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Umfrage: Todesstrafe?

Ja
143 30.8%
Nein
261 56.1%
Unentschlossen
61 13.1%
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THEMA: Todesstrafe? Ihr seid gefragt!

Todesstrafe? Ihr seid gefragt! 1 Jahr 1 Monat her #804400

Wer ist denn krimineller? Ein Räuber der dutzende Male jemanden ausgeraubt hat oder ein Mörder?
Ich möchte das nicht entscheiden.

Und dass die geringe Kriminalitätsrate von Japan auf die Todesstrafe zurückzuführen ist halte ich auch für fragwürdig.
Bei den Japanern ist ziemlich viel "normal" was woanders vollkommen veraltet oder merkwürdig ist, liegt halt an ihrer isolierten Lage.

Todesstrafe? Ihr seid gefragt! 1 Jahr 2 Wochen her #807036

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Ich find eine Todesstrafe schwachsinnig ... Heißt es nicht "Recht auf Freiheit " im Grundgesetz ( Artikel 2, Paragraph 2 ) ? Wenn dies so ist ,haben auch Sträflinge Recht auf Freiheit oder nicht ?! Ja , Oke , man muss bedenken , dass das Grundgesetz nur für Deutschland gilt ... Aber trotzdem ;-;
Sakhi<3
Würde mich über FA freuen....
Folgt mir auf Insta: queen_cexdx...

ICH HABE ZWEI REGELN
ERSTE REGEL:
ICH LIEGE NIEMALS FALSCH
ZWEITE REGEL:
WENN ICH MAL FALSCH LIEGE;ZURÜCK ZUR ERSTEN REGEL
-L-

Todesstrafe? Ihr seid gefragt! 1 Jahr 2 Wochen her #807039

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Heißt es nicht "Recht auf Freiheit " im Grundgesetz ( Artikel 2, Paragraph 2 ) ? Wenn dies so ist ,haben auch Sträflinge Recht auf Freiheit oder nicht ?!
Grundsätzlich hat jeder dieses Recht, wenn ihnen (den Sträflingen) die Freiheit nicht entzogen bzw. die Freiheit beschränkt wurde. (Beispielsweise Art. 104) und Paragraphen gibt's nicht im GG ^^
richtig wäre also: Artikel 2 Absatz 2 Satz 2 Grundgesetz oder Art. 2 II 2 GG
Im folgenden Satz Artikel 2 Absatz 2 Satz 3 GG steht ja schon, dass unter Umständen eingegriffen werden darf.
"Der Mensch ist dazu verurteilt, frei zu sein." - Jean-Paul Sartre
"und es ist mir längst klar, dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war." - Hannes Wader
Letzte Änderung: 1 Jahr 2 Wochen her von DaviDwithD.

Todesstrafe? Ihr seid gefragt! 1 Jahr 2 Wochen her #807051

Die Debatte um die Todesstrafe ist doch selbst bereits so alt wie das ewige hin und her um die Waffengesetze in Amerika.

Auf der einen Seite haben wir die Vergelter, welche nach dem Blut der Sünder lechzen und fordern, dass der Täter einen Tribut in Höhe seiner Schuld auf sich nimmt, um das verursachte Leid der betroffenen zu verstehen - in der Hoffnung, dass jene Person selbst daraus lernen kann, sofern er nicht mit seiner Essenz des Lebens sühnt, und über die Härte des Staates dafür sorgt, dass potenzielle Missetäter besonnen agieren und nicht in die Gefilde des schuldigen Abschaums eintauchen.

Gegenüberliegend steht der Prophet der Menschlichkeit, welcher davor warnt, dass Hass und Zorn in einem Teufelskreis gefangen lediglich für mehr Leid und Gewalt sorgen, weshalb man davon absehen sollte Blut mit Blut zu vergelten.

Doch wer hat nun Recht in diesem ganzen Debakel? Gibt es überhaupt eine Lösung, welche tatsächlich die Kriminalität eindämmt, wodurch die Bürger geschützt werden, aber auch die Täter auf den Pfad der Tugend zurückführt?

Nein. Meiner Meinung nach nicht. Im Recht ist sowohl jeder als auch keiner.

