THEMA: 18 Amokläufe für 2018: Der Plan zur Eindämmung des Terrors

18 Amokläufe für 2018: Der Plan zur Eindämmung des Terrors 1 Jahr 6 Monate her #815957

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Amokläufe in Amerika - Wie sieht das Jahr 2018 aus?

Innerhalb weniger Wochen im Jahr 2018 kann die amerikanische Statistik sich mit 18 Amokläufen nach gerade mal 45 Tagen im neuen Jahr brüsten. Das amerikanische Waffengesetz ist innerhalb der europäischen Welt schon seit langer Zeit immer wieder ein beliebtes Thema unter Politikinteressierten, Satirikern, Gesellschaftskritikern, als auch Politikern selbst. Bisher gab es in diesem Bezug aus amerikanischer Sicht stets nur widerwiliges Handeln gegen die dort etablierte und einflussreiche Waffenlobby. Mit den jüngsten Ereignissen und der aktuellen Anhäufung von Gewaltdelikten in eben jenem Ausmaß, welches bereits 21 Menschenleben forderte, so könnte man zynischer Weise eine positive Hoffnung in dieser Gewalt sehen: Eine Handlung gegen diese Amokläufe - Maßnahmen, um der stetig wachsenden inneren Bedrohung Herr zu werden. Das Wort Bedrohung ist hierbei für besonders kleinkarierte Leser natürlich gesondert zu beachten, da es natürlich eine Frage der Definition ist, ab wann man von einer Bedrohung spricht.

Sofern man der Zahl der Bildzeitung glauben schenken mag, so handelt es sich innerhalb des Zeitraumes um einen Anstieg der Gewalt an Schulen durch Schusswaffengebrauch um 100%. Im Jahr 2017 wurden in 45 Tagen lediglich 9 Amokläufe vollzogen. Man kann von der Bild behaupten was man möchte - aber im Regelfall äußert sie sich lediglich reißerisch und inszeniert sehr viel, wobei Zahlen tatsächlich der Realität entsprechen können. Vielleicht wurde die Zahl 2017 auch geringer gehalten, da der Jahreseinstieg mit dem Amtsantritt des wohl kompetentesten amerikanischen Präsidenten begonnen hat, welcher für das Bild der Welt nicht aus einem Blutbad von Waffengewalt in Amerika emporsteigen wollte.

Ein Jahr später ist die Zahl der Amokläufer allerdings laut medialen Berichten zufolge so sehr gestiegen, dass man seinen Blick von Trump weg auf eben dieses wirksamen Mittel der Informationsverteilung richten möchte. Doch naiv war die Welt der Journalisten als sie dachten in Amerika eine Thematik vorzufinden, bei welcher nicht Trump im Mittelpunkt der Diskussion steht. Dieser Mann ist schließlich "der Mächtigste Mann der Welt" und verschafft sich stets aufs neue sein Rampenlicht, mit welchem er uns stets neue positive Bilder der amerikanischen Politik vor Augen führt.

Was soll dagegen getan werden?

Der amerikanische Präsident Donald Trump sieht vor, dass man künftig an Schulen kompetente Lehrer bewaffnen sollte, damit diese im Fall eines Amoklaufes den Schützen zügig niederstrecken können und somit größeres Leid abwenden.

Die Lehrkräfte sollen hierfür eine kompetente Unterweisung in den Gebrauch von Schusswaffen erhalten und es sollen laut Präsident schätzungsweise 20% des Personalstabs einer Schule mit Schusswaffen bewaffnet werden. Wichtig ist ihm hierbei die Erwähnung des "concealed carry" Prinzipes, welches eingehalten werden soll, um die Waffen natürlich nicht in offensichtlicher oder gar bedrohlicher Manier in der Schule mit sich zu führen. Hierbei handelt es sich demnach um Handfeuer-Waffen, wobei der Schütze von Florida beispielsweise mit einer AR-15 - einer halbautomatischen Schusswaffe - seine Tat vollzogen hat.

Sofern diese Idee von Donald Trump wirklich Fuß fassen sollte, so stellen sich der Situation viele Fragen, welche jede Schule, jeder Bundesstaat für sich oder auch die Politik stellen müssen. Beispielsweise können folgende Fragen hierbei anfallen: Fragen, welche eine Bewaffnung der Lehrer mit sich bringen.

Laut einer Hochrechnung von MSNBC entspräche diese angestrebte Bewaffnung von 20% einer Anzahl von ca. 700.000 Lehrern in Amerika, welche bewaffnet in die Schule gehen, woüber sich sicherlich die Waffenlobby freut. Sollte eine solche Situation nicht eher nach einer Maßnahme verlangen, welche Waffengesetze verschärft und das Geschäft nicht noch lukrativer macht?

Doch genug von der Einleitung der Thematik.

Wie ist die Meinung hierzulande zu dieser Situation? Welche Ideen gibt es in euren Köpfen?

Ist euch das Thema egal, da es nicht in Deutschland / Europa ein solches Problem darstellt?
Wie steht ihr zur Bewaffnung der Bürger im generellen - findet ihr hier den amerikanischen Ansatz korrekt und würdet es in Deutschland begrüßen?
Denkt ihr, dass eine Bewaffnung der Lehrer die Todesopfer in Amerika durch Amokläufe reduziert?
Ist es überhaupt die Aufgabe eines Lehrers sich zu bewaffnen und einen Amokläufer aufzuhalten?

Quellen:
Anzahl Amokläufe im Jahr 2018: www.spiegel.de/panorama/justiz/usa-traur...hulen-a-1193644.html
Mutmaßliche Steigerung um 100% (Bild Quelle): www.bild.de/news/ausland/massaker/massak...n-54819380.bild.html
Tatwaffe Florida - AR-15: time.com/5160267/gun-used-florida-school-shooting-ar-15/
Zu stellende Fragen bei einer Bewaffnung: www.nbcnews.com/meet-the-press/video/wha...h-guns-1167905347677
Hochrechnungen und Hintergründe zur Bewaffnung: Youtube-Link zur Hochrechnung

Anmerkung: YouTube-Links sollten auch wie alles andere in den Video-Link eingebettet werden. Eine direkte Verlinkung ohne Spoiler ist sowieso nicht erlaubt - von daher ist es hinderlich, wenn man nichtmal den Link als solchen einfach nur so posten kann.
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18 Amokläufe für 2018: Der Plan zur Eindämmung des Terrors 1 Jahr 6 Monate her #815960

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TheAwesomePigeon schrieb:

1.) Ist euch das Thema egal, da es nicht in Deutschland / Europa ein solches Problem darstellt?
2.) Wie steht ihr zur Bewaffnung der Bürger im generellen - findet ihr hier den amerikanischen Ansatz korrekt und würdet es in Deutschland begrüßen?
3.) Denkt ihr, dass eine Bewaffnung der Lehrer die Todesopfer in Amerika durch Amokläufe reduziert?
4.) Ist es überhaupt die Aufgabe eines Lehrers sich zu bewaffnen und einen Amokläufer aufzuhalten?

