THEMA: 18 Amokläufe für 2018: Der Plan zur Eindämmung des Terrors

18 Amokläufe für 2018: Der Plan zur Eindämmung des Terrors 1 Jahr 6 Monate her #816312

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BadSmile schrieb:
Es ist durchaus möglich Amokläufe oder Terroranschläge effizient mit Nahkampfwaffen oder anderen Mitteln als Schusswaffen durch zu führen:

Es gab in Europa in den letzten Jahre mehrere islamistisch motivierte Terroranschläge die mit Messern durchgeführt wurden. Nicht zu vergessen sind mehrere Anschläge die mit Hilfe von Fahrzeugen verübt wurden. Dar schlimmste davon in Nizza Frankreich 2016.
Selbstverständlich ist Sprengstoff nicht auf dem freien Markt erhältlich, dennoch kann man eine Bombe mit einfachen Haushaltsmittel zusammenbasteln. Auch wenn eine solche Bombe nicht die Sprengkraft einer konventionellen Bombe haben mag, erfüllt auch diese ihren Zweck. Auch hier gibt es zahlreich Beispiele von Terroranschlägen die mit selbst gebastelten Bomben verübt wurden.
Auch wenn es auf den ersten Blick etwas Exotisch erscheint so sollte man den Giftgasanschlag auf die Tokioter U-Bahn 1994 nicht vergessen. Der Anschlag wurde mit selbsthergestelltem Sarin durchgeführt und forderte 13 Tote und 1000 verletzte.
Natürlich setzt die Herstellung einer Bombe und besonders von einem Giftgas wie Sarin eine gewisse Intelligenz und Planung voraus.
Einer der schlimmsten und brutalsten Völkermord wurde wegen Mangel an Schusswaffen zu ca. 37% mit Macheten verübt. Im Völkermord von Ruanda 1994 starben ca. 800000 - 1000000 Menschen. Das nur um zu Verdeutlichen dass für hohe Opferzahlen keine Schusswaffen von Nöten sind.

Das alles - auch die Sache mit den selbstgebauten Bomben - hat hier niemand in Frage gestellt. Seien wir mal ehrlich - ich selbst (und wohl jeder andere hier) habe mehrere hunderte Gegenstände hier im Zimmer, mit denen es THEORETISCH möglich wäre, Menschen zu töten, allein 25 davon finden sich auf meinen Gitarren wieder (Zur Erläuterung - ich hab 4 Gitarren, eine davon ist ein 7-Saiter) von meinen Gitarren selbst ganz zu schweigen - wem ich mein 6 Kg Trumm um die Ohren hauen würde, hätte erstmal nichts mehr zu lachen.^^ Natürlich braucht man keine Schusswaffe um einen Menschen zu töten. Es geht hier allerdings nicht um die theoretische Möglichkeit einen Menschen zu töten, sondern darum, wie effizient es ist. Und ob ich von Mensch zu Mensch lauf, um ihm mit einem Schraubenzieher die Halsschlagader aufzuschlitzen oder mit einer Schnellfeuerwaffe in eine Menschenmenge schieße .... dreimal darfst du raten, welche Option mehr Opfer hervorbringt - und ich geb dir einen Tipp: Es ist nicht die mit dem Schraubenzieher. Was die Sache mit den selbstgebauten Bomben angeht hast du ja selbst klargestellt, dass diese in aller Regel lange nicht so effektiv sind (zumindest wenn sie von Laien gebastelt wurden) wie "professionelle" Bomben.

Dein Beispiel mit dem Völkermord ist in dem Zusammenhang auch sehr fragwürdig. Denn letztlich ging es dabei, wie du selbst sagst um keinen Amoklauf.

Wie schon Pigeon schrieb. Eine Axt, ein Schraubenzieher, eine Nähnadel oder eine Glasflasche wurden nicht mit dem Hintergedanken entwickelt, Menschen zu töten, sind folglich auch nicht darauf ausgelegt. Eine Schusswaffe hingegen dient einzig und allein dem Zweck, Leben zu beenden, heißt, im besten Fall ist sie drauf optimiert, effizient Leute umzubringen. Wie ich selbst gesagt habe, hielte ich eine Diskussion über die Verschärfung der Waffengesetze in Deutschland für fragwürdig, einfach, weil wir schon strenge Gesetze diesbezüglich haben. In Amerika jedoch ist das nicht der Fall. Natürlich kann ein Amokläufer auch ohne Schusswaffe sein "Ziel" erreichen. Aaaaber - und das ist der springende Punkt, um den es hier wohl jedem geht, der zu der Thematik im Ganzen ähnlich steht wie ich - es wird mit ziemlicher Sicherheit nicht so viele Opfer geben, als wenn ich mit einer Schnellfeuerwaffe in eine Menschenmenge baller. Dazu ist jemand, der mit einer Axt, einer Machete, einem Messer oder sonstwas bewaffnet ist, weit leichter aufzuhalten, als jemand mit einem Sturmgewehr.

Dazu bringst du sehr viele Beispiele von Terroranschlägen, die mit Nahkampfwaffen verübt wurden. Tja - dann stell ich dir im Umkehrschluss mal die Gegenfrage, die wohl vielen hier auf der Zunge brennt. Nehmen wir mal den Anschlag in einem Zug in der Nähe von Würzburg, bei der ein Jugendlicher mit einer Axt eine chinesische Touristenfamilie angriff. Das Ende vom Lied war, dass der Jugendliche irgendwann die Flucht ergreifen MUSSTE, weil er spätestens beim Eintreffen von SEK etc. mit einer Axt alt ausgesehen hätte - während es mit einer Schusswaffe oder einem Sprengstoffgürtel möglich gewesen wäre, das ganze zumindest noch in einer Geiselnahme gipfeln zu lassen. Dazu hat die Tat wie viele Todesopfer gefordert? Genau: 0. In Worten: Null. Es gab zwei Schwerstverletzte, nämlich den Vater und den Freund der Tochter, die sich dem Täter mehr oder minder in den Weg gestellt haben bzw. sich (und ihre Familie) verteidigt haben. Hätten sie so viel Mut aufgebracht, wenn er eine Schusswaffe gehabt hätte? Bzw. hätten sie dann überhaupt die Gelegenheit gehabt ihm gegenüberzutreten? Selbst wenn hätte es wohl nicht viel gebracht. Nun zum krönenden Abschluss des Gedankenexperiments noch die Frage: Was glaubst du, wie viele Opfer hätte das ganze wohl gefordert, wenn der Jugendliche eine Schusswaffe gehabt hätte, mit der er durch den Zug gelaufen wäre und fröhlich um sich geschossen hätte? Wohl sicher mehr als 0, das wirst auch du dir eingestehen müssen.

Genauso könnten wir im Umkehrschluss auch die Anschlagsserie am 13.11.2015 in Paris nehmen. Die Situation wäre wohl nicht halb so ausgeartet, wenn die Terroristen lediglich mit "Werkzeug" bewaffnet gewesen wären - klar hatten sie ihre Waffen in diesem Fall wohl kaum auf legalem Wege erhalten, aber das soll ja nur als eines von vielen Beispielen dienen, wie viel "einfacher" es ist, Menschen mit einer Waffe zu töten - die eben wie gesagt darauf ausgelegt ist, Leben zu nehmen - als mit einem Werkzeug.