Es ist richtig, dass eine harte und zügige Strafe sich auf die Hemmschwelle vermeintlicher Täter auswirkt und diese vor der Tat zurückschrecken, sofern ihre Situation nicht dermaßen außerhalb ihrer Kontrolle sind, dass es ihnen gleich ist, wie die Strafe sein mag. Dadurch werden also nur jene an der Kriminalität gehindert, welche rational und planmäßig an die Sache herangehen und bewusst die Entscheidung dazu treffen, ob sie nun ein Gesetz brechen möchten oder nicht. Jegliche Affekt-Täter werden hier nicht betrachtet und der Bluttribut fordert auch dann seine Gerechtigkeit ein, wenn man sich im Rausch oder durch die Not der Situation zu eben jener Tat hingezogen fühlte. Zudem werden Täter, deren Situation so ausweglos ist, dass lediglich der Gesetzesbruch ihnen einen neuen Weg aufweisen kann, in ihren Aktionen ggf. rücksichtsloser, da es "nun auch keinen Unterschied mehr macht", wie sehr man die Schwelle nun übertritt, wenn man sich bereits hinter ihr befindet.

Andererseits ist es aber auch korrekt, dass eine harte und zügige Strafe den Unmut in der Bevölkerung anfachen wird, wenn der Wohlstand schwankt und unsicher ist. So wäre eine rachsüchtige Orientierung der Justiz lediglich ein Feuer mehr, welches die rebellischen Gedanken der Bevölkerung gegen das System entfacht, da man in Armut gedrängt wird und der Versuch zu überleben in voller Härte bestraft wird: Das System schützt also nur eine bestimmte Gruppe, da es den menschlichen Trieb hinter einer Tat außer acht lässt.

Richtig ist also den Mittelweg zu gehen, sodass man versucht die Probleme der Täter zu analysieren und nicht die Täter zu beseitigen, sondern die Wurzel des Übels zu rupfen. Häufig sind Straftäter ein Opfer ihrer Situation und ihrer Umstände, weshalb man die daraus resultierenden Probleme beseitigen muss, um der Kriminalität und der Ungerechtigkeit der Welt auf den Grund zu gehen. Allerdings gibt es auch Ausnahmen, welche sich außerhalb der Norm befinden und es tatsächlich wohl lebende Menschen sind, welche aus der Gier der eigenen Lustbefriedigung das tun, wonach es ihnen verlangt - auch wenn es ihnen keinen Nutzen bringt und es keine Ursache gibt, welche sie zu dieser Tat treibt. Strafe muss demnach sein, um einen gesunden Mittelweg für ein Miteinander zu gewährleisten.

Die Todesstrafe ist meiner Ansicht nach allerdings kein Mittel, um diesem Mittelweg gerecht zu werden. Die Todesstrafe ist für mich der kapitalistische Weg, um die Kriminalität zu bekämpfen, da es weit günstiger ist einen Straftäter zur Strecke zu bringen, als ihn zu beherbergen und wieder in die Gesellschaft einzugliedern. "Einmal Abschaum, immer Abschaum." oder so ähnlich scheint die Devise zu sein. Zudem hat die Todesstrafe einen hohen Preis, welchen man zahlen muss, wenn ein Bürger unrechtmäßig verurteilt wird. Das Werkzeug der Gerechtigkeit kann zur Mordwaffe der Ungerechten werden, wodurch sich Menschen beseitigen lassen - ja nachdem, wie schnell sie verhängt wird. Nehmen wir an, dass aufgrund der steigenden Kriminalität mit Sexualdelikten die härtesten Fälle davon nun ebenfalls unter Todesstrafe gestellt werden (Gefängniszellen werden wohl voll - der Kapitalist will sparen!), so benötigt es lediglich die Falschaussage von Mutter und Tochter, um den eigenen Gatten bzw. Vater über den Jordan zu schicken. Dies ist nun keine Geschichte, die an den Haaren herbeigezogen wurde, sondern es gab wirklich einen Fall, dass ein Mann nach glaube ich 12 Jahren unrechtmäßiger Haft entlassen wurde. Mutmaßlicher Vergewaltiger, nur weil die Mutter der damals sehr jungen Tochter eingebläut hatte, dass diese die Vorwürfe bekräftigen und bestätigen soll, auch wenn sie nicht der Wahrheit entsprachen. Dies ist natürlich ein extremer Fall von Missbrauch der Justiz, aber in meinen Augen muss man bei solch weitreichenden Entscheidungen, wie über den Verbleib der Todesstrafe im Strafgesetz, diese ebenfalls beachten.
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Todesstrafe? Ihr seid gefragt! 10 Monate 1 Tag her #813332

Tja das ist so eine Sache bei der ich im Zwiespalt stehe...

einerseits ist eine Todesstrafe wenn sie vernünftig umgesetzt wird wesentlich billiger als zum Beispiel lebenslange Haft. Und irgendwie auch humaner als nen Menschen sein ganzes Leben in Knast zu stecken.
Andererseits besteht eventuell die Gefahr daß der Falsche übers Messer springt...