1.) Das Thema ist mir persönlich nicht egal, auch wenn es bei uns nicht so ein Thema ist (zum Glück).
2.) Solange die Waffen versperrt bleiben, ok, dagegen habe ich nichts. Generell tendiere ich eher zu strengeren Kontrollen.
3.) Nein. Warum? Lehrer sind Lehrer, keine ausgebildeten Spezialeinheiten. Das sind Extremsituationen die jeder gerne vermeiden will und die nicht zum Berufsbild Lehrer passen. Andere Länder funktionieren prima ohne bewaffnete Lehrer, nur die Amis haben da ein Problem. Aber jetzt die Lehrer zu bewaffnen? Schon einmal jemand darüber nachgedacht was passieren sollte wenn die Waffe von Schülern entwendet wird die sonst kaum an die Waffe kommen würden?
4.) Nein, die Aufgabe eines Lehrers ist die Schüler zu bilden. Viele Schulen in den USA haben nicht einmal genug Geld für Schreibutensilien, und jetzt will man Lehrer bewaffnen anstatt die Schulen vernünftig zu finanzieren? Das ist typisch Trump, und komplett dämlich.
Lehrer bekommen pro Jahr etwa 40.000$ Lohn, das ist gemessen an der Wichtigkeit des Berufes nichts. Und nun sind Lehrer auch noch dafür verantwortlich Waffen zu tragen und Arbeit von Polizei und Spezialeinheiten zu erledigen? Diese Schulung bringt gar nichts solange man sie nicht regelmäßig macht, unter möglichst realen Bedingungen.
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18 Amokläufe für 2018: Der Plan zur Eindämmung des Terrors 1 Jahr 6 Monate her #815964

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Wie soll man in Deutschland, wo wir mit gänzlich anderen Gesetzen und kultureller Einstellung zu dem Thema aufgewachsen sind, auch nur annährend in jene Richtung tendieren wollen? Wenn es tatsächlich hier peoples gibt, die die dortigen Entscheidungen Trumps gutheißen, würde es mich selbst brennend interessieren weshalb. Jedoch wenn der Hintergrund der Diskussion leider nicht so traurig wäre, wären solche Schlagzeilen um Trump nur ein weiterer von zahlreichen Punkt über den man sich amüsieren könnte. Meiner Meinung nach ist unser Land oder generell jene mit strikten Waffengesetzen, erst recht gute Beispiele dahingehend, dass solche Taten dadurch drastisch weniger verübt werden und kein normaler Bürger eine verdammte Schusswaffe nötig hat - von den größeren Kalibern wie Maschinengewehren ganz zu schweigen..

Doch wie bereits kurz angemerkt darf man gerade die kulturelle Einstellung nicht unterschätzen. Bei solcher Art von Forderung mag man sich schnell dazu hinreißen lassen die Amerikaner als dumm anzusehen, doch betrachtet man dabei, dass viele sprichwörtlich seit dem Kindesalter an Pistolenläufen nuckeln, ist es durchaus mehr nachzuvollziehen warum dann gerade viele der konservativ eingestellten Bevölkerung sie nicht aus ihrem Alltag wegdenken können und sie sich nicht wegnehmen zu lassen gedenken. Selbstverständlich teile ich nicht deren Ansicht, aber es hilft auch zu verstehen wenn man sieht, dass sich Meinungen aus anderen Umständen heraus bilden und warum es daher sich so unfassbar schwer gestalten würde dagegen vorzugehen.
Darüber wie viel Macht und Einfluss die Waffenlobby gerade in der Politik der USA genießen mag, möchte ich lieber nicht zu lange denken. Mich persönlich machte bisher jede Meldung über sie wütend und es wäre gelogen zu sagen, dass ich da keine Vermutungen hätte sie würden sich ihren Willen über dubiosere Wege erschleichen. Und gerade ein Trump kann seine Forderung immer noch unter den Deckmantel stecken der amerikanischen Wirtschaft unter die Arme zu greifen. Genug Anklang hätte er leider.
Da kann man froh sein, dass sich hier in Deutschland niemand hinstellt und Dinge von sich gibt wie z.b. dass die sexuellen Übergriffe in der Kölner Sylvesternacht nicht geschehen wären, wenn die Frauen Waffen bei sich gehabt hätten. Fast niemand.
Alles und jeden -und diesmal speziell die Lehrer- bewaffnen zu wollen, empfinde ich als geradezu einen skandalösen Schritt. Wer schaden anrichten will, der wird auch Mittel und Wege finden diesen anzurichten.

Immer hin bin ich da guter Hoffnung, dass wenn das allen Ernstes in Erwägung gezogen wird, man immerhin über die gestellten Fragen im Video lang genug zu diskutieren hätte, bis jemand Neues und hoffentlich Besseres seine Amtszeit antritt. Schließlich hat Trump bisher so einiges gefordert..
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18 Amokläufe für 2018: Der Plan zur Eindämmung des Terrors 1 Jahr 6 Monate her #815980

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1.) Gleichgültig ist es mir nicht allerdings auch nicht so das Thema worauf ich mein Hauptaugenmerk lege. Zum einen besteht dieses Problem nicht erst seit gestern sondern seit über fünfzig Jahren. Seit kurzem ist eine starke Zunahme dieser zu Verzeichnen wobei man sagen muss, dass es entweder 2017 zu einem rapiden Anstieg der Vorfälle kam, seit dem dies erst genau erfasst wird bzw Vorfälle vorher nicht immer gemeldet wurden oder vorher das Interesse an diesen nicht so groß war. Eine Auflistung der Gewaltexzesse findet man übrigens auf Wikipedia (siehe Fußnoten).


2.) Umso dichter ein Staat besiedelt ist umso mehr würde ich davon abraten. Bei Ländern mit relativ dünn besiedelten Gegenden bzw wo alle paar hundert Kilometer ein Dorf bzw. Haus steht sehe ich es jetzt nicht als besonders falsch an, das sich Leute selbst bewaffnen dürfen bzw Waffen besitzen aber in einem Land wie Deutschland das eine sehr hohe Bevölkerungsdichte aufweist, wo tägliche Bagatelle-Delikte fast unvermeidbar sind führt so etwas nur zu mehr Problemen als das es sie löst.
Sind viele Waffen im Umlauf kommt es automatisch zu Problemen z.B. wenn Leute versuchen tägliche oder kleinere zwischenmenschliche Probleme dadurch zu lösen oder es lässt sich nur schwer überprüfen wer eine Waffe schlussendlich besitzt und wer nicht selbst wenn man eine Datenbank mit Kauferfassung führt, da es immer zu privaten Täuschen kommen kann oder durch Familienbesitz mehr Personen Zugriff auf die Waffen haben als man weiß.