Ich will ehrlich sein, ich verstehe deinen Gedankengang. Wirklich. Ich selbst hab mir, gerade in Zusammenhang mit den Amokläufen in Deutschland all die Gedanken, die du hier anbringst auch schon gemacht. Und um darauf nochmal zurückzukommen, niemand hier würde wohl ernsthaft anzweifeln, dass man mit einer Axt keine Menschen umbringen kann. Ich meine, mit meiner 5 kg Spaltaxt kann man, wenn ich auf ein Stück Holz haue nicht mal noch mehr von Spalten reden - selbst wenn es massives Holz ist, das wird nicht mehr gespalten, das zerreißt's einfach, wenn ich nicht sauber schlage ... wenn ich daneben haue, steckt die Axt bis zum Stiel im Boden - selbst bei dem momentan gefrorenen Boden. Dass mit so einem Werkzeug auch die Möglichkeit gegeben wäre, einen Menschen zu töten - darüber brauchen wir wirklich nicht zu diskutieren. An die Axt zu kommen war auch kein Problem - es waren zwei Klicks auf Amazon und am nächsten Tag war sie da. Es hat auch niemanden interessiert und da ich im ländlichen Bereich wohne (bzw. meine Eltern - bei denen ich mich während der Semesterferien und des Wochenendes noch regelmäßig aufhalte) ist das auch keine Anschaffung, die irgendjemand in Frage stellen würde - sondern im Grunde fast schon ein "alltäglicher" Kauf. Nur ist es in Amerika oft nicht schwerer, an eine Schusswaffe zu kommen, als hierzulande eben an eine Axt, Machete oder sonstiges - und genau da liegt der Hund begraben. Denn auch wenn man Amokläufe sicher nicht gänzlich unterbinden kann, auch mit einem generellen Schusswaffenverbot nicht (zumal es trotzdem noch möglich ist, sich Waffen zu besorgen - wenn auch über Umwege) macht es die Sache wesentlich komplizierter (aus Sicht des Täters), als ihm die Schusswaffe gelinde gesagt schon fast hinterherzuwerfen.


Kleine Offtopic-Anmerkung an dich, BadSmile: Die Zitierfunktion hier auf Proxer bietet die Möglichkeit, das "... schrieb" direkt einzubinden, indem du hinter quote ein = mit dem betreffenden Namen schreibst, also beispielsweise:
[quote=Fullmetalfan]Ich bin doof.[/quote]

Daraus wird dann im Fließtext:
Fullmetalfan schrieb:
Ich bin doof.

So kannst du dir ersparen, "... schrieb" mitsamt der fett-Formatierung selbst dazuzuschreiben. ;)

Knowledge is a deadly friend if no one sets the rules.
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Holleri du dödel di, Holleri du dödel di, Diri diri dödel du, Diri diri dödel du.
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18 Amokläufe für 2018: Der Plan zur Eindämmung des Terrors 1 Jahr 6 Monate her #816443

Immer wenn dieses Thema auftaucht wird nach strengeren Waffengesetzen gerufen.
Und immer wird USA ans ein Negativ-Beispiel dargelegt.

Aber es gibt viele Länder mit einer liberalen Waffen-Politik wo es so etwas nicht gibt.
Schaut bitte in die Schweiz. Dort haben viele Bürger ihre Militär-Waffen zu Hause.
Wie viele solche Terror-Anschläge gab es dort in den letzten Jahren?

Die meisten Opfer von Terror-Anschlägen in Europa gab es bei Auto- und Sprengstoff-Angriffen.
Ich höre aber niemanden davon reden, die Autos in den Innenstädten zu verbitten.

Wie viele der Terroristen in Europa hatten legale Waffen ?

Weiss einer von Euch wie schwierig es ist in Deutschland an legale Waffen heranzukommen?
Es dauert Jahre um als Sport-Schütze an eine eigene scharfe Waffe heranzukommen.

Und es ist sehr einfach die Waffenzulassung zu verlieren. Jede Kleinigkeit, selbst bei Rot
über die Ampel zu fahren genügt es um die Zuverlässigkeit-Bescheinigung und damit die Waffen
zu verlieren.

In Deutschland gehören die Personen die Legal eine Waffe besitzen zu den zuverlässigsten
und gesetzestreusten Bürgern. Deswegen ärgert mich diese ständige Debatte.

Personen die Amok laufen und andere Menschen töten werden nicht so geboren. Sie sind ein Produkt
unserer Modernen Gesellschaft. Viele sind geistig verwirrt oder ideologisiert.
Die Waffe ist nur ein Werkzeug was sie benutzen.

Um Amok-Läufe zu verhindern muss man die Proble in der Gesellschaft lösen.
Letzte Änderung: 1 Jahr 6 Monate her von Tssir-De-Macabre.
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18 Amokläufe für 2018: Der Plan zur Eindämmung des Terrors 1 Jahr 6 Monate her #816839

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Tssir-De-Macabre schrieb:
Immer wenn dieses Thema auftaucht wird nach strengeren Waffengesetzen gerufen.
Und immer wird USA ans ein Negativ-Beispiel dargelegt.

Aber es gibt viele Länder mit einer liberalen Waffen-Politik wo es so etwas nicht gibt.
Schaut bitte in die Schweiz. Dort haben viele Bürger ihre Militär-Waffen zu Hause.
Wie viele solche Terror-Anschläge gab es dort in den letzten Jahren?
Ein Amoklauf und ein Terroranschlag sind nicht dieselben Dinge.
In der Schweiz darfst du keine vollautomatischen Waffen besitzen.
Du kommst schwerer an Waffen als in den USA weil die Regeln weitaus strenger sind. Bist du kein Jäger, Sportschütze oder Sammler, musst du einen plausiblen Grund angeben.

Tssir-De-Macabre schrieb:
Die meisten Opfer von Terror-Anschlägen in Europa gab es bei Auto- und Sprengstoff-Angriffen.
Ich höre aber niemanden davon reden, die Autos in den Innenstädten zu verbitten.
Es geht nicht um Terroranschläge.
Tssir-De-Macabre schrieb:
Weiss einer von Euch wie schwierig es ist in Deutschland an legale Waffen heranzukommen?
Es dauert Jahre um als Sport-Schütze an eine eigene scharfe Waffe heranzukommen.

Und es ist sehr einfach die Waffenzulassung zu verlieren. Jede Kleinigkeit, selbst bei Rot
über die Ampel zu fahren genügt es um die Zuverlässigkeit-Bescheinigung und damit die Waffen
zu verlieren.
Und wie viele Tote gibt es in Deutschland jährlich durch Schusswaffen im Vergleich zu den USA?
Tssir-De-Macabre schrieb:
In Deutschland gehören die Personen die Legal eine Waffe besitzen zu den zuverlässigsten
und gesetzestreusten Bürgern. Deswegen ärgert mich diese ständige Debatte.
Es geht um die USA, nicht um Deutschland.
Tssir-De-Macabre schrieb:
Personen die Amok laufen und andere Menschen töten werden nicht so geboren. Sie sind ein Produkt
unserer Modernen Gesellschaft. Viele sind geistig verwirrt oder ideologisiert.
Die Waffe ist nur ein Werkzeug was sie benutzen.
Und dieses Werkzeug macht es einem verdammt einfach verdammt viele Menschen zu töten, was verstehst du daran nicht?
Tssir-De-Macabre schrieb:
Um Amok-Läufe zu verhindern muss man die Proble in der Gesellschaft lösen.
Und wenn man es gleichzeitig schwerer macht, überhaupt solche Waffen bekommen zu können geht das nicht?
Es braucht keine Buckstocks die aus einer halbautomatischen Waffe eine quasi vollautomatische Waffe machen.

18 Amokläufe für 2018: Der Plan zur Eindämmung des Terrors 1 Jahr 6 Monate her #817026

Interessantes Thema, aber die Fakten stimmen so wie sie vom OP präsentiert wurden nicht ganz.

