THEMA: Seinen Traum leben oder 'vernünftigen' Beruf anstreben?

Seinen Traum leben oder 'vernünftigen' Beruf anstreben ? 1 Jahr 1 Monat her #824162

Man muss sich überlegen, wie wichtig seine Träume sind, und wie viel es einem wert ist, für sie aufs Spiel zu setzen. Oft hat man verschiedene Ziele: Finanzielle Sicherheit, ein Dach überm Kopf, eine Familie gründen... Wenn die Wege zu diesen Zielen in unterschiedliche Richtungen führen, wäre es optimal, wenn man einen Kompromiss finden könnte.
Ich mag naiv sein, aber ich denke, man sollte an seinen Träumen festhalten und lieber ein ungewisses, abenteurliches Leben führen als auf der sicheren Seite zu sein. Man lebt nur einmal, und du magst es vielleicht eines Tages bereuen, wenn du deine Leidenschaft, das Theater, aufgegeben hast. Wenn es das ist, was du wirklich machen willst, tu es! Der einfachste Weg ist nicht immer der Beste. Mein Traum ist es, Autorin zu werden, und ich habe beschlossen, diesen Traum nicht fallen zu lassen, auch wenn es kein wirklich `vernünftiger`Beruf ist.^^ Man muss für seine Träume kämpfen.

Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern. - Henry Ford
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Seinen Traum leben oder 'vernünftigen' Beruf anstreben ? 1 Jahr 1 Monat her #824163

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Also ich will ja an sich nichts anderes als Anime suchten , zocken und in meiner Fantasie leben. Aber ein vernünftigen Beruf anzustreben ist eine wichtige Sache,weil ich mein niemand hat sich bock auf einer Baustelle oder so abzuackern um ein bisschen Geld zu bekommen. Nur das das aus meinem Mund kommt ist komisch da ich eher meinem Traum nachgehe als mich auf meine Ausbildung zu konzertieren, da es mir echt schwer fällt mich von Animes abzuhalten. Entsprechen sehen dann auch meine Noten aus.

Aber man sollte halt auch an die Zukunft denken also spätere Familie oder so was, was mir wieder sehr schwer fällt.
Letzte Änderung: 1 Jahr 1 Monat her von Russian13.
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Seinen Traum leben oder 'vernünftigen' Beruf anstreben ? 1 Jahr 1 Monat her #824164

Alleine von deinem Ausgangspunkt, würde ich dir vorschlagen einen sichereren Beruf zu nehmen. Ich verstehe das total, das man seine Leidenschaft ausleben will, aber man kann, wie du ja auch schon erwähntest, mit wenig bis gar kein Geld nicht unbedingt gut Leben. Ich schlage dir das vor, da ich selber in der selben Lage bin. Meine Leidenschaft ist z.B. der bereich Ernährung, jedoch gibt es dort nur den Ökotrophologen, welche meist in Laboren arbeiten, was ich nicht so schön finde. Oder es gibt den Ernährungsberater, welcher aber nicht geschützt ist und extreeeem un-lukrativ ist. Deswegen habe ich mir auch den Beruf des Lehrers ausgesucht, mit Biologie als Fach, welchen ich dann in 2 Jahren ausüben möchte. Es ist zwar nicht genau das, was ich wollte, aber du bist finanziell sicher und du kannst ja trotzdem deine Leidenschaft ausleben. Nur weil du es nicht als Hauptberuf ausübst, heißt es nicht, das du es nicht mehr machen kannst. Außerdem weist du auch gar nicht, ob es nicht am ende vielleicht besser ist, denn ein Hobby/Leidenschaft ist etwas, wobei man abschalten kann vom stressigen Alltag. Dieses abschalten können würdest du vielleicht verlieren, wenn du Theater hauptberuflich machen würdest.

