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THEMA: Seinen Traum leben oder 'vernünftigen' Beruf anstreben ?

Seinen Traum leben oder 'vernünftigen' Beruf anstreben ? 4 Monate 1 Woche her #800291

Wenn es um die Frage geht, ob man seinen Traum leben soll, oder sich in die Gesellschaft eingliedert, in dem man den gleichen grauen Job wählt, wie es des Beamtenväter und Vätersväters Beruf war so muss man meiner Meinung nach selbstverständlich ein Abstraktionslevel mit in die Beantwortung dieser Frage ziehen. Jeder, welcher nicht dazu bereit ist seinen Traum zu abstrahieren, wird mit der Verfolgung von eben diesem nicht glücklich, weil wir in einer Welt leben, welche in gnadenloser Manier jedes Mittel ergreift, um die eigenen Träume zu blockieren und es jenen zu ermöglichen, welche lediglich mit mittelmäßiger Passion bei der Sache sind. So zumindest erscheint es einem sehr häufig, wenn man bedenkt, wie beispielsweise ausgezeichnete Pianisten in der Regel auch ein eigenes Instrument besitzen, was sich kostenmäßig für eine Familie der Unterschicht als nicht erwerbbar herausstellt. Erstmals einen solchen Erfolg zu verzeichnen, um einen Flügel gestellt zu bekommen erfordert ein hohes Maß an Können und Glück, wobei man ersteres nur erwerben kann, wenn man täglich übt (was ein eigener Flügel ermöglichen würde... wobei dieser ja das Ziel dieser Tortur ist).

Realistisch betrachtet sind 90% aller Träume absoluter Unfug. Warum das so ist, liegt in der Individualität der jeweiligen Menschen, bzw. in deren Fantasie. Wer eine 1:1 Realisierung davon erleben will, wird ggf. beim Klebstoff schnüffeln wohl eher an das gewünschte Gefühl kommen, als es durch harte Arbeit zu erreichen. Wenn man jedoch bereit ist den Traum zu abstrahieren und die Essenz davon zu ergreifen, als den Traum selbst, so findet man sich viel eher auf der richtigen Route. Denn wenn man diese Route einschlägt, so behaupte ich, dass es unvernünftig ist einen 'vernünftigen Beruf' anzustreben. Jeder Beruf ist mehr oder minder realisierbar - zumindest die thematische Ebene, was auch das sein sollte, was einen interessiert. In einem tristen Job kann man immer noch verkümmern, wenn man es so will - aber warum? Es gibt auch Menschen, welche diesen langweiligen und trockenen Beruf für die geilste Erfindung seit der Erläuterung der Binomischen Formel halten.
So jammert man hier gerne davon, dass man als Musiker kein Tageswerk verrichten kann und damit kein Geld verdienen wird. Meiner Meinung nach hat man sich dabei zu sehr auf etwas versteigt. Es gibt viele Musiker, welche nicht individuell spielen und Teil einer Gruppe sind, welche gegen Gage selbst spielen oder gegen Gage die Instrumente einer Sängerin oder eines Sängers spielen (auch dieser muss nicht bekannt sein). Aber da ich von der Abstraktion sprach, so kann auch jeder Musik und Instrument-Begeisterte sich weiterbilden und eine Tätigkeit als Lehrer der Musik oder Lehrer von Instrumenten anbieten. Natürlich kann man auch in den Verkauf für diese Tonwunder gehen, womit man sich ebenfalls wieder im Umfeld davon befindet, was man liebt. Gerade wenn man hier sehr viel Begeisterung mit sich bringt, so kann man dies Kunden oder Schüler spüren lassen, wodurch man sich mit Elan über das unterhalten kann, was man liebt und wovon man träumt.

Die Welt ist hart und erbarmungslos - allerdings ist sie nicht unfair. Wer sie als unfair betitelt und sich beklagt hat meiner Meinung nach einfach nur aufgegeben eine Änderung herbeizuführen und wünscht sich, dass Glück und Erfolg in den Schoss regnen. Jedoch denke ich auch, dass es besser ist, dass jenen keine Träume erfüllt werden. Fortschritt und Veränderung waren stets mit Eigeninitiative und Aufwand verbunden - nur wer bereit ist beides zu liefern und vielleicht sogar nichts zu erwarten, hat die größten Chancen auf Erfolg.