3.) Löst trotzdem nicht die Wurzel des Problem sondern bekämpft nur die Auswüchse aber die USA sind ja bekannt für diese Art der Problembekämpfung, ein sehr kurzfristig gedachter Ansatz. Eventuell, eventuell erhöht man aber dadurch nur die Anzahl der Vorfälle. Aber aus psychologischer Sicht schafft dies mehr eine Atmosphäre der Angst und erzeugt das Gefühl als gäbe es eine konkrete dauerhafte Bedrohung.
Das Problem mit Wachleuten ist halt an ungefähr 99,99% der Schulen passiert nie was nur für einzelne Fälle überall Wachpersonal einzustellen ist halt nicht rentabel und die Bewaffnung von Lehrern fällt unter die selbe Sparte. Aber ich kenne halt dieses Land und seine Probleme nicht wirklich aus erster Hand. Wer halt als Teil seiner Identität öffentlichen Waffenbesitz erlaubt in einem Land mit hohen Lebensstandards und keine Konkreten dauerhaften Bedrohung der Sicherheit durch äußere Faktoren muss halt mit Einbußen in der nationalen Sicherheit leben.
Wenn sie es wirkliche tun wollen sind die Fragen die in dem verlinktem Video gestellt wurden nicht falsch und sollten Beachtung finden allerdings kann jemand wie ich sie kaum beantworten.


4.) Ein Lehrer ist ein Lehrer und kein Polizist oder Soldat seine Hauptaufgabe ist es Lehrstoff zu vermitteln eine Nebenaufgabe als Sicherheitskraft halte ich für ziemlich unpassend.


¹ en.wikipedia.org/wiki/List_of_school_sho...in_the_United_States
Behindert sein ist Kultstatus
#sarkastisch gemeint :)
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18 Amokläufe für 2018: Der Plan zur Eindämmung des Terrors 1 Jahr 6 Monate her #815988

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Meine Sicht der Dinge:
Die NRA hat während des Wahlkampfs 30 Mio. Dollar an Trump gespendet und der versucht nun, als Gegenleistung ein Verbot der Waffen abzuwenden.
Da es sich sowohl bei Trump als auch bei der NRA um Geschäftsleute handelt, ist auch sofort klar, was man in Zukunft tun sollte: noch mehr Waffen kaufen. Parallel dazu versucht die NRA auf Twitter, das Recht auf Waffen mit dem Recht auf Freiheit gleichzusetzen, um eine Gegenargumentation möglichst schwierig zu machen.
Ich glaube nicht, dass es während Trumps Präsidentschaft zu einem Verbot von Schusswaffen kommt kann.

Da kann man froh sein, dass sich hier in Deutschland niemand hinstellt und Dinge von sich gibt wie z.b. dass die sexuellen Übergriffe in der Kölner Sylvesternacht nicht geschehen wären, wenn die Frauen Waffen bei sich gehabt hätten. Fast niemand.
Lustigerweise ist das Problem bereits mit Waffengewalt gelöst worden. Es würde mich nicht wundern, nächstes Silvester einen Leopard Kampfpanzer in der Kölner Innenstadt anzutreffen.

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Ist euch das Thema egal, da es nicht in Deutschland / Europa ein solches Problem darstellt?

Um ehrlich zu sein wundere ich mich darüber kaum. Und es ist für mich auch mittlerweile eine Nachricht unter vielen.Wenn sowas in Deutschland passiert bin ich "schockierter", wobei es hierzulande doch noch Ausnahmen sind und es auch bleiben. Wenn dein Post hier nicht gekommen wäre, so würde sich das Thema wieder irgendwo im Hinterkopf noch rumtreiben. In den Nachrichten wird es ja auch nur noch stiefmütterlich behandelt und dann geht es dabei auch nur noch um Mr. Trump. Wobei ich heute früh im Radio hörte das er die vorgeschlagene Gesetzesänderung verschärfen möchte. Das ist natürlich super um dies noch unwählbarer zu machen für die Politiker.

Wie steht ihr zur Bewaffnung der Bürger im generellen - findet ihr hier den amerikanischen Ansatz korrekt und würdet es in Deutschland begrüßen?

Ich finde es gut so wie es in Deutschland geregelt ist. Ich kenne mich nur laienhaft aus, aber um eine Waffe besitzen zu dürfen sind in Deutschland die Anforderungen an den Besitzer schon hoch. Und das ist auch gut so. Nicht jeder ist zum führen einer Waffe geeignet. Vorallem kann man auch die Berechtigung zum Waffenbesitz auch relativ schnell verlieren. Waffenverluste sind selten, da mit einem Verlust der Waffe, auch die Wahrscheinlichkeit eines Verlusts der Waffenbesitzkarte mit einhergeht. Es gibt sicher genügend Waffen die in Deutschland aufgrund krimineller Eigenschaften hier her geschafft wurden. Durch den Schengenraum mehr wie ohne, aber die Anzahl ist relativ gering im Vergleich zu Amerika. Aber dieses Problem kann auch nicht gelöst werden, denn da findet man immer einen Weg.

Denkt ihr, dass eine Bewaffnung der Lehrer die Todesopfer in Amerika durch Amokläufe reduziert?

Nein. Es würde sie sogar erhöhen.

Ist es überhaupt die Aufgabe eines Lehrers sich zu bewaffnen und einen Amokläufer aufzuhalten?

Nein das ist nicht die Aufgabe eines Lehrers. Das ist die Aufgabe der Judikativen, Exekutiven & Legislativen. Und für mich gehören Lehrer nicht zur Exekutiven Gewalt. Das ist für mich im Inland die Polizei. Aber das ist ja das Problem. Die Legislaitve schafft es nicht die Gesetzgebung zu ändern. Sie werden die Verfassung niemals ändern. SIe könnten versuchen den Erwerb zu erschweren. Das könnte auch der amerikanische Supremecourt, die Judikative, in dem Fall sogar vielleicht entscheiden und somit die Legislative dazu zwingen. Es geht ja in dem Fall nicht darum das man den Leuten die Waffe wegnimmt. Es sollte aber möglich sein die bump stocks zu verbieten, ein Mindestalter von 21 Jahren einzuführen, ein polizeiliches Führungszeugnis zu verlangen, ggf. psychische Tests. Und vor allem eine bessere Registrierung und Nachweisführung der Waffen beim jeweiligen Waffenbesitzer.
Quelle: Schusswaffentote in den USA
Quelle: Schusswaffentote in Deutschland
Beides vergleichbare Schätzungen. Da sieht man einen Unterschied in der Menge, auch wenn die USA mehr als 3xmal so groß ist.

Solange die Politik und die Bürger sich nicht bewegen wird sich da auch nichts ändern. Insbesondere wenn es um die Politik geht sehe ich schwarz. Deswegen wird Parkland eine Ausnahme sein, aber die Vorfälle wie in deinem ersten Link werden in dem Maße weitergehen.

