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THEMA: Die Gesellschaft verändern

Die Gesellschaft verändern 7 Monate 3 Wochen her #818750

Liebe Forum-User, die letzten Diskussionen haben mir viel Vergnügen bereitet und ich muss sagen dass es hier einige Leute gibt, die Ihren Kopf nicht nur als Hut-Ständer nutzen.

Deshalb wollte ich eine neue Diskussion eröffnen. Das Thema soll unsere Gesellschaft sein und wie man sie zum besseren verändern kann.
Ich glaube dass wir alle sehen, dass nicht alle Entwicklungen die wir letztens erleben, positiv sind. Da ich ein Mensch bin, der nicht an „alternativlos“ glaubt, denke ich manchmal was man besser machen könnte.

Hier einige Themen zur Diskussion. Manche wurden bereits an anderer Stelle kurz angesprochen.

Ist die Demokratie noch die beste Regierungsform?
Ich glaube dass die aktuelle Demokratie, so wie wir sie in Deutschland haben, für die Zukunft nicht geeignet ist. Die Welt verändert sich schnell und unsere Politiker bzw. die Parteien sind kaum in der Lage diese Entwicklung mitzumachen. Ich finde dass die Parteien obsolet geworden sind. Sie sind wie große Schiffe, die schwer zu steuern sind und wo es ständig Meutereien gibt. Dass so ein Schiff nicht ans Ziel kommt, ist nicht verwunderlich. Genauso sehe ich die Posten des Kanzlers und des Bundespräsidenten als obsolete. Sie scheinen noch ein Überbleibsel aus der Zeit zu stammen wo es immer einen Herrscher gab. Ich halte nicht viel von Personen-Kult. Eine Regierung die nur aus Ministern besteht würde doch auch ausrechen.

Ich finde auch merkwürdig, dass wir Minister haben, die sich mit ihren Ressorts nicht auskennen. Heute ist jemand Minister für die Familie, morgen für die Verteidigung und übermorgen für die Wirtschaft. Ich persönlich kenne keine Person die kompetent all diese Aufgaben erfüllen könnte. Ich finde dass jemand ein Minister sein sollte, der sich mit dem jeweiligen Gebiet gut auskennt. Ich finde ein abgeschlossenes Studium und mindestens 5-10 Jahre Arbeit in dem Bereich sollten eine Voraussetzung für einen Minister sein.

Ich finde dass nicht Parteien zur Wahl stehen sollten, sondern Personen die sich um die Posten der Minister bewerben. Der Minister ist für seinen Bereich verantwortlich und wenn er Mist baut, wird er auch zu Rechenschaft gezogen. Auch muss sich dieser Minister an die Vorgaben halten, die er vor der Wahl getätigt hat. Tut er dies nicht ohne triftige Gründe, so kann er von seinem Posten entbunden werden.

Außerdem sollte der Minister-Posten auf 2x 4 Jahre beschränkt werden um zu verhindern dass jemand zu lange auf seinem Posten kleben bleibt.

Überbevölkerung, Problem oder Chance?
Ich persönlich sehe die Überbevölkerung als ein der großen Probleme der kommenden Zeit. Die Ressourcen auf der Erde sind nun mal beschränkt. Jede kleine Abweichung/Veränderung kann dazu führen dass viele Menschen ohne Nahrung oder Trinkwasser bleiben.

Wenn man bedenkt, dass innerhalb der letzten 100 Jahre die Weltbevölkerung von ca. 1.5 Milliarden auf jetzige 7,5 Milliarden gestiegen ist (das sind 500 Prozent) und dieser Trend sich weiter fortsetzt, so ist es fragwürdig ob wir solche Menschenmassen noch ernähren können. Bereits jetzt ist in vielen Regionen der Welt das Trinkwasser knapp.

Auch wird der Mensch als Arbeitskraft immer mehr von der Technik verdrängt. Was soll mit den Millionen an Menschen geschehen, die ohne Arbeit und damit ohne Einkommen sind?

Ist es in modernen Zeiten noch notwendig 8 oder 10 Kinder in die Welt zu setzten mit der Gewissheit dass sie keine Zukunftsperspektiven haben?
Die Chinesen haben eine 1-Kind Politik eingeführt und die Bevölkerungsexplosion in China gestoppt. Dies hat aber zu einem Ungleichgewicht der Geschlechter geführt, weil die Meisten Familien männliche Nachkommen haben wollten. Dies ist natürlich konterproduktiv.

Ich würde vorschlagen eine 1-Kind pro Person Politik. Dies würde bedeuten, dass ein Paar 2 Kinder haben darf. Dies würde eine leicht negative Bevölkerung Entwicklung zur Folge haben und wäre nicht mit starken negativen Sozialen Problemen verbunden. Auch könnte man bestimmte Familien fördern. Wenn es in der Familie besonders begabte Kinder gibt, so könnte man der Familie eine Erlaubnis für ein drittes oder viertes Kind geben.

Ist das aktuelle Bildungssystem noch Zeitgemäß?
Die Anforderungen an Menschen werden immer mehr und unsere Gesellschaft wird immer komplexer. Viele junge Menschen die die Schulen verlassen sind nicht richtig auf das Leben vorbereitet. Die Schulen müssten flexibler aber auch fordernder sein. Ich finde auch dass die Schulzeit in Anbetracht der steigenden Stoff-Menge nicht ausreichend ist.

Mein Vorschlag wäre es etwas mehr in Richtung Japan zu gehen. Ich würde vorschlagen eine 6 Jährige Grundschule, danach 4 Jährige Mittelschule. Danach kommt noch die 4 Jährige Highschool. Die Highschool kann allgemein oder Richtungsorientiert sein. Danach ist jeder grundsätzlich zum Studium zugelassen.

Zugang zu den Mittelschulen, Higschool und Unis wird durch Examen geregelt. So hat jeder selbst in der Hand ob er in eine bessere Schule/Uni kommt oder nicht.
Nach der Mittelschule solle aber auch die Möglichkeit bestehen einen Beruf zu lernen, anstelle der Higschool. Die Berufsschule würde dann 3 Jahre dauern. Die Berufsschule plus 3 Jahre Arbeit im Beruf würde dann ebenfalls zum Studieren ermächtigen.

Da der Zugang zur Uni durch Examen geregelt ist, würden nur tatsächlich die Leute studieren, die auch das Interesse an dem jeweiligen Fach haben und die Zeit und Arbeit für die Examen-Vorbereitung investieren wollen.

Auch sollte es Fächer geben die für das Leben in der Gesellschaft vorbereiten. Viele junge Leute werden kaum von der Familie auf das Leben vorbereitet. Sachen wir Steuern, Bankwesen, Kredite, Gesetzte, etc. sollten an die Schüler übermittelt werden.


Was meint Ihr zu diesen Themen? Habt Ihr vielleicht noch andere Ideen für eine Verbesserte Gesellschaft?
Letzte Änderung: 7 Monate 3 Wochen her von Tssir-De-Macabre.
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Die Gesellschaft verändern 7 Monate 3 Wochen her #818774

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Tssir-De-Macabre schrieb:
Deshalb wollte ich eine neue Diskussion eröffnen. Das Thema soll unsere Gesellschaft sein und wie man sie zum besseren verändern kann.
Ich glaube dass wir alle sehen, dass nicht alle Entwicklungen die wir letztens erleben, positiv sind. Da ich ein Mensch bin, der nicht an „alternativlos“ glaubt, denke ich manchmal was man besser machen könnte.
Es hat sich zwar nicht alles zum besseren gewandelt, mMn geht es uns heutzutage in Deutschland unglaublich gut, was wir viel zu selten zu schätzen wissen. Dazu empfehle ich erstmal diesen Artikel hier und unser System bietet uns ja glücklicherweise vielseitige Möglichkeiten Einfluss zu nehmen, durch Wahlen, Ehrenamtliches Engagement oder durch unsere Arbeit.
Ist die Demokratie noch die beste Regierungsform?
mMn eine Rhetorische Frage. Die Demokratie (in der BRD) ist vielseitiger, anpassungsfähiger und gerechter als andere (Staats-) Regierungsformen und zudem gewährt und sichert sie uns Freiheit. Klar kann man das mit einem schwerfälligen Schiff vergleichen, Kompromisse und Schutz von Minderheiten wirken evtl. kompliziert und sorgen für unnötig langwierige Prozesse, trotzdem sind sie in einer pluralistischen Gesellschaft von Nöten. Die Idee eines einzigen Volkswillen halte ich für Quatsch. (Identitäre Demokratie)
Das Problem mit einer Regierung aus Ministern wäre, dass die Regierung nicht zusammen bzw. sogar gegeneinader arbeiten könnte. Für die fachliche Kompetenz in den verschiedenen Resorts, haben wir sogenannte parlamentarische und beamtete Staatssekretäre. Der Beamtete Staatssekretäre sollte wie jeder Beamte ausschließlich aufgrund seiner Eignung, Befähigug und fachlicher Leistung zu seinem Amt gekommen sein.
Parteien sind für representative Demokratie besonders wichtig, und dass das Volk die Regierung/ die Minister direkt aufgrund von Bewerbungen wählt würde mMn relativ wenig Sinn machen. Wie viele Bewerber ständen denn für wie viele Ministerien zur Wahl? Außerdem sind die Minister bereits dem Kanzlar und ggf. dem Bundestag/ GG Rechenschaft schuldig.
Auch muss sich dieser Minister an die Vorgaben halten, die er vor der Wahl getätigt hat. Tut er dies nicht ohne triftige Gründe, so kann er von seinem Posten entbunden werden.
Was wären solche triftigen Gründe und wer entscheidet darüber, ob sie schließlich zur Amtsenthebung führen sollten? Hier würde ich es wie Kant halten: "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" Der Wähler erkennt wahrscheinlich schon, welche Versprechen umsetzbar sind und welche nicht.
Überbevölkerung, Problem oder Chance?
Es stimmt zwar, dass Überbevölkerung global gesehen zu Problemen führen kann, jedoch haben wir theoretisch mehr als genug Ressourcen um noch deutlich mehr Menschen satt zu machen. Es ist also auch ein Verteilungsproblem. Außerdem glaube ich, dass Aufklärung und Frauenrechte zu geringen Geburtenraten führen. Von einer staatlichen Reglementierung halte ich indes nichts, in China ist man ja auch irgendwann auf die 2 Kind Politik umgestiegen, ganz davon abgesehen, dass man sich sowieso nicht überall an diese Regeln gehalten hat.
Die Technik/ den Fortschritt verstehe ich auch nicht als Fluch, sondern viel mehr als Segen, der uns allen ungeahnte Möglichkeiten bietet. Vllt. müssen wir in ein paar Jahrzenten gar nicht mehr arbeiten?
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Die Gesellschaft verändern 7 Monate 3 Wochen her #818811

@DaviDwithD:
Natürlich geht es uns sehr gut im vergleich zu anderen Nationen und anderen Zeiten. Dennoch es ist nie so gut, dass man nicht etwas verbessern könnte.
Probleme wie Wohnungsmangel, Gewalt, Arbeitslosigkeit sind auch bei uns immer noch vorhanden.
Indem wir über Probleme Reden und auch an Guten Sachen Fehler suchen, entwickeln wir und Verbessern unsere Gesellschaft.