Auch wenn ich jetzt Argumente gegen das ausführen deiner Leidenschaft hervorgebracht habe, so musst du am Ende auch dein Herz hören. Du kannst auch ein Tarzan später werden, welcher viel Geld verdienen kann. Ich würde dir aktuell vorschlagen darüber nachzudenken, ob du lieber sehr viel Spaß haben möchtest bei deinem Beruf, dafür aber finanziell zurückstecken müsstest (zumindest zu beginn), oder ob du lieber Lehrer werden möchtest, wo dein Einkommen sicherer ist, aber du dafür weniger Spaß daran hättest.
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Seinen Traum leben oder 'vernünftigen' Beruf anstreben ? 1 Jahr 1 Monat her #824165

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Du nimmst mir die Worte aus dem Mund :)

Seinen Traum leben oder 'vernünftigen' Beruf anstreben ? 1 Jahr 1 Monat her #824166

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Halli Hallo!

Ein sehr interessantes Thema, zu welchem ich meinen Senf auch dazu geben möchte :)
Hier ein zwei Informationen zu meiner Person, um euch meine Hintergründe der Geschichte näher bringen zu können.

Mein Name ist Rebecca, ich bin 19 Jahre alt und habe damals meine mittlere Reife mit 16 Jahren abgeschlossen. Ich hatte damals den Traum Logopädin zu werden und habe es immer wieder versucht (fast drei Jahre lang mich zu bewerben), aber da es sehr schwer ist in diesem Beruf angenommen zu werden, wenn du kein riesen Glück hast und den Beruf nicht studieren möchtest, wurde ich leider nie genommen. Klar, geht einem da dann schon mal die Motivation flöten. Also habe ich den Traum aufgegeben, was ich auch für die bessere Entscheidung halte.
Nun ist mein Traum schon immer gewesen, etwas in die Richtung mit der Sprache zu machen. Egal was. Ob Gesang, Lehrer, Logopädin oder was auch sonst immer, ich wollte etwas mit dem Sprechen und der Kommunikation zu tun haben. Also habe ich viel ausprobiert, Praktika gemacht und mich dann dazu entschieden meinem neuen Traum hinterherzujagen: Das Synchronsprechen. Jetzt bin ich fast am Ende meiner Ausbildung angelangt und fühle mich wieder wie am Anfang der Reise.
Mit dem Sprechen alleine verdient man kein Geld, sollte man nicht am laufenden Band Aufträge bekommen und für Castings genommen werden. In der Welt der Sprecher (so wie in der der Theatherwelt) gibt es eben nur wenige Studios/Regisseure/Produzenten, die neuen Stimmen eine Chance geben möchten, wenn es doch die altbekannten deutschen Stimmen gibt, die sich damit auch hauptberuflich über Wasser halten wollen.
Was nun also?
Ich muss meinen Traum erneut aufgeben und mich der Realität stellen, dass dieser Beruf mich niemals alleine durchs Leben bringen wird, sollte ich nicht reich heiraten. Also muss ich eine zweite Ausbildung anfangen, die mir wenigstens ein bisschen Geld einbringt und mich in der Gesellschaft als "normal" angesehen lassen wird. Ein normaler Bürojob, der mir sicherlich auch Spaß machen kann und wird, wenn ich mich genug reinhänge, aber eigentlich nicht das ist, was ich eigentlich machen wollte.
Warum also ist es so schwer in der Gesellschaft anerkannt zu werden, wenn man seine Träume verfolgen will? Warum gibt es so viele Arbeitgeber, die jungen Leuten die Chance auf eine Arbeit verweigern, obwohl sie es so sehr wollen?

Diese Frage stellt sich mir viel zu oft und euch soll gesagt sein, dass ich seit 3 Jahren nichts anderes tue, als nach einem Job/einer Ausbildung zu suchen, für die ich mich wirklich begeistere. Für die ich wirklich weiß, dass ich sie will. Es tut weh und es zerschmettert einen, wenn man ständig abgewiesen wird, obwohl man so gern arbeiten möchte.
Aber ich finde meine richtige Berufung auch noch und genieße die Zeit, in der ich meinen Traum als Sprecherin ausleben kann.