Die Zahl mit den 18 Amokläufen entsprang einem fragwürdigem Tweet, der bedauerlicherweise von Bernie Sanders referenziert und von einigen amerikanischen Medienstellen ohne zu überprüfen als Fakt angenommen und verbreitet wurde. Dies passiert in den Staaten im Moment recht häufig da ihre gesamte Kultur gespalten ist zwischen links und rechts und beide Fraktionen den lieben langen Tag damit beschäftig sind sich an die Gurgel zu gehen und die Gegenseite zu dämonisieren. Wie so oft machen die Medien da fröhlich mit und die journalistischen Standards in den USA sind momentan daher eine Katastrophe. Die meisten Stories sollte man überprüfen wenn man an realen Fakten interessiert ist, da die meisten Journalisten eine Agenda haben und Stories die gut in ihr Weltbild passen gerne ohne sorgfältige Prüfung einfach weiterverbreiten. In dem Falle war das die Fraktion im linken Spektrum, da sie den Konservativen gerne die Waffen wegnehmen würden. Das nur als kurzer Hintergrund, das Thema dieses Threads ist ja nicht der Amerikanische "Culture War".

Die Story mit den 18 Amokläufen wurde bereits weitgehend widerlegt. Um die Washington Post zu zitieren:
"Just five of Everytown’s 18 school shootings listed for 2018 happened during school hours and resulted in any physical injury. Three others appeared to be intentional shootings but did not hurt anyone. Two more involved guns — one carried by a school police officer and the other by a licensed peace officer who ran a college club — that were unintentionally fired and, again, led to no injuries. At least seven of Everytown’s 18 shootings took place outside normal school hours."

Gesamter Artikel: www.washingtonpost.com/local/no-there-ha...m_term=.67e22af48f46


Nur in 5 Fällen wurden überhaupt Leute verletzt, sprich von 18 "Amokläufen" kann keine rede sein. Der einzige ernstzunehmende Amoklauf war der in Wichita, Florida wo ein ehemaliger Schüler 17 Leute mit einer AR-15 umgebracht hat.


Ist euch das Thema egal, da es nicht in Deutschland / Europa ein solches Problem darstellt?


Nein ich finde es trotzdem recht interessant. Es wäre ja langweilig sich nur in Dinge reinzudenken die einen persönlich betreffen :)


Wie steht ihr zur Bewaffnung der Bürger im generellen - findet ihr hier den amerikanischen Ansatz korrekt und würdet es in Deutschland begrüßen?

Für die USA macht der Ansatz durchaus Sinn. Das "second amendment" (Recht auf Waffen) wurde ja ursprünglich in die Verfassung aufgenommen damit die Bürger einen Weg haben sich gegen die Regierung aufzulehnen sollte diese sich in etwas verwandeln was nicht den amerikanischen Idealen entspricht. Beispielsweise wenn sie sich in einer Diktatur entwickelt oder anderwaltig die Freiheit der Bürger unterdrückt. Der Idee an sich finde ich super, ob das in der Praxis so funktionieren würde ist natürlich eine andere Frage.

Das Große Problem das ich sehe ist nicht dieses Recht auf Waffen sondern wie verantwortungslos damit von der amerikanischen Gesellschaft umgegangen wird. Es ist für einen Jugendlichen in den US leichter an eine Waffe zu kommen als beispielsweise an Alkohol. Auch wird jedem ohne Rückfrage eine Waffe in die Hand gedrückt, auch geistig labilen Menschen und bekannten Gewalttätern weil man "diese nicht diskriminieren will". Ich finde an dem Punkt muss ein Umdenken in der amerikanischen Gesellschaft erfolgen um solche Vorfälle zu reduzieren.

Für Deutschland halte ich das Modell nicht für den korrekten Ansatz, da wir als Gesellschaft keine Geschichte mit Waffen im Gegensatz zur US haben und generell mehr Waffen mehr Waffenmissbrauch bedeutet. Ich bin daher froh das hier nicht jeder mit einer Waffe durch die Gegend läuft.


Denkt ihr, dass eine Bewaffnung der Lehrer die Todesopfer in Amerika durch Amokläufe reduziert?

Das bezweifle ich sehr stark. Diese Maßnahme hat das Potential mehr Leute umzubringen als sie rettet. Wenn Lehrer Waffen haben werden einige damit defenetiv verantwortungslos umgehen was Schülern ermöglicht an eine Waffe zu kommen und sich aus versehen gegenseitig zu erschießen. Einziger Weg das zu verhindern ist die Waffen irgendwo zu verschließen, aber wenn man das tut ist die Frage in wie weit dieser Ansatz effizient wäre. Wenn einer mit einer AR-15 vor dir steht hast du keine Zeit eben zu einem Waffenschrank zu rennen. Es wäre wesentlich sinnvoller ausgebildete Security einzustellen als es den Lehrern aufzubürden. Aber wie wir in Wichita gesehen haben ist das auch nicht zwingend das Wundermittel gegen Amokläufe. Die Schule in der der Amoklauf vorgefallen ist hatte bewaffnete Officer, die haben sich aber aus welchen Gründen auch immer nicht getraut sich dem Amokläufer zu stellen.


Ist es überhaupt die Aufgabe eines Lehrers sich zu bewaffnen und einen Amokläufer aufzuhalten?

Ganz klares nein. Diese Leute wurden ausgebildet um Schüler zu unterrichten, nicht um auf Leute zu schießen. Dies ist aufgabe der Polizei und ggf des Militärs. Es ist mmn. ein viel zu simplistischer Ansatz Waffenmissbrauch mit mehr Waffen zu lösen.
Letzte Änderung: 1 Jahr 6 Monate her von SmokeTheEvertrolling.

18 Amokläufe für 2018: Der Plan zur Eindämmung des Terrors 1 Jahr 6 Monate her #817045

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Selbstverständlich danke ich stets für tiefere Einblicke und weitere Informationen zu den genannten Themen. Die Prüfung der Zahl erfolgte von mir auch ehrlich gesagt oberflächlich, indem ich 3 Quellen herangezogen habe, welche alle bei der gleichen Zahl stehen blieben. Ein Bernie Sanders Tweet dazu war mir nicht bekannt und würde mir selbst die Augen ausstechen, wenn ich je auf die Idee kommen würde einen Twitter Beitrag als zuverlässliche Quelle zu betrachten - in dem Fall muss ich nichts mehr sehen, da ich schon längst blind bin.

Allerdings ist die Zahl auch wieder mit 18 ernüchternd und scheint zu dem Datum die Vorfälle an Schulen aufzulisten, bei welchen Schusswaffen beteiligt waren.
Amerikaweit sollte man augenscheinlich derzeit bei 48 "Mass Shootings" stehen, wobei jeder Vorfall mit einer Quelle versehen ist (www.gunviolencearchive.org). Natürlich habe ich diese nicht alle geprüft, da es mir in meinen Augen nicht unbedingt auf die tatsächliche Zahl ankommt, sondern auf die Zustände und den entsprechenden Reaktionen darauf.

Allerdings würde ich gerne auf folgendes Zitat noch genauer eingehen:
SmokeTheEvertrolling schrieb:
Nur in 5 Fällen wurden überhaupt Leute verletzt, sprich von 18 "Amokläufen" kann keine rede sein. Der einzige ernstzunehmende Amoklauf war der in Wichita, Florida wo ein ehemaliger Schüler 17 Leute mit einer AR-15 umgebracht hat.

Was macht einen Amoklauf aus?
Ist es notwendig, dass Menschen sterben, um ihn als solchen zu bezeichnen? Darf man nur davon sprechen, wenn der Schütze, Täter oder wie man den bewaffneten Menschen nennen mag, erfolgreich ist? Ist alles andere nur ein "Versuchter Amoklauf" und damit nicht von Relevanz?