Den Einwand, dass die Minister nicht vom Fach sein müssen, weil ihre Untergebenen alles regeln, höre ich sehr oft, kann ich aber nicht gelten lassen.
Wäre dies wirklich so, so könnte man z.B.: Models als Minister einstellen. Die wären wenigstens schön anzusehen.
Nein, ein Minister muss wenigstens soviel Ahnung von der Materie haben, um seine Staatssekretäre kontrollieren zu können.
Am Ende ist er für die Entscheidungen des Ministeriums verantwortlich. Versteht er nicht was da passiert, ist er einfach fehl am Platz.

Das Die Minister ohne einen Kanzler sich nur streiten würden, halte ich für übertrieben. Die meisten Streitereien die wir unter den Ministern haben,
sind Parteiliche Streitereien. Die Partei-Streitereien erzeugen so viel Reibungsverluste, dass man damit 2 Regierungen hätte betreiben können.
Im Fall eines Streites, kann der Minister-Rat schlichten oder einfach demokratisch abstimmen.

Die 1 Kind Politik in China hat man lange durchgehalten. Ausgenommen waren Familien von Minderheiten. Die Politik galt also nur für die
sogenannten Han-Chinesen. Die 1 Kind-Politik hat man abgeschafft weil sich die Gesellschaftlichen und Sozialen Strukturen in China verändert haben.
Die Menschen sing gebildeter und dank sozialer Absicherung nicht auf die Unterstützung der Kinder im Alter angewiesen.
Es scheint so zu sein, das je Höher der Entwicklungsstand eines Landes, desto weniger Kinder geboren werden.
Dies würde bedeuten, dass die Verbesserung der Bildung auf der Welt, zu einer Priorität erhoben werden sollte.

Dass wir in einigen Jahren nicht mehr arbeiten müssen, wäre möglich. Doch was macht man mit all den menschen ohne Arbeit und Einkommen?

Du hast zwar meine Thesen kritisiert, aber keine eigenen Ideen gegeben. Soll das heißen, dass Du keine Verbesserungen an unserer Gesellschaft für sinnvoll hältst?
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Die Gesellschaft verändern 7 Monate 3 Wochen her #818830

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Tssir-De-Macabre schrieb:
Du hast zwar meine Thesen kritisiert, aber keine eigenen Ideen gegeben. Soll das heißen, dass Du keine Verbesserungen an unserer Gesellschaft für sinnvoll hältst?
Jede Gesellschaft kann verbessert werden und gearde im Bildungsbereich hast du einige interessante Punkte angesprochen. Grundlagen in Bereichen, wie Wirtschaft, Recht und ggf. in Programmierung sollten mMn auf den Lehrplan stehen, um gewisse Prozesse selbständig(er) verstehen und hinterfragen zu lernen. Gleichzeitig sollte die Schule keineswegs alleinige Erziehungsinstanz sein. Mein größter Kritikpunkt wäre vermutlich das uneinheitliche Bildungssystem in Deutschland, das geändert gehört (auch wenn man dafür das GG ändern müsste). Ansonsten gibt's natürlich auch noch an anderen Ecken Dinge auszusetzen, die Ungleichheit in den Bildungssystemen der Länder ist mMn aber momentan das größte Problem, auch wenn ich im Großen und Ganzen doch sehr zufrieden mit unseren System bin.
Dies würde bedeuten, dass die Verbesserung der Bildung auf der Welt, zu einer Priorität erhoben werden sollte.
Dieser Aussage schließe ich mich an, denn einer staatlichen Vorschrift, die in eine der fundamentalsten unserer Freiheiten eingreift, halte ich für falsch.
Dass wir in einigen Jahren nicht mehr arbeiten müssen, wäre möglich. Doch was macht man mit all den menschen ohne Arbeit und Einkommen?
Ich gebe ja die Hoffnung nicht auf, dass man mit den Nötigsten in welcher Form auch immer versorgt wird. Das bleibt vorerst aber erstmal nur Wunschdenken.
Den Einwand, dass die Minister nicht vom Fach sein müssen, weil ihre Untergebenen alles regeln, höre ich sehr oft, kann ich aber nicht gelten lassen.
Wäre dies wirklich so, so könnte man z.B.: Models als Minister einstellen. Die wären wenigstens schön anzusehen.
Nein, ein Minister muss wenigstens soviel Ahnung von der Materie haben, um seine Staatssekretäre kontrollieren zu können.
Am Ende ist er für die Entscheidungen des Ministeriums verantwortlich. Versteht er nicht was da passiert, ist er einfach fehl am Platz.
Theoretisch könnte man Models wählen, die USA haben schließlich auch Reagon überlebt und Donald Trump, der auch nicht sonderlich viel von Vernunftprinzipien zu halten scheint, wird nicht das Ende der amerikanischen Demokratie sein. Die Regeln eines Staates sorgen hoffentlich dafür, dass sich die staatliche Gewalt gegenseitig kontrolliert und sich im Rahmen der Gesetze bewegt, sodass das System auch einen Politiker am falschen Platz aushält, weshalb man die Rolle des Bundeskanzlers nicht unterschätzen sollte, der Minister auch entlassen könnte. Wer letztendlich die Minister ernennt hängt nicht unwesentlich von uns ab, die Probleme einer reinen Ministerwahl habe ich ja bereits angesprochen, sie wäre unpraktikabel.
Das Die Minister ohne einen Kanzler sich nur streiten würden, halte ich für übertrieben. Die meisten Streitereien die wir unter den Ministern haben,
sind Parteiliche Streitereien. Die Partei-Streitereien erzeugen so viel Reibungsverluste, dass man damit 2 Regierungen hätte betreiben können.
Im Fall eines Streites, kann der Minister-Rat schlichten oder einfach demokratisch abstimmen.
Die Gefahr für eine handlungsunfähigere Regierung sehe ich schon. Da die Minister direkt gewählt würden, könnten deutlich mehr als nur zwei unterschiedliche Parteien, in denen es ja auch immer mal wieder zu Meinungsverschiedenheiten kommen kann, an der Regierung beteiligt sein. Das Ressort- und Kollegialprinzip würde wie oben beschrieben vermutlich ohne klare Richtlinien und Zuständigkeiten deutlich unpraktikabler werden. Das ist aber nur meine Meinung.
Natürlich geht es uns sehr gut im vergleich zu anderen Nationen und anderen Zeiten. Dennoch es ist nie so gut, dass man nicht etwas verbessern könnte.
Probleme wie Wohnungsmangel, Gewalt, Arbeitslosigkeit sind auch bei uns immer noch vorhanden.
Indem wir über Probleme Reden und auch an Guten Sachen Fehler suchen, entwickeln wir und Verbessern unsere Gesellschaft.
Das stimmt, gleichzeitig muss man sich von Problemen nicht beherrschen lassen oder künstlich welche erzeugen. Lösungen zu diskutieren oder ganz neue Möglichkeiten aufzuzeigen halte auch ich für sinnvoll, doch sollte dies mMn realistisch und aufgrundlage unserer Verfassung passieren.
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Die Gesellschaft verändern 7 Monate 3 Wochen her #818834

Tssir-De-Macabre schrieb:
Ist die Demokratie noch die beste Regierungsform?

Die Frage ist ziemlich überladen da man das aus verschiedenen Perspektiven und kulturellem Kontext ansehen muss.

Die Demokratie ist die beste bekannte Regierungsform wenn es um das Wohlergehen jedes Individuums innerhalb einer Bevölkerungsgruppe geht. Sie bietet individuelle Rechte für jeden Bürger, die ihn vor der Willkür des Staates schützen. Außerdem ist die Politik durch Wahlen dazu gezwungen Rücksicht auf die Wünsche der Bevölkerung zu nehmen. Für jeden, der der englischen Sprache mächtig ist empfehle ich hierzu kurz das 20-Minütige-Video "Rules for Rulers" , das erklärt diese Zusammenhänge recht gut.

Jedoch ist die Demokratie trotz aller Vorteile nicht ohne Makel. Zunächst einmal ist sie weniger effizient als z.B. eine Monarchie, da jede Entscheidung lange diskutiert werden muss. Außerdem schient sie nur in stabilen wohlhabenden Staaten mit einer gebildeten Bevölkerung zu funktionieren. Man hat im mittleren Osten ja beispielsweise gesehen das dort eine Demokratie einfach nicht funktioniert. Ob Demokratie die beste Staatsform ist ist daher abhängig vom Staat in dem man sie anwendet. Für den Westen würde ich diese Frage bejaen, für 3te-Welt-Länder eher nicht.

Tssir-De-Macabre schrieb:
Ich glaube dass die aktuelle Demokratie, so wie wir sie in Deutschland haben, für die Zukunft nicht geeignet ist. Die Welt verändert sich schnell und unsere Politiker bzw. die Parteien sind kaum in der Lage diese Entwicklung mitzumachen. Ich finde dass die Parteien obsolet geworden sind. Sie sind wie große Schiffe, die schwer zu steuern sind und wo es ständig Meutereien gibt. Dass so ein Schiff nicht ans Ziel kommt, ist nicht verwunderlich. Genauso sehe ich die Posten des Kanzlers und des Bundespräsidenten als obsolete. Sie scheinen noch ein Überbleibsel aus der Zeit zu stammen wo es immer einen Herrscher gab. Ich halte nicht viel von Personen-Kult. Eine Regierung die nur aus Ministern besteht würde doch auch ausrechen.