Vielen Dank fürs durchlesen!
Bye Bye ~
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Seinen Traum leben oder 'vernünftigen' Beruf anstreben ? 1 Jahr 1 Monat her #824170

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Ich stand damals auch vor einer doch relativ schweren Entscheidung.

Bei mir fing es damit an, dass ich von meiner Grundschule eine "Hauptschulempfehlung" bekommen habe. Ich war kein Durchstarter und mir ging das Schulleben ziemlich gegen den Strich. Zu der Zeit war ich jemand, der lieber draußen rumgetobt und mit seinen Freunden Blödsinn angestellt hat. Als ich dann in die fünfte Klasse kam und merkte, dass sich die Uhr des Erwachsenwerdens immer schneller drehte, habe ich mir ans Herz gefasst und etwas besser im Unterricht aufgepasst. So ging es immer Weiter bis zur neuten Klasse, wo ich meinen Abschluss mit einem guten Durchschnitt geschafft habe. Wie hier sicher der ein oder andere auch schon zu Ohre getragen bekommen hat, ist man aber mit einem einfachen "Hauptschulabschluss" ziemlich im Nachsehen, weshalb ich ein weiteres Jahr drangehängt habe und so meinen erweiterten Realschulabschluss mit noch deutlich besseren Durchschnitt bekommen habe. In diesem letzten Jahr habe ich ständig von Lehrern gesagt bekommen, dass ich doch studieren solle, was ich erst auch vorhatte. Um ehrlich zu sein war ich extrem von der Atomphysik - speziell der Atomenergie geschuldet - angetan. Chernobyl und der Vorfall im selben Jahr meines Abschlusses in Fukushima haben ihr Übrieges getan. Doch als die Regierung den Ausstieg aus der Atomenergie offiziell gemacht hat, habe ich das komplette Interesse daran verloren, was mich mit einem Schlag wieder auf Aufang gewurfen hat. Die Fragen, die ich mir da stellte, haben dann für ein Umdeken gesorgt.

Doch da kam mein Hobby wieder ins Spiel, das ich widerum auch als Standbein in der Zukunft nutzen konnte. Ich hab in meiner Freizeit gerne handwerklich etwas gemacht und habe so ein guten und sicheren Beruf gefunden. Mechaniker mag jetzt ziemlich "lame" klingen, allerdings macht es Spaß und man hat eine sichere Einkommensquelle, weil Fachkräfte mittlerweile echte Mangelware sind. Viele wollen nur noch studieren, mit der Hoffnung, am Ende besser dastehen zu können, was ich natürlich verstehen kann. Aber der Weg dahin ist langwierig und es ist nicht sicher, ob auch das eintrifft, was man sich am Anfang vorgestellt hat. Ich kenne einige, die studiert haben und keinen Arbeitgeber finden konnten, weil sie "überqualifiziert" sind. Soll heißen: Sie wären zu teuer. Nun sind sie auch ganz normale Büroleute und ähnliches. Das ist natürlich anders, wenn man ein Duales Studium machen kann, wo der Arbeitgeber eine sichere Zusage bei Bestehen zusichert. All diese Fragen und Erfahrungen sorgten dafür, dass ich umgeschwänkt bin und auf ein festes Standbein gesetzt habe und meine Faszination verworfen habe. Aber gut, genug damit.

Was ich damit sagen will: Man muss abwägen, ob der Beruf die Zukunft absichert. Es ist am Anfang schwer abzuschätzen, ob der Beruf auch das ist, was man sich vorgestellt hat. Wünsche mit einem Beruf zu verbinden ist schwer, aber nicht unmöglich. Man muss nur abwägen, ob er am Ende für ein Dach über dem Kopf sorgt.