Also wäre ich dafür verantwortlich, dann würde ich einen Kompromiss machen. Bei den schwersten Verbrechen und wenn der Täter ohne jeglichen Zweifel fest steht, dann würde ich eine Todesstrafe mit schneller Ausführung vorziehen.

Todesstrafe? Ihr seid gefragt! 10 Monate 20 Stunden her #813352

Das ist immer ein schwieriges Thema. In Amerika läuft es ja prima soweit und wir deutschen, wir leben anders und haben wohl andere Ansichten.
Ja ich bin dafür, aber nicht immer. Ein mehrfacher Mörderer und oder Vergewaltiger hat meines Sinnes kein Recht, nach 25 Jahren einfach wieder tralala herausgelassen zu werden und (nicht als ob das immer so ist!) rückfällig zu werden.
Ich habe einmal eine Studie gelesen die besagt, dass ältere Menschen eher zu erneuten Straftaten neigen.
Das klingt pauschal gesagt und einfach falsch, aber es gibt einfach Fälle und Menschen wo ich sage: Ja, her mit der Todesstrafe. Manchmal ist das Gesetz dann viel zu Sozial und gibt denen, den ich es nicht gönne eine Chance.
Man sollte nie etwas pauschalisieren. Aber diese Diskussion ist eine lange und wird sicher niemals hier in Deutschland eingeführt. Mittelalter-Style muss es ja auch nicht sein in dem wir alle "Verbrecher" sofort köpfen oder steinigen. Um es ein bisschen besser zu sagen wie ich es meine ^^
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Todesstrafe? Ihr seid gefragt! 9 Monate 2 Wochen her #814224

Todesstrafe sollte erlaubt sein und das Recht zur Selbstverteidigung muss hier in Deutschland unbedingt
komplett reformiert werden.

Jemand der versucht jemanden aus niederen oder sogar höheren Beweggründen (für das Wohl des Staates oder was einem noch so einfällt)
zu töten verliert selbst das Recht auf sein Leben zu bestehen. Dann darf auch jemand über einen richten. Ich meine, die Natur kennt sowieso
nur töten und getötet werden und der Religion folgen eh nur naive Schulmädchen, also darf auch jemand darüber entscheiden, was mit dem Leben eines
Menschen geschieht, der es sich einfach mal so sich erlaubt hat, jemanden zu töten. Natürlich ist das grad extrem simpel und weltfremd formuliert, aber
verstehen sollte man es.

Ich finde es einfach nur pervers hier in Deutschland oder gar in Europa, das ...

- Selbstverteidigung sehr schnell endet und es in "Körperverletzung (mit oder ohne) Todesfolge" umschlägt und
man dafür ins Gefängnis kommt
- Das Polizisten nur sehr selten knallhart durchgreifen dürfen und sich in 100 Seiten Berichten rechtfertigen müssen,
warum Sie mal die Pistole heraus holen mussten. Es besteht die Gefahr auf Suspendierung, wenn man nicht
gut begründen kann, wieso man NICHT auf das abfeuern einer Waffe verzichten konnte.
- Schwerverbrecher nach 15 (bis 18) Jahren wieder entlassen werden (bzw. manchmal nur können)
- das Steuerhinterziehung dreifach so hart bestraft wird, wie Mord (übertrieben, aber nicht unbekannt)
- man glaubt, man könnte jemand der 15 Jahre gesessen hat wieder gutes Gewissens frei herum laufen lassen

Die Todesstrafe bzw. das Recht zu töten bei Gefahr das eigene Leben zu verlieren könnte sofort oder zumindest
mittelfristig Leben retten. Naja im Endeffekt scheitert es aber am Grundgesetz, von daher ist das Thema gegessen.

Todesstrafe? Ihr seid gefragt! 9 Monate 1 Woche her #814558

RedKingIV schrieb:

Ich finde es einfach nur pervers hier in Deutschland oder gar in Europa, das ...