Über den Bundespräsidenten kann man sich streiten aber was den Bundeskanzler angeht ist diese Rolle keinesfalls obsolet und wird es mMn nie sein. Eine Regierung ohne jemanden, der die Funktion des Bundeskanzlers erfüllt ist sehr ineffizient und wird unter umständen garnicht funktionieren. Jeder der an einem demokratischen Prozess mal beteiligt war, in welcher Form auch immer kennt folgendes Problem: Man hat einen haufen Leute in einem Raum jeder hat seine Ideen und alle diskutieren endlos und nichts vernünftiges kommt dabei raus. Man benötig jemanden der das letzte Wort hat und eine Richtung angibt wenn kein Kompromiss gefunden werden kann der alle zufriedenstellt. Genau das macht der Bundeskanzler, er gibt die Richtung für die Regierung an, die von den Ministern dann umgesetzt wird.

Tssir-De-Macabre schrieb:
Ich finde auch merkwürdig, dass wir Minister haben, die sich mit ihren Ressorts nicht auskennen. Heute ist jemand Minister für die Familie, morgen für die Verteidigung und übermorgen für die Wirtschaft. Ich persönlich kenne keine Person die kompetent all diese Aufgaben erfüllen könnte. Ich finde dass jemand ein Minister sein sollte, der sich mit dem jeweiligen Gebiet gut auskennt. Ich finde ein abgeschlossenes Studium und mindestens 5-10 Jahre Arbeit in dem Bereich sollten eine Voraussetzung für einen Minister sein.

Ich finde dass nicht Parteien zur Wahl stehen sollten, sondern Personen die sich um die Posten der Minister bewerben. Der Minister ist für seinen Bereich verantwortlich und wenn er Mist baut, wird er auch zu Rechenschaft gezogen. Auch muss sich dieser Minister an die Vorgaben halten, die er vor der Wahl getätigt hat. Tut er dies nicht ohne triftige Gründe, so kann er von seinem Posten entbunden werden.

Außerdem sollte der Minister-Posten auf 2x 4 Jahre beschränkt werden um zu verhindern dass jemand zu lange auf seinem Posten kleben bleibt.

Das sehe ich ähnlich, an der Stelle besteht Verbesserungsbedarf.

Tssir-De-Macabre schrieb:
Überbevölkerung, Problem oder Chance?

Die von dir angesprochene Verdrängung des Menschen durch Technik innerhalb des Arbeitsplatzes finde ich ehrlichgesagt auch gut. Seit anbegin der Zeit macht der Mensch den lieben langen Tag nichts anderes als zu arbeiten. Vor Allem in unserer kapitalistischen Gesellschaft ist Arbeit als das wichtigste überhaupt hochgepriesen und sogar über das Privatleben und Familie gestellt, was ich nicht für gesund halte. Jeder wird darauf gedrängt Karriere zu machen und sich selbst zu verwirklichen und den Rest macht man halt irgendwie so nebenbei.

An der Stelle die Frage ist es wirklich so schlimm wenn der Mensch mehr Zeit zum leben bekommt und nichtmehr 5 Tage die Woche den lieben langen Tag in der Arbeit festkleben muss? Ich finde es ist Zeit für ein gesellschaftliches Umdenken das vielleicht nicht jeder arbeiten kann und Arbeit als Privileg angesehen wird anstatt der Weg sich selbst zu ernähren. Das würde sicherlich für eine bessere Lebensqualität sorgen.

Was die Überbevölkerung angeht sehe ich das als ein Problem das wohl letztendlich nur durch kollonisierung des Weltraums gelöst werden kann. Wenn die Bevölkerung weiter ansteigt enden irgendwann die Ressourcen und der Platz auf dem Planeten. Die Regulierung der Gerburtenrate, die du angesprochen hast müsste jedoch nicht bei und, sondern in den Entwicklungsländern und Asien durchgeführt werden, da die Gerburtenraten im Westen schon seit einer Weile rückläufig sind.

Tssir-De-Macabre schrieb:
Ist das aktuelle Bildungssystem noch Zeitgemäß?

Als jemand der den gesamten zweiten Bildungsweg vom Hauptschulabschluss bis zum Bachelor an einer Fachhochschule absolviert hat kann ich dazu sagen das ich das Schulsystem nicht wirklich mag. Ich habe nicht das Gefühl als hätte mir die Schule bis auf etwas Allgemeinbildung und Grundrechenarten sehr viel brauchbares für das Leben mitgegeben. Naturwissenschaften an Schulen sind eine absolute Katastrophe und machen nichts anderes als Schüler davon abzuschrechen. Obendrauf ist der Lehrstoff nicht einmal gut, das meiste muss man an einer Hochschule nochmal ordentlich neulernen. Es wird auch viel zu viel Stress für absolut unnötige Lehrinhalte gemacht was vielen Kindern und Jugendlichen den Spaß am Lernen nimmt. Auch erfolgt die Einteilung in der vierten Klasse in Hauptschule/Realschule/Gymnasium viel zu früh und endet oft mit suboptimalen Ergebnissen und überforderten/underforderten Schülern wenige Jahre später.

Bevor man sich überlegt wie man das Ganze an den gesellschaftlichen Wandel anpasst würde ich mir erstmal ein besseres System überlegen mit dem Schüler eine ordentliche Grundbildung ohne endlosen Stress und Leistungsdruck vermittelt bekommen.
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Die Gesellschaft verändern 7 Monate 3 Wochen her #818837

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Demokratie ist naja... nicht wirklich perfekt. Man stimmt zwar für Parteien ab die angeblich die Interessen der Bürger per Parteiprogramme vertreten und doch wird oft bereits im Vorfeld immer groß geheuchelt und man sieht nicht alles was auch in einem Programm steht als Umsetzung. Bestes Beispiel haben wir hier bereits in Österreich. Von einer direkten Demokratie wie es dich ach so "tolle" FPÖ schwärmt und ausgerufen hat merkt man leider nichts.

Dennoch bin ich momentan mit der Art und Weise noch zufrieden. Wir können uns trotz einigem Bullshit eigentlich sehr freuen nicht ein ähnliches Staatssystem wie schon bald die Türkei zu haben. Oder eine Diktatur wie es sie in Venezuela oder Nordkorea gibt.

Und das Schulsystem? Überholt und längst verbesserungswürdig. Außerdem gehört Sitzenbleiben endlich abgeschafft, sinnloseste Einführung aller Zeiten.
Aber gut... ich bin aus der Schule raus und deshalb kann mir das eigentlich mittlerweile egal sein. Sollen die machen was se denken.

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Die Gesellschaft verändern 7 Monate 3 Wochen her #818849

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Endlich mal wieder was aus dem Bereich Politik, dass nichts zwangsläufig was mit der AfD zu tun hat - yay.

Tssir-De-Macabre schrieb:
Ist die Demokratie noch die beste Regierungsform?
Ich sehe es da ganz genauso wie SmokeTheEvertrolling: Demokratie funktioniert nicht überall, Entwickungsländer sind dafür einfach nicht bereit - letzten Endes sehe ich Demokratie eher als einen Prozess, den auch die westlichen Staaten allesamt durchgemacht haben. Von einem Land zu verlangen, dass es von 0 auf 100 eine Demokratie ist in meinen Augen weltfremd.
Aber ich gehe an dieser Stelle mal auf die westlichen Staaten ein. Aktuell kann ich nicht beweisen, dass es etwas besseres als Demokratie gibt, insofern würde ich viele andere bereits anmerkten, ebenfalls sagen, dass es die beste Regierungsform ist, die geschichtlich betrachte ausprobiert wurde. In dieser Diskussion finde ich immer wieder amüsant, wie viele Demokratie als makellos ansehen - es muss ja das perfekte System sein, obwohl jeder von uns selbst weiß, dass die Demokratie nicht immer unser Held in goldener Rüstung ist.
Sie ist die beste Regierungsform, aber nicht perfekt, wie so ziemlich alles auf diesem Planeten. Mein größtes Problem ist nach wie vor, dass es für mich nicht die Partei gibt, der ich zu großen Teilen zustimmen würde. Ganz im Gegenteil: jeder Teilbereich - sei es nun Wirtschaft, Bildung, Umwett - wird meist von verschiedenen Parteien meiner Meinung nach richtig fokussiert.
Aber ich kann nur eine wählen und diese Wahl ist für mich meist ungenügend. Meine utopische Vorstellung wäre, dass sich Parteien immer für ein Amt bewerben und dafür auch ein konkretes Konzept erarbeiten. Sie sollten nicht versuchen, ein Gesamtkonzept zu entwickeln, dass letzten Endes vorne und hinten hinkt.
Wie ich schon sagte, ist diese Vorstellung utopisch, denn Parteien teilen nicht gerne die Macht und eine Zusammenarbeit als Regierung durch eine komplett aufgespittete Regierung wäre vermutlich für das Gesamtziel nicht tragbar.

Genauso sehe ich die Posten des Kanzlers und des Bundespräsidenten als obsolete. Sie scheinen noch ein Überbleibsel aus der Zeit zu stammen wo es immer einen Herrscher gab. Ich halte nicht viel von Personen-Kult. Eine Regierung die nur aus Ministern besteht würde doch auch ausrechen.
Ich sehe den Bundeskanzler als recht zweckdienlich an: er verleiht dem Staat sozusagen ein Gesicht, kann einerseits die Lorbeeren einheimsen, andererseits aber auch zur Rechenschaft gezogen werden. Allein aus der Erfahrung aus dem Arbeitsleben heraus würde ich behaupten, dass es immer jemanden braucht, der den "Hut auf hat" - ähnliche wie bei Unternehmen braucht es einfach jemand, der öffentlich für Entscheidungen einsteht und sich vor allem auch auf Diplomatie versteht. Minister haben das in meinen Auge nicht immer vorzuweisen ... wenn ich an Seehofer denke, dreht mir zugegebenermaßen der Magen um.

