesellschaft profitiert. Der moderne Konsum basiert praktisch darauf. Je mehr Einzel-Haushalte es gibt, desto mehr Kühlschränke, Waschmaschinen, Teller, etc. werden verkauft.

In einer Zeit, wo der Markt mit Produkten übersättigt ist, ist jeder Haushalt für den Handel überlebenswichtig. Würden mehr Leute in Familien-Strukturen leben wie dies früher der Fall war, so würde ein großer Teil der Produkte in den Läden liegen bleiben.

Wir leben in einem System, der auf Gedeih und Verderb an den Konsum ausgeliefert ist. Der Konsum muss um jeden Preis aufrechterhalten werden, denn sonst bricht das Ganze zusammen wie ein Kartenhaus.
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Die Gesellschaft verändern 5 Monate 3 Wochen her #820273

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Tssir-De-Macabre schrieb:
In einer Zeit, wo der Markt mit Produkten übersättigt ist, ist jeder Haushalt für den Handel überlebenswichtig. Würden mehr Leute in Familien-Strukturen leben wie dies früher der Fall war, so würde ein großer Teil der Produkte in den Läden liegen bleiben.
Der Konsum kann aber auch zu einem hohen Teil aus immateriellen Gütern bestehen und dafür ist es größtenteils egal wie groß der durchschnittliche Haushalt ist. Man kann also problemlos den materiellen Handel der überdrüssig betrachtet wird über einen längeren Zeitraum schrumpfen lassen wenn man dafür z.B. den Digitalen (immateriellen Markt) stärkt. Die Frage ist hier eher ob man dies möchte?
Tssir-De-Macabre schrieb:
Wir leben in einem System, der auf Gedeih und Verderb an den Konsum ausgeliefert ist. Der Konsum muss um jeden Preis aufrechterhalten werden, denn sonst bricht das Ganze zusammen wie ein Kartenhaus.

Welches Wirtschaftssystem ist dies nicht? Die Frage ist eher ob man, auf langer Sicht, ein permanentes Wirtschaftswachstum braucht oder wie sich der Staat am Wirtschaftskreislauf verhalten soll. In Deutschland liegt eher das Problem dort, dass man nicht so ganz genau einig ist was für eine Rolle der Staat einnehmen soll. Dabei ist es wichtig, dass hinter der Wirtschaftspolitik eines Landes, nicht in jedem Punkt aber an den groben Knackpunkten, die Bevölkerung zum großen Teil dahinter steht (Dies soll keine Befürwortung oder Ablehnung der momentanen W-Politik sein). In was für eine Richtung diese dann gehen wird ist Erstmal nicht von so großer Bedeutung, davon wird man nachdem man einige Punkte ausdiskutiert hat schon ein gutes Bild bekommen.
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Die Gesellschaft verändern 5 Monate 3 Wochen her #820427

Ich glaube dass der ungebremste Konsum keine Zukunft hat. Durch die technische Entwicklung ist die Produktion von Gütern kein Problem mehr. Das Problem momentan ist es diese Produkte auf dem übersättigten Markt abzusetzen. Wie viele Autos, Fernseher oder Kaffee-Maschinen braucht ein Mensch?
An einer Ressourcen-Schonenden Plan-Wirtschaft führt auf lange Sicht kein Weg vorbei.

Jetzt aber zu einer anderen Frage: In Deutschland gibt es zwei Arten von Steuern: Die allgemeinen (wie z.B.: Einkommensteuer) und die „Zweckgebundenen“ (wie z.B.: die Straßensteuer). Allerdings gibt es in Deutschland kein Gesetz, dass die Regierung zwingt diese „Zweckgebundenen“ Steuern auch für diesen Zweck zu verwenden. So landen meistens diese Gelder an anderen Stellen, während die Straßen und Brücken langsam zerfallen.
Sollten die „Zweckgebundenen“ Steuern nur für den genannten Zweck eingesetzt werden dürfen?
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