Zudem besagt folgende Quelle (www.snopes.com/news/2018/02/16/how-many-...ol-shootings-in-2018), dass es 7 während der Unterrichtszeit gab. Alleine dort gab es 20 Tode. Verletzte gab es auch weit mehr als die genannte Zahl von lediglich 5, da der Vorfall vom 23 Januar bereits 18 Menschen verletzt hat.
Alle weiteren Fälle sind mehr oder weniger ebenfalls Vorfälle, welche durch Waffen mitverursacht wurden und dienen daher gerne als statistisches Futter.

Aus diesem Grund möchte ich eine weitere Frage an alle Beteiligten des Threads stellen:
Wie definiert ihr einen Amoklauf?
Ist er lediglich als solchen zu bezeichnen, wenn er Todesopfer oder Verletzte fordert?
Wenn ja, wieso ist ein gescheiterter oder unterbrocher Gewaltakt wird nicht als solcher zu bewerten?

18 Amokläufe für 2018: Der Plan zur Eindämmung des Terrors 1 Jahr 6 Monate her #817066

TheAwesomePigeon schrieb:
Selbstverständlich danke ich stets für tiefere Einblicke und weitere Informationen zu den genannten Themen. Die Prüfung der Zahl erfolgte von mir auch ehrlich gesagt oberflächlich, indem ich 3 Quellen herangezogen habe, welche alle bei der gleichen Zahl stehen blieben. Ein Bernie Sanders Tweet dazu war mir nicht bekannt und würde mir selbst die Augen ausstechen, wenn ich je auf die Idee kommen würde einen Twitter Beitrag als zuverlässliche Quelle zu betrachten - in dem Fall muss ich nichts mehr sehen, da ich schon längst blind bin.

Es ist an der Stelle auch ein Armutszeugnis für den Journalismus wenn du aus 3 verschiedenen Quellen inkorrekte bzw. fragwürdige informationen als Fakten präsentiert bekommst. Aber das ist leider der Stand der Medien in Amerika, sie versagen komplett in ihrer eigentlichen Rolle als neutraler informierender Dienstleister und versuchen stattdessen möglichst viel Traffic durch Sensationalismus zu generieren. Als Quelle werden gerne mal Tweets und Aussagen von Internettrollen genommen wenn die Story gut genug klingt. Deutsche Blätter übernehmen oft die Berichterstattung der mainstream Zeitungen, denen nur bedingt zu trauen ist, da sie in den USA kaum noch neutrale Berichterstattung betreiben. Habe aber auch schon höchst unseriöse Stories von Schundblättern wie Buzzfeed gesehen die 1:1 als faktisch korrekte Nachrichten übernommen werden.

TheAwesomePigeon schrieb:
Allerdings ist die Zahl auch wieder mit 18 ernüchternd und scheint zu dem Datum die Vorfälle an Schulen aufzulisten, bei welchen Schusswaffen beteiligt waren.
Amerikaweit sollte man augenscheinlich derzeit bei 48 "Mass Shootings" stehen, wobei jeder Vorfall mit einer Quelle versehen ist (www.gunviolencearchive.org). Natürlich habe ich diese nicht alle geprüft, da es mir in meinen Augen nicht unbedingt auf die tatsächliche Zahl ankommt, sondern auf die Zustände und den entsprechenden Reaktionen darauf.

Wenn es um Waffengewalt in den USA insgesamt geht hast du vollkommen Recht. Allein in Chicago sterben jährlich mehr Menschen durch Waffengewalt als im Iraq Kriegsgebiet. Die Zahl der 18 Amokläufe bezog sich bei der Berichterstattung (zumindest in den US Medien) auf groß angelegte "School Shootings", was apokalyptische Zustände symbolisieren sollte an denen natürlich der Staatsfeind Nummer 1 für den links gelehnten Teil der Bevölkerung Donald Trump verantwortlich ist. Daher wollte ich nur darauf hinweisen das diese Zahl keinesfalls auf eine signifikante Verschlimmerung der Zustände hinweist (was beabsichtigt war). Viel mehr ist es ein konstantes Problem in den Staaten.



TheAwesomePigeon schrieb:
Ist es notwendig, dass Menschen sterben, um ihn als solchen zu bezeichnen? Darf man nur davon sprechen, wenn der Schütze, Täter oder wie man den bewaffneten Menschen nennen mag, erfolgreich ist? Ist alles andere nur ein "Versuchter Amoklauf" und damit nicht von Relevanz?

Es ist ein versuchter Amoklauf, aber das heißt nicht er ist relevant. Klar es wird keine eine umfassende Berichterstattung verglichen mit einem Erfolgreichen Amoklauf mit vielen Toten geben, aber letztendlich ist auch der Versuch bereits ein ernstes Problem. Es ist ähnlich wie mit Mord an dieser Stelle.

TheAwesomePigeon schrieb:
Wie definiert ihr einen Amoklauf?

Meine grundsätzliche Definition ist zunächst das töten einer größeren Anzahl an Menschen. Die Frage hierbei ist ob dieses Töten gezielt war, oder nicht. Sofern nur bestimmte Zielpersonen beseitigt wurden finde ich Mord (mehrfachen Mord) persönlich treffender als Amoklauf. Ein Amoklauf impliziert dass versucht wird eine Möglichst große Anzahl an Leuten umzubringen ohne auf einzelne Individuuen zu achten.

TheAwesomePigeon schrieb:
Ist er lediglich als solchen zu bezeichnen, wenn er Todesopfer oder Verletzte fordert?

In der Theorie nein, in der Praxis ja. Wenn ein Amokläufer anfängt mit einem Sturmgewehr wild um sich zu schießen aber so unglaublich untalentiert ist das er keinen trifft ist es auch ein Amoklauf, nur ohne Verletzte. Sofern er vorher aufgehalten wird ist es ein versuchter Amoklauf. In der Realität wird der oben beschriebene Fall aber wohl kaum auftreten, daher ist die Frage meist zu bejaen.

TheAwesomePigeon schrieb:
Wenn ja, wieso ist ein gescheiterter oder unterbrocher Gewaltakt wird nicht als solcher zu bewerten?[/b]

Selbe Logik wie bei allen anderen Straftaten. Je mehr Schaden du anrichtest destro größer ist die Schuld. Bei einem Versuchten Amoklauf war der Wille dar, aber es ist keiner zu Schaden gekommen, es kann hier auch argumentiert werden das der Amokläufer eventuel die Tat nicht begangen hätte. Bei einem vollendeten Amoklauf mit 20 Toten allerdings hast du 20 Morde. Beide Dinge sind nicht gleich, daher werden die auch unterschiedlich bestraft und gegeneinander aufgewogen. Das heißt aber nicht das der Versuch unerheblich ist und nicht bestraft wird.
Letzte Änderung: 1 Jahr 6 Monate her von SmokeTheEvertrolling.

18 Amokläufe für 2018: Der Plan zur Eindämmung des Terrors 1 Jahr 6 Monate her #817189

Ich persönlich finde die Unterscheidung zwischen ‚Amoklauf‘ oder ‚Terroranschlag‘ nicht sinnvoll. Diese Unterscheidung ändert nichts am Ergebnis: den Toten und den Verletzten. Was ist mit den Opfern von Kriminalität? Auch die Kriminalität ist letztens stark gestiegen.

Nach jedem Zwischenfall wird Aktionismus betrieben um den Menschen zu zeigen dass man etwas unternimmt. Meistens auf Kosten der Persönlichkeitsrechte. Doch das alles ist nur kurieren an Symptomen. An die tatsächlichen Probleme geht man erst gar nicht ran.