In deinem Fall wäre vielleicht das Lehreramt etwas. Es gibt viele Schulen, die Theatergruppen anbieten. Und da ist sicher ein Weg, wie man dein Hobby und die Faszination des Theaters verbinden kann. Was gäbe es Schöneres, seine Schuler ein Stück vorspielen zu lassen, wo dein Herzblut reingeflossen ist? ;) Auch wenn du es nicht selbst auf der Bühne bist, bist du trotzdem im Rampenlicht.
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Seinen Traum leben oder 'vernünftigen' Beruf anstreben? 1 Jahr 1 Monat her #824173

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Hallo Evanz,

mein Tipp: Lass dich nicht stressen und hetzen. Es gibt viele Vor- und Nachteile für einen "vernünftigen" Beruf, aber du solltest dir auch klar werden, was du überhaupt wirklich willst. Und dafür hast du genug Zeit. Ich kenne deine genaue Situation nicht, aber ich rate dir dazu, auf dein Bauchgefühl zu hören. Dir aber auch zu überlegen, ob du deinen Traum auch wirklich leben willst. Es wird anstrengend und wahrscheinlich nicht einfach sein, aber wir Anime-schauenden haben doch genug Vorbilder für Durchhaltevermögen und dass es sich am Ende doch irgendwie lohnt.
Ich persönlich bin nach 14. Semestern (inkl. einem B.A. und mach grad meinen M.A.) immer noch am suchen, was ich überhaupt will.
Spannend sind da immer Praktika. Versuch doch in den Schulferien o.ä., in die Felder reinzuschauen, wo du denkst, dass die dich interessieren können.
Es ist wichtig zu wissen, wo hin man will. Wenn man ein genaues Ziel vor Augen hat, kann man darauf zu steuern.
Aber vielleicht befindest du dich gerade auf der Grand Line und dein Kompass muss sich noch kallibrieren. Aber solange hast du noch genug Zeit dich auszuprobieren, verschiedene Sachen zu erleben und zu entdecken, bis du weisst, was du überhaupt willst.

Arbeiten musst du später eh noch lange genug *-___-* *o-noooo2*
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Seinen Traum leben oder 'vernünftigen' Beruf anstreben? 1 Jahr 1 Monat her #824174

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Ich glaube ich bin in einer ähnlichen Situation, wenn auch nicht gerade wegen dem Theater. In dieser Zeit, dass ich mir Gedanken um meine Zukunft machen soll, bin ich auch. Natürlich gibt es da gar keinen Stress, wenn die Lehrer sagen man ist schon ziemlich jämmerlich wenn man nicht ansatzweise eine Richtung hat, in die man gehen möchte.

Ich weiß wie das klingt und es ist auch der Grund weshalb ich es ungern erwähne, aber ich würde gerne eine Autorin werden. Schreiben macht mir schon seit Jahren Spaß und ich glaube ich bin auch relativ gut geworden, nur wie man sieht habe ich nicht unbedingt das Selbstbewusstsein um zu sagen, dass ich ansatzweise Talent habe. Es ist schwer zu sagen, dass ich gut genug bin um ein Buch zu veröffentlichen, ich bin mir unsicher ob es jemand überhaupt lesen möchte und das sind nicht unbedingt die besten Voraussetzungen. Trotzdem würde ich mich gerne verbessern und gut genug werden, nur hab ich das Gefühl mir rennt die Zeit davon und ich muss sobald ich die 18 erreicht habe schon die Entscheidung getroffen haben, ob ich alles riskiere und mich mit Teilzeitjobs über Wasser halte um meiner Leidenschaft hinterherzurennen, oder ob ich etwas in die Richtung Übersetzer mache, weil ich Sprachen ganz gut beherrsche.

Letztendlich habe ich immernoch keine Ahnung und werde das wahrscheinlich auch für eine Weile noch nicht haben, aber fürs erste werde ich einfach mein bestes geben um zu sehen ob ich meinen Traum verwirklichen kann oder ob ich eher realistisch bleiben sollte.
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Seinen Traum leben oder 'vernünftigen' Beruf anstreben? 1 Jahr 1 Monat her #824176

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Smou schrieb:
. Natürlich gibt es da gar keinen Stress, wenn die Lehrer sagen man ist schon ziemlich jämmerlich wenn man nicht ansatzweise eine Richtung hat, in die man gehen möchte.

sowas sagen die Lehrer?? Lasst euch da nicht reinreden. Ihr müsst später noch lang genug arbeiten. Was solls, wenn ihr vielleicht erst mit 25, 30 rausfindet, was ihr wirklich machen wollt? Klar sind da noch die Finanzen etc. aber so wirklich rosig siehts ja nirgends aus. Klar, mit ner Ausbildung zum [ inser job titel here] weiss man was man später macht. Aber auch nicht immer.