Ist das aktuelle Bildungssystem noch Zeitgemäß?
Puh, ist nun die Frage was ein zeitgemäßes Bildungssystem wäre. Ich sehe die Entscheidung nach 4 Jahren Grundschule etwas verfrüht an, wie viele andere hier auch - mein größtes Problem ist aber nach wie vor, dass jedes einzelne Bundesland selbst über seine Bildungsmaßstäbe entscheiden kann. In meinen Augen ist das einfach nur höchst ineffizient - jeder, der studieren möchte hat einfach andere Voraussetzungen, sobald er in ein anderes Bundesland geht. Die Situation wird im übrigens recht gut in dem folgenden Video beschrieben ... dauert auch nur 2 Minuten, versprochen. xD

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Dass es immer mehr Studenten an die Hochschule zieht, ist letzten Endes für mich auch eher eine Negativ-Entwicklung. Ausbildungsberufe bleiben unbesetzt, weil sich inzwischen jeder zu fein dafür ist und die fetten Euroscheine sieht, die er natürlich mit Abschluss seines Studiums sofort ausgehändigt kriegt - was inzwischen natürlich nicht der Fall ist. Aus eigener Erfahrung in meinem Studiengang als auch meinem Freundeskreis muss ich allerdings feststellen, dass viele einfach nicht dazu geeignet sind, ein Studium abzuschließen - das aber dann erst nach 6 Semestern feststellen, weil sie doch irgendwie noch durchziehen wollen. Und sich dann obendrein auch noch als Versager fühlen, da ein Studium sie augenscheinlich überfordert. Grund dafür sind zum einen die unpopulären Ausbildungsberufe, die natürlich auch schlecht bezahlt sind. Andererseits fragen sich doch viele auch gar nicht mehr, ob sie ein Abi machen - mittlerweile ist das ja fast schon gesetzt und gesellschaftlicher "Standard".
Hinzu kommen dann noch die schwankenden Anforderungen an Abiturienten in den verschiedenen Bundesländern. Es ist ja letzten Endes kein Geheimnis, dass man das Abi in manchen Bundesländern fast schon hinterher geworfen bekommt.

Ich möchte keinem höhere Bildung verwehren, keineswegs. Aber die Anforderungen an Abiturienten kommen oftmals nicht an die Anforderungen in den Unis und Hochschule heran und treiben junge Leute in Studiengänge, die durch andere Ausbildungsformen vielleicht eher gefördert werden als es mit einem Studium der Fall ist.

Smoke schrieb:
Ich habe nicht das Gefühl als hätte mir die Schule bis auf etwas Allgemeinbildung und Grundrechenarten sehr viel brauchbares für das Leben mitgegeben. Naturwissenschaften an Schulen sind eine absolute Katastrophe und machen nichts anderes als Schüler davon abzuschrechen.
Der Vor- und Nachteil ist einfach die breite Fächerung des Wissens. Es wird versucht, in vielen Bereichen Wissen zu vermitteln, ohne zu Bedenken, dass man das eben auch im späteren Leben aufgrund der Berufswahl nicht braucht.
Ich finde es persönlich zumindest in der 6., 7. und 8. Klasse noch ganz okay, dass das Wissen breit gefächert wurde. Ich habe damals eine Realschule besucht und hatte dementsprechend nicht die Möglichkeit, mich später zu spezialisieren - wenn man jetzt mal von der Wahl zwischen Wirtschaft, Sprache und Sozialzweig absieht. Deshalb musste ich mich bis zur 10. dennoch noch mit Fächern quälen, mit denen ich mich absolut schwer getan hab und von denen ich nun mit 24 Jahren auch absolut nichts mehr weiß.

Diese breite Fächerung ist in meinen Augen sowohl positiv als auch negativ und vermutlich auch sehr typabhängig. Bei diesen Fächern war mir damals schon klar, dass ich in dieser Richtung nichts machen werde und es in meinen Augen auch schon über Basiswissen und sinnvolle Inhalte hinausging.

Smoke schrieb:
An der Stelle die Frage ist es wirklich so schlimm wenn der Mensch mehr Zeit zum leben bekommt und nichtmehr 5 Tage die Woche den lieben langen Tag in der Arbeit festkleben muss? Ich finde es ist zeit für ein gesellschaftliches Umdenken das vielleicht nicht jeder Arbeiten kann und Arbeit als privileg angesehen wird anstatt der weg sich selbst zu ernähren
Finde ich persönlich einen interessanten Ansatz, vor allem im Hinblick auf Automatisierung. Knochenjobs, die Menschen an ihre körperliche Belastungsgrenze bringt, können inzwischen auch von Maschinen erledigt werden. Und ich persönlich denke auch, dass die Digitalisierung uns vielleicht irgendwann die Entscheidungsfreiheit einräumen könnte, dass man selbst entscheiden kann, ob man nun arbeiten möchte oder nicht. Aber dazu gehört natürlich auch ein Umdenken a.) innerhalb der Gesellschaft und b.) aber auch in der Politik. Derzeit sind wir noch nicht so weit, dass wir Menschen die nicht oder weniger arbeiten wollen, nicht gleich verurteilen. Auch wenn ich das Gefühl habe, dass Work-Life-Balance zukünftig in Unternehmen ein großes Thema sein wird, da gerade die jungen Leute, die nun auf den Arbeitsmarkt drängen, eine ganz andere Vorstellung von "Arbeit" haben. Darüber gibt es nebenbei gesagt ein paar interessante Artikel.
Letzte Änderung: 7 Monate 3 Wochen her von Deviltoon.
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Die Gesellschaft verändern 7 Monate 3 Wochen her #818859

Diese Diskussion entwickelt sich wirklich sehr interessant. Ich möchte mich herzlich bei allen für die konstruktiven Beiträge bedanken :-)

Ich persönlich bin ein Anhänger der Technokratie. Die Entscheidungen sollten auf Wissenschaftlichen Grundlagen basieren und nicht auf ideologischen (politischen oder religiösen) Einstellungen der jeweiligen Politiker.

Nach Außen hätte so eine Regierung natürlich auch ein Gesicht, nämlich einen Außenminister, der Diplomatie studiert hat. Ein guter Diplomat könnte auch Streit zwischen den Ministern schlichten. Er wäre also für mich ein Ersatz für den Kanzler. Der Bundespräsident ist in meinen Augen aber absolut überflüssig.

Momentan haben wir 15 Minister. Ich glaube, wenn man die Anzahl der Minister durch die 4 Jahre der Amtsdauer teilt, so kämen wir auf ca. 4 Minister die pro Jahr neu gewählt werde könnten. Ich würde nicht alle auf einmal wählen lassen. Das wäre wirklich zu viel. Also jedes Jahr eine Wahl in der 4 bestimmte Minister neu gewählt werden könnten.

Was die Übervölkerung angeht, so stimme ich Euch zu. Das Problem sind nicht die Entwickelten Nationen, sondern die sogenannte „Dritte Welt“. Hier müsste man viel Arbeit in die Bildung und Aufbau von Sozialen Strukturen investieren damit die Bevölkerung umdenkt. Dieses Umdenken hat man gut in China gesehen, denn selbst jetzt nach dem Abschaffen der 1-Kind-Politik, die meisten Familien bei 1-2 Kindern bleiben wollen. Die Menschen müssen einsehen, das 1 bis 2 gut ausgebildete Kinder eine bessere Zukunft haben als 8-10 die nicht lesen und schreiben können.

Und hier kommen wir zur Bildung. Ja, die Deutsche Bildung mir der Länder-Zuständigkeit ist ein Anachronismus aus der Post-Nazi-Zeit, als die Alliierten sicherstellen wollten dass es keinen Starken Deutschen Zentral-Staat gibt. Ich glaube dass dies nun obsolete ist und aktuell nur noch Schaden anrichtet. Die Bildung sollte Bundesangelegenheit sein und in allen Bundesländern gleich. Wir reden über Schüler und Studentenaustausch in ganz Europa, kriegen aber es nicht mal bei uns in Deutschland hin. Das Video von Deviltoon zeigt dies überdeutlich.

Auch die Aufteilung nach 4 Klassen ist meiner Meinung nach nicht mehr Zeitgemäß. Deshalb habe ich mich an der japanischen Struktur orientiert. Auch finde ich die Verkürzung der Zeit auf 12 Jahre konterproduktiv. Wir haben immer mehr Lehrstoff in der Schule. Die Schüller sollten auch mehr Zeit bekommen um diesen Stoff zu lernen. Wir müssen nicht halbgare Schulabgänger auf den Arbeitsmarkt werden. Wir sind ein Land welches durch Know-How großgeworden ist. Gute Bildung ist für uns Überlebenswichtig.

Wenn ich die Durchfallquoten in meinem Informatik-Studium anschaue (nicht mal 50 Prozent der Anfänger des Studiengangs haben das Diplom gemacht), so ist dies eine enorme Ressourcenverschwendung. Ich finde dass die Prüfungen die Beste Methode sind um die Eignung der Schüler zum Studium zu überprüfen. Wer Zeit und Arbeit für die Vorbereitung für ein Examen investiert, der hat sich gut überlegt ob er diesen Studiengang belegen will.

P.S.
Sollte es tatsächlich so weit kommen, dass die meiste Arbeit von Maschinen erledigt wird, so würde ich die übriggebliebenen Aufgaben aufteilen. Ich würde eine 6-Tage Arbeits-Woche einführen, die aber in 2 Teile mit je 3 Tagen Arbeit aufgeteilt wäre. Jeder Mensch würde also pro Woche 3 Tage arbeiten und 4 Tage frei haben. Die Arbeit wäre immer auf 2 Personen verteilt, so dass selbst im krankheitsfall die Stelle Arbeitsfähig bleiben würde. Auf diese Weise könnte man die Menschen sinnvoll in die Gesellschaft integrieren.

Das alte Motto, dass man sich durch die Arbeit definiert ist ein Relikt der Protestantischen Erneuerung. Früher haben nur die Unteren Klassen gearbeitet. Der Adel hat sich mit Arbeit nicht beschmutzt. Soweit wollen wir aber nicht gehen. Arbeit ist wichtig um den Menschen in der Gesellschaft zu verankern. Menschen die aus der Arbeit herausfallen werden oft an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Dies sollte man vermeiden.


P.P.S.
Ein weiterer Wichtiger Punkt für eine entwickelte Gesellschaft ist die Medizinische Versorgung. Soweit ich mich erinnere hat ein japanischer Kaiser die Krankenversicherung als Erster in der Welt eingeführt damit er gesunde Soldaten hat. Die Motivation dieser Tat ist zweifelhaft, das Ergebnis aber war ein Meilenstein in der Entwicklung der Gesellschaft.

Bedauerlicherweise wird die Medizinische Versorgung bei uns momentan zu einem Wirtschaftsfaktor reduziert. Ich finde dass dies ein Falscher weg ist. Die Gesundheit des Volkes muss eine hohe Priorität haben. Sie ist und wird nie wirtschaftlich sein. Natürlich muss man Korruption und Geldverschwendung bekämpfen, aber nicht auf Kosten der Kranken.

Ich finde wir sollten hier uns an den Skandinavischen Ländern orientieren. Die normalen Ärzte sollten nicht Privat sein, sondern Staatsangestellte mit festem Gehalt. Die Ärzte könnten sich für die Patienten mehr Zeit nehmen und auch besser bilden. Fortbildung ist für Ärzte sehr wichtig.
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Die Gesellschaft verändern 7 Monate 3 Wochen her #818866

unsere Gesellschaft sein und wie man sie zum besseren verändern kann.
Ich glaube dass wir alle sehen, dass nicht alle Entwicklungen die wir letztens erleben, positiv sind. Da ich ein Mensch bin, der nicht an „alternativlos“ glaubt, denke ich manchmal was man besser machen könnte.