Was wir in letzter Zeit beobachten können ist eine steigende Gewalt-Bereitschaft und Aggressivität in unserer Gesellschaft. Unsere Gesellschaft verändert sich mit einem sehr hohen Tempo. Technischer Fortschritt, Globalisierung, Überbevölkerung haben zufolge dass immer mehr Menschen mit ihrem Leben nicht zurechtkommen oder an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Sie entwickeln einen Hass auf die Gesellschaft, oder ideologisieren sich. Da unsere Gesellschaft immer mehr atomisiert wird, fallen diese Menschen oft lange Zeit nicht auf. Erst wenn etwas passiert werden Sie wahrgenommen.

Wie ich bereits vorher gesagt habe, sind die Schusswaffen nur ein Werkzeug. Genauso gut kann ein Amoklauf mit einem Messer, einem Schwert oder einer Mistgabel erfolgen. Könnt Ihr Euch vorstellen wie schrecklich ein Amoklauf mit einer gewöhnlichen Kettensäge sein kann?

Die Verschärfung der Waffengesetze trifft nur die Personen die Legal Waffen erwerben wollen (Sportschützen, Jäger, etc.). Welcher Terrorist, Krimineller oder Amokläufer wird jahrelang auf eine Waffengenehmigung warten, wenn er sich problemlos in wenigen Tagen aus dem Darknet oder den ehemaligen Ostblock-Staaten (Polen, Bulgarien, Rumänien) eine AK-47 mit scharfer Munition besorgen kann?

Mir ist klar dass diese Debatte sehr emotional ist, aber wir sollten die Probleme, Ursachen und Folgen logisch betrachten und analysieren.
Letzte Änderung: 1 Jahr 6 Monate her von Tssir-De-Macabre.

18 Amokläufe für 2018: Der Plan zur Eindämmung des Terrors 1 Jahr 5 Monate her #817270

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Ganz ehrlich.... wenn ich ein automatisches Sturmgewehr ganz einfach im nächsten Waffenladen in den USA erwerben kann, das auch noch mit zig Dutzenden von Magazinen, Scharfschussmunition und was auch immer.... dann hat hier die USA aber schon lange nicht mehr nur ein Problem mit ihrer teils total verrückten Gesellschaft....

Allein die Möglichkeit zu bieten einfach an Waffen zu kommen die hunderte Menschen in Sekunden töten kann ist einfach ekelhaft.
Viele werden sagen: "Dann holt er sie eben illegal vom Scharzmarkt." Trotzdem wird so ein Vorhaben damit aber weit schwerer.

Ich kenne kein Land bei uns in Europa wo es so einfach wäre ein Sturmgewehr in einem Laden zu erwerben. Falls das der Fall ist, kann er mich gerne dazu belehren.

Die USA und ihre Waffen-Lobby ist ein einziges Armutszeugnis. Der mächtigste Mensch der USA kann NICHTS dagegen unternehmen. Organisationen wie die NRA haben das Sagen und machen lieber die große Kohle als an Menschenleben zu denken, noch dazu Menschen ihrer Nationalität..

Eigentlich unterstützen sie mit ihrer Richtlinie auch noch diese wiederholten Amokläufe in ihrem Land... traurig.
Da bin ich oft froh in Österreich zu leben, auch wenn wir hier ganz andere gesellschaftliche Probleme haben.

Neptunia Club | Wir sind Fairy Tail Magier
Bow down to Lastation!
Letzte Änderung: 1 Jahr 5 Monate her von Noire..

18 Amokläufe für 2018: Der Plan zur Eindämmung des Terrors 1 Jahr 5 Monate her #817274

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Wenn man die Amokläufe vergleicht, fällt sofort ins Auge, dass es durchschnittlich am wenigsten Opfer gab, wenn der Täter durch einen Zivilisten niedergestreckt wurde, da die Polizei zu lang braucht um am Tatort zu sein. Somit ist "the only thing that stops a bad guy with a gun is a good guy with a gun" nicht falsch. Was hält einen Amokläufer eher ab? Ein Schild mit "Waffen sind hier verboten, bitte keine mitbringen" oder "Wenn du eine Waffe rausholst, hast du eine Kugel im Kopf". Somit liegt Donald Trump nicht falsch Lehrer zu bewaffnen. Außerdem sind die Toten durch Amokläufe vergleichsweise niedrig, verglichen mit anderen vermeidbaren Todesursachen. Und Terroristen ist es egal, ob sie eine Waffe auf der Straße, dem Schwarzmarkt kaufen oder zur Not doch zu einem LKW greifen, wie in Europa. Mal ganz davon abgesehen, dass eine Waffenkontrolle die Verfassung verletzt, und die ist ja nicht sinnlos da.
~not all men are created equal

18 Amokläufe für 2018: Der Plan zur Eindämmung des Terrors 1 Jahr 5 Monate her #817299

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KaiVier schrieb:
Wenn man die Amokläufe vergleicht, fällt sofort ins Auge, dass es durchschnittlich am wenigsten Opfer gab, wenn der Täter durch einen Zivilisten niedergestreckt wurde, da die Polizei zu lang braucht um am Tatort zu sein.
Mal ganz davon abgesehen, dass eine Waffenkontrolle die Verfassung verletzt, und die ist ja nicht sinnlos da.
Ach ja?
Ganz gleich was du da verglichen haben magst, aber der Punkt ist, dass mit strikteren Waffengesetzen es nicht einmal zu etwas gekommen wäre, das verhindert werden müsste. Sich wann immer einem danach ist auf die Verfassung zu berufen ist Schwachsinn, wenn man bedenkt vor wie vielen Jahren und unter welchen damaligen Umständen sie überhaupt zustande kam. Meiner Meinung ist es schon lange überfällig sie um den Punkt zu ergänzen sie regelmäßig dem Kontext der Zeit anzupassen.
Man bedenke nur wie viele Leute um eine vernünftige (und längst überfällige) Gesundheitsversorgung gebracht worden sind, die Obama versuchte in die Wege zu leiten. Diejenigen, die dagegen waren, waren meist sowieso jene, denen es eh schon gut genug ging und die mit der Verfassung argumentiert haben, dass ja dadurch Freiheiten eingeschränkt werden würden. Auch bei den Waffen wird aus schlichter Profitgier der Waffenlobby das Misstrauen geschürt. Denn wenn man überlegt hat auch mit strengeren Auflagen noch jeder die Freiheit eine Waffe zu beantragen und wie der Unterschied zwischen Ländern wie unserem in denen wo so etwas Gang und Gäbe ist, wurde in diesem Thread oft genug erläutert - wenn wir uns schon auf die eingangs angesprochenen Vergleiche beziehen wollen. Und wenn man noch weiter überlegt, kann man sich gern fragen warum denn keiner darauf pocht, dass seine Freiheit Auto zu fahren dadurch beschnitten wird erst einen Führerschein vorweisen zu müssen. Weil jeder, der nicht imstande ist ein Fahrzeug zu führen eine Gefahr für andere darstellt. Warum also sollte das mit Waffen anders sein?
Und bevor alles was ich sagte wieder pauschalisiert wird: Ich rede selbstverständlich nicht von einem schlichten "Gebrauchsschein", sondern den hier bereits zuhauf erwähnten Auflagen, wie sie es auch z.b. bei uns in Deutschland gibt. Es ging im Beispiel ums Prinzip..


Was hält einen Amokläufer eher ab?
keine Waffe zu haben vielleicht...


Tssir-De-Macabre schrieb:
Was wir in letzter Zeit beobachten können ist eine steigende Gewalt-Bereitschaft und Aggressivität in unserer Gesellschaft.
naja... Es ist halt hauptsächlich die Zunahme an Medien, die uns mehr Gewalt erfahren lässt, als eine tatsächliche Zunahme.
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ansonsten vielleicht noch ein Artikel, der zwar von 2013 ist, aber nicht gleich unwahrer sein muss: www.3sat.de/page/?source=/nano/gesellschaft/171649/index.html

Aber ich würde da schon eher dahingehend zustimmen, dass ein Einzelner durchaus mehr Schaden anzurichten vermag.