Nehmt euch die Zeit, die ihr braucht und probiert verschiedenes aus *o-hero*

@Smou du schreibst Geschichten?? das klingt spannend. *o-gj* versuch die doch vielleicht mal auf entsprechenden Seiten zu veröffentlichen?? (wattpa o.ä.) dann bekommst du deine Rezensionen und dein Feedback. *o-brav*

Seinen Traum leben oder 'vernünftigen' Beruf anstreben? 1 Jahr 1 Monat her #824179

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Das ist wirklich eine schwierige Frage, auf die es glaube ich keine wirklich 100% richtige Antwort gibt. Ich bin eigentlich ein ziemlicher Forenmuffel, aber hier gebe ich gerne meine Platitüden zum besten, in der Hoffnung, dass es irgendwie hilft oder zumindest zum Nachdenken anregt.
Da der Text sehr lang ausfällt hau ich ihn in Spoiler. Viel Spaß an all jene, die mutig genug sind, sich mein Geschwafel anzutun ;).

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Ich hoffe, ich habe dich mit all dem nicht allzu verwirrt. Ich wünsche dir für deine Zukunft alles Gute und dass du deinen Weg findest :)
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Seinen Traum leben oder 'vernünftigen' Beruf anstreben? 1 Jahr 1 Monat her #824181

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Da haben wir beide die gleiche schwierigkeit aber auch den gleichen antrieb. Ich möchte Maskenbildner werden. Auch net grade das Grüne vom Ei wenn man eine gute stelle bekommt. Aber ich möchte den Menschen die meine Arbeit sehen den Alltag vergessen lassen, zum Träumen bringen.
Eins ist sicher. Man sollte einen Plan B haben.
Aber wenn es für dich möglich ist mach ein Auslandsjahr.
Geh auf reisen und versuch dort schon Erfahrungen zu sammeln. Das kann echt helfen.
Lass dich da bloß net unterkriegen <3 egal obs schwer erscheint, Träume sind zum leben da ;D
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Seinen Traum leben oder 'vernünftigen' Beruf anstreben? 1 Jahr 1 Monat her #824183

Hi Evanz!
Ich glaube selbst mit Lehramt als Studium und Lehrer als Beruf könntest du deine Leidenschaft mit deinem Beruf verbinden. In den meisten Schulen gibt es zwar eine Aula oder einen anderen großen Raum, in welchem man etwas aufführen könnte, aber die wenigsten Schulen haben eine vernünftige Theater-ag. So könntest du dich dann auch mit diesem Beruf versöhnen und deine Leidenschaft an andere und vor allem junge Menschen weitergeben.
Lg Ludwig
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Seinen Traum leben oder 'vernünftigen' Beruf anstreben? 1 Jahr 1 Monat her #824184

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Hey Evanz,

auch ich habe vor 4 Jahren mein Abitur absolviert und kann dir versprechend, dass die Zeit rasend schnell vorbei gehen wird. Nachdem ich die Oberstufe abgeschlossen hatte, musste ich mir auch Gedanken darüber machen, ob ich mein künstlerisches Hobby zum Beruf machen kann und möchte, oder ob ich etwas "bürgerliches" lernen möchte, das meine Eltern und insbesondere mich im Leben zufrieden stellen würde. Du musst wissen, ich lese und schreibe leidenschaftlich gerne und ich hatte es mir zum Lebenstraum gemacht, Schriftsteller zu werden, wohlwissend, dass es keine allgemein gültige und "bürgerliche" Ausbildung zum Schriftsteller gibt.