Findet euren Traum.
Definiert für euch, was euch daran gefällt.
Zerlegt diesen in einzelne Aspekte und entscheidet selbst, welche ihr von eurem Standpunkt erreichen könnt.
Arbeitet auf diesen hin - und vielleicht öffnen sich auch weitere Pforten.

Selbst wenn man anfangs damit kein Geld verdienen könnte - so ist der Pfad immer noch mit Berufen gepflastert, welche bezahlt werden und Meilensteine des Ziels sind.
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Seinen Traum leben oder 'vernünftigen' Beruf anstreben ? 4 Monate 1 Woche her #800345

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Der Titel deines Threads gefällt mir nicht wirklich: "Seinen Traum leben oder einen vernünftigen Beruf anstreben".
Ich finde jeder Beruf ist vernünftig, solange er dir Geld einbringt und deinen Mitmenschen nicht schadet.

Meiner Meinung nach sollte man seinen Träumen folgen und versuchen sie zu verwirklichen, dabei aber stets auf dem Boden der Tatsachen bleiben und immer realistisch sein. Viele Menschen wählen einen sicheren Beruf aus, der Ihnen keine Freude bereitet und bereuen es nachher, dass sie ihren Träumen nicht gefolgt sind.
Auch wenn es hart und ungewiss ist, sollte man keine Angst vor Herausforderungen haben und an seinem Traum arbeiten. Allerdings gibt es viele Wege an sein Ziel zu kommen und wie Kaidan schon gesagt hat, muss ein bestimmtes Studium nicht gleich zum bestimmten Beruf führen, da man mit einer Grundbasis fast immer die Möglichkeit dazu hat, seinen Beruf oder das Berufsfeld zu wechseln. Vor allem in unserer heutiger Zeit geht es viel leichter denn je.
Danke für die Signatur Blackseraphim :D
Letzte Änderung: 4 Monate 1 Woche her von -Shisui-.

Seinen Traum leben oder 'vernünftigen' Beruf anstreben ? 4 Monate 1 Woche her #800424

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-Shisui- schrieb:
Der Titel deines Threads gefällt mir nicht wirklich: "Seinen Traum leben oder einen vernünftigen Beruf anstreben".
Ich finde jeder Beruf ist vernünftig, solange er dir Geld einbringt und deinen Mitmenschen nicht schadet.

Deswegen ist auch vernünftig in Anführungszeichen geschrieben. Ich stimme dir schon zu, dass jeder Beruf vernünftig ist, solange er keinem schadet und Geld einbringt, allerdings bringen viele Berufe, die vielleicht Traumbasierend sind, zu wenig Geld ein, weil die Gesellschaft bzw. das wirtschaftliche / politische System es leider so will.
Deswegen sind einige Berufe für mache Systeme, in manchen Hinsichte 'vernünftiger' als andere.
Letzte Änderung: 4 Monate 1 Woche her von Evanz.
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Seinen Traum leben oder 'vernünftigen' Beruf anstreben ? 4 Monate 1 Woche her #800496

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evanz, da bist du im richtigen forum und frägst genau die richtigen leute. die meisten hier haben auch kein plan was sie später machen wollen. alles stoner hier. nichts destotrotz will ich auch was dazu sagen. jedenfalls ich war auch in so ner situation, was weisst hier war , bins immernoch. ich hab ned wirklich plan was ich machen will und ehrlich gesagt kümmert mich des auch wenig. ich mach das, auf was ich bock habe und teilweise lass ich mich auch vom leben treiben wie ein blatt im wasser. das heisst aber nicht das ich meine zeit mit etwas unnötigen schinde. ich denk mal du bist auch so um die 20 wenn ned jünger. ich finde du solltest schon theater ne chance geben, ich mein, du kennst leute aus dem metier und es klingt ned so das du es halbarschig machst. wie du sagstest, is das theater ein hartes geschäft. des mag schon sein, aber wo is es ned ? meine meinung zu all dem is, ich finde du solltest schon ausprobieren das du am ende des tages sagen kannst "hey ich hab es probiert". so lange du nicht probiert hast, weisst du nicht wie es ausgehen könnte. primär gehts das darum das du mit dir selbst im einklang bist. ich finds schlimmer etwas nicht probiert zu haben , als etwas probiert zu haben und danach zu scheitern. ausserdem hast du abi du kannst dein lehramt auch später machen ? wen kümmerts ? du bist jung lass es dir nicht entgehen...