Könnt Ihr Euch vorstellen wie schrecklich ein Amoklauf mit einer gewöhnlichen Kettensäge sein kann?
zwar hat Pigeon auf der ersten Seite schon Nachteile erwähnte, die eine Hacke als Massenvernichtungswaffe ausschließen dürften, aber auf eine Kettensäge lässt sich das in etwa auch übertragen. Allein schon die körperliche Kraft, die man bräuchte um sie länger als paar Minuten verwenden zu können. Und hinzu kommt erst recht die Auffälligkeit.. eine Waffe kannst du schnell aus einer Tasche ziehen, aber welchen Aufwand brauchst du erst um eine Kettensäge in eine Menschenmenge zu bringen und sie zu starten?
Über kurz oder lang möchte ich nur darauf hinaus, dass Schusswaffen eine gänzlich andere Dimension sind.
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18 Amokläufe für 2018: Der Plan zur Eindämmung des Terrors 1 Jahr 5 Monate her #817427

Der Unterschied ist, dass die Schusswaffen nur eine Funktion haben: das Töten (Tiere bei der Jagd, Menschen im Krieg), und dafür sind sie optimiert worden. Deswegen sind sie so gut in dieser Funktion.

Worauf ich aber hinweisen wollte sind 2 Punkte:
1. Auch mit Anderen ‚Mord-Werkzeugen‘ wurden Menschen in großer Zahl getötet. Ein Beispiel ist das Auto. Ich schätze dass durch Angriffe mit Autos sind in den letzten Jahren mehr Menschen getötet worden als durch Schusswaffen. Wie viele Menschen sterben jedes Jahr in Auto-Unfällen. Aber hierzulande will man keine Geschwindigkeitsbegrenzung einführen. Menschen die mit 170 Km/h durch die Innenstadt fahren und andere töten werden nur wegen Fahrlässiger Tötung belangt. Was den Amis ihre Waffen, sind den Deutschen ihre Autos.

2. Selbst wenn man für Private Menschen alle Schusswaffen verbittet, würde dies kaum etwas an den Terror und Amok-läufen verändern. Der Mensch ist extrem Erfinderisch wenn es darum geht andere Menschen zu töten. Das hat die Geschichte bereits gezeigt. Heutzutage ist es sehr einfach illegal an Waffen heranzukommen und kein Attentäter wird sich um Legalität kümmern.

Es ist eine Typisch deutsche Mentalität, alles was einem nicht passt zu verbieten. ‚Aus den Augen, aus dem Sinn‘. Sorry aber so funktioniert die Welt nicht. Oder hat das Verbieten von Nazi-Symbolen und Schriften die Rechtsradikalen in Deutschland verschwinden lassen?

Die Probleme muss man an der Wurzel packen und nicht die Symptome bekämpfen.
Letzte Änderung: 1 Jahr 5 Monate her von Tssir-De-Macabre.
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18 Amokläufe für 2018: Der Plan zur Eindämmung des Terrors 1 Jahr 5 Monate her #817460

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Tssir-De-Macabre schrieb:
Der Unterschied ist, dass die Schusswaffen nur eine Funktion haben: das Töten (Tiere bei der Jagd, Menschen im Krieg), und dafür sind sie optimiert worden. Deswegen sind sie so gut in dieser Funktion.

Das Problem an der Aussage ist die Naivität hinter der Nutzung des Objekts. Die Waffe wurde nicht maßgeblich für den Krieg geschaffen, sondern unter anderem auch für die Kontrolle. Dadurch sind Polizisten mit ihrer Bewaffnung befähigt auch Situationen im Sinne der Gesetzgebung zu regulieren, wenn sie zahlenmäßig unterlegen sind. Die Natur ihrer Bewaffnung in Verbindung mit ihrer Tätigkeit verleiht ihnen Autorität. Natürlich ist auch der Einfluss von sozialer Bildung ebenfalls ein Teil dieses Bildes.

Die einfache und wenig kontrollierte Zugänglichkeit von Waffen zu Bürgern birgt die Gefahr, dass in erster Linie die Polizei - also die Bürger-schützende Exekutive - Autorität und Einfluss innerhalb der Gesellschaft verliert. Eine solche Lage begünstigt Situationen, in welche Polizisten aufgrund der bewaffneten Gegenseite gezwungen sind von ihrer Waffe gebrauch zu machen, wodurch es selbstverständlich zu Toten kommen kann. Eben diese Tatsache kann dann wiederum von Bürgerinitiativen und ähnlichen kurzsichtigen Vereinen dazu missbraucht werden, um eine stärkere Bewaffnung der Bürger zu erleichtern, damit diese sich selbst schützen können, da die Behörde, welche für den Schutz aufgestellt wurde, die eigenen Leute erschießt. Für mich ist dies eine Destabilisierung interner Sicherheit - sofern die Polizei nicht selbst ihre Macht missbraucht und ihrer Tätigkeit im Sinne des Staates nachgeht, welcher faire Gesetze im Sinne der Bürger erlässt. Solch eine Situation wäre gegeben, wenn wir uns mit einem Thread befassen, welcher sich beispielsweise mit Faschismus beschäftigt. Dies ist für uns in Deutschland - als auch für Amerikaner derzeit nicht gegeben.
Aber bevor man wieder Erbsen zählt: Einzelfälle von Korruption sind im Rahmen des Möglichen - so wie es dies in nahezu jeder gesellschaftlichen Schicht gibt.

Menschen töten Menschen.

Es ist die Ursünde, von welcher selbst Fantasy-Bücher wie die Bibel berichten und welche sich seit anbeginn der Zeit durch die Geschichte der Menschen zieht. Wenn es um Gewalt geht, so kennt er auch wenig Skrupel und benötigt keine Fremdenfeindlichkeit oder rassistische Ideologie, um zu dieser Tat zu greifen. Dies geschieht auch heute noch. So frage ich mich einfach immer: "Wieso soll ich es dem Menschen mit einer Waffe auch noch so einfach machen?"

Die einzige Antwort, welche mir dazu in den Sinn käme wäre die Überbevölkerung - doch das ist ein unheimlich schwaches Argument. Ich finde die Überbevölkerung grandios, da sie letztendlich dafür sorgen wird, dass man Ressourcen weit mehr in den Fortschritt und Fortbestand der Menschen stecken wird, als man es sowieso gerade tut. Fragen zur Lösung von Nahrungs- und allgemeinen Ressourcen-Knappheit werden zu Themen, welche angegangen werden. Selbst die Erschließung neuer Lebensräume, welche nicht das Nachbarland sind, kann in Anbetracht der technologischen Entwicklung als realistische Option für die Zukunft betrachtet werden.
Aus dem Grund sehe ich kein gutes Argument, welches dafür spricht Menschen zu bewaffnen.

Alles was ich sehe ist "Es ändert auch nichts, wenn man sie weg nimmt!" oder "Es liegt nicht an den Waffen!".
Rechtfertigungen dafür, warum der Mensch einen Funken von persönlicher Macht nicht aufgeben möchte, ohne klar anzusagen, welchen effektiven Nutzen er aus der Waffe für sich und seine Mitmenschen ziehen kann.


Es ist eine Typisch deutsche Mentalität, alles was einem nicht passt zu verbieten. ‚Aus den Augen, aus dem Sinn‘. Sorry aber so funktioniert die Welt nicht. Oder hat das Verbieten von Nazi-Symbolen und Schriften die Rechtsradikalen in Deutschland verschwinden lassen?