Derzeit mache ich eine Ausbildung in einer Bibliothek. Ich habe mich deshalb dafür entschieden, weil ich weiß, dass viele Schriftsteller vom Schreiben allein und von der Kunst allgemein nicht leben können, und weil ich mich persönlich weiterentwickeln möchte. Außerdem kommt mir die Arbeit in der Bibliothek zu gute, weil ich in Zukunft weiterhin mit Literatur zu tun haben möchte.

Vor ein paar Jahren habe ich erfahren, dass es an 3 Orten in Deutschland möglich ist, Schreiben zu studieren:

1. Mediale Künste mit dem Schwerpunkt Schreiben an der Kölner Kunsthochschule für Medien
2. Literarisches Schreiben am Literaturinstitut in Leipzig
3. Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim.

Ich erzähle dir das deshalb, weil es in Hildesheim möglich ist, neben dem Hauptfach Literatur auch das Beifach Theater zu wählen. Vielleicht kommt das schon nah an deiner Vorstellung heran. Auch ist es möglich, sich an diversen Hoch- und Schreibschulen zum Drehbuchautor "ausbilden" zu lassen. Natürlich ist ein Studium nicht so sicher wie eine Berufsausbildung, aber vielleicht kannst du durch diesen Weg dein Hobby zum Beruf machen, anstelle eines Studiums für's Lehramt.

Ganz nebenbei: Eine Kollegin von mir studiert Theologie. Aus Leidenschaft oder für's Lehramt, das kann ich nicht sagen. Aber sie besucht nebenher auch eine Theatergruppe und spielt/steht selbst auf der Bühne. Vielleicht kannst du es auch so kombinieren.

Soviel dazu von mir. Viel Glück. :)
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Seinen Traum leben oder 'vernünftigen' Beruf anstreben? 1 Jahr 1 Monat her #824185

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Sagen Wir mal so, man kann als Studienabrecher mit Kellner Erfahrung, ein ganzes Land unter seine Kontrolle bringen, indem man simple Gehirnwäsche (die man sich wohl von der Werbung ab geschaut hat) nutzt und dabei seine Machtfantasien, beeinflusst von kruden Vorstellungen, vom Leben der Menschen, als Kanzler umsetzen. Und ich denke, es ist in diesem Fall ein Traumberuf und die Erfüllung, auch wenn ein ganzes Land darunter leidet (und noch viel mehr leiden wird) und ein Haufen noch überhaupt nicht realisiert hat, was da noch kommt und welchen Unfähigen Mann sie da gewählt haben (irgendwann ist der Aufwind der Wirtschaft, auf dem er reitet dahin und dann werden Alle die Bescherung haben).


Sein Traum leben?

Welchen Traum? Genug Leute haben keinen "Traum", was den Beruf angeht.

Wer clever ist, der sucht sich einen Job, der etwas über dem Durchschnittsverdienst (mehr brauchen eh nur unzufriedene Menschen) liegt, eventuell auch weniger, grade wenn man zu den Menschen gehört, die mit wenig sehr gut auskommen, wobei diese Leute dann bei einem gut bezahlten Job früher leckt mich am Arsch sagen können, weil mehr Reserven (Reserven - dafür hab ich mir den Arsch aufgerissen, die Ruhe dadurch kann mir Keiner nehmen), der sicher ist (ob nun in der gleiche Firma oder generell gefragt), die Arbeitnehmervertretung gut ist (die Meiste ist unfähig) und vor allem wo man wertig für die Arbeit, die einen nicht ruiniert, egal ob körperlich oder seelisch bezahlt wird (es gibt genug Job´s die sind es nicht). Dinge wie kurzer Berufsweg, gute Umgebung usw. ist natürlich auch wichtig (was helfen 200Scheine mehr, wenn ich faktisch über die Woche einen ganzen Arbeitstag nur im Auto oder den Öffentlichen verbringe und ich nicht dafür bezahlt werde?).