MfG

Radio

Vllt editiere ich noch was die Tage rein wenn mir etwas mehr Muse zu Teil wird.
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Ich sage daß Waffen niemanden töten. Menschen töten andere Menschen. Wenn man keine Waffe hat, dann findet man andere Wege Leute umzubringen. Daher halte ich es für verfehlt über irgendwelche Waffengesetze zu philosophieren.

Die Wurzel allen übels bei diesen Schul-Amokläufern nämlich ist der Geisteszustand der Täter. Jeder dieser Schützen nahm psychopharmika ein. Jeder dieser Schützen war ein Aussenseiter. Es ist natürlich bequemer nach strengeren Waffengesetzen zu plärren, als die soziologische Situation in der Gesellschaft der USA zu thematisieren, aber richtiger wird es dadurch auch nicht.
Ferner werden diese Begebenheiten benutzt um das gesellschaftliche Klima zu ändern, damit die Akzeptanz einer Entwaffnung der Gesellschaft zunimmt. Und ich glaube nicht daß es pure Philantropie ist, die dafür sorgt daß man milliardenschwere NGOs in Leben ruft, um genau dafür zu propagandieren...
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Faf-Kun schrieb:
Ich sage daß Waffen niemanden töten. Menschen töten andere Menschen. Wenn man keine Waffe hat, dann findet man andere Wege Leute umzubringen. Daher halte ich es für verfehlt über irgendwelche Waffengesetze zu philosophieren.
Kurze philosophische Frage: Womit kannst du einfacher mehr Menschen in kürzerer Zeit töten?
Messer, Pistole, automatisches Sturmgewehr.
Faf-Kun schrieb:
Die Wurzel allen übels bei diesen Schul-Amokläufern nämlich ist der Geisteszustand der Täter. Jeder dieser Schützen nahm psychopharmika ein. Jeder dieser Schützen war ein Aussenseiter. Es ist natürlich bequemer nach strengeren Waffengesetzen zu plärren, als die soziologische Situation in der Gesellschaft der USA zu thematisieren, aber richtiger wird es dadurch auch nicht.
Ferner werden diese Begebenheiten benutzt um das gesellschaftliche Klima zu ändern, damit die Akzeptanz einer Entwaffnung der Gesellschaft zunimmt. Und ich glaube nicht daß es pure Philantropie ist, die dafür sorgt daß man milliardenschwere NGOs in Leben ruft, um genau dafür zu propagandieren...
Weißt du wer es diesem Amokläufer ermöglicht hat wieder leichter an Waffen zu kommen? DT.
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Ich muss sagen, dass ich die Amoklauf-Meldungen aus Amerika nicht mehr wirklich registriere. Ich habe sogar das Gefühl, dass sie medial hier deutlich weniger aggressiv aufschlagen, als es noch damals der Fall war. Als Jugendliche hatte ich zumindest das Gefühl, dass das Thema deutlich präsenter war als heutzutage - aber vielleicht haben sich da meine Quellen auch einfach zu stark verändert.

Viele Punkte wurden bereits genannt, allerdings möchte ich gerade zur Bewaffnung der Lehrer noch etwas aufgreifen: ist man als Lehrkraft wirklich auch dazu gewillt, einen Menschen umzubringen und vor allem aber auch sein eigenes Leben im offenen Feuergefecht zu riskieren? Natürlich wäre das eher Aufgabe der Polizei, aber wenn solche Vorschläge aufkommen, würde ich mich als betroffener Amerikaner doch fragen, ob ich das überhaupt will oder kann.
Ich selbst war noch nie in Amerika und weiß nicht, ob die Mentalität in Bezug auf das Töten von Menschen einfach eine andere ist als hier in Europa. Aber um wirklich geistig darauf vorbereit zu sein, einen Menschen zu töten - und das auch ohne Zögern durchführen zu können und zu wollen - ist in meinen Augen schon eine Sache, die eine spezielle Ausbildung benötigen. Und selbst das dürfte nicht ausreichen, um jeden Lehrer davon zu überzeugen - Lehrer wird man schließlich nicht, um im Notfall einen Menschen mit einer Schusswaffen zu töten.

Aber ehrlich gesagt: nachdem diese Aussage von Donald Trump kam, kann man auch nicht anders als ein wiederholtes mal an seinem Geisteszustand zu zweifeln. Ich denke auch nicht, dass das eintreten wird.

Faf schrieb:
Wenn man keine Waffe hat, dann findet man andere Wege Leute umzubringen. Daher halte ich es für verfehlt über irgendwelche Waffengesetze zu philosophieren.
Um Leobens Frage vielleicht auch noch auf ein kleines Praxisbeispiel zu erweitern: nehmen wir das Massaker von Texas, als der Schütze von einem Hochhaus mit einer halbautomatischen Feuerwaffe in eine Menschennmenge schießt. Welche Waffen hätte noch die Kapazität, so eine große Menge an Menschen zu töten, die man auch tatsächlich legal erwerben kann? Außer einer Bombe (und das wäre in dem Falle auch nicht legal erwerblich) fällt mir da nichts ein.
Keinen Zusammenhang zwischen der Verfügbarkeit von Waffen und der Anzahl an Amokläufen zu sehen finde ich persönlich etwas unrealistisch. ^^ Letzten Endes sprechen die Statistiken zur Waffengewalt eine ganz andere Sprache. Würde ich mir illegal eine Waffe beschaffen müssen, wäre zumindest die Wahrscheinlichkeit, dass ich auffliege bzw. nicht einmal an eine herankomme, deutlich höher als bei einem Kauf, den ich gefühlt an jeder Ecke problemlos tätigen kann.

Faf schrieb:
Die Wurzel allen übels bei diesen Schul-Amokläufern nämlich ist der Geisteszustand der Täter. Jeder dieser Schützen nahm psychopharmika ein. Jeder dieser Schützen war ein Aussenseiter. Es ist natürlich bequemer nach strengeren Waffengesetzen zu plärren, als die soziologische Situation in der Gesellschaft der USA zu thematisieren, aber richtiger wird es dadurch auch nicht.
Jeder dieser Schützen? ist das nicht ein bisschen arg pauschalisiert? Wenn ich mir da mal ein paar Amokläufe herauspicke geht dort nicht hervor, dass die Schützen unter Einfluss von Medikamenten standen - höchstens, dass sie enttäuscht vom Leben waren oder Wut auf ihren Ex-Partner/Lehrer/Mitschüler hatten.
Das Außenseiter-Schema trifft da sicherlich eher zu, allerdings würde ich nicht allen ausnahmslos psychische Probleme unterstellen - das eine hat in meinen Augen mit dem anderen nicht zwingend etwas zu tun.
Ich glaube allerdings tatsächlich, dass die amerikanische Gesellschaft - gerade in Highschools etc. - etwas radikaler mit Außenseitern umgeht als hierzulande. Ich habe zumindest über Mundpropaganda von ein paar Austauschschülern bereits gehört, dass eher das Motto gilt "Einmal Außenseiter, immer Außenseiter" und dass man das auch zu spüren bekommt. Ich glaube, dass die Klischees aus den ganzen Highschool-Filmen tatsächlich nicht allzu realitätsfern sind, wenn wir uns mal die klassischen Nerds und die beliebten Football-Spieler und Cheerleaderinnen anschauen.
Insofern stimme ich dir da zu: der Umgang mit Außenseitern und "Erfolglosen" ist sicherlich ein Thema, dass in den USA gerade dazu beiträgt, dass Menschen zur Waffe greifen und aus Zorn oder Perspektivlosigkeit Menschen töten.