Die Probleme muss man an der Wurzel packen und nicht die Symptome bekämpfen.
Stan aus American Dad! hat natürlich recht. Waffen töten keine Menschen - es sind Menschen, welche Menschen töten. Wer "Weapon Bann All The Way" diesbezüglich als Lösung aller Probleme betrachtet ist meiner Meinung nach ein hoffnungsloser Fall von Weltfremdheit, da es nicht dem Realismus entspricht, mit welchem man der Problematik auf den Grund gehen muss.

Der Deutsche Ansatz alles, was man für böse hält zu verbieten ist entgegen jeder Grundlage von Rationalität. In einer Demokratie eine Partei zu verbieten ist nicht länger eine Staatsform, bei welcher das Volk die Macht innehält. Es ist eine demokratisch gewählte politische Führung, welche sich eigener Unzulänglichkeiten bewusst ist und lediglich ihre eigene Macht sichern möchte. Verfassungswidrig hin oder her - Menschen lassen sich im Extremfall nicht von Worten aufhalten oder einschüchtern. Wenn die Demokratie droht zu fallen, so sollten die Parteien dies nicht auf Wähler abwälzen, sondern auf das eigene Versagen und versuchen diesen Problemen entgegenzuwirken. Ich bevorzuge die Demokratie ohne Frage - aber ich unterstütze auch die Auffassung, dass die politische Bevormundung falsch ist.

Das gleiche gilt auch für Waffengesetze. Hier plädiere ich nicht für ein Verbot, sondern für angemessene Regulierung.
Es soll dem Mensch schon möglich sein eine Waffe zu erhalten - aber zugleich keine, welche für den Krieg geschaffen wurde. Kein Mensch kann mir plausibel eine Situation erläutern, bei welcher ich sagen würde: "Stimmt - in dieser Situation brauchst du als deutscher Bürger einfach eine halb-automatische Schusswaffe."
Wenn so eine Situation existiert - so ist dies ein Fall für die Polizei oder man hat als Land ganz andere Probleme als Waffengesetze.
Zudem sind psychologische Gutachten für mich von hoher Relevanz und der Mensch sollte sich mindestens jährlich solch ein Gutachten einholen müssen - bei einem Psychologen, welcher natürlich in keinster Weise zu dem Menschen befangen ist.

Allerdings gibt es Verbote, bei welchen ich definitiv sage, dass es rechtens ist, dass hier der Staat in die Fragestellung involviert ist und im Konsenz zur gewählten Politik für die Bürger darüber entscheidet.

Die Reihenfolge der Zitate war für mich so praktischer...
Worauf ich aber hinweisen wollte sind 2 Punkte:
1. Auch mit Anderen ‚Mord-Werkzeugen‘ wurden Menschen in großer Zahl getötet. Ein Beispiel ist das Auto. Ich schätze dass durch Angriffe mit Autos sind in den letzten Jahren mehr Menschen getötet worden als durch Schusswaffen. Wie viele Menschen sterben jedes Jahr in Auto-Unfällen. Aber hierzulande will man keine Geschwindigkeitsbegrenzung einführen. Menschen die mit 170 Km/h durch die Innenstadt fahren und andere töten werden nur wegen Fahrlässiger Tötung belangt. Was den Amis ihre Waffen, sind den Deutschen ihre Autos.

2. Selbst wenn man für Private Menschen alle Schusswaffen verbittet, würde dies kaum etwas an den Terror und Amok-läufen verändern. Der Mensch ist extrem Erfinderisch wenn es darum geht andere Menschen zu töten. Das hat die Geschichte bereits gezeigt. Heutzutage ist es sehr einfach illegal an Waffen heranzukommen und kein Attentäter wird sich um Legalität kümmern.

Den PKW halte ich für weit weniger eine Mordwaffe als für ein Transportmittel. Zudem erinnere ich mich an keinen Fall, in welchem ich in meinen vom Blut überzogenen Fiat Grande Punto mit 78 PS eingestiegen bin und mir dachte: "heute am Altenheim vorbei - die sind nicht ganz so agil."

Was ich sagen möchte ist folgendes: Der PKW wird nicht gezielt für einen Amoklauf verwendet. Selbst Terrorismus, welchen ich mit diesem Thread eigentlich nicht mit ins Boot holen wollte, weil dieser weit extreme Ausmaße und maßgeblich unterschiedliche Beweggründe hat, greift nur selten auf PKWs zurück und doch weit mehr auf LKWs, die in ihrer Beschaffung und Preis auch anders anzusiedeln sind. So kann dies generelle Feindseligkeit gegen die Bürger, den Staat oder ähnliches sein - doch all dies folgt beim Terrorismus einem Ziel. Aus dem Grund endet es auch mit -ismus und es gibt keine Wörter der Form "Amoklaufismus" oder "Massakismus" - da dem Ganzen kein Ziel zu Grunde liegt. Um Ideologien und dergleichen durchzusetzen, so greift der Mensch wahrlich zu abscheulichen Mitteln - das wäre auch ein Thema für einen ganz eigenen Thread, wenn man mich fragt.

Zudem würde ich die Verkehrstoten hier nicht in eine Relation setzen. Verkehrstote sind in der Regel nach wie vor Unfälle. Kaum ein Unfall mit Todesfolge kommt zustande, da jemand vorsätzlich in seinen PKW steigt und gezielt Menschen überfahren möchte. Zudem ist dieser Akt sehr willkürlich. Ein Amoklauf ist in der Regel ein geplanter Vorgang, welcher meist dem Ziel persönlicher Anerkennung (in irgendeiner Form) folgt. Terrorismus hingegen folgt der Anerkennung eines politischen oder religiösen Ideals.
Berliner Weihnachtsmarkt: Deutscher Weihnachtsmarkt -> Kultureller Angriff auf Menschenmenge bei der Ausübung dieser Kultur
Frankreich Nizza: Französischer Nationalfeiertag -> Kultureller Angriff auf Menschenmenge bei der Ausübung dieser Kultur
Um mal die beiden bekanntesten Anschläge dieser Art im europäischen Raum anzumerken. Prinzipiell wäre jeder Tag für islamistischen Extremismus gegeben, da "Ungläubige" und "Ketzer" im Namen Gottes ermordet werden. Doch der Tag war auch wichtig - ein vollkommen geplanter Akt, mit religiöser Motivation.

In diesem Fall sind mir keine Amokläufe bekannt. Zudem scheinen mir Amokläufe stets an Orten stattzufinden, zu welchen der Täter einen persönlichen Bezug hat und wohl verabscheut. Beispielsweise Schulen, Kaufhäuser, Vereinshallen - meist steckt ein sehr sozialer Aspekt dahinter, welcher den Amoklauf begründet. Aber es gibt kein Ziel im Sinne von "Ich bringe 3 Menschen um, danach hänselt mich niemand mehr!" und man geht am nächsten Tag gemeinsam wieder dort hin.

Diese Orte sind in der Regel sehr schwierig mti PKWs zu erreichen und werden dementsprechend nicht verwendet. Aus diesem Grund wird zu Mitteln gegriffen wie Schusswaffe, Messer, Machete, Axt oder nehmen wir des Scherzes Willen auch die aufblasbare Kettensäge, die nichts wiegt, aber tödlich effektiv ist.

Not macht erfinderisch. Sofern der Mensch nicht in den Besitz dieser Dinge gerät, so findet er andere Mittel, wenn er sich wahrhaftlich auf die Durchführung der Tat vorbereitet. Das ist absolut wahr und es vermag niemand zu verhindern, dass der Mensch eine Waffe findet, wenn er eine Waffe sucht. Doch wenn man die Amokläufer bedenkt, so ist es fraglich, ob man den gleichen Durchsatz von Tätern hätte, wenn diese zuvor ihre Muskulatur stählern müssen, um die Nahkampfwaffe effektiv, gekonnt und lange zu führen oder sich mit dem Bau einer Bombe befassen. Um es jetzt vollkommen ulkig werden zu lassen - könnten sie an dieser Vorbereitung sogar Spaß finden. Ein Amoklauf hingegen endet sehr häufig im eigenen Tod, was auch dazu führen kann, dass jemand die Sache nochmals überdenkt. Gerade beim Bau einer Bombe kann der Abbruch sehr schnell erfolgen, weil man bewusst ein Mittel zur Tötung von Menschen herstellt.