- Selbstverteidigung sehr schnell endet und es in "Körperverletzung (mit oder ohne) Todesfolge" umschlägt und
man dafür ins Gefängnis kommt
Angenommen du stößt mich, ich fühle mich bedroht und breche dir deine beiden Knie. Absolut gerechtfertigt oder? Ich hab mich nur verteidigt. Geht auch noch extremer, zum Beispiel indem ich dir das Blut zum Kopf abschneide und du durch den Sauerstoffverlust stirbst. Das ist nicht verhältnismäßig und wäre zurecht entsprechend zu verurteilen.
- Das Polizisten nur sehr selten knallhart durchgreifen dürfen und sich in 100 Seiten Berichten rechtfertigen müssen,
warum Sie mal die Pistole heraus holen mussten. Es besteht die Gefahr auf Suspendierung, wenn man nicht
gut begründen kann, wieso man NICHT auf das abfeuern einer Waffe verzichten konnte.
Das ist gut so, sonst hast du Polizisten die zuerst schießen und dann nachdenken. In meiner Familie gibt es aktuell zwei Polizisten + einen ehemaligen. Keiner hat den Papierkram gerne, finden diese Regeln grundsätzlich gut. Angenommen es sind 3 Polizisten gegen einen Mann. Solange er keine Schusswaffe besitzt sind sie ihm überlegen. Angenommen er hat keine Waffe, dann kann niemand rechtfertigen warum man auf ihn geschossen und ihn möglicherweise umgebracht hat. Und nein, in die Beine schießen funktioniert in der Realität nicht.
- das Steuerhinterziehung dreifach so hart bestraft wird, wie Mord (übertrieben, aber nicht unbekannt)
Mord ist nicht gleich Mord, präzisiere dich hier etwas.
Davon abgesehen ist das schlicht falsch was du da behauptest. Mord hat 3-15 Jahre, Steuerhinterziehung bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe/oder Geldstrafe oder 6 Monate bis 10 Jahre bei besonders schwerer Steuerhinterziehung. Man bleibt strafffrei wenn man sich selbst anzeigt bevor zu ermitteln begonnen wurde und man die Geldstrafe innerhalb der gesetzten Frist zurückzahlt.
- man glaubt, man könnte jemand der 15 Jahre gesessen hat wieder gutes Gewissens frei herum laufen lassen
Das ist eine reine Behauptung deinerseits.
Die Todesstrafe bzw. das Recht zu töten bei Gefahr das eigene Leben zu verlieren könnte sofort oder zumindest
mittelfristig Leben retten. Naja im Endeffekt scheitert es aber am Grundgesetz, von daher ist das Thema gegessen.
Wann besteht Gefahr für das eigene Leben? Das ist wieder Auslegungssache.
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Todesstrafe? Ihr seid gefragt! 6 Monate 3 Wochen her #818861

Jeder von Euch, der eine Wurst oder Fleisch isst, hat Blut von unschuldigen Tieren auf dem Gewissen. Sie haben niemanden etwas getan dennoch werden sie zu Millionen abgeschlachtet. Auch Tiere haben ein Selbstbewusstsein, Gefühle und Angst.

Tiere töten und essen andere Tiere, dies akzeptieren wir aber als Naturgesetz. Wir töten auch Tiere die sich zu stark verbreiten (z.B.: Wildschweine durch die Jäger) oder Schaden anrichten (wie z.B.: Waschbären). Auch dies scheint für die meisten akzeptabel zu sein.

Sogar das Töten von Menschen im Krieg wird hingenommen. Die Soldaten bekommen sogar Orden und Preise für das Töten von Feinden.

Warum ist dann das Hinrichten eines Mörders dann ein Problem?

Viele von Euch halten die Todesstraffe für nicht human. Dies mag sein, aber haben die Opfer kein Recht auf Ihr Leben gehabt? Warum wird einem Täter mehr Recht und Gnade zugesprochen als den Opfern? Auch unter uns Menschen gibt es Bestien die so grausame Taten begangen haben, dass unsere Gesellschaft damit nicht so richtig umgehen kann.

Darf es für Monster wie z.B.: Anders Behring Breivik, der fast 70 junge Menschen kaltblütig abgeschlachtet hat, Mitleid und Vergebung geben?
Letzte Änderung: 6 Monate 3 Wochen her von Tssir-De-Macabre.