Seinen Traum leben oder 'vernünftigen' Beruf anstreben ? 4 Monate 4 Tage her #800876

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Lesok schrieb:
evanz, da bist du im richtigen forum und frägst genau die richtigen leute. die meisten hier haben auch kein plan was sie später machen wollen. alles stoner hier. nichts destotrotz will ich auch was dazu sagen. jedenfalls ich war auch in so ner situation, was weisst hier war , bins immernoch. ich hab ned wirklich plan was ich machen will und ehrlich gesagt kümmert mich des auch wenig..

Also bis jetzt waren alle Antworten sehr produktiv, weswegen ich es sehr Fehl am Platz finde, dass du behauptest, dass hier niemand Ahnung hat. Vor allem da jeder hier seine eigene Meinung hat.
Bin aber übrigens auch eher deiner Meinung momentan~

Seinen Traum leben oder 'vernünftigen' Beruf anstreben ? 3 Monate 3 Wochen her #801528

Erstmal interessanter Thread, was man nicht alles verpasst wenn man 1/2 Wochen inaktiv war :D
Wofür würdet ihr euch entscheiden ? Den Traum leben oder einen (für die Gesellschaft) 'vernünftigen' Beruf anstreben ?
Ich finde das kann man so nie pauschal sagen.
Auch ich passe in diese Phase der Berufsfindung hinein.
Mein momentaner Beruf den ich anstrebe ist der des Polizeibeamten.
Ich denke das ist kein Traumberuf den nur wenige ausüben können, aber Arbeit muss man da auf jeden Fall reinstecken um dieses Ziel zu erreichen.
Der Beruf Polizist ist ein sicherer Arbeitsplatz und auch einer der in der Gesellschaft gut angesehen ist.
Wenn man aber einen Beruf anstrebt der in Richtung eines Traumberufs geht finde ich, sollte man immer abwägen wie gut die eigenen Chancen sind.
Man sollte finde ich sich immer ein Polster bereithalten bevor man diesen Traum verfolgen möchte, den man kann immer scheitern.
Ob der Erfolg kommt hängt von einem selber ab.
Aber an erster Linie sollte man das tuen was einen selber glücklich macht und nicht was die anderen Menschen glücklich macht.
Ich bin der Überzeugung man sollte für sich selber und nicht für die Gesellschaft leben, aber das ist etwas was viele Menschen nicht hinkriegen.
Habt / Hattet ihr schon einmal eine ähnliche Situation ? Wofür habt ihr euch entschieden ?
Ich habe ja bereits gesagt das ich auch in dieser Phase bin.
Mein momentaner Berufswunsch ist keiner bei dem ich sagen würde, dass ich in so einer Situation stecke.
Den selbst wenn ich nicht Polizist werden sollte, habe ich als Ausweichsmöglichkeit in den Soldatendienst zu gehen oder im Sozialen Bereich zu arbeiten.
Was würdet ihr für die allgemein bessere Option halten ?
Ich habe es gesagt da kann man keine pauschale Antwort treffen, es sind einfach zu viele Faktoren die man bei dieser Entscheidung beachten muss.

Lg MrKingmustafa
Welchen Wert hat ein König, der es nicht schafft, die Machtlosen zu beschützen? ~ Saber

Seinen Traum leben oder 'vernünftigen' Beruf anstreben ? 3 Monate 3 Wochen her #801832

Ich denke, dass man auf jeden Fall seinen Traum leben sollte. So habe ich mich bisher auch entschieden und meinen Lebensweg dementsprechend gewählt. Denn es ist mein Ziel, lebenslang Geld vom Staat zu bekommen. Mir ist es dabei vollkommen egal, auf welche Art und Weise ich das Geld bekomme - die Hauptsache ist eben, dass es vom Staat und somit auch vom Steuerzahler kommt. Momentan schlage ich mich bei der Erfüllung meines Lebenstraums ziemlich gut, denn ich bekomme auf zwei Weisen Geld vom Steuerzahler und kann damit überaus zufrieden leben; besser könnte es doch gar nicht sein!
Nimm das also als Ermunterung, an deinen Traum zu glauben. Denn wenn du das machst und dich zumindest etwas anstrengst, kannst du ihn wahr werden lassen, so wie ich.
Live your dream!
All hail Layna! jeder sollte eine eigene LayLay haben :3
Letzte Änderung: 3 Monate 3 Wochen her von ImSad.