Zudem geht es den Menschen nichtmal um das Morden an sich - sondern um die Inszenierung.
Gesehen zu werden un Akteur der Kulisse zu sein, welche man sich ausgesucht hat. Bei einem Amoklauf mit einem PKW fehlt dem Amokläufer die Kontrolle über die Situation und über die Menschen. Er wird nur als "der schwarze Opel Golf mit dem Kennzeichen XX - YY - 4711" gesehen - nicht als "Thomas Terror". Zudem gefährdet er sich dabei selbst in einem nich unerheblichem Maße, da andere Fahrzeuge ihn sehr leicht außer Gefecht setzen könnten, behindern und einen geplanten Akt durch unkontrollierbare Zustände schon fast im Keim ersticken. Rote Ampel und LKW. Rote Ampel und generell irgend ein PKW. Unsicher - unkontrolliert - annonym.
Wieso sonst liest man von keinen Fällen in welchen der Amokläufer zur effektivsten Mordvariante ohne persönliche Gefährdung greift? Zur Vergiftung in irgendeiner Form. Es fehlt die Inszenierung - die Reaktion - die Angst und der Schrecken, welchen man selbst auf andere Menschen ausstrahlt.
Das Hochgefühl der Anerkennung, nach welcher man dürstet - die Sensationsgeilheil, die man auslöst.
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18 Amokläufe für 2018: Der Plan zur Eindämmung des Terrors 1 Jahr 5 Monate her #817513

@TheAwesomePigeon: Vielen Dank für den wirklich guten Beitrag. Unsere Meinungen mögen an einigen Stellen nicht kompatibel sein, aber es ist eine sehr schöne und aufregende Diskussion :-)

Im Gegensatz zu Dir finde ich die Überbevölkerung schrecklich. Wir vernichten Ressourcen, welche für die nachfolgenden Generationen benötigen werden. Für eine Denkende Species ist dies ein Armutszeugnis. Viele Menschen sind geistig noch in den alten Zeiten gefangen wo man viele Kinder hatte weil nur wenige davon überlebten um die Eltern im Alter versorgen konnten. Diese Zeiten sind gottseidank in den meisten Ländern passe.

Ich finde man muss den Kindern eine gute Zukunft mit guter Ausbildung garantieren. Das schafft man nicht für 10 oder mehr Kinder. Außerdem finde ich, dass man so etwas einer Frau wirklich nicht antun sollte. Die Geburt und großziehen eines Kindes kostet eine Frau sehr viel Kraft. Ich habe Frauen gesehen die so viele Kinder geboren haben und es war ein grauenhafter Anblick. Die Haut auf dem Bauch hing wie ein nasser Sack herunter und man konnte fast die Innereien sehen. 2-4 Kinder pro Familie sind meiner Meinung nach absolut ausreichend. Die Qualität ist wichtiger als Quantität.

Anfang des 20 Jahrhunderts gab es auf der ganzen Welt ca. 1,5 Milliarden Menschen. In wenigen Jahren werden Länder wie China oder Indien diese Zahl an Bevölkerung haben. Dass muss man sich vorstellen, die Bevölkerung der gesamten Welt von 1900 zusammengepfercht auf der Fläche eines Landes. Alleine der Gedanke daran erfühlt mich mit Angst.

Was die Ernährung angeht sind wir mit 8 Milliarden Menschen so ziemlich am Limit. Was kommt als nächstes, „Soylent Green“?

Dass die Menschen aus Ihren Fehlern lernen bezweifle ich. Es gab bereits Hochkulturen die Ihre Ressourcen maßlos überstrapaziert haben und untergegangen sind. Gelernt daraus hat man nichts.

Mutter Natur wird das Problem auf die eigene Art lösen, nur das Ergebnis wird für die Menschen schrecklich sein.
Letzte Änderung: 1 Jahr 5 Monate her von Tssir-De-Macabre.

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Die Amis haben in Scharen leider eh nicht die hellste Birne, das merkt man leider zu oft. Na gut, wo mehr Menschen leben gibts auch mehr Vollidioten. Das sollte aber auch logisch sein.

Trotz allem finde ich wahrhaftig schlimm wie manche hier wohl meinen es wäre gut Lehrer zu bewaffnen um sie gegen die Täter besser auszurüsten? Ja klar, gebt dem guten Mensch auch eine Waffe um den bösen Mensch damit zu töten, weil er gute unschuldige Menschen töten will. Das kann man dann moralisch als absolut tolle Aktion verkaufen, er hat ja nur einen Menschen getötet um damit Menschen zu retten.... was für ein Schwachsinn.

Dann immer wieder dieses Thema mit Autos, die können ja auch Menschen töten... ja können sie auch. Wir reden trotzdem von Schusswaffen.
Und wie viele Tote durch Schusswaffen gibt es in Österreich/Deutschland im Vergleich zur USA? Jährlich? Lasst es euch mal ein bisschen durchsickern. Kommt man schwerer an Schusswaffen ran, ist dieser Weg bereits schwerer durchzusetzen. Und genau darum geht es ja! Wenn ich jedem x-beliebingen Menschen die Möglichkeit gebe sich LEGAL einfach im nächsten Laden Sturmgewehre zu kaufen, dann sind Amokläufe ja praktisch vorprogrammiert. Bei einem verrückten Volk wie es die USA teilweise doch ist... dann zählt man mal 1+1 zusammen... oh, und schon gibt es 18 Amokläufe in kürzester Zeit.

Wenn ich mir da unsere Länder so angucke... kommt dann auch mal hier und da vor, aber im Vergleich zu der USA ja fast gar nicht.
Der Waffenwahn in den USA gehört gestoppt, sonst gibt es bald noch mehr Tote durch Schusswaffen. Man muss den Tätern diesen Weg weit erschweren.
Tssir-De-Macabre schrieb:
Heutzutage ist es sehr einfach illegal an Waffen heranzukommen und kein Attentäter wird sich um Legalität kümmern.

Um die Legalität nicht, aber du scheinst ja echt viel Erfahrung zu haben wie man illegal ja so einfach an Waffen kommt. Scheint ja genau so einfach zu sein wie in einen Laden zu marschieren, paar 1000 Dollar zu zahlen und ein vollautomatisches Sturmgewehr zu besitzen.

Und Lehrer bewaffnen? Nein. Lehrer bilden Schüler aus um ihnen bessere Zukunftsperspektiven zu bieten. Lehrer sind keine ausgebildeten Spezialeinheiten die den nächsten Psycho kaltstellen wenn er mal über die rote Linie tritt. Da hat leoben Recht und es soll auch so bleiben.

Bei uns funktioniert das ja ohne Probleme. Bei den Amis wo man einfach an Waffen kommt... eher nicht. Trotzdem sehe ich das moralisch als unterste Schublade.

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18 Amokläufe für 2018: Der Plan zur Eindämmung des Terrors 1 Jahr 5 Monate her #817561

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Irgendwie, ist es schon interessant wie viele Leute hier eine Lösung für ein Problem wollen, dann aber immer um den heißen Brei herumreden.

Ihr wollt eine Lösung, hier ist eine. hört einfach auf anderen Person das Leben zur Hölle zu machen. Dann kommt es auch zu kein Amoklauf mehr.

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