Also im Prinzip ist das woran die Gesellschaft krankt, das immer stärkere wegfallen von Werten oder wünschenswerten Verhaltensweisen um nicht wie eine dieser Placeboreden irgendeines Politikers zu erinnern. Konkret ist das soviel das es schwer ist alles aufzuzählen. Das fängt an beim wegwerfen von Müll. Höflichkeit gegenüber anderen. Manieren. Respekt vor Eigentum und und und...
Der nächste große Punkt ist die schwindende Bildung. Und vor allem die Allgemeinbildung. Es gibt wirklich heutzutage Gymnasialschüler die erinnern mich an die Hauptschüler aus meiner Schulzeit. Und das ist ja nun soooo lange auch nicht her. Das ist eine Katastrophe.
Kinder sind lauter, frecher, nerviger ungezogen, faul, nichtsnutzig. Daran gebe ich vor allem die Schuld daß sie heute einfach garnicht mehr erzogen werden. Pardon "antiautoritär" ezogen werden. Was im Prinzip genau das gleiche ist.
Es fehlt völlig der Zusammenhalt der Gesellschaft. Zum Beispiel... streiken die Bahnbediensteten, so bekommen sie nicht nur den Ärger iherer Arbeitgeber ab, sondern auch noch von den Passanten. Anstatt man die Leute unterstützt bei ihrem Anliegen... Ferner und gewichtiger, scheinen alle mit Wonne aufeinander herumzuhacken. Die Armen schreien über die Reichen, die Angestellten über die Arbeitslosen, die linken gegen die rechten unsw. Zugegebenermaßen war das seit je her in gewisser Weise so, jedoch nicht in dieser bösartigen, brutalen und systematischen Art, wie man es heute vorfindet.

Als ich das ganze jetzt nochmal selbst durch gelesen habe, denke ich daß man der Gesellschaft am besten helfen kann, in dem man den überwiegenden Teil der soziologischen Entwicklung seit Mitte der 70er einfach wieder auf den vorhergehenden Zustand zurück fährt.
Überbevölkerung, Problem oder Chance?

Welche Chance soll sich daraus denn ergeben? Natürlich ist das ein Problem. Und wenn man dem nicht endlich entgegen wirkt und zwar da wo das Problem beheimatet ist, dann regelt das die Natur. Und wenn das passiert, dann wirds unschön... Die Menschen in Regionen die eben nicht habitabel genug sind, um gigantische Menschenmassen zu versorgen müssen halt aufhören sich zu vermehren wie die Karnickel. Das ist die einzige Möglichkeit.
Ist das aktuelle Bildungssystem noch Zeitgemäß?

Herrjeh... da liegt so vieles im argen, da weis ich garnicht wo ich anfangen soll. Ich denke das Problem ist nicht das System ansich, sondern was man daraus gemacht hat. Das System sieht vor:
- Hauptschule als praxisorientierte Schule, die einen Lehrplan hat der darauf abzielt, daß die Schüler lernen was sie im Handwerk, als Arbeiter u.Ä. benötigen.
- Realschule als Vorbereitung auf Kaufmännische Tätigkeiten, im unteren bis mittleren Beamtentum, in komplexeren Lehrberufen wie Laborant unsw.
- Gymnasium als Vorbereitung auf ein Studium, sowie höheres Beamtentum, Anstellung mit Führungsverantwortung ect.
Heute ist es so:
- Hauptschule: Helferjobs, Zeitarbeitssklave, Bau, und nicht selten Berufsarbeitsloser.
- Realschule: im prinzip das was früher die Hauptschule war....
- Gymnasium: alles andere... aber längst keine Garantie mehr auf einen "guten Beruf" oder ein Studium. (je nach dem wann und wo das Abi gemacht wurde...)

Da muss man ansetzten, und auch hier eigentlich alles auf Anfang zurück. Inklusive Abschaffung sämtlicher "Pädagogischer Konzepte" wie z.B. schreiben nach gehör oder solcher Unsinn. Wir brauchen wieder autoritäre Schulen und Lehrer. Wir brauchen bundesweit einheitliche Lehrpläne, wir brauchen weniger Lernstoff dafür schwereren. Und wer dem nicht gewachsen ist, der muss eben an sich arbeiten. Das ist kein Makel... das wird es nur wenn man es nicht versucht.
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Die Gesellschaft verändern 7 Monate 3 Wochen her #818872

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Sehr interessant vielen Dank für den Thread. Dann will ich auch mal meinen Senf dazu geben:

Ist die Demokratie noch die beste Regierungsform?
Wurde hier schon mehrmals beantwortet und ich mir fällt auch persönlich keine bessere Alternative ein. Eine Technokratie ist ein schöner Gedanke, ich hätte aber dann die Befürchtung das die Eliten das Belangen des Einfaches Volkes wissen zu wollen. Oder anders ausgedrückt, sie setzten Sachen um die nett gedacht sind aber von der breiten Masse nicht ausreichend akzeptiert werden.
Mit den Minister denke ich ist es so: Es geht immer um Macht und Machtkalkül. Minister werden der Loyalität oder eins Bündnisses wegen ausgesucht (und dann natürlich ihrer eigentlichen Fähigkeit), dennoch halte ich Parteien für unerlässlich. Hand aufs Herz der Mensch bildet immer Gruppen, Vereine, Zusammenschlüsse oder Clubs und dann gibt es halt auch immer einen der das Führen übernimmt, der „Kopf“ der Gruppe ist. Jemand muss die Leitlinie vorgeben wie SmokeTheEvertrolling so schön sagte. Einzelne Individuen sind so unüberschaubar und würden zu erneuten Bündnissen führen, denn wer würde die dann aussuchen? Kontrolle, Wiederholung der Kontrolle und noch mehr Kontrollen sind die Antwort denke ich. Ständiger Check-and-Balance, niemand darf seine Macht missbrauchen. Dafür nehmen wir dann auch das schwerfällige Schiff in Kauf.
Zumal bedenken muss, das wir dann auch immer einen Konsens finden müssen. Und das braucht nun mal Zeit.
Ich denke Monarchie wäre tatsächlich die Beste Staatsform, da gibt es nur einen Haken: Der Monarch an sich. Ist er gut und gewissenhaft und fähig kann er viel erreichen, ist er unfähig oder korrupt usw. geht alles vor die Hunde.
Nene Demokratie muss es sein. Für eine ordentliche Demokratie brauchen wir aber auch eine starke Öffentlichkeit die Meinungen und Beschlüsse diskutiert. Das ist wichtig und Aufgabe der Medien, die leider meistens sehr einseitig sind und nicht gerade immer eine Vielfalt der Meinungen zu lassen und zur Diskussion anregen.
Dann muss natürlich noch der Bürger fähig und willig sein, wo wir zum Zweiten Punkt kommen:

Ist das aktuelle Bildungssystem noch Zeitgemäß?
Nein überhaupt nicht. Und das wird dir auch so ziemlich jeder Lehrer sagen. Ein Bildungssystem nach den Vorbild Japans halte ich auch aber auch fatal (es hat schon einen Grund wieso Japan mit die höchste Suizidrate von Jugendlichen auf der Welt hat).
Das Ziel der Bildung sollte ein eigenständiger, reflektierender und kritischer Bürger sein. Reflexion ist hier sehr wichtig und leider oft vernachlässigt ebenso wie das kritische. Wenn ich mit Leuten mit meinen Alter sprechen und sie mir de Facto sagen, dass Politik sie nicht interessiert und sie einfach mal CDU gewählt haben, weil „die schon die Sache gut machen“ dann haben wir echt ein Problem (Nicht das CDU-Wählen das muss jeder für sich entscheiden, das unreflektierte). Oder um es anders zu sagen: Wir haben Rechte und Möglichkeiten uns politisch zu beteiligen, wir müssen sie auch nutzen! Wir brauchen mündige Bürger!
Ich denke auch das die Aufteilung der weiteren Schulen nicht zielführend ist. Im idealen Falle sollte alle Schüler zusammen unterrichtet werden und Stück für Stück in weiterführende Kurse gepackt werden, je nach ihren Interessen und Stärken. So dass alle ein Grundwissen, Allgemeinbildung haben aber trotzdem spezialisiert werden und in ihre zukünftigen Berufe oder eher Berufsfelder „hineinwachsen“. Da gibt es nur ein großes Problem. Für all diese Tagträumerei zum Schulsystem brauchen wir mehr Geld, mehr Lehrer und vor allem bessere Lehrer. Das ist der Regierung aber auf gut deutsch relativ egal.
Das nächste Problem sind die Eltern. Leider. Ich denke am Besten wären Internate für alle Schüler (schwierig umsetzbar aber wirklich das Beste). Einfach um die Chancengleichheit zu erhöhen. Bildung ist unser höchstes und wichtigstes Gut, ich denke es wäre aber falsch den „asiatischen Weg“ zu gehen, ohne Ende kompetitiv, das mag auch seine Vorteile haben, aber viele Leute gehen da einfach unter. Gezielte Förderung und Fördern in allgemein sind denke ich wichtig.

Überbevölkerung, Problem oder Chance?
Sowohl Chance als auch Problem. Problem, weil wir nur begrenze Ressourcen haben, Chance weil mehr Menschen, mehr gebildete Menschen auch mehr kluge Köpfe heißt, ergo wird den schon irgendwas einfallen.
Ich denke nicht das wir so schnell in den Weltraum ausweichen müssen. Das Leben wird sich einfach nur ändern, viele Glaubensgrundsätze überdenkt werden. Ich behaupte mal unsere Erde könnte sogar 30 Millionen Menschen locker verkraften, wenn wir alle Ressourcen denn auch optimal nutzen. Riesige Ballungszentren, keine Autos mehr nur öffentliche Verkehrsmittel, auf den Dächern werden Pflanzen gezüchtet oder sind Solaranlagen, wir ernähren uns rein vegetarisch oder von Käfern. Fleisch ist einfach Ressourcenverschwendung. Handys und andere elektronische Geräte werden für die Ewigkeit gebaut und nicht um sie alle zwei Jahre auszutauschen.
Probleme erzeugen Druck. Ich bin zuversichtlich das wir Menschen uns allen stellen können und trotzdem überleben und weiterwachsen werden. Druck erzeugt Innovationen ein Umdenken, Veränderungen (zum Besseren hoffentlich).
Übrigens am Rande, die Ein-Kind-Politik in China war fürs Erste erfolgreich, jedoch steht China nun vor einem massiven Problem, keine Gesellschaft altert so stark wie die Chinesische. Sie haben selbst die Japaner überholt. Zwei Kinder sind schon sinnvoller. Aber Bildung überall wird das schon bereinigen.