Seinen Traum leben oder 'vernünftigen' Beruf anstreben ? 3 Monate 2 Wochen her #802340

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Wofür würdet ihr euch entscheiden ? Den Traum leben oder einen (für die Gesellschaft) 'vernünftigen' Beruf anstreben ?
Nichts ist schlimmer als ein leben lang etwas zu arbeiten, was man kein stück ab kann. wenn die möglichkeit besteht, dann würde ich mich für den Traum entscheiden, als ewig traurig in einer Fabrik zu sitzen o.ä.

Habt / Hattet ihr schon einmal eine ähnliche Situation ? Wofür habt ihr euch entschieden ?
Hatte ich nicht, jedoch hatte ich mir auch nie die mühe gemacht bisher, dem etwas näher zu kommen.

Was würdet ihr für die allgemein bessere Option halten ?
wie oben geannt, traum leben. jedoch, wenn das leben keinen grundstein hat, zuerst eine sicherung, also ausbildung etc machen. um zumindest diesen grundstein zu haben.
What shall I write here? something to fill these lines, probably. hm?

Seinen Traum leben oder 'vernünftigen' Beruf anstreben ? 2 Wochen 5 Tage her #809098

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*o-hi*
Wofür würdet ihr euch entscheiden ? Den Traum leben oder einen (für die Gesellschaft) 'vernünftigen' Beruf anstreben ?
Habt / Hattet ihr schon einmal eine ähnliche Situation ? Wofür habt ihr euch entschieden ?
Was würdet ihr für die allgemein bessere Option halten ?

Ich bin noch sehr jung und naiv, habe mich jedoch meinerseits dafür entschieden, erste Priorität auf etwas vernünftiges, sicheres zu setzen, und dann sekundär meinen Traum weiter anzustreben. Sollte ich dann mit meinen Traum durchkommen, so kann man das sichere auf Teilzeit oder gar 0 kürzen.
Zumindest sah ich das als den besten Weg in meinem Fall.

Solltest du jetzt aber einen Traumberuf haben, der deine komplette Zeit in Anspruch nehmen würde, wird das ganze gleich komplizierter, finden sich aber bestimmt auch Lösungen. Wichtig ist auch, das du den vernünftigen, sicheren Beruf nicht hasst. Such dir das Besterträgliche (klingt hart, aber nichts ist so gut wie dein Traum), da etwas unerträgliches dich krank machen wird.

Interessanter Thread übrigens :)

LG GG *o-bye*

Seinen Traum leben oder 'vernünftigen' Beruf anstreben ? 1 Woche 5 Tage her #809655

Habt / Hattet ihr schon einmal eine ähnliche Situation ? Wofür habt ihr euch entschieden ?

Ich lege hier einfach mal aus persönlicher Erfahrung los...
Mein Hobby, dass ich jahrelang verfolgt habe, stellt mich mittlerweile nicht mehr zufrieden. Ich bin ganz froh, dass ich als ich die Wahl hatte mich nicht für mein Hobby entschieden habe und es zu meinem Beruf gemacht habe. Stattdessen habe ich etwas, dass mich bei weitem nicht so interessiert hat, zu meinem Berufsziel gemacht und es lieben gelernt...
Diese Entscheidung bereue ich nicht.

Und es gibt Berufsfelder, bei denen man nicht den besten Ruf hat (geizig, geldgierig, rücksichtslos), aber man kann diesen Beruf auch genau deswegen wählen, weil man dort Macht hat, etwas zu verändern. Also sehe ich es relativ, ob man in einem Berufsfeld jemand anderem "schaden" kann oder nicht. Es hängt auch von der Persönlichkeit und Willensstärke ab.

Ursprünglich wollte ich Mediendesign studieren und bin jetzt stattdessen im 4. Semester in Business Administration with Informatics (in anderen Worten ein Mensch, der in Zukunft im Middle Management, später im Senior Management arbeitet und viele Entscheidungen zu treffen hat).

Ich habe mehrere hundert Anime im Laufe der Jahre gesuchtet und bin entgegen dem Klischee, dass wir Anime-Fans/ Otakus alle NEETs sind sehr erfolgreich und habe mich im 3. Semester meines Studiums selbstständig gemacht.

Was würdet ihr für die allgemein bessere Option halten ?