Irgendwelchen Träumen nachrennen ist schön und gut, doch was wenn sie scheitern? Tun sie ja oft genug. Schon großer Mist.
Es gibt zig Studenten, die nicht fertig machen (und faktisch vor dem Nichts stehen), zig die fertig studieren und dann doch dran scheitern oder in irgendwelchen Jobs hängen, wo 4 Stunden Schlaf das Maximum ist.
Zig Leute haben Schulbildung für den Arsch (und verlorenen Jahren), weil sie dann doch was Anderes machen. Oft genug eine Stufe unter dem, was sie machen würden, wenn sie früher einen Schritt gesetzt hätten.
Zig Leute lernen einen Lehrberuf für den Arsch, weil es da schlichtweg keine Job´s gibt, jedes Jahr wieder, fallen so Viele darauf rein - Lehrlinge sind billige Arbeitskräfte .......
Zig Künstler, die ihre Leidenschaft irgendwann aufgeben (oft auch müssen). Kenne da leidenschaftliche Musiker, die können einfach nicht mehr, da hat jeder in den Jahrzehnten um die 100.000 investiert, nur damit sie spielen können - Auftritte kosten den Künstler oft mehr Geld, als er jemals sieht! Doch jetzt ist die Luft raus und eine Minusgeschäft ist eine Minusgeschäft.
usw.

Und zweiter Bildungsweg? Tja, findet mal die Kraft dazu (die wird mit dem Alter nicht grade besser), trotz Vollzeitjob und Verantwortung, die da oft schon da ist. Gut man kann auch keinen Sex haben oder verhüten, doch na ja, alles nicht so einfach. Ich hab so viele intelligente Leute am zweiten Bildungsweg scheitern sehen, einfach weil die Kraft gefehlt hat. Ist nicht jeder Supermann.

Was man braucht, ist ein Plan. Und zwar ein guter Plan, keiner von der Sorte Luftschloss. Und am Besten Unterstützung dabei. Und möglichst früh.

Von der Schule braucht Keiner diese Unterstützung bei Orientierung und erwarten und schon gar nicht praktische Orientierung, wie man sein Leben bestreitet (kann man statistisch belegen). Bekommt man von dort echte Hilfe, so ist eine engagierte Lehrkraft gewesen, die sind nur selten:(

Von den Eltern? Darauf wetten würde ich ja nicht. Und wer sich zu lange unterstützen lässt (weil er Glück hat), der wird später Eigenschaften entwickeln, die nicht von Vorteil sind. Können aber sicher Viele gut damit leben, dass man es Anderen verdankt ............
Mir ist aber natürlich bewusst - das durchschnittliche fertige Studium hat im Normalfall den "Background". Ist einfach so, als Harz 4 Kind (gut war ich nicht, doch privilegiert oder unterstützt sicher nicht) hast Du die Arschkarte, klar kannst Du es schaffen, doch Du musst gegen Leute antreten, die mehr Zeit fürs Lernen haben, generell weniger Stress haben und entspannter sind und sich schlichtweg ihr Studium "kaufen" (damit sind Vorteile wie gratis Wohnen, Essen usw. gemeint) können - bzw. "kaufen" es die Eltern ...... oft genug.

Ich hätte mir halt gewünscht, dass meine Eltern etwas überlegt hätten, was kann er realistisch schaffen ohne sich zu ruinieren und wo ist er nachher zufrieden. Und sie mich mich dahin geleitet hätten. Doch Fehlanzeige, ich kann mich nur daran erinnern, dass ich mit 14 gefragt worden bin, wann ich ausziehe und vorher war das Programm so in die Richtung, je höher die Bildung umso besser ........ ganz gleich wie sinnvoll und wie viel Kraft es kostet. Ich war mit 14 "tot" ......... hatte sich über Jahre angekündigt, meine Eltern waren die letzten, die es gesehen haben und dann sollst etwas aus dem Hut zaubern:( Na ja, ich hab was aus dem Hut gezaubert, will mich gar nicht erinnern wie.

Zur Not muss man sich selber helfen. Nicht leicht mit 14 (wo es oft schon entschieden wird), mit so um die 18 geht es schon besser (war zumindest bei mir so), doch da ist es höchste Zeit und die verlorene Zeit bekommst nicht wieder.