Aber die Debatte zeigt auch wieder, wie tief gespalten Amerika ist und wie die Hardliner auf die Gegner der Waffenindustrie stoßen. Ich habe oft das Gefühl, dass es in Amerika eigentlich nur zwei Parteien gibt: du bist dafür, oder dagegen. Und das kann man auf recht viele Themen ausbreiten.
Politisch wird sich in meinen Augen in den nächsten Jahren nichts ändern. Die Waffenlobby hat einfach einen zu großen Einfluss auf die Politiker, und das ist mittlerweile ja sogar recht gut im Internet dokumentiert: www.opensecrets.org/orgs/recips.php?id=d000000082 (falls sich jemand ein Bild über Anzahl und die Spendenbeträge machen möchte).
Langfristig gesehen denke ich allerdings, dass das Bewusstsein sich hier deutlich erhöhen wird, allerdings halte ich es auch für recht generationsbedingt. Ich könnte mir zumindest vorstellen, dass die amerikanischen Staatsbürger der älteren Generation etwas mehr an ihrer Waffe hängen als es die jüngeren Menschen tun. Statistische habe ich mich da allerdings nicht schlau gemacht, lediglich eine Vermutung meinerseits.
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Wenn ich möglichst viele Leute umbringen wollte in einem Gebäude wäre mit Waffen vermutlich ein halbautomatisches Gewehr die erste Wahl. Ohne Feuerwaffen würde ich vermutlich eine Hacke oder Pikenartiges verwenden. Da bietet jedes Gartencenter eine breite Auswahl an Stangenwaffen. Warum kein Messer? Weil man bei Hacken u.Ä. eine gewisse Distanz zum Opfer wahrt. So minimiert man die Möglichkeit selbst angegriffen zu werden. Ich schätze die Opferzahl wäre vergleichbar. Villeicht sogar etwas höher, da Schüsse eine Fluchtbewegung auslösen und das töten mit einer solchen improvisierten Stangenwaffe wesentlich Geräuschärmer ist.
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18 Amokläufe für 2018: Der Plan zur Eindämmung des Terrors 1 Jahr 6 Monate her #816126

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Faf-Kun schrieb:
Wenn ich möglichst viele Leute umbringen wollte in einem Gebäude wäre mit Waffen vermutlich ein halbautomatisches Gewehr die erste Wahl. Ohne Feuerwaffen würde ich vermutlich eine Hacke oder Pikenartiges verwenden. Da bietet jedes Gartencenter eine breite Auswahl an Stangenwaffen. Warum kein Messer? Weil man bei Hacken u.Ä. eine gewisse Distanz zum Opfer wahrt. So minimiert man die Möglichkeit selbst angegriffen zu werden. Ich schätze die Opferzahl wäre vergleichbar. Villeicht sogar etwas höher, da Schüsse eine Fluchtbewegung auslösen und das töten mit einer solchen improvisierten Stangenwaffe wesentlich Geräuschärmer ist.

An dieser Stelle möchte ich das Argument ein wenig mit einem meiner liebsten zynischen Sätze ein wenig entschärfen:
"Man sollte sich im Krieg wieder von Fahrzeugen und Schusswaffen distanzieren und mit Ross und Rüstung in die Schlacht ziehen. Da war das Töten anderer Menschen noch ein echter Kraftakt!"

Also wirklich. Ein Gartencenter ist nicht gerade der Waffenhandel schlechthin. Ja - in der Tat - der Mensch hat sich sehr darauf spezialisiert jeden möglichen Gegenstand zu einer Waffe umzufunktionieren, sodass jede Errungenschaft der Menschen wohlüberlegt sein muss, da der erste Gedankengang des Menschen zu "wie kann ich es für meinen Vorteil verwenden?" führt. Doch wie bereits erwähnt ist eine stangenartige Bewaffnung zuerst einmal weit schwieriger mit sich zu führen und erfordert bei ihrer Anwendung weit mehr Kraft und Ausdauer. Damit enden die Faktoren allerdings nicht.

Eine solche Waffe erfordert den Nahkampf.
Dadurch wird der Akt des Tötens für den Menschen maßgeblich bewusster, da es eine höhere persönliche Gewalt erfordert, welche man ausüben muss.
Die Waffe tötet nicht gewissenhaft und Verletzungen sind gegebenenfalls nicht groß genug, um den Gegner kampfunfähig werden zu lassen.
Jeder Angriff birgt das Risiko einer Verteidigung mit Gegenwehr - besonders dann, wenn...
... der Raum der Konfrontation begrenzt ist
... man nicht die notwendige Waffenkunde besitzt (laienhafter Umgang)
... die Waffe möglichst viel Grifffläche bietet
... man körperlich dem Gegner unterlegen ist
... man zahlenmäßig überwältigt werden kann
... man die Waffe aufgrund hoher Menschendichte nicht verwenden kann
... etc.

Zudem ist man darauf angewiesen seine Gegner zu erreichen und Flucht ist erheblich leichter.
Aufgrund der Nahkampf Situation birgt sich die Gefahr des Heldentums unter den Gegnern, sodass es weit mehr Widerstand gibt.

All das soll einfach als kleiner Exkurs oder als Gedankenanstoß dafür dienen, was es mit der Relevanz von Waffen zum Amoklauf auf sich hat.
Natürlich wird der Mensch immer etwas finden, um andere Menschen zu überwältigen, niederzuringen oder gar zu töten. Doch je mehr er sich bei seiner Wahl der Bewaffnung selbst in Gefahr begeben oder aktiver an seiner Wirkung arbeiten muss, desto größer wird seine Hemmschwelle überhaupt darauf zurückzugreifen.

Eine AR-15 halbatuomatische Schusswaffe ist ein effizientes Tötungswerkzeug und nichts weiter. Ein Werkzeug welches für die Beseitigung von Leben optimiert wurde - diese Anwendung ist der Zweck der Waffe. Ein Gartenwerkzeug ist hierfür eine Zweckentfremdung, was mit Einbußen zur Effektivität führt - schließlich substituiert man nur ein echtes Tötungswerkzeug. Das AR-15 ist einer der offensivsten "Peacemaker" die man legal in Amerika erwerben kann und die Individualität der Vorstellung des Friedens der verschiedenen Bürger sorgt dafür, dass sie missbraucht wird.