Man kann überall erfolgreich sein, solange man strebsam ist.
Und manchmal ist es vielleicht besser, nicht gleich das offensichtlichste zu machen und zu versuchen, seinen Traum zu verwirklichen.
Manchmal ist es besser, wenn es ein Hobby bleibt.
Ich kenne viele, die ihren Traum umgesetzt haben. Durch Stress bei der Arbeit und viele negative Erlebnisse, haben sie die Lust an ihrem Hobby verloren und lieben ihre Arbeit nicht.
Es kann auch gut sein, dass ihr euch das alles ganz anders vorgestellt habt, als es dann in Realität ist und ihr seid dann damit unzufrieden.
Beispiel: Finanzbuchhaltung. Viele finden es im Unterricht richtig Hammer. Ich habe da selbst einen Einserschnitt. Aber ich würde es nie als Berufsziel wählen, weil es furztrocken und langweilig in der Praxis ist. ;)

Wofür würdet ihr euch entscheiden ? Den Traum leben oder einen (für die Gesellschaft) 'vernünftigen' Beruf anstreben ?

Ich kann nicht sagen, dass jeder seinen Traum zum Beruf machen sollte.
Macht das, was für euch am meisten Sinn macht. Denkt ein bisschen darüber nach, was eure Entscheidung langfristig für Folgen hat und fragt vielleicht Leute, die sich auskennen, weil sie in dem Feld arbeiten oder irgendwie anders Ahnung haben (ARGE Berufsberatung ist auch ein sehr guter Anlaufspunkt. Bin da auch oft gewesen)...

Z.B. könnt ihr alle Deutsch Lehramt machen, wenn ihr das als euren Traum und Berufung seht. Aber seit euch dann auch bewusst, dass ihr vielleicht keine Arbeit findet oder sehr wenig verdient.
(Wenn ihr allerdings als Nebenfach das unbeliebte Fach Religion wählt statt Englisch, steht ihr um einiges besser da.)

Zu dem Thema, dass man sich noch später umentscheiden kann und was anderes machen: Ja, definitiv möglich. Aber hat man dann die finanziellen Ressourcen um es zu machen, die Zeit dazu und noch die Lust dazu?
Meist nein.
Mein Vater hatte "nur" Hauptschulabschluss und hat mit 40 noch seinen Realabschluss mit Ach und Krach nachgeholt. Das ging nur, weil meine Mum ihn unterstützt hat (sowohl finanziell als auch seelisch).
Es war für meinen Vater schwierig, sich nochmal in eine schulische Situation mit wesentlich jüngeren Menschen im Umfeld einzufinden.

Eine ähnliche Erfahrung habe ich mit meinem Studienkollegen Patrick gemacht, der über 30 ist und mit mir im ersten Semester war.
Er hatte schon lichtes Haar und kam für andere, jüngere Studenten etwas ulkig rüber. Die anderen haben ihn deshalb gemieden. Daran habe ich mich null gestört und habe viele nützliche Hinweise und Hilfen von ihm bekommen.
Es ist also auch härter, dann Anschluss zu finden und Kontakte aufzubauen, was bei einem Studium extrem wichtig ist!
Wer keinen Anschluss findet, bekommt nicht den Hinweis, was in Prüfungen so dran kommen könnte oder was der Prof in höheren Semestern für Fragen im Examen gestellt hat. Es werden oft Unterlagen unter der Hand rumgereicht, die du dann nicht erhältst, die aber extrem wertvoll sind...
Letzte Änderung: 1 Woche 5 Tage her von BlackDahliaCure.

Seinen Traum leben oder 'vernünftigen' Beruf anstreben ? 1 Woche 5 Tage her #809752