So genug gelabert: Was könnten wir jetzt konkret tun?
-Kein Fleisch essen oder sogar V-Vega… Veganer werden (Massive Konsumverringerung würde aber auch schon helfen).
-In die Politik gehen und selber Hand anlegen (oder politische aktiv werden).
-Lehrer oder Erzieher werden, die Jugend von heute beeinflussen und hoffentlich zum Besseren anstiften.
Nur Hauptsache sich aktivieren, Aktivist werden seine Stimme erhaben, damit Teil des Konsens ist. Ich denke das ist schonmal ein Anfang.
Mich wunder übrigens das hier keiner große Konzerne erwähnt hat. Wahrlich Nestle und Co. Verbessern die Welt. Sie haben nur Gemeinwohl im Sinne.
Aber mal ernsthaft ich denke das größte Problem ist die Macht der wirklich Mächtigen und das es in ihr Interesse ist den Status quo beizubehalten.
Oder Aktiengesellschaften in Allgemeinen? Man das wird wieder so Philosophisch/Politisch/Ökonomisch, man möge mir bitte helfen eine These zu formulieren wie man diesen Problem Herr zu werden.
Oder vielleicht können wir folgendes festhalten:
Was ist das Problem?
Was ist die Ursache?
Und was kann getan werden es zu ändern? Und was können wir hier als Individuen tun um diesen gewünschten Zustand zu erreichen?

In diesem Sinne, auf zum Konsens!

MFG Onewa
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Die Gesellschaft verändern 7 Monate 3 Wochen her #818874

Tssir-De-Macabre schrieb:
Ist die Demokratie noch die beste Regierungsform?

Ich würde jetzt nicht so weit gehen und behaupten, dass die Demokratie die beste Regierungsform ist, aber ich kann auch nicht sagen, dass es eine gibt, die besser ist.
Sie ist zwar gut, aber noch lange nicht Perfekt.
Was man halt leider sagen muss, ist, dass die Demokratie langsam ist und kaum einen Fortschritt macht, aber dafür ist die individuelle Freiheit jedes einzelnen vorhanden und man brauch sich auch keine als zu große sorgen darum zu machen.
Im Gegensatz zu unserer Demokratie würde ich jetzt mal die Chinesische "Demokratie" zum Beispiel nehmen.
Die Chinesische Regierung ist schnell was Entscheidungen angeht und so schnell wie die Entscheidungen getroffen werden, werden sie auch ausgeführt.
Dieses schnelle und effektive verhalten hat es dem Land ermöglicht innerhalb von ca. 200 Jahren von einem 3rd-World-Country beinah zur Globalen Supermacht zu werden,
dies aber auf kosten der Individuellen Freiheit und auch auf kosten von vielen Menschenleben.

Was ich hiermit sagen will, ist, dass es viel effektivere Wege gibt, die uns schon bekannt sind, aber ob wir diese stattdessen beschreiten wollen ist etwas anderes.

Tssir-De-Macabre schrieb:
Überbevölkerung, Problem oder Chance?

Was mit einer Chance in der Frage gemeint sein soll, kann ich persönlich nichts anfangen, aber es wird auf jeden Fall zu Problemen kommen.
Die Weltbevölkerung wächst exponentiell (1,2,4,8,16,32,64,128,256, ...), also muss es irgendwann zu Problemen kommen.
Ich denke zwar, dass wir noch um einiges wachsen können, bis wir ernsthafte Probleme bekommen, aber wenn es dann so weit ist sehen ich nur zwei Optionen.
Eine dieser Optionen wäre das kolonialisieren des Weltalls, wobei man nicht klar sagen kann ob wir zu diesem Zeitpunkt dies schon im benötigtem Maßstab umsetzten können.
Die zweite Option, vor der ich schon selbst Angst bekomme und die wie aus einer Dystopie erscheint, wäre, dass es zu einem Punkt kommen könnt, ab dem die Menschen sich mit Gewalt der Überbevölkerung und der damit verbundenen Ressourcenknappheit entgegenwirken.

Tssir-De-Macabre schrieb:
Ist das aktuelle Bildungssystem noch Zeitgemäß?

Das ist ein wirklich umfangreicher Punkt, denn man von seinen Ausmaßen kaum umfassen kann, denn das Bildungssystem, wie schon beschrieben, wird immer schlechte und die einzelnen Abschlüsse verlieren ihre ursprüngliche Bedeutung.

  1. Nützlichen und unnützliches Wissen
    Natürlich waren wir alle mal Schüler und haben uns auch mal den Kopf darüber zerbrochen wieso man die Schule brauch und was wir von ihr haben, vor allem als man noch das kleine unverbesserliche Kind war. Doch mit der Zeit hat man dazu gelernt und hat auch eingesehen, dass vieles was man gelernt hat auch nützlich ist, besonders wenn es um Grundlagenkenntnisse geht, die heutzutage viele leider fehlen.
    Das Grundlagen Wissen und etwas Allgemeinbildung haben sich als äußerst nützlich erwiesen, wobei jetzt in meine persönlichen Fall Fächer wie Kunst, Musik und Religion weniger zu meine Leben beigetragen haben.

  2. Veraltetes Lehrmaterial
    Ab und zu wird man im Schulalltag auch an die Realität rangeführt und so haben wir uns auch mit Praktischen verfahren auseinandergesetzt, die in der Wirtschaft angewendet werden, aber In Wirklichkeit hat man diese Verfahren schon seit 30 Jahren als ineffektiv abgestempelt und sind nur noch im Lehrplan als Pflichtstoff eingetragen.

  3. Nachlassen der Bildungsstandarts
    Auch meinen Weg vom Hauptschulabschluss, dann den Regelschulabschluss bis zum Abitur
    habe ich es immer wieder von Lehrern gehört und auch selbst zu Gesicht bekommen, dass die Schüler immer weniger können und die Lehrer keinen Anderen Weg haben, als sie Schüler lassen zu sein. Der Lehrer kann die Schüler nicht zum lernen anregen, wenn die Schüler selbst kein Interesse daran haben und wenn die Noten schlechter werden kommt es zu einem Elterngespräch, das das Problem scheinbar löst. Dieses verhalten führt dazu, dass die Schüler sogar gefährdet sind den Hauptschulabschluss nicht zu schaffen und man dann die Messlatte anpasst.

    Aber was soll man da schon machen, die Eltern machen dem Kind kein druck zu lernen, der Lehrer darf das nicht und der Schüler will es oftmals auch nicht. Das Ergebnis ist, dass nach 9 Jahren jemand einfach Grundlagen wie den Dreisatz nicht beherrscht und dann irgendwie in die freie Welt muss.

    Noch extremer spiegelt sich die Faulheit im Abitur wieder, die Schüler wollen nicht mehr lernen als sie müssen und arbeiten nur so viel, dass sie ihr Ziel knapp noch erreichen.

    !Nicht jeder verhält sich so, aber das sind jetzt mal ein paar extrem Beispiele

  4. Studenten unserer heutigen Zeit
    Wie schon angesprochen führt dieses System dazu, dass der Standard gesenkt wird und praktisch jeder bis an die Uni kommt.
    Persönlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass auf der Uni teilweise Leute sind, die da nicht hingehören.
    Ich habe schon recht früh mit Informatik angefangen und auch ein paar Leuten ausgeholfen, was dann aber erschreckend war, ist das die Leute teilweise auch nicht mal Prozentrechnung hinbekommen und darauf hin kommen Fragen, wie "Kannst du mir das beibringen?" oder "Wie viel muss ich machen um zu bestehen?".

    Hier Spiegelt sich auch wieder bei vielen die Faulheit klar wieder.
Im großen und ganzen, denken ich, dass das Bildungssystem auch nicht Perfekt ist, aber ein Großteil ist den Schüler zuzuordnen und irgendwie muss der Staat ja auch die Schüler durch die Schule bringen, damit sie irgendwann arbeiten können und wenn die Leistung der Schüler fällt passt sich der Staat da mehr oder weniger an.
Erst letztens habe ich gehört, dass die Rechtschreibung in Deutsch weniger streng bewertet werden soll und in Englisch soll sie überhaupt nicht mehr bewertet werden,
so schwindet die Bildung langsam dahin.
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Die Gesellschaft verändern 7 Monate 3 Wochen her #818891