Doch klar kannst den Traum leben, solange man am Ende des Traumes nicht vor den Scherben steht .........

Wer seinen Traum leben kann und zufrieden ist, der hat es richtig gemacht. Doch am Anfang steht immer der Plan dazu. Und er muss realistisch sein.

Klar geht es auch ohne, ich hatte selber gar keinen Plan, wie auch, war ja ganz unten, doch mir ist schon immer alles in den Schoß gefallen, nachdem ich vorher gewaltig auf die Schnauze gefallen bin und ziemlich ratlos und fertig da gestanden bin. Doch empfehlen würde ich es Keinem, da war sehr viel Glück dabei, viel hätte schief laufen können und nervlich war es nicht lustig. Das Herumstolpern und dahinleiden, kann doch kein Ziel sein, selbst wenn am Ende etwas OK geht. Ich würde es nie im Leben so wiederholen wollen, auch wenn es gut ausging.
Ich bin vielleicht fad, doch ich würde mir einen ganz anderen Job suchen, den ich mit 70% locker erledigen kann und der mich nicht auslaugt. Ja ich würde tiefstapeln. Und ich bin mir sicher, ich hätte zig Jahre weniger kämpfen müssen. Folglich hätte ich mehr Glück in dieser Zeit erlebt. Doch Ich kann leider nicht mehr in der Zeit zurück reisen, blöderweise haben sich Teile meiner Superkräfte verabschiedet als ich (schon wieder) die Erde gerettet hab.
Ist aber auch okay, ich mag mich am Ende des Tages wie ich bin oder kann zumindest damit leben und so wäre ich nicht geworden, wäre es anders gelaufen. Und weder sitze ich auf der Straße noch muss ich mich vor irgendwas fürchten.


Desillusioniert? Sicher. Grillt mich dafür, zig Leuten wird es aber früher später auch so gehen. Zig auch nicht:)

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Sniperace
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  • RDK
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Definitiv ein schwieriges Thema, denn es gibt durchaus berufliche Träume, welche Perspektiven bieten und realisierbar sind, auch wenn es oft ein harter Weg ist. Aber das Problem vieler Menschen ist es, dass sie falsch an die Sache heran gehen, indem sie mit einem Tunnelblick an die Sache gehen anstatt das ganze Drumherum zu betrachten und dadurch oftmals in einem Bereich landen, der zwar theoretisch ihren Traum entspricht, aber keinerlei Perspektiven bieten, weil man nach Ausbildung/Studium keinen Job oder nur Gelegenheitsjobs findet, man unter ständigen Druck durch Konkurrenzkampf innerhalb der Branche steht, man das Risiko der Selbstständigkeit eingehen muss und/oder man sich den Lebensunterhalt nicht finanzieren kann, siehe z.B. die ganzen Leute die ihr Lohn mit ALG-II aufstocken müssen. Dementsprechend sollte man nie leichtsinnig an sowas heran gehen, zudem ist es oft auch sinnvoller seinen Traum als Hobby zu leben anstatt ihn zur Berufung zu machen, weil man in der Regel dann nur noch als Dienstleister fungiert und man sich dem Markt anpassen muss um zu überleben, siehe z.B. die ganzen so genannten Kreativberufe. Ich persönliche kenne einige die Kunst, Design etc. pp. studiert haben und für die meisten davon wurde aus dem Traum ein Albtraum, weshalb diese sich auch beruflich Umorientieren oder umorientiert haben und jetzt was ganz anderes machen.

Ich selbst bin auch ein sehr kreativer Mensch, aber wusste auch das ich sehr gut mit Menschen arbeiten kann, dementsprechend habe ich mich für die Soziale Arbeit entschieden, denn je nach Job/Einrichtung kann ich dort auch meine Kreativität einbringen, allerdings ohne den Druck und Zwang, wenn ich in dem Bereich was gelernt/studiert hätte und habe daher weiterhin Spaß an der Sache, auch privat abseits vom Job.
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