Die Waffe ist nicht böse oder schlecht - so wie es auch die berühmten Worte um Schwerter sagen. Es ist stets die Frage wofür man sie besitzt - um Feinde zu bezwingen oder Freunde und Familie zu schützen. Die NRA nutzt diese Niesche um sich selbst aus der Verantwortung zu ziehen und sogar noch weit schlimmer, aus geschaffenem Leid durch die Einfachheit des Erwerbs und der Effizienz der Waffe, weiteren Profit zu schlagen. Dies halte ich persönlich moralisch für absolut verwerflich und egal wie gut oder böse eine Waffe ist... wenn sie alleine schon von solchen Menschen vertrieben wird, so würde ich sie aus Prinzip boykottieren.

Oder kurz gefasst lautet meine Antwort auf das Zitat: "Der Vergleich hinkt"
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Endlich mal ein interessantes Thema, super!
Also ich muss was TheAwesomePigeon zustimmen, was den Vergleich angeht. Er hinkt in der Tat. Um meinen Vater zu zitieren bei jedem Film mit einer mittelalterlichen Schlacht: „Gib mir ein MG42 und die ganze Schlacht wäre kein Problem.“ Und er hätte Recht. Gut das ist ein etwas übertriebener Vergleich, aber ich denke ebenfalls das mit Gartenequipment jemand zu töten deutlich schwieriger wird. Warum dann nicht gleich einen Löffel? Eine AR-15 ist leicht zu bedienen und viel effektiver. Klar mit einem Messer kann man jemand auch gut töten, es wäre aber schwieriger so viele Menschen so schnell zu töten wie mit einer AR-15. In diesem Sinne würden strengere Waffenverbote schon helfen die Opferzahlen zu minimieren.
Um jetzt aber zum eigentlichen Thread zu kommen:

Ist euch das Thema egal, da es nicht in Deutschland / Europa ein solches Problem darstellt?

Naja, wir haben unsere eigenen Probleme insofern ist es nicht meine Nummer 1 Priorität. Ich finde es einfach nur traurig. Und ich muss, leider, mit Deviltoon übereinstimmen. Es ist irgendwie „Normalität“ geworden. Genauso wie die andauernderen Schreckensmeldungen aus den Nahen Osten. Es passiert, es ist schrecklich ohne Frage, aber langsam Normalität.

Wie steht ihr zur Bewaffnung der Bürger im generellen - findet ihr hier den amerikanischen Ansatz korrekt und würdet es in Deutschland begrüßen?

Nein ganz und gar nicht. Waffenbesitz für mich ist ein Unding und sollte komplett verboten werden. Keine Privatperson sollte eine Waffe haben. Und da das nahezu unmöglich ist sollte Waffenbesitz noch viel strengere Auflagen haben. Keine Waffe sollte je in die Hand eines Kindes kommen.

Denkt ihr, dass eine Bewaffnung der Lehrer die Todesopfer in Amerika durch Amokläufe reduziert?
Ich stimme da Radiowecker über ein. Das würde es nicht besser machen. Und man sollte einen Lehrer nicht dazu zwingen seine Schüler zu erschießen, er muss dann das Versagen des Staates und der Gesellschaft ausbaden. Schlimm genug schon das er mit unzureichenden Mitteln unterrichten muss…

Ist es überhaupt die Aufgabe eines Lehrers sich zu bewaffnen und einen Amokläufer aufzuhalten?

Nein und das sollte sie auch nie. Eigentlich habe ich schon im oberen Punkt schon erläutert wie dazu stehe.

Aber wie können wir dann dieses Problem ändern?

Ich denke das Waffenproblem wird sich in der USA nicht lösen solange der Staat nicht die absolute Zentralmacht hat. Die USA ist halt ein zerrissenes Land und ganz ehrlich, wenn ich in manchen Vierteln der USA leben würde, hätte ich auch lieber eine Waffe. Ich meines es ist ja in Prinzip noch ein Relikt aus den wilden Westen! Man kann nur hoffen das der soziale Druck nach Änderungen langsam aber sicher, schärfere Waffengesetzte durchsetzt. Wie viele Menschen dafür aber noch mit ihren Leben zu bezahlen haben ist da natürlich die Frage...
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18 Amokläufe für 2018: Der Plan zur Eindämmung des Terrors 1 Jahr 6 Monate her #816145

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Weil man bei Hacken

Hacken? Whaaaat? Also ohne darauf jetzt allzu groß eingehen zu wollen, aber eine Hacke wäre das letzte, was ich da nehmen würde. Die sind viel zu sperrig, unausbalanciert und ich könnte mir nichts anderes vorstellen, bei dem die Länge zu so einem Nachteil avanciert (in jeglicher Hinsicht, was Handlichkeit und Balance angeht) wie bei einer Hacke außerdem hat sie kaum Angriffsfläche - wenn dann würde ich tatsächlich ein Messer oder zumindest noch eine Axt/Beil anführen, ich glaube, wenn jemand versuchen würde, mit einer Hacke Amok zu laufen, wäre eher noch die Gefahr gegeben, dass ich mich totlachen würde ... und das mein ich in dem Fall total ernst. Und wie kommst du auf die Idee von wegen geräuscharm. Willst du dich auf dem Klo verstecken, warten bis jemand kommt und den dann meucheln? Oder denkst du ernsthaft, du könntest mit einer Hacke, Axt oder sonstwas in einen Raum mit 20 oder mehr Leuten gehen und dort stillschweigend einen nach dem anderen abmurksen, ohne dass überhaupt mal auch nur einer daran denkt, einen Schrei von sich zu geben?

Aber zum Thema: Ich will ehrlich sein, eine Diskussion über Waffengesetze in Deutschland fände ich tatsächlich fragwürdig, einfach, weil es hier schwer genug ist, an eine Waffe zu kommen bzw. der Großteil der Amokläufer in Deutschland nicht auf legalem Wege an eine Waffe kam. Was Amerika angeht finde ich die Frage jedoch schon berechtigt. Ich meine, seien wir mal ehrlich, natürlich kann ich auch mit einer Axt Leute umbringen, das stellt hier wohl niemand in Frage. Klar ist jedoch, dass ich mit einer Schnellfeuerwaffe weit mehr Schaden anrichten kann, als mit einer Nahkampfwaffe, mit der ich's vielleicht schaffe, einen Menschen umzubringen und dann ist erstmal Schicht im Schacht (das soll hier jetzt nicht zu weit ausgeführt sein, aber ich denke, viele stellen sich das zu leicht vor - ein Mensch besteht nicht aus Zuckerguss). Sorry, aber gerade die Idee mit der Hacke ist so dermaßen frei jeglichen Sinns, dass ich fast nicht glauben kann, dass das ernst gemeint gewesen sein soll. Fakt ist, eine Schusswaffe IST bei sowas nunmal weit gefährlicher, als eine Hacke, Axt, Messer, sogar als eine selbstgebaute Bombe, mit der sich der Täter im besten Fall noch selbst die Hand (oder mehr) wegsprengt, weil er im Zweifelsfall keine Ahnung von Tuten und Blasen hat. Und gerade in Amerika ist es nicht schwer, an eine Schusswaffe zu kommen, kaum schwerer, als in Deutschland an eine Hacke zu kommen.