Ich bin derzeit in der 12. Klasse und werde die Schule damit wohl diese Jahr beenden, weswegen ich mich ja auch bald für eine beruflich Richtug entscheiden muss. In einer ähnlichen Situation wie du war oder bin ich allerdings nicht. Ich habe nämlich leider keinen Traum oder Wunsch, etwas bestimmtes zu machen. Ich beneide dich auch ein bisschen darum, dass du einen hast. Deswegen würde ich mich an deiner Stelle wahrscheinlich für meinen Traum entscheiden.
In den meisten Fällen würde ich das auch für die bessere Option halten, es hängt ein bisschen davon ab, wie realistisch dieser ist. Wenn einem gesagt wird, dass man absolut nicht singen kann, der traumberuf aber Sänger ist, sollte man seine Zukunft vielleicht nicht unbedingt darauf aufbauen, man könnte ja vielleicht auch noch anders Musik machen. Aber du hast ja schon Erfahrungen und hast gesagt, dass du auch Talent fürs Theater spielen hast, also würde ich mich dann dafür entscheiden.
Wenn du merken solltest, dass das vielleicht doch nicht klappt, kannst du immer noch etwas anderes erlernen. Umgekehrt natürlich auch, du kannst erst studieren um dann wirklich abgesichert zu sein und wenn dein Traum dann immer noch das Theater ist, kannst du dich ja dann dafür entscheiden. Du musst dich ja nicht für den Rest deines Lebens festlegen. Trotzdem ist es eine schwierige Entscheidung.

Seinen Traum leben oder 'vernünftigen' Beruf anstreben ? 2 Tage 3 Stunden her #810820

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Der Titel dieses Threads stellt das Ganze so da als sei es ein Widerspruch und man könnte nicht beidem gleichzeitig nachgehen. Aber stimmt dies wirklich oder klingt dies einfach nur plausibel und darum äfft es einfach jeder nach? Außerdem ist es immer sinnvoll wenn sich alle Träume erfüllen bzw einem erfüllt werden macht dies einen glücklicher oder das Leben erfüllter?

Ich sehe es nicht unbedingt so das einem Job nachzugehen und Traum leben zwei Gegensätze sind die sich nicht Gleichzeitig erfüllen lassen es kommt halt nur immer drauf an was man machen möchte und wie zeitaufwendig das Ganze ist. Viele Dinge lassen sich ja so auch nebenbei erfüllen und viele sind auch gar nicht sinnvoll erfüllt zu werden die einem nur eben beim schauen einer X-beliebigen Serie eingefallen sind und genauso schnell wieder vergessen sind. Sachen die man aber nicht vergisst und immer erneut an die Oberfläche des Bewusstseins gespült werden vielleicht doch. Für mich haben Träume und Arbeiten bzw damit sein Geld verdienen meistens nicht viel miteinander zu tun außer bei ganz außergewöhnlichen Sachen allerdings muss ich hier einem meiner Vorposter zustimmen:

BlackDahliaCure schrieb:
Und manchmal ist es vielleicht besser, nicht gleich das offensichtlichste zu machen und zu versuchen, seinen Traum zu verwirklichen.
Manchmal ist es besser, wenn es ein Hobby bleibt.
Ich kenne viele, die ihren Traum umgesetzt haben. Durch Stress bei der Arbeit und viele negative Erlebnisse, haben sie die Lust an ihrem Hobby verloren und lieben ihre Arbeit nicht.


Habt / Hattet ihr schon einmal eine ähnliche Situation ? Wofür habt ihr euch entschieden ?

Erstmal eine Ausbildung gemacht und nebenbei Geld gespart, ganz freiwillig ;) natürlich, und nachdem ich damit fertig war habe ich mir einen Kinderheits-Traum erfüllt mit dem Erspartem.

Wofür würdet ihr euch entscheiden ? Den Traum leben oder einen (für die Gesellschaft) 'vernünftigen' Beruf anstreben ?

Was ist für die Gesellschaft bitte ein "vernünftiger" Beruf das Ganze ist so was von Unterschiedlich auslegbar; fällt darunter alles was gebraucht wird, was legal ist oder was als gutbürgerlich gilt? Und warum nicht einfach versuchen beides zu erreichen was ist die Problematik daran? Wenn man z.B. gerne um die Welt reisen würde oder ein bestimmtes Land besuchen möchte gibt es viele Berufe mit denen man dies kombinieren kann, natürlich hängt dies auch immer vom Zielland aber an sich ist dies mit vielen Berufen möglich um mal ein paar Beispiele zu nennen: Friseur/in, Köchin/Koch, Elektriker, KFZ-Mechaniker, Ingenieur/in, Zimmermann usw. Selbst ohne Ausbildung geht viel wie Au-pair oder Hilfsarbeiter/in.