Tssir-De-Macabre schrieb:
Überbevölkerung, Problem oder Chance?
Ich persönlich sehe die Überbevölkerung als ein der großen Probleme der kommenden Zeit. Die Ressourcen auf der Erde sind nun mal beschränkt. Jede kleine Abweichung/Veränderung kann dazu führen dass viele Menschen ohne Nahrung oder Trinkwasser bleiben.
Wenn man bedenkt, dass innerhalb der letzten 100 Jahre die Weltbevölkerung von ca. 1.5 Milliarden auf jetzige 7,5 Milliarden gestiegen ist (das sind 500 Prozent) und dieser Trend sich weiter fortsetzt, so ist es fragwürdig ob wir solche Menschenmassen noch ernähren können. Bereits jetzt ist in vielen Regionen der Welt das Trinkwasser knapp.
Die Ressourcen sind beschränkt, allerdings auch ungerecht verteilt und die Verschwendung der Ressourcen unterscheidet sich auch gehörig. Es gäbe weltweit mehr als genug Ackerfläche, China und Indien können auch auf einem jeweils relativ kleinen Gebiet sehr viele Menschen versorgen. Das hängt natürlich auch mit dem Klima zusammen, aber Reis ist halt einfacher anzubauen als Fleisch, macht länger satt und verbraucht um Welten weniger Ressourcen.
Die Menschen könnten wir locker ernähren, allerdings nicht solange es in Afrika riesige Gewächshausflächen gibt, deren Produkte dann billigst nach Europa verschifft werden. Das ist jetzt nur ein Beispiel.
Tssir-De-Macabre schrieb:
Auch wird der Mensch als Arbeitskraft immer mehr von der Technik verdrängt. Was soll mit den Millionen an Menschen geschehen, die ohne Arbeit und damit ohne Einkommen sind?
Es gibt mehr Arbeit in anderen Bereichen. Das war schon immer so, und wird auch immer so bleiben.
Tssir-De-Macabre schrieb:
Ist es in modernen Zeiten noch notwendig 8 oder 10 Kinder in die Welt zu setzten mit der Gewissheit dass sie keine Zukunftsperspektiven haben?
Die Anzahl der Kinder hängt direkt mit dem Lebensstandard der Eltern zusammen bzw des Landes. Je höher derLebensstandard, desto weniger Kinder gibt es. Das ist in Japan so, in Deutschland so, in nahezu allen Industrienationen. Steigt der Lebensstandard, sinkt die durchschnittliche Kinderanzahl.
Tssir-De-Macabre schrieb:
Die Chinesen haben eine 1-Kind Politik eingeführt und die Bevölkerungsexplosion in China gestoppt. Dies hat aber zu einem Ungleichgewicht der Geschlechter geführt, weil die Meisten Familien männliche Nachkommen haben wollten. Dies ist natürlich konterproduktiv.
Die Ein-Kind-Politik war kurzsichtig und wird China noch auf den Kopf fallen. Das meine ich gar nicht ausschließlich in Bezug auf das Ungleichgewicht bei den Geschlechtern, sondern auch auf die Zukunft bezogen: Du hast irgendwann eine völlig überalterte Gesellschaft, und das ist salopp gesagt schlecht. Nicht weil alte Menschen schlecht sind, sondern weil das System so nicht mehr funktionieren kann.
Die medizinische Versorgung wird besser, das Essen ist nährstoffreicher, das führt zu einer höheren Lebenserwartung. Nicht nur dass es weniger junge Menschen gibt, die alten Menschen leben auch noch länger und sorgen für noch mehr Ungleichgewicht.
Tssir-De-Macabre schrieb:
Ich würde vorschlagen eine 1-Kind pro Person Politik. Dies würde bedeuten, dass ein Paar 2 Kinder haben darf. Dies würde eine leicht negative Bevölkerung Entwicklung zur Folge haben und wäre nicht mit starken negativen Sozialen Problemen verbunden. Auch könnte man bestimmte Familien fördern. Wenn es in der Familie besonders begabte Kinder gibt, so könnte man der Familie eine Erlaubnis für ein drittes oder viertes Kind geben.
Ähm, nein, sorry aber das ist sinnfrei. Was sind besonders begabte Kinder? Savants? Na dann viel Spaß mit deinen gefühlten 15 Familien die mehr als 2 Kinder bekommen dürfen.
Aber diese Bevölkerungsregulierung ist Schwachsinn, sie funktioniert nämlich nicht. Außerdem würde Deutschland eher von einem Bevölkerungswachstum profitieren. Was also regulieren?
Kinder sind verdammt teuer, es wird seltener geheiratet, all das hat Einfluss auf die sinkende Geburtenrate. Wenn, dann sollte man eher Kinder insgesamt fördern, sonst wird Deutschland zwangsläufig abfallen wirtschaftlich.

Ist das aktuelle Bildungssystem noch Zeitgemäß?
Tssir-De-Macabre schrieb:
Die Anforderungen an Menschen werden immer mehr und unsere Gesellschaft wird immer komplexer. Viele junge Menschen die die Schulen verlassen sind nicht richtig auf das Leben vorbereitet. Die Schulen müssten flexibler aber auch fordernder sein. Ich finde auch dass die Schulzeit in Anbetracht der steigenden Stoff-Menge nicht ausreichend ist.
Die Gesellschaft wird immer komplexer? Inwiefern?
Schule kann nicht auf das Leben vorbereiten, es ist auch nicht der Auftrag von Bildung jemanden fit für das Leben zu machen. Man kann lediglich die Werkzeuge in die Hand geben und hoffen, dass das beste daraus gemacht wird.
Und was ist „das Leben“? Unterscheidet sich von Person zu Person, gravierend.
Schulen müssen fordernder sein? Warum? Schulen sollen Interesse wecken, sollen bestenfalls für eine Chancengerechtigkeit sorgen.
Steigende Stoff-Menge? Inwiefern? Ich hätte eher gesagt dass die Stoffmenge aufgrund des uns mittlerweile innerhalb von Sekunden abrufbaren Wissens geringer geworden ist. Man muss nicht mehr sämtliche Dinge auswendig wissen, man muss nur wissen wie man sie findet, wie man die Qualität beurteilt und wie man sie für sich nutzen kann.
Beispiel: Ich kann einem Schüler ein Wörterbuch geben, wenn ich ihm aber nicht sage wie man es benutzt, wird er vermutlich nicht viel anfangen können.
Tssir-De-Macabre schrieb:
Zugang zu den Mittelschulen, Higschool und Unis wird durch Examen geregelt. So hat jeder selbst in der Hand ob er in eine bessere Schule/Uni kommt oder nicht.
Da der Zugang zur Uni durch Examen geregelt ist, würden nur tatsächlich die Leute studieren, die auch das Interesse an dem jeweiligen Fach haben und die Zeit und Arbeit für die Examen-Vorbereitung investieren wollen.
Ich bin nicht dafür. Das übt unglaublichen Druck auf alle beteiligten aus, Schüler, Eltern, Lehrer. Und nein, man hat so vieles nicht selbst in der Hand, das ist schlicht eine schöne Illusion der alten Tellerwäscher-Geschichte.
Zeit investieren wollen ist eine Sache, sie investieren zu können eine andere. Im Endeffekt führt so ein System nur dazu, dass Kinder aus wohlhabenderen Familien wieder am ehesten studieren, wieso? Die Eltern haben das Geld, man muss nicht arbeiten, man hat Geld für Bücher, Nachhilfe etc. Bücher können verdammt teuer sein, Nachhilfe ist verdammt teuer.
Und ich finde es gelinde gesagt hirnrissig wenn Kinder schon von Anfang an diesem immensen Druck ausgesetzt werden. Kinder brauchen Platz und Zeit um sich entfalten zu können, um vielleicht Interessen zu entdecken von denen sie nichts wussten, damit Stärken gefördert werden und nicht permanent nur auf Schwächen herumgeritten wird.
Niemand hat es gern wenn immer nur gesagt wird wie schlecht dieses und jenes ist, genau das erleben aber Schüler tagtäglich. Das ist nicht motivierend, das ist frustrierend.
Tssir-De-Macabre schrieb:
Auch sollte es Fächer geben die für das Leben in der Gesellschaft vorbereiten. Viele junge Leute werden kaum von der Familie auf das Leben vorbereitet. Sachen wir Steuern, Bankwesen, Kredite, Gesetzte, etc. sollten an die Schüler übermittelt werden.
Ganz ehrlich: Was soll die Schule noch alles erledigen? Das Ziel der Schule ist heruntergebrochen ein mündiger Staatsbürger. Dazu gehört mehr als Lernstoff, denn Schule ist zwar eine Klausur aber dennoch erfolgt eine Einbindung und Heranführung in die Gesellschaft.
Du kannst als Lehrer deine Schüler nicht auch noch erziehen nur weil es die Eltern nicht können. Das ist unmöglich.
Ja genau, noch mehr unnötiges Wissen für die Schüler. Gesetze? Dafür gibt es diverse Beratungsstellen im Anlassfall, was willst du da bitte erklären? Die Schüler Gesetze auswendig lernen lassen? Ich wünsche dir jetzt schon viel Spaß beim Erstellen eines Lehrplans, denn Gesetze ändern sich verdammt schnell, genau deswegen gibt es dafür Spezialisten die einem helfen können.
Schüler sitzen jetzt schon lange genug in der Schule, lernen genug Dinge die niemals benötigen werden, und dann noch mit solchen Sachen zupflastern?
Außerdem ist es ja nicht so dass die letzten Generationen alle vollkommene Versager sind und nichts auf die Reihe kriegen. Die hatten auch nie „Gesetzesunterricht“ oder eine Einführung in das Bankenwesen.
Tssir-De-Macabre schrieb:
Was die Übervölkerung angeht, so stimme ich Euch zu. Das Problem sind nicht die Entwickelten Nationen, sondern die sogenannte „Dritte Welt“. Hier müsste man viel Arbeit in die Bildung und Aufbau von Sozialen Strukturen investieren damit die Bevölkerung umdenkt. Dieses Umdenken hat man gut in China gesehen, denn selbst jetzt nach dem Abschaffen der 1-Kind-Politik, die meisten Familien bei 1-2 Kindern bleiben wollen. Die Menschen müssen einsehen, das 1 bis 2 gut ausgebildete Kinder eine bessere Zukunft haben als 8-10 die nicht lesen und schreiben können.
Korrelation ungleich Kausation. Der Lebensstandard ist, vor allem in den Metropolen, gestiegen. Damit kosten auch Kinder mehr. Menschen haben nicht ein Kind weil sie das so toll finden, sie können sich mehr schlicht nicht leisten. Ist in Deutschland dasselbe.
Du vergleichst außerdem diese Länder mit uns. Du musst dort nicht lesen und schreiben können, du kommst auch ohne ziemlich gut aus. Du hast dort andere Anforderungen.
Tssir-De-Macabre schrieb:
Auch die Aufteilung nach 4 Klassen ist meiner Meinung nach nicht mehr Zeitgemäß. Deshalb habe ich mich an der japanischen Struktur orientiert. Auch finde ich die Verkürzung der Zeit auf 12 Jahre konterproduktiv. Wir haben immer mehr Lehrstoff in der Schule. Die Schüller sollten auch mehr Zeit bekommen um diesen Stoff zu lernen. Wir müssen nicht halbgare Schulabgänger auf den Arbeitsmarkt werden. Wir sind ein Land welches durch Know-How großgeworden ist. Gute Bildung ist für uns Überlebenswichtig.
Wie wäre es damit: Schüler können sich darauf fokussieren wo sie gut sind, wo die Interessen liegen anstatt generell einfach mehr Zeit für mehr Stoff aufzuwenden? Ist ökonomischer.
Ein gewisses Grundlevel sollte schon in den Bereichen da sein, keine Frage. Warum jemanden mit Sprachen quälen der ein super Mathematiker ist und umgekehrt?
Tssir-De-Macabre schrieb:
Wenn ich die Durchfallquoten in meinem Informatik-Studium anschaue (nicht mal 50 Prozent der Anfänger des Studiengangs haben das Diplom gemacht), so ist dies eine enorme Ressourcenverschwendung. Ich finde dass die Prüfungen die Beste Methode sind um die Eignung der Schüler zum Studium zu überprüfen. Wer Zeit und Arbeit für die Vorbereitung für ein Examen investiert, der hat sich gut überlegt ob er diesen Studiengang belegen will.
Nur weil ein großer Teil später draufkommt, dass das Studium doch nicht so ist wie man es sich vorgestellt hat, ist es eine Ressourcenverschwendung und die Schuld der Studenten?
Inwiefern stellst du bei einer Prüfung fest, ob sich jemand selbst organisieren und motivieren kann, ein Studium durchzuziehen? Was nützt dir jemand der Lehramt studieren will, sagen wir Geschichte, den „Stoff“ großartig beherrscht, aber schlicht nicht unterrichten kann?
Nein, wer Arbeit und Zeit investiert hat es sich pauschal nicht besser überlebt. Derjenige ist dann nur noch frustrierter wenn er merkt dass studieren nichts für ihn ist.
Vor allem muss er sich für ein Studium entscheiden. Er hat de facto keine Ahnung wie es ihm in anderen Studienrichtungen ergangen wäre. Tolle Vorstellung. Investierst wertvolle Ressourcen nur um dann zu merken dass das Studium ganz andere Anforderungen an dich stellt die dir niemand gesagt hat.
Und was sagt es aus dass 50% nicht mit dem Diplom abgeschlossen haben? Gar nichts. Nein, wirklich gar nichts. Das ist eine leere Statistik, und ohne Kontext ist sie nichts wert. Wie viele dieser 50% haben ein andere Studium erfolgreich abgeschlossen? Wie viele dieser 50% haben eventuell gleich einen Job gefunden und aufgehört zu studieren? Wie viele dieser 50% haben aufgrund anderer Faktoren die sie nicht beeinflussen können (Krankheit, Geld, etc) aufgehört?
Ja, ich weiß du studierst etwas Technisches, aber es lässt sich nicht alles immer schön auf Zahlen und "harte Fakten" herunterbrechen. Wäre zwar toll, ist aber leider unmöglich^^
Die Realität unterscheidet sich öfters von der schönen Theorie als man wahrhaben will. Der technische Leiter meines derzeitigen Jobs hat sich auch ein super System ausgedacht, in der Theorie funktioniert alles so und so schnell, in der Realität allerdings nicht. Wer hatte nicht schon einen Moment als der Chef gemeint hat etwas geht auf diese Weise, in diesem Zeitraum etc und man ihm dann mühsam erklären musste, dass das so nicht funktioniert?
Noch ein kleines Beispiel: Ich war beim Bundesheer, es gab eine zweiwöchige Übung. Die hohen Offiziere haben sich viele tolle Szenarien und Einlagen ausgedacht, unsere Gruppe wäre ursprünglich 5 Tage im Gemüse geblieben, durchgehend. Ausrüstung bekommen, usw, alles toll, bis es dann angefangen hat zu schütten. Dafür war die Ausrüstung halt nicht ausgelegt. Wir bleiben eine Nacht, am nächsten Tag ab ins Lager. Warum wir schon zurück sind? Ist halt bescheiden wenn die komplette Ausrüstung nahezu durchnässt ist, aber jemand der im warmen Kommandozelt sitzt hat davon halt keine Ahnung.
Im besten Fall haben diese Chefs selbst mal diese Erfahrungen gemacht, im schlimmsten Fall kommen sie frisch von der Ausbildung/Studium und haben keinen Tau von der Realität.
Tssir-De-Macabre schrieb:
Ich finde wir sollten hier uns an den Skandinavischen Ländern orientieren. Die normalen Ärzte sollten nicht Privat sein, sondern Staatsangestellte mit festem Gehalt. Die Ärzte könnten sich für die Patienten mehr Zeit nehmen und auch besser bilden. Fortbildung ist für Ärzte sehr wichtig.
Was ich noch gut finden würde wenn man sich bei den Lehrern (Ausbildung, Gehalt) an den skandinavischen Ländern orientieren würde.
Letzte Änderung: 7 Monate 3 Wochen her von leoben11.
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Die Gesellschaft verändern 7 Monate 3 Wochen her #818898