Todesstrafe? Ihr seid gefragt! 6 Monate 3 Wochen her #818870

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Tiere töten und essen andere Tiere, dies akzeptieren wir aber als Naturgesetz.[...]Warum ist dann das Hinrichten eines Mörders dann ein Problem?
Du hast es eigentlich schon ganz gut beschrieben, weil er ein Mensch/Mörder und kein Tier ist. Evtl. werden es unsere Kinder krank und pervers finden, dass wir Tiere gegessen haben, als Christ und Philanthrop würde ich einem Menschen jedoch nicht seinen Wert absprechen.
Klar ist es eine schlechte Begründung, wenn man etwas als Naturgesetz oder von Gott gegeben ansieht, doch sind mMn einige wenige unveränderliche Regeln in einer Gesellschaft von Nöten. Von den praktischen, hier bereits zu genüge genannten Problemen der Todesstrafe mal abgesehen.
Man könnte aber auch anstatt darüber zu philosophieren ob die Todesstrafe (k)ein Problem ist darüber nachdenken inwiefern es moralisch wäre Tiere zu essen. Quasi deine Frage aus einem umgedrehten Blickwinkel. Wenn das Hinrichten eines Mörders ein Problem ist, warum akzeptieren wir dann, dass Tiere getötet und gegessen werden?
Sogar das Töten von Menschen im Krieg wird hingenommen. Die Soldaten bekommen sogar Orden und Preise für das Töten von Feinden.
Das kommt natürlich auch ganz auf das jeweilige Land an, aber sollte man nicht eher für das "verteidigen" und "retten" von Leben, dem Dienst am Menschen und weniger für das Töten von "Feinden" geehrt werden? und ist es nicht der eigentliche Zweck deutscher Ehrenzeichen humanitäre, friedenserhaltene, politische, wirtschaftliche oder kulturelle etc. Leistungen zu würdigen? ich kenne mich auf dem Gebiet nicht wirklich aus, kann mir etwas anderes auf Grundlage unserer Verfassung jedoch nicht vorstellen.
aber haben die Opfer kein Recht auf Ihr Leben gehabt?
Klar hatten sie ein Recht auf Leben, sie bekommen es durch einen weiteren Mord aber auch nicht zurück.
Warum wird einem Täter mehr Recht und Gnade zugesprochen als den Opfern?
Der Täter handelte nicht rechtens, Gnade wird ihm aber im Sinne des Gesetzes auch nicht gewährt, er wird doch i.d.R. verurteilt. Vor dem Recht ist jeder gleich.
Auch unter uns Menschen gibt es Bestien die so grausame Taten begangen haben, dass unsere Gesellschaft damit nicht so richtig umgehen kann.
Das stellt niemand in Abrede.
Darf es für Monster wie z.B.: Anders Behring Breivik, der fast 70 junge Menschen kaltblütig abgeschlachtet hat, Mitleid und Vergebung geben?
Ob du jemanden vergibst oder Mitleid empfindest ist deine eigene ganz persönliche Angelegenheit.
"Der Mensch ist dazu verurteilt, frei zu sein." - Jean-Paul Sartre
"und es ist mir längst klar, dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war." - Hannes Wader
Letzte Änderung: 6 Monate 3 Wochen her von DaviDwithD.
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Todesstrafe? Ihr seid gefragt! 5 Monate 4 Wochen her #820223

Generell nein, aber das kommt immer auf die Tat an. Man kann das nicht verallgemeinern

Todesstrafe? Ihr seid gefragt! 3 Monate 1 Woche her #823806

Unentschlossen... Es steht eben halt die Frage was die Todesstrafe bringen würde. Wenn jemand nun wegen Mordes diese Art der Strafe bekommen soll, soll es Vergeltung bringen? Der Ermordete kommt deshalb nicht zurück. Zudem muss man sagen: was wäre wenn der Verdächtige nicht schulduig ist sondern zu unrecht verurteilt und somit die Todesstrafe erhält? Auf der anderen Seite sage ich mir das der Täter büßen muss auf welcher Art auch immer, ganz klar.
Schwieriges Thema, was ich mir aber auf jeden Fall wünschen würde wäre das Lebenslänglich wirklich Lebenslänglich und nicht nur 15 Jahre heißt. Manche sind dann ja noch anschließend in Sicherheitsverwahrung aber das sind leider nur die wenigsten.
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