Auch Deutschland lässt hier viel offen man kann jederzeit mit genug Willenskraft Abschlüsse nachholen, sodass man vorher auch anderen Dingen nachjagen und dann später seine Entscheidung ändert und andere Ambitionen verfolgen kann. Gerhard Schröder hat seine Lehre zum Einzelhandelskaufmann vermutlich auch nicht mit dem Ziel angefangen später einmal über den zweiten Bildungsweg Rechtsanwalt, danach Ministerpräsident und schließlich Bundeskanzler zu werden angefangen. Vielleicht war dies einer seiner Träume im Hinterkopf vielleicht aber auch nicht das kann er dir höchstens selbst beantworten.
Wo man Anfängt und wo man Endet liegt meistens ganz selbst in eigenen Händen. Natürlich lässt sich nicht alles verwirklichen aber so einiges kann man umsetzen.
Behindert sein ist Kultstatus
#sarkastisch gemeint :)

Seinen Traum leben oder 'vernünftigen' Beruf anstreben ? 7 Stunden 8 Minuten her #810995

Also was Traum und Beruf angeht ist es wie hier schon einige sagten kein Widerspruch. Zudem muss sich ja der Traum auch beruflich umsetzen lassen. Aber das wurde hier ja schon gesagt und gut erklärt warum und wieso.

Ich sehe es so das der Beruf einen selbst zufrieden stellen sollte. So dass man morgens aufsteht und gerne hingeht bzw. sich nicht tagein tagaus zum Job schleppt. Es gibt immer Tage da hat man mehr Lust oder man will einfach nicht raus.

Es ist nicht das leichteste für sich den passenden Beruf zu finden. Zudem ist es dann teilweise auch schwer was komplett anderes zu machen. Wobei das "schwer" immer auf einen selbst ankommt, denn Erfolg beruht auf harter Arbeit. Das Glück fällt einem nicht einfach in den Schoß.

Um den passenden BEruf zu finden sollte man sich selbst über ein paar Dinge im Klaren sein, wobei ein Teil einem früher auf dem Weg begegnet und ein Teil etwas später.

Das wichtigste vor der Ausbildung ist nun mal Schule, Schuke, Schule. Man kann zwar viel, oder alles, nachholen, aber mit dem ersten Weg macht man es sich einfacher. Der Weg Gymnasium auf die Hauptschule zurück und nochmal von dort zum Gymnasium ist halt ein etwas längerer.
Man sollte sich selbst etwas kennen. Ob es Stärken sind, Schwächen, persönliche Merkmale, handwerkliche Begabung etc.

Reicht es einem am z.B. "nur" am Band zu stehen oder möchte man eine "abwechslungsreichere Arbeit haben. Reicht einem die bisherige Tätigkeit aus doer will man mehr, sprich mehr Verantwortung. Dem einen reicht es die Douglasfiliale zu führen, der nächste möchte Bezirksleiter werden.
In dem Fall kommen dann eben auch die Arbeitszeit und der Verdienst hinzu. Ist es mir lieber z.B. Einschicht zur arbeiten und jeden Tag um 15 Uhr zuhause zu sein oder nehme ich in einem 3 Schichtsystem und bringe am Ende des Monats mehr Geld nach Hause.Habe ich von Überstunden mehr Lohn oder kann ich diese auch als Gleitzeit abbauen.

Dann ist natürlich auch die Wertschätzung was feines. Wenn die Arbeitskollegen super sind, der Chef human, ich Wertschätzung erfahre, so arbeite ich auch lieber in dieser Firma. Trivial, aber der Dankebutton in diesem Forum ist auch eine Art der Wertschätzung die einen positiv beeinflussen kann.

Es fehlen noch Punkte, aber dann wird es zu weit und unübersichtlich. Man muss sich eben zu jedem Beruf seine Gedanken machen (evtl Selbstständigkeit).
Dazu kommen natürlich auch die eigenen Bedürfnisse.

Es gibt wenige Leute die alles haben und wo alles perfekt passt. Die Leute die alles haben ,meinen herzlichen Glückwunsch, ich bin etwas neidisch. (Ihr habt ja alles, deswegen bekommt ihr net meinen herzlichsten Glückwunsch. Ihr wisst ja, der Neid und so.) *o-Dx*

Wofür würdet ihr euch entscheiden ?

Ich würde einen Beruf ausüben wollen der eine gute Mischung aus den oben genannten Punkten ist um eben meine Bedürfnisse zu erfüllen. + Mehr Geld, denn wenn alles andere passt darf das Gehalt doch nach oben gehen. Es macht nicht glücklicher, aber vielleicht sorgenfreier.

Mfg

Radio
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