leoben11 schrieb:
Inwiefern stellst du bei einer Prüfung fest, ob sich jemand selbst organisieren und motivieren kann, ein Studium durchzuziehen?

Eien Prüfung kann zwar nicht feststellen, ob sich jemand selbst organisieren und motivieren kann, aber seit dem fast jeder das Abitur bekommt und auch jeder Studieren gehen, kann sie helfen vorzeitig aufzuräumen.
Damals sollte das Abitur Leute auf das Studium vorbereiten und die ausfiltern, die nicht dafür geeignet sind. Doch der Abfall was die Bildungsstandards angeht kann diese ausfiltern nicht mehr gewähren, was dazu führt, dass Personen ohne grundlegende Mathekenntnisse ein technisches fach Studieren, oder jemand der kein Plan von Groß- und Kleinschreibung hat auf einmal Germanistik studieren will

Eine geeignete Prüfung der benötigten Grundlagen für das Studienfach halte ich daher schon für sinnvoll.
Tssir-De-Macabre schrieb:
Ich finde wir sollten hier uns an den Skandinavischen Ländern orientieren. Die normalen Ärzte sollten nicht Privat sein, sondern Staatsangestellte mit festem Gehalt. Die Ärzte könnten sich für die Patienten mehr Zeit nehmen und auch besser bilden. Fortbildung ist für Ärzte sehr wichtig.

So weit wie ich weis, sind die Ärzte in England Staatsangestellte und das Gesundheitssystem wird auch durch ganz normale Steuern finanziert.
Dieser frei Zugang zum Gesundheitssystem führt aber auch dazu, dass man öfter zum Arzt geht, oder sogar zu oft.
Die massen, die sich auf diese Gesundheitssystem stürzen, haben zu folge das die Kliniken und Praxen überfüllt sind und wenn man dann mal eine mittelschwerere Krankheit hat, dann hängt man in einer Schlange und bekommt oftmals die Hilfe nicht schnell genug.
Letzte Änderung: 7 Monate 3 Wochen her von Sentri.
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Die Gesellschaft verändern 7 Monate 3 Wochen her #818913

Sentri schrieb:
Eine geeignete Prüfung der benötigten Grundlagen für das Studienfach halte ich daher schon für sinnvoll.

Sehe ich nicht so. Ich habe ein technisches Informatikstudium mit sehr begrenzten Grundlagenkentnissen erfolgreich abgeschlossen. Zahlreiche 1er Abiturienten mit Leistungskurs-Naturwissenschaften dagegen sind in meinem Jahrgang im hohen Bogen rausgeflogen, weil die Schule ihnen nur beigebracht hat wie man Formeln anwendet und rechnet, nicht wie man mathematisch denkt. Ich bin nicht sicher wie es im Bereich Physik läuft, aber eine Prüfung von Schulmathe als Grundlagenvorraussetzung ist absolute Zeitverschwendung, da Schulmathe nicht das geringste mit Unimathe zutun hat. Grundlagenwissen ist absolut überbewertet, es wird viel Wirbel darum gemacht nur damit der Prof in der ersten Vorlesung sagen kann "Vergessen sie alles was Sie über Mathematik wissen".

Der Abschluss eines Studiums (vor allem im technischen Bereich) ist eine Frage des Charakters. Es geht darum sich durchzubeißen und sich selbstständig mit komplexen Problemen auseinanderzusetzen, sowie weiterzumachen obwohl es zeitweise schwer und langweilig ist. Die wichtigste Fähigkeit kannst du letztendlich nicht prüfen: Ist der Student fähig sich weiterzuentwickeln und sich den Stoff selbstständig anzueignen wenn es keinen Lehrer mehr gibt, der ihm diesen anschaulich präsentiert und vorkaut. An dieser Hürde scheitern weit mehr Studenten als an Inkompetenz aufgrund fehlender Grundlagen. Zumindest nach meiner Erfahrung.

Devil schrieb:
Der Vor- und Nachteil ist einfach die breite Fächerung des Wissens. Es wird versucht, in vielen Bereichen Wissen zu vermitteln, ohne zu Bedenken, dass man das eben auch im späteren Leben aufgrund der Berufswahl nicht braucht.

Da dies eben nicht in einer zufriedenstellenden Weise geschehen kann fände ich es sinnvoller wenn die Schule, vor allem in der Oberstufe sich mehr darauf fokusieren würde den Schülern beizubringen wie man sich selbstständig lernt und sich selbst zu organisieren. Diese Fähigkeiten sind von enormer Wichtigkeit sowohl im Beruf als auch in der Uni. Momentan wird statdessen Stress gemacht das die Schüler wissen wie man ein Integral berechnet anstatt ihnen beizubringen z.B. mathematisch zu denken. Diese Fähigkeiten bekommt man erst nachdem man in der Hochschule damit überfahren wird, was viele überfordert und nicht zuletzt zu den bemängelten Abbrecherquoten führt.
Letzte Änderung: 7 Monate 3 Wochen her von SmokeTheEvertrolling.

Die Gesellschaft verändern 7 Monate 3 Wochen her #818962

Ohhaaaa ich wusste gar nicht das es hier solche begeisterten Politik Menschen gibt. *o-gj*

Was ich viel Schlimmer finde sind die Unterschiede zwischen den Bundesländer an Bildungsstand sowie das nicht Annerkennen von bestimmten Abschlüssen.... ein Berliner brauch mit seinen Abitur niemals in Bayern nachfragen ob er da ein Studium anfangen kann.....

Die Politik sollte jeddoch die Bariere nicht entfernen... Sie sollte Deutschlandweit das Schulwissen auf einen Stand ANHEBEN....

Der Lehrermangel noch dazu... in Berlin gibt es Grundschulklassen mit fast 40 Kindern wo NUR 1 Lehrer sich um alle kümmern muss.... um da im Notfall auf Schüler einzugehen und bestimmte Schwächen oder Probleme zu erkennen gibt es einfach keine Zeit und Möglichkeiten.... und ich nahm die Grundschule als Bsp. weil wir dort alle Anfingen und die Grundschule der Ort ist wo unser Leben bestimmt wird.... zumindest meine Erfahrung.
Dieser Moment in Stählernden Sarg wenn man Meter für Meter auf den Feind Zufährt und die Feindlichen Geschütze Donnern um den Abpraller auf meiner Panzerung vorraussagen!

Ich lache dem Feind entgegen und freue mich über ankommende Feindliche Feuer was sich an meiner 188 Tonnen Schweren "Maus" anhört wie der Regen der auf einer Blechplatte Abprallt!
Dummerweise Fahre ich den Langsamsten Porsche der Welt ...... dennoch wird es uns nicht aufhalten.
Letzte Änderung: 7 Monate 3 Wochen her von Crazyflo.
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