Pigeon schrieb:
Ist es überhaupt die Aufgabe eines Lehrers sich zu bewaffnen und einen Amokläufer aufzuhalten?

Auf keinen Fall! Wie es in Amerika aussieht, wo die Mentalität zu Waffen eine andere ist, sei mal dahingestellt - aber zumindest in Deutschland wäre das eine blöde Idee. Ein stinknormaler Lehrer hätte keine Ahnung, wie er mit der Waffe umgehen sollte und nicht nur das - auch wie er mit so einer Situation umgehen sollte. Im besten Fall dreht er selbst noch am Rad. Vielleicht wäre es als Abschreckung ok oder im besten Fall um sich defensiv zu verhalten und die Waffe im Ernstfall einzusetzen (wenn der Täter durch die Tür kommt beispielsweise und kurzzeitig ein angreifbares Ziel bietet - wobei wohl kein Amokläufer dumm genug wäre, fröhlich durch eine Tür zu marschieren, die Arme in die Luft zu reißen und zu schreien "Hier bin ich!", wenn er davon ausgehen müsste, dass jemand eine Waffe auf besagte Tür richtet). Dass ein Lehrer sich in dem Fall bewaffnet und versuchen soll den Helden zu spielen, halte ich allerdings für utopisch. Mag sein, dass es in Amerika anders aussieht, aber auch hier würde ich sagen, gibt es nicht umsonst Leute, die dazu ausgebildet sind, mit solchen Situationen umzugehen - und Lehrer sind es nunmal nicht.

Dies halte ich persönlich moralisch für absolut verwerflich und egal wie gut oder böse eine Waffe ist

Danke. Einfach danke. Für den ganzen Absatz diesbezüglich würde ich dich am liebsten küssen. xD Natürlich ist eine Waffe an sich nicht böse oder sonstwas - aber ich finde diese Ansage so zweifelhaft wie einfältig. Denn letztlich ist das in meinen Augen nur eine Beschönigung der ganzen Thematik. Natürlich liegt es am Besitzer und daran, was er gegebenenfalls mit der Waffe anrichten will/wird. Aber das Zitat von wegen gute Waffe, böse Waffe ist in meinen Augen eine der fragwürdigsten (um es mal so auszudrücken) Aussagen, seit Menschengedenken.

Wie steht ihr zur Bewaffnung der Bürger im generellen - findet ihr hier den amerikanischen Ansatz korrekt und würdet es in Deutschland begrüßen?

Ebenfalls unter keinem Umstand. Ich bin froh, dass man in Deutschland nicht ohne allzu große Umwege an eine Waffe kommt. Natürlich kann man hier nun wieder mit Sicherheit etc. ankommen, aber seien wir mal ehrlich - wer von euch kam in seinem Leben schon jemals in eine Situation, die es WIRKLICH - also unter allen gegebenen Umständen und ohne Alternative - erfordert hätte, eine Schusswaffe zu besitzen bzw. davon Gebrauch zu machen, um Leib und Leben zu schützen (und damit meine ich nicht, dass euch in der Schule vielleicht mal jemand euer Pausenbrot geklaut hat oder ähnliche Späßchen)? Ich noch nie. Und selbst wenn ... wenn ich nachts allein in einer Großstadt unterwegs wäre und in eine kriminelle Bande laufe, bestehend aus 10-15 Leuten .... was soll ich dann mit einer Schusswaffe - vor allem gesetzt dem Umstand, dass sie vielleicht selbst welche hätten, wenn es nicht schwer wäre, an welche zu kommen? Das soll nicht feige wirken, aber in dem Fall wäre ich froh, wenn sie lediglich meinen Geldbeutel stehlen, mir ein paar aufs Maul hauen und sich dann verpissen. Hätte ich eine Schusswaffe und würde versuchen den Helden zu spielen, könnte ich wohl an zwei Fingern abzählen, dass die Situation für mich nicht gut ausgehen würde. Und auch sonst bin ich durchaus froh, dass ich davon ausgehen kann, dass nicht jeder Mensch in meiner Umgebung eine Schusswaffe mit sich trägt. Denn letztlich gibt es nicht nur gute Menschen auf der Welt, die so eine Waffe lediglich zum Wohle der Menschheit nutzen würden - ganz im Gegenteil. Und die Behauptung, dass eine Bewaffnung der Bevölkerung inwiefern auch immer mehr Sicherheit brächte halte ich schlichtweg für ... realitätsfremd.

Devil schrieb:
Langfristig gesehen denke ich allerdings, dass das Bewusstsein sich hier deutlich erhöhen wird, allerdings halte ich es auch für recht generationsbedingt. Ich könnte mir zumindest vorstellen, dass die amerikanischen Staatsbürger der älteren Generation etwas mehr an ihrer Waffe hängen als es die jüngeren Menschen tun. Statistische habe ich mich da allerdings nicht schlau gemacht, lediglich eine Vermutung meinerseits.

Könnte ich mir ebenfalls vorstellen. Einfach, weil es oft auch das ist, was man am Rande in irgendwelchen Informationen vermittelt bekommt, dass gerade ältere Menschen aufgrund der "amerikanischen Mentalität" an ihrem Recht festhalten wollen, eine Waffe besitzen zu wollen. Ob und inwiefern sich das ändern wird, nachdem dadurch evtl. auch folgende Generationen möglicherweise gewohnt sind, jederzeit eine Waffe zu besitzen und es für sie eine "Selbstverständlichkeit" darstellt, sei mal dahingestellt, aber ich denke/hoffe auch, dass sich da ein Umdenken breit machen wird.

Pigeon schrieb:
Ist euch das Thema egal, da es nicht in Deutschland / Europa ein solches Problem darstellt?

Wirklich egal ist's mir nicht. Allerdings muss ich mich Devil (allmählich total ungewohnt, den Namen zu verwenden .... xD) anschließen, ich hab mittlerweile das Gefühl, es ist - ähnlich wie beispielsweise Terroranschläge im nahen Osten - mittlerweile fast schon Normalität geworden - was ja allein schon die immens hohe Zahl in der kurzen Zeit beweist. Mit Normalität meine ich natürlich nichts beschönigendes, sondern schlicht, dass man hierzulande das Gefühl hat, es würde gar nicht mehr groß erwähnt. Abgesehen von ein paar Amokläufen hab ich hauptsächlich im Zuge der Diskussion über die Bewaffnung der Lehrer von den jüngsten Ereignissen mitbekommen - dass die Zahl jedoch so hoch anzusetzen ist, hat mich im ersten Moment jedoch ziemlich überrascht - heißt, etliche der Amokläufe sind an mir schlicht und ergreifend vorbeigegangen.

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18 Amokläufe für 2018: Der Plan zur Eindämmung des Terrors 1 Jahr 6 Monate her #816229

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Faf-Kun schrieb:
Wenn ich möglichst viele Leute umbringen wollte in einem Gebäude wäre mit Waffen vermutlich ein halbautomatisches Gewehr die erste Wahl. Ohne Feuerwaffen würde ich vermutlich eine Hacke oder Pikenartiges verwenden. Da bietet jedes Gartencenter eine breite Auswahl an Stangenwaffen. Warum kein Messer? Weil man bei Hacken u.Ä. eine gewisse Distanz zum Opfer wahrt. So minimiert man die Möglichkeit selbst angegriffen zu werden. Ich schätze die Opferzahl wäre vergleichbar. Villeicht sogar etwas höher, da Schüsse eine Fluchtbewegung auslösen und das töten mit einer solchen improvisierten Stangenwaffe wesentlich Geräuschärmer ist.
Es gibt Schalldämpfer und Unterschallmunition für ein AR-15 zu kaufen. Dazu noch ein Buck-Stock und ich habe quasi ein vollautomatisches Gewehr welches im normalen Schullärm nicht zu hören ist.

Ja, eine Hacke, genau. Du hast absolut keine Ahnung oder? Das stellst du selbst toll unter Beweis.
Hättest du nun Machete gesagt, ok, das wäre eine andere Geschichte, aber du schleppst eine schwere Hacke mit geringer Angriffsfläche, und dazu läuft man noch Gefahr dass sich die Hacke in der Kleidung verheddert.
Stangenwaffen? Nein, die sind sperrig und ineffizient, deshalb begeht niemand damit einen Amoklauf.
Hast du schonmal Holz gehackt? Vermutlich nicht, denn panisch umherlaufende Kinder mit einer Hacke zu jagen ist einfach nur dämlich. Macheten und Messer sind leichter zu verstecken und weitaus effizienter. Bitte hör auf so schlau daherzureden wenn du keine Ahnung hast.

Schüsse lösen Fluchtbewegungen aus? Wissen die Kinder von wo genau die Schüsse kommen? Vermutlich nicht, ergo irrelevant. abgesehen vom Erdgeschoss kommen Kinder eh nicht raus, außer sie springen aus dem Fenster was vermutlich nur wenige machen würden...
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18 Amokläufe für 2018: Der Plan zur Eindämmung des Terrors 1 Jahr 6 Monate her #816309

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Deviltoon schrieb:
Um Leobens Frage vielleicht auch noch auf ein kleines Praxisbeispiel zu erweitern: nehmen wir das Massaker von Texas, als der Schütze von einem Hochhaus mit einer halbautomatischen Feuerwaffe in eine Menschennmenge schießt. Welche Waffen hätte noch die Kapazität, so eine große Menge an Menschen zu töten, die man auch tatsächlich legal erwerben kann? Außer einer Bombe (und das wäre in dem Falle auch nicht legal erwerblich) fällt mir da nichts ein.

Es ist durchaus möglich Amokläufe oder Terroranschläge effizient mit Nahkampfwaffen oder anderen Mitteln als Schusswaffen durch zu führen:

Es gab in Europa in den letzten Jahre mehrere islamistisch motivierte Terroranschläge die mit Messern durchgeführt wurden. Nicht zu vergessen sind mehrere Anschläge die mit Hilfe von Fahrzeugen verübt wurden. Dar schlimmste davon in Nizza Frankreich 2016.
Selbstverständlich ist Sprengstoff nicht auf dem freien Markt erhältlich, dennoch kann mann eine Bombe mit einfachen Haushaltsmittel zusammenbasteln. Auch wenn eine solche Bombe nicht die Sprengkraft einer konventionellen Bombe haben mag, erfüllt auch diese ihren Zweck. Auch hier gibt es zahlreich Beispiele von Terroranschlägen die mit selbst gebastelten Bomben verübt wurden.
Auch wenn es auf den ersten Blick etwas Exotisch erscheint so sollte man den Giftgasanschlag auf die Tokioter U-Bahn 1994 nicht vergessen. Der Anschlag wurde mit selbsthergestelltem Sarin durchgeführt und forderte 13 Tote und 1000 verletzte.
Natürlich setzt die Herstellung einer Bombe und besonders von einem Giftgas wie Sarin eine gewisse Intelligenz und Planung voraus.
Einer der schlimmsten und brutalsten Völkermord wurde wegen Mangel an Schusswaffen zu ca. 37% mit Macheten verübt. Im Völkermord von Ruanda 1994 starben ca. 800000 - 1000000 Menschen. Das nur um zu Verdeutlichen dass für hohe Opferzahlen keine Schusswaffen von Nöten sind.

Ihr werdet jetzt Argumentieren dass ein Terroranschlag und ein Amoklauf nicht dasselbe ist. Das stimmt zwar, aber gewisse Parallelen kann man trotzdem ziehen, wie die Verfügbarkeit von Ressourcen. Auch haben einige jüngere Amokläufe wie der Anschlag auf ein Feriencamp in Utøya in Finnland 2011, das Batmanmassaker in einem Kinosaal in Colorado 2012 und der Angriff auf ein Musikfestival in Las Vegas 2017 eine erschreckende Ähnlichkeit mit dem Terroranschlag in Paris 2015 was Bewaffnung und Vorgehen angeht.

Bei einem Amoklauf fällt die Wahl der Waffe, vor allem in einem Land mit liberalen Waffengesetzen wie der USA, logischerweise zuerst auf eine Schusswaffe. Auch ist die leichte erhältlichkeit von Schusswaffen ein weiterer Faktor für die hohe Anzahl von Amokläufen in der USA.
Trotzdem bin ich der Meinung dass auch wenn keine Schusswaffen vorhanden sind, dass bei guter Planung und starkem Willen der Amokläufer sein Ziel erreichen kann.

Ich masse mich nicht an zu wissen wo das Problem liegt dass die USA von so vielen Amokläufen erschüttert wird, jedoch bezweifle ich dass das Problem ausschliesslich bei der leichten Verfügbarkeit von Schusswaffen liegt.
Die Schweiz ist da ein gutes Beispiel. Auf Kopf kommen nicht ganz so viele Schusswaffen wie in der USA, dennoch ist es in der Schweiz im Vergleich zu seinen Nachbarstaaten relativ einfach an Schusswaffen zu kommen. Und trotzdem gibt es in der Schweiz sehr wenig Verbrechen mit Schusswaffen.
Das Problem muss also woanders liegen.
Daher bin ich der Meinung dass die Verschärfung oder das Verbot von Schusswaffen das Problem gar nicht oder nur teilweise löst.

Ach ja, was Trumps Vorschlag zur Bewaffnung von Lehrern angeht, bin ich völlig deiner Meinung Deviltoon